Erika Hug: Engagiert und kämpferisch

SUISA und FONDATION SUISA trauern um Erika Hug. Die Verlegerin und Unternehmerin prägte mehr als drei Jahrzehnte lang die Förderung des Schweizer Musikschaffens mit – im SUISA-Vorstand, als Mitbegründerin der FONDATION SUISA und 10 Jahre als deren Stiftungsratspräsidentin. Am 14. Juli 2021 ist sie im Alter von 76 Jahren unerwartet verstorben. Nachruf von Andreas Wegelin und Urs Schnell

Erika Hug: Engagiert und kämpferisch

Erika Hug (1945-2021). (Foto: FONDATION SUISA / Musik Hug)

Die Schweizer Musikszene hat den Tod von Erika Hug, der Verlegerin und Eigentümerin des traditionsreichen Musikhauses, zu beklagen. Ganz unerwartet ist sie am 14. Juli 2021 verstorben.

Erika Hug hatte schon in jungen Jahren in 6. Generation die Führung des renommierten Zürcher Musikhauses übernommen. Neben dem traditionellen Verlags- und Notengeschäft wuchs die Firma in den 1980er Jahren kräftig und stieg früh in den damals neuen Handel mit der CD ein. Mit ihrem Ehepartner, dem deutschen Musikunternehmer Eckard Harke, entwickelte sich auch der Verkauf von Musikinstrumenten stark. Eine Spezialität waren die beiden Steinway Piano Galleries in Lausanne und Zürich.

Die umwälzenden Veränderungen in der Musikbranche im Zuge der Entwicklung des Internets liess die Nachfrage nach Noten, Tonträgern oder Instrumenten ab der Jahrtausendwende immer mehr schrumpfen. Das schweizweite Filialnetz wurde Anfang der 2000er Jahre stark verkleinert und die Firma schliesslich 2017 verkauft.

Mitwirkung bei SUISA und FONDATION SUISA

Der Genossenschaft SUISA und der FONDATION SUISA schenkte Erika Hug lange Jahre ihr Wissen und ihre Erfahrung als Unternehmerin durch die Mitwirkung im SUISA-Vorstand und im Stiftungsrat der FONDATION SUISA. Von 1985 bis 1995 war Erika Hug Vorstandsmitglied der Genossenschaft SUISA und Präsidentin von deren Kommission für Auslandsbeziehungen.

Erika Hug war 1989 Gründungsmitglied der SUISA-Stiftung für Musik (heute FONDATION SUISA). Während 27 Jahren bis Ende 2015 war sie Mitglied des Stiftungsrates. Ab 1990 präsidierte Erika Hug zuerst die Finanzkommission der Stiftung, war ab 1996 Vizepräsidentin und führte ab 2005 die Stiftung während 10 Jahren als Präsidentin des Stiftungsrates.

Erika Hug hat die letzten 30 Jahre der Genossenschaft und der Stiftung als Verlegerin und Expertin im Bereich des Musikgeschäfts wesentlich mitgeprägt. Sie engagierte sich für den Zugang zur Musik und zum Musizieren vor allem auch der jungen Generation und weniger bemittelter Gesellschaftsschichten. Das Projekt Klassenmusizieren der FONDATION SUISA ist davon ein Zeugnis. Erika Hug war auch eine Kämpferin für mehr Frauen in der Musik und im Geschäftsleben.

Wir trauern um eine grosse Schweizer Persönlichkeit im Bereich der Vermittlung von Musik, sind ihr dankbar für ihr Engagement in den leitenden Gremien unserer Genossenschaft und Stiftung und drücken gegenüber ihrer Familie unser herzlichstes Beileid aus.

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SUISA und FONDATION SUISA trauern um Erika Hug. Die Verlegerin und Unternehmerin prägte mehr als drei Jahrzehnte lang die Förderung des Schweizer Musikschaffens mit – im SUISA-Vorstand, als Mitbegründerin der FONDATION SUISA und 10 Jahre als deren Stiftungsratspräsidentin. Am 14. Juli 2021 ist sie im Alter von 76 Jahren unerwartet verstorben. Nachruf von Andreas Wegelin und Urs Schnell

Erika Hug: Engagiert und kämpferisch

Erika Hug (1945-2021). (Foto: FONDATION SUISA / Musik Hug)

Die Schweizer Musikszene hat den Tod von Erika Hug, der Verlegerin und Eigentümerin des traditionsreichen Musikhauses, zu beklagen. Ganz unerwartet ist sie am 14. Juli 2021 verstorben.

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SUISA Talks am Festival Zeiträume Basel 2021

Zehn Tage zeitgenössische Musik geniessen und miterleben, wie die oft eigens für das Festival komponierten Werke mit ihrer Umgebung spielen, sie umgarnen oder mit ihr disputieren. Das ist die Quintessenz des biennalen Festivals Zeiträume Basel. Text von Erika Weibel

SUISA Talks am Festival Zeiträume Basel 2021

Zeiträume Basel Festivalpavillon 2019. (Foto: Anna Katharina Scheidegger)

Unter dem Festival-Titel «Die Verwandlung» zeigt die vierte Ausgabe der Biennale für neue Musik und Architektur vom 9. bis 19. September 2021 mit über 20 Produktionen und über 20 Uraufführungen an mehr als 30 Orten in Basel ein aussergewöhnliches Programm. Aktuelle Brennpunkte der Stadtentwicklung werden zugänglich gemacht und von vielen Künstlerinnen und Künstlern mit spannenden Neuproduktionen bespielt.

Neben den zahlreichen Konzerten und Klanginstallationen kann man während dem Festival auch eintauchen in die Arbeitswelt der Komponistinnen und Komponisten. So finden im Festivalpavillon zahlreiche SUISA Talks statt.

SUISA Talks, im Festivalpavillon an der Mittleren Brücke
Greifengasse 1, 4058 Basel
Eintritt frei.

Samstag, 4.9.2021
11:15 Uhr, Eleni Ralli & Alexander Grebtschenko – Dialogues & Chimeras
13:15 Uhr, Wanja Aloé – Vor Ort
15:15 Uhr, Marianne Schuppe – Die Summe
17:15 Uhr, Linus Riegger, Clemens Fiechter – Phase 4

Sonntag, 5.9.2021
11:15 Uhr, Sibylle Hauert (tbc) – H.E.I. Kaserne
13:15 Uhr Dakota Wayne – Sonic Spaces im Klybeck
15:15 – 16:00 Uhr, Ah Young Hong (Sopran) & Vera Hiltbrunner (Sopran) – Poppaea
17:15 Uhr, Jannik Giger – Blind Audition

Dienstag, 7.9.2021
17:15 Uhr, Phoebe Bognar & Maria Muñoz – Sonic Spaces im Klybeck

Freitag, 10.9.2021
13:15 Uhr, Dimitri de Perrot (tbc) – Niemandsland
17:15 Uhr, Paul Brauner – Sonic Spaces im Klybeck

Samstag, 11.9.2021
11:15 Uhr, Hansjürgen Wäldele – Son et Lumière: Snurglond
13:15 Uhr, Michael Hersch (Komposition) & Stephanie Fleischmann (Libretto) – Poppaea
15:15 Uhr, Klaus Lang – pflaumenblüten.
17:15 Uhr, Helena Winkelmann – pflaumenblüten.

Sonntag, 12.9.2021
11:15 Uhr, Eleni Ralli & Alexander Grebtschenko – Dialogues & Chimeras
13:15 Uhr, tbc
15:15 Uhr, Sebastian Mathias, Mila Pavicevic, Meret Kündig – Urban Creatures
17:15 Uhr, Fokus-Thema: IGNM Basel, mit Marianne Schuppe & Xenia Fünfschilling

Freitag, 17.9.2021
11:15 Uhr, Alfred Zimmerlin & Robert Torche – Grenzbahnhof
13:15 Uhr, Michel Roth – Spiel Hölle
18:15 Uhr, Yaron Deutsch (Ensemble Nikel) – Oratorium

Samstag, 18.9.2021
11:15 Uhr, Fokus-Thema: Zeitgenössische Musik Szene in Basel
13:15 Uhr, Katharina Rosenberger – Urban Morphologies
15:15 Uhr, Fokus-Thema: Nachhaltiges Bauen

Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen im offenen Gespräch mit Komponistinnen und Komponisten, Architekten/innen, Künstler/innen und Mitwirkenden des Festivals.

Der Pavillon an der Mittleren Brücke ist das Herzstück des Festivals: Hier können Sie in Gesprächen, Performances, Installationen sowie an der Cocktail-Bar in die Klänge, Räume und Themen des Festivals eintauchen und die Künstlerinnen und Künstler hinter den Festivalproduktionen persönlich kennenlernen.

In neuer, verwandelter Form wird der nachhaltig mit Unterstützung der SUISA geschaffene, für mehrjährige Nutzung geplante Pavillon (Buol & Zünd) wieder in Szene gesetzt. Mitten in der Stadt präsentiert sich das Festival offen, zugänglich und spielerisch – mit zahlreichen musikalischen Aktionen, einer klingenden Gondelbahn, kinetischen Klangobjekten und wechselnden Cocktails vom 3. bis zum 19. September.

Tauchen Sie mit uns ein und lassen Sie sich verzaubern in ein für Sie neu interpretiertes Basel.

www.zeitraeumebasel.com

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Zehn Tage zeitgenössische Musik geniessen und miterleben, wie die oft eigens für das Festival komponierten Werke mit ihrer Umgebung spielen, sie umgarnen oder mit ihr disputieren. Das ist die Quintessenz des biennalen Festivals Zeiträume Basel. Text von Erika Weibel

SUISA Talks am Festival Zeiträume Basel 2021

Zeiträume Basel Festivalpavillon 2019. (Foto: Anna Katharina Scheidegger)

Unter dem Festival-Titel «Die Verwandlung» zeigt die vierte Ausgabe der Biennale für neue Musik und Architektur vom 9. bis 19. September 2021 mit über 20 Produktionen und über 20 Uraufführungen an mehr als 30 Orten in Basel ein aussergewöhnliches Programm. Aktuelle Brennpunkte der Stadtentwicklung werden zugänglich gemacht und von vielen Künstlerinnen und Künstlern mit spannenden Neuproduktionen bespielt.

Neben den zahlreichen Konzerten und Klanginstallationen kann man während dem Festival auch eintauchen in die Arbeitswelt der Komponistinnen und Komponisten. So finden im Festivalpavillon zahlreiche SUISA Talks statt.

SUISA Talks, im…Weiterlesen

Neues Login-Verfahren für das Mitgliederportal «Mein Konto»

Die SUISA führt am 7. September 2021 mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung ein neues Login-Verfahren für das Mitgliederportal «Mein Konto» ein. Beim Einloggen müssen Sie künftig neben dem Passwort noch einen jeweils individuell generierten Code eingeben. Dank diesem Verfahren sind Ihre persönlichen Daten noch besser geschützt und Sie können neu Ihr Konto selber verwalten. Dieser Artikel gibt Auskunft, was Sie tun müssen, damit Sie weiterhin Zugriff auf Ihre SUISA-Daten haben. Text von Claudia Kempf

Neues Login-Verfahren für das Mitgliederportal «Mein Konto»

Am 7. September 2021 wird das neue Login-Verfahren für das Mitgliederportal «Mein Konto» aktiviert. (Foto: ArthurStock / Shutterstock.com, Bearbeitung: Nina Müller)

Sicherheit ist uns wichtig. Damit Ihre Daten noch besser geschützt sind, führen wir in «Mein Konto» die Zwei-Faktor-Authentifizierung ein. Bei diesem Login-Verfahren sind für den eindeutigen Identitätsnachweis neben dem Passwort zusätzlich eine zweite Sicherheitsangabe zu erfassen, damit der Zugriff auf das persönliche Konto möglich ist.

Künftig benötigen Sie neben der Eingabe von Benutzernamen und Passwort einen Code, der bei jeder Anmeldung neu generiert wird. Diese Art des Anmeldens mit zwei Sicherheits-Angaben – Passwort und Code – heisst Zwei-Faktor-Authentifizierung. Bei sensiblen Daten lohnt es sich, neben einem sicheren Passwort eine zusätzliche Sicherheitsstufe gegen den unbefugten Zugriff durch Dritte einzubauen.

Welche Möglichkeiten bietet das neue Login-Verfahren?

Dank dem erhöhten Sicherheitsstandard wird Ihnen in Zukunft der Umgang mit «Mein Konto» erleichtert. Neu können Sie den Benutzernamen frei wählen und müssen sich nicht mehr über die von der SUISA zugeteilte «M-Nummer» (Ihre bisherige fixe Login-Nummer) einloggen.

Sie können zudem Ihr Benutzerkonto selber verwalten und Dritten, zum Beispiel für Ihren Manager oder Ihre Managerin, einen eigenen Zugang erstellen. Es ist auch möglich, die Berechtigungen nach Services freizugeben oder einzuschränken. Sie entscheiden, ob die Drittperson beispielsweise nur Ihre Werke, aber nicht Ihre Abrechnungen sehen kann oder ob die Person für Sie Werke anmelden darf.

Wie läuft die Umstellung auf das neue Login-Verfahren ab?

Am 7. September 2021 wird das neue Login-Verfahren aktiviert. Bestehende Logins sind ab diesem Zeitpunkt nicht mehr gültig. Damit Sie «Mein Konto» danach nutzen können, müssen Sie sich ab dem 7. September 2021 auf www.suisa.ch/mein-konto neu registrieren. Alle bisherigen «Mein Konto»-Benutzer/-innen erhalten die für die Umstellung erforderlichen Registrierungsangaben Mitte August per Post zugestellt. Diese Registrierungsangaben sind ab dem 7. September 2021 für 30 Tage gültig und können nur einmalig verwendet werden.

Wie funktioniert das erstmalige Login?

Als Erstes müssen Sie ein neues Benutzerkonto für sich eröffnen und hierfür einen Benutzernamen und ein Passwort bestimmen. In einem zweiten Schritt können sie mittels Eingabe der per Post erhaltenen Registrierungsangaben Ihr persönliches «Mein Konto»-Profil freischalten. Danach können Sie als Administrator für weitere Personen ein Benutzerkonto erstellen und diesen Zugriff auf Ihre Daten geben.

Es wird ausschliesslich das Login-Verfahren erneuert. Alle Ihre bisherigen Angaben – wie Entwürfe für Werkanmeldungen oder bereits gesendete Werkanmeldungen – sind von der Umstellung nicht betroffen und bleiben in Ihrem «Mein Konto» abrufbar.

Dank der Zwei-Faktor-Authentifizierung ist der Zugriff auf Ihre Daten für Sie flexibler gestaltbar. Zugleich erhöhen wir damit die Sicherheit von «Mein Konto» und können dadurch in Zukunft das Angebot der Online-Dienstleistungen für unsere Mitglieder ausbauen.

Bei Fragen zur Registrierung und Anmeldung helfen folgende Funktionen unter www.suisa.ch/mein-konto weiter:

  • Eine Bedienungsanleitung (PDF) führt Sie Schritt für Schritt durchs Login-Verfahren.
  • In unserem Hilfebereich finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen.
Noch kein Zugang zu «Mein Konto»?
Bestellen Sie Ihre Registrierungsangaben unter: www.suisa.ch/mein-konto
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Die SUISA führt am 7. September 2021 mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung ein neues Login-Verfahren für das Mitgliederportal «Mein Konto» ein. Beim Einloggen müssen Sie künftig neben dem Passwort noch einen jeweils individuell generierten Code eingeben. Dank diesem Verfahren sind Ihre persönlichen Daten noch besser geschützt und Sie können neu Ihr Konto selber verwalten. Dieser Artikel gibt Auskunft, was Sie tun müssen, damit Sie weiterhin Zugriff auf Ihre SUISA-Daten haben. Text von Claudia Kempf

Neues Login-Verfahren für das Mitgliederportal «Mein Konto»

Am 7. September 2021 wird das neue Login-Verfahren für das Mitgliederportal «Mein Konto» aktiviert. (Foto: ArthurStock / Shutterstock.com, Bearbeitung: Nina Müller)

Sicherheit ist uns wichtig. Damit Ihre Daten noch besser geschützt sind, führen wir in «Mein Konto» die Zwei-Faktor-Authentifizierung ein. Bei diesem Login-Verfahren sind für den eindeutigen Identitätsnachweis neben dem Passwort zusätzlich eine zweite Sicherheitsangabe zu erfassen, damit der Zugriff auf…Weiterlesen

Erstmals seit 15 Monaten wieder physisches Vorstandstreffen

Am Vortag der Generalversammlung finden üblicherweise die Sitzungen des SUISA-Vorstands und seiner Kommissionen am Ort der Generalversammlung statt. Dieses Jahr war es zum zweiten Mal anders. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Erstmals seit 15 Monaten wieder physisches Vorstandstreffen

Aufgebaute Stellwand der SUISA an einem Veranstaltungsort: Das Treffen des fast kompletten Vorstands zu den regulären Juni-Sitzungen fand in Muri bei Bern statt. (Foto: Natalie Schlumpf & Wolfgang Rudigier)

Während die Generalversammlung wegen der Vorsichtsmassnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zum zweiten Mal nur mittels brieflicher Abstimmung stattfinden konnte, beschloss der Vorstand, sich am 24. und 25. Juni 2021 unter Einhaltung der gegebenen Schutzmassnahmen erstmals seit 15 Monaten wieder in physischer Form vor Ort in Muri bei Bern zu treffen.

Bis auf ein Mitglied des Vorstandes, welches sich wegen unmittelbar bevorstehenden Konzertauftritten keiner erhöhten Ansteckungsgefahr aussetzen wollte und deshalb über Video teilnahm, waren alle Mitglieder zusammen mit der Geschäftsleitung versammelt und schätzten die Möglichkeit, sich auch neben den Sitzungen und am Abend auszutauschen.

Ermutigende Perspektiven im Online-Lizenzgeschäft

Der Vorstand liess sich eingehend informieren über das Jahresergebnis bei der gemeinsam mit SESAC gehaltenen Tochtergesellschaft Mint Digital Services, deren Geschäftsjahr am 31. März zu Ende gegangen war. Das Resultat ist ermutigend, wenn auch die Gesellschaft weiterhin unterstützt werden muss. Die Perspektiven für das neue Geschäftsjahr sind gut und werden die Ertragslage weiter verbessern. Wichtig ist zu wissen, dass die Bündelung der Urheberrechte unserer Mitglieder mit weiteren Rechten von grossen Verlagsfirmen und Schwestergesellschaften dazu führen, dass wir auf dem Online-Lizenzmarkt mit mehr Marktmacht auftreten und deshalb bessere Bedingungen mit den Online-Anbietern von Musik aushandeln können.

Am 1. Juli 2021 trat im Fürstentum Liechtenstein das Verwertungsgesellschaftengesetz in Kraft. Dieses enthält Vorschriften unter anderem zur Transparenz bei den Verwertungsgesellschaften. Damit wird die Richtlinie der EU von 2014 umgesetzt. Damit diese Vorschriften auch bei der SUISA beachtet werden, wurden der Verhaltenskodex und die Regeln zur Offenlegung von Interessenkonflikten beim Vorstand angepasst. Neu gelten auch für die Mitglieder der Geschäftsleitung Offenlegungspflichten. Der Vorstand hat die entsprechenden Dokumente verabschiedet.

Corona-bedingte Anpassungen des Budgets

Für das laufende Jahr hat der Vorstand das Budget an die andauernde Corona-Situation angepasst. Bereits im Dezember 2020 wurde ein vorsichtiges Budget für 2021 beschlossen. Dennoch muss auf Seite der Einnahmen gegenüber dem ursprünglichen Budget mit einem Minus von 1,5% gerechnet werden. Die Ausgaben sollen um 2,2% tiefer ausfallen.

Weiteres Thema an der Sitzung war die Situation in der Abwicklung der Doppelbesteuerungsregeln zwischen der italienischen Schwestergesellschaft SIAE und der SUISA. Die SUISA wird wie andere europäische Schwestergesellschaften gegenüber dem italienischen Fiskus vorstellig werden, um die Quellensteuerabzüge für bezugsberechtigte SUISA-Mitglieder mit Wohnsitz ausserhalb der Schweiz möglichst gering zu halten.

Schliesslich hat der Vorstand eine Änderung im Verteilungsreglement bei den Ausschüttungen von Lizenzeinnahmen von Streaming- und Download-Plattformen genehmigt. Für eine weitere Änderung bei der Frage, wie lange die SUISA bei den Online-Nutzungen Nachverrechnungen erstellen kann, wird er noch genauere Abklärungen durch die Geschäftsleitung abwarten.

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Am Vortag der Generalversammlung finden üblicherweise die Sitzungen des SUISA-Vorstands und seiner Kommissionen am Ort der Generalversammlung statt. Dieses Jahr war es zum zweiten Mal anders. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Erstmals seit 15 Monaten wieder physisches Vorstandstreffen

Aufgebaute Stellwand der SUISA an einem Veranstaltungsort: Das Treffen des fast kompletten Vorstands zu den regulären Juni-Sitzungen fand in Muri bei Bern statt. (Foto: Natalie Schlumpf & Wolfgang Rudigier)

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Der Klang des Berges

Dieses Jahr findet zum ersten Mal das Floating Notes Festival beim San Bernardino in Graubünden statt. Das Floating Notes steht im Zeichen von experimenteller Musik. Die Festivalmacher, Künstlerinnen und Künstler beschreiben in diesem Blogbeitrag, wie die einzigartige Landschaft die Musik und die Auftritte beeinflusst. Die SUISA ist Sponsoring-Partnerin des Festivals. Gastbeitrag von Elena Rotondi

Floating Notes Festival: Der Klang des Berges

Das Floating Notes Festival findet vom 23. bis 25. Juli 2021 in Mesocco beim San Bernardino statt. (Foto: Sebastiano Piattini)

Kety Fusco, Gründerin und Programmgestalterin des Floating Notes Festivals, hat eine sehr genaue Vorstellung davon, was der Herzschlag ihres Festivals sein wird: Die Künstler werden eine experimentelle und unveröffentlichte Klangforschung betreiben, die sich unter Berücksichtigung ihres eigenen künstlerischen und musikalischen Hintergrunds an den Ort der Aufführung anpasst und es unmöglich macht, den Inhalt der Aufführung von dem Ort zu lösen, an dem er entstanden ist. Aus diesem Grund wird das Floating Notes Festival ein völlig neuartiges Ereignis sein, denn Musik und Ort werden in einer einzigartigen Performance zusammengeführt.

Kety Fusco wird mit ihrer elektrischen Harfe die Eröffnungsnacht des Festivals an der Quelle des San Bernardino (GR) am Freitag, 23. Juli, eröffnen. Dies, so erzählt sie, soll ein Manifest der Idee sein, die hinter dem Festival steht: das Bedürfnis, die Ästhetik und die Geschichte des San Bernardino zu vereinen, einen Ort wiederzubeleben, der historisch gesehen schon immer ein Anziehungspunkt für internationale Reisende war und der auch heute noch – dank der unberührten Schönheit, die man an einigen Stellen trifft – viele Besucher anzieht. All dies mit Blick auf die Zukunft, durch die stimmungsvolle, innovative und experimentelle Musik, die diese Umgebung bevölkern und sie mit einer neuen Bedeutung füllen wird.

Die Künstlerinnen und Künstler im Programm wurden gefragt, wie ihr kreativer Prozess ihre Vorbereitung auf das Festival und ihre Performance auf der Bühne steuert. Camilla Sparksss, die am Abend in der Fonte Minerale auftritt, erzählt uns, wie sie eigens für das Floating Notes Festival mit einem Live-Set experimentiert: «Es entstehen Klänge, die meiner Meinung nach dem Klang des Berges in seiner Erhabenheit, mit seinen Echos und seinen Gefahren sehr nahe kommen. Es wird eine Performance sein, die für jemanden sehr experimentell scheinen könnte. Aber man muss einfach die Augen schliessen und sich sich eine Reise ins Innere der Felsen vorstellen, um sich eins mit den Bergen zu fühlen.»

Interessant ist auch, wie der junge Musiker Adriano Koch, der den Abend des Freitags, 23. Juli, beschließen wird, seinen Auftritt mit dem Ort verknüpft, an dem er auftritt: «Es ist immer wieder motivierend zu sehen, wie ein Ort die Energie und die künstlerische Botschaft eines Songs verändern kann. Deshalb ist es für mich wichtig, eine Aufführung aufzunehmen, um diesen speziellen Moment, der nie wieder da sein wird, festzuhalten.»

Dieses Festival in Graubünden könnte nicht ohne die Anwesenheit des Pioniers der Instrumental- und Klangforschung weitergehen: Am nächsten Tag, dem Samstag, 24. Juli, wird Simon Berz auf dem San-Bernardino-Pass eine Live-Performance mit Steinen spielen. Der Musiker erklärt: «Ich habe mein Instrument Tectonic aus vulkanischen Klangsteinen gebaut, die ich in Island gefunden habe. Die Steine werden nun in einem anderen ‹Steinraum› spielen, dem in San Bernardino.»

Das Floating Notes Festival zeichnet sich auch durch eine Veranstaltung aus, die Musik und Körper miteinander verbindet: eine geführte Meditation von Keri Gonzato, die von der Musik von Federica Furlani, alias Effe Effe, ab Tonträger begleitet wird. Eine Klanglandschaft, wie geschaffen für die Meditation auf mehr als 2000 Metern Höhe.

Am Samstag, den 24. Juli, wird der Soundtrack des Festivals uraufgeführt. Dieser wurde bei der Tessiner Musikerin Chiara Dubey in Auftrag gegeben. Sie beschreibt den kreativen Prozess ihrer Komposition wie folgt: «Am Anfang stand die Idee, dass ich mich wahrscheinlich von den Klängen der natürlichen Elemente inspirieren lassen würde, in die ich nach meiner Ankunft in San Bernardino eintauchen würde. Zum Beispiel vom Rascheln der Tannenbäume oder dem Plätschern des Wassers. Da dieses Konzert mein erster Vorgeschmack auf die Berge nach einem seltsamen Jahr gemeinsamer Einsamkeit und ohrenbetäubender Stille ist, beschloss ich für dieses Stück, nach innen zu schauen: Ich lauschte meinen Gedanken und es war, als würde ich nach langer Zeit einen alten Freund wiederfinden. Ich bin sicher, dass ich nicht die Einzige war, der diese Erfahrung gemacht hat. Und ich hoffe, dass es sowohl für mich als auch für alle Anwesenden befreiend sein wird, diesen Song, ‘Stranger’, in der Nacht des Festivals donnern zu lassen, auch weil unsere Bühne von einer spektakulären Berglandschaft umgeben sein wird, von einer rohen, natürlichen, freien Schönheit».

Den Abschluss des Samstagabends bildem Peter Kernel, ein bekanntes Tessiner Duo, das sich in einem ungewöhnlichen Kontext und mit einem ebenso ungewöhnlichen Auftritt am Festival sein wird. So werden Aris Bassetti und Barbara Lehnhoff nicht als typische Rockband auftreten, sondern ein exklusives DJ-Set vorbereiten, das aus Musik aus der Vergangenheit besteht und in die Zukunft führt, so dass sie in den Furchen der umliegenden Berge am besten widerhallt: «Für uns ist es zentral, eine gewisse Verbindung mit dem Publikum herzustellen; wir müssen uns verstehen, um ein unvergessliches Erlebnis zu schaffen. Für Floating Notes haben wir uns entschieden, etwas Exklusives zu machen, etwas, das wir sonst nie machen. Wir werden kein normales Konzert spielen, sondern ein experimentelles DJ-Set. Wir werden Musik spielen, die irgendwie gut in den Kontext von Bergen und frischer Luft passt; und wir werden versuchen, sie auf unsere eigene Art zu mischen.»

Das Floating Notes Festival findet vom 23. bis 25. Juli 2021 in Mesocco (GR) beim San Bernardino statt. Auftreten werden die Schweizer Künstlerinnen und Künstler Kety Fusco, Camilla Sparksss, Chiara Dubey, Leoni Leoni, Peter Kernel und Adriano Koch, die Italienerin Federica Furlani (Effe Effe) sowie der Musiker Simon Berz. Zudem gibt es eine geführte Meditation mit Keri Gonzato. Weitere Informationen findet man unter www.facebook.com/floatingnotesfestival.
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«Get Going!» geht in die vierte Runde

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Fondation Suisa: «Get Going!» geht in die vierte Runde

Die letztjährigen Empfänger/-innen von «Get Going!» (von oben links im Uhrzeigersinn): Isandro Ojeda-García, OY, Réka Csiszér, Pirmin Huber. (Fotos: Caio Licínio; Sash Seurat Samson; Romina Kalsi; Gian Marco Castelberg)

Als «Get Going!» 2018 erstmals ausgeschrieben wurde, war dies «ein Schuss ins Blaue», sagt Urs Schnell, Direktor der FONDATION SUISA. Es sei damals darum gegangen, den Blick nach vorne zu richten. «Statt einem Künstler, einer Künstlerin im Nachhinein mithilfe eines Preises auf die Schulter zu klopfen, investieren wir nun das uns zur Verfügung stehende Geld stärker in die Zukunft.»

Dreimal wurden bislang je vier «Get Going!»-Beiträge zu je Fr. 25 000.— vergeben. Das ungebrochene Interesse an diesem Förderbeitrag unterstreicht die sich in vielen Belangen veränderten Bedingungen der Musikschaffenden. Da die Anstossfinanzierung nicht an ein Resultat gebunden ist, ermöglicht diese den Musikerinnen und Musikern, befreit von finanziellem und zeitlichem Druck arbeiten zu können. «Auf der einen Seite ist das Umfeld in den letzten Jahren immer hektischer geworden, auf der anderen liess die Pandemie viele in einem luftleeren Raum. Man kann es drehen wie man will, der Faktor Zeit ist ein in seiner Kostbarkeit nicht zu unterschätzendes Gut geworden», erklärt Schnell.

Bewerbungen für «Get Going!»-Beitrag bis 30. August 2021

«Get Going!» richtet sich an innovative und kreative Projekte, die im herkömmlichen Gesuchswesen zwischen Stuhl und Bank zu fallen drohen. Der FONDATION SUISA gehe es darum, sich mit «Get Going!» als Förderin auf die Künstlerinnen und Künstler zu zu bewegen, meint Schnell und fügt an: «Wir wollen das freie kreative Denken wieder in den Mittelpunkt rücken.»

Ab sofort können sich Urheberinnen und Urheber, Autorinnen und Autoren sowie Musikerinnen und Musiker, die einen deutlichen Bezug zum aktuellen schweizerischen oder liechtensteinischen Musikschaffen nachweisen können, erneut für einen «Get Going!»-Beitrag bewerben. Auch dieses Jahr werden wieder vier solche Anstossfinanzierungen in der Höhe von je Fr. 25 000.— durch eine Fachjury vergeben. Der Eingabeschluss ist der 30. August 2021.

Um die Möglichkeiten von «Get Going!» aufzuzeigen, werden auch dieses Jahr wieder im Laufe der nächsten Wochen sowohl auf der Website der FONDATION SUISA wie auch auf dem SUISAblog Porträts der Empfängerinnen und Empfänger der letztjährigen «Get Going!»-Beiträge veröffentlicht.

«Get Going!» auf der Website der FONDATION SUISA

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Seit 2018 ist «Get Going!» fester Bestandteil des Förder-Portfolios der FONDATION SUISA. Nun geht die Anstossfinanzierung, die innovative Kreativansätze ausserhalb der gängigen Schubladen fördert, in die vierte Runde. Text von FONDATION SUISA

Fondation Suisa: «Get Going!» geht in die vierte Runde

Die letztjährigen Empfänger/-innen von «Get Going!» (von oben links im Uhrzeigersinn): Isandro Ojeda-García, OY, Réka Csiszér, Pirmin Huber. (Fotos: Caio Licínio; Sash Seurat Samson; Romina Kalsi; Gian Marco Castelberg)

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Generalversammlung 2021: Ständerätin Johanna Gapany in den Vorstand der SUISA gewählt

Zum zweiten Mal in Folge fand die Generalversammlung der SUISA aufgrund der Covid-19-Pandemie in schriftlicher Form statt. Insgesamt haben 1’486 Komponisten, Textautoren, Musikverleger und Erben per Brief oder E-Mail abgestimmt und gewählt. Text von Giorgio Tebaldi

Generalversammlung 2021: Ständerätin Johanna Gapany in den Vorstand der SUISA gewählt

Die Generalversammlung der SUISA hat Ständerätin Johanna Gapany (im Bild), FDP Freiburg, als neues Vorstandsmitglied gewählt. (Foto: Luan Bardi)

Nach 2020 musste die SUISA auch dieses Jahr aufgrund der aktuellen Covid-19-Situation auf eine physische Generalversammlung verzichten. Stattdessen wurde die Generalversammlung erneut in schriftlicher Form durchgeführt. Die SUISA-Mitglieder konnten auch dieses Jahr wieder per Brief oder E-Mail abstimmen und wählen.

Wie üblich stimmten die SUISA-Mitglieder über die statutarischen Geschäfte ihrer Genossenschaft sowie der SUISA Gruppe ab. Sie genehmigten unter anderem die Jahresrechnung und erteilten die Décharge an den SUISA-Vorstand und die Revisionsfirma BDO.

Ständerätin Johanna Gapany neu im Vorstand der SUISA

Die Generalversammlung wählte als Nachfolgerin für die zurückgetretene Géraldine Savary. Ständerätin Johanna Gapany, FDP Freiburg, für die Periode bis 2023 in den Vorstand der SUISA.

Johanna Gapany wuchs in Gruyère auf und begann ihre politische Karriere bereits in jungen Jahren. Unter anderem besetzte sie während mehreren Jahren das Präsidium der Jungfreisinnigen des Kantons Freiburg und amtete anschliessend als Vizepräsidentin der Jungfreisinnigen Schweiz. 2019 wurde Johanna Gapany als erste Frau aus dem Kanton Freiburg in den Ständerat gewählt. Sie ist Vizepräsidentin der Finanzkommission, Mitglied der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK), der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) und der Delegation bei der Interparlamentarischen Union.

In ihrer Videobotschaft an die Generalversammlung gibt sie als Grund für ihre Kandidatur in den SUISA-Vorstand an, dass «Musik einen besonderen Wert hat, für mich persönlich wie auch für unsere Kultur und unser Land.» Mit Johanna Gapany hat die SUISA eine engagierte Politikerin im Vorstand, die sich für die Anliegen der Musikschaffenden einsetzen will. An die Musikerinnen und Musiker gerichtet, sagt sie im Video: «Ich möchte Sie dabei unterstützen, dass Ihre Arbeit anerkannt wird. Eine Laufbahn als Musikschaffende sollte nicht als Laune, Kindertraum oder Berufung angesehen werden, sondern als echter Beruf.»

Gapany folgt auf Alt Ständerätin Géraldine Savary (SP, VD), die sich während zehn Jahren als Mitglied des SUISA-Vorstands stark für die Interessen der Musikschaffenden eingesetzt hat. Savarys Postulat mit dem Titel «Braucht die Schweiz ein Gesetz gegen das illegale Herunterladen von Musik?» gab den Anstoss dafür, dass 2010 die Urheberrechtsrevision eingeleitet worden war und das Gesetz in der Schweiz ans digitale Zeitalter angepasst wurde.

Géraldine Savary möchte sich in Zukunft vollumfänglich ihrer neuen Rolle als Chefredakteurin der Westschweizer Frauenzeitschrift «Femina» widmen und entschied deshalb, aus dem SUISA-Vorstand auszutreten.

Das Anlagereglement der SUISA berücksichtigt neu auch die Nachhaltigkeit

Ein weiteres Traktandum war das allgemeine Anlagereglement der SUISA. Der Vorstand der SUISA beantragte der Generalversammlung, bei Anlageentscheiden zusätzlich zu den beiden Kriterien «Sicherheit» und «Liquidität» neu auch das Kriterium «Nachhaltigkeit» zu berücksichtigen. Die nachhaltigen Anlagen werden nach ESG-Kriterien eingeteilt: Environment (Umwelt), Social (Sozial) und Governance (verantwortungsvolle Unternehmensführung). Diese Kriterien werden bei der SUISA bei jedem neuen Anlageentscheid mitberücksichtigt.

Insgesamt haben 1’486 Komponisten, Textautoren, Musikverleger und Erben schriftlich abgestimmt und gewählt. Eine Übersicht der Ergebnisse der SUISA-Generalversammlung 2021 ist zu finden unter: www.suisa.ch/generalversammlung

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Ein beachtliches Ergebnis trotz CovidEin beachtliches Ergebnis trotz Covid Für viele Musikschaffende war 2020 ein katastrophales Jahr. Konzerte und andere Veranstaltungen waren grösstenteils verboten. Damit fiel für viele Veranstalter, Künstler und Urheber ein grosser Teil ihres Einkommens weg. Trotzdem konnte die SUISA dank guten Ergebnissen in anderen Bereichen sowie durch sofort ergriffene Massnahmen den finanziellen Schaden für viele Bezugsberechtigte in Grenzen halten. Weiterlesen
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Generalversammlung 2021: Ständerätin Johanna Gapany in den Vorstand der SUISA gewählt

Die Generalversammlung der SUISA hat Ständerätin Johanna Gapany (im Bild), FDP Freiburg, als neues Vorstandsmitglied gewählt. (Foto: Luan Bardi)

Nach 2020 musste die SUISA auch dieses Jahr aufgrund der aktuellen Covid-19-Situation auf eine physische Generalversammlung verzichten. Stattdessen wurde die Generalversammlung erneut in schriftlicher Form durchgeführt. Die SUISA-Mitglieder konnten auch dieses Jahr wieder per Brief oder E-Mail abstimmen und wählen.

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Die SUISA ist auch in schwierigen Zeiten eine verlässliche Ansprechpartnerin

Liebe Mitglieder, wir stecken seit 15 Monaten in der Coronakrise und versuchen, so gut es geht, trotzdem für Sie ein verlässlicher Partner zu sein, wenn es um die Wahrnehmung Ihrer Urheberrechte geht. Zum zweiten Mal müssen wir die Generalversammlung auf dem Zirkulationsweg durchführen. Von Andreas Wegelin, CEO

Die SUISA ist auch in schwierigen Zeiten eine verlässliche Ansprechpartnerin

Die SUISA ist auch in düsteren Zeiten für ihre Mitglieder ein Lichtblick und eine verlässliche Ansprechpartnerin. (Foto: Tabea Hüberli)

Dass auch 2021 keine physische Generalversammlung stattfindet, schmerzt den Vorstand, die Geschäftsleitung und alle Mitarbeitenden sehr. Die Generalversammlung ist der Höhepunkt im Jahreszyklus unseres Unternehmens. Erst die direkte Begegnung mit Ihnen zeigt uns, ob wir auf dem richtigen Weg sind, ob unsere Dienstleistungen Ihre Bedürfnisse decken und was wir allenfalls noch besser machen müssen.

Auch hätten wir gerne persönlich näher erörtert, wie sich die finanzielle Lage Ihrer Genossenschaft in diesen schwierigen Zeiten entwickelt, nachdem die Konzerte nicht mehr stattfanden und keine Lizenzeinnahmen dafür fliessen.

Das Jahresergebnis 2020 ist noch einigermassen ansprechend ausgefallen (–12%). Für das Ergebnis des laufenden Jahres hoffen wir auf baldige Lockerung der Veranstaltungsverbote und Öffnung der Lokale, damit der Verlust sich erneut im Rahmen von 10% im Vergleich zu 2020 bewegt.

Auswirkung der Veranstaltungsverbote erst mit Verzögerung ersichtlich

Sie werden möglicherweise diesen Rückgang der Einnahmen der SUISA in den Abrechnungen ebenfalls spüren. Entgangene Vergütungen für ausgefallene Liveauftritte werden erst in den Abrechnungen, welche wir jetzt im Laufe des Jahres 2021 aus den Einnahmen 2020 auszahlen, tiefere Beträge zur Folge haben. Mit den Abrechnungen im 2021 wird also verzögert ersichtlich, wie sich die behördlich verordneten Corona-Massnahmen auf die Auszahlung der Urheberrechte auswirken.

Dasselbe gilt für die Massnahmen, die im Zusammenhang mit der zweiten Pandemie-Welle seit 21. Dez. 2020 zu einem erneuten Shutdown führten. Davon werden die Auszahlungen auch noch im Jahr 2022 betroffen sein.

Corona-Nothilfe für Mitglieder der SUISA

Die Generalversammlung 2020 hat die Äufnung eines Hilfsfonds für Mitglieder beschlossen ((Link zum Artikel)), welche wegen der Coronakrise weniger SUISA-Einnahmen haben. Dieser Fonds besteht weiterhin. Die SUISA bietet ihren Mitgliedern weitere Möglichkeiten zur Überbrückung von finanziellen Engpässen an: Es ist auch möglich, Vorschüsse auf künftige Abrechnungen zu bekommen. Schliesslich besteht die Möglichkeit, dass Urheber/-innen, die in Not geraten, eine Unterstützungszahlung aus der Stiftung Urheber- und Verleger-Fürsorge erhalten können.

Ausbau der Online-Dienstleistungen

Die SUISA ist also auch in der Krise Ihre Ansprechpartnerin. Wir versuchen unter Einhaltung einer strikten Ausgabendisziplin insbesondere bei den Personalkosten mit unseren Dienstleistungen für Sie da zu sein.

Das gelingt unter anderem mit vermehrter Digitalisierung des Geschäftsverkehrs zwischen Ihnen und der SUISA. Seit Mitte Mai 2021 ist unser «Business Intelligence»-Tool, der Royalty Report, für alle Bezugsberechtigten freigeschaltet. Es ist also höchste Zeit, dass Sie sich einen Online-Zugang zu Ihrem SUISA-Konto zulegen und möglichst bald zeitnah von unseren digitalen Services profitieren. So können wir trotz der Pandemie die Transparenz und die Dienstleistungen für unsere Mitglieder kontinuierlich erweitern.

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Verhandeln in Zeiten von Corona … und im Angesicht von Covid-19Verhandeln in Zeiten von Corona … und im Angesicht von Covid-19 Verhandeln gehört zu den Aufgaben der SUISA. Beim Aushandeln von Tarifen und Verträgen muss die SUISA die Interessen ihrer Mitglieder vertreten, Verständnis für deren legitime Forderungen wecken und schliesslich die bestmöglichen Bedingungen für das Musikschaffen erwirken. Dies geschieht mit Diskussionen und Kompromissen – das ganze Vorgehen beruht also auf menschlichen Beziehungen. Doch seit diesem Frühjahr hat sich ein unerwarteter Gast an den Verhandlungstisch gedrängt: Covid-19. Weiterlesen
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Liebe Mitglieder, wir stecken seit 15 Monaten in der Coronakrise und versuchen, so gut es geht, trotzdem für Sie ein verlässlicher Partner zu sein, wenn es um die Wahrnehmung Ihrer Urheberrechte geht. Zum zweiten Mal müssen wir die Generalversammlung auf dem Zirkulationsweg durchführen. Von Andreas Wegelin, CEO

Die SUISA ist auch in schwierigen Zeiten eine verlässliche Ansprechpartnerin

Die SUISA ist auch in düsteren Zeiten für ihre Mitglieder ein Lichtblick und eine verlässliche Ansprechpartnerin. (Foto: Tabea Hüberli)

Dass auch 2021 keine physische Generalversammlung stattfindet, schmerzt den Vorstand, die Geschäftsleitung und alle Mitarbeitenden sehr. Die Generalversammlung ist der Höhepunkt im Jahreszyklus unseres Unternehmens. Erst die direkte Begegnung mit Ihnen zeigt uns, ob wir auf dem richtigen Weg sind, ob unsere Dienstleistungen Ihre Bedürfnisse decken und was wir allenfalls noch besser machen müssen.

Auch hätten wir gerne persönlich näher erörtert, wie sich die finanzielle Lage Ihrer Genossenschaft in…Weiterlesen

Der Royalty Report ist online

Neues aus «Mein Konto»: Der Royalty Report verschafft dank verständlichen Grafiken einen raschen Überblick über die Entwicklung der Urheberrechtseinnahmen der letzten fünf Jahre und ermöglicht individuelle Auswertungen per Mausklick. Text von Claudia Kempf

Der Royalty Report ist online

Die Benutzer/-innenoberfläche des SUISA Royalty Reports. Das Datenanalyse-Tool steht allen Mitglieder über das Portal «Mein Konto» zur Verfügung. (Bild: SUISA)

Das Mitgliederportal der SUISA ist beliebt und wird rege genutzt. Über zwei Drittel aller Mitglieder verfügen über einen Zugang zu «Mein Konto» und nutzen die Vorteile des Portals. Seit Mai 2021 ist das Portal um eine wesentliche Funktion reicher: der Royalty Report. Mit diesem neu eingeführten Analyse-Tool können statistische Auswertungen der eigenen SUISA-Einnahmen erstellt und grafisch aufbereitet werden.

In den SUISA-Abrechnungen sind viele Informationen enthalten. In «Mein Konto» sind die Abrechnungen als navigierbare PDFs einsehbar. Eine kumulierte Auswertung dieser Daten verlangte bisher manuellen oder – für Verlage mit elektronischen Abrechnungen – technischen Aufwand.

Dieser Zusatzaufwand fällt ab sofort weg: Mit dem Royalty Report können alle Mitglieder per Mausklick Antworten erhalten auf Fragen wie: Welches meiner Werke läuft am besten in einem bestimmten Land? Welches Werk hat im vergangenen Jahr am meisten Umsatz generiert? In welchen Bereichen wurde ein Werk am meisten genutzt: Radio, Online oder in Diskotheken?

Der Royalty Report ist interaktiv

Die Grundeinstellung gibt einen Überblick über alle Werknutzungen der letzten fünf Jahre sowie des laufenden Geschäftsjahres. Auf den ersten Blick ist ersichtlich: Welchen Umsatz habe ich mit wie vielen Werken erzielt? Wann wurden die Werke wo genutzt? Welches sind die Top-Werke und welchen Umsatz haben sie in dieser Zeit generiert. Habe ich mehr als Textautor oder Komponist, als Original- oder Subverleger verdient? Werden meine Werke mehr auf Spotify oder Apple Music genutzt?

Der Royalty Report ist interaktiv. Mit einem Klick zum Beispiel auf ein Werk oder ein Land passt sich die gesamte Darstellung auf das ausgewählte Werk oder Land an. Das Link-Zeichen (das Kettensymbol) in der Werkliste führt direkt in die Werkdatenbank und gibt Auskunft, wie das entsprechende Werk bei der SUISA registriert ist.

Dank diverser Filterfunktionen können die Einnahmen nach unterschiedlichen Kriterien angezeigt werden wie Abrechnungsdatum, Nutzungsperiode, Land, Verteilungsklasse, Werk oder Online-Musikanbietern. Um einen vertieften Einblick zu gewinnen, sind die Selektionskriterien beliebig kombinierbar. Das Programm ermöglicht zudem einen Export der gefilterten Daten nach Excel. Die Abrechnungen und Nutzungsperioden können mit einem Klick auf die Pfeile vor den jeweiligen Auswahlkriterien noch weiter präzisiert werden, sodass eine Auswertung auch für eine einzelne Abrechnung möglich ist.

Bei Fragen zur Bedienung des Royalty Reports helfen folgende Funktionen weiter:

  • Info-Buttons: Diese erscheinen, wenn man auf der Benutzer/-innenoberfläche mit der Maus oben rechts über ein Feld fährt, und enthalten Informationen über die Daten, die in diesem Bereich angezeigt werden.
  • Ein Manual fasst die wichtigsten Funktionen zusammen und enthält Tipps und Tricks zur Benutzung des Royalty Reports sowie Erklärungen zu den unterschiedlichen Ansichten und Verteilungsklassen.
  • • Ein Video zeigt die wichtigsten Bedienungshinweise:

Der Royalty Report wird auf Englisch angeboten. Im Manual finden sich Übersetzungen aller Begriffe und Info-Buttons, die im Report verwendet werden.

Der Royalty Report basiert auf dem Datenauswertungsprogramm von Microsoft Office. Der Softwareentwickler empfiehlt, die Anwendung auf einem Rechner mit einem Browser der neusten Generation zu verwenden. Mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets sind für die Verarbeitung von grossen Datenmengen nicht geeignet.

Das Mitgliederportal wird mittelfristig zur zentralen Anlaufstelle für unsere Mitglieder ausgebaut, damit die Kernaufgaben der SUISA schneller und kosteneffizienter angeboten werden können. Der Royalty Report ist ein relevanter Schritt in die digitale Zukunft. Ein nächster Schritt wird die Erneuerung des Login-Verfahrens sein, damit die Mitglieder den Online-Account komplett selbständig verwalten können.

Der Zugang zu «Mein Konto» und somit zum Royalty Report steht allen Mitgliedern der SUISA offen. Bestellen Sie jetzt ein Login für das persönliche Online-Benutzer/-innenkonto: www.suisa.ch/mein-konto

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Der Royalty Report ist online

Die Benutzer/-innenoberfläche des SUISA Royalty Reports. Das Datenanalyse-Tool steht allen Mitglieder über das Portal «Mein Konto» zur Verfügung. (Bild: SUISA)

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Die Lizenzierung von Livestreams durch die SUISA

Mit der Pandemie hat das Livestreaming in den verschiedensten Veranstaltungsbereichen an Bedeutung gewonnen. Dank dieser Technologie ist es möglich, einen Anlass trotz der geltenden Verbote und Einschränkungen mit einem virtuell anwesenden Publikum zu teilen. Dieser Artikel stellt die Lizenzierungspraxis und die Konditionen für Livestreams vor, wie sie die SUISA anwendet. Text von Martin Korrodi

Die Lizenzierung von Livestreams durch die SUISA

Das Konzert in der Wohnstube: Veranstalterinnen und Veranstalter, die einen Event mit Musik in Echtzeit im Internet übertragen, müssen den Livestream bei der SUISA anmelden und lizenzieren. (Foto: Scharfsinn / Shutterstock.com)

Während der Coronavirus-Pandemie wurden Tanz- und Fitnesslektionen, Gottesdienste, Generalversammlungen und zunehmend auch Konzerte ins Internet verlagert und als Livestream durchgeführt, um den untersagten Live-Anlass zu ersetzen. Im Oktober 2020 soll in ein virtuelles Konzert der südkoreanischen Boygroup BTS 44 Millionen Dollar eingebracht und weltweit über 900 000 Fans angezogen haben.

Diese Online-Events sind regelmässig Diskussionsthema in den Medien, ebenso unter Musikschaffenden und natürlich bei den Veranstalterinnen und Veranstaltern, die solche Livestreamings anbieten. Dabei geht es oft auch um die Frage, zu welchen Konditionen die dazu erforderlichen Rechte lizenziert werden sollen.

Was ist ein Livestream?

Von einem Livestream wird dann gesprochen, wenn ein Einzelereignis in Echtzeit im Internet übertragen wird. Das Publikum kann sich also zum Startzeitpunkt des Events in den Stream einwählen und dabei das Ereignis live mitverfolgen – entweder gratis oder gegen ein Entgelt. Abzugrenzen ist der Livestream zum einen von Angeboten on demand, bei welchen das Publikum den Inhalt zu einem frei wählbaren Zeitpunkt abrufen kann. Zum anderen handelt es sich beim Livestream nicht um eine Sendung – bei dieser werden Inhalte zwar ebenfalls in Echtzeit übertragen, jedoch sind es dort nicht Einzelereignisse, sondern Programme mit einer Folge von Sendungen. Eine Lizenzierung als Livestream ist also immer dann erforderlich, wenn ein gefilmtes Einzelereignis simultan im Internet gestreamt wird und das Publikum den Zeitpunkt für den Zugang nicht selber bestimmen kann.

Die Lizenzbedingungen für Livestreams richten sich nach den Aufführungstarifen

Da es sich bei den gestreamten Ereignissen regelmässig um Anlässe handelt, die ebenso gut live mit anwesendem Publikum stattfinden könnten oder als Ersatz für diese durchgeführt werden, orientieren sich die Lizenzbedingungen an den Konditionen der korrespondierenden Aufführungstarife. So werden etwa bei einem gestreamten Konzert die gleichen Prozentsätze angewendet, wie sie auch in einem Konzert mit physisch anwesendem Publikum im Rahmen des Gemeinsamen Tarifs K (GT K) zur Anwendung gelangen. Dieses Vorgehen in Analogie zu den Aufführungstarifen stellt sicher, dass virtuelle und physische Konzertveranstalter gleich behandelt werden, da ihre Events dazu tendieren, sich gegenseitig zu ersetzen.

Die Lizenzbedingungen unterscheiden die Kategorien Konzerte, DJ-Sets, Shows & Ballettaufführungen sowie Theaterstücke. Dabei wird jeweils der entsprechende Prozentsatz auf die Einnahmen oder die Kosten berechnet, wie das auch in den Aufführungstarifen vorgesehen ist (GT K und GT Hb). Auch die proportionale Anpassung des Prozentsatzes an die Dauer der Verwendung von geschützter Musik wird genau gleich wie in den Aufführungstarifen vorgenommen (sogenannte Pro rata temporis-Regel). Zusätzlich zu diesen Kategorien werden weitere Eventarten wie Sportanlässe, Abendunterhaltungen, Tagungen, Gottesdienste, Veranstaltungen in Heimen und Spitälern usw. in der Kategorie andere Anlässe zusammengefasst – für diese gilt ein pauschaler Prozentsatz von 2% der Bruttoeinnahmen oder -kosten.

Sind die Einnahmen tiefer als die Kosten oder werden keine Einnahmen erzielt, so werden die Prozentsätze auf die Kosten angewendet. Wie auch bei den Aufführungstarifen wird hier auf die musikrelevanten Bruttokosten abgestellt, welche sich aus den folgenden Positionen zusammensetzen: Gagen und Spesen der Musikerinnen und Musiker, Miete von Tontechnik und Übertragungsequipment (Mikrophone, Mischpult, Kamera etc.), Instrumentenmieten sowie Saalmieten.

Anlässe mit Publikum, welche zusätzlich gestreamt werden

Es kommt häufig vor, dass eine Liveveranstaltung vor Ort mit einem verkleinerten Publikum stattfinden kann und gleichzeitig auch noch als Livestream im Internet verbreitet wird, um die Reichweite zu vergrössern. In diesen Fällen benötigt der Veranstalter oder die Veranstalterin eine «normale» Lizenz für die Aufführungsrechte und zusätzlich eine Lizenz für den Livestream. In der Regel führt das dazu, dass wir neben der Rechnung gemäss Aufführungstarif zusätzlich noch die Mindestentschädigung für den Livestream von 40 Franken verrechnen, da die Einnahmen bzw. Kosten des Events bereits bei der Lizenzierung der Aufführung voll berücksichtigt werden. Etwas anderes gilt nur dann, wenn für den Livestream separate Einnahmen generiert werden – dann wird die Lizenz für den Stream auf Basis dieser Einnahmen berechnet.

Abruf von Streams nach dem Live-Event

Viele Veranstalter/-innen von Livestreams stellen Aufzeichnungen der Streams nach dem Live-Event für eine bestimmte Zeit im Netz zum Abruf bereit – so können Interessierte, welche den offiziellen Termin verpasst haben, zu einem späteren Zeitpunkt auf die Inhalte zugreifen. Sofern der effektive Livestream korrekt angemeldet und lizenziert wird, erlaubt die SUISA die anschliessende Einspeicherung des Livestreams zum weiteren Abruf gegen eine Pauschale von 100 Franken für Konzerte und DJ-Sets – für alle anderen Kategorien beträgt die Pauschale 50 Franken.

Welche Rechte sind von der Lizenz erfasst?

Wenn sich die Veranstalterin oder der Veranstalter in der Schweiz oder Liechtenstein befindet und sich die Streams im Wesentlichen an ein lokales Publikum (Schweiz und Liechtenstein) richten, so kann die SUISA im Bereich der Urheberrechte das Weltrepertoire vergeben. Handelt es sich um einen internationalen Veranstalter, welcher seine Streams unter anderem an das Publikum in der Schweiz und Liechtenstein richtet, so können wir für die Nutzungen in unserem Territorium ebenfalls das Weltrepertoire vergeben, basieren die Berechnung der Lizenz jedoch nur auf dem Umsatz, welcher in der Schweiz und Liechtenstein erzielt wird.

Im Bereich der Livestreams verfügt die SUISA lediglich über die Urheberrechte an der Musik. Alle anderen allfällig betroffenen Rechte wie z. B. verwandte Schutzrechte oder Synchronisationsrechte sind mit den entsprechenden Rechteinhaberinnen und -inhabern abzuklären.

Livestreams mit Musik müssen bei der SUISA angemeldet werden

Die Lizenzbedingungen, das Anmeldeformular und weiterführende Informationen zu Livestreams finden Sie auf unserer Website:
www.suisa.ch/de/kunden/online/video/livestreams.html

Für eine vollständige Anmeldung sind folgende Angaben notwendig:

  • Kontaktangaben des Kunden/der Kundin
  • Kategorie des Livestreams
  • Angaben zum Stream: Titel, Dauer, Datum, URL der Webseite, Anzahl Views
  • Gesamteinnahmen
  • Kosten (brutto)
  • Findet eine anschliessende Einspeicherung zum späteren Abruf statt? (ja/nein)
  • Liste der Musikwerke, welche im Livestream enthalten sind

Eine Lizenz ist auch dann erforderlich, wenn der Stream über eine externe Plattform abgewickelt und auf der eigenen Webseite eingebettet wird (z. B. Facebook Live, Instagram Live, Youtube Live oder Twitch).

Allfällige Ausnahmeregelungen im Bereich der Livestreams, welche aufgrund der Massnahmen des Bundes zur Bekämpfung der Corona-Pandemie temporär gelten, sind jeweils aktuell auf unserer Webseite publiziert:
www.suisa.ch/de/suisa/massnahmen-der-suisa-bezueglich-der-corona-pandemie/informationen-fuer-kunden.html

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Musik in Unternehmen: Das gilt es zu beachtenMusik in Unternehmen: Das gilt es zu beachten Musik spielt in vielen Unternehmen eine wichtige Rolle. Sie schafft eine angenehme Atmosphäre für Kunden, Gäste und Mitarbeitende, verstärkt die Aussagen von Werbespots und ist ein wichtiger Bestandteil von Firmenevents. Die Urheberrechte für die Nutzung von Musik erhält man unkompliziert von der SUISA. Je nach Art der Musiknutzung kommen dabei unterschiedliche Tarife zur Anwendung. Weiterlesen
Informationen zu Livestreams für SUISA-MitgliederInformationen zu Livestreams für SUISA-Mitglieder Die Corona-Massnahmen führten für die Musikschaffenden zu einem Ausfall von Auftritts- und Verdienstmöglichkeiten und für die Musikkonsumenten zu einem schmerzvollen Verlust von Live-Musik. Livestreaming erfreut sich deshalb gerade in diesen Zeiten grosser Beliebtheit und übernimmt eine relevante Rolle im Kulturbetrieb. Weiterlesen
Rappenspalten im digitalen MusikvertriebRappenspalten im digitalen Musikvertrieb Das Geschäft im Online-Bereich ist – nicht nur für Urheberrechtsgesellschaften – durch einen dauernden Wandel geprägt. Im zweiten Teil des Gesprächs macht SUISA-CEO Andreas Wegelin einen Ausblick, was der heutige Stand ist und über welche Szenarien diskutiert wird. Weiterlesen
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Die Lizenzierung von Livestreams durch die SUISA

Das Konzert in der Wohnstube: Veranstalterinnen und Veranstalter, die einen Event mit Musik in Echtzeit im Internet übertragen, müssen den Livestream bei der SUISA anmelden und lizenzieren. (Foto: Scharfsinn / Shutterstock.com)

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