SUISA-Mitglieder können sich für das SUISA Songwriting Camp 2019 bewerben | mit Video

Das dritte SUISA Songwriting Camp findet vom 24. bis 26. Juni 2019 in den Powerplay Studios in Maur bei Zürich statt. Ausschliesslich für SUISA-Mitglieder besteht die Möglichkeit, sich für eine Teilnahme zu bewerben. Die von der SUISA in Zusammenarbeit mit Pele Loriano Productions organisierte Veranstaltung brachte bereits mehrere international erfolgreiche Popsongs hervor. Mit «She Got Me», gesungen und mitkomponiert von Luca Hänni, wurde zuletzt zum zweiten Mal in Folge ein Song aus SUISA Songwriting Camp zum Schweizer ESC-Beitrag auserkoren. Text und Video von Manu Leuenberger

Mit dem SUISA Songwriting Camp bietet die SUISA einigen ihrer Mitglieder die Chance, Popsongs mit renommierten internationalen Produzenten und Songschreibern im Team zu komponieren. Das Schweizer Duo Aliose war am letzten SUISA Songwriting Camp mit dabei. Wie die beiden SUISA-Mitglieder ihre Teilnahme erlebt haben, schildern sie im Video.

Wer am Songwriting Camp teilnehmen will, muss über gefestigte musikalische Kenntnisse verfügen, unter Zeitdruck eine kreative Leistung von hohem Niveau abliefern können und für Kritik und Austausch mit den Mitkomponistinnen und Mitkomponisten offen sein.

Die anspruchsvolle Aufgabe ist: In einem Team bestehend aus drei bis fünf Personen innerhalb eines Tages nach Vorgabe einen Popsong zu schreiben – dabei wird am Morgen mit einem leeren weissen Blatt begonnen, bis am Abend muss ein vollständiger Demotrack fertig sein.

Popsongs mit Hitpotential

Der musikalische Stil der Songs kann alle Ausprägungen des zeitgemässen Pop umfassen, der auch in der Hitparade, auf Streamingplattformen oder in Radio/TV erfolgreich sein könnte. Denn die Songs sollen zum einen Verlagen und Interpreten angeboten werden oder zum anderen auch für den Eurovision Song Contest verwendbar sein.

Am SUISA Songwriting Camp 2018 hatten 36 Musikschaffende aus dem In- und Ausland teilgenommen. Von den 19 Songs, die bei der letztjährigen Durchführung entstanden, haben zwei Kompositionen mittlerweile internationale Bekanntheit erlangt: Die Stücke «She Got Meۛ» als auch «Sister» stehen für die Schweiz respektive für Deutschland in der Endrunde des Eurovision Song Contest 2019 in Tel Aviv.

Bewerbungen für das SUISA Songwriting Camp 2019

Das dritte SUISA Songwriting Camp findet statt vom 24. bis 26. Juni 2019 in den Powerplay Studios in Maur bei Zürich. Organisiert wird die Veranstaltung von der SUISA in Zusammenarbeit mit Pele Loriano Productions. Pele Loriano Productions ist im Auftrag der SUISA für die künstlerische Leitung des Songwriting Camps zuständig.

SUISA-Mitglieder können sich für eine Teilnahme am SUISA Songwriting Camp 2019 bewerben. Du bist Produzentin oder Produzent, Songwriterin oder Songwriter (Topliner), Textautorin oder Textautorin und du glaubst, die Anforderungen in Bezug auf musikalisches Handwerk und Fähigkeiten zu erfüllen? Dann schicke uns deine Bewerbung, die Folgendes enthalten sollte:

  • eine Kurzbiographie;
  • aussagekräftige Referenzsongs (mp3-Dateien oder Internet-Links);
  • Kontaktangaben.

Die Bewerbungen sind per Mail zu schicken an die Adresse: songwritingcamp (at) suisa (dot) ch
Einsendeschluss für Bewerbungen ist am: Montag, 22. April 2019

Wichtig: Über dieses Bewerbungsverfahren werden ausschliesslich Teilnahmeplätze an SUISA-Mitglieder vergeben. Wer sich bewirbt, sollte gewährleisten können, dass er an einem oder mehreren der Veranstaltungstage (24. – 26. Juni 2019) für eine Teilnahme zur Verfügung steht.

Termine und Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Die Auswahl aller Künstlerinnen und Künstler, die zum Camp eingeladen werden, erfolgt durch die künstlerische Leitung. Eine geeignete Zusammensetzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist für den kreativen Erfolg der «Songwriting sessions» von entscheidender Bedeutung.

Zusagen respektive Einladungen und weitere Informationen zur Teilnahme am SUISA Songwriting Camp 2019 werden bis am 31. Mai 2019 persönlich durch den künstlerischen Leiter mitgeteilt.

Es werden keine Absagen verschickt. Wer bis zum 31. Mai 2019 keine Zusage erhalten hat, konnte für die Teilnahme am Songwriting Camp 2019 nicht berücksichtigt werden.

Voraussichtlich wird die Anzahl der Bewerbungen die Zahl der zur Verfügung Teilnahmeplätze um ein Vielfaches übersteigen. Zu beachten ist, dass durch die Bewerbung zu keiner Zeit ein Anspruch auf eine Teilnahme entsteht. Über die Platzvergabe wird ausserdem keine Korrespondenz geführt. Zur Durchführung von weiteren von der SUISA unterstützten Songwriting Camps können derzeit noch keine Angaben gemacht werden.

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Das dritte SUISA Songwriting Camp findet vom 24. bis 26. Juni 2019 in den Powerplay Studios in Maur bei Zürich statt. Ausschliesslich für SUISA-Mitglieder besteht die Möglichkeit, sich für eine Teilnahme zu bewerben. Die von der SUISA in Zusammenarbeit mit Pele Loriano Productions organisierte Veranstaltung brachte bereits mehrere international erfolgreiche Popsongs hervor. Mit «She Got Me», gesungen und mitkomponiert von Luca Hänni, wurde zuletzt zum zweiten Mal in Folge ein Song aus SUISA Songwriting Camp zum Schweizer ESC-Beitrag auserkoren. Text und Video von Manu Leuenberger

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Die Schweiz tritt mit Luca Hänni und einem Song aus dem SUISA Songwriting Camp am Eurovision Song Contest an | mit Video

Zum zweiten Mal in Folge stammt der Schweizer Beitrag für den Eurovision Song Contest aus dem SUISA Songwriting Camp. Der Song «She Got Me» wurde im letzten Juni in den Powerplay Studios vom SUISA-Mitglied Luca Hänni zusammen mit den kanadischen Songwritern Laurell Barker und Frazer Mac sowie dem schwedischen Produzenten Jon Hällgren komponiert. Text und Video von Sibylle Roth

Der Song «She Got Me», der während der Entstehung den Arbeitstitel «Dirty Dancing» trug, wurde im SUISA Songwriting Camp im Juni 2018 von einem Team bestehend aus vier Personen geschrieben. Nachdem Deutschland mit dem Song «Sister» bereits mit einer Komposition aus dem SUISA Songwriting Camp 2018 am Eurovision Song Contest (ESC) in Tel Aviv antreten wird, ist dies ein weiterer grosser Erfolg für das Songwriting Camp, das von der SUISA in Zusammenarbeit mit Pele Loriano Productions organisiert wurde.

«Es ist eine riesige Freude», sagt Luca Hänni , der seit 2015 SUISA-Mitglied ist. Der Berner wurde dank dem Auftritt in einer deutschen Castingshow im Jahr 2012 in einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Seitdem hat er vier Alben und diverse Singles veröffentlicht, zuletzt stand er mit Helene Fischer auf der Bühne. Der ESC ist das nächste grosse Abenteuer in seiner Karriere: Er sei aufgeregt, sagt Hänni, «und ich möchte einfach die beste Show abliefern, die es gibt.»

Luca Hänni nahm letztes Jahr zum ersten Mal am SUISA Songwriting Camp teil. Die kanadischen Songwriter Laurell Barker und Frazer Mac waren bereits zum zweiten Mal mit dabei. Für Laurell Barker ist das Schweizer Camp eine Erfolgsgeschichte: Sie war schon am letztjährigen ESC-Beitrag der Schweiz beteiligt. Den Song «Stones» hat sie zusammen mit ZiBBZ, bestehend aus den SUISA-Mitgliedern Corinne und Stefan Gfeller, geschrieben. Jon Hällgren, der schwedische Produzent, ist der vierte Komponist im Bunde. In Zusammenarbeit mit seinem Sohn Lukas Hällgren hat er im Nachgang zum Camp den Song «She Got Me» für den ESC 2019 ausproduziert.

Das Schweizer Radio und Fernsehen hat den Beitrag für den ESC in Tel Aviv von 20 internationalen Fachjuroren und einem 100-köpfigen Zuschauer-Panel in einem mehrstufigen Verfahren auswählen lassen. Eingereicht wurden über 420 Songs.

Die Schweiz kämpft am 16. Mai 2019 (SRF zwei um 21.00 Uhr) am Eurovision Song Contest in Tel Aviv um den Finaleinzug. Die ESC-Finalshow findet am 18. Mai 2019 (SRF 1 um 20.00 Uhr) statt.

Das SUISA Songwriting Camp fand im Juni 2018 zum zweiten Mal statt. Insgesamt nahmen 36 Musikerinnen und Musiker aus 8 Ländern an der 3-tägigen Veranstaltung in den Powerplay Studios in Maur teil. Entstanden sind 19 Pop-Songs von unterschiedlicher stilistischer Ausprägung. Das Camp wurde von Pele Loriano Productions und der SUISA organisiert.

www.lucamusic.ch

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M4music: Hit the World – so arbeiteten internationale Hit-Komponistinnen

Haben Sie sich schon gefragt, wie Hits entstehen? Wie es zu einem Song kommt, der generationenübergreifend die Füsse zum Wippen bringt? Die SUISA geht diesen Fragen nach und organisiert dazu am M4music 2019 ein Panel. Text von Erika Weibel

M4music: Hit the World – so arbeiteten internationale Hit-Komponistinnen

Beim SUISA-Panel «Hit the World» am M4music Festival 2019 tauschen sich KT Gorique und Valeska Steiner (oben v.l.n.r.) mit Laurell Barker und Shelly Peiken (unten, v.l.n.r.) über Songwriting aus. (Fotos: Jeremie Carron, Christoph Köstlin, Phantasm, Aerin Moreno)

Es gibt Songwriterinnen und Songwriter, die ihre Songs alleine schreiben, andere wiederum schreiben in Teams. Manchmal schreiben sie für sich selber, manchmal für Interpreten aus ganz unterschiedlichen Musikrichtungen. Wie gehen sie dabei vor? Haben die Komponistinnen und Komponisten ein Gespür, ob etwas ein Hit wird? Kann man vom Songwriting leben?

SUISA-Panel Hit the World – vier Songwriterinnen erzählen

Die SUISA organisiert am Freitag, 15. März 2019, am M4music Festival eine Expertinnenrunde, die genau auf diese Fragen eingehen wird. Dazu hat die SUISA vier Songwriterinnen eingeladen, die bereits international und national Erfolge im Pop- und Urban-Bereich gefeiert haben.

Eine Teilnehmerin schreibt Hits unter anderem für Miley Cyrus, Céline Dion, Selena Gomez, Meredith Brooks oder Christina Aguilera. Eine Zweite hat schon bei mehreren hundert Songs mitgewirkt und reist über Kontinente hinweg von einer Songwriting Session zur nächsten. Die Dritte ist eine erfolgreiche Schweizer Singer-Songwriterin, die im In- und Ausland eine grosse und treue Fangemeinde hat. Die Vierte in der Runde schreibt aktuell Schweizer Hip-Hop-Geschichte: 2012 gewann die damals 21-Jährige als erste Frau die Freestyle-Rap-WM in New York. Sie schreibt sowohl Lyrics als auch Beats selber und tourt seit Jahren erfolgreich durch Europa und Übersee.

Die vier Songwriterinnen Valeska Steiner, KT Gorique, Laurell Barker und Shelly Peiken gehen während einer Stunde auf Fragen rund um das Schreiben von erfolgreichen Songs ein und tauschen sich aus, wie sie beim Komponieren ihrer Songs vorgehen. Auf was es ihrer Meinung nach ankommt. Wie sie die damit verbundenen Herausforderungen meistern.

SUISA-Panel am M4music: Hit the World – vier Songwriterinnen erzählen
Freitag, 15. März 2019, 15:00 – 16:15 Uhr, Matchbox

Referentinnen:
Valeska Steiner, Musikerin, BOY, Zürich
KT Gorique, Musikerin, Sion
Laurell Barker, Musikerin, Vancouver/Zürich
Shelly Peiken, Musikerin, Los Angeles

Moderation:
Nina Havel, Zürich

www.m4music.ch

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Festival Archip-elles – FrauenpowerFestival Archip-elles – Frauenpower Das Genfer Festival für zeitgenössisches Musikschaffen hat sich für die Ausgabe 2019 der Musik aus der Feder von Frauen verschrieben. Archip-elles bietet Werke von Komponistinnen unterschiedlicher Generationen, Herkunft und Ästhetik. Am Freitag, 5. April 2019, sind SUISA-Mitglieder zu einem Besuch am Festival eingeladen. Weiterlesen
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Beim SUISA-Panel «Hit the World» am M4music Festival 2019 tauschen sich KT Gorique und Valeska Steiner (oben v.l.n.r.) mit Laurell Barker und Shelly Peiken (unten, v.l.n.r.) über Songwriting aus. (Fotos: Jeremie Carron, Christoph Köstlin, Phantasm, Aerin Moreno)

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SUISA macht Musik möglich

Ein neues Leitbild, ein neues Organigramm! Fairness, Engagement und Leidenschaft – diese drei Begriffe umreissen das neue Leitbild der SUISA. Im Zentrum steht das Statement «SUISA macht Musik möglich». Auf dem gleichen Grundsatz basiert auch das neue Organigramm der SUISA. Von Irène Philipp Ziebold, COO

SUISA macht Musik möglich

Als Vermittlerin zwischen den Interessen der Musikschaffenden und den Musiknutzern macht SUISA Musik möglich. (Illustration: Zusammenspiel)

Fairen Umgang mit dem Schaffen der Künstler, Engagement beim Vermitteln zwischen den Interessen der Musikschaffenden und den Nutzern sowie Leidenschaft der SUISA-Mitarbeitenden bei ihrer täglichen Arbeit. Im Zentrum des neuen Leitbilds der SUISA steht das Motto «SUISA macht Musik möglich». Auf diesen Grundsatz baut auch das neue Organigramm der SUISA auf, das seit Januar 2019 zum Tragen kommt.

Neues Organigramm

Die neue Organisation ist stärker an den Prozessen orientiert als zuvor. Damit soll gewährleistet werden, dass die Musikschaffenden für die Nutzung ihrer Musik bestmöglich vergütet werden. Mit dem geänderten Organigramm wird die Effizienz der internen Arbeitsabläufe in der SUISA weiter optimiert. Der Hauptprozess – Lizenzieren und Verteilen – steht nun in einem Departement vereint unter einem gemeinsamen Dach.

Die SUISA-Organisationsstruktur gliedert sich wie bisher in drei Departemente: Die Verantwortung über den Kernprozess liegt im neuen Departement «Operations». Dazu kommen das Departement «Regulations» für die rechtlichen Grundlagen und die internationale Werkdokumentation sowie das Departement «Services» für alle Querschnittsdienste, insbesondere Informatik, Finanzen, Human Resources und Kommunikation.

Die Kompetenzen sind somit auch auf Geschäftsleitungsebene verstärkt gebündelt. So liegt die Verantwortung in Bezug auf die Lizenzierung der verschiedenen Musiknutzungen und in der Folge die Verteilung der entsprechenden Urheberrechtsentschädigungen bei einer Person. Damit sollen aufwändige Schnittstellen vermieden und straffere Prozesse geschaffen werden. Das Ziel ist und bleibt, dass wir alle zukünftigen Entwicklungen im Interesse unserer Mitglieder angehen und dabei nie vergessen, einen zwar effizienten aber auch qualitätshohen Service anzubieten.

Neues Leitbild

Um eine (neue) Organisation zu leben, müssen im Unternehmen die Rahmenbedingungen festgehalten werden. Es ist Aufgabe eines Leitbilds, die Leitplanken, innerhalb derer die Unternehmensstrategie erreicht werden soll, zu definieren. Zudem soll das Leitbild aufzeigen, was der Unternehmenszweck eines Unternehmens ist, was dessen Identität ausmacht und welches Image angestrebt wird. Nicht zuletzt soll das Leitbild für alle Mitarbeitenden ein Orientierungsrahmen sein und motivierend wirken. Ziel ist auch, darin die Vielfalt und Realität der unterschiedlichen Mitarbeitenden und SUISA-Zielgruppen abzubilden- und widerzuspiegeln.

Das bisherige SUISA Leitbild war Ende der 90er-Jahre entstanden. Entsprechend bildete es die heutige Realität der SUISA und ihres Umfeldes nicht mehr ab und wurde den oben genannten Ansprüchen nicht mehr gerecht. Die Geschäftsleitung der SUISA hat deshalb Anfang 2017 die Erstellung eines neuen Leitbilds in Auftrag gegeben. Erarbeitet wurde das neue Leitbild innerhalb eines halben Jahres von einer Arbeitsgruppe bestehend aus 14 SUISA-Mitarbeitenden und zwei externen Experten. Vertreten waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Altersgruppen und Hierarchiestufen sowie aus den drei SUISA-Standorten.

Fairness, Engagement und Leidenschaft – diese drei Begriffe umreissen das neue Leitbild der SUISA. Verbunden mit der optimierten Organisationsstruktur, aus der das neue Organigramm herrührt, sind wir gerüstet und arbeiten tatkräftig an der Umsetzung des Grundsatzes: SUISA macht Musik möglich!

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Rechnungsstellung für die Vergütungen für Musikberieselung und TV-Empfang in Gewerbebetrieben ab 2019Rechnungsstellung für die Vergütungen für Musikberieselung und TV-Empfang in Gewerbebetrieben ab 2019 Unternehmen, die in ihren Geschäftsräumlichkeiten Musik im Hintergrund laufen lassen oder auf Bildschirmen Sendungen zeigen, bezahlen dafür eine Vergütung gemäss dem Gemeinsamen Tarif 3a. Ab 2019 wird die SUISA sämtliche Kunden dieses Tarifs wieder selber betreuen. Weiterlesen
Die SUISA-Mitglieder in ZahlenDie SUISA-Mitglieder in Zahlen Über 38 000 Urheber und Verleger haben die SUISA mit der Wahrnehmung ihrer Rechte beauftragt. Woher stammen sie, wie alt sind sie und komponieren eher Männer oder Frauen? Die untenstehenden Zahlen und Grafiken geben Auskunft über die Mitgliederstruktur der SUISA. Weiterlesen
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Revision Urheberrecht: Der Erfolg führt über den Kompromiss – keine Ausnahme für Hotelzimmer

Die Revision des geltenden Urheberrechtsgesetzes gelangt dieses Jahr in die entscheidende Phase. Nach rund 7-jährigen Vorarbeiten laufen jetzt die parlamentarischen Beratungen. Das revidierte Gesetz könnte per 1.1.2020 in Kraft treten, wenn die eidgenössischen Räte am sorgfältig geschnürten Kompromiss festhalten. Text von Andreas Wegelin

Revision Urheberrecht: Der Erfolg führt über den Kompromiss – keine Ausnahme für Hotelzimmer

Die Rechtsprechung in der Schweiz und in Europa ist klar: Wenn ein Hotel Radio- oder TV-Programme empfängt und diese in die Zimmer weiterleitet, handelt es sich um eine urheberrechtlich relevante Nutzung. (Foto: Piovesempre / iStock)

Der lange Weg zu einer kleinen Teilrevision begann vor neun Jahren: 2010 forderte Ständerätin Géraldine Savary vom Bundesrat Lösungen gegen die Nutzung illegaler Online-Angebote. Der Bundesrat antwortete abweisend und fand, die Musikurheber könnten ja einfach mehr Konzerte geben, um die Verluste aus den rückläufigen CD-Verkäufen auszugleichen. Diese Antwort empörte zu Recht die Musikschaffenden, denn nicht alle Komponisten können auch gleichzeitig Interpreten ihrer Werke sein.

Bundesrätin Sommaruga setzte im Sommer 2012 auf die Proteste hin eine Arbeitsgruppe mit der Ausarbeitung von Vorschlägen für eine Gesetzesrevision ein. Die AGUR12 gab im Dezember 2013 ihre Empfehlungen ab. Der Bundesrat arbeitete gestützt auf den Empfehlungen und angereichert mit weiteren nicht akzeptierbaren Vorschlägen 2015 einen Vorentwurf aus, welcher in der Vernehmlassung auf breite Kritik stiess. BR Sommaruga sah sich gezwungen, im Herbst 2016 noch einmal die AGUR einzuberufen. Diese AGUR12 II schloss schliesslich im März 2017 einen Kompromiss. Ende 2017 hat der Bundesrat, in weiten Teilen gestützt auf diesen Kompromiss, dem Parlament eine Revisionsvorlage zugeleitet.

Kernpunkte der revidierten Gesetzesvorlage

Die für die Musikurheber wichtigsten Elemente des Kompromisses sind:

  • Verpflichtung der Hosting Provider, illegale Inhalte zu entfernen und auch ein weiteres Heraufladen zu verhindern (Art. 39d), Regelung zur Bearbeitung von Personendaten, um gegen den illegalen Upload von geschützter Musik Strafantrag zu stellen (Art. 77i). Weitergehende Forderungen der Urheber und Produzenten, z. B. den Zugang zu illegalen Angeboten im Internet zu sperren, stiessen auf grossen Widerstand der Konsumenten und der Netzbetreiber und wurden nicht Teil des Kompromisses. Zu bedenken ist in diesem Zusammenhang, dass solche Sperren für den Musikbereich ohnehin um 10 Jahre zu spät kämen. Dank vielfältigen, kostengünstigen und einfach zu nutzenden legalen Angeboten für das Streamen von Musik konnten Tauschbörsen und illegale Angebote in diesem Bereich stark zurückgedrängt werden.
  • Auskunftsanspruch der SUISA gegenüber den Nutzern bei Tarifverhandlungen und Beschleunigung des Verfahrens für die Genehmigung von Urheberrechtstarifen (Art. 51 und Art. 74 Abs. 2).
  • Erweiterte Kollektivlizenz (Art. 43a): Diese ermöglicht zum Beispiel den einfachen Erwerb einer Lizenz für Veröffentlichungen aus Archiven über die Verwertungsgesellschaften.

Vergütungsanspruch für Video on demand – für die Komponisten unnötig

Darüber hinausgehend hat der Bundesrat vorgeschlagen, auch für die Musik einen Vergütungsanspruch bei Video on demand (VoD) zu schaffen (Art. 13a und 35a). Die Musikschaffenden brauchen diesen Anspruch nicht: Gemäss Art. 10 Abs. 2 sind sie bereits nach geltendem Recht in der Lage, die Nutzung der Werke (hier der Filmmusik) zu erlauben bzw. zu verbieten. Die SUISA hat denn auch mit allen wichtigen Anbietern von VoD-Diensten Lizenzverträge abgeschlossen. Sie braucht dazu keinen neuen gesetzlichen Vergütungsanspruch. Das geltende Gesetz genügt.

Der VoD-Vergütungsanspruch sollte vor allem den Schweizer Filmschaffenden helfen, eine angemessene Entschädigung zu bekommen, wenn Filme auf den neuen Plattformen wie Netflix abgerufen werden. Damit würde der sogenannte «Value gap», der Wertschöpfungsverlust, etwas kleiner, welchen die Filmschaffenden erleiden, weil sie weder an den direkten Erlösen aus «pay per view» noch an den indirekten Erlösen der Plattformen aus Werbeertrag und Verkauf von Nutzungsdaten partizipieren. Anders als bei den weltweit in Verwertungsgesellschaften gut organisierten Komponisten der Filmmusik ist die Verhandlungsmacht der Schweizer Filmschaffenden klein und sie sind deshalb angewiesen auf diesen neuen Vergütungsanspruch.

Entgegen den Empfehlungen der AGUR12 II hat der Bundesrat diesen Anspruch auch auf die Musikurheber ausgedehnt, welche wie erwähnt, dieser gesetzlichen Sonderstellung nicht bedürfen. Der Nationalrat ist in der Detailberatung des Gesetzes im Dezember 2018 leider unserer Argumentation nicht gefolgt und hat keine Ausnahme für die Musikurheber beschlossen. Die Hoffnung liegt nun auf dem Ständerat, welcher sich voraussichtlich in der Märzsession mit dem Thema beschäftigen wird.

Neue Ausnahme von der Vergütungspflicht für Radio- und TV-Empfang im Hotelzimmer?

Quasi über die Hintertür hat der Nationalrat im Dezember 2018 beschlossen, eine parlamentarische Initiative des Walliser FDP-Abgeordneten Nantermod Folge zu leisten und mit einer Ergänzung im Art. 19 Abs. 1 Bst. d im URG eine neue Ausnahme zu beschliessen, wonach die Weiterleitung von Radio- und TV-Programmen, aber auch von Musik- oder Videokanälen auf Abruf im Hotelzimmer, in vermieteten Ferienwohnungen, in Spitalzimmern und Gefängniszellen urheberrechtsfrei ist. Damit würden die Urheber gegenüber der heutigen Rechtslage schlechter gestellt und die Gesetzesrevision würde weitgehend zuungunsten der Urheber ausfallen.

Worum geht es? Falls ein Hotel Radio- oder TV-Programme empfängt und diese in die Zimmer weiterleitet, handelt es sich um eine Weiterverbreitung gemäss Art. 10 Abs. 2 Bst. e URG. Das hat das Bundesgericht 2017 entschieden. Die Anbieter des TV- oder Audioabspielgeräts im Zimmer sind die Hoteliers, die Vermieter von Ferienwohnungen oder die Spitalbetreiber. Alle verfolgen damit einen Gewinnzweck. Es handelt sich also nicht um eine private Nutzung. Die Rechtsprechung in der Schweiz und in Europa ist klar: Es handelt sich um eine urheberrechtlich relevante Nutzung.

Die Entscheide stützen sich auf die «Berner Übereinkunft», den wichtigsten Staatsvertrag im Urheberrecht, und andere internationale Abkommen wie den WCT und den WPPT. Die Schweiz darf diese Staatsverträge nicht missachten. Wir würden damit das Risiko von Sanktionen eingehen, weil die Verpflichtungen aus der Berner Übereinkunft auch in der WTO-Vereinbarung zum Schutz des geistigen Eigentums (TRIPS) verankert sind. Falls diese neue Ausnahme wirklich ins Gesetz aufgenommen würde, könnten deshalb nur die Werke von Schweizer Urhebern darunter fallen, um die Sanktionen zu vermeiden – eine sicher nicht akzeptierbare Ungleichbehandlung.

«Kein Hotelzimmer würde günstiger, wenn diese bescheidenen Kosten für die Urheberrechte wegfallen würden.»

Was kostet es die Hotels heute? Berechnungsparameter ist die Fläche, auf welcher die TV-/Audionutzung stattfindet. Bis 1000m2 beträgt der monatliche Lizenzbetrag Fr. 38.-. Hotels bis zu 50 Zimmern à 20m2 bezahlen somit weniger als Fr. 1.- pro Zimmer pro Monat. Bei grösseren Flächen kostet es wenig mehr. Für 100 Zimmer zahlt der Betrieb Fr. 91.80, also immer noch weniger als Fr. 1.- pro Zimmer pro Monat. Die Kosten sind also bescheiden. Gesamthaft würden jedoch in den heutigen Umständen den Urhebern und anderen Rechteinhabern jährlich rund 1 Mio. Franken entgehen.

Für sein Hotelangebot bezahlt der Hotelier bei seinen Lieferanten für weitere Dienstleistungen. Das reicht vom Strom über die Reinigung bis zur Seife im Badezimmer. Alle diese Dienstleister liefern oder arbeiten nicht gratis, sondern sind Teil der Versorgungskette für Hotels. Der Hotelier verfolgt mit seinem Angebot einen Gewinnzweck, die Unterhaltungsmöglichkeiten tragen zum Zimmerpreis und somit zur Wertschöpfung des Hotels bei. Warum soll der Hotelier die Urheber von Musik und Film nicht bezahlen müssen, wenn er dieses Angebot seinen Gästen bietet? Diese Ausnahme der Hotelzimmer von der urheberrechtlichen Vergütungspflicht würde die Urheber und anderen Rechteinhaber im Vergleich zu den übrigen Lieferanten diskriminieren. Die Konsumenten hätten davon nichts, denn kein Hotelzimmer würde günstiger, wenn diese bescheidenen Kosten für die Urheberrechte wegfallen würden.

Der Kompromiss und die Gesetzesrevision sind in Gefahr

Wie erwähnt haben die AGUR12 II und der Bundesrat eine Kompromissvorlage für die Revision des Urheberrechts geschnürt, welche jetzt auf der Zielgeraden ist. Wird das Parlament mit der Ausnahme der Hotelzimmer die Situation für die Urheber wesentlich verschlechtern, fühlen sich die Urheber nicht mehr ernst genommen und dürften ihrerseits weitere Forderungen an diese Gesetzesrevision stellen. Damit riskiert man, dass es am Ende kein neues Gesetz gibt und die bald 9-jährigen Revisionsarbeiten am Schluss im Sande verlaufen.

Die Musikurheber würden wohl auch mit dem geltenden Gesetz am Ende besser fahren, wenn man ihnen mit der Revision noch die Berechtigung entzieht, bei den Hotels die Weiterleitung ihrer Werke in die Zimmer zu erlauben und dafür entschädigt zu werden.

Es bleibt deshalb für uns wichtig, in den kommenden Monaten für das gut geschnürte Kompromisspaket einzutreten und den Räten klarzumachen, dass zulasten der Urheber keine weiteren Änderungen vorgenommen werden dürfen.

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Wenn die SUISA Politik machtWenn die SUISA Politik macht Die SUISA und die anderen Schweizer Verwertungsgesellschaften haben sich politisch noch nie so stark engagiert wie im Jahr 2018. Doch ist ein politisches Engagement der SUISA gerechtfertigt? Weiterlesen
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Die Revision des geltenden Urheberrechtsgesetzes gelangt dieses Jahr in die entscheidende Phase. Nach rund 7-jährigen Vorarbeiten laufen jetzt die parlamentarischen Beratungen. Das revidierte Gesetz könnte per 1.1.2020 in Kraft treten, wenn die eidgenössischen Räte am sorgfältig geschnürten Kompromiss festhalten. Text von Andreas Wegelin

Revision Urheberrecht: Der Erfolg führt über den Kompromiss – keine Ausnahme für Hotelzimmer

Die Rechtsprechung in der Schweiz und in Europa ist klar: Wenn ein Hotel Radio- oder TV-Programme empfängt und diese in die Zimmer weiterleitet, handelt es sich um eine urheberrechtlich relevante Nutzung. (Foto: Piovesempre / iStock)

Der lange Weg zu einer kleinen Teilrevision begann vor neun Jahren: 2010 forderte Ständerätin Géraldine Savary vom Bundesrat Lösungen gegen die Nutzung illegaler Online-Angebote. Der Bundesrat antwortete abweisend und fand, die Musikurheber könnten ja einfach mehr Konzerte geben, um die Verluste aus den rückläufigen CD-Verkäufen auszugleichen. Diese Antwort empörte zu Recht die Musikschaffenden, denn nicht…Weiterlesen

Die Bearbeitung geschützter Werke

Musikalische Werke, die urheberrechtlich frei sind, können ohne Weiteres bearbeitet werden. Wenn ein Werk jedoch noch geschützt ist, das heisst, dessen Urheber noch nicht mehr als 70 Jahre tot sind, muss der Rechteinhaber die Bearbeitung bewilligen. Doch wie erhält man eine solche Bearbeitungserlaubnis und welche Punkte müssen darin geregelt sein, damit eine Bearbeitung bei der SUISA angemeldet werden kann? Text von Claudia Kempf und Michael Wohlgemuth

Die Bearbeitung geschützter Werke

Für die Bearbeitung eines geschützten Werkes, dessen Urheber noch nicht länger als 70 Jahre tot sind, muss bei den Rechteinhabern die Erlaubnis eingeholt werden. (Foto: Tabea Hüberli)

Ein Urheber hat das Recht darüber zu entscheiden, ob sein Werk bearbeitet und somit auf Basis des Originalwerks ein «Werk zweiter Hand» bzw. eine «Bearbeitung» geschaffen werden darf. Dieses Recht wird durch den Wahrnehmungsvertrag nicht an die SUISA übertragen sondern verbleibt beim Urheber. Möchte jemand ein Werk bearbeiten, so muss er sich an den Urheber wenden und bei ihm direkt die Erlaubnis für die Bearbeitung einholen.

In der Regel räumt der Urheber aber oft einem Verlag mittels eines Verlagsvertrags das Bearbeitungsrecht ein. Der Verleger darf auf dieser Basis einem Dritten erlauben, das Werk zu bearbeiten, oder einen Dritten damit beauftragen, neue Versionen eines Werks zu erstellen. In einem Verlagsvertrag sollte geregelt werden, ob der Verleger in gewissen Fällen eigenständig Bearbeitungen erlauben bzw. in Auftrag geben darf oder er immer Rücksprache mit dem Urheber nehmen muss. Sofern ein Werk also verlegt ist, ist der Ansprechpartner für die Bearbeitungserlaubnis der Verlag.

Bei international erfolgreichem Repertoire kann das Einholen einer Bearbeitungserlaubnis langwierig sein und ist nicht immer von Erfolg gekrönt. Gewisse Rechteinhaber begrüssen es, wenn ihre Werke bearbeitet und so weiterverbreitet werden. Andere Rechteinhaber werten die sogenannte «Werkintegrität» höher und verweigern nahezu jegliche Bearbeitungen. Für die Rechteklärung ist in jedem Fall genügend Zeit im Vorfeld einer Bearbeitung einzuberechnen.

Wichtig: Wurden bereits viele Anfragen an den Urheber oder Verlag gestartet und blieben diese unbeantwortet, kann nicht einfach davon ausgegangen werden, dass ein Werk im Sinne einer «stillschweigenden Einwilligung» bearbeitet werden darf, nur weil man sich um die Bearbeitungserlaubnis «bemüht» hat. Grundsätzlich gilt: Die Bearbeitung eines Werks ohne eine Bearbeitungserlaubnis stellt eine Urheberrechtsverletzung dar und kann zivil- sowie strafrechtliche Konsequenzen mit sich ziehen.

Selbst wenn eine Bearbeitungserlaubnis vorliegt, kann der Bearbeiter nicht in jedem Fall komplett frei über das Werk verfügen. Eine Bearbeitungserlaubnis kann nämlich auch nur für eine bestimmte Art von Bearbeitung erteilt werden (bspw. Übersetzung eines Songtextes in eine andere Sprache, Kürzung des Werks, Remix, Neuinstrumentierung etc.). Darüber hinaus kann sich ein Urheber von Gesetzes wegen immer gegen die «Entstellung» eines Werks wehren, auch wenn er eine Bearbeitungserlaubnis erteilt hat. In diesen (oftmals schwierig zu beurteilenden) Fällen liegt eine Verletzung des «Urheberpersönlichkeitsrechts» vor.

Wesentliche Punkte einer Bearbeitungserlaubnis

Wenn ein Urheber oder Verlag einer Bearbeitung zustimmt, sollte diese Zustimmung, diese Bearbeitungserlaubnis oder Bearbeitungsgenehmigung, schriftlich in einem kurzen Vertrag festgehalten werden. Folgende Punkte sollten darin geregelt werden:

a) Name und Adresse der Vertragspartner (evtl. Künstlernamen)

b) Einräumung der Bearbeitungserlaubnis: Das Werk, das bearbeitet werden darf, muss zwingend genannt sein. Weiter sollte festgehalten werden, inwieweit dieses Werk musikalisch oder textlich bearbeitet werden darf. Zudem ist zu regeln, ob und wie das neu geschaffene Werk bei der SUISA als Bearbeitung angemeldet werden kann.

Gut zu wissen: Die Registrierung eines Werks als Bearbeitung macht nur Sinn, wenn bereits das Originalwerk bei der SUISA angemeldet wurde und beide Werke (Originalwerk und Bearbeitung) nebeneinander (und unabhängig) voneinander genutzt werden sollen. Oftmals werden im Rahmen eines Songwritingprozesses «Bearbeiteranteile» an Mitmusiker vergeben, obwohl noch kein Originalwerk besteht, welches separat genutzt werden soll. Damit keine Missverständnisse entstehen, ist es in diesen Fällen empfehlenswert, die Mitmusiker als Mitkomponisten anstatt als Bearbeiter zu beteiligen.

c) Beteiligung: Das SUISA-Verteilungsreglement weist dem Bearbeiter bei unverlegten Werken ohne Text 20% zu, bei verlegten Werken ohne Text 16,67%. Bei Werken mit Text wird der Bearbeiter mit 15% (unverlegtes Werk) respektive 11,67% (verlegtes Werk) beteiligt. Der Anteil des Bearbeiters ist grundsätzlich frei festlegbar. Branchenüblich sind Beteiligungen, die zwischen 0 und 25% liegen. Eine Ausnahme macht das Verteilungsreglement der SUISA jedoch bei einer Bearbeitungserlaubnis, welche durch einen Verlag erteilt wird: In solchen Fällen darf der Anteil des Bearbeiters nicht höher sein als die reglementarischen Schlüssel. Damit soll verhindert werden, dass die Originalrechteinhaber übermässig geschmälert werden können. Ebenfalls kann ein Rechteinhaber die Bearbeitung erlauben, ohne den Bearbeiter am Werkertrag zu beteiligen.

d) Inverlagnahme der Bearbeitung: Bei der Bearbeitung eines bereits verlegten Werks ist es sinnvoll, in der Bearbeitungserlaubnis festzulegen, ob die Bearbeitung wiederum beim Originalverlag verlegt werden muss (damit der Verlag die Kontrolle der Verlagsrechte bei sich behält). In der Regel wird der Originalverlag darauf bestehen. In diesem Fall ist der zusätzliche Abschluss eines Verlagsvertrages zwischen Originalverlag und Bearbeiter empfehlenswert.

e) Gewährleistung der Rechte: Der Rechteinhaber muss gewährleisten, dass er über die entsprechenden Rechte verfügt, diese Bearbeitungserlaubnis zu erteilen.

f) Ort, Datum, Unterschrift des Rechteinhabers

g) Rechtswahl und Gerichtsstand

Der Sonderfall «Subbearbeitung»

Mit dem Subverlagsvertrag wird häufig auch das Bearbeitungsrecht vom Originalverlag an den Subverleger weitergegeben. Der Subverleger ist somit berechtigt, Bearbeitungen zu erlauben bzw. in Auftrag zu geben. In diesen Fällen wird der Bearbeiter als «Subbearbeiter» oder im Falle eines neuen Textes, z.B. in einer anderen Sprache, als «Subtextautor» registriert. Das SUISA-Verteilungsreglement sieht auch hier vor, dass die Anteile der Subbearbeiter nicht höher sein dürfen als die reglementarischen Schlüssel.

Wie ist eine Bearbeitung bei der SUISA zu melden?

Bei der Anmeldung einer Bearbeitung eines noch geschützten Werks ist zwingend die Bearbeitungserlaubnis beizulegen oder – via Online-Anmeldung – hochzuladen. Der Bearbeiter erhält nur Anteile am Werkertrag, wenn die Bearbeitungserlaubnis Aufschluss darüber gibt, dass der Bearbeiter zu beteiligen ist. Wird kein spezifischer Prozentsatz erwähnt, erhält der Bearbeiter die im Verteilungsreglement festgehaltenen Anteile. Fehlt der Hinweis auf die Beteiligung, erfasst die SUISA den Namen des Bearbeiters bei der Originalversion mit dem Vermerk, dass eine bewilligte Bearbeitung existiert, der Bearbeiter jedoch keine Beteiligung erhält. In diesem Fall erhält der Bearbeiter keine Anteile.

Wenn Verlage neue Versionen von Werken anmelden, die bei ihnen im Originalverlag sind, verzichtet die SUISA auf die Bearbeitungserlaubnis, da der Verlag das Bearbeitungsrecht direkt mit seinen Urhebern klären muss. Dasselbe gilt für Subbearbeitungen.

Zusammenfassung

Um geschützte Werke zu bearbeiten, braucht es immer eine Bearbeitungserlaubnis der Rechteinhaber – je nach Situation ist diese Erlaubnis beim Urheber, bei dessen Erben oder beim zuständigen Verlag einzuholen. Die Bearbeitungserlaubnis ist die Voraussetzung dafür, dass eine Bearbeitung eines noch geschützten Werks bei der SUISA angemeldet werden kann.

Die SUISA unterstützt ihre Mitglieder beim Ausfindigmachen der zuständigen Rechteinhaber. Bei verlegten Werken gibt sie Auskunft über den Verlag und teilt dessen Anschrift mit, damit direkt mit dem Verlag Kontakt aufgenommen werden kann. Bei unverlegten Werken leitet sie die Bearbeitungsanfragen an die Urheber oder deren Erben weiter. Anfragen sind zu richten an: publisher (at) suisa (dot) ch
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Musikalische Werke, die urheberrechtlich frei sind, können ohne Weiteres bearbeitet werden. Wenn ein Werk jedoch noch geschützt ist, das heisst, dessen Urheber noch nicht mehr als 70 Jahre tot sind, muss der Rechteinhaber die Bearbeitung bewilligen. Doch wie erhält man eine solche Bearbeitungserlaubnis und welche Punkte müssen darin geregelt sein, damit eine Bearbeitung bei der SUISA angemeldet werden kann? Text von Claudia Kempf und Michael Wohlgemuth

Die Bearbeitung geschützter Werke

Für die Bearbeitung eines geschützten Werkes, dessen Urheber noch nicht länger als 70 Jahre tot sind, muss bei den Rechteinhabern die Erlaubnis eingeholt werden. (Foto: Tabea Hüberli)

Ein Urheber hat das Recht darüber zu entscheiden, ob sein Werk bearbeitet und somit auf Basis des Originalwerks ein «Werk zweiter Hand» bzw. eine «Bearbeitung» geschaffen werden darf. Dieses Recht wird durch den Wahrnehmungsvertrag nicht an die SUISA übertragen sondern…Weiterlesen

Festival Archip-elles – Frauenpower

Das Genfer Festival für zeitgenössisches Musikschaffen hat sich für die Ausgabe 2019 der Musik aus der Feder von Frauen verschrieben. Archip-elles bietet Werke von Komponistinnen unterschiedlicher Generationen, Herkunft und Ästhetik. Am Freitag, 5. April 2019, sind SUISA-Mitglieder zu einem Besuch am Festival eingeladen. Text von Erika Weibel

Festival Archip-elles – Frauenpower

Beim Festival Archip-elles 2019 steht die Musik von zeitgenössischen Komponistinnen im Fokus. (Bild: Festival Archipel)

«In einem Artikel aus der Zeitung ‹Guardian›, ‹Female composers largely ignored by concert line-ups›, veröffentlicht am 13. Juni 2018, wurden 1445 klassische Konzerte betrachtet, die rund um den Globus in der Saison 2018-2019 geplant sind, und dabei festgestellt, dass nur in 76 Veranstaltungen ein Werk von einer Frau aufgeführt wird», schreibt Festivaldirektor Marc Texier im Editorial des diesjährigen Festivalführers. Das Genfer Festival für zeitgenössisches Musikschaffen hält diesem geschlechtlichen Ungleichgewicht im Konzertbetrieb entgegen und verschafft bei der Ausgabe 2019 der Musik von Komponistinnen Gehör.

Das Konzertprogramm des diesjährigen Festivals Archip-elles wird ergänzt mit Installationen, Round Tables und Workshops. Am Freitag, 5. April 2019, organisiert das Festival in Zusammenarbeit mit der SUISA am Morgen einen Workshop zum Thema Urheberrecht für die Studenten von der «Haute école de musique Genève», des «Conservatoire populaire de musique» und der Teilnehmer der beiden Akademien «Académie Archipel» und «Composer’s Next Generation» (Ensemble Vortex).

Einladung für SUISA-Mitglieder

Weiter laden das Festival Archipel und die SUISA die Mitglieder der SUISA herzlich ein, am 5. April 2019 den Abend am Festival zu verbringen. Die Teilnahme ist für angemeldete SUISA-Mitglieder kostenlos. Gerne nehmen wir Anmeldungen bis spätestens am 31. März 2019 per E-Mail an diese Adresse entgegen: kommunikation (at) suisa (dot) ch

Das detaillerte Abendprogramm, zu dem die SUISA-Mitglieder eingeladen sind, ist nachfolgend aufgeführt. Ein besonderer Programmpunkt an diesem Abend ist die Gesprächsrunde zum Thema «Komponistin sein in der Schweiz».

Gesprächsrunde: Komponistin sein in der Schweiz

Wie erleben es Komponistinnen, sich in einer von Männer dominierten Welt zu behaupten? Weshalb ist es schwieriger für eine Komponistin, dass ihre Werke aufgeführt werden? Warum entscheiden sich nicht mehr Frauen für eine Karriere als Komponistin?

Marc Texier, Direktor des Festivals, geht eben diesen Fragen nach in einem Gespräch mit den beiden Schweizer Komponistinnen Katharina Rosenberger und Annette Schmucki sowie mit Frau Dr. Irene Minder-Jeanneret, Wissenschaftlerin mit Forschungsschwerpunkt Gender und Musik.

Nach dem gesprochenen Wort steht die Bühne frei für den musikalischen Teil des Abends: In einem Konzert mit dem Ensemble Vortex wird unter anderem die Uraufführung eines Werks der Schweizer Komponistin Barblina Meierhans zu hören sein. Im Anschluss gibt Ella Soto noch ein DJ Set zum besten.

Detailprogramm, zu dem SUISA-Mitglieder am Freitag, 5. April 2019, beim Festival Archip-elles in Genf eingeladen sind:

17:00 Uhr, Maison communale de Plainpalais
Besuch der Installationen von Marianthi Papalexandri und Pe Lang

18:00 Uhr, Maison communale de Plainpalais
Umtrunk und Gesprächspanel: Komponistin sein in der Schweiz
Dr. Irene Minder-Jeanneret, Musikwissenschafterin
Katharina Rosenberger, Komponistin
Annette Schmucki, Komponistin
Moderation: Marc Texier

20:00 Uhr, Théâtre Pitoëff
Konzert
Das Ensemble Vortex spielt Werke von Barblina Meierhans, Olga Kokcharova, Eva Reiter, Ann Cleare, Clara Iannotta und Jessie Marino.

22:00 – 1:00 Uhr , Maison communale de Plainpalais
Ella Soto – DJ Set, Carte blanche à La VostokE
La Vostoke ist der erste 100% weibliche Radiosender der Schweiz

www.archipel.org, Website des Festivals

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Festival Archip-elles – Frauenpower

Beim Festival Archip-elles 2019 steht die Musik von zeitgenössischen Komponistinnen im Fokus. (Bild: Festival Archipel)

«In einem Artikel aus der Zeitung ‹Guardian›, ‹Female composers largely ignored by concert line-ups›, veröffentlicht am 13. Juni 2018, wurden 1445 klassische Konzerte betrachtet, die rund um den Globus in der Saison 2018-2019 geplant sind, und dabei festgestellt, dass nur in 76 Veranstaltungen ein Werk von einer Frau aufgeführt wird», schreibt Festivaldirektor Marc Texier im Editorial des diesjährigen Festivalführers. Das Genfer Festival für zeitgenössisches Musikschaffen hält diesem geschlechtlichen Ungleichgewicht im Konzertbetrieb…Weiterlesen

Die Informatik der SUISA steht unter neuer Leitung

Die Informatik ist das technologische Rückgrat eines Dienstleistungsbetriebs. Die SUISA-Informatik wird von einem neuen Führungsteam geleitet. Text von Andreas Wegelin

Die Informatik der SUISA steht unter neuer Leitung

Das Führungsteam der SUISA-Informatik ab April 2019 (v.l.n.r.): Dieter Wijngaards, Jürg Ziebold und Hansruedi Jung. (Foto: Sibylle Roth)

Rund sieben Jahren ist es her, seit der Vorstand der SUISA im Dezember 2011 im Rahmen der Genehmigung des Budgets 2012 eine neue IT-Strategie gutgeheissen hat. Was im Artikel «Budget 2012 unter Dach und Fach» im SUISAinfo Ausgabe 1.12 in Kürze beschrieben war, hatte in den darauffolgenden Jahren einige Folgen.

Hauptziel war die Ablösung der SUISA-IT vom IBM-Grosssystem und der Umbau der IT-Landschaft auf eine moderne Architektur. Dank der neuen Architektur konnten seither die informatikgestützten Services wesentlich ausgebaut werden. Mit Neuentwicklungen wurden die Bedürfnisse der Mitglieder, der Mitarbeitenden und auch der SUISA-Kunden flexibler und schneller berücksichtigt.

Online-Services für Mitglieder und Kunden ausgebaut

Mitglieder haben heute die Möglichkeit, alltägliche Angelegenheiten mit der SUISA über die Applikation «Mein Konto» online abzuwickeln. Im passwortgeschützten Mitgliederbereich werden die Abrechnungen vierteljährlich elektronisch zur Verfügung gestellt oder können Werkanmeldungen vorgenommen werden. Auch für die Kunden der SUISA wurden Online-Services erweitert; zuletzt mit der Online-Anmeldung von Nutzungen für die Musikberieselung oder public viewing (GT 3a).

Zahlreiche weitere technische Entwicklungen erleichtern die Arbeit unserer Mitarbeitenden und helfen, Personalkosten zu sparen. Zu nennen sind etwa ein digitales Dokumenten-Management System (DMS) für alle Mitgliederdossiers oder die grundlegende technische Erneuerung unserer Werkdokumentation, welche auch die Zusammenarbeit mit unserem Joint Venture-Partner SESAC in Mint Digital Services und damit die Online-Lizenzierung der Werke weltweit ermöglicht.

Neues Führungsteam ernannt

Die Anzahl der Mitarbeitenden im Bereich Informatik ist in dieser Zeit von 23 auf 30 Stellen angewachsen. Zur Sicherstellung einer umsichtigen und kompetenten Führung hat der Vorstand den bisherigen Leiter der Abteilung Applikationsentwicklung, Jürg Ziebold, per 1. Januar neu zum Gesamtleiter der SUISA-Informatik und Dieter Wijngaards zum neuen Leiter Applikationsentwicklung ernannt.

Die SUISA-Informatik umfasst weiterhin zwei Abteilungen, Applikationsentwicklung und Systemtechnik. Jürg Ziebold direkt unterstellt sind die beiden Abteilungsleiter Dieter Wijngaards (Applikationsentwicklung) und Hansruedi Jung (Systemtechnik) und ein Team von Business-Analysten. Während Hansruedi Jung bereits seit 2006 die Abteilung Systemtechnik leitet, stösst Dieter Wijngaards per 1. April 2019 neu zum SUISA-Informatik-Team. Dieter Wijngaards war CTO (Chief Technology Officer) bei Adesso Schweiz AG und hat die SUISA-Informatik bereits seit 2012 bei der Entwicklung der neuen IT-Architektur beraten.

Die Geschäftsleitung freut sich über die Bestellung des neuen Führungsteams und ist überzeugt, damit die zentrale Rolle der Informatik bei der Abwicklung der Geschäftsprozesse weiterhin zu sichern. Sie wünscht der neuen Leitung viel Erfolg.

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Mint Digital Services: Antworten zu den wichtigsten FragenMint Digital Services: Antworten zu den wichtigsten Fragen Die SUISA hat zusammen mit der US-amerikanischen Gesellschaft SESAC das Joint Venture Mint Digital Services gegründet. Das Unternehmen übernimmt die Abrechnung und Administration des Online-Lizenzierungsgeschäfts von SESAC und SUISA und bietet seine Dienstleistungen auch Verlagen und Verwertungsgesellschaften an. Mit Warner/Chappel Music bezieht bereits ein Major-Verlag Dienstleistungen von Mint Digital Services. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten. Weiterlesen
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Online-Services…Weiterlesen

Änderungen bei der Verteilung der Einnahmen aus Nutzungen im Radio

Die Einstufungen bei den Radiosendern sind angepasst worden. Für die Stufe D (Tonsignete, Jingles, Hintergrundmusik etc.) wird ab Verteilung 2019 ein Faktor von 0,25 und für die Stufe E (übrige Musik) ein Faktor von 1,5 angewendet. Zudem erfolgt die Abrechnung nach Sekunden anstelle von Minuten. Text von Irène Philipp Ziebold

Verteilungsreglement: Änderungen bei der Verteilung der Einnahmen aus Nutzungen im Radio

Die Regeln für die Verteilung der Einnahmen aus Nutzungen im Radio wurden geändert. (Foto: T.Dallas / Shutterstock.com)

Im Jahr 2015 wurden die Faktoren für die Verteilung der Einnahmen aus Fernsehsendungen geändert. Nun werden auch die Einstufungen bei den Radiosendungen angepasst. Die Regelungen sind im SUISA-Verteilungsreglement in den Ziffern 3.2 und 3.3 festgehalten.

Bei der Neuregelung stand ein wichtiger Grundsatz im Mittelpunkt: Die Einstufungen im Radio haben sowohl in sich angemessen zu sein wie auch in einem adäquaten Verhältnis zu der bestehenden Regelung im Fernsehen zu stehen.

Konkret sieht die Umsetzung dieser Ziele folgendermassen aus: Erstens basiert nun auch beim Radio die Abrechnung auf Sekunden. Zweitens wird auch beim Radio bei der Stufe D die Degression abgeschafft und ein Einheitsfaktor von 0,25 gesetzt. Und drittens wird die Stufe E (übrige Musik) in ein angemessenes Verhältnis zur Stufe D gebracht, indem ein Faktor 1,5 festgelegt wird.

Im Folgenden werden die wichtigsten Überlegungen und Argumente zu jedem Punkt einzeln kurz aufgeführt:

Sekundenabrechnung

Eine Abrechnung in Sekunden ermöglicht eine genauere, der effektiven Nutzung entsprechende Verteilung. Eine solche ist dank dem Monitoringsystem Echolon nun ohne Mehraufwand möglich. Die Ermittlung der Zeitdauer für den Werkertrag kann somit beim Fernsehen und Radio gleichermassen gehandhabt werden.

Einstufung D (Tonsignete, Jingles, Hintergrundmusik etc.)

Bei den Radiosendern kommt bis anhin bei der Stufe D eine Degression zur Anwendung, während bei den Fernsehsendern diese bereits abgeschafft wurde. Die aktuellen drei Stufen (1, 0,5 und 0,05) unterliegen einer gewissen Willkür und führen zu unangemessenen Ergebnissen. Dies gilt insbesondere bei der Stufe 0,05 für erfolgreiche Produktionen mit über 52 Sendungen pro Verteilungsperiode. Das heisst: Die betroffenen Bezugsberechtigten erhalten im Verhältnis zu den anderen Degressionsstufen zu wenig. Mit einem Einheitsfaktor von 0,25 wurde nun ein Faktor gewählt, welcher der Nutzungsart der Musik in der Einstufung D angemessen ist, das heisst, im richtigen Verhältnis zu den anderen Einstufungen steht. Es handelt sich dabei um den gleichen Faktor wie beim Fernsehen.

Einstufung E (übrige Musik)

Mit der Einführung des neuen Einheitsfaktors 0,25 in der Stufe D und im Hinblick auf die Einstufungen im Fernsehen steht der bisherige Faktor 1 für übrige Musik nicht mehr in einem angemessenen Verhältnis zu den anderen Faktoren. Mit dem neuen Faktor von 1,5 wurde dies korrigiert. Dieser Faktor steht sowohl in Bezug auf die Einstufung bei den Fernsehendungen («Konzerte»: Faktor 2, «Musik in Filmen»: Faktor 1 und «Tonsignete, Jingles, Hintergrundmusik etc.»: Faktor 0,25) als auch in Bezug auf die Einstufungen in Radiosendungen (Stufe D: neu nun 0,25) in einem angemessenen Verhältnis.

Weitere Informationen:
www.suisa.ch/verteilungsreglement

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Revision der Verteilungsklassen 1C/1D und 2C/2DRevision der Verteilungsklassen 1C/1D und 2C/2D Die Regeln für die Verteilung der Urheberrechtsvergütungen für gesendete Musik in Fernseh-Sendeprogrammen der SRG und von TV-Privatsendern werden teilweise geändert. Die Anpassungen im Verteilungsreglement der SUISA betreffen die Verteilungsklassen 1C, 1D, 2C und 2D. Weiterlesen
Rechnungsstellung für die Vergütungen für Musikberieselung und TV-Empfang in Gewerbebetrieben ab 2019Rechnungsstellung für die Vergütungen für Musikberieselung und TV-Empfang in Gewerbebetrieben ab 2019 Unternehmen, die in ihren Geschäftsräumlichkeiten Musik im Hintergrund laufen lassen oder auf Bildschirmen Sendungen zeigen, bezahlen dafür eine Vergütung gemäss dem Gemeinsamen Tarif 3a. Ab 2019 wird die SUISA sämtliche Kunden dieses Tarifs wieder selber betreuen. Weiterlesen
Seit Dezember 2017 Zustellung der Abrechnungen über «Mein Konto»Seit Dezember 2017 Zustellung der Abrechnungen über «Mein Konto» Dank dem passwortgeschützten Mitgliederbereich «Mein Konto» behalten unsere Mitglieder den Überblick über ihre Abrechnungen und Abrechnungserträge. Zahlreiche Mitglieder baten uns, den Postversand einzustellen. Diesem vielfachen Wunsch haben wir Rechnung getragen und die Möglichkeit eingeführt, auf den Postversand zu verzichten. Weiterlesen
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Verteilungsreglement: Änderungen bei der Verteilung der Einnahmen aus Nutzungen im Radio

Die Regeln für die Verteilung der Einnahmen aus Nutzungen im Radio wurden geändert. (Foto: T.Dallas / Shutterstock.com)

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Neue Perspektiven für Schweizer Musikschaffende dank IKF-Präsenz

Unter der Affiche «Swiss Music» präsentierten die FONDATION SUISA und Pro Helvetia erstmals einen Gemeinschaftsstand an der 31. Internationalen Kulturbörse in Freiburg im Breisgau. Die Bilanz fällt positiv aus. Text von Urs Schnell, FONDATION SUISA

FONDATION SUISA: Neue Perspektiven für Schweizer Musikschaffende dank IKF-Präsenz

Mich Gerber bei seinem Auftritt an der Internationalen Kulturbörse Freiburg 2019. (Foto: Marcel Kaufmann)

Letztes Jahr feierte die Internationale Kulturbörse Freiburg IKF ihr 30-Jahr-Jubiläum mit einem Schweizer Schwerpunkt. Die FONDATION SUISA war damals als Beobachter vor Ort, um zu prüfen, ob sich die wichtigste Fachmesse für Bühnenproduktionen, Musik und Events im deutschsprachigen Raum für eine Präsenz für Schweizer Musikschaffende eignen würde. Aus der Musikszene wurde immer wieder Stimmen laut, dass sich dadurch neue Auftrittsmöglichkeiten auf deutschen Bühnen und Kleintheatern ergeben könnten.

Die FONDATION SUISA engagiert sich seit Jahren an ausländischen Musikshowcases-Festivals und Musikmessen, um die Vernetzung des heimischen Musikschaffens mit internationalen Organisatoren und Agenturen zu fördern. Deshalb war es nach eingehender Prüfung des Potentials der IKF einleuchtend, das erfolgreiche Konzept eines Schweizer Gemeinschaftstandes dieses Jahr vom 20. bis 23. Januar erstmals auch in Freiburg anzuwenden.

Der Stand «Swiss Music» – in Zusammenarbeit mit Pro Helvetia – ermöglichte nun während den drei Tagen Künstlerinnen und Künstlern oder deren Agenturen Anschluss an die reichhaltige Veranstalterszene zu finden und da vor allem mit jenen Veranstaltern, die ausserhalb des gängigen Musiknetzwerks operieren: Gerade Kleintheater, die auf ein abwechslungsreiches Kleinkunstprogramm setzen, eröffnet der musikalische Austausch mit der Schweizer Musikszene neue Perspektiven.

Dank unseres Gemeinschaftstandes war es Musikschaffenden und Agenturen möglich, sich einem breiten Publikum zu präsentieren, ohne einen eigenen mit hohen Kosten verbundenen Stand zu mieten und so die IKF als Austauschplattform, Marktplatz und Ort der Weiterentwicklung optimal zu nutzen. Gerade die Tatsache, dass die IKF keine reine Musikmesse ist, wurde von vielen positiv als potentielles Neuland gewertet. Dass der «Swiss Music»-Stand direkt am Verbindungseingang zur Halle mit den darstellenden Künsten und Strassentheater platziert war, trug viel zur Visibilität bei.

Mit Showcases von Mich Gerber, Gina Été, dem Postharmonic Orchestra, Moes Anthill, Bruno Bieri und Park Stickney zeigte sich das breite Spektrum an aussergewöhnlichen Protagonisten auch live auf der Bühne.

Die ersten Feedbacks auf die erstmalige Schweizer Präsenz in Freiburg fallen durchwegs positiv aus. Die IKF als wichtigster Treffpunkt für kleinere und mittlere Bühnenproduktionen im deutschsprachigen Raum wird in Zukunft auch Schweizer Musikerinnen und Musikern neue Möglichkeiten eröffnen.

Weitere Infos unter:
ikf.swissmusic.ch sowie www.fondation-suisa.ch/ikf

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