Tagarchiv: Unternehmensstrategie

Zwei neue Gesichter an der Vorstandssitzung im Herbst

An der Generalversammlung im Juni 2019 wurden zwei neue Mitglieder in den Vorstand der SUISA gewählt. Beim ersten Zusammentreffen nach den Wahlen anlässlich der Herbstsitzungen hat sich der Vorstand neu konstituiert und befasste sich unter anderem mit der Kostenträgerrechnung und der Unternehmensstrategie. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Zwei neue Gesichter an der Vorstandssitzung im Herbst

Die neu gewählten Vorstandsmitglieder Sylvie Reinhard (links) und Grégoire Liechti. (Fotos: Simon Tanner; Sibylle Roth)

Anfang Oktober haben in Lausanne die ersten Sitzungen des neu gewählten Vorstands stattgefunden. Im Juni 2019 sind für die beiden wegen Amtszeitbeschränkung zurückgetretenen Vorstandsmitglieder Bertrand Liechti und Marco Zanotta von der Generalversammlung neu Sylvie Reinhard und Grégoire Liechti in den Vorstand gewählt worden. Der Vorstand hat sich in seiner ersten Sitzung nach den Wahlen neu konstituiert. Marco Neeser wurde dabei neu zum Vizepräsidenten gewählt und die drei Vorstandskommissionen wurden neu bestellt.

Kostenträgerrechnung und Unternehmensstrategie

Der Vorstand hat sich in der Herbstsitzung wie jedes Jahr üblich mit der Kostenträgerrechnung für das Jahr 2018 und der Unternehmensstrategie befasst. Die Kostenträgerrechnung zeigt jeweils auf, wie hoch der Aufwand für jeden einzelnen Nutzungsbereich oder Tarif im vergangenen Geschäftsjahr im Detail war. Sie dient dazu, besonders kostenintensive Bereiche zu identifizieren und dort entsprechende Verbesserungsmassnahmen vorzusehen. In diesem Zusammenhang wurden von der Geschäftsleitung die Prozesse für die Lizenzierung von Konzerten (Tarif K) und von Tonträgern (Tarif PI) genauer vorgestellt.

Zur Unternehmensstrategie hat sich der Vorstand Gedanken gemacht über den zunehmenden Wettbewerb der Verwertungsgesellschaften um die grossen Repertoires, repräsentiert von den grossen Verlagsfirmen, aber auch um die zunehmende Tendenz bekannter Urheber, bei ihren Auftritten gleich direkt – ohne Umweg über die Verwertungsgesellschaften – die Urheberrechte geltend zu machen. Der Wettbewerb dürfte noch zunehmen.

Die SUISA kann im Vergleich zu den Verwertungsgesellschaften in Deutschland oder Frankreich nicht auf ein international bekanntes eigenes Repertoire zählen. Es muss der SUISA deshalb gelingen, die wichtigsten Dienstleistungen in hoher Qualität und zu einem attraktiven Preis anzubieten und damit auf dem Markt bestehen zu können.

Weitere Sitzungsthemen

Weitere Punkte der Sitzungen waren die laufenden Tarifverhandlungen und die Verteilungsergebnisse. Auch die Sponsoringengagements der SUISA im Jahre 2020 waren Thema der Sitzung, damit allfällige Beträge rechtzeitig ins Budget für 2020 einfliessen können.

Der Vorstand hat sich schliesslich auch schon erste Gedanken gemacht zum 100. Geburtstag der SUISA, welcher im Jahre 2023 zu feiern sein wird, und noch etwas zeitnaher, den Sitzungs- und Terminkalender für 2020 beschlossen.

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Änderungen bei der Verteilung der Einnahmen der Gemeinsamen Tarife K und ZÄnderungen bei der Verteilung der Einnahmen der Gemeinsamen Tarife K und Z Die 20-Franken-Grenze bei der Verteilung der Einnahmen aus den Gemeinsamen Tarifen K (Konzerte) und Z (Zirkus) wird aufgehoben. Damit verbunden werden die Zuweisungen, die bis anhin in die Verteilungsklasse 4C geflossen sind, neu geregelt. Die beschlossenen Anpassungen betreffen die Ziffern 4.1, 4.2, 5.4 und 5.5 des SUISA-Verteilungsreglements. Weiterlesen
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An der Generalversammlung im Juni 2019 wurden zwei neue Mitglieder in den Vorstand der SUISA gewählt. Beim ersten Zusammentreffen nach den Wahlen anlässlich der Herbstsitzungen hat sich der Vorstand neu konstituiert und befasste sich unter anderem mit der Kostenträgerrechnung und der Unternehmensstrategie. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Zwei neue Gesichter an der Vorstandssitzung im Herbst

Die neu gewählten Vorstandsmitglieder Sylvie Reinhard (links) und Grégoire Liechti. (Fotos: Simon Tanner; Sibylle Roth)

Anfang Oktober haben in Lausanne die ersten Sitzungen des neu gewählten Vorstands stattgefunden. Im Juni 2019 sind für die beiden wegen Amtszeitbeschränkung zurückgetretenen Vorstandsmitglieder Bertrand Liechti und Marco Zanotta von der Generalversammlung neu Sylvie Reinhard und Grégoire Liechti in den Vorstand gewählt worden. Der Vorstand hat sich in seiner ersten Sitzung nach den Wahlen neu konstituiert. Marco Neeser wurde dabei neu zum Vizepräsidenten gewählt und die drei Vorstandskommissionen wurden…Weiterlesen

SUISA macht Musik möglich

Ein neues Leitbild, ein neues Organigramm! Fairness, Engagement und Leidenschaft – diese drei Begriffe umreissen das neue Leitbild der SUISA. Im Zentrum steht das Statement «SUISA macht Musik möglich». Auf dem gleichen Grundsatz basiert auch das neue Organigramm der SUISA. Von Irène Philipp Ziebold, COO

SUISA macht Musik möglich

Als Vermittlerin zwischen den Interessen der Musikschaffenden und den Musiknutzern macht SUISA Musik möglich. (Illustration: Zusammenspiel)

Fairen Umgang mit dem Schaffen der Künstler, Engagement beim Vermitteln zwischen den Interessen der Musikschaffenden und den Nutzern sowie Leidenschaft der SUISA-Mitarbeitenden bei ihrer täglichen Arbeit. Im Zentrum des neuen Leitbilds der SUISA steht das Motto «SUISA macht Musik möglich». Auf diesen Grundsatz baut auch das neue Organigramm der SUISA auf, das seit Januar 2019 zum Tragen kommt.

Neues Organigramm

Die neue Organisation ist stärker an den Prozessen orientiert als zuvor. Damit soll gewährleistet werden, dass die Musikschaffenden für die Nutzung ihrer Musik bestmöglich vergütet werden. Mit dem geänderten Organigramm wird die Effizienz der internen Arbeitsabläufe in der SUISA weiter optimiert. Der Hauptprozess – Lizenzieren und Verteilen – steht nun in einem Departement vereint unter einem gemeinsamen Dach.

Die SUISA-Organisationsstruktur gliedert sich wie bisher in drei Departemente: Die Verantwortung über den Kernprozess liegt im neuen Departement «Operations». Dazu kommen das Departement «Regulations» für die rechtlichen Grundlagen und die internationale Werkdokumentation sowie das Departement «Services» für alle Querschnittsdienste, insbesondere Informatik, Finanzen, Human Resources und Kommunikation.

Die Kompetenzen sind somit auch auf Geschäftsleitungsebene verstärkt gebündelt. So liegt die Verantwortung in Bezug auf die Lizenzierung der verschiedenen Musiknutzungen und in der Folge die Verteilung der entsprechenden Urheberrechtsentschädigungen bei einer Person. Damit sollen aufwändige Schnittstellen vermieden und straffere Prozesse geschaffen werden. Das Ziel ist und bleibt, dass wir alle zukünftigen Entwicklungen im Interesse unserer Mitglieder angehen und dabei nie vergessen, einen zwar effizienten aber auch qualitätshohen Service anzubieten.

Neues Leitbild

Um eine (neue) Organisation zu leben, müssen im Unternehmen die Rahmenbedingungen festgehalten werden. Es ist Aufgabe eines Leitbilds, die Leitplanken, innerhalb derer die Unternehmensstrategie erreicht werden soll, zu definieren. Zudem soll das Leitbild aufzeigen, was der Unternehmenszweck eines Unternehmens ist, was dessen Identität ausmacht und welches Image angestrebt wird. Nicht zuletzt soll das Leitbild für alle Mitarbeitenden ein Orientierungsrahmen sein und motivierend wirken. Ziel ist auch, darin die Vielfalt und Realität der unterschiedlichen Mitarbeitenden und SUISA-Zielgruppen abzubilden- und widerzuspiegeln.

Das bisherige SUISA Leitbild war Ende der 90er-Jahre entstanden. Entsprechend bildete es die heutige Realität der SUISA und ihres Umfeldes nicht mehr ab und wurde den oben genannten Ansprüchen nicht mehr gerecht. Die Geschäftsleitung der SUISA hat deshalb Anfang 2017 die Erstellung eines neuen Leitbilds in Auftrag gegeben. Erarbeitet wurde das neue Leitbild innerhalb eines halben Jahres von einer Arbeitsgruppe bestehend aus 14 SUISA-Mitarbeitenden und zwei externen Experten. Vertreten waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Altersgruppen und Hierarchiestufen sowie aus den drei SUISA-Standorten.

Fairness, Engagement und Leidenschaft – diese drei Begriffe umreissen das neue Leitbild der SUISA. Verbunden mit der optimierten Organisationsstruktur, aus der das neue Organigramm herrührt, sind wir gerüstet und arbeiten tatkräftig an der Umsetzung des Grundsatzes: SUISA macht Musik möglich!

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Einführung eines prozessorientierten Organigramms bei der SUISAEinführung eines prozessorientierten Organigramms bei der SUISA Ab 1. Januar 2019 wird die Organisationsstruktur der SUISA geändert. Der Vorstand hat auf Antrag der Geschäftsleitung die Umsetzung des Projekts «Horizon 2019» beschlossen. Weiterlesen
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Die SUISA-Mitglieder in ZahlenDie SUISA-Mitglieder in Zahlen Über 38 000 Urheber und Verleger haben die SUISA mit der Wahrnehmung ihrer Rechte beauftragt. Woher stammen sie, wie alt sind sie und komponieren eher Männer oder Frauen? Die untenstehenden Zahlen und Grafiken geben Auskunft über die Mitgliederstruktur der SUISA. Weiterlesen
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Ein neues Leitbild, ein neues Organigramm! Fairness, Engagement und Leidenschaft – diese drei Begriffe umreissen das neue Leitbild der SUISA. Im Zentrum steht das Statement «SUISA macht Musik möglich». Auf dem gleichen Grundsatz basiert auch das neue Organigramm der SUISA. Von Irène Philipp Ziebold, COO

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Als Vermittlerin zwischen den Interessen der Musikschaffenden und den Musiknutzern macht SUISA Musik möglich. (Illustration: Zusammenspiel)

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Neues Organigramm

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Die Informatik der SUISA steht unter neuer Leitung

Die Informatik ist das technologische Rückgrat eines Dienstleistungsbetriebs. Die SUISA-Informatik wird von einem neuen Führungsteam geleitet. Text von Andreas Wegelin

Die Informatik der SUISA steht unter neuer Leitung

Das Führungsteam der SUISA-Informatik ab April 2019 (v.l.n.r.): Dieter Wijngaards, Jürg Ziebold und Hansruedi Jung. (Foto: Sibylle Roth)

Rund sieben Jahren ist es her, seit der Vorstand der SUISA im Dezember 2011 im Rahmen der Genehmigung des Budgets 2012 eine neue IT-Strategie gutgeheissen hat. Was im Artikel «Budget 2012 unter Dach und Fach» im SUISAinfo Ausgabe 1.12 in Kürze beschrieben war, hatte in den darauffolgenden Jahren einige Folgen.

Hauptziel war die Ablösung der SUISA-IT vom IBM-Grosssystem und der Umbau der IT-Landschaft auf eine moderne Architektur. Dank der neuen Architektur konnten seither die informatikgestützten Services wesentlich ausgebaut werden. Mit Neuentwicklungen wurden die Bedürfnisse der Mitglieder, der Mitarbeitenden und auch der SUISA-Kunden flexibler und schneller berücksichtigt.

Online-Services für Mitglieder und Kunden ausgebaut

Mitglieder haben heute die Möglichkeit, alltägliche Angelegenheiten mit der SUISA über die Applikation «Mein Konto» online abzuwickeln. Im passwortgeschützten Mitgliederbereich werden die Abrechnungen vierteljährlich elektronisch zur Verfügung gestellt oder können Werkanmeldungen vorgenommen werden. Auch für die Kunden der SUISA wurden Online-Services erweitert; zuletzt mit der Online-Anmeldung von Nutzungen für die Musikberieselung oder public viewing (GT 3a).

Zahlreiche weitere technische Entwicklungen erleichtern die Arbeit unserer Mitarbeitenden und helfen, Personalkosten zu sparen. Zu nennen sind etwa ein digitales Dokumenten-Management System (DMS) für alle Mitgliederdossiers oder die grundlegende technische Erneuerung unserer Werkdokumentation, welche auch die Zusammenarbeit mit unserem Joint Venture-Partner SESAC in Mint Digital Services und damit die Online-Lizenzierung der Werke weltweit ermöglicht.

Neues Führungsteam ernannt

Die Anzahl der Mitarbeitenden im Bereich Informatik ist in dieser Zeit von 23 auf 30 Stellen angewachsen. Zur Sicherstellung einer umsichtigen und kompetenten Führung hat der Vorstand den bisherigen Leiter der Abteilung Applikationsentwicklung, Jürg Ziebold, per 1. Januar neu zum Gesamtleiter der SUISA-Informatik und Dieter Wijngaards zum neuen Leiter Applikationsentwicklung ernannt.

Die SUISA-Informatik umfasst weiterhin zwei Abteilungen, Applikationsentwicklung und Systemtechnik. Jürg Ziebold direkt unterstellt sind die beiden Abteilungsleiter Dieter Wijngaards (Applikationsentwicklung) und Hansruedi Jung (Systemtechnik) und ein Team von Business-Analysten. Während Hansruedi Jung bereits seit 2006 die Abteilung Systemtechnik leitet, stösst Dieter Wijngaards per 1. April 2019 neu zum SUISA-Informatik-Team. Dieter Wijngaards war CTO (Chief Technology Officer) bei Adesso Schweiz AG und hat die SUISA-Informatik bereits seit 2012 bei der Entwicklung der neuen IT-Architektur beraten.

Die Geschäftsleitung freut sich über die Bestellung des neuen Führungsteams und ist überzeugt, damit die zentrale Rolle der Informatik bei der Abwicklung der Geschäftsprozesse weiterhin zu sichern. Sie wünscht der neuen Leitung viel Erfolg.

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Das Führungsteam der SUISA-Informatik ab April 2019 (v.l.n.r.): Dieter Wijngaards, Jürg Ziebold und Hansruedi Jung. (Foto: Sibylle Roth)

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Hauptziel war die Ablösung der SUISA-IT vom IBM-Grosssystem und der Umbau der IT-Landschaft auf eine moderne Architektur. Dank der neuen Architektur konnten seither die informatikgestützten Services wesentlich ausgebaut werden. Mit Neuentwicklungen wurden die Bedürfnisse der Mitglieder, der Mitarbeitenden und auch der SUISA-Kunden flexibler und schneller berücksichtigt.

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Einführung eines prozessorientierten Organigramms bei der SUISA

Ab 1. Januar 2019 wird die Organisationsstruktur der SUISA geändert. Der Vorstand hat auf Antrag der Geschäftsleitung die Umsetzung des Projekts «Horizon 2019» beschlossen. Text von Andreas Wegelin

Einführung eines prozessorientierten Organigramms bei der SUISA

Das ab 2019 gültige Organigramm der SUISA (Stand: November 2018). (Grafik: Crafft Kommunikation)

Mit dem geänderten Organigramm soll die Effizienz der internen Arbeitsabläufe in der SUISA weiter optimiert werden. Die Verantwortung für die Abläufe soll dabei vermehrt nach dem Hauptprozess unserer Arbeit ausgerichtet werden.

Der Hauptprozess der Tätigkeit der SUISA ist Lizenzieren und Verteilen. Die Lizenzgebühren werden bei Nutzern wie Konzertveranstaltern, Radiostationen, Diskotheken, Tonträgerproduzenten, Online-Anbietern von Musik etc. eingenommen. Danach werden die eingenommenen Gelder an die Bezugsberechtigten, also an Urheber und Verleger im In- und Ausland, verteilt.

Kernprozess in einem Departement vereint

Dieser Kernprozess wird immer mehr durch die Informatik unterstützt und ist im Gegensatz zu früher praktisch nicht mehr auftrennbar in reine Lizenzierungs- und Verteilungsarbeiten. Aufgrund dieser Entwicklungen ist es sinnvoll, den Kernprozess in einem Departement zu vereinen und von einer verantwortlichen Person gesamthaft zu leiten.

Der Kernprozess funktioniert aber nicht ohne Grundlagen und Voraussetzungen, welche vorher erarbeitet und bereitgestellt werden müssen. Dazu gehören rechtliche Regeln wie Tarife, Verteilungsreglement, Nutzerverträge und Wahrnehmungsverträge. Auch die ganze Dokumentation der Werke, also die Auskunft darüber, welcher Bezugsberechtigte (Komponist, Textautor, Bearbeiter, Verleger, Subverleger) einen Anteil an einem bestimmten Werk hat, gehört zu den Grundlagen, welche für die Lizenzierung und Verteilung bereitgestellt werden müssen.

Des Weiteren zählen zu den Grundlagen auch unsere Beziehungen zu den Schwestergesellschaften, also Unternehmen, welche den Service der Wahrnehmung von Urheberrechten in anderen Ländern anbieten. Hier gilt es ebenfalls mit Verträgen sicherzustellen, zu welchen Bedingungen welche Rechte in welchen Territorien wahrgenommen werden. Das ist insbesondere im Hinblick auf die weltweite Online-Verbreitung des SUISA-Repertoires von zunehmender Bedeutung.

Organigramm der SUISA ab 2019

Die SUISA-Organisationsstruktur gliedert sich wie bisher in drei Departemente: Die Verantwortung über den Kernprozess liegt im neuen Departement «Operations». Dazu kommen das Departement «Regulations» für die rechtlichen Grundlagen und die internationale Werkdokumentation sowie das Departement «Services» für alle Querschnittsdienste, inbesondere Informatik, Finanzen, Human Resources und Kommunikation.

Auf Ebene der 3-köpfigen Geschäftsleitung kommt es damit ab Januar 2019 zu Änderungen in der Verantwortung über Abteilungen und Dienststellen:

Irène Philipp Ziebold, bisher Leiterin des Departements Mitglieder und Verteilung, wird Chief Operating Officer (COO). Ihr unterstellt sind alle Abteilungen, in welchen Lizenzierung oder Verteilung in der Praxis durchgeführt wird, das heisst: die Nutzungsmeldungen verarbeitet, Rechnungen gestellt und die Lizenzeinnahmen verteilt werden.

Vincent Salvadé (Deputy CEO) wird das Departement «Regulations» leiten. Er kümmert sich um sämtliche regulatorischen Belange und die Compliance der SUISA mit diesen. Ihm unterstellt sind der Rechtsdienst, die Abteilung internationale Dokumentation sowie die Tochterfirma SUISA Digital Licensing für das Online-Geschäft. Er trägt auch die Verantwortung für die Ausgestaltung der Tarife und des Verteilungsreglements.

Schliesslich bleiben unter der Leitung des Chief Executive Officers (CEO, Andreas Wegelin) alle Serviceabteilungen und Dienststellen, insbesondere die Informatik, die Finanzen, das HR, die Kommunikation und die Verantwortung für das Joint Venture Mint Digital Services mit unserem amerikanischen Partner SESAC.

Mit dem neuen Organigramm sind also Verschiebungen in den Verantwortungsbereichen auf Stufe der Geschäftsleitung und geänderte Unterstellungen von Abteilungen verbunden. Es gibt jedoch deswegen keinen Stellenabbau. Der Bestand an Mitarbeitenden dürfte sich im Gegenteil leicht erhöhen, weil die SUISA ab dem 1. Januar 2019 das Inkasso der Urheberrechtslizenzen für die Musikberieselung und den Empfang von Sendungen in Ladengeschäften, Coiffeursalons, Hotels, Restaurants und Firmen aller Art von der Billag übernehmen wird.

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Ab 1. Januar 2019 wird die Organisationsstruktur der SUISA geändert. Der Vorstand hat auf Antrag der Geschäftsleitung die Umsetzung des Projekts «Horizon 2019» beschlossen. Text von Andreas Wegelin

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Das ab 2019 gültige Organigramm der SUISA (Stand: November 2018). (Grafik: Crafft Kommunikation)

Mit dem geänderten Organigramm soll die Effizienz der internen Arbeitsabläufe in der SUISA weiter optimiert werden. Die Verantwortung für die Abläufe soll dabei vermehrt nach dem Hauptprozess unserer Arbeit ausgerichtet werden.

Der Hauptprozess der Tätigkeit der SUISA ist Lizenzieren und Verteilen. Die Lizenzgebühren werden bei Nutzern wie Konzertveranstaltern, Radiostationen, Diskotheken, Tonträgerproduzenten, Online-Anbietern von Musik etc. eingenommen. Danach werden die eingenommenen Gelder an die Bezugsberechtigten, also an Urheber und Verleger im In- und Ausland, verteilt.

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Passt die Blockchain zur Blockflöte?

Die Führungsgremien der SUISA beschäftigen sich ständig mit technologischen Entwicklungen, die den Musikbereich betreffen. An den Vorstandssitzungen im Oktober 2018 war neben vielen anderen Traktanden die Blockchain-Technologie ein Schwerpunktthema. Bericht aus dem Vorstand von Dora Zeller

Passt die Blockchain zur Blockflöte?

In welcher Tonart spielt die Blockchain-Technologie im Einklang mit den Interessen von Urhebern und Verlegern von Musik? (Foto: Daphne.t / Shutterstock.com)

An den Herbstsitzungen des SUISA-Vorstands in Lausanne öffnete der Musiker und Forscher Steffen Holly vom deutschen Fraunhofer Institut das Fenster in die Welt der Blockchain. Anschaulich beschrieb er, wie aus der Kombination bekannter IT-Möglichkeiten die Blockchain entstand. Mit praktischen Beispielen illustrierte er die Theorie des Systems. Er zeigte Parallelen auf in der Entwicklung im Musikbereich und jener der Technologie: Neue Instrumente führen zu neuer Musik, zu neuem Konsum und zu neuen technischen Möglichkeiten. Wer hätte je gedacht, dass man Musik mieten kann? Heute lizenziert die SUISA Streaming-Dienste.

Gleichzeitig empfahl der Wissenschaftler zu prüfen, ob Blockchain die Lösung für jedes Geschäftsmodell sein könne. Das heisst: Kritisch zu fragen, ob die Blockchain wirklich zur Blockflöte passt. Er zeigte bekannte Anwendungsbeispiele (Airbnb, Uber, Fahrzeugvermietung) und verwies auf das Projekt «musicnow.eu». Letzteres wurde es aufgrund der EU Direktive zur kollektiven Wahrnehmung des Urheberrechts lanciert mit dem Ziel, die Zusammenarbeit von Autoren, Künstlern, Verwertungsgesellschaften und Content Nutzenden mittels Blockchain-Technologie zu vereinfachen.

Vorstand und Geschäftsleitung der SUISA setzen sich permanent mit den technologischen Entwicklungen auseinander. In der eben verabschiedeten Strategie 2020 hält sie zum Schwerpunkt «Neue Technologien bringen neue Nutzungen mit sich» fest, dass sie die Forschung und Entwicklung in Bezug auf neue Technologien intensivieren will. Aufgrund des Referates von Herrn Holly sucht sie zurzeit das Gespräch mit einem Mitglied des erwähnten Projekts.

Stand der Tarifverhandlungen und Personelles

Neben dem zukunftsorientierten Schwerpunktthema Blockchain berichtete Vincent Salvadé über den aktuellen Stand der Tarifverhandlungen zwischen den Verwertungsgesellschaften und den Nutzerorganisationen. In den vergangenen Monaten hat die Eidg. Schiedskommission (ESchK) die Tarife VN (Tonbildträger zur Vorführung, Sendung, Online-Nutzung) und GT 3c (Public Viewing) genehmigt. Beim GT 4i (integrierte Speichermedien) wird auf die Genehmigung gewartet, gegen den GT 12 (Set-Top Boxen, virtuelle Videorekorder) rekurrierten die Sendeunternehmen.

Weitere Traktanden betrafen unter anderem die Personalabteilung sowie die Vorstandswahlen 2019. Monica Hernandez hat am Mitte Juni die Leitung der Abteilung Human Resources/Aus- und Weiterbildung übernommen. Dank ihren fundierten Fachkenntnissen, der grossen Erfahrung und ihrem Engagement hat sie sich schnell und erfolgreich eingearbeitet Ihre Professionalität, die kunden- und dienstleistungsorientierte Haltung sowie ihre offene, fröhliche Art werden von den Mitarbeitenden sehr geschätzt.

An der Generalversammlung 2019 stehen Gesamterneuerungswahlen an. Die Vorstandsmitglieder stellen sich alle für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung, ausser Bertrand Liechti und Marco Zanotta. Beide treten aufgrund der Amtszeitbeschränkung zurück. Für die Suche nach geeigneten Nachfolgerinnen und Nachfolgern hat der Vorstand eine Findungskommission eingesetzt. Ihre Mitglieder haben über den Stand der Kandidatensuche berichtet.

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SUISA-Vorstand blickt der Zukunft entgegen

Auf Initiative des Tessiner Vorstandmitglieds Zeno Gabaglio tagte der Vorstand der SUISA diesen Herbst in Lugano. Die Traktandenlisten für die Sitzungen vom 3. und 4. Oktober 2017 waren umfangreich. Eine Auswahl der besprochenen Themen findet sich im Bericht aus dem Vorstand von Dora Zeller.

SUISA-Vorstand blickt der Zukunft entgegen

Der amtierende Vorstand der SUISA in einer Aufnahme vom Frühling 2017. (Foto: Marc Latzel)

Ein wichtiger Traktandenpunkt war die Genehmigung der Unternehmensstrategie. Mit dieser Strategie blickt die Unternehmensleitung der Zukunft entgegen und definiert, welche Ziele sie in einer bestimmten Periode erreichen will. Die SUISA-Strategie umfasst jeweils vier Jahre, aktuell 2016 – 2020. Aufgrund der Geschäftsereignisse und –pläne wird sie einmal jährlich überarbeitet. Sie ist in vier Schwerpunkte gegliedert:

  • Kosten & Wachstum (Kundenbeziehungen pflegen, Mitgliedererlöse maximieren, Mitarbeitende fördern und fordern)
  • Vertrauen (Mitglieder sind «Shareholder»)
  • Urheberrecht weiterentwickeln
  • Geschäft auf neue Bedürfnisse ausrichten (Online und Offline)

Für jeden Schwerpunktbereich werden Fakten festgehalten und anschliessend die Massnahmen aufgeführt, mit denen die strategischen Ziele erreicht werden sollen. Am Beispiel «Mitglieder sind unsere Shareholder» bedeutet das: Dienstleistungen überdenken und diversifizieren, Dokumentation und Werkanmeldung standardisieren, Transparenz und Kommunikation pflegen, Wahrnehmung der Rechte der Mitglieder im In- und Ausland garantieren, Qualität durch Automatisierung und Prozessoptimierung sichern.

Vermehrte Konkurrenz im Lizenzgeschäft erfordert Massnahmen

Beim Schwerpunkt «Geschäft auf neue Bedürfnisse ausrichten» wurde neu das Offline-Geschäft hinzugefügt. Im Laufe der letzten Jahre ist auf dem Markt für Musiklizenzen Konkurrenz entstanden und es sind neue Anbieter aufgetaucht. Diese Anbieter sind keine Genossenschaften und gehören nicht Urhebern, wie das bei den meisten Verwertungsgesellschaften in Europa der Fall ist. Es sind gewinnorientierte Privatunternehmen.

Neue Entwicklungen gibt es beim «Direct Licensing» bei Grosskonzerten sowie beim Inkasso für Musik zur Berieselung. Es gilt, sich mit den neuen Lizenzierungsangeboten auseinanderzusetzen, die eigenen Angebote (Tarife) konkurrenzfähig zu gestalten, Zusammenarbeiten zu suchen und die rechtlichen Rahmenbedingungen zu fördern.

Auf der Basis der genehmigten Strategie erarbeitet die Geschäftsleitung nun die Roadmap. Sie dient dazu, die Massnahmen in einzelne, konkrete Schritte aufzuteilen, versehen mit Termin und Verantwortung.

Verteilung: 8126 Mitglieder haben 11 093 520 Franken erhalten

Die SUISA rechnet die meisten Tarife mittlerweile vierteljährlich ab. Im September wurden Einnahmen für Aufführungen (Tarife D, K; 1. Quartal 2017), Sendungen SRG (Tarif A; 1. Quartal 2017), Werbefenster (2015) und Vervielfältigungen (Tarife PA, PI, PN, VI, VN; 1. Quartal 2017) verteilt.

Die Vergütungen wurden an SUISA-Mitglieder (Fr. 5 729 852.–) und Schwestergesellschaften (Fr. 5 363 669.–) ausgezahlt. Zurückgestellt wurden 1 229 425 Franken wegen fehlender Angaben, mangelnder Dokumentation, etc. Die zurückgestellten Gelder werden in Nachverrechnungen vergütet, sobald die notwendigen Daten für die korrekte Abrechnung komplettiert worden sind.

ProLitteris, SSA, SUISA, Suissimage und Swissperform arbeiten zusammen

1993 schlossen die fünf Schweizer Verwertungsgesellschaften den ersten schriftlichen Zusammenarbeitsvertrag ab. Grund war damals die Ausdehnung des Urheberrechtsgesetzes auf die verwandten Schutzrechte. Vorher hatten sie sich informell ausgetauscht und gemeinsame Tarifverhandlungen koordiniert.

Im Koordinationsausschuss (KOAU) der Gesellschaften ist der Vertrag kürzlich überarbeitet worden. Er soll die heutige Situation abbilden und die Zusammenarbeit auch in schwierigen Punkten vereinfachen. Neu geregelt wurden das Prozedere der Beschlussfassung sowie die Inkasso-Grundsätze im Auftrag der anderen Gesellschaften. Der Vorstand der SUISA hat dem revidierten Zusammenarbeitsvertrag zugestimmt.

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Die SUISA, eine attraktive ArbeitgeberinDie SUISA, eine attraktive Arbeitgeberin Am Tag vor der Generalversammlung 2017 haben sowohl die Kommissionen für Tarife und Verteilung sowie Organisation und Kommunikation als auch der Gesamtvorstand der SUISA Sitzungen abgehalten. Gesprächsthemen waren neben anderen die Berichte der Revisionsstelle, ein neues Personalstatut für die Mitarbeitenden der SUISA und eine Resolution für einen starken Service public. Weiterlesen
Die über 90-jährige Erfolgsgeschichte wird fortgeführtDie über 90-jährige Erfolgsgeschichte wird fortgeführt Am Freitag, 23. Juni 2017, findet in Zürich die Generalversammlung unserer Genossenschaft statt. An der Generalversammlung haben die Mitglieder die Möglichkeit, über die Geschicke ihrer Gesellschaft mitzubestimmen. Neben der erfreulichen Jahresrechnung 2016 der SUISA wird auch über das zusammen mit SESAC gegründete Joint Venture Mint Digital Services, die Entwicklungen bei der Revision des Urheberrechts und die Debatte um den Service public berichtet. Weiterlesen
«Die SUISA in Lugano ist ein Bezugspunkt für die Musikszene in der italienischen Schweiz»«Die SUISA in Lugano ist ein Bezugspunkt für die Musikszene in der italienischen Schweiz» Mit Niederlassungen in Zürich, Lausanne und Lugano ist die SUISA in drei Sprachregionen der Schweiz vertreten. In Lugano kümmern sich vier Mitarbeitende um die italienischsprachigen Mitglieder und Kunden im Tessin. Der neue Leiter der Tessiner Niederlassung, Stefano Keller, ist mittlerweile seit 100 Tagen im Amt. Im Interview schildert er unter anderem, weshalb in der Geschäftsstelle Lugano Allround-Talent gefragt ist, wie die SUISA zur Förderung des Kulturschaffens im Tessin beiträgt und welche Ziele er als Leiter der Tessiner Zweigstelle verfolgt. Weiterlesen
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Auf Initiative des Tessiner Vorstandmitglieds Zeno Gabaglio tagte der Vorstand der SUISA diesen Herbst in Lugano. Die Traktandenlisten für die Sitzungen vom 3. und 4. Oktober 2017 waren umfangreich. Eine Auswahl der besprochenen Themen findet sich im Bericht aus dem Vorstand von Dora Zeller.

SUISA-Vorstand blickt der Zukunft entgegen

Der amtierende Vorstand der SUISA in einer Aufnahme vom Frühling 2017. (Foto: Marc Latzel)

Ein wichtiger Traktandenpunkt war die Genehmigung der Unternehmensstrategie. Mit dieser Strategie blickt die Unternehmensleitung der Zukunft entgegen und definiert, welche Ziele sie in einer bestimmten Periode erreichen will. Die SUISA-Strategie umfasst jeweils vier Jahre, aktuell 2016 – 2020. Aufgrund der Geschäftsereignisse und –pläne wird sie einmal jährlich überarbeitet. Sie ist in vier Schwerpunkte gegliedert:

  • Kosten & Wachstum (Kundenbeziehungen pflegen, Mitgliedererlöse maximieren, Mitarbeitende fördern und fordern)
  • Vertrauen (Mitglieder sind «Shareholder»)
  • Urheberrecht weiterentwickeln
  • Geschäft auf neue Bedürfnisse ausrichten (Online und Offline)

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SUISA rechnet 2017 mit markantem Anstieg bei den Streaming-Einnahmen

Zuoberst auf der Traktandenliste der Sitzung des SUISA-Vorstands vom Dezember 2016 stand das Budget für das nächste Geschäftsjahr. Der Vorstand stellte mit Genugtuung fest, dass sich die positive Entwicklung aus den letzten Jahren in Bezug auf die Einnahmen fortsetzt (+3,2%). Der Aufwand bleibt stabil und die Verteilsumme erhöht sich leicht (+2,91%). Bericht aus dem Vorstand von Dora Zeller

SUISA rechnet 2017 mit markantem Anstieg bei den Streaming-Einnahmen

Der Topf mit Vergütungen für Streaming-Nutzungen soll sich für Urheber und Verleger mehr auffüllen: Die SUISA rechnet im Budget für das Geschäftsjahr 2017 im Online-Bereich mit einem Einnahmenzuwachs von +13,4% gegenüber dem Vorjahr. (Foto: Manu Leuenberger)

Im Budget für das Geschäftsjahr 2017 sind höhere Einnahmen aus Sende- und Aufführungsrechten sowie aus Vergütungsansprüchen vorgesehen. Dank den Tarifen GT 4i (Smartphones) und GT 12 (Vermietung Settop-Boxen) wird bei den Vergütungsansprüchen mit einer Zunahme von knapp 11% gerechnet. Eine markante Steigerung wird auch im Online-Bereich, vor allem beim Streaming erwartet (13,4%). Sinken werden voraussichtlich die Vervielfältigungsrechte (-3,8%); eine Folge der Marktentwicklung. Für die Auslandeinnahmen werden ebenfalls tiefere Erträge (-4,5%) budgetiert.

Der Vorstand und die Geschäftsleitung der SUISA planen auch die längerfristige Zukunft: Neben der Roadmap 2017 wurden der Finanzplan und die Strategie bis ins Jahr 2020 besprochen. Der Vorstand hat die von der Geschäftsleitung präsentierten Entwürfe diskutiert und genehmigt.

Kostenabzüge bleiben gleich

Ein weiteres Traktandum jeweils am Jahresende sind die Kostenabzüge. Der Vorstand beschliesst, mit welchen Abzügen die Einnahmen aus dem laufenden Jahr im Folgejahr verteilt werden. Für die Schweiz und den Online-Bereich bewegen sich die Prozentsätze wie im Vorjahr zwischen 10 und 15%. Eine Ausnahme bilden im Bereich Vervielfältigungsrechte die Tarife PI und VI, für die das Cannes-Agreement gilt (7,025% und 9,025%).

Weiter wurde der Prozentsatz überprüft, der aufgrund der Gegenseitigkeitsverträge in den letzten Jahren auf den Auslandeinnahmen abgezogen worden war. Nachdem verschiedene Schwestergesellschaften höhere Abzüge anwenden, wurden Pro und Contra einer Erhöhung sorgfältig abgewogen. Die Vorstandsmitglieder entschieden sich den Abzug von 4% beizubehalten.

Benvenuti a Lugano

Für die Herbst-Sitzungen 2017 reisen die Mitglieder des Vorstands der SUISA nicht wie bis anhin nach Lausanne sondern nach Lugano. Und warum nicht auch eine Generalversammlung in der italienischsprachigen Schweiz? Gemäss Planung könnte es 2021 soweit sein.

Ersatzwahl in die Verteilungs- und Werkkommission

Alex Kirschner, Werbe- und Filmmusik-Komponist, tritt im Sommer 2017 aus der Verteilungs- und Werkkommission (VWK) zurück. Um den frei werdenden Sitz bewirbt sich der aus der gleichen Musiksparte stammende Jonas Zellweger – SUISA-Mitglied seit 2009. Der Vorstand schlägt ihn einstimmig der Generalversammlung zur Wahl vor.

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Sitzung des SUISA-Vorstands: Einnahmen, Budget und Klassik-Sponsoring Viermal pro Jahr treffen sich die Mitglieder des Vorstands der SUISA zu Sitzungen in Kommissionen und im Plenum. Ein Teil der Traktanden steht wiederkehrend zu einem vorgegebenen Zeitpunkt im Jahr an: Im Frühling ist die Jahresrechnung des vergangenen Geschäftsjahres ein wichtiger Punkt. Im Dezember wird das Budget für das Folgejahr definiert. Weiterlesen
Streamripping – Kassettenrekorder im Internet Streamripping-Software zeichnet Audio- und Videostreams auf. Dadurch kann eine Kopie des vollständigen Streams als Datei abgespeichert werden. Im Schweizer Urheberrechtsgesetz ist eine Vergütung für die Privatkopie festgelegt, die auf Aufnahme- und Speichermedien anwendbar ist. Die Streamrip-Apps werden von der gesetzlichen Vergütungspflicht nicht erfasst – wie zuvor die Kassettenrekorder. Weiterlesen
Die Generalversammlung 2016 der Genossenschaft SUISA im Zentrum Paul Klee 217 Komponisten, Textautoren und Verleger von Musik haben an der SUISA-Generalversammlung am 24. Juni 2016 in Bern ihr Mitbestimmungsrecht über ihre Genossenschaft wahrgenommen. Neben dem Gastreferat des SRG-Generaldirektors Roger de Weck, der Verleihung des Stiftungspreises und des Werkjahres der FONDATION SUISA war die Revision des Fürsorgereglements das zentrale Thema. Weiterlesen
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Zuoberst auf der Traktandenliste der Sitzung des SUISA-Vorstands vom Dezember 2016 stand das Budget für das nächste Geschäftsjahr. Der Vorstand stellte mit Genugtuung fest, dass sich die positive Entwicklung aus den letzten Jahren in Bezug auf die Einnahmen fortsetzt (+3,2%). Der Aufwand bleibt stabil und die Verteilsumme erhöht sich leicht (+2,91%). Bericht aus dem Vorstand von Dora Zeller

SUISA rechnet 2017 mit markantem Anstieg bei den Streaming-Einnahmen

Der Topf mit Vergütungen für Streaming-Nutzungen soll sich für Urheber und Verleger mehr auffüllen: Die SUISA rechnet im Budget für das Geschäftsjahr 2017 im Online-Bereich mit einem Einnahmenzuwachs von +13,4% gegenüber dem Vorjahr. (Foto: Manu Leuenberger)

Im Budget für das Geschäftsjahr 2017 sind höhere Einnahmen aus Sende- und Aufführungsrechten sowie aus Vergütungsansprüchen vorgesehen. Dank den Tarifen GT 4i (Smartphones) und GT 12 (Vermietung Settop-Boxen) wird bei den Vergütungsansprüchen mit einer Zunahme von knapp 11% gerechnet.…Weiterlesen

Erste Sitzung des neu konstituierten SUISA-Vorstands

Die Sitzungen des SUISA-Vorstands vom September 2015 im Überblick: neu besetzte Vorstandskommissionen, Überarbeitung der Unternehmensstrategie, Personalvorsorgestiftung der SUISA, Terminkalender 2016 und weitere personelle und administrative Themen. Bericht aus dem Vorstand von Dora Zeller und Manu Leuenberger

Vorstandsbericht-Sep2015-Portrait-Xavier-Dayer

Neben seiner Tätigkeit als Vorstandspräsident der SUISA arbeitet Xavier Dayer als Komponist sowie als Dozent an der Hochschule der Künste Bern. (Foto: Juerg Isler, isler-fotografie.ch)

Der Vorstand der SUISA hat sich nach den Ersatzwahlen bei der Generalversammlung 2015 in neuer Besetzung erstmals am 29./30. September 2015 zu ordentlichen Sitzungen getroffen. Marco Zanotta wurde als Vizepräsident für die neue Amtsperiode wiedergewählt. In den Vorstandskommissionen gab es neben den Neuzugängen von Marie Louise Werth und Zeno Gabaglio kleine personelle Rochaden.

Vorstandskommissionen neu besetzt

Die drei Vorstandskommissionen sind die Arbeitsgruppen des 15-köpfigen Gesamtvorstands und zuständig für die Vorbereitung und Durchführung der ihnen zugeordneten Geschäfte. Sie rapportieren an den Gesamtvorstand. Alle Vorstandsmitglieder ausser dem Vorstandspräsidenten, Xavier Dayer, und dem Vizepräsidenten, Marco Zanotta, sind in einer der drei Vorstandskommissionen tätig.

Neu sind die Vorstandskommissionen wie folgt besetzt:

Vorstandskommission für Finanzen und Kontrolle
Bertrand Liechti, Präsident
Marco Neeser
Philipp Schnyder
Christian Siegenthaler

Vorstandskommission für Organisation und Kommunikation
Géraldine Savary, Präsidentin
Zeno Gabaglio
Irene Kunzelmann
Christian Wicky

Vorstandskommission für Tarife und Verteilung
Reto Parolari, Präsident
Rainer Bischof
Roman Camenzind
Christian Fighera
Marie Louise Werth

Überarbeitung der Unternehmensstrategie der SUISA

Bereits am Tag vor den Vorstandssitzungen hatten sich Vorstandsmitglieder zu einem gesonderten Strategie-Seminar getroffen. Anlässlich der ordentlichen Sitzungen wurde die Diskussion über die Unternehmensstrategie und die Zukunftsperspektiven der Genossenschaft im Gesamtvorstand weitergeführt. Die laufenden Überlegungen werden in eine Überarbeitung der bestehenden Unternehmensstrategie münden, was für 2016 vorgesehen ist.

Weitere Traktanden

Neben einigen weiteren personellen und administrativen Themen wurden die neuen Vorstandsmitglieder Marie Louise Werth und Zeno Gabaglio in den Stiftungsrat der Stiftung Urheber- und Verlegerfürsorge (UVF) gewählt.

Zudem beschäftigte sich der Vorstand unter anderem mit der Personalvorsorgestiftung der SUISA (PV): Der Stiftungsrat setzt sich aus Arbeitnehmer- und Arbeitgeber-Vertreterinnen und -vertretern zusammen. Wahlen sowie Reglements-Änderungen werden in der Regel vom Stiftungsrat vorbereitet, durch den Vorstand genehmigt und anschliessend den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Genehmigung vorgelegt. Der Vorstand stimmte den beantragten Änderungen (Fristverkürzung bei Kapitalbezug, Regelungen der Teilpensionierung und Kompetenzen) zu. Die Änderungen tragen zur flexibleren Gestaltung der bisherigen Bestimmungen bei.

Zuguterletzt wurde auch ein Kalender für die Vorstandstermine 2016 genehmigt. Das klingt einfach, ist aber manchmal gar nicht so unkompliziert: Hauptberuflich arbeiten die Vorstandsmitglieder als Komponisten, Songwriter, Texter, Verleger, Produzenten, Dozenten, Berater, Politikerin etc. Mit logistischem Geschick werden rund um berufliche Verpflichtungen, Musikmessen, Sessionen und Schulferienpläne passende Sitzungspläne erarbeitet.

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Die Sitzungen des SUISA-Vorstands vom September 2015 im Überblick: neu besetzte Vorstandskommissionen, Überarbeitung der Unternehmensstrategie, Personalvorsorgestiftung der SUISA, Terminkalender 2016 und weitere personelle und administrative Themen. Bericht aus dem Vorstand von Dora Zeller und Manu Leuenberger

Vorstandsbericht-Sep2015-Portrait-Xavier-Dayer

Neben seiner Tätigkeit als Vorstandspräsident der SUISA arbeitet Xavier Dayer als Komponist sowie als Dozent an der Hochschule der Künste Bern. (Foto: Juerg Isler, isler-fotografie.ch)

Der Vorstand der SUISA hat sich nach den Ersatzwahlen bei der Generalversammlung 2015 in neuer Besetzung erstmals am 29./30. September 2015 zu ordentlichen Sitzungen getroffen. Marco Zanotta wurde als Vizepräsident für die neue Amtsperiode wiedergewählt. In den Vorstandskommissionen gab es neben den Neuzugängen von Marie Louise Werth und Zeno Gabaglio kleine personelle Rochaden.

Vorstandskommissionen neu besetzt

Die drei Vorstandskommissionen sind die Arbeitsgruppen des 15-köpfigen Gesamtvorstands und zuständig für die Vorbereitung und Durchführung der ihnen zugeordneten…Weiterlesen

Einblick in die Unternehmensstrategie der SUISA

Die Unternehmensstrategie der SUISA wird vom obersten Leitungsgremium, dem SUISA-Vorstand, beschlossen. 2011 ist die Strategie neu formuliert und 2014 teilweise angepasst und ergänzt worden. Die 6 Kernpunkte der aktuellen Strategie der SUISA umfassen Zielvorgaben in den Bereichen: Urheberrecht, Wachstum, Kosten, Online, Zusammenarbeit und Vertrauen. Text von Andreas Wegelin

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Ein Kernziel der Unternehmensstrategie der SUISA ist Kosteneffizienz, zu der informatikgestützte Anmelde- und Informationsplattformen wesentlich beitragen sollen. Die überarbeitete Plattform «Mein Konto» (im Bild ein Screenshot) bietet den Mitgliedern und Auftraggebern seit Frühsommer 2015 erweiterte Möglichkeiten in den Bereichen Werkverwaltung und Abrechnungen. (Bild: Screenshot «Mein Konto», www.suisa.ch)

Die Unternehmensstrategie der SUISA macht Vorgaben in einem hohen Abstraktionsgrad. Die Vorgaben sollten in der Regel über mehrere Jahre hinweg umgesetzt werden können. Abgeleitet aus der Strategie erstellt die Geschäftsleitung jedes Jahr eine Roadmap. In den jährlichen Roadmaps werden die strategischen Ziele konkreter gefasst. Ebenso sind die Massnahmen, die zur Erreichung eines strategischen Ziels führen, konkreter aufgelistet.

Die Strategie dient als Grundlage für die Formulierung der Unternehmensziele, aus denen wiederum die Ziele für die Mitarbeitenden hervorgehen. Die Strategie leitet auch die Investitions- und Projektentscheidungen der SUISA. Anträge für Projekte oder Investitionen, wie zum Beispiel ein Ausbau von IT-Dienstleistungen oder -Hardware, müssen Angaben enthalten, inwiefern die Projekte zur Umsetzung der SUISA-Strategie beitragen. Ist der Beitrag gering, sind auch die Chancen auf eine Realisierung des Projekts gering.

Bei der SUISA wird die Strategie vom obersten Leitungsgremium, dem SUISA-Vorstand, beschlossen. 2011 ist die Unternehmensstrategie der SUISA neu formuliert und 2014 teilweise angepasst und ergänzt worden. Für 2016 ist erneut eine grundlegende Überarbeitung der Strategie vorgesehen.

Die aktuelle Strategie der SUISA kann in 6 Kernpunkten zusammengefasst werden:

Urheberrecht
Ohne Urheberrecht keine SUISA. Das Urheberrechtsgesetz, insbesondere auch die Vorschriften über die kollektive Verwertung sind die Grundlage für die Arbeit der SUISA. Es gilt, die bestehenden Urheberrechte zu sichern und das Gesetz weiterzuentwickeln. Die SUISA setzt sich deshalb in der Öffentlichkeit, in der Politik und bei der Aufsichtsbehörde für ein starkes Urheberrecht ein, das mit den aktuellen technischen Entwicklungen Schritt hält.

Wachstum
Die SUISA darf zwar für sich selbst keinen Gewinn erwirtschaften, sie arbeitet aber für ihre Genossenschafter, die Urheber und Verleger von Musik, möglichst gewinnorientiert. Ziel muss es sein, die Einnahmen der Mitglieder und Schwestergesellschaften zu steigern. Insbesondere dort, wo neue Nutzungsformen aufkommen (Stichworte: IPTV oder Internet-Cloud) sorgt die SUISA dafür, dass auch die Urheber und Verleger an den Umsätzen beteiligt werden.

Kosten
Je günstiger die SUISA arbeitet, desto mehr Geld fliesst an die Rechteinhaber. Ziel ist es deshalb, die Kosten weiterhin unter Kontrolle zu haben. Das soll durch Überprüfung und Verschlankung der Geschäftsprozesse und Ausbau von infomatikgestützten Anmelde- und Informationsplattformen geschehen.

Online
Die Vertriebswege über das Internet haben die Form des Musikkonsums grundlegend verändert. Der Wegfall territorialer Grenzen verändert auch die Struktur der Wahrnehmung von Urheberrechten. Bei Internet-Nutzungen herrscht Konkurrenz unter den Verwertungsgesellschaften um die Rechteinhaber. Ziel ist es auch hier, den Urhebern und Verlegern interessante Konditionen anzubieten, damit der SUISA die Mandate zur Rechtewahrnehmung übertragen werden.

Zusammenarbeit
Zur Erreichung der Ziele ist Zusammenarbeit wichtig. Es gilt, die seit Jahren etablierte weltweite Zusammenarbeit unter den Urheberrechtsgesellschaften weiter zu pflegen und zu festigen. In Bezug auf die Schweiz wollen die fünf Verwertungsgesellschaften ProLitteris, SSA, SUISA, SUISSIMAGE und SWISSPERFORM noch enger zusammenarbeiten und gemeinsam mit vereinten Kräften auftreten. Auf der Website www.swisscopyright.ch haben die Gesellschaften bereits einen gemeinsamen Auftritt lanciert.

Vertrauen
Unsere Genossenschafter und Genossenschafterinnen sind die Shareholder des Unternehmens. Sie müssen überzeugt sein von den Leistungen ihrer Genossenschaft. Ihr Vertrauen ist stets neu zu bestätigen durch die Dienstleistungen, welche ihnen die SUISA anbietet.

Vorstand, Geschäftsleitung, Kader und Mitarbeitende verfolgen alle auf ihren Stufen und in ihren Bereichen die 6 Kernpunkte der SUISA-Strategie. Die Strategie und die Zielerreichung wird jährlich im Herbst überprüft. Neue Erkenntnisse fliessen in die Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie. Dieses Jahr ist zusätzlich geplant, dass sich der Vorstand im Herbst in einer Sondersitzung mit einer Vision «SUISA 2020» beschäftigt.

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Die Unternehmensstrategie der SUISA wird vom obersten Leitungsgremium, dem SUISA-Vorstand, beschlossen. 2011 ist die Strategie neu formuliert und 2014 teilweise angepasst und ergänzt worden. Die 6 Kernpunkte der aktuellen Strategie der SUISA umfassen Zielvorgaben in den Bereichen: Urheberrecht, Wachstum, Kosten, Online, Zusammenarbeit und Vertrauen. Text von Andreas Wegelin

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Ein Kernziel der Unternehmensstrategie der SUISA ist Kosteneffizienz, zu der informatikgestützte Anmelde- und Informationsplattformen wesentlich beitragen sollen. Die überarbeitete Plattform «Mein Konto» (im Bild ein Screenshot) bietet den Mitgliedern und Auftraggebern seit Frühsommer 2015 erweiterte Möglichkeiten in den Bereichen Werkverwaltung und Abrechnungen. (Bild: Screenshot «Mein Konto», www.suisa.ch)

Die Unternehmensstrategie der SUISA macht Vorgaben in einem hohen Abstraktionsgrad. Die Vorgaben sollten in der Regel über mehrere Jahre hinweg umgesetzt werden können. Abgeleitet aus der Strategie erstellt die Geschäftsleitung jedes Jahr eine Roadmap. In den jährlichen Roadmaps…Weiterlesen