Generalversammlung 2022: Endlich wieder von Angesicht zu Angesicht

Nach einer pandemiebedingten Pause findet seit 2019 zum ersten Mal wieder eine Generalversammlung der SUISA mit physischer Präsenz der Mitglieder im Bierhübeli in Bern statt. Die Genossenschafter und Genossenschafterinnen sind aufgefordert, möglichst zahlreich zu erscheinen und über die Geschicke ihrer Gesellschaft mitzubestimmen. Text von Andreas Wegelin

Generalversammlung 2022: Endlich wieder von Angesicht zu Angesicht

Nach zweijährigem Unterbruch kann die Generalversammlung 2022 der SUISA am 17. Juni im Bierhübeli Bern wieder mit physischer Präsenz durchgeführt werden. (Foto: Sibylle Roth)

Am Freitag, 17. Juni 2022, um 11 Uhr wird es endlich wieder soweit sein: Nach einer musikalischen Einstimmung durch die Berner Electro-Swing-Gruppe Klischée wird der Präsident des Vorstandes, Xavier Dayer, die diesjährige SUISA-Generalversammlung eröffnen.

Die Mitglieder werden über den Geschäftsgang der SUISA im vergangenen Jahr informiert und sind aufgefordert, das trotz der Pandemie glimpflich ausgefallene Jahresergebnis 2021 (–10% im Vergleich zum Rekordjahr 2019) zu genehmigen. Neben den weiteren statutarischen Geschäften werden auch die Sicherung der Finanzierung der Online-Lizenzierung durch die Tochtergesellschaft Mint Digital Services AG und eine Statutenrevision zur Verbesserung der Corporate Governance zur Diskussion und Beschlussfassung gelangen.

Ersatzwahl, Grussadresse und Deklaration gemäss EU-Richtlinie

Nach 10 Jahren Vorstandszugehörigkeit hat sich das Verlegermitglied Christian Siegenthaler (Management von Patent Ochsner) entschlossen, aus dem Vorstand zurückzutreten. Der Vorstand schlägt als Nachfolger Christian Baumgartner, Unternehmensberater und Investor, vor.

Unser letztes Jahr neu gewähltes Vorstandsmitglied, Ständerätin Johanna Gapany, wird sich mit einer Grussadresse aus der Politik an die Mitglieder wenden.

Schliesslich werden gemäss den Vorschriften der EU-Richtlinie zu den Verwertungsgesellschaften und dem liechtensteinischen Verwertungsgesellschaftengesetz (VGG) erstmals die Deklarationen der Mitglieder des Vorstands und der Geschäftsleitung offengelegt zu Fragen ihrer Beteiligung an der SUISA, Höhe der Vergütungen/Entschädigungen und zu tatsächlichen oder möglichen Interessenskonflikten.

Stimmberechtigte Mitglieder herzlich willkommen

Die Generalversammlung ist nur für Genossenschafterinnen und Genossenschafter, das heisst stimmberechtigte Mitglieder (siehe Infobox am Ende des Textes), zugänglich. Diese Mitglieder werden bis Ende Mai per Briefpost eine schriftliche Einladung mit den Anmeldeunterlagen erhalten. Die Einladung enthält das Tagesprogramm und zusätzliche Informationen über die an der GV anstehenden Traktanden und Geschäfte.

Ich hoffe, dass Sie möglichst zahlreich an der Generalversammlung teilnehmen, und freue mich zusammen mit meiner Kollegin Irène Philipp Ziebold und meinem Kollegen Vincent Salvadé sowie weiteren Mitarbeitenden der SUISA auf den Austausch mit Ihnen. Endlich wieder von Angesicht zu Angesicht.

Neue Kriterien für stimmberechtigte Mitglieder
Der SUISA-Vorstand hat im Dezember 2020 beschlossen, die Kriterien für stimmberechtigte Mitglieder anzupassen. Urheber/innen und Verleger/innen werden als stimmberechtigte Mitglieder aufgenommen, wenn sie mindestens ein Jahr bei der SUISA Auftraggeber/innen waren und seit ihrer Anmeldung mindestens 3000 Franken ausbezahlt bekommen haben; bislang waren es 2000 Franken. Diese Änderung ist 2021 in Kraft getreten.
Zudem wird das Mitgliedschaftsverhältnis wieder in ein Auftragsverhältnis umgewandelt, wenn ein Mitglied während der letzten zehn Jahre für seine Werke weniger als gesamthaft 3000 Franken Verteilbetrag erhalten hat.
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Nach einer pandemiebedingten Pause findet seit 2019 zum ersten Mal wieder eine Generalversammlung der SUISA mit physischer Präsenz der Mitglieder im Bierhübeli in Bern statt. Die Genossenschafter und Genossenschafterinnen sind aufgefordert, möglichst zahlreich zu erscheinen und über die Geschicke ihrer Gesellschaft mitzubestimmen. Text von Andreas Wegelin

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Nach zweijährigem Unterbruch kann die Generalversammlung 2022 der SUISA am 17. Juni im Bierhübeli Bern wieder mit physischer Präsenz durchgeführt werden. (Foto: Sibylle Roth)

Am Freitag, 17. Juni 2022, um 11 Uhr wird es endlich wieder soweit sein: Nach einer musikalischen Einstimmung durch die Berner Electro-Swing-Gruppe Klischée wird der Präsident des Vorstandes, Xavier Dayer, die diesjährige SUISA-Generalversammlung eröffnen.

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Frühlingssitzung des SUISA-Vorstands

Der SUISA-Vorstand und seine Kommissionen haben am 11./12. April 2022 ihre Frühlingssitzungen durchgeführt. Nach langer Pause erstmals wieder vollständig bei physischer Präsenz am Geschäftssitz der SUISA in Zürich. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Frühlingssitzung des SUISA-Vorstands

Regieplatz in einem TV-Sendewagen: Vorstand und Geschäftsleitung der SUISA bereiten sich vor, den erneuten Angriff auf die Mediengebühr von Seiten des Gewerbes und der Jungfreisinnigen entgegenzutreten. (Foto: Cooler8 / Shutterstock.com)

Traditionellerweise werden an den Sitzungen im Frühling die Jahresrechnung und der Geschäftsbericht zuhanden der Generalversammlung fertiggestellt und verabschiedet. Die Jahresrechnung 2021 erreichte trotz der im Berichtsjahr noch anhaltenden Pandemie das Niveau des Vorjahres. Der Rückgang der Einnahmen beträgt gesamthaft gesehen im Jahr 2020 wie im Jahr 2021 nur 10% im Vergleich zum bisher besten Ergebnis im Jahr 2019.

Gleichzeitig konnten wir auf Kostenseite Einsparungen erzielen, insbesondere dank forcierter Automatisierung der Prozesse. Damit konnte der Rückgang der zu verteilenden Geldsumme stabilisiert werden. Sie liegt sogar um 1% höher als 2020. Hohe Nebeneinnahmen erlauben es uns zudem, auch 2022 wieder eine Zusatzverteilung von 7% auf alle Abrechnungen des Jahres 2022 auszurichten.

Risikomanagement

Zum Geschäftsbericht gehört auch die Auseinandersetzung des Vorstands mit möglichen Risiken und das Treffen vorsorglicher Massnahmen, dass diese Risiken nicht eintreten. Dank guter Informationsarbeit und Lobbying konnte die Akzeptanz des Tarifs GT 3a (Musik zur Hintergrundberieselung) in den letzten drei Jahren seit dem Aufbau des Inkassos durch die SUISA wesentlich gesteigert werden. Der Vorstand sieht hier kein besonderes Risiko mehr.

Hingegen bereiten die Angriffe auf die Mediengebühr von Seiten des Gewerbes und der Jungfreisinnigen Sorge: Die wesentliche Beschneidung der Mittel für die SRG hätte weitreichende Folgen auch für die Sendung von Musik unserer Mitglieder. Vorstand und Geschäftsleitung werden in den nächsten Jahren bis zur Volksabstimmung alles in Bewegung setzen, um dieses Szenario nicht eintreten zu lassen.

Teilrevision Statuten, #creatorsforUkraine

Der Vorstand hat weiter zuhanden der Generalversammlung eine Teilrevision der Statuten mit Regeln für eine zeitgemässe gute Corporate Governance verabschiedet. Zum ersten Mal werden der Generalversammlung 2022 auch die Bezüge und mögliche Interessenkonflikte des Vorstands und der Geschäftsleitung offengelegt.

Der Vorstand drückt auch seine Sorge aus über den Krieg in der Ukraine und verurteilt den Angriffskrieg Russlands. Er hat beschlossen, der Hilfsaktion #creatorsforUkraine unseres Dachverbandes CISAC eine Spende von Fr. 50 000 zukommen zu lassen.

Weitere Traktanden

Weitere Themen der Sitzung waren die optimale Organisation der Vertretung der Rechte unserer Mitglieder in Südafrika, möglicherweise über eine neue Agentur, und die Zusammenarbeit mit der deutschen GEMA bei der automatisierten Erfassung von Kleinanlässen mit Musik.

Als Stiftungsrat der Stiftung Urheber- und Verlegerfürsorge hat der Vorstand Kenntnis genommen von der Jahresrechnung dieser Stiftung, welche mit einem Jahresergebnis von Fr. 4,7 Mio. dank der guten Wertschriftensituation Ende 2021 erfolgreich abschliesst.

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Der SUISA-Vorstand und seine Kommissionen haben am 11./12. April 2022 ihre Frühlingssitzungen durchgeführt. Nach langer Pause erstmals wieder vollständig bei physischer Präsenz am Geschäftssitz der SUISA in Zürich. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Frühlingssitzung des SUISA-Vorstands

Regieplatz in einem TV-Sendewagen: Vorstand und Geschäftsleitung der SUISA bereiten sich vor, den erneuten Angriff auf die Mediengebühr von Seiten des Gewerbes und der Jungfreisinnigen entgegenzutreten. (Foto: Cooler8 / Shutterstock.com)

Traditionellerweise werden an den Sitzungen im Frühling die Jahresrechnung und der Geschäftsbericht zuhanden der Generalversammlung fertiggestellt und verabschiedet. Die Jahresrechnung 2021 erreichte trotz der im Berichtsjahr noch anhaltenden Pandemie das Niveau des Vorjahres. Der Rückgang der Einnahmen beträgt gesamthaft gesehen im Jahr 2020 wie im Jahr 2021 nur 10% im Vergleich zum bisher besten Ergebnis im Jahr 2019.

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Hintergründe zur Klage von SUISA Digital gegen Snapchat-Betreiber

Heute hat SUISA Digital Licensing (SUISA Digital) bekanntgegeben, dass sie gegen Snap wegen Urheberrechtsverletzungen klagt. Snap betreibt die erfolgreiche Plattform Snapchat. Im schriftlichen Interview äussert sich Fabian Niggemeier, CEO der SUISA Digital, über die Hintergründe der Klage. Interview von Giorgio Tebaldi

Hintergründe zur Klage von SUISA Digital gegen Snapchat-Betreiber

Snapchat bietet ihren Nutzerinnen und Nutzern die Möglichkeit an, ihren Kurznachrichten Musik hinzuzufügen. Viele Urheberinnen und Urheber erhalten dafür keine Vergütungen von Snap, der Betreiberin von Snapchat. (Foto: Postmodern Studio / Shutterstock)

Fabian Niggemeier, weshalb klagt SUISA Digital gegen Snap?
Wie jede Online-Plattform, die ihren User/innen Musik zur Verfügung stellt, benötigt auch Snap für Snapchat eine Lizenz, um diese Musik kommerziell nutzen zu dürfen. Snap besitzt aber keine Lizenz für unser Repertoire und bezahlt für die Musik in den Videos auf Snapchat keine Vergütung an die Urheber/innen und Verleger/innen, die von uns vertreten werden. Damit verstösst Snap klar gegen das Urheberrecht, weshalb wir gegen das Unternehmen Klage eingereicht haben.

Gab es keine andere Möglichkeit, um Snap zur Zahlung von Urheberrechtsvergütungen zu bewegen?
Leider gab es keine andere Möglichkeit. Wir führen mit jedem Online-Musikanbieter Vertragsverhandlungen – mittlerweile haben wir mit rund 80 Anbietern solche Verträge. Auch mit Snap versuchen wir seit rund zwei Jahren, einen solchen Vertrag zu verhandeln. Die Versuche blieben bislang erfolglos. Snap stellt sich auf den Standpunkt, dass sie keine Songs unserer Urheber/innen und Verleger/innen verwenden. Wir können aber nachweisen, dass diese Aussage falsch ist. Tatsächlich sind Tausende Songs auf Snapchat verfügbar, die von Urheber/innen und Verleger/innen, die uns ihre Rechte anvertraut haben, komponiert und getextet wurden.

Snap hat die neue Funktion «Sounds» für Snapchat – also das Einbetten von Musik in die Snaps –vor einiger Zeit bereits eingeführt. Bei Einführung hat Snap kommuniziert, dass Snap für dieses Angebot Lizenzverträge mit Rechteinhabern abgeschlossen hätte. Bezahlt Snap auch an andere Verwertungsgesellschaften keine Vergütungen oder ist die SUISA Digital ein Einzelfall?
Das wissen wir leider nicht. Wir wissen lediglich, dass Snap auf dem Dienst Snapchat die Werke zahlreicher Urheber/innen und Verleger/innen, die durch uns vertreten werden, den Nutzern anbietet und damit öffentlich wiedergibt. Eine Lizenz hat Snap hierfür nicht erworben.

Wie hoch ist die Entschädigung, die Snap für die Nutzung der Werke der Urheber/innen und Verleger/innen, die von der SUISA Digital vertreten werden, bezahlen muss?
Die genaue Summe werden wir erst noch errechnen. Derzeit fehlen uns leider die hierfür notwendigen Informationen. Eine Forderung unserer Klage ist daher, dass Snap die Umsätze und die Streaming-Zahlen von Snapchat uneingeschränkt und lückenlos offenlegt. Anhand dieser Zahlen werden wir die tatsächliche Höhe der geschuldeten Entschädigung berechnen.

Was bedeutet diese Klage für die User/innen von Snapchat? Wird das von SUISA Digital vertretene Repertoire gesperrt?
Für eine Sperrung des von uns vertretenen Repertoires besteht kein Anlass, wenn sich Snap an die rechtlichen Regeln hält. Bislang ist unser Repertoire auf Snapchat aber nur illegal abrufbar. Wir appellieren an Snap, zugunsten ihrer User/innen mit uns über eine Lizenzierung unseres Repertoires zu sprechen und die Situation nicht weiter eskalieren zu lassen.

Die SUISA Digital ist ein Liechtensteiner Unternehmen im Eigentum einer Schweizer Genossenschaft, geklagt wird aber vor dem Landgericht Hamburg. Weshalb?
Das hat mehrere Gründe. SUISA Digital vertritt die Urheberrechte für Nutzungen nicht nur in den Territorien Schweiz und Liechtenstein, sondern für Nutzungen in ganz Europa. Eine Klage in einem großen deutschsprachigen Land ist deshalb ebenfalls möglich. Die Märkte in der Schweiz und Liechtenstein zu klein, als dass eine Klage hier eine Aussenwirkung hätte. Schliesslich bestünde in einem kleinen Markt wie Liechtenstein auch das Risiko, dass Snap seinen Dienst vom Markt nimmt. Bei einer Klage in Deutschland ist dieses Szenario äusserst unwahrscheinlich.

MEDIENMITTEILUNG: SUISA Digital verklagt Snapchat wegen Urheberrechtsverletzungen

SUISA Digital Licensing
Die Musikverwertungsorganisation SUISA Digital Licensing (abgekürzt: SUISA Digital) ist eine Tochtergesellschaft der SUISA, der Genossenschaft der Urheber und Verleger von Musik in der Schweiz und Liechtenstein. Die SUISA Digital vertritt die Online-Rechte an musikalischen Werken von Komponisten/innen, Textautoren/innen und Verleger/innen von weltweit 15 Urheberrechtsgesellschaften und mehreren Verlagen. SUISA Digital lizenziert Internetplattformen weltweit und hat Verträge mit über 80 Online-Dienstleistern abgeschlossen. Dazu gehören Youtube, Spotify, Apple Music oder Meta (ehemals Facebook).
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Snapchat bietet ihren Nutzerinnen und Nutzern die Möglichkeit an, ihren Kurznachrichten Musik hinzuzufügen. Viele Urheberinnen und Urheber erhalten dafür keine Vergütungen von Snap, der Betreiberin von Snapchat. (Foto: Postmodern Studio / Shutterstock)

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Noch mehr Effizienz und wieder ein Stück Normalität

«Eine Krise ist ein produktiver Zustand, man muss ihm nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.» Das Zitat des Schweizer Autors Max Frisch kann man als Leitfaden für die Zielsetzungen der SUISA in den vergangenen zwei Jahren anführen. Heute lässt sich festhalten: Die Zusammenarbeit mit unseren Kundinnen und Kunden wurde gestärkt und die Effizienz bei unseren Dienstleistungen steigert sich stetig. Das Jahr 2022 darf uns allen gerne wieder etwas mehr Normalität bringen. Von Irène Philipp Ziebold, COO

Noch mehr Effizienz und wieder ein Stück Normalität

Irène Philipp Ziebold, COO der SUISA. (Foto: Lisa Burth)

2021 – ein Jahr, das leider immer noch von der Corona-Pandemie geprägt war. Die Mitglieder wie auch die Kundinnen und Kunden der SUISA sahen sich nach wie vor mit vielen Herausforderungen konfrontiert: Zahlreiche Veranstaltungen mussten abgesagt oder verschoben werden, was sich erheblich im Rückgang der Einnahmen insbesondere im Bereich Konzerte und Unterhaltungsanlässe auswirkte.

Die SUISA hat sich schon seit Beginn der Corona-Pandemie zum Ziel gesetzt, Mitglieder ebenso wie Kundinnen und Kunden nach Möglichkeit in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen. Die entsprechenden Hilfsmassnahmen (Vorschüsse, Corona-Hilfsfonds, UVF) werden von unseren Mitgliedern genutzt und sehr geschätzt. Aber auch vonseiten der Veranstalterinnen und Veranstalter wurden unsere Massnahmen (längere Zahlungsfristen, Reduktionen gemäss Tarif) positiv aufgenommen.

So können wir heute festhalten, dass dieses «Miteinander in der Krise» die Zusammenarbeit gestärkt hat, was man auch dem Round-Table-Gespräch der SUISA mit ihren Kunden und Veranstaltungspartnern Christoph Bill (Heitere Events AG und Präsident SMPA) und Alexander Bücheli (Geschäftsführer Bar & Club Kommission Zürich) entnehmen kann (nachzulesen im Beitrag «Partnerschaftlich gestärkt durch Krisenzeiten» auf dem SUISAblog).

Zudem hat die Corona-Pandemie uns deutlich vor Augen geführt, wie wichtig effiziente Dienstleistungen sind, damit auch bei Umsatzeinbussen das Verteilergebnis bestmöglich optimiert werden kann. Die SUISA baut seit Jahren ihr Online-Angebot für Urheber/innen und Verleger/innen von Musik kontinuierlich aus. Schritt für Schritt werden die Möglichkeiten erweitert, dass die Mitglieder unsere Dienstleistungen und ihre Transaktionen mit uns zeit- und ortsunabhängig online beziehen respektive abwickeln können.

Die SUISA kann dadurch ihre Effizienz steigern und folglich mehr Geld an die Urheber/innen und Verleger/innen von Musik verteilen. Bei einer Anzahl von fast 28 000 Auftraggeberinnen und über 12 000 stimmberechtigten Mitglieder müssen weitere Massnahmen (mehr dazu im Artikel «Neuerungen bei den Mitgliederdiensten der SUISA») ergriffen werden, um die gefassten Ziele zu erreichen.

Für den Moment schauen wir gespannt ins 2022 und hoffen, dass das neue Jahr wieder ein Stück mehr «Normalität» bringt.

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Vorstandssitzungen Dezember: Budget für das Jahr 2022 beschlossen

Die Sitzungen des Vorstands der SUISA vom 12. und 13. Dezember 2021 mussten aufgrund der empfohlenen Schutzmassnahmen leider wieder in Form einer Videokonferenz abgehalten werden. Unter anderem wurde an den letzten Sitzungen des Jahres das Budget für 2022 beschlossen. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Vorstandssitzungen Dezember: Budget für das Jahr 2022 beschlossen

Weiterhin neblige Aussichten in Bezug auf die Durchführung von Konzertanlässen und damit verbunden die Einnahmen aus Aufführungsrechten für das Jahr 2022. (Foto: Tabea Hüberli & Dirk Hoogendoorn)

Die letzten Sitzungen des Vorstands und seiner Kommissionen fanden am 12. und 13. Dezember pandemiebedingt einmal mehr per Videokonferenz statt. Der Vorstand hatte kurz zuvor anlässlich einer Tagung die Möglichkeit, sich noch physisch zu treffen.

Zukunft der Online-Lizenzierung

In dieser Informations- und Klausurtagung am 24. November 2021 haben sich der Vorstand mit der Geschäftsleitung der SUISA und dem CEO von Mint Digital Services AG mit der aktuellen Situation bei der weltweiten Wahrnehmung der Rechte unserer Mitglieder für Online-Nutzungen beschäftigt. Die SUISA steht mit ihrem gemeinsam mit der amerikanischen SESAC gegründeten Joint Venture-Unternehmen in Konkurrenz zu anderen Lizenzierungsgesellschaften: ICE, eine Gründung der PRS (UK), Gema (DE) und Stim (SE) sowie Armonia, gegründete von Sacem (FR). Mit dem Geschäftsführer von Mint wurden deshalb die möglichen Szenarien für die Akquisition weiterer Kunden besprochen. Der Vorstand konnte auch Kenntnis nehmen von den Vorteilen, welche die direkte Lizenzierung des SUISA-Repertoires weltweit unseren Mitgliedern bringt.

Budget 2022

Das Hauptthema der Vorstandssitzung im Dezember war die Genehmigung des von der Geschäftsleitung vorgelegten Budgets für 2022. Bekanntlich ist die Situation bei den Aufführungsrechten weiterhin kritisch. Grosse Veranstaltungen sind wegen Corona, wenn überhaupt, nur unter einschränkenden Auflagen möglich. Diese Auflagen haben zur Folge, dass auch die Ticketverkäufe zaghafter und oft schlechter laufen als vor der Pandemie. So ist für 2022 mit tieferen Einnahmen aus den Aufführungsrechten zu rechnen als noch vor Corona (–35% im Vergleich zu 2019). Trotzdem sollte es eine Steigerung im Vergleich zu 2020 geben (+12%).

Wichtige Pfeiler für das Erreichen eines gegenüber 2020 und voraussichtlich auch 2021 besseren Ergebnisses in allen Bereichen sind die kontinuierlich verbesserte Markterfassung, angepasste Tarife und neue Verträge. Aufgrund des neuen Tarifs betreffend die Leerträgervergütung bei externen Festplatten und Laptops gültig ab 1. Juli 2022 dürften die Einnahmen aus Vergütungsansprüchen um rund 20% gegenüber 2020 ansteigen.

Auf Seite der Ausgaben gilt weiterhin ein vorsichtiger Kurs. Die Ausgaben sollen 2022 tiefer sein als 2020. Trotzdem muss in die Weiterentwicklung der Informatik investiert werden. Das Ziel ist, möglichst alle Kommunikationsprozesse zwischen Mitgliedern und der SUISA und zwischen Kunden/innen und der SUISA online durchzuführen: Unsere Ansprechpartner/innen sollen jederzeit über das Webportal mit uns in Kontakt treten können.

Der Vorstand beschloss im Rahmen des Budgets auch die Kostenabzüge für Abrechnungen, welche 2022 an die Bezugsberechtigten erstellt werden. Diese Kostenabzüge bleiben unverändert, das heisst: maximal 15% für Aufführungs- und Senderechte und für Onlinenutzungen (Video, Websites). Bei der Online-Verbreitung von Audioaufnahmen liegt der Kostenabzug bei 10%.

Verhaltenskodex und Interessenkonflikte

Die EU-Richtlinie zu den Verwertungsgesellschaften von 2014 hat auch im Fürstentum Liechtenstein Geltung. Die SUISA hat deshalb 2018 ihre Statuten entsprechend angepasst. Als weitere Folge der Bestimmungen der Richtlinie sind die Regeln über Interessenkonflikte genauer zu definieren. Der Vorstand hat diese Regeln in der Dezembersitzung genehmigt. Vorstand und Geschäftsleitung werden der Generalversammlung dazu entsprechende Erklärungen über Interessenbindungen und die Bezüge aus ihren SUISA-Mandaten offenlegen.

Projekte

Der Vorstand hat im Weiteren die Weiterarbeit und Planung an zwei Projekten beschlossen: einerseits die Feierlichkeiten zum Jubiläum 100 Jahre SUISA im 2023 und andererseits ein gemeinsames Projekt mit der Gema zur Automatisierung und damit Verbesserung der Markterfassung für Aufführungsrechte. Einzelheiten darüber werden in den Berichten nach den kommenden Vorstandssitzungen ausgeführt werden können.

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Die Sitzungen des Vorstands der SUISA vom 12. und 13. Dezember 2021 mussten aufgrund der empfohlenen Schutzmassnahmen leider wieder in Form einer Videokonferenz abgehalten werden. Unter anderem wurde an den letzten Sitzungen des Jahres das Budget für 2022 beschlossen. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Vorstandssitzungen Dezember: Budget für das Jahr 2022 beschlossen

Weiterhin neblige Aussichten in Bezug auf die Durchführung von Konzertanlässen und damit verbunden die Einnahmen aus Aufführungsrechten für das Jahr 2022. (Foto: Tabea Hüberli & Dirk Hoogendoorn)

Die letzten Sitzungen des Vorstands und seiner Kommissionen fanden am 12. und 13. Dezember pandemiebedingt einmal mehr per Videokonferenz statt. Der Vorstand hatte kurz zuvor anlässlich einer Tagung die Möglichkeit, sich noch physisch zu treffen.

Zukunft der Online-Lizenzierung

In dieser Informations- und Klausurtagung am 24. November 2021 haben sich der Vorstand mit der Geschäftsleitung der SUISA und dem CEO von Mint Digital…Weiterlesen

Herbstsitzung des SUISA-Vorstands

Der Vorstand und seine Kommissionen für Tarife und Verteilung sowie für Organisation und Kommunikation haben sich am 29.und 30. September 2021 in Lausanne zu den Herbstsitzungen getroffen. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Herbstsitzung des SUISA-Vorstands

Der SUISA-Vorstand hat an seiner Herbstsitzung Francine Jordi (im Bild) neu in den Stiftungsrat der FONDATION SUISA gewählt. (Foto: Thomas Buchwalder)

Glücklicherweise erlaubte es die epidemiologische Situation, dass sich die Mitglieder des SUISA-Vorstands und die Geschäftsleitung wieder physisch treffen konnten. Ausgerechnet das an der Generalversammlung 2021 neu in den Vorstand gewählte Mitglied, Ständerätin Johanna Gapany, konnte jedoch wegen ihrer Teilnahme an der Session der Eidgenössischen Räte in Bern nur per Video und nur an der Sitzung der Kommission für Organisation und Kommunikation (O+K) teilnehmen. Der Sitzungskalender 2022 wird auf die Sessionstermine Rücksicht nehmen.

Kostenträgerrechnung

Der Vorstand beschäftigte sich wie jedes Jahr in der Herbstsitzung mit dem Ergebnis der Kostenträgerrechnung 2020. Anhand der Kostenträgerrechnung kann festgestellt werden, wie hoch der Aufwand für Inkasso und Verteilung bei jedem Tarif im Einzelnen ist.

Bekanntlich wird den Bezugsberechtigten bei den Abrechnungen ein fixer Prozentsatz als Kostenbeitrag für den Aufwand der SUISA beim Inkasso und bei der Verteilung abgezogen. Dieser Prozentsatz, er beträgt bei den Aufführungs- und Senderechten 15%, ist eine Mischrechnung in Bezug auf die effektiven Kosten. So ist beispielsweise das Inkasso im Bereich von Musiknutzungen im Gastgewerbe (GT H) oder zu Tanz- und Unterhaltung (GT Hb) aufwändiger als das Inkasso bei den Radiosendern (Tarif A und GT S).

Mittels der Kostenträgerrechnung werden diese Unterschiede sichtbar, und es kann auch in der zeitlichen Dimension aufgezeigt werden, ob sich die Kosten für einen bestimmen Tarif dank Spar- und Rationalisierungsmassnahmen nach unten entwickeln. Das Ergebnis der Kostenträgerrechnung 2020 war etwas getrübt von der schwierigen Einnahmensituation wegen der Pandemie; weniger Einnahmen aber trotzdem Kosten, welche nicht im selben Masse reduziert werden konnten.

Strategie

Alljährlich in der Herbstsitzung befasst sich der Vorstand mit der Strategie der SUISA. Das entsprechende Grundlagenpapier wurde 2019 erstellt. Es ging nun darum zu überprüfen, ob die festgelegten strategischen Ziele immer noch gleich zu gewichten sind und sinnvoll erreicht werden können.

Aufgrund der Pandemie wurden leichte Anpassungen vorgenommen; die grundsätzliche strategische Haltung «Behauptung im zunehmenden Wettbewerb durch hohe Erträge bei hohem Kostenbewusstsein und bester Servicequalität» bleibt aber gleich.

Sondersitzung zum Thema Online-Nutzungen

In Bezug auf die Strategie des Unternehmens wird sich der Vorstand Ende November in einer Sondersitzung mit dem Thema Online-Nutzungen beschäftigen. Anlass ist unter anderem auch das fünfjährige Bestehen von Mint Digital Services, dem Joint Venture mit der US-amerikanischen Gesellschaft SESAC.

Für diese Sondersitzung hat der Vorstand eine Tagesordnung genehmigt und die Schwerpunkte festgelegt. Ziel ist es, die Bedürfnisse und Erwartungen der SUISA-Mitglieder zu definieren und durch geeignete Massnahmen bei Mint Digital Services und der SUISA-Gruppe zu erfüllen.

Verteilung «Residuals»

Änderungen im Verteilungsreglement müssen im Normalfall vom Institut für Geistiges Eigentum (in der Schweiz) und dem Amt für Volkswirtschaft (in Liechtenstein) genehmigt werden. Bei den Regeln für die Verteilung der Einnahmen aus der Online-Lizenzierung ist die Zuständigkeit anders: Die Verwertung der Online-Rechte steht nicht unter Bundesaufsicht. Deswegen fallen entsprechende Verteilungsreglementsänderungen ausschliesslich in den Kompetenzbereich der Verteilungs- und Werkkommission und des Vorstands der SUISA.

Im Rahmen dieser Kompetenz hat der Vorstand in seiner Sitzung vom 30. September 2021 eine Änderung resp. Revision der Ziffer 5.6.1 des Verteilungsreglements hinsichtlich der Verteilung der von Online-Plattformen bezahlten «Residuals» beschlossen. Bei «Residuals» handelt es sich um von Online-Musikplattformen bezahlte Beträge für Werke oder Werkteile, deren Bezugsberechtigte nicht gefunden werden konnten und deswegen keine Verwertungsgesellschaft Ansprüche geltend gemacht hat.

Solche Schwierigkeiten ergeben sich vor allem dann, wenn Musikwerke nicht rechtzeitig angemeldet wurden. Für diese Fälle zahlen die Online-Provider nach 18 Monaten «Residuals» an die Verwertungsgesellschaft jenes Landes aus, in dem die Werke genutzt wurden.

Mit den Onlinemusik-Provider wurde ein sogenanntes «Multistage invoicing» vereinbart: Die Nutzungsdaten eines Abrechnungszeitraums werden nach 90 und nach 180 Tagen nochmals gegen die Werkdatenbank gematcht. In dieser Zeit sind Nachmeldungen von Werken möglich und führen dann zu einer Verteilung auf das nachgemeldete Werk.

Der Vorstand hat beschlossen, dass nach 180 Tagen die Zahlungen für nicht identifizierte Werke (die «Residuals») den anderen genutzten Werken in der entsprechenden Abrechnungsperiode zugeschlagen werden. Die Alternative, dass bis zu fünf Jahre nach der Nutzung noch unidentifizierte Werke gemeldet werden können und auf diese verteilt wird, hat der Vorstand aus Kostengründen verworfen. Es ist also wichtig, dass neue Titel möglichst rasch angemeldet werden, damit Online-Nutzungen auch möglichst genau verteilt werden können.

Francine Jordi in den Stiftungsrat der FONDATION SUISA gewählt

Der Vorstand der SUISA ist das Wahlgremium des Stiftungsrates der FONDATION SUISA, der Musikförderstiftung der SUISA. In der Herbstsitzung hat der Vorstand Francine Jordi neu in den Stiftungsrat gewählt.

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SUISA und die Covid-KriseSUISA und die Covid-Krise Seit Ende Februar 2020 steht nicht nur die Musikbranche vor einer ungeahnten Herausforderung. Wie geht die SUISA als Genossenschaft der Urheber/innen und Verleger/innen von Musik und als Verwertungsgesellschaft mit der bald einmal zwei Jahre andauernden Covid-Krise um? Weiterlesen
Erstmals seit 15 Monaten wieder physisches VorstandstreffenErstmals seit 15 Monaten wieder physisches Vorstandstreffen Während die Generalversammlung wegen der Vorsichtsmassnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zum zweiten Mal nur mittels brieflicher Abstimmung stattfinden konnte, beschloss der Vorstand, sich am 24. und 25. Juni 2021 unter Einhaltung der gegebenen Schutzmassnahmen erstmals seit 15 Monaten wieder in physischer Form vor Ort in Muri bei Bern zu treffen. Weiterlesen
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Der Vorstand und seine Kommissionen für Tarife und Verteilung sowie für Organisation und Kommunikation haben sich am 29.und 30. September 2021 in Lausanne zu den Herbstsitzungen getroffen. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Herbstsitzung des SUISA-Vorstands

Der SUISA-Vorstand hat an seiner Herbstsitzung Francine Jordi (im Bild) neu in den Stiftungsrat der FONDATION SUISA gewählt. (Foto: Thomas Buchwalder)

Glücklicherweise erlaubte es die epidemiologische Situation, dass sich die Mitglieder des SUISA-Vorstands und die Geschäftsleitung wieder physisch treffen konnten. Ausgerechnet das an der Generalversammlung 2021 neu in den Vorstand gewählte Mitglied, Ständerätin Johanna Gapany, konnte jedoch wegen ihrer Teilnahme an der Session der Eidgenössischen Räte in Bern nur per Video und nur an der Sitzung der Kommission für Organisation und Kommunikation (O+K) teilnehmen. Der Sitzungskalender 2022 wird auf die Sessionstermine Rücksicht nehmen.

Kostenträgerrechnung

Der Vorstand beschäftigte sich wie jedes Jahr…Weiterlesen

SUISA und die Covid-Krise

Seit Ende Februar 2020 steht nicht nur die Musikbranche vor einer ungeahnten Herausforderung. Wie geht die SUISA als Genossenschaft der Urheber/innen und Verleger/innen von Musik und als Verwertungsgesellschaft mit der bald einmal zwei Jahre andauernden Covid-Krise um? Text von Andreas Wegelin

SUISA und die Covid-Krise

Mit den Verboten für Aufführungen vor Publikum stand ein grosser Teil der Musikbranche von einem Tag auf den anderen ohne Arbeit und Einkommen da. Die SUISA hielt während der Covid-Krise den Betrieb und ihre Dienstleistungen für die Mitglieder und Kunden/innen aufrecht. (Foto: Jirsak / Shutterstock.com)

Ausgerechnet die Gala zu den 13. Swiss Music Awards am 28. Februar 2020 war der Auftakt zur schweizweiten Beschränkung der Anlässe mit Musik. An diesem Abend durften nur maximal 1000 Personen an der Live-Veranstaltung teilnehmen. Wer noch dachte, die Covid-19-Pandemie wäre demnächst wie ein Grippevirus mit der Winterluft verflogen, wurde bald eines Schlechteren belehrt: Ab 13. März 2020 waren keine Live-Konzerte, aber auch keine Parties in Clubs mehr erlaubt. Der Musikbranche, von Komponisten/innen über Interpreten/innen bis zu Veranstalter/innen und den Zulieferbetrieben der Eventbranche, wurde zwangsweise eine existenzielle Grundlage entzogen.

Mittlerweile sind wir im zweiten Corona-Jahr und erleben seit 20 Monaten enorme Schwierigkeiten bei der Durchführung von Musikveranstaltungen mit physisch anwesendem Publikum. Wie geht die SUISA als Genossenschaft der Urheber/innen und Verleger/innen von Musik und als Verwertungsgesellschaft damit um?

Finanzieller Verlust und Unwägbarkeit

Rund einen Monat nach Anordnung des ersten Lockdowns hatten Geschäftsleitung und Vorstand der SUISA das Budget für das Jahr 2020 revidiert. Dieses «Corona-Budget», das gegenüber den ursprünglichen Erwartungen um 23% tiefere Einnahmen und um 8,5% höhere Kosten vorsah, konnte eingehalten werden. Wie der Jahresabschluss letztlich zeigte, hielt sich insgesamt der Umsatzverlust glücklicherweise in Grenzen: Die Einnahmen der SUISA in der Schweiz und aus dem Ausland beliefen sich 2020 auf 138,5 Mio. Franken, was gegenüber dem vorhergehenden Rekordjahr (155,2 Mio. Franken) 12% weniger ist. Die Kosten stiegen verglichen zum Vorjahr nur um 1,1% und damit weniger stark als im Corona-Budget befürchtet.

Die drastischen Auswirkungen der Corona-Verordnungen erschliessen sich erst mit dem Blick auf die Bereiche im einzelnen: Der Rückgang der Einnahmen aus Konzerten (–51%), Unterhaltungsanlässen (–47%), dem Gastgewerbe (–46%) und den Kinos (–58%) ist im Vergleich zum Ergebnis 2019 eklatant. Die guten Ergebnisse bei den Senderechten, den Vergütungsansprüchen und den Online-Nutzungen wogen diese Verluste teilweise wieder auf. Die Bezugsberechtigten, deren Einkommen hauptsächlich aus dem Erfolg bei Live-Veranstaltungen stammt, mussten jedoch bei der Verteilung grosse Einbussen in Kauf nehmen.

Im Dezember 2020 wurden aufgrund der zweiten Pandemie-Welle erneut alle Veranstaltungen verboten. Abermals musste ein Corona-Budget erstellt werden, in dem die Erwartungen auf Seite der Einnahmen für das Geschäftsjahr 2021 noch einmal tiefer liegen: im Vergleich zum Ergebnis 2020 um 11%. Gleichzeitig soll auch bei den Kosten im Vergleich zum Vorjahr um 11% gespart werden. Insbesondere bei den Einnahmen aus Konzerten (Tarif K) muss mit einem weiteren Einbruch gerechnet werden: Die Prognose für das zweite Corona-Jahr sieht in diesem Bereich noch 6 Mio. Franken Einnahmen vor. 2020 generierte dieser Tarif 11 Mio. Franken und vor der Krise 2019 noch 23 Mio. Franken Vergütungen zugunsten der Urheber/innen und Verleger/innen von Musik.

Zwei Polster helfen in dieser Situation und werden gemäss dem aktuellen Stand auch im Geschäftsjahr 2021 dazu beitragen können, die ungünstigen Rahmenbedingungen im finanziellen Ergebnis etwas abzufedern: Zum einen ist das die gute Situation bei den Wertschriftenanlagen. Zum anderen sind das die Gelder, die während fünf Jahren keiner oder keinem Bezugsberechtigten zugewiesen werden konnten. Diese werden jeweils nach Ablauf dieser Frist zur Kostendeckung und wenn möglich zu einer Zusatzverteilung verwendet.

Hilfsmassnahmen für Bezugsberechtigte

Unter dem Eindruck der Pandemie haben alle Verwertungsgesellschaften in Europa Hilfsmassnahmen zugunsten ihrer Bezugsberechtigten beschlossen. Die Hilfsmassnahmen der SUISA ruhen auf drei Säulen: erstens Vorschüsse auf Abrechnungen mit verlängerter Rückzahlungsfrist, zweitens Beiträge aus dem eigens gebildeten Corona-Hilfsfonds und drittens Nothilfe an Urheberinnen und Urheber aus der Stiftung Urheber- und Verlegerfürsorge (UVF).

Die Hilfe wird genutzt: Seit dem Beginn der Corona-Krise im März 2020 wurden bis zum 25. Oktober 2021 Fr. 1 416 084 Vorschüsse bezogen, 251 250 Franken Beiträge aus dem Hilfsfonds gesprochen und Fr. 170 500 als Nothilfe durch die Stiftung UVF gewährt. Gesuche können weiterhin über «Mein Konto» gestellt werden. Bei vielen Bezugsberechtigten zeigt sich das Ausmass der Verluste erst mit Verzögerung bei den Verteilungen in den Jahren 2021 oder 2022, welche bei vielen tiefer ausfallen wird, weil Anlässe in den Jahre 2020 und 2021 nicht stattfinden konnten. Für Verlagsfirmen besteht die Möglichkeit, entweder Vorschüsse oder Beiträge aus dem Corona-Hilfsfonds zu beziehen. Die Nothilfe aus der UVF ist aus rechtlichen Gründen nur an Urheber/innen möglich.

Lobbying

Mit den Verboten für Aufführungen vor Publikum wurden der gesamten Eventbranche vergleichbar einem Kurzschluss die Stecker gezogen. Interpreten/innen, Veranstalter/innen, Bühnentechniker/innen und weitere Beschäftigte im Umfeld von Publikumsanlässen standen von einem Tag auf den anderen ohne Arbeit und Einkommen da. Für die Urheber/innen bedeutete der Konzertstopp, dass ihre Werke nicht mehr live gespielt und somit keine Vergütungen für die Aufführung ihrer Musik entgolten wurden. Die Einnahmen aus Live-Veranstaltungen sanken wie zuvor beschrieben im Sturzflug auf einen Tiefstwert. Für viele Bezugsberechtigte stellen jedoch diese Urheberrechtsvergütungen eine existenzielle Grundlage dar.

Die ersten Hilfsmassnahmen des Bundes waren unvollständig, und zudem wenig ausgerichtet auf die Lösung der Probleme im kulturellen Sektor. Lobbying wurde damit in der Krise enorm wichtig. Es galt und gilt Behörden, Parlamente und Regierung zu überzeugen, dass Kultur für eine Gemeinschaft lebenswichtig ist – genauso wie Einkaufsläden des täglichen Bedarfs. Wenn also keine kulturellen Veranstaltungen stattfinden dürfen, müssen die betroffenen Kunstschaffenden, Veranstalter/innen, aber auch Verlagsfirmen und Zulieferbetriebe entschädigt werden. Wobei berücksichtigt werden muss, dass gerade in der Kulturindustrie viele Selbstständigerwerbende oder kleine Organisationen zum Beispiel in Vereinsform tätig sind.

Weiter gilt es das Verständnis zu festigen, dass es unterschiedliche Arten von Veranstaltungen gibt: Studien belegen, dass bei kulturellen Veranstaltungen häufig geringeres Ansteckungspotenzial besteht als beispielsweise bei grossen Sportevents oder Volksfesten. Diese Differenzierung bei den Entscheidungsträger/innen zu verankern, ist im Lobbying bis jetzt nicht gelungen. Dennoch hat die sich spontan während der Krise zusammengefundene «Taskforce Culture» sehr viel erreicht und ist mittlerweile ein wichtiger Ansprechpartner für die Behörden, Parlamente und Regierungen. Die SUISA ist Teil des erweiterten Trägerkreises der Taskforce.

Leiten und arbeiten aus der Distanz

Für die Genossenschaft SUISA arbeiten rund 250 Personen. Sie teilen sich 187 Vollzeitstellen. In der Woche vom 16. bis zum 23. März 2020 mussten alle Mitarbeitenden, deren Arbeit auch von zu Hause aus möglich ist, nach Hause geschickt werden. Die IT-Verantwortlichen stellten innert kürzester Zeit die notwendige Planung dieser völlig unvorbereiteten Aktion auf die Beine und sorgten damit dafür, dass ohne grössere Schwierigkeiten zu Hause auf den Geräten des Arbeitgebers weitergearbeitet werden konnte.

Die von den Behörden ausgesprochene Homeoffice-Empfehlung, später gar Homeoffice-Pflicht, war nicht nur technisch eine Herausforderung, sie brachte auch ganz neue Erfahrungen in Bezug auf Führung und Organisation des Betriebs. Wie erreicht man seine Mitarbeitenden, Kolleginnen und Kollegen, wenn man nicht eben mal schnell in den benachbarten Büroraum gehen kann, wenn die Sitzungs- und Pausenräume unbenutzbar sind?

Die bereits vorher bestehenden Möglichkeiten zur virtuellen Sitzung und Zweiergesprächen über Videokonferenz wurden ausgebaut. Dank diesen technischen Hilfsmitteln konnte die für die gute Arbeit wichtige Verbindung zwischen Führungspersonen und Mitarbeitenden, aber auch unter Kolleginnen und Kollegen weitgehend aufrechterhalten werden. Die Kader wurden geschult, wie sie ihre Mitarbeitenden von zu Hause aus führen können. Alle zwei Wochen gab es ein Webmeeting mit der Geschäftsleitung, der HR-Verantwortlichen und dem Leiter der Informatik, moderiert vom Leiter Kommunikation, an dem alle Angestellten teilnehmen und im Chat Fragen stellen konnten. Auf diese Weise gelang es, die Zusammenarbeit über die Distanz in eine alltägliche Arbeitsroutine zu überführen.

Der Geschäftsbetrieb funktionierte – dank ebenso flexiblen wie engagierten und disziplinierten Mitarbeitenden sowie dank der fortgeschrittenen Digitalisierung. Die SUISA war für Mitglieder wie Kundinnen und Kunden jederzeit erreichbar. Diese Erfahrung bewog die Geschäftsleitung, die Homeoffice-Arbeit auch in Zukunft zu ermöglichen, neu bis zu 50% des Arbeitspensums. Jedoch müssen die Homeoffice-Einsätze in den einzelnen Teams abgesprochen und koordiniert werden und sind für einige Stellen nicht im maximalen Umfang möglich.

Mehr Selfservice – Automatisierung von Prozessen

Gerade die angeordnete Homeoffice-Arbeit führte noch einmal deutlich vor Augen, wie unerlässlich und wichtig die Digitalisierung für eine Verwertungsgesellschaft wie die SUISA ist. Von zu Hause aus arbeiten ist nur dann möglich, wenn die notwendigen Daten elektronisch verfügbar sind und nicht umfangreiche Papierdossiers konsultiert werden müssen. Die in den letzten Jahren eingeführte Digitalisierung sämtlicher Mitglieder- und Kundendossiers konnte zum ersten Mal die immensen Vorteile in der Verfügbarkeit der notwendigen Informationen unter Beweis stellen. Die Entwicklungen in der Informatisierung der Prozesse trugen weiter dazu bei, dass die rasche Umstellung auf Heimarbeit erfolgreich vonstatten gehen konnte.

Auch für Kunden/innen und Mitglieder der SUISA bringt die Digitalisierung Fortschritte für effiziente und zufriedenstellende Kontakte mit dem Unternehmen. Wegen der behördlich verordneten Schliessungsmonate im Gastgewerbe und Ladenlokalen wollten viele Kunden auch eine Rückerstattung der nicht benutzbaren Lizenz für das Aufführen von Musik. Der Prozess für die Rückerstattung kann heute einfach über das Webformular angestossen werden.

Seit Mitte 2020 ist für die Mitglieder der Royalty Report auf «Mein Konto» abrufbar. Alle Mitglieder mit einem gültigen Online-Zugang können jeweils die aktuell nachgeführten Daten zu ihren Werken und den für diese vergebenen Lizenzen abrufen und nach Kriterien sichten und ordnen. Kürzlich wurde beim Login-Verfahren für Mitglieder und Kunden/innen eine Zwei-Faktor-Authentifizierung eingeführt, was eine noch höherer Sicherheit im digitalen Geschäftsverkehr mit der SUISA bietet. Weitere Ausbauschritte werden folgen.

Die genannten Applikationen und Digitalisierungsprojekte konnten teilweise nur deshalb erfolgreich und zeitgerecht umgesetzt werden, weil die Mitarbeitenden auch während der Pandemiezeit mit Hochdruck und ohne Einschränkung daran arbeiten konnten. Geschäftsleitung und Vorstand hatten nach längeren Diskussionen beschlossen, in der SUISA keine Kurzarbeit zu beantragen und einzuführen. Ein weiser Entscheid, wie sich in der Situation, wie sie seit März 2020 zu erleben ist, immer deutlicher zeigt: Die SUISA konnte – quasi gezwungen durch die behördlichen Vorgaben der Pandemie – ihre Dienstleistungen in den letzten Monaten wesentlich weiter entwickeln. Trotz Einbussen bei den Einnahmen stehen wir für die Zukunft mit digitalisierten und automatisierten Prozessen bereit, um auch wieder für die Veranstalter/innen die Musik-Lizenzen regeln zu können und zuverlässig und vor allem kostengünstig an die Rechteinhaber zu verteilen.

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Seit Ende Februar 2020 steht nicht nur die Musikbranche vor einer ungeahnten Herausforderung. Wie geht die SUISA als Genossenschaft der Urheber/innen und Verleger/innen von Musik und als Verwertungsgesellschaft mit der bald einmal zwei Jahre andauernden Covid-Krise um? Text von Andreas Wegelin

SUISA und die Covid-Krise

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Erika Hug: Engagiert und kämpferisch

SUISA und FONDATION SUISA trauern um Erika Hug. Die Verlegerin und Unternehmerin prägte mehr als drei Jahrzehnte lang die Förderung des Schweizer Musikschaffens mit – im SUISA-Vorstand, als Mitbegründerin der FONDATION SUISA und 10 Jahre als deren Stiftungsratspräsidentin. Am 14. Juli 2021 ist sie im Alter von 76 Jahren unerwartet verstorben. Nachruf von Andreas Wegelin und Urs Schnell

Erika Hug: Engagiert und kämpferisch

Erika Hug (1945-2021). (Foto: FONDATION SUISA / Musik Hug)

Die Schweizer Musikszene hat den Tod von Erika Hug, der Verlegerin und Eigentümerin des traditionsreichen Musikhauses, zu beklagen. Ganz unerwartet ist sie am 14. Juli 2021 verstorben.

Erika Hug hatte schon in jungen Jahren in 6. Generation die Führung des renommierten Zürcher Musikhauses übernommen. Neben dem traditionellen Verlags- und Notengeschäft wuchs die Firma in den 1980er Jahren kräftig und stieg früh in den damals neuen Handel mit der CD ein. Mit ihrem Ehepartner, dem deutschen Musikunternehmer Eckard Harke, entwickelte sich auch der Verkauf von Musikinstrumenten stark. Eine Spezialität waren die beiden Steinway Piano Galleries in Lausanne und Zürich.

Die umwälzenden Veränderungen in der Musikbranche im Zuge der Entwicklung des Internets liess die Nachfrage nach Noten, Tonträgern oder Instrumenten ab der Jahrtausendwende immer mehr schrumpfen. Das schweizweite Filialnetz wurde Anfang der 2000er Jahre stark verkleinert und die Firma schliesslich 2017 verkauft.

Mitwirkung bei SUISA und FONDATION SUISA

Der Genossenschaft SUISA und der FONDATION SUISA schenkte Erika Hug lange Jahre ihr Wissen und ihre Erfahrung als Unternehmerin durch die Mitwirkung im SUISA-Vorstand und im Stiftungsrat der FONDATION SUISA. Von 1985 bis 1995 war Erika Hug Vorstandsmitglied der Genossenschaft SUISA und Präsidentin von deren Kommission für Auslandsbeziehungen.

Erika Hug war 1989 Gründungsmitglied der SUISA-Stiftung für Musik (heute FONDATION SUISA). Während 27 Jahren bis Ende 2015 war sie Mitglied des Stiftungsrates. Ab 1990 präsidierte Erika Hug zuerst die Finanzkommission der Stiftung, war ab 1996 Vizepräsidentin und führte ab 2005 die Stiftung während 10 Jahren als Präsidentin des Stiftungsrates.

Erika Hug hat die letzten 30 Jahre der Genossenschaft und der Stiftung als Verlegerin und Expertin im Bereich des Musikgeschäfts wesentlich mitgeprägt. Sie engagierte sich für den Zugang zur Musik und zum Musizieren vor allem auch der jungen Generation und weniger bemittelter Gesellschaftsschichten. Das Projekt Klassenmusizieren der FONDATION SUISA ist davon ein Zeugnis. Erika Hug war auch eine Kämpferin für mehr Frauen in der Musik und im Geschäftsleben.

Wir trauern um eine grosse Schweizer Persönlichkeit im Bereich der Vermittlung von Musik, sind ihr dankbar für ihr Engagement in den leitenden Gremien unserer Genossenschaft und Stiftung und drücken gegenüber ihrer Familie unser herzlichstes Beileid aus.

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  1. Ho avuto il piacere di lavorare con Erika Hug per 14 anni nel Consiglio di fondazione della Fondazione Suisa per la musica e, di questa donna, ho sempre apprezzato la chiarezza d’intenti nel promuovere la musica „Made in Switzerland“, la tenacia e le brillanti idee.
    Un’altra sua qualità che ho sempre apprezzato in lei era la capacità di saper mettere a proprio agio le persone, di saperle ascoltare e, se le idee che venivano proposte le sembravano buone, di impegnarsi nella realizzazione senza mai risparmiarsi.
    Di lei serberò sicuramente un buon ricordo.
    R.I.P. Erika

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Neues Login-Verfahren für das Mitgliederportal «Mein Konto»

Die SUISA führt am 7. September 2021 mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung ein neues Login-Verfahren für das Mitgliederportal «Mein Konto» ein. Beim Einloggen müssen Sie künftig neben dem Passwort noch einen jeweils individuell generierten Code eingeben. Dank diesem Verfahren sind Ihre persönlichen Daten noch besser geschützt und Sie können neu Ihr Konto selber verwalten. Dieser Artikel gibt Auskunft, was Sie tun müssen, damit Sie weiterhin Zugriff auf Ihre SUISA-Daten haben. Text von Claudia Kempf

Neues Login-Verfahren für das Mitgliederportal «Mein Konto»

Am 7. September 2021 wird das neue Login-Verfahren für das Mitgliederportal «Mein Konto» aktiviert. (Foto: ArthurStock / Shutterstock.com, Bearbeitung: Nina Müller)

Sicherheit ist uns wichtig. Damit Ihre Daten noch besser geschützt sind, führen wir in «Mein Konto» die Zwei-Faktor-Authentifizierung ein. Bei diesem Login-Verfahren sind für den eindeutigen Identitätsnachweis neben dem Passwort zusätzlich eine zweite Sicherheitsangabe zu erfassen, damit der Zugriff auf das persönliche Konto möglich ist.

Künftig benötigen Sie neben der Eingabe von Benutzernamen und Passwort einen Code, der bei jeder Anmeldung neu generiert wird. Diese Art des Anmeldens mit zwei Sicherheits-Angaben – Passwort und Code – heisst Zwei-Faktor-Authentifizierung. Bei sensiblen Daten lohnt es sich, neben einem sicheren Passwort eine zusätzliche Sicherheitsstufe gegen den unbefugten Zugriff durch Dritte einzubauen.

Welche Möglichkeiten bietet das neue Login-Verfahren?

Dank dem erhöhten Sicherheitsstandard wird Ihnen in Zukunft der Umgang mit «Mein Konto» erleichtert. Neu können Sie den Benutzernamen frei wählen und müssen sich nicht mehr über die von der SUISA zugeteilte «M-Nummer» (Ihre bisherige fixe Login-Nummer) einloggen.

Sie können zudem Ihr Benutzerkonto selber verwalten und Dritten, zum Beispiel für Ihren Manager oder Ihre Managerin, einen eigenen Zugang erstellen. Es ist auch möglich, die Berechtigungen nach Services freizugeben oder einzuschränken. Sie entscheiden, ob die Drittperson beispielsweise nur Ihre Werke, aber nicht Ihre Abrechnungen sehen kann oder ob die Person für Sie Werke anmelden darf.

Wie läuft die Umstellung auf das neue Login-Verfahren ab?

Am 7. September 2021 wird das neue Login-Verfahren aktiviert. Bestehende Logins sind ab diesem Zeitpunkt nicht mehr gültig. Damit Sie «Mein Konto» danach nutzen können, müssen Sie sich ab dem 7. September 2021 auf www.suisa.ch/mein-konto neu registrieren. Alle bisherigen «Mein Konto»-Benutzer/-innen erhalten die für die Umstellung erforderlichen Registrierungsangaben Mitte August per Post zugestellt. Diese Registrierungsangaben sind ab dem 7. September 2021 für 30 Tage gültig und können nur einmalig verwendet werden.

Wie funktioniert das erstmalige Login?

Als Erstes müssen Sie ein neues Benutzerkonto für sich eröffnen und hierfür einen Benutzernamen und ein Passwort bestimmen. In einem zweiten Schritt können sie mittels Eingabe der per Post erhaltenen Registrierungsangaben Ihr persönliches «Mein Konto»-Profil freischalten. Danach können Sie als Administrator für weitere Personen ein Benutzerkonto erstellen und diesen Zugriff auf Ihre Daten geben.

Es wird ausschliesslich das Login-Verfahren erneuert. Alle Ihre bisherigen Angaben – wie Entwürfe für Werkanmeldungen oder bereits gesendete Werkanmeldungen – sind von der Umstellung nicht betroffen und bleiben in Ihrem «Mein Konto» abrufbar.

Dank der Zwei-Faktor-Authentifizierung ist der Zugriff auf Ihre Daten für Sie flexibler gestaltbar. Zugleich erhöhen wir damit die Sicherheit von «Mein Konto» und können dadurch in Zukunft das Angebot der Online-Dienstleistungen für unsere Mitglieder ausbauen.

Bei Fragen zur Registrierung und Anmeldung helfen folgende Funktionen unter www.suisa.ch/mein-konto weiter:

  • Eine Bedienungsanleitung (PDF) führt Sie Schritt für Schritt durchs Login-Verfahren.
  • In unserem Hilfebereich finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen.
Noch kein Zugang zu «Mein Konto»?
Bestellen Sie Ihre Registrierungsangaben unter: www.suisa.ch/mein-konto
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  1. Belinda Winiger sagt:

    Guten Tag

    Ich wollte eigentlich noch im alten Jahr die Lieder unseres Chores singspiration erfassen und bin jetzt böse überrascht worden. Wir haben nie per Post Informationen erhalten und ich kann mich nicht mehr anmelden. Jetzt habe ich versucht mich neu zu registrieren aber ich muss eine IPI Nummer eingeben, die ich nicht habe. Wie gehe ich jetzt am besten vor? Vielen Dank für Ihre Hilfe.

    Freundliche Grüsse
    Belinda Winiger (singspiration)

    • Guten Tag Frau Winiger

      Danke für Ihren Kommentar.
      Wegen der Umstellung des Login-Verfahrens muss sich jedes SUISA-Mitglied neu auf dem Mitgliederportal registrieren. Auch wenn man zuvor schon ein Login für «Mein Konto» besass, muss man trotzdem ein neues Benutzer/innenkonto für sich eröffnen. Auf der Website https://www.suisa.ch/mein-konto finden Sie Informationen und Links für den Zugriff auf das Mitgliederportal. Eine Bedienungsanleitung, die auch im obigen Blogbeitrag verlinkt ist, führt Sie Schritt für Schritt durch das Login-Verfahren. Während dem Anmeldeprozess kann man seine persönlichen Registrierungsangaben anfordern. «Mein Konto» ist ein Portal nur für die Mitglieder der SUISA. Jedes SUISA-Mitglied verfügt über eine persönliche IPI-Nummer. Sollten Sie diese Nummer vergessen haben oder Antworten auf andere Fragen zum Mitgliederportal auch nicht in den weiteren Hilfedokumenten finden, können Sie uns über die in der Bedienungsleitung ganz am Schluss aufgeführte E-Mail-Adresse eine Nachricht schicken.
      Freundliche Grüsse
      Manu Leuenberger, SUISA Kommunikation

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Die SUISA führt am 7. September 2021 mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung ein neues Login-Verfahren für das Mitgliederportal «Mein Konto» ein. Beim Einloggen müssen Sie künftig neben dem Passwort noch einen jeweils individuell generierten Code eingeben. Dank diesem Verfahren sind Ihre persönlichen Daten noch besser geschützt und Sie können neu Ihr Konto selber verwalten. Dieser Artikel gibt Auskunft, was Sie tun müssen, damit Sie weiterhin Zugriff auf Ihre SUISA-Daten haben. Text von Claudia Kempf

Neues Login-Verfahren für das Mitgliederportal «Mein Konto»

Am 7. September 2021 wird das neue Login-Verfahren für das Mitgliederportal «Mein Konto» aktiviert. (Foto: ArthurStock / Shutterstock.com, Bearbeitung: Nina Müller)

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Erstmals seit 15 Monaten wieder physisches Vorstandstreffen

Am Vortag der Generalversammlung finden üblicherweise die Sitzungen des SUISA-Vorstands und seiner Kommissionen am Ort der Generalversammlung statt. Dieses Jahr war es zum zweiten Mal anders. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Erstmals seit 15 Monaten wieder physisches Vorstandstreffen

Aufgebaute Stellwand der SUISA an einem Veranstaltungsort: Das Treffen des fast kompletten Vorstands zu den regulären Juni-Sitzungen fand in Muri bei Bern statt. (Foto: Natalie Schlumpf & Wolfgang Rudigier)

Während die Generalversammlung wegen der Vorsichtsmassnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zum zweiten Mal nur mittels brieflicher Abstimmung stattfinden konnte, beschloss der Vorstand, sich am 24. und 25. Juni 2021 unter Einhaltung der gegebenen Schutzmassnahmen erstmals seit 15 Monaten wieder in physischer Form vor Ort in Muri bei Bern zu treffen.

Bis auf ein Mitglied des Vorstandes, welches sich wegen unmittelbar bevorstehenden Konzertauftritten keiner erhöhten Ansteckungsgefahr aussetzen wollte und deshalb über Video teilnahm, waren alle Mitglieder zusammen mit der Geschäftsleitung versammelt und schätzten die Möglichkeit, sich auch neben den Sitzungen und am Abend auszutauschen.

Ermutigende Perspektiven im Online-Lizenzgeschäft

Der Vorstand liess sich eingehend informieren über das Jahresergebnis bei der gemeinsam mit SESAC gehaltenen Tochtergesellschaft Mint Digital Services, deren Geschäftsjahr am 31. März zu Ende gegangen war. Das Resultat ist ermutigend, wenn auch die Gesellschaft weiterhin unterstützt werden muss. Die Perspektiven für das neue Geschäftsjahr sind gut und werden die Ertragslage weiter verbessern. Wichtig ist zu wissen, dass die Bündelung der Urheberrechte unserer Mitglieder mit weiteren Rechten von grossen Verlagsfirmen und Schwestergesellschaften dazu führen, dass wir auf dem Online-Lizenzmarkt mit mehr Marktmacht auftreten und deshalb bessere Bedingungen mit den Online-Anbietern von Musik aushandeln können.

Am 1. Juli 2021 trat im Fürstentum Liechtenstein das Verwertungsgesellschaftengesetz in Kraft. Dieses enthält Vorschriften unter anderem zur Transparenz bei den Verwertungsgesellschaften. Damit wird die Richtlinie der EU von 2014 umgesetzt. Damit diese Vorschriften auch bei der SUISA beachtet werden, wurden der Verhaltenskodex und die Regeln zur Offenlegung von Interessenkonflikten beim Vorstand angepasst. Neu gelten auch für die Mitglieder der Geschäftsleitung Offenlegungspflichten. Der Vorstand hat die entsprechenden Dokumente verabschiedet.

Corona-bedingte Anpassungen des Budgets

Für das laufende Jahr hat der Vorstand das Budget an die andauernde Corona-Situation angepasst. Bereits im Dezember 2020 wurde ein vorsichtiges Budget für 2021 beschlossen. Dennoch muss auf Seite der Einnahmen gegenüber dem ursprünglichen Budget mit einem Minus von 1,5% gerechnet werden. Die Ausgaben sollen um 2,2% tiefer ausfallen.

Weiteres Thema an der Sitzung war die Situation in der Abwicklung der Doppelbesteuerungsregeln zwischen der italienischen Schwestergesellschaft SIAE und der SUISA. Die SUISA wird wie andere europäische Schwestergesellschaften gegenüber dem italienischen Fiskus vorstellig werden, um die Quellensteuerabzüge für bezugsberechtigte SUISA-Mitglieder mit Wohnsitz ausserhalb der Schweiz möglichst gering zu halten.

Schliesslich hat der Vorstand eine Änderung im Verteilungsreglement bei den Ausschüttungen von Lizenzeinnahmen von Streaming- und Download-Plattformen genehmigt. Für eine weitere Änderung bei der Frage, wie lange die SUISA bei den Online-Nutzungen Nachverrechnungen erstellen kann, wird er noch genauere Abklärungen durch die Geschäftsleitung abwarten.

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Am Vortag der Generalversammlung finden üblicherweise die Sitzungen des SUISA-Vorstands und seiner Kommissionen am Ort der Generalversammlung statt. Dieses Jahr war es zum zweiten Mal anders. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Erstmals seit 15 Monaten wieder physisches Vorstandstreffen

Aufgebaute Stellwand der SUISA an einem Veranstaltungsort: Das Treffen des fast kompletten Vorstands zu den regulären Juni-Sitzungen fand in Muri bei Bern statt. (Foto: Natalie Schlumpf & Wolfgang Rudigier)

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