Tagarchiv: SUISA

Aus dem Geschäftsbericht 2021: Von der Ausarbeitung der Gesetzgebung zum Anwendungsfall

Das Departement «Regulations» der SUISA befasst sich mit juristischen Fragen. Seine Aufgaben reichen von der Beteiligung an unseren verschiedenen politischen Aktionen im Hinblick auf die Gesetzgebung, über Tarifverhandlungen und die Ausarbeitung des Verteilungsreglements bis hin zur Durchsetzung der Regeln bei Rechtsstreitigkeiten. Zu den Aktivitäten des Departements gehörten 2021 verschiedene Themen. Text von Vincent Salvadé

Aus dem Geschäftsbericht 2021

Der Geschäftsbericht 2021 enthält die relevanten Zahlen und Informationen zum Geschäftsjahr 2021 der SUISA Genossenschaft und Gruppe. (Bild: SUISA)

1. Gesetzgebung

Im Bericht über das vorangehende Jahr haben wir auf die Initiative des Nationalrats Philippe Nantermod hingewiesen. Er verlangte eine Ausnahme vom Urheberrecht, wenn geschützte Werke in Hotelzimmern und ähnlichen Orten verwendet werden. Diese parlamentarische Initiative griff eine Bestimmung neu auf, die der Nationalrat und der Ständerat im September 2019 im Rahmen der Revision des Urheberrechts abgewiesen hatten. Der Nationalrat hatte die Parlamentarische Initiative am 3. März 2021 angenommen. Für uns war das inakzeptabel. Es gab keinen Grund, das Gesetz nach so kurzer Zeit bereits wieder zu revidieren, wo es doch ohnehin auf einem Kompromiss beruht. Um eine Lösung zu finden, hatte man sich auf Seiten der Künstler/innen bereits auf erhebliche Zugeständnisse eingelassen. Sie wären also die Betrogenen gewesen, wenn einseitig bestimmte Punkte revidiert worden wären. Ganz zu schweigen davon, dass die Initiative gegen internationales Recht verstossen hätte. Damit hätte diese Initiative entweder die Schweiz dem Risiko wirtschaftlicher Sanktionen ausgesetzt oder sie hätte zur Folge gehabt, dass diese Ausnahmen auf Werke und Darbietungen Schweizer Staatsbürger hätten beschränkt werden müssen, damit nicht internationale Verträge verletzt worden wären. Das wäre eine offenkundige Diskriminierung der Künstler in unserem Land gegenüber jenen aus dem Ausland gewesen. Glücklicherweise wurde die Initiative Anfang März 2022 vom Ständerat abgelehnt. Damit ist diese Angelegenheit endgültig abgeschlossen.

Auch die Revision der Zivilprozessordnung hat uns beschäftigt. Eine Zeitlang drohte die Gefahr, dass vor der Einleitung rechtlicher Schritte bei Urheberrechtszahlungen bis zu CHF 30 000.– ein Schlichtungsversuch obligatorisch würde. In einem Prozess ist es oft hilfreich und von Vorteil, eine Einigung zu finden. Doch die Verwertungsgesellschaften müssen sich an die Gleichbehandlung halten, und sie haben bindende Tarife. Daher ist ihr Verhandlungsspielraum bei der Annahme oder Ablehnung einer gütlichen Lösung oft begrenzt. Unter diesen Umständen haben wir uns für eine fakultative Schlichtung stark gemacht, wodurch unnötige Kosten vermieden werden, wenn eine Einigung nicht möglich erscheint. Das Dossier scheint auf gutem Weg zu sein obwohl die Revision der Zivilprozessordnung zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden Textes noch nicht unter Dach und Fach war.

Kurz vor Weihnachten veröffentlichte der Bundesrat einen Bericht als Antwort auf ein Postulat, das ihn dazu aufforderte, die Wirksamkeit der Urheberrechtsrevision (in Kraft getreten am 1. April 2020) zu bewerten. Insgesamt äussert sich die Regierung recht positiv. Sie hebt insbesondere hervor, dass die neuen Massnahmen zur Bekämpfung der Piraterie anscheinend eine abschreckende Wirkung gezeigt haben und die Kritik der Rechteinhaber zurückgegangen sei. Demgegenüber äussert sich der Bundesrat etwas differenzierter über das neue Modell der erweiterten Kollektivlizenz: Es ermöglicht den Verwertungsgesellschaften, eine weltweite Lizenz für ein komplettes Repertoire zu gewähren, auch im Interesse von Rechteinhabern, die sie nicht vertreten. Das Modell habe jedoch noch nicht sein volles Potenzial entfaltet. In diesem Zusammenhang finden wir die Absicht der Schweiz begrüssenswert, die internationalen Diskussionen mitzuverfolgen. Tatsächlich wäre eine Reglementierung auf dieser Ebene erforderlich, damit die erweiterte Kollektivlizenz auch für länderübergreifende Verwertungen genutzt werden kann.

2. Tarife

Was die Tarifverhandlungen betrifft, so konnten wir 2021 erfreulicherweise zwei wichtige Abkommen treffen.

Zum einen haben wir uns mit den Partnern auf einen neuen Gemeinsamen Tarif 4i für Privatkopien auf in Geräten integrierten Speichermedien verständigt. Dieser sieht eine Erweiterung der Lizenzgebühr auf Laptops und externe Festplatten vor. Der Tarif liegt zur Zeit der Eidgenössischen Schiedskommission zur Genehmigung vor und sollte am 1. Juli 2022 in Kraft treten. Er wird zu einer erheblichen Steigerung unserer Einkünfte auf leere Datenträger führen. Daneben führen wir 2022 Verhandlungen über einen neuen Tarif für Privatkopien, die in der Cloud erstellt werden (d. h. auf Servern an entfernten Standorten). Diese Gespräche wurden im Herbst 2021 ausgesetzt, um ein Urteil des EU-Gerichtshofs zu einer ähnlichen Lizenzgebühr in Österreich abzuwarten. Dieses erfolgte nun Ende März 2022 in einem für die Rechteinhaber günstigen Sinne.

In einem anderen Bereich haben wir 2021 unsere Verhandlungen über einen neuen Gemeinsamen Tarif Z für Zirkusse abgeschlossen. Unser Ziel war es, den Anwendungsbereich dieses Tarifs gegenüber dem des Gemeinsamen Tarifs K abzugrenzen, der für Konzerte, aber auch für verschiedene andere Aufführungsformen gilt. Ab jetzt bleibt der günstigere Gemeinsame Tarif Z bestimmten, klar definierten Aufführungen vorbehalten. Der neue Tarif wurde am 8. November 2021 von der Schiedskommission genehmigt.

3. Verteilungsreglement

Im Frühjahr 2021 wurden alle Änderungen des Verteilungsreglements, die der Vorstand der SUISA Ende 2020 beschlossen hatte, vom Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum (IGE) genehmigt. Das neue Verteilungssystem für Privatkopien wurde also erstmals im September 2021 zur Anwendung gebracht.

Darüber hinaus hat der Vorstand der SUISA 2021 drei Änderungen des Reglements in Bezug auf Online-Rechte verabschiedet. Die erste regelt die Situation, in der eine Online-Plattform keine ausreichenden Informationen über die von ihr genutzten Werke liefert. In diesem Fall erfolgt die Verteilung auf Basis der Informationen, die auf anderen Plattformen mit einem ähnlichen Repertoire hinterlegt sind. Die zweite Änderung betrifft die sogenannten Residuals. Dabei handelt es sich um Beträge, die von den Online-Anbietern «zur Abgeltung aller Rechnungen» für Werke entrichtet werden, die von keiner Verwertungsgesellschaft beansprucht worden sind. Auf Ende 2021 konnten diese Residuals den Rechteinhabern in Form von Zusatzzahlungen zu ihrer Abrechnung für die laufenden Nutzungen zugewiesen werden. Die dritte und letzte Revision betrifft «Play Suisse», die Video-onDemand-Plattform (VoD) der SRG. Der Vorstand der SUISA hat beschlossen, dass ein Teil der von der SRG bezahlten Beträge in Anwendung von Tarif A ab jetzt der Verteilungsklasse 22S zugeordnet wird, die den Bereich VoD regelt. Dieser Anteil wird entsprechend den von «Play Suisse» investierten Kosten im Verhältnis zu den Gesamtkosten der SRG kalkuliert.

Es gilt zu beachten, dass die dritte Änderung noch vom IGE genehmigt werden muss. Dieses verlangte zuvor eine Ergänzung des Tarifs A. Da die SRG damit einverstanden war, wurde der Fall im Frühjahr 2022 an die Schiedskommission weitergeleitet, und wir hoffen, dass er bald zu einem positiven Abschluss gebracht werden kann.

4. Aufsichtsbehörde

Schliesslich müssen wir noch auf zwei Rechtssachen hinweisen, in denen wir seit dem letzten Herbst Differenzen mit unserer Aufsichtsbehörde IGE haben. Beide betreffen das Verhältnis zwischen der «klassischen» kollektiven Verwertung unter Bundesaufsicht und der liberalisierten Rechteverwertung im Online-Bereich. In der ersten Sache opponierte das IGE gegen die Garantien der SUISA für einen Bankkredit zugunsten von Mint, der gemeinsam von SUISA und SESAC gegründeten Gesellschaft zur Verwertung von Online-Rechten. In der zweiten ging das IGE gegen eine «Cross-Selling»-Aktion der SUISA vor, in welcher sie ihre Kunden aus dem Gemeinsamen Tarif 3a (Hintergrundmusik) informierte, dass eine andere Lizenz erforderlich ist, wenn sie Musik auf ihren Internetseiten oder ihren Seiten in den sozialen Medien verwenden.

In beiden Fällen haben wir beim Bundesverwaltungsgericht rekurriert. In Bezug auf den ersten Punkt haben wir das Interesse der SUISA-Mitglieder am reibungslosen Funktionieren von Mint hervorgehoben. Das Joint Venture hat zum Ziel, das Schweizer Repertoire weiteren Repertoires anzugliedern, um gegenüber den Branchenriesen wie Google, Apple oder Spotify an Verhandlungsmacht zu gewinnen. Die Gewährung von Garantien für Mint wird der Generalversammlung 2022 vorgelegt, wodurch das Verfahren voraussichtlich beendet werden kann. Im zweiten Fall war das IGE der Ansicht, dass das Datenschutzrecht der von der SUISA gegebenen Information widerspricht und die Aktion irreführend gewesen sei, da die klassische kollektive Verwertung und die Online-Verwertung unterschiedlichen Regeln folgen. Wir glauben, dass das IGE hier seine Kompetenzen überschritten und die gesetzlichen Regeln in Unkenntnis der täglichen Realitäten der Kollektivverwertung interpretiert hat. Wir warten nun auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts.

Diese beiden Rechtsstreitigkeiten werfen in der Tat eine wichtige Frage auf: Wie weit kann die SUISA gehen, wenn sie in einigen Bereichen ihren Pflichten als Monopolgesellschaft nachkommen soll, sich jedoch in anderen Bereichen den Realitäten eines liberalisierten Marktes stellen muss? Hier besteht die Notwendigkeit, dass die Aufsichtsbehörde uns eine praktikable Antwort liefert. Andernfalls wären die Mitglieder der SUISA die Leidtragenden.

Geschäftsbericht 2021
Der Geschäftsbericht 2021 enthält die relevanten Zahlen und Informationen zum Geschäftsjahr 2021 der SUISA Genossenschaft und Gruppe. Informative Artikel beleuchten die Einnahmen, politische Entwicklungen sowie die Tarifverhandlungen im vergangenen Jahr. 2021 war wiederum stark geprägt von der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf die Musikbranche. Was dies für die Mitglieder und Kunden/innen der SUISA bedeutete, können Sie ebenfalls im Geschäftsbericht 2021 lesen.
www.suisa.ch/geschaeftsbericht
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Hoffnung und Engagement

Das Jahr 2022 lässt Hoffnung aufkeimen in Bezug auf die Überwindung der Pandemie und damit vor allem auch auf die Verbesserung der Arbeitssituation für unsere Mitglieder. Grössere Konzerte dürften diesen Sommer wieder möglich sein und das Publikum zeigt vermehrt Interesse, Festivals und Konzerte wieder zu besuchen. Einige Festivals und Anlässe waren denn in diesem Frühling ganz erfreulich schnell ausverkauft. Von Andreas Wegelin, CEO

Hoffnung und Engagement

Andreas Wegelin, CEO der SUISA. (Foto: Lisa Burth)

Am 17. Juni 2022 wird es auch nach zwei Jahren erstmals wieder die Möglichkeit geben, an der SUISA-Generalversammlung mit anderen Mitgliedern, mit dem Vorstand, der Geschäftsleitung und den Mitarbeitenden der SUISA zusammenzukommen. Nutzen Sie als stimmberechtigtes Mitglied diese Gelegenheit und engagieren sie sich für unsere gemeinsame Sache, den Urheberinnen und Urhebern einen angemessenen Lohn für ihre Arbeit zu sichern.

Das Geschäftsjahr 2021 schliesst dank dem Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SUISA und der guten Zusammenarbeit mit unseren Kundinnen und Kunden, den Nutzern und Nutzerinnen von Musik, gesamthaft nur mit einem leichten Einbruch gegenüber unserem Allzeitrekord von 2019. Die grösste Einbusse gab es bei Live-Musikaufführungen: Weil diese nicht stattfinden konnten, verzeichnet die SUISA auch weniger Lizenzeinnahmen aus diesem Bereich. Mit viel Geduld und Engagement haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter trotzdem alles darangesetzt, dass Musiknutzungen möglichst lückenlos lizenziert wurden. Dafür gebührt ihnen sicher auch in Ihrem Namen unser Dank.

Dank dem Engagement von vielen von Ihnen und von Politikerinnen und Politikern konnte vor Kurzem auch ein Angriff auf die Durchsetzung von angemessenen Vergütungen abgewehrt werden. Am 8. März 2022 hat der Ständerat final die parlamentarische Initiative Nantermod abgelehnt. Diese Initiative verlangte, dass die Hotels nichts mehr hätten bezahlen müssen für die Ausstrahlung von Radio- und TV-Sendungen in den Gästezimmern. Damit wären den Urheberinnen und Urhebern mindestens 1 Million Franken entgangen.

Besorgt stimmt uns die Kriegslage in Europa. Es darf nicht sein, dass kulturelle Errungenschaften sinnlos zerstört werden und das friedliche Zusammenleben unter Menschen verunmöglicht wird. Setzen wir uns dafür ein, dass Musik über die Barbarei siegt. Für unseren Berufskolleginnen und -kollegen kann man sich über die koordinierte Hilfsaktion #creatorsforUkraine bei unserem Dachverband CISAC engagieren und ihnen damit Hoffnung geben.

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Zwei Jahre Pandemie finanziell für die SUISA glimpflich verlaufen – neue Herausforderungen

Angesichts des Krieges in der Ukraine lohnt sich der Gedanke daran, dass die Musik ein verbindendes und friedensstiftendes Element des Zusammenlebens sein kann. (Foto: Oleh Dubyna / Shutterstock.com)

Die SUISA konnte trotz der behördlich verfügten Veranstaltungsverboten auch in den vergangenen zwei Jahren ein ansehnliches Resultat erzielen. Der Rückgang der Einnahmen beträgt gesamthaft gesehen im Jahre 2020 wie im Jahre 2021 nur 10% im Vergleich zum bisher besten Ergebnis im Jahre 2019. Gleichzeitig konnten wir auf Kostenseite Einsparungen erzielen, insbesondere dank forcierter Automatisierung der Prozesse. Damit konnte der Rückgang der zu verteilenden Geldsumme stabilisiert werden. Sie liegt um 1% höher als 2020. Hohe Nebeneinnahmen erlauben es uns zudem, auch 2022 wieder eine Zusatzverteilung von 7% auf alle Abrechnungen des Jahres 2022 auszurichten.

Zur schnellen Hilfe an Mitglieder, welche wegen der Pandemie in Schwierigkeiten geraten sind und deswegen weniger Geld von der SUISA erhalten haben, hat die Generalversammlung 2020 die Äufnung eines Hilfsfonds beschlossen. Dieser Fonds besteht weiterhin, viele Verteilungsergebnisse sind auch erst in diesem Jahr schlecht und entsprechende Gesuche können an die Mitgliederabteilung gerichtet werden.

Gerade in der Pandemiezeit war es wichtig, für unsere Kunden und Mitglieder da zu sein, in vielen Fällen auf elektronischem Weg, über Webformulare im Internet, aber auch E-Mails und wie bisher per Telefon oder Brief. Die elektronischen Kommunikationswege werden weiter ausgebaut. Sie sind zentraler Bestandteil eines guten Mitglieder- und Kundenservices, mit dem Ziel, den Kontakt zur SUISA 7 x 24 Stunden über Internet zu ermöglichen und damit für alle Beteiligten Kosten zu sparen.

Erfolgreiche Investitionen in neue Geschäftsfelder

Musik wird heute nicht nur live aufgeführt und genossen. Während der Pandemie hat sich gezeigt, wie wichtig eine Diversifikation in andere Bereiche der Musiknutzung ist. Viele neue Präsentationsmöglichkeiten und Nutzungen im Internet, vor allem mittels Streaming, konnten sich in der Zeit etablieren und sind neue und beliebte Plattformen für den Absatz von Musikaufnahmen geworden.

Die SUISA hat seit 2016 mit den Tochterfirmen SUISA Digital Licensing und gemeinsam mit der amerikanischen SESAC bei Mint Digital Services in die Entwicklung der neuen Geschäftsfelder investiert. Mint administriert mittlerweile das Repertoire von über 3500 amerikanischen Independent Verlagen, 14 Verwertungsgesellschaften von vier Kontinenten sowie die Rechte von BMG Rights Management in Asien und Australien. Es wurden Lizenzverträge mit über 70 Musikanbietern weltweit abgeschlossen. Die Möglichkeiten der Direktlizenzierung des SUISA-Repertoires im Ausland sollen weiter ausgeschöpft werden. In vielen Fällen können so den Urhebern/innen und Verlegern/innen der SUISA höhere und rascher eintreffende Erträge verschafft werden.

Neue Herausforderungen – Krieg in Europa

Die SUISA wird nächstes Jahr ihr hundertjähriges Bestehen feiern. Die Jubiläums-GV mit anschliessendem Fest soll am Freitag, 23. Juni 2023, in Zürich stattfinden. Bis dahin und darüber hinaus gilt es, neuen Herausforderungen zu begegnen und unsere bestehenden Services weiter auszubauen.

Musik kann ein verbindendes und friedensstiftendes Element des Zusammenlebens sein und wird ihr Publikum auch in Zukunft finden und erfreuen. Sie soll aber ihren Urheberinnen und Urhebern und den Musikerinnen und Musikern auch ein finanzielles Auskommen bieten. Mit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine ist der Frieden in Europa höchst gefährdet. Ein jahrelang gepflegter Aufbau der Beziehungen zu den Ländern im Osten Europas und zu den dortigen Urheberinnen und Urhebern droht beschädigt zu werden. Auch ist durch die kriegerischen Auseinandersetzungen der Austausch unter Urheberinnen und Urhebern und auch unter den Verwertungsgesellschaften stark gefährdet.

Die SUISA will ihren Teil dazu beitragen, dass die geknüpften Banden zur Schwestergesellschaft in der Ukraine nicht abreissen. Zuhanden des Unterstützungsfonds der CISAC, unseres internationalen Dachverbandes der Verwertungsgesellschaften, wurden 50 000 Franken bereitgestellt für die Nothilfe an Musikerinnen und Musiker im Kriegsgebiet und dem stark unterstützenden Polen. Es müssen alle Anstrengungen für eine friedliche Lösung unternommen werden und für die Funktionsfähigkeit und den Weiterbestand der Verwertungsgesellschaft NGO UACCR in der Ukraine.

Wer nun aber alle russische Kultur verdammt, handelt blind wie die Kriegsparteien. Glauben wir an die friedensstiftende Möglichkeit der Musik und an jene, die gemeinsam Musik aufführen oder geniessen, unabhängig aus welchem Land sie stammen.

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  1. Eric sagt:

    Thanks for the informative article!
    I can agree with exactly that….

    Best regards

    Eric

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Generalversammlung 2022: Endlich wieder von Angesicht zu Angesicht

Nach einer pandemiebedingten Pause findet seit 2019 zum ersten Mal wieder eine Generalversammlung der SUISA mit physischer Präsenz der Mitglieder im Bierhübeli in Bern statt. Die Genossenschafter und Genossenschafterinnen sind aufgefordert, möglichst zahlreich zu erscheinen und über die Geschicke ihrer Gesellschaft mitzubestimmen. Text von Andreas Wegelin

Generalversammlung 2022: Endlich wieder von Angesicht zu Angesicht

Nach zweijährigem Unterbruch kann die Generalversammlung 2022 der SUISA am 17. Juni im Bierhübeli Bern wieder mit physischer Präsenz durchgeführt werden. (Foto: Sibylle Roth)

Am Freitag, 17. Juni 2022, um 11 Uhr wird es endlich wieder soweit sein: Nach einer musikalischen Einstimmung durch die Berner Electro-Swing-Gruppe Klischée wird der Präsident des Vorstandes, Xavier Dayer, die diesjährige SUISA-Generalversammlung eröffnen.

Die Mitglieder werden über den Geschäftsgang der SUISA im vergangenen Jahr informiert und sind aufgefordert, das trotz der Pandemie glimpflich ausgefallene Jahresergebnis 2021 (–10% im Vergleich zum Rekordjahr 2019) zu genehmigen. Neben den weiteren statutarischen Geschäften werden auch die Sicherung der Finanzierung der Online-Lizenzierung durch die Tochtergesellschaft Mint Digital Services AG und eine Statutenrevision zur Verbesserung der Corporate Governance zur Diskussion und Beschlussfassung gelangen.

Ersatzwahl, Grussadresse und Deklaration gemäss EU-Richtlinie

Nach 10 Jahren Vorstandszugehörigkeit hat sich das Verlegermitglied Christian Siegenthaler (Management von Patent Ochsner) entschlossen, aus dem Vorstand zurückzutreten. Der Vorstand schlägt als Nachfolger Christian Baumgartner, Unternehmensberater und Investor, vor.

Unser letztes Jahr neu gewähltes Vorstandsmitglied, Ständerätin Johanna Gapany, wird sich mit einer Grussadresse aus der Politik an die Mitglieder wenden.

Schliesslich werden gemäss den Vorschriften der EU-Richtlinie zu den Verwertungsgesellschaften und dem liechtensteinischen Verwertungsgesellschaftengesetz (VGG) erstmals die Deklarationen der Mitglieder des Vorstands und der Geschäftsleitung offengelegt zu Fragen ihrer Beteiligung an der SUISA, Höhe der Vergütungen/Entschädigungen und zu tatsächlichen oder möglichen Interessenskonflikten.

Stimmberechtigte Mitglieder herzlich willkommen

Die Generalversammlung ist nur für Genossenschafterinnen und Genossenschafter, das heisst stimmberechtigte Mitglieder (siehe Infobox am Ende des Textes), zugänglich. Diese Mitglieder werden bis Ende Mai per Briefpost eine schriftliche Einladung mit den Anmeldeunterlagen erhalten. Die Einladung enthält das Tagesprogramm und zusätzliche Informationen über die an der GV anstehenden Traktanden und Geschäfte.

Ich hoffe, dass Sie möglichst zahlreich an der Generalversammlung teilnehmen, und freue mich zusammen mit meiner Kollegin Irène Philipp Ziebold und meinem Kollegen Vincent Salvadé sowie weiteren Mitarbeitenden der SUISA auf den Austausch mit Ihnen. Endlich wieder von Angesicht zu Angesicht.

Neue Kriterien für stimmberechtigte Mitglieder
Der SUISA-Vorstand hat im Dezember 2020 beschlossen, die Kriterien für stimmberechtigte Mitglieder anzupassen. Urheber/innen und Verleger/innen werden als stimmberechtigte Mitglieder aufgenommen, wenn sie mindestens ein Jahr bei der SUISA Auftraggeber/innen waren und seit ihrer Anmeldung mindestens 3000 Franken ausbezahlt bekommen haben; bislang waren es 2000 Franken. Diese Änderung ist 2021 in Kraft getreten.
Zudem wird das Mitgliedschaftsverhältnis wieder in ein Auftragsverhältnis umgewandelt, wenn ein Mitglied während der letzten zehn Jahre für seine Werke weniger als gesamthaft 3000 Franken Verteilbetrag erhalten hat.
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Frühlingssitzung des SUISA-Vorstands

Der SUISA-Vorstand und seine Kommissionen haben am 11./12. April 2022 ihre Frühlingssitzungen durchgeführt. Nach langer Pause erstmals wieder vollständig bei physischer Präsenz am Geschäftssitz der SUISA in Zürich. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Frühlingssitzung des SUISA-Vorstands

Regieplatz in einem TV-Sendewagen: Vorstand und Geschäftsleitung der SUISA bereiten sich vor, den erneuten Angriff auf die Mediengebühr von Seiten des Gewerbes und der Jungfreisinnigen entgegenzutreten. (Foto: Cooler8 / Shutterstock.com)

Traditionellerweise werden an den Sitzungen im Frühling die Jahresrechnung und der Geschäftsbericht zuhanden der Generalversammlung fertiggestellt und verabschiedet. Die Jahresrechnung 2021 erreichte trotz der im Berichtsjahr noch anhaltenden Pandemie das Niveau des Vorjahres. Der Rückgang der Einnahmen beträgt gesamthaft gesehen im Jahr 2020 wie im Jahr 2021 nur 10% im Vergleich zum bisher besten Ergebnis im Jahr 2019.

Gleichzeitig konnten wir auf Kostenseite Einsparungen erzielen, insbesondere dank forcierter Automatisierung der Prozesse. Damit konnte der Rückgang der zu verteilenden Geldsumme stabilisiert werden. Sie liegt sogar um 1% höher als 2020. Hohe Nebeneinnahmen erlauben es uns zudem, auch 2022 wieder eine Zusatzverteilung von 7% auf alle Abrechnungen des Jahres 2022 auszurichten.

Risikomanagement

Zum Geschäftsbericht gehört auch die Auseinandersetzung des Vorstands mit möglichen Risiken und das Treffen vorsorglicher Massnahmen, dass diese Risiken nicht eintreten. Dank guter Informationsarbeit und Lobbying konnte die Akzeptanz des Tarifs GT 3a (Musik zur Hintergrundberieselung) in den letzten drei Jahren seit dem Aufbau des Inkassos durch die SUISA wesentlich gesteigert werden. Der Vorstand sieht hier kein besonderes Risiko mehr.

Hingegen bereiten die Angriffe auf die Mediengebühr von Seiten des Gewerbes und der Jungfreisinnigen Sorge: Die wesentliche Beschneidung der Mittel für die SRG hätte weitreichende Folgen auch für die Sendung von Musik unserer Mitglieder. Vorstand und Geschäftsleitung werden in den nächsten Jahren bis zur Volksabstimmung alles in Bewegung setzen, um dieses Szenario nicht eintreten zu lassen.

Teilrevision Statuten, #creatorsforUkraine

Der Vorstand hat weiter zuhanden der Generalversammlung eine Teilrevision der Statuten mit Regeln für eine zeitgemässe gute Corporate Governance verabschiedet. Zum ersten Mal werden der Generalversammlung 2022 auch die Bezüge und mögliche Interessenkonflikte des Vorstands und der Geschäftsleitung offengelegt.

Der Vorstand drückt auch seine Sorge aus über den Krieg in der Ukraine und verurteilt den Angriffskrieg Russlands. Er hat beschlossen, der Hilfsaktion #creatorsforUkraine unseres Dachverbandes CISAC eine Spende von Fr. 50 000 zukommen zu lassen.

Weitere Traktanden

Weitere Themen der Sitzung waren die optimale Organisation der Vertretung der Rechte unserer Mitglieder in Südafrika, möglicherweise über eine neue Agentur, und die Zusammenarbeit mit der deutschen GEMA bei der automatisierten Erfassung von Kleinanlässen mit Musik.

Als Stiftungsrat der Stiftung Urheber- und Verlegerfürsorge hat der Vorstand Kenntnis genommen von der Jahresrechnung dieser Stiftung, welche mit einem Jahresergebnis von Fr. 4,7 Mio. dank der guten Wertschriftensituation Ende 2021 erfolgreich abschliesst.

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Der SUISA-Vorstand und seine Kommissionen haben am 11./12. April 2022 ihre Frühlingssitzungen durchgeführt. Nach langer Pause erstmals wieder vollständig bei physischer Präsenz am Geschäftssitz der SUISA in Zürich. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Frühlingssitzung des SUISA-Vorstands

Regieplatz in einem TV-Sendewagen: Vorstand und Geschäftsleitung der SUISA bereiten sich vor, den erneuten Angriff auf die Mediengebühr von Seiten des Gewerbes und der Jungfreisinnigen entgegenzutreten. (Foto: Cooler8 / Shutterstock.com)

Traditionellerweise werden an den Sitzungen im Frühling die Jahresrechnung und der Geschäftsbericht zuhanden der Generalversammlung fertiggestellt und verabschiedet. Die Jahresrechnung 2021 erreichte trotz der im Berichtsjahr noch anhaltenden Pandemie das Niveau des Vorjahres. Der Rückgang der Einnahmen beträgt gesamthaft gesehen im Jahr 2020 wie im Jahr 2021 nur 10% im Vergleich zum bisher besten Ergebnis im Jahr 2019.

Gleichzeitig konnten wir auf Kostenseite Einsparungen erzielen, insbesondere dank forcierter Automatisierung…Weiterlesen

Kleine Rechte, grosse Rechte: Wer macht was?

Wenn es ein Thema gibt, das regelmässig für Diskussionen sorgt, dann sicher die Unterscheidung zwischen kleinen Rechten und grossen Rechten. Erstere betreffen die nicht-theatralischen Musikwerke und fallen unter die Zuständigkeit der SUISA, Letztere stehen in Verbindung mit musikdramatischen Werken und bestimmten Arten von Ballett und werden von der Schweizerischen Autorengesellschaft (SSA) oder direkt von den Verlagen wahrgenommen. Text von Vincent Salvadé

Kleine Rechte, grosse Rechte: Wer macht was?

Bei der Unterscheidung, ob ein Werk als musikdramatisch oder nicht-theatralisch gilt, steht grundsätzlich die Frage im Zentrum, ob die Schöpfung einen szenischen Ablauf hat und ob es Personen gibt, die Rollen spielen. Was bedeutet diese abstrakte Definition von kleinem und grossem Recht in der Praxis? (Foto: Elnur / Shutterstock.com)

Die Unterscheidung von kleinen und grossen Rechten sorgt regelmässig für Diskussionen, denn sie basiert auf unklaren Kriterien, die von Fall zu Fall interpretiert werden müssen. Die folgenden Erläuterungen sollen etwas Klarheit bringen.

Rechtlicher Kontext

Die der SUISA vom Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum (IGE) erteilte Bewilligung zur Rechtewahrnehmung betrifft die «nicht-theatralischen Musikwerke». Diese Bezeichnung wurde in einer Verordnung des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements vom 23. Februar 1972 präzisiert. Heute ist dieser Rechtstext formell nicht mehr in Kraft, doch das Bundesgericht hat entschieden, dass dessen Grundsätze noch immer angewendet werden können, um ein nicht-theatralisches Werk zu definieren: Hier übernimmt nämlich das aktuelle Recht ganz einfach das alte Recht (Urteil 2A_180/1994 vom 10. Mai 1995). Daher integrierte die SUISA die Kriterien der Verordnung von 1972 in ihre Allgemeinen Wahrnehmungsbedingungen, die Teil der Verträge sind, die sie mit ihren Mitgliedern schliesst.

Etwas vereinfacht lässt sich sagen, dass die nicht-theatralische Musik im Zuständigkeitsbereich der SUISA sämtliche Musikwerke umfasst, mit Ausnahme der musikdramatischen Werke und der Musik für bestimmte Ballette. Diese Ausnahmen nennt man die «grossen Rechte».

Wo gelten die grossen Rechte?

Es gibt eine abstrakte Definition der Werke, die unter die grossen Rechte fallen: Es handelt sich um Werke, «deren szenischer Ablauf durch Personen in bestimmten Rollen dargestellt und von der Musik so getragen wird, dass die Werke in der Regel nicht ohne Musik verwendet werden können.»

Ja, klar, … doch was bedeutet das in der Praxis?

  1. Zunächst einmal muss das Werk einen szenischen Ablauf haben. Doch irgendein «Bühneneffekt» reicht nicht: Ein Konzert bleibt im Zuständigkeitsbereich der SUISA, auch wenn Tänzerinnen und Tänzer die Interpreten/innen begleiten, eine Light Show stattfindet oder Kostüme verwendet werden, usw. Damit es sich um ein Werk mit grossen Rechten handelt, müssen Personen auftreten, die bestimmte Rollen spielen. Aus diesem Grund werden die Rechte an Opern, Operetten und Musicals nicht von der SUISA wahrgenommen.
    Die Bedingung, «Rollen zu spielen» ist grundsätzlich erfüllt, wenn sich eine Geschichte auf der Bühne abspielt und Personen auftreten. Doch nicht nur: Abstrakte Ballette beruhen nicht auf einer Handlung, sondern eher auf der Vorstellung, sich durch Tanz auszudrücken. Für ein Werk mit grossen Rechten müssen die Tänzerinnen und Tänzer festgelegte Rollen übernehmen, auch wenn sie keine Geschichte «erzählen». Zum Beispiel: Eine Figur verkörpert das Böse, eine andere das Gute. Eine symbolisiert den Mond, eine die Erde, usw. Das «Rollenspiel» muss demnach eine gewisse Bedeutung für die Darstellung des Werkes haben, es darf nicht nur im Schatten der Musik stehen.
  2. Des Weiteren muss der szenische Ablauf eng mit der Musik verknüpft sein. Hier sei zunächst einmal ein doch recht verbreitetes Missverständnis geklärt: Die Tatsache, dass die Musik eigens für das Bühnenwerk komponiert wurde, ist nicht entscheidend. Bestehende Musikwerke können (mit der Zustimmung der Rechteinhaber/innen) Bestandteil eines musikdramatischen Werkes werden, wenn die Aufführung unter die grossen Rechte fällt. Umgekehrt bleibt eine speziell für ein Theaterstück (als Beispiel) komponierte Musik unter gewissen Umständen ein nicht-theatralisches Musikwerk. Entscheidend ist nämlich, wie eng die Musik mit dem szenischen Ablauf verknüpft ist.
    Juristinnen und Juristen vertreten gewöhnlich die Meinung, dass ein musikdramatisches Werk in der Regel nicht ohne Musik und auch nicht mit anderer Musik gespielt werden kann. Diese Aussage mag vereinfacht tönen, doch sie weist den Weg: Wenn ein Text beispielsweise gesungen wird, ist es schwer vorstellbar, dass die Aufführung ohne Musik oder mit anderer Musik stattfinden kann. Aus diesem Grund sind Opern, Operetten oder Musicals Werke mit grossen Rechten. Wenn hingegen ein Theaterstück eine Szene umfasst, in der sich der Schauspieler ein Lied der Gruppe U2 anhört, so kann man sich durchaus vorstellen, dass das Stück mit einem anderen Lied einer anderen Rockband aus den 1980er-Jahren aufgeführt werden kann. Aus diesem Grund bleibt der Titel von U2 ein Werk mit kleinen Rechten.
    Zwischen diesen beiden Extremen gibt es Situationen, in denen die Unterscheidung schwieriger ist. Wenn eine Komponistin oder ein Komponist ein Musikwerk eigens für eine Aufführung schafft, tut er oder sie das natürlich mit Blick auf ein bestimmtes künstlerisches Ergebnis. Mit anderer Musik wäre das Ergebnis nicht das gleiche. Doch die relevante Frage ist eher: Müsste man mit anderer Musik auch den szenischen Ablauf grundlegend überarbeiten, damit die Aufführung stattfinden kann? Nur wenn diese Frage bejaht wird, würde man in Anbetracht der engen Verknüpfung zwischen der Musik und dem szenischen Ablauf von einem musikdramatischen Werk ausgehen.

Keine Wahlmöglichkeit zwischen der SUISA und der SSA

Die oben erwähnten Fragen sind komplex und die Konsequenzen der Antworten weitreichend: Die Verwertung der kleinen Rechte durch die SUISA unterliegt der staatlichen Kontrolle, was bei der Verwertung der grossen Rechten durch die SSA oder die Verleger/innen nicht der Fall ist. Das bedeutet, dass sich die Verwertungsregeln unterscheiden, insbesondere die Vergütungstarife. Die Urheber/innen und Veranstalter/innen könnten versucht sein, diese Unterschiede auszunutzen: Erstere, um eine höhere Vergütung zu erhalten, Letztere, um weniger zu bezahlen.

Doch sie haben nicht die Wahl: Entweder fällt das genutzte Werk unter die kleinen Rechte und somit in den Zuständigkeitsbereich der SUISA oder es fällt unter die grossen Rechte, und die SSA oder der Musikverlag kommt ins Spiel (vorbehaltlich einiger Ausnahmen, die in der Praxis selten sind: Zum Beispiel, wenn die Urheberin oder der Urheber seine Rechte selber wahrnimmt, oder ein Verlag erteilt der SUISA ein Sondermandat in einem Fall, der eigentlich unter die grossen Rechte fällt). Wenn die SSA oder die Verlage Vereinbarungen treffen in einem Bereich, der unter der Aufsicht des Bundes steht und somit in den Zuständigkeitsbereich der SUISA fällt, begehen sie nach Art. 70 URG (Urheberrechtsgesetz) eine strafbare Handlung. Umgekehrt – wenn die SUISA eine Lizenz erteilt, ohne über die erforderlichen Rechte zu verfügen – ist die Lizenz ungültig und befreit die Veranstalter/innen nicht von ihrer urheberrechtlichen Verantwortung.

Aus rechtlicher Sicht ist es daher wichtig, dass die Zuständigkeiten der verschiedenen Beteiligten respektiert werden. Ist die Situation unklar, arbeiten die SUISA und die SSA zusammen und suchen gemeinsam nach Lösungen, die ein möglichst hohes Mass an Rechtssicherheit gewährleisten.

Melden Sie Ihre Musik mit grossen Rechten dennoch bei der SUISA an!

Die Mitglieder der SUISA, die Musik für ein Werk mit grossen Rechten komponieren, sind gut beraten, diese Musik dennoch auch bei der SUISA anzumelden. Es gibt nämlich Situationen, in denen die SUISA trotzdem für die Verwertung der Musikrechte zuständig ist. Und zwar in den folgenden Fällen:

  1. Die Musik wird ohne szenischen Ablauf verwendet; beispielsweise eine Ballettmusik ohne Tanz, oder ein musikdramatisches Werk, das konzertant aufgeführt wird.
  2. Es werden nur Auszüge aus einem Werk mit grossen Rechten verwendet, insbesondere im Radio oder Fernsehen; unter bestimmten Bedingungen gelten diese Auszüge als nicht-theatralische Musik, für die die SUISA zuständig ist.

Mit der Werkanmeldung bei der SUISA haben die Komponistinnen und Komponisten alles Notwendige unternommen, um eine wirksame Verwertung ihrer Rechte sicherzustellen. Wenn parallel dazu die Verwertung der grossen Rechte der SSA übertragen wurde oder in den Zuständigkeitsbereich eines Verlags fällt, liegt es an den verschiedenen Beteiligten, ihr Bestes zu tun, um die rechtlichen Schwierigkeiten zu beseitigen …

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Die Midem (1967-2021) – das Ende einer Ära

Sie war für Jahrzehnte das Aushängeschild für ein florierendes Musikbusiness: die Midem in Cannes. Ein Nachruf auf eine der schillerndsten und bedeutendsten internationalen Musikfachmessen. Text von Marcel Kaufmann, FONDATION SUISA, und Erika Weibel

Die Midem (1967-2021) – das Ende einer Ära

Aussenansicht auf den Palais des Festivals et des Congrès im französischen Cannes während der Midem 2009. (Foto: Sanuy / Midem)

«Due to the lasting pandemic and following a review of its activity, RX France has decided to no longer continue to organize the Midem event.» (Midem.com, Dezember 2021)
Die Midem – abgekürzt für: Marché International du Disque et de l’Edition Musicale – war für die bis Ende der 1990er-Jahre florierenden Musiklabels und -verlage die wichtigste Geschäftsplattform der Welt. Mit ihr verliert die Musikbranche eine ihrer traditionsreichsten Fachveranstaltungen. Seit 1967 fand die Messe jährlich im Palais des Festivals et des Congrès in Cannes direkt an der Côte d’Azur statt. Ein prestigeträchtiger Ort, der auch das renommierte Cannes Film Festival oder die NRJ Music Awards beherbergt. Aber auch ein Sinnbild dafür, was die Midem letztlich zu Fall brachte.

Midem: Schweizer Gemeinschaftsstand 2015

Geschäftsgespräche und -meetings am Schweizer Gemeinschaftsstand im Jahr 2015. (Foto: SUISA / FONDATION SUISA)

Seit 1989 organisierten die SUISA und die FONDATION SUISA mit Unterstützung der Stiftung Phonoproduzierende den Schweizer Gemeinschaftsstand an der Midem. Nach diesem langjährigen Förderengagement zugunsten der Vernetzung der Schweizer Musikbranche mit dem Ausland blicken wir heute zurück:

Am 30. Januar 1967 öffnete die Midem zum allerersten Mal ihre Pforten. Bernard Chevry, Veranstalter der ersten Midem-Ausgaben, hatte bewusst die prestigeträchtige Côte d’Azur als Kulisse für das weltweit allererste Musikbusiness-Treffen gewählt. Im Auditorium des Palais des Festivals wurden den Label- und Verlagsvertretern während der fünf Messetage unzählige Songs und Shows präsentiert. Über Rechte verhandelte man danach meist in einem der Pop-Up-Büros des Grand Hotel Martinez. Vier französische Radiostationen übertrugen den Event live und über 200 internationale Journalisten berichteten täglich über die Midem. Mehr als 1’000 Musikfachleute, vor allem aus Nordamerika und Europa, wohnten der Pilotausgabe bei. Deren Zahl sollte sich innerhalb eines Jahres verdoppeln, die Ausstellungsfläche verdreifachen.

Während auf Schweizer Seite v.a. die grösseren Labels anfangs noch etwas zögerten, waren verschiedene Verlagshäuser schon früh mit dabei.*

Chevry hatte einen Nerv getroffen und strafte jene böse Zungen Lügen, die behaupteten, die Midem sei bloss ein Versuch, die Buchungsraten der Hotels von Cannes in der flauen Wintersaison aufzubessern. Die Idee einer eigenen Messe für Musikproduzenten und -verlage war dem umtriebigen Geschäftsmann anlässlich einer ebenfalls von ihm geschaffenen Fachmesse für TV-Programme gekommen, im Gespräch mit Vertretern der Musikbranche. Das neue Angebot wurde ausgekostet, und wie: Bis heute berichten ältere Semester unter den ehemaligen Teilnehmenden mit einem Schmunzeln und einer Portion Wehmut von den rauschenden Partys in den Grand-Hotels auf der Croisette zu Cannes in den 1970ern bis 1990ern, an denen sich Major-Bosse, Stars und Sternchen gegenseitig die Klinke in die Hand gaben.

Entgegen Chevrys ursprünglichen Plänen blieb Cannes ständiger Austragungsort der Midem und wurde mehr und mehr zum Symbol des jährlichen Branchentreffs zu Beginn des Geschäftsjahres. Bis in die späten Nullerjahre hinein wuchs die Midem noch bis an die 10 000 Fachteilnehmende aus über 90 Ländern weiter.

Schweizerische Ausstellungsstandes an der Messe 2002

Die Farbe Rot dominierte das Design des schweizerischen Ausstellungsstandes an der Messe 2002. (Foto: SUISA / FONDATION SUISA)

Mit dem neuen Jahrtausend wurde das Internet immer dominanter und stellte das Musikgeschäft grundlegend auf den Kopf. Physische Tonträger verloren an Bedeutung. Stattdessen traten Tech-Firmen auf den Plan und entwickelten nie dagewesene Möglichkeiten der Musiknutzung. Doch jene Klientel wollte nicht mehr so richtig in die noble Umgebung und das herkömmliche Messe-Format des Palais passen. «Piraterie!» als Kampfruf der gebeutelten Musikindustrie wurde bald abgelöst durch «Gratis-Kultur!» und «Value Gap!». Musikschaffende wandten sich mehr und mehr der Live-Branche zu, wo es noch Geld zu verdienen gab. Die Konkurrenz reagierte darauf in Form von zahllosen Showcase-Festivals über ganz Europa verteilt – die Midem dagegen blieb die Midem.

Innerhalb weniger Jahre hatte sich eine ganze Branche verändert. Vielen ging das zu schnell. Mit den sinkenden Einnahmen überlegten es sich viele zweimal, ob sich eine Midem-Akkreditierung mit den lokalen Hotelpreisen noch lohnte. Die Zahl der Ausstellenden sank kontinuierlich.

2015 wagten die Verantwortlichen die Flucht nach vorne: Dank der Verschiebung vom Januar in den Juni und den sommerlichen Temperaturen an der Côte d’Azur konnte der Sinkflug der Teilnehmerzahlen der letzten Jahre tatsächlich gebremst werden. Gleichzeitig begünstigte dies aber das Phänomen des Trittbrettfahrens: Immer mehr Leute verzichteten darauf, eine professionelle Akkreditierung zu kaufen und bestellten ihre Geschäftspartner:innen stattdessen per Handy in die Cafés und Bars der Strandpromenade oder organisierten Partys in gemieteten Häusern und Wohnungen. Der Exodus aus den Messehallen hielt an.

Zwar haben die Midem-Verantwortlichen seit 2017 den Live-Sektor stärker eingebunden. Unter dem ehemaligen Universal France-Manager Alexandre Deniot wurden originelle und publikumswirksame Strandbühnen errichtet. Anbieter neuer Technologien wurden umworben, Konferenzthemen angepasst und attraktive Formate für Start-ups und Midem-Neulinge geschaffen. Im ersten Corona-Jahr 2020 präsentierte die Midem ausserdem die damals attraktivste Digital-Lösung als Alternative für das jährliche Treffen. All dies konnte jedoch das endgültige Aus der Messe nicht mehr aufhalten. Für die letzte physische Ausgabe von 2019 registrierten sich noch gut halb so viele Personen wie zehn Jahre zuvor.

Und so müssen sich die Verantwortlichen mit dem Vorwurf auseinandersetzen, die Zeichen der Zeit zu spät erkannt zu haben. Die Midem stolperte letztlich über ihr nicht mehr zeitgemässes Format und ihren Veranstaltungsort. Eine herkömmliche Messe, gepaart mit dem teuren Pflaster am Mittelmeer: Beides passte nicht mehr zu den Vorstellungen und finanziellen Möglichkeiten der heutigen Kundschaft. Der Festivalpalast und die prunkvollen Hotels wurden mehr und mehr zu nostalgischen Referenzen an eine längst vergangene Zeit.

Schweizer Auftritt an der Musikmesse 1992

Der Schweizer Auftritt an der Musikmesse 1992: Die SUISA und die FONDATION SUISA organisierten mit Unterstützung der Stiftung Phonoproduzierende den Schweizer Gemeinschaftsstand an der Midem seit 1989. (Foto: SUISA / FONDATION SUISA)

Was bleibt, sind unzählige Begegnungen – ab 1989 auch am Schweizer Gemeinschaftsstand – die an und dank der Midem entstanden sind und die zahlreiche Musikkarrieren nachhaltig geprägt haben. Der Schweizer Musikverleger Albert Brunner (Helbling & Co.) brachte es schon 1968 auf den Punkt: «Ein einziger persönlicher Kontakt ist mehr wert als 100 Briefe.»

Midem-Gründer Bernard Chevry erlebte das Aus der Messe nicht mehr. Er verstarb 2019 kurz vor der letzten physischen Ausgabe.

Midem, Grande Dame des Musikbusiness, du hast vor deiner glamourösen Kulisse jahrzehntelang gekonnt Leute zusammengeführt und zahlreiche Träume wahr werden lassen. Danke. Du wirst uns fehlen.

*Akkreditierte Schweizer Firmen, Midem 1968:
Editions Chappell S.A.
Editions COA
Goodman Music S.A.t
Edition Helbling
International Melodizs
Editions Melodie
Mondiamusic S.A.R.L.
Muzik Center Zurich
Musikvertrieb AG
Phonag Schallplatten AG
R.C.A. Overseas S.A.
Editions Sidem S.A.
Southern Music AG
Star Record
Swiss Record Editions Televox
(Quelle: Billboard 20. Januar 1968)
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Noch mehr Effizienz und wieder ein Stück Normalität

«Eine Krise ist ein produktiver Zustand, man muss ihm nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.» Das Zitat des Schweizer Autors Max Frisch kann man als Leitfaden für die Zielsetzungen der SUISA in den vergangenen zwei Jahren anführen. Heute lässt sich festhalten: Die Zusammenarbeit mit unseren Kundinnen und Kunden wurde gestärkt und die Effizienz bei unseren Dienstleistungen steigert sich stetig. Das Jahr 2022 darf uns allen gerne wieder etwas mehr Normalität bringen. Von Irène Philipp Ziebold, COO

Noch mehr Effizienz und wieder ein Stück Normalität

Irène Philipp Ziebold, COO der SUISA. (Foto: Lisa Burth)

2021 – ein Jahr, das leider immer noch von der Corona-Pandemie geprägt war. Die Mitglieder wie auch die Kundinnen und Kunden der SUISA sahen sich nach wie vor mit vielen Herausforderungen konfrontiert: Zahlreiche Veranstaltungen mussten abgesagt oder verschoben werden, was sich erheblich im Rückgang der Einnahmen insbesondere im Bereich Konzerte und Unterhaltungsanlässe auswirkte.

Die SUISA hat sich schon seit Beginn der Corona-Pandemie zum Ziel gesetzt, Mitglieder ebenso wie Kundinnen und Kunden nach Möglichkeit in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen. Die entsprechenden Hilfsmassnahmen (Vorschüsse, Corona-Hilfsfonds, UVF) werden von unseren Mitgliedern genutzt und sehr geschätzt. Aber auch vonseiten der Veranstalterinnen und Veranstalter wurden unsere Massnahmen (längere Zahlungsfristen, Reduktionen gemäss Tarif) positiv aufgenommen.

So können wir heute festhalten, dass dieses «Miteinander in der Krise» die Zusammenarbeit gestärkt hat, was man auch dem Round-Table-Gespräch der SUISA mit ihren Kunden und Veranstaltungspartnern Christoph Bill (Heitere Events AG und Präsident SMPA) und Alexander Bücheli (Geschäftsführer Bar & Club Kommission Zürich) entnehmen kann (nachzulesen im Beitrag «Partnerschaftlich gestärkt durch Krisenzeiten» auf dem SUISAblog).

Zudem hat die Corona-Pandemie uns deutlich vor Augen geführt, wie wichtig effiziente Dienstleistungen sind, damit auch bei Umsatzeinbussen das Verteilergebnis bestmöglich optimiert werden kann. Die SUISA baut seit Jahren ihr Online-Angebot für Urheber/innen und Verleger/innen von Musik kontinuierlich aus. Schritt für Schritt werden die Möglichkeiten erweitert, dass die Mitglieder unsere Dienstleistungen und ihre Transaktionen mit uns zeit- und ortsunabhängig online beziehen respektive abwickeln können.

Die SUISA kann dadurch ihre Effizienz steigern und folglich mehr Geld an die Urheber/innen und Verleger/innen von Musik verteilen. Bei einer Anzahl von fast 28 000 Auftraggeberinnen und über 12 000 stimmberechtigten Mitglieder müssen weitere Massnahmen (mehr dazu im Artikel «Neuerungen bei den Mitgliederdiensten der SUISA») ergriffen werden, um die gefassten Ziele zu erreichen.

Für den Moment schauen wir gespannt ins 2022 und hoffen, dass das neue Jahr wieder ein Stück mehr «Normalität» bringt.

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Unterstützung für SUISA-Mitglieder in der Corona-KriseUnterstützung für SUISA-Mitglieder in der Corona-Krise Die Covid-19-Verordnungen des Bundes führen wegen ausfallenden Musiknutzungen zu Mindereinnahmen bei den Urheberrechtsentschädigungen. Die SUISA bietet ihren Mitgliedern Unterstützung an, um den Ausfall von Urheberrechtsvergütungen finanziell zu überbrücken. Weiterlesen
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«Eine Krise ist ein produktiver Zustand, man muss ihm nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.» Das Zitat des Schweizer Autors Max Frisch kann man als Leitfaden für die Zielsetzungen der SUISA in den vergangenen zwei Jahren anführen. Heute lässt sich festhalten: Die Zusammenarbeit mit unseren Kundinnen und Kunden wurde gestärkt und die Effizienz bei unseren Dienstleistungen steigert sich stetig. Das Jahr 2022 darf uns allen gerne wieder etwas mehr Normalität bringen. Von Irène Philipp Ziebold, COO

Noch mehr Effizienz und wieder ein Stück Normalität

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Partnerschaftlich gestärkt durch Krisenzeiten

An einem Round-Table-Gespräch sprachen mit Christoph Bill und Alexander Bücheli zwei Vertreter von SUISA-Kunden aus dem Veranstalterbereich und Irène Philipp Ziebold, COO SUISA, über die Krisenbewältigung während der Pandemie. Auch die Zusammenarbeit mit der SUISA war ein Thema. Moderation und Transkript: Markus Ganz, Gastautor

Partnerschaftlich gestärkt durch Krisenzeiten

Round-Table-Gespräch mit Christoph Bill (Heitere Events AG und Präsident SMPA), Irène Philipp Ziebold (COO SUISA) und Alexander Bücheli (Geschäftsführer Bar & Club Kommission Zürich). (Fotos: Manu Leuenberger)

Wie haben Sie und die durch Sie vertretenen Betriebe die Corona-Krise bisher erlebt?

Christoph Bill: Als Präsident des Branchenverbands SMPA glaube ich, dass es alle unsere Mitglieder auf dem linken Fuss erwischt hat; wir waren nicht auf ein solches Szenario vorbereitet. Aber wir haben als Branche relativ schnell reagiert, haben uns zusammengetan, Sofortmassnahmen definiert (z. B. bezüglich Tickets bei Verschiebungen und Absagen) und laufend die nächsten Schritte besprochen. Der Rest ist Geschichte.
Alexander Bücheli: Auch wir wurden auf dem linken Fuss erwischt; es waren schlicht Zustände und Situationen, die nicht voraussehbar, geschweige denn antizipierbar waren. Danach gewannen die Verbände für die Mitglieder an Bedeutung, konkret erhielten sie bei uns eine wichtige Funktion der Übersetzung von Beamtendeutsch in die Sprache unserer Mitglieder. Bei uns kam noch eine moralische Komponente hinzu: In der Pandemie haben wir gemerkt, dass wir als Spassgesellschaft gelten, dass Partys einen anderen Ruf als Festivals oder Konzerte haben. Nach den Vorfällen in Ischgl im März 2020, wurde uns das Gefühl vermittelt, dass es ohne uns Corona nicht geben würde; das war für unsere Mitglieder auch emotional schwierig. Und vor dieser Moralfrage haben wir jetzt, da die Zahlen wieder steigen, wieder Angst: Kommt wieder der Ruf nach Klubschliessungen?
Irène Philipp Ziebold: Auch für die SUISA war diese Zeit herausfordernd. Auf beiden von uns betreuten Seiten, nämlich die der Mitglieder (Urheber und Verleger) und die der Kunden (Musiknutzer), haben in gewissen Märkten die Einnahmen sehr schnell und stark abgenommen. Es hat uns in einem Segment der Einnahmen getroffen, in dem wir keinen solchen Rückgang erwartet hatten: beim Aufführungsrecht, wo die Einnahmen in den letzten Jahren vor allem im Konzertbereich stetig angestiegen waren, während sie im Vervielfältigungsbereich seit Jahren zurückgingen. Wir waren entsprechend nicht darauf vorbereitet und konnten sie nicht einfach mit anderen Einnahmen kompensieren.
Die neue Situation hat uns auch in der Dienstleistung, besonders in der Beratung, stark herausgefordert. Aber es hat auch positive Seiten hervorgebracht. Es hat uns erstens gezeigt, dass wir uns als Partner von Mitgliedern und Kunden verstehen können, denn wir haben relativ schnell gehandelt und Massnahmen ergriffen. Und zweitens intern: Innerhalb von zwei Wochen haben 90 Prozent unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Home-Office gearbeitet. Dabei haben wir auch gemerkt, dass wir technologisch fähig sind, das Unternehmen mit rund 250 Angestellten aus der Ferne weiterzuführen. Schwieriger war die Umstellung auf menschlicher Ebene, das soziale Element, das auch in einer so grossen Firma eine dynamische Wirkung hat und von einem Tag auf den anderen wegfiel.

Gab es denn keine Notfallszenarien für den Fall, dass alles zugeht?

Christoph Bill: Ich habe mich oft gefragt, ob wir nicht unsere Mitglieder auf eine solche Gefahr hätten aufmerksam machen sollen. Aber ein solches Szenario war sehr weit weg, auch wenn es in einigen wenigen Notfallkonzepten auftauchte. Ich habe mir dies auch ab und zu vorgeworfen, aber was hätten wir denn anders gemacht? Wir haben sofort reagiert und uns unkompliziert als Branche engagiert. Damit meine ich nicht nur die SMPA, vielmehr haben wir es sogar geschafft, der Kultur- und Veranstaltungsbranche insgesamt eine Stimme zu geben. Dies ist auf politischer und medialer Ebene ein grosser Vorteil, und dies hätten wir eigentlich schon lange tun sollen, nun hat es eben die Pandemie ausgelöst. Und es zeigt sich, dass wir trotz der Breite der vertretenen Kultur sehr viele gemeinsame Nenner haben.

Versicherungen und gestreamte Konzerte

Herr Bücheli, in der Klubszene gab es im Kleinen seit Jahren schon Probleme wie angedrohte Schliessungen wegen Drogen und Lärmklagen – deshalb wurde die Bar & Club Kommission Zürich ja auch gegründet …

Alexander Bücheli: Ja, aber die Pandemie ist ein ganz anderes Problem, weil man sich nicht dagegen wehren kann wie bei Lärmklagen. Das ist das Extreme daran: Man muss vieles einfach hinnehmen. Wir haben beispielsweise mit Anfragen bei der Science Taskforce versucht, etwas zu lernen (bezüglich der Virenübertragung in Bars und Klubs), aber erfolglos. Keiner der Betriebe hatte ein Notfallkonzept, aber 80 bis 90 Prozent hatten eine Epidemie- oder Pandemieversicherung, doch viele Versicherungen haben sich gedrückt zu zahlen. In Zürich hatten wir das Glück, dass sich viele Mitglieder an einer Pool-Lösung beteiligt hatten, die die Pandemie-Zeit abdeckte, sogar zweimal: der zweite Lockdown wurde als zweiter Schadensfall betrachtet. Diese Versicherung wurde dann per Ende 2021 von den Versicherungsanstalten gekündigt – und existiert nicht mehr.
Wir hatten auch keine Alternativen zu einer Schliessung wie die Restaurants: Wir konnten keine Take-Away-Klubabende anbieten. Wir veranstalteten zwar im März 2021 das virtuelle Klubfestival «Limmatstream», an dem die Leute als Avatare durch die Klubs tanzen konnten. Da hatten wir über 3000 Beteiligte, man konnte auch Video-Chats mit anderen Avataren machen. Das war irgendwie toll, konnte aber ein richtiges Klub-Erlebnis nicht ersetzen. Zudem stellte sich die Frage, ob die Leute bereit gewesen wären, für ein solches virtuelles Erlebnis 10 bis 15 Franken zu zahlen, die man als Veranstalter bräuchte, um finanziell herauszukommen; wir boten es kostenlos an.
Christoph Bill: Zu den Versicherungen: Bei unseren Mitgliedern war es genau umgekehrt, da hatten höchstens 20 Prozent eine Versicherung und die haben in der Regel gezahlt. Aber wenn wir zurückschauen, war der Anfang der Pandemie eigentlich einfacher, weil es ein klares Verbot gab für Grossveranstaltungen. Schon Ende April 2020 wussten wir etwa, dass das «Heitere»-Festival im August nicht stattfinden kann, das ist zeitlich eine komfortable Situation für Veranstalter. Alle Kolleginnen und Kollegen haben damals gewusst, dass sie ihre Veranstaltungen innerhalb eines gewissen Zeitraumes verschieben müssen. Das bedeutet zwar einen riesigen Aufwand, aber es gab von allen Seiten viel Verständnis dafür. Schwierig wurde es danach, als Vorgaben für die Folgeperioden auf sich warten liessen und es keine klaren oder kantonal unterschiedliche Auflagen und Informationen gab. Entsprechend mussten wir kurzfristiger und in verschiedenen Szenarien planen.

Praxisfremdheit und fehlende Planbarkeit

Alexander Bücheli: Das ist ein wichtiger Punkt: Die klare Ansage des Bundes fehlte. Wenn man weiss, ob man offen haben kann oder schliessen muss, dann kann man sich darauf einstellen. Wir hatten noch eine Zwischenphase, in der die Zürcher Kantonsregierung sagte, man solle nicht mehr tanzen gehen, die Klubs müssten eigentlich geschlossen sein, aber uns nicht die Weisung gab, zu schliessen. Der moralische Druck wurde so gross, wie wird das früher noch nie erlebt haben; es kam sogar zu anonymen Beschimpfungen und Drohungen.
Christoph Bill: Ich habe damals auch eine Praxisfremdheit der Behörden festgestellt, lange auch keine Dialogbereitschaft. Wir sind auch viele Stellen angegangen, aber die haben den Ball einander zugeschoben und zu uns kam nichts zurück, statt dass sie uns einbezogen hätten für nachvollziehbare, praxistaugliche Massnahmen mit etwas Vorlaufzeit. Wie lange ist es gegangen, bis wir erstmals mit Leuten des Bundesamtes für Gesundheit sprechen konnten! Wir sind ja die letzten, die eine Veranstaltung um jeden Preis durchziehen wollen. Aber wir müssen eine behördliche Stütze haben, damit wir rechtzeitig sagen können, eine Veranstaltung muss abgesagt oder verschoben werden. Eine rollende Planung auf drei Monate hinaus wäre für uns ideal gewesen. Einen Klub kann man vielleicht von einer Woche auf die nächste öffnen, für ein Grosskonzert oder ein Festival aber braucht es diese Vorlaufzeit.

Durch das Verbot von Veranstaltungen konnte man sich also mehr oder weniger auf eine Situation einstellen. Kam es deshalb zu Kurzarbeit, Entlassungen oder sogar zu Konkursen?

Christoph Bill: Bei unseren Mitgliedern gibt es bis jetzt keinen einzigen Konkurs. Die Hilfspakete haben schnell und gut gewirkt; wir haben uns dafür auch bedankt. Die Probleme sind aber noch längst nicht ausgestanden: Z.B. ist die Nachfrage noch verhalten, Unterstützungen werden abgebaut und Fachkräfte fehlen. Deshalb bin ich kurzfristig nicht so zuversichtlich; die Stunde der Wahrheit, die schlägt erst noch.

Schnelle Hilfe und nur wenige Entlassungen

Alexander Bücheli: Die Schnelligkeit der Covid-Kredite und die Unterstützung bei der Kurzarbeit: Das war sehr wichtig für uns, auch wie unbürokratisch das gesprochen wurde – ein Schlüsselerlebnis. In Bezug auf die für das Überleben wichtigen A-fonds-perdu-Gelder muss man aber sagen, dass es sechs bis acht Monate ging, bis die ersten Beträge ausbezahlt wurden, es waren zudem nur Entschädigungen für Kulturunternehmen. Wir mussten sehr viel unternehmen, dass auch Klubs als Kulturunternehmen anerkannt und entschädigt werden – und dies gelang nur in gewissen Kantonen. Betriebe die dann Härtefallgelder erhielten, mussten über ein Jahr auf Unterstützung warten.
Christoph Bill: Die kantonal unterschiedlichen Auslegungen waren auch bei unseren Mitgliedern ein Problem, das bis heute anhält. An sich griffige Instrumente wie aktuell etwa der Schutzschirm für Publikumsanlässe werden in einigen Kantonen gar nicht eingeführt und in etlichen anderen ganz unterschiedlich angewendet. Da sind die Reserven, die man über 20, 30 Jahre in einem Geschäft mit sehr dünnen Margen aufgebaut hat, ziemlich bald aufgebraucht. Immerhin wurde bei der Kurzarbeit sehr schnell und unbürokratisch reagiert.
Alexander Bücheli: Entlassungen gab es in unserem Bereich nur wenige. Es war eher so, dass die Angestellten darum gebeten haben, weil sie in einem anderen Bereich arbeiten wollten. Konkurse gab es bei Betrieben, die schon vorher nicht so gut liefen, oder solchen, die erst auf den Markt gekommen waren. Dank privaten und betrieblichen Reserven, gab es nur wenig Konkurse.

Es gab in den letzten 20 Monaten viel weniger Konzerte, da könnte man annehmen, dass es bei der SUISA auch viel weniger zu tun gab …

Irène Philipp Ziebold: Wegen Corona wurden bei uns keine Entlassungen gesprochen. Wenn wir Leute nicht mehr ersetzt haben, dann war es aus allgemeinen Gründen, vor allem weil wir viele einfache Arbeiten automatisieren, also durch Computer ersetzen können. Man hat aber über Kurzarbeit gesprochen, genau mit der Argumentation der weggefallenen Konzerte. Wir haben dies dann genau angeschaut. Die Mitglieder- und Dokumentationsabteilung als auch der Kundendienst für den Medien- und den Online-Bereich waren kaum von Corona betroffen bzw. wir hatten dort mehr Aufwand, weil sich viele beraten liessen und wir zudem einen Nothilfefonds gegründet haben.
Nur der Kundendienst für die Aufführungsrechte bzw. Events hatte weniger zu tun. Dies gab Gelegenheit, Rückstände abzuarbeiten und die MitarbeiterInnen konnten in anderen Abteilungen eingesetzt werden, etwa im Bereich online, wo coronabedingt mehr Arbeit anfiel. Deshalb mussten wir wegen Corona niemanden entlassen oder in Kurzarbeit versetzen. Und wenn man das Betriebsergebnis von 2020 anschaut, haben wir auch ein relativ gutes Ergebnis in dieser Krise erreicht.

Notbudget und Mehraufwand

Hat das auch damit zu tun, dass die SUISA mit einem Notbudget gearbeitet habt, das rollend angepasst wurde?

Irène Philipp Ziebold: Absolut. Der Vorstand wollte wissen, wohin die Reise geht: Können wir die Kosten so weit reduzieren, wie die Einnahmen einbrechen? Dies wäre nur mit einer massiven Reduktion des Personals gegangen. Wir wussten aber, dass wenn wir Leute entlassen würden, dass diese dann fehlen würden am Tag X, wenn das Geschäft wieder normal läuft. Ein grosses Fachwissen , das für diese Aufgaben nötig ist, wäre nicht mehr vorhanden; neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter benötigen immer eine gewisse Einarbeitungszeit. Es wäre deshalb fahrlässig gewesen, in einer solchen Situation viele Leute zu entlassen.

Wie gross ist für Veranstalter der Zusatzaufwand, der durch immer wieder ändernde Corona-Regelungen entsteht?

Christoph Bill: Es ist unglaublicher Mehraufwand, den die Mitglieder der SMPA deshalb haben, das kann ich auch aus persönlicher Erfahrung vom «Heitere»-Festival her sagen. Das Entwickeln und Anpassen etlicher Szenarien, das Einholen, Verhandeln und Umsetzen der gesundheitspolizeilichen Bewilligung, das Ausarbeiten und Umsetzen des Schutzkonzeptes, die Absicherung der Risiken, der Umgang mit der Unsicherheit und das bei der Stangehalten aller Beteiligten gab und gibt für einen Veranstalter enorm viel zu tun, ganz abgesehen von den Zusatzaufwendungen vor Ort für Infrastruktur und Personal. Beim Heitere haben wir 2021 zusätzlich zur Vor-Ort-Ausgabe noch ein virtuelles Festival lanciert, eine wertvolle Erfahrung zwar, aber parallel ebenfalls ein enormer Aufwand.

Wie ist die Situation in angegliederten Bereichen, etwa bei den Technikern und der Security?

Christoph Bill: Zunehmend zum Problem werden dürfte der Fachkräftemangel, einerseits bedingt durch Entlassungen, die einige Firmen trotz allem aussprechen mussten. Andererseits orientieren sich immer mehr Leute aus diesen Bereichen anders, je länger die Krise dauert, auch wenn man sie gerne behalten würde. Und wer nun z.B. als Elektriker arbeitet, wird noch etwas zuwarten, bis er wieder zum Tontechniker-Beruf zurückgeht; er hat vielleicht auch die geregelteren Arbeitszeiten schätzen gelernt.
Dabei wird der Bedarf eher noch grösser als früher, denn unsere Mitglieder haben viele Veranstaltungen auf 2022 verschoben; das wird zu gewissen Zeiten eine grosse Massierung geben, weil die verschobenen und neue Veranstaltungen zusammenkommen. Das muss man irgendwie bewältigen. Und diese Tickets muss auch irgendjemand kaufen.
Alexander Bücheli: Anfang 2022 wird bei uns entscheidend sein, auch abhängig davon, wie das Adventsgeschäft mit Firmenanlässen läuft, das in einigen Betrieben 30 bis 50 Prozent des Jahresumsatzes ausmachen kann.

Gemeinsame Stimme und schnelle Reaktion

Wie wichtig war es, dass sich verschiedene Verbände früh zusammengetan haben, um vor allem beim Bund eine Stimme zu erhalten?

Christoph Bill: Das war absolut entscheidend. Wenn es auch lange nicht zu einem richtigen Dialog gekommen ist, viele unserer Botschaften sind schneller angekommen, als wir das Gefühl hatten. Was umgesetzt wurde, ging grösstenteils in die richtige Richtung. Es war wichtig, die Stimmen aus dem Kultur- und Veranstaltungsbereich zu bündeln statt einzeln vorzupreschen. Es ist gerade auch für Politikerinnen und Politiker enorm wichtig, dass sie nicht von allen Seiten mit Stellungnahmen eingedeckt werden, sondern dass es einen kleinsten gemeinsamen Nenner gibt – den haben wir immer gesucht. Als Verband spielten wir plötzlich eine grössere und sichtbarere Rolle. Wir haben schon in den letzten sechs bis zehn Jahren ein Klima der Offenheit und des Miteinanders geschaffen. Darauf konnten wir bauen.

Wie hat sich die Stellung der SUISA in dieser Krisenzeit verändert?

Irène Philipp Ziebold: Auf der Seite der Mitglieder und Verlage sind wir gestärkt worden, weil wir für sie da waren und nicht in Kurzarbeit verschwanden. Die Beratung war für die Mitglieder immens wichtig. Wir haben weiterhin unseren Auftrag erledigt, dass wir Geld generiert haben – die Jahresrechnung 2020 zeigt, dass das nicht schlecht gelang. Wir haben zudem einen Nothilfefonds erstellt, bei dem wir gerade im Gegensatz zu gewissen Unterstützungen des Bundes noch etwas pragmatischer sind. Wir sind weder oberflächlich noch fahrlässig, aber wir verlangen weniger Angaben und können deshalb schneller gewisse Unterstützungen leisten. Wir haben auch unsere Vorschussregelungen geändert, grosszügiger gemacht, aber immer in Abwägung des Risikos. Wir haben auch noch eine Urheber- und Verlegerfürsorge, die ebenfalls Unterstützung leistet. Wir haben agiert, und dies hat uns bei unseren Mitgliedern nochmals gestärkt.

Und bei den Kunden?

Irène Philipp Ziebold: Auch dort haben wir sehr schnell reagiert, und auch Massnahmen getroffen, die wir nicht hätten machen müssen, etwa die Zahlungsfristen zu verlängern und Mahnungen zu sistieren. Da sind wir ziemlich agil und partnerschaftlich aufgetreten. Das hat uns viel Goodwill gebracht.

Und betreffend einer Stimme?

Irène Philipp Ziebold: Hier kann ich auf den Schweizer Musikrat hinweisen. Als dessen Mitglied sind wir gut in der Taskforce Culture vertreten. Erstmals sind Veranstalter und Mitglieder quasi an einem Tisch mit der gleichen Forderung mit einer Stimme gekommen, das hat auch in der Politik gut gewirkt. Die Taskforce Culture konnte einen gewissen Einfluss ausüben, war einbezogen, auch bei Gesprächem mit Bundesrat Berset. Es war und ist ein Erfolg, den man weitertragen sollte.

Unkomplizierte Lösungen und verzögerte Normalisierung

Wie stufen die Veranstalter die Krisen-Zusammenarbeit mit der SUISA ein?

Christoph Bill: Auch wenn es die SMPA-Mitglieder weniger betroffen hat, so hat die SUISA in einigen Bereichen schnell und unkompliziert Lösungen gefunden. Danke, Kompliment! Der Dialog mit uns als Verband war schon vorher gut, wurde aber noch besser. Wir haben das Bewusstsein gespürt, dass man im selben Boot sitzt. Und es wurde auch klar, dass man die Zukunft nur zusammen meistern kann und vielleicht auch neue Wege gehen muss.
Alexander Bücheli: Es war ein bisschen wie bei der Taskforce Culture. Wir haben zu Beginn der SUISA geschrieben, weil wir das Problem haben, dass die Klubs quartalsmässig Rechnungen zahlen und nicht anhand von Veranstaltungen, die stattfinden. Die SUISA hat sehr unkompliziert eine Lösung gefunden, für die wir sehr dankbar sind. Unabhängig von Covid sollten wir vermehrt versuchen, einander zu verstehen und sich auch zu treffen. Und es ist ein gutes Zeichen, dass niemand unserer Mitglieder sich bei mir seit der Pandemie über die SUISA beklagt hat, also funktioniert es.

Wie sind die Erwartungen an eine Normalisierung der Situation, hat sich beim Publikum ein Bedürfnis nach Veranstaltungen aufgestaut?

Christoph Bill: Das ist für mich immer noch ein Blick in die Glaskugel. Nein, ich denke nicht, dass sich da noch viel aufgestaut hat. Viele Menschen werden erst verzögert an Konzerte und Festivals zurückkehren. Das zeigt sich darin, dass die Nachfrage bei Veranstaltungen unserer Mitglieder – abgesehen von einigen Ausnahmen – 20 bis 30 Prozent tiefer liegt als üblich und dass ein höherer Anteil der Gäste, die ein Ticket haben, nicht erscheinen. Diese Verzögerung ist neben der für die Organisation benötigten Vorlaufzeit zu beachten: Wir versuchen den Live-Betrieb wieder in Gang zu bringen. Aber wir können den Hebel nicht einfach umstellen. Es braucht dafür wohl auch Anschubhilfen und Instrumente wie etwa, dass die SUISA weiterhin Zahlungsfristen erstreckt.

Das Round-Table-Gespräch fand am 12. November 2021 statt. Die Teilnehmer waren: Christoph Bill, Heitere Events AG und Präsident SMPA (Swiss Music Promoters Association); Alexander Bücheli, Geschäftsführer Bar & Club Kommission Zürich; Irène Philipp Ziebold, COO SUISA und Vize-Präsidentin Schweizer Musikrat.

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An einem Round-Table-Gespräch sprachen mit Christoph Bill und Alexander Bücheli zwei Vertreter von SUISA-Kunden aus dem Veranstalterbereich und Irène Philipp Ziebold, COO SUISA, über die Krisenbewältigung während der Pandemie. Auch die Zusammenarbeit mit der SUISA war ein Thema. Moderation und Transkript: Markus Ganz, Gastautor

Partnerschaftlich gestärkt durch Krisenzeiten

Round-Table-Gespräch mit Christoph Bill (Heitere Events AG und Präsident SMPA), Irène Philipp Ziebold (COO SUISA) und Alexander Bücheli (Geschäftsführer Bar & Club Kommission Zürich). (Fotos: Manu Leuenberger)

Wie haben Sie und die durch Sie vertretenen Betriebe die Corona-Krise bisher erlebt?

Christoph Bill: Als Präsident des Branchenverbands SMPA glaube ich, dass es alle unsere Mitglieder auf dem linken Fuss erwischt hat; wir waren nicht auf ein solches Szenario vorbereitet. Aber wir haben als Branche relativ schnell reagiert, haben uns zusammengetan, Sofortmassnahmen definiert (z. B. bezüglich Tickets bei Verschiebungen und Absagen) und laufend…Weiterlesen

Vorstandssitzungen Dezember: Budget für das Jahr 2022 beschlossen

Die Sitzungen des Vorstands der SUISA vom 12. und 13. Dezember 2021 mussten aufgrund der empfohlenen Schutzmassnahmen leider wieder in Form einer Videokonferenz abgehalten werden. Unter anderem wurde an den letzten Sitzungen des Jahres das Budget für 2022 beschlossen. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Vorstandssitzungen Dezember: Budget für das Jahr 2022 beschlossen

Weiterhin neblige Aussichten in Bezug auf die Durchführung von Konzertanlässen und damit verbunden die Einnahmen aus Aufführungsrechten für das Jahr 2022. (Foto: Tabea Hüberli & Dirk Hoogendoorn)

Die letzten Sitzungen des Vorstands und seiner Kommissionen fanden am 12. und 13. Dezember pandemiebedingt einmal mehr per Videokonferenz statt. Der Vorstand hatte kurz zuvor anlässlich einer Tagung die Möglichkeit, sich noch physisch zu treffen.

Zukunft der Online-Lizenzierung

In dieser Informations- und Klausurtagung am 24. November 2021 haben sich der Vorstand mit der Geschäftsleitung der SUISA und dem CEO von Mint Digital Services AG mit der aktuellen Situation bei der weltweiten Wahrnehmung der Rechte unserer Mitglieder für Online-Nutzungen beschäftigt. Die SUISA steht mit ihrem gemeinsam mit der amerikanischen SESAC gegründeten Joint Venture-Unternehmen in Konkurrenz zu anderen Lizenzierungsgesellschaften: ICE, eine Gründung der PRS (UK), Gema (DE) und Stim (SE) sowie Armonia, gegründete von Sacem (FR). Mit dem Geschäftsführer von Mint wurden deshalb die möglichen Szenarien für die Akquisition weiterer Kunden besprochen. Der Vorstand konnte auch Kenntnis nehmen von den Vorteilen, welche die direkte Lizenzierung des SUISA-Repertoires weltweit unseren Mitgliedern bringt.

Budget 2022

Das Hauptthema der Vorstandssitzung im Dezember war die Genehmigung des von der Geschäftsleitung vorgelegten Budgets für 2022. Bekanntlich ist die Situation bei den Aufführungsrechten weiterhin kritisch. Grosse Veranstaltungen sind wegen Corona, wenn überhaupt, nur unter einschränkenden Auflagen möglich. Diese Auflagen haben zur Folge, dass auch die Ticketverkäufe zaghafter und oft schlechter laufen als vor der Pandemie. So ist für 2022 mit tieferen Einnahmen aus den Aufführungsrechten zu rechnen als noch vor Corona (–35% im Vergleich zu 2019). Trotzdem sollte es eine Steigerung im Vergleich zu 2020 geben (+12%).

Wichtige Pfeiler für das Erreichen eines gegenüber 2020 und voraussichtlich auch 2021 besseren Ergebnisses in allen Bereichen sind die kontinuierlich verbesserte Markterfassung, angepasste Tarife und neue Verträge. Aufgrund des neuen Tarifs betreffend die Leerträgervergütung bei externen Festplatten und Laptops gültig ab 1. Juli 2022 dürften die Einnahmen aus Vergütungsansprüchen um rund 20% gegenüber 2020 ansteigen.

Auf Seite der Ausgaben gilt weiterhin ein vorsichtiger Kurs. Die Ausgaben sollen 2022 tiefer sein als 2020. Trotzdem muss in die Weiterentwicklung der Informatik investiert werden. Das Ziel ist, möglichst alle Kommunikationsprozesse zwischen Mitgliedern und der SUISA und zwischen Kunden/innen und der SUISA online durchzuführen: Unsere Ansprechpartner/innen sollen jederzeit über das Webportal mit uns in Kontakt treten können.

Der Vorstand beschloss im Rahmen des Budgets auch die Kostenabzüge für Abrechnungen, welche 2022 an die Bezugsberechtigten erstellt werden. Diese Kostenabzüge bleiben unverändert, das heisst: maximal 15% für Aufführungs- und Senderechte und für Onlinenutzungen (Video, Websites). Bei der Online-Verbreitung von Audioaufnahmen liegt der Kostenabzug bei 10%.

Verhaltenskodex und Interessenkonflikte

Die EU-Richtlinie zu den Verwertungsgesellschaften von 2014 hat auch im Fürstentum Liechtenstein Geltung. Die SUISA hat deshalb 2018 ihre Statuten entsprechend angepasst. Als weitere Folge der Bestimmungen der Richtlinie sind die Regeln über Interessenkonflikte genauer zu definieren. Der Vorstand hat diese Regeln in der Dezembersitzung genehmigt. Vorstand und Geschäftsleitung werden der Generalversammlung dazu entsprechende Erklärungen über Interessenbindungen und die Bezüge aus ihren SUISA-Mandaten offenlegen.

Projekte

Der Vorstand hat im Weiteren die Weiterarbeit und Planung an zwei Projekten beschlossen: einerseits die Feierlichkeiten zum Jubiläum 100 Jahre SUISA im 2023 und andererseits ein gemeinsames Projekt mit der Gema zur Automatisierung und damit Verbesserung der Markterfassung für Aufführungsrechte. Einzelheiten darüber werden in den Berichten nach den kommenden Vorstandssitzungen ausgeführt werden können.

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