Tagarchiv: SUISA

SUISA macht Musik möglich

Ein neues Leitbild, ein neues Organigramm! Fairness, Engagement und Leidenschaft – diese drei Begriffe umreissen das neue Leitbild der SUISA. Im Zentrum steht das Statement «SUISA macht Musik möglich». Auf dem gleichen Grundsatz basiert auch das neue Organigramm der SUISA. Von Irène Philipp Ziebold, COO

SUISA macht Musik möglich

Als Vermittlerin zwischen den Interessen der Musikschaffenden und den Musiknutzern macht SUISA Musik möglich. (Illustration: Zusammenspiel)

Fairen Umgang mit dem Schaffen der Künstler, Engagement beim Vermitteln zwischen den Interessen der Musikschaffenden und den Nutzern sowie Leidenschaft der SUISA-Mitarbeitenden bei ihrer täglichen Arbeit. Im Zentrum des neuen Leitbilds der SUISA steht das Motto «SUISA macht Musik möglich». Auf diesen Grundsatz baut auch das neue Organigramm der SUISA auf, das seit Januar 2019 zum Tragen kommt.

Neues Organigramm

Die neue Organisation ist stärker an den Prozessen orientiert als zuvor. Damit soll gewährleistet werden, dass die Musikschaffenden für die Nutzung ihrer Musik bestmöglich vergütet werden. Mit dem geänderten Organigramm wird die Effizienz der internen Arbeitsabläufe in der SUISA weiter optimiert. Der Hauptprozess – Lizenzieren und Verteilen – steht nun in einem Departement vereint unter einem gemeinsamen Dach.

Die SUISA-Organisationsstruktur gliedert sich wie bisher in drei Departemente: Die Verantwortung über den Kernprozess liegt im neuen Departement «Operations». Dazu kommen das Departement «Regulations» für die rechtlichen Grundlagen und die internationale Werkdokumentation sowie das Departement «Services» für alle Querschnittsdienste, insbesondere Informatik, Finanzen, Human Resources und Kommunikation.

Die Kompetenzen sind somit auch auf Geschäftsleitungsebene verstärkt gebündelt. So liegt die Verantwortung in Bezug auf die Lizenzierung der verschiedenen Musiknutzungen und in der Folge die Verteilung der entsprechenden Urheberrechtsentschädigungen bei einer Person. Damit sollen aufwändige Schnittstellen vermieden und straffere Prozesse geschaffen werden. Das Ziel ist und bleibt, dass wir alle zukünftigen Entwicklungen im Interesse unserer Mitglieder angehen und dabei nie vergessen, einen zwar effizienten aber auch qualitätshohen Service anzubieten.

Neues Leitbild

Um eine (neue) Organisation zu leben, müssen im Unternehmen die Rahmenbedingungen festgehalten werden. Es ist Aufgabe eines Leitbilds, die Leitplanken, innerhalb derer die Unternehmensstrategie erreicht werden soll, zu definieren. Zudem soll das Leitbild aufzeigen, was der Unternehmenszweck eines Unternehmens ist, was dessen Identität ausmacht und welches Image angestrebt wird. Nicht zuletzt soll das Leitbild für alle Mitarbeitenden ein Orientierungsrahmen sein und motivierend wirken. Ziel ist auch, darin die Vielfalt und Realität der unterschiedlichen Mitarbeitenden und SUISA-Zielgruppen abzubilden- und widerzuspiegeln.

Das bisherige SUISA Leitbild war Ende der 90er-Jahre entstanden. Entsprechend bildete es die heutige Realität der SUISA und ihres Umfeldes nicht mehr ab und wurde den oben genannten Ansprüchen nicht mehr gerecht. Die Geschäftsleitung der SUISA hat deshalb Anfang 2017 die Erstellung eines neuen Leitbilds in Auftrag gegeben. Erarbeitet wurde das neue Leitbild innerhalb eines halben Jahres von einer Arbeitsgruppe bestehend aus 14 SUISA-Mitarbeitenden und zwei externen Experten. Vertreten waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Altersgruppen und Hierarchiestufen sowie aus den drei SUISA-Standorten.

Fairness, Engagement und Leidenschaft – diese drei Begriffe umreissen das neue Leitbild der SUISA. Verbunden mit der optimierten Organisationsstruktur, aus der das neue Organigramm herrührt, sind wir gerüstet und arbeiten tatkräftig an der Umsetzung des Grundsatzes: SUISA macht Musik möglich!

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Die Informatik der SUISA steht unter neuer Leitung

Die Informatik ist das technologische Rückgrat eines Dienstleistungsbetriebs. Die SUISA-Informatik wird von einem neuen Führungsteam geleitet. Text von Andreas Wegelin

Die Informatik der SUISA steht unter neuer Leitung

Das Führungsteam der SUISA-Informatik ab April 2019 (v.l.n.r.): Dieter Wijngaards, Jürg Ziebold und Hansruedi Jung. (Foto: Sibylle Roth)

Rund sieben Jahren ist es her, seit der Vorstand der SUISA im Dezember 2011 im Rahmen der Genehmigung des Budgets 2012 eine neue IT-Strategie gutgeheissen hat. Was im Artikel «Budget 2012 unter Dach und Fach» im SUISAinfo Ausgabe 1.12 in Kürze beschrieben war, hatte in den darauffolgenden Jahren einige Folgen.

Hauptziel war die Ablösung der SUISA-IT vom IBM-Grosssystem und der Umbau der IT-Landschaft auf eine moderne Architektur. Dank der neuen Architektur konnten seither die informatikgestützten Services wesentlich ausgebaut werden. Mit Neuentwicklungen wurden die Bedürfnisse der Mitglieder, der Mitarbeitenden und auch der SUISA-Kunden flexibler und schneller berücksichtigt.

Online-Services für Mitglieder und Kunden ausgebaut

Mitglieder haben heute die Möglichkeit, alltägliche Angelegenheiten mit der SUISA über die Applikation «Mein Konto» online abzuwickeln. Im passwortgeschützten Mitgliederbereich werden die Abrechnungen vierteljährlich elektronisch zur Verfügung gestellt oder können Werkanmeldungen vorgenommen werden. Auch für die Kunden der SUISA wurden Online-Services erweitert; zuletzt mit der Online-Anmeldung von Nutzungen für die Musikberieselung oder public viewing (GT 3a).

Zahlreiche weitere technische Entwicklungen erleichtern die Arbeit unserer Mitarbeitenden und helfen, Personalkosten zu sparen. Zu nennen sind etwa ein digitales Dokumenten-Management System (DMS) für alle Mitgliederdossiers oder die grundlegende technische Erneuerung unserer Werkdokumentation, welche auch die Zusammenarbeit mit unserem Joint Venture-Partner SESAC in Mint Digital Services und damit die Online-Lizenzierung der Werke weltweit ermöglicht.

Neues Führungsteam ernannt

Die Anzahl der Mitarbeitenden im Bereich Informatik ist in dieser Zeit von 23 auf 30 Stellen angewachsen. Zur Sicherstellung einer umsichtigen und kompetenten Führung hat der Vorstand den bisherigen Leiter der Abteilung Applikationsentwicklung, Jürg Ziebold, per 1. Januar neu zum Gesamtleiter der SUISA-Informatik und Dieter Wijngaards zum neuen Leiter Applikationsentwicklung ernannt.

Die SUISA-Informatik umfasst weiterhin zwei Abteilungen, Applikationsentwicklung und Systemtechnik. Jürg Ziebold direkt unterstellt sind die beiden Abteilungsleiter Dieter Wijngaards (Applikationsentwicklung) und Hansruedi Jung (Systemtechnik) und ein Team von Business-Analysten. Während Hansruedi Jung bereits seit 2006 die Abteilung Systemtechnik leitet, stösst Dieter Wijngaards per 1. April 2019 neu zum SUISA-Informatik-Team. Dieter Wijngaards war CTO (Chief Technology Officer) bei Adesso Schweiz AG und hat die SUISA-Informatik bereits seit 2012 bei der Entwicklung der neuen IT-Architektur beraten.

Die Geschäftsleitung freut sich über die Bestellung des neuen Führungsteams und ist überzeugt, damit die zentrale Rolle der Informatik bei der Abwicklung der Geschäftsprozesse weiterhin zu sichern. Sie wünscht der neuen Leitung viel Erfolg.

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Die Informatik ist das technologische Rückgrat eines Dienstleistungsbetriebs. Die SUISA-Informatik wird von einem neuen Führungsteam geleitet. Text von Andreas Wegelin

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Das Führungsteam der SUISA-Informatik ab April 2019 (v.l.n.r.): Dieter Wijngaards, Jürg Ziebold und Hansruedi Jung. (Foto: Sibylle Roth)

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Hauptziel war die Ablösung der SUISA-IT vom IBM-Grosssystem und der Umbau der IT-Landschaft auf eine moderne Architektur. Dank der neuen Architektur konnten seither die informatikgestützten Services wesentlich ausgebaut werden. Mit Neuentwicklungen wurden die Bedürfnisse der Mitglieder, der Mitarbeitenden und auch der SUISA-Kunden flexibler und schneller berücksichtigt.

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Einnahmen aus Aufführungsrechten sollen 2019 steigen

Bei den Sitzungen des Vorstands der SUISA im Dezember liegt der Fokus jeweils auf den Zahlen des Folgejahres. Budget, Stellenplan und Kostenabzüge für das Geschäftsjahr 2019 standen im Mittelpunkt. Bericht aus dem Vorstand von Dora Zeller

Bericht aus dem Vorstand: Einnahmen aus Aufführungsrechten sollen 2019 steigen

Die Neuenburger Reggae-Band Moonraisers im September 2018 auf der Hauptbühne des von der SUISA mitunterstützten Festivals Label Suisse in Lausanne. Bei den Einnahmen aus Aufführungsrechten, wozu unter anderem Konzerte gehören, erwartet die SUISA im Geschäftsjahr 2019 eine Steigerung. (Foto: Anne Bichsel / Label Suisse)

Zum zweiten Mal in der SUISA-Geschichte prüfte der Vorstand neben dem Budget der Genossenschaft SUISA, dem Mutterhaus, auch das Konzernbudget. Dieses fasst die Zahlen des Mutterhauses, der 100%-igen Tochtergesellschaft SUISA Digital Licensing (SUISA Digital) und des 50%-Anteils am Joint Venture Mint Digital Services AG zusammen. Die Budgets von SUISA Digital und Mint werden von den jeweiligen Verwaltungsräten der beiden Unternehmen genehmigt; die Zahlen fliessen dann in die Konzernrechnung.

Anstieg der Einnahmen dank Aufführungsrechten

Im Budget der SUISA für 2019 ist ein Anstieg der Einnahmen aus der Verwertung von Urheberrechten in der Schweiz und Liechtenstein vorgesehen, vor allem dank den Einnahmen aus Aufführungsrechten (mehr Veranstaltungen, höhere Eintrittspreise). Der Rückgang bei den Vervielfältigungsrechten wird sich fortsetzen. Bei den Vergütungsansprüchen wird mit einem Zuwachs gerechnet, ebenso bei den Einnahmen aus Online-Nutzungen. Die Auslandeinnahmen sind analog 2018 veranschlagt, die Nebeneinnahmen sind höher budgetiert.

Für das Geschäftsjahr 2019 ist ein Gesamtumsatz von Fr. 166,5 Mio. budgetiert (2018: 152 Mio.). Der Aufwand dürfte sich von Fr. 29,5 Mio. im Vorjahr auf Fr. 32,5 Mio. erhöhen. Zum Mehraufwand tragen der höhere Personalaufwand für das Inkasso des Tarifs GT 3a (Hintergrundunterhaltung) und zusätzliche Stellen in der Informatikabteilung bei.

Kostenabzüge, Statuten, Reglemente

Bei den Kostenabzügen legt der Vorstand jährlich fest, welcher Prozentsatz bei der Verteilung der Einnahmen im Folgejahr abgezogen werden soll. Für 2019 werden im Offline-Bereich die Vorjahresprozentsätze beibehalten. Im Online-Geschäft verändern sich die Kostenabzüge; Grund dafür ist die Auslagerung der Lizenzierungs- und teilweise Verteilungstätigkeiten an die Tochtergesellschaften.

Die SUISA-Mitglieder hatten an der Generalversammlung im Juni 2018 verschiedenen Statutenänderungen zugestimmt. Die Revision der Statuten geschah im Zusammenhang mit der Anpassung an das liechtensteinische Verwertungsgesellschaftengesetz und die Richtlinie der Europäischen Union zur kollektiven Wahrnehmung von Urheberrechten (CRM-Richtlinie). Als Folge mussten die Kompetenzordnung und das Organisationsreglement angepasst sowie das Reglement für die neu geschaffene Beschwerdekommission ausgearbeitet werden. Der Vorstand hat die gesamten Regelwerke genehmigt.

FONDATION SUISA und Urheberrechtsrevision

Zwischen der SUISA-Vorstandskommission Organisation und Kommunikation und den Verantwortlichen der FONDATION SUISA hat sich ein «Dialogue annuel» eingebürgert, der jeweils zum Ende des Jahres stattfindet. Dieses Mal berichtete Marc Savary, Präsident des Stiftungsrates der FONDATION SUISA, über Anpassungen in den Statuten und Reglementen. Auch gab er einen Überblick zu den Aktivitäten der Musikförderstiftung der SUISA und beantwortete Fragen der Kommissionsmitglieder.

Weiter hat der Vorstand mit Sorge zur Kenntnis genommen, dass der Nationalrat in der Beratung über die Revision des Urheberrechts nicht am Kompromiss der Arbeitsgruppe zum Urheberrecht (AGUR12) festhalten und im Gesetz eine Ausnahme für den TV-Empfang in Gästezimmern vorsehen will. Damit wäre das neue Gesetz schlechter als das bisherige. Der Vorstand hat die Geschäftsleitung beauftragt, geeignete Massnahmen zu ergreifen, dass der Ständerat diesen Entscheid des Nationalrats korrigiert.

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Bei den Sitzungen des Vorstands der SUISA im Dezember liegt der Fokus jeweils auf den Zahlen des Folgejahres. Budget, Stellenplan und Kostenabzüge für das Geschäftsjahr 2019 standen im Mittelpunkt. Bericht aus dem Vorstand von Dora Zeller

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Wenn die SUISA Politik macht

Die SUISA und die anderen Schweizer Verwertungsgesellschaften haben sich politisch noch nie so stark engagiert wie im Jahr 2018. Doch ist ein politisches Engagement der SUISA gerechtfertigt? Von Vincent Salvadé, stellvertretender Generaldirektor

Wenn die SUISA Politik macht

Mit ihrem politischen Engagement will die SUISA günstige Voraussetzungen für die Wahrnehmung der Urheberrechte der Schweizer Musikschaffenden gewährleisten. (Foto: Trybex / Shutterstock.com)

Das politische Engagement der SUISA hat natürlich mit der Urheberrechtsrevision zu tun. Doch die Verwertungsgesellschaften haben auch zu vielen anderen Themen Stellung genommen: zur «No Billag»-Initiative, zum Geldspielgesetz, zur Revision des Fernmeldegesetzes, zu verschiedenen parlamentarischen Motionen, Initiativen usw. Ausserdem beteiligen sich die Verwertungsgesellschaften regelmässig an Vernehmlassungen zu den unterschiedlichsten Gesetzesvorlagen. Ein Zeichen dafür, dass Musik und Kultur in unserer Gesellschaft stetig an Bedeutung gewinnen. Sie sind facettenreich und von vielen politischen Themen betroffen.

Doch rechtfertigt dies ein politisches Engagement der SUISA? Ja, denn wenn wir uns äussern, geschieht dies völlig ausserhalb der Parteipolitik mit dem einzigen Ziel, die Interessen unserer Mitglieder zu vertreten. Die Rechtewahrnehmung ist kaum von der Politik abzugrenzen.

«Unsere politische Arbeit hat grundsätzlich immer das Ziel, günstige Rahmenbedingungen für die Rechtewahrnehmung zu schaffen.»

In den letzten Monaten folgten auf unsere Tarifverhandlungen zwei parlamentarische Vorstösse in Bern: Zum einen versuchte Nationalrat Philippe Nantermod, unserem Zusatztarif zum Gemeinsamen Tarif 3a, der Ende 2017 vom Bundesgericht genehmigt worden war, mit einer parlamentarischen Initiative zur Abschaffung der Entschädigungen für das Abspielen von Musik in Hotelzimmern und an ähnlichen Orten, entgegenzuwirken. Zum anderen verlangte Nationalrat Martin Candinas vor Kurzem in einer Motion, die Subventionen, die der Bund den Regionalradios ausschüttet, bei der Berechnung der Urheberrechte nicht mehr zu berücksichtigen, obwohl diese Frage von den Tarifgenehmigungsbehörden mehrmals in gegenteiligem Sinn entschieden worden war. In beiden Fällen wurde die Politik dazu genutzt, das zu vereiteln, was wir in mühseliger und langer Arbeit für die Rechtewahrnehmung erkämpft hatten.

Unsere politische Arbeit hat grundsätzlich immer das Ziel, günstige Rahmenbedingungen für die Rechtewahrnehmung zu schaffen. Dies gilt für die Urheberrechtsrevision, doch auch unser Kampf gegen die «No Billag»-Initiative beruhte auf derselben Motivation. Kürzlich engagierten wir uns dafür, dass die Revision des Fernmeldegesetzes die ausgewogene Lösung des Urheberrechts in Bezug auf «Replay TV» nicht gefährdet.

Dieses politische Engagement erfordert viel Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit. Doch sie lohnt sich: Am 13. Juni 2018 lehnte der Ständerat die Motion Candinas (ebenso den Alternativvorschlag des Bundesrats) mit 22 gegen 21 Stimmen ab. Wie hätte wohl das Ergebnis gelautet, wenn die Musikszene nicht mobilisiert worden wäre? Die SUISA wird den eingeschlagenen Weg fortsetzen, insbesondere indem sie sich gegen die bereits erwähnte parlamentarische Initiative von Nationalrat Nantermod engagiert.

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Die SUISA-Mitglieder in Zahlen

(Grafiken: Crafft Kommunikation)

Altersstruktur

Der Grossteil der Mitglieder ist zwischen 31 und 60 Jahre alt. Das liegt daran, dass Urheberinnen und Urheber bei ihrem Eintritt in die SUISA im Durchschnitt bereits 33 Jahre alt sind und dass in den letzten 20 Jahren die Neumitgliedschaften stark zugenommen haben.

Altersstruktur

Geschlecht

Die überwiegende Mehrheit der aktiven Urheber sind Männer. Eine leichte Verschiebung ist jedoch auszumachen: 45% der aktiven Urheberinnen sind der SUISA in den letzten zehn Jahren beigetreten.

Geschlecht

Sprachanteile

Die Sprachverhältnisse innerhalb der SUISA entsprechen in etwa der sprachlichen Aufteilung innerhalb der Schweiz, ausser dass französischsprachige Urheberinnen und Urheber leicht stärker vertreten sind.

Sprachanteile

Wohnort

Die Adressänderung an die SUISA geht leider manchmal vergessen. Daher kennt die SUISA von rund 15% ihrer Mitglieder die Adresse nicht. Verfügt die SUISA während fünf Jahren über keine gültige Zustelladresse mehr, erlöschen der Wahrnehmungsvertrag und die Mitgliedschaft am darauf folgenden Jahresende. Die Rechte fallen an den Urheber zurück und werden von der SUISA nicht mehr wahrgenommen.

Wohnort

Auftraggeber, Mitglieder

Musikschaffende und Verleger werden zunächst als Auftraggeber aufgenommen. Wer mindestens ein Jahr lang bei der SUISA angemeldet war und mindestens 2000 Franken Einnahmen aus Urheberrechten erreicht hat, wird zum stimm- und wahlberechtigten Mitglied. Untereditionen können nie den Mitgliedschaftsstatus erlangen; dies erklärt den hohen Anteil der nichtstimmberechtigten Verlage.

Auftraggeber, Mitglieder

Mitgliedschaftsjahre

Die Grafik zeigt eindrücklich den starken Anstieg bei den Neumitgliedschaften der letzten Jahre, insbesondere bei den Urheberinnen und Urhebern. Die Neumitgliedschaften bei den Verlagen sind hingegen seit mehreren Jahren konstant geblieben.

Mitgliedschaftsjahre

Alle Angaben gemäss Stand April 2018.

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Personeller Wechsel im Musikdienst der SUISA

Ende September 2018 ist Ernst Meier, Leiter des Musikdienstes, nach 33 Jahren im Dienste der Urheber und Verleger in den Ruhestand gegangen. Sein Nachfolger heisst Andres Pfister. Text von Irène Philipp Ziebold

Personeller Wechsel im Musikdienst der SUISA

Ernst Meier im September 2018 in seinem Büro in der SUISA-Niederlassung an der Zürcher Bellariastrasse. Der langjährige Leiter des Musikdienstes geniesst nun den Ruhestand. (Foto: Sibylle Roth)

Als Musikologe bewarb sich Ernst Meier 1985 um eine Assistenzstelle beim damaligen Schweizerischen Musik-Archiv der SUISA, dem heutigen «Musikdienst». Seine Leidenschaft für die Musik entfachte schon früh: Bereits im 14. Lebensjahr begann er mit dem Orgelspiel. Indem er an der Universität Zürich Musikwissenschaft studierte, machte er seine Leidenschaft in der Folge zum Beruf.

Als Leiter des Musikdienstes beantwortete Ernst Meier vielfältige Fachfragen, die besonderer musikwissenschaftlicher Kenntnisse bedurften. So untersuchte er zum Beispiel Fälle, bei denen Verdacht auf Plagiate bestand, oder prüfte Anmeldungen von Bearbeitungen nicht mehr geschützter Werke daraufhin, ob ein urheberrechtlich geschütztes Werk zweiter Hand vorliegt.

Mitte 2011 wurde die Gruppe «Programmdienst» in den Musikdienst integriert. Mit seinen sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sorgte Ernst Meier dafür, dass die geschützten Werke auf den Aufführungsprogrammlisten korrekt gekennzeichnet wurden. Dabei wurden sie von Ernst Meier insbesondere bei Konzertprogrammen von zeitgenössischer und klassischer Musik unterstützt. Diese Angaben liefern die Basis für die exakte Rechnungsstellung an die Veranstalter und die korrekte Verteilung der Urheberrechtsentschädigungen gemäss Programm.

Die SUISA hat seit der Gründung von RISM Schweiz («Répertoire International des Sources Musicales») als Verein einen Sitz im Vorstand dieser Organisation. Ernst Meier hat als Musikwissenschafter die SUISA dort vertreten und hatte dadurch einen wertvollen Kontakt zu seinem Studiengebiet behalten können. Daneben engagierte er sich auch bei der Schweizerischen Vereinigung der Musiksammlungen (IAML).

Nach 33 Jahren im Dienste der Urheber und Verleger ist Ernst Meier Ende September 2018 in den Ruhestand gegangen. Mit seiner Liebe zur Musik und seinem enormen Wissen und Gespür bei allen musikalischen Belangen hat er den Musikdienst der SUISA über lange Zeit hin geprägt. Die Geschäftsleitung dankt Ernst Meier herzlich für seine wertvolle Arbeit für die SUISA und wünscht ihm das Beste für seine Zukunft.

Musikdienst der SUISA ab Herbst 2018
Andres Pfister, 31-jährig, arbeitet seit dem 1. September 2018 als Nachfolger von Ernst Meier als Musikologe für die SUISA. Er lebt in Bern und hat an der Universität Bern Musikwissenschaft und Sozialanthropologie studiert. Das Studium hat er im Sommer 2018 mit dem Masterdiplom erfolgreich abgeschlossen. Bereits während des Studiums ist Andres Pfister verschiedenen Arbeitstätigkeiten nachgegangen. So hat er unter anderem als Hilfsassistent am Institut für Musikwissenschaft der Universität Bern gewirkt oder war beim Amt für Kultur der Erziehungsdirektion des Kantons Bern tätig. Mitunter führte er auch als Radiomoderator durch die Klassiksendung «Ostinato» auf RaBe (Radio Bern) und war für die redaktionelle Leitung der Sendung zuständig. Beim Radio ist er weiterhin noch sporadisch tätig.
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Plagiatsvorwurf – und was macht die SUISA?Plagiatsvorwurf – und was macht die SUISA? In diesen Tagen haben verschiedene Medien über Plagiatsvorwürfen gegen einen Schweizer Künstler berichtet. Das Thema ist nicht neu, und doch scheint immer wieder Unklarheit zu herrschen: Wer klagt an? Was geschieht mit einem Künstler, der bei einem anderen abkupfert? Wieviel muss er zahlen? Und welche Rolle hat eigentlich die SUISA? Weiterlesen
Die SUISA, eine attraktive ArbeitgeberinDie SUISA, eine attraktive Arbeitgeberin Am Tag vor der Generalversammlung 2017 haben sowohl die Kommissionen für Tarife und Verteilung sowie Organisation und Kommunikation als auch der Gesamtvorstand der SUISA Sitzungen abgehalten. Gesprächsthemen waren neben anderen die Berichte der Revisionsstelle, ein neues Personalstatut für die Mitarbeitenden der SUISA und eine Resolution für einen starken Service public. Weiterlesen

 

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Ende September 2018 ist Ernst Meier, Leiter des Musikdienstes, nach 33 Jahren im Dienste der Urheber und Verleger in den Ruhestand gegangen. Sein Nachfolger heisst Andres Pfister. Text von Irène Philipp Ziebold

Personeller Wechsel im Musikdienst der SUISA

Ernst Meier im September 2018 in seinem Büro in der SUISA-Niederlassung an der Zürcher Bellariastrasse. Der langjährige Leiter des Musikdienstes geniesst nun den Ruhestand. (Foto: Sibylle Roth)

Als Musikologe bewarb sich Ernst Meier 1985 um eine Assistenzstelle beim damaligen Schweizerischen Musik-Archiv der SUISA, dem heutigen «Musikdienst». Seine Leidenschaft für die Musik entfachte schon früh: Bereits im 14. Lebensjahr begann er mit dem Orgelspiel. Indem er an der Universität Zürich Musikwissenschaft studierte, machte er seine Leidenschaft in der Folge zum Beruf.

Als Leiter des Musikdienstes beantwortete Ernst Meier vielfältige Fachfragen, die besonderer musikwissenschaftlicher Kenntnisse bedurften. So untersuchte er zum Beispiel Fälle, bei denen…Weiterlesen

Einführung eines prozessorientierten Organigramms bei der SUISA

Ab 1. Januar 2019 wird die Organisationsstruktur der SUISA geändert. Der Vorstand hat auf Antrag der Geschäftsleitung die Umsetzung des Projekts «Horizon 2019» beschlossen. Text von Andreas Wegelin

Einführung eines prozessorientierten Organigramms bei der SUISA

Das ab 2019 gültige Organigramm der SUISA (Stand: November 2018). (Grafik: Crafft Kommunikation)

Mit dem geänderten Organigramm soll die Effizienz der internen Arbeitsabläufe in der SUISA weiter optimiert werden. Die Verantwortung für die Abläufe soll dabei vermehrt nach dem Hauptprozess unserer Arbeit ausgerichtet werden.

Der Hauptprozess der Tätigkeit der SUISA ist Lizenzieren und Verteilen. Die Lizenzgebühren werden bei Nutzern wie Konzertveranstaltern, Radiostationen, Diskotheken, Tonträgerproduzenten, Online-Anbietern von Musik etc. eingenommen. Danach werden die eingenommenen Gelder an die Bezugsberechtigten, also an Urheber und Verleger im In- und Ausland, verteilt.

Kernprozess in einem Departement vereint

Dieser Kernprozess wird immer mehr durch die Informatik unterstützt und ist im Gegensatz zu früher praktisch nicht mehr auftrennbar in reine Lizenzierungs- und Verteilungsarbeiten. Aufgrund dieser Entwicklungen ist es sinnvoll, den Kernprozess in einem Departement zu vereinen und von einer verantwortlichen Person gesamthaft zu leiten.

Der Kernprozess funktioniert aber nicht ohne Grundlagen und Voraussetzungen, welche vorher erarbeitet und bereitgestellt werden müssen. Dazu gehören rechtliche Regeln wie Tarife, Verteilungsreglement, Nutzerverträge und Wahrnehmungsverträge. Auch die ganze Dokumentation der Werke, also die Auskunft darüber, welcher Bezugsberechtigte (Komponist, Textautor, Bearbeiter, Verleger, Subverleger) einen Anteil an einem bestimmten Werk hat, gehört zu den Grundlagen, welche für die Lizenzierung und Verteilung bereitgestellt werden müssen.

Des Weiteren zählen zu den Grundlagen auch unsere Beziehungen zu den Schwestergesellschaften, also Unternehmen, welche den Service der Wahrnehmung von Urheberrechten in anderen Ländern anbieten. Hier gilt es ebenfalls mit Verträgen sicherzustellen, zu welchen Bedingungen welche Rechte in welchen Territorien wahrgenommen werden. Das ist insbesondere im Hinblick auf die weltweite Online-Verbreitung des SUISA-Repertoires von zunehmender Bedeutung.

Organigramm der SUISA ab 2019

Die SUISA-Organisationsstruktur gliedert sich wie bisher in drei Departemente: Die Verantwortung über den Kernprozess liegt im neuen Departement «Operations». Dazu kommen das Departement «Regulations» für die rechtlichen Grundlagen und die internationale Werkdokumentation sowie das Departement «Services» für alle Querschnittsdienste, inbesondere Informatik, Finanzen, Human Resources und Kommunikation.

Auf Ebene der 3-köpfigen Geschäftsleitung kommt es damit ab Januar 2019 zu Änderungen in der Verantwortung über Abteilungen und Dienststellen:

Irène Philipp Ziebold, bisher Leiterin des Departements Mitglieder und Verteilung, wird Chief Operating Officer (COO). Ihr unterstellt sind alle Abteilungen, in welchen Lizenzierung oder Verteilung in der Praxis durchgeführt wird, das heisst: die Nutzungsmeldungen verarbeitet, Rechnungen gestellt und die Lizenzeinnahmen verteilt werden.

Vincent Salvadé (Deputy CEO) wird das Departement «Regulations» leiten. Er kümmert sich um sämtliche regulatorischen Belange und die Compliance der SUISA mit diesen. Ihm unterstellt sind der Rechtsdienst, die Abteilung internationale Dokumentation sowie die Tochterfirma SUISA Digital Licensing für das Online-Geschäft. Er trägt auch die Verantwortung für die Ausgestaltung der Tarife und des Verteilungsreglements.

Schliesslich bleiben unter der Leitung des Chief Executive Officers (CEO, Andreas Wegelin) alle Serviceabteilungen und Dienststellen, insbesondere die Informatik, die Finanzen, das HR, die Kommunikation und die Verantwortung für das Joint Venture Mint Digital Services mit unserem amerikanischen Partner SESAC.

Mit dem neuen Organigramm sind also Verschiebungen in den Verantwortungsbereichen auf Stufe der Geschäftsleitung und geänderte Unterstellungen von Abteilungen verbunden. Es gibt jedoch deswegen keinen Stellenabbau. Der Bestand an Mitarbeitenden dürfte sich im Gegenteil leicht erhöhen, weil die SUISA ab dem 1. Januar 2019 das Inkasso der Urheberrechtslizenzen für die Musikberieselung und den Empfang von Sendungen in Ladengeschäften, Coiffeursalons, Hotels, Restaurants und Firmen aller Art von der Billag übernehmen wird.

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Ab 1. Januar 2019 wird die Organisationsstruktur der SUISA geändert. Der Vorstand hat auf Antrag der Geschäftsleitung die Umsetzung des Projekts «Horizon 2019» beschlossen. Text von Andreas Wegelin

Einführung eines prozessorientierten Organigramms bei der SUISA

Das ab 2019 gültige Organigramm der SUISA (Stand: November 2018). (Grafik: Crafft Kommunikation)

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Der Hauptprozess der Tätigkeit der SUISA ist Lizenzieren und Verteilen. Die Lizenzgebühren werden bei Nutzern wie Konzertveranstaltern, Radiostationen, Diskotheken, Tonträgerproduzenten, Online-Anbietern von Musik etc. eingenommen. Danach werden die eingenommenen Gelder an die Bezugsberechtigten, also an Urheber und Verleger im In- und Ausland, verteilt.

Kernprozess in einem Departement vereint

Dieser Kernprozess wird immer mehr durch die Informatik unterstützt und ist im Gegensatz zu früher praktisch…Weiterlesen

Rechnungsstellung für die Vergütungen für Musikberieselung und TV-Empfang in Gewerbebetrieben ab 2019

Unternehmen, die in ihren Geschäftsräumlichkeiten Musik im Hintergrund laufen lassen oder auf Bildschirmen Sendungen zeigen, bezahlen dafür eine Vergütung gemäss dem Gemeinsamen Tarif 3a. Ab 2019 wird die SUISA sämtliche Kunden dieses Tarifs wieder selber betreuen. Text von Martin Korrodi

Rechnungsstellung für die Vergütungen für Musikberieselung und TV-Empfang in Gewerbebetrieben ab 2019

Das Abspielen von Hintergrundmusik wie im abgebildeten Beispiel in einem Einkaufszentrum ist urheberrechtlich eine Nutzung ausserhalb der Privatsphäre. Deshalb benötigen die Gewerbebetreibenden dafür eine Erlaubnis, welche sie im Rahmen des Gemeinsamen Tarifs 3a von der SUISA erhalten. (Foto: Unsplash, Victor Xok)

Betriebe, welche in ihren Geschäftsräumlichkeiten ein Radio- oder TV-Gerät betreiben, bezahlen nicht nur die Billag-Empfangsgebühren, sondern benötigen anders als private Haushalte zusätzlich eine Lizenz für die Urheberrechte gemäss dem Gemeinsamen Tarif 3a (GT 3a). Denn der Empfang von Sendungen in Betrieben ist eine Nutzung ausserhalb der Privatsphäre, die deswegen gemäss Urheberrechtsgesetz eine Erlaubnis (Art. 10, Abs. 2, Bst. f) benötigt. Diese Erlaubnis wird von der SUISA erteilt.

Bisher stellte die Billag AG im Auftrag der SUISA diese Vergütungen gemäss dem GT 3a in Rechnung. Da die Billag ebenfalls für die Empfangsgebühren für Radio und TV zuständig war, ergaben sich durch diese Kooperation vorteilhafte Synergieeffekte: Es konnten gleich beide Fakturen aus einer Hand an die Kunden verschickt werden, was für alle Beteiligten mit weniger Aufwand verbunden war.

Verschiedene Entwicklungen haben dazu beigetragen, dass diese langjährige Zusammenarbeit ab Januar 2019 nicht mehr weitergeführt werden kann: So wurde im Jahr 2015 das Radio- und TV-Gesetz revidiert und die bisherige geräteabhängige Empfangsgebühr durch eine allgemeine Abgabe ersetzt. Diese wird bei sämtlichen Haushalten erhoben – dabei kommt es nicht mehr darauf an, ob tatsächlich Empfangsgeräte vorhanden sind.

Nutzung ausserhalb der Privatsphäre vergütungspflichtig

Bei den Unternehmen führt die Systemänderung dazu, dass nur noch jene Betriebe abgabepflichtig sind, deren Umsatz über 500 000 Franken liegt. Der Bund geht davon aus, dass rund 75% der Unternehmen keine Abgabe bezahlen werden, auch wenn sie Sendungen in ihren Geschäftslokalen empfangen.

Für die Urheberrechte gilt diese Umsatzgrenze jedoch nicht. Urheberrechtlich ist jede Werkverwendung ausserhalb der Privatsphäre relevant. In öffentlichen Räumen wie beispielweise Ladengeschäften oder Restaurants etc. ist das Abspielen von Berieselungsmusik, sei es vom Radio, aus dem Internet oder von Tonträgern gemäss dem Gemeinsamen Tarif 3a nach wie vor vergütungspflichtig. Auch die Verwendung zum Zeigen von Sendungen oder Videoclips wie zum Beispiel von Youtube bedarf einer Erlaubnis der SUISA. Somit werden viele kleinere Unternehmen, welche zwar keine Abgabe für Radio und TV bezahlen, dennoch für den GT 3a weiterhin eine Rechnung erhalten.

Zusätzlich zum Systemwechsel bei der Radio- und TV-Abgabe hat das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) im März 2017 entschieden, das Inkassomandat der Billag nicht zu verlängern. Neu wird die Serafe AG die Abgabe bei den Privathaushalten erheben. Das Inkasso im gewerblichen Bereich erfolgt durch die Eidgenössische Steuerverwaltung im Rahmen der Mehrwertsteuererhebung. Damit verliert die Billag das Hauptgeschäft und wird ihre Tätigkeiten per Ende 2018 einstellen. Auch deshalb ist die SUISA gezwungen, die Rechnungsstellung für die GT-3a-Vergütungen ab dem kommenden Jahr neu zu organisieren.

Betriebe für GT 3a ab 2019 von SUISA betreut

Nach der Prüfung und Abwägung mehrerer Optionen fiel im Herbst 2016 der Entscheid, dass die SUISA ab 2019 sämtliche Betriebe im Bereich GT 3a wieder selber betreuen wird. Bereits jetzt stellt die SUISA bei rund 2000 Betriebe, welche keine Sendungen empfangen, sondern andere Quellen zur Hintergrundunterhaltung verwenden (CDs, DVDs usw.), die Rechnungen selber. Ab 2019 werden die rund 106 000 Betriebe als neue Kunden von der Billag übernommen, was einen grossen Anstieg der zu verarbeitenden Menge zur Folge hat.

Mit der Übernahme der Billag-Kunden erhält die SUISA auf einen Schlag sechs Mal mehr aktive Kunden als zuvor. Damit diese Kundenbeziehungen im Bereich GT 3a möglichst reibungslos funktionieren, sind prozessorientierte Abläufe sowie eine weitgehend automatisierte IT-Infrastruktur nötig.

Im Laufe dieses Jahres wurden die dazu notwendigen Massnahmen ergriffen: Ein Projektteam steht in engem Austausch mit der Billag und bereitet die Übernahme der Kunden auf technischer und organisatorischer Ebene vor. Dazu wird ein Kundencenter aufgebaut, welches mit insgesamt 12 Vollzeitstellen (total 17 Personen) den GT-3a-Kunden mündlich und schriftlich zur Verfügung steht.

Viersprachiges GT 3a-Kundencenter

Damit sich für die betroffenen Kunden möglichst wenig ändert, übernimmt das Kundencenter die bisherige Hotline-Nummer der Billag (0844 234 234). Zudem wird ein Online-Portal aufgebaut, über welches sämtliche relevanten Dienstleistungen bezogen werden können. Das Kundencenter betreut sämtliche Nutzer aus der ganzen Schweiz in vier Sprachen (Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch).

Das neue Team ist auch für die Markterfassung zuständig. Da im Bereich der Hintergrundnutzung der Anteil von Spontananmeldungen gering ist, werden potentielle Neukunden angeschrieben und nach Hintergrundunterhaltung gefragt. Für solche Markterfassungsaktionen vorgesehen sind vier Mailings pro Jahr an jeweils 10 000 Betriebe aus verschiedensten Branchen.

Die Mitarbeitenden des Kundencenters traten ihre Stelle am 1. November 2018 an. Bis Ende Jahr wird das Personal für die neue Aufgabe geschult und die Systeme und Abläufe getestet. Offiziell nimmt das Kundencenter im neuen Jahr seinen Betrieb auf und steht sämtlichen GT-3a-Kunden ab dem 7. Januar 2019 zur Verfügung.

Beschwerdeverfahren
Der Tarif für Musikberieselung und TV-Empfang, GT 3a, wurde in den Jahren 2015 und 2016 mit den massgebenden Nutzerverbänden (Gastrosuisse, Hotelleriesuisse, Dachverband der Urheberrechtsnutzer, Swiss Retail Federation und weitere) verhandelt. Man konnte sich nicht einigen und legte den Tarif der zuständigen Eidgenössischen Schiedskommission (ESchK) vor. Der von den Verwertungsgesellschaften vorgelegte Tarifentwurf sieht für die bisherigen Billag-Kunden eine durchschnittliche Erhöhung der Vergütungen um 14% vor. Im November 2016 entschied die ESchK zugunsten der Verwertungsgesellschaften und hat diesen Tarif genehmigt. Gegen diesen Entscheid haben mehrere Nutzerverbände beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde eingereicht – dieses Verfahren ist nach wie vor hängig. Da der Beschwerde keine aufschiebende Wirkung zugesprochen wurde, wird die SUISA das Inkasso des GT 3a ab 2019 trotzdem aufgrund des neuen Tarifs durchführen. Die Verteilung der Gelder an die Bezugsberechtigten muss jedoch solange ausgesetzt werden, bis ein rechtskräftiger Tarifentscheid vorliegt.
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Unternehmen, die in ihren Geschäftsräumlichkeiten Musik im Hintergrund laufen lassen oder auf Bildschirmen Sendungen zeigen, bezahlen dafür eine Vergütung gemäss dem Gemeinsamen Tarif 3a. Ab 2019 wird die SUISA sämtliche Kunden dieses Tarifs wieder selber betreuen. Text von Martin Korrodi

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Das Abspielen von Hintergrundmusik wie im abgebildeten Beispiel in einem Einkaufszentrum ist urheberrechtlich eine Nutzung ausserhalb der Privatsphäre. Deshalb benötigen die Gewerbebetreibenden dafür eine Erlaubnis, welche sie im Rahmen des Gemeinsamen Tarifs 3a von der SUISA erhalten. (Foto: Unsplash, Victor Xok)

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Passt die Blockchain zur Blockflöte?

Die Führungsgremien der SUISA beschäftigen sich ständig mit technologischen Entwicklungen, die den Musikbereich betreffen. An den Vorstandssitzungen im Oktober 2018 war neben vielen anderen Traktanden die Blockchain-Technologie ein Schwerpunktthema. Bericht aus dem Vorstand von Dora Zeller

Passt die Blockchain zur Blockflöte?

In welcher Tonart spielt die Blockchain-Technologie im Einklang mit den Interessen von Urhebern und Verlegern von Musik? (Foto: Daphne.t / Shutterstock.com)

An den Herbstsitzungen des SUISA-Vorstands in Lausanne öffnete der Musiker und Forscher Steffen Holly vom deutschen Fraunhofer Institut das Fenster in die Welt der Blockchain. Anschaulich beschrieb er, wie aus der Kombination bekannter IT-Möglichkeiten die Blockchain entstand. Mit praktischen Beispielen illustrierte er die Theorie des Systems. Er zeigte Parallelen auf in der Entwicklung im Musikbereich und jener der Technologie: Neue Instrumente führen zu neuer Musik, zu neuem Konsum und zu neuen technischen Möglichkeiten. Wer hätte je gedacht, dass man Musik mieten kann? Heute lizenziert die SUISA Streaming-Dienste.

Gleichzeitig empfahl der Wissenschaftler zu prüfen, ob Blockchain die Lösung für jedes Geschäftsmodell sein könne. Das heisst: Kritisch zu fragen, ob die Blockchain wirklich zur Blockflöte passt. Er zeigte bekannte Anwendungsbeispiele (Airbnb, Uber, Fahrzeugvermietung) und verwies auf das Projekt «musicnow.eu». Letzteres wurde es aufgrund der EU Direktive zur kollektiven Wahrnehmung des Urheberrechts lanciert mit dem Ziel, die Zusammenarbeit von Autoren, Künstlern, Verwertungsgesellschaften und Content Nutzenden mittels Blockchain-Technologie zu vereinfachen.

Vorstand und Geschäftsleitung der SUISA setzen sich permanent mit den technologischen Entwicklungen auseinander. In der eben verabschiedeten Strategie 2020 hält sie zum Schwerpunkt «Neue Technologien bringen neue Nutzungen mit sich» fest, dass sie die Forschung und Entwicklung in Bezug auf neue Technologien intensivieren will. Aufgrund des Referates von Herrn Holly sucht sie zurzeit das Gespräch mit einem Mitglied des erwähnten Projekts.

Stand der Tarifverhandlungen und Personelles

Neben dem zukunftsorientierten Schwerpunktthema Blockchain berichtete Vincent Salvadé über den aktuellen Stand der Tarifverhandlungen zwischen den Verwertungsgesellschaften und den Nutzerorganisationen. In den vergangenen Monaten hat die Eidg. Schiedskommission (ESchK) die Tarife VN (Tonbildträger zur Vorführung, Sendung, Online-Nutzung) und GT 3c (Public Viewing) genehmigt. Beim GT 4i (integrierte Speichermedien) wird auf die Genehmigung gewartet, gegen den GT 12 (Set-Top Boxen, virtuelle Videorekorder) rekurrierten die Sendeunternehmen.

Weitere Traktanden betrafen unter anderem die Personalabteilung sowie die Vorstandswahlen 2019. Monica Hernandez hat am Mitte Juni die Leitung der Abteilung Human Resources/Aus- und Weiterbildung übernommen. Dank ihren fundierten Fachkenntnissen, der grossen Erfahrung und ihrem Engagement hat sie sich schnell und erfolgreich eingearbeitet Ihre Professionalität, die kunden- und dienstleistungsorientierte Haltung sowie ihre offene, fröhliche Art werden von den Mitarbeitenden sehr geschätzt.

An der Generalversammlung 2019 stehen Gesamterneuerungswahlen an. Die Vorstandsmitglieder stellen sich alle für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung, ausser Bertrand Liechti und Marco Zanotta. Beide treten aufgrund der Amtszeitbeschränkung zurück. Für die Suche nach geeigneten Nachfolgerinnen und Nachfolgern hat der Vorstand eine Findungskommission eingesetzt. Ihre Mitglieder haben über den Stand der Kandidatensuche berichtet.

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Die Führungsgremien der SUISA beschäftigen sich ständig mit technologischen Entwicklungen, die den Musikbereich betreffen. An den Vorstandssitzungen im Oktober 2018 war neben vielen anderen Traktanden die Blockchain-Technologie ein Schwerpunktthema. Bericht aus dem Vorstand von Dora Zeller

Passt die Blockchain zur Blockflöte?

In welcher Tonart spielt die Blockchain-Technologie im Einklang mit den Interessen von Urhebern und Verlegern von Musik? (Foto: Daphne.t / Shutterstock.com)

An den Herbstsitzungen des SUISA-Vorstands in Lausanne öffnete der Musiker und Forscher Steffen Holly vom deutschen Fraunhofer Institut das Fenster in die Welt der Blockchain. Anschaulich beschrieb er, wie aus der Kombination bekannter IT-Möglichkeiten die Blockchain entstand. Mit praktischen Beispielen illustrierte er die Theorie des Systems. Er zeigte Parallelen auf in der Entwicklung im Musikbereich und jener der Technologie: Neue Instrumente führen zu neuer Musik, zu neuem Konsum und zu neuen technischen Möglichkeiten. Wer hätte je…Weiterlesen

Positive Zahlen zum Anfang des Geschäftsjahres 2018

Die Geschäfte an der Vorstandssitzung am Tag vor der Generalversammlung im Juni 2018 sind vielschichtig gewesen. Sie dienten neben der Vorbereitung der GV auch der Standortbestimmung des Geschäftsgangs. Bericht aus dem Vorstand von Dora Zeller

Positive Zahlen zum Anfang des Geschäftsjahres 2018

Erfreuliche Einnahmen- und Verteilungsergebnisse für die Komponisten, Textautoren und Verleger: Das Geschäftsjahr 2018 der SUISA startete mit positiven Zahlen. (Foto: Manu Leuenberger)

Zum Anfang des Geschäftsjahres 2018 waren positive Zahlen zu verzeichnen: Die Gesamteinnahmen aus dem Inland lagen am 31. Mai 2018 mit Fr. 60,3 Mio. 8% über Budget und 7% über Vorjahr. In der zweiten Quartalsabrechnung Mitte Juni kamen rund Fr. 43,8 Mio. zur Verteilung. Die Ausgaben bewegten sich mit Fr. 13,2 Mio. im budgetierten Rahmen.

Prüfung der Geschäftstätigkeit

Der Vorstand gab den umfassenden Bericht und den Erläuterungsbericht zur Jahresrechnung 2017 frei, beide erstellt von der Revisionsstelle. Sie sind Teil der Dokumente, die dem Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum (IGE) jedes Jahr zur Prüfung der Geschäftstätigkeit der SUISA eingereicht werden müssen.

Änderungen im Finanzmarktinfrastrukturgesetz und dessen Verordnungen ziehen Anpassungen im Anlagereglement nach sich: diesmal bezüglich Sorgfaltspflicht beim Handel mit derivativen Anlagen. Der Vorstand legt mit klaren Richtlinien fest, ob und wie die SUISA sich am Anlagemarkt beteiligen darf. Änderungen in diesem Reglement müssen der Aufsichtsbehörde (IGE) ebenfalls jährlich mitgeteilt werden.

Einnahmen und Verteilungsergebnisse 2018 bisher erfreulich

Im laufenden Geschäftsjahr konnte per Ende Mai in allen Rechtekategorien gegenüber Vorjahr respektive Budget eine positive Entwicklung der Einnahmen verzeichnet werden. Bemerkenswert war das Plus von 174% bei den Einnahmen aus Online-Nutzungen in der Höhe von Fr. 4,7 Mio. Bei der Budgetierung war man davon ausgegangen, dass die Online-Verträge zu SUISA Digital Licensing respektive Mint Digital Services transferiert und die Einnahmen über diese Gesellschaften fliessen würden. Die Neuverhandlungen mit den Online-Dienstanbietern dauern allerdings länger als erwartet. Bis zum Abschluss der neuen Verträge fallen die Einnahmen bei der Muttergesellschaft SUISA an.

Auch die ersten Verteilungsergebnisse des Jahres 2018 zeigten ein erfreuliches Bild. Mittlerweile werden die eingenommenen Vergütungen aus den meisten Tarifen vierteljährlich an die Bezugsberechtigten verteilt. Die erste Quartalsabrechnung umfasste 8879 Abrechnungen und eine Verteilsumme von insgesamt Fr. 13,8 Mio., die zweite von Mitte Juni 11 800 Abrechnungen und eine Summe von Fr. 43,8 Mio.

Bei der Auslandabrechnung im Mai konnten dank der Anwendung einer neuen IT-Applikation mehr Abrechnungen der ausländischen Schwestergesellschaften verteilt werden, als dies jeweils zu diesem Zeitpunkt in den Jahren zuvor der Fall war. Es wurden Vergütungen in der Höhe von Fr. 4,1 Mio. an die SUISA-Mitglieder abgerechnet. Zudem wird ab Herbst 2018 auch bei der Auslandabrechnung auf vierteljährlichen Rhythmus umgestellt. Dies bedeutet, dass Mitte September die zweite von drei Auslandabrechnungen im 2018 versendet wird. Die dritte Abrechnung erfolgt dann Mitte Dezember.

Sponsoring-Engagements und Verteilungsreglement

Weg von den Zahlen, hin zum Sponsoring: Mit verschiedenen Engagements macht sich die SUISA im Rahmen musikalischer Anlässe sicht- und hörbar. Immer mit dem übergeordneten Ziel, über den Sinn und Zweck der Tätigkeit der Genossenschaft zu informieren und dabei der Arbeit ihrer Mitglieder Wertschätzung und Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Die Mitglieder der Kommission Organisation und Kommunikation erfuhren dabei vom Einsatz am Prix Walo und dem erfolgreich veranstalteten Songwriting Camp. Weitere Veranstaltungen mit Sponsoringbeteiligung der SUISA sind ein Konzerttag in der Programmreihe «Offen für Neues» am Festival Murten Classics im August sowie «Label Suisse» Mitte September in Lausanne.

Weiter haben an der Vorstandssitzung Revisionen des Verteilungsreglements viel Zeit in Anspruch genommen. Als erste behandelt die Verteilungs- und Werkkommission die Änderungsanträge der Geschäftsleitung. Dann geht das Geschäft in die Kommission Tarife und Verteilung, anschliessend in den Vorstand. Als nächstes müssen die Änderungen dem IGE und dem Amt für Volkswirtschaft Fürstentum Liechtenstein eingereicht werden. Erst mit deren Genehmigung sind die Änderungen rechtskräftig und werden publiziert.

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Positive Zahlen zum Anfang des Geschäftsjahres 2018

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