Tagarchiv: SUISA

Erstmals seit 15 Monaten wieder physisches Vorstandstreffen

Am Vortag der Generalversammlung finden üblicherweise die Sitzungen des SUISA-Vorstands und seiner Kommissionen am Ort der Generalversammlung statt. Dieses Jahr war es zum zweiten Mal anders. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Erstmals seit 15 Monaten wieder physisches Vorstandstreffen

Aufgebaute Stellwand der SUISA an einem Veranstaltungsort: Das Treffen des fast kompletten Vorstands zu den regulären Juni-Sitzungen fand in Muri bei Bern statt. (Foto: Natalie Schlumpf & Wolfgang Rudigier)

Während die Generalversammlung wegen der Vorsichtsmassnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zum zweiten Mal nur mittels brieflicher Abstimmung stattfinden konnte, beschloss der Vorstand, sich am 24. und 25. Juni 2021 unter Einhaltung der gegebenen Schutzmassnahmen erstmals seit 15 Monaten wieder in physischer Form vor Ort in Muri bei Bern zu treffen.

Bis auf ein Mitglied des Vorstandes, welches sich wegen unmittelbar bevorstehenden Konzertauftritten keiner erhöhten Ansteckungsgefahr aussetzen wollte und deshalb über Video teilnahm, waren alle Mitglieder zusammen mit der Geschäftsleitung versammelt und schätzten die Möglichkeit, sich auch neben den Sitzungen und am Abend auszutauschen.

Ermutigende Perspektiven im Online-Lizenzgeschäft

Der Vorstand liess sich eingehend informieren über das Jahresergebnis bei der gemeinsam mit SESAC gehaltenen Tochtergesellschaft Mint Digital Services, deren Geschäftsjahr am 31. März zu Ende gegangen war. Das Resultat ist ermutigend, wenn auch die Gesellschaft weiterhin unterstützt werden muss. Die Perspektiven für das neue Geschäftsjahr sind gut und werden die Ertragslage weiter verbessern. Wichtig ist zu wissen, dass die Bündelung der Urheberrechte unserer Mitglieder mit weiteren Rechten von grossen Verlagsfirmen und Schwestergesellschaften dazu führen, dass wir auf dem Online-Lizenzmarkt mit mehr Marktmacht auftreten und deshalb bessere Bedingungen mit den Online-Anbietern von Musik aushandeln können.

Am 1. Juli 2021 trat im Fürstentum Liechtenstein das Verwertungsgesellschaftengesetz in Kraft. Dieses enthält Vorschriften unter anderem zur Transparenz bei den Verwertungsgesellschaften. Damit wird die Richtlinie der EU von 2014 umgesetzt. Damit diese Vorschriften auch bei der SUISA beachtet werden, wurden der Verhaltenskodex und die Regeln zur Offenlegung von Interessenkonflikten beim Vorstand angepasst. Neu gelten auch für die Mitglieder der Geschäftsleitung Offenlegungspflichten. Der Vorstand hat die entsprechenden Dokumente verabschiedet.

Corona-bedingte Anpassungen des Budgets

Für das laufende Jahr hat der Vorstand das Budget an die andauernde Corona-Situation angepasst. Bereits im Dezember 2020 wurde ein vorsichtiges Budget für 2021 beschlossen. Dennoch muss auf Seite der Einnahmen gegenüber dem ursprünglichen Budget mit einem Minus von 1,5% gerechnet werden. Die Ausgaben sollen um 2,2% tiefer ausfallen.

Weiteres Thema an der Sitzung war die Situation in der Abwicklung der Doppelbesteuerungsregeln zwischen der italienischen Schwestergesellschaft SIAE und der SUISA. Die SUISA wird wie andere europäische Schwestergesellschaften gegenüber dem italienischen Fiskus vorstellig werden, um die Quellensteuerabzüge für bezugsberechtigte SUISA-Mitglieder mit Wohnsitz ausserhalb der Schweiz möglichst gering zu halten.

Schliesslich hat der Vorstand eine Änderung im Verteilungsreglement bei den Ausschüttungen von Lizenzeinnahmen von Streaming- und Download-Plattformen genehmigt. Für eine weitere Änderung bei der Frage, wie lange die SUISA bei den Online-Nutzungen Nachverrechnungen erstellen kann, wird er noch genauere Abklärungen durch die Geschäftsleitung abwarten.

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Am Vortag der Generalversammlung finden üblicherweise die Sitzungen des SUISA-Vorstands und seiner Kommissionen am Ort der Generalversammlung statt. Dieses Jahr war es zum zweiten Mal anders. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Erstmals seit 15 Monaten wieder physisches Vorstandstreffen

Aufgebaute Stellwand der SUISA an einem Veranstaltungsort: Das Treffen des fast kompletten Vorstands zu den regulären Juni-Sitzungen fand in Muri bei Bern statt. (Foto: Natalie Schlumpf & Wolfgang Rudigier)

Während die Generalversammlung wegen der Vorsichtsmassnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zum zweiten Mal nur mittels brieflicher Abstimmung stattfinden konnte, beschloss der Vorstand, sich am 24. und 25. Juni 2021 unter Einhaltung der gegebenen Schutzmassnahmen erstmals seit 15 Monaten wieder in physischer Form vor Ort in Muri bei Bern zu treffen.

Bis auf ein Mitglied des Vorstandes, welches sich wegen unmittelbar bevorstehenden Konzertauftritten keiner erhöhten Ansteckungsgefahr aussetzen wollte und deshalb über Video…Weiterlesen

Generalversammlung 2021: Ständerätin Johanna Gapany in den Vorstand der SUISA gewählt

Zum zweiten Mal in Folge fand die Generalversammlung der SUISA aufgrund der Covid-19-Pandemie in schriftlicher Form statt. Insgesamt haben 1’486 Komponisten, Textautoren, Musikverleger und Erben per Brief oder E-Mail abgestimmt und gewählt. Text von Giorgio Tebaldi

Generalversammlung 2021: Ständerätin Johanna Gapany in den Vorstand der SUISA gewählt

Die Generalversammlung der SUISA hat Ständerätin Johanna Gapany (im Bild), FDP Freiburg, als neues Vorstandsmitglied gewählt. (Foto: Luan Bardi)

Nach 2020 musste die SUISA auch dieses Jahr aufgrund der aktuellen Covid-19-Situation auf eine physische Generalversammlung verzichten. Stattdessen wurde die Generalversammlung erneut in schriftlicher Form durchgeführt. Die SUISA-Mitglieder konnten auch dieses Jahr wieder per Brief oder E-Mail abstimmen und wählen.

Wie üblich stimmten die SUISA-Mitglieder über die statutarischen Geschäfte ihrer Genossenschaft sowie der SUISA Gruppe ab. Sie genehmigten unter anderem die Jahresrechnung und erteilten die Décharge an den SUISA-Vorstand und die Revisionsfirma BDO.

Ständerätin Johanna Gapany neu im Vorstand der SUISA

Die Generalversammlung wählte als Nachfolgerin für die zurückgetretene Géraldine Savary. Ständerätin Johanna Gapany, FDP Freiburg, für die Periode bis 2023 in den Vorstand der SUISA.

Johanna Gapany wuchs in Gruyère auf und begann ihre politische Karriere bereits in jungen Jahren. Unter anderem besetzte sie während mehreren Jahren das Präsidium der Jungfreisinnigen des Kantons Freiburg und amtete anschliessend als Vizepräsidentin der Jungfreisinnigen Schweiz. 2019 wurde Johanna Gapany als erste Frau aus dem Kanton Freiburg in den Ständerat gewählt. Sie ist Vizepräsidentin der Finanzkommission, Mitglied der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK), der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) und der Delegation bei der Interparlamentarischen Union.

In ihrer Videobotschaft an die Generalversammlung gibt sie als Grund für ihre Kandidatur in den SUISA-Vorstand an, dass «Musik einen besonderen Wert hat, für mich persönlich wie auch für unsere Kultur und unser Land.» Mit Johanna Gapany hat die SUISA eine engagierte Politikerin im Vorstand, die sich für die Anliegen der Musikschaffenden einsetzen will. An die Musikerinnen und Musiker gerichtet, sagt sie im Video: «Ich möchte Sie dabei unterstützen, dass Ihre Arbeit anerkannt wird. Eine Laufbahn als Musikschaffende sollte nicht als Laune, Kindertraum oder Berufung angesehen werden, sondern als echter Beruf.»

Gapany folgt auf Alt Ständerätin Géraldine Savary (SP, VD), die sich während zehn Jahren als Mitglied des SUISA-Vorstands stark für die Interessen der Musikschaffenden eingesetzt hat. Savarys Postulat mit dem Titel «Braucht die Schweiz ein Gesetz gegen das illegale Herunterladen von Musik?» gab den Anstoss dafür, dass 2010 die Urheberrechtsrevision eingeleitet worden war und das Gesetz in der Schweiz ans digitale Zeitalter angepasst wurde.

Géraldine Savary möchte sich in Zukunft vollumfänglich ihrer neuen Rolle als Chefredakteurin der Westschweizer Frauenzeitschrift «Femina» widmen und entschied deshalb, aus dem SUISA-Vorstand auszutreten.

Das Anlagereglement der SUISA berücksichtigt neu auch die Nachhaltigkeit

Ein weiteres Traktandum war das allgemeine Anlagereglement der SUISA. Der Vorstand der SUISA beantragte der Generalversammlung, bei Anlageentscheiden zusätzlich zu den beiden Kriterien «Sicherheit» und «Liquidität» neu auch das Kriterium «Nachhaltigkeit» zu berücksichtigen. Die nachhaltigen Anlagen werden nach ESG-Kriterien eingeteilt: Environment (Umwelt), Social (Sozial) und Governance (verantwortungsvolle Unternehmensführung). Diese Kriterien werden bei der SUISA bei jedem neuen Anlageentscheid mitberücksichtigt.

Insgesamt haben 1’486 Komponisten, Textautoren, Musikverleger und Erben schriftlich abgestimmt und gewählt. Eine Übersicht der Ergebnisse der SUISA-Generalversammlung 2021 ist zu finden unter: www.suisa.ch/generalversammlung

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Nach 2020 musste die SUISA auch dieses Jahr aufgrund der aktuellen Covid-19-Situation auf eine physische Generalversammlung verzichten. Stattdessen wurde die Generalversammlung erneut in schriftlicher Form durchgeführt. Die SUISA-Mitglieder konnten auch dieses Jahr wieder per Brief oder E-Mail abstimmen und wählen.

Wie üblich stimmten die SUISA-Mitglieder über die statutarischen Geschäfte ihrer Genossenschaft sowie der SUISA Gruppe ab. Sie genehmigten unter anderem die Jahresrechnung und erteilten die Décharge an den SUISA-Vorstand und die Revisionsfirma BDO.

Ständerätin Johanna Gapany neu im Vorstand der…Weiterlesen

Die SUISA ist auch in schwierigen Zeiten eine verlässliche Ansprechpartnerin

Liebe Mitglieder, wir stecken seit 15 Monaten in der Coronakrise und versuchen, so gut es geht, trotzdem für Sie ein verlässlicher Partner zu sein, wenn es um die Wahrnehmung Ihrer Urheberrechte geht. Zum zweiten Mal müssen wir die Generalversammlung auf dem Zirkulationsweg durchführen. Von Andreas Wegelin, CEO

Die SUISA ist auch in schwierigen Zeiten eine verlässliche Ansprechpartnerin

Die SUISA ist auch in düsteren Zeiten für ihre Mitglieder ein Lichtblick und eine verlässliche Ansprechpartnerin. (Foto: Tabea Hüberli)

Dass auch 2021 keine physische Generalversammlung stattfindet, schmerzt den Vorstand, die Geschäftsleitung und alle Mitarbeitenden sehr. Die Generalversammlung ist der Höhepunkt im Jahreszyklus unseres Unternehmens. Erst die direkte Begegnung mit Ihnen zeigt uns, ob wir auf dem richtigen Weg sind, ob unsere Dienstleistungen Ihre Bedürfnisse decken und was wir allenfalls noch besser machen müssen.

Auch hätten wir gerne persönlich näher erörtert, wie sich die finanzielle Lage Ihrer Genossenschaft in diesen schwierigen Zeiten entwickelt, nachdem die Konzerte nicht mehr stattfanden und keine Lizenzeinnahmen dafür fliessen.

Das Jahresergebnis 2020 ist noch einigermassen ansprechend ausgefallen (–12%). Für das Ergebnis des laufenden Jahres hoffen wir auf baldige Lockerung der Veranstaltungsverbote und Öffnung der Lokale, damit der Verlust sich erneut im Rahmen von 10% im Vergleich zu 2020 bewegt.

Auswirkung der Veranstaltungsverbote erst mit Verzögerung ersichtlich

Sie werden möglicherweise diesen Rückgang der Einnahmen der SUISA in den Abrechnungen ebenfalls spüren. Entgangene Vergütungen für ausgefallene Liveauftritte werden erst in den Abrechnungen, welche wir jetzt im Laufe des Jahres 2021 aus den Einnahmen 2020 auszahlen, tiefere Beträge zur Folge haben. Mit den Abrechnungen im 2021 wird also verzögert ersichtlich, wie sich die behördlich verordneten Corona-Massnahmen auf die Auszahlung der Urheberrechte auswirken.

Dasselbe gilt für die Massnahmen, die im Zusammenhang mit der zweiten Pandemie-Welle seit 21. Dez. 2020 zu einem erneuten Shutdown führten. Davon werden die Auszahlungen auch noch im Jahr 2022 betroffen sein.

Corona-Nothilfe für Mitglieder der SUISA

Die Generalversammlung 2020 hat die Äufnung eines Hilfsfonds für Mitglieder beschlossen ((Link zum Artikel)), welche wegen der Coronakrise weniger SUISA-Einnahmen haben. Dieser Fonds besteht weiterhin. Die SUISA bietet ihren Mitgliedern weitere Möglichkeiten zur Überbrückung von finanziellen Engpässen an: Es ist auch möglich, Vorschüsse auf künftige Abrechnungen zu bekommen. Schliesslich besteht die Möglichkeit, dass Urheber/-innen, die in Not geraten, eine Unterstützungszahlung aus der Stiftung Urheber- und Verleger-Fürsorge erhalten können.

Ausbau der Online-Dienstleistungen

Die SUISA ist also auch in der Krise Ihre Ansprechpartnerin. Wir versuchen unter Einhaltung einer strikten Ausgabendisziplin insbesondere bei den Personalkosten mit unseren Dienstleistungen für Sie da zu sein.

Das gelingt unter anderem mit vermehrter Digitalisierung des Geschäftsverkehrs zwischen Ihnen und der SUISA. Seit Mitte Mai 2021 ist unser «Business Intelligence»-Tool, der Royalty Report, für alle Bezugsberechtigten freigeschaltet. Es ist also höchste Zeit, dass Sie sich einen Online-Zugang zu Ihrem SUISA-Konto zulegen und möglichst bald zeitnah von unseren digitalen Services profitieren. So können wir trotz der Pandemie die Transparenz und die Dienstleistungen für unsere Mitglieder kontinuierlich erweitern.

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Verhandeln in Zeiten von Corona … und im Angesicht von Covid-19Verhandeln in Zeiten von Corona … und im Angesicht von Covid-19 Verhandeln gehört zu den Aufgaben der SUISA. Beim Aushandeln von Tarifen und Verträgen muss die SUISA die Interessen ihrer Mitglieder vertreten, Verständnis für deren legitime Forderungen wecken und schliesslich die bestmöglichen Bedingungen für das Musikschaffen erwirken. Dies geschieht mit Diskussionen und Kompromissen – das ganze Vorgehen beruht also auf menschlichen Beziehungen. Doch seit diesem Frühjahr hat sich ein unerwarteter Gast an den Verhandlungstisch gedrängt: Covid-19. Weiterlesen
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Liebe Mitglieder, wir stecken seit 15 Monaten in der Coronakrise und versuchen, so gut es geht, trotzdem für Sie ein verlässlicher Partner zu sein, wenn es um die Wahrnehmung Ihrer Urheberrechte geht. Zum zweiten Mal müssen wir die Generalversammlung auf dem Zirkulationsweg durchführen. Von Andreas Wegelin, CEO

Die SUISA ist auch in schwierigen Zeiten eine verlässliche Ansprechpartnerin

Die SUISA ist auch in düsteren Zeiten für ihre Mitglieder ein Lichtblick und eine verlässliche Ansprechpartnerin. (Foto: Tabea Hüberli)

Dass auch 2021 keine physische Generalversammlung stattfindet, schmerzt den Vorstand, die Geschäftsleitung und alle Mitarbeitenden sehr. Die Generalversammlung ist der Höhepunkt im Jahreszyklus unseres Unternehmens. Erst die direkte Begegnung mit Ihnen zeigt uns, ob wir auf dem richtigen Weg sind, ob unsere Dienstleistungen Ihre Bedürfnisse decken und was wir allenfalls noch besser machen müssen.

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Der Royalty Report ist online

Neues aus «Mein Konto»: Der Royalty Report verschafft dank verständlichen Grafiken einen raschen Überblick über die Entwicklung der Urheberrechtseinnahmen der letzten fünf Jahre und ermöglicht individuelle Auswertungen per Mausklick. Text von Claudia Kempf

Der Royalty Report ist online

Die Benutzer/-innenoberfläche des SUISA Royalty Reports. Das Datenanalyse-Tool steht allen Mitglieder über das Portal «Mein Konto» zur Verfügung. (Bild: SUISA)

Das Mitgliederportal der SUISA ist beliebt und wird rege genutzt. Über zwei Drittel aller Mitglieder verfügen über einen Zugang zu «Mein Konto» und nutzen die Vorteile des Portals. Seit Mai 2021 ist das Portal um eine wesentliche Funktion reicher: der Royalty Report. Mit diesem neu eingeführten Analyse-Tool können statistische Auswertungen der eigenen SUISA-Einnahmen erstellt und grafisch aufbereitet werden.

In den SUISA-Abrechnungen sind viele Informationen enthalten. In «Mein Konto» sind die Abrechnungen als navigierbare PDFs einsehbar. Eine kumulierte Auswertung dieser Daten verlangte bisher manuellen oder – für Verlage mit elektronischen Abrechnungen – technischen Aufwand.

Dieser Zusatzaufwand fällt ab sofort weg: Mit dem Royalty Report können alle Mitglieder per Mausklick Antworten erhalten auf Fragen wie: Welches meiner Werke läuft am besten in einem bestimmten Land? Welches Werk hat im vergangenen Jahr am meisten Umsatz generiert? In welchen Bereichen wurde ein Werk am meisten genutzt: Radio, Online oder in Diskotheken?

Der Royalty Report ist interaktiv

Die Grundeinstellung gibt einen Überblick über alle Werknutzungen der letzten fünf Jahre sowie des laufenden Geschäftsjahres. Auf den ersten Blick ist ersichtlich: Welchen Umsatz habe ich mit wie vielen Werken erzielt? Wann wurden die Werke wo genutzt? Welches sind die Top-Werke und welchen Umsatz haben sie in dieser Zeit generiert. Habe ich mehr als Textautor oder Komponist, als Original- oder Subverleger verdient? Werden meine Werke mehr auf Spotify oder Apple Music genutzt?

Der Royalty Report ist interaktiv. Mit einem Klick zum Beispiel auf ein Werk oder ein Land passt sich die gesamte Darstellung auf das ausgewählte Werk oder Land an. Das Link-Zeichen (das Kettensymbol) in der Werkliste führt direkt in die Werkdatenbank und gibt Auskunft, wie das entsprechende Werk bei der SUISA registriert ist.

Dank diverser Filterfunktionen können die Einnahmen nach unterschiedlichen Kriterien angezeigt werden wie Abrechnungsdatum, Nutzungsperiode, Land, Verteilungsklasse, Werk oder Online-Musikanbietern. Um einen vertieften Einblick zu gewinnen, sind die Selektionskriterien beliebig kombinierbar. Das Programm ermöglicht zudem einen Export der gefilterten Daten nach Excel. Die Abrechnungen und Nutzungsperioden können mit einem Klick auf die Pfeile vor den jeweiligen Auswahlkriterien noch weiter präzisiert werden, sodass eine Auswertung auch für eine einzelne Abrechnung möglich ist.

Bei Fragen zur Bedienung des Royalty Reports helfen folgende Funktionen weiter:

  • Info-Buttons: Diese erscheinen, wenn man auf der Benutzer/-innenoberfläche mit der Maus oben rechts über ein Feld fährt, und enthalten Informationen über die Daten, die in diesem Bereich angezeigt werden.
  • Ein Manual fasst die wichtigsten Funktionen zusammen und enthält Tipps und Tricks zur Benutzung des Royalty Reports sowie Erklärungen zu den unterschiedlichen Ansichten und Verteilungsklassen.
  • • Ein Video zeigt die wichtigsten Bedienungshinweise:

Der Royalty Report wird auf Englisch angeboten. Im Manual finden sich Übersetzungen aller Begriffe und Info-Buttons, die im Report verwendet werden.

Der Royalty Report basiert auf dem Datenauswertungsprogramm von Microsoft Office. Der Softwareentwickler empfiehlt, die Anwendung auf einem Rechner mit einem Browser der neusten Generation zu verwenden. Mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets sind für die Verarbeitung von grossen Datenmengen nicht geeignet.

Das Mitgliederportal wird mittelfristig zur zentralen Anlaufstelle für unsere Mitglieder ausgebaut, damit die Kernaufgaben der SUISA schneller und kosteneffizienter angeboten werden können. Der Royalty Report ist ein relevanter Schritt in die digitale Zukunft. Ein nächster Schritt wird die Erneuerung des Login-Verfahrens sein, damit die Mitglieder den Online-Account komplett selbständig verwalten können.

Der Zugang zu «Mein Konto» und somit zum Royalty Report steht allen Mitgliedern der SUISA offen. Bestellen Sie jetzt ein Login für das persönliche Online-Benutzer/-innenkonto: www.suisa.ch/mein-konto

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Die Benutzer/-innenoberfläche des SUISA Royalty Reports. Das Datenanalyse-Tool steht allen Mitglieder über das Portal «Mein Konto» zur Verfügung. (Bild: SUISA)

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Veränderungen im SUISA-Organigramm

Im Zuge der Pensionierung unserer Abteilungsleiterin Internationale Dokumentation hat die Geschäftsleitung per 1. März 2021 verschiedene Änderungen im Organigramm der SUISA beschlossen. Damit verbunden kam es auch zu Wechseln bei den personellen Verantwortlichkeiten. Text von Irène Philipp Ziebold

Veränderungen im SUISA-Organigramm

Fast ein halbes Jahrhundert arbeitete Brigitte Küng (im Bild bei einem Kaderseminar im Jahr 2012) für die SUISA und leitete zuletzt die Abteilung Internationale Dokumentation. (Foto: Günter Bolzern)

Nach über 48-jähriger Tätigkeit bei der SUISA ist Brigitte Küng auf Ende Februar 2021 pensioniert worden.

1972 hatte sie in der SUISA ihre Lehre begonnen – und ist der SUISA fast ein halbes Jahrhundert lang treu geblieben! Zuerst war sie in der Verteilung der Tonträgerlizenzen bei der damaligen MECHANLIZENZ tätig, ab 1973 setzte sie ihre Arbeit in der fusionierten SUISA fort. Sie arbeitete fortan in der internationalen Dokumentation und übernahm schliesslich die Leitung dieser Abteilung, die sie bis zu ihrer Pensionierung erfolgreich führte.

Zusätzlich war Brigitte Küng auch zuständig für das Weltverzeichnis der «Compositeurs, Auteurs und Editeurs (CAE)», welches heute IPI (Interested Party Information) heisst und weltweit alle Bezugsberechtigten im Urheberrecht abbildet. Sie wurde zu einer sehr geschätzten Ansprechpartnerin für Dokumentationsfragen bei Kolleginnen und Kollegen rund um den Globus. Bei neuen Verwertungsgesellschaften gab Brigitte Küng Kurse zu Aufbau und Pflege der Dokumentationsdaten. Dafür war sie auf mehreren Kontinenten unterwegs.

Wir danken Brigitte Küng herzlich für ihre langjährige Treue und ihre ausgezeichnete Arbeit für die SUISA!

Wolfgang Rudigier übernimmt die Abteilung Internationale Dokumentation

Die wertvolle Arbeit von Brigitte Küng führt Wolfgang Rudigier weiter. Ab 1. März 2021 hat er zusätzlich zur Abteilung Verteilung auch die Verantwortung für die Internationale Dokumentation übernommen. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung als Abteilungsleiter in der Verteilung verfügt Wolfgang Rudigier über fundiertes Wissen im Bereich der Dokumentation. Dank dieser Kompetenzen können Synergien geschaffen werden – zumal Dokumentation und Verteilung prozessual sehr nahe beieinander liegen.

Claudia Kempf neu zuständig für die Gruppe Abrechnungsauskünfte Inland

Im Gegenzug hat die bis anhin bei der Abteilung Verteilung angegliederte Gruppe Abrechnungsauskünfte Inland per 1. März 2021 in die Mitgliederabteilung zu Claudia Kempf gewechselt. Die Mitgliederabteilung kann durch diese Organisationsänderung eine gesamtheitliche Dienstleistung erbringen und die SUISA-Mitglieder sowohl punkto Wahrnehmungsvertrag und Werkanmeldungen als auch in Abrechnungsbelangen betreuen und beraten.

Hansruedi Jung betreut IPI

Das IPI (Interested Party Information) wurde neu in die Abteilung Informatik integriert und steht unter der Verantwortung von Hansruedi Jung, Leiter Systemtechnik. Beim IPI handelt es sich um unsere internationale Datenbank der Urheber/-innen und Verleger/-innen, in der Mitgliederverträge der ganzen Welt abgebildet sind. Die technische Infrastruktur des IPI gehört der SUISA. Sie stellt den Schwestergesellschaften, die das System nutzen, für diese Dienstleistung jährlich Rechnung.

Neuorganisationen Teamleiter/-innen

Diese Änderungen im Organigramm der SUISA haben auch zu Neuorganisationen auf Teamleiter/-innen-Stufe geführt: Simon Klopfenstein hat ab 1. März 2021 die Gruppe Abrechnungsauskünfte Inland übernommen und somit in die Mitgliederabteilung gewechselt.

Eva Bisaz ist weiterhin in der Abteilung Verteilung für die Gruppe Auslandverteilung und Abrechnungsauskünfte Ausland (Schwestergesellschaften) zuständig, hat aber per 1. März 2021 neu die Gruppe Verteilung Senderechte Inland übernommen.

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Im Zuge der Pensionierung unserer Abteilungsleiterin Internationale Dokumentation hat die Geschäftsleitung per 1. März 2021 verschiedene Änderungen im Organigramm der SUISA beschlossen. Damit verbunden kam es auch zu Wechseln bei den personellen Verantwortlichkeiten. Text von Irène Philipp Ziebold

Veränderungen im SUISA-Organigramm

Fast ein halbes Jahrhundert arbeitete Brigitte Küng (im Bild bei einem Kaderseminar im Jahr 2012) für die SUISA und leitete zuletzt die Abteilung Internationale Dokumentation. (Foto: Günter Bolzern)

Nach über 48-jähriger Tätigkeit bei der SUISA ist Brigitte Küng auf Ende Februar 2021 pensioniert worden.

1972 hatte sie in der SUISA ihre Lehre begonnen – und ist der SUISA fast ein halbes Jahrhundert lang treu geblieben! Zuerst war sie in der Verteilung der Tonträgerlizenzen bei der damaligen MECHANLIZENZ tätig, ab 1973 setzte sie ihre Arbeit in der fusionierten SUISA fort. Sie arbeitete fortan in der internationalen Dokumentation…Weiterlesen

Ein beachtliches Ergebnis trotz Covid

Für viele Musikschaffende war 2020 ein katastrophales Jahr. Konzerte und andere Veranstaltungen waren grösstenteils verboten. Damit fiel für viele Veranstalter, Künstler und Urheber ein grosser Teil ihres Einkommens weg. Trotzdem konnte die SUISA dank guten Ergebnissen in anderen Bereichen sowie durch sofort ergriffene Massnahmen den finanziellen Schaden für viele Bezugsberechtigte in Grenzen halten. Text von Andreas Wegelin

Ein beachtliches Ergebnis trotz Covid

Konzerte waren ab Februar 2020 kaum mehr möglich. Dank einer Steigerung im Online-Bereich fiel das Jahresergebnis der SUISA allerdings verhältnismässig gut aus. (Foto: Oleksii Synelnykov / Shutterstock)

Die Covid-Pandemie versetzte die Welt in einen Schockzustand. Grosse Teile der Wirtschaft waren – und sind teilweise immer noch – davon betroffen. Darunter zu leiden haben hat insbesondere die Kulturbranche, und mit ihr die Musikschaffenden. «First to close, last to open»: Kulturschaffende und Veranstalter waren die ersten, die von den Schliessungen und Restriktionen betroffen waren, und sie werden zu den Letzten gehören, die ihre Arbeit wieder umfassend aufnehmen können.

Es liegt auf der Hand, dass die für die Kulturbranche schwierige Situation auch auf das Geschäftsjahr der SUISA Einfluss hatte. Schliesslich stammten in den vergangenen Jahren über 35% der Urheberrechtseinnahmen der SUISA aus den Aufführungsrechten, also aus Konzerten und anderen Darbietungen, der Nutzung von Musik in Geschäften und Restaurants oder Musik an Partys. Nachdem seit März 2020 Anlässe fast durchgehend verboten wurden, war also klar, dass die Einnahmen der SUISA – vor allem bei den Aufführungsrechten – im 2020 gegenüber dem Vorjahr zurückgehen würden. In welchem Masse dies der Fall sein würde und ob der Umsatz auch bei anderen Rechten zurückgehen würde, war schwer vorauszusehen.

Der starke Rückgang bei den Aufführungsrechten wurde in anderen Bereichen teilweise wettgemacht

Letztlich ging der Umsatz der SUISA glücklicherweise weniger stark zurück als befürchtet. Die SUISA nahm letztes Jahr in der Schweiz und im Ausland 138,5 Mio. Franken ein, was gegenüber dem Vorjahr (155,2 Mio. Franken) 12% weniger ist. Der grösste Teil des Rückgangs stammt erwartungsgemäss aus den Aufführungsrechten: Betrugen die Einnahmen 2019 in diesem Bereich 51,2 Mio. Franken, waren es 2020 noch 34,4 Mio. Franken, also 34% weniger.

Die SUISA konnte diese Mindereinnahmen in anderen Bereichen wieder wettmachen. Bei den Senderechten stiegen die Einnahmen leicht an von 63,6 Mio. Franken im Vorjahr auf 64,3 Mio. Franken im 2020. Die befürchteten Rückgänge, z.B. wegen tieferen Werbeeinnahmen bei den Fernseh- und Radiosendern aufgrund von abgesagten Grossveranstaltungen, blieben vorerst aus.

Positive Entwicklung im Online-Geschäft dank SUISA Digital Licensing und Mint

Äusserst positiv entwickelten sich die Einnahmen im Online-Bereich: Sie stiegen von 8,9 Mio. Franken im 2019 auf 11,4 Mio. Franken im letzten Jahr. Dies ist insbesondere höheren Einnahmen durch die Tochtergesellschaft SUISA Digital Licensing zu verdanken, die im letzten Jahr zum einen verschiedene ausländische Schwestergesellschaften und Verlage als Kunden gewann und zum anderen bessere Verträge mit Online-Diensteanbietern – Streaming- und Download-Plattformen – ausgehandelt hat.

Diese erfreuliche Entwicklung im Online-Bereich kommt den Urhebern und Verlegern zu Gute, deren Werke immer mehr auf den verschiedenen Plattformen gestreamt werden. Auch Mint, das Joint-Venture mit der US-amerikanischen Gesellschaft SESAC, ist im letzten Jahr weiter gewachsen und erbringt ihre Dienstleistungen verschiedenen Musikverlagen und ausländischen Schwestergesellschaften.

Die SUISA hat auf die Krise reagiert

Das verhältnismässig gute Geschäftsjahr ist auch dem zu verdanken, dass die SUISA seit Beginn der Pandemie rasch auf die Krise reagiert hat; einerseits, um die Kosten zu senken und andererseits, um gerade in dieser schwierigen Zeit möglichst viel Geld an die Urheberinnen, Urheber, Verlegerinnen und Verleger von Musik verteilen zu können.

Nicht dringende Projekte wurden verschoben oder sogar ganz gestrichen und frei gewordene Stellen wurden, wenn möglich, nicht ersetzt. Einige Ausgaben wie Sponsoringbeiträge oder Reisespesen fielen aufgrund der Pandemie ohnehin weg. Auf der anderen Seite setzte die SUISA alles daran, möglichst alle Nutzungen von Musik – auch aus den Vorjahren – abzurechnen und Urheberrechtsvergütungen einzunehmen. Gerade in dieser Situation, in der Musikaufführungen kaum möglich sind, sind die SUISA-Einnahmen für viele Musikschaffende noch wichtiger als zuvor.

Zusatzverteilung aus freiwerdenden Abrechnungsverpflichtungen

Dank freiwerdenden Verpflichtungen, Gelder, für die auch nach fünf Jahren keine ausreichenden Hinweise für die Zuweisungen an die Bezugsberechtigten gefunden werden konnten, ist es der SUISA möglich auch im Jahre 2021 wieder eine Zusatzverteilung von 7% auf alle Abrechnungsbeträge auszuschütten.

Auf die Situation der Kunden Rücksicht nehmen

Möglichst viele Urheberrechtsvergütungen einzunehmen bedeutete aber nicht, dass die SUISA nicht auf die Situation ihrer Kundinnen und Kunden Rücksicht nahm. Im Gegenteil: Gerade bei den Gewerbetreibenden und Gastrobetrieben, die ebenfalls sehr stark von den behördlich verordneten Schliessungen betroffen waren, liess die SUISA bei den Rechnungen Kulanz walten und gewährte beispielsweise verlängerte Zahlungsfristen und ermöglichte Rückzahlungen für diejenigen Zeiträume, in denen die Kunden keine Musiknutzung hatten, die Akonto-Rechnungen aber bereits bezahlt hatten. Schliesslich ist es auch im Sinne der SUISA und ihrer Mitglieder, dass Unternehmen, Veranstalter und andere Musiknutzer überleben und auch weiterhin Musik aufführen. Schliesslich wird es auch wieder eine Zeit nach der Corona-Pandemie geben – und die SUISA setzt alles daran, dass sie auch in Zukunft möglichst viel Geld an die Urheber und Verleger von Musik ausschütten kann.

Das detaillierte Ergebnis 2020 der SUISA finden Sie im Geschäftsbericht 2020, in dem auch dieser Beitrag (auf Seiten 10/11) erschienen ist: www.suisa.ch/geschaeftsbericht

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Für viele Musikschaffende war 2020 ein katastrophales Jahr. Konzerte und andere Veranstaltungen waren grösstenteils verboten. Damit fiel für viele Veranstalter, Künstler und Urheber ein grosser Teil ihres Einkommens weg. Trotzdem konnte die SUISA dank guten Ergebnissen in anderen Bereichen sowie durch sofort ergriffene Massnahmen den finanziellen Schaden für viele Bezugsberechtigte in Grenzen halten. Text von Andreas Wegelin

Ein beachtliches Ergebnis trotz Covid

Konzerte waren ab Februar 2020 kaum mehr möglich. Dank einer Steigerung im Online-Bereich fiel das Jahresergebnis der SUISA allerdings verhältnismässig gut aus. (Foto: Oleksii Synelnykov / Shutterstock)

Die Covid-Pandemie versetzte die Welt in einen Schockzustand. Grosse Teile der Wirtschaft waren – und sind teilweise immer noch – davon betroffen. Darunter zu leiden haben hat insbesondere die Kulturbranche, und mit ihr die Musikschaffenden. «First to close, last to open»: Kulturschaffende und Veranstalter waren die ersten, die von…Weiterlesen

Mit voller Kraft voraus

Die Corona-Pandemie bestimmt weiterhin den Geschäftsgang der SUISA. Dies war auch in der Vorstandssitzung im April spürbar. Umso wichtiger war es deshalb, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Bericht aus dem Vorstand: Mit voller Kraft voraus

Trotz den widrigen Umständen verfolgt die Genossenschaft SUISA ihren Weg im Interesse ihrer Mitglieder und Auftraggeber weiter. (Foto: Lobroart / Shutterstock.com)

Alles wie gehabt – im zweiten Coronajahr klingt diese Redewendung vielleicht etwas seltsam. Und doch blieb auch bei der letzten Frühjahrssitzung vieles beim (neuen) Alten. An die Sitzungen via Videokonferenz haben sich der SUISA-Vorstand und die Geschäftsleitung nach über einem Jahr Corona-Pandemie mittlerweile gewöhnt. Ebenso an die rollende Budgetplanung, die aufgrund der nach wie vor unsicheren Situation für die Kulturbranche weiterhin notwendig ist.

Und doch war die erste Vorstandssitzung in diesem Jahr besonders. Nach dem Rekordjahr 2019 verzeichnete die SUISA 2020 einen Rückgang bei den Einnahmen, was natürlich aufgrund von Corona zu erwarten war. Allerdings fiel der Rückgang weniger stark aus als befürchtet. Insgesamt ging der Umsatz um rund 12% zurück. Dies vor allem aufgrund des starken Einbruchs bei den Aufführungsrechten. Veranstaltungsverbote und zeitweise Schliessungen von Geschäften wegen Covid-19 führten in diesem Bereich zu einem Rückgang von 34%. Besonders betroffen waren die Lizenzeinnahmen aus Konzerten (–51%), im Gastgewerbe (–46%), bei den Unterhaltungsanlässen (–47%) und bei den Kinos (–58%).

Verhältnismässig gutes Ergebnis dank den Senderechten und dem Online-Geschäft

Dass der Gesamtumsatz «nur» um 12% zurückging, ist einem leichten Anstieg bei den Senderechten und vor allem den Einnahmen aus dem Online-Geschäft zu verdanken. Hinzu kommen gute Nebeneinnahmen und ein hohes Bewusstsein für die Kosten bei der SUISA.

Als Konsequenz ging auch die Verteilsumme an die Urheber und Verleger zurück, gesamthaft um 10,5%. Der Vorstand hat zudem aus den freiwerdenden Abrechnungsverpflichtungen eine unveränderte Zusatzverteilung von 7% auf allen im 2021 zur Abrechnung kommenden Werknutzungen beschlossen.

Erfreulich entwickelt sich das Geschäft der Tochtergesellschaft SUISA Digital Licensing, die für die weltweite Online-Lizenzierung verantwortlich ist. 2020 erzielte SUISA Digital Licensing Einnahmen in der Höhe von rund 5,5 Mio. Franken. Der Vorstand nahm Kenntnis von der finanziellen Situation bei SUISA Digital Licensing sowie dem aktuellen Stand beim Joint Venture Mint Digital Services. Da beide Firmen noch im Aufbau stehen, hat der Vorstand die notwendigen Massnahmen für eine ausgeglichene Bilanz bei SUISA Digital Licensing beschlossen. Die Forderungen der Genossenschaft gegenüber Mint für die Aufbaukosten wurden für ein weiteres Jahr im Delkredere zurückgestellt und die im 2020 zusätzlich entstandene Forderung wiederum in der Jahresrechnung abgeschrieben.

Die Generalversammlung findet auch 2021 auf schriftlichem Weg statt

Aufgrund der weiterhin unsicheren Situation betreffend Versammlungen in Innenräumen musste der Vorstand beschliessen, dass die Generalversammlung zum zweiten Mal nur auf schriftlichem Weg durchgeführt werden kann. Für die Nachfolge der zurücktretenden Géraldine Savary hat der Vorstand Ständerätin Johanna Gapany (FDP/Freiburg) nominiert. Videobotschaften von Johanna Gapany, des SUISA-Präsidenten Xavier Dayer und des CEOs Andreas Wegelin sowie weitere Informationen zur schriftlich durchzuführenden Generalversammlung 2021 finden sich unter www.suisa.ch/generalversammlung und im SUISAblog.

Aktuelle Situation Budget 2021 aufgrund der andauernden Corona-Krise

Die unsichere Lage für die Kulturbranche aufgrund der Coronakrise bereitet weiterhin Sorge. Es ist nach wie vor unklar, ob und wie Aufführungen und die Wiedereröffnung von Musiklokalen möglich sein werden. Entsprechend braucht es wie in den vergangenen Monaten eine rollende Budgetplanung. Die Finanzkommission des Vorstands entscheidet Anfang Juni 2021, ob das im Dezember 2020 abgesegnete Budget wegen Corona weiter angepasst werden muss.

Dank dem Corona-Hilfsfonds, den Unterstützungszahlungen aus der Stiftung Urheber- und Verlegerfürsorge und den erweiterten Vorschussregeln kann die SUISA ihren Mitgliedern in dieser schwierigen Zeit helfen. Der Vorstand hat in dem Zusammenhang beschlossen, die Frist für die Rückzahlung bzw. Verrechnung von Vorschüssen mit den laufenden Verteilungen bis Ende Juni 2022 zu verlängern.

Das Joint Venture Mint wird gestärkt

Die Kunden für Online-Lizenzierung über Mint sind mittlerweile neben Musikverlagen, unter anderem BMG für Australien, Afrika und Indien, auch europäische Schwestergesellschaften. Deren Repertoires werden über Mint gebündelt den Online-Anbietern wie Spotify, Apple Music oder Youtube angeboten.

Die Bündelung der Repertoires verhilft Mint zu einem stärkeren Auftritt im Markt für Online-Musikrechte. Die SUISA ist dank Mint und SUISA Digital Licensing mittlerweile trotz kleinem Schweizer Repertoire durch die Bündelung der Repertoires ein ernstzunehmender Verhandlungspartner: Je nach Land beträgt der Marktanteil am gesamten Weltrepertoire 4-10%. Der Vorstand hat in seiner Sitzung die Bedingungen definiert, unter welchen grosse europäische Verwertungsgesellschaften Teilhaber am Joint Venture Mint werden könnten. Damit soll die Marktposition von Mint im immer wichtiger werdenden Markt für Online-Musikrechte weiter gestärkt werden.

Anpassung des Dienstleistungskatalogs für Mitglieder und Auftraggeber

Im Bericht zur Dezembersitzung haben wir erwähnt, dass der Vorstand mit der Neugestaltung der Dienstleistungen zugunsten der Mitglieder und Auftraggeber Kosteneinsparungen erreichen will. Auftraggeber der SUISA sollen ab 2022 die ausgebauten Dienstleistungen nur noch über das Online-Serviceportal in Anspruch nehmen können. Ausführliche Informationen zu Einnahmen oder Abrechnungen werden für die Auftraggeber dank neuer Funktionalitäten noch einfacher im Portal auffindbar sein. Statt mit zeit- und kostenaufwändigen Anfragen über Telefon, Brief oder E-Mail können im persönlichen Zugang zu «Mein Konto» sämtliche Daten über das Auftragsverhältnis mit der SUISA online abgerufen werden. Stimmberechtigte Mitglieder erhalten dieselben Dienstleistungen über dieses Online-Serviceportal, können aber, falls gewünscht, weiterhin persönliche Beratungsleistungen erhalten.

Wie ebenfalls im oben erwähnten Bericht geschrieben, hat der Vorstand im Dezember 2020 beschlossen, dass Urheber und Verleger als stimmberechtigte Mitglieder aufgenommen werden, wenn sie mindestens ein Jahr bei der SUISA Auftraggeber waren und seit ihrer Anmeldung als Auftraggeber über 3000 (bisher 2000) Franken ausbezahlt bekommen haben. Zudem wird neu das Mitgliedschaftsverhältnis wieder in ein Auftragsverhältnis umgewandelt, wenn das betreffende Mitglied während der letzten 10 Jahre für seine Werke weniger als gesamthaft 3000 Franken Verteilbetrag erhalten hat. Diese Anpassung erfolgt gemäss Ziff. 5.5.4 der SUISA-Statuten. Ein Auftraggeber der SUISA hat zwar kein Stimmrecht in der Genossenschaft, der Anspruch auf Lizenzierung und Verteilung der Einnahmen auf die von den Nutzern verwendeten Werke bleibt jedoch genau gleich, und es erwachsen dem Auftraggeber im Vergleich zum stimmberechtigten Mitglied keine finanziellen Nachteile.

Mit diesen Massnahmen – insbesondere dem Ausbau der Dienstleistungen über das Mitgliederportal – wird die SUISA ihre Effizienz weiter steigern können. Und damit den Urhebern und Verlegern von Musik prozentual mehr Geld verteilen können.

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Die Corona-Pandemie bestimmt weiterhin den Geschäftsgang der SUISA. Dies war auch in der Vorstandssitzung im April spürbar. Umso wichtiger war es deshalb, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Bericht aus dem Vorstand: Mit voller Kraft voraus

Trotz den widrigen Umständen verfolgt die Genossenschaft SUISA ihren Weg im Interesse ihrer Mitglieder und Auftraggeber weiter. (Foto: Lobroart / Shutterstock.com)

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Auch 2021 keine physische Generalversammlung | mit Video

Über die Geschicke der Genossenschaft SUISA können die stimmberechtigten Mitglieder dennoch mittels schriftlicher Stimmabgabe mitbestimmen. Text von Regula Greuter; Videos von Manu Leuenberger

Auch 2021 keine physische Generalversammlung

Der Saal im Bierhübeli in Bern bleibt leer: Die GV 2021 der SUISA wird in schriftlicher Form durchgeführt. (Foto: Manu Leuenberger, bearbeitet von Likeberry und Schellenberg Druck AG)

Anders als erwartet, verhindert die Covid-19-Pandemie auch dieses Jahr die Durchführung der Generalversammlung. Vorgesehen war, dass der diesjährige Anlass am 25. Juni 2021 im Bierhübeli in Bern stattfindet. Die aktuelle Situation lässt keine zuverlässige Planung der Veranstaltung zu, deshalb hat der Vorstand an seiner Sitzung vom 22. April 2021 beschlossen, die Generalversammlung auch in diesem Jahr auf schriftlichem Weg durchzuführen. Auf diese Weise haben alle stimmberechtigten Mitglieder die Möglichkeit, an der GV teilzunehmen, ohne ein gesundheitliches Risiko einzugehen.

Organisatorische Abwicklung

Ab dem 25. Mai 2021 werden die Unterlagen zur Generalversammlung (Einladung zur brieflichen Abstimmung, Informationen zur Generalversammlung inklusive Traktanden sowie das Wahlformular) an alle stimmberechtigten Mitglieder verschickt. Sie haben ab Erhalt die Möglichkeit, das personalisierte Wahlformular auszufüllen und mit einer gültigen Unterschrift versehen bis zum 25. Juni 2021 an die SUISA zurückzuschicken (der 25. Juni ist das späteste Eingangsdatum).

Die Auszählung der Resultate der Stimmabgaben wird anschliessend vom Wahlbüro unter der Leitung von Dr. Bernhard Wittweiler (Leiter SUISA-Rechtsdienst) vorgenommen.

Die Wahlergebnisse werden am 30. Juni 2021 vom Präsidenten, der Protokollführerin, dem CEO und dem Leiter Rechtsdienst anhand der Auszählung formell festgestellt und gleichentags auf der SUISA-Homepage veröffentlicht.

Traktanden der diesjährigen Generalversammlung

Neben den üblichen statutarischen Geschäften – der Abnahme des Protokolls, Beschlüsse über die Jahresrechnungen, den Lagebericht und den Geschäftsbericht der Genossenschaft SUISA und der SUISA-Gruppe – wird der Generalversammlung ein Antrag zur Anpassung des allgemeinen Anlagereglements vorgelegt und eine Ersatzkandidatin für die zurücktretende Géraldine Savary vorgestellt.

Anpassung des allgemeinen Anlagereglements

Anlagen nachhaltig zu tätigen, ist vermehrt ein gesellschaftliches Anliegen, welchem auch von der SUISA Rechnung getragen werden soll. Daher hat der Vorstand beschlossen, das Anlagereglement der SUISA mit dem Kriterium «Nachhaltigkeit» zu ergänzen. Neben den hauptsächlichen Zielen der Anlagen, nämlich der Sicherheit und Liquidität, soll nun auch das Kriterium «Nachhaltigkeit» im allgemeinen Anlagereglement verankert werden.

Gemäss Statuten ist die Generalversammlung zuständig für die allgemeine Anlagepolitik in Bezug auf die eingenommenen Entschädigungen (SUISA Statuten, Ziffer 9.2.2. lit. m).

Der Vorstand beantragt daher, das allgemeine Anlagereglement mit dem Kriterium der Nachhaltigkeit zu ergänzen.

Nachwahl in den Vorstand

Aufgrund des Rücktritts von Géraldine Savary (ehemalige Ständerätin SP/VD) wird ein neues Vorstandsmitglied zur Wahl vorgeschlagen. Gemäss SUISA-Statuten Ziffer 9.3.2 dürfen neben den stimmberechtigten SUISA-Mitgliedern «Persönlichkeiten, die infolge ihrer Stellung oder ihres Fachwissens an der Tätigkeit der SUISA besonderen Anteil nehmen», in den Vorstand gewählt werden. In der Vergangenheit waren deshalb während vielen Jahren auch aktive oder ehemalige Parlamentsabgeordnete im Vorstand, welche mit ihrem Fachwissen wertvolle Erfahrungen in die SUISA einbringen.

Der Vorstand beantragt daher, Johanna Gapany (Ständerätin FDP/FR) neu in den SUISA-Vorstand zu wählen.

Johanna Gapany begann ihre politische Karriere in jungen Jahren. Diese führte sie vom Generalrat in den Gemeinderat von Bulle, sie nahm von 2016 bis 2019 Einsitz im Grossen Rat des Kanton Freiburg bis sie 2019 als erste Frau des Kanton Freiburgs in den Ständerat gewählt wurde. Die studierte Betriebsökonomin bringt berufliche Erfahrungen als Marketingleiterin in verschiedenen Unternehmungen und als Verantwortliche für Kommunikation in einem Privatspital in Freiburg mit.

Auch wenn 2021 keine physische Generalversammlung stattfinden wird, können die stimmberechtigten Mitglieder auf schriftlichem Weg über die Geschäfte der SUISA mitbestimmen. Wir fordern Sie auf, diese Möglichkeit zu nutzen und abzustimmen!

Unter www.suisa.ch/generalversammlung sind alle Unterlagen und Informationen zur Generalversammlung zu finden. Fragen zum Ablauf und zu den Traktanden können per E-Mail an die Geschäftsleitung gerichtet werden: gv (at) suisa (dot) ch

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Über die Geschicke der Genossenschaft SUISA können die stimmberechtigten Mitglieder dennoch mittels schriftlicher Stimmabgabe mitbestimmen. Text von Regula Greuter; Videos von Manu Leuenberger

Auch 2021 keine physische Generalversammlung

Der Saal im Bierhübeli in Bern bleibt leer: Die GV 2021 der SUISA wird in schriftlicher Form durchgeführt. (Foto: Manu Leuenberger, bearbeitet von Likeberry und Schellenberg Druck AG)

Anders als erwartet, verhindert die Covid-19-Pandemie auch dieses Jahr die Durchführung der Generalversammlung. Vorgesehen war, dass der diesjährige Anlass am 25. Juni 2021 im Bierhübeli in Bern stattfindet. Die aktuelle Situation lässt keine zuverlässige Planung der Veranstaltung zu, deshalb hat der Vorstand an seiner Sitzung vom 22. April 2021 beschlossen, die Generalversammlung auch in diesem Jahr auf schriftlichem Weg durchzuführen. Auf diese Weise haben alle stimmberechtigten Mitglieder die Möglichkeit, an der GV teilzunehmen, ohne ein gesundheitliches Risiko einzugehen.

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Vorausplanung in der Krisensituation

Gerade in Krisenzeiten ist die Vorausplanung besonders wichtig. In den Sitzungen vom Dezember 2020 hat sich der Vorstand der SUISA neben dem Schwerpunktthema Budget mit weiteren relevanten Zukunftsthemen beschäftigt. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Bericht aus dem Vorstand: Vorausplanung in der Krisensituation

Die SUISA macht Musik trotz eingetrübten Budgetaussichten auch 2021 möglich. Das Foto zeigt eine Szene vom letztjährigen Festival Label Suisse, bei dem die SUISA als Sponsoringpartnerin mit dabei war. (Foto: Tabea Hüberli & Dirk Hoogendoorn)

Der SUISA-Vorstand hat sich in seinen Dezembersitzungen schwerpunktmässig dem Budget für 2021 gewidmet. In der gegenwärtigen Krisensituation wegen der Pandemie sind die Prognosen im Vergleich zu 2019 schwieriger. Es kann beim Grad der Erfüllung beim Budget grössere Abweichungen geben. Vergangenes Jahr wurde zudem Ende April das Budget 2020 während dem laufenden Geschäftsjahr revidiert und die Geschäftsleitung arbeitete gemäss einem Corona-Budget mit neuen Vorgaben für die verbleibenden acht Monate.

Im Dezember genehmigte der Vorstand folgende Eckpunkte für das Budget 2021:

Die Einnahmen 2021 sind gegenüber dem Ergebnis 2019, also dem Geschäftsjahr vor Beginn der Krise, um 20,7% tiefer budgetiert. Gegenüber dem sehr vorsichtigen Corona-Budget 2020 jedoch um 6,7% höher. Die Einnahmen aus Aufführungsrechten werden aufgrund der von den Corona-Verordnungen verursachten Veranstaltungsverbote um 37% unter dem Ergebnis 2019 budgetiert.

Die Kosten 2021 sind um rund 5% tiefer budgetiert als für das Jahr 2019. Sie sind jedoch um 20% tiefer als im revidierten Corona-Budget 2020 vorgesehen war.

Verschiedene Faktoren spielen bei der Kostenentwicklung eine Rolle: Neben den Einsparungen bei den Personalkosten gibt es wesentliche Kostenblöcke im Bereich Informatik und Wertschriftenaufwand. Bei den Personalkosten sind Einsparungen vorgesehen, einerseits durch Pensionierungen und damit verbundene Umstrukturierungen sowie durch die Ausgliederung von 11 Personen in die Tochterfirma Mint Digital Services AG.

Im Bereich Informatik ist es dem Vorstand wichtiger, die Innovationskraft zu erhalten und teilweise auszubauen, um damit die Wettbewerbsfähigkeit zu bewahren, als reine Sparmassnahmen durchzuführen. Zu strikte Sparbemühungen rächen sich meistens und führen zu einer unerwünschten Verlangsamung der Entwicklung unserer Dienstleistungen.

Der Wertschriftenaufwand schliesslich ist eine Grösse im Budget, die per se nur sehr schwer einschätzbar ist. Glücklicherweise konnte der Vorstand feststellen, dass der Einbruch an den Finanzmärkten im März 2020 inzwischen wieder ausgebügelt ist und die Finanzanlagen wieder auf dem Vorjahresniveau sind. Er hat für 2021 einen wesentlich geringeren Finanzaufwand als noch im Corona-Budget 2020 vorgesehen budgetiert.

Trotz der eingetrübten Budgetaussichten beschloss der Vorstand für die Abrechnungen 2021 unveränderte Kostenabzüge. Geschäftsleitung und Vorstand erwarten, dass die Beträge aus freiwerdenden Abrechnungsverpflichtungen den Rückgang der Einnahmen und damit ein Anstieg des Verhältnisses Kosten zu Einnahmen ausgleichen können.

Neuer Dienstleistungskatalog und Mindestbetrag für die SUISA Mitgliedschaft

Der Vorstand befasste sich an der Dezembersitzung auch mit dem Dienstleistungskatalog für Mitglieder und Auftraggeber. Die SUISA zählt mittlerweile über 12 600 stimmberechtigte Mitglieder und 26 700 Auftraggeber. Leider generieren von diesen total knapp 40 000 Bezugsberechtigten nur 60% wesentliche Einnahmen. Mehr als ein Drittel aller Bezugsberechtigten erhält gar nie eine Abrechnung, weil deren Werke weder aufgeführt, aufgenommen, gesendet noch online genutzt werden. Alle Bezugsberechtigten konnten bis anhin alle Dienstleistungen der SUISA in Anspruch nehmen. Die Digitalisierung hat zum Aufbau von Online-Services («Mein Konto»-Portal) geführt. Die im Portal möglichen Selfservices für die Bezugsberechtigten werden weiter ausgebaut.

Die Geschäftsleitung hatte deshalb Vorschläge erarbeitet, wie eine Kosteneinsparung erreicht werden könnte, indem den Auftraggebern die Dienstleistungen nur noch online angeboten würden. Diese Massnahme würde Arbeitszeit und damit Personalkosten einsparen. Der Vorstand beschloss nun, die Bedingungen für die Mitgliedschaft anzupassen. Neu werden jene Personen Mitglied der SUISA, welche während mindestens eines Jahres bei der SUISA Auftraggeber waren und mindestens 3000 Franken (bisher 2000 Franken) ausbezahlt bekommen haben. Den Auftraggebern werden ab 2022 die Dienstleistungen ausschliesslich über das Online-Portal «Mein Konto» zur Verfügung stehen.

Änderungen im Verteilungs- und Anlagereglement

Weitere Geschäfte im Vorstand waren die Genehmigung neuer Verteilungsregeln unter anderem für die Einnahmen aus der Leerträgervergütung und die Änderung des Anlagereglements in Bezug auf die Berücksichtigung des Kriteriums der Nachhaltigkeit bei Finanzanlagen.

Flexible Führung in Krisenzeiten

Schliesslich hat der Vorstand beschlossen eine Präsidentenkonferenz zu bilden, welche die bisherige Corona-Task-Force ersetzen soll. Sie soll monatlich aufgrund der Berichterstattung der Geschäftsleitung den Einfluss der behördlichen Anordnungen auf den Geschäftsgang der SUISA beurteilen und dem Vorstand Handlungsbedarf aufzeigen. Mitglieder der Präsidentenkonferenz sind Géraldine Savary, Roman Camenzind, Rainer Bischof, Marco Neeser und Xavier Dayer.

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  1. hermann sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren
    ich habe ihren Artikel mit Aufmerksamkeit gelesen und ich habe absolut Verständnis für die Aussagen und Denkweisen. Sie haben die Aufgabe ihre Mitglieder und Auftraggeber bestmöglich zu versorgen.
    Meine Sicht der Dinge ist etwas differenzierter. Die vielen Betriebe und Vereine die durch Covid 19 stark eingeschränkt wurden, von Bundesgeldern und auch von rückzahlbaren Krediten (Covid19-Krediten) belastet sind, sollen den Jahresbeitrag ohne Berücksichtigung der aktuellen Situation bezahlen.
    Das sehe ich auf keinen Fall so, denn der FC Ebikon ist einer der betroffenen Fussballvereine in der Schweiz, die ihren Betrieb einstellen musste. Das heisst, das der Trainingsbetrieb und aber auch der Betrieb unseres Clubhauses eingestellt werden musste, dies wurde so angeordnet. Somit hatten wir nicht die Möglichkeit das gesellschaftliche Leben, den Clubbetrieb mit Musik, Filmen, Videos etc zu nützen. Das heisst konkret, dass wir die Rechnung nicht in diesem Umfange bezahlen werden, sondern im Umfange der Nutzungsmöglichkeiten die staatlich verordnet sind.
    Falls der Trainingsbetrieb per 1.3. oder dann hoffentlich per 1.4.21 wieder gestartet werden kann, erwarte ich eine angepasste Rechnung von Ihnen. Weiter hätte ich erwartet, dass sie der aktuellen Corona Situation Rechnung tragen und sie eine partnerschaftliche und faire Rechnung versenden.
    Für eine Stellungnahme bitte ich sie und grüsse Sie freundlich
    Sebastian Hermann
    Finanzchef FC Ebikon

    • Sehr geehrter Herr Hermann

      Danke für Ihre Nachricht.

      Die SUISA ist sich bewusst, dass viele Betriebe und auch Sportvereine wie der FC Ebikon unter den Folgen der behördlichen Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie leiden. Denn den Musikschaffenden, den Mitgliedern der SUISA, ergeht es in diesen schwierigen Zeiten gleich.

      Damit verbunden hält die SUISA ihre Dienstleistung aufrecht, öffentliche Musiknutzungen zu erlauben, aber hat schon im Frühling 2020 zugunsten der Lizenznehmerinnen und -nehmer einige ihrer Modalitäten den ausserordentlichen Umständen angepasst.

      Die Kundinnen und Kunden der SUISA sind in den verschiedensten Wirtschaftszweigen tätig. Teilweise sind und waren aufgrund der behördlichen Verordnungen die Musiknutzungen sogar regional unterschiedlich verunmöglicht. Für die nachweislich nicht erfolgten Nutzungen entfallen die Vergütungen für die Urheberrechte.

      Damit der Nachlass korrekt dem individuellen Einzelfall entsprechend in Abzug gebracht werden kann, kommen aus administrativ-technischen Gründen differenzierte Verfahren zur Anwendung. Speziell bei Lizenznehmerinnen und -nehmern des Gemeinsamen Tarifs 3a (GT 3a) für Hintergrundunterhaltung können die Termine der Betriebsschliessungen von Unternehmen zu Unternehmen sehr stark variieren.

      Die konkreten Daten der Betriebsschliessung können deshalb über ein elektronisches Kontaktformular gemeldet werden. Nach Prüfung der Angaben erfolgt eine Gutschrift gemäss dem Gemeinsamen Tarif 3a. Der Wert dieser Gutschrift kann je nach behördlich verordneten Schliessungen wegen Covid-19 variieren.Die Gutschrift wird in der folgenden Jahresrechnung abgezogen.

      Das Kontaktformular steht zur Verfügung unter: http://www.suisa.ch/3a. Dort sind auch weitere Informationen zu finden, wie die SUISA ihren Kundinnen und Kunden entgegenkommt: http://www.suisa.ch/de/suisa/massnahmen-der-suisa-bezueglich-der-corona-pandemie/informationen-fuer-kunden.html

      Für Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.
      Freundliche Grüsse
      Kundendienst GT 3a

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Der SUISA-Vorstand hat sich in seinen Dezembersitzungen schwerpunktmässig dem Budget für 2021 gewidmet. In der gegenwärtigen Krisensituation wegen der Pandemie sind die Prognosen im Vergleich zu 2019 schwieriger. Es kann beim Grad der Erfüllung beim Budget grössere Abweichungen geben. Vergangenes Jahr wurde zudem Ende April das Budget 2020 während dem laufenden Geschäftsjahr revidiert und die Geschäftsleitung arbeitete gemäss einem Corona-Budget mit neuen Vorgaben für…Weiterlesen

Verhandeln in Zeiten von Corona … und im Angesicht von Covid-19

Verhandeln gehört zu den Aufgaben der SUISA. Beim Aushandeln von Tarifen und Verträgen muss die SUISA die Interessen ihrer Mitglieder vertreten, Verständnis für deren legitime Forderungen wecken und schliesslich die bestmöglichen Bedingungen für das Musikschaffen erwirken. Dies geschieht mit Diskussionen und Kompromissen – das ganze Vorgehen beruht also auf menschlichen Beziehungen. Doch seit diesem Frühjahr hat sich ein unerwarteter Gast an den Verhandlungstisch gedrängt: Covid-19. Von Vincent Salvadé, Deputy CEO

Verhandeln in Zeiten von Corona … und im Angesicht von Covid-19

Die Tarife, die jetzt während der Corona-Krise verhandelt werden, gelten für bessere Zeiten, in denen die Musik hoffentlich wieder spielt. (Foto: Tabea Hüberli & Dirk Hoogendoorn)

Die Dynamik hat sich angesichts des Coronavirus verändert. Die Diskussionen werden heute meistens per Videokonferenz geführt. Das heisst, zwischen den Menschen stehen Bildschirme. Unter diesen Voraussetzungen ist es schwieriger, die nonverbalen Reaktionen auf einen Vorschlag wahrzunehmen, und auch manchmal schwieriger, den Partner oder die Partnerin zu verstehen. Anpassung ist angesagt … und man sehnt sich nach den Zeiten zurück, als Vereinbarungen per Handschlag besiegelt werden konnten.

Eine Krise kann dazu führen, dass Positionen zementiert werden. Die Wirtschaft wird beeinträchtigt, es gibt keine Grossveranstaltungen mehr, und auf Einschränkungen folgen Lockerungen, dann wieder Einschränkungen. Das Einkommen der Künstlerinnen, Künstler und Kreativschaffenden befindet sich im freien Fall. Unter solchen Voraussetzungen ist es schwieriger, Zugeständnisse zu machen und Kompromisse zu finden. Letztlich ist jeder darum bemüht, das Wenige, das ihm noch bleibt, zu verteidigen.

Welche Strategie soll die SUISA unter diesen Umständen verfolgen?

Zunächst sei festgehalten, dass gewisse Bereiche weniger von der Krise betroffen sind als andere. Das Online-Angebot kommt nicht zu kurz, denn auch wenn man zögert, ins Kino zu gehen – oder eben gar nicht gehen kann –, dann schaut man sich die Filme über Video-on-Demand an. Auch der Konsum von Musik über Streaming-Plattformen läuft gut. Die SUISA sollte daher zuerst in diesen Bereichen gute Bedingungen für ihre Mitglieder aushandeln. Denn die Mitglieder der SUISA haben ihrerseits mit den Folgen der Krise besonders stark zu kämpfen.

«Es liegt an uns, die Zukunft zu planen und heute in der Gegenwart eine faire Anwendung der Rechtsgrundsätze zugunsten unserer Mitglieder zu verfechten.»

Doch wir dürfen nicht in eine Falle tappen. Ein Rückgang der Einnahmen bei den Musikanbieterinnen und -anbietern hat in vielen Bereichen automatisch negative Folgen für die Urheberinnen und Urheber: Die Vergütungen werden nämlich als Prozentsatz des bei der Nutzung erwirtschafteten Umsatzes berechnet. Daher sollte die Krise von den Nutzerinnen und Nutzer nicht als Gelegenheit ausgenützt werden, um von der SUISA günstigere Bedingungen zu erwirken. Denn dann würden die Urheber doppelt verlieren: einmal, weil der Vergütungsbetrag wegen dem Einnahmenrückgang tiefer ist, und ein zweites Mal, weil die Konditionen schlechter sind als vorher. Wir mussten unsere Partnerinnen und Partner gelegentlich bereits daran erinnern.

Doch Tatsache ist: Der «Live»-Sektor kämpft ums Überleben. In diesem Frühjahr setzten wir gewisse Verhandlungen aus, in der Hoffnung, sie bei schönerem Wetter wieder aufzunehmen. Eine Zeit lang war es mild, nun nimmt die Bewölkung wieder zu. Und Tarifverfahren brauchen Zeit. Ende 2020 müssen wir Tarife aushandeln, die erst 2022 in Kraft treten, wenn wir die Krise überwunden haben werden (zumindest wagen wir das zu hoffen …). So liegt es an uns, die Zukunft zu planen und heute in der Gegenwart eine faire Anwendung der Rechtsgrundsätze zugunsten unserer Mitglieder zu verfechten. Es ist sicher nicht leicht, wenn unsere Verhandlungspartnerinnen und -partner Einbussen erleiden, doch die Verantwortung für eine bessere Zukunft liegt bei uns.

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Verhandeln gehört zu den Aufgaben der SUISA. Beim Aushandeln von Tarifen und Verträgen muss die SUISA die Interessen ihrer Mitglieder vertreten, Verständnis für deren legitime Forderungen wecken und schliesslich die bestmöglichen Bedingungen für das Musikschaffen erwirken. Dies geschieht mit Diskussionen und Kompromissen – das ganze Vorgehen beruht also auf menschlichen Beziehungen. Doch seit diesem Frühjahr hat sich ein unerwarteter Gast an den Verhandlungstisch gedrängt: Covid-19. Von Vincent Salvadé, Deputy CEO

Verhandeln in Zeiten von Corona … und im Angesicht von Covid-19

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