Tagarchiv: Genossenschaft

Generalversammlung 2022: Endlich wieder von Angesicht zu Angesicht

Nach einer pandemiebedingten Pause findet seit 2019 zum ersten Mal wieder eine Generalversammlung der SUISA mit physischer Präsenz der Mitglieder im Bierhübeli in Bern statt. Die Genossenschafter und Genossenschafterinnen sind aufgefordert, möglichst zahlreich zu erscheinen und über die Geschicke ihrer Gesellschaft mitzubestimmen. Text von Andreas Wegelin

Generalversammlung 2022: Endlich wieder von Angesicht zu Angesicht

Nach zweijährigem Unterbruch kann die Generalversammlung 2022 der SUISA am 17. Juni im Bierhübeli Bern wieder mit physischer Präsenz durchgeführt werden. (Foto: Sibylle Roth)

Am Freitag, 17. Juni 2022, um 11 Uhr wird es endlich wieder soweit sein: Nach einer musikalischen Einstimmung durch die Berner Electro-Swing-Gruppe Klischée wird der Präsident des Vorstandes, Xavier Dayer, die diesjährige SUISA-Generalversammlung eröffnen.

Die Mitglieder werden über den Geschäftsgang der SUISA im vergangenen Jahr informiert und sind aufgefordert, das trotz der Pandemie glimpflich ausgefallene Jahresergebnis 2021 (–10% im Vergleich zum Rekordjahr 2019) zu genehmigen. Neben den weiteren statutarischen Geschäften werden auch die Sicherung der Finanzierung der Online-Lizenzierung durch die Tochtergesellschaft Mint Digital Services AG und eine Statutenrevision zur Verbesserung der Corporate Governance zur Diskussion und Beschlussfassung gelangen.

Ersatzwahl, Grussadresse und Deklaration gemäss EU-Richtlinie

Nach 10 Jahren Vorstandszugehörigkeit hat sich das Verlegermitglied Christian Siegenthaler (Management von Patent Ochsner) entschlossen, aus dem Vorstand zurückzutreten. Der Vorstand schlägt als Nachfolger Christian Baumgartner, Unternehmensberater und Investor, vor.

Unser letztes Jahr neu gewähltes Vorstandsmitglied, Ständerätin Johanna Gapany, wird sich mit einer Grussadresse aus der Politik an die Mitglieder wenden.

Schliesslich werden gemäss den Vorschriften der EU-Richtlinie zu den Verwertungsgesellschaften und dem liechtensteinischen Verwertungsgesellschaftengesetz (VGG) erstmals die Deklarationen der Mitglieder des Vorstands und der Geschäftsleitung offengelegt zu Fragen ihrer Beteiligung an der SUISA, Höhe der Vergütungen/Entschädigungen und zu tatsächlichen oder möglichen Interessenskonflikten.

Stimmberechtigte Mitglieder herzlich willkommen

Die Generalversammlung ist nur für Genossenschafterinnen und Genossenschafter, das heisst stimmberechtigte Mitglieder (siehe Infobox am Ende des Textes), zugänglich. Diese Mitglieder werden bis Ende Mai per Briefpost eine schriftliche Einladung mit den Anmeldeunterlagen erhalten. Die Einladung enthält das Tagesprogramm und zusätzliche Informationen über die an der GV anstehenden Traktanden und Geschäfte.

Ich hoffe, dass Sie möglichst zahlreich an der Generalversammlung teilnehmen, und freue mich zusammen mit meiner Kollegin Irène Philipp Ziebold und meinem Kollegen Vincent Salvadé sowie weiteren Mitarbeitenden der SUISA auf den Austausch mit Ihnen. Endlich wieder von Angesicht zu Angesicht.

Neue Kriterien für stimmberechtigte Mitglieder
Der SUISA-Vorstand hat im Dezember 2020 beschlossen, die Kriterien für stimmberechtigte Mitglieder anzupassen. Urheber/innen und Verleger/innen werden als stimmberechtigte Mitglieder aufgenommen, wenn sie mindestens ein Jahr bei der SUISA Auftraggeber/innen waren und seit ihrer Anmeldung mindestens 3000 Franken ausbezahlt bekommen haben; bislang waren es 2000 Franken. Diese Änderung ist 2021 in Kraft getreten.
Zudem wird das Mitgliedschaftsverhältnis wieder in ein Auftragsverhältnis umgewandelt, wenn ein Mitglied während der letzten zehn Jahre für seine Werke weniger als gesamthaft 3000 Franken Verteilbetrag erhalten hat.
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Neuerungen bei den Mitgliederdiensten der SUISANeuerungen bei den Mitgliederdiensten der SUISA Die SUISA baut seit Jahren ihr Online-Angebot insbesondere für Urheber/innen und Verleger/innen von Musik aus. Der Schlüsselbegriff ist Selfservices: Mitglieder sollen einfach und bequem alle Dienstleistungen der SUISA online abrufen können. Dies spart nicht nur Zeit für die Mitglieder: Die SUISA kann somit auch ihre Effizienz steigern und folglich mehr Geld an die Bezugsberechtigten verteilen. Im 2022 werden auch die Bedingungen für die Mitgliedschaft angepasst. Weiterlesen
Frühlingssitzung des SUISA-VorstandsFrühlingssitzung des SUISA-Vorstands Der SUISA-Vorstand und seine Kommissionen haben am 11./12. April 2022 ihre Frühlingssitzungen durchgeführt. Nach langer Pause erstmals wieder vollständig bei physischer Präsenz am Geschäftssitz der SUISA in Zürich. Weiterlesen
Generalversammlung 2021: Ständerätin Johanna Gapany in den Vorstand der SUISA gewähltGeneralversammlung 2021: Ständerätin Johanna Gapany in den Vorstand der SUISA gewählt Zum zweiten Mal in Folge fand die Generalversammlung der SUISA aufgrund der Covid-19-Pandemie in schriftlicher Form statt. Insgesamt haben 1’486 Komponisten, Textautoren, Musikverleger und Erben per Brief oder E-Mail abgestimmt und gewählt. Weiterlesen
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Nach einer pandemiebedingten Pause findet seit 2019 zum ersten Mal wieder eine Generalversammlung der SUISA mit physischer Präsenz der Mitglieder im Bierhübeli in Bern statt. Die Genossenschafter und Genossenschafterinnen sind aufgefordert, möglichst zahlreich zu erscheinen und über die Geschicke ihrer Gesellschaft mitzubestimmen. Text von Andreas Wegelin

Generalversammlung 2022: Endlich wieder von Angesicht zu Angesicht

Nach zweijährigem Unterbruch kann die Generalversammlung 2022 der SUISA am 17. Juni im Bierhübeli Bern wieder mit physischer Präsenz durchgeführt werden. (Foto: Sibylle Roth)

Am Freitag, 17. Juni 2022, um 11 Uhr wird es endlich wieder soweit sein: Nach einer musikalischen Einstimmung durch die Berner Electro-Swing-Gruppe Klischée wird der Präsident des Vorstandes, Xavier Dayer, die diesjährige SUISA-Generalversammlung eröffnen.

Die Mitglieder werden über den Geschäftsgang der SUISA im vergangenen Jahr informiert und sind aufgefordert, das trotz der Pandemie glimpflich ausgefallene Jahresergebnis 2021 (–10% im Vergleich zum Rekordjahr 2019) zu…Weiterlesen

Neuerungen bei den Mitgliederdiensten der SUISA

Die SUISA baut seit Jahren ihr Online-Angebot insbesondere für Urheber/innen und Verleger/innen von Musik aus. Der Schlüsselbegriff ist Selfservices: Mitglieder sollen einfach und bequem alle Dienstleistungen der SUISA online abrufen können. Dies spart nicht nur Zeit für die Mitglieder: Die SUISA kann somit auch ihre Effizienz steigern und folglich mehr Geld an die Bezugsberechtigten verteilen. Im 2022 werden auch die Bedingungen für die Mitgliedschaft angepasst. Text von Irène Philipp Ziebold und Claudia Kempf

Neuerungen bei den Mitgliederdiensten der SUISA

Die SUISA baut laufend ihre Online-Dienstleistungen für Mitglieder wie Kunden/innen in Richtung Selfservices aus. (Foto: PopTika / Shutterstock.com)

Im Juni 2021 hat die SUISA einen Meilenstein für ihre Mitglieder gesetzt: Mit der Lancierung des Royalty Reports erhalten die Urheber/innen und Verleger/innen von Musik dank leicht verständlichen Grafiken einen raschen Überblick über die Entwicklung der Urheberrechtseinnahmen der letzten fünf Jahre. Zudem ermöglicht das Tool per Mausklick individuelle Auswertungen.

Selfservices: Online-Dienstleistungen werden laufend ausgebaut

Mit dieser Neuerung hat die SUISA einen grossen Schritt in Richtung Selfservices gemacht: Mitglieder wie Kundinnen und Kunden sollen möglichst einfach via Internet alle für sie relevanten Informationen und Dienstleistungen der SUISA erhalten. Seit einigen Jahren baut die SUISA zu diesem Zweck ihre Online-Dienstleistungen laufend aus. Zukünftig werden die Urheber/innen, Verleger/innen sowie auch die Nutzer/innen von Musik immer mehr Dienstleistungen einfach und bequem über Webportale nutzen können. Die SUISA wird zeitnah auf ihren Kanälen über neue Dienstleistungen informieren.

Davon profitieren zum einen die Mitglieder: Statt mit zeit- und kostenaufwändigen Anfragen über Telefon, Brief oder E-Mail können im persönlichen Zugang zum Mitgliederportal «Mein Konto» sämtliche Daten über das Auftragsverhältnis mit der SUISA online abgerufen werden. Zum anderen profitiert auch die SUISA davon, in dem sie Zeit und Kosten für Beratung via Telefon, E-Mail oder Post spart. Was wiederum den Urhebern/innen und Verlegern/innen Vorteile bringt, da die SUISA dank der Kosteneinsparungen mehr Geld an die Bezugsberechtigten verteilen kann.

Neue Kriterien für stimmberechtigte Mitglieder

Der SUISA-Vorstand hat im Dezember 2020 beschlossen, die Kriterien für stimmberechtigte Mitglieder anzupassen. Urheber/innen und Verleger/innen werden als stimmberechtigte Mitglieder aufgenommen, wenn sie mindestens ein Jahr bei der SUISA Auftraggeber/innen waren und seit ihrer Anmeldung mindestens 3000 Franken ausbezahlt bekommen haben; bislang waren es 2000 Franken. Diese Änderung ist 2021 in Kraft getreten.

Zudem wird das Mitgliedschaftsverhältnis wieder in ein Auftragsverhältnis umgewandelt, wenn ein Mitglied während der letzten zehn Jahre für seine Werke weniger als gesamthaft 3000 Franken Verteilbetrag erhalten hat. Diese Anpassung erfolgt gemäss Ziff. 5.5.4 der SUISA-Statuten:

5.5 Die Mitgliedschaft erlischt:
[…]
5.5.4 durch die Umwandlung der Mitgliedschaft in ein Auftragsverhältnis, wenn die an das Mitglied ausbezahlten Entschädigungen während zehn Jahren den vom Vorstand der SUISA festgesetzten Mindestbetrag nicht erreichen; […]

Auftraggeber/innen sind den stimmberechtigten Mitgliedern in Bezug auf das Finanzielle gleichgestellt. Sie haben – wie die Mitglieder – den gleichen Anspruch auf Lizenzierung und Verteilung der Einnahmen auf die Werke, die gesendet, aufgeführt, vervielfältigt oder online genutzt werden. Hingegen haben sie kein Stimmrecht an der Generalversammlung der Genossenschaft.

Veränderte Mitgliederstruktur der SUISA

Grund für diese Anpassung ist die heutige Mitgliederstruktur der SUISA: Ende 2020 zählte die SUISA über 12 000 stimmberechtigte Mitglieder und fast 28 000 Auftraggeber/innen. Von diesen über 40 000 Bezugsberechtigten generieren lediglich knapp 60% Einnahmen aus der Nutzung ihrer Werke. Mehr als ein Drittel der Auftraggeber/innen und Mitglieder erhält gar nie eine Abrechnung, weil deren Werke weder aufgeführt, aufgenommen, gesendet noch online genutzt werden. Auch von den über 12 000 stimmberechtigten Mitgliedern hat fast die Hälfte in den letzten Jahren kaum Urheberechtseinnahmen generiert.

Obwohl die SUISA für diese Mitglieder hinsichtlich Einkommen kaum von Bedeutung ist, konnten auch sie an der SUISA-Generalversammlung über die Geschicke der Genossenschaft entscheiden. In Zukunft sollen ausschliesslich diejenigen Mitglieder, für welche die SUISA eine wesentliche Einnahmequelle darstellt, über die an der Generalversammlung vorgelegten Themen der SUISA beschliessen können.

Diejenigen Mitglieder, welche die genannten Bedingungen nicht erreichen, werden wieder zu Auftraggeber/innen ohne Stimmrecht an der Generalversammlung. Die Betroffenen erhalten im Januar 2022 einen Brief, in dem sie persönlich darüber informiert werden.

Registrieren Sie sich jetzt für «Mein Konto»

Profitieren Sie von den Online-Dienstleistungen der SUISA und registrieren Sie sich jetzt auf dem Mitgliederportal «Mein Konto»: www.suisa.ch/mein-konto. Hier erhalten alle Bezugsberechtigen, Mitglieder wie Auftraggeber jederzeit (7 x 24 Stunden) Auskunft über ihre Abrechnungen und können Werke anmelden oder Nachforschungen anstossen.

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  1. LINDE HANS-MARTIN sagt:

    Die sicherlich gutgeplanten Neuerungen sind viel zu umständlich und nichts für ein normales SUISA-Mitglied.

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Die SUISA baut seit Jahren ihr Online-Angebot insbesondere für Urheber/innen und Verleger/innen von Musik aus. Der Schlüsselbegriff ist Selfservices: Mitglieder sollen einfach und bequem alle Dienstleistungen der SUISA online abrufen können. Dies spart nicht nur Zeit für die Mitglieder: Die SUISA kann somit auch ihre Effizienz steigern und folglich mehr Geld an die Bezugsberechtigten verteilen. Im 2022 werden auch die Bedingungen für die Mitgliedschaft angepasst. Text von Irène Philipp Ziebold und Claudia Kempf

Neuerungen bei den Mitgliederdiensten der SUISA

Die SUISA baut laufend ihre Online-Dienstleistungen für Mitglieder wie Kunden/innen in Richtung Selfservices aus. (Foto: PopTika / Shutterstock.com)

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SUISA und die Covid-Krise

Seit Ende Februar 2020 steht nicht nur die Musikbranche vor einer ungeahnten Herausforderung. Wie geht die SUISA als Genossenschaft der Urheber/innen und Verleger/innen von Musik und als Verwertungsgesellschaft mit der bald einmal zwei Jahre andauernden Covid-Krise um? Text von Andreas Wegelin

SUISA und die Covid-Krise

Mit den Verboten für Aufführungen vor Publikum stand ein grosser Teil der Musikbranche von einem Tag auf den anderen ohne Arbeit und Einkommen da. Die SUISA hielt während der Covid-Krise den Betrieb und ihre Dienstleistungen für die Mitglieder und Kunden/innen aufrecht. (Foto: Jirsak / Shutterstock.com)

Ausgerechnet die Gala zu den 13. Swiss Music Awards am 28. Februar 2020 war der Auftakt zur schweizweiten Beschränkung der Anlässe mit Musik. An diesem Abend durften nur maximal 1000 Personen an der Live-Veranstaltung teilnehmen. Wer noch dachte, die Covid-19-Pandemie wäre demnächst wie ein Grippevirus mit der Winterluft verflogen, wurde bald eines Schlechteren belehrt: Ab 13. März 2020 waren keine Live-Konzerte, aber auch keine Parties in Clubs mehr erlaubt. Der Musikbranche, von Komponisten/innen über Interpreten/innen bis zu Veranstalter/innen und den Zulieferbetrieben der Eventbranche, wurde zwangsweise eine existenzielle Grundlage entzogen.

Mittlerweile sind wir im zweiten Corona-Jahr und erleben seit 20 Monaten enorme Schwierigkeiten bei der Durchführung von Musikveranstaltungen mit physisch anwesendem Publikum. Wie geht die SUISA als Genossenschaft der Urheber/innen und Verleger/innen von Musik und als Verwertungsgesellschaft damit um?

Finanzieller Verlust und Unwägbarkeit

Rund einen Monat nach Anordnung des ersten Lockdowns hatten Geschäftsleitung und Vorstand der SUISA das Budget für das Jahr 2020 revidiert. Dieses «Corona-Budget», das gegenüber den ursprünglichen Erwartungen um 23% tiefere Einnahmen und um 8,5% höhere Kosten vorsah, konnte eingehalten werden. Wie der Jahresabschluss letztlich zeigte, hielt sich insgesamt der Umsatzverlust glücklicherweise in Grenzen: Die Einnahmen der SUISA in der Schweiz und aus dem Ausland beliefen sich 2020 auf 138,5 Mio. Franken, was gegenüber dem vorhergehenden Rekordjahr (155,2 Mio. Franken) 12% weniger ist. Die Kosten stiegen verglichen zum Vorjahr nur um 1,1% und damit weniger stark als im Corona-Budget befürchtet.

Die drastischen Auswirkungen der Corona-Verordnungen erschliessen sich erst mit dem Blick auf die Bereiche im einzelnen: Der Rückgang der Einnahmen aus Konzerten (–51%), Unterhaltungsanlässen (–47%), dem Gastgewerbe (–46%) und den Kinos (–58%) ist im Vergleich zum Ergebnis 2019 eklatant. Die guten Ergebnisse bei den Senderechten, den Vergütungsansprüchen und den Online-Nutzungen wogen diese Verluste teilweise wieder auf. Die Bezugsberechtigten, deren Einkommen hauptsächlich aus dem Erfolg bei Live-Veranstaltungen stammt, mussten jedoch bei der Verteilung grosse Einbussen in Kauf nehmen.

Im Dezember 2020 wurden aufgrund der zweiten Pandemie-Welle erneut alle Veranstaltungen verboten. Abermals musste ein Corona-Budget erstellt werden, in dem die Erwartungen auf Seite der Einnahmen für das Geschäftsjahr 2021 noch einmal tiefer liegen: im Vergleich zum Ergebnis 2020 um 11%. Gleichzeitig soll auch bei den Kosten im Vergleich zum Vorjahr um 11% gespart werden. Insbesondere bei den Einnahmen aus Konzerten (Tarif K) muss mit einem weiteren Einbruch gerechnet werden: Die Prognose für das zweite Corona-Jahr sieht in diesem Bereich noch 6 Mio. Franken Einnahmen vor. 2020 generierte dieser Tarif 11 Mio. Franken und vor der Krise 2019 noch 23 Mio. Franken Vergütungen zugunsten der Urheber/innen und Verleger/innen von Musik.

Zwei Polster helfen in dieser Situation und werden gemäss dem aktuellen Stand auch im Geschäftsjahr 2021 dazu beitragen können, die ungünstigen Rahmenbedingungen im finanziellen Ergebnis etwas abzufedern: Zum einen ist das die gute Situation bei den Wertschriftenanlagen. Zum anderen sind das die Gelder, die während fünf Jahren keiner oder keinem Bezugsberechtigten zugewiesen werden konnten. Diese werden jeweils nach Ablauf dieser Frist zur Kostendeckung und wenn möglich zu einer Zusatzverteilung verwendet.

Hilfsmassnahmen für Bezugsberechtigte

Unter dem Eindruck der Pandemie haben alle Verwertungsgesellschaften in Europa Hilfsmassnahmen zugunsten ihrer Bezugsberechtigten beschlossen. Die Hilfsmassnahmen der SUISA ruhen auf drei Säulen: erstens Vorschüsse auf Abrechnungen mit verlängerter Rückzahlungsfrist, zweitens Beiträge aus dem eigens gebildeten Corona-Hilfsfonds und drittens Nothilfe an Urheberinnen und Urheber aus der Stiftung Urheber- und Verlegerfürsorge (UVF).

Die Hilfe wird genutzt: Seit dem Beginn der Corona-Krise im März 2020 wurden bis zum 25. Oktober 2021 Fr. 1 416 084 Vorschüsse bezogen, 251 250 Franken Beiträge aus dem Hilfsfonds gesprochen und Fr. 170 500 als Nothilfe durch die Stiftung UVF gewährt. Gesuche können weiterhin über «Mein Konto» gestellt werden. Bei vielen Bezugsberechtigten zeigt sich das Ausmass der Verluste erst mit Verzögerung bei den Verteilungen in den Jahren 2021 oder 2022, welche bei vielen tiefer ausfallen wird, weil Anlässe in den Jahre 2020 und 2021 nicht stattfinden konnten. Für Verlagsfirmen besteht die Möglichkeit, entweder Vorschüsse oder Beiträge aus dem Corona-Hilfsfonds zu beziehen. Die Nothilfe aus der UVF ist aus rechtlichen Gründen nur an Urheber/innen möglich.

Lobbying

Mit den Verboten für Aufführungen vor Publikum wurden der gesamten Eventbranche vergleichbar einem Kurzschluss die Stecker gezogen. Interpreten/innen, Veranstalter/innen, Bühnentechniker/innen und weitere Beschäftigte im Umfeld von Publikumsanlässen standen von einem Tag auf den anderen ohne Arbeit und Einkommen da. Für die Urheber/innen bedeutete der Konzertstopp, dass ihre Werke nicht mehr live gespielt und somit keine Vergütungen für die Aufführung ihrer Musik entgolten wurden. Die Einnahmen aus Live-Veranstaltungen sanken wie zuvor beschrieben im Sturzflug auf einen Tiefstwert. Für viele Bezugsberechtigte stellen jedoch diese Urheberrechtsvergütungen eine existenzielle Grundlage dar.

Die ersten Hilfsmassnahmen des Bundes waren unvollständig, und zudem wenig ausgerichtet auf die Lösung der Probleme im kulturellen Sektor. Lobbying wurde damit in der Krise enorm wichtig. Es galt und gilt Behörden, Parlamente und Regierung zu überzeugen, dass Kultur für eine Gemeinschaft lebenswichtig ist – genauso wie Einkaufsläden des täglichen Bedarfs. Wenn also keine kulturellen Veranstaltungen stattfinden dürfen, müssen die betroffenen Kunstschaffenden, Veranstalter/innen, aber auch Verlagsfirmen und Zulieferbetriebe entschädigt werden. Wobei berücksichtigt werden muss, dass gerade in der Kulturindustrie viele Selbstständigerwerbende oder kleine Organisationen zum Beispiel in Vereinsform tätig sind.

Weiter gilt es das Verständnis zu festigen, dass es unterschiedliche Arten von Veranstaltungen gibt: Studien belegen, dass bei kulturellen Veranstaltungen häufig geringeres Ansteckungspotenzial besteht als beispielsweise bei grossen Sportevents oder Volksfesten. Diese Differenzierung bei den Entscheidungsträger/innen zu verankern, ist im Lobbying bis jetzt nicht gelungen. Dennoch hat die sich spontan während der Krise zusammengefundene «Taskforce Culture» sehr viel erreicht und ist mittlerweile ein wichtiger Ansprechpartner für die Behörden, Parlamente und Regierungen. Die SUISA ist Teil des erweiterten Trägerkreises der Taskforce.

Leiten und arbeiten aus der Distanz

Für die Genossenschaft SUISA arbeiten rund 250 Personen. Sie teilen sich 187 Vollzeitstellen. In der Woche vom 16. bis zum 23. März 2020 mussten alle Mitarbeitenden, deren Arbeit auch von zu Hause aus möglich ist, nach Hause geschickt werden. Die IT-Verantwortlichen stellten innert kürzester Zeit die notwendige Planung dieser völlig unvorbereiteten Aktion auf die Beine und sorgten damit dafür, dass ohne grössere Schwierigkeiten zu Hause auf den Geräten des Arbeitgebers weitergearbeitet werden konnte.

Die von den Behörden ausgesprochene Homeoffice-Empfehlung, später gar Homeoffice-Pflicht, war nicht nur technisch eine Herausforderung, sie brachte auch ganz neue Erfahrungen in Bezug auf Führung und Organisation des Betriebs. Wie erreicht man seine Mitarbeitenden, Kolleginnen und Kollegen, wenn man nicht eben mal schnell in den benachbarten Büroraum gehen kann, wenn die Sitzungs- und Pausenräume unbenutzbar sind?

Die bereits vorher bestehenden Möglichkeiten zur virtuellen Sitzung und Zweiergesprächen über Videokonferenz wurden ausgebaut. Dank diesen technischen Hilfsmitteln konnte die für die gute Arbeit wichtige Verbindung zwischen Führungspersonen und Mitarbeitenden, aber auch unter Kolleginnen und Kollegen weitgehend aufrechterhalten werden. Die Kader wurden geschult, wie sie ihre Mitarbeitenden von zu Hause aus führen können. Alle zwei Wochen gab es ein Webmeeting mit der Geschäftsleitung, der HR-Verantwortlichen und dem Leiter der Informatik, moderiert vom Leiter Kommunikation, an dem alle Angestellten teilnehmen und im Chat Fragen stellen konnten. Auf diese Weise gelang es, die Zusammenarbeit über die Distanz in eine alltägliche Arbeitsroutine zu überführen.

Der Geschäftsbetrieb funktionierte – dank ebenso flexiblen wie engagierten und disziplinierten Mitarbeitenden sowie dank der fortgeschrittenen Digitalisierung. Die SUISA war für Mitglieder wie Kundinnen und Kunden jederzeit erreichbar. Diese Erfahrung bewog die Geschäftsleitung, die Homeoffice-Arbeit auch in Zukunft zu ermöglichen, neu bis zu 50% des Arbeitspensums. Jedoch müssen die Homeoffice-Einsätze in den einzelnen Teams abgesprochen und koordiniert werden und sind für einige Stellen nicht im maximalen Umfang möglich.

Mehr Selfservice – Automatisierung von Prozessen

Gerade die angeordnete Homeoffice-Arbeit führte noch einmal deutlich vor Augen, wie unerlässlich und wichtig die Digitalisierung für eine Verwertungsgesellschaft wie die SUISA ist. Von zu Hause aus arbeiten ist nur dann möglich, wenn die notwendigen Daten elektronisch verfügbar sind und nicht umfangreiche Papierdossiers konsultiert werden müssen. Die in den letzten Jahren eingeführte Digitalisierung sämtlicher Mitglieder- und Kundendossiers konnte zum ersten Mal die immensen Vorteile in der Verfügbarkeit der notwendigen Informationen unter Beweis stellen. Die Entwicklungen in der Informatisierung der Prozesse trugen weiter dazu bei, dass die rasche Umstellung auf Heimarbeit erfolgreich vonstatten gehen konnte.

Auch für Kunden/innen und Mitglieder der SUISA bringt die Digitalisierung Fortschritte für effiziente und zufriedenstellende Kontakte mit dem Unternehmen. Wegen der behördlich verordneten Schliessungsmonate im Gastgewerbe und Ladenlokalen wollten viele Kunden auch eine Rückerstattung der nicht benutzbaren Lizenz für das Aufführen von Musik. Der Prozess für die Rückerstattung kann heute einfach über das Webformular angestossen werden.

Seit Mitte 2020 ist für die Mitglieder der Royalty Report auf «Mein Konto» abrufbar. Alle Mitglieder mit einem gültigen Online-Zugang können jeweils die aktuell nachgeführten Daten zu ihren Werken und den für diese vergebenen Lizenzen abrufen und nach Kriterien sichten und ordnen. Kürzlich wurde beim Login-Verfahren für Mitglieder und Kunden/innen eine Zwei-Faktor-Authentifizierung eingeführt, was eine noch höherer Sicherheit im digitalen Geschäftsverkehr mit der SUISA bietet. Weitere Ausbauschritte werden folgen.

Die genannten Applikationen und Digitalisierungsprojekte konnten teilweise nur deshalb erfolgreich und zeitgerecht umgesetzt werden, weil die Mitarbeitenden auch während der Pandemiezeit mit Hochdruck und ohne Einschränkung daran arbeiten konnten. Geschäftsleitung und Vorstand hatten nach längeren Diskussionen beschlossen, in der SUISA keine Kurzarbeit zu beantragen und einzuführen. Ein weiser Entscheid, wie sich in der Situation, wie sie seit März 2020 zu erleben ist, immer deutlicher zeigt: Die SUISA konnte – quasi gezwungen durch die behördlichen Vorgaben der Pandemie – ihre Dienstleistungen in den letzten Monaten wesentlich weiter entwickeln. Trotz Einbussen bei den Einnahmen stehen wir für die Zukunft mit digitalisierten und automatisierten Prozessen bereit, um auch wieder für die Veranstalter/innen die Musik-Lizenzen regeln zu können und zuverlässig und vor allem kostengünstig an die Rechteinhaber zu verteilen.

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Die Lizenzierung von Livestreams durch die SUISADie Lizenzierung von Livestreams durch die SUISA Mit der Pandemie hat das Livestreaming in den verschiedensten Veranstaltungsbereichen an Bedeutung gewonnen. Dank dieser Technologie ist es möglich, einen Anlass trotz der geltenden Verbote und Einschränkungen mit einem virtuell anwesenden Publikum zu teilen. Dieser Artikel stellt die Lizenzierungspraxis und die Konditionen für Livestreams vor, wie sie die SUISA anwendet. Weiterlesen
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Seit Ende Februar 2020 steht nicht nur die Musikbranche vor einer ungeahnten Herausforderung. Wie geht die SUISA als Genossenschaft der Urheber/innen und Verleger/innen von Musik und als Verwertungsgesellschaft mit der bald einmal zwei Jahre andauernden Covid-Krise um? Text von Andreas Wegelin

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Mit den Verboten für Aufführungen vor Publikum stand ein grosser Teil der Musikbranche von einem Tag auf den anderen ohne Arbeit und Einkommen da. Die SUISA hielt während der Covid-Krise den Betrieb und ihre Dienstleistungen für die Mitglieder und Kunden/innen aufrecht. (Foto: Jirsak / Shutterstock.com)

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Generalversammlung 2021: Ständerätin Johanna Gapany in den Vorstand der SUISA gewählt

Zum zweiten Mal in Folge fand die Generalversammlung der SUISA aufgrund der Covid-19-Pandemie in schriftlicher Form statt. Insgesamt haben 1’486 Komponisten, Textautoren, Musikverleger und Erben per Brief oder E-Mail abgestimmt und gewählt. Text von Giorgio Tebaldi

Generalversammlung 2021: Ständerätin Johanna Gapany in den Vorstand der SUISA gewählt

Die Generalversammlung der SUISA hat Ständerätin Johanna Gapany (im Bild), FDP Freiburg, als neues Vorstandsmitglied gewählt. (Foto: Luan Bardi)

Nach 2020 musste die SUISA auch dieses Jahr aufgrund der aktuellen Covid-19-Situation auf eine physische Generalversammlung verzichten. Stattdessen wurde die Generalversammlung erneut in schriftlicher Form durchgeführt. Die SUISA-Mitglieder konnten auch dieses Jahr wieder per Brief oder E-Mail abstimmen und wählen.

Wie üblich stimmten die SUISA-Mitglieder über die statutarischen Geschäfte ihrer Genossenschaft sowie der SUISA Gruppe ab. Sie genehmigten unter anderem die Jahresrechnung und erteilten die Décharge an den SUISA-Vorstand und die Revisionsfirma BDO.

Ständerätin Johanna Gapany neu im Vorstand der SUISA

Die Generalversammlung wählte als Nachfolgerin für die zurückgetretene Géraldine Savary. Ständerätin Johanna Gapany, FDP Freiburg, für die Periode bis 2023 in den Vorstand der SUISA.

Johanna Gapany wuchs in Gruyère auf und begann ihre politische Karriere bereits in jungen Jahren. Unter anderem besetzte sie während mehreren Jahren das Präsidium der Jungfreisinnigen des Kantons Freiburg und amtete anschliessend als Vizepräsidentin der Jungfreisinnigen Schweiz. 2019 wurde Johanna Gapany als erste Frau aus dem Kanton Freiburg in den Ständerat gewählt. Sie ist Vizepräsidentin der Finanzkommission, Mitglied der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK), der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) und der Delegation bei der Interparlamentarischen Union.

In ihrer Videobotschaft an die Generalversammlung gibt sie als Grund für ihre Kandidatur in den SUISA-Vorstand an, dass «Musik einen besonderen Wert hat, für mich persönlich wie auch für unsere Kultur und unser Land.» Mit Johanna Gapany hat die SUISA eine engagierte Politikerin im Vorstand, die sich für die Anliegen der Musikschaffenden einsetzen will. An die Musikerinnen und Musiker gerichtet, sagt sie im Video: «Ich möchte Sie dabei unterstützen, dass Ihre Arbeit anerkannt wird. Eine Laufbahn als Musikschaffende sollte nicht als Laune, Kindertraum oder Berufung angesehen werden, sondern als echter Beruf.»

Gapany folgt auf Alt Ständerätin Géraldine Savary (SP, VD), die sich während zehn Jahren als Mitglied des SUISA-Vorstands stark für die Interessen der Musikschaffenden eingesetzt hat. Savarys Postulat mit dem Titel «Braucht die Schweiz ein Gesetz gegen das illegale Herunterladen von Musik?» gab den Anstoss dafür, dass 2010 die Urheberrechtsrevision eingeleitet worden war und das Gesetz in der Schweiz ans digitale Zeitalter angepasst wurde.

Géraldine Savary möchte sich in Zukunft vollumfänglich ihrer neuen Rolle als Chefredakteurin der Westschweizer Frauenzeitschrift «Femina» widmen und entschied deshalb, aus dem SUISA-Vorstand auszutreten.

Das Anlagereglement der SUISA berücksichtigt neu auch die Nachhaltigkeit

Ein weiteres Traktandum war das allgemeine Anlagereglement der SUISA. Der Vorstand der SUISA beantragte der Generalversammlung, bei Anlageentscheiden zusätzlich zu den beiden Kriterien «Sicherheit» und «Liquidität» neu auch das Kriterium «Nachhaltigkeit» zu berücksichtigen. Die nachhaltigen Anlagen werden nach ESG-Kriterien eingeteilt: Environment (Umwelt), Social (Sozial) und Governance (verantwortungsvolle Unternehmensführung). Diese Kriterien werden bei der SUISA bei jedem neuen Anlageentscheid mitberücksichtigt.

Insgesamt haben 1’486 Komponisten, Textautoren, Musikverleger und Erben schriftlich abgestimmt und gewählt. Eine Übersicht der Ergebnisse der SUISA-Generalversammlung 2021 ist zu finden unter: www.suisa.ch/generalversammlung

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Zum zweiten Mal in Folge fand die Generalversammlung der SUISA aufgrund der Covid-19-Pandemie in schriftlicher Form statt. Insgesamt haben 1’486 Komponisten, Textautoren, Musikverleger und Erben per Brief oder E-Mail abgestimmt und gewählt. Text von Giorgio Tebaldi

Generalversammlung 2021: Ständerätin Johanna Gapany in den Vorstand der SUISA gewählt

Die Generalversammlung der SUISA hat Ständerätin Johanna Gapany (im Bild), FDP Freiburg, als neues Vorstandsmitglied gewählt. (Foto: Luan Bardi)

Nach 2020 musste die SUISA auch dieses Jahr aufgrund der aktuellen Covid-19-Situation auf eine physische Generalversammlung verzichten. Stattdessen wurde die Generalversammlung erneut in schriftlicher Form durchgeführt. Die SUISA-Mitglieder konnten auch dieses Jahr wieder per Brief oder E-Mail abstimmen und wählen.

Wie üblich stimmten die SUISA-Mitglieder über die statutarischen Geschäfte ihrer Genossenschaft sowie der SUISA Gruppe ab. Sie genehmigten unter anderem die Jahresrechnung und erteilten die Décharge an den SUISA-Vorstand und die Revisionsfirma BDO.

Ständerätin Johanna Gapany neu im Vorstand der…Weiterlesen

Auch 2021 keine physische Generalversammlung | mit Video

Über die Geschicke der Genossenschaft SUISA können die stimmberechtigten Mitglieder dennoch mittels schriftlicher Stimmabgabe mitbestimmen. Text von Regula Greuter; Videos von Manu Leuenberger

Auch 2021 keine physische Generalversammlung

Der Saal im Bierhübeli in Bern bleibt leer: Die GV 2021 der SUISA wird in schriftlicher Form durchgeführt. (Foto: Manu Leuenberger, bearbeitet von Likeberry und Schellenberg Druck AG)

Anders als erwartet, verhindert die Covid-19-Pandemie auch dieses Jahr die Durchführung der Generalversammlung. Vorgesehen war, dass der diesjährige Anlass am 25. Juni 2021 im Bierhübeli in Bern stattfindet. Die aktuelle Situation lässt keine zuverlässige Planung der Veranstaltung zu, deshalb hat der Vorstand an seiner Sitzung vom 22. April 2021 beschlossen, die Generalversammlung auch in diesem Jahr auf schriftlichem Weg durchzuführen. Auf diese Weise haben alle stimmberechtigten Mitglieder die Möglichkeit, an der GV teilzunehmen, ohne ein gesundheitliches Risiko einzugehen.

Organisatorische Abwicklung

Ab dem 25. Mai 2021 werden die Unterlagen zur Generalversammlung (Einladung zur brieflichen Abstimmung, Informationen zur Generalversammlung inklusive Traktanden sowie das Wahlformular) an alle stimmberechtigten Mitglieder verschickt. Sie haben ab Erhalt die Möglichkeit, das personalisierte Wahlformular auszufüllen und mit einer gültigen Unterschrift versehen bis zum 25. Juni 2021 an die SUISA zurückzuschicken (der 25. Juni ist das späteste Eingangsdatum).

Die Auszählung der Resultate der Stimmabgaben wird anschliessend vom Wahlbüro unter der Leitung von Dr. Bernhard Wittweiler (Leiter SUISA-Rechtsdienst) vorgenommen.

Die Wahlergebnisse werden am 30. Juni 2021 vom Präsidenten, der Protokollführerin, dem CEO und dem Leiter Rechtsdienst anhand der Auszählung formell festgestellt und gleichentags auf der SUISA-Homepage veröffentlicht.

Traktanden der diesjährigen Generalversammlung

Neben den üblichen statutarischen Geschäften – der Abnahme des Protokolls, Beschlüsse über die Jahresrechnungen, den Lagebericht und den Geschäftsbericht der Genossenschaft SUISA und der SUISA-Gruppe – wird der Generalversammlung ein Antrag zur Anpassung des allgemeinen Anlagereglements vorgelegt und eine Ersatzkandidatin für die zurücktretende Géraldine Savary vorgestellt.

Anpassung des allgemeinen Anlagereglements

Anlagen nachhaltig zu tätigen, ist vermehrt ein gesellschaftliches Anliegen, welchem auch von der SUISA Rechnung getragen werden soll. Daher hat der Vorstand beschlossen, das Anlagereglement der SUISA mit dem Kriterium «Nachhaltigkeit» zu ergänzen. Neben den hauptsächlichen Zielen der Anlagen, nämlich der Sicherheit und Liquidität, soll nun auch das Kriterium «Nachhaltigkeit» im allgemeinen Anlagereglement verankert werden.

Gemäss Statuten ist die Generalversammlung zuständig für die allgemeine Anlagepolitik in Bezug auf die eingenommenen Entschädigungen (SUISA Statuten, Ziffer 9.2.2. lit. m).

Der Vorstand beantragt daher, das allgemeine Anlagereglement mit dem Kriterium der Nachhaltigkeit zu ergänzen.

Nachwahl in den Vorstand

Aufgrund des Rücktritts von Géraldine Savary (ehemalige Ständerätin SP/VD) wird ein neues Vorstandsmitglied zur Wahl vorgeschlagen. Gemäss SUISA-Statuten Ziffer 9.3.2 dürfen neben den stimmberechtigten SUISA-Mitgliedern «Persönlichkeiten, die infolge ihrer Stellung oder ihres Fachwissens an der Tätigkeit der SUISA besonderen Anteil nehmen», in den Vorstand gewählt werden. In der Vergangenheit waren deshalb während vielen Jahren auch aktive oder ehemalige Parlamentsabgeordnete im Vorstand, welche mit ihrem Fachwissen wertvolle Erfahrungen in die SUISA einbringen.

Der Vorstand beantragt daher, Johanna Gapany (Ständerätin FDP/FR) neu in den SUISA-Vorstand zu wählen.

Johanna Gapany begann ihre politische Karriere in jungen Jahren. Diese führte sie vom Generalrat in den Gemeinderat von Bulle, sie nahm von 2016 bis 2019 Einsitz im Grossen Rat des Kanton Freiburg bis sie 2019 als erste Frau des Kanton Freiburgs in den Ständerat gewählt wurde. Die studierte Betriebsökonomin bringt berufliche Erfahrungen als Marketingleiterin in verschiedenen Unternehmungen und als Verantwortliche für Kommunikation in einem Privatspital in Freiburg mit.

Auch wenn 2021 keine physische Generalversammlung stattfinden wird, können die stimmberechtigten Mitglieder auf schriftlichem Weg über die Geschäfte der SUISA mitbestimmen. Wir fordern Sie auf, diese Möglichkeit zu nutzen und abzustimmen!

Unter www.suisa.ch/generalversammlung sind alle Unterlagen und Informationen zur Generalversammlung zu finden. Fragen zum Ablauf und zu den Traktanden können per E-Mail an die Geschäftsleitung gerichtet werden: gv (at) suisa (dot) ch

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Über die Geschicke der Genossenschaft SUISA können die stimmberechtigten Mitglieder dennoch mittels schriftlicher Stimmabgabe mitbestimmen. Text von Regula Greuter; Videos von Manu Leuenberger

Auch 2021 keine physische Generalversammlung

Der Saal im Bierhübeli in Bern bleibt leer: Die GV 2021 der SUISA wird in schriftlicher Form durchgeführt. (Foto: Manu Leuenberger, bearbeitet von Likeberry und Schellenberg Druck AG)

Anders als erwartet, verhindert die Covid-19-Pandemie auch dieses Jahr die Durchführung der Generalversammlung. Vorgesehen war, dass der diesjährige Anlass am 25. Juni 2021 im Bierhübeli in Bern stattfindet. Die aktuelle Situation lässt keine zuverlässige Planung der Veranstaltung zu, deshalb hat der Vorstand an seiner Sitzung vom 22. April 2021 beschlossen, die Generalversammlung auch in diesem Jahr auf schriftlichem Weg durchzuführen. Auf diese Weise haben alle stimmberechtigten Mitglieder die Möglichkeit, an der GV teilzunehmen, ohne ein gesundheitliches Risiko einzugehen.

Organisatorische Abwicklung

Ab dem 25. Mai…Weiterlesen

SUISA-Generalversammlung: Hilfsfonds für Urheber und Verleger genehmigt

Die Generalversammlung der SUISA hat den Hilfsfonds für Komponisten, Textautoren und Verleger von Musik in der Höhe von 1,5 Millionen Franken genehmigt. Ausserdem wurde die Schweizer Jodlerin, Sängerin, Komponistin und Verlegerin Melanie Oesch in den SUISA-Vorstand gewählt. Dieses Jahr fand die Generalversammlung zum ersten Mal in der Geschichte der SUISA aufgrund der Covid-19-Pandemie in schriftlicher Form statt. Text von Giorgio Tebaldi; Interview mit Melanie Oesch von Erika Weibel; Video von Nina Müller

Die SUISA-Generalversammlung hätte dieses Jahr am 26. Juni im Bierhübeli in Bern stattfinden sollen. Aufgrund der Covid-19-Pandemie und des im März verhängten Veranstaltungsverbots hatte der SUISA-Vorstand im April entschieden, die Generalversammlung in schriftlicher Form durchzuführen. So konnten die SUISA-Mitglieder zum ersten Mal in der Geschichte der Genossenschaft per Brief und im Fall von einigen Mitgliedern aus dem Ausland per Mail abstimmen und wählen.

Covid-19: Hilfsfonds für Urheber und Verleger

Neben den statutarischen Geschäften wie die Genehmigung der Jahresrechnung oder die Erteilung der Décharge an den SUISA-Vorstand und die Revisionsfirma BDO war der Hilfsfonds für Urheber und Verleger einer der wichtigsten Abstimmungspunkte der diesjährigen Generalversammlung. Aufgrund der aktuell prekären Lage für Musikschaffende hatte der SUISA-Vorstand am 6. April 2020 beschlossen, dass die SUISA zusätzliche Gelder zur Verfügung stellen soll für Ausfälle bei den Urheberrechtsvergütungen, die den SUISA-Mitgliedern wegen der behördlich angeordneten Absage von Veranstaltungen und der Schliessung von Betrieben entstehen. Der Fonds in der Höhe von Fr. 1,5 Mio. soll Komponisten, Textautoren und Verlegern von Musik, die wegen der Corona-Krise in Not geraten, nachweislich entgangene SUISA-Einnahmen ersetzen. Die Generalversammlung hat dem Hilfsfonds mit grosser Mehrheit zugestimmt.

Michael Hug in die Verteilungs- und Werkkommission gewählt

An der diesjährigen Generalversammlung fanden ausserdem zwei Ersatzwahlen statt. Als Ersatz für den im letzten Jahr in den SUISA-Vorstand gewählten Grégoire Liechti wurde der Musikverleger Michael Hug für die laufende Amtsdauer bis 2023 in die Verteilungs- und Werkkommission (VWK) gewählt.

Michael Hug ist Geschäftsführer des 1910 gegründeten Verlags Ruh Musik AG. Der Verlag ist national und international bekannt für die Herausgabe von Blasmusik; der Katalog umfasst jedoch auch zahlreiche Werke der Klassik und Chormusik. Michael Hug hat das Unternehmen 2009 zusammen mit seiner Frau von seinem Vater übernommen. Er hat schon früh die Zeichen der Zeit erkannt und seinen ganzen Katalog digitalisiert. Für seine digitale Vertriebsplattform für Musiknoten wurde er 2012 von der Musikförderstiftung der SUISA, der FONDATION SUISA, ausgezeichnet; von der Jury besonders hervorgehoben wurden damals sein Innovationsgeist und sein nachhaltiges Konzept. Michael Hug ist 55 Jahre alt und – wie alle seine Vorgänger im Verlag – auch selber musikalisch aktiv.

Melanie Oesch neu im Vorstand der SUISA

Auch für den SUISA-Vorstand war eine Ersatzwahl notwendig, nachdem Reto Parolari, Dirigent, Komponist und langjähriges Vorstandsmitglied, im Dezember 2019 unerwartet verstorben ist. Neu wurde für die laufende Amtsperiode bis 2023 die Schweizer Jodlerin, Sängerin, Komponistin und Verlegerin Melanie Oesch (Oesch’s die Dritten) in den Vorstand der SUISA gewählt.

Melanie Oesch gehört mit Oesch’s die Dritten zu den erfolgreichsten Vertretern des volkstümlichen Schlagers. Melanie Oesch ist 33 Jahre alt und seit 2006 SUISA-Mitglied.

Im Videointerview erzählt sie, was die SUISA für sie bedeute: «Die Arbeit der SUISA ist sehr wichtig für mich. Ich hätte nie die Zeit, das Geld welches mir zusteht, überall selbst einzufordern und auch das Wissen darüber fehlt mir.» Sie schätzt insbesondere auch das Fachwissen der SUISA: «Ich bin froh, hat die SUISA so viele Fachpersonen, die sich seit Jahren mit dieser Thematik beschäftigen und sich dafür einsetzen», sagt Melanie Oesch.

Die Anfrage, ob Melanie Oesch Vorstandsmitglied werden möchte, habe sie sehr gefreut und geehrt. Ihre Erfahrung als Volksmusikerin möchte sie in den Vorstand miteinbringen: «In der Volksmusik gibt es viele Stücke, die schon sehr alt sind. Oft ist nicht klar, ob die Komponistinnen noch Leben und wo [die Stücke] verlegt sind.» Auch die Art der Stücke in der Volksmusik sei speziell. «Zum Beispiel ein Jodel hat keinen klassischen Text und trotzdem hat er eine Art von Text», erklärt die gebürtige Bernerin.

Als Vorstandsmitglied will Melanie Oesch gerne etwas an den Unstimmigkeiten zwischen Veranstalterinnen und Künstlerinnen ändern. Ihrer Einschätzung nach fühlen sich gewisse Veranstalter benachteiligt, weil sie klein sind und das Gefühl haben, trotzdem viel zahlen zu müssen. Da möchte sie gerne für eine bessere Vermittlung zwischen der SUISA und den Veranstalterinnen und Veranstaltern sorgen.

Insgesamt haben 1’576 Komponisten, Textautoren, Musikverleger und Erben schriftlich abgestimmt und gewählt. Eine Übersicht der Ergebnisse der SUISA-Generalversammlung 2020 ist zu finden unter: www.suisa.ch/generalversammlung

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Rückschau auf die SUISA-Generalversammlung 2019Rückschau auf die SUISA-Generalversammlung 2019 Rund 150 stimmberechtigte SUISA-Mitglieder kamen am 21. Juni 2019 an die ordentliche Generalversammlung ins Bieler Kongresszentrum und bestimmten die Geschicke ihrer Genossenschaft mit. Unter anderem wählten sie Sylvie Reinhard und Grégoire Liechti neu in den Vorstand. Im Zusammenhang mit der Urheberrechtsrevision verabschiedeten die SUISA-Mitglieder zudem eine Resolution für faire Bedingungen für Musikschaffende. Weiterlesen
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  1. Martin LUTHER-OWUSU sagt:

    Bravo! Thanks for looking after authors and publishers during this period of Covid-19. The devastation of the pandemic is enormous and I pray that we would get rid of it sooner than later. And now a question:
    As a member living in Ghana, is there a chance to apply for a little bit from the fund to sustain me?
    Thank you very much.

    • The fund approved by the General Meeting is intended to compensate members, principals and clients in need and in distress due to the COVID-19 crisis, for SUISA income they demonstrably missed out on. They have the possibility to submit an online application on the member portal „My Account“. The application must prove that the affected person has suffered losses due to a lack of copyright income and that there is a state of need. Thus, the only decisive factor is SUISA membership and not residence or nationality. Claudia Kempf, SUISA Members Department

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Die Generalversammlung der SUISA hat den Hilfsfonds für Komponisten, Textautoren und Verleger von Musik in der Höhe von 1,5 Millionen Franken genehmigt. Ausserdem wurde die Schweizer Jodlerin, Sängerin, Komponistin und Verlegerin Melanie Oesch in den SUISA-Vorstand gewählt. Dieses Jahr fand die Generalversammlung zum ersten Mal in der Geschichte der SUISA aufgrund der Covid-19-Pandemie in schriftlicher Form statt. Text von Giorgio Tebaldi; Interview mit Melanie Oesch von Erika Weibel; Video von Nina Müller

Die SUISA-Generalversammlung hätte dieses Jahr am 26. Juni im Bierhübeli in Bern stattfinden sollen. Aufgrund der Covid-19-Pandemie und des im März verhängten Veranstaltungsverbots hatte der SUISA-Vorstand im April entschieden, die Generalversammlung in schriftlicher Form durchzuführen. So konnten die SUISA-Mitglieder zum ersten Mal in der Geschichte der Genossenschaft per Brief und im Fall von einigen Mitgliedern aus dem Ausland per Mail…Weiterlesen

Von forte zu pianissimo in wenigen Taktschlägen

Die SUISA hat 2019 mit 171 Millionen Franken das beste Ergebnis ihrer 96-jährigen Geschichte erzielt. Zusätzlich hat das gute Anlagejahr 2019 auch die Finanzanlagen auf einen Höchststand gebracht. Bei Fr. 155,2 Mio. Einnahmen aus Urheberrechten können wir nach einem Kostenabzug von im Schnitt 13% Fr. 135 Mio. an die Bezugsberechtigten im In- und Ausland auszahlen. Drei Monate später ist plötzlich alles anders! Von Andreas Wegelin, CEO

Von forte zu pianissimo in wenigen Taktschlägen

Nach dem für die Mitglieder erfreulichen Jahresabschluss 2019 der SUISA verstummten die Instrumente in den Konzertsälen drei Monate später unvermittelt. (Foto: VTT Studio / Shutterstock.com)

Kaum war das beste Geschäftsergebnis der SUISA in ihrer 96-jährigen Geschichte Tatsache geworden, folgte im März 2020 mit der Schliessung aller Lokale und dem Veranstaltungsverbot ein bisher nie dagewesener Rekord in negativer Hinsicht: Reihum wurden Konzerte, Shows und Tanzanlässe abgesagt. Von einem Tag auf den anderen stehen viele Musikerinnen und Musiker vor Kalendern ohne Engagements. Die Instrumente sind vielerorts unvermittelt verstummt.

Das wird Auswirkungen auf den Geschäftsgang der SUISA haben. Wegen des Corona-Lockdowns müssen wir heute davon ausgehen, dass der Umsatz und damit auch die Verteilsumme der SUISA Ende 2020 um bis zu 25% tiefer sein könnte. Niemand kann es heute genau sagen, vieles hängt von der epidemiologischen Entwicklung im In- und Ausland ab, aber eine heftige Rezession kündigt sich an. Die Normalität dürfte erst langsam wieder zurückkommen, sodass auch für das nächste Jahr nur von einer zögerlichen Erholung ausgegangen werden kann.

In der Krise soll die SUISA ein verlässlicher Partner sein sowohl für die Musikschaffenden als auch für die Musiknutzer. Entsprechende Massnahmen für die Unterstützung der Musikschaffenden sind in Kraft, und wir sind kulant bei der Suche nach Erleichterungen für die Zahlungen der Kunden. Auch neue Formen der Musikaufführung über Online-Kanäle werden wichtiger für die Abrechnung der Urheberrechte. Das Streaming ist zumindest die Technologie der Stunde, allerdings bringt sie den Urheberinnen und Urhebern und Musikverlagen finanziell nur einen Bruchteil des Livekonzerts.

«In der Krise soll die SUISA ein verlässlicher Partner sein sowohl für die Musikschaffenden als auch für die Musiknutzer.»

Die SUISA selbst bleibt in der Corona-Zeit aktiv. Wir sind Anlaufstelle für Fragen unserer Mitglieder und Kunden. Wir wollen trotz weniger Veranstaltungen unsere Dienstleistungen aufrechterhalten und durch Automatisation sogar ausbauen. Leider werden Vorstand und Geschäftsleitung die Mitglieder dieses Jahr in Bern nicht zur Generalversammlung begrüssen können. Sie können dieses Jahr nur per Brief über die Geschicke der SUISA mitbestimmen. Bitte nutzen Sie die Gelegenheit.

Die Mitarbeitenden an den drei Standorten Zürich, Lugano, Lausanne sind jedoch weiterhin für Sie da. Wo gerade keine Arbeit ansteht, werden die Mitarbeitenden geschult und wir entwickeln mit Hochdruck unsere Dienstleistungen für Online-Selfservices weiter, damit Sie sich auf Ihre Stärke konzentrieren können: Musik machen, Neues erschaffen, promoten. Ich wünsche Ihnen trotz Coronakrise einen produktiven anregenden Sommer.

In eigener Sache: SUISAinfo 3.20 nur digital
Die News für SUISA-Mitglieder werden diesen Herbst nur in digitaler Form als Newsletter per E-Mail verschickt. Auf die Herstellung einer gedruckten Ausgabe wird zugunsten einer Kostenoptimierung im aktuellen Krisenjahr verzichtet. Die SUISA informiert laufend weiter über www.suisa.ch, www.suisablog.ch und SUISA Music Stories auf Instagram, Facebook und Youtube. (Manu Leuenberger)
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Die SUISA hat 2019 mit 171 Millionen Franken das beste Ergebnis ihrer 96-jährigen Geschichte erzielt. Zusätzlich hat das gute Anlagejahr 2019 auch die Finanzanlagen auf einen Höchststand gebracht. Bei Fr. 155,2 Mio. Einnahmen aus Urheberrechten können wir nach einem Kostenabzug von im Schnitt 13% Fr. 135 Mio. an die Bezugsberechtigten im In- und Ausland auszahlen. Drei Monate später ist plötzlich alles anders! Von Andreas Wegelin, CEO

Von forte zu pianissimo in wenigen Taktschlägen

Nach dem für die Mitglieder erfreulichen Jahresabschluss 2019 der SUISA verstummten die Instrumente in den Konzertsälen drei Monate später unvermittelt. (Foto: VTT Studio / Shutterstock.com)

Kaum war das beste Geschäftsergebnis der SUISA in ihrer 96-jährigen Geschichte Tatsache geworden, folgte im März 2020 mit der Schliessung aller Lokale und dem Veranstaltungsverbot ein bisher nie dagewesener Rekord in negativer Hinsicht: Reihum wurden Konzerte, Shows und Tanzanlässe abgesagt. Von einem…Weiterlesen

Keine Generalversammlung 2020 – dafür briefliche Abstimmung

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie kann die Generalversammlung in diesem Jahr nicht in der gewohnten Form stattfinden. Über die Geschicke ihrer Genossenschaft SUISA können die stimmberechtigten Mitglieder dennoch mitbestimmen, indem sie ihre Stimme per Brief abgeben. Text von Andreas Wegelin

Keine Generalversammlung 2020 – dafür briefliche Abstimmung

Die Generalversammlung 2020 der SUISA wird ausnahmsweise auf brieflichem Weg durchgeführt: Zur Teilnahme an der Abstimmung retournieren die stimmberechtigten Mitglieder per Post ihren ausgefüllten Stimmbogen, der bis zum 26. Juni 2020 bei der SUISA einzutreffen hat. (Foto: Juerg Isler, isler-fotografie.ch)

Die Generalversammlung, der alljährliche Höhepunkt des gesellschaftlichen Lebens bei der Genossenschaft SUISA, hätte dieses Jahr am Freitag, 26. Juni 2020, um 11 Uhr im Bierhübeli in Bern stattfinden sollen. Allerdings ist das wegen der Corona-Pandemie nicht möglich, selbst wenn man heute noch nicht genau weiss, wann das Versammlungsverbot für welche Grösse von Veranstaltungen wieder gelockert wird. Denn die Organisation einer GV benötigt in jedem Fall eine Vorbereitungszeit von etwa zwei Monaten.

Der Vorstand hat deshalb am 29. April 2020 entschieden, dass diesjährige Generalversammlung ausnahmsweise nur auf brieflichem Weg durchgeführt werden kann. Dieser Entscheid ist konform mit den Vorgaben des Bundes in der Covid-19-Verordnung 2. Diese lässt im Sinne von Notrecht ausnahmsweise eine solche Art der Durchführung der GV zu, obwohl die Meinungsbildung durch das Wegfallen der Diskussion an der GV eingeschränkt wird.

1. Organisatorische Abwicklung

Alle stimmberechtigten Mitglieder erhalten ab 27. Mai 2020 per Post die Einladung zur Teilnahme an der brieflichen Abstimmung über die Beschlüsse der GV. Die stimmberechtigten Mitglieder haben ab Erhalt der Einladung die Möglichkeit, den ausgefüllten personalisierten Stimmbogen zurückzusenden. Der Brief mit dem Stimmbogen hat bis zum 26. Juni 2020 bei der SUISA einzutreffen.

Die Auszählung der Resultate der Stimmabgaben wird anschliessend vom Wahlbüro unter der Leitung von Dr. Bernhard Wittweiler (Leiter SUISA-Rechtsdienst) vorgenommen.

Am 30. Juni 2020 wird das Abstimmungs- und Wahlergebnis vom Präsidenten, der Protokollführerin, dem CEO und dem Leiter Rechtsdienst anhand der Auszählung formell festgestellt und gleichentags auf der SUISA-Website veröffentlicht.

Die eingereichten Abstimmungsunterlagen sind vertraulich und werden bis zum Ablauf der Anfechtungsfrist (zwei Monate nach Beschlussfassung, 31. August 2020) aufbewahrt und anschliessend vernichtet.

2. Traktanden der brieflichen Abstimmung anstelle der GV 2020

Neben den üblichen statutarischen Geschäften – Abnahme des Protokolls, Beschlüsse über die Jahresrechnung, den Lagebericht und den Geschäftsbericht der Genossenschaft SUISA und der SUISA-Gruppe – sind auch zwei Sitze in Gremien neu zu besetzen.

2.1 Nachwahl in den Vorstand
Unser langjähriges Vorstandsmitglied Reto Parolari ist am 15. Dezember 2019 plötzlich und völlig unerwartet verstorben. Der Vorstand beantragt, als Nachfolgerin Melanie Oesch in den Vorstand zu wählen.

Melanie Oesch wuchs in der Nähe von Thun im Kanton Bern auf und besuchte in Thun das Musikgymnasium. Bereits mit fünf Jahren stand sie zum ersten Mal auf der Bühne und begeisterte das Publikum mit ihrem einzigartigen Zungenschlag. Mit ihren vielen Ideen und Plänen ist Melanie bei Oesch’s die Dritten in vielen Bereichen der kreative Kopf.

Oesch’s die Dritten sind eine Schweizer Volksmusikgruppe aus dem Berner Oberland, die aus Hansueli und Annemarie Oesch, ihren Kindern Melanie, Kevin und Mike sowie dem Akkordeonisten Urs Meier besteht. Ihr Durchbruch im deutschsprachigen Raum kam 2007: Oesch’s die Dritten gewannen den Nachwuchswettbewerb des «Musikantenstadls» und sind seitdem regelmässig zu Gast in verschiedenen Volksmusiksendungen im Fernsehen und bei grossen Volksmusikveranstaltungen. Im Oktober 2008 gewannen sie mit dem Ku-Ku-Jodel in der SRF-1-Sendung «Die grössten Schweizer Hits». Melanie Oesch revolutioniert eine gewisse Form des Jodelns und trägt durch ihre musikalische Tätigkeit zur Verbreitung der Volksmusik bei. Unter anderem war sie als Ausnahmejodlerin in Stefan Raabs «TV total» zu Gast. Auch das Duett mit Helene Fischer, in deren Weihnachtsshow 2016, überzeugte Fans und Nichtfans. Als Autorin hat sie gemeinsam mit der Illustratorin Christina Wald zwei Kinderbücher veröffentlicht.

Melanie Oesch ist seit 2006 Mitglied der SUISA als Urheberin. Der Oesch Music Verlag, den sie leitet, ist ebenfalls Mitglied der SUISA. Zudem ist sie Mitglied der Fachgruppe «Ausübende Phono» der Swissperform.

2.2 Nachwahl in die Verteilungs- und Werkkommission
An der letzten Generalversammlung wurde Grégoire Liechti in den Vorstand der SUISA gewählt. Er ist deshalb aus der Verteilungs- und Werkkommission zurückgetreten. Als Ersatz schlägt der Vorstand aus dem Bereich der Verleger Michael Hug vor. Er ist Geschäftsführer der Ruh Musik AG und führt das 1910 gegründete Familienunternehmen in der 4. Generation. Ruh Musik ist national und international bekannt für die Herausgabe von Blasmusik; der Katalog umfasst jedoch auch zahlreiche Werke der Klassik und Chormusik. Ruh Musik ist als Subverlag für mehrere renommierte Blasmusikverlage tätig und hat zudem in den letzten Jahren seinen Katalog um Verlage wie Edition Cron Luzern oder Belgano erweitert.

Michael Hug hat das Unternehmen 2009 zusammen mit seiner Frau von seinem Vater übernommen. Er hat schon früh die Zeichen der Zeit erkannt und seinen ganzen Katalog digitalisiert. 2012 wurde er für seine digitale Vertriebsplattform für Musiknoten von der FONDATION SUISA als Verleger ausgezeichnet; von der Jury besonders hervorgehoben wurden damals sein Innovationsgeist und sein nachhaltiges Konzept.
Michael Hug ist 55 Jahre alt und – wie all seine Vorgänger im Verlag – auch selber musikalisch aktiv.

Selbst in der Krise ist die Gestaltung der Zukunft der SUISA wichtig. Für einmal können auch diejenigen Mitglieder an der schriftlichen Abstimmung teilnehmen, welche sonst am Besuch der Generalversammlung verhindert wären. Wir hoffen auf eine zahlreiche Teilnahme. Informationen zur Generalversammlung sowie Dokumente und Unterlagen finden sich unter: www.suisa.ch/generalversammlung

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Alle Kommentare werden moderiert. Bis zur Freischaltung kann es etwas dauern. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung eines verfassten Kommentars. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, die den Nutzungsbedingungen widersprechen, nicht zu veröffentlichen.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie kann die Generalversammlung in diesem Jahr nicht in der gewohnten Form stattfinden. Über die Geschicke ihrer Genossenschaft SUISA können die stimmberechtigten Mitglieder dennoch mitbestimmen, indem sie ihre Stimme per Brief abgeben. Text von Andreas Wegelin

Keine Generalversammlung 2020 – dafür briefliche Abstimmung

Die Generalversammlung 2020 der SUISA wird ausnahmsweise auf brieflichem Weg durchgeführt: Zur Teilnahme an der Abstimmung retournieren die stimmberechtigten Mitglieder per Post ihren ausgefüllten Stimmbogen, der bis zum 26. Juni 2020 bei der SUISA einzutreffen hat. (Foto: Juerg Isler, isler-fotografie.ch)

Die Generalversammlung, der alljährliche Höhepunkt des gesellschaftlichen Lebens bei der Genossenschaft SUISA, hätte dieses Jahr am Freitag, 26. Juni 2020, um 11 Uhr im Bierhübeli in Bern stattfinden sollen. Allerdings ist das wegen der Corona-Pandemie nicht möglich, selbst wenn man heute noch nicht genau weiss, wann das Versammlungsverbot für welche Grösse von Veranstaltungen wieder gelockert…Weiterlesen

Gesucht: neues Mitglied für die Verteilungs- und Werkkommission

Wie werden die Einnahmen an Urheber und Verleger verteilt? Wer soll wie viel aus welcher Nutzung seiner Werke erhalten? Diese Fragen stehen zentral im Pflichtenheft der Verteilungs- und Werkkommission der SUISA. In diesem Gremium werden Vorschläge erarbeitet, welche unter anderem die Verteilung der Einnahmen beeinflussen. Sind Sie interessiert, die Geschäfte mitzubestimmen und in der Kommission Einsitz zu nehmen? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung bis zum 30. November 2019. Text von Regula Greuter

Gesucht: neues Mitglied für die Verteilungs- und Werkkommission

Die Mitglieder der Verteilungs- und Werkkommission der SUISA werden von der Generalversammlung gewählt. (Foto: Sibylle Roth)

Aufgrund eines Rücktritts in den Reihen der Verteilungs- und Werkkommission (VWK) wird an der nächsten Generalversammlung der SUISA vom 26. Juni 2020 im Bierhübeli in Bern ein neues Mitglied in diese Kommission gewählt.

Damit die Gewichtung der verschiedenen Sparten gewährleistet ist, soll die interessierte Kandidatin oder der interessierte Kandidat aus den Reihen der Verleger kommen.

Sind Sie interessiert, die Geschicke bei der SUISA mitzubestimmen? Möchten Sie die Möglichkeit erhalten, selber Einfluss auf die Geschäftstätigkeiten der SUISA zu nehmen und das Geschäft mitzulenken? Dann bewerben Sie sich für die vakante Position!

Anforderungen an die Kandidatin oder den Kandidaten

Als stimm- und wahlberechtigtes SUISA-Mitglied erfüllen Sie eine der Voraussetzungen für eine Kandidatur. Sie sollten die Wirkung heutiger Entscheidungen für die Zukunft verstehen und nicht nur für die eigenen Interessen sondern auch für jene der anderen Urheber und Verleger einstehen. Die VWK-Sitzungen finden zweimal jährlich in Bern statt, das heisst, es ist pro Sitzung ein Tag einzuplanen (mit An- und Abreise und einem gemeinsamen Mittagessen). Die Vorbereitungszeit für diese Sitzungen besteht aus dem eingehenden Studium der elektronisch verfügbaren Sitzungsunterlagen.

Wer ist die Verteilung- und Werkkommssion?

Die VWK ist eine Kommission der SUISA-Generalversammlung und setzt sich aus 22 Mitgliedern zusammen, welche alle Musiksparten, Regionen und Sprachen der Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein vertreten. Einsitz nehmen Komponisten, Musikverleger und Textautoren. Letztendlich ist auch eine ausgewogene Durchmischung hinsichtlich Alter und Geschlecht von Bedeutung.

Die aktuellen Mitglieder der Kommission sind auf der SUISA-Website aufgeführt.

Aufgaben der VWK

Die Verteilungs- und Werkkommission beschäftigt sich primär mit Fragen zur Verteilung, die im Verteilungsreglement geregelt ist. Sie erfüllt folgende Aufgaben:

  • prüft die Bestimmungen des Verteilungsreglements und ihre Auswirkungen auf die Verteilungsergebnisse;
  • stellt dem Vorstand Anträge betreffend Änderung des Verteilungsreglements;
  • behandelt in erster Instanz Rekurse gegen Entscheide der Geschäftsleitung über die Einstufung von Sendeprogrammen und über die Schutzfähigkeit von Werken und Bearbeitungen freier Werke;
  • hat beratende Funktion hinsichtlich der Beurteilung von nicht autorisierten Umarbeitungen geschützter Werke und von Plagiaten.

Sind Sie an einer Kandidatur interessiert? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung bis zum 30. November 2019 an:

SUISA, Mercedes Molina, Bellariastrasse 82, CH-8038 Zürich
E-Mail: mercedes.molina (at) suisa (dot) ch

Für Auskünfte steht Ihnen Frau Irène Philipp Ziebold, COO, gerne zur Verfügung: 044 485 68 00

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Änderungen bei der Verteilung der Einnahmen der Gemeinsamen Tarife K und ZÄnderungen bei der Verteilung der Einnahmen der Gemeinsamen Tarife K und Z Die 20-Franken-Grenze bei der Verteilung der Einnahmen aus den Gemeinsamen Tarifen K (Konzerte) und Z (Zirkus) wird aufgehoben. Damit verbunden werden die Zuweisungen, die bis anhin in die Verteilungsklasse 4C geflossen sind, neu geregelt. Die beschlossenen Anpassungen betreffen die Ziffern 4.1, 4.2, 5.4 und 5.5 des SUISA-Verteilungsreglements. Weiterlesen
Rückschau auf die SUISA-Generalversammlung 2019Rückschau auf die SUISA-Generalversammlung 2019 Rund 150 stimmberechtigte SUISA-Mitglieder kamen am 21. Juni 2019 an die ordentliche Generalversammlung ins Bieler Kongresszentrum und bestimmten die Geschicke ihrer Genossenschaft mit. Unter anderem wählten sie Sylvie Reinhard und Grégoire Liechti neu in den Vorstand. Im Zusammenhang mit der Urheberrechtsrevision verabschiedeten die SUISA-Mitglieder zudem eine Resolution für faire Bedingungen für Musikschaffende. Weiterlesen
Der Verlagsvertrag: Welche Punkte gilt es zu beachten?Der Verlagsvertrag: Welche Punkte gilt es zu beachten? Der Verlagsvertrag ist in der Schweiz im Obligationenrecht geregelt. Die gesetzlichen Regelungen dazu sind jedoch nicht sehr ausführlich. Speziell beim Musikverlagsvertrag kann man sich nicht einfach auf das Gesetz verlassen. Zudem können die Parteien auch eigene Vereinbarungen im Vertrag festhalten. Worauf gilt es also beim Verlagsvertrag zu achten? Weiterlesen

 

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Wie werden die Einnahmen an Urheber und Verleger verteilt? Wer soll wie viel aus welcher Nutzung seiner Werke erhalten? Diese Fragen stehen zentral im Pflichtenheft der Verteilungs- und Werkkommission der SUISA. In diesem Gremium werden Vorschläge erarbeitet, welche unter anderem die Verteilung der Einnahmen beeinflussen. Sind Sie interessiert, die Geschäfte mitzubestimmen und in der Kommission Einsitz zu nehmen? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung bis zum 30. November 2019. Text von Regula Greuter

Gesucht: neues Mitglied für die Verteilungs- und Werkkommission

Die Mitglieder der Verteilungs- und Werkkommission der SUISA werden von der Generalversammlung gewählt. (Foto: Sibylle Roth)

Aufgrund eines Rücktritts in den Reihen der Verteilungs- und Werkkommission (VWK) wird an der nächsten Generalversammlung der SUISA vom 26. Juni 2020 im Bierhübeli in Bern ein neues Mitglied in diese Kommission gewählt.

Damit die Gewichtung der verschiedenen Sparten gewährleistet ist, soll die interessierte…Weiterlesen

Rückschau auf die SUISA-Generalversammlung 2019

Rund 150 stimmberechtigte SUISA-Mitglieder kamen am 21. Juni 2019 an die ordentliche Generalversammlung ins Bieler Kongresszentrum und bestimmten die Geschicke ihrer Genossenschaft mit. Unter anderem wählten sie Sylvie Reinhard und Grégoire Liechti neu in den Vorstand. Im Zusammenhang mit der Urheberrechtsrevision verabschiedeten die SUISA-Mitglieder zudem eine Resolution für faire Bedingungen für Musikschaffende. Text von Giorgio Tebaldi

Rückschau auf die SUISA-Generalversammlung 2019

Die SUISA-Mitglieder bei der Wahl des Vorstands für die Amtsperiode 2019 –2023 an der SUISA-Generalversammlung 2019 vom 21. Juni 2019 im Konzertsaal des Kongresszentrums in Biel. (Foto: Sibylle Roth)

«Sphärisch, aber kantiger als Trip-Hop, emotionsgeladener als Popmusik und so organisch wie Folk», beschrieb der scheidende SUISA-Vize-Präsident Marco Zanotta in seiner Ansage die Zürcher Musikerin Annakin, die die SUISA-Generalversammlung eröffnete. Zusammen mit dem Gitarristen Simon Rupp, Philipp Kuhn an den Keyboards und dem Beatboxer Marzel (alias Marcel Zysset) spielte Annakin – bürgerlich: Ann Kathrin Lüthi – Songs aus ihrem neusten Album «The End of Eternity» sowie «Sting Of Love» vom 2014 erschienenen Werk «Stand Your Ground».

Während der Umbaupause nach dem Kurzkonzert konnten die anwesenden SUISA-Mitglieder, Gäste und SUISA-Mitarbeitenden in einer Videoeinspielung sehen, wie «She Got Me», der von Luca Hänni gesungene Schweizer Beitrag für den diesjährigen Eurovision Song Contest entstanden ist. Das Stück wurde im Juni 2018 am SUISA Songwriting Camp vom SUISA-Mitglied Luca Hänni, den kanadischen Songwritern Laurell Barker und Frazer Mac sowie dem schwedischen Produzenten Jon Hällgren komponiert. «She Got Me» erreichte am Grand Final des ESC den hervorragenden 4. Platz, wurde mehr als 30 Millionen mal gestreamt und war Nummer 1 der Schweizer Single Charts.

Mehr Frauen in die Musik

In seiner Begrüssung nahm der SUISA-Präsident Xavier Dayer den schweizweiten Frauenstreiktag, der eine Woche zuvor stattgefunden hatte, zum Anlass, um über den Frauenanteil in der Musik zu sprechen. Dieser macht bei den SUISA-Mitgliedern gerade mal etwas mehr als 16% aus – es besteht noch grosses Steigerungspotential. Dies ist einer der Gründe dafür, dass die SUISA seit 2019 eine Partnerschaft mit Helvetiarockt, der Koordinations- und Vernetzungsstelle für Musikerinnen aus Jazz, Pop und Rock, eingegangen ist und sie dazu eingeladen hatte, mit einem Informationsstand an der Generalversammlung präsent zu sein.

Danach galt es, die Jahresrechnung und den Lagebericht zu genehmigen. Da die SUISA für das Jahr 2018 aufgrund der beiden Tochtergesellschaften SUISA Digital Licensing AG und Mint Digital Services zum ersten Mal auch eine Konzernrechnung erstellt hatte, galt es auch diese zu genehmigen. Die Generalversammlung erteilte zudem dem Vorstand, der Geschäftsleitung und der Revisionsstelle Décharge für das vergangene Jahr und bestätigte das Mandat der Revisionsstelle BDO für 2019.

Sylvie Reinhard und Grégoire Liechti in den Vorstand gewählt

Für die langjährigen Vorstandsmitglieder Bertrand Liechti und Marco Zanotta war dies die letzte Generalversammlung – sie traten nach 20 Jahren im obersten Leitungsgremium der SUISA aufgrund der Amtszeitbeschränkung aus. Als Ersatz wählten die anwesenden SUISA-Mitglieder die Unternehmerin und Verwaltungsratspräsidentin des Digital-Magazins «Republik» Sylvie Reinhard und den Genfer Musikverleger Grégoire Liechti neu in den Vorstand. Die restlichen 12 Vorstandsmitglieder sowie die Mitglieder der Verteilungs- und Werkkommission wurden ohne Gegenstimmen in ihren Ämtern bestätigt. Weiter wählte die Generalversammlung Marco Zanotta in die 2018 geschaffene Beschwerdekommission und folgte damit dem Vorschlag des SUISA-Vorstandes.

Aufgrund der 2018 revidierten SUISA-Statuten und der damit verbundenen erweiterten Zuständigkeiten der Generalversammlung stimmten die anwesenden Mitglieder neu über das Entschädigungsreglement für die Mitglieder des Vorstands und seiner Kommissionen sowie über die allgemeine Anlagepolitik der SUISA ab.

Resolution für ein faires Urheberrechtsgesetz

In ihrem Gastreferat sprach Géraldine Savary, Ständerätin und Mitglied des SUISA-Vorstands, über die laufende Revision des Urheberrechtsgesetzes (URG). Dabei kam sie insbesondere auf zwei für die Musikschaffenden kritische Punkte zu sprechen: Zum einen sollen – wenn es nach dem Nationalrat geht – Hoteliers, Besitzer von Ferienwohnungen sowie Spitäler und Gefängnisse keine Urheberrechtsvergütungen mehr bezahlen müssen, wenn ihre Gäste, Patienten und Insassen auf den zur Verfügung gestellten Radio-/TV-Geräten Musik hören oder Filme anschauen. Zum anderen ist im URG eine neue Vergütung für Video on Demand (VoD) vorgesehen, die zwar den Filmschaffenden eine Verbesserung bringt, für die Musikschaffenden hingegen kontraproduktiv ist – Letztere haben bereits vertragliche Lösungen mit den VoD-Plattformen ausgehandelt. Entsprechend muss die Musiknutzung aus dieser neuen VoD-Regelung ausgenommen werden. Um den Nationalrat in der kommenden Herbstsession auf die Wichtigkeit dieser beiden Punkte hinzuweisen, wurde an der Generalversammlung eine entsprechende Resolution verabschiedet.

Es folgten Informationen über das laufende Geschäftsjahr von Vincent Salvadé, Irène Philipp Ziebold und Andreas Wegelin. Urs Schnell, Direktor der FONDATION SUISA, berichtete anschliessend über das Geschäftsjahr der Musikförderstiftung der SUISA.

Gegen 14 Uhr schloss Xavier Dayer die Generalversammlung und verwies auf die nächste Generalversammlung, die am Freitag, 26. Juni 2020, im Bierhübeli in Bern stattfinden wird.

Danach nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Stehlunch die Gelegenheit, um im Foyer des Kongresszentrums angeregt mit SUISA-Mitarbeitenden, Gästen oder Kolleginnen und Kollegen zu diskutieren, die Resolution zu unterzeichnen, sich am Stand von Helvetiarockt über deren Projekte zu informieren oder sogar um neue Musikprojekte zu starten.

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