Tagarchiv: Vorstandskommission

Frühlingssitzung des SUISA-Vorstands

Der SUISA-Vorstand und seine Kommissionen haben am 11./12. April 2022 ihre Frühlingssitzungen durchgeführt. Nach langer Pause erstmals wieder vollständig bei physischer Präsenz am Geschäftssitz der SUISA in Zürich. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Frühlingssitzung des SUISA-Vorstands

Regieplatz in einem TV-Sendewagen: Vorstand und Geschäftsleitung der SUISA bereiten sich vor, den erneuten Angriff auf die Mediengebühr von Seiten des Gewerbes und der Jungfreisinnigen entgegenzutreten. (Foto: Cooler8 / Shutterstock.com)

Traditionellerweise werden an den Sitzungen im Frühling die Jahresrechnung und der Geschäftsbericht zuhanden der Generalversammlung fertiggestellt und verabschiedet. Die Jahresrechnung 2021 erreichte trotz der im Berichtsjahr noch anhaltenden Pandemie das Niveau des Vorjahres. Der Rückgang der Einnahmen beträgt gesamthaft gesehen im Jahr 2020 wie im Jahr 2021 nur 10% im Vergleich zum bisher besten Ergebnis im Jahr 2019.

Gleichzeitig konnten wir auf Kostenseite Einsparungen erzielen, insbesondere dank forcierter Automatisierung der Prozesse. Damit konnte der Rückgang der zu verteilenden Geldsumme stabilisiert werden. Sie liegt sogar um 1% höher als 2020. Hohe Nebeneinnahmen erlauben es uns zudem, auch 2022 wieder eine Zusatzverteilung von 7% auf alle Abrechnungen des Jahres 2022 auszurichten.

Risikomanagement

Zum Geschäftsbericht gehört auch die Auseinandersetzung des Vorstands mit möglichen Risiken und das Treffen vorsorglicher Massnahmen, dass diese Risiken nicht eintreten. Dank guter Informationsarbeit und Lobbying konnte die Akzeptanz des Tarifs GT 3a (Musik zur Hintergrundberieselung) in den letzten drei Jahren seit dem Aufbau des Inkassos durch die SUISA wesentlich gesteigert werden. Der Vorstand sieht hier kein besonderes Risiko mehr.

Hingegen bereiten die Angriffe auf die Mediengebühr von Seiten des Gewerbes und der Jungfreisinnigen Sorge: Die wesentliche Beschneidung der Mittel für die SRG hätte weitreichende Folgen auch für die Sendung von Musik unserer Mitglieder. Vorstand und Geschäftsleitung werden in den nächsten Jahren bis zur Volksabstimmung alles in Bewegung setzen, um dieses Szenario nicht eintreten zu lassen.

Teilrevision Statuten, #creatorsforUkraine

Der Vorstand hat weiter zuhanden der Generalversammlung eine Teilrevision der Statuten mit Regeln für eine zeitgemässe gute Corporate Governance verabschiedet. Zum ersten Mal werden der Generalversammlung 2022 auch die Bezüge und mögliche Interessenkonflikte des Vorstands und der Geschäftsleitung offengelegt.

Der Vorstand drückt auch seine Sorge aus über den Krieg in der Ukraine und verurteilt den Angriffskrieg Russlands. Er hat beschlossen, der Hilfsaktion #creatorsforUkraine unseres Dachverbandes CISAC eine Spende von Fr. 50 000 zukommen zu lassen.

Weitere Traktanden

Weitere Themen der Sitzung waren die optimale Organisation der Vertretung der Rechte unserer Mitglieder in Südafrika, möglicherweise über eine neue Agentur, und die Zusammenarbeit mit der deutschen GEMA bei der automatisierten Erfassung von Kleinanlässen mit Musik.

Als Stiftungsrat der Stiftung Urheber- und Verlegerfürsorge hat der Vorstand Kenntnis genommen von der Jahresrechnung dieser Stiftung, welche mit einem Jahresergebnis von Fr. 4,7 Mio. dank der guten Wertschriftensituation Ende 2021 erfolgreich abschliesst.

Artikel zum Thema
Vorstandssitzungen Dezember: Budget für das Jahr 2022 beschlossenVorstandssitzungen Dezember: Budget für das Jahr 2022 beschlossen Die Sitzungen des Vorstands der SUISA vom 12. und 13. Dezember 2021 mussten aufgrund der empfohlenen Schutzmassnahmen leider wieder in Form einer Videokonferenz abgehalten werden. Unter anderem wurde an den letzten Sitzungen des Jahres das Budget für 2022 beschlossen. Weiterlesen
Gemeinsamer Tarif 3a: Hunderttausend neue SUISA-FirmenkundenGemeinsamer Tarif 3a: Hunderttausend neue SUISA-Firmenkunden | mit Video Seit dem 1. Januar 2019 betreut die SUISA sämtliche Kunden für den Gemeinsamen Tarif 3a (GT 3a) wieder selber. Dazu wurden die Daten von rund 100 000 Kunden, welche die 3a-Rechnungen in den vergangenen Jahren von der Billag erhielten, in die Systeme der SUISA migriert. Ein neues Team mit 16 Mitarbeitenden ist für sämtliche Kunden dieses Tarifs verantwortlich und betreibt den Kundendienst in vier Sprachen. Weiterlesen
Neuerungen bei den Mitgliederdiensten der SUISANeuerungen bei den Mitgliederdiensten der SUISA Die SUISA baut seit Jahren ihr Online-Angebot insbesondere für Urheber/innen und Verleger/innen von Musik aus. Der Schlüsselbegriff ist Selfservices: Mitglieder sollen einfach und bequem alle Dienstleistungen der SUISA online abrufen können. Dies spart nicht nur Zeit für die Mitglieder: Die SUISA kann somit auch ihre Effizienz steigern und folglich mehr Geld an die Bezugsberechtigten verteilen. Im 2022 werden auch die Bedingungen für die Mitgliedschaft angepasst. Weiterlesen
Artikel einklappen

Schreibe einen Kommentar

Alle Kommentare werden moderiert. Bis zur Freischaltung kann es etwas dauern. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung eines verfassten Kommentars. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, die den Nutzungsbedingungen widersprechen, nicht zu veröffentlichen.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Der SUISA-Vorstand und seine Kommissionen haben am 11./12. April 2022 ihre Frühlingssitzungen durchgeführt. Nach langer Pause erstmals wieder vollständig bei physischer Präsenz am Geschäftssitz der SUISA in Zürich. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Frühlingssitzung des SUISA-Vorstands

Regieplatz in einem TV-Sendewagen: Vorstand und Geschäftsleitung der SUISA bereiten sich vor, den erneuten Angriff auf die Mediengebühr von Seiten des Gewerbes und der Jungfreisinnigen entgegenzutreten. (Foto: Cooler8 / Shutterstock.com)

Traditionellerweise werden an den Sitzungen im Frühling die Jahresrechnung und der Geschäftsbericht zuhanden der Generalversammlung fertiggestellt und verabschiedet. Die Jahresrechnung 2021 erreichte trotz der im Berichtsjahr noch anhaltenden Pandemie das Niveau des Vorjahres. Der Rückgang der Einnahmen beträgt gesamthaft gesehen im Jahr 2020 wie im Jahr 2021 nur 10% im Vergleich zum bisher besten Ergebnis im Jahr 2019.

Gleichzeitig konnten wir auf Kostenseite Einsparungen erzielen, insbesondere dank forcierter Automatisierung…Weiterlesen

Vorstandssitzungen Dezember: Budget für das Jahr 2022 beschlossen

Die Sitzungen des Vorstands der SUISA vom 12. und 13. Dezember 2021 mussten aufgrund der empfohlenen Schutzmassnahmen leider wieder in Form einer Videokonferenz abgehalten werden. Unter anderem wurde an den letzten Sitzungen des Jahres das Budget für 2022 beschlossen. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Vorstandssitzungen Dezember: Budget für das Jahr 2022 beschlossen

Weiterhin neblige Aussichten in Bezug auf die Durchführung von Konzertanlässen und damit verbunden die Einnahmen aus Aufführungsrechten für das Jahr 2022. (Foto: Tabea Hüberli & Dirk Hoogendoorn)

Die letzten Sitzungen des Vorstands und seiner Kommissionen fanden am 12. und 13. Dezember pandemiebedingt einmal mehr per Videokonferenz statt. Der Vorstand hatte kurz zuvor anlässlich einer Tagung die Möglichkeit, sich noch physisch zu treffen.

Zukunft der Online-Lizenzierung

In dieser Informations- und Klausurtagung am 24. November 2021 haben sich der Vorstand mit der Geschäftsleitung der SUISA und dem CEO von Mint Digital Services AG mit der aktuellen Situation bei der weltweiten Wahrnehmung der Rechte unserer Mitglieder für Online-Nutzungen beschäftigt. Die SUISA steht mit ihrem gemeinsam mit der amerikanischen SESAC gegründeten Joint Venture-Unternehmen in Konkurrenz zu anderen Lizenzierungsgesellschaften: ICE, eine Gründung der PRS (UK), Gema (DE) und Stim (SE) sowie Armonia, gegründete von Sacem (FR). Mit dem Geschäftsführer von Mint wurden deshalb die möglichen Szenarien für die Akquisition weiterer Kunden besprochen. Der Vorstand konnte auch Kenntnis nehmen von den Vorteilen, welche die direkte Lizenzierung des SUISA-Repertoires weltweit unseren Mitgliedern bringt.

Budget 2022

Das Hauptthema der Vorstandssitzung im Dezember war die Genehmigung des von der Geschäftsleitung vorgelegten Budgets für 2022. Bekanntlich ist die Situation bei den Aufführungsrechten weiterhin kritisch. Grosse Veranstaltungen sind wegen Corona, wenn überhaupt, nur unter einschränkenden Auflagen möglich. Diese Auflagen haben zur Folge, dass auch die Ticketverkäufe zaghafter und oft schlechter laufen als vor der Pandemie. So ist für 2022 mit tieferen Einnahmen aus den Aufführungsrechten zu rechnen als noch vor Corona (–35% im Vergleich zu 2019). Trotzdem sollte es eine Steigerung im Vergleich zu 2020 geben (+12%).

Wichtige Pfeiler für das Erreichen eines gegenüber 2020 und voraussichtlich auch 2021 besseren Ergebnisses in allen Bereichen sind die kontinuierlich verbesserte Markterfassung, angepasste Tarife und neue Verträge. Aufgrund des neuen Tarifs betreffend die Leerträgervergütung bei externen Festplatten und Laptops gültig ab 1. Juli 2022 dürften die Einnahmen aus Vergütungsansprüchen um rund 20% gegenüber 2020 ansteigen.

Auf Seite der Ausgaben gilt weiterhin ein vorsichtiger Kurs. Die Ausgaben sollen 2022 tiefer sein als 2020. Trotzdem muss in die Weiterentwicklung der Informatik investiert werden. Das Ziel ist, möglichst alle Kommunikationsprozesse zwischen Mitgliedern und der SUISA und zwischen Kunden/innen und der SUISA online durchzuführen: Unsere Ansprechpartner/innen sollen jederzeit über das Webportal mit uns in Kontakt treten können.

Der Vorstand beschloss im Rahmen des Budgets auch die Kostenabzüge für Abrechnungen, welche 2022 an die Bezugsberechtigten erstellt werden. Diese Kostenabzüge bleiben unverändert, das heisst: maximal 15% für Aufführungs- und Senderechte und für Onlinenutzungen (Video, Websites). Bei der Online-Verbreitung von Audioaufnahmen liegt der Kostenabzug bei 10%.

Verhaltenskodex und Interessenkonflikte

Die EU-Richtlinie zu den Verwertungsgesellschaften von 2014 hat auch im Fürstentum Liechtenstein Geltung. Die SUISA hat deshalb 2018 ihre Statuten entsprechend angepasst. Als weitere Folge der Bestimmungen der Richtlinie sind die Regeln über Interessenkonflikte genauer zu definieren. Der Vorstand hat diese Regeln in der Dezembersitzung genehmigt. Vorstand und Geschäftsleitung werden der Generalversammlung dazu entsprechende Erklärungen über Interessenbindungen und die Bezüge aus ihren SUISA-Mandaten offenlegen.

Projekte

Der Vorstand hat im Weiteren die Weiterarbeit und Planung an zwei Projekten beschlossen: einerseits die Feierlichkeiten zum Jubiläum 100 Jahre SUISA im 2023 und andererseits ein gemeinsames Projekt mit der Gema zur Automatisierung und damit Verbesserung der Markterfassung für Aufführungsrechte. Einzelheiten darüber werden in den Berichten nach den kommenden Vorstandssitzungen ausgeführt werden können.

Artikel zum Thema
Residuals aus Online-Einnahmen – was ist das und wie partizipiere ich daran?Residuals aus Online-Einnahmen – was ist das und wie partizipiere ich daran? Mitte Dezember erhalten unsere Mitglieder die vierte Abrechnung ihrer Online-Einnahmen in diesem Jahr. Aber dieses Mal gibt’s noch etwas oben drauf! Dieser Zustupf stammt aus den sogenannten «Residuals», über deren Verteilung der SUISA-Vorstand im Herbst 2021 entschieden hat. In diesem Zusammenhang lautet der wichtigste Ratschlag: Alle Werke so früh wie möglich bei der SUISA anmelden! Weiterlesen
SUISA und die Covid-KriseSUISA und die Covid-Krise Seit Ende Februar 2020 steht nicht nur die Musikbranche vor einer ungeahnten Herausforderung. Wie geht die SUISA als Genossenschaft der Urheber/innen und Verleger/innen von Musik und als Verwertungsgesellschaft mit der bald einmal zwei Jahre andauernden Covid-Krise um? Weiterlesen
Absage eines Konzerts infolge von Covid-19: rechtliche FolgenAbsage eines Konzerts infolge von Covid-19: rechtliche Folgen Aufgrund des Coronavirus mussten und müssen Musikveranstaltungen leider abgesagt werden. Welche Folgen ergeben sich aus diesen Annullierungen für die Künstler und Konzertveranstalterinnen? Ist das vertraglich vereinbarte Honorar für die Künstler trotzdem geschuldet? Weiterlesen
Artikel einklappen

Schreibe einen Kommentar

Alle Kommentare werden moderiert. Bis zur Freischaltung kann es etwas dauern. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung eines verfassten Kommentars. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, die den Nutzungsbedingungen widersprechen, nicht zu veröffentlichen.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Die Sitzungen des Vorstands der SUISA vom 12. und 13. Dezember 2021 mussten aufgrund der empfohlenen Schutzmassnahmen leider wieder in Form einer Videokonferenz abgehalten werden. Unter anderem wurde an den letzten Sitzungen des Jahres das Budget für 2022 beschlossen. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Vorstandssitzungen Dezember: Budget für das Jahr 2022 beschlossen

Weiterhin neblige Aussichten in Bezug auf die Durchführung von Konzertanlässen und damit verbunden die Einnahmen aus Aufführungsrechten für das Jahr 2022. (Foto: Tabea Hüberli & Dirk Hoogendoorn)

Die letzten Sitzungen des Vorstands und seiner Kommissionen fanden am 12. und 13. Dezember pandemiebedingt einmal mehr per Videokonferenz statt. Der Vorstand hatte kurz zuvor anlässlich einer Tagung die Möglichkeit, sich noch physisch zu treffen.

Zukunft der Online-Lizenzierung

In dieser Informations- und Klausurtagung am 24. November 2021 haben sich der Vorstand mit der Geschäftsleitung der SUISA und dem CEO von Mint Digital…Weiterlesen

Herbstsitzung des SUISA-Vorstands

Der Vorstand und seine Kommissionen für Tarife und Verteilung sowie für Organisation und Kommunikation haben sich am 29.und 30. September 2021 in Lausanne zu den Herbstsitzungen getroffen. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Herbstsitzung des SUISA-Vorstands

Der SUISA-Vorstand hat an seiner Herbstsitzung Francine Jordi (im Bild) neu in den Stiftungsrat der FONDATION SUISA gewählt. (Foto: Thomas Buchwalder)

Glücklicherweise erlaubte es die epidemiologische Situation, dass sich die Mitglieder des SUISA-Vorstands und die Geschäftsleitung wieder physisch treffen konnten. Ausgerechnet das an der Generalversammlung 2021 neu in den Vorstand gewählte Mitglied, Ständerätin Johanna Gapany, konnte jedoch wegen ihrer Teilnahme an der Session der Eidgenössischen Räte in Bern nur per Video und nur an der Sitzung der Kommission für Organisation und Kommunikation (O+K) teilnehmen. Der Sitzungskalender 2022 wird auf die Sessionstermine Rücksicht nehmen.

Kostenträgerrechnung

Der Vorstand beschäftigte sich wie jedes Jahr in der Herbstsitzung mit dem Ergebnis der Kostenträgerrechnung 2020. Anhand der Kostenträgerrechnung kann festgestellt werden, wie hoch der Aufwand für Inkasso und Verteilung bei jedem Tarif im Einzelnen ist.

Bekanntlich wird den Bezugsberechtigten bei den Abrechnungen ein fixer Prozentsatz als Kostenbeitrag für den Aufwand der SUISA beim Inkasso und bei der Verteilung abgezogen. Dieser Prozentsatz, er beträgt bei den Aufführungs- und Senderechten 15%, ist eine Mischrechnung in Bezug auf die effektiven Kosten. So ist beispielsweise das Inkasso im Bereich von Musiknutzungen im Gastgewerbe (GT H) oder zu Tanz- und Unterhaltung (GT Hb) aufwändiger als das Inkasso bei den Radiosendern (Tarif A und GT S).

Mittels der Kostenträgerrechnung werden diese Unterschiede sichtbar, und es kann auch in der zeitlichen Dimension aufgezeigt werden, ob sich die Kosten für einen bestimmen Tarif dank Spar- und Rationalisierungsmassnahmen nach unten entwickeln. Das Ergebnis der Kostenträgerrechnung 2020 war etwas getrübt von der schwierigen Einnahmensituation wegen der Pandemie; weniger Einnahmen aber trotzdem Kosten, welche nicht im selben Masse reduziert werden konnten.

Strategie

Alljährlich in der Herbstsitzung befasst sich der Vorstand mit der Strategie der SUISA. Das entsprechende Grundlagenpapier wurde 2019 erstellt. Es ging nun darum zu überprüfen, ob die festgelegten strategischen Ziele immer noch gleich zu gewichten sind und sinnvoll erreicht werden können.

Aufgrund der Pandemie wurden leichte Anpassungen vorgenommen; die grundsätzliche strategische Haltung «Behauptung im zunehmenden Wettbewerb durch hohe Erträge bei hohem Kostenbewusstsein und bester Servicequalität» bleibt aber gleich.

Sondersitzung zum Thema Online-Nutzungen

In Bezug auf die Strategie des Unternehmens wird sich der Vorstand Ende November in einer Sondersitzung mit dem Thema Online-Nutzungen beschäftigen. Anlass ist unter anderem auch das fünfjährige Bestehen von Mint Digital Services, dem Joint Venture mit der US-amerikanischen Gesellschaft SESAC.

Für diese Sondersitzung hat der Vorstand eine Tagesordnung genehmigt und die Schwerpunkte festgelegt. Ziel ist es, die Bedürfnisse und Erwartungen der SUISA-Mitglieder zu definieren und durch geeignete Massnahmen bei Mint Digital Services und der SUISA-Gruppe zu erfüllen.

Verteilung «Residuals»

Änderungen im Verteilungsreglement müssen im Normalfall vom Institut für Geistiges Eigentum (in der Schweiz) und dem Amt für Volkswirtschaft (in Liechtenstein) genehmigt werden. Bei den Regeln für die Verteilung der Einnahmen aus der Online-Lizenzierung ist die Zuständigkeit anders: Die Verwertung der Online-Rechte steht nicht unter Bundesaufsicht. Deswegen fallen entsprechende Verteilungsreglementsänderungen ausschliesslich in den Kompetenzbereich der Verteilungs- und Werkkommission und des Vorstands der SUISA.

Im Rahmen dieser Kompetenz hat der Vorstand in seiner Sitzung vom 30. September 2021 eine Änderung resp. Revision der Ziffer 5.6.1 des Verteilungsreglements hinsichtlich der Verteilung der von Online-Plattformen bezahlten «Residuals» beschlossen. Bei «Residuals» handelt es sich um von Online-Musikplattformen bezahlte Beträge für Werke oder Werkteile, deren Bezugsberechtigte nicht gefunden werden konnten und deswegen keine Verwertungsgesellschaft Ansprüche geltend gemacht hat.

Solche Schwierigkeiten ergeben sich vor allem dann, wenn Musikwerke nicht rechtzeitig angemeldet wurden. Für diese Fälle zahlen die Online-Provider nach 18 Monaten «Residuals» an die Verwertungsgesellschaft jenes Landes aus, in dem die Werke genutzt wurden.

Mit den Onlinemusik-Provider wurde ein sogenanntes «Multistage invoicing» vereinbart: Die Nutzungsdaten eines Abrechnungszeitraums werden nach 90 und nach 180 Tagen nochmals gegen die Werkdatenbank gematcht. In dieser Zeit sind Nachmeldungen von Werken möglich und führen dann zu einer Verteilung auf das nachgemeldete Werk.

Der Vorstand hat beschlossen, dass nach 180 Tagen die Zahlungen für nicht identifizierte Werke (die «Residuals») den anderen genutzten Werken in der entsprechenden Abrechnungsperiode zugeschlagen werden. Die Alternative, dass bis zu fünf Jahre nach der Nutzung noch unidentifizierte Werke gemeldet werden können und auf diese verteilt wird, hat der Vorstand aus Kostengründen verworfen. Es ist also wichtig, dass neue Titel möglichst rasch angemeldet werden, damit Online-Nutzungen auch möglichst genau verteilt werden können.

Francine Jordi in den Stiftungsrat der FONDATION SUISA gewählt

Der Vorstand der SUISA ist das Wahlgremium des Stiftungsrates der FONDATION SUISA, der Musikförderstiftung der SUISA. In der Herbstsitzung hat der Vorstand Francine Jordi neu in den Stiftungsrat gewählt.

Artikel zum Thema
Die Praxis der Online-Lizenzierung verlangt frühzeitiges Anmelden der WerkeDie Praxis der Online-Lizenzierung verlangt frühzeitiges Anmelden der Werke Der Online-Musikvertrieb eröffnet aus verkäuferischer Sicht enorme Möglichkeiten. Mit wenig Aufwand kann Musik innert Kürze einem weltweiten Publikum zugänglich gemacht werden. Dagegen ist die Abrechnung der Urheberrechtsvergütungen für Online-Nutzungen komplex, auch weil die Prozesse anders sind als bei Aufführungs- oder Senderechten. Der wichtigste Ratschlag lautet: Zuerst das Werk möglichst frühzeitig bei der SUISA anmelden, erst dann online veröffentlichen. Weiterlesen
SUISA und die Covid-KriseSUISA und die Covid-Krise Seit Ende Februar 2020 steht nicht nur die Musikbranche vor einer ungeahnten Herausforderung. Wie geht die SUISA als Genossenschaft der Urheber/innen und Verleger/innen von Musik und als Verwertungsgesellschaft mit der bald einmal zwei Jahre andauernden Covid-Krise um? Weiterlesen
Erstmals seit 15 Monaten wieder physisches VorstandstreffenErstmals seit 15 Monaten wieder physisches Vorstandstreffen Während die Generalversammlung wegen der Vorsichtsmassnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zum zweiten Mal nur mittels brieflicher Abstimmung stattfinden konnte, beschloss der Vorstand, sich am 24. und 25. Juni 2021 unter Einhaltung der gegebenen Schutzmassnahmen erstmals seit 15 Monaten wieder in physischer Form vor Ort in Muri bei Bern zu treffen. Weiterlesen
Artikel einklappen

Schreibe einen Kommentar

Alle Kommentare werden moderiert. Bis zur Freischaltung kann es etwas dauern. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung eines verfassten Kommentars. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, die den Nutzungsbedingungen widersprechen, nicht zu veröffentlichen.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Der Vorstand und seine Kommissionen für Tarife und Verteilung sowie für Organisation und Kommunikation haben sich am 29.und 30. September 2021 in Lausanne zu den Herbstsitzungen getroffen. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Herbstsitzung des SUISA-Vorstands

Der SUISA-Vorstand hat an seiner Herbstsitzung Francine Jordi (im Bild) neu in den Stiftungsrat der FONDATION SUISA gewählt. (Foto: Thomas Buchwalder)

Glücklicherweise erlaubte es die epidemiologische Situation, dass sich die Mitglieder des SUISA-Vorstands und die Geschäftsleitung wieder physisch treffen konnten. Ausgerechnet das an der Generalversammlung 2021 neu in den Vorstand gewählte Mitglied, Ständerätin Johanna Gapany, konnte jedoch wegen ihrer Teilnahme an der Session der Eidgenössischen Räte in Bern nur per Video und nur an der Sitzung der Kommission für Organisation und Kommunikation (O+K) teilnehmen. Der Sitzungskalender 2022 wird auf die Sessionstermine Rücksicht nehmen.

Kostenträgerrechnung

Der Vorstand beschäftigte sich wie jedes Jahr…Weiterlesen

Erstmals seit 15 Monaten wieder physisches Vorstandstreffen

Am Vortag der Generalversammlung finden üblicherweise die Sitzungen des SUISA-Vorstands und seiner Kommissionen am Ort der Generalversammlung statt. Dieses Jahr war es zum zweiten Mal anders. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Erstmals seit 15 Monaten wieder physisches Vorstandstreffen

Aufgebaute Stellwand der SUISA an einem Veranstaltungsort: Das Treffen des fast kompletten Vorstands zu den regulären Juni-Sitzungen fand in Muri bei Bern statt. (Foto: Natalie Schlumpf & Wolfgang Rudigier)

Während die Generalversammlung wegen der Vorsichtsmassnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zum zweiten Mal nur mittels brieflicher Abstimmung stattfinden konnte, beschloss der Vorstand, sich am 24. und 25. Juni 2021 unter Einhaltung der gegebenen Schutzmassnahmen erstmals seit 15 Monaten wieder in physischer Form vor Ort in Muri bei Bern zu treffen.

Bis auf ein Mitglied des Vorstandes, welches sich wegen unmittelbar bevorstehenden Konzertauftritten keiner erhöhten Ansteckungsgefahr aussetzen wollte und deshalb über Video teilnahm, waren alle Mitglieder zusammen mit der Geschäftsleitung versammelt und schätzten die Möglichkeit, sich auch neben den Sitzungen und am Abend auszutauschen.

Ermutigende Perspektiven im Online-Lizenzgeschäft

Der Vorstand liess sich eingehend informieren über das Jahresergebnis bei der gemeinsam mit SESAC gehaltenen Tochtergesellschaft Mint Digital Services, deren Geschäftsjahr am 31. März zu Ende gegangen war. Das Resultat ist ermutigend, wenn auch die Gesellschaft weiterhin unterstützt werden muss. Die Perspektiven für das neue Geschäftsjahr sind gut und werden die Ertragslage weiter verbessern. Wichtig ist zu wissen, dass die Bündelung der Urheberrechte unserer Mitglieder mit weiteren Rechten von grossen Verlagsfirmen und Schwestergesellschaften dazu führen, dass wir auf dem Online-Lizenzmarkt mit mehr Marktmacht auftreten und deshalb bessere Bedingungen mit den Online-Anbietern von Musik aushandeln können.

Am 1. Juli 2021 trat im Fürstentum Liechtenstein das Verwertungsgesellschaftengesetz in Kraft. Dieses enthält Vorschriften unter anderem zur Transparenz bei den Verwertungsgesellschaften. Damit wird die Richtlinie der EU von 2014 umgesetzt. Damit diese Vorschriften auch bei der SUISA beachtet werden, wurden der Verhaltenskodex und die Regeln zur Offenlegung von Interessenkonflikten beim Vorstand angepasst. Neu gelten auch für die Mitglieder der Geschäftsleitung Offenlegungspflichten. Der Vorstand hat die entsprechenden Dokumente verabschiedet.

Corona-bedingte Anpassungen des Budgets

Für das laufende Jahr hat der Vorstand das Budget an die andauernde Corona-Situation angepasst. Bereits im Dezember 2020 wurde ein vorsichtiges Budget für 2021 beschlossen. Dennoch muss auf Seite der Einnahmen gegenüber dem ursprünglichen Budget mit einem Minus von 1,5% gerechnet werden. Die Ausgaben sollen um 2,2% tiefer ausfallen.

Weiteres Thema an der Sitzung war die Situation in der Abwicklung der Doppelbesteuerungsregeln zwischen der italienischen Schwestergesellschaft SIAE und der SUISA. Die SUISA wird wie andere europäische Schwestergesellschaften gegenüber dem italienischen Fiskus vorstellig werden, um die Quellensteuerabzüge für bezugsberechtigte SUISA-Mitglieder mit Wohnsitz ausserhalb der Schweiz möglichst gering zu halten.

Schliesslich hat der Vorstand eine Änderung im Verteilungsreglement bei den Ausschüttungen von Lizenzeinnahmen von Streaming- und Download-Plattformen genehmigt. Für eine weitere Änderung bei der Frage, wie lange die SUISA bei den Online-Nutzungen Nachverrechnungen erstellen kann, wird er noch genauere Abklärungen durch die Geschäftsleitung abwarten.

Artikel zum Thema
Generalversammlung 2021: Ständerätin Johanna Gapany in den Vorstand der SUISA gewähltGeneralversammlung 2021: Ständerätin Johanna Gapany in den Vorstand der SUISA gewählt Zum zweiten Mal in Folge fand die Generalversammlung der SUISA aufgrund der Covid-19-Pandemie in schriftlicher Form statt. Insgesamt haben 1’486 Komponisten, Textautoren, Musikverleger und Erben per Brief oder E-Mail abgestimmt und gewählt. Weiterlesen
Mit voller Kraft vorausMit voller Kraft voraus Die Corona-Pandemie bestimmt weiterhin den Geschäftsgang der SUISA. Dies war auch in der Vorstandssitzung im April spürbar. Umso wichtiger war es deshalb, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Weiterlesen
Wie die Privatkopie zu Geld wird – die Verteilung der LeerträgereinnahmenWie die Privatkopie zu Geld wird – die Verteilung der Leerträgereinnahmen Heutzutage stammt ein Gutteil der Privatkopien aus dem Internet und nicht mehr von CD wie einst zur Blütezeit des Tonträgermarkts. Mit einer Änderung im Verteilungsreglement der SUISA wird den aktuellen Umständen Rechnung getragen. Durch die vorgenommenen Korrekturen werden die Vergütungen für die Privatkopie gerechter verteilt. Weiterlesen
Artikel einklappen

Schreibe einen Kommentar

Alle Kommentare werden moderiert. Bis zur Freischaltung kann es etwas dauern. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung eines verfassten Kommentars. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, die den Nutzungsbedingungen widersprechen, nicht zu veröffentlichen.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Am Vortag der Generalversammlung finden üblicherweise die Sitzungen des SUISA-Vorstands und seiner Kommissionen am Ort der Generalversammlung statt. Dieses Jahr war es zum zweiten Mal anders. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Erstmals seit 15 Monaten wieder physisches Vorstandstreffen

Aufgebaute Stellwand der SUISA an einem Veranstaltungsort: Das Treffen des fast kompletten Vorstands zu den regulären Juni-Sitzungen fand in Muri bei Bern statt. (Foto: Natalie Schlumpf & Wolfgang Rudigier)

Während die Generalversammlung wegen der Vorsichtsmassnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zum zweiten Mal nur mittels brieflicher Abstimmung stattfinden konnte, beschloss der Vorstand, sich am 24. und 25. Juni 2021 unter Einhaltung der gegebenen Schutzmassnahmen erstmals seit 15 Monaten wieder in physischer Form vor Ort in Muri bei Bern zu treffen.

Bis auf ein Mitglied des Vorstandes, welches sich wegen unmittelbar bevorstehenden Konzertauftritten keiner erhöhten Ansteckungsgefahr aussetzen wollte und deshalb über Video…Weiterlesen

Vorausplanung in der Krisensituation

Gerade in Krisenzeiten ist die Vorausplanung besonders wichtig. In den Sitzungen vom Dezember 2020 hat sich der Vorstand der SUISA neben dem Schwerpunktthema Budget mit weiteren relevanten Zukunftsthemen beschäftigt. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Bericht aus dem Vorstand: Vorausplanung in der Krisensituation

Die SUISA macht Musik trotz eingetrübten Budgetaussichten auch 2021 möglich. Das Foto zeigt eine Szene vom letztjährigen Festival Label Suisse, bei dem die SUISA als Sponsoringpartnerin mit dabei war. (Foto: Tabea Hüberli & Dirk Hoogendoorn)

Der SUISA-Vorstand hat sich in seinen Dezembersitzungen schwerpunktmässig dem Budget für 2021 gewidmet. In der gegenwärtigen Krisensituation wegen der Pandemie sind die Prognosen im Vergleich zu 2019 schwieriger. Es kann beim Grad der Erfüllung beim Budget grössere Abweichungen geben. Vergangenes Jahr wurde zudem Ende April das Budget 2020 während dem laufenden Geschäftsjahr revidiert und die Geschäftsleitung arbeitete gemäss einem Corona-Budget mit neuen Vorgaben für die verbleibenden acht Monate.

Im Dezember genehmigte der Vorstand folgende Eckpunkte für das Budget 2021:

Die Einnahmen 2021 sind gegenüber dem Ergebnis 2019, also dem Geschäftsjahr vor Beginn der Krise, um 20,7% tiefer budgetiert. Gegenüber dem sehr vorsichtigen Corona-Budget 2020 jedoch um 6,7% höher. Die Einnahmen aus Aufführungsrechten werden aufgrund der von den Corona-Verordnungen verursachten Veranstaltungsverbote um 37% unter dem Ergebnis 2019 budgetiert.

Die Kosten 2021 sind um rund 5% tiefer budgetiert als für das Jahr 2019. Sie sind jedoch um 20% tiefer als im revidierten Corona-Budget 2020 vorgesehen war.

Verschiedene Faktoren spielen bei der Kostenentwicklung eine Rolle: Neben den Einsparungen bei den Personalkosten gibt es wesentliche Kostenblöcke im Bereich Informatik und Wertschriftenaufwand. Bei den Personalkosten sind Einsparungen vorgesehen, einerseits durch Pensionierungen und damit verbundene Umstrukturierungen sowie durch die Ausgliederung von 11 Personen in die Tochterfirma Mint Digital Services AG.

Im Bereich Informatik ist es dem Vorstand wichtiger, die Innovationskraft zu erhalten und teilweise auszubauen, um damit die Wettbewerbsfähigkeit zu bewahren, als reine Sparmassnahmen durchzuführen. Zu strikte Sparbemühungen rächen sich meistens und führen zu einer unerwünschten Verlangsamung der Entwicklung unserer Dienstleistungen.

Der Wertschriftenaufwand schliesslich ist eine Grösse im Budget, die per se nur sehr schwer einschätzbar ist. Glücklicherweise konnte der Vorstand feststellen, dass der Einbruch an den Finanzmärkten im März 2020 inzwischen wieder ausgebügelt ist und die Finanzanlagen wieder auf dem Vorjahresniveau sind. Er hat für 2021 einen wesentlich geringeren Finanzaufwand als noch im Corona-Budget 2020 vorgesehen budgetiert.

Trotz der eingetrübten Budgetaussichten beschloss der Vorstand für die Abrechnungen 2021 unveränderte Kostenabzüge. Geschäftsleitung und Vorstand erwarten, dass die Beträge aus freiwerdenden Abrechnungsverpflichtungen den Rückgang der Einnahmen und damit ein Anstieg des Verhältnisses Kosten zu Einnahmen ausgleichen können.

Neuer Dienstleistungskatalog und Mindestbetrag für die SUISA Mitgliedschaft

Der Vorstand befasste sich an der Dezembersitzung auch mit dem Dienstleistungskatalog für Mitglieder und Auftraggeber. Die SUISA zählt mittlerweile über 12 600 stimmberechtigte Mitglieder und 26 700 Auftraggeber. Leider generieren von diesen total knapp 40 000 Bezugsberechtigten nur 60% wesentliche Einnahmen. Mehr als ein Drittel aller Bezugsberechtigten erhält gar nie eine Abrechnung, weil deren Werke weder aufgeführt, aufgenommen, gesendet noch online genutzt werden. Alle Bezugsberechtigten konnten bis anhin alle Dienstleistungen der SUISA in Anspruch nehmen. Die Digitalisierung hat zum Aufbau von Online-Services («Mein Konto»-Portal) geführt. Die im Portal möglichen Selfservices für die Bezugsberechtigten werden weiter ausgebaut.

Die Geschäftsleitung hatte deshalb Vorschläge erarbeitet, wie eine Kosteneinsparung erreicht werden könnte, indem den Auftraggebern die Dienstleistungen nur noch online angeboten würden. Diese Massnahme würde Arbeitszeit und damit Personalkosten einsparen. Der Vorstand beschloss nun, die Bedingungen für die Mitgliedschaft anzupassen. Neu werden jene Personen Mitglied der SUISA, welche während mindestens eines Jahres bei der SUISA Auftraggeber waren und mindestens 3000 Franken (bisher 2000 Franken) ausbezahlt bekommen haben. Den Auftraggebern werden ab 2022 die Dienstleistungen ausschliesslich über das Online-Portal «Mein Konto» zur Verfügung stehen.

Änderungen im Verteilungs- und Anlagereglement

Weitere Geschäfte im Vorstand waren die Genehmigung neuer Verteilungsregeln unter anderem für die Einnahmen aus der Leerträgervergütung und die Änderung des Anlagereglements in Bezug auf die Berücksichtigung des Kriteriums der Nachhaltigkeit bei Finanzanlagen.

Flexible Führung in Krisenzeiten

Schliesslich hat der Vorstand beschlossen eine Präsidentenkonferenz zu bilden, welche die bisherige Corona-Task-Force ersetzen soll. Sie soll monatlich aufgrund der Berichterstattung der Geschäftsleitung den Einfluss der behördlichen Anordnungen auf den Geschäftsgang der SUISA beurteilen und dem Vorstand Handlungsbedarf aufzeigen. Mitglieder der Präsidentenkonferenz sind Géraldine Savary, Roman Camenzind, Rainer Bischof, Marco Neeser und Xavier Dayer.

Artikel zum Thema
Unterstützung für SUISA-Mitglieder in der Corona-KriseUnterstützung für SUISA-Mitglieder in der Corona-Krise Die Covid-19-Verordnungen des Bundes führen wegen ausfallenden Musiknutzungen zu Mindereinnahmen bei den Urheberrechtsentschädigungen. Die SUISA bietet ihren Mitgliedern Unterstützung an, um den Ausfall von Urheberrechtsvergütungen finanziell zu überbrücken. Weiterlesen
Bericht aus dem Vorstand: Von Einnahmen und Aufwänden über Investitionen bis zum JubiläumVon Einnahmen und Aufwänden über Investitionen bis zum Jubiläum Eine breite Themenpalette stand an den Sitzungen des SUISA-Vorstands vom 28. und 29. September 2020 zur Besprechung auf dem Programm. Erstmals nach dem Corona-bedingten Unterbruch tagte in Lausanne ein Teil der Sitzungsteilnehmerinnen und -teilnehmern unter Berücksichtigung von Schutzmassnahmen wieder physisch vor Ort, während sich einige Mitglieder des Vorstands per Videotelefonie aus ihren Homeoffices zuschalteten. Weiterlesen
Verhandeln in Zeiten von Corona … und im Angesicht von Covid-19Verhandeln in Zeiten von Corona … und im Angesicht von Covid-19 Verhandeln gehört zu den Aufgaben der SUISA. Beim Aushandeln von Tarifen und Verträgen muss die SUISA die Interessen ihrer Mitglieder vertreten, Verständnis für deren legitime Forderungen wecken und schliesslich die bestmöglichen Bedingungen für das Musikschaffen erwirken. Dies geschieht mit Diskussionen und Kompromissen – das ganze Vorgehen beruht also auf menschlichen Beziehungen. Doch seit diesem Frühjahr hat sich ein unerwarteter Gast an den Verhandlungstisch gedrängt: Covid-19. Weiterlesen
Artikel einklappen
  1. hermann sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren
    ich habe ihren Artikel mit Aufmerksamkeit gelesen und ich habe absolut Verständnis für die Aussagen und Denkweisen. Sie haben die Aufgabe ihre Mitglieder und Auftraggeber bestmöglich zu versorgen.
    Meine Sicht der Dinge ist etwas differenzierter. Die vielen Betriebe und Vereine die durch Covid 19 stark eingeschränkt wurden, von Bundesgeldern und auch von rückzahlbaren Krediten (Covid19-Krediten) belastet sind, sollen den Jahresbeitrag ohne Berücksichtigung der aktuellen Situation bezahlen.
    Das sehe ich auf keinen Fall so, denn der FC Ebikon ist einer der betroffenen Fussballvereine in der Schweiz, die ihren Betrieb einstellen musste. Das heisst, das der Trainingsbetrieb und aber auch der Betrieb unseres Clubhauses eingestellt werden musste, dies wurde so angeordnet. Somit hatten wir nicht die Möglichkeit das gesellschaftliche Leben, den Clubbetrieb mit Musik, Filmen, Videos etc zu nützen. Das heisst konkret, dass wir die Rechnung nicht in diesem Umfange bezahlen werden, sondern im Umfange der Nutzungsmöglichkeiten die staatlich verordnet sind.
    Falls der Trainingsbetrieb per 1.3. oder dann hoffentlich per 1.4.21 wieder gestartet werden kann, erwarte ich eine angepasste Rechnung von Ihnen. Weiter hätte ich erwartet, dass sie der aktuellen Corona Situation Rechnung tragen und sie eine partnerschaftliche und faire Rechnung versenden.
    Für eine Stellungnahme bitte ich sie und grüsse Sie freundlich
    Sebastian Hermann
    Finanzchef FC Ebikon

    • Sehr geehrter Herr Hermann

      Danke für Ihre Nachricht.

      Die SUISA ist sich bewusst, dass viele Betriebe und auch Sportvereine wie der FC Ebikon unter den Folgen der behördlichen Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie leiden. Denn den Musikschaffenden, den Mitgliedern der SUISA, ergeht es in diesen schwierigen Zeiten gleich.

      Damit verbunden hält die SUISA ihre Dienstleistung aufrecht, öffentliche Musiknutzungen zu erlauben, aber hat schon im Frühling 2020 zugunsten der Lizenznehmerinnen und -nehmer einige ihrer Modalitäten den ausserordentlichen Umständen angepasst.

      Die Kundinnen und Kunden der SUISA sind in den verschiedensten Wirtschaftszweigen tätig. Teilweise sind und waren aufgrund der behördlichen Verordnungen die Musiknutzungen sogar regional unterschiedlich verunmöglicht. Für die nachweislich nicht erfolgten Nutzungen entfallen die Vergütungen für die Urheberrechte.

      Damit der Nachlass korrekt dem individuellen Einzelfall entsprechend in Abzug gebracht werden kann, kommen aus administrativ-technischen Gründen differenzierte Verfahren zur Anwendung. Speziell bei Lizenznehmerinnen und -nehmern des Gemeinsamen Tarifs 3a (GT 3a) für Hintergrundunterhaltung können die Termine der Betriebsschliessungen von Unternehmen zu Unternehmen sehr stark variieren.

      Die konkreten Daten der Betriebsschliessung können deshalb über ein elektronisches Kontaktformular gemeldet werden. Nach Prüfung der Angaben erfolgt eine Gutschrift gemäss dem Gemeinsamen Tarif 3a. Der Wert dieser Gutschrift kann je nach behördlich verordneten Schliessungen wegen Covid-19 variieren.Die Gutschrift wird in der folgenden Jahresrechnung abgezogen.

      Das Kontaktformular steht zur Verfügung unter: http://www.suisa.ch/3a. Dort sind auch weitere Informationen zu finden, wie die SUISA ihren Kundinnen und Kunden entgegenkommt: http://www.suisa.ch/de/suisa/massnahmen-der-suisa-bezueglich-der-corona-pandemie/informationen-fuer-kunden.html

      Für Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.
      Freundliche Grüsse
      Kundendienst GT 3a

Schreibe einen Kommentar

Alle Kommentare werden moderiert. Bis zur Freischaltung kann es etwas dauern. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung eines verfassten Kommentars. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, die den Nutzungsbedingungen widersprechen, nicht zu veröffentlichen.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Gerade in Krisenzeiten ist die Vorausplanung besonders wichtig. In den Sitzungen vom Dezember 2020 hat sich der Vorstand der SUISA neben dem Schwerpunktthema Budget mit weiteren relevanten Zukunftsthemen beschäftigt. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Bericht aus dem Vorstand: Vorausplanung in der Krisensituation

Die SUISA macht Musik trotz eingetrübten Budgetaussichten auch 2021 möglich. Das Foto zeigt eine Szene vom letztjährigen Festival Label Suisse, bei dem die SUISA als Sponsoringpartnerin mit dabei war. (Foto: Tabea Hüberli & Dirk Hoogendoorn)

Der SUISA-Vorstand hat sich in seinen Dezembersitzungen schwerpunktmässig dem Budget für 2021 gewidmet. In der gegenwärtigen Krisensituation wegen der Pandemie sind die Prognosen im Vergleich zu 2019 schwieriger. Es kann beim Grad der Erfüllung beim Budget grössere Abweichungen geben. Vergangenes Jahr wurde zudem Ende April das Budget 2020 während dem laufenden Geschäftsjahr revidiert und die Geschäftsleitung arbeitete gemäss einem Corona-Budget mit neuen Vorgaben für…Weiterlesen

Bericht der Task-Force des SUISA-Vorstands – Ende Juni 2020

Im April 2020 setzte der SUISA-Vorstand eine Arbeitsgruppe ein, um auf die negativen finanziellen Auswirkungen der Covid-19-Krise auf die SUISA schnellstmöglich reagieren zu können und zusammen mit der Geschäftsleitung Sparmassnahmen zu identifizieren.

Bericht der Task-Force des SUISA-Vorstands – Ende Juni 2020

Aufgrund der zu erwartenden negativen wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns auf die SUISA wurden erste Sparmassnahmen ergriffen und ein Corona-Budget erstellt. (Foto: Yuttapon Busu / Shutterstock.com)

Zu diesem Zweck wurden mehrere Sitzungen abgehalten, und wir möchten allen SUISA-Mitgliedern die wichtigsten Punkte aus diesen laufenden Diskussionen mitteilen.

Die Geschäftsleitung schätzt die Verluste im Zusammenhang mit der Covid-19-Krise auf aktuell rund 25% der budgetierten Einnahmen für das Jahr 2020. Erste Sparmassnahmen wurden bereits ergriffen, um die Kosten zu senken, unter der Voraussetzung, dass negative Auswirkungen auf den regulären Betrieb und wichtige Entwicklungsprojekte der SUISA (z. B. Online-Zugang «Mein Konto» für die Mitglieder, Selfservice-Portal für Kunden) vermieden werden.

Die Frage der Kurzarbeit wurde als eine mögliche Lösung zur Kostensenkung diskutiert. Die Geschäftsleitung der SUISA hat die Task-Force darauf aufmerksam gemacht, dass Kurzarbeit im Moment negative Auswirkungen auf den Einzug der Lizenzeinnahmen vor allem im Bereich der kleineren Aufführungen und den ordentlichen Betrieb der SUISA haben würde. Obwohl fast alle Konzerte zwischen Ende März und Ende Mai abgesagt wurden, hat die Arbeit der SUISA-Mitarbeiter bis jetzt nicht wesentlich abgenommen, auch weil neu zusätzliche Dienstleistungen wie zum Beispiel der Hilfsfonds für die Mitglieder erbracht werden.

Die Geschäftsleitung erstellte ein Corona-Budget, das heute als Referenz dient (das im Herbst 2019 verabschiedete Budget für 2020 ist aufgrund der Krise nicht mehr realistisch). Im Corona-Budget wird die Verringerung der Einnahmen durch die Verwendung der normalerweise für unsere Zusatzverteilungen freigegebenen Gelder zur Kostendeckung ausgeglichen. Hierzu wurde eine Obergrenze für die Verwendung der freigegebenen Summen festgelegt. Voraussichtlich wird es im nächsten Jahr deshalb keine Zusatzverteilung geben.

Die Task-Force sprach sich klar gegen eine Erhöhung des aktuell maximalen Kostenabzuges von 15% bei den Abrechnungen an die Mitglieder aus. Die Geschäftsleitung ist deshalb angehalten, alle sinnvollen Kosteneinsparungen zu realisieren.

Die Task-Force und die Geschäftsleitung sind sich sehr wohl bewusst, dass die wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns und vor allem des Verbots von Veranstaltungen im Frühjahr 2020 von längerer Dauer sein können und dass sie noch nicht sofort sichtbar sind: Sie wird daher alle realistischen Einsparungsmassnahmen prüfen nicht nur auf kurze, sondern auch auf mittelfristige Sicht. Dabei gilt es auch abzuwägen, welche Dienstleistungen an die Mitglieder dann aus Kostengründen nicht mehr erbracht werden könnten.

Alle oben genannten Punkte wurden von der Finanz- und Kontrollkommission und vom Vorstand genehmigt.

Die Task-Force wird sich weiterhin monatlich mit der Geschäftsleitung treffen, um sich über die weiteren Entwicklungen auszutauschen. Sie wird dem gesamten Vorstand bei jeder Gelegenheit Bericht erstatten, damit der Vorstand rasch Entscheidungen treffen kann, wenn die Situation dies erfordert.

Die Task Force:

Xavier Dayer
Marco Neeser
Rainer Bischof
Roman Camenzind

Artikel zum Thema
Corona-Budget bis Ende Mai eingehaltenCorona-Budget bis Ende Mai eingehalten Zum zweiten Mal musste der Vorstand seine ordentlichen Sitzungen Corona-bedingt als Videokonferenz durchführen. Natürlich war auch die finanzielle Situation aufgrund der Pandemie das wichtigste Thema an diesen Sitzungen. Weiterlesen
SUISA-Generalversammlung: Hilfsfonds für Urheber und Verleger genehmigtSUISA-Generalversammlung: Hilfsfonds für Urheber und Verleger genehmigt Die Generalversammlung der SUISA hat den Hilfsfonds für Komponisten, Textautoren und Verleger von Musik in der Höhe von 1,5 Millionen Franken genehmigt. Ausserdem wurde die Schweizer Jodlerin, Sängerin, Komponistin und Verlegerin Melanie Oesch in den SUISA-Vorstand gewählt. Dieses Jahr fand die Generalversammlung zum ersten Mal in der Geschichte der SUISA aufgrund der Covid-19-Pandemie in schriftlicher Form statt. Weiterlesen
Informationen zu Livestreams für SUISA-MitgliederInformationen zu Livestreams für SUISA-Mitglieder Die Corona-Massnahmen führten für die Musikschaffenden zu einem Ausfall von Auftritts- und Verdienstmöglichkeiten und für die Musikkonsumenten zu einem schmerzvollen Verlust von Live-Musik. Livestreaming erfreut sich deshalb gerade in diesen Zeiten grosser Beliebtheit und übernimmt eine relevante Rolle im Kulturbetrieb. Weiterlesen
Artikel einklappen

Schreibe einen Kommentar

Alle Kommentare werden moderiert. Bis zur Freischaltung kann es etwas dauern. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung eines verfassten Kommentars. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, die den Nutzungsbedingungen widersprechen, nicht zu veröffentlichen.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Im April 2020 setzte der SUISA-Vorstand eine Arbeitsgruppe ein, um auf die negativen finanziellen Auswirkungen der Covid-19-Krise auf die SUISA schnellstmöglich reagieren zu können und zusammen mit der Geschäftsleitung Sparmassnahmen zu identifizieren.

Bericht der Task-Force des SUISA-Vorstands – Ende Juni 2020

Aufgrund der zu erwartenden negativen wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns auf die SUISA wurden erste Sparmassnahmen ergriffen und ein Corona-Budget erstellt. (Foto: Yuttapon Busu / Shutterstock.com)

Zu diesem Zweck wurden mehrere Sitzungen abgehalten, und wir möchten allen SUISA-Mitgliedern die wichtigsten Punkte aus diesen laufenden Diskussionen mitteilen.

Die Geschäftsleitung schätzt die Verluste im Zusammenhang mit der Covid-19-Krise auf aktuell rund 25% der budgetierten Einnahmen für das Jahr 2020. Erste Sparmassnahmen wurden bereits ergriffen, um die Kosten zu senken, unter der Voraussetzung, dass negative Auswirkungen auf den regulären Betrieb und wichtige Entwicklungsprojekte der SUISA (z. B. Online-Zugang «Mein Konto» für die Mitglieder, Selfservice-Portal für Kunden)…Weiterlesen

Ausblick und Einblick

Der Vorstand hat sich in seinen Sitzungen vom 10. und 11. Dezember 2019 schwerpunktmässig mit dem Budget für das Jahr 2020 und der Strategie der SUISA für die nächsten fünf Jahre beschäftigt. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Bericht aus dem Vorstand: Ausblick und Einblick

Die Werbeumsätze verschieben sich vom TV- in den Online-Bereich. Die Verlagerung macht sich bei den Einnahmen aus Urheberrechten negativ bemerkbar. (Foto: Olivier Le Moal / Shutterstock.com)

Das Budget für das Jahr 2020 war bereits am 27. November 2019 in der Sitzung der Vorstandskommission für Finanzen und Kontrolle vorbesprochen worden. Die Kommission wie der Vorstand mussten feststellen, dass der Investitions- und der Personalbedarf nach wie vor hoch ist, weil die SUISA neue Aufgaben übernommen hat.

Bei den neuen Aufgabenfeldern, die höheren Personalbedarf mit sich bringen, handelt es sich insbesondere um das Inkasso der Vergütungen für Hintergrundmusik und Empfang von Sendungen in Betrieben ausserhalb der Privatsphäre. Dieses Inkasso war bis Ende 2018 an das Inkasso der BILLAG für die gewerbliche Empfangsbewilligung gekoppelt. Seit 2019 führt es die SUISA selbst durch. Ebenfalls in zusätzliche personelle Ressourcen investiert werden muss bei der Informatik, weil die Selfservices für Kunden und Mitglieder auf der SUISA-Webplattform «Mein Konto» stark erweitert werden sollen. Auch der weitere Ausbau der Aktivitäten bei der weltweiten Lizenzierung des Online-Musikvertriebs durch die Tochtergesellschaft SUISA Digital Licensing AG und das Joint Venture Dienstleistungsunternehmen mit SESAC zieht einen höheren Personalaufwand nach sich.

Budget genehmigt, Zukunft besprochen

Auf Seite der Einnahmen macht sich die Verlagerung der Werbeumsätze vom TV- in den Online-Bereich bemerkbar. Die Einnahmen aus den Senderechten stagnieren, während jene im Bereich Online-Nutzungen nicht im selben Masse ansteigen. Der Vorstand hat deswegen für das Jahr 2020 ein Budget mit einem leicht schlechteren Verhältnis von Kosten zu Einnahmen genehmigt. Die Geschäftsleitung wurde zudem angehalten, für 2021 Massnahmen zu planen, damit das Verhältnis Kosten zu Einnahmen wieder sinkt.

Die strategische Ausrichtung des Unternehmens wurde anhand des in der Oktober-Sitzung neu definierten Stategiepapiers weiter diskutiert. Die strategischen Schwerpunkte der nächsten Jahre sind mit den Stichworten Services, Verhältnis Ertrag/Kosten, Wettbewerb und Innovation umschrieben. Der Vorstand hat dazu in der Dezember-Sitzung eine Roadmap für das Jahr 2020 festgelegt.

Der Vorstand liess sich im weiteren über die personellen Veränderungen bei der Führung der Tochtergesellschaft SUISA Digital Licensing AG und bei Mint Digital Services, dem Joint Venture mit SESAC, informieren und hat die weiteren Ausbauschritte im Bereich der territorial nicht mehr beschränkten Lizenzierung von Musik in Online-Services besprochen.

Verteilungsreglement und Ersatzwahl

Die Kommission für Tarife und Verteilung und anschliessend der gesamte Vorstand haben zwei Änderungen des Verteilungsreglements beschlossen, nämlich eine Anpassung der Gewichtung der Musik bei Verkaufssendungen in Werbefenstern ausländischer Fernsehsender und die Aufhebung der Verteilungsklasse 4A. Diese Beschlüsse unterliegen der Genehmigung durch das IGE, unserer Aufsichtsbehörde. Weiter hat der Vorstand die Kostenabzüge auf den Abrechnungen 2020 beschlossen. Diese sollen gleich bleiben wie im Jahre 2019.

Nach der Wahl von Grégoire Liechti in den SUISA-Vorstand durch die GV 2019 ist ein Sitz in der Verteilungs- und Werkkommission neu zu besetzen. Gesucht wurde ein Musikverleger. Der Vorstand will der Generalversammlung 2020 dafür Michael Hug, Inhaber der Verlagsfirma Ruh Musik AG, vorschlagen.

Artikel zum Thema
Zwei neue Gesichter an der Vorstandssitzung im HerbstZwei neue Gesichter an der Vorstandssitzung im Herbst An der Generalversammlung im Juni 2019 wurden zwei neue Mitglieder in den Vorstand der SUISA gewählt. Beim ersten Zusammentreffen nach den Wahlen anlässlich der Herbstsitzungen hat sich der Vorstand neu konstituiert und befasste sich unter anderem mit der Kostenträgerrechnung und der Unternehmensstrategie. Weiterlesen
Änderungen bei der Verteilung der Einnahmen der Gemeinsamen Tarife K und ZÄnderungen bei der Verteilung der Einnahmen der Gemeinsamen Tarife K und Z Die 20-Franken-Grenze bei der Verteilung der Einnahmen aus den Gemeinsamen Tarifen K (Konzerte) und Z (Zirkus) wird aufgehoben. Damit verbunden werden die Zuweisungen, die bis anhin in die Verteilungsklasse 4C geflossen sind, neu geregelt. Die beschlossenen Anpassungen betreffen die Ziffern 4.1, 4.2, 5.4 und 5.5 des SUISA-Verteilungsreglements. Weiterlesen
Das erste Jahr der SUISA Digital Licensing AGDas erste Jahr der SUISA Digital Licensing AG Vor etwas mehr als eineinhalb Jahren gründete die SUISA ihre Tochtergesellschaft, die SUISA Digital Licensing AG. Die Tochtergesellschaft hat nun ihr erstes vollständiges Geschäftsjahr hinter sich. Ein Jahr, das vollumfänglich im Zeichen des Aufbaus stand und eine Vielzahl neuer Erkenntnisse brachte. Es ist Zeit für einen Rückblick und ein erstes Zwischenfazit. Weiterlesen
Artikel einklappen

Schreibe einen Kommentar

Alle Kommentare werden moderiert. Bis zur Freischaltung kann es etwas dauern. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung eines verfassten Kommentars. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, die den Nutzungsbedingungen widersprechen, nicht zu veröffentlichen.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Der Vorstand hat sich in seinen Sitzungen vom 10. und 11. Dezember 2019 schwerpunktmässig mit dem Budget für das Jahr 2020 und der Strategie der SUISA für die nächsten fünf Jahre beschäftigt. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Bericht aus dem Vorstand: Ausblick und Einblick

Die Werbeumsätze verschieben sich vom TV- in den Online-Bereich. Die Verlagerung macht sich bei den Einnahmen aus Urheberrechten negativ bemerkbar. (Foto: Olivier Le Moal / Shutterstock.com)

Das Budget für das Jahr 2020 war bereits am 27. November 2019 in der Sitzung der Vorstandskommission für Finanzen und Kontrolle vorbesprochen worden. Die Kommission wie der Vorstand mussten feststellen, dass der Investitions- und der Personalbedarf nach wie vor hoch ist, weil die SUISA neue Aufgaben übernommen hat.

Bei den neuen Aufgabenfeldern, die höheren Personalbedarf mit sich bringen, handelt es sich insbesondere um das Inkasso der Vergütungen für Hintergrundmusik…Weiterlesen

Zwei neue Gesichter an der Vorstandssitzung im Herbst

An der Generalversammlung im Juni 2019 wurden zwei neue Mitglieder in den Vorstand der SUISA gewählt. Beim ersten Zusammentreffen nach den Wahlen anlässlich der Herbstsitzungen hat sich der Vorstand neu konstituiert und befasste sich unter anderem mit der Kostenträgerrechnung und der Unternehmensstrategie. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Zwei neue Gesichter an der Vorstandssitzung im Herbst

Die neu gewählten Vorstandsmitglieder Sylvie Reinhard (links) und Grégoire Liechti. (Fotos: Simon Tanner; Sibylle Roth)

Anfang Oktober haben in Lausanne die ersten Sitzungen des neu gewählten Vorstands stattgefunden. Im Juni 2019 sind für die beiden wegen Amtszeitbeschränkung zurückgetretenen Vorstandsmitglieder Bertrand Liechti und Marco Zanotta von der Generalversammlung neu Sylvie Reinhard und Grégoire Liechti in den Vorstand gewählt worden. Der Vorstand hat sich in seiner ersten Sitzung nach den Wahlen neu konstituiert. Marco Neeser wurde dabei neu zum Vizepräsidenten gewählt und die drei Vorstandskommissionen wurden neu bestellt.

Kostenträgerrechnung und Unternehmensstrategie

Der Vorstand hat sich in der Herbstsitzung wie jedes Jahr üblich mit der Kostenträgerrechnung für das Jahr 2018 und der Unternehmensstrategie befasst. Die Kostenträgerrechnung zeigt jeweils auf, wie hoch der Aufwand für jeden einzelnen Nutzungsbereich oder Tarif im vergangenen Geschäftsjahr im Detail war. Sie dient dazu, besonders kostenintensive Bereiche zu identifizieren und dort entsprechende Verbesserungsmassnahmen vorzusehen. In diesem Zusammenhang wurden von der Geschäftsleitung die Prozesse für die Lizenzierung von Konzerten (Tarif K) und von Tonträgern (Tarif PI) genauer vorgestellt.

Zur Unternehmensstrategie hat sich der Vorstand Gedanken gemacht über den zunehmenden Wettbewerb der Verwertungsgesellschaften um die grossen Repertoires, repräsentiert von den grossen Verlagsfirmen, aber auch um die zunehmende Tendenz bekannter Urheber, bei ihren Auftritten gleich direkt – ohne Umweg über die Verwertungsgesellschaften – die Urheberrechte geltend zu machen. Der Wettbewerb dürfte noch zunehmen.

Die SUISA kann im Vergleich zu den Verwertungsgesellschaften in Deutschland oder Frankreich nicht auf ein international bekanntes eigenes Repertoire zählen. Es muss der SUISA deshalb gelingen, die wichtigsten Dienstleistungen in hoher Qualität und zu einem attraktiven Preis anzubieten und damit auf dem Markt bestehen zu können.

Weitere Sitzungsthemen

Weitere Punkte der Sitzungen waren die laufenden Tarifverhandlungen und die Verteilungsergebnisse. Auch die Sponsoringengagements der SUISA im Jahre 2020 waren Thema der Sitzung, damit allfällige Beträge rechtzeitig ins Budget für 2020 einfliessen können.

Der Vorstand hat sich schliesslich auch schon erste Gedanken gemacht zum 100. Geburtstag der SUISA, welcher im Jahre 2023 zu feiern sein wird, und noch etwas zeitnaher, den Sitzungs- und Terminkalender für 2020 beschlossen.

Artikel zum Thema
Rückschau auf die SUISA-Generalversammlung 2019Rückschau auf die SUISA-Generalversammlung 2019 Rund 150 stimmberechtigte SUISA-Mitglieder kamen am 21. Juni 2019 an die ordentliche Generalversammlung ins Bieler Kongresszentrum und bestimmten die Geschicke ihrer Genossenschaft mit. Unter anderem wählten sie Sylvie Reinhard und Grégoire Liechti neu in den Vorstand. Im Zusammenhang mit der Urheberrechtsrevision verabschiedeten die SUISA-Mitglieder zudem eine Resolution für faire Bedingungen für Musikschaffende. Weiterlesen
SUISA macht Musik möglichSUISA macht Musik möglich Ein neues Leitbild, ein neues Organigramm! Fairness, Engagement und Leidenschaft – diese drei Begriffe umreissen das neue Leitbild der SUISA. Im Zentrum steht das Statement «SUISA macht Musik möglich». Auf dem gleichen Grundsatz basiert auch das neue Organigramm der SUISA. Weiterlesen
Änderungen bei der Verteilung der Einnahmen der Gemeinsamen Tarife K und ZÄnderungen bei der Verteilung der Einnahmen der Gemeinsamen Tarife K und Z Die 20-Franken-Grenze bei der Verteilung der Einnahmen aus den Gemeinsamen Tarifen K (Konzerte) und Z (Zirkus) wird aufgehoben. Damit verbunden werden die Zuweisungen, die bis anhin in die Verteilungsklasse 4C geflossen sind, neu geregelt. Die beschlossenen Anpassungen betreffen die Ziffern 4.1, 4.2, 5.4 und 5.5 des SUISA-Verteilungsreglements. Weiterlesen
Artikel einklappen

Schreibe einen Kommentar

Alle Kommentare werden moderiert. Bis zur Freischaltung kann es etwas dauern. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung eines verfassten Kommentars. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, die den Nutzungsbedingungen widersprechen, nicht zu veröffentlichen.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

An der Generalversammlung im Juni 2019 wurden zwei neue Mitglieder in den Vorstand der SUISA gewählt. Beim ersten Zusammentreffen nach den Wahlen anlässlich der Herbstsitzungen hat sich der Vorstand neu konstituiert und befasste sich unter anderem mit der Kostenträgerrechnung und der Unternehmensstrategie. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Zwei neue Gesichter an der Vorstandssitzung im Herbst

Die neu gewählten Vorstandsmitglieder Sylvie Reinhard (links) und Grégoire Liechti. (Fotos: Simon Tanner; Sibylle Roth)

Anfang Oktober haben in Lausanne die ersten Sitzungen des neu gewählten Vorstands stattgefunden. Im Juni 2019 sind für die beiden wegen Amtszeitbeschränkung zurückgetretenen Vorstandsmitglieder Bertrand Liechti und Marco Zanotta von der Generalversammlung neu Sylvie Reinhard und Grégoire Liechti in den Vorstand gewählt worden. Der Vorstand hat sich in seiner ersten Sitzung nach den Wahlen neu konstituiert. Marco Neeser wurde dabei neu zum Vizepräsidenten gewählt und die drei Vorstandskommissionen wurden…Weiterlesen

Gesamthaft erfreuliches Geschäftsjahr 2018

Der SUISA-Vorstand und seine Kommissionen für Tarife und Verteilung sowie für Organisation und Kommunikation trafen sich zu den ordentlichen Frühjahrssitzungen am 9. und 10. April 2019 am SUISA-Hauptsitz in Zürich. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Bericht aus dem Vorstand: Gesamthaft erfreuliches Geschäftsjahr 2018

Neben der Genossenschaft SUISA gibt es nun auch eine SUISA-Gruppe, zu der die Tochtergesellschaft SUISA Digital Licensing und die 50%-Beteilung am Joint Venture Mint Digital Services AG gehören. (Foto: Natalie Schlumpf)

Das wichtigste Thema an der Frühjahrsitzung sind traditionellerweise die Beschlüsse über die Jahresrechnung des vergangenen Jahres zuhanden der Generalversammlung. Die SUISA erstellt ab diesem Jahr zwei Rechnungen nach dem Standard Swiss GAAP FER. Eine Rechnung des Mutterhauses, der Genossenschaft SUISA, und eine sogenannte Konzernrechnung für die SUISA-Gruppe. Zur Gruppe gehört die Tochtergesellschaft SUISA Digital Licensing mit Sitz in Vaduz (FL) und die 50%-Beteiligung an der Firma Mint Digital Services AG, Zürich, ein Joint Venture der SUISA mit der amerikanischen Gesellschaft für Musikrechte SESAC.

Die Jahresrechnung der Gruppe wie auch des Mutterhauses schliessen gesamthaft erfreulich. Die Gesamteinnahmen haben einen neuen Höchststand von 160,8 Mio. Franken erreicht. Dazu beigetragen haben mit erstmals über Fr. 10 Mio. die Einnahmen aus Lizenzierung des Online-Musikgeschäfts.

Leider sind die Nebeneinnahmen vergangenes Jahr wesentlich geringer ausgefallen. Der Grund liegt im schlechten Anlagejahr. So gab es 2018 nur 0,6 Mio. Franken Wertschriftenertrag. 2017 waren es 3 Mio. Franken. Dieses Geld fehlt nun bei der Deckung des Aufwands 2018. Trotzdem sollen die Kostenabzüge auf den Abrechnungen an die Mitglieder nicht ansteigen. Der Vorstand beschloss deshalb, mehr Geld aus den freiwerdenden Verpflichtungen zur Finanzierung der Kosten zu verwenden, und hat deshalb die Zusatzverteilung von 7% auf 5% reduziert.

Vorbereitungen auf die Generalversammlung

Weitere Themen waren die Vorbereitung der übrigen Geschäfte für die Generalversammlung: die Auseinandersetzung mit den Risiken der Gesellschaft, den daraus entstehenden Lagebericht und Verabschiedung des gesamten Geschäftsberichts zuhanden der GV. Schliesslich waren die Wahlvorschläge für zwei aus dem Vorstand zurücktretende Mitglieder zu beschliessen und aufgrund der neuen Statuten notwendig gewordene Dokumente zu Anlagepolitik und zur Entschädigung der Vorstandsmitglieder zu verabschieden.

Der Vorstand hat davon Kenntnis genommen, dass sich die Geschäftsleitung mit den zuständigen Abteilungen darum bemüht und sich einsetzt, das Inkasso von Vergütungen aus dem Ausland zu tätigen. Es gilt dabei zu beachten, dass Gesetze, Tarife und Verteilungsregeln bei unseren Schwestergesellschaften unterschiedlich sind und die SUISA nicht dafür verantwortlich gemacht werden kann. Der Vorstand lehnte aus diesem Grund die Vergleichsforderung eines Mitglieds ab, welches der Ansicht war, zu geringe Vergütungen für Nutzungen aus dem Ausland erhalten zu haben.

Zuletzt musste der Vorstand Abschied nehmen von der Direktionsassistentin Dora Zeller, welche die SUISA in Richtung Pensionierung verlässt. Der Präsident Xavier Dayer bedankte sich im Namen des gesamten Vorstands für die mit Bravour wahrgenommene Drehscheibenfunktion, welche Dora Zeller die letzten 10 Jahre innehatte, und wünschte ihr alles Gute für den beginnenden dritten Lebensabschnitt.

«Jahresergebnis der SUISA Gruppe: Starkes Wachstum im Online-Bereich» (PDF), Medienmitteilung, 4. Juni 2019

Artikel zum Thema
Das erste Jahr der SUISA Digital Licensing AGDas erste Jahr der SUISA Digital Licensing AG Vor etwas mehr als eineinhalb Jahren gründete die SUISA ihre Tochtergesellschaft, die SUISA Digital Licensing AG. Die Tochtergesellschaft hat nun ihr erstes vollständiges Geschäftsjahr hinter sich. Ein Jahr, das vollumfänglich im Zeichen des Aufbaus stand und eine Vielzahl neuer Erkenntnisse brachte. Es ist Zeit für einen Rückblick und ein erstes Zwischenfazit. Weiterlesen
SUISA-Generalversammlung: Die Meinung der Mitglieder zähltSUISA-Generalversammlung: Die Meinung der Mitglieder zählt Die Generalversammlung der SUISA findet am Freitag, 21. Juni 2019, im Kongresszentrum Biel (Konzertsaal) statt. Zum ersten Mal werden der Generalversammlung zwei Rechnungen präsentiert; ein Novum in der SUISA-Geschichte. Weiter stehen Wahlgeschäfte an: Es geht um die Gesamterneuerung des Vorstands sowie der Verteilungs- und Werkkommission sowie die Ersatzwahl in die Beschwerdekommission. Weiterlesen
International musizieren, zu Hause mit der SUISA kommunizierenInternational musizieren, zu Hause mit der SUISA kommunizieren Wie komme ich zu meinen Urheberrechtsvergütungen für meine Konzerte im Ausland? Was muss ich bei der Werkanmeldung beachten, wenn der Co-Autor meines Songs Mitglied bei einer ausländischen Verwertungsgesellschaft ist? Wichtige und häufige Fragen rund um die internationale musikalische Tätigkeit werden hier beantwortet. Weiterlesen
Artikel einklappen

Schreibe einen Kommentar

Alle Kommentare werden moderiert. Bis zur Freischaltung kann es etwas dauern. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung eines verfassten Kommentars. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, die den Nutzungsbedingungen widersprechen, nicht zu veröffentlichen.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Der SUISA-Vorstand und seine Kommissionen für Tarife und Verteilung sowie für Organisation und Kommunikation trafen sich zu den ordentlichen Frühjahrssitzungen am 9. und 10. April 2019 am SUISA-Hauptsitz in Zürich. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Bericht aus dem Vorstand: Gesamthaft erfreuliches Geschäftsjahr 2018

Neben der Genossenschaft SUISA gibt es nun auch eine SUISA-Gruppe, zu der die Tochtergesellschaft SUISA Digital Licensing und die 50%-Beteilung am Joint Venture Mint Digital Services AG gehören. (Foto: Natalie Schlumpf)

Das wichtigste Thema an der Frühjahrsitzung sind traditionellerweise die Beschlüsse über die Jahresrechnung des vergangenen Jahres zuhanden der Generalversammlung. Die SUISA erstellt ab diesem Jahr zwei Rechnungen nach dem Standard Swiss GAAP FER. Eine Rechnung des Mutterhauses, der Genossenschaft SUISA, und eine sogenannte Konzernrechnung für die SUISA-Gruppe. Zur Gruppe gehört die Tochtergesellschaft SUISA Digital Licensing mit Sitz in Vaduz (FL) und die 50%-Beteiligung an der…Weiterlesen

Positive Zahlen zum Anfang des Geschäftsjahres 2018

Die Geschäfte an der Vorstandssitzung am Tag vor der Generalversammlung im Juni 2018 sind vielschichtig gewesen. Sie dienten neben der Vorbereitung der GV auch der Standortbestimmung des Geschäftsgangs. Bericht aus dem Vorstand von Dora Zeller

Positive Zahlen zum Anfang des Geschäftsjahres 2018

Erfreuliche Einnahmen- und Verteilungsergebnisse für die Komponisten, Textautoren und Verleger: Das Geschäftsjahr 2018 der SUISA startete mit positiven Zahlen. (Foto: Manu Leuenberger)

Zum Anfang des Geschäftsjahres 2018 waren positive Zahlen zu verzeichnen: Die Gesamteinnahmen aus dem Inland lagen am 31. Mai 2018 mit Fr. 60,3 Mio. 8% über Budget und 7% über Vorjahr. In der zweiten Quartalsabrechnung Mitte Juni kamen rund Fr. 43,8 Mio. zur Verteilung. Die Ausgaben bewegten sich mit Fr. 13,2 Mio. im budgetierten Rahmen.

Prüfung der Geschäftstätigkeit

Der Vorstand gab den umfassenden Bericht und den Erläuterungsbericht zur Jahresrechnung 2017 frei, beide erstellt von der Revisionsstelle. Sie sind Teil der Dokumente, die dem Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum (IGE) jedes Jahr zur Prüfung der Geschäftstätigkeit der SUISA eingereicht werden müssen.

Änderungen im Finanzmarktinfrastrukturgesetz und dessen Verordnungen ziehen Anpassungen im Anlagereglement nach sich: diesmal bezüglich Sorgfaltspflicht beim Handel mit derivativen Anlagen. Der Vorstand legt mit klaren Richtlinien fest, ob und wie die SUISA sich am Anlagemarkt beteiligen darf. Änderungen in diesem Reglement müssen der Aufsichtsbehörde (IGE) ebenfalls jährlich mitgeteilt werden.

Einnahmen und Verteilungsergebnisse 2018 bisher erfreulich

Im laufenden Geschäftsjahr konnte per Ende Mai in allen Rechtekategorien gegenüber Vorjahr respektive Budget eine positive Entwicklung der Einnahmen verzeichnet werden. Bemerkenswert war das Plus von 174% bei den Einnahmen aus Online-Nutzungen in der Höhe von Fr. 4,7 Mio. Bei der Budgetierung war man davon ausgegangen, dass die Online-Verträge zu SUISA Digital Licensing respektive Mint Digital Services transferiert und die Einnahmen über diese Gesellschaften fliessen würden. Die Neuverhandlungen mit den Online-Dienstanbietern dauern allerdings länger als erwartet. Bis zum Abschluss der neuen Verträge fallen die Einnahmen bei der Muttergesellschaft SUISA an.

Auch die ersten Verteilungsergebnisse des Jahres 2018 zeigten ein erfreuliches Bild. Mittlerweile werden die eingenommenen Vergütungen aus den meisten Tarifen vierteljährlich an die Bezugsberechtigten verteilt. Die erste Quartalsabrechnung umfasste 8879 Abrechnungen und eine Verteilsumme von insgesamt Fr. 13,8 Mio., die zweite von Mitte Juni 11 800 Abrechnungen und eine Summe von Fr. 43,8 Mio.

Bei der Auslandabrechnung im Mai konnten dank der Anwendung einer neuen IT-Applikation mehr Abrechnungen der ausländischen Schwestergesellschaften verteilt werden, als dies jeweils zu diesem Zeitpunkt in den Jahren zuvor der Fall war. Es wurden Vergütungen in der Höhe von Fr. 4,1 Mio. an die SUISA-Mitglieder abgerechnet. Zudem wird ab Herbst 2018 auch bei der Auslandabrechnung auf vierteljährlichen Rhythmus umgestellt. Dies bedeutet, dass Mitte September die zweite von drei Auslandabrechnungen im 2018 versendet wird. Die dritte Abrechnung erfolgt dann Mitte Dezember.

Sponsoring-Engagements und Verteilungsreglement

Weg von den Zahlen, hin zum Sponsoring: Mit verschiedenen Engagements macht sich die SUISA im Rahmen musikalischer Anlässe sicht- und hörbar. Immer mit dem übergeordneten Ziel, über den Sinn und Zweck der Tätigkeit der Genossenschaft zu informieren und dabei der Arbeit ihrer Mitglieder Wertschätzung und Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Die Mitglieder der Kommission Organisation und Kommunikation erfuhren dabei vom Einsatz am Prix Walo und dem erfolgreich veranstalteten Songwriting Camp. Weitere Veranstaltungen mit Sponsoringbeteiligung der SUISA sind ein Konzerttag in der Programmreihe «Offen für Neues» am Festival Murten Classics im August sowie «Label Suisse» Mitte September in Lausanne.

Weiter haben an der Vorstandssitzung Revisionen des Verteilungsreglements viel Zeit in Anspruch genommen. Als erste behandelt die Verteilungs- und Werkkommission die Änderungsanträge der Geschäftsleitung. Dann geht das Geschäft in die Kommission Tarife und Verteilung, anschliessend in den Vorstand. Als nächstes müssen die Änderungen dem IGE und dem Amt für Volkswirtschaft Fürstentum Liechtenstein eingereicht werden. Erst mit deren Genehmigung sind die Änderungen rechtskräftig und werden publiziert.

Artikel zum Thema
131,4 Millionen Franken für Komponisten, Textautoren und Verleger131,4 Millionen Franken für Komponisten, Textautoren und Verleger Mit Genugtuung haben die Vorstandsmitglieder an ihrer Sitzung Ende März 2017 das Ergebnis des vergangenen Jahres genehmigt. Der Gesamtumsatz lag 3,2% über dem Vorjahr. Insgesamt können 131,4 Millionen Franken an die Bezugsberechtigten verteilt werden. Zudem hat der Vorstand eine Zusatzverteilung von 7% auf allen regulären Abrechnungen im Jahr 2018 beschlossen. Weiterlesen
Seit Dezember 2017 Zustellung der Abrechnungen über «Mein Konto»Seit Dezember 2017 Zustellung der Abrechnungen über «Mein Konto» Dank dem passwortgeschützten Mitgliederbereich «Mein Konto» behalten unsere Mitglieder den Überblick über ihre Abrechnungen und Abrechnungserträge. Zahlreiche Mitglieder baten uns, den Postversand einzustellen. Diesem vielfachen Wunsch haben wir Rechnung getragen und die Möglichkeit eingeführt, auf den Postversand zu verzichten. Weiterlesen
Änderungen bei der Verteilung der Einnahmen aus Nutzungen im InternetÄnderungen bei der Verteilung der Einnahmen aus Nutzungen im Internet Bei der Verteilung der Einnahmen aus Nutzungen im Internet (Audio- und Video-on-Demand-Angebote) werden neue Verteilungsschlüssel berücksichtigt. Beim Download wird neu ein Split von 25% Aufführungsrechtsschlüssel und 75% Vervielfältigungsrechtsschlüssel angewendet. Beim Streaming setzt sich der Split aus 75% Aufführungsrechtsschlüssel und 25% Vervielfältigungsrechtsschlüssel zusammen. Weiterlesen
Artikel einklappen

Schreibe einen Kommentar

Alle Kommentare werden moderiert. Bis zur Freischaltung kann es etwas dauern. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung eines verfassten Kommentars. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, die den Nutzungsbedingungen widersprechen, nicht zu veröffentlichen.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Die Geschäfte an der Vorstandssitzung am Tag vor der Generalversammlung im Juni 2018 sind vielschichtig gewesen. Sie dienten neben der Vorbereitung der GV auch der Standortbestimmung des Geschäftsgangs. Bericht aus dem Vorstand von Dora Zeller

Positive Zahlen zum Anfang des Geschäftsjahres 2018

Erfreuliche Einnahmen- und Verteilungsergebnisse für die Komponisten, Textautoren und Verleger: Das Geschäftsjahr 2018 der SUISA startete mit positiven Zahlen. (Foto: Manu Leuenberger)

Zum Anfang des Geschäftsjahres 2018 waren positive Zahlen zu verzeichnen: Die Gesamteinnahmen aus dem Inland lagen am 31. Mai 2018 mit Fr. 60,3 Mio. 8% über Budget und 7% über Vorjahr. In der zweiten Quartalsabrechnung Mitte Juni kamen rund Fr. 43,8 Mio. zur Verteilung. Die Ausgaben bewegten sich mit Fr. 13,2 Mio. im budgetierten Rahmen.

Prüfung der Geschäftstätigkeit

Der Vorstand gab den umfassenden Bericht und den Erläuterungsbericht zur Jahresrechnung 2017 frei, beide erstellt von der Revisionsstelle. Sie sind…Weiterlesen