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Spannende Einblicke und Konzerte am Festival Zeiträume

Möchten Sie Komponistinnen und Komponisten bei ihrer Arbeit über die Schultern blicken? Sie möchten fragen, was sie inspiriert und animiert, uns mit ihren Werken neue Welten zu eröffnen? Die Biennale Zeiträume Basel bietet Ihnen in Zusammenarbeit mit der SUISA die Möglichkeit, sich persönlich mit Urheberinnen und Urhebern der Werke zu unterhalten, die die während dem Festival gespielt werden. Text von Erika Weibel

Spannende Einblicke und Konzerte am Festival Zeiträume

Zeiträume Pavillon, Treffpunkt des Festivals. Er wurde erstellt durch Zeiträume Basel mit Unterstützung der SUISA und der Basler Kantonalbank in Koproduktion mit der Hochschule für Musik FHNW / Musik-Akademie Basel. (Foto: Johanna Köhler)

In Kooperation mit der SUISA macht das Festival Zeiträume erlebbar, wie heute Musik entsteht. Denn 2019 legt das Festivalprogramm einen besonderen Schwerpunkt auf den kreativen Entstehungsprozess von Kompositionen. In den SUISA Talks mit Komponistinnen und Komponisten, deren Werke beim Festival erklingen, können die Festivalbesucherinnen und -besucher in deren Welt eintauchen, einen Eindruck von ihrer Motivation, ihrer Inspiration und unterschiedlichen Arbeitsweisen erhalten. Die Zuschauerinnen und Zuschauer können in einer lockeren Atmosphäre auch selbst Fragen an die Komponistinnen und Komponisten richten.

Das kann den Besuch des anschliessenden oder vorher bereits gehörten Konzerts um einiges spannender machen und somit die Vorfreude schüren oder das musikalische Erlebnis vertiefen. Die Gespräche sind für das Publikum kostenlos, werden professionell moderiert und finden an unterschiedlichen Standorten statt.

SUISA Talks am Festival Zeiträume 2019

SO 15.09. Katharina Rosenberger, Baldur Brönnimann | Wir sind Meer | Mitteldeck
MO 16.09. Mitglieder FIM Basel | Das grosse Rauschen| Unternehmen Mitte
MO 16.09. Marianne Schuppe | Die Summe | ZeitRäume Pavillon
MI 18.09. Elisabeth Flunger & Gäste | Das grosse Rauschen | Unternehmen Mitte
MI 18.09. Team Rohrwerk. Fabrique sonore | Kunstmuseum
DO 19.09. Team Rohrwerk. Fabrique sonore | Kunstmuseum
SA 21.09. Team Rohrwerk. Fabrique sonore | Kunstmuseum
SA 21.09. Hannes Seidel, Andreas Wenger | Überläufer* | Zollhalle St. Johann
SA 21.09. Kollektiv Mycelium | Cyber String Species | Gare du Nord
SA 21.09. Mike Svoboda | Freude | Antoniuskirche
SO 22.09. Team Ivan Wyschnegradsky: La Coupole | Markthalle Basel

Darüber hinaus werden täglich am Pavillon Talks zwischen 16.30 und 19.00 Uhr stattfinden. Den genauen Zeitplan dafür wird das Festival Zeiträume allerdings erst kurz davor auf seiner Website veröffentlichen.

Moderation: Bernhard Günther, Dorothea Lübbe, Johannes Joseph, Anja Wernicke

Festival Pavillon

Der Basler Architekt Marco Zünd (Buol & Zünd Architekten) hat im Auftrag von Zeiträume Basel 2019, unterstützt von der SUISA, in prominenter Lage am Rheinufer bei der Mittleren Brücke eine einladende, temporäre Sammelstelle entworfen. Ein aufklappbarer Würfel dient zwei Wochen lang als Informationsstelle, Treffpunkt rund um diverse Festivalaktivitäten und Ort künstlerischer Interventionen. Das Publikum begegnet dort auch Komponistinnen und Komponisten in Aktion während der gesamten Dauer des Festivals.

Öffnungszeiten Pavillon
DI 10.09.–SO 22.09. | täglich 11:00–19:00 Uhr | Wohlterasse an der Mittleren Brücke

Würfel Talks mit Festivalkünstlerinnen und -künstlern: täglich 16:30 Uhr – 19:00 Uhr
(ausgenommen während der Performances)
DI 10.09. | SUISA Talk mit Marco Zünd
MO 16.09. | SUISA Talk mit Marianne Schuppe

Performances: MI 11.09., DO 12.09., DI, 17.09., MI 18.09. | jeweils 12:30–14:00 Uhr & 17:00–18:30 Uhr

www.zeitraeumebasel.com

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Möchten Sie Komponistinnen und Komponisten bei ihrer Arbeit über die Schultern blicken? Sie möchten fragen, was sie inspiriert und animiert, uns mit ihren Werken neue Welten zu eröffnen? Die Biennale Zeiträume Basel bietet Ihnen in Zusammenarbeit mit der SUISA die Möglichkeit, sich persönlich mit Urheberinnen und Urhebern der Werke zu unterhalten, die die während dem Festival gespielt werden. Text von Erika Weibel

Spannende Einblicke und Konzerte am Festival Zeiträume

Zeiträume Pavillon, Treffpunkt des Festivals. Er wurde erstellt durch Zeiträume Basel mit Unterstützung der SUISA und der Basler Kantonalbank in Koproduktion mit der Hochschule für Musik FHNW / Musik-Akademie Basel. (Foto: Johanna Köhler)

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«Ab is Wälschland» ans Eidgenössische Volksmusikfest

Im Mai trafen sich fünf junge Volksmusikanten unter der Leitung von Dani Häusler in Crans-Montana, um eine Hymne für das Eidgenössische Volksmusikfest 2019 zu komponieren. Das von der SUISA initiierte und in Zusammenarbeit mit dem Organisationskomitee des EVMF durchgeführte Komponierwochenende war ein voller Erfolg. Text von Sibylle Roth und Manu Leuenberger; Video von Sibylle Roth

Nachdem im 2015 die Hymne für das Eidgenössische Volksmusikfest in Aarau als Auftragskomposition von Hanspeter Zehnder im Alleingang komponiert worden war, wollte man dieses Jahr auf den Nachwuchs setzen. Ausgewählt und kontaktiert wurden die Musikanten vom OK des EVMF. «Anfangs dachte ich, ich wurde verwechselt und die Anfrage fürs Komponierwochenende wurde aus Versehen an mich geschickt. Aber ich fühle mich nun sehr geehrt und freue mich riesig», sagte Alessia Heim im Interview.

Bei der Auswahl wurde darauf geachtet, die gängigsten Instrumente der Volksmusik vertreten zu haben. So kam es, dass sich Eva Engler, Klarinette, Alessia Heim, Hackbrett, Jérôme Kuhn, Kontrabass, Florian Wyrsch, Schwyzerörgeli und Siro Odermatt am Akkordeon an einem Samstagmorgen im Mai in Crans-Montana trafen.

Einige der Jugendlichen kannten sich bereits und haben schon zusammen musiziert, für andere war es die erste Erfahrung ausserhalb ihrer gewohnten Formation. Ausser Siro Odermatt, der seit 2017 SUISA-Mitglied ist und bereits mehrere Stücke selber geschrieben hat, besassen die jungen Musikantinnen und Musikanten keine grosse Erfahrung im Komponieren. Deshalb wurde mit Dani Häusler ein erfahrener Volksmusikant als Leiter des Wochenendes engagiert. Doch auch für den Routinier war es keine alltägliche Aufgabe: «Die grösste Herausforderung war, den Mut zu haben, ohne Vorbereitung an dieses Komponierwochenende zu kommen», verriet er im Nachhinein.

Die Teilnehmenden des Komponierwochenendes

Die Teilnehmenden des Komponierwochenendes v.l.n.r. Florian Wyrsch, Alessia Heim, Siro Odermatt, Eva Engler, Jérôme Kuhn, Dani Häusler. (Alle Fotos: Sibylle Roth)

Der Anfang auf dem weissen Blatt Papier

Bevor im Seminarraum des Hotels «La Prairie», wo der Workshop stattfand, die ersten Töne aus den mitgebrachten Instrumenten erklangen, setzte sich die Gruppe an einen Tisch und begann die Arbeit sprichwörtlich auf dem weissen Blatt Papier. Der erste Gedankenaustausch war geprägt von verschwommenen Vorstellungen und unsicheren Gefühlen: Eine Hymne – das ist ein grosses Wort. Was soll das sein? Wie soll das klingen? Was wird von uns erwartet? Wie gehen wir vor? Welche Tanzart ist geeignet? Wie findet man nun Melodien und Akkorde? Und: Kriegen wir bis morgen Sonntag wirklich ein Stück fertig?

Der Workshop-Leiter Dani Häusler gab Denkanstösse, bündelte die Fragen, gemeinsam wurden nach Antworten gesucht, die Ideen und Gedanken auf Papier festgehalten, die Vorstellungen wurden konkretisiert, und bald einmal war eine Grundlage für das Stück definiert – vorerst immer noch auf dem Papier.

Nach anfänglichen Diskussionen über die geeignete Tanzart entschied man sich am Ende für einen Schottisch, «die Königsdisziplin», sagt Jérôme Kuhn. Zudem wollte man gerne einen Text zum Mitsingen haben.

EVMF Komponierwochenende Notizen

Auf Papier wurden die ersten Gedanken zum Stück festgehalten.

Danach wurde erstmals mit den Instrumenten musiziert: Die Jugendlichen setzten sich zu zweit oder zu dritt zusammen und sammelten gemeinsam musikalische Ideen. Was in den Kleingruppen erarbeitet worden war, wurde hernach vor voller Runde präsentiert und mit möglichen Begleitstimmen ergänzt. Aber wie es manchmal so ist, will die Inspiration nicht immer dann fliessen, wenn sie sollte. «Wir hatten etwas Startschwierigkeiten, aber plötzlich hat es dann trotzdem funktioniert», sagte Eva Engler im Interview.

Eine grosse Unterstützung für den passenden musikalischen Wurf, der in der Folge zum fertigen Stück ausgearbeitet wurde, war die Kompositionserfahrung von Siro Odermatt. «Ich spiele oft bestehende Stücke und schweife dann in andere Melodien ab, so finde ich dann meist meine eigene Komposition», sagt Siro Odermatt. So fand sich nach den Startschwierigkeiten die zündende Idee im Verlauf des Samstagnachmittags, und bis zum Abendessen war das Gerüst der Hymne fertiggestellt.

Zu diesem Gerüst gehörte auch bereits der Entwurf für einen Text zum Stück, aus dem neben dem titelgebenden Ausruf «Ab is Wälschland …!» eine kernige Sprechgesangzeile sofort im Gedächtnis haften bleibt: «Glich oder glich ned glich». Jérôme Kuhn sagte im Interview dazu: «In der ganzen Schweiz gibt es Volksmusik, aber in vielen Gebieten gibt es verschiedene Stilrichtungen.» Ob «gleich oder doch nicht gleich», dies können Neugierige am kommenden Eidgenössischen Volksmusikfest in Crans-Montana erfahren.

Gruppenarbeit

Die Formation «Wälschland Express» beim Ausarbeiten des Stücks.

Die erste Aufführung

Am Sonntagmorgen wurde an den einzelnen Teilen des Stücks vor allem hinsichtlich Arrangement weitergefeilt. In Gruppen oder alleine übten die Musikantinnen und Musikanten ihre Einzelstimmen. Dani Häusler gab hilfreiche Tipps und stand mit Rat und Tat zur Seite, wenn es kleine Verwirrungen mit verschiedenen Tonarten oder Probleme bei der Stimmfindung zu lösen galt.

Noten

Dani Häusler beim Schreiben der ersten Noten.

Nachdem alle Stimmen der einzelnen Instrumente finalisiert und von Dani Häusler Noten des Stücks angefertigt worden waren, war das neu geschaffene Werk dann erstmals im Gesamten zu hören und wurde in weiteren Probedurchläufen ständig verfeinert. «Es ist ein ‹ghörfälliges› Stück entstanden, das etwas Einzigartiges hat und doch fürs grosse Publikum geeignet ist», sagte Siro Odermatt gegen das Ende des erfolgreichen Komponierwochenendes.

Alle Beteiligten sind sehr zufrieden mit dem Endergebnis und freuen sich auf das Eidgenössische Volksmusikfest im September. Auf die Frage, was er sich denn für das Stück wünsche, antwortete Dani Häusler: «Das Schönste wäre natürlich, wenn das Stück am Volksmusikfest auf der Strasse und von anderen auftretenden Formationen gespielt werden würde und es durch Sendungen auf dem Radio bei den Leuten bereits bekannt ist».

Die Kurzportraits der jungen Musikanten finden Sie auf unseren Social Media Kanälen «SUISA Music Stories» bei Facebook, Instagram und Youtube.

Die Hymne wurde im Nachhinein mit den Musikanten und Dani Häusler im Studio professionell aufgenommen und kann auf CD gekauft werden. Der Verkaufserlös kommt vollumfänglich dem VSV-Nachwuchsfonds zugute.

Das 13. Eidgenössische Volksmusikfest findet vom 19. – 22. September 2019 in Crans-Montana statt. www.cransmontana2019.ch

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Im Mai trafen sich fünf junge Volksmusikanten unter der Leitung von Dani Häusler in Crans-Montana, um eine Hymne für das Eidgenössische Volksmusikfest 2019 zu komponieren. Das von der SUISA initiierte und in Zusammenarbeit mit dem Organisationskomitee des EVMF durchgeführte Komponierwochenende war ein voller Erfolg. Text von Sibylle Roth und Manu Leuenberger; Video von Sibylle Roth

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Musikalisches Schaffen im Zeitalter der verschiedensten Einflüsse

Eine Diskussion zum – nur auf den ersten Blick – einfachen Thema der «Einflüsse in der Musik» hat zahlreiche Denkanstösse geliefert und noch einmal deutlich gemacht, dass über Musik und Ideen gesprochen werden muss, um einander besser und umfassender zu verstehen. Gastbeitrag von Zeno Gabaglio

Jazz in Bess: Musikalisches Schaffen im Zeitalter der verschiedensten Einflüsse

Diskussion am runden Tisch zum Thema musikalisches Schaffen im Zeitalter der verschiedensten Einflüsse: Zeno Gabaglio, Nadir Vassena, Maurizio Chiaruttini (Moderation), Gabriele Pezzoli und Carlo Piccardi (von links nach rechts). (Foto: Giorgio Tebaldi)

Wenn einem die Aufgabe zuteil wird, einen Bericht über eine Veranstaltung zu schreiben, an der man selbst aktiv teilgenommen hat, steht man vor einem ziemlichen Interessenkonflikt. Man ist parteiisch und kann so den berechtigten Erwartungen an einen objektiven Bericht nicht gerecht werden. Die Leserinnen und Leser dieses Textes müssen sich also bewusst sein, dass jedes Detail des folgenden Artikels subjektiver nicht sein könnte.

Doch gehen wir einen Schritt zurück. Am vergangenen 7. Juni 2019 fand in Lugano, dem gastfreundlichen Austragungsort des Jazz in Bess (was jener Veranstaltungsort ist, der im Tessin einem Jazz-Club am nächsten kommt, aber diesem magischen Ort müsste man eigentlich einen eigenen Artikel widmen …), eine Diskussion am runden Tisch zum Thema Musikalisches Schaffen im Zeitalter der verschiedensten Einflüsse statt. Eingeladen waren vier Vertreter der Tessiner Musikszene: Nadir Vassena (Komponist, Dozent und seit mehr als zwanzig Jahren wichtiger Bestandteil der Kulturszene, auch auf europäischer Ebene), Gabriele Pezzoli (Komponist und Jazzpianist, Protagonist eines ziemlich persönlichen und gleichzeitig vielfältigen Autorenwerks), Carlo Piccardi (Musikwissenschaftler, viele Jahre Direktor von Rete Due und einer der Kenner und unermüdlicher Vertreter der musikgeschichtlichen Kultur der italienischen Schweiz) sowie der Verfasser dieses Beitrags, Zeno Gabaglio.

Eine vielseitige Mischung würde man in einem anderen Zusammenhang, zum Beispiel auf einer Pralinenpackung, lesen. Keiner gleicht dem anderen, und bereits ihre unterschiedlichen Werdegänge lassen vermuten, dass sie auch unterschiedliche Vorstellungen von Musik haben. Eine Vielzahl von Meinungen, die zum Ausdruck kamen, dank der Moderation und des Inputs von Maurizio Chiaruttini, Journalist und ehemaliger Produzent des RSI.

Eine eigene musikalische Identität finden

«Es scheint, als seien Einflüsse für sämtliche künstlerischen Ausdrucksformen geradezu ein Muss geworden: Fusion verschiedener Genres, Vermischung verschiedener Sprachen – kultiviert und volkstümlich, akademisch und kommerziell, Akustik und Techno –, Verschmelzung verschiedener kultureller Ausdrucksweisen unterschiedlichen Ursprungs. Was bedeutet es vor diesem Hintergrund, eine eigene musikalische Identität zu finden, einen eigenen Stil, eine Glaubwürdigkeit des eigenen künstlerischen Ausdrucks?»

Dies war der Ausgangspunkt der Diskussion und, gegen jegliche dramaturgische Regel verstossend, verrate ich an dieser Stelle bereits, dass wir zu keiner Schlussfolgerung gekommen sind, oder besser gesagt: nicht nur zu einer Schlussfolgerung.

Bereits beim Begriff der «Einflüsse» gingen die Vorstellungen auseinander: Während die einen vor allem die negative Konnotation hervorhoben (immerhin denkt man schnell auch an negative Einflüsse oder Einflussnahme), verwiesen die anderen darauf, dass durch verschiedene Einflüsse eine Andersartigkeit erzeugt wird, die sich von Konzepten wie «Reinheit» und «Identität» abgrenzt. Ein Musiker, der von anderen «beeinflusst» ist, kann natürlich nicht mehr «rein» sein und verliert so einen Teil seiner Identität zugunsten von etwas anderem.

Im Zusammenhang mit den Begrifflichkeiten schlug Gabriele Pezzoli schliesslich ein Synonym vor: die «Hybridisierung» – diese sei weniger negativ konnotiert und offener für die vielen verschiedenen Stimuli, die das Zeitgenössische bietet und in denen sich Pezzoli wiederfindet.

Meisterwerke sind das Ergebnis verschiedener Prozesse

Daraufhin erinnerte Piccardi daran, dass es sich bei Einflüssen um ein umfassendes historisches Phänomen handle, das schon weit vor der zeitgenössischen Kunst zu finden gewesen sei. Die grossen Werke der Geschichte – also die Meisterwerke, die nicht infrage gestellt und von allen sofort wiedererkannt werden – seien immer das Ergebnis verschiedener Prozesse gewesen. Die Prozesse aber, die notwendig sind, um ein Werk zu schaffen, seien so gut wie nie weitergegeben worden, geschweige denn erinnere man sich an diese. Doch gerade in diesen Prozessen haben Einflüsse immer eine entscheidende Rolle gespielt – und zwar bereits über die letzten zwei Jahrtausende der europäischen Musikgeschichte.

Insgesamt konnte am Ende der Diskussion also keine einzige Schlussfolgerung gezogen werden, könnte man sagen. Doch die Diskussion über ein auf den ersten Blick so einfaches und klar definiertes Thema wie das der «Einflüsse in der Musik» hat zusätzliche Fragen aufgeworfen und Beobachtungen hervorgebracht, die, in einer Zeit, in der eher das Gegenteil zu gelten scheint, gezeigt haben, dass wir über Musik sprechen, unsere Vorstellungen und Träume miteinander abgleichen und auch versuchen wollen, uns besser und umfassender zu verstehen.

www.jazzinbess.ch

Der Gastautor – Zeno Gabaglio – ist Musiker, Komponist und Vorstandsmitglied der SUISA.

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Eine Karriere als Produzentin oder Produzent von elektronischer Musik?

Am Samstag, 4. Mai 2019, organisiert das Electron Festival, das Genfer Musikfestival der elektronischen Musik, in Zusammenarbeit mit der SUISA und dem Verein «Cultures électroniques» eine Gesprächsrunde. Ziel des Panels ist es, Komponistinnen und Komponisten aufzuweisen, welche Mittel und Wege ihnen zur Verfügung stehen, um sie bei ihrer beruflichen Karriere zu unterstützen. Text von Erika Weibel

Electron Festival: Eine Karriere als Produzentin oder Produzent von elektronischer Musik?

Electron Festival: SUISA-Panel mit Networkinganlass am Samstag, 4. Mai 2019, in Genf: «Eine Karriere als Produzentin oder Produzent von elektronischer Musik? Eine echte Herausforderung!» (Bild: Electron Festival)

Der Weg zum Erfolg ist für Musikerinnen und Musiker oft steinig und verlangt viel Durchhaltevermögen. Diese Erfahrung haben auch zahlreiche erfolgreiche Schweizer Produzentinnen und Produzenten von elektronischer Musik gemacht.

Im Rahmen der Ausgabe 2019 des Electron Festivals, des Festivals der elektronischen Musik in Genf, werden an einem öffentlichen SUISA-Panel unterschiedliche Musikproduzentinnen und -produzenten von ihrem Werdegang berichten. Im Gespräch mit Verantwortlichen von Förderinstitutionen sowie Fachleuten aus der Musikindustrie werden sie konkrete Unterstützungsmöglichkeiten durchleuchten und gemeinsam die aktuelle Situation der elektronischen Musik in der Schweiz analysieren. Das Hauptziel der Gesprächsrunde ist, die Komponistinnen und Komponisten über die bestehende Förderinfrastruktur zu informieren und der Frage nachzugehen, ob die bestehenden Strukturen ausreichend sind.

Das Publikum ist herzlich eingeladen, seine Erfahrungen in die Diskussion einfliessen zu lassen. Nach dem Panel findet ein informeller Apéro statt, der dem Publikum die Möglichkeit bietet, das Gespräch mit den Verantwortlichen der Förderinstitutionen und den Künstlerinnen und Künstlern weiterzuführen.

SUISA-Panel am Electron Festival 2019

«Eine Karriere als Produzentin oder Produzent von elektronischer Musik? Eine echte Herausforderung!»
mit anschliessendem Apéro findet statt:
am Samstag, 4. Mai 2019 um 16 Uhr, im Crea, Rue Eugene Marziano 25, in Genf

Panelteilnehmerinnen und -teilnehmer:
Dominique Berlie, Conseiller culturel, Service culturel (SEC) der Stadt Genf
Marius Käser, Pop music, Pro Helvetia
Albane Schlechten, Direktorin FCMA, Antenne Romande Swiss Music Export
Manuela Jutzi, Co-Geschäftsleiterin Helvetia Rockt

Anwesende Musikschaffende:
Deetron
Garance
Ripperton
Opuswerk
Ramin & Reda
Honorée & Kaylee

Moderation: Anne Flament (RTS-Couleur3)

Das Electron Festival findet vom 25. April bis am 5. Mai 2019 in Genf statt. Weitere Informationen zum Festival finden Sie hier: www.electronfestival.ch

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SUISA-Mitglieder können sich für das SUISA Songwriting Camp 2019 bewerben | mit Video

Das dritte SUISA Songwriting Camp findet vom 24. bis 26. Juni 2019 in den Powerplay Studios in Maur bei Zürich statt. Ausschliesslich für SUISA-Mitglieder besteht die Möglichkeit, sich für eine Teilnahme zu bewerben. Die von der SUISA in Zusammenarbeit mit Pele Loriano Productions organisierte Veranstaltung brachte bereits mehrere international erfolgreiche Popsongs hervor. Mit «She Got Me», gesungen und mitkomponiert von Luca Hänni, wurde zuletzt zum zweiten Mal in Folge ein Song aus SUISA Songwriting Camp zum Schweizer ESC-Beitrag auserkoren. Text und Video von Manu Leuenberger

Mit dem SUISA Songwriting Camp bietet die SUISA einigen ihrer Mitglieder die Chance, Popsongs mit renommierten internationalen Produzenten und Songschreibern im Team zu komponieren. Das Schweizer Duo Aliose war am letzten SUISA Songwriting Camp mit dabei. Wie die beiden SUISA-Mitglieder ihre Teilnahme erlebt haben, schildern sie im Video.

Wer am Songwriting Camp teilnehmen will, muss über gefestigte musikalische Kenntnisse verfügen, unter Zeitdruck eine kreative Leistung von hohem Niveau abliefern können und für Kritik und Austausch mit den Mitkomponistinnen und Mitkomponisten offen sein.

Die anspruchsvolle Aufgabe ist: In einem Team bestehend aus drei bis fünf Personen innerhalb eines Tages nach Vorgabe einen Popsong zu schreiben – dabei wird am Morgen mit einem leeren weissen Blatt begonnen, bis am Abend muss ein vollständiger Demotrack fertig sein.

Popsongs mit Hitpotential

Der musikalische Stil der Songs kann alle Ausprägungen des zeitgemässen Pop umfassen, der auch in der Hitparade, auf Streamingplattformen oder in Radio/TV erfolgreich sein könnte. Denn die Songs sollen zum einen Verlagen und Interpreten angeboten werden oder zum anderen auch für den Eurovision Song Contest verwendbar sein.

Am SUISA Songwriting Camp 2018 hatten 36 Musikschaffende aus dem In- und Ausland teilgenommen. Von den 19 Songs, die bei der letztjährigen Durchführung entstanden, haben zwei Kompositionen mittlerweile internationale Bekanntheit erlangt: Die Stücke «She Got Meۛ» als auch «Sister» stehen für die Schweiz respektive für Deutschland in der Endrunde des Eurovision Song Contest 2019 in Tel Aviv.

Bewerbungen für das SUISA Songwriting Camp 2019

Das dritte SUISA Songwriting Camp findet statt vom 24. bis 26. Juni 2019 in den Powerplay Studios in Maur bei Zürich. Organisiert wird die Veranstaltung von der SUISA in Zusammenarbeit mit Pele Loriano Productions. Pele Loriano Productions ist im Auftrag der SUISA für die künstlerische Leitung des Songwriting Camps zuständig.

SUISA-Mitglieder können sich für eine Teilnahme am SUISA Songwriting Camp 2019 bewerben. Du bist Produzentin oder Produzent, Songwriterin oder Songwriter (Topliner), Textautorin oder Textautorin und du glaubst, die Anforderungen in Bezug auf musikalisches Handwerk und Fähigkeiten zu erfüllen? Dann schicke uns deine Bewerbung, die Folgendes enthalten sollte:

  • eine Kurzbiographie;
  • aussagekräftige Referenzsongs (mp3-Dateien oder Internet-Links);
  • Kontaktangaben.

Die Bewerbungen sind per Mail zu schicken an die Adresse: songwritingcamp (at) suisa (dot) ch
Einsendeschluss für Bewerbungen ist am: Montag, 22. April 2019

Wichtig: Über dieses Bewerbungsverfahren werden ausschliesslich Teilnahmeplätze an SUISA-Mitglieder vergeben. Wer sich bewirbt, sollte gewährleisten können, dass er an einem oder mehreren der Veranstaltungstage (24. – 26. Juni 2019) für eine Teilnahme zur Verfügung steht.

Termine und Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Die Auswahl aller Künstlerinnen und Künstler, die zum Camp eingeladen werden, erfolgt durch die künstlerische Leitung. Eine geeignete Zusammensetzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist für den kreativen Erfolg der «Songwriting sessions» von entscheidender Bedeutung.

Zusagen respektive Einladungen und weitere Informationen zur Teilnahme am SUISA Songwriting Camp 2019 werden bis am 31. Mai 2019 persönlich durch den künstlerischen Leiter mitgeteilt.

Es werden keine Absagen verschickt. Wer bis zum 31. Mai 2019 keine Zusage erhalten hat, konnte für die Teilnahme am Songwriting Camp 2019 nicht berücksichtigt werden.

Voraussichtlich wird die Anzahl der Bewerbungen die Zahl der zur Verfügung Teilnahmeplätze um ein Vielfaches übersteigen. Zu beachten ist, dass durch die Bewerbung zu keiner Zeit ein Anspruch auf eine Teilnahme entsteht. Über die Platzvergabe wird ausserdem keine Korrespondenz geführt. Zur Durchführung von weiteren von der SUISA unterstützten Songwriting Camps können derzeit noch keine Angaben gemacht werden.

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Eurovision Song Contest: Song aus dem SUISA Songwriting Camp in der deutschen VorausscheidungEurovision Song Contest: Song aus dem SUISA Songwriting Camp in der deutschen Vorausscheidung | mit Video Erfolg für das SUISA Songwriting Camp: Der Song «Sister» aus dem letztjährigen Camp steht im deutschen ESC-Vorfinal. Das Stück wurde von einem internationalen Songwriting-Team bestehend aus Marine Kaltenbacher, Laurell Barker, Tom Oehler und Thomas Stengaard komponiert und produziert. Weiterlesen
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  1. Busseniers sagt:

    J ai eu la chance d avoir un feedback de Jeroen Swinnen, le belge, ce qui m a permis de bien evoluer
    C est egalement , a Jeroen Swinnen, que j ai achete le digidesign pro tools ,
    Merveilleux engin
    Bonne journee a Vous
    Christian Busseniers

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Das dritte SUISA Songwriting Camp findet vom 24. bis 26. Juni 2019 in den Powerplay Studios in Maur bei Zürich statt. Ausschliesslich für SUISA-Mitglieder besteht die Möglichkeit, sich für eine Teilnahme zu bewerben. Die von der SUISA in Zusammenarbeit mit Pele Loriano Productions organisierte Veranstaltung brachte bereits mehrere international erfolgreiche Popsongs hervor. Mit «She Got Me», gesungen und mitkomponiert von Luca Hänni, wurde zuletzt zum zweiten Mal in Folge ein Song aus SUISA Songwriting Camp zum Schweizer ESC-Beitrag auserkoren. Text und Video von Manu Leuenberger

Mit dem SUISA Songwriting Camp bietet die SUISA einigen ihrer Mitglieder die Chance, Popsongs mit renommierten internationalen Produzenten und Songschreibern im Team zu komponieren. Das Schweizer Duo Aliose war am letzten SUISA Songwriting Camp mit dabei. Wie die beiden SUISA-Mitglieder ihre Teilnahme erlebt haben, schildern sie im…Weiterlesen

M4music: Hit the World – so arbeiteten internationale Hit-Komponistinnen

Haben Sie sich schon gefragt, wie Hits entstehen? Wie es zu einem Song kommt, der generationenübergreifend die Füsse zum Wippen bringt? Die SUISA geht diesen Fragen nach und organisiert dazu am M4music 2019 ein Panel. Text von Erika Weibel

M4music: Hit the World – so arbeiteten internationale Hit-Komponistinnen

Beim SUISA-Panel «Hit the World» am M4music Festival 2019 tauschen sich KT Gorique und Valeska Steiner (oben v.l.n.r.) mit Laurell Barker und Shelly Peiken (unten, v.l.n.r.) über Songwriting aus. (Fotos: Jeremie Carron, Christoph Köstlin, Phantasm, Aerin Moreno)

Es gibt Songwriterinnen und Songwriter, die ihre Songs alleine schreiben, andere wiederum schreiben in Teams. Manchmal schreiben sie für sich selber, manchmal für Interpreten aus ganz unterschiedlichen Musikrichtungen. Wie gehen sie dabei vor? Haben die Komponistinnen und Komponisten ein Gespür, ob etwas ein Hit wird? Kann man vom Songwriting leben?

SUISA-Panel Hit the World – vier Songwriterinnen erzählen

Die SUISA organisiert am Freitag, 15. März 2019, am M4music Festival eine Expertinnenrunde, die genau auf diese Fragen eingehen wird. Dazu hat die SUISA vier Songwriterinnen eingeladen, die bereits international und national Erfolge im Pop- und Urban-Bereich gefeiert haben.

Eine Teilnehmerin schreibt Hits unter anderem für Miley Cyrus, Céline Dion, Selena Gomez, Meredith Brooks oder Christina Aguilera. Eine Zweite hat schon bei mehreren hundert Songs mitgewirkt und reist über Kontinente hinweg von einer Songwriting Session zur nächsten. Die Dritte ist eine erfolgreiche Schweizer Singer-Songwriterin, die im In- und Ausland eine grosse und treue Fangemeinde hat. Die Vierte in der Runde schreibt aktuell Schweizer Hip-Hop-Geschichte: 2012 gewann die damals 21-Jährige als erste Frau die Freestyle-Rap-WM in New York. Sie schreibt sowohl Lyrics als auch Beats selber und tourt seit Jahren erfolgreich durch Europa und Übersee.

Die vier Songwriterinnen Valeska Steiner, KT Gorique, Laurell Barker und Shelly Peiken gehen während einer Stunde auf Fragen rund um das Schreiben von erfolgreichen Songs ein und tauschen sich aus, wie sie beim Komponieren ihrer Songs vorgehen. Auf was es ihrer Meinung nach ankommt. Wie sie die damit verbundenen Herausforderungen meistern.

SUISA-Panel am M4music: Hit the World – vier Songwriterinnen erzählen
Freitag, 15. März 2019, 15:00 – 16:15 Uhr, Matchbox

Referentinnen:
Valeska Steiner, Musikerin, BOY, Zürich
KT Gorique, Musikerin, Sion
Laurell Barker, Musikerin, Vancouver/Zürich
Shelly Peiken, Musikerin, Los Angeles

Moderation:
Nina Havel, Zürich

www.m4music.ch

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Haben Sie sich schon gefragt, wie Hits entstehen? Wie es zu einem Song kommt, der generationenübergreifend die Füsse zum Wippen bringt? Die SUISA geht diesen Fragen nach und organisiert dazu am M4music 2019 ein Panel. Text von Erika Weibel

M4music: Hit the World – so arbeiteten internationale Hit-Komponistinnen

Beim SUISA-Panel «Hit the World» am M4music Festival 2019 tauschen sich KT Gorique und Valeska Steiner (oben v.l.n.r.) mit Laurell Barker und Shelly Peiken (unten, v.l.n.r.) über Songwriting aus. (Fotos: Jeremie Carron, Christoph Köstlin, Phantasm, Aerin Moreno)

Es gibt Songwriterinnen und Songwriter, die ihre Songs alleine schreiben, andere wiederum schreiben in Teams. Manchmal schreiben sie für sich selber, manchmal für Interpreten aus ganz unterschiedlichen Musikrichtungen. Wie gehen sie dabei vor? Haben die Komponistinnen und Komponisten ein Gespür, ob etwas ein Hit wird? Kann man vom Songwriting leben?

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Festival Archip-elles – Frauenpower

Das Genfer Festival für zeitgenössisches Musikschaffen hat sich für die Ausgabe 2019 der Musik aus der Feder von Frauen verschrieben. Archip-elles bietet Werke von Komponistinnen unterschiedlicher Generationen, Herkunft und Ästhetik. Am Freitag, 5. April 2019, sind SUISA-Mitglieder zu einem Besuch am Festival eingeladen. Text von Erika Weibel

Festival Archip-elles – Frauenpower

Beim Festival Archip-elles 2019 steht die Musik von zeitgenössischen Komponistinnen im Fokus. (Bild: Festival Archipel)

«In einem Artikel aus der Zeitung ‹Guardian›, ‹Female composers largely ignored by concert line-ups›, veröffentlicht am 13. Juni 2018, wurden 1445 klassische Konzerte betrachtet, die rund um den Globus in der Saison 2018-2019 geplant sind, und dabei festgestellt, dass nur in 76 Veranstaltungen ein Werk von einer Frau aufgeführt wird», schreibt Festivaldirektor Marc Texier im Editorial des diesjährigen Festivalführers. Das Genfer Festival für zeitgenössisches Musikschaffen hält diesem geschlechtlichen Ungleichgewicht im Konzertbetrieb entgegen und verschafft bei der Ausgabe 2019 der Musik von Komponistinnen Gehör.

Das Konzertprogramm des diesjährigen Festivals Archip-elles wird ergänzt mit Installationen, Round Tables und Workshops. Am Freitag, 5. April 2019, organisiert das Festival in Zusammenarbeit mit der SUISA am Morgen einen Workshop zum Thema Urheberrecht für die Studenten von der «Haute école de musique Genève», des «Conservatoire populaire de musique» und der Teilnehmer der beiden Akademien «Académie Archipel» und «Composer’s Next Generation» (Ensemble Vortex).

Einladung für SUISA-Mitglieder

Weiter laden das Festival Archipel und die SUISA die Mitglieder der SUISA herzlich ein, am 5. April 2019 den Abend am Festival zu verbringen. Die Teilnahme ist für angemeldete SUISA-Mitglieder kostenlos. Gerne nehmen wir Anmeldungen bis spätestens am 31. März 2019 per E-Mail an diese Adresse entgegen: kommunikation (at) suisa (dot) ch

Das detaillerte Abendprogramm, zu dem die SUISA-Mitglieder eingeladen sind, ist nachfolgend aufgeführt. Ein besonderer Programmpunkt an diesem Abend ist die Gesprächsrunde zum Thema «Komponistin sein in der Schweiz».

Gesprächsrunde: Komponistin sein in der Schweiz

Wie erleben es Komponistinnen, sich in einer von Männer dominierten Welt zu behaupten? Weshalb ist es schwieriger für eine Komponistin, dass ihre Werke aufgeführt werden? Warum entscheiden sich nicht mehr Frauen für eine Karriere als Komponistin?

Marc Texier, Direktor des Festivals, geht eben diesen Fragen nach in einem Gespräch mit den beiden Schweizer Komponistinnen Katharina Rosenberger und Annette Schmucki sowie mit Frau Dr. Irene Minder-Jeanneret, Wissenschaftlerin mit Forschungsschwerpunkt Gender und Musik.

Nach dem gesprochenen Wort steht die Bühne frei für den musikalischen Teil des Abends: In einem Konzert mit dem Ensemble Vortex wird unter anderem die Uraufführung eines Werks der Schweizer Komponistin Barblina Meierhans zu hören sein. Im Anschluss gibt Ella Soto noch ein DJ Set zum besten.

Detailprogramm, zu dem SUISA-Mitglieder am Freitag, 5. April 2019, beim Festival Archip-elles in Genf eingeladen sind:

17:00 Uhr, Maison communale de Plainpalais
Besuch der Installationen von Marianthi Papalexandri und Pe Lang

18:00 Uhr, Maison communale de Plainpalais
Umtrunk und Gesprächspanel: Komponistin sein in der Schweiz
Dr. Irene Minder-Jeanneret, Musikwissenschafterin
Katharina Rosenberger, Komponistin
Annette Schmucki, Komponistin
Moderation: Marc Texier

20:00 Uhr, Théâtre Pitoëff
Konzert
Das Ensemble Vortex spielt Werke von Barblina Meierhans, Olga Kokcharova, Eva Reiter, Ann Cleare, Clara Iannotta und Jessie Marino.

22:00 – 1:00 Uhr , Maison communale de Plainpalais
Ella Soto – DJ Set, Carte blanche à La VostokE
La Vostoke ist der erste 100% weibliche Radiosender der Schweiz

www.archipel.org, Website des Festivals

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Das Genfer Festival für zeitgenössisches Musikschaffen hat sich für die Ausgabe 2019 der Musik aus der Feder von Frauen verschrieben. Archip-elles bietet Werke von Komponistinnen unterschiedlicher Generationen, Herkunft und Ästhetik. Am Freitag, 5. April 2019, sind SUISA-Mitglieder zu einem Besuch am Festival eingeladen. Text von Erika Weibel

Festival Archip-elles – Frauenpower

Beim Festival Archip-elles 2019 steht die Musik von zeitgenössischen Komponistinnen im Fokus. (Bild: Festival Archipel)

«In einem Artikel aus der Zeitung ‹Guardian›, ‹Female composers largely ignored by concert line-ups›, veröffentlicht am 13. Juni 2018, wurden 1445 klassische Konzerte betrachtet, die rund um den Globus in der Saison 2018-2019 geplant sind, und dabei festgestellt, dass nur in 76 Veranstaltungen ein Werk von einer Frau aufgeführt wird», schreibt Festivaldirektor Marc Texier im Editorial des diesjährigen Festivalführers. Das Genfer Festival für zeitgenössisches Musikschaffen hält diesem geschlechtlichen Ungleichgewicht im Konzertbetrieb…Weiterlesen

«Adiós»: Sommerhit nach karibischem Muster mit Cembalo | mit Video

An den «Swiss Music Awards» 2019 kann Loco Escrito zusammen mit vier Mitkomponisten auf die begehrten Betonklötze in der Kategorie «Best Hit» für den Song «Adiós» hoffen. Worin die Stärke des Songs liegt, erzählt der Musiker und Musikhochschuldozent Hans Feigenwinter in seiner Song-Analyse im Video. Text von Giorgio Tebaldi; Video von Sibylle Roth

Nicolas Herzig – wie Loco Escrito bürgerlich heisst – scheint die Erfolgsformel für Sommerhits gefunden zu haben. Nachdem er 2017 mit «Sin Ti» in den Schweizer Charts war, setzte er letztes Jahr noch einen obendrauf: Die Single «Adiós» hielt sich 29 Wochen in den Schweizer Charts und kletterte bis auf Platz 4. Damit gehörte der Song 2018 zu den drei erfolgreichsten Schweizer Tracks und ist dieses Jahr für die Auszeichnung als «Best Hit» an den Swiss Music Awards nominiert.

Abwechslungsreich und spannende Dramaturgie

Interessant am Song sei die Instrumentierung der Strophen, meint Hans Feigenwinter. Er ist selber Musiker und unterrichtet an den Musikhochschulen in Basel und Luzern Musikwissenschaften. Im Video analysiert er den Song ausführlich.

Für Nicolas Herzig und den Mitkomponisten und Produzenten Henrik Amschler war es wichtig, dass «Adiós» abwechslungsreich bleibt und eine spannende Dramaturgie hat. Im schriftlichen Interview sagt Amschler: «Da der Song zum Beispiel keine klassische Bridge mit einem Akkordwechsel nach dem zweiten Chorus hat sondern drei Parts, war es uns wichtig, dass jeder Part auf seine Weise speziell ist.» Die verschiedenen Songparts haben entsprechend auch andere Stimmungen, wie Amschler hinzufügt: «Der erste Teil des zweiten Parts ist rhythmisch und animiert zum Tanzen. Der erste Teil des dritten Parts hingegen ist sphärisch und sehr emotional.»

(Internationales) Teamwork beim Songwriting

Neben Amschler und Herzig waren noch drei weitere Musiker am Songwriting von «Adiós» beteiligt. Der Bündner Komponist Sandro Dietrich und der ebenfalls aus Graubünden stammende Latin-Rapper, Sänger, Perkussionist und Musikproduzent Lou Geniuz alias Lou Zarra legten die musikalische Grundlage, die schon sehr weit ausgearbeitet war, wie Amschler sagt. Für die Lyrics wurde Nicolas Herzig vom kolumbianischen Musiker Jonathan Ruiz Mejia unterstützt. «Danach lag es an Loco und mir, es weiter zu führen, den Song anzupassen und fertig zu machen», schreibt Amschler.

Die Songwriter und der Produzent haben bewusst darauf verzichtet, zu viele Instrumente zu verwenden. « Wir hatten eigentlich noch mehr Instrumente vorgesehen, beispielsweise im Chorus», erklärt Henrik Amschler. «Im Endeffekt entschieden wir uns dann aber zu reduzieren, um der Stimme mit diversen Harmonien noch mehr Platz zu geben.» Dennoch überrascht «Adiós» mit interessanten Klängen, wie beispielsweise einem Cembalo-ähnlichen Sound – was für Pop-Musik eher unüblich sei, meint Hans Feigenwinter.

«Swiss Music Awards»: SUISA ehrt die Songwriter des «Best Hit»

«Adiós» gehört zu den drei nominierten Songs für den «Best Hit» bei den nächsten «Swiss Music Awards», die am Samstag, 16. Februar 2019, im Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL) verliehen werden. Die SUISA ist «Supporting Partner» der Veranstaltung. Bereits zum vierten Mal werden im Namen der SUISA beim «Best Hit»-Award auch die Komponisten und Textautoren des Siegersongs geehrt. Nominiert sind:

  • «079» von Lo & Leduc (Songwriter: Lorenz Häberli, Maurice Könz, Luc Oggier)
  • «Adiós» von Loco Escrito (Songwriter: Henrik Amschler, Sandro Dietrich, Nicolas Herzig, Jonathan Ruiz Mejia, Luigi Zarra)
  • «Us Mänsch» von Bligg feat. Marc Sway (Songwriter: Marco Bliggensdorfer, Fred Herrmann, Marc Sway)

www.locoescrito.com
www.henrik-hsa-amschler.ch

Hans Feigenwinter stammt aus Basel. In jungen Jahren spielte er in Pop- und Indierockbands. Später studierte er Klavier an der Swiss Jazz School in Bern und war seither als Pianist und Komponist in diversen Formation aktiv. Aktuell ist er neben Solo-Konzerten vor allem in den Trios Hans Feigenwinter ZINC und Feigenwinter Oester Pfammatter zu hören. Er ist Dozent an den Musikhochschulen in Basel und Luzern. www.hansfeigenwinter.ch
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An den «Swiss Music Awards» 2019 kann Loco Escrito zusammen mit vier Mitkomponisten auf die begehrten Betonklötze in der Kategorie «Best Hit» für den Song «Adiós» hoffen. Worin die Stärke des Songs liegt, erzählt der Musiker und Musikhochschuldozent Hans Feigenwinter in seiner Song-Analyse im Video. Text von Giorgio Tebaldi; Video von Sibylle Roth

Nicolas Herzig – wie Loco Escrito bürgerlich heisst – scheint die Erfolgsformel für Sommerhits gefunden zu haben. Nachdem er 2017 mit «Sin Ti» in den Schweizer Charts war, setzte er letztes Jahr noch einen obendrauf: Die Single «Adiós» hielt sich 29 Wochen in den Schweizer Charts und kletterte bis auf Platz 4. Damit gehörte der Song 2018 zu den drei erfolgreichsten Schweizer Tracks und ist dieses Jahr für die Auszeichnung als «Best Hit» an den Swiss Music Awards nominiert.

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«Us Mänsch»: Last Minute-Hit mit sehr viel Energie | mit Video

«Us Mänsch» von Bligg und Marc Sway gehörte letztes Jahr zu den erfolgreichsten Schweizer Songs. Dabei rutschte der Song erst in letzter Minute aufs Bligg-Album «KombiNation». Nun ist der Song für die «Best Hit»-Auszeichnung an den «Swiss Music Awards» 2019 nominiert. Der Musiker und Musikhochschuldozent Hans Feigenwinter hat die Komposition von «Us Mänsch» analysiert. Text von Giorgio Tebaldi; Video von Manu Leuenberger

Bligg und Marc Sway haben zusammen schon ein paar Songs geschrieben. Bei der Single «Us Mänsch» standen sie erstmals gemeinsam am Mikrofon. Mit Erfolg: Die Single wurde 2018 mit Platin ausgezeichnet.

Weshalb ist der Song für die Zuhörer so attraktiv? Hans Feigenwinter, der an den Musikhochschulen in Basel und Luzern Musikwissenschaften unterrichtet und selber Pianist und Komponist ist, meint: «Es ist sehr viel Energie da, es ist ein sehr leidenschaftlicher Sprechgesang.» In seiner Song-Analyse, die im Video zu sehen ist, hört er im Stück etwas Feierliches: «Ich musste an eine Predigt denken.»

Last Minute-Hit

Neben Bligg und Marc Sway war auch der langjährige Produzent und Co-Komponist von Bligg, Fred Herrmann, am Songwriting von «Us Mänsch» beteiligt. Im schriftlichen Interview schilderte Fred Herrmann, wie der Song entstand:

«‹Us Mänsch› war ein typischer Last-Minute-Hit! Es war der allerletzte Song, den wir für das Album ‹KombiNation› geschrieben und produziert haben. Bligg meinte, er habe noch eine coole Text-Idee auf Lager mit dem Wortspiel ‹Us Mänsch›, den er unbedingt noch umsetzen wolle. Da wir schon ziemlich hinter dem Zeitplan lagen, haben wir parallel gearbeitet. Während ich an der Komposition und Produktion gearbeitet habe, hat Bligg bei sich zu Hause am Text gefeilt und seine Vocals aufgenommen. Er hat mir immer wieder neue Vocal-Spuren von sich geschickt, die ich entweder gleich einbaute oder wieder in Frage stellte und nach Anpassung verlangte. Es war eine richtige Ping-Pong-Party! Irgendwann hatten wir den Song zusammen, aber wir fanden, dass der Refrain unbedingt von einer männlichen Hammer-Stimme eingesungen werden muss. Uns kam ziemlich schnell Marc Sway in den Sinn, den wir beide schon sehr lange und gut kennen! Mister Sway kam zweimal für je zwei Stunden ins Studio und fertig war der Refrain! Das Schöne am Komponieren ist, dass immer wieder unvorhersehbar ein solcher Song entsteht, bei dem alles passt.»

«Swiss Music Awards»: SUISA ehrt die Songwriter des «Best Hit»

«Us Mänsch» gehört zu den drei nominierten Songs für den «Best Hit» bei den nächsten «Swiss Music Awards», die am Samstag, 16. Februar 2019, im Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL) verliehen werden. Die SUISA ist «Supporting Partner» der Veranstaltung. Bereits zum vierten Mal werden im Namen der SUISA beim «Best Hit»-Award auch die Komponisten und Textautoren des Siegersongs geehrt. Nominiert sind:

  • «079» von Lo & Leduc (Songwriter: Lorenz Häberli, Maurice Könz, Luc Oggier)
  • «Adiós» von Loco Escrito (Songwriter: Henrik Amschler, Sandro Dietrich, Nicolas Herzig, Jonathan Ruiz Mejia, Luigi Zarra)
  • «Us Mänsch» von Bligg feat. Marc Sway (Songwriter: Marco Bliggensdorfer, Fred Herrmann, Marc Sway)

www.bligg.ch
www.marcsway.ch

Hans Feigenwinter stammt aus Basel. In jungen Jahren spielte er in Pop- und Indierockbands. Später studierte er Klavier an der Swiss Jazz School in Bern und war seither als Pianist und Komponist in diversen Formation aktiv. Aktuell ist er neben Solo-Konzerten vor allem in den Trios Hans Feigenwinter ZINC und Feigenwinter Oester Pfammatter zu hören. Er ist Dozent an den Musikhochschulen in Basel und Luzern. www.hansfeigenwinter.ch
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«079»: Eine tragikomische Hit-Geschichte | mit Video«079»: Eine tragikomische Hit-Geschichte | mit Video Mit «079» haben Lo & Leduc und ihr Mitkomponist Maurice «Dr. Mo» Könz Geschichte geschrieben: Im letzten Jahr hielt sich der Song ganze 21 Wochen an der Spitze der hiesigen Hitparade – und erzielte damit einen Schweizer Rekord. «079» ist einer der drei nominierten Songs für die «Best Hit»-Auszeichnung an den «Swiss Music Awards» 2019. Der Musiker und Dozent für Musikwissenschaften Hans Feigenwinter hat die Hit-Komposition analysiert. Weiterlesen
Marc Sway: «Man schreibt viel mehr Songs, als es für ein Album braucht» | mit Video«Man schreibt viel mehr Songs, als es für ein Album braucht» | mit Video Bei einem Besuch in seinem Studio im Januar 2018 hat das langjährige SUISA-Mitglied Marc Sway einen Einblick in sein Schaffen und sein Berufsleben als Musiker gegeben. Mitte Oktober 2018 erschien mit der Single «Beat Of My Heart» der erste Vorbote seines nächsten Albums, dessen Entstehungsprozess im Videointerview ein Hauptthema war. Weiterlesen
Kreatives Teamwork am SUISA Songwriting Camp 2018 | mit VideoKreatives Teamwork am SUISA Songwriting Camp 2018 | mit Video Zum zweiten Mal führte die SUISA in Zusammenarbeit mit Pele Loriano Productions ein Songwriting Camp durch. Austragungsort waren wie bei der Premiere vergangenes Jahr die Powerplay Studios in Maur. Insgesamt nahmen 36 Musikerinnen und Musiker aus 8 Ländern an der 3-tägigen Veranstaltung im Juni 2018 teil. Entstanden sind 19 Pop-Songs von unterschiedlicher stilistischer Ausprägung. Weiterlesen
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Alle Kommentare werden moderiert. Bis zur Freischaltung kann es etwas dauern. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung eines verfassten Kommentars. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, die den Nutzungsbedingungen widersprechen, nicht zu veröffentlichen.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

«Us Mänsch» von Bligg und Marc Sway gehörte letztes Jahr zu den erfolgreichsten Schweizer Songs. Dabei rutschte der Song erst in letzter Minute aufs Bligg-Album «KombiNation». Nun ist der Song für die «Best Hit»-Auszeichnung an den «Swiss Music Awards» 2019 nominiert. Der Musiker und Musikhochschuldozent Hans Feigenwinter hat die Komposition von «Us Mänsch» analysiert. Text von Giorgio Tebaldi; Video von Manu Leuenberger

Bligg und Marc Sway haben zusammen schon ein paar Songs geschrieben. Bei der Single «Us Mänsch» standen sie erstmals gemeinsam am Mikrofon. Mit Erfolg: Die Single wurde 2018 mit Platin ausgezeichnet.

Weshalb ist der Song für die Zuhörer so attraktiv? Hans Feigenwinter, der an den Musikhochschulen in Basel und Luzern Musikwissenschaften unterrichtet und selber Pianist und Komponist ist, meint: «Es ist sehr viel Energie da, es ist ein sehr leidenschaftlicher Sprechgesang.»…Weiterlesen

«079»: Eine tragikomische Hit-Geschichte | mit Video

Mit «079» haben Lo & Leduc und ihr Mitkomponist Maurice «Dr. Mo» Könz Geschichte geschrieben: Im letzten Jahr hielt sich der Song ganze 21 Wochen an der Spitze der hiesigen Hitparade – und erzielte damit einen Schweizer Rekord. «079» ist einer der drei nominierten Songs für die «Best Hit»-Auszeichnung an den «Swiss Music Awards» 2019. Der Musiker und Dozent für Musikwissenschaften Hans Feigenwinter hat die Hit-Komposition analysiert. Text von Giorgio Tebaldi; Video von Sibylle Roth

Wie «079» den Weg in die Schweizer Charts fand, ist bereits eine bemerkenswerte Geschichte. Lo & Leduc boten den Song und das dazugehörige Album «Update 4.0» im Februar 2018 kostenlos zum Streamen und Herunterladen auf ihrer Website an – «aus Freude», wie sie damals in einem Interview sagten. Dem Publikum gefiel der Song so gut, dass er immer zahlreicher gekauft und eifrig gestreamt wurde. Damit schaffte es «079» auf Platz 1 der Schweizer Single-Hitparade und behielt dort 21 Wochen lang die Spitzenposition inne.

Geschrieben wurde der Song von Lorenz Häberli (Lo), Luc Oggier (Leduc) und dem Berner Komponisten, DJ und Performer Maurice Könz, besser bekannt als Dr. Mo. Letzterer schrieb die Melodie, zu der Lo & Leduc den Text beisteuerten. «Der Text und die Musik entstanden unabhängig voneinander», erzählt Dr. Mo über die Entstehung des Stücks im schriftlichen Interview. Beide Elemente seien schon fast fertig gewesen, als sie schliesslich kombiniert wurden. «Wir hatten versucht, den Text mit einem anderen Beat zu kombinieren, beziehungsweise einen anderen Text über den Beat zu machen», schreibt Dr. Mo. «Aber diese Ideen wurden schnell verworfen. Als wir dann den Text mit dem Beat kombinierten, wussten wir sofort, dass alles passt.»

Originell, rührig, etwas absurd

Zum Erfolg beigetragen hat nicht zuletzt die Geschichte, die im Song erzählt wird. «Es ist eine tragikomische Geschichte. Sie ist originell, sie ist nachvollziehbar, sie ist rührig; das Ganze hat etwas Absurdes», sagt der Pianist und Komponist Hans Feigenwinter, der an den Musikhochschulen in Basel und Luzern Musikwissenschaften unterrichtet. Seine Analyse des Songs ist im Video zu sehen.

Dass die Suche nach den passenden Wörtern bisweilen sehr zeitintensiv ist, erläutert Dr. Mo an einem konkreten Beispiel: «Am längsten dauerte die Suche nach dem passenden Personalpronomen. Wir waren unsicher, ob man die Geschichte versteht, wenn zwei verschiedene Sänger aus der Ich-Perspektive singen, aber dieselbe Person darstellen. Wir überlegten uns also auch von ‹ihm› zu erzählen, was die personelle Verwirrung auflösen würde. Dies verursachte jedoch Probleme bei Konjugationen, Reimen und emotionaler Zugänglichkeit. Schliesslich haben wir uns zu Recht dafür entschieden, dem Hörer die Ich-Perspektive zuzumuten.»

«Swiss Music Awards»: SUISA ehrt die Songwriter des «Best Hit»

«079» gehört zu den drei nominierten Songs für den «Best Hit» bei den nächsten «Swiss Music Awards», die am Samstag, 16. Februar 2019, im Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL) verliehen werden. Die SUISA ist «Supporting Partner» der Veranstaltung. Bereits zum vierten Mal werden im Namen der SUISA beim «Best Hit»-Award auch die Komponisten und Textautoren des Siegersongs geehrt. Nominiert sind:

  • «079» von Lo & Leduc (Songwriter: Lorenz Häberli, Maurice Könz, Luc Oggier)
  • «Adiós» von Loco Escrito (Songwriter: Henrik Amschler, Sandro Dietrich, Nicolas Herzig, Jonathan Ruiz Mejia, Luigi Zarra)
  • «Us Mänsch» von Bligg feat. Marc Sway (Songwriter: Marco Bliggensdorfer, Fred Herrmann, Marc Sway)

www.lo-leduc.ch
www.drmo.ch

Hans Feigenwinter stammt aus Basel. In jungen Jahren spielte er in Pop- und Indierockbands. Später studierte er Klavier an der Swiss Jazz School in Bern und war seither als Pianist und Komponist in diversen Formationen aktiv. Aktuell ist er neben Solo-Konzerten vor allem in den Trios Hans Feigenwinter ZINC und Feigenwinter Oester Pfammatter zu hören. Er ist Dozent an den Musikhochschulen in Basel und Luzern. www.hansfeigenwinter.ch
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Auszeichnung für Songwriter bei den Swiss Music Awards | mit VideoAuszeichnung für Songwriter bei den Swiss Music Awards | mit Video Der Newcomer Nickless und der renommierte Produzent Thomas Fessler gewannen den ersten Preis für Songwriter bei den Swiss Music Awards 2016. Der gemeinsam komponierte Siegersong «Waiting» ist nicht vom Himmel gefallen sondern bedeutete viel Arbeit im Teamwork. Auch bei den Swiss Music Awards 2017 zeichnet die SUISA die Leistung der Komponisten und Textautoren mit einer Auszeichnung aus. Weiterlesen
Marc Sway: «Man schreibt viel mehr Songs, als es für ein Album braucht» | mit Video«Man schreibt viel mehr Songs, als es für ein Album braucht» | mit Video Bei einem Besuch in seinem Studio im Januar 2018 hat das langjährige SUISA-Mitglied Marc Sway einen Einblick in sein Schaffen und sein Berufsleben als Musiker gegeben. Mitte Oktober 2018 erschien mit der Single «Beat Of My Heart» der erste Vorbote seines nächsten Albums, dessen Entstehungsprozess im Videointerview ein Hauptthema war. Weiterlesen
Kreatives Teamwork am SUISA Songwriting Camp 2018 | mit VideoKreatives Teamwork am SUISA Songwriting Camp 2018 | mit Video Zum zweiten Mal führte die SUISA in Zusammenarbeit mit Pele Loriano Productions ein Songwriting Camp durch. Austragungsort waren wie bei der Premiere vergangenes Jahr die Powerplay Studios in Maur. Insgesamt nahmen 36 Musikerinnen und Musiker aus 8 Ländern an der 3-tägigen Veranstaltung im Juni 2018 teil. Entstanden sind 19 Pop-Songs von unterschiedlicher stilistischer Ausprägung. Weiterlesen
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Mit «079» haben Lo & Leduc und ihr Mitkomponist Maurice «Dr. Mo» Könz Geschichte geschrieben: Im letzten Jahr hielt sich der Song ganze 21 Wochen an der Spitze der hiesigen Hitparade – und erzielte damit einen Schweizer Rekord. «079» ist einer der drei nominierten Songs für die «Best Hit»-Auszeichnung an den «Swiss Music Awards» 2019. Der Musiker und Dozent für Musikwissenschaften Hans Feigenwinter hat die Hit-Komposition analysiert. Text von Giorgio Tebaldi; Video von Sibylle Roth

Wie «079» den Weg in die Schweizer Charts fand, ist bereits eine bemerkenswerte Geschichte. Lo & Leduc boten den Song und das dazugehörige Album «Update 4.0» im Februar 2018 kostenlos zum Streamen und Herunterladen auf ihrer Website an – «aus Freude», wie sie damals in einem Interview sagten. Dem Publikum gefiel der Song so gut, dass er…Weiterlesen