Tagarchiv: Musikproduzent

Warum Mitglieder der SUISA auch einen Beitritt zu SWISSPERFORM in Betracht ziehen sollten

Komponisten und Texter mit einer Mitgliedschaft bei der SUISA, die auch als Interpreten und/oder Produzenten aktiv sind und deren Darbietungen von Schweizer oder ausländischen Radio- und TV-Stationen ausgestrahlt werden, haben ein Recht auf Lizenzgebühren von SWISSPERFORM. Für all diese Urheber-Komponisten-Interpreten/Produzenten ist eine Mitgliedschaft bei SWISSPERFORM deshalb eine notwendige Ergänzung zu derjenigen bei der SUISA, um ihre Rechte und die volle Vergütung, die ihnen zusteht, zu sichern. Gastbeitrag von David Johnson, SWISSPERFORM/SIG antenne romande

Warum Mitglieder der SUISA auch einen Beitritt zu SWISSPERFORM in Betracht ziehen sollten

Für SUISA-Autoren wie Seven (im Bild), die gleichzeitig auch Interpreten sind und deren Darbietungen im Radio und TV gesendet werden, empfiehlt sich eine Mitgliedschaft bei SWISSPERFORM. (Foto: Tabea Hüberli)

Sind Sie Musiker/in und wirken an Aufnahmen mit, die kommerziell genutzt oder in Musikvideos verwendet werden? Interpretieren Sie Ihre eigenen musikalischen Kompositionen oder solche anderer Komponisten im Radio oder im TV? Sind Sie ausführender Produzent bei Aufnahmen? Interpretieren Sie Musik, die in Filmen, Werbespots oder als Titelmelodien von Sendungen verwendet wird?

Dann besitzen Sie verwandte Schutzrechte und das Recht auf Vergütung für die Übertragung Ihrer Darbietungen. Um diese Lizenzgebühren zu erhalten, müssen Sie Mitglied bei SWISSPERFORM sein.

Die verwandten Schutzrechte

Man spricht von verwandten Schutzrechten, da diese in nächster Nachbarschaft zum Urheberrecht angesiedelt sind. Durch die verwandten Schutzrechte wird nicht das Werk selbst, sondern die Ausführung eines Werks geschützt.

Ein Interpret, ob Musiker, Sänger oder Dirigent, kann auch gleichzeitig Komponist, Texter und/oder Bearbeiter des Werks sein, das er interpretiert. Die Ausführung seines Werks ist deshalb unabhängig vom Werk, das er interpretiert, geschützt.

Finanziert der Interpret seine eigenen Aufnahmen, ist er auch wirtschaftlicher Produzent und verfügt somit über zwei unterschiedliche verwandte Schutzrechte, deren Inhaber für die Nutzungen von SWISSPERFORM in gesonderten Verteilungen entschädigt werden und den Abschluss einer zweiten Mitgliedschaft (Produzent) aufdrängen. Die Schutzfrist an der aufgezeichneten Darbietung beträgt 50 Jahre. Für die Berechnung des Ablaufs der Schutzfrist ist die Erstveröffentlichung ausschlaggebend, insofern die Aufnahme innert 50 Jahren zum ersten Mal veröffentlicht wird. Ist dies nicht der Fall, ist das Aufzeichnungsdatum für die Berechnung des Ablaufs der Schutzfrist massgebend.

SWISSPERFORM

Die Schweiz verfügt als weltweit einziges Land über eine Verwertungsgesellschaft, die alle Berechtigten im Bereich der verwandten Schutzrechte unter einem Dach vereint; neben den Interpreten und Produzenten aus Musik und Film sind auch die Sendeanstalten Berechtigte bei SWISSPERFORM. Ein Mitglied kann verschiedene Aktivitäten verfolgen und deshalb mehreren Kategorien von Anspruchsberechtigten angehören, so zum Beispiel ein Musiker, dessen selbst produzierte Aufnahmen von seiner Band gespielt und im Radio ausgestrahlt werden.

Die Aktivitäten von SWISSPERFORM sind denjenigen der SUISA ähnlich. Die Musiker und Produzenten treten ihre Rechte zur Verwaltung an die Gesellschaft ab. SWISSPERFORM kassiert dann die Lizenzgebühren auf Basis der gesetzlichen Tarife bei den Nutzern ein und zahlt sie den Anspruchsberechtigten gemäss dem Verteilreglement aus, das vom Institut für Geistiges Eigentum (Aufsichtsbehörde) bewilligt wurde.

SWISSPERFORM arbeitet bei der Erhebung der Lizenzgebühren mit der SUISA zusammen. Diese werden meist gemäss Gemeinsamen Tarifen erhoben, die für jede Nutzungsart festgelegt werden, wenn Nutzungen die Tätigkeitsbereiche von mehr als einer Gesellschaft betreffen und gleichzeitig Urheberrechte und verwandte Schutzrechte berühren.

Die SUISA kassiert für SWISSPERFORM unter anderem die Vergütungen der privaten Radio- und TV-Stationen sowie die Vergütung auf Leerträger und in Geräte integrierte Speichermedien ein.

Zehn Prozent der gesamten Tarifeinnahmen von SWISSPERFORM werden zur Unterstützung diverser rechtlich eigenständiger soziokultureller Institutionen eingesetzt. Mit einem Teil dieser Mittel wird die Schweizerische Interpretenstiftung SIS mitfinanziert, die unter anderem professionelle Musiker unterstützt, indem sie Mittel für Konzerte und Tourneen in der Schweiz und im Ausland zur Verfügung stellt.

Die Verteilung bei Radio- und TV-Nutzungen

Man unterscheidet bei den Phonointerpreten (Musiker, Sänger, Dirigenten usw.), deren Darbietungen im Radio und im TV ausgestrahlt werden, zwischen mehreren Verteilmodellen.

SWISSPERFORM verteilt die Lizenzgebühren aus der Nutzung von Handelstonträgern (auf dem Markt erhältlicher Tonaufnahmen) und aus im Radio/TV verwendeten Videoclips direkt weiter. Die Einnahmen werden proportional zur effektiven Nutzung der Aufnahmen verteilt. Die Hauptkriterien der Verteilung sind die Dauer der Sendung einer Aufnahme sowie der Wert der Rollen der Interpreten, die an der Sendung mitwirken.

Die folgenden Verteilungen werden von der Schweizerischen Interpretengenossenschaft SIG unter dem Mandat von SWISSPERFORM ausgeführt. Es handelt sich dabei um die Verteilung von Lizenzgebühren aus:

  • der direkten Nutzung von Darbietungen und aus der Nutzung von Nichthandelstonträgern (Tonaufnahmen, die nicht kommerziell erhältlich sind). Diese nicht automatische Verteilung funktioniert nach einem Deklarationssystem und berücksichtigt Übertragungen von Konzerten im Radio/TV, selbst produzierte Aufnahmen der Radio-/TV-Anstalten, musikalische Darbietungen in Hörspielen, Werbespots, Jingles, Signaltöne, Titelmelodien usw.;
  • der Nutzung von Musik in Filmen: Diese Verteilung funktioniert gleichzeitig nach einem Deklarationssystem und nach einem automatischen System (abhängig von der Sendung im TV) und berücksichtigt die Musik auf Tonspuren von Filmen (Score Music), die Musik aus kommerziellen Tonträgern auf Tonspuren von Filmen, die Musik aus nicht kommerziellen Tonträgern (Library Music) auf Tonspuren von Filmen, die Musik in TV-Spots sowie Jingles u.Ä.;
  • der Nutzung anderer audiovisueller Darbietungen. Diese Verteilung funktioniert nach einem Deklarationssystem und berücksichtigt unter anderem Übertragungen von Konzerten und künstlerische Darbietungen in TV-Shows.

Vorsicht: Wenn Sie Ihre Beteiligung an Tonaufnahmen oder die Übertragung Ihrer künstlerischen Darbietungen nicht bei SWISSPERFORM und der SIG deklarieren, um ihre Lizenzgebühren zu erhalten, verfallen die nicht eingeforderten Beträge nach einer Verjährungsfrist von fünf Jahren und werden neu verteilt.

So werden Sie Mitglied bei SWISSPERFORM

Die Mitgliedschaft bei SWISSPERFORM ist gratis. Sie können den Mitgliedschaftsvertrag online bestellen:
www.swissperform.ch/de/service/bestellung-vertrag.html

Wie deklariere ich meine Beteiligung an kommerziell erhältlichen Aufnahmen?
www.swissperform.ch/uploads/media/Diskografie_D_2018.xlsx
www.swissperform.ch/uploads/media/Erlaeuterungen_zum_Diskografieformular_D_2018.pdf

Wie deklariere ich direkte Darbietungen, nicht kommerziell erhältliche Tonaufnahmen, die Nutzung von Musik in Filmen und die anderen audiovisuellen Ausführungen?
www.interpreten.ch/de/verteilung-ab-2017/info/

Ergänzende Informationen:
www.swissperform.ch, Website von SWISSPERFORM
www.interpreten.ch, Website der Schweizerischen Interpretengenossenschaft SIG

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Für SUISA-Autoren wie Seven (im Bild), die gleichzeitig auch Interpreten sind und deren Darbietungen im Radio und TV gesendet werden, empfiehlt sich eine Mitgliedschaft bei SWISSPERFORM. (Foto: Tabea Hüberli)

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Bewerbungen für das SUISA Songwriting Camp 2018

Die SUISA organisiert in Zusammenarbeit mit Pele Loriano Productions erneut ein Songwriting Camp. Das zweite SUISA Songwriting Camp wird vom 18. bis 20. Juni 2018 durchgeführt. SUISA-Mitglieder können sich für die Teilnahme bewerben. Text von Manu Leuenberger

Bewerbungen für das SUISA Songwriting Camp 2018

Das SUISA Songwriting Camp wird im Juni 2018 zum zweiten Mal durchgeführt. Das Bild zeigt eine Gruppenaufnahme von Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei der erfolgreichen Première des Songwriting Camps in den Powerplay Studios im August 2017. (Foto: Manu Leuenberger)

Das SUISA Songwriting Camp findet nach der erfolgreichen Première im Sommer 2017 (4 Songs aus dem Camp im Schweizer ESC-Final, darunter der Siegersong «Stones») zum zweiten Mal statt. Dieses Jahr wird das Songwriting Camp vom Montag, 18. bis Mittwoch, 20. Juni 2018 durchgeführt. Als Veranstaltungsort sind die Powerplay Studios in Maur bei Zürich eingeplant.

Das Ziel des Songwriting Camps ist, radiotaugliche Pop-Songs mit Hitparadenpotential zu komponieren, die stilistisch alle Facetten des zeitgemässen Pop – in der Bandbreite von «urban» bis Singer/Songwriter – umfassen können. Die Songs sollen zum einen Verlagen und Künstlern aus dem Pop-Bereich angeboten werden können oder auch für den Eurovision Song Contest verwendbar sein.

Teilnahmeplätze für SUISA-Mitglieder

Die genaue Anzahl an Teilnahmeplätzen beim Songwriting Camp wird erst durch die konkrete Zusammenstellung der teilnehmenden Songwriter bekannt. Mindestens die Hälfte der Teilnahmeplätze steht für Mitglieder der SUISA aus allen Landesteilen der Schweiz offen. Für die SUISA-Mitglieder ergibt sich die Möglichkeit, am Songwriting Camp gemeinsam mit internationalen Profi-Songwriter Stücke zu komponieren.

Für die Teilnahme am Songwriting sind sattelfeste musikalische Fertigkeiten, Teamgeist, Kreativität und effizientes Arbeiten gefragt. Bei den «Songwriting sessions» haben Teams bestehend aus 3 bis 5 Personen die Aufgabe, innerhalb eines Tages einen Song von Grund auf zu schreiben – am Abend steht jeweils eine Demoversion des fertigen Stücks.

Damit die Zusammenarbeit gelingt, muss man unter Zeitdruck sein kreatives Potential abrufen können und für den kritischen Austausch unter den Mitkomponisten offen sein. Über ihre Erfahrungen am letztjährigen SUISA Songwriting Camp erzählten in Video-Interviews die SUISA-Mitglieder Kate Northrop, Lars Christen, Chiara Dubey, Alejandro Reyes und die Geschwister Co & Stee Gfeller aka Zibbz.

Bewerbungen für das SUISA Songwriting Camp 2018

Für die Teilnahme am Songwriting Camp bewerben können sich SUISA-Mitglieder. Gesucht werden Produzentinnen/en, Textautorinnen/en, Komponistinnen/en und Songwriter/Singer, die an einem oder mehreren Tagen am SUISA Songwriting Camp teilnehmen möchten.

Die Bewerbung sollte enthalten:

  • eine Kurzbiographie;
  • aussagekräftige Referenzsongs (mp3-Dateien oder Internet-Links);
  • Kontaktangaben (inkl. gültiger E-Mail-Adresse und Telefonnummer).

Die Bewerbungen mitsamt Unterlagen bitte per Mail mit dem Betreff «Bewerbung – SUISA Songwriting Camp 2018» schicken an die Adresse:
songwritingcamp (at) suisa (dot) ch
Der Einsendeschluss für die Bewerbungen ist der 8. April 2018.

Auswahlverfahren und Termine

Die Auswahl sowohl der internationalen Künstlerinnen und Künstler als auch der teilnehmenden SUISA-Mitglieder erfolgt durch den künstlerischen Leiter des Songwriting Camps. Eine harmonische Zusammensetzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist für den kreativen Erfolg der «Songwriting sessions» von entscheidender Bedeutung. Die künstlerische Leitung wird von Pele Loriano Productions im Auftrag der SUISA wahrgenommen.

Zusagen respektive Einladungen und weitere Informationen zur Teilnahme am SUISA Songwriting Camp 2018 werden bis am 31. Mai 2018 persönlich durch den künstlerischen Leiter mitgeteilt.

Es werden keine Absagen verschickt. Wer bis zum 31. Mai 2018 keine Zusage erhalten hat, konnte für die Teilnahme am Songwriting Camp 2018 nicht berücksichtigt werden. Zu beachten ist, dass durch die Bewerbung zu keiner Zeit ein Anspruch auf eine Teilnahme entsteht. Über die Platzvergabe wird ausserdem keine Korrespondenz geführt. Es ist unbestimmt, ob die SUISA nach dem Juni 2018 weitere Songwriting Camps mitorganisiert.

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Die SUISA organisiert in Zusammenarbeit mit Pele Loriano Productions erneut ein Songwriting Camp. Das zweite SUISA Songwriting Camp wird vom 18. bis 20. Juni 2018 durchgeführt. SUISA-Mitglieder können sich für die Teilnahme bewerben. Text von Manu Leuenberger

Bewerbungen für das SUISA Songwriting Camp 2018

Das SUISA Songwriting Camp wird im Juni 2018 zum zweiten Mal durchgeführt. Das Bild zeigt eine Gruppenaufnahme von Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei der erfolgreichen Première des Songwriting Camps in den Powerplay Studios im August 2017. (Foto: Manu Leuenberger)

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Interpretiert wird der Song vom Mitkomponisten Alejandro Reyes. «Wir haben mit Alejandro diskutiert, was ihn beschäftigt und worüber er singen möchte», sagt Lars Christen im Video zum Entstehungsprozess des Songs. Beim Songwriting Camp hat «Lars the music guy» den Austausch mit den unterschiedlichen Musikerinnen und Musiker aus dem In- und Ausland geschätzt: «Für mich war es auch hinsichtlich Netzwerk ein grosser Gewinn, an diesem Camp teilzunehmen.»

Ob das Songwriting-Team mit «Compass» die Schweiz im Mai am ESC in Lissabon vertreten wird, zeigt sich am 4. Februar 2018 an der SRF-Entscheidungsshow. «Ich hoffe, dass andere Leute auch so Freude haben werden wie wir, als wir den Song geschrieben haben», sagt Lars Christen.

www.larsthemusicguy.com

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SUISA-Mitglieder können sich für das Schedler Music Songwritercamp 2018 bewerben

Bereits zum sechsten Mal richtet die Rudi Schedler Musikverlag GmbH vom 13. bis 18. Januar 2018 das internationale «Pop & Schlager Songwritercamp» aus. SUISA-Mitglieder können bis 31. Oktober 2017 ihre Bewerbung für einen Teilnahmeplatz am Schedler Music Songwritercamp 2018 einreichen. Text von Fiona Schedler, Schedler Music

SUISA-Mitglieder können sich für das Schedler Music Songwritercamp 2018 bewerben

Internationale Team-Arbeit am Schedler Music Songwriter Camp 2016: Der Berner Luca Hänni (rechts im Hintergrund) komponierte einen Song zusammen mit dem US-Amerikaner Dillon Dixon (links) und dem Schweden Erik Wigelius. (Foto: Ratko Photography)

Am «Pop & Schlager Songwritercamp» von Schedler Music schreiben Songwriter aus über 7 Nationen unter dem Motto «It’s all about the song» 5 Tage lang in 3er-Teams an potentiellen Hits von morgen. Insgesamt nehmen 35 nationale und internationale Musikschaffende daran teil, wobei 5 Plätze speziell für SUISA-Mitglieder zur Verfügung stehen. KomponistInnen, TexterInnen und ProduzentInnen können sich ab sofort bis spätestens 31. Oktober 2017 für die Teilnahme am Schedler Music Songwritercamp, das vom 13. bis 18. Januar 2018 in Steeg, Österreich, stattfindet, bewerben.

Bewerbung, Auswahlverfahren, Teilnahme

Die Teilnahmeplätze werden über ein Auswahlverfahren vergeben. Wenn du als Komponist, Texter oder Produzent am «Pop & Schlager Songwritercamp» teilnehmen möchtest, sende bitte:

  • eine Kurzbiographie (Stichworte reichen)
  • und Referenzsongs (mp3-Dateien oder Links)

per Mail mit dem Betreff «Bewerbung – Pop & Schlager Songwritercamp» an folgende Adresse: summit (at) schedlermusic (dot) com. Bitte erwähne in der Bewerbung, dass du SUISA-Mitglied bist. Einsendeschluss ist am 31.10.2017. Die ausgewählten Songwriter werden Ende November von Schedler Music informiert.

SUISA-Mitglieder können sich für das Schedler Music Songwritercamp 2018 bewerben

Mit Begeisterung beim Songwriter Camp 2016 mit dabei: das slowenische Songwriter-Gespann Sasa Lendero (Mitte) und Mihael Hercog (links) mit dem deutschen Texter Oliver Lukas. (Foto: Ratko Photography)

Schedler Music Summit 2018

Im Anschluss an das Songwritercamp findet am 18. und 19. Januar 2018 erneut der Musikbranchentreff «Schedler Music Summit» statt. Bei dieser Gelegenheit werden die neu entstandenen Songs aus dem Camp im Rahmen einer «Song-Präsentation» am Donnerstag, 18. Januar 2018 (ab 20:00 Uhr) vor Branchenpublikum präsentiert.

Weitere Informationen über das Camp gibt es auf folgender Website: www.schedlermusicsummit.com.
Einen guten Eindruck vermittelt auch der Camp/Summit Aftermovie 2017.

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Auszeichnung für Songwriter bei den Swiss Music Awards | mit Video

Der Newcomer Nickless und der renommierte Produzent Thomas Fessler gewannen den ersten Preis für Songwriter bei den Swiss Music Awards 2016. Der gemeinsam komponierte Siegersong «Waiting» ist nicht vom Himmel gefallen sondern bedeutete viel Arbeit im Teamwork. Auch bei den Swiss Music Awards 2017 zeichnet die SUISA die Leistung der Komponisten und Textautoren mit einer Auszeichnung aus.

Die erste Auszeichnung für Songwriter bei den Swiss Music Awards ging an einen Newcomer und einen Routinier: Der 21-jährige Zürcher Nickless und der Produzent Thomas Fessler erhielten den Preis für den gemeinsam komponierten Song «Waiting».

Hinter dem Song steckt neben Inspiration viel Arbeit, die sich über eine lange Zeitdauer erstreckte. «Waiting» erreichte im April 2015 als Höchstposition Platz 14 in der Schweizer Single-Hitparade und wurde 2016 mit dem Swiss Music Award in der Kategorie «Best Hit» ausgezeichnet.

In Zusammenarbeit mit der SUISA wurden im Rahmen dieser Kategorie 2016 erstmals auch die Komponisten und Textautoren geehrt. Durch den Preis für Songwriter bei den Swiss Music Awards könne das Publikum merken, dass Songs nicht vom Himmel fielen sondern viel Arbeit und Herzblut darin stecke, meinte der Produzent Thomas Fessler im Interview. Nickless freute sich über die Bestätigung für das Werk, die er durch die Auszeichnung erhalten habe.

«Hinter jedem grossem Hit stehen Komponisten und Textautoren», sagt Andreas Wegelin, Generaldirektor der SUISA. «Für die SUISA ist es wichtig, dass auch die Arbeit dieser Urheber an den Swiss Music Awards gewürdigt wird.» Deshalb wird 2017 zum zweiten Mal ein Award an die Songwriter des Siegertitels in der Kategorie «Best Hit» vergeben.

Nominiert für den Swiss Music Award 2017 in der Kategorie «Best Hit» und damit auch für die Auszeichnung für Songwriter sind folgende Künstler respektive Songs:

«Angelina»
Komponisten und Textautoren: Andreas «DJ Arts» Christen, Dabu Bucher, Gianluca Giger
Interpret: Dabu Fantastic

«Thank You»
Komponisten und Textautoren: Arie Storm, DJ Antoine, Eric Lumière, Fabio «Mad Mark» Antoniali
Interpret: DJ Antoine

«Monbijou»
Komponisten und Textauoren: Joachim Piehl, Lucien Spielmann, Manillio
Interpret: Manillio

Die Auszeichnung für Songwriter wird im Namen der SUISA, der Genossenschaft der Urheber und Verleger von Musik, vergeben anlässlich der Preisverleihung der Swiss Music Awards am 10. Februar 2017 im Hallenstadion in Zürich.

Nickless, Website
571 Recording Studios, Website
Swiss Music Awards, Website

Die SUISA ist Mitglied des Vereins Press Play. Der 2012 gegründete Verein ist offizieller Preisverleiher der Swiss Music Awards.

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Carrousel-Video-PosterCarrousel: «Manchmal hilft ein Toy-Piano bei der Suche nach der Melodie» | mit Video Farbig, quirlig und charmant klingen die Chansons von Carrousel. Kaum vorstellbar, dass sie in der kargen und einsamen Landschaft des Juras entstehen und nicht in den Gassen von Paris. «Wir haben hier alles komfortabel beieinander, was wir privat und für die Musik brauchen», erklärt Sophie Burande. «Wir können hier zudem Lärm machen, ohne Nachbarn zu stören. Und der Wald ist nah, so dass wir zwischendurch spontan einen Spaziergang machen können». Weiterlesen

 

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Ein Jahr IndieSuisse: Verbandspräsident Andreas Ryser zieht Bilanz

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IndieSuissse Andreas Ryser Porträt

«In der Bilanz dürfen wir zufrieden sein.» Andreas Ryser, Musiker, Labelchef und Präsident von IndieSuisse, über das erste Jahr des Verbands der unabhängigen Musiklabels und -produzenten. (Foto: Brigitte Lustenberger)

Aufbauarbeit ist ein Knochenjob. Meist muss man weite Wege für kleine Erfolge gehen, viele Klinken putzen, bevor sich eine Tür öffnet, und Investitionen tätigen, ohne zu wissen, ob sie sich mittelfristig auszahlen. Aber wenn einer in seinen Anfangstagen auch als Velokurier unterwegs war und Tag für Tag seine Kilometer abspulte, kann es gut kommen. Diesen Eindruck bekommt man jedenfalls bei einem Treffen mit IndieSuisse-Präsident Andreas Ryser. Der hat im letzten Jahr über 450 Stunden Gratisarbeit in den Verband gesteckt («wir haben überall Hallo und unseren Namen gesagt») und wirkt trotzdem ungebrochen motiviert.

Für den spritzigen Auftritt gibt es aber auch gute Gründe jenseits küchenpsychologischer Spekulation. Der heutige Labelchef Ryser (Mouthwatering Records) hat gleich zum Start viel Lob erhalten und die Aufmerksamkeit auch seitens der Medien ist IndieSuisse treu geblieben. Von anderen Branchenorganisationen wie der IFPI, SWISSPERFORM und Swiss Music Export wurde die Gründung begrüsst. «Inzwischen sind wir bei der IFPI und bei Swiss Music Export bereits in Projekte und Diskussionen eingebunden. Durch verschiedene Vorstandsmitglieder sind wir zudem indirekt in einigen Kommissionen der SUISA vertreten.»

Vernetzung auf internationaler Ebene

Mindestens ebenso wichtig ist aber, dass IndieSuisse stellvertretend für seine bereits 45 Mitglieder Impala beigetreten ist (Independent Music Publishers and Labels Association, Hauptsitz in Brüssel). Ab Herbst wird man sogar im Board des Verbands der europäischen Indie-Labels vertreten sein. «Ausser dem Musikvertrieb war noch nie eine Schweizer Organisation Mitglied von Impala», wundert sich Ryser, «das ist eigentlich absurd.»

Unterschätzte Wirtschaftskraft von Indie-Labels

Aber auch bei Impala wartet – Aufbauarbeit. IndieSuisse trägt Material zu einer Studie bei, in der Impala für die EU eine Erhebung der Wirtschaftskraft seiner mehr als 4000 Mitglieder anstrebt. IndieSuisse wird die Daten aus der Schweiz auch selbst brauchen können, bislang existieren weder eine Dokumentation der Arbeit von Indies noch Statistiken mit aussagekräftigen Zahlen.

Solches Zahlenmaterial wäre aus zwei Gründen wichtig. Die Angaben der IFPI beziehen sich nur auf die Verkäufe von Tonträgern und Downloads. «Die fallen für uns Indies kaum ins Gewicht», erklärt Ryser. Die unabhängigen Labels würden meist mit 360-Grad-Verträgen arbeiten, ihr Geld also mit der Rundumbetreuung der Künstler generieren: von PR über Publishing bis Management und Booking. Rein auf den Umsatz der Verkäufe bezogen, würden die Indies unter Wert geschlagen. «Ich behaupte jedenfalls, dass wir zusammengerechnet einen Viertel des Schweizer Musikmarktes abdecken», sagt Ryser.

Aufbauarbeit und Lobbying für Schweizer Musikschaffen

Solche Zahlen muss man zum anderen auch vorweisen können, wenn man mit dem Bundesamt für Kultur oder demjenigen für Wirtschaft über Strukturförderung verhandeln will. Die Subvention von kleinen Labels, die den Knochenjob der Aufbauarbeit für neue Bands leisten, ist ein erklärtes Ziel von Ryser. Was er betont und was sein Vizepräsident Christian Fighera (Two Gentlemen in Lausanne, u.a. Sophie Hunger) noch unterstreichen würde: Die Indies tun mehr für den Aufbau von Schweizer Künstlerinnen und Künstlern ausserhalb des Heimmarkts als die Majors. Nur schon für die Bündelung der Kräfte in diesem Bereich habe sich die Gründung von IndieSuisse übrigens gelohnt, wirft Ryser ein.

Die Exportorientierung der Indies liegt auf der Hand. Viele Künstler auf unabhängigen Labels bedienen Nischenmärkte, deren Potential sie nur grenzüberschreitend ausschöpfen können. Gerade die innovativen Tüftler im helvetischen Musikschaffen (von denen gibt es aktuell grad einige) haben die Chance, international auf Resonanz zu stossen. Und nebenbei Ehre für die Schweiz einzulegen. Von Zuständen wie in Skandinavien, deren Berner Botschafter sich auch mal für eine durchreisende Punkband ins Zeug legen, ist man hierzuland aber weit entfernt. «Wir müssen vermehrt Lobbying betreiben», erklärt Ryser, «damit die Politiker im Bundeshaus endlich begreifen, dass Musik nicht nur ein Hobby sondern auch Teil der Wirtschaft dieses Landes ist.»

Dass Ryser für diese Aufgabe seinen eigenen Verband favorisiert, hat weniger persönliche als vielmehr taktische Gründe. «Man kann nicht einerseits Künstler mit dicken Autos propagieren, wie das die Majors tun, und auf der anderen Seite bei der Kulturförderung um Batzeli bitten.» Jetzt überzieht ein breites Schmunzeln sein Gesicht.

Zukunftspläne von IndieSuisse

Die Indies werden ihre Coolness aber nur ausspielen können, wenn sie einen professionellen Job machen, das ist sich Ryser bewusst. Weil sich die kleinen, unabhängigen Plattenfirmen keine Spezialisten leisten können, müssen sie als Generalisten von allen Bereichen des Geschäfts eine Ahnung haben. Dieses Know-how zu vermitteln und neue Labels innert kurzer Frist auf ein professionelles Niveau zu coachen, auch das ist eine Aufgabe, die Ryser mit IndieSuisse weiter ausbauen möchte. Für sich selbst habe er durch den regelmässigen Austausch im Vorstand schon einiges gelernt.

Dass die umtriebigen Indies noch weitere Projekte bearbeiten, die momentan nicht spruchreif sind, das erstaunt wenig. Rysers Antwort auf die Frage, welche Unterstützung er sich noch wünschen würde, die verblüfft allerdings: «Wir müssen einfach unsere Arbeit gut machen. Wenn wir die Leute damit überzeugen können, werden wir auch ihre Unterstützung erhalten.» Wie gesagt: für Knochenjobs wie diesen scheint Ryser der richtige Mann zu sein.

Andreas Ryser ist Mitglied des Berner Bandprojekts Filewile und als Urheber seit 15 Jahren bei der SUISA angemeldet. Mouthwatering Records übernimmt auch verlegerische Aufgaben und ist als Verlag bei der SUISA Mitglied. Für die Wahrnehmung der Leistungsschutzrechte von Plattenfirmen ist nicht die SUISA sondern die Schwestergesellschaft SWISSPERFORM zuständig.

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