Tagarchiv: Komposition

20 000 Franken und ein imaginäres Kompositionsprojekt

Über das kreative Schaffen zu diskutieren, ist alles andere als einfach. Der Verein Jazzy Jams und die SUISA haben sich deshalb anlässlich des Festivals Jazz in Bess in Lugano etwas Besonderes einfallen lassen. Die Tessiner Komponistin Maria Bonzanigo und die Komponisten Pietro Viviani und Damiano Merzari erarbeiteten vor Publikum ein imaginäres Kompositionsprojekt. Das Ergebnis war äusserst spannend und nahm die Zuschauer mit auf die Reise in die Gedankenwelt von Urhebern. Gastbeitrag von Zeno Gabaglio

Jazz in Bess: 20 000 Franken und ein imaginäres Kompositionsprojekt

Zeno Gabaglio (Ko-Moderation), Maria Bonzanigo, Pietro Viviani, Alessandro Zanoli (Moderation) und Damiano Merzari (im Bild v.l.n.r.) haben ihre privatesten kreativen Vorgehensweisen beim Komponieren diskutiert. (Foto: Erika Weibel)

Ein Abend zum Thema des musikalischen Schaffens kann sehr langweilig sein. Vor allem deshalb, weil das Thema an sich Rätsel aufgibt ist – vergleichbar mit jenen Rätseln, die jede Schöpfungsgeschichte umgeben. Die Erklärung des musikalischen Schaffens führt im Allgemeinen zu zwei unerfreulichen Ergebnissen: zielloses Umherirren zwischen widersprüchlichen philosophischen Auffassungen oder die totale Ablehnung von etwas, das von Natur aus Logik und Erklärungen widerspricht.

Im Wissen über diese Ausgangslage haben der Verein Jazzy Jams und die SUISA am Donnerstag, dem 25. Januar 2018, einen Abend in der Schweizerischen Nationalphonothek in Lugano veranstaltet, der dem musikalischen Schaffen gewidmet war. Da stellte sich natürlich die Frage, wie man den Abend gestalten kann, ohne in der oben beschriebenen, schicksalhaften Sackgasse zu landen.

Spontanes Komponieren vor Publikum

Die Idee war, drei eingeladene Musikurheber direkt ins Thema eintauchen zu lassen; in eine Situation, die so praxisbezogen und konkret ist, dass es weder Platz für philosophische Diskussionen noch peinliches Schweigen gibt.

Aber wie genau? Indem wir jedem von ihnen eine Einladung eines imaginären Komitees zukommen liessen. Sie wurden eingeladen, an einem neuen Projekt mitzuarbeiten. Der Text, der erst zu Beginn des Treffens enthüllt wurde, war folgender:

«Jazzy Jams will seinen neuen Saal mit einer Reihe von Konzerten einweihen und lädt Musiker aus der italienischsprachigen Schweiz ein, spontan ein künstlerisches Werk zu konzipieren. Es handelt sich um eine Aufführung in einem modular aufgebauten und technisch gut ausgestatteten Raum mit einer Kapazität von 400 Plätzen. Das Kompositionsbudget beträgt Fr. 5000, für die Realisierung stehen Fr. 15 000 zur Verfügung. Die Zeit für Konzeption/Realisierung beträgt neun Monate. Es gibt keine Vorgaben zu Musikstil oder Dauer, und der Komponist wird einen ganzen Abend für sich haben.»

Bedingung für jeden Urheber respektive die Urheberin war lediglich, der Öffentlichkeit seinen ganz eigenen kreativen schöpferischen Prozess aufzuzeigen – in einer Art laut ausgesprochenem inneren Dialog.

Maria Bonzanigo, Pietro Viviani und Damiano Merzari (von der Band The Pussywarmers) haben sich grosszügig für dieses Projekt zur Verfügung gestellt, indem sie – in einem ungewöhnlichen öffentlichen Brainstorming – ihre normalerweise privatesten kreativen Vorgehensweisen enthüllten.

Verschiedene Musikstile, verschiedene Herangehensweisen

Das Ergebnis war fesselnd: mitreissend, überraschend und manchmal auch ironisch. Unter anderem, weil die Musikgattungen (Theater- und Konzertmusik bei Bonzanigo; Jazz, Soundtracks und Konzertmusik bei Viviani; Independent-Rock bei Merzari) äusserst unterschiedliche Zugänge zum gleichen Phänomen aufgezeigt haben, die wir – einfallslos, aber stolz – alle mit dem gleichen Begriff «Musik» bezeichnen.

Aus der Diskussion sind – neben soliden technischen und poetischen Gewissheiten – auch verschiedene Zweifel und Fragen hervorgegangen. Und vielleicht waren das die interessantesten Momente des Anlasses. Sie enthüllten den kreativen Prozess nicht nur als eine Gleichung, die mit einem einzigen möglichen Ergebnis gelöst werden kann, sondern auch als ein Stück Leben, das es zu bereisen gilt, mit den unvermeidlichen damit einhergehenden Überraschungen.

Im zweiten Teil des Abends ist das Thema des Schaffensprozesses etwas in den Hintergrund gerückt; es ging um die Frage, ob kreatives Schaffen lehrbar sei. Und wenn ja, wie?

Tamara Basaric vom Conservatorio della Svizzera italiana, Giorgio Meuwly und Marco Conti von der Scuola di Musica Moderna sowie Andrés Ortiz von der Scuola di Musica e di Arti Creative waren die Didaktiker (sowie Urheber) und antworteten in einer ebenso fachmännischen wie spannenden Art und Weise.

Links
Jazz in Bess
Maria Bonzanigo
Pietro Viviani
The Pussywarmers

Der Gastautor Zeno Gabaglio ist SUISA-Vorstandsmitglied, Komponist und war Ko-Moderator der Gesprächsrunde am Jazz in Bess.

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«Man hat drei Minuten, um ganz Europa zu beeindrucken» | mit Video

Die Tessiner Musikerin Chiara Dubey hat mit ihrem Song «Secrets And Lies» gute Aussichten darauf, die Schweiz am 12. Mai 2018 am Eurovision Song Contest in Lissabon zu vertreten. Geschrieben wurde die Pop-Ballade im August 2017 am Songwriting Camp von Pele Loriano Productions und der SUISA. Im Interview spricht Chiara Dubey unter anderem über die Zusammenarbeit mit ihren beiden Mitkomponisten, dem Belgier Jeroen Swinnen und der Britin Janie Price. Text von Giorgio Tebaldi; Video von Manu Leuenberger

Von den sechs Finalisten und Finalistinnen hat Chiara Dubey als Interpretin die grösste ESC-Erfahrung vorzuweisen. Zum dritten Mal steht die Tessinerin in der letzten Runde derjenigen Künstler, die um den Einzug ins Finale des Eurovision Song Contests (ESC) kämpfen. Ihren aktuellen Song «Secrets And Lies» schrieb sie zusammen mit dem belgischen Songwriter und Produzenten Jeroen Swinnen und der Britin Janie Price am Songwriting Camp von Pele Loriano Productions und der SUISA.

«Jeroen hat auf dem Klavier eine Harmoniefolge gespielt und ich habe aus dem Bauch heraus eine Melodie dazu improvisiert», erklärt Chiara Dubey den Entstehungsprozess ihres Songs. Und ergänzt: «Nach und nach haben wir dann wie bei einem Puzzle weitere Elemente hinzugefügt und angepasst bis wir eine Anfangsstruktur hatten, die uns allen gefiel.» Der Songtext stammt von Janie Price, die mit einigen Texten im Gepäck ins Camp gereist war. «Wir haben ihren Text an die neue Struktur und Melodie angepasst», sagt Chiara Dubey. «Der Text wurde von Janie geschrieben, und ich gebe ihm seine persönliche Note.»

Für Chiara Dubey war das Komponieren in diesem Rahmen eine ungewöhnliche Erfahrung: «Für mich war es neu, nicht alles unter Kontrolle zu haben.» In der Regel will die Musikerin die Übersicht haben über die Komposition, den Text, das Arrangement und die Instrumentierung ihrer Musik. Beim Songwriting Camp war dies anders: «Man muss die Kontrolle abgeben und etwas schaffen, das allen Beteiligten entspricht», sagt sie zum Komponieren im Team.

Letztlich gilt es das bestmögliche Ergebnis zu haben, denn – wie Chiara Dubey sagt – hat man am ESC lediglich «drei Minuten, um ganz Europa zu beeindrucken.»

www.chiaradubey.com

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Komposition in Zeit und Raum

Im Rahmen der Basler Biennale Zeiträume, welche neue Musik und Architektur vereint, diskutieren am Samstag, 23. September 2017, eine Komponistin und drei Komponisten in einem Publikumsgespräch, wie ihre Werke entstehen. Text von Erika Weibel

Komposition in Zeit und Raum

An der Basler Biennale für neue Musik und Architektur findet am 23. September 2017 um 15:00 Uhr unter dem Titel «Zeiträume schaffen» ein Komponistengespräch statt. (Foto: Anna Katharina Scheidegger)

Vom 16. bis zum 24. September 2017 öffnet Basel seine Tore für ein spannendes Hörerlebnis: Neue Musik erschallt in den ungewöhnlichsten Ecken und Gassen. Gross und Klein sind eingeladen, sich auf musikalische Abenteuer einzulassen. So erklingt zum Beispiel im Hallenbad ein «Wasserspiel» (Kompositionen und Improvisationen für wechselnde Besetzungen im Hallenbad Spiegelfeld Binningen), oder man kann ein Alphornkonzert auf dem Basler Münsterplatz erleben. Auch Museen, Türme, sogar Friedhöfe öffnen ihre Tore der neuen Musik und geben dem Publikum so die Gelegenheit, Raum und Zeit ganz neu wahrzunehmen.

Das Festival Zeiträume zeichnet sich damit aus, dass es Komponistinnen und Komponisten beauftragt, für vorbestimmte Räumlichkeiten Werke zu komponieren, die am Festival uraufgeführt werden. Der aufmerksame Zuhörer kommt so nicht nur in den Genuss von verschiedenen Uraufführungen, sondern er kann erleben, welchen Eindruck, welche Einwirkung der Raum auf die Arbeit der Komponistin oder des Komponisten gehabt hat.

Komponistengespräch

Eine Komponistin und drei Komponisten, deren Werke an der diesjährigen Biennale uraufgeführt werden, tauschen sich beim Publikumsgespräch «Zeiträume schaffen» vom 23. September 2017 aus. Wie sehr hat sie die Räumlichkeit bei der Komposition ihres Werks inspiriert? Wie entstehen Werke und für wen werden sie geschrieben? Die Komponistin und die Komponisten erzählen von ihrer Arbeit und geben Auskunft über ihre neuen Werke, die sie für das Festival geschaffen haben.

Eintritt frei – Reservierung erforderlich

Nehmen auch Sie die Gelegenheit wahr, um dem Gedankenaustausch unter Komponierenden zuzuhöhren und um Fragen zu stellen. Herzlich sind Sie auch zum anschliessenden Aperitif eingeladen, bei dem gerne weiter rund um das Thema Komposition in Zeit und Raum philosophiert werden kann.

Werkraum Warteck PP / Restaurant Don Camillo, Burgweg 7, 4058 Basel
23. September, 15:00 Uhr
Gesprächsteilnehmende: Beat Gysin, Junghae Lee, Mario Pagliarani, Balthasar Streiff
Moderation: Bernhard Günther

Weitere Informationen und Programm des Festivals Zeiträume finden Sie unter: www.zeitraeumebasel.com

Das Komponistengespräch wird unterstützt von der SUISA.

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Beruf und Berufung | mit Video

Wie gründe und betreibe ich ein Ensemble für zeitgenössische Musik? Von wem erhalte ich Fördergelder für meine Musikprojekte? Wozu ist die SUISA und die Swissperform da? Wie vertreibe ich meine Werke im Internet? Impressionen vom erstmals durchgeführten «Journée d’orientation professionnelle» am Festival Archipel 2017. Text, Foto und Video von Manu Leuenberger

Am Samstag, 1. April 2017, war am Festival Archipel in Genf zu erleben, weshalb Musik zugleich Beruf und Berufung ist. Tagsüber fand ein Informationstag für junge Musikschaffende statt. In 12 Inputreferaten gaben Fachspezialisten aus ihrem Erfahrungsschatz viele Tipps für den Einstieg in das Berufsleben als Musiker oder Musikerin preis.

Die Impressionen im Video zeigen nur einen kleinen Ausschnitt aus dem umfangreichen Themenkatalog, der besprochen wurde. Weitere Referate an diesem erstmals durchgeführten «Journée d’orientation professionnelle», der mit der Unterstützung der SUISA stattfand, waren zu hören von: Johannes Knapp – Direktor des STV/ASM, Damien Pousset – Gründer des Labels Aeon, François Passard (Direktor) und Alain Renaud (Leiter des Produktionsstudios) von L’Abri, Lucas Fagin – Komponist und Ko-Direktor von Babelscores, Bruno Serrou – Musikkritiker und Marie-Christine Papillon – Direktorin des Verlagshauses Papillon.

Beruf und Berufung | mit Video

Inspiration und Profession kamen auch bei der Gesprächsrunde mit Komponisten am 1. April 2017 beim Festival Archipel vor dem Abendkonzert im Alhambra zur Sprache. Auf dem Podium ganz rechts: Xavier Dayer, Vorstandspräsident der SUISA.

Am Abend fand vor dem Konzert im Alhambra ein öffentliche Gesprächsrunde mit Komponisten statt. Mit dabei auf dem Podium war Xavier Dayer, Vorstandspräsident der SUISA. Das Publikum im gut gefüllten Saal erfuhr, weshalb die Vergütungen für Urheberrechte gerade für Komponisten, die keine Konzertgagen erhalten, von grosser Bedeutung sind. Dank dem Entgelt für die Arbeit können Komponisten wie Hanspeter Kyburz, William Blank oder Tristan Murail Werke schaffen, wie sie im Anschluss an die Gesprächsrunde gespielt vom Lemanic Modern Ensemble im Konzert zu hören waren.

www.archipel.org, Website des Festivals

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Fremde Beats und eigene Songs

Die Melodie ist ein Ohrwurm, aber der Groove passt nicht. Seit Tagen fehlt der Rhythmus im Blut, während der geniale Text auf den Lippen liegt. Es gibt viele Gründe, weshalb man einen fremden Beat als Rohmaterial für den eigenen Song zu Hilfe nimmt. Mit diesen rechtlichen Hinweisen und praktischen Tipps zum Umgang mit eingekauften Beats bleibt man auch formell im Takt. Text von Martin Korrodi und Claudia Kempf

Fremde Beats – eigene Songs

Wer eigene Songs mit gekauften Beats produziert, muss sich mit den Lizenzbedingungen des Anbieters vertraut machen und den «Beatmaker» auf der Werkanmeldung bei der SUISA angeben. (Foto: PrinceOfLove / Shutterstock.com)

Die Produktion neuer Werke unter der Verwendung von bereits bestehenden Schöpfungen ist wohl eine der ältesten und erfolgreichsten Kulturtechniken überhaupt. Aufgrund der technischen Entwicklung wird die Integration von «fremden» Beats in eigene Songs immer einfacher und ist entsprechend weit verbreitet – insbesondere in den Bereichen Hip-Hop und Rap.

Rohmaterial zur Songproduktion

Unter dem Begriff «Sampling» wird dies schon seit mehreren Jahrzehnten praktiziert. Während beim Sampling Elemente aus marktfertigen Produktionen entnommen und weiterverarbeitet werden, liefern mittlerweile zahlreiche Plattformen ein riesiges Angebot an Beats, welche extra als Rohmaterial zum «Bauen» von eigenen Songs produziert werden.

Bei dieser Übernahme von vorgefertigten Elementen gilt es zu beachten, dass man jeweils nicht nur die Aufnahme «kaufen», sondern auch die nötigen rechtlichen Bewilligungen erwerben muss, um die Aufnahme und die zugrundeliegende Komposition für eigene Werke verwenden zu können. Was genau der Käufer mit seinem erworbenen Beat machen darf, steht in sogenannten Lizenzbedingungen. Dieses «Kleingedruckte» kann auf den Websites der Anbieter auch andere Namen haben, wie zum Beispiel «License agreement», «Terms of use», «Lizenzvertrag» oder auch «rechtliche Angelegenheiten».

Vorsicht beim Kleingedruckten!

Als Kunde geht man meistens davon aus, dass man mit dem erworbenen Material alles tun darf, sobald man den entsprechenden Beat gekauft hat. In der Regel handelt es sich bei diesem Vorgang aber nicht um einen klassischen Kaufvertrag, sondern um einen Lizenzvertrag, welcher oft einschränkende Bedingungen enthält und einer Anmeldung und Verwertung des fertigen Songs entgegenstehen kann.

Im Rahmen eines Kaufvertrags erwirbt man das Eigentum an einem konkreten Werkexemplar (z. B. an einer CD). Man hat aber mit dem Kauf keine Rechte an den Werken (Kompositionen) und Leistungen (Aufnahmen) erworben, welche auf der CD enthalten sind.

Gerade bei der Arbeit mit vorgefertigten Beats muss man als Käufer Klarheit darüber haben, welche urheberrechtlich relevanten Handlungen man mit den Beats vornehmen kann und welche nicht (Vervielfältigung, Bearbeitung etc.). Dies ist auch dann relevant, wenn man die Beats kostenlos erhält.

Checkliste: Zuerst 9 Punkte prüfen, erst dann Beats kaufen

Die folgende Übersicht stellt die wichtigsten Punkte zusammen, welche aus juristischer Sicht beim Erwerben von Beats im Internet zu beachten sind:

  • Die Lizenzbedingungen (License agreement, terms and conditions etc.) müssen immer sorgfältig studiert werden! Im Fall von Unklarheiten unbedingt vor dem Kauf den Anbieter oder die SUISA konsultieren.
  • Gewisse Angebote erlauben nur die nicht kommerzielle Nutzung: In diesem Fall sind weder der Verkauf des Songs (digital oder physisch) noch TV- oder Radio-plays zulässig. Auch eine Monetarisierung auf Youtube ist somit nicht gestattet.
  • Oft gilt die Lizenz nur für eine bestimmte Anzahl von Kopien des fertigen Songs (z. B. «up to 3000 units»). Wird diese Anzahl überschritten, so muss je nach Regelung eine neue Lizenz erworben oder dem Beatmaker eine Beteiligung am Verwertungserlös bezahlt werden.
  • Einige Lizenzmodelle sehen explizit den Ausschluss gewisser Nutzungen vor (z. B. «TV/Radio plays not included»).
  • Oft sind die Produzenten der Beats selber Mitglied bei einer Verwertungsgesellschaft und verlangen, dass sie bei der Anmeldung der fertigen Songs zu einem gewissen Prozentsatz als Miturheber beteiligt werden.
  • In fast allen Fällen muss bei der Verwendung des fertigen Songs der Name des Beatmakers gemäss dessen Vorgaben genannt werden («Credits»).
  • Bei nicht-exklusiven Lizenzen gilt es zu beachten, dass auch andere Kunden dasselbe Material für ihre Songs verwenden können.
  • Gegen eine höhere Vergütung ist es oftmals möglich, das Material exklusiv zu erwerben. Hier wird der entsprechende Beat nach dem Kaufvorgang aus dem Store gelöscht und steht somit keinem anderen Kunden zur Verfügung. Bei exklusiven Deals bekommt man in der Regel alle notwendigen Bewilligungen, um den fertigen Song ohne Einschränkungen verwerten zu können.
  • Garantie und Freistellung: Als Kunde, der viel Zeit und Geld investiert, will man auch sicher sein, dass die fertige Produktion frei von Rechten Dritter ist. In den Lizenzbedingungen sollte der Beatmaker eine entsprechende Garantie abgeben und den Kunden von allfälligen Ansprüchen Dritter freistellen.

Anmeldung der fertigen Songs bei der SUISA

Aufgrund des Wahrnehmungsvertrags hat die SUISA den Auftrag, die Werke ihrer Mitglieder gegenüber den Nutzern zu lizenzieren. Dieser Wahrnehmungsauftrag gilt einheitlich für alle Werke eines Mitglieds – allfällige Einschränkungen, welche der Lizenzvertrag mit dem Beatmaker in Bezug auf einen konkreten Song beinhaltet, kann die SUISA in der Regel nicht berücksichtigen.

Insbesondere wird die SUISA nicht die Anzahl lizenzierter Kopien überwachen oder bestimmte Nutzungen eines Songs von der Lizenzierung ausnehmen. Somit kann die SUISA keine Werkanmeldungen entgegennehmen, welche Beats enthalten, die nur zu eingeschränkten Bedingungen genutzt werden dürfen.

Den Beatmaker in der Werkanmeldung aufführen

Die Werkanmeldung muss inhaltlich mit dem Lizenzvertrag übereinstimmen. Deshalb müssen im Vertrag oder in den Geschäftsbedingungen die Beteiligungen bei der Verwertung des Beats klar geregelt sein. Wenn die Beteiligungen nicht klar geregelt sind, was leider manchmal vorkommt, sind diese vorgängig mit dem Anbieter zu klären.

Folgende Regelungen sind häufig anzutreffen:

  1. Der Beatmaker ist mit einem bestimmten Prozentsatz am Verwertungserlös zu beteiligen. In der Werkanmeldung ist der Beatmaker mit ebendiesem Prozentsatz als Komponist aufzuführen.
  2. Der Beatmaker ist nicht zu beteiligen, aber er verlangt «Credits»; sein Name muss also aufgeführt werden. In der Werkanmeldung ist der Beatmaker als Komponist mit 0% Beteiligung aufzuführen.
  3. Der Beatmaker verlangt weder eine Beteiligung noch «Credits». Der Beatmaker ist dennoch als Komponist mit 0% Beteiligung aufzuführen. Ist der Name des Komponisten nicht bekannt, kann beim Komponisten «unbekannt» eingefügt werden.

Unabhängig von der Lizenzregelung ist der Beatmaker also immer bei der Werkanmeldung anzugeben. Zusätzlich muss auch immer unter den Bemerkungen bei der Anmeldung darauf hingewiesen werden, dass im Werk ein gekaufter Beat verwendet wurde. Ausserdem ist eine Kopie des Lizenzvertrages mitzuschicken.

Auch in diesem Bereich gilt: Wenn Werke geschaffen werden, zu denen mehrere Urheber einen Beitrag geleistet haben, müssen die Beteiligungen und Befugnisse vor Veröffentlichung klar geregelt werden.

Kauf im Internet
Der Kauf von Beats im Internet von einem unbekannten Anbieter birgt dieselben Tücken wie jeder andere Kauf im Internet. Der Bund hat hierzu einige Grundregeln festgehalten, die generell bei Internetkäufen zu beachten sind.
Jamahook – ein soziales Netzwerk für Musiker
Aktuell ist ein Portal von Musikern für Musiker am Entstehen, das die Zusammenarbeit zwischen Musikern, Beatmakern und Produzenten erleichtern soll. Das Kernstück dieser Plattform ist ein ausgeklügelter Algorithmus, der es ermöglicht, passende Sounds oder Beats zur eigenen Musik im Handumdrehen gefunden werden können. Die Suche berücksichtigt Harmonien, Rhythmen, Tempo und Klangfarbe. Jamahook vereinfacht nicht nur die musikalische Zusammenarbeit, sondern auch die Regelung der urheberrechtlichen Aspekte. In diesem Bereich unterstützt die SUISA die Macher dieser Plattform, die ihren Geschäftssitz in der Schweiz hat. Mehr Infos zu diesem Projekt: www.jamahook.com sowie www.youtube.com/jamahook
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Fremde Beats – eigene Songs

Wer eigene Songs mit gekauften Beats produziert, muss sich mit den Lizenzbedingungen des Anbieters vertraut machen und den «Beatmaker» auf der Werkanmeldung bei der SUISA angeben. (Foto: PrinceOfLove / Shutterstock.com)

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