Die Bearbeitung geschützter Werke

Musikalische Werke, die urheberrechtlich frei sind, können ohne Weiteres bearbeitet werden. Wenn ein Werk jedoch noch geschützt ist, das heisst, dessen Urheber noch nicht mehr als 70 Jahre tot sind, muss der Rechteinhaber die Bearbeitung bewilligen. Doch wie erhält man eine solche Bearbeitungserlaubnis und welche Punkte müssen darin geregelt sein, damit eine Bearbeitung bei der SUISA angemeldet werden kann? Text von Claudia Kempf und Michael Wohlgemuth

Die Bearbeitung geschützter Werke

Für die Bearbeitung eines geschützten Werkes, dessen Urheber noch nicht länger als 70 Jahre tot sind, muss bei den Rechteinhabern die Erlaubnis eingeholt werden. (Foto: Tabea Hüberli)

Ein Urheber hat das Recht darüber zu entscheiden, ob sein Werk bearbeitet und somit auf Basis des Originalwerks ein «Werk zweiter Hand» bzw. eine «Bearbeitung» geschaffen werden darf. Dieses Recht wird durch den Wahrnehmungsvertrag nicht an die SUISA übertragen sondern verbleibt beim Urheber. Möchte jemand ein Werk bearbeiten, so muss er sich an den Urheber wenden und bei ihm direkt die Erlaubnis für die Bearbeitung einholen.

In der Regel räumt der Urheber aber oft einem Verlag mittels eines Verlagsvertrags das Bearbeitungsrecht ein. Der Verleger darf auf dieser Basis einem Dritten erlauben, das Werk zu bearbeiten, oder einen Dritten damit beauftragen, neue Versionen eines Werks zu erstellen. In einem Verlagsvertrag sollte geregelt werden, ob der Verleger in gewissen Fällen eigenständig Bearbeitungen erlauben bzw. in Auftrag geben darf oder er immer Rücksprache mit dem Urheber nehmen muss. Sofern ein Werk also verlegt ist, ist der Ansprechpartner für die Bearbeitungserlaubnis der Verlag.

Bei international erfolgreichem Repertoire kann das Einholen einer Bearbeitungserlaubnis langwierig sein und ist nicht immer von Erfolg gekrönt. Gewisse Rechteinhaber begrüssen es, wenn ihre Werke bearbeitet und so weiterverbreitet werden. Andere Rechteinhaber werten die sogenannte «Werkintegrität» höher und verweigern nahezu jegliche Bearbeitungen. Für die Rechteklärung ist in jedem Fall genügend Zeit im Vorfeld einer Bearbeitung einzuberechnen.

Wichtig: Wurden bereits viele Anfragen an den Urheber oder Verlag gestartet und blieben diese unbeantwortet, kann nicht einfach davon ausgegangen werden, dass ein Werk im Sinne einer «stillschweigenden Einwilligung» bearbeitet werden darf, nur weil man sich um die Bearbeitungserlaubnis «bemüht» hat. Grundsätzlich gilt: Die Bearbeitung eines Werks ohne eine Bearbeitungserlaubnis stellt eine Urheberrechtsverletzung dar und kann zivil- sowie strafrechtliche Konsequenzen mit sich ziehen.

Selbst wenn eine Bearbeitungserlaubnis vorliegt, kann der Bearbeiter nicht in jedem Fall komplett frei über das Werk verfügen. Eine Bearbeitungserlaubnis kann nämlich auch nur für eine bestimmte Art von Bearbeitung erteilt werden (bspw. Übersetzung eines Songtextes in eine andere Sprache, Kürzung des Werks, Remix, Neuinstrumentierung etc.). Darüber hinaus kann sich ein Urheber von Gesetzes wegen immer gegen die «Entstellung» eines Werks wehren, auch wenn er eine Bearbeitungserlaubnis erteilt hat. In diesen (oftmals schwierig zu beurteilenden) Fällen liegt eine Verletzung des «Urheberpersönlichkeitsrechts» vor.

Wesentliche Punkte einer Bearbeitungserlaubnis

Wenn ein Urheber oder Verlag einer Bearbeitung zustimmt, sollte diese Zustimmung, diese Bearbeitungserlaubnis oder Bearbeitungsgenehmigung, schriftlich in einem kurzen Vertrag festgehalten werden. Folgende Punkte sollten darin geregelt werden:

a) Name und Adresse der Vertragspartner (evtl. Künstlernamen)

b) Einräumung der Bearbeitungserlaubnis: Das Werk, das bearbeitet werden darf, muss zwingend genannt sein. Weiter sollte festgehalten werden, inwieweit dieses Werk musikalisch oder textlich bearbeitet werden darf. Zudem ist zu regeln, ob und wie das neu geschaffene Werk bei der SUISA als Bearbeitung angemeldet werden kann.

Gut zu wissen: Die Registrierung eines Werks als Bearbeitung macht nur Sinn, wenn bereits das Originalwerk bei der SUISA angemeldet wurde und beide Werke (Originalwerk und Bearbeitung) nebeneinander (und unabhängig) voneinander genutzt werden sollen. Oftmals werden im Rahmen eines Songwritingprozesses «Bearbeiteranteile» an Mitmusiker vergeben, obwohl noch kein Originalwerk besteht, welches separat genutzt werden soll. Damit keine Missverständnisse entstehen, ist es in diesen Fällen empfehlenswert, die Mitmusiker als Mitkomponisten anstatt als Bearbeiter zu beteiligen.

c) Beteiligung: Das SUISA-Verteilungsreglement weist dem Bearbeiter bei unverlegten Werken ohne Text 20% zu, bei verlegten Werken ohne Text 16,67%. Bei Werken mit Text wird der Bearbeiter mit 15% (unverlegtes Werk) respektive 11,67% (verlegtes Werk) beteiligt. Der Anteil des Bearbeiters ist grundsätzlich frei festlegbar. Branchenüblich sind Beteiligungen, die zwischen 0 und 25% liegen. Eine Ausnahme macht das Verteilungsreglement der SUISA jedoch bei einer Bearbeitungserlaubnis, welche durch einen Verlag erteilt wird: In solchen Fällen darf der Anteil des Bearbeiters nicht höher sein als die reglementarischen Schlüssel. Damit soll verhindert werden, dass die Originalrechteinhaber übermässig geschmälert werden können. Ebenfalls kann ein Rechteinhaber die Bearbeitung erlauben, ohne den Bearbeiter am Werkertrag zu beteiligen.

d) Inverlagnahme der Bearbeitung: Bei der Bearbeitung eines bereits verlegten Werks ist es sinnvoll, in der Bearbeitungserlaubnis festzulegen, ob die Bearbeitung wiederum beim Originalverlag verlegt werden muss (damit der Verlag die Kontrolle der Verlagsrechte bei sich behält). In der Regel wird der Originalverlag darauf bestehen. In diesem Fall ist der zusätzliche Abschluss eines Verlagsvertrages zwischen Originalverlag und Bearbeiter empfehlenswert.

e) Gewährleistung der Rechte: Der Rechteinhaber muss gewährleisten, dass er über die entsprechenden Rechte verfügt, diese Bearbeitungserlaubnis zu erteilen.

f) Ort, Datum, Unterschrift des Rechteinhabers

g) Rechtswahl und Gerichtsstand

Der Sonderfall «Subbearbeitung»

Mit dem Subverlagsvertrag wird häufig auch das Bearbeitungsrecht vom Originalverlag an den Subverleger weitergegeben. Der Subverleger ist somit berechtigt, Bearbeitungen zu erlauben bzw. in Auftrag zu geben. In diesen Fällen wird der Bearbeiter als «Subbearbeiter» oder im Falle eines neuen Textes, z.B. in einer anderen Sprache, als «Subtextautor» registriert. Das SUISA-Verteilungsreglement sieht auch hier vor, dass die Anteile der Subbearbeiter nicht höher sein dürfen als die reglementarischen Schlüssel.

Wie ist eine Bearbeitung bei der SUISA zu melden?

Bei der Anmeldung einer Bearbeitung eines noch geschützten Werks ist zwingend die Bearbeitungserlaubnis beizulegen oder – via Online-Anmeldung – hochzuladen. Der Bearbeiter erhält nur Anteile am Werkertrag, wenn die Bearbeitungserlaubnis Aufschluss darüber gibt, dass der Bearbeiter zu beteiligen ist. Wird kein spezifischer Prozentsatz erwähnt, erhält der Bearbeiter die im Verteilungsreglement festgehaltenen Anteile. Fehlt der Hinweis auf die Beteiligung, erfasst die SUISA den Namen des Bearbeiters bei der Originalversion mit dem Vermerk, dass eine bewilligte Bearbeitung existiert, der Bearbeiter jedoch keine Beteiligung erhält. In diesem Fall erhält der Bearbeiter keine Anteile.

Wenn Verlage neue Versionen von Werken anmelden, die bei ihnen im Originalverlag sind, verzichtet die SUISA auf die Bearbeitungserlaubnis, da der Verlag das Bearbeitungsrecht direkt mit seinen Urhebern klären muss. Dasselbe gilt für Subbearbeitungen.

Zusammenfassung

Um geschützte Werke zu bearbeiten, braucht es immer eine Bearbeitungserlaubnis der Rechteinhaber – je nach Situation ist diese Erlaubnis beim Urheber, bei dessen Erben oder beim zuständigen Verlag einzuholen. Die Bearbeitungserlaubnis ist die Voraussetzung dafür, dass eine Bearbeitung eines noch geschützten Werks bei der SUISA angemeldet werden kann.

Die SUISA unterstützt ihre Mitglieder beim Ausfindigmachen der zuständigen Rechteinhaber. Bei verlegten Werken gibt sie Auskunft über den Verlag und teilt dessen Anschrift mit, damit direkt mit dem Verlag Kontakt aufgenommen werden kann. Bei unverlegten Werken leitet sie die Bearbeitungsanfragen an die Urheber oder deren Erben weiter. Anfragen sind zu richten an: publisher (at) suisa (dot) ch
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Festival Archip-elles – Frauenpower

Das Genfer Festival für zeitgenössisches Musikschaffen hat sich für die Ausgabe 2019 der Musik aus der Feder von Frauen verschrieben. Archip-elles bietet Werke von Komponistinnen unterschiedlicher Generationen, Herkunft und Ästhetik. Am Freitag, 5. April 2019, sind SUISA-Mitglieder zu einem Besuch am Festival eingeladen. Text von Erika Weibel

Festival Archip-elles – Frauenpower

Beim Festival Archip-elles 2019 steht die Musik von zeitgenössischen Komponistinnen im Fokus. (Bild: Festival Archipel)

«In einem Artikel aus der Zeitung ‹Guardian›, ‹Female composers largely ignored by concert line-ups›, veröffentlicht am 13. Juni 2018, wurden 1445 klassische Konzerte betrachtet, die rund um den Globus in der Saison 2018-2019 geplant sind, und dabei festgestellt, dass nur in 76 Veranstaltungen ein Werk von einer Frau aufgeführt wird», schreibt Festivaldirektor Marc Texier im Editorial des diesjährigen Festivalführers. Das Genfer Festival für zeitgenössisches Musikschaffen hält diesem geschlechtlichen Ungleichgewicht im Konzertbetrieb entgegen und verschafft bei der Ausgabe 2019 der Musik von Komponistinnen Gehör.

Das Konzertprogramm des diesjährigen Festivals Archip-elles wird ergänzt mit Installationen, Round Tables und Workshops. Am Freitag, 5. April 2019, organisiert das Festival in Zusammenarbeit mit der SUISA am Morgen einen Workshop zum Thema Urheberrecht für die Studenten von der «Haute école de musique Genève», des «Conservatoire populaire de musique» und der Teilnehmer der beiden Akademien «Académie Archipel» und «Composer’s Next Generation» (Ensemble Vortex).

Einladung für SUISA-Mitglieder

Weiter laden das Festival Archipel und die SUISA die Mitglieder der SUISA herzlich ein, am 5. April 2019 den Abend am Festival zu verbringen. Die Teilnahme ist für angemeldete SUISA-Mitglieder kostenlos. Gerne nehmen wir Anmeldungen bis spätestens am 31. März 2019 per E-Mail an diese Adresse entgegen: kommunikation (at) suisa (dot) ch

Das detaillerte Abendprogramm, zu dem die SUISA-Mitglieder eingeladen sind, ist nachfolgend aufgeführt. Ein besonderer Programmpunkt an diesem Abend ist die Gesprächsrunde zum Thema «Komponistin sein in der Schweiz».

Gesprächsrunde: Komponistin sein in der Schweiz

Wie erleben es Komponistinnen, sich in einer von Männer dominierten Welt zu behaupten? Weshalb ist es schwieriger für eine Komponistin, dass ihre Werke aufgeführt werden? Warum entscheiden sich nicht mehr Frauen für eine Karriere als Komponistin?

Marc Texier, Direktor des Festivals, geht eben diesen Fragen nach in einem Gespräch mit den beiden Schweizer Komponistinnen Katharina Rosenberger und Annette Schmucki sowie mit Frau Dr. Irene Minder-Jeanneret, Wissenschaftlerin mit Forschungsschwerpunkt Gender und Musik.

Nach dem gesprochenen Wort steht die Bühne frei für den musikalischen Teil des Abends: In einem Konzert mit dem Ensemble Vortex wird unter anderem die Uraufführung eines Werks der Schweizer Komponistin Barblina Meierhans zu hören sein. Im Anschluss gibt Ella Soto noch ein DJ Set zum besten.

Detailprogramm, zu dem SUISA-Mitglieder am Freitag, 5. April 2019, beim Festival Archip-elles in Genf eingeladen sind:

17:00 Uhr, Maison communale de Plainpalais
Besuch der Installationen von Marianthi Papalexandri und Pe Lang

18:00 Uhr, Maison communale de Plainpalais
Umtrunk und Gesprächspanel: Komponistin sein in der Schweiz
Dr. Irene Minder-Jeanneret, Musikwissenschafterin
Katharina Rosenberger, Komponistin
Annette Schmucki, Komponistin
Moderation: Marc Texier

20:00 Uhr, Théâtre Pitoëff
Konzert
Das Ensemble Vortex spielt Werke von Barblina Meierhans, Olga Kokcharova, Eva Reiter, Ann Cleare, Clara Iannotta und Jessie Marino.

22:00 – 1:00 Uhr , Maison communale de Plainpalais
Ella Soto – DJ Set, Carte blanche à La VostokE
La Vostoke ist der erste 100% weibliche Radiosender der Schweiz

www.archipel.org, Website des Festivals

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Die Informatik der SUISA steht unter neuer Leitung

Die Informatik ist das technologische Rückgrat eines Dienstleistungsbetriebs. Die SUISA-Informatik wird von einem neuen Führungsteam geleitet. Text von Andreas Wegelin

Die Informatik der SUISA steht unter neuer Leitung

Das Führungsteam der SUISA-Informatik ab April 2019 (v.l.n.r.): Dieter Wijngaards, Jürg Ziebold und Hansruedi Jung. (Foto: Sibylle Roth)

Rund sieben Jahren ist es her, seit der Vorstand der SUISA im Dezember 2011 im Rahmen der Genehmigung des Budgets 2012 eine neue IT-Strategie gutgeheissen hat. Was im Artikel «Budget 2012 unter Dach und Fach» im SUISAinfo Ausgabe 1.12 in Kürze beschrieben war, hatte in den darauffolgenden Jahren einige Folgen.

Hauptziel war die Ablösung der SUISA-IT vom IBM-Grosssystem und der Umbau der IT-Landschaft auf eine moderne Architektur. Dank der neuen Architektur konnten seither die informatikgestützten Services wesentlich ausgebaut werden. Mit Neuentwicklungen wurden die Bedürfnisse der Mitglieder, der Mitarbeitenden und auch der SUISA-Kunden flexibler und schneller berücksichtigt.

Online-Services für Mitglieder und Kunden ausgebaut

Mitglieder haben heute die Möglichkeit, alltägliche Angelegenheiten mit der SUISA über die Applikation «Mein Konto» online abzuwickeln. Im passwortgeschützten Mitgliederbereich werden die Abrechnungen vierteljährlich elektronisch zur Verfügung gestellt oder können Werkanmeldungen vorgenommen werden. Auch für die Kunden der SUISA wurden Online-Services erweitert; zuletzt mit der Online-Anmeldung von Nutzungen für die Musikberieselung oder public viewing (GT 3a).

Zahlreiche weitere technische Entwicklungen erleichtern die Arbeit unserer Mitarbeitenden und helfen, Personalkosten zu sparen. Zu nennen sind etwa ein digitales Dokumenten-Management System (DMS) für alle Mitgliederdossiers oder die grundlegende technische Erneuerung unserer Werkdokumentation, welche auch die Zusammenarbeit mit unserem Joint Venture-Partner SESAC in Mint Digital Services und damit die Online-Lizenzierung der Werke weltweit ermöglicht.

Neues Führungsteam ernannt

Die Anzahl der Mitarbeitenden im Bereich Informatik ist in dieser Zeit von 23 auf 30 Stellen angewachsen. Zur Sicherstellung einer umsichtigen und kompetenten Führung hat der Vorstand den bisherigen Leiter der Abteilung Applikationsentwicklung, Jürg Ziebold, per 1. Januar neu zum Gesamtleiter der SUISA-Informatik und Dieter Wijngaards zum neuen Leiter Applikationsentwicklung ernannt.

Die SUISA-Informatik umfasst weiterhin zwei Abteilungen, Applikationsentwicklung und Systemtechnik. Jürg Ziebold direkt unterstellt sind die beiden Abteilungsleiter Dieter Wijngaards (Applikationsentwicklung) und Hansruedi Jung (Systemtechnik) und ein Team von Business-Analysten. Während Hansruedi Jung bereits seit 2006 die Abteilung Systemtechnik leitet, stösst Dieter Wijngaards per 1. April 2019 neu zum SUISA-Informatik-Team. Dieter Wijngaards war CTO (Chief Technology Officer) bei Adesso Schweiz AG und hat die SUISA-Informatik bereits seit 2012 bei der Entwicklung der neuen IT-Architektur beraten.

Die Geschäftsleitung freut sich über die Bestellung des neuen Führungsteams und ist überzeugt, damit die zentrale Rolle der Informatik bei der Abwicklung der Geschäftsprozesse weiterhin zu sichern. Sie wünscht der neuen Leitung viel Erfolg.

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Online-Services…Weiterlesen

Änderungen bei der Verteilung der Einnahmen aus Nutzungen im Radio

Die Einstufungen bei den Radiosendern sind angepasst worden. Für die Stufe D (Tonsignete, Jingles, Hintergrundmusik etc.) wird ab Verteilung 2019 ein Faktor von 0,25 und für die Stufe E (übrige Musik) ein Faktor von 1,5 angewendet. Zudem erfolgt die Abrechnung nach Sekunden anstelle von Minuten. Text von Irène Philipp Ziebold

Verteilungsreglement: Änderungen bei der Verteilung der Einnahmen aus Nutzungen im Radio

Die Regeln für die Verteilung der Einnahmen aus Nutzungen im Radio wurden geändert. (Foto: T.Dallas / Shutterstock.com)

Im Jahr 2015 wurden die Faktoren für die Verteilung der Einnahmen aus Fernsehsendungen geändert. Nun werden auch die Einstufungen bei den Radiosendungen angepasst. Die Regelungen sind im SUISA-Verteilungsreglement in den Ziffern 3.2 und 3.3 festgehalten.

Bei der Neuregelung stand ein wichtiger Grundsatz im Mittelpunkt: Die Einstufungen im Radio haben sowohl in sich angemessen zu sein wie auch in einem adäquaten Verhältnis zu der bestehenden Regelung im Fernsehen zu stehen.

Konkret sieht die Umsetzung dieser Ziele folgendermassen aus: Erstens basiert nun auch beim Radio die Abrechnung auf Sekunden. Zweitens wird auch beim Radio bei der Stufe D die Degression abgeschafft und ein Einheitsfaktor von 0,25 gesetzt. Und drittens wird die Stufe E (übrige Musik) in ein angemessenes Verhältnis zur Stufe D gebracht, indem ein Faktor 1,5 festgelegt wird.

Im Folgenden werden die wichtigsten Überlegungen und Argumente zu jedem Punkt einzeln kurz aufgeführt:

Sekundenabrechnung

Eine Abrechnung in Sekunden ermöglicht eine genauere, der effektiven Nutzung entsprechende Verteilung. Eine solche ist dank dem Monitoringsystem Echolon nun ohne Mehraufwand möglich. Die Ermittlung der Zeitdauer für den Werkertrag kann somit beim Fernsehen und Radio gleichermassen gehandhabt werden.

Einstufung D (Tonsignete, Jingles, Hintergrundmusik etc.)

Bei den Radiosendern kommt bis anhin bei der Stufe D eine Degression zur Anwendung, während bei den Fernsehsendern diese bereits abgeschafft wurde. Die aktuellen drei Stufen (1, 0,5 und 0,05) unterliegen einer gewissen Willkür und führen zu unangemessenen Ergebnissen. Dies gilt insbesondere bei der Stufe 0,05 für erfolgreiche Produktionen mit über 52 Sendungen pro Verteilungsperiode. Das heisst: Die betroffenen Bezugsberechtigten erhalten im Verhältnis zu den anderen Degressionsstufen zu wenig. Mit einem Einheitsfaktor von 0,25 wurde nun ein Faktor gewählt, welcher der Nutzungsart der Musik in der Einstufung D angemessen ist, das heisst, im richtigen Verhältnis zu den anderen Einstufungen steht. Es handelt sich dabei um den gleichen Faktor wie beim Fernsehen.

Einstufung E (übrige Musik)

Mit der Einführung des neuen Einheitsfaktors 0,25 in der Stufe D und im Hinblick auf die Einstufungen im Fernsehen steht der bisherige Faktor 1 für übrige Musik nicht mehr in einem angemessenen Verhältnis zu den anderen Faktoren. Mit dem neuen Faktor von 1,5 wurde dies korrigiert. Dieser Faktor steht sowohl in Bezug auf die Einstufung bei den Fernsehendungen («Konzerte»: Faktor 2, «Musik in Filmen»: Faktor 1 und «Tonsignete, Jingles, Hintergrundmusik etc.»: Faktor 0,25) als auch in Bezug auf die Einstufungen in Radiosendungen (Stufe D: neu nun 0,25) in einem angemessenen Verhältnis.

Weitere Informationen:
www.suisa.ch/verteilungsreglement

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Seit Dezember 2017 Zustellung der Abrechnungen über «Mein Konto»Seit Dezember 2017 Zustellung der Abrechnungen über «Mein Konto» Dank dem passwortgeschützten Mitgliederbereich «Mein Konto» behalten unsere Mitglieder den Überblick über ihre Abrechnungen und Abrechnungserträge. Zahlreiche Mitglieder baten uns, den Postversand einzustellen. Diesem vielfachen Wunsch haben wir Rechnung getragen und die Möglichkeit eingeführt, auf den Postversand zu verzichten. Weiterlesen
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Neue Perspektiven für Schweizer Musikschaffende dank IKF-Präsenz

Unter der Affiche «Swiss Music» präsentierten die FONDATION SUISA und Pro Helvetia erstmals einen Gemeinschaftsstand an der 31. Internationalen Kulturbörse in Freiburg im Breisgau. Die Bilanz fällt positiv aus. Text von Urs Schnell, FONDATION SUISA

FONDATION SUISA: Neue Perspektiven für Schweizer Musikschaffende dank IKF-Präsenz

Mich Gerber bei seinem Auftritt an der Internationalen Kulturbörse Freiburg 2019. (Foto: Marcel Kaufmann)

Letztes Jahr feierte die Internationale Kulturbörse Freiburg IKF ihr 30-Jahr-Jubiläum mit einem Schweizer Schwerpunkt. Die FONDATION SUISA war damals als Beobachter vor Ort, um zu prüfen, ob sich die wichtigste Fachmesse für Bühnenproduktionen, Musik und Events im deutschsprachigen Raum für eine Präsenz für Schweizer Musikschaffende eignen würde. Aus der Musikszene wurde immer wieder Stimmen laut, dass sich dadurch neue Auftrittsmöglichkeiten auf deutschen Bühnen und Kleintheatern ergeben könnten.

Die FONDATION SUISA engagiert sich seit Jahren an ausländischen Musikshowcases-Festivals und Musikmessen, um die Vernetzung des heimischen Musikschaffens mit internationalen Organisatoren und Agenturen zu fördern. Deshalb war es nach eingehender Prüfung des Potentials der IKF einleuchtend, das erfolgreiche Konzept eines Schweizer Gemeinschaftstandes dieses Jahr vom 20. bis 23. Januar erstmals auch in Freiburg anzuwenden.

Der Stand «Swiss Music» – in Zusammenarbeit mit Pro Helvetia – ermöglichte nun während den drei Tagen Künstlerinnen und Künstlern oder deren Agenturen Anschluss an die reichhaltige Veranstalterszene zu finden und da vor allem mit jenen Veranstaltern, die ausserhalb des gängigen Musiknetzwerks operieren: Gerade Kleintheater, die auf ein abwechslungsreiches Kleinkunstprogramm setzen, eröffnet der musikalische Austausch mit der Schweizer Musikszene neue Perspektiven.

Dank unseres Gemeinschaftstandes war es Musikschaffenden und Agenturen möglich, sich einem breiten Publikum zu präsentieren, ohne einen eigenen mit hohen Kosten verbundenen Stand zu mieten und so die IKF als Austauschplattform, Marktplatz und Ort der Weiterentwicklung optimal zu nutzen. Gerade die Tatsache, dass die IKF keine reine Musikmesse ist, wurde von vielen positiv als potentielles Neuland gewertet. Dass der «Swiss Music»-Stand direkt am Verbindungseingang zur Halle mit den darstellenden Künsten und Strassentheater platziert war, trug viel zur Visibilität bei.

Mit Showcases von Mich Gerber, Gina Été, dem Postharmonic Orchestra, Moes Anthill, Bruno Bieri und Park Stickney zeigte sich das breite Spektrum an aussergewöhnlichen Protagonisten auch live auf der Bühne.

Die ersten Feedbacks auf die erstmalige Schweizer Präsenz in Freiburg fallen durchwegs positiv aus. Die IKF als wichtigster Treffpunkt für kleinere und mittlere Bühnenproduktionen im deutschsprachigen Raum wird in Zukunft auch Schweizer Musikerinnen und Musikern neue Möglichkeiten eröffnen.

Weitere Infos unter:
ikf.swissmusic.ch sowie www.fondation-suisa.ch/ikf

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Mich Gerber bei seinem Auftritt an der Internationalen Kulturbörse Freiburg 2019. (Foto: Marcel Kaufmann)

Letztes Jahr feierte die Internationale Kulturbörse Freiburg IKF ihr 30-Jahr-Jubiläum mit einem Schweizer Schwerpunkt. Die FONDATION SUISA war damals als Beobachter vor Ort, um zu prüfen, ob sich die wichtigste Fachmesse für Bühnenproduktionen, Musik und Events im deutschsprachigen Raum für eine Präsenz für Schweizer Musikschaffende eignen würde. Aus der Musikszene wurde immer wieder Stimmen laut, dass sich dadurch neue Auftrittsmöglichkeiten auf deutschen Bühnen und Kleintheatern ergeben könnten.

Die FONDATION SUISA engagiert sich seit Jahren an ausländischen Musikshowcases-Festivals und Musikmessen, um die Vernetzung des heimischen Musikschaffens…Weiterlesen

Eurovision Song Contest: Song aus dem SUISA Songwriting Camp in der deutschen Vorausscheidung | mit Video

Erfolg für das SUISA Songwriting Camp: Der Song «Sister» aus dem letztjährigen Camp steht heute im deutschen ESC-Vorfinal. Das Stück wurde von einem internationalen Songwriting-Team bestehend aus Marine Kaltenbacher, Laurell Barker, Tom Oehler und Thomas Stengaard komponiert und produziert. Der deutsche Vorentscheid «Unser Lied für Israel» geht heute, Freitag, 22. Februar 2019, über die Bühne. Text von Giorgio Tebaldi, Video von Manu Leuenberger

Heute Abend fällt der Entscheid: Welches Lied vertritt Deutschland am Eurovision Song Contest (ESC) im Mai 2019 in Tel Aviv? Unter den sieben Final-Songs ist auch «Sister», der am SUISA Songwriting Camp im Juni 2018 entstand. Der Song wurde von den SUISA-Mitgliedern Marine Kaltenbacher und Tom Oehler zusammen mit der Kanadierin Laurell Barker geschrieben. Im Nachgang wurde für den Feinschliff zusätzlich der dänische Produzent Thomas Steengard ins Boot geholt.

Mit «Sister» schafft ein Song aus dem SUISA Songwriting Camp den Sprung aus der Schweiz und über die Grenzen hinweg. «Dank des ESCs und des deutschen Vorfinals erhält die positive Message, die wir mit ‹Sister› ausdrücken wollten, eine viel grössere Verbreitung», sagt die Lausanner Singer-Songwriterin Marine Kaltenbacher, die unter dem Namen Submaryne auftritt. Auch für den Berner Songwriter und Produzent Tom Oehler bedeutet die Teilnahme des Songs am deutschen Vorfinale ein grosser Schritt: «Unter Umständen kann ein Song am ESC einen grossen Karriereschritt für einen Songwriter oder Producer bedeuten.»

Laurell Barker: Mehrere Erfolge am ESC

Während Tom Oehler und Marine Kaltenbacher zum ersten Mal an einem SUISA Songwriting Camp teilgenommen haben, hat Laurell Barker schon einige ESC-Erfahrungen und nahm zum zweiten Mal am Camp der SUISA teil. Mit Erfolg: Am ersten SUISA Songwriting Camp war sie als Komponistin an «Stones» von ZiBBZ beteiligt; der Song vertrat die Schweiz am ESC 2018 in Lissabon. Laurell Barker steht bereits jetzt schon als Finalteilnehmerin am diesjährigen ESC fest: Sie ist eine der Komponistinnen des britischen Beitrags «Bigger Than Us», der von Michael Rice gesungen wird. Der Song ist direkt fürs ESC-Finale qualifiziert, da die UK zusammen mit Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien zu den «Big-Five»-Ländern gehört. «Ich wäre sehr glücklich, wenn ich mehr als ein Land in Tel Aviv vertreten würde – das wäre der Wahnsinn», sagt Laurell Barker im Video.

«Unser Lied für Israel» heute um 20:15 Uhr auf ARD

Gesungen wird der Song von Sisters, einem Duo bestehend aus den beiden Sängerinnen Carlotta Truman und Laurita Spinelli. Die Finalshow «Unser Lied für Israel» wird heute Abend ab 20:15 live auf ARD ausgestrahlt. Am 18. Mai 2019 findet die ESC-Finalshow in Tel Aviv statt. Deutschland ist als «Big-Five»-Land ebenfalls direkt fürs Finale qualifiziert. Die anderen Länder – unter anderem die Schweiz – kämpfen am 14. und 16. Mai um den Finaleinzug.

Das SUISA Songwriting Camp fand im Juni 2018 zum zweiten Mal statt. Insgesamt nahmen 36 Musikerinnen und Musiker aus 8 Ländern an der 3-tägigen Veranstaltung in den Powerplay Studios in Maur teil. Entstanden sind 19 Pop-Songs von unterschiedlicher stilistischer Ausprägung. Das Camp wurde von Pele Loriano Productions und der SUISA organisiert.

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Kreatives Teamwork am SUISA Songwriting Camp 2018 | mit Video – Zum zweiten Mal führte die SUISA in Zusammenarbeit mit Pele Loriano Productions ein Songwriting Camp durch. Austragungsort waren wie bei der Premiere vergangenes Jahr die Powerplay Studios in Maur. Insgesamt nahmen 36 Musikerinnen und Musiker aus 8 Ländern an der 3-tägigen Veranstaltung im Juni 2018 teil. Entstanden sind 19 Pop-Songs von unterschiedlicher stilistischer Ausprägung. Weiterlesen
 «Wir wollten einen Song schreiben, der zu uns passt» | mit Video – Mit ihrem Song «Stones» stehen die SUISA-Mitglieder Co und Stee Gfeller, bekannt als ZiBBZ, im Wettbewerb um den Einzug ins Finale des Eurovision Song Contest. Geschrieben haben sie das Stück zusammen mit der kanadischen Songwriterin Laurell Barker am Songwriting Camp von Pele Loriano Productions und der SUISA im August 2017. Im Videobeitrag erzählen die Geschwister mehr über die Entstehung des Songs und weshalb solche Songwriting Camps wichtig sind. Weiterlesen
 «Adiós»: Sommerhit nach karibischem Muster mit Cembalo | mit Video – An den «Swiss Music Awards» 2019 kann Loco Escrito zusammen mit vier Mitkomponisten auf die begehrten Betonklötze in der Kategorie «Best Hit» für den Song «Adiós» hoffen. Worin die Stärke des Songs liegt, erzählt der Musiker und Musikhochschuldozent Hans Feigenwinter in seiner Song-Analyse im Video. Weiterlesen

 

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Erfolg für das SUISA Songwriting Camp: Der Song «Sister» aus dem letztjährigen Camp steht heute im deutschen ESC-Vorfinal. Das Stück wurde von einem internationalen Songwriting-Team bestehend aus Marine Kaltenbacher, Laurell Barker, Tom Oehler und Thomas Stengaard komponiert und produziert. Der deutsche Vorentscheid «Unser Lied für Israel» geht heute, Freitag, 22. Februar 2019, über die Bühne. Text von Giorgio Tebaldi, Video von Manu Leuenberger

Heute Abend fällt der Entscheid: Welches Lied vertritt Deutschland am Eurovision Song Contest (ESC) im Mai 2019 in Tel Aviv? Unter den sieben Final-Songs ist auch «Sister», der am SUISA Songwriting Camp im Juni 2018 entstand. Der Song wurde von den SUISA-Mitgliedern Marine Kaltenbacher und Tom Oehler zusammen mit der Kanadierin Laurell Barker geschrieben. Im Nachgang wurde für den Feinschliff zusätzlich der dänische Produzent Thomas Steengard ins Boot geholt.

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«Adiós»: Sommerhit nach karibischem Muster mit Cembalo | mit Video

An den «Swiss Music Awards» 2019 kann Loco Escrito zusammen mit vier Mitkomponisten auf die begehrten Betonklötze in der Kategorie «Best Hit» für den Song «Adiós» hoffen. Worin die Stärke des Songs liegt, erzählt der Musiker und Musikhochschuldozent Hans Feigenwinter in seiner Song-Analyse im Video. Text von Giorgio Tebaldi; Video von Sibylle Roth

Nicolas Herzig – wie Loco Escrito bürgerlich heisst – scheint die Erfolgsformel für Sommerhits gefunden zu haben. Nachdem er 2017 mit «Sin Ti» in den Schweizer Charts war, setzte er letztes Jahr noch einen obendrauf: Die Single «Adiós» hielt sich 29 Wochen in den Schweizer Charts und kletterte bis auf Platz 4. Damit gehörte der Song 2018 zu den drei erfolgreichsten Schweizer Tracks und ist dieses Jahr für die Auszeichnung als «Best Hit» an den Swiss Music Awards nominiert.

Abwechslungsreich und spannende Dramaturgie

Interessant am Song sei die Instrumentierung der Strophen, meint Hans Feigenwinter. Er ist selber Musiker und unterrichtet an den Musikhochschulen in Basel und Luzern Musikwissenschaften. Im Video analysiert er den Song ausführlich.

Für Nicolas Herzig und den Mitkomponisten und Produzenten Henrik Amschler war es wichtig, dass «Adiós» abwechslungsreich bleibt und eine spannende Dramaturgie hat. Im schriftlichen Interview sagt Amschler: «Da der Song zum Beispiel keine klassische Bridge mit einem Akkordwechsel nach dem zweiten Chorus hat sondern drei Parts, war es uns wichtig, dass jeder Part auf seine Weise speziell ist.» Die verschiedenen Songparts haben entsprechend auch andere Stimmungen, wie Amschler hinzufügt: «Der erste Teil des zweiten Parts ist rhythmisch und animiert zum Tanzen. Der erste Teil des dritten Parts hingegen ist sphärisch und sehr emotional.»

(Internationales) Teamwork beim Songwriting

Neben Amschler und Herzig waren noch drei weitere Musiker am Songwriting von «Adiós» beteiligt. Der Bündner Komponist Sandro Dietrich und der ebenfalls aus Graubünden stammende Latin-Rapper, Sänger, Perkussionist und Musikproduzent Lou Geniuz alias Lou Zarra legten die musikalische Grundlage, die schon sehr weit ausgearbeitet war, wie Amschler sagt. Für die Lyrics wurde Nicolas Herzig vom kolumbianischen Musiker Jonathan Ruiz Mejia unterstützt. «Danach lag es an Loco und mir, es weiter zu führen, den Song anzupassen und fertig zu machen», schreibt Amschler.

Die Songwriter und der Produzent haben bewusst darauf verzichtet, zu viele Instrumente zu verwenden. « Wir hatten eigentlich noch mehr Instrumente vorgesehen, beispielsweise im Chorus», erklärt Henrik Amschler. «Im Endeffekt entschieden wir uns dann aber zu reduzieren, um der Stimme mit diversen Harmonien noch mehr Platz zu geben.» Dennoch überrascht «Adiós» mit interessanten Klängen, wie beispielsweise einem Cembalo-ähnlichen Sound – was für Pop-Musik eher unüblich sei, meint Hans Feigenwinter.

«Swiss Music Awards»: SUISA ehrt die Songwriter des «Best Hit»

«Adiós» gehört zu den drei nominierten Songs für den «Best Hit» bei den nächsten «Swiss Music Awards», die am Samstag, 16. Februar 2019, im Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL) verliehen werden. Die SUISA ist «Supporting Partner» der Veranstaltung. Bereits zum vierten Mal werden im Namen der SUISA beim «Best Hit»-Award auch die Komponisten und Textautoren des Siegersongs geehrt. Nominiert sind:

  • «079» von Lo & Leduc (Songwriter: Lorenz Häberli, Maurice Könz, Luc Oggier)
  • «Adiós» von Loco Escrito (Songwriter: Henrik Amschler, Sandro Dietrich, Nicolas Herzig, Jonathan Ruiz Mejia, Luigi Zarra)
  • «Us Mänsch» von Bligg feat. Marc Sway (Songwriter: Marco Bliggensdorfer, Fred Herrmann, Marc Sway)

www.locoescrito.com
www.henrik-hsa-amschler.ch

Hans Feigenwinter stammt aus Basel. In jungen Jahren spielte er in Pop- und Indierockbands. Später studierte er Klavier an der Swiss Jazz School in Bern und war seither als Pianist und Komponist in diversen Formation aktiv. Aktuell ist er neben Solo-Konzerten vor allem in den Trios Hans Feigenwinter ZINC und Feigenwinter Oester Pfammatter zu hören. Er ist Dozent an den Musikhochschulen in Basel und Luzern. www.hansfeigenwinter.ch
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«Us Mänsch»: Last Minute-Hit mit sehr viel Energie | mit Video«Us Mänsch»: Last Minute-Hit mit sehr viel Energie | mit Video «Us Mänsch» von Bligg und Marc Sway gehörte letztes Jahr zu den erfolgreichsten Schweizer Songs. Dabei rutschte der Song erst in letzter Minute aufs Bligg-Album «KombiNation». Nun ist der Song für die «Best Hit»-Auszeichnung an den «Swiss Music Awards» 2019 nominiert. Der Musiker und Musikhochschuldozent Hans Feigenwinter hat die Komposition von «Us Mänsch» analysiert. Weiterlesen
Auszeichnung für Songwriter bei den Swiss Music Awards | mit VideoAuszeichnung für Songwriter bei den Swiss Music Awards | mit Video Der Newcomer Nickless und der renommierte Produzent Thomas Fessler gewannen den ersten Preis für Songwriter bei den Swiss Music Awards 2016. Der gemeinsam komponierte Siegersong «Waiting» ist nicht vom Himmel gefallen sondern bedeutete viel Arbeit im Teamwork. Auch bei den Swiss Music Awards 2017 zeichnet die SUISA die Leistung der Komponisten und Textautoren mit einer Auszeichnung aus. Weiterlesen
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An den «Swiss Music Awards» 2019 kann Loco Escrito zusammen mit vier Mitkomponisten auf die begehrten Betonklötze in der Kategorie «Best Hit» für den Song «Adiós» hoffen. Worin die Stärke des Songs liegt, erzählt der Musiker und Musikhochschuldozent Hans Feigenwinter in seiner Song-Analyse im Video. Text von Giorgio Tebaldi; Video von Sibylle Roth

Nicolas Herzig – wie Loco Escrito bürgerlich heisst – scheint die Erfolgsformel für Sommerhits gefunden zu haben. Nachdem er 2017 mit «Sin Ti» in den Schweizer Charts war, setzte er letztes Jahr noch einen obendrauf: Die Single «Adiós» hielt sich 29 Wochen in den Schweizer Charts und kletterte bis auf Platz 4. Damit gehörte der Song 2018 zu den drei erfolgreichsten Schweizer Tracks und ist dieses Jahr für die Auszeichnung als «Best Hit» an den Swiss Music Awards nominiert.

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«Us Mänsch»: Last Minute-Hit mit sehr viel Energie | mit Video

«Us Mänsch» von Bligg und Marc Sway gehörte letztes Jahr zu den erfolgreichsten Schweizer Songs. Dabei rutschte der Song erst in letzter Minute aufs Bligg-Album «KombiNation». Nun ist der Song für die «Best Hit»-Auszeichnung an den «Swiss Music Awards» 2019 nominiert. Der Musiker und Musikhochschuldozent Hans Feigenwinter hat die Komposition von «Us Mänsch» analysiert. Text von Giorgio Tebaldi; Video von Manu Leuenberger

Bligg und Marc Sway haben zusammen schon ein paar Songs geschrieben. Bei der Single «Us Mänsch» standen sie erstmals gemeinsam am Mikrofon. Mit Erfolg: Die Single wurde 2018 mit Platin ausgezeichnet.

Weshalb ist der Song für die Zuhörer so attraktiv? Hans Feigenwinter, der an den Musikhochschulen in Basel und Luzern Musikwissenschaften unterrichtet und selber Pianist und Komponist ist, meint: «Es ist sehr viel Energie da, es ist ein sehr leidenschaftlicher Sprechgesang.» In seiner Song-Analyse, die im Video zu sehen ist, hört er im Stück etwas Feierliches: «Ich musste an eine Predigt denken.»

Last Minute-Hit

Neben Bligg und Marc Sway war auch der langjährige Produzent und Co-Komponist von Bligg, Fred Herrmann, am Songwriting von «Us Mänsch» beteiligt. Im schriftlichen Interview schilderte Fred Herrmann, wie der Song entstand:

«‹Us Mänsch› war ein typischer Last-Minute-Hit! Es war der allerletzte Song, den wir für das Album ‹KombiNation› geschrieben und produziert haben. Bligg meinte, er habe noch eine coole Text-Idee auf Lager mit dem Wortspiel ‹Us Mänsch›, den er unbedingt noch umsetzen wolle. Da wir schon ziemlich hinter dem Zeitplan lagen, haben wir parallel gearbeitet. Während ich an der Komposition und Produktion gearbeitet habe, hat Bligg bei sich zu Hause am Text gefeilt und seine Vocals aufgenommen. Er hat mir immer wieder neue Vocal-Spuren von sich geschickt, die ich entweder gleich einbaute oder wieder in Frage stellte und nach Anpassung verlangte. Es war eine richtige Ping-Pong-Party! Irgendwann hatten wir den Song zusammen, aber wir fanden, dass der Refrain unbedingt von einer männlichen Hammer-Stimme eingesungen werden muss. Uns kam ziemlich schnell Marc Sway in den Sinn, den wir beide schon sehr lange und gut kennen! Mister Sway kam zweimal für je zwei Stunden ins Studio und fertig war der Refrain! Das Schöne am Komponieren ist, dass immer wieder unvorhersehbar ein solcher Song entsteht, bei dem alles passt.»

«Swiss Music Awards»: SUISA ehrt die Songwriter des «Best Hit»

«Us Mänsch» gehört zu den drei nominierten Songs für den «Best Hit» bei den nächsten «Swiss Music Awards», die am Samstag, 16. Februar 2019, im Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL) verliehen werden. Die SUISA ist «Supporting Partner» der Veranstaltung. Bereits zum vierten Mal werden im Namen der SUISA beim «Best Hit»-Award auch die Komponisten und Textautoren des Siegersongs geehrt. Nominiert sind:

  • «079» von Lo & Leduc (Songwriter: Lorenz Häberli, Maurice Könz, Luc Oggier)
  • «Adiós» von Loco Escrito (Songwriter: Henrik Amschler, Sandro Dietrich, Nicolas Herzig, Jonathan Ruiz Mejia, Luigi Zarra)
  • «Us Mänsch» von Bligg feat. Marc Sway (Songwriter: Marco Bliggensdorfer, Fred Herrmann, Marc Sway)

www.bligg.ch
www.marcsway.ch

Hans Feigenwinter stammt aus Basel. In jungen Jahren spielte er in Pop- und Indierockbands. Später studierte er Klavier an der Swiss Jazz School in Bern und war seither als Pianist und Komponist in diversen Formation aktiv. Aktuell ist er neben Solo-Konzerten vor allem in den Trios Hans Feigenwinter ZINC und Feigenwinter Oester Pfammatter zu hören. Er ist Dozent an den Musikhochschulen in Basel und Luzern. www.hansfeigenwinter.ch
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Marc Sway: «Man schreibt viel mehr Songs, als es für ein Album braucht» | mit Video«Man schreibt viel mehr Songs, als es für ein Album braucht» | mit Video Bei einem Besuch in seinem Studio im Januar 2018 hat das langjährige SUISA-Mitglied Marc Sway einen Einblick in sein Schaffen und sein Berufsleben als Musiker gegeben. Mitte Oktober 2018 erschien mit der Single «Beat Of My Heart» der erste Vorbote seines nächsten Albums, dessen Entstehungsprozess im Videointerview ein Hauptthema war. Weiterlesen
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«Us Mänsch» von Bligg und Marc Sway gehörte letztes Jahr zu den erfolgreichsten Schweizer Songs. Dabei rutschte der Song erst in letzter Minute aufs Bligg-Album «KombiNation». Nun ist der Song für die «Best Hit»-Auszeichnung an den «Swiss Music Awards» 2019 nominiert. Der Musiker und Musikhochschuldozent Hans Feigenwinter hat die Komposition von «Us Mänsch» analysiert. Text von Giorgio Tebaldi; Video von Manu Leuenberger

Bligg und Marc Sway haben zusammen schon ein paar Songs geschrieben. Bei der Single «Us Mänsch» standen sie erstmals gemeinsam am Mikrofon. Mit Erfolg: Die Single wurde 2018 mit Platin ausgezeichnet.

Weshalb ist der Song für die Zuhörer so attraktiv? Hans Feigenwinter, der an den Musikhochschulen in Basel und Luzern Musikwissenschaften unterrichtet und selber Pianist und Komponist ist, meint: «Es ist sehr viel Energie da, es ist ein sehr leidenschaftlicher Sprechgesang.»…Weiterlesen

«079»: Eine tragikomische Hit-Geschichte | mit Video

Mit «079» haben Lo & Leduc und ihr Mitkomponist Maurice «Dr. Mo» Könz Geschichte geschrieben: Im letzten Jahr hielt sich der Song ganze 21 Wochen an der Spitze der hiesigen Hitparade – und erzielte damit einen Schweizer Rekord. «079» ist einer der drei nominierten Songs für die «Best Hit»-Auszeichnung an den «Swiss Music Awards» 2019. Der Musiker und Dozent für Musikwissenschaften Hans Feigenwinter hat die Hit-Komposition analysiert. Text von Giorgio Tebaldi; Video von Sibylle Roth

Wie «079» den Weg in die Schweizer Charts fand, ist bereits eine bemerkenswerte Geschichte. Lo & Leduc boten den Song und das dazugehörige Album «Update 4.0» im Februar 2018 kostenlos zum Streamen und Herunterladen auf ihrer Website an – «aus Freude», wie sie damals in einem Interview sagten. Dem Publikum gefiel der Song so gut, dass er immer zahlreicher gekauft und eifrig gestreamt wurde. Damit schaffte es «079» auf Platz 1 der Schweizer Single-Hitparade und behielt dort 21 Wochen lang die Spitzenposition inne.

Geschrieben wurde der Song von Lorenz Häberli (Lo), Luc Oggier (Leduc) und dem Berner Komponisten, DJ und Performer Maurice Könz, besser bekannt als Dr. Mo. Letzterer schrieb die Melodie, zu der Lo & Leduc den Text beisteuerten. «Der Text und die Musik entstanden unabhängig voneinander», erzählt Dr. Mo über die Entstehung des Stücks im schriftlichen Interview. Beide Elemente seien schon fast fertig gewesen, als sie schliesslich kombiniert wurden. «Wir hatten versucht, den Text mit einem anderen Beat zu kombinieren, beziehungsweise einen anderen Text über den Beat zu machen», schreibt Dr. Mo. «Aber diese Ideen wurden schnell verworfen. Als wir dann den Text mit dem Beat kombinierten, wussten wir sofort, dass alles passt.»

Originell, rührig, etwas absurd

Zum Erfolg beigetragen hat nicht zuletzt die Geschichte, die im Song erzählt wird. «Es ist eine tragikomische Geschichte. Sie ist originell, sie ist nachvollziehbar, sie ist rührig; das Ganze hat etwas Absurdes», sagt der Pianist und Komponist Hans Feigenwinter, der an den Musikhochschulen in Basel und Luzern Musikwissenschaften unterrichtet. Seine Analyse des Songs ist im Video zu sehen.

Dass die Suche nach den passenden Wörtern bisweilen sehr zeitintensiv ist, erläutert Dr. Mo an einem konkreten Beispiel: «Am längsten dauerte die Suche nach dem passenden Personalpronomen. Wir waren unsicher, ob man die Geschichte versteht, wenn zwei verschiedene Sänger aus der Ich-Perspektive singen, aber dieselbe Person darstellen. Wir überlegten uns also auch von ‹ihm› zu erzählen, was die personelle Verwirrung auflösen würde. Dies verursachte jedoch Probleme bei Konjugationen, Reimen und emotionaler Zugänglichkeit. Schliesslich haben wir uns zu Recht dafür entschieden, dem Hörer die Ich-Perspektive zuzumuten.»

«Swiss Music Awards»: SUISA ehrt die Songwriter des «Best Hit»

«079» gehört zu den drei nominierten Songs für den «Best Hit» bei den nächsten «Swiss Music Awards», die am Samstag, 16. Februar 2019, im Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL) verliehen werden. Die SUISA ist «Supporting Partner» der Veranstaltung. Bereits zum vierten Mal werden im Namen der SUISA beim «Best Hit»-Award auch die Komponisten und Textautoren des Siegersongs geehrt. Nominiert sind:

  • «079» von Lo & Leduc (Songwriter: Lorenz Häberli, Maurice Könz, Luc Oggier)
  • «Adiós» von Loco Escrito (Songwriter: Henrik Amschler, Sandro Dietrich, Nicolas Herzig, Jonathan Ruiz Mejia, Luigi Zarra)
  • «Us Mänsch» von Bligg feat. Marc Sway (Songwriter: Marco Bliggensdorfer, Fred Herrmann, Marc Sway)

www.lo-leduc.ch
www.drmo.ch

Hans Feigenwinter stammt aus Basel. In jungen Jahren spielte er in Pop- und Indierockbands. Später studierte er Klavier an der Swiss Jazz School in Bern und war seither als Pianist und Komponist in diversen Formationen aktiv. Aktuell ist er neben Solo-Konzerten vor allem in den Trios Hans Feigenwinter ZINC und Feigenwinter Oester Pfammatter zu hören. Er ist Dozent an den Musikhochschulen in Basel und Luzern. www.hansfeigenwinter.ch
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Wie «079» den Weg in die Schweizer Charts fand, ist bereits eine bemerkenswerte Geschichte. Lo & Leduc boten den Song und das dazugehörige Album «Update 4.0» im Februar 2018 kostenlos zum Streamen und Herunterladen auf ihrer Website an – «aus Freude», wie sie damals in einem Interview sagten. Dem Publikum gefiel der Song so gut, dass er…Weiterlesen

Einnahmen aus Aufführungsrechten sollen 2019 steigen

Bei den Sitzungen des Vorstands der SUISA im Dezember liegt der Fokus jeweils auf den Zahlen des Folgejahres. Budget, Stellenplan und Kostenabzüge für das Geschäftsjahr 2019 standen im Mittelpunkt. Bericht aus dem Vorstand von Dora Zeller

Bericht aus dem Vorstand: Einnahmen aus Aufführungsrechten sollen 2019 steigen

Die Neuenburger Reggae-Band Moonraisers im September 2018 auf der Hauptbühne des von der SUISA mitunterstützten Festivals Label Suisse in Lausanne. Bei den Einnahmen aus Aufführungsrechten, wozu unter anderem Konzerte gehören, erwartet die SUISA im Geschäftsjahr 2019 eine Steigerung. (Foto: Anne Bichsel / Label Suisse)

Zum zweiten Mal in der SUISA-Geschichte prüfte der Vorstand neben dem Budget der Genossenschaft SUISA, dem Mutterhaus, auch das Konzernbudget. Dieses fasst die Zahlen des Mutterhauses, der 100%-igen Tochtergesellschaft SUISA Digital Licensing (SUISA Digital) und des 50%-Anteils am Joint Venture Mint Digital Services AG zusammen. Die Budgets von SUISA Digital und Mint werden von den jeweiligen Verwaltungsräten der beiden Unternehmen genehmigt; die Zahlen fliessen dann in die Konzernrechnung.

Anstieg der Einnahmen dank Aufführungsrechten

Im Budget der SUISA für 2019 ist ein Anstieg der Einnahmen aus der Verwertung von Urheberrechten in der Schweiz und Liechtenstein vorgesehen, vor allem dank den Einnahmen aus Aufführungsrechten (mehr Veranstaltungen, höhere Eintrittspreise). Der Rückgang bei den Vervielfältigungsrechten wird sich fortsetzen. Bei den Vergütungsansprüchen wird mit einem Zuwachs gerechnet, ebenso bei den Einnahmen aus Online-Nutzungen. Die Auslandeinnahmen sind analog 2018 veranschlagt, die Nebeneinnahmen sind höher budgetiert.

Für das Geschäftsjahr 2019 ist ein Gesamtumsatz von Fr. 166,5 Mio. budgetiert (2018: 152 Mio.). Der Aufwand dürfte sich von Fr. 29,5 Mio. im Vorjahr auf Fr. 32,5 Mio. erhöhen. Zum Mehraufwand tragen der höhere Personalaufwand für das Inkasso des Tarifs GT 3a (Hintergrundunterhaltung) und zusätzliche Stellen in der Informatikabteilung bei.

Kostenabzüge, Statuten, Reglemente

Bei den Kostenabzügen legt der Vorstand jährlich fest, welcher Prozentsatz bei der Verteilung der Einnahmen im Folgejahr abgezogen werden soll. Für 2019 werden im Offline-Bereich die Vorjahresprozentsätze beibehalten. Im Online-Geschäft verändern sich die Kostenabzüge; Grund dafür ist die Auslagerung der Lizenzierungs- und teilweise Verteilungstätigkeiten an die Tochtergesellschaften.

Die SUISA-Mitglieder hatten an der Generalversammlung im Juni 2018 verschiedenen Statutenänderungen zugestimmt. Die Revision der Statuten geschah im Zusammenhang mit der Anpassung an das liechtensteinische Verwertungsgesellschaftengesetz und die Richtlinie der Europäischen Union zur kollektiven Wahrnehmung von Urheberrechten (CRM-Richtlinie). Als Folge mussten die Kompetenzordnung und das Organisationsreglement angepasst sowie das Reglement für die neu geschaffene Beschwerdekommission ausgearbeitet werden. Der Vorstand hat die gesamten Regelwerke genehmigt.

FONDATION SUISA und Urheberrechtsrevision

Zwischen der SUISA-Vorstandskommission Organisation und Kommunikation und den Verantwortlichen der FONDATION SUISA hat sich ein «Dialogue annuel» eingebürgert, der jeweils zum Ende des Jahres stattfindet. Dieses Mal berichtete Marc Savary, Präsident des Stiftungsrates der FONDATION SUISA, über Anpassungen in den Statuten und Reglementen. Auch gab er einen Überblick zu den Aktivitäten der Musikförderstiftung der SUISA und beantwortete Fragen der Kommissionsmitglieder.

Weiter hat der Vorstand mit Sorge zur Kenntnis genommen, dass der Nationalrat in der Beratung über die Revision des Urheberrechts nicht am Kompromiss der Arbeitsgruppe zum Urheberrecht (AGUR12) festhalten und im Gesetz eine Ausnahme für den TV-Empfang in Gästezimmern vorsehen will. Damit wäre das neue Gesetz schlechter als das bisherige. Der Vorstand hat die Geschäftsleitung beauftragt, geeignete Massnahmen zu ergreifen, dass der Ständerat diesen Entscheid des Nationalrats korrigiert.

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Passt die Blockchain zur Blockflöte?Passt die Blockchain zur Blockflöte? Die Führungsgremien der SUISA beschäftigen sich ständig mit technologischen Entwicklungen, die den Musikbereich betreffen. An den Vorstandssitzungen im Oktober 2018 war neben vielen anderen Traktanden die Blockchain-Technologie ein Schwerpunktthema. Weiterlesen
Die SUISA-Mitglieder in ZahlenDie SUISA-Mitglieder in Zahlen Über 38 000 Urheber und Verleger haben die SUISA mit der Wahrnehmung ihrer Rechte beauftragt. Woher stammen sie, wie alt sind sie und komponieren eher Männer oder Frauen? Die untenstehenden Zahlen und Grafiken geben Auskunft über die Mitgliederstruktur der SUISA. Weiterlesen
Rückschau auf die SUISA-Generalversammlung 2018Rückschau auf die SUISA-Generalversammlung 2018 Am 22. Juni 2018 strömten 208 stimmberechtigte SUISA-Mitglieder ins Bierhübeli in Bern. Sie wollten die Geschicke ihrer Genossenschaft mitbestimmen sowie vom Networking- und Informationstreffen profitieren. Zusammen mit Mitgliedern des Vorstands, der Geschäftsleitung, Gästen aus Kultur und Politik plus Mitarbeitenden der SUISA nahmen sie an der ordentlichen Generalversammlung 2018 teil. Weiterlesen
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Alle Kommentare werden moderiert. Bis zur Freischaltung kann es etwas dauern. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung eines verfassten Kommentars. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, die den Nutzungsbedingungen widersprechen, nicht zu veröffentlichen.

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Bei den Sitzungen des Vorstands der SUISA im Dezember liegt der Fokus jeweils auf den Zahlen des Folgejahres. Budget, Stellenplan und Kostenabzüge für das Geschäftsjahr 2019 standen im Mittelpunkt. Bericht aus dem Vorstand von Dora Zeller

Bericht aus dem Vorstand: Einnahmen aus Aufführungsrechten sollen 2019 steigen

Die Neuenburger Reggae-Band Moonraisers im September 2018 auf der Hauptbühne des von der SUISA mitunterstützten Festivals Label Suisse in Lausanne. Bei den Einnahmen aus Aufführungsrechten, wozu unter anderem Konzerte gehören, erwartet die SUISA im Geschäftsjahr 2019 eine Steigerung. (Foto: Anne Bichsel / Label Suisse)

Zum zweiten Mal in der SUISA-Geschichte prüfte der Vorstand neben dem Budget der Genossenschaft SUISA, dem Mutterhaus, auch das Konzernbudget. Dieses fasst die Zahlen des Mutterhauses, der 100%-igen Tochtergesellschaft SUISA Digital Licensing (SUISA Digital) und des 50%-Anteils am Joint Venture Mint Digital Services AG zusammen. Die Budgets von SUISA Digital und Mint werden…Weiterlesen