Der Royalty Report ist online

Neues aus «Mein Konto»: Der Royalty Report verschafft dank verständlichen Grafiken einen raschen Überblick über die Entwicklung der Urheberrechtseinnahmen der letzten fünf Jahre und ermöglicht individuelle Auswertungen per Mausklick. Text von Claudia Kempf

Der Royalty Report ist online

Die Benutzer/-innenoberfläche des SUISA Royalty Reports. Das Datenanalyse-Tool steht allen Mitglieder über das Portal «Mein Konto» zur Verfügung. (Bild: SUISA)

Das Mitgliederportal der SUISA ist beliebt und wird rege genutzt. Über zwei Drittel aller Mitglieder verfügen über einen Zugang zu «Mein Konto» und nutzen die Vorteile des Portals. Seit Mai 2021 ist das Portal um eine wesentliche Funktion reicher: der Royalty Report. Mit diesem neu eingeführten Analyse-Tool können statistische Auswertungen der eigenen SUISA-Einnahmen erstellt und grafisch aufbereitet werden.

In den SUISA-Abrechnungen sind viele Informationen enthalten. In «Mein Konto» sind die Abrechnungen als navigierbare PDFs einsehbar. Eine kumulierte Auswertung dieser Daten verlangte bisher manuellen oder – für Verlage mit elektronischen Abrechnungen – technischen Aufwand.

Dieser Zusatzaufwand fällt ab sofort weg: Mit dem Royalty Report können alle Mitglieder per Mausklick Antworten erhalten auf Fragen wie: Welches meiner Werke läuft am besten in einem bestimmten Land? Welches Werk hat im vergangenen Jahr am meisten Umsatz generiert? In welchen Bereichen wurde ein Werk am meisten genutzt: Radio, Online oder in Diskotheken?

Der Royalty Report ist interaktiv

Die Grundeinstellung gibt einen Überblick über alle Werknutzungen der letzten fünf Jahre sowie des laufenden Geschäftsjahres. Auf den ersten Blick ist ersichtlich: Welchen Umsatz habe ich mit wie vielen Werken erzielt? Wann wurden die Werke wo genutzt? Welches sind die Top-Werke und welchen Umsatz haben sie in dieser Zeit generiert. Habe ich mehr als Textautor oder Komponist, als Original- oder Subverleger verdient? Werden meine Werke mehr auf Spotify oder Apple Music genutzt?

Der Royalty Report ist interaktiv. Mit einem Klick zum Beispiel auf ein Werk oder ein Land passt sich die gesamte Darstellung auf das ausgewählte Werk oder Land an. Das Link-Zeichen (das Kettensymbol) in der Werkliste führt direkt in die Werkdatenbank und gibt Auskunft, wie das entsprechende Werk bei der SUISA registriert ist.

Dank diverser Filterfunktionen können die Einnahmen nach unterschiedlichen Kriterien angezeigt werden wie Abrechnungsdatum, Nutzungsperiode, Land, Verteilungsklasse, Werk oder Online-Musikanbietern. Um einen vertieften Einblick zu gewinnen, sind die Selektionskriterien beliebig kombinierbar. Das Programm ermöglicht zudem einen Export der gefilterten Daten nach Excel. Die Abrechnungen und Nutzungsperioden können mit einem Klick auf die Pfeile vor den jeweiligen Auswahlkriterien noch weiter präzisiert werden, sodass eine Auswertung auch für eine einzelne Abrechnung möglich ist.

Bei Fragen zur Bedienung des Royalty Reports helfen folgende Funktionen weiter:

  • Info-Buttons: Diese erscheinen, wenn man auf der Benutzer/-innenoberfläche mit der Maus oben rechts über ein Feld fährt, und enthalten Informationen über die Daten, die in diesem Bereich angezeigt werden.
  • Ein Manual fasst die wichtigsten Funktionen zusammen und enthält Tipps und Tricks zur Benutzung des Royalty Reports sowie Erklärungen zu den unterschiedlichen Ansichten und Verteilungsklassen.
  • • Ein Video zeigt die wichtigsten Bedienungshinweise:

Der Royalty Report wird auf Englisch angeboten. Im Manual finden sich Übersetzungen aller Begriffe und Info-Buttons, die im Report verwendet werden.

Der Royalty Report basiert auf dem Datenauswertungsprogramm von Microsoft Office. Der Softwareentwickler empfiehlt, die Anwendung auf einem Rechner mit einem Browser der neusten Generation zu verwenden. Mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets sind für die Verarbeitung von grossen Datenmengen nicht geeignet.

Das Mitgliederportal wird mittelfristig zur zentralen Anlaufstelle für unsere Mitglieder ausgebaut, damit die Kernaufgaben der SUISA schneller und kosteneffizienter angeboten werden können. Der Royalty Report ist ein relevanter Schritt in die digitale Zukunft. Ein nächster Schritt wird die Erneuerung des Login-Verfahrens sein, damit die Mitglieder den Online-Account komplett selbständig verwalten können.

Der Zugang zu «Mein Konto» und somit zum Royalty Report steht allen Mitgliedern der SUISA offen. Bestellen Sie jetzt ein Login für das persönliche Online-Benutzer/-innenkonto: www.suisa.ch/mein-konto

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Die Lizenzierung von Livestreams durch die SUISA

Mit der Pandemie hat das Livestreaming in den verschiedensten Veranstaltungsbereichen an Bedeutung gewonnen. Dank dieser Technologie ist es möglich, einen Anlass trotz der geltenden Verbote und Einschränkungen mit einem virtuell anwesenden Publikum zu teilen. Dieser Artikel stellt die Lizenzierungspraxis und die Konditionen für Livestreams vor, wie sie die SUISA anwendet. Text von Martin Korrodi

Die Lizenzierung von Livestreams durch die SUISA

Das Konzert in der Wohnstube: Veranstalterinnen und Veranstalter, die einen Event mit Musik in Echtzeit im Internet übertragen, müssen den Livestream bei der SUISA anmelden und lizenzieren. (Foto: Scharfsinn / Shutterstock.com)

Während der Coronavirus-Pandemie wurden Tanz- und Fitnesslektionen, Gottesdienste, Generalversammlungen und zunehmend auch Konzerte ins Internet verlagert und als Livestream durchgeführt, um den untersagten Live-Anlass zu ersetzen. Im Oktober 2020 soll in ein virtuelles Konzert der südkoreanischen Boygroup BTS 44 Millionen Dollar eingebracht und weltweit über 900 000 Fans angezogen haben.

Diese Online-Events sind regelmässig Diskussionsthema in den Medien, ebenso unter Musikschaffenden und natürlich bei den Veranstalterinnen und Veranstaltern, die solche Livestreamings anbieten. Dabei geht es oft auch um die Frage, zu welchen Konditionen die dazu erforderlichen Rechte lizenziert werden sollen.

Was ist ein Livestream?

Von einem Livestream wird dann gesprochen, wenn ein Einzelereignis in Echtzeit im Internet übertragen wird. Das Publikum kann sich also zum Startzeitpunkt des Events in den Stream einwählen und dabei das Ereignis live mitverfolgen – entweder gratis oder gegen ein Entgelt. Abzugrenzen ist der Livestream zum einen von Angeboten on demand, bei welchen das Publikum den Inhalt zu einem frei wählbaren Zeitpunkt abrufen kann. Zum anderen handelt es sich beim Livestream nicht um eine Sendung – bei dieser werden Inhalte zwar ebenfalls in Echtzeit übertragen, jedoch sind es dort nicht Einzelereignisse, sondern Programme mit einer Folge von Sendungen. Eine Lizenzierung als Livestream ist also immer dann erforderlich, wenn ein gefilmtes Einzelereignis simultan im Internet gestreamt wird und das Publikum den Zeitpunkt für den Zugang nicht selber bestimmen kann.

Die Lizenzbedingungen für Livestreams richten sich nach den Aufführungstarifen

Da es sich bei den gestreamten Ereignissen regelmässig um Anlässe handelt, die ebenso gut live mit anwesendem Publikum stattfinden könnten oder als Ersatz für diese durchgeführt werden, orientieren sich die Lizenzbedingungen an den Konditionen der korrespondierenden Aufführungstarife. So werden etwa bei einem gestreamten Konzert die gleichen Prozentsätze angewendet, wie sie auch in einem Konzert mit physisch anwesendem Publikum im Rahmen des Gemeinsamen Tarifs K (GT K) zur Anwendung gelangen. Dieses Vorgehen in Analogie zu den Aufführungstarifen stellt sicher, dass virtuelle und physische Konzertveranstalter gleich behandelt werden, da ihre Events dazu tendieren, sich gegenseitig zu ersetzen.

Die Lizenzbedingungen unterscheiden die Kategorien Konzerte, DJ-Sets, Shows & Ballettaufführungen sowie Theaterstücke. Dabei wird jeweils der entsprechende Prozentsatz auf die Einnahmen oder die Kosten berechnet, wie das auch in den Aufführungstarifen vorgesehen ist (GT K und GT Hb). Auch die proportionale Anpassung des Prozentsatzes an die Dauer der Verwendung von geschützter Musik wird genau gleich wie in den Aufführungstarifen vorgenommen (sogenannte Pro rata temporis-Regel). Zusätzlich zu diesen Kategorien werden weitere Eventarten wie Sportanlässe, Abendunterhaltungen, Tagungen, Gottesdienste, Veranstaltungen in Heimen und Spitälern usw. in der Kategorie andere Anlässe zusammengefasst – für diese gilt ein pauschaler Prozentsatz von 2% der Bruttoeinnahmen oder -kosten.

Sind die Einnahmen tiefer als die Kosten oder werden keine Einnahmen erzielt, so werden die Prozentsätze auf die Kosten angewendet. Wie auch bei den Aufführungstarifen wird hier auf die musikrelevanten Bruttokosten abgestellt, welche sich aus den folgenden Positionen zusammensetzen: Gagen und Spesen der Musikerinnen und Musiker, Miete von Tontechnik und Übertragungsequipment (Mikrophone, Mischpult, Kamera etc.), Instrumentenmieten sowie Saalmieten.

Anlässe mit Publikum, welche zusätzlich gestreamt werden

Es kommt häufig vor, dass eine Liveveranstaltung vor Ort mit einem verkleinerten Publikum stattfinden kann und gleichzeitig auch noch als Livestream im Internet verbreitet wird, um die Reichweite zu vergrössern. In diesen Fällen benötigt der Veranstalter oder die Veranstalterin eine «normale» Lizenz für die Aufführungsrechte und zusätzlich eine Lizenz für den Livestream. In der Regel führt das dazu, dass wir neben der Rechnung gemäss Aufführungstarif zusätzlich noch die Mindestentschädigung für den Livestream von 40 Franken verrechnen, da die Einnahmen bzw. Kosten des Events bereits bei der Lizenzierung der Aufführung voll berücksichtigt werden. Etwas anderes gilt nur dann, wenn für den Livestream separate Einnahmen generiert werden – dann wird die Lizenz für den Stream auf Basis dieser Einnahmen berechnet.

Abruf von Streams nach dem Live-Event

Viele Veranstalter/-innen von Livestreams stellen Aufzeichnungen der Streams nach dem Live-Event für eine bestimmte Zeit im Netz zum Abruf bereit – so können Interessierte, welche den offiziellen Termin verpasst haben, zu einem späteren Zeitpunkt auf die Inhalte zugreifen. Sofern der effektive Livestream korrekt angemeldet und lizenziert wird, erlaubt die SUISA die anschliessende Einspeicherung des Livestreams zum weiteren Abruf gegen eine Pauschale von 100 Franken für Konzerte und DJ-Sets – für alle anderen Kategorien beträgt die Pauschale 50 Franken.

Welche Rechte sind von der Lizenz erfasst?

Wenn sich die Veranstalterin oder der Veranstalter in der Schweiz oder Liechtenstein befindet und sich die Streams im Wesentlichen an ein lokales Publikum (Schweiz und Liechtenstein) richten, so kann die SUISA im Bereich der Urheberrechte das Weltrepertoire vergeben. Handelt es sich um einen internationalen Veranstalter, welcher seine Streams unter anderem an das Publikum in der Schweiz und Liechtenstein richtet, so können wir für die Nutzungen in unserem Territorium ebenfalls das Weltrepertoire vergeben, basieren die Berechnung der Lizenz jedoch nur auf dem Umsatz, welcher in der Schweiz und Liechtenstein erzielt wird.

Im Bereich der Livestreams verfügt die SUISA lediglich über die Urheberrechte an der Musik. Alle anderen allfällig betroffenen Rechte wie z. B. verwandte Schutzrechte oder Synchronisationsrechte sind mit den entsprechenden Rechteinhaberinnen und -inhabern abzuklären.

Livestreams mit Musik müssen bei der SUISA angemeldet werden

Die Lizenzbedingungen, das Anmeldeformular und weiterführende Informationen zu Livestreams finden Sie auf unserer Website:
www.suisa.ch/de/kunden/online/video/livestreams.html

Für eine vollständige Anmeldung sind folgende Angaben notwendig:

  • Kontaktangaben des Kunden/der Kundin
  • Kategorie des Livestreams
  • Angaben zum Stream: Titel, Dauer, Datum, URL der Webseite, Anzahl Views
  • Gesamteinnahmen
  • Kosten (brutto)
  • Findet eine anschliessende Einspeicherung zum späteren Abruf statt? (ja/nein)
  • Liste der Musikwerke, welche im Livestream enthalten sind

Eine Lizenz ist auch dann erforderlich, wenn der Stream über eine externe Plattform abgewickelt und auf der eigenen Webseite eingebettet wird (z. B. Facebook Live, Instagram Live, Youtube Live oder Twitch).

Allfällige Ausnahmeregelungen im Bereich der Livestreams, welche aufgrund der Massnahmen des Bundes zur Bekämpfung der Corona-Pandemie temporär gelten, sind jeweils aktuell auf unserer Webseite publiziert:
www.suisa.ch/de/suisa/massnahmen-der-suisa-bezueglich-der-corona-pandemie/informationen-fuer-kunden.html

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Sind Urheberrechtsentschädigungen AHV-pflichtig?

Gelten Einkünfte aus Urheberrechtsentschädigungen als Erwerbseinkommen? Diese Frage beantworten die Schweizer Ausgleichskassen unterschiedlich. Text von Michelle Moser

Sind Urheberrechtsentschädigungen AHV-pflichtig?

Sparen für die Altersvorsorge: Bei der Frage, ob Urheberrechtsentschädigungen AHV-pflichtig sind, sind sich die Schweizer Ausgleichskassen uneinig. (Foto: Nattapol Sritongcom / Shutterstock.com)

Viele Musikerinnen und Musiker leben von verschiedenen Einnahmequellen wie beispielsweise Konzertgagen, Lohn aus der Anstellung an einer Musikschule, Honorare für Auftragskompositionen oder die Urheberrechtsentschädigungen, welche die SUISA für sie einzieht.

Die Frage, ob solche Urheberrechtsentschädigungen der SUISA als selbstständiges Erwerbseinkommen gelten – und somit AHV-pflichtig wären – wird von den kantonalen Ausgleichskassen unterschiedlich beantwortet.

AHV – obligatorische Versicherung für alle

Bei der Alters- und Hinterlassenenversicherung sind alle Personen, die in der Schweiz wohnen oder hierzulande erwerbstätig sind, obligatorisch versichert. Alle Versicherten (mit Ausnahme von Kindern) sind entsprechend verpflichtet, AHV-Beiträge einzuzahlen. Dabei bildet in der Regel das erzielte Erwerbseinkommen die Berechnungsgrundlage.

Bei selbstständiger Erwerbstätigkeit werden die Beiträge auf jenem Einkommen geschuldet, das durch eine selbst organisierte unternehmerische, betriebliche oder geschäftliche Tätigkeit erzielt wird.

Grundsätzlich kann man von folgender Richtlinie ausgehen: AHV-Beiträge müssen auf jenen Betrag bezahlt werden, den man in der Steuererklärung als Einkommen aus einer Erwerbstätigkeit deklariert. Anders ist die Situation bei Einnahmen wie etwa Erträgen aus Kapitalanlagen oder Immobilien, die zwar steuerrechtlich als Einkommen, nicht aber als AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen gelten.

Urheberrechtsentschädigung: Erwerbseinkommen oder Kapitalanlage?

Die Sozialversicherungsanstalt Zürich (SVA Zürich) folgt dem Standpunkt, dass Urheberrechtsentschädigungen grundsätzlich als selbstständiges Erwerbseinkommen gelten und auch so deklariert werden müssen. Die Urheberinnen und Urheber müssen sich demnach als Selbständigerwerbende anmelden.

Die SVA Zürich unterscheidet aber, ob sich die Urheberin oder der Urheber nach Erstellung ihrer Werke aktiv um die Verwertung kümmert oder nicht. Bei aktivem Tätigwerden nach der Schöpfung des Werkes (z.B. durch Mitwirkung als Musiker in einer Band, welche ihre eigenen Stücke spielt) liegt eine Erwerbstätigkeit vor. Dazu zählt auch die kollektive Verwertung durch die SUISA. Der Erlös aus einer solchen Erwerbstätigkeit ist AHV-pflichtig.

Sollte eine Urheberin oder ein Urheber jedoch nach der Schöpfung des Werkes keine aktive Verwertung vornehmen und später aus dem Urheberrecht dennoch ein Erlös resultieren, so gilt dieser als Kapitalertrag – und ist nicht AHV-pflichtig.

Zusammengefasst kann man sagen, dass gemäss der SVA Zürich entscheidend ist, ob die Urheberin oder der Urheber an der Aufführung der Werke beteiligt ist oder ob lediglich ein Erlös früherer kompositorischer Arbeiten «geerntet» wird.

Von Kanton zu Kanton verschieden

Die Frage, ob auf die Vergütungen der Verwertungsgesellschaften AHV-Abgaben zu zahlen sind, wird von den Ausgleichskassen je nach Person und Vergütung unterschiedlich beantwortet.

Die Ausgleichskasse des Kantons Waadt zum Beispiel deklariert, anders als die SVA Zürich, die Urheberrechtsentschädigungen für das Werkschaffen an sich als AHV-pflichtig und Entschädigungen aus späteren Nutzungen der Verwertungsgesellschaften als nicht AHV-pflichtigen Kapitalgewinn. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass nicht alle von den Verwertungsgesellschaften ausgeschütteten Urheberrechtsentschädigungen AHV-pflichtig sind.

Die Beurteilung dieser sozialversicherungsrechtlichen Frage liegt letztlich nicht bei den Verwertungsgesellschaften, sondern in der Verantwortung der Ausgleichskassen. Aus diesem Grund empfehlen die schweizerischen Verwertungsgesellschaften ihren Mitgliedern eine Abklärung der AHV-Pflicht bei ihrer Ausgleichskasse.

Die kantonal unterschiedliche Behandlung der AHV-Pflicht von Urheberrechtsentschädigungen bietet keine Sicherheit und ist unbefriedigend. Die schweizerischen Verwertungsgesellschaften verfolgen die Thematik darum weiterhin und werden über die neusten Erkenntnisse informieren.

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  1. Ich bin erstaunt bezüglich unterschiedlicher Handhabung von Ausgleichskassen von Urheberrechten/-entschädigungen. Jede AHV-Ausgleichskasse hat die gesetzlichen Grundlagen anzuwenden und wenn etwas unklar ist, ist dies durch das BSV klarzustellen. Der unterschiedlichen Handhabung wären u.a. auch Autoren (mit oder ohne Vorlesung) ausgesetzt. Dies meine Ansicht als Eidg. Dipl. Sozialversicherungsexperte.

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Veränderungen im SUISA-Organigramm

Im Zuge der Pensionierung unserer Abteilungsleiterin Internationale Dokumentation hat die Geschäftsleitung per 1. März 2021 verschiedene Änderungen im Organigramm der SUISA beschlossen. Damit verbunden kam es auch zu Wechseln bei den personellen Verantwortlichkeiten. Text von Irène Philipp Ziebold

Veränderungen im SUISA-Organigramm

Fast ein halbes Jahrhundert arbeitete Brigitte Küng (im Bild bei einem Kaderseminar im Jahr 2012) für die SUISA und leitete zuletzt die Abteilung Internationale Dokumentation. (Foto: Günter Bolzern)

Nach über 48-jähriger Tätigkeit bei der SUISA ist Brigitte Küng auf Ende Februar 2021 pensioniert worden.

1972 hatte sie in der SUISA ihre Lehre begonnen – und ist der SUISA fast ein halbes Jahrhundert lang treu geblieben! Zuerst war sie in der Verteilung der Tonträgerlizenzen bei der damaligen MECHANLIZENZ tätig, ab 1973 setzte sie ihre Arbeit in der fusionierten SUISA fort. Sie arbeitete fortan in der internationalen Dokumentation und übernahm schliesslich die Leitung dieser Abteilung, die sie bis zu ihrer Pensionierung erfolgreich führte.

Zusätzlich war Brigitte Küng auch zuständig für das Weltverzeichnis der «Compositeurs, Auteurs und Editeurs (CAE)», welches heute IPI (Interested Party Information) heisst und weltweit alle Bezugsberechtigten im Urheberrecht abbildet. Sie wurde zu einer sehr geschätzten Ansprechpartnerin für Dokumentationsfragen bei Kolleginnen und Kollegen rund um den Globus. Bei neuen Verwertungsgesellschaften gab Brigitte Küng Kurse zu Aufbau und Pflege der Dokumentationsdaten. Dafür war sie auf mehreren Kontinenten unterwegs.

Wir danken Brigitte Küng herzlich für ihre langjährige Treue und ihre ausgezeichnete Arbeit für die SUISA!

Wolfgang Rudigier übernimmt die Abteilung Internationale Dokumentation

Die wertvolle Arbeit von Brigitte Küng führt Wolfgang Rudigier weiter. Ab 1. März 2021 hat er zusätzlich zur Abteilung Verteilung auch die Verantwortung für die Internationale Dokumentation übernommen. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung als Abteilungsleiter in der Verteilung verfügt Wolfgang Rudigier über fundiertes Wissen im Bereich der Dokumentation. Dank dieser Kompetenzen können Synergien geschaffen werden – zumal Dokumentation und Verteilung prozessual sehr nahe beieinander liegen.

Claudia Kempf neu zuständig für die Gruppe Abrechnungsauskünfte Inland

Im Gegenzug hat die bis anhin bei der Abteilung Verteilung angegliederte Gruppe Abrechnungsauskünfte Inland per 1. März 2021 in die Mitgliederabteilung zu Claudia Kempf gewechselt. Die Mitgliederabteilung kann durch diese Organisationsänderung eine gesamtheitliche Dienstleistung erbringen und die SUISA-Mitglieder sowohl punkto Wahrnehmungsvertrag und Werkanmeldungen als auch in Abrechnungsbelangen betreuen und beraten.

Hansruedi Jung betreut IPI

Das IPI (Interested Party Information) wurde neu in die Abteilung Informatik integriert und steht unter der Verantwortung von Hansruedi Jung, Leiter Systemtechnik. Beim IPI handelt es sich um unsere internationale Datenbank der Urheber/-innen und Verleger/-innen, in der Mitgliederverträge der ganzen Welt abgebildet sind. Die technische Infrastruktur des IPI gehört der SUISA. Sie stellt den Schwestergesellschaften, die das System nutzen, für diese Dienstleistung jährlich Rechnung.

Neuorganisationen Teamleiter/-innen

Diese Änderungen im Organigramm der SUISA haben auch zu Neuorganisationen auf Teamleiter/-innen-Stufe geführt: Simon Klopfenstein hat ab 1. März 2021 die Gruppe Abrechnungsauskünfte Inland übernommen und somit in die Mitgliederabteilung gewechselt.

Eva Bisaz ist weiterhin in der Abteilung Verteilung für die Gruppe Auslandverteilung und Abrechnungsauskünfte Ausland (Schwestergesellschaften) zuständig, hat aber per 1. März 2021 neu die Gruppe Verteilung Senderechte Inland übernommen.

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Die Praxis der Online-Lizenzierung verlangt frühzeitiges Anmelden der WerkeDie Praxis der Online-Lizenzierung verlangt frühzeitiges Anmelden der Werke Der Online-Musikvertrieb eröffnet aus verkäuferischer Sicht enorme Möglichkeiten. Mit wenig Aufwand kann Musik innert Kürze einem weltweiten Publikum zugänglich gemacht werden. Dagegen ist die Abrechnung der Urheberrechtsvergütungen für Online-Nutzungen komplex, auch weil die Prozesse anders sind als bei Aufführungs- oder Senderechten. Der wichtigste Ratschlag lautet: Zuerst das Werk möglichst frühzeitig bei der SUISA anmelden, erst dann online veröffentlichen. Weiterlesen
Wie die Privatkopie zu Geld wird – die Verteilung der LeerträgereinnahmenWie die Privatkopie zu Geld wird – die Verteilung der Leerträgereinnahmen Heutzutage stammt ein Gutteil der Privatkopien aus dem Internet und nicht mehr von CD wie einst zur Blütezeit des Tonträgermarkts. Mit einer Änderung im Verteilungsreglement der SUISA wird den aktuellen Umständen Rechnung getragen. Durch die vorgenommenen Korrekturen werden die Vergütungen für die Privatkopie gerechter verteilt. Weiterlesen
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Musikexport – quo vadis?

Covid-19, Digitalisierung, Klimakrise: Musikexport in aussergewöhnlichen Zeiten. Erfahrungen und Gedanken zum Thema von Marcel Kaufmann, verantwortlich für die Auslandpräsenz und die Export-Förderung bei der FONDATION SUISA.

Fondation Suisa: Musikexport – quo vadis?

Wird es ein Zurück in «normale» Zeiten wieder geben? Der Schweizer Gemeinschaftsstand an der jazzahead! Bremen 2019. (Foto: Marcel Kaufmann)

Seit der Internet-Revolution der 90er-Jahre hat sich die Wertschöpfung auf dem Musikmarkt zu einem grossen Teil in den Live-Bereich verschoben. Konzerte wurden für viele Musikerinnen zur wichtigsten Einnahmequelle. Als eine der Folgen entstanden zahlreiche Showcase-Events. Künstlerinnen und Künstler konnten sich in kurzen Live-Auftritten dem internationalen Fachpublikum präsentieren. Dies in der Hoffnung, von grösseren Clubs oder Festivals gebucht oder von international tätigen Agenturen unter Vertrag genommen zu werden. Zusammen mit verschiedenen Partnern fördert die FONDATION SUISA die Exportbemühungen der hiesigen Musikschaffenden. Seit vielen Jahren organisiert die Stiftung Schweizer Netzwerkplattformen an internationalen Messen und Events.

Doch dieses gut eingespielte System aus Reisen, Spielen und Händeschütteln wurde durch die Pandemie jäh zum Stillstand gebracht. Den Musikschaffenden brach quasi über Nacht ein Grossteil ihrer Erträge weg, und darüber hinaus auch gleich noch ihre Exportwege.

Was tun? Wie lässt sich diese Zeit überbrücken? Und was, wenn die von uns so geliebte «Normalität» gar nie mehr zurückkehrt?

Die FONDATION SUISA nahm letztes Jahr an zahlreichen Pilotprojekten teil, hat Chat-Tools getestet, Showcase-Videos per Stream gefördert und mit Veranstaltern über mögliche neue Förderansätze verhandelt. «Eine interessante Erfahrung», «eine willkommene Übergangslösung», aber sicher «kein Ersatz für eine Präsenzveranstaltung»: Dies unser Verdikt Ende 2020 – im Einklang mit einer breiten Masse aus Musikschaffenden und Veranstalterinnen.

«Networking über das Internet ist für viele noch recht ungewohnt.»

Die Pandemie brachte es mit sich, dass im Jahr 2020 praktisch alle physischen Musikmessen abgesagt wurden. Einige, wie die Midem oder die WOMEX, versuchten sich an einer virtuellen Version. Doch war damals die Planungsunsicherheit noch zu gross. Es war nicht daran zu denken, dass in naher Zukunft wieder Konzerte organisiert werden könnten. Entsprechend buchten Veranstalterinnen bei diesen Online-Events deutlich weniger Künstler als bei Präsenzveranstaltungen. Auch das Ambiente eines Live-Konzerts lässt sich nicht 1:1 digital nachempfinden. Und Networking über das Internet ist für viele noch recht ungewohnt.

Die jüngst virtuell über die Bühne gegangene jazzahead! in Bremen bestätigte zu grossen Teilen diese Erkenntnisse. Zwar liessen sich im Internet unter den Akkreditierten leichter Kontakte herstellen als auf einem berstend vollen Messegelände. Doch in der Absenz des Kollektiven entpuppte man sich bald einmal als Einzelkämpfer. Wie erfolgreich die Schweizer Präsenz an der grössten Jazzmesse der Welt dieses Jahr wirklich war, wird sich erst in einigen Wochen und nach Umfragen und Gesprächen eruieren lassen. Früher liess sich eine erste Bilanz bereits am letzten Messetag ziehen.

Die beiden Schweizer Live-Acts im offiziellen Showcase-Programm der jazzahead! wählten unterschiedliche Ansätze: Die Formation The True Harry Nulz trat in Bremen live auf vor einer Handvoll Journalistinnen und Journalisten, die zumindest nach jedem Stück applaudierten, was auch im Live-Stream zu hören war. Der Showcase des Luzia von Wyl Ensembles allerdings wurde ohne Publikum im Moods in Zürich vorproduziert und dann gestreamt. Die Stille zwischen den Stücken und fehlende Feedback hinterlassen Künstlerinnen und Künstler in einem luftleeren Raum.

«Wir müssen laufend neue Szenarien entwickeln, offen bleiben und die eigenen Eindrücke kritisch hinterfragen.»

Jetzt, da angesichts der Impfkampagnen endlich wieder Licht am Horizont auftaucht, wäre es ein Leichtes, in ein hoffnungsvolles Warten zu verfallen und die Online-Welt als reine Übergangslösung abzutun. Doch in einer Zeit, in der unsere ganze Arbeitswelt durch die Digitalisierung massgeblich verändert wird, stellen sich viele Fragen: Steckt vielleicht doch mehr Exportpotential in der Online-Welt als bisher angenommen? Können wir uns das alte «Normal» überhaupt noch leisten in Zeiten einer globalen Klimakrise, die jede Pandemie überdauern wird? Einer Krise, die Generationen von künftigen Musikschaffenden nachhaltig beeinflussen und sie vieler Möglichkeiten berauben könnte?

Noch gibt es keine abschliessenden Antworten auf all diese Fragen. Die wichtigsten Entwicklungen passieren nicht online, sondern in unseren Köpfen. Und diese Entwicklungen brauchen mehr Zeit als die technologischen. Bis dahin müssen wir laufend neue Szenarien entwickeln, offen bleiben und die eigenen Eindrücke kritisch hinterfragen. Das Wichtigste dabei: den Musikschaffenden zuhören. Denn deren Kunst muss auch in Zukunft ihren Weg über die Landesgrenzen hinausfinden können. Für sie wird die FONDATION SUISA die Entwicklungen im Musikexport weiterhin aktiv mitverfolgen und mitgestalten.

Neue Get Going!-Ausschreibung
Zum vierten Mal wird die FONDATION SUISA Ende Juni / Anfang Juli Get Going!-Beiträge ausschreiben. Mehr Informationen über die Anstossfinanzierungen für aussergewöhnliche Projekte finden Sie zeitgerecht auf der Stiftungs-Website: www.fondation-suisa.ch
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Covid-19, Digitalisierung, Klimakrise: Musikexport in aussergewöhnlichen Zeiten. Erfahrungen und Gedanken zum Thema von Marcel Kaufmann, verantwortlich für die Auslandpräsenz und die Export-Förderung bei der FONDATION SUISA.

Fondation Suisa: Musikexport – quo vadis?

Wird es ein Zurück in «normale» Zeiten wieder geben? Der Schweizer Gemeinschaftsstand an der jazzahead! Bremen 2019. (Foto: Marcel Kaufmann)

Seit der Internet-Revolution der 90er-Jahre hat sich die Wertschöpfung auf dem Musikmarkt zu einem grossen Teil in den Live-Bereich verschoben. Konzerte wurden für viele Musikerinnen zur wichtigsten Einnahmequelle. Als eine der Folgen entstanden zahlreiche Showcase-Events. Künstlerinnen und Künstler konnten sich in kurzen Live-Auftritten dem internationalen Fachpublikum präsentieren. Dies in der Hoffnung, von grösseren Clubs oder Festivals gebucht oder von international tätigen Agenturen unter Vertrag genommen zu werden. Zusammen mit verschiedenen Partnern fördert die FONDATION SUISA die Exportbemühungen der hiesigen Musikschaffenden. Seit vielen Jahren organisiert die Stiftung Schweizer Netzwerkplattformen…Weiterlesen

Ein beachtliches Ergebnis trotz Covid

Für viele Musikschaffende war 2020 ein katastrophales Jahr. Konzerte und andere Veranstaltungen waren grösstenteils verboten. Damit fiel für viele Veranstalter, Künstler und Urheber ein grosser Teil ihres Einkommens weg. Trotzdem konnte die SUISA dank guten Ergebnissen in anderen Bereichen sowie durch sofort ergriffene Massnahmen den finanziellen Schaden für viele Bezugsberechtigte in Grenzen halten. Text von Andreas Wegelin

Ein beachtliches Ergebnis trotz Covid

Konzerte waren ab Februar 2020 kaum mehr möglich. Dank einer Steigerung im Online-Bereich fiel das Jahresergebnis der SUISA allerdings verhältnismässig gut aus. (Foto: Oleksii Synelnykov / Shutterstock)

Die Covid-Pandemie versetzte die Welt in einen Schockzustand. Grosse Teile der Wirtschaft waren – und sind teilweise immer noch – davon betroffen. Darunter zu leiden haben hat insbesondere die Kulturbranche, und mit ihr die Musikschaffenden. «First to close, last to open»: Kulturschaffende und Veranstalter waren die ersten, die von den Schliessungen und Restriktionen betroffen waren, und sie werden zu den Letzten gehören, die ihre Arbeit wieder umfassend aufnehmen können.

Es liegt auf der Hand, dass die für die Kulturbranche schwierige Situation auch auf das Geschäftsjahr der SUISA Einfluss hatte. Schliesslich stammten in den vergangenen Jahren über 35% der Urheberrechtseinnahmen der SUISA aus den Aufführungsrechten, also aus Konzerten und anderen Darbietungen, der Nutzung von Musik in Geschäften und Restaurants oder Musik an Partys. Nachdem seit März 2020 Anlässe fast durchgehend verboten wurden, war also klar, dass die Einnahmen der SUISA – vor allem bei den Aufführungsrechten – im 2020 gegenüber dem Vorjahr zurückgehen würden. In welchem Masse dies der Fall sein würde und ob der Umsatz auch bei anderen Rechten zurückgehen würde, war schwer vorauszusehen.

Der starke Rückgang bei den Aufführungsrechten wurde in anderen Bereichen teilweise wettgemacht

Letztlich ging der Umsatz der SUISA glücklicherweise weniger stark zurück als befürchtet. Die SUISA nahm letztes Jahr in der Schweiz und im Ausland 138,5 Mio. Franken ein, was gegenüber dem Vorjahr (155,2 Mio. Franken) 12% weniger ist. Der grösste Teil des Rückgangs stammt erwartungsgemäss aus den Aufführungsrechten: Betrugen die Einnahmen 2019 in diesem Bereich 51,2 Mio. Franken, waren es 2020 noch 34,4 Mio. Franken, also 34% weniger.

Die SUISA konnte diese Mindereinnahmen in anderen Bereichen wieder wettmachen. Bei den Senderechten stiegen die Einnahmen leicht an von 63,6 Mio. Franken im Vorjahr auf 64,3 Mio. Franken im 2020. Die befürchteten Rückgänge, z.B. wegen tieferen Werbeeinnahmen bei den Fernseh- und Radiosendern aufgrund von abgesagten Grossveranstaltungen, blieben vorerst aus.

Positive Entwicklung im Online-Geschäft dank SUISA Digital Licensing und Mint

Äusserst positiv entwickelten sich die Einnahmen im Online-Bereich: Sie stiegen von 8,9 Mio. Franken im 2019 auf 11,4 Mio. Franken im letzten Jahr. Dies ist insbesondere höheren Einnahmen durch die Tochtergesellschaft SUISA Digital Licensing zu verdanken, die im letzten Jahr zum einen verschiedene ausländische Schwestergesellschaften und Verlage als Kunden gewann und zum anderen bessere Verträge mit Online-Diensteanbietern – Streaming- und Download-Plattformen – ausgehandelt hat.

Diese erfreuliche Entwicklung im Online-Bereich kommt den Urhebern und Verlegern zu Gute, deren Werke immer mehr auf den verschiedenen Plattformen gestreamt werden. Auch Mint, das Joint-Venture mit der US-amerikanischen Gesellschaft SESAC, ist im letzten Jahr weiter gewachsen und erbringt ihre Dienstleistungen verschiedenen Musikverlagen und ausländischen Schwestergesellschaften.

Die SUISA hat auf die Krise reagiert

Das verhältnismässig gute Geschäftsjahr ist auch dem zu verdanken, dass die SUISA seit Beginn der Pandemie rasch auf die Krise reagiert hat; einerseits, um die Kosten zu senken und andererseits, um gerade in dieser schwierigen Zeit möglichst viel Geld an die Urheberinnen, Urheber, Verlegerinnen und Verleger von Musik verteilen zu können.

Nicht dringende Projekte wurden verschoben oder sogar ganz gestrichen und frei gewordene Stellen wurden, wenn möglich, nicht ersetzt. Einige Ausgaben wie Sponsoringbeiträge oder Reisespesen fielen aufgrund der Pandemie ohnehin weg. Auf der anderen Seite setzte die SUISA alles daran, möglichst alle Nutzungen von Musik – auch aus den Vorjahren – abzurechnen und Urheberrechtsvergütungen einzunehmen. Gerade in dieser Situation, in der Musikaufführungen kaum möglich sind, sind die SUISA-Einnahmen für viele Musikschaffende noch wichtiger als zuvor.

Zusatzverteilung aus freiwerdenden Abrechnungsverpflichtungen

Dank freiwerdenden Verpflichtungen, Gelder, für die auch nach fünf Jahren keine ausreichenden Hinweise für die Zuweisungen an die Bezugsberechtigten gefunden werden konnten, ist es der SUISA möglich auch im Jahre 2021 wieder eine Zusatzverteilung von 7% auf alle Abrechnungsbeträge auszuschütten.

Auf die Situation der Kunden Rücksicht nehmen

Möglichst viele Urheberrechtsvergütungen einzunehmen bedeutete aber nicht, dass die SUISA nicht auf die Situation ihrer Kundinnen und Kunden Rücksicht nahm. Im Gegenteil: Gerade bei den Gewerbetreibenden und Gastrobetrieben, die ebenfalls sehr stark von den behördlich verordneten Schliessungen betroffen waren, liess die SUISA bei den Rechnungen Kulanz walten und gewährte beispielsweise verlängerte Zahlungsfristen und ermöglichte Rückzahlungen für diejenigen Zeiträume, in denen die Kunden keine Musiknutzung hatten, die Akonto-Rechnungen aber bereits bezahlt hatten. Schliesslich ist es auch im Sinne der SUISA und ihrer Mitglieder, dass Unternehmen, Veranstalter und andere Musiknutzer überleben und auch weiterhin Musik aufführen. Schliesslich wird es auch wieder eine Zeit nach der Corona-Pandemie geben – und die SUISA setzt alles daran, dass sie auch in Zukunft möglichst viel Geld an die Urheber und Verleger von Musik ausschütten kann.

Das detaillierte Ergebnis 2020 der SUISA finden Sie im Geschäftsbericht 2020, in dem auch dieser Beitrag (auf Seiten 10/11) erschienen ist: www.suisa.ch/geschaeftsbericht

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Für viele Musikschaffende war 2020 ein katastrophales Jahr. Konzerte und andere Veranstaltungen waren grösstenteils verboten. Damit fiel für viele Veranstalter, Künstler und Urheber ein grosser Teil ihres Einkommens weg. Trotzdem konnte die SUISA dank guten Ergebnissen in anderen Bereichen sowie durch sofort ergriffene Massnahmen den finanziellen Schaden für viele Bezugsberechtigte in Grenzen halten. Text von Andreas Wegelin

Ein beachtliches Ergebnis trotz Covid

Konzerte waren ab Februar 2020 kaum mehr möglich. Dank einer Steigerung im Online-Bereich fiel das Jahresergebnis der SUISA allerdings verhältnismässig gut aus. (Foto: Oleksii Synelnykov / Shutterstock)

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Mit voller Kraft voraus

Die Corona-Pandemie bestimmt weiterhin den Geschäftsgang der SUISA. Dies war auch in der Vorstandssitzung im April spürbar. Umso wichtiger war es deshalb, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Bericht aus dem Vorstand: Mit voller Kraft voraus

Trotz den widrigen Umständen verfolgt die Genossenschaft SUISA ihren Weg im Interesse ihrer Mitglieder und Auftraggeber weiter. (Foto: Lobroart / Shutterstock.com)

Alles wie gehabt – im zweiten Coronajahr klingt diese Redewendung vielleicht etwas seltsam. Und doch blieb auch bei der letzten Frühjahrssitzung vieles beim (neuen) Alten. An die Sitzungen via Videokonferenz haben sich der SUISA-Vorstand und die Geschäftsleitung nach über einem Jahr Corona-Pandemie mittlerweile gewöhnt. Ebenso an die rollende Budgetplanung, die aufgrund der nach wie vor unsicheren Situation für die Kulturbranche weiterhin notwendig ist.

Und doch war die erste Vorstandssitzung in diesem Jahr besonders. Nach dem Rekordjahr 2019 verzeichnete die SUISA 2020 einen Rückgang bei den Einnahmen, was natürlich aufgrund von Corona zu erwarten war. Allerdings fiel der Rückgang weniger stark aus als befürchtet. Insgesamt ging der Umsatz um rund 12% zurück. Dies vor allem aufgrund des starken Einbruchs bei den Aufführungsrechten. Veranstaltungsverbote und zeitweise Schliessungen von Geschäften wegen Covid-19 führten in diesem Bereich zu einem Rückgang von 34%. Besonders betroffen waren die Lizenzeinnahmen aus Konzerten (–51%), im Gastgewerbe (–46%), bei den Unterhaltungsanlässen (–47%) und bei den Kinos (–58%).

Verhältnismässig gutes Ergebnis dank den Senderechten und dem Online-Geschäft

Dass der Gesamtumsatz «nur» um 12% zurückging, ist einem leichten Anstieg bei den Senderechten und vor allem den Einnahmen aus dem Online-Geschäft zu verdanken. Hinzu kommen gute Nebeneinnahmen und ein hohes Bewusstsein für die Kosten bei der SUISA.

Als Konsequenz ging auch die Verteilsumme an die Urheber und Verleger zurück, gesamthaft um 10,5%. Der Vorstand hat zudem aus den freiwerdenden Abrechnungsverpflichtungen eine unveränderte Zusatzverteilung von 7% auf allen im 2021 zur Abrechnung kommenden Werknutzungen beschlossen.

Erfreulich entwickelt sich das Geschäft der Tochtergesellschaft SUISA Digital Licensing, die für die weltweite Online-Lizenzierung verantwortlich ist. 2020 erzielte SUISA Digital Licensing Einnahmen in der Höhe von rund 5,5 Mio. Franken. Der Vorstand nahm Kenntnis von der finanziellen Situation bei SUISA Digital Licensing sowie dem aktuellen Stand beim Joint Venture Mint Digital Services. Da beide Firmen noch im Aufbau stehen, hat der Vorstand die notwendigen Massnahmen für eine ausgeglichene Bilanz bei SUISA Digital Licensing beschlossen. Die Forderungen der Genossenschaft gegenüber Mint für die Aufbaukosten wurden für ein weiteres Jahr im Delkredere zurückgestellt und die im 2020 zusätzlich entstandene Forderung wiederum in der Jahresrechnung abgeschrieben.

Die Generalversammlung findet auch 2021 auf schriftlichem Weg statt

Aufgrund der weiterhin unsicheren Situation betreffend Versammlungen in Innenräumen musste der Vorstand beschliessen, dass die Generalversammlung zum zweiten Mal nur auf schriftlichem Weg durchgeführt werden kann. Für die Nachfolge der zurücktretenden Géraldine Savary hat der Vorstand Ständerätin Johanna Gapany (FDP/Freiburg) nominiert. Videobotschaften von Johanna Gapany, des SUISA-Präsidenten Xavier Dayer und des CEOs Andreas Wegelin sowie weitere Informationen zur schriftlich durchzuführenden Generalversammlung 2021 finden sich unter www.suisa.ch/generalversammlung und im SUISAblog.

Aktuelle Situation Budget 2021 aufgrund der andauernden Corona-Krise

Die unsichere Lage für die Kulturbranche aufgrund der Coronakrise bereitet weiterhin Sorge. Es ist nach wie vor unklar, ob und wie Aufführungen und die Wiedereröffnung von Musiklokalen möglich sein werden. Entsprechend braucht es wie in den vergangenen Monaten eine rollende Budgetplanung. Die Finanzkommission des Vorstands entscheidet Anfang Juni 2021, ob das im Dezember 2020 abgesegnete Budget wegen Corona weiter angepasst werden muss.

Dank dem Corona-Hilfsfonds, den Unterstützungszahlungen aus der Stiftung Urheber- und Verlegerfürsorge und den erweiterten Vorschussregeln kann die SUISA ihren Mitgliedern in dieser schwierigen Zeit helfen. Der Vorstand hat in dem Zusammenhang beschlossen, die Frist für die Rückzahlung bzw. Verrechnung von Vorschüssen mit den laufenden Verteilungen bis Ende Juni 2022 zu verlängern.

Das Joint Venture Mint wird gestärkt

Die Kunden für Online-Lizenzierung über Mint sind mittlerweile neben Musikverlagen, unter anderem BMG für Australien, Afrika und Indien, auch europäische Schwestergesellschaften. Deren Repertoires werden über Mint gebündelt den Online-Anbietern wie Spotify, Apple Music oder Youtube angeboten.

Die Bündelung der Repertoires verhilft Mint zu einem stärkeren Auftritt im Markt für Online-Musikrechte. Die SUISA ist dank Mint und SUISA Digital Licensing mittlerweile trotz kleinem Schweizer Repertoire durch die Bündelung der Repertoires ein ernstzunehmender Verhandlungspartner: Je nach Land beträgt der Marktanteil am gesamten Weltrepertoire 4-10%. Der Vorstand hat in seiner Sitzung die Bedingungen definiert, unter welchen grosse europäische Verwertungsgesellschaften Teilhaber am Joint Venture Mint werden könnten. Damit soll die Marktposition von Mint im immer wichtiger werdenden Markt für Online-Musikrechte weiter gestärkt werden.

Anpassung des Dienstleistungskatalogs für Mitglieder und Auftraggeber

Im Bericht zur Dezembersitzung haben wir erwähnt, dass der Vorstand mit der Neugestaltung der Dienstleistungen zugunsten der Mitglieder und Auftraggeber Kosteneinsparungen erreichen will. Auftraggeber der SUISA sollen ab 2022 die ausgebauten Dienstleistungen nur noch über das Online-Serviceportal in Anspruch nehmen können. Ausführliche Informationen zu Einnahmen oder Abrechnungen werden für die Auftraggeber dank neuer Funktionalitäten noch einfacher im Portal auffindbar sein. Statt mit zeit- und kostenaufwändigen Anfragen über Telefon, Brief oder E-Mail können im persönlichen Zugang zu «Mein Konto» sämtliche Daten über das Auftragsverhältnis mit der SUISA online abgerufen werden. Stimmberechtigte Mitglieder erhalten dieselben Dienstleistungen über dieses Online-Serviceportal, können aber, falls gewünscht, weiterhin persönliche Beratungsleistungen erhalten.

Wie ebenfalls im oben erwähnten Bericht geschrieben, hat der Vorstand im Dezember 2020 beschlossen, dass Urheber und Verleger als stimmberechtigte Mitglieder aufgenommen werden, wenn sie mindestens ein Jahr bei der SUISA Auftraggeber waren und seit ihrer Anmeldung als Auftraggeber über 3000 (bisher 2000) Franken ausbezahlt bekommen haben. Zudem wird neu das Mitgliedschaftsverhältnis wieder in ein Auftragsverhältnis umgewandelt, wenn das betreffende Mitglied während der letzten 10 Jahre für seine Werke weniger als gesamthaft 3000 Franken Verteilbetrag erhalten hat. Diese Anpassung erfolgt gemäss Ziff. 5.5.4 der SUISA-Statuten. Ein Auftraggeber der SUISA hat zwar kein Stimmrecht in der Genossenschaft, der Anspruch auf Lizenzierung und Verteilung der Einnahmen auf die von den Nutzern verwendeten Werke bleibt jedoch genau gleich, und es erwachsen dem Auftraggeber im Vergleich zum stimmberechtigten Mitglied keine finanziellen Nachteile.

Mit diesen Massnahmen – insbesondere dem Ausbau der Dienstleistungen über das Mitgliederportal – wird die SUISA ihre Effizienz weiter steigern können. Und damit den Urhebern und Verlegern von Musik prozentual mehr Geld verteilen können.

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Die Corona-Pandemie bestimmt weiterhin den Geschäftsgang der SUISA. Dies war auch in der Vorstandssitzung im April spürbar. Umso wichtiger war es deshalb, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Bericht aus dem Vorstand: Mit voller Kraft voraus

Trotz den widrigen Umständen verfolgt die Genossenschaft SUISA ihren Weg im Interesse ihrer Mitglieder und Auftraggeber weiter. (Foto: Lobroart / Shutterstock.com)

Alles wie gehabt – im zweiten Coronajahr klingt diese Redewendung vielleicht etwas seltsam. Und doch blieb auch bei der letzten Frühjahrssitzung vieles beim (neuen) Alten. An die Sitzungen via Videokonferenz haben sich der SUISA-Vorstand und die Geschäftsleitung nach über einem Jahr Corona-Pandemie mittlerweile gewöhnt. Ebenso an die rollende Budgetplanung, die aufgrund der nach wie vor unsicheren Situation für die Kulturbranche weiterhin notwendig ist.

Und doch war die erste Vorstandssitzung in diesem Jahr besonders. Nach dem Rekordjahr 2019…Weiterlesen

Auch 2021 keine physische Generalversammlung | mit Video

Über die Geschicke der Genossenschaft SUISA können die stimmberechtigten Mitglieder dennoch mittels schriftlicher Stimmabgabe mitbestimmen. Text von Regula Greuter; Videos von Manu Leuenberger

Auch 2021 keine physische Generalversammlung

Der Saal im Bierhübeli in Bern bleibt leer: Die GV 2021 der SUISA wird in schriftlicher Form durchgeführt. (Foto: Manu Leuenberger, bearbeitet von Likeberry und Schellenberg Druck AG)

Anders als erwartet, verhindert die Covid-19-Pandemie auch dieses Jahr die Durchführung der Generalversammlung. Vorgesehen war, dass der diesjährige Anlass am 25. Juni 2021 im Bierhübeli in Bern stattfindet. Die aktuelle Situation lässt keine zuverlässige Planung der Veranstaltung zu, deshalb hat der Vorstand an seiner Sitzung vom 22. April 2021 beschlossen, die Generalversammlung auch in diesem Jahr auf schriftlichem Weg durchzuführen. Auf diese Weise haben alle stimmberechtigten Mitglieder die Möglichkeit, an der GV teilzunehmen, ohne ein gesundheitliches Risiko einzugehen.

Organisatorische Abwicklung

Ab dem 25. Mai 2021 werden die Unterlagen zur Generalversammlung (Einladung zur brieflichen Abstimmung, Informationen zur Generalversammlung inklusive Traktanden sowie das Wahlformular) an alle stimmberechtigten Mitglieder verschickt. Sie haben ab Erhalt die Möglichkeit, das personalisierte Wahlformular auszufüllen und mit einer gültigen Unterschrift versehen bis zum 25. Juni 2021 an die SUISA zurückzuschicken (der 25. Juni ist das späteste Eingangsdatum).

Die Auszählung der Resultate der Stimmabgaben wird anschliessend vom Wahlbüro unter der Leitung von Dr. Bernhard Wittweiler (Leiter SUISA-Rechtsdienst) vorgenommen.

Die Wahlergebnisse werden am 30. Juni 2021 vom Präsidenten, der Protokollführerin, dem CEO und dem Leiter Rechtsdienst anhand der Auszählung formell festgestellt und gleichentags auf der SUISA-Homepage veröffentlicht.

Traktanden der diesjährigen Generalversammlung

Neben den üblichen statutarischen Geschäften – der Abnahme des Protokolls, Beschlüsse über die Jahresrechnungen, den Lagebericht und den Geschäftsbericht der Genossenschaft SUISA und der SUISA-Gruppe – wird der Generalversammlung ein Antrag zur Anpassung des allgemeinen Anlagereglements vorgelegt und eine Ersatzkandidatin für die zurücktretende Géraldine Savary vorgestellt.

Anpassung des allgemeinen Anlagereglements

Anlagen nachhaltig zu tätigen, ist vermehrt ein gesellschaftliches Anliegen, welchem auch von der SUISA Rechnung getragen werden soll. Daher hat der Vorstand beschlossen, das Anlagereglement der SUISA mit dem Kriterium «Nachhaltigkeit» zu ergänzen. Neben den hauptsächlichen Zielen der Anlagen, nämlich der Sicherheit und Liquidität, soll nun auch das Kriterium «Nachhaltigkeit» im allgemeinen Anlagereglement verankert werden.

Gemäss Statuten ist die Generalversammlung zuständig für die allgemeine Anlagepolitik in Bezug auf die eingenommenen Entschädigungen (SUISA Statuten, Ziffer 9.2.2. lit. m).

Der Vorstand beantragt daher, das allgemeine Anlagereglement mit dem Kriterium der Nachhaltigkeit zu ergänzen.

Nachwahl in den Vorstand

Aufgrund des Rücktritts von Géraldine Savary (ehemalige Ständerätin SP/VD) wird ein neues Vorstandsmitglied zur Wahl vorgeschlagen. Gemäss SUISA-Statuten Ziffer 9.3.2 dürfen neben den stimmberechtigten SUISA-Mitgliedern «Persönlichkeiten, die infolge ihrer Stellung oder ihres Fachwissens an der Tätigkeit der SUISA besonderen Anteil nehmen», in den Vorstand gewählt werden. In der Vergangenheit waren deshalb während vielen Jahren auch aktive oder ehemalige Parlamentsabgeordnete im Vorstand, welche mit ihrem Fachwissen wertvolle Erfahrungen in die SUISA einbringen.

Der Vorstand beantragt daher, Johanna Gapany (Ständerätin FDP/FR) neu in den SUISA-Vorstand zu wählen.

Johanna Gapany begann ihre politische Karriere in jungen Jahren. Diese führte sie vom Generalrat in den Gemeinderat von Bulle, sie nahm von 2016 bis 2019 Einsitz im Grossen Rat des Kanton Freiburg bis sie 2019 als erste Frau des Kanton Freiburgs in den Ständerat gewählt wurde. Die studierte Betriebsökonomin bringt berufliche Erfahrungen als Marketingleiterin in verschiedenen Unternehmungen und als Verantwortliche für Kommunikation in einem Privatspital in Freiburg mit.

Auch wenn 2021 keine physische Generalversammlung stattfinden wird, können die stimmberechtigten Mitglieder auf schriftlichem Weg über die Geschäfte der SUISA mitbestimmen. Wir fordern Sie auf, diese Möglichkeit zu nutzen und abzustimmen!

Unter www.suisa.ch/generalversammlung sind alle Unterlagen und Informationen zur Generalversammlung zu finden. Fragen zum Ablauf und zu den Traktanden können per E-Mail an die Geschäftsleitung gerichtet werden: gv (at) suisa (dot) ch

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Über die Geschicke der Genossenschaft SUISA können die stimmberechtigten Mitglieder dennoch mittels schriftlicher Stimmabgabe mitbestimmen. Text von Regula Greuter; Videos von Manu Leuenberger

Auch 2021 keine physische Generalversammlung

Der Saal im Bierhübeli in Bern bleibt leer: Die GV 2021 der SUISA wird in schriftlicher Form durchgeführt. (Foto: Manu Leuenberger, bearbeitet von Likeberry und Schellenberg Druck AG)

Anders als erwartet, verhindert die Covid-19-Pandemie auch dieses Jahr die Durchführung der Generalversammlung. Vorgesehen war, dass der diesjährige Anlass am 25. Juni 2021 im Bierhübeli in Bern stattfindet. Die aktuelle Situation lässt keine zuverlässige Planung der Veranstaltung zu, deshalb hat der Vorstand an seiner Sitzung vom 22. April 2021 beschlossen, die Generalversammlung auch in diesem Jahr auf schriftlichem Weg durchzuführen. Auf diese Weise haben alle stimmberechtigten Mitglieder die Möglichkeit, an der GV teilzunehmen, ohne ein gesundheitliches Risiko einzugehen.

Organisatorische Abwicklung

Ab dem 25. Mai…Weiterlesen

SUISA Songwriting Camp 2021: Ab sofort können sich SUISA-Mitglieder bewerben

Das vierte SUISA Songwriting Camp findet vom 5. bis 7. Juli 2021 in den Powerplay Studios in Maur bei Zürich statt. Es ist möglich, dass wegen der Corona-Pandemie nicht alle Teilnehmenden vor Ort sein werden, sondern sich über Internet zuschalten. Für SUISA-Mitglieder besteht die Möglichkeit, sich für eine Teilnahme zu bewerben. Text von Erika Weibel und Manu Leuenberger

SUISA Songwriting Camp 2021: Ab sofort können sich SUISA-Mitglieder bewerben

Teamwork am SUISA Songwriting Camp 2019: Am Morgen wird mit einem leeren weissen Blatt begonnen, bis am Abend muss ein vollständiger Demotrack fertig sein. (Foto: Tabea Hüberli)

Mit dem SUISA Songwriting Camp bietet die SUISA einigen ihrer Mitglieder die Chance, zusammen mit renommierten Produzenten und Songschreibern aus dem In- und Ausland unter professionellen Bedingungen Popsongs im Team zu komponieren. In der Regel sind am 3-tägigen Anlass insgesamt zwischen 30 bis 40 Musikschaffende mit dabei.

Wer am Songwriting Camp teilnehmen will, muss über gefestigte musikalische Kenntnisse verfügen, unter Zeitdruck eine kreative Leistung von hohem Niveau abliefern können und für Kritik und Austausch mit den Mitkomponistinnen und Mitkomponisten offen sein.

Die anspruchsvolle Aufgabe ist: In einem Team bestehend aus drei bis fünf Personen innerhalb eines Tages nach Vorgabe einen Popsong zu schreiben – dabei wird am Morgen mit einem leeren weissen Blatt begonnen, bis am Abend muss ein vollständiger Demotrack fertig sein.

Popsongs mit Hitpotential

Der musikalische Stil der Songs kann alle Ausprägungen des zeitgemässen Pop umfassen, der auch in der Hitparade, auf Streamingplattformen oder in Radio/TV erfolgreich sein könnte. Denn die Songs sollen Verlagen und Interpreten angeboten werden oder eben auch für den Eurovision Song Contest verwendbar sein.

Die von der SUISA in Zusammenarbeit mit Pele Loriano Productions organisierte Veranstaltung brachte bereits mehrere international erfolgreiche Popsongs hervor, die den Sprung auf die grosse Bühne des Eurovision Song Contest schafften. Das von Luca Hänni mitkomponierte und gesungene Stück «She Got Me» erreichte am ESC 2019 den vierten Platz. Ebenfalls qualifiziert waren «Répondez-moi» (Gjon’s Tears, für die schlussendlich abgesagte Veranstaltung im Jahr 2020), «Stones» (2018, Zibbz) und «Sister» (2019 für Deutschland, Sisters). Mit «Amen», gesungen von Vincent Bueno für Österreich, gelangte 2021 der fünfte Song aus dem SUISA Songwriting Camp bis ins Halbfinal oder Final des ESC.

«Hybrid-Version» des Camps möglich

Noch immer diktiert die Corona-Pandemie das Weltgeschehen. Es kann deshalb der Fall sein, dass trotz Schutzmassnahmen eine Durchführung mit physischer Teilnahme aller Beteiligten vor Ort in den Powerplay Studios nicht möglich sein wird. Aus diesem Grund müssen alle Bewerberinnen und Bewerber eine eigene technische Infrastruktur zur Verfügung haben, mit der auch eine Beteiligung aus der Distanz möglich wäre. Konkret muss man sich eventuell per Computer über WLAN mit Songwriter in der Ferne austauschen und selber professionelle digitale Tonaufnahmen und Musikbearbeitungen machen können. Das WLAN-Netz ist im Studio vorhanden. Computer und die nötige (Recording-)Software müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selber mitbringen können.

Über Schutzkonzept und eine allfällige hybride Durchführung des Songwriting Camps werden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer rechtzeitig informiert.

Bewerbungen für das SUISA Songwriting Camp 2021

Das diesjährige SUISA Songwriting Camp findet statt vom 5. Juli bis 7. Juli 2021 in den Powerplay Studios in Maur bei Zürich. Organisiert wird die Veranstaltung erneut von der SUISA in Zusammenarbeit mit Pele Loriano Productions. Pele Loriano Productions ist im Auftrag der SUISA für die künstlerische Leitung des Songwriting Camps zuständig.

SUISA-Mitglieder können sich für eine Teilnahme am SUISA Songwriting Camp 2021 bewerben:
Du bist Produzentin oder Produzent, Songwriterin oder Songwriter (Topliner), Textautorin oder Textautorin und du glaubst, die Anforderungen in Bezug auf musikalisches Handwerk und Fähigkeiten zu erfüllen? Zudem verfügst du auch über eine solide technische Infrastruktur (Computer mit Möglichkeiten für Kommunikation über WLAN und ausgestattet für professionelle digitale Tonaufnahmen und Musikbearbeitung), die du bedienen und mitbringen könntest? Dann schicke uns deine Bewerbung, die Folgendes enthalten sollte:

  • eine Kurzbiographie;
  • aussagekräftige Referenzsongs (mp3-Dateien oder Internet-Links);
  • Kontaktangaben.

Die Bewerbungen sind per Mail zu schicken an die Adresse: songwritingcamp (at) suisa (dot) ch
Einsendeschluss für Bewerbungen ist am: Montag, 7. Juni 2021.

Wichtig: Über dieses Bewerbungsverfahren werden ausschliesslich Teilnahmeplätze an SUISA-Mitglieder vergeben. Wer sich bewirbt, sollte gewährleisten können, dass er an einem oder mehreren der Veranstaltungstage (5. – 7. Juli 2021) für eine Teilnahme zur Verfügung steht.

Termine und Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Die Auswahl aller Künstlerinnen und Künstler, die zum Camp eingeladen werden, erfolgt durch die künstlerische Leitung. Eine geeignete Zusammensetzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist für den kreativen Erfolg der «Songwriting sessions» von entscheidender Bedeutung.

Zusagen respektive Einladungen und weitere Informationen zur Teilnahme am SUISA Songwriting Camp 2021 werden bis am 27. Juni 2021 persönlich durch den künstlerischen Leiter mitgeteilt. Es werden keine Absagen verschickt. Wer bis zum 27. Juni 2021 keine Zusage erhalten hat, konnte für die Teilnahme am Songwriting Camp 2021 nicht berücksichtigt werden.

Erfahrungsgemäss wird die Anzahl der Bewerbungen die Zahl der zur Verfügung Teilnahmeplätze um ein Vielfaches übersteigen. Zu beachten ist, dass durch die Bewerbung zu keiner Zeit ein Anspruch auf eine Teilnahme entsteht. Über die Platzvergabe wird ausserdem keine Korrespondenz geführt. Zur Durchführung von weiteren von der SUISA unterstützten Songwriting Camps können derzeit noch keine Angaben gemacht werden.

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Das vierte SUISA Songwriting Camp findet vom 5. bis 7. Juli 2021 in den Powerplay Studios in Maur bei Zürich statt. Es ist möglich, dass wegen der Corona-Pandemie nicht alle Teilnehmenden vor Ort sein werden, sondern sich über Internet zuschalten. Für SUISA-Mitglieder besteht die Möglichkeit, sich für eine Teilnahme zu bewerben. Text von Erika Weibel und Manu Leuenberger

SUISA Songwriting Camp 2021: Ab sofort können sich SUISA-Mitglieder bewerben

Teamwork am SUISA Songwriting Camp 2019: Am Morgen wird mit einem leeren weissen Blatt begonnen, bis am Abend muss ein vollständiger Demotrack fertig sein. (Foto: Tabea Hüberli)

Mit dem SUISA Songwriting Camp bietet die SUISA einigen ihrer Mitglieder die Chance, zusammen mit renommierten Produzenten und Songschreibern aus dem In- und Ausland unter professionellen Bedingungen Popsongs im Team zu komponieren. In der Regel sind am 3-tägigen Anlass insgesamt zwischen 30 bis 40 Musikschaffende mit dabei.

Wer am…Weiterlesen

«Amen»: Wieder ein ESC-Song aus dem Songwriting Camp der SUISA

Der Eurovision Song Contest wird nach der Absage 2020 nun wieder durchgeführt. In Rotterdam wird ein Song zu hören sein, der am Songwriting Camp der SUISA in den Powerplay Studios in Maur entstanden ist. Wir haben mit dem Zürcher SUISA-Mitglied Tobias Carshey gesprochen, der «Amen» zusammen mit Jonas Thander und Ashley Hicklin geschrieben hat. Gesungen wird der Song jedoch vom Wiener Vincent Bueno – für Österreich. Interview von Gastautor Markus Ganz

«Amen»: Wieder ein ESC-Song aus dem Songwriting Camp der SUISA

Tobias Carshey singt am SUISA Songwriting Camp die Gesangsspur für die Demoaufnahme von «Amen» ein. (Foto: Tabea Hüberli)

Tobias Carshey, wie entstehen deine Songs normalerweise?
Tobias Carshey: Ich schreibe aus meinem Leben heraus – und entsprechend unterschiedlich kommt es heraus. Tendenziell setze ich mich hin und schreibe; manchmal kommt die Melodie zuerst, seltener der Text, meistens gehe ich von der Musik aus.

Bist du meistens alleiniger Autor deiner Songs?
Beim Schreiben ja, beim Arrangieren nicht.

Auf deiner Website schreibst du: «Writing songs is and was always a very personal process to me». War es schwierig, am Songwriting Camp mit dir unbekannten Songwritern zusammenzuarbeiten?
Zu Beginn sehr. Ich ziehe mich sonst gerne an einen stillen Ort zurück, wo ich vor mich hinarbeiten kann. Am Songwriting Camp war ich exponiert und musste in einem Team zusammenarbeiten. Ich habe das zwar schon mal gemacht, aber …

… hier war der Druck wohl grösser, weil du erstmals mit dem schwedischen Producer Jonas Thander und dem schottischen Topliner Ashley Hicklin zusammengearbeitet hast?
Genau, es ist einfach eine neue Situation: Da gibt es neue Dynamiken, die man zuerst verstehen muss. Ich hatte das Glück, dass Ashley Hicklin am Anfang mit einer konkreten Idee das Zepter in die Hand nahm.

Wie lief das ab, hast du Songideen mitgebracht?
Ich würde es heute anders machen, aber damals bin ich einfach hingegangen. Es war mein erstes Mal an einem Songwriting Camp, und ich wollte da völlig unvoreingenommen sein. Bevor wir zu schreiben begannen, haben wir uns aber noch Stücke von mir angehört, damit Jonas Thander und Ashley Hicklin hörten, woher ich musikalisch komme.

War dies wichtig, damit die Beiden erkennen konnten, wo deine Stärken liegen?
Genau, diesbezüglich war mein Song «Almond Eyes» der Ausgangspunkt.

An einem Songwriting Camp gibt es eine gewisse Spezialisierung mit Producer und Topliner. Was war deine Rolle, warst du eher Sänger im Sinn eines Interpreten oder warst du als Songwriter involviert?
Ich war durchaus auch als Songwriter involviert: Meine zwei Partner haben mich für voll genommen.

Jonas Thander Ashley Hicklin

Der schwedische Produzent Jonas Thander (l.) und der in Edinburgh beheimatete Songwriter Ashley Hicklin bei der konzentrierten Arbeit an der Komposition im Studio A der Powerplay Studios in Maur. (Foto: Tabea Hüberli)

Hat für dich diese Arbeitsteilung Sinn ergeben?
Sehr, weil jeder entsprechende Erfahrungen hat und wir von dieser Rollenverteilung ausgingen. Denn es kann leicht zu Reibungen kommen, wenn drei Songwriter zusammenarbeiten, die sich nicht kennen. So kann man sich auf seine Kompetenzen zurückziehen, wenn man sich nicht einig ist, und kommt doch voran mit dem Song.

Wie weit ging die Spezialisierung?
Es war klar, wer welche Funktion hat. Aber es galt jeder als kompetent genug, um überall mitreden zu können, ob im Songwriting oder im Text, auch in der Produktion.

Wie hat sich deiner Meinung nach ausgewirkt, dass ihr noch nie miteinander einen Song geschrieben oder musiziert habt, kein eingespieltes Team wart?
Ash und Jonas haben sich schon gekannt, aber das spielte keine Rolle, weil es erfahrene Musiker sind, die die Dynamiken eines Songwriting Teams kennen. Deshalb konnte ich gut als Neuling reinkommen und gewissermassen mitfliessen. Wenn alles Neulinge gewesen wären, dann wäre es wohl eine Lotterie gewesen.

Habt ihr auch gejammt oder habt ihr etwas beschlossen und dann hat jeder separat für sich seinen Job erledigt?
Es gab keinen Moment, wo jemand für sich selbst getüftelt hat – das war für mich neu. Ich bin eher der Typ, der sich zurückzieht, um eine Idee weiterzuentwickeln und sie dann im Plenum vorzustellen. Am Songwriting Camp kam Ashley Hicklin gleich zu Beginn mit einem Refrain. Das war dann der Ausgangspunkt für unsere Arbeit, was auch zum Ziel passte, einen ESC-Song zu schreiben. Und dann war die Bahn frei für alle.

Thander Carshey Hicklin SUISA Songwriting Camp

Die Miturheber von «Amen» beim gemeinsamen Tüfteln (v.l.n.r.): Jonas Thander, SUISA-Mitglied Tobias Carshey und Ashley Hicklin. (Foto: Tabea Hüberli)

Der Refrain war zuerst da: Wie dominant war das Ziel, einen ESC-Song – also einen potentiellen Hit – zu schreiben, also eingängig zu bleiben?
Das war uns schon bewusst, hatte aber keinen Einfluss auf das Feeling des Songs. Wir achteten zudem darauf, dass wir den Song in drei Minuten auf den Punkt brachten.

Spielte auch der Faktor eine Rolle, dass man sich trotz des Hit-Charakters auch abheben muss mit etwas Speziellem?
Bei uns nicht besonders. Aber unser Song stach im Vergleich zu anderen Songs des Songwriting Camps heraus, weil wir ihn sehr ruhig gehalten haben – nur Klavier, Gitarre und meine Stimme, wir haben auch keine Effekte wie Auto-Tuning eingesetzt. Das war meiner Meinung nach auch die Stärke des Songs: Der funktioniert auch allein mit einer Gitarre, was untypisch zu sein schien.

Wie unterscheidet sich der Song «Amen» vom Ende des Camp-Tages von demjenigen, der jetzt am ESC zu hören ist?
Er ist pompöser geworden. Das Original ist sehr reduziert: eine Bassdrum, mein Gesang, eine akustische Gitarre und ein Piano. Jetzt sind auch Streicher und Backing Vocals zu hören.

Wie ist es, dass nun jemand anders diesen Song – der immerhin zu einem Drittel von dir stammt – interpretiert?
Ich habe schon früher Songs für andere geschrieben, und einmal hat eine Interpretation auch weh getan, weil es ein persönlicher Song war. Ich finde es aber mega-spannend und auch mega-schön, dass Vincent Bueno den Song «Amen» mit seiner eigenen Geschichte interpretiert, ihm eine eigene Bedeutung verleiht. No regrets!

Wie hat das Songwriting Camp dein Vorgehen beim persönlichen Songwriting verändert?
Mich hat vor allem die lockere, auch freie Herangehensweise beeinflusst. Ich bin sonst wahrscheinlich zu streng mit mir, zu verbissen, um einfach draufloszuschreiben und auszuprobieren.

Machte dir das Tempo zu schaffen, dass man am Songwriting Camp in einem Tag den Song fertig haben muss?
Ja, das machte mir schon Mühe. Weil wirklich krasse, richtig gute, zeitlose Songs brauchen meiner Meinung mehr Zeit für die Entwicklung. Ich bin mich aber gewohnt, dass ich bei solchen Dogmen oft eines Besseren belehrt werde.

www.tobiascarshey.com

Eurovision Song Contest 2021: Im zweiten Semifinale des ESC wird am 20. Mai 2021 sowohl Vincent Bueno mit «Amen» für Österreich wie auch Gjon’s Tears mit «Tout l’univers» für die Schweiz antreten. Das Finale folgt am 22. Mai.

Songwriting Camp: Das von der SUISA in Zusammenarbeit mit Pele Loriano Productions organisierte Songwriting Camp hat bereits mehrere international erfolgreiche Popsongs hervorgebracht. «Amen» ist der fünfte Song aus dem SUISA Songwriting Camp, der es bis ins Halbfinal oder Final des Eurovision Song Contests schaffte. Das von Luca Hänni mitkomponierte und gesungene Stück «She Got Me» erreichte am ESC 2019 den vierten Platz. Ebenfalls qualifiziert waren «Répondez-moi» (Gjon’s Tears, für die schlussendlich abgesagte Veranstaltung im Jahr 2020), «Stones» (2018, Zibbz) und «Sister» (2019 für Deutschland, Sisters).

Die Credits von «Amen»:
Lyrics/Music by: Tobias Carshey (CH), Ashley Hicklin (UK), Jonas Thander (SE). Produced by: Jonas Thander (SE), Mikolaj Trybulec(PL), Pele Loriano (CH). Recorded by: Pele Loriano, Jonas Thander, Mikolaj Trybulec, Mixed by: David Hofmann. Published by: Schneeblind Publishing, ORF Musikverlag. Label: Unified Songs.

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