SUISA-Generalversammlung: Die Meinung der Mitglieder zählt

Die Generalversammlung der SUISA findet am Freitag, 21. Juni 2019, im Kongresszentrum Biel (Konzertsaal) statt. Zum ersten Mal werden der Generalversammlung zwei Rechnungen präsentiert; ein Novum in der SUISA-Geschichte. Weiter stehen Wahlgeschäfte an: Es geht um die Gesamterneuerung des Vorstands sowie der Verteilungs- und Werkkommission sowie die Ersatzwahl in die Beschwerdekommission. Text von Dora Zeller

SUISA-Generalversammlung 2019: Die Meinung der Mitglieder zählt

Nachdem sich die stimmberechtigten Mitglieder und Gäste letztes Jahr im Bierhübeli Bern getroffen hatten (im Bild), findet die nächste Generalversammlung der SUISA am Freitag, 21. Juni 2019, im Konzertsaal des Kongresszentrums Biel statt. (Foto: Manu Leuenberger)

An der SUISA-Generalversammlung 2019 wird den stimmberechtigten Mitgliedern unter dem Traktandum Geschäftsbericht neben der gewohnten Jahresrechnung der Genossenschaft für das Jahr 2018 erstmals auch der Abschluss einer Konzernrechnung für die SUISA-Gruppe zur Genehmigung vorgelegt. Die Konzernrechnung enthält die Jahresabschlüsse der Gesellschaften, die direkt oder indirekt von der SUISA kontrolliert werden. Dazu gehört die Tochtergesellschaft SUISA Digital Licensing AG mit Sitz in Vaduz (FL) sowie das Joint Venture Mint Digital Services AG, an dem die SUISA eine Beteiligung von 50% hält. Beide Abschlüsse wurden von der Revisionsstelle BDO geprüft und zur Genehmigung empfohlen.

Wahl des Vorstands

Von den 15 aktuellen Mitgliedern des Vorstands der SUISA stellen sich 13 zur Wiederwahl für eine weitere Amtsdauer zur Verfügung. Zwei Bisherige werden den Vorstand aufgrund der Amtszeitbeschränkung verlassen: Marco Zanotta (Vizepräsident) und Bertrand Liechti (Präsident der Vorstandskommission Finanzen und Kontrolle) haben während zwanzig Jahren die Geschicke der SUISA mitgestaltet. Vor ihrer offiziellen Verabschiedung werden sie auf ihre Amtszeit zurückblicken und ihre Erinnerungen und Highlights mit den Anwesenden teilen.

Mit den vorgeschlagenen zwei neuen Mitgliedern soll der Vorstand verjüngt werden. Der Genfer Grégoire Liechti, Jahrgang 1981, soll Bertrand Liechti ersetzen; die Unternehmerin Sylvie Reinhard, Jahrgang 1980, Marco Zanotta. Während Grégoire Liechti langjährige nationale wie internationale Erfahrungen im Verlegergeschäft mitbringt, ergänzt Sylvie Reinhard das Vorstandswissen im Bereich digitale Innovation und Kultur.

Weitere Wahlgeschäfte

Die Verteilungs- und Werkkommission setzt sich aus höchstens 22 Mitgliedern zusammen; 21 stellen sich zur Wiederwahl. Grégoire Liechti, Mitglied seit 2015, ist zurückgetreten und kandidiert für den Vorstand. Für den frei werdenden Sitz wird der Nominierungsausschuss rechtzeitig in den üblichen Publikationskanälen auf die Ersatzwahl anlässlich der GV 2020 hinweisen und die relevanten Musikurheber und –verleger-Verbände um eine Vorauswahl bitten.

An der GV 2018 blieb der für die zweite fachkundige Person reservierte Sitz in der neu geschaffenen Beschwerdekommission vakant. Der Vorstand beantragt jetzt der Generalversammlung, Marco Zanotta als externes Mitglied in die Beschwerdekommission zu wählen. Er ist weder Auftraggeber noch Mitglied der SUISA.

Vergütungen und Anlagepolitik

Die an der letzten Generalversammlung revidierten Statuten, in Kraft seit dem 1. Januar 2019, weisen der Generalversammlung neue Kompetenzen zu. Sie ist zuständig für die Vergütungen und die sonstigen Leistungen an den Präsidenten oder die Präsidentin und an die Mitglieder des Vorstands und für die allgemeine Anlagepolitik. Der Vorstand legt dazu das seit 2009 geltende Entschädigungsreglement vor und hat die allgemeinen Grundsätze zur Anlagepolitik ausgearbeitet und beantragt dessen Genehmigung.

Zu guter Letzt bietet die SUISA-GV einmal mehr Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit anderen Mitgliedern und mit Gästen aus Politik, Kultur, Verbänden etc. sowie mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der SUISA ins Gespräch zu kommen. Nutzen Sie diese Möglichkeiten zur Mitbestimmung und zum Austausch und kommen Sie möglichst zahlreich am Freitag, 21. Juni 2019, nach Biel.

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SUISA-Generalversammlung 2019: Die Meinung der Mitglieder zählt

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Das erste Jahr der SUISA Digital Licensing AG

Vor etwas mehr als eineinhalb Jahren gründete die SUISA ihre Tochtergesellschaft, die SUISA Digital Licensing AG. Die Tochtergesellschaft hat nun ihr erstes vollständiges Geschäftsjahr hinter sich. Ein Jahr, das vollumfänglich im Zeichen des Aufbaus stand und eine Vielzahl neuer Erkenntnisse brachte. Es ist Zeit für einen Rückblick und ein erstes Zwischenfazit. Text von Fabian Niggemeier

Das erste Jahr der SUISA Digital Licensing AG

Das erste Geschäftsjahr der SUISA Digital Licensing AG war geprägt von Verhandlungen mit vielen «Music Service Providern», erfolgreich geführt gemeinsam mit der SESAC Digital Licensing AG. (Foto: MichaelJayBerlin / Shutterstock.com)

Mit der Gründung der Tochtergesellschaft, kurz SUISA Digital genannt, lagert die SUISA die gesamte grenzüberschreitende und internationale Onlinelizenzierung aus. Neu ist die SUISA selbst nur noch für die Lizenzierung von Musiknutzungen auf Homepages und Musikdiensten zuständig, die sich nur an Schweizer Publikum richten.

Die Aufgaben der SUISA Digital

Seit bald sechs Jahren vergibt die SUISA für Online-Nutzungen paneuropäische Lizenzen. Mit anderen Worten werden die Rechte der SUISA-Mitglieder in der Onlinewelt nicht nur für die Schweiz vergeben, sondern direkt für ganz Europa. Dank hervorragenden IT-Systemen in diesem Bereich konnte die SUISA die Einnahmen ihrer Mitglieder beträchtlich erhöhen.

Im Jahr 2017 stand ein weiterer Schritt an: Die SUISA gründete mit der US-amerikanischen Gesellschaft SESAC das Joint Venture Mint Digital Services. Bis anhin verhandelte die SUISA Verträge mit Musikanbietern im Internet («Music Service Provider», kurz: MSP) und administrierte die Verträge im Anschluss selbst. Mit der Gründung des Joint Ventures wurden diese zwei grundlegenden Tätigkeiten getrennt und ausgelagert. Mint Digital Services ist für die Administration der Verträge verantwortlich, d.h. die technische Verarbeitung und die Rechnungstellung im Namen der Rechteinhaber, während SUISA Digital für die Marktüberwachung, die Markterschliessung und das Aushandeln der Verträge zuständig ist. Als weitere Neuerung wurde die Gültigkeit der Verträge von Europa auf fast die ganze Welt ausgedehnt.

SUISA Digital baut somit ein globales Lizenzierungssystem auf und bietet dieses System auch Dritten an. Verwertungsgesellschaften aus anderen Ländern können SUISA Digital ebenso beauftragen wie Verlage (für ihr angloamerikanisches Repertoire) oder Urheber aus aller Welt. Damit kann eine kosteneffiziente Wahrnehmung der Rechte bestmöglich sichergestellt werden.

Gemeinsame Lizenzen

SUISA Digital geht dieser Aufgabe nicht alleine nach. Es ist im Interesse der Rechteinhaber wie auch der MSP, die Verhandlungen so effizient wie möglich zu gestalten. Das heisst mit so wenig Verträgen wie möglich, so viele Rechte wie möglich zu erlangen. Aus diesem Grund bietet SUISA Digital allen MSP an, den Vertrag auf das Repertoire der SESAC Digital Licensing AG (kurz: SESAC Digital) auszuweiten. Stimmt der MSP zu, so führen SUISA Digital und SESAC Digital die Verhandlungen gemeinsam und bündeln ihr Repertoire in eine Joint License.

Dies ist im Interesse der MSP, da sie weniger Verhandlungsaufwand haben, aber auch im Interesse von SUISA Digital und SESAC Digital, denn durch die Verbindung der Repertoires, kann ein für die Anbieter hochinteressantes «Paket» angeboten werden. Der Vorteil dieses Pakets ist auch, dass dieses nicht nur Kompositionen enthält, die in der Schweiz oder Europa genutzt werden, sondern die auf der ganzen Welt auf eine rege Nachfrage stossen.

Die Verhandlungen

Mit einem kleinen, aber motivierten Team ging es Ende 2017 nun darum, die Verhandlungen vorzubereiten. Eine Vielzahl von Informationen und Zahlen mussten zusammengetragen und verknüpft werden. Die Vertragsgestaltung ausserhalb der Schweiz und Europas stellte das Verhandlungsteam vor Herausforderungen. Man einigte sich darauf, den Preis der Musik im Wesentlichen an den lokalen Stellenwert der Musik und die lokale Kaufkraft zu knüpfen. Dadurch kann sichergestellt werden, dass eine angemessene Entschädigung in Rechnung gestellt werden kann, die für die Konsumenten bezahlbar bleibt.

Aus wirtschaftlichen Überlegungen war es ausserdem klar, dass zuerst die grossen MSP angegangen wurden. Die sechs grössten Anbieter sind für rund 80% des Umsatzes verantwortlich. Natürlich gilt dieser statistische Durchschnitt nicht für die Musik von allen Mitgliedern: Wer in einer spezifischen Musikrichtung tätig ist, wird allenfalls auf Plattformen, die sich speziell auf dieses Genre fokussieren, den grösseren Umsatz haben. Trotzdem galt es, die Anbieter nach der Marktgrösse zu priorisieren; im Bewusstsein, dass gewisse dieser grossen Anbieter zu den mühsamen Verhandlungspartnern gehörten.

Mit einer Mischung aus Konsequenz, Verständnis und Härte gelang es, in den Verhandlungen gute Fortschritte zu machen. Nach zwölf Monaten konnten mit allen grossen MSP Verträge abgeschlossen werden oder die Verhandlungen stehen unmittelbar vor dem Abschluss. Da diese Verträge nun im Trockenen sind, gilt es die Marktabdeckung zu vervollständigen.

Bis jetzt wurden gemeinsam mit der SESAC Digital Verträge mit den folgenden Anbietern abgeschlossen:
YouTube, Spotify, Apple Music, Apple iTunes, Google Play, Deezer, Beatport, Facebook, Soundcloud, Melody VR und Qobuz.

Laufende gemeinsame Verhandlungen finden statt mit den Anbietern:
Amazon, Napster, Tidal, Juke, 7Digital, dailymotion, Mixcloud, Red Karaoke, Soundtrack your Brand, What people play, Anghami, Auro, Bleep, Emoticast, Idagio, Smule, Xtendamix, Yousician, Better Day Wireless, DJ City, Juno, Linn Record, Musically, Recisio und Radionomy.

Hinzu kommen weitere rund 20 MSP, von welchen Rückmeldung erwartet werden, sowie rund 10 MSP, welche nur national in auserwählten Territorien tätig sind.

Verteilung

Wie eingangs erwähnt werden die Verträge vom Joint Venture Mint Digital Services verarbeitet und administriert. Die Verteilung der Einnahmen erfolgt jedoch über SUISA Digital und die SUISA. Dabei liegen zwischen der Nutzungsperiode und der Verteilung mindestens sechs Monaten. Der Grund hierfür ist, dass wir im Gegensatz zum traditionellen Offlinebereich nicht das Weltrepertoire vertreten. Wir können also nicht alles in Rechnung stellen und dann verteilen, sondern nur was wir identifizieren.

Diesbezüglich sind wir auf die Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedern angewiesen: Je schneller die Werke angemeldet werden, desto schneller können wir Rechnung stellen. Aus diesem Grund warten wir je nach MSP zwischen 60 und 100 Tagen mit dem Verarbeiten der Reports. Dadurch kann sichergestellt werden, dass der Grossteil der neuen und damit meistgenutzten Werke angemeldet sind und durch uns abgerechnet werden können. Verteilt werden die Einnahmen dann jeweils spätestens im Quartal, nachdem die Zahlung des MSPs Geld bei uns eingegangen ist.

Aktuell wird es auch zu grösseren Abrechnungen kommen. Da alle Verträge neu verhandelt wurden,konnte während der laufenden Verhandlungen keine Rechnung gestellt werden. In den Fällen von Spotify oder Deezer führte dies dazu, dass die Nutzungen des ganzen Jahres 2018 erst Anfang 2019 in Rechnung gestellt wurden.

Ausblick

Im zweiten Geschäftsjahr wird die SUISA Digital ihr Augenmerk erstens darauf richten, den Musikmarkt im Internet so lückenlos als möglich zu erfassen. Zweitens gilt es parallel dazu neue Märkte auch ausserhalb Europas zu erschliessen und dafür zu sorgen, dass die SUISA-Mitglieder von überall auf der Welt die ihnen zustehende Vergütung erhalten. Hierzu wird zusammen mit Mint laufend daran gearbeitet, die Systeme und Prozesse zu verbessern, um unseren Mitglieder auch zukünftig die bestmögliche Dienstleistung zu erbringen.

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  1. Walter Thut sagt:

    Guten Tag,
    einen Fall welcher mich und andere von der SUISA vertretene Komponisten betrifft, und die oben genannten Zeitverschiebungen bei den Abrechnungungen fuer Urheber stark in Frage stellt, moechte ich gerne hier beschreiben:

    Die Urheber des bei dere SUISA angemeldeten Songs BACK TO THE DIRTY TOWN haben viele Millionen Clicks uf Youtube, und viele Screenshots Belege dass dieser Song seit 2017 z.B. in der Schweiz, Frankreich und den USA dauernd Webungen vorgeschaltet hat.

    Leider haben die Urherber von der SUISA noch keine einzige Ueberweisung erhalten. Obwohl die SUISA uns vor mehr als einem Jahr bestatigt hat, dass sie cies Clicks auch erfasst haben, und dass wir Verguetungen von der SUISA bis spaetestens Ende 2018 bekommen werden, haben wir noch keine einzige Abrechung dazu, und keinen einzigen Rappen ueberwiesen erhalten.

    Bei unserem digitalen Vertrieb funktioniert hingegen die Abrechnung sehr gut, und liegt bei mehreren Tausend CHF pro Jahr.

    Was stimmt hier nicht?

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Die Aufgaben der SUISA Digital

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Klangraumvermesser und Raumklangforscher

Der Saxophonist Bertrand Denzler arbeitet im Spannungsfeld zwischen Improvisation und Komposition an immer neuen Ausdrucksmöglichkeiten. Nun beabsichtigt der 55-jährige Genfer mit Wohnsitz Paris anhand einer «wandernden Residenz» die Grenzen seines künstlerischen Dialogs mit anderen weiter auszudehnen. Die FONDATION SUISA unterstützt dieses Vorhaben finanziell mit einem Get Going!-Beitrag. Gastbeitrag von Rudolf Amstutz

Bertrand Denzler: Klangraumvermesser und Raumklangforscher

Bertrand Denzler (Foto: Dmitry Shubin)

Unermüdlich, vielseitig und umtriebig sind nur drei Umschreibungen, wie man das künstlerische Wirken von Bertrand Denzler charakterisieren könnte. Wer sich auf seiner Website umsieht, fühlt sich erstmal ob der schieren Menge seiner Projekte und Formationen erschlagen. Denzler lacht: «Ich habe mittlerweile das Ganze etwas übersichtlicher gebündelt». In der Tat: Auf den zweiten Blick macht alles Sinn. Und wer in der Folge in die online verfügbaren Sounds eintaucht, kann sich Denzlers künstlerischer Vision kaum mehr entziehen. Die fein austarierten Klangskulpturen scheinen im ersten Moment eine einladende Einfachheit zu offenbaren. Doch dahinter lauert eine fast hypnotische Komplexität mit ungeheurer Sogwirkung.

«In meinen Kompositionen geht es nicht primär um die narrative Form, sondern um die innere Struktur. Deshalb erscheinen die Stücke relativ einfach, obwohl sie nicht einfach zu spielen sind. Der Musiker soll nicht von allzu vielen Ideen abgelenkt werden, er soll sich voll und ganz auf den Klang und dessen Präzision konzentrieren können», erklärt Denzler seine Absicht.

Er bezeichnet seine prozessorientierten Kompositionen als Raum. Meist sind sie nicht traditionell notiert, sondern in ihrer Struktur vorgegeben. «Ich will, dass man als Musiker involviert ist, mitdenken muss», betont Denzler. Und fügt an: «Oft ist bloss die zeitliche Struktur festgelegt, nicht aber die rhythmische. Die vorgegebenen Regeln lassen immer sehr viele Möglichkeiten offen.»

Denzler praktiziert dieses Vermessen des Raumes mit der gleichzeitigen Erforschung des Raumklangs mit verschiedensten Formationen, darunter das Trio Sowari, Hubbub, Denzler-Gerbal-Dörner, The Seen, Onceim oder Denzler-Grip-Johansson. Gleichzeitig bricht er auch immer wieder aus, improvisiert als Gastmusiker in Formationen wie Jonas Kocher’s internationalem Šalter Ensemble, im Duo mit Hans Koch oder ganz einfach solo.

Sein Lebenslauf, meint Denzler, sei eigentlich ziemlich typisch für einen europäischen Musiker seiner Generation. Angefangen hat dies mit klassischer Musik und gleichzeitigem privaten Hören von Pop und Rock. Der pure Wissensdurst hat ihn aber auch relativ rasch mit den verschiedensten Arten, wie auf dieser Welt musiziert wird, bekannt gemacht. «Und irgendwann», so Denzler, «wurde der Jazz zu meiner Hauptbeschäftigung, weil mich die Improvisation, also die Umsetzung des Denkens in Echtzeit, fasziniert hat.»

Auf den Jazz folgte die freie Musik, auch wenn Denzler heute noch von der Philosophie und dem improvisatorischen Ansatz von Grössen wie Albert Ayler und John Coltrane beeindruckt und wohl auch weiterhin beeinflusst ist. Im Gegensatz zu vielen Improvisatoren, die – wenn sie sich mal vom kompositorischen Ansatz abgewandt haben – nie mehr zurückkehren, hat Denzler für sich jenen Raum gefunden, der sich architektonisch aus dem Spannungsfeld von Improvisation und Komposition immer wieder aufs Neue bilden kann. «In den letzten zehn Jahren kam in mir das Gefühl auf, dass ich im immer gleichen System improvisiere. Ich hatte plötzlich wieder das Bedürfnis, innerhalb meiner Musik Strukturen aufzubauen.»

Die künstlerische Vision Denzlers ist nicht nur im übertragenen Sinne eine Art Forschungsreise: Er möchte diesen «Raum» als «wandernde Residenz» an geographisch unterschiedliche Orte tragen, um dort andere Musikerinnen und Musiker zu treffen und gemeinsam mit ihnen neue Musik entstehen zu lassen. Das Vorhaben scheiterte bislang nicht nur aus finanziellen Gründen, sondern auch weil ein solch offenes Projekt nicht den Rahmenbedingungen herkömmlicher Förderpolitik entspricht. Die Anstossfinanzierung durch den Get Going!-Beitrag der FONDATION SUISA macht die Umsetzung nun möglich, weil – so Denzler – «sie es mir erlaubt, der Kreativität zu folgen anstelle einer vordefinierten Bedingung.» Strahlend fügt er noch hinzu, es sei, als wäre der Werkbeitrag auf ihn zugeschnitten worden. Und in der Tat erinnert er in seiner Definition fast an eine Denzlersche Komposition, in der die vom Urheber definierten Strukturen noch ungeahnte Möglichkeiten offen lassen …

www.bertranddenzler.com

2018 hat die FONDATION SUISA mit der Vergabe von neuen Werkbeiträgen begonnen. Unter dem Titel Get Going! werden kreative und künstlerische Prozesse finanziell angestossen, die sich ausserhalb der gängigen Kategorien befinden. In einer Porträtserie stellen wir die Empfängerinnen und Empfänger dieser Get Going!-Beiträge vor.

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Eine Karriere als Produzentin oder Produzent von elektronischer Musik?

Am Samstag, 4. Mai 2019, organisiert das Electron Festival, das Genfer Musikfestival der elektronischen Musik, in Zusammenarbeit mit der SUISA und dem Verein «Cultures électroniques» eine Gesprächsrunde. Ziel des Panels ist es, Komponistinnen und Komponisten aufzuweisen, welche Mittel und Wege ihnen zur Verfügung stehen, um sie bei ihrer beruflichen Karriere zu unterstützen. Text von Erika Weibel

Electron Festival: Eine Karriere als Produzentin oder Produzent von elektronischer Musik?

Electron Festival: SUISA-Panel mit Networkinganlass am Samstag, 4. Mai 2019, in Genf: «Eine Karriere als Produzentin oder Produzent von elektronischer Musik? Eine echte Herausforderung!» (Bild: Electron Festival)

Der Weg zum Erfolg ist für Musikerinnen und Musiker oft steinig und verlangt viel Durchhaltevermögen. Diese Erfahrung haben auch zahlreiche erfolgreiche Schweizer Produzentinnen und Produzenten von elektronischer Musik gemacht.

Im Rahmen der Ausgabe 2019 des Electron Festivals, des Festivals der elektronischen Musik in Genf, werden an einem öffentlichen SUISA-Panel unterschiedliche Musikproduzentinnen und -produzenten von ihrem Werdegang berichten. Im Gespräch mit Verantwortlichen von Förderinstitutionen sowie Fachleuten aus der Musikindustrie werden sie konkrete Unterstützungsmöglichkeiten durchleuchten und gemeinsam die aktuelle Situation der elektronischen Musik in der Schweiz analysieren. Das Hauptziel der Gesprächsrunde ist, die Komponistinnen und Komponisten über die bestehende Förderinfrastruktur zu informieren und der Frage nachzugehen, ob die bestehenden Strukturen ausreichend sind.

Das Publikum ist herzlich eingeladen, seine Erfahrungen in die Diskussion einfliessen zu lassen. Nach dem Panel findet ein informeller Apéro statt, der dem Publikum die Möglichkeit bietet, das Gespräch mit den Verantwortlichen der Förderinstitutionen und den Künstlerinnen und Künstlern weiterzuführen.

SUISA-Panel am Electron Festival 2019

«Eine Karriere als Produzentin oder Produzent von elektronischer Musik? Eine echte Herausforderung!»
mit anschliessendem Apéro findet statt:
am Samstag, 4. Mai 2019 um 16 Uhr, im Crea, Rue Eugene Marziano 25, in Genf

Panelteilnehmerinnen und -teilnehmer:
Dominique Berlie, Conseiller culturel, Service culturel (SEC) der Stadt Genf
Marius Käser, Pop music, Pro Helvetia
Albane Schlechten, Direktorin FCMA, Antenne Romande Swiss Music Export
Manuela Jutzi, Co-Geschäftsleiterin Helvetia Rockt

Anwesende Musikschaffende:
Deetron
Garance
Ripperton
Opuswerk
Ramin & Reda
Honorée & Kaylee

Moderation: Anne Flament (RTS-Couleur3)

Das Electron Festival findet vom 25. April bis am 5. Mai 2019 in Genf statt. Weitere Informationen zum Festival finden Sie hier: www.electronfestival.ch

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Fremde Beats und eigene SongsFremde Beats und eigene Songs Die Melodie ist ein Ohrwurm, aber der Groove passt nicht. Seit Tagen fehlt der Rhythmus im Blut, während der geniale Text auf den Lippen liegt. Es gibt viele Gründe, weshalb man einen fremden Beat als Rohmaterial für den eigenen Song zu Hilfe nimmt. Mit diesen rechtlichen Hinweisen und praktischen Tipps zum Umgang mit eingekauften Beats bleibt man auch formell im Takt. Weiterlesen
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SUISA-Mitglieder können sich für das SUISA Songwriting Camp 2019 bewerben | mit Video

Das dritte SUISA Songwriting Camp findet vom 24. bis 26. Juni 2019 in den Powerplay Studios in Maur bei Zürich statt. Ausschliesslich für SUISA-Mitglieder besteht die Möglichkeit, sich für eine Teilnahme zu bewerben. Die von der SUISA in Zusammenarbeit mit Pele Loriano Productions organisierte Veranstaltung brachte bereits mehrere international erfolgreiche Popsongs hervor. Mit «She Got Me», gesungen und mitkomponiert von Luca Hänni, wurde zuletzt zum zweiten Mal in Folge ein Song aus SUISA Songwriting Camp zum Schweizer ESC-Beitrag auserkoren. Text und Video von Manu Leuenberger

Mit dem SUISA Songwriting Camp bietet die SUISA einigen ihrer Mitglieder die Chance, Popsongs mit renommierten internationalen Produzenten und Songschreibern im Team zu komponieren. Das Schweizer Duo Aliose war am letzten SUISA Songwriting Camp mit dabei. Wie die beiden SUISA-Mitglieder ihre Teilnahme erlebt haben, schildern sie im Video.

Wer am Songwriting Camp teilnehmen will, muss über gefestigte musikalische Kenntnisse verfügen, unter Zeitdruck eine kreative Leistung von hohem Niveau abliefern können und für Kritik und Austausch mit den Mitkomponistinnen und Mitkomponisten offen sein.

Die anspruchsvolle Aufgabe ist: In einem Team bestehend aus drei bis fünf Personen innerhalb eines Tages nach Vorgabe einen Popsong zu schreiben – dabei wird am Morgen mit einem leeren weissen Blatt begonnen, bis am Abend muss ein vollständiger Demotrack fertig sein.

Popsongs mit Hitpotential

Der musikalische Stil der Songs kann alle Ausprägungen des zeitgemässen Pop umfassen, der auch in der Hitparade, auf Streamingplattformen oder in Radio/TV erfolgreich sein könnte. Denn die Songs sollen zum einen Verlagen und Interpreten angeboten werden oder zum anderen auch für den Eurovision Song Contest verwendbar sein.

Am SUISA Songwriting Camp 2018 hatten 36 Musikschaffende aus dem In- und Ausland teilgenommen. Von den 19 Songs, die bei der letztjährigen Durchführung entstanden, haben zwei Kompositionen mittlerweile internationale Bekanntheit erlangt: Die Stücke «She Got Meۛ» als auch «Sister» stehen für die Schweiz respektive für Deutschland in der Endrunde des Eurovision Song Contest 2019 in Tel Aviv.

Bewerbungen für das SUISA Songwriting Camp 2019

Das dritte SUISA Songwriting Camp findet statt vom 24. bis 26. Juni 2019 in den Powerplay Studios in Maur bei Zürich. Organisiert wird die Veranstaltung von der SUISA in Zusammenarbeit mit Pele Loriano Productions. Pele Loriano Productions ist im Auftrag der SUISA für die künstlerische Leitung des Songwriting Camps zuständig.

SUISA-Mitglieder können sich für eine Teilnahme am SUISA Songwriting Camp 2019 bewerben. Du bist Produzentin oder Produzent, Songwriterin oder Songwriter (Topliner), Textautorin oder Textautorin und du glaubst, die Anforderungen in Bezug auf musikalisches Handwerk und Fähigkeiten zu erfüllen? Dann schicke uns deine Bewerbung, die Folgendes enthalten sollte:

  • eine Kurzbiographie;
  • aussagekräftige Referenzsongs (mp3-Dateien oder Internet-Links);
  • Kontaktangaben.

Die Bewerbungen sind per Mail zu schicken an die Adresse: songwritingcamp (at) suisa (dot) ch
Einsendeschluss für Bewerbungen ist am: Montag, 22. April 2019

Wichtig: Über dieses Bewerbungsverfahren werden ausschliesslich Teilnahmeplätze an SUISA-Mitglieder vergeben. Wer sich bewirbt, sollte gewährleisten können, dass er an einem oder mehreren der Veranstaltungstage (24. – 26. Juni 2019) für eine Teilnahme zur Verfügung steht.

Termine und Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Die Auswahl aller Künstlerinnen und Künstler, die zum Camp eingeladen werden, erfolgt durch die künstlerische Leitung. Eine geeignete Zusammensetzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist für den kreativen Erfolg der «Songwriting sessions» von entscheidender Bedeutung.

Zusagen respektive Einladungen und weitere Informationen zur Teilnahme am SUISA Songwriting Camp 2019 werden bis am 31. Mai 2019 persönlich durch den künstlerischen Leiter mitgeteilt.

Es werden keine Absagen verschickt. Wer bis zum 31. Mai 2019 keine Zusage erhalten hat, konnte für die Teilnahme am Songwriting Camp 2019 nicht berücksichtigt werden.

Voraussichtlich wird die Anzahl der Bewerbungen die Zahl der zur Verfügung Teilnahmeplätze um ein Vielfaches übersteigen. Zu beachten ist, dass durch die Bewerbung zu keiner Zeit ein Anspruch auf eine Teilnahme entsteht. Über die Platzvergabe wird ausserdem keine Korrespondenz geführt. Zur Durchführung von weiteren von der SUISA unterstützten Songwriting Camps können derzeit noch keine Angaben gemacht werden.

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Doppelmitgliedschaften: SUISA, and else?Doppelmitgliedschaften: SUISA, and else? Die SUISA nimmt die Rechte für ihre Mitglieder weltweit wahr. Den Aufwand und Ertrag einer Mitgliedschaft bei mehreren Urheberrechtsgesellschaften gilt es sorgfältig zu überprüfen und abzuwägen. Auch wer ausserhalb der Schweiz oder des Fürstentums Liechtenstein wohnt, kann Mitglied bei der SUISA sein. Ebenso ist es möglich, zusätzlich zur Mitgliedschaft bei der SUISA bei anderen Verwertungsgesellschaften Mitglied zu sein. Was es bei sogenannten Doppelmitgliedschaften zu beachten gibt, kann man in den folgenden Fragen und Antworten erfahren. Weiterlesen
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  1. Busseniers sagt:

    J ai eu la chance d avoir un feedback de Jeroen Swinnen, le belge, ce qui m a permis de bien evoluer
    C est egalement , a Jeroen Swinnen, que j ai achete le digidesign pro tools ,
    Merveilleux engin
    Bonne journee a Vous
    Christian Busseniers

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Das dritte SUISA Songwriting Camp findet vom 24. bis 26. Juni 2019 in den Powerplay Studios in Maur bei Zürich statt. Ausschliesslich für SUISA-Mitglieder besteht die Möglichkeit, sich für eine Teilnahme zu bewerben. Die von der SUISA in Zusammenarbeit mit Pele Loriano Productions organisierte Veranstaltung brachte bereits mehrere international erfolgreiche Popsongs hervor. Mit «She Got Me», gesungen und mitkomponiert von Luca Hänni, wurde zuletzt zum zweiten Mal in Folge ein Song aus SUISA Songwriting Camp zum Schweizer ESC-Beitrag auserkoren. Text und Video von Manu Leuenberger

Mit dem SUISA Songwriting Camp bietet die SUISA einigen ihrer Mitglieder die Chance, Popsongs mit renommierten internationalen Produzenten und Songschreibern im Team zu komponieren. Das Schweizer Duo Aliose war am letzten SUISA Songwriting Camp mit dabei. Wie die beiden SUISA-Mitglieder ihre Teilnahme erlebt haben, schildern sie im…Weiterlesen

Die Schweiz tritt mit Luca Hänni und einem Song aus dem SUISA Songwriting Camp am Eurovision Song Contest an | mit Video

Zum zweiten Mal in Folge stammt der Schweizer Beitrag für den Eurovision Song Contest aus dem SUISA Songwriting Camp. Der Song «She Got Me» wurde im letzten Juni in den Powerplay Studios vom SUISA-Mitglied Luca Hänni zusammen mit den kanadischen Songwritern Laurell Barker und Frazer Mac sowie dem schwedischen Produzenten Jon Hällgren komponiert. Text und Video von Sibylle Roth

Der Song «She Got Me», der während der Entstehung den Arbeitstitel «Dirty Dancing» trug, wurde im SUISA Songwriting Camp im Juni 2018 von einem Team bestehend aus vier Personen geschrieben. Nachdem Deutschland mit dem Song «Sister» bereits mit einer Komposition aus dem SUISA Songwriting Camp 2018 am Eurovision Song Contest (ESC) in Tel Aviv antreten wird, ist dies ein weiterer grosser Erfolg für das Songwriting Camp, das von der SUISA in Zusammenarbeit mit Pele Loriano Productions organisiert wurde.

«Es ist eine riesige Freude», sagt Luca Hänni , der seit 2015 SUISA-Mitglied ist. Der Berner wurde dank dem Auftritt in einer deutschen Castingshow im Jahr 2012 in einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Seitdem hat er vier Alben und diverse Singles veröffentlicht, zuletzt stand er mit Helene Fischer auf der Bühne. Der ESC ist das nächste grosse Abenteuer in seiner Karriere: Er sei aufgeregt, sagt Hänni, «und ich möchte einfach die beste Show abliefern, die es gibt.»

Luca Hänni nahm letztes Jahr zum ersten Mal am SUISA Songwriting Camp teil. Die kanadischen Songwriter Laurell Barker und Frazer Mac waren bereits zum zweiten Mal mit dabei. Für Laurell Barker ist das Schweizer Camp eine Erfolgsgeschichte: Sie war schon am letztjährigen ESC-Beitrag der Schweiz beteiligt. Den Song «Stones» hat sie zusammen mit ZiBBZ, bestehend aus den SUISA-Mitgliedern Corinne und Stefan Gfeller, geschrieben. Jon Hällgren, der schwedische Produzent, ist der vierte Komponist im Bunde. In Zusammenarbeit mit seinem Sohn Lukas Hällgren hat er im Nachgang zum Camp den Song «She Got Me» für den ESC 2019 ausproduziert.

Das Schweizer Radio und Fernsehen hat den Beitrag für den ESC in Tel Aviv von 20 internationalen Fachjuroren und einem 100-köpfigen Zuschauer-Panel in einem mehrstufigen Verfahren auswählen lassen. Eingereicht wurden über 420 Songs.

Die Schweiz kämpft am 16. Mai 2019 (SRF zwei um 21.00 Uhr) am Eurovision Song Contest in Tel Aviv um den Finaleinzug. Die ESC-Finalshow findet am 18. Mai 2019 (SRF 1 um 20.00 Uhr) statt.

Das SUISA Songwriting Camp fand im Juni 2018 zum zweiten Mal statt. Insgesamt nahmen 36 Musikerinnen und Musiker aus 8 Ländern an der 3-tägigen Veranstaltung in den Powerplay Studios in Maur teil. Entstanden sind 19 Pop-Songs von unterschiedlicher stilistischer Ausprägung. Das Camp wurde von Pele Loriano Productions und der SUISA organisiert.

www.lucamusic.ch

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Eurovision Song Contest - Zibbz: «Wir wollten einen Song schreiben, der zu uns passt» | mit Video «Wir wollten einen Song schreiben, der zu uns passt» | mit Video Mit ihrem Song «Stones» stehen die SUISA-Mitglieder Co und Stee Gfeller, bekannt als ZiBBZ, im Wettbewerb um den Einzug ins Finale des Eurovision Song Contest. Geschrieben haben sie das Stück zusammen mit der kanadischen Songwriterin Laurell Barker am Songwriting Camp von Pele Loriano Productions und der SUISA im August 2017. Im Videobeitrag erzählen die Geschwister mehr über die Entstehung des Songs und weshalb solche Songwriting Camps wichtig sind. Weiterlesen
Kreatives Teamwork am SUISA Songwriting Camp 2018 | mit VideoKreatives Teamwork am SUISA Songwriting Camp 2018 | mit Video Zum zweiten Mal führte die SUISA in Zusammenarbeit mit Pele Loriano Productions ein Songwriting Camp durch. Austragungsort waren wie bei der Premiere vergangenes Jahr die Powerplay Studios in Maur. Insgesamt nahmen 36 Musikerinnen und Musiker aus 8 Ländern an der 3-tägigen Veranstaltung im Juni 2018 teil. Entstanden sind 19 Pop-Songs von unterschiedlicher stilistischer Ausprägung. Weiterlesen
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M4music: Hit the World – so arbeiteten internationale Hit-Komponistinnen

Haben Sie sich schon gefragt, wie Hits entstehen? Wie es zu einem Song kommt, der generationenübergreifend die Füsse zum Wippen bringt? Die SUISA geht diesen Fragen nach und organisiert dazu am M4music 2019 ein Panel. Text von Erika Weibel

M4music: Hit the World – so arbeiteten internationale Hit-Komponistinnen

Beim SUISA-Panel «Hit the World» am M4music Festival 2019 tauschen sich KT Gorique und Valeska Steiner (oben v.l.n.r.) mit Laurell Barker und Shelly Peiken (unten, v.l.n.r.) über Songwriting aus. (Fotos: Jeremie Carron, Christoph Köstlin, Phantasm, Aerin Moreno)

Es gibt Songwriterinnen und Songwriter, die ihre Songs alleine schreiben, andere wiederum schreiben in Teams. Manchmal schreiben sie für sich selber, manchmal für Interpreten aus ganz unterschiedlichen Musikrichtungen. Wie gehen sie dabei vor? Haben die Komponistinnen und Komponisten ein Gespür, ob etwas ein Hit wird? Kann man vom Songwriting leben?

SUISA-Panel Hit the World – vier Songwriterinnen erzählen

Die SUISA organisiert am Freitag, 15. März 2019, am M4music Festival eine Expertinnenrunde, die genau auf diese Fragen eingehen wird. Dazu hat die SUISA vier Songwriterinnen eingeladen, die bereits international und national Erfolge im Pop- und Urban-Bereich gefeiert haben.

Eine Teilnehmerin schreibt Hits unter anderem für Miley Cyrus, Céline Dion, Selena Gomez, Meredith Brooks oder Christina Aguilera. Eine Zweite hat schon bei mehreren hundert Songs mitgewirkt und reist über Kontinente hinweg von einer Songwriting Session zur nächsten. Die Dritte ist eine erfolgreiche Schweizer Singer-Songwriterin, die im In- und Ausland eine grosse und treue Fangemeinde hat. Die Vierte in der Runde schreibt aktuell Schweizer Hip-Hop-Geschichte: 2012 gewann die damals 21-Jährige als erste Frau die Freestyle-Rap-WM in New York. Sie schreibt sowohl Lyrics als auch Beats selber und tourt seit Jahren erfolgreich durch Europa und Übersee.

Die vier Songwriterinnen Valeska Steiner, KT Gorique, Laurell Barker und Shelly Peiken gehen während einer Stunde auf Fragen rund um das Schreiben von erfolgreichen Songs ein und tauschen sich aus, wie sie beim Komponieren ihrer Songs vorgehen. Auf was es ihrer Meinung nach ankommt. Wie sie die damit verbundenen Herausforderungen meistern.

SUISA-Panel am M4music: Hit the World – vier Songwriterinnen erzählen
Freitag, 15. März 2019, 15:00 – 16:15 Uhr, Matchbox

Referentinnen:
Valeska Steiner, Musikerin, BOY, Zürich
KT Gorique, Musikerin, Sion
Laurell Barker, Musikerin, Vancouver/Zürich
Shelly Peiken, Musikerin, Los Angeles

Moderation:
Nina Havel, Zürich

www.m4music.ch

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Debrah Scarlett: «Als Songwriter ist man eine Art einsamer Wolf»«Als Songwriter ist man eine Art einsamer Wolf» Debrah Scarlett war schon international bekannt, bevor sie Mitte März ihre Debüt-EP «DYS(U)TOPIA» veröffentlichte. Zuvor ist die norwegisch-schweizerische Musikerin der SUISA beigetreten. Weiterlesen
Festival Archip-elles – FrauenpowerFestival Archip-elles – Frauenpower Das Genfer Festival für zeitgenössisches Musikschaffen hat sich für die Ausgabe 2019 der Musik aus der Feder von Frauen verschrieben. Archip-elles bietet Werke von Komponistinnen unterschiedlicher Generationen, Herkunft und Ästhetik. Am Freitag, 5. April 2019, sind SUISA-Mitglieder zu einem Besuch am Festival eingeladen. Weiterlesen
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Beim SUISA-Panel «Hit the World» am M4music Festival 2019 tauschen sich KT Gorique und Valeska Steiner (oben v.l.n.r.) mit Laurell Barker und Shelly Peiken (unten, v.l.n.r.) über Songwriting aus. (Fotos: Jeremie Carron, Christoph Köstlin, Phantasm, Aerin Moreno)

Es gibt Songwriterinnen und Songwriter, die ihre Songs alleine schreiben, andere wiederum schreiben in Teams. Manchmal schreiben sie für sich selber, manchmal für Interpreten aus ganz unterschiedlichen Musikrichtungen. Wie gehen sie dabei vor? Haben die Komponistinnen und Komponisten ein Gespür, ob etwas ein Hit wird? Kann man vom Songwriting leben?

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SUISA macht Musik möglich

Ein neues Leitbild, ein neues Organigramm! Fairness, Engagement und Leidenschaft – diese drei Begriffe umreissen das neue Leitbild der SUISA. Im Zentrum steht das Statement «SUISA macht Musik möglich». Auf dem gleichen Grundsatz basiert auch das neue Organigramm der SUISA. Von Irène Philipp Ziebold, COO

SUISA macht Musik möglich

Als Vermittlerin zwischen den Interessen der Musikschaffenden und den Musiknutzern macht SUISA Musik möglich. (Illustration: Zusammenspiel)

Fairen Umgang mit dem Schaffen der Künstler, Engagement beim Vermitteln zwischen den Interessen der Musikschaffenden und den Nutzern sowie Leidenschaft der SUISA-Mitarbeitenden bei ihrer täglichen Arbeit. Im Zentrum des neuen Leitbilds der SUISA steht das Motto «SUISA macht Musik möglich». Auf diesen Grundsatz baut auch das neue Organigramm der SUISA auf, das seit Januar 2019 zum Tragen kommt.

Neues Organigramm

Die neue Organisation ist stärker an den Prozessen orientiert als zuvor. Damit soll gewährleistet werden, dass die Musikschaffenden für die Nutzung ihrer Musik bestmöglich vergütet werden. Mit dem geänderten Organigramm wird die Effizienz der internen Arbeitsabläufe in der SUISA weiter optimiert. Der Hauptprozess – Lizenzieren und Verteilen – steht nun in einem Departement vereint unter einem gemeinsamen Dach.

Die SUISA-Organisationsstruktur gliedert sich wie bisher in drei Departemente: Die Verantwortung über den Kernprozess liegt im neuen Departement «Operations». Dazu kommen das Departement «Regulations» für die rechtlichen Grundlagen und die internationale Werkdokumentation sowie das Departement «Services» für alle Querschnittsdienste, insbesondere Informatik, Finanzen, Human Resources und Kommunikation.

Die Kompetenzen sind somit auch auf Geschäftsleitungsebene verstärkt gebündelt. So liegt die Verantwortung in Bezug auf die Lizenzierung der verschiedenen Musiknutzungen und in der Folge die Verteilung der entsprechenden Urheberrechtsentschädigungen bei einer Person. Damit sollen aufwändige Schnittstellen vermieden und straffere Prozesse geschaffen werden. Das Ziel ist und bleibt, dass wir alle zukünftigen Entwicklungen im Interesse unserer Mitglieder angehen und dabei nie vergessen, einen zwar effizienten aber auch qualitätshohen Service anzubieten.

Neues Leitbild

Um eine (neue) Organisation zu leben, müssen im Unternehmen die Rahmenbedingungen festgehalten werden. Es ist Aufgabe eines Leitbilds, die Leitplanken, innerhalb derer die Unternehmensstrategie erreicht werden soll, zu definieren. Zudem soll das Leitbild aufzeigen, was der Unternehmenszweck eines Unternehmens ist, was dessen Identität ausmacht und welches Image angestrebt wird. Nicht zuletzt soll das Leitbild für alle Mitarbeitenden ein Orientierungsrahmen sein und motivierend wirken. Ziel ist auch, darin die Vielfalt und Realität der unterschiedlichen Mitarbeitenden und SUISA-Zielgruppen abzubilden- und widerzuspiegeln.

Das bisherige SUISA Leitbild war Ende der 90er-Jahre entstanden. Entsprechend bildete es die heutige Realität der SUISA und ihres Umfeldes nicht mehr ab und wurde den oben genannten Ansprüchen nicht mehr gerecht. Die Geschäftsleitung der SUISA hat deshalb Anfang 2017 die Erstellung eines neuen Leitbilds in Auftrag gegeben. Erarbeitet wurde das neue Leitbild innerhalb eines halben Jahres von einer Arbeitsgruppe bestehend aus 14 SUISA-Mitarbeitenden und zwei externen Experten. Vertreten waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Altersgruppen und Hierarchiestufen sowie aus den drei SUISA-Standorten.

Fairness, Engagement und Leidenschaft – diese drei Begriffe umreissen das neue Leitbild der SUISA. Verbunden mit der optimierten Organisationsstruktur, aus der das neue Organigramm herrührt, sind wir gerüstet und arbeiten tatkräftig an der Umsetzung des Grundsatzes: SUISA macht Musik möglich!

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Einführung eines prozessorientierten Organigramms bei der SUISAEinführung eines prozessorientierten Organigramms bei der SUISA Ab 1. Januar 2019 wird die Organisationsstruktur der SUISA geändert. Der Vorstand hat auf Antrag der Geschäftsleitung die Umsetzung des Projekts «Horizon 2019» beschlossen. Weiterlesen
Rechnungsstellung für die Vergütungen für Musikberieselung und TV-Empfang in Gewerbebetrieben ab 2019Rechnungsstellung für die Vergütungen für Musikberieselung und TV-Empfang in Gewerbebetrieben ab 2019 Unternehmen, die in ihren Geschäftsräumlichkeiten Musik im Hintergrund laufen lassen oder auf Bildschirmen Sendungen zeigen, bezahlen dafür eine Vergütung gemäss dem Gemeinsamen Tarif 3a. Ab 2019 wird die SUISA sämtliche Kunden dieses Tarifs wieder selber betreuen. Weiterlesen
Die SUISA-Mitglieder in ZahlenDie SUISA-Mitglieder in Zahlen Über 38 000 Urheber und Verleger haben die SUISA mit der Wahrnehmung ihrer Rechte beauftragt. Woher stammen sie, wie alt sind sie und komponieren eher Männer oder Frauen? Die untenstehenden Zahlen und Grafiken geben Auskunft über die Mitgliederstruktur der SUISA. Weiterlesen
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Fairen Umgang mit dem Schaffen der Künstler, Engagement beim Vermitteln zwischen den Interessen der Musikschaffenden und den Nutzern sowie Leidenschaft der SUISA-Mitarbeitenden bei ihrer täglichen Arbeit. Im Zentrum des neuen Leitbilds der SUISA steht das Motto «SUISA macht Musik möglich». Auf diesen Grundsatz baut auch das neue Organigramm der SUISA auf, das seit Januar 2019 zum Tragen kommt.

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Revision Urheberrecht: Der Erfolg führt über den Kompromiss – keine Ausnahme für Hotelzimmer

Die Revision des geltenden Urheberrechtsgesetzes gelangt dieses Jahr in die entscheidende Phase. Nach rund 7-jährigen Vorarbeiten laufen jetzt die parlamentarischen Beratungen. Das revidierte Gesetz könnte per 1.1.2020 in Kraft treten, wenn die eidgenössischen Räte am sorgfältig geschnürten Kompromiss festhalten. Text von Andreas Wegelin

Revision Urheberrecht: Der Erfolg führt über den Kompromiss – keine Ausnahme für Hotelzimmer

Die Rechtsprechung in der Schweiz und in Europa ist klar: Wenn ein Hotel Radio- oder TV-Programme empfängt und diese in die Zimmer weiterleitet, handelt es sich um eine urheberrechtlich relevante Nutzung. (Foto: Piovesempre / iStock)

Der lange Weg zu einer kleinen Teilrevision begann vor neun Jahren: 2010 forderte Ständerätin Géraldine Savary vom Bundesrat Lösungen gegen die Nutzung illegaler Online-Angebote. Der Bundesrat antwortete abweisend und fand, die Musikurheber könnten ja einfach mehr Konzerte geben, um die Verluste aus den rückläufigen CD-Verkäufen auszugleichen. Diese Antwort empörte zu Recht die Musikschaffenden, denn nicht alle Komponisten können auch gleichzeitig Interpreten ihrer Werke sein.

Bundesrätin Sommaruga setzte im Sommer 2012 auf die Proteste hin eine Arbeitsgruppe mit der Ausarbeitung von Vorschlägen für eine Gesetzesrevision ein. Die AGUR12 gab im Dezember 2013 ihre Empfehlungen ab. Der Bundesrat arbeitete gestützt auf den Empfehlungen und angereichert mit weiteren nicht akzeptierbaren Vorschlägen 2015 einen Vorentwurf aus, welcher in der Vernehmlassung auf breite Kritik stiess. BR Sommaruga sah sich gezwungen, im Herbst 2016 noch einmal die AGUR einzuberufen. Diese AGUR12 II schloss schliesslich im März 2017 einen Kompromiss. Ende 2017 hat der Bundesrat, in weiten Teilen gestützt auf diesen Kompromiss, dem Parlament eine Revisionsvorlage zugeleitet.

Kernpunkte der revidierten Gesetzesvorlage

Die für die Musikurheber wichtigsten Elemente des Kompromisses sind:

  • Verpflichtung der Hosting Provider, illegale Inhalte zu entfernen und auch ein weiteres Heraufladen zu verhindern (Art. 39d), Regelung zur Bearbeitung von Personendaten, um gegen den illegalen Upload von geschützter Musik Strafantrag zu stellen (Art. 77i). Weitergehende Forderungen der Urheber und Produzenten, z. B. den Zugang zu illegalen Angeboten im Internet zu sperren, stiessen auf grossen Widerstand der Konsumenten und der Netzbetreiber und wurden nicht Teil des Kompromisses. Zu bedenken ist in diesem Zusammenhang, dass solche Sperren für den Musikbereich ohnehin um 10 Jahre zu spät kämen. Dank vielfältigen, kostengünstigen und einfach zu nutzenden legalen Angeboten für das Streamen von Musik konnten Tauschbörsen und illegale Angebote in diesem Bereich stark zurückgedrängt werden.
  • Auskunftsanspruch der SUISA gegenüber den Nutzern bei Tarifverhandlungen und Beschleunigung des Verfahrens für die Genehmigung von Urheberrechtstarifen (Art. 51 und Art. 74 Abs. 2).
  • Erweiterte Kollektivlizenz (Art. 43a): Diese ermöglicht zum Beispiel den einfachen Erwerb einer Lizenz für Veröffentlichungen aus Archiven über die Verwertungsgesellschaften.

Vergütungsanspruch für Video on demand – für die Komponisten unnötig

Darüber hinausgehend hat der Bundesrat vorgeschlagen, auch für die Musik einen Vergütungsanspruch bei Video on demand (VoD) zu schaffen (Art. 13a und 35a). Die Musikschaffenden brauchen diesen Anspruch nicht: Gemäss Art. 10 Abs. 2 sind sie bereits nach geltendem Recht in der Lage, die Nutzung der Werke (hier der Filmmusik) zu erlauben bzw. zu verbieten. Die SUISA hat denn auch mit allen wichtigen Anbietern von VoD-Diensten Lizenzverträge abgeschlossen. Sie braucht dazu keinen neuen gesetzlichen Vergütungsanspruch. Das geltende Gesetz genügt.

Der VoD-Vergütungsanspruch sollte vor allem den Schweizer Filmschaffenden helfen, eine angemessene Entschädigung zu bekommen, wenn Filme auf den neuen Plattformen wie Netflix abgerufen werden. Damit würde der sogenannte «Value gap», der Wertschöpfungsverlust, etwas kleiner, welchen die Filmschaffenden erleiden, weil sie weder an den direkten Erlösen aus «pay per view» noch an den indirekten Erlösen der Plattformen aus Werbeertrag und Verkauf von Nutzungsdaten partizipieren. Anders als bei den weltweit in Verwertungsgesellschaften gut organisierten Komponisten der Filmmusik ist die Verhandlungsmacht der Schweizer Filmschaffenden klein und sie sind deshalb angewiesen auf diesen neuen Vergütungsanspruch.

Entgegen den Empfehlungen der AGUR12 II hat der Bundesrat diesen Anspruch auch auf die Musikurheber ausgedehnt, welche wie erwähnt, dieser gesetzlichen Sonderstellung nicht bedürfen. Der Nationalrat ist in der Detailberatung des Gesetzes im Dezember 2018 leider unserer Argumentation nicht gefolgt und hat keine Ausnahme für die Musikurheber beschlossen. Die Hoffnung liegt nun auf dem Ständerat, welcher sich voraussichtlich in der Märzsession mit dem Thema beschäftigen wird.

Neue Ausnahme von der Vergütungspflicht für Radio- und TV-Empfang im Hotelzimmer?

Quasi über die Hintertür hat der Nationalrat im Dezember 2018 beschlossen, eine parlamentarische Initiative des Walliser FDP-Abgeordneten Nantermod Folge zu leisten und mit einer Ergänzung im Art. 19 Abs. 1 Bst. d im URG eine neue Ausnahme zu beschliessen, wonach die Weiterleitung von Radio- und TV-Programmen, aber auch von Musik- oder Videokanälen auf Abruf im Hotelzimmer, in vermieteten Ferienwohnungen, in Spitalzimmern und Gefängniszellen urheberrechtsfrei ist. Damit würden die Urheber gegenüber der heutigen Rechtslage schlechter gestellt und die Gesetzesrevision würde weitgehend zuungunsten der Urheber ausfallen.

Worum geht es? Falls ein Hotel Radio- oder TV-Programme empfängt und diese in die Zimmer weiterleitet, handelt es sich um eine Weiterverbreitung gemäss Art. 10 Abs. 2 Bst. e URG. Das hat das Bundesgericht 2017 entschieden. Die Anbieter des TV- oder Audioabspielgeräts im Zimmer sind die Hoteliers, die Vermieter von Ferienwohnungen oder die Spitalbetreiber. Alle verfolgen damit einen Gewinnzweck. Es handelt sich also nicht um eine private Nutzung. Die Rechtsprechung in der Schweiz und in Europa ist klar: Es handelt sich um eine urheberrechtlich relevante Nutzung.

Die Entscheide stützen sich auf die «Berner Übereinkunft», den wichtigsten Staatsvertrag im Urheberrecht, und andere internationale Abkommen wie den WCT und den WPPT. Die Schweiz darf diese Staatsverträge nicht missachten. Wir würden damit das Risiko von Sanktionen eingehen, weil die Verpflichtungen aus der Berner Übereinkunft auch in der WTO-Vereinbarung zum Schutz des geistigen Eigentums (TRIPS) verankert sind. Falls diese neue Ausnahme wirklich ins Gesetz aufgenommen würde, könnten deshalb nur die Werke von Schweizer Urhebern darunter fallen, um die Sanktionen zu vermeiden – eine sicher nicht akzeptierbare Ungleichbehandlung.

«Kein Hotelzimmer würde günstiger, wenn diese bescheidenen Kosten für die Urheberrechte wegfallen würden.»

Was kostet es die Hotels heute? Berechnungsparameter ist die Fläche, auf welcher die TV-/Audionutzung stattfindet. Bis 1000m2 beträgt der monatliche Lizenzbetrag Fr. 38.-. Hotels bis zu 50 Zimmern à 20m2 bezahlen somit weniger als Fr. 1.- pro Zimmer pro Monat. Bei grösseren Flächen kostet es wenig mehr. Für 100 Zimmer zahlt der Betrieb Fr. 91.80, also immer noch weniger als Fr. 1.- pro Zimmer pro Monat. Die Kosten sind also bescheiden. Gesamthaft würden jedoch in den heutigen Umständen den Urhebern und anderen Rechteinhabern jährlich rund 1 Mio. Franken entgehen.

Für sein Hotelangebot bezahlt der Hotelier bei seinen Lieferanten für weitere Dienstleistungen. Das reicht vom Strom über die Reinigung bis zur Seife im Badezimmer. Alle diese Dienstleister liefern oder arbeiten nicht gratis, sondern sind Teil der Versorgungskette für Hotels. Der Hotelier verfolgt mit seinem Angebot einen Gewinnzweck, die Unterhaltungsmöglichkeiten tragen zum Zimmerpreis und somit zur Wertschöpfung des Hotels bei. Warum soll der Hotelier die Urheber von Musik und Film nicht bezahlen müssen, wenn er dieses Angebot seinen Gästen bietet? Diese Ausnahme der Hotelzimmer von der urheberrechtlichen Vergütungspflicht würde die Urheber und anderen Rechteinhaber im Vergleich zu den übrigen Lieferanten diskriminieren. Die Konsumenten hätten davon nichts, denn kein Hotelzimmer würde günstiger, wenn diese bescheidenen Kosten für die Urheberrechte wegfallen würden.

Der Kompromiss und die Gesetzesrevision sind in Gefahr

Wie erwähnt haben die AGUR12 II und der Bundesrat eine Kompromissvorlage für die Revision des Urheberrechts geschnürt, welche jetzt auf der Zielgeraden ist. Wird das Parlament mit der Ausnahme der Hotelzimmer die Situation für die Urheber wesentlich verschlechtern, fühlen sich die Urheber nicht mehr ernst genommen und dürften ihrerseits weitere Forderungen an diese Gesetzesrevision stellen. Damit riskiert man, dass es am Ende kein neues Gesetz gibt und die bald 9-jährigen Revisionsarbeiten am Schluss im Sande verlaufen.

Die Musikurheber würden wohl auch mit dem geltenden Gesetz am Ende besser fahren, wenn man ihnen mit der Revision noch die Berechtigung entzieht, bei den Hotels die Weiterleitung ihrer Werke in die Zimmer zu erlauben und dafür entschädigt zu werden.

Es bleibt deshalb für uns wichtig, in den kommenden Monaten für das gut geschnürte Kompromisspaket einzutreten und den Räten klarzumachen, dass zulasten der Urheber keine weiteren Änderungen vorgenommen werden dürfen.

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Wenn die SUISA Politik machtWenn die SUISA Politik macht Die SUISA und die anderen Schweizer Verwertungsgesellschaften haben sich politisch noch nie so stark engagiert wie im Jahr 2018. Doch ist ein politisches Engagement der SUISA gerechtfertigt? Weiterlesen
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Der lange Weg zu einer kleinen Teilrevision begann vor neun Jahren: 2010 forderte Ständerätin Géraldine Savary vom Bundesrat Lösungen gegen die Nutzung illegaler Online-Angebote. Der Bundesrat antwortete abweisend und fand, die Musikurheber könnten ja einfach mehr Konzerte geben, um die Verluste aus den rückläufigen CD-Verkäufen auszugleichen. Diese Antwort empörte zu Recht die Musikschaffenden, denn nicht…Weiterlesen

Die Bearbeitung geschützter Werke

Musikalische Werke, die urheberrechtlich frei sind, können ohne Weiteres bearbeitet werden. Wenn ein Werk jedoch noch geschützt ist, das heisst, dessen Urheber noch nicht mehr als 70 Jahre tot sind, muss der Rechteinhaber die Bearbeitung bewilligen. Doch wie erhält man eine solche Bearbeitungserlaubnis und welche Punkte müssen darin geregelt sein, damit eine Bearbeitung bei der SUISA angemeldet werden kann? Text von Claudia Kempf und Michael Wohlgemuth

Die Bearbeitung geschützter Werke

Für die Bearbeitung eines geschützten Werkes, dessen Urheber noch nicht länger als 70 Jahre tot sind, muss bei den Rechteinhabern die Erlaubnis eingeholt werden. (Foto: Tabea Hüberli)

Ein Urheber hat das Recht darüber zu entscheiden, ob sein Werk bearbeitet und somit auf Basis des Originalwerks ein «Werk zweiter Hand» bzw. eine «Bearbeitung» geschaffen werden darf. Dieses Recht wird durch den Wahrnehmungsvertrag nicht an die SUISA übertragen sondern verbleibt beim Urheber. Möchte jemand ein Werk bearbeiten, so muss er sich an den Urheber wenden und bei ihm direkt die Erlaubnis für die Bearbeitung einholen.

In der Regel räumt der Urheber aber oft einem Verlag mittels eines Verlagsvertrags das Bearbeitungsrecht ein. Der Verleger darf auf dieser Basis einem Dritten erlauben, das Werk zu bearbeiten, oder einen Dritten damit beauftragen, neue Versionen eines Werks zu erstellen. In einem Verlagsvertrag sollte geregelt werden, ob der Verleger in gewissen Fällen eigenständig Bearbeitungen erlauben bzw. in Auftrag geben darf oder er immer Rücksprache mit dem Urheber nehmen muss. Sofern ein Werk also verlegt ist, ist der Ansprechpartner für die Bearbeitungserlaubnis der Verlag.

Bei international erfolgreichem Repertoire kann das Einholen einer Bearbeitungserlaubnis langwierig sein und ist nicht immer von Erfolg gekrönt. Gewisse Rechteinhaber begrüssen es, wenn ihre Werke bearbeitet und so weiterverbreitet werden. Andere Rechteinhaber werten die sogenannte «Werkintegrität» höher und verweigern nahezu jegliche Bearbeitungen. Für die Rechteklärung ist in jedem Fall genügend Zeit im Vorfeld einer Bearbeitung einzuberechnen.

Wichtig: Wurden bereits viele Anfragen an den Urheber oder Verlag gestartet und blieben diese unbeantwortet, kann nicht einfach davon ausgegangen werden, dass ein Werk im Sinne einer «stillschweigenden Einwilligung» bearbeitet werden darf, nur weil man sich um die Bearbeitungserlaubnis «bemüht» hat. Grundsätzlich gilt: Die Bearbeitung eines Werks ohne eine Bearbeitungserlaubnis stellt eine Urheberrechtsverletzung dar und kann zivil- sowie strafrechtliche Konsequenzen mit sich ziehen.

Selbst wenn eine Bearbeitungserlaubnis vorliegt, kann der Bearbeiter nicht in jedem Fall komplett frei über das Werk verfügen. Eine Bearbeitungserlaubnis kann nämlich auch nur für eine bestimmte Art von Bearbeitung erteilt werden (bspw. Übersetzung eines Songtextes in eine andere Sprache, Kürzung des Werks, Remix, Neuinstrumentierung etc.). Darüber hinaus kann sich ein Urheber von Gesetzes wegen immer gegen die «Entstellung» eines Werks wehren, auch wenn er eine Bearbeitungserlaubnis erteilt hat. In diesen (oftmals schwierig zu beurteilenden) Fällen liegt eine Verletzung des «Urheberpersönlichkeitsrechts» vor.

Wesentliche Punkte einer Bearbeitungserlaubnis

Wenn ein Urheber oder Verlag einer Bearbeitung zustimmt, sollte diese Zustimmung, diese Bearbeitungserlaubnis oder Bearbeitungsgenehmigung, schriftlich in einem kurzen Vertrag festgehalten werden. Folgende Punkte sollten darin geregelt werden:

a) Name und Adresse der Vertragspartner (evtl. Künstlernamen)

b) Einräumung der Bearbeitungserlaubnis: Das Werk, das bearbeitet werden darf, muss zwingend genannt sein. Weiter sollte festgehalten werden, inwieweit dieses Werk musikalisch oder textlich bearbeitet werden darf. Zudem ist zu regeln, ob und wie das neu geschaffene Werk bei der SUISA als Bearbeitung angemeldet werden kann.

Gut zu wissen: Die Registrierung eines Werks als Bearbeitung macht nur Sinn, wenn bereits das Originalwerk bei der SUISA angemeldet wurde und beide Werke (Originalwerk und Bearbeitung) nebeneinander (und unabhängig) voneinander genutzt werden sollen. Oftmals werden im Rahmen eines Songwritingprozesses «Bearbeiteranteile» an Mitmusiker vergeben, obwohl noch kein Originalwerk besteht, welches separat genutzt werden soll. Damit keine Missverständnisse entstehen, ist es in diesen Fällen empfehlenswert, die Mitmusiker als Mitkomponisten anstatt als Bearbeiter zu beteiligen.

c) Beteiligung: Das SUISA-Verteilungsreglement weist dem Bearbeiter bei unverlegten Werken ohne Text 20% zu, bei verlegten Werken ohne Text 16,67%. Bei Werken mit Text wird der Bearbeiter mit 15% (unverlegtes Werk) respektive 11,67% (verlegtes Werk) beteiligt. Der Anteil des Bearbeiters ist grundsätzlich frei festlegbar. Branchenüblich sind Beteiligungen, die zwischen 0 und 25% liegen. Eine Ausnahme macht das Verteilungsreglement der SUISA jedoch bei einer Bearbeitungserlaubnis, welche durch einen Verlag erteilt wird: In solchen Fällen darf der Anteil des Bearbeiters nicht höher sein als die reglementarischen Schlüssel. Damit soll verhindert werden, dass die Originalrechteinhaber übermässig geschmälert werden können. Ebenfalls kann ein Rechteinhaber die Bearbeitung erlauben, ohne den Bearbeiter am Werkertrag zu beteiligen.

d) Inverlagnahme der Bearbeitung: Bei der Bearbeitung eines bereits verlegten Werks ist es sinnvoll, in der Bearbeitungserlaubnis festzulegen, ob die Bearbeitung wiederum beim Originalverlag verlegt werden muss (damit der Verlag die Kontrolle der Verlagsrechte bei sich behält). In der Regel wird der Originalverlag darauf bestehen. In diesem Fall ist der zusätzliche Abschluss eines Verlagsvertrages zwischen Originalverlag und Bearbeiter empfehlenswert.

e) Gewährleistung der Rechte: Der Rechteinhaber muss gewährleisten, dass er über die entsprechenden Rechte verfügt, diese Bearbeitungserlaubnis zu erteilen.

f) Ort, Datum, Unterschrift des Rechteinhabers

g) Rechtswahl und Gerichtsstand

Der Sonderfall «Subbearbeitung»

Mit dem Subverlagsvertrag wird häufig auch das Bearbeitungsrecht vom Originalverlag an den Subverleger weitergegeben. Der Subverleger ist somit berechtigt, Bearbeitungen zu erlauben bzw. in Auftrag zu geben. In diesen Fällen wird der Bearbeiter als «Subbearbeiter» oder im Falle eines neuen Textes, z.B. in einer anderen Sprache, als «Subtextautor» registriert. Das SUISA-Verteilungsreglement sieht auch hier vor, dass die Anteile der Subbearbeiter nicht höher sein dürfen als die reglementarischen Schlüssel.

Wie ist eine Bearbeitung bei der SUISA zu melden?

Bei der Anmeldung einer Bearbeitung eines noch geschützten Werks ist zwingend die Bearbeitungserlaubnis beizulegen oder – via Online-Anmeldung – hochzuladen. Der Bearbeiter erhält nur Anteile am Werkertrag, wenn die Bearbeitungserlaubnis Aufschluss darüber gibt, dass der Bearbeiter zu beteiligen ist. Wird kein spezifischer Prozentsatz erwähnt, erhält der Bearbeiter die im Verteilungsreglement festgehaltenen Anteile. Fehlt der Hinweis auf die Beteiligung, erfasst die SUISA den Namen des Bearbeiters bei der Originalversion mit dem Vermerk, dass eine bewilligte Bearbeitung existiert, der Bearbeiter jedoch keine Beteiligung erhält. In diesem Fall erhält der Bearbeiter keine Anteile.

Wenn Verlage neue Versionen von Werken anmelden, die bei ihnen im Originalverlag sind, verzichtet die SUISA auf die Bearbeitungserlaubnis, da der Verlag das Bearbeitungsrecht direkt mit seinen Urhebern klären muss. Dasselbe gilt für Subbearbeitungen.

Zusammenfassung

Um geschützte Werke zu bearbeiten, braucht es immer eine Bearbeitungserlaubnis der Rechteinhaber – je nach Situation ist diese Erlaubnis beim Urheber, bei dessen Erben oder beim zuständigen Verlag einzuholen. Die Bearbeitungserlaubnis ist die Voraussetzung dafür, dass eine Bearbeitung eines noch geschützten Werks bei der SUISA angemeldet werden kann.

Die SUISA unterstützt ihre Mitglieder beim Ausfindigmachen der zuständigen Rechteinhaber. Bei verlegten Werken gibt sie Auskunft über den Verlag und teilt dessen Anschrift mit, damit direkt mit dem Verlag Kontakt aufgenommen werden kann. Bei unverlegten Werken leitet sie die Bearbeitungsanfragen an die Urheber oder deren Erben weiter. Anfragen sind zu richten an: publisher (at) suisa (dot) ch
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