Tagarchiv: Verleger

Willy Viteka, der erfolgreiche Musikverleger und Musikproduzent ist verstorben

Mit Willy Viteka ist am 19. Mai 2020 ein Unternehmer verstorben, der als klassischer Produzenten-Musikverleger einen wesentlichen Beitrag in der schweizerischen Musikbranche geleistet hat. Nachruf von Gastautor Stephan F. Peterer

Willy Viteka, der erfolgreiche Musikverleger und Musikproduzent ist verstorben

Willy Viteka war langjähriges Mitglied der SUISA sowohl als Urheber als auch als Verleger. (Foto: zVg)

Er wurde am 6. November 1949 in Madrid geboren und hat bereits früh eine grosse Begeisterung an den diversen Künsten entdeckt und entschlossen Kunst, Literatur und Musik studiert. Sein grosses Wissen und Netzwerk in der Musikbranche hat er sich aufgebaut, indem er an wichtigen Orten des westlichen Musikgeschehens Tätigkeiten ausübte und sich so umfangreiche Erfahrungen aneignen konnte. Insbesondere hat er einen Teil seiner «Gesellenjahre» in den für das Musikgeschehen besonders wichtigen 70er Jahren als Studiomusiker, Produzent, Autor und Redakteur in London genutzt, welche ihn besonders geprägt haben.

Produzent, Verleger und Unternehmer

Nach seinen Wanderjahren hat er sich 1976, zusammen mit seiner geliebten Frau Olivia, in der Schweiz niedergelassen, von wo aus das engagierte Paar ihr Unternehmen, die Viteka Musik AG, welche sowohl eigene Labels wie auch Musikverlage beinhaltete, aufbaute und führte. Aber auch seiner ursprünglichen Heimat blieb Willy weiterhin verbunden. So hat er insbesondere seine Produktionstätigkeit an seinem Lieblingsort Mallorca ausgeübt und zusammen mit Olivia ein zweites Domizil aufgebaut. Sie waren besonders dort stets im Musikstudio aufzufinden.

Im Rahmen seiner unternehmerischen Tätigkeit spezialisierte er sich, nebst der eigenen Musikproduktion, auch auf die klassische Tätigkeit eines Subverlags in der Schweiz und hatte viele wichtige Werke in seinem Katalog: unter anderem von Kylie Minogue, Milva, Rick Astley, Bananarama, Donna Summer, Cliff Richard, Aitken & Watermann und vielen mehr.

Grosses Engagement für die Schweizer Musikbranche

Willy Viteka hat früh erkannt, dass Musikverleger und Produzenten nicht nur schöpferisch und unternehmerisch tätig sein müssen, sondern dass sie insbesondere auch für ein wirtschaftlich nutzbares Umfeld zu kämpfen haben. Obwohl es zu dieser Zeit bereits eine Vielzahl an Verbänden in der Musikbranche der Schweiz gab, wurde er als «produktionsorientierter Verleger» nicht fündig und suchte sich alsbald gleichgesinnte Unternehmer, um mit diesen zusammen einen neuen Verband zu gründen. So darf man ihn durchaus als Schöpfer-Vater des SVMV, dem Schweizerischen Verband der Musikverleger benennen, welchem er während 27 Jahren vorstand. Im Jahr 2019 wurde er für seine grossen Verdienste zum Ehrenpräsidenten ernannt. Auch bei der Gründung des ASMP, der «Association of Swiss Music Producers» hat er intensiv mitgewirkt und diesen parallel zum SVMV präsidiert.

Mit der Gründung von Branchenverbänden war aber die Arbeit nicht getan, denn diese brauchten auch Aktivitäten, um die gewünschten Effekte zu erzielen. Dazu gehört die Einflussnahme in wichtigen Gremien der schweizerischen Musikbranche, in einer Vielzahl von Ad-hoc-Kommissionen und vor allem auch bei den gesetzgebenden Behörden. Auch die gegenseitige Ausbildung und der Austausch zwischen den Unternehmern und insbesondere auch die Ausbildung von Nachwuchs in der Branche wurde zu einer wichtigen Tätigkeit, da es in der Schweiz keine spezialisierten Schulen und Hochschulen für diese Berufsbilder gab. So hat Willy zusammen mit Vorstandsmitgliedern des von ihm initiierten Verbands und mit der steten Hilfe seiner Frau Olivia als Sekretärin über Jahre hinweg Schulungsanlässe organisiert. Diese fanden ihren Höhepunkt in dem jeweils zweitägigen Musiksymposium in Fürigen, welches zum wichtigsten jährlich stattfindenden Berufsanlass im Kalender der Musikbranche wurde.

Mit der Revision des Urheberrechts in den 80er Jahren und den damit etablierten Leistungsschutzrechten konnte in der Folge auch die Swissperform gegründet werden, in welcher Willy von Anbeginn als Delegierter mitgewirkt hat und auch über einige Jahre Mitglied der Fachgruppe Phono-Produzenten war. Auch bei den Urheberrechtsgesprächen des Instituts für Geistiges Eigentum (IGE) hat er über viele Jahre mitgewirkt, ebenso wie bei der Entwicklung der Standardverträge für Musikverleger, Subverleger und Produzenten.

Im Alter von 70 Jahren gestorben

Nach einer Hospitalisierung aufgrund eines Unfalls hat sich Willy Viteka auch noch mit Covid-19 infiziert und obwohl er vom Virus selbst noch geheilt wurde, war er durch die Erkrankung derart geschwächt, dass er an einer in der Rekonvaleszenz zugezogenen Lungenentzündung im Alter von 70 Jahren erlegen ist.

Wir werden Willy als einen ausserordentlich gutmütigen und herzlichen Menschen in Erinnerung behalten, der mit seiner zugänglichen Art und seinem grossen Einsatz viele Freundschaften in der schweizerischen Musikbranche und darüber hinaus geschmiedet hat.

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Mit Willy Viteka ist am 19. Mai 2020 ein Unternehmer verstorben, der als klassischer Produzenten-Musikverleger einen wesentlichen Beitrag in der schweizerischen Musikbranche geleistet hat. Nachruf von Gastautor Stephan F. Peterer

Willy Viteka, der erfolgreiche Musikverleger und Musikproduzent ist verstorben

Willy Viteka war langjähriges Mitglied der SUISA sowohl als Urheber als auch als Verleger. (Foto: zVg)

Er wurde am 6. November 1949 in Madrid geboren und hat bereits früh eine grosse Begeisterung an den diversen Künsten entdeckt und entschlossen Kunst, Literatur und Musik studiert. Sein grosses Wissen und Netzwerk in der Musikbranche hat er sich aufgebaut, indem er an wichtigen Orten des westlichen Musikgeschehens Tätigkeiten ausübte und sich so umfangreiche Erfahrungen aneignen konnte. Insbesondere hat er einen Teil seiner «Gesellenjahre» in den für das Musikgeschehen besonders wichtigen 70er Jahren als Studiomusiker, Produzent, Autor und Redakteur in London genutzt, welche ihn besonders geprägt haben.

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«Wir sind da alle stark auch als Gemeinschaft gefordert»

Mit dem Projekt «Music for Tomorrow» möchte die SUISA ihre Mitglieder in dieser schwierigen Zeit unterstützen. Wir bieten den Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform, auf der sie über ihre aktuelle Situation im Lockdown erzählen und eines ihrer Werke vorstellen dürfen. Diese Woche stellen wir euch den Schweizer Pianisten, Komponisten und Musikproduzenten Nik Bärtsch und sein Stück «Modul 5» vor. Im Interview erzählt Nik von seinem Lockdown-Alltag mit seiner Familie und was er mit einem australischen Notarzt gemeinsam hat. Text von Nina Müller; Video von Nik Bärtsch, ergänzt von Nina Müller

Nik Bärtsch (48) ist ein erfolgreicher Jazz-Pianist, der mit seiner Familie in Zürich zuhause ist. Nebst Musik hat der gebürtige Zürcher auch Philosophie, Linguistik und Musikwissenschaften studiert. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass Musik für ihn eine tiefere Bedeutung hat. Auf seiner Website beschreibt er seine Musik folgendermassen: «Ein Stück kann wie ein Raum betreten, bewohnt werden. Durch obsessive Drehmomente, Überlagerungen verschiedener Metren und Mikrointerplay bewegt sich die Musik fort und verändert ihre Zustände. Die Aufmerksamkeit wird auf die minimen Variationen und Phrasierungen gelenkt. Die Band wird so zum Integralen Organismus – wie ein Tier, ein Biotop, ein urbaner Raum. Man soll mit Ohren und Händen denken.»

Mit seiner Band Ronin lebt er diese Philosophie und tourte bereits in Europa, Asien und den USA. Mit seinen Formationen Nik Bärtsch’s Ronin und Nik Bärtsch’s Mobile sowie auch solo hat der Musiker über dreizehn Tonträger veröffentlicht, die bei wöchentlichen Auftritten im Rahmen seiner Konzertreihe im Zürcher Club Exil performt werden. Seit 2006 hat er sein eigenes Label «Ronin Rhythm Records».

Für «Music for Tomorrow» hat Nik Bärtsch das Stück «Modul 5» performt. Er sagt zu dem Stück: «Das Stück besteht aus einem kleinen komplexen Pattern in 6/4, welches sich im Laufe des Stücks über das ganze Klavier ausbreitet. Ich bin auf dieses Pattern recht früh gestossen in meiner musikalischen Entwicklung und es hat mich ständig begleitet über die Jahre. So erlebt das an sich früh komponierte Stück eine ständige Evolution wie auch ich selber. Wir arbeiten quasi gemeinsam daran, dass unsere Beziehung immer einfacher, direkter und trotzdem tiefer und geheimnisvoller wird – so wie auch meine Frau und ich zusammen unser Leben gestalten.»

Nik Bärtsch, wie sieht dein Arbeitsalltag als Komponist während der Corona-Pandemie aus?
Nik Bärtsch: Ich bin ganz selbständig tätig als Komponist, Pianist, Bandleader, Produzent und Verleger. Im Moment ist daher der einzige Unterschied verglichen mit der Zeit vor dem Virus, dass ich viel weniger reise. Alle internationalen Konzerte, Produktionen und Workshops fallen ja aus. Ich habe also nun ständig den Alltag, den ich auch sonst zwischen den Reisen zu Hause habe: Ich komponiere, übe, probe, organisiere und kommuniziere abwechselnd. Dazu teile ich mit meiner beruflich ebenfalls sehr aktiven Frau das Familienleben mit unseren Kindern.
Wie auch sonst braucht es dafür viel Liebe zum Leben, Disziplin, Struktur aber auch Kreativität und Lust auf Überraschungen.
Da wir dies alles auch sonst auf hohem Niveau organisieren und pflegen wollen, war es für uns keine grosse Umstellung. Unsere Kinder sind auch sonst oft zu Hause und nicht im Hort oder sonst irgendwo versorgt. Wir machen alle Kampfkunst und daher haben wir auch die Möglichkeit, gemeinsam auf der Wiese vor dem Haus zu trainieren.
Unsere Montags-Konzert-Serie im EXIL Club führen wir vorläufig als reines Streaming weiter (www.yourstage.live). Der Montag bleibt also der ritualisierte lokale Konzerttag und die Community und die verschiedenen Teams bleiben so auch konstant in Kontakt.

Was bedeutet diese Krise für dich persönlich?
Sie zeigt mir wie alle heftigen Krisen genau, wo ich stehe als Künstler und Mensch und fordert wiedermal bedingungslos meine Kreativität, Integrität und Resilienz.
Als selbständiger Musiker ist dies aber ja oft sowieso der Normalzustand. Die grosse Frage ist aber: Wie überleben Gruppen, Ensembles, Bands und Konzertorte mittelfristig den momentanen Wandel? Wir sind da alle stark auch als Gemeinschaft gefordert. Die Fragen, die sich stellen, sind aber nützlich: Was bedeutet mir als Profi Musik? Was bedeutet sie uns allen? Wie zahlen wir für Musik und die Leistungen dahinter? Wie verbinden wir die Wertschätzungs- mit der Wertschöpfungskette sinnvoll?

Wie kann dich das Publikum im Moment unterstützen?
Indem es meine und unsere Leistungen honoriert: Also indem es unsere kostenpflichtigen Streams anschaut und unsere Musik auch auf allen anderen Medien konsumiert und weiterverbreitet. Und indem es sich genau informiert, wie Musikproduktion und -präsentation funktioniert: Wie viele Menschen und deren Leistungen stecken doch dahinter, wenn mir ein wunderbarer Song durch den Tag hilft.

Hilft es dir, wenn Leute auf Spotify und Co. mehr deine Musik streamen?
Die Anzahl Streams muss schon sehr hoch sein, damit diese Art von Bezahlung funktioniert. Es hilft aber trotzdem. Alles hängt zusammen und je mehr auch unabhängigere Artists gehört und geteilt werden, desto besser. Die lokale, authentische und spezielle Kunst und Initiative nährt letztlich die globale kommerzielle Entwicklung. Das haben wir auf unseren Tourneen um die Welt überall feststellen können.

Was könnte deiner Meinung nach die momentane Situation an Positivem mit sich bringen?
Ich versuche immer in jeder Situation das Positive herauszulesen und etwas zu lernen. Die momentane Situation prüft unseren Wohlstand, unsere Sicherheit und damit auch unsere Arbeitstechnik wieder Mal grundsätzlich. Das ist wertvoll. Nur wenn wir erkennen, wie überlebenswichtig die Musik, ihr inspirierendes Umfeld und ihre wunderbaren Möglichkeiten sind, können wir auch den professionellen Umgang damit wertschätzen. Die SUISA und zum Beispiel der Verband der Schweizer Musikschaffenden kommunizieren dies sehr gut. Jede und jeder Musikschaffende sollte dies ebenso lustvoll und professionell tun.

Was möchtest du deinen Fans mit auf den Weg geben?
Sei ehrlich in Deinem Umgang mit der Musik: Kein Mensch nimmt in der Bäckerei einfach ein Brot gratis mit.
Also geniesse die Musik mit dem Bewusstsein, dass Menschen liebevoll und mit bedingungsloser Hingabe daran gearbeitet haben.
Ich habe kürzlich ein E-Mail eines Notarztes aus Australien erhalten. Er hat sich bei mir bedankt für die Musik. Er gehe jede Herausforderung der letzten Jahre – das Hochwasser, das Buschfeuer und jetzt den Virus – an, indem er am Morgen einen meiner Tracks höre und einen Kaffee dazu trinke. Dann wisse er, warum er das alles tue und ertrage auch Tod, Schmerz und Gefahr. Die Musik gebe ihm Kraft, Menschen zu bergen, zu retten und ihnen zu helfen. Ich habe da begriffen, dass ich mich besser bedingungslos auf die Musik konzentriere als überall auch noch ein bisschen mitzuhelfen. Die Inspirationskette funktioniert in diesem Fall präzis: Wir konzentrieren uns beide auf das Wesentliche. Seine Integrität, sein Talent und seine Professionalität helfen mir und umgekehrt. So helfen wir beide wieder anderen. Die gesellschaftliche Wertschätzung- und Wertschöpfung funktioniert nur gemeinsam.

www.nikbaertsch.com

«Music for Tomorrow»
Die Covid19-Krise trifft die Mitglieder der SUISA besonders hart. Die Haupteinnahmequelle vieler Komponistinnen, Komponisten, Verlegerinnen und Verleger fällt komplett weg: Auftritte jeglicher Art sind bis auf Weiteres vom Bund verboten worden. In den nächsten Wochen porträtieren wir auf dem SUISAblog einige unserer Mitglieder. Sie erzählen uns, was sie während der Covid19-Krise bewegt, was ihre Herausforderungen sind und wie ihr Arbeitsalltag derzeit aussieht. Die Musikerinnen und Musiker haben zudem für den SUISAblog zu Hause oder in ihrem Studio eine Eigenkomposition performt und gefilmt. Die SUISA bezahlt den Musikerinnen und Musikern für diese Aktion eine Gage.
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Kety Fusco: «Diese Situation wird alle – Musiker, Techniker, Insider – auf die Probe stellen»«Diese Situation wird alle – Musiker, Techniker, Insider – auf die Probe stellen» Mit dem Projekt «Music for Tomorrow» möchte die SUISA ihre Mitglieder in dieser schwierigen Zeit unterstützen. Wir bieten den Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform, auf der sie über ihre aktuelle Situation im Lockdown erzählen und eines ihrer Werke vorstellen dürfen. Den Auftakt macht die Tessiner Komponistin und Harfenistin Kety Fusco. Im schriftlichen Interview spricht sie über ihren Alltag im Lockdown und warum sich bei ihr eigentlich gar nicht so viel geändert hat. Weiterlesen
Bertrand Denzler: Klangraumvermesser und RaumklangforscherKlangraumvermesser und Raumklangforscher Der Saxophonist Bertrand Denzler arbeitet im Spannungsfeld zwischen Improvisation und Komposition an immer neuen Ausdrucksmöglichkeiten. Nun beabsichtigt der 55-jährige Genfer mit Wohnsitz Paris anhand einer «wandernden Residenz» die Grenzen seines künstlerischen Dialogs mit anderen weiter auszudehnen. Die FONDATION SUISA unterstützt dieses Vorhaben finanziell mit einem Get Going!-Beitrag. Weiterlesen
Rappenspalten im digitalen MusikvertriebRappenspalten im digitalen Musikvertrieb Das Geschäft im Online-Bereich ist – nicht nur für Urheberrechtsgesellschaften – durch einen dauernden Wandel geprägt. Im zweiten Teil des Gesprächs macht SUISA-CEO Andreas Wegelin einen Ausblick, was der heutige Stand ist und über welche Szenarien diskutiert wird. Weiterlesen
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Mit dem Projekt «Music for Tomorrow» möchte die SUISA ihre Mitglieder in dieser schwierigen Zeit unterstützen. Wir bieten den Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform, auf der sie über ihre aktuelle Situation im Lockdown erzählen und eines ihrer Werke vorstellen dürfen. Diese Woche stellen wir euch den Schweizer Pianisten, Komponisten und Musikproduzenten Nik Bärtsch und sein Stück «Modul 5» vor. Im Interview erzählt Nik von seinem Lockdown-Alltag mit seiner Familie und was er mit einem australischen Notarzt gemeinsam hat. Text von Nina Müller; Video von Nik Bärtsch, ergänzt von Nina Müller

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Der Künstlervertrag im Vergleich zum Verlagsvertrag

Der wirtschaftliche Produzent (zum Beispiel ein Label) finanziert die Herstellung von Tonaufnahmen, auf denen die Darbietungen von ausübenden Künstlern enthalten sind, um diese Tonaufnahme anschliessend zu verwerten und zu vermarkten. Die hierbei entstehenden Rechte werden zwischen den ausübenden Künstlerinnen und Künstlern und dem Produzenten in einem Künstlervertrag geregelt. Der Künstlervertrag wird oft mit dem Verlagsvertrag verwechselt: Ein Blick auf die Unterschiede zwischen diesen beiden Verträgen. Text von Céline Troillet

Der Künstlervertrag im Vergleich zum Verlagsvertrag

Der Künstlervertrag regelt die Rechte eines Interpreten an der Darbietung, der Verlagsvertrag hingegen die Ausschliesslichkeitsrechte von Komponisten und Textautoren am Werk. (Foto: Tabea Hüberli)

Der Künstlervertrag zwischen einem (ausübenden) Künstler und einem wirtschaftlichen Produzenten, wie zum Beispiel einem Label wird, definiert als die Abtretung der Interpretenrechte des ausübenden Künstlers an seiner Darbietung an den Produzenten im Hinblick auf die Herstellung einer Tonaufnahme und deren Vermarktung.

Rechtsabtretung durch den Künstler

Bei den vom Künstler an den Produzenten abgetretenen verwandten Schutzrechten (Interpretenrechte) handelt es sich um die Ausschliesslichkeitsrechte an seiner Darbietung. Zu diesen Rechten gehören:

  • das Recht, seine Darbietung oder deren Festlegung auf Ton-, Tonbild- oder Datenträger aufzunehmen und solche Aufnahmen zu vervielfältigen (Vervielfältigungsrecht);
  • das Recht, die Aufnahmen anzubieten, sie zu veräussern oder auf irgendeine andere Weise zu verbreiten (Recht des Inverkehrbringens oder Verbreitungsrecht);
  • das Recht, seine Darbietung oder deren Festlegung direkt oder mit irgendwelchen Mitteln anderswo wahrnehmbar oder so zugänglich zu machen, dass Personen von Orten und zu Zeiten ihrer Wahl dazu Zugang haben (Wahrnehmbarmachungsrecht sowie das Recht des Zugänglichmachens);
  • durch Radio, Fernsehen oder ähnliche Verfahren, auch über Leitungen, zu senden, sowie die gesendete Darbietung mit Hilfe von technischen Einrichtungen, deren Träger nicht das ursprüngliche Sendeunternehmen ist, weiterzusenden (Senderecht).

Pflichten des Produzenten

Der Produzent hat die Aufgabe, auf seine Kosten eine Tonaufnahme mit der Darbietung des Künstlers herzustellen, diese Tonaufnahme zu verwerten und sie zu bewerben. Der Produzent gewährleistet die Promotion der Tonaufnahme im Einklang mit den branchenüblichen Gepflogenheiten.

Vergütung

Als Gegenleistung für die Rechtsabtretung durch den Künstler bezahlt ihm der Produzent für jeden verkauften Tonträger eine Vergütung. Diese berechnet sich aufgrund des Grosshandelspreises jedes Tonträgers, der je nach Art des Verkaufs zu einem unterschiedlichen Preis veräussert wurde. Für Verkäufe von Tonträgern in Geschäften (physischer Verkauf) beläuft sich die Beteiligung meist auf 8% bis 12%. Für Online-Verkäufe (Internet und andere) gilt in der Regel ein Satz zwischen 15% und 30%. Bei anderen Nutzungen (zum Beispiel für Werbung, Nutzung in einem Film) beträgt die Vergütung, die dem Künstler geschuldet ist, gewöhnlich 50% der Einnahmen des Produzenten des Tonträgers.

Der Verlagsvertrag im Vergleich

Der Verlagsvertrag zwischen einem Urheber und einem Musikverleger wird definiert als die Abtretung der Rechte des Urhebers (Komponist, Textautor, Bearbeiter) an seinem Werk an den Verleger im Hinblick auf die Herausgabe dieses Werks.

Rechtsabtretung durch den Urheber

Bei den vom Urheber an den Verleger abgetretenen Urheberrechten handelt es sich um die Ausschliesslichkeitsrechte an seinem Werk (also an der Komposition bzw. am Text). Zu diesen Rechten gehören:

  • das Recht, Werkexemplare herzustellen, insbesondere als Druckerzeugnisse, Tonträger, Tonbildträger und andere Datenträger (Vervielfältigungsrecht);
  • das Recht, Werkexemplare dem Publikum anzubieten, zu veräussern oder auf irgendeine andere Weise in Verkehr zu bringen (Recht des Inverkehrbringens oder Verbreitungsrecht);
  • das Recht, das Werk vorzutragen, aufzuführen, vorzuführen und es an einem anderen Ort als dort, wo es präsentiert wird, hörbar, sichtbar und zugänglich zu machen (Vortrags-, Aufführungs- und Vorführungsrecht sowie das Recht des Zugänglichmachens);
  • das Recht, das Werk durch Radio oder Fernsehen zu senden (Senderecht).

Der Urheber kann auch weitere Rechte abtreten wie die von den Verwertungsgesellschaften wahrgenommenen Vergütungsrechte (z. B. Verwendung zu schulischen Zwecken), das grafische Recht (das Recht, Partituren und/oder Texte herauszugeben und solche Werkexemplare zu verbreiten), das Bearbeitungsrecht (Remixes, Werkänderungen), das Synchronisationsrecht (Verbindung seines Werks mit einem anderen Werk, insbesondere einem Film oder einem Videogame) wie auch das Recht der Werbenutzung (Nutzung seines Werks zu Werbezwecken).

Zur Information
Verlagsvertrag: «Der Verlagsvertrag: Welche Punkte gilt es zu beachten?» (SUISAblog)
Mehr Infos zur Musik und Film: SUISAinfo 2.09 (PDF)
Mehr Infos zu Bearbeitungen: «Die Bearbeitung geschützter Werke», «Die Vertonung» sowie «Sampling und Remixes» (SUISAblog)

Pflichten des Verlegers

Der Verleger hat die Aufgabe, das Werk des Urhebers herauszugeben, es zu vervielfältigen, zu verbreiten, in die Medien zu tragen, es mit anderen Werken zu verbinden (in einer Bearbeitung, einem Film oder einem Werbespot), es dem Publikum zu präsentieren (Interviews, Galas, Showcases) und mit Subverlegern Verträge abzuschliessen im Hinblick auf das Zugänglichmachen des Werks im Ausland.

Vergütung

Haben die Vertragsparteien keine diesbezügliche Vereinbarung getroffen, werden die Vergütungen aus den Exklusivrechten und den von den Verwertungsgesellschaften wahrgenommenen Vergütungsrechten gemäss dem Verteilungsschlüssel der zuständigen Verwertungsgesellschaft verteilt. Nach dem Verteilungsreglement der SUISA erhält der Verleger höchstens 33,33% der Vergütung aus den Aufführungs- und Senderechten. Hingegen gilt für das Vervielfältigungsrecht kein Maximum. Die Vergütungen aus der Wahrnehmung der anderen Rechte werden in Übereinstimmung mit den von den Parteien im Verlagsvertrag vorgesehenen Bestimmungen aufgeteilt. In der Regel wird die Vergütung hälftig aufgeteilt. Für Notenausgaben erhält der Urheber 10 bis 15% des Detailverkaufspreises.

Zusammenfassung

Der Künstlervertrag unterscheidet sich vom Verlagsvertrag. Der erste bezieht sich auf einen (ausübenden) Künstler, der zweite auf einen Urheber (Komponisten, Textautor, Bearbeiter). Im Künstlervertrag tritt der Künstler die verwandten Schutzrechte (Interpretenrechte) an seiner Darbietung ab, während im Verlagsvertrag der Urheber die Urheberrechte an seinem Werk an den Verleger abtritt. Schliesslich haben der Produzent und der Verleger nicht dieselben Aufgaben gegenüber ihren jeweiligen Vertragspartnern, und die Einnahmen aus dem Künstlervertrag und aus dem Verlagsvertrag stehen jeweils dem betreffenden Vertragspartner zu. Möchte nun beispielsweise ein Filmproduzent für seinen neuen Film ein Musikstück als Titelsong nutzen, so muss er die Rechte an der Aufnahme beim Label einholen (welches die Rechte von den Interpreten mittels Künstlervertrag erworben hat), und die Urheberrechte am Werk (Komposition und Text) sind beim Verleger einzuholen (dem diese Rechte vom Urheber durch den Verlagsvertrag eingeräumt wurden).

Zur Information
Die SUISA stellt auf ihrer Website einen Musterverlagsvertrag sowie einen Mustersubverlagsvertrag kostenlos zur Verfügung. In einer kommentierten Version werden die wesentlichen Vertragspunkte des Verlagsvertrages erklärt.
www.suisa.ch/de/mitglieder/verleger/verlagsvertrag.html
Die SUISA nimmt die Urheberrechte für Urheber und Verlage wahr. Die Swissperform verwertet die Zweitnutzungsrechte der Künstler und Produzenten an ihren Aufnahmen.
«Warum Mitglieder der SUISA auch einen Beitritt zu SWISSPERFORM in Betracht ziehen sollten» (SUISAblog)
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Der wirtschaftliche Produzent (zum Beispiel ein Label) finanziert die Herstellung von Tonaufnahmen, auf denen die Darbietungen von ausübenden Künstlern enthalten sind, um diese Tonaufnahme anschliessend zu verwerten und zu vermarkten. Die hierbei entstehenden Rechte werden zwischen den ausübenden Künstlerinnen und Künstlern und dem Produzenten in einem Künstlervertrag geregelt. Der Künstlervertrag wird oft mit dem Verlagsvertrag verwechselt: Ein Blick auf die Unterschiede zwischen diesen beiden Verträgen. Text von Céline Troillet

Der Künstlervertrag im Vergleich zum Verlagsvertrag

Der Künstlervertrag regelt die Rechte eines Interpreten an der Darbietung, der Verlagsvertrag hingegen die Ausschliesslichkeitsrechte von Komponisten und Textautoren am Werk. (Foto: Tabea Hüberli)

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Gesucht: neues Mitglied für die Verteilungs- und Werkkommission

Wie werden die Einnahmen an Urheber und Verleger verteilt? Wer soll wie viel aus welcher Nutzung seiner Werke erhalten? Diese Fragen stehen zentral im Pflichtenheft der Verteilungs- und Werkkommission der SUISA. In diesem Gremium werden Vorschläge erarbeitet, welche unter anderem die Verteilung der Einnahmen beeinflussen. Sind Sie interessiert, die Geschäfte mitzubestimmen und in der Kommission Einsitz zu nehmen? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung bis zum 30. November 2019. Text von Regula Greuter

Gesucht: neues Mitglied für die Verteilungs- und Werkkommission

Die Mitglieder der Verteilungs- und Werkkommission der SUISA werden von der Generalversammlung gewählt. (Foto: Sibylle Roth)

Aufgrund eines Rücktritts in den Reihen der Verteilungs- und Werkkommission (VWK) wird an der nächsten Generalversammlung der SUISA vom 26. Juni 2020 im Bierhübeli in Bern ein neues Mitglied in diese Kommission gewählt.

Damit die Gewichtung der verschiedenen Sparten gewährleistet ist, soll die interessierte Kandidatin oder der interessierte Kandidat aus den Reihen der Verleger kommen.

Sind Sie interessiert, die Geschicke bei der SUISA mitzubestimmen? Möchten Sie die Möglichkeit erhalten, selber Einfluss auf die Geschäftstätigkeiten der SUISA zu nehmen und das Geschäft mitzulenken? Dann bewerben Sie sich für die vakante Position!

Anforderungen an die Kandidatin oder den Kandidaten

Als stimm- und wahlberechtigtes SUISA-Mitglied erfüllen Sie eine der Voraussetzungen für eine Kandidatur. Sie sollten die Wirkung heutiger Entscheidungen für die Zukunft verstehen und nicht nur für die eigenen Interessen sondern auch für jene der anderen Urheber und Verleger einstehen. Die VWK-Sitzungen finden zweimal jährlich in Bern statt, das heisst, es ist pro Sitzung ein Tag einzuplanen (mit An- und Abreise und einem gemeinsamen Mittagessen). Die Vorbereitungszeit für diese Sitzungen besteht aus dem eingehenden Studium der elektronisch verfügbaren Sitzungsunterlagen.

Wer ist die Verteilung- und Werkkommssion?

Die VWK ist eine Kommission der SUISA-Generalversammlung und setzt sich aus 22 Mitgliedern zusammen, welche alle Musiksparten, Regionen und Sprachen der Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein vertreten. Einsitz nehmen Komponisten, Musikverleger und Textautoren. Letztendlich ist auch eine ausgewogene Durchmischung hinsichtlich Alter und Geschlecht von Bedeutung.

Die aktuellen Mitglieder der Kommission sind auf der SUISA-Website aufgeführt.

Aufgaben der VWK

Die Verteilungs- und Werkkommission beschäftigt sich primär mit Fragen zur Verteilung, die im Verteilungsreglement geregelt ist. Sie erfüllt folgende Aufgaben:

  • prüft die Bestimmungen des Verteilungsreglements und ihre Auswirkungen auf die Verteilungsergebnisse;
  • stellt dem Vorstand Anträge betreffend Änderung des Verteilungsreglements;
  • behandelt in erster Instanz Rekurse gegen Entscheide der Geschäftsleitung über die Einstufung von Sendeprogrammen und über die Schutzfähigkeit von Werken und Bearbeitungen freier Werke;
  • hat beratende Funktion hinsichtlich der Beurteilung von nicht autorisierten Umarbeitungen geschützter Werke und von Plagiaten.

Sind Sie an einer Kandidatur interessiert? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung bis zum 30. November 2019 an:

SUISA, Mercedes Molina, Bellariastrasse 82, CH-8038 Zürich
E-Mail: mercedes.molina (at) suisa (dot) ch

Für Auskünfte steht Ihnen Frau Irène Philipp Ziebold, COO, gerne zur Verfügung: 044 485 68 00

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Rückschau auf die SUISA-Generalversammlung 2019Rückschau auf die SUISA-Generalversammlung 2019 Rund 150 stimmberechtigte SUISA-Mitglieder kamen am 21. Juni 2019 an die ordentliche Generalversammlung ins Bieler Kongresszentrum und bestimmten die Geschicke ihrer Genossenschaft mit. Unter anderem wählten sie Sylvie Reinhard und Grégoire Liechti neu in den Vorstand. Im Zusammenhang mit der Urheberrechtsrevision verabschiedeten die SUISA-Mitglieder zudem eine Resolution für faire Bedingungen für Musikschaffende. Weiterlesen
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Wie werden die Einnahmen an Urheber und Verleger verteilt? Wer soll wie viel aus welcher Nutzung seiner Werke erhalten? Diese Fragen stehen zentral im Pflichtenheft der Verteilungs- und Werkkommission der SUISA. In diesem Gremium werden Vorschläge erarbeitet, welche unter anderem die Verteilung der Einnahmen beeinflussen. Sind Sie interessiert, die Geschäfte mitzubestimmen und in der Kommission Einsitz zu nehmen? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung bis zum 30. November 2019. Text von Regula Greuter

Gesucht: neues Mitglied für die Verteilungs- und Werkkommission

Die Mitglieder der Verteilungs- und Werkkommission der SUISA werden von der Generalversammlung gewählt. (Foto: Sibylle Roth)

Aufgrund eines Rücktritts in den Reihen der Verteilungs- und Werkkommission (VWK) wird an der nächsten Generalversammlung der SUISA vom 26. Juni 2020 im Bierhübeli in Bern ein neues Mitglied in diese Kommission gewählt.

Damit die Gewichtung der verschiedenen Sparten gewährleistet ist, soll die interessierte…Weiterlesen

Die SUISA-Mitglieder in Zahlen

Über 38 000 Urheber und Verleger haben die SUISA mit der Wahrnehmung ihrer Rechte beauftragt. Woher stammen sie, wie alt sind sie und komponieren eher Männer oder Frauen? Die untenstehenden Zahlen und Grafiken geben Auskunft über die Mitgliederstruktur der SUISA. Text von Claudia Kempf

Die SUISA-Mitglieder in Zahlen

(Grafiken: Crafft Kommunikation)

Altersstruktur

Der Grossteil der Mitglieder ist zwischen 31 und 60 Jahre alt. Das liegt daran, dass Urheberinnen und Urheber bei ihrem Eintritt in die SUISA im Durchschnitt bereits 33 Jahre alt sind und dass in den letzten 20 Jahren die Neumitgliedschaften stark zugenommen haben.

Altersstruktur

Geschlecht

Die überwiegende Mehrheit der aktiven Urheber sind Männer. Eine leichte Verschiebung ist jedoch auszumachen: 45% der aktiven Urheberinnen sind der SUISA in den letzten zehn Jahren beigetreten.

Geschlecht

Sprachanteile

Die Sprachverhältnisse innerhalb der SUISA entsprechen in etwa der sprachlichen Aufteilung innerhalb der Schweiz, ausser dass französischsprachige Urheberinnen und Urheber leicht stärker vertreten sind.

Sprachanteile

Wohnort

Die Adressänderung an die SUISA geht leider manchmal vergessen. Daher kennt die SUISA von rund 15% ihrer Mitglieder die Adresse nicht. Verfügt die SUISA während fünf Jahren über keine gültige Zustelladresse mehr, erlöschen der Wahrnehmungsvertrag und die Mitgliedschaft am darauf folgenden Jahresende. Die Rechte fallen an den Urheber zurück und werden von der SUISA nicht mehr wahrgenommen.

Wohnort

Auftraggeber, Mitglieder

Musikschaffende und Verleger werden zunächst als Auftraggeber aufgenommen. Wer mindestens ein Jahr lang bei der SUISA angemeldet war und mindestens 2000 Franken Einnahmen aus Urheberrechten erreicht hat, wird zum stimm- und wahlberechtigten Mitglied. Untereditionen können nie den Mitgliedschaftsstatus erlangen; dies erklärt den hohen Anteil der nichtstimmberechtigten Verlage.

Auftraggeber, Mitglieder

Mitgliedschaftsjahre

Die Grafik zeigt eindrücklich den starken Anstieg bei den Neumitgliedschaften der letzten Jahre, insbesondere bei den Urheberinnen und Urhebern. Die Neumitgliedschaften bei den Verlagen sind hingegen seit mehreren Jahren konstant geblieben.

Mitgliedschaftsjahre

Alle Angaben gemäss Stand April 2018.

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Über 38 000 Urheber und Verleger haben die SUISA mit der Wahrnehmung ihrer Rechte beauftragt. Woher stammen sie, wie alt sind sie und komponieren eher Männer oder Frauen? Die untenstehenden Zahlen und Grafiken geben Auskunft über die Mitgliederstruktur der SUISA. Text von Claudia Kempf

Die SUISA-Mitglieder in Zahlen

(Grafiken: Crafft Kommunikation)

Altersstruktur

Der Grossteil der Mitglieder ist zwischen 31 und 60 Jahre alt. Das liegt daran, dass Urheberinnen und Urheber bei ihrem Eintritt in die SUISA im Durchschnitt bereits 33 Jahre alt sind und dass in den letzten 20 Jahren die Neumitgliedschaften stark zugenommen haben.

Altersstruktur

Geschlecht

Die überwiegende Mehrheit der aktiven Urheber sind Männer. Eine leichte Verschiebung ist jedoch auszumachen: 45% der aktiven Urheberinnen sind der SUISA in den letzten zehn Jahren beigetreten.

Geschlecht

Sprachanteile

Die Sprachverhältnisse innerhalb der SUISA entsprechen in etwa der sprachlichen Aufteilung innerhalb der Schweiz, ausser dass französischsprachige Urheberinnen…Weiterlesen

Neues Mitglied für die Verteilungs- und Werkkommission gesucht

Infolge eines vorzeitigen Rücktritts ist ein Platz in der Verteilungs- und Werkkommission der SUISA neu zu besetzen. Gesucht wird ein SUISA-Mitglied, das als Verlegerin oder als Verleger in den Sparten Rock, Pop, Jazz und/oder Electronica tätig ist und aus der Deutschschweiz kommt. Text von Irène Philipp Ziebold

Neues Mitglied für die Verteilungs- und Werkkommission gesucht

Mittendrin statt nur dabei – die SUISA sucht ein stimm- und wahlberechtigtes Mitglied, das in der Verteilungs- und Werkkommission die Verteilung der Einnahmen mitgestaltet. (Foto: Manu Leuenberger)

SUISA-Urheber und -Verleger haben als Mitglied der Verteilungs- und Werkkommission (VWK) die Möglichkeit, die Verteilung der Einnahmen aus Werknutzungen direkt mitzugestalten. Wer letztlich wie viel Geld für welche Nutzung seiner Werke erhält, wird im Verteilungsreglement festgehalten. Das Verteilungsreglement steht dann auch im Mittelpunkt der zwei Mal jährlich stattfindenden Sitzungen der VWK, an welchen den VWK-Mitgliedern anstehende Änderungen im Reglement zur Diskussion und Mitbestimmung vorgelegt werden. Den abschliessenden Beschluss über die jeweilige Änderung fällt der Vorstand.

Musiksparten, Regionen, Urheber und Verleger – der Mix macht’s aus

Mit den erwähnten Kriterien zur Nachfolgesuche für das zurückgetretene Mitglied soll auch zukünftig eine möglichst ausgeglichene Zusammensetzung der VWK sichergestellt gestellt werden, die für deren Arbeit zentral ist. In der Kommission haben somit viele verschiedene Musikrichtungen und auch alle Sprachregionen der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein vertreten zu sein. Zudem muss sich die VWK sowohl aus Komponisten, Musikverlegern wie auch Textautoren zusammensetzen. Und letztlich sollte die Kommission auch eine bestmögliche Durchmischung hinsichtlich Alter und Geschlecht aufweisen.

Weitere Voraussetzung zur Einsitznahme in die VWK

Es können nur stimm- und wahlberechtigte SUISA-Mitglieder in die Kommission gewählt werden. Das (zukünftige) VWK-Mitglied muss – neben dem direkten Bezug zur Musik – die Wirkung heutiger Entscheidungen für die Zukunft verstehen. Die Mitglieder der VWK dürfen sich zudem nicht nur auf die eigenen Geschäftsfelder konzentrieren, sondern die Interessen aller Urheber und Verleger vertreten. Und die Mitarbeit braucht Zeit: Die Sitzungen der VWK dauern – mit Anreise und gemeinsamem Mittagessen – jeweils einen Tag (2x pro Jahr). Zu den Sitzungen gehört auch eine gute Vorbereitung seitens der Mitglieder; diese beinhaltet vor allem das Lesen der umfangreichen Dossiers, die vorgängig zur Sitzung abgegeben werden.

Aufgaben der Verteilungs- und Werkkommission

Insgesamt besteht die VWK aus maximal 22 Mitgliedern, die für die Amtsdauer von vier Jahren von der Generalversammlung gewählt werden. Die Auswahl der zur Wahl vorgeschlagenen Kandidatinnen und Kandidaten erfolgt durch den Vorstand. Die Wiederwahl ist auf drei Amtszeiten beschränkt.

Die VWK erfüllt gemäss Statuten der SUISA folgende Aufgaben:

  • Sie prüft die Bestimmungen des Verteilungsreglements und ihre Auswirkungen auf die Verteilungsergebnisse;
  • stellt dem Vorstand Anträge betreffend Änderung des Verteilungsreglements;
  • behandelt in erster Instanz Rekurse gegen Entscheide der Geschäftsleitung über die Einstufung von Sendeprogrammen und über die Schutzfähigkeit von Werken und Bearbeitungen freier Werke;
  • hat beratende Funktion hinsichtlich der Beurteilung von nicht autorisierten Umarbeitungen geschützter Werke und von Plagiaten.

Die VWK ist eine Kommission der SUISA-Generalversammlung, das heisst: Die Generalversammlung kann der Kommission weitere Aufgaben zuweisen.

Eingabe von Kandidaturen

Da die Ersatzwahl an der SUISA-Generalversammlung vom 22. Juni 2018 erfolgt und der Vorbereitungsprozess einige Zeit in Anspruch nimmt, bitten wir interessierte Kandidatinnen und Kandidaten ihre Bewerbung bis spätestens Montag, 26. März 2018, an folgende Adresse zu senden:

SUISA, Stephanie Fikatas, Bellariastrasse 82, 8038 Zürich
E-Mail: stephanie.fikatas (at) suisa (dot) ch

Für Auskünfte steht Ihnen Frau Irène Philipp Ziebold, Direktorin Mitgliederdienste und Verteilung (Tel. 044 485 68 00) gerne zur Verfügung.

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Neues Mitglied für die Verteilungs- und Werkkommission gesucht

Mittendrin statt nur dabei – die SUISA sucht ein stimm- und wahlberechtigtes Mitglied, das in der Verteilungs- und Werkkommission die Verteilung der Einnahmen mitgestaltet. (Foto: Manu Leuenberger)

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Verlagsbeteiligung bei der SUISA nicht in Gefahr

Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes von 2015 und zwei deutsche Urteile aus dem letzten Jahr haben die Partizipation von Verlegern an den Erlösen von Verwertungsgesellschaften grundsätzlich in Frage gestellt. Weshalb bei der SUISA nicht passieren kann, was bei der Gema passiert ist. Text von Martin Korrodi

Verlagsbeteiligung bei der SUISA nicht in Gefahr

Ein Urteil des Kammergerichts Berlin brachte die bisherige Verteilungspraxis der Gema ins Wanken. Aufgrund der Rechtslage in der Schweiz können bei der SUISA die Verleger wie gewohnt am Verwertungserlös beteiligt werden. (Foto: Niroworld / Shutterstock.com)

Insbesondere das Urteil des Kammergerichts Berlin gegen die Gema hat auch viele Verlegermitglieder der SUISA verunsichert, da dieses ganz spezifisch die Beteiligung von Musikverlagen betrifft. Wäre es auch in der Schweiz möglich, dass ein vergleichbarer Entscheid die langjährige Verteilungspraxis der SUISA für unzulässig erklärt?

Das Urteil des Kammergerichts Berlin

Am 14. November 2016 hat das Kammergericht Berlin entschieden, dass die Gema nur jene Mitglieder am Verwertungserlös beteiligen darf, welche ihr effektiv Rechte zur Wahrnehmung übertragen haben. Auch wenn sich das Urteil nur auf zwei konkrete Fälle bezieht, in denen die Urheber mit der Beteiligung ihrer Verleger nicht einverstanden waren, stellt die Argumentation des Gerichts die Praxis der Gema generell in Frage.

Ein zentrales Argument in der Urteilsbegründung ist das sogenannte Prioritätsprinzip: Dieses besagt, dass ein Rechteinhaber seine Rechte nach einer gültigen Übertragung auf einen Dritten nicht ein weiteres Mal übertragen kann – die erste Übertragung steht einer zeitlich nachfolgenden Übertragung derselben Rechte entgegen.

Konkret heisst das in diesem Zusammenhang, dass ein Urheber, welcher bereits im Rahmen eines Wahrnehmungsvertrags seine Rechte an die Gema übertragen hat, beim Abschluss eines Verlagsvertrags nicht noch ein weiteres Mal über seine Rechte verfügen kann. Somit kommt aufgrund des Urteils eine Beteiligung des Verlags nicht in Frage, da dieser gar keine Rechte erworben hat, die eine Beteiligung rechtfertigen könnten.

Weiter ist eine Beteiligung des Verlags nicht gerechtfertigt, wenn lediglich das «Verlagsrecht» eingeräumt wird. Das Verlagsrecht umfasst im Musikbereich traditionell nur das Recht zur Vervielfältigung und Verbreitung von Noten. Diese Rechte werden nicht von der Gema wahrgenommen. Weil in diesem Fall die Umschreibung der abgetretenen Rechte im Verlagsvertrag zu eng ist, ergibt sich daraus keine Rechtfertigung für eine Verlegerbeteiligung.

Das Gericht qualifiziert die Verteilungspläne der Gema als unwirksam, soweit diese eine pauschale Verlagsbeteiligung vorsehen, welche nur den Abschluss eines Wahrnehmungsvertrags sowie die Meldung der verlegten Werke voraussetzt und nicht auf die Einbringung von Rechten abstellt. Dies führe zu einer Beteiligung von Nichtberechtigten am Verwertungserlös, was gegen das gesetzlich verankerte Willkürverbot verstosse.

Recht und Praxis in der Schweiz

Im Grundsatz gilt das Prioritätsprinzip bei Rechteübertragungen auch in der Schweiz: Wer als Urheber originär Rechte erworben und diese gültig übertragen hat, kann diese zu einem späteren Zeitpunkt nicht noch einmal einem Dritten einräumen. Nach hiesigem Recht führt das aber nicht automatisch dazu, dass ein Verleger keinen Anspruch auf Beteiligung hat, sobald ein Urheber vor Abschluss des Verlagsvertrags bereits der SUISA beigetreten ist.

Dieser Befund hängt in erster Linie damit zusammen, dass das Schweizer Recht die Berechtigung am Verwertungserlös nicht davon abhängig macht, ob der Berechtigte selber Rechte in die Verwertungsgesellschaft eingebracht hat. Art. 49 URG unterscheidet ausdrücklich zwischen den «ursprünglichen Rechteinhabern» (Urheber) und «anderen Berechtigten» (wie den Verlagen), unter welchen der Verwertungserlös aufgeteilt werden soll. Die Berechtigung des Verlags auf eine Beteiligung am Verwertungserlös ergibt sich somit in erster Linie aus den vertraglichen Vereinbarungen, welche er mit dem Urheber getroffen hat.

Beteiligung der Verleger bei der SUISA

Entsprechend darf auch die SUISA einen Verleger nur dann bei der Verteilung berücksichtigen, wenn die Urheber dem zugestimmt haben und die SUISA ausdrücklich anweisen, den Verleger an sämtlichen oder bestimmten Einnahmen aus der Verwertung ihrer Werke zu beteiligen (sogenanntes Weisungsrecht des Auftraggebers). Auch in der Schweiz gilt es zu beachten, dass der Umfang der Rechteeinräumung eindeutig aus dem Vertrag hervorgehen muss, damit die SUISA den Verleger am Erlös der einzelnen Nutzungsrechte und Vergütungsansprüche beteiligen darf. Es ist davon auszugehen, dass die blosse Einräumung des subjektiven Verlagsrechts ohne weitere Spezifizierung der betroffenen Rechte auch hierzulande keine Beteiligung des Verlegers an sämtlichen von der SUISA wahrgenommenen Rechten zu rechtfertigen vermag.

Ebenso darf das Verteilungsreglement – analog zur Rechtslage in Deutschland – keine Regelung enthalten, welche ohne die Voraussetzung einer ausdrücklichen vertraglichen Grundlage die Verleger pauschal am Verwertungserlös beteiligt. Diesem Erfordernis trägt das SUISA-Verteilungsreglement Rechnung, indem es Verleger nur dann als Bezugsberechtige zulässt, wenn diese gegenüber ihren Urhebern «vertragliche Pflichten» erfüllen. Auch für die Bestimmung der jeweiligen Anteile der Bezugsberechtigten verweist das Verteilungsreglement auf die vertraglichen Vereinbarungen zwischen Urheber und Verleger.

Somit erscheint es insgesamt als sehr unwahrscheinlich, dass eine Beteiligung der Verleger bei der SUISA aus denselben Gründen scheitern könnte, wie das in der EU und insbesondere in Deutschland passiert ist. Trotz dieser Ausgangslage optimiert die SUISA zur Zeit einige Bestimmungen im Verteilungsreglement, in den allgemeinen Wahrnehmungsbedingungen und im SUISA-Musterverlagsvertrag, um ein allfälliges Restrisiko auszuschliessen.

Reaktionen auf das Urteil in Deutschland
Im Deutschen Bundestag wurde umgehend eine Revision des Verwertungsgesellschaftengesetzes (VGG) angestossen, um der Rechtsunsicherheit entgegenzuwirken, die durch das Urteil entstanden war. Die neuen Regelungen betreffen zum einen die Beteiligung von Verlegern, welche die Rechte nicht selber eingebracht haben (Milderung des Prioritätsprinzips) und zum anderen die Möglichkeit einer Beteiligung der Verleger am Erlös aus der Wahrnehmung der gesetzlichen Vergütungsansprüche.
Um die Beteiligung ihrer Verleger für die Vergangenheit zu legitimieren und auch für die Zukunft sicherzustellen, stellt die Gema ihren Mitgliedern ein Bestätigungsverfahren zur Verfügung. Im Zuge dieses Verfahrens können sich die Beteiligten mit den im Gema-Verteilungsplan geregelten Quoten einverstanden erklären und einer gegenseitigen Beteiligung zustimmen, welche nicht darauf abstellt, wer die Rechte tatsächlich in die Gema eingebracht hat: www.gema.de/de/aktuelles/verlegerbeteiligung/
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Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes von 2015 und zwei deutsche Urteile aus dem letzten Jahr haben die Partizipation von Verlegern an den Erlösen von Verwertungsgesellschaften grundsätzlich in Frage gestellt. Weshalb bei der SUISA nicht passieren kann, was bei der Gema passiert ist. Text von Martin Korrodi

Verlagsbeteiligung bei der SUISA nicht in Gefahr

Ein Urteil des Kammergerichts Berlin brachte die bisherige Verteilungspraxis der Gema ins Wanken. Aufgrund der Rechtslage in der Schweiz können bei der SUISA die Verleger wie gewohnt am Verwertungserlös beteiligt werden. (Foto: Niroworld / Shutterstock.com)

Insbesondere das Urteil des Kammergerichts Berlin gegen die Gema hat auch viele Verlegermitglieder der SUISA verunsichert, da dieses ganz spezifisch die Beteiligung von Musikverlagen betrifft. Wäre es auch in der Schweiz möglich, dass ein vergleichbarer Entscheid die langjährige Verteilungspraxis der SUISA für unzulässig erklärt?

Das Urteil des Kammergerichts Berlin

Am 14. November 2016 hat…Weiterlesen

Neues Fürsorgereglement gültig ab 1. Januar 2017

An der ordentlichen Generalversammlung der SUISA vom 24. Juni 2016 in Bern wurde die Revision des Fürsorgereglements von den SUISA-Mitgliedern genehmigt. Die Änderungen traten per 1. Januar 2017 in Kraft. Was bedeutet das neue Reglement für unsere Mitglieder? Text von Irène Philipp Ziebold

Neues Fürsorgereglement gültig ab 1. Januar 2017

Das aktuell gültige Reglement der Stiftung Urheber- und Verlegerfürsorge der SUISA ist in den Sprachen Italienisch, Französisch und Deutsch auf der Website der SUISA abrufbar. (Bild: Manu Leuenberger)

Verschiedene Gründe veranlassten die SUISA, eine Revision des Fürsorgereglements vorzulegen: Das alte Reglement führte immer wieder zu Diskussionen, die Praxis sei nicht vollständig abgebildet und teilweise seien die Formulierungen nicht treffend genug. Dies konnte mit der Revision beseitigt werden. Zudem musste das Reglement an die heutige Gesetzgebung (BVG/Stiftungsrecht) angepasst werden. Mit diesen Änderungen liegt ein aktuelles und gerechtes Fürsorgereglement vor.

So sieht heute das System für unsere Mitglieder aus:

Urheber

Die Stiftung Urheber- und Verlegerfürsorge (UVF) sorgt für eine Unterstützung der Altersvorsorge unserer Mitglieder und Auftraggeber. Nach Erreichen des Pensionsalters ist die Ausschüttung der SUISA an Urheber und ihre Hinterbliebenen unter bestimmten Voraussetzungen und bis zu einer bestimmten Höhe in bisherigem Masse gesichert. Die UVF bezahlt dieses gesicherte Einkommen als Rentenleistung dann, wenn aus der laufenden Verteilung der SUISA weniger oder nichts mehr kommt. Im Gegensatz zu einer Vorsorge der 2. Säule finanziert die Stiftung UFV nur den Anteil, den der Urheber nicht aus den weiter laufenden Verteilungen der SUISA erhält.

Die Stiftung UVF garantiert dem Urheber ein Einkommen von der SUISA im Pensionsalter. Dieses berechnet sich nach dem jährlichen Durchschnitt seiner bisherigen Bezüge aus den Verteilungen von der SUISA (dem sogenannten massgebenden Einkommen), ist von der Dauer seiner Mitgliedschaft abhängig und wird zudem mit einem vom Stiftungsrat festgelegten Faktor multipliziert.

Die effektive Rentenzahlung entspricht der Differenz zwischen dem massgebenden Einkommen und den SUISA-Vergütungen im Rentenjahr. Die Höhe des gesicherten Einkommens ist auf maximal Fr. 38 500.- jährlich festgelegt. Wer aus den Verteilungen der SUISA für Aufführungen und Sendungen auch im Rentenalter noch mehr als Fr. 38 500.- einnimmt, erhält von der UVF nichts.

Die Stiftung wird gespiesen aus den Abzügen, welche die SUISA bei allen Verteilungen der Einnahmen aus Aufführungen, Sendungen und Vergütungsansprüchen in der Schweiz und Liechtenstein vornimmt (7,5%).

Verleger

Auch den Verlegern wird ein Abzug zugunsten der UVF gemacht. Die UVF sieht deshalb ebenfalls eine Fürsorgeleistung an die Verleger vor, sofern sie die Bedingungen betreffend Verlagstätigkeit in der Schweiz erfüllen. Verlagsfirmen können allerdings nicht pensioniert werden. Deshalb erhalten sie aus der UVF bereits nach der Aufnahme als Auftraggeber bzw. Mitglied bei der SUISA Fürsorgeleistungen aus der Stiftung, dies in Form von Beiträgen an ihre eigene Vorsorgeeinrichtung der zweiten Säule. Wichtig ist, dass die Verlagsfirmen dafür der SUISA ihre Vorsorgeeinrichtung melden und eine entsprechende Zahlungsadresse dazu bekanntgeben.

Revidiertes Fürsorgereglement

Am System der Fürsorgeleistungen der SUISA wurde grundsätzlich nichts geändert. Die wichtigsten Änderungen sind neben einigen Präzisierungen und Formulierungen:

  1. Verschiedene Anpassungen an das Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG).
  2. Voraussetzungen der Lebenspartner/innenrente neu gemäss BVG definiert, das heisst: Für eingetragene sowie überlebende Partnerinnen und Partner gilt die gleiche Regelung wie für überlebende Ehegatten.
  3. Neue Zuständigkeit des Stiftungsrats (Vorstand der SUISA) für Reglementsänderungen.

Auf der SUISA-Website findet sich unter www.suisa.ch/fuersorgereglement sowohl das neue Reglement als auch eine synoptische Darstellung, die das alte und das aktuell gültige Reglement mit den Anpassungen und entsprechenden Kommentaren aufzeigt.

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Die Generalversammlung 2016 der Genossenschaft SUISA im Zentrum Paul Klee 217 Komponisten, Textautoren und Verleger von Musik haben an der SUISA-Generalversammlung am 24. Juni 2016 in Bern ihr Mitbestimmungsrecht über ihre Genossenschaft wahrgenommen. Neben dem Gastreferat des SRG-Generaldirektors Roger de Weck, der Verleihung des Stiftungspreises und des Werkjahres der FONDATION SUISA war die Revision des Fürsorgereglements das zentrale Thema. Weiterlesen
Mittendrin und voll dabei, die Dienstleistungen für Mitglieder zu verbessern Ein Blick auf das Dienstleistungsangebot der SUISA für ihre Mitglieder zeigt: Während den letzten Jahren gab es Neuerungen, die mehr Effizienz und Qualität gebracht haben. Dazu gehören die detaillierteren Abrechnungen, das Webportal «Mein Konto» und auch die Digitalisierung der Mitgliederdossiers. Mit den Verbesserungen steckt die SUISA mittendrin in einem kontinuierlichen Prozess – und ist voll dabei, wie der Blick nach vorne zeigt: Neu gibt es Quartalsabrechnungen. «Mein Konto» wird weiterentwickelt. Die Werkdatenbank wird technologisch modernisiert. Zudem werden die Mitgliederservices der SUISA grundsätzlich überdacht. Weiterlesen
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An der ordentlichen Generalversammlung der SUISA vom 24. Juni 2016 in Bern wurde die Revision des Fürsorgereglements von den SUISA-Mitgliedern genehmigt. Die Änderungen traten per 1. Januar 2017 in Kraft. Was bedeutet das neue Reglement für unsere Mitglieder? Text von Irène Philipp Ziebold

Neues Fürsorgereglement gültig ab 1. Januar 2017

Das aktuell gültige Reglement der Stiftung Urheber- und Verlegerfürsorge der SUISA ist in den Sprachen Italienisch, Französisch und Deutsch auf der Website der SUISA abrufbar. (Bild: Manu Leuenberger)

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So sieht heute…Weiterlesen

Neuer Verteilungsschlüssel im Aufführungs- und Senderecht

Der Verteilungsschlüssel der SUISA im Aufführungs- und Senderecht wird per 1. Januar 2017 geändert. Neu beträgt bei originalverlegten Werken der Anteil des Urhebers 66,67% und jener des Verlegers 33,33%. Mit dieser Änderung wird das Verteilungsreglement an den international gebräuchlichen CISAC-Schlüssel angepasst. Text von Irène Philipp Ziebold

Neuer Verteilungsschlüssel im Aufführungs- und Senderecht

8/12 für Urheber, 4/12 für Verleger: Die SUISA passt ihren Verteilungsschlüssel im Aufführungs- und Senderecht wieder an den in Europa gebräuchlichen Standard an. (Bild: Manu leuenberger)

Die meisten europäischen Schwestergesellschaften der SUISA wenden bei originalverlegten Werken im Aufführungs- und Senderecht den sogenannten «CISAC-Schlüssel» an. Die CISAC ist der internationale Dachverband der Verwertungsgesellschaften (Confédération Internationale des Sociétés d’Auteurs et Compositeurs). Die Anteile im vom Dachverband empfohlenen Verteilungsschlüssel bei Aufführungen und Sendungen betragen 66,67% für Urheber und 33,33% für Verleger.

Verteilungsschlüssel der SUISA

Der Verteilungsschlüssel der SUISA wich in diesem Punkt bislang vom international etablierten CISAC-Standard ab. Bisher waren im Verteilungsreglement der SUISA bei originalverlegten Werken im Aufführungs- und Senderechte Anteile von 65% für Urheber und maximal 35% für Verleger festgehalten. Bei der Herstellung von Ton- und Tonbildträgern wird der Komponist mit 60% und der Verleger mit 40% beteiligt.

Bei subverlegten Werken stehen dem Urheber gemäss Verteilungsreglement für Aufführungen und Sendungen 50% und dem Verleger und Subverleger zusammen die restlichen 50% zu. Bei der Herstellung von Ton- und Tonbildträgern erhalten der Urheber 40% und der Verleger und Subverleger zusammen 60%. Wobei zu erwähnen ist, dass die SUISA bei subverlegten Werken grundsätzlich die vertraglich vereinbarte Aufteilung zwischen Verleger und Subverleger übernimmt. Nur wenn diese fehlen, werden die reglementarischen Schlüssel berücksichtigt.

Anpassung an den europäischen Standard von CISAC

Der Verteilungsschlüssel der SUISA wird nun bei originalverlegten Werken im Aufführungs- und Senderecht an den europäischen Standard angepasst. Die Schlüssel betreffend Herstellung von Ton- und Tonbildträgern (mechanisches Recht) bleiben im Verteilungsreglement unverändert. Genau genommen ist die Anwendung des CISAC-Schlüssels von 66,67% für Urheber und 33,33% für Verleger keine Neuerung sondern eine Wiedereinführung.

Der europaweit gebräuchliche Schlüssel entspricht eigentlich den Bruchzahlen 8/12 (Anteil Urheber) respektive 4/12 (Anteil Verleger). Als die SUISA 1962 mit Informatiksystemen zu arbeiten begann, wollte man Dezimalstellen hinter dem Komma vermeiden. Deshalb änderte die SUISA den Schlüssel und rundete die Zahlen auf 65% respektive 35%. Die meisten anderen europäischen Gesellschaften behielten die Bruchwerte von 66,67% und 33,33% bei.

Auswirkungen der geänderten Verteilungsregeln

Dank der Anpassung des Verteilungsschlüssels erhalten die Urheber von der SUISA die Anteile vergütet, die im europäischen Raum als Standard gelten. Damit einhergehend wird für die Verleger der Anteil zwar um 1,67% geschmälert. Jedoch profitieren sowohl Verleger als auch Urheber von positiven Auswirkungen, die ihnen durch die Änderung zugut kommen.

Denn neben der Harmonisierung mit den anderen europäischen Gesellschaften ergeben sich bei der (Wieder-)Einführung des CISAC-Schlüssels für originalverlegte Werke weitere bedeutende Vorteile:

  • Bedeutende Effizienzsteigerung bei der Werkregistrierung: Die Verarbeitung der SUISA-Werke mit internationaler Beteiligung wird einfacher. Mühsame Umrechnungen bei Gemeinschaftsproduktionen mit ausländischen Urhebern entfallen.
  • Wesentliche Vereinfachung der Verarbeitung von Abrechnungen der Schwestergesellschaften: Die übereinstimmenden Verteilungsschlüssel erleichtern die Verarbeitung der Abrechnungen von ausländischen Schwestergesellschaften wesentlich.

Gültigkeit der Änderung im Verteilungsreglement

Sowohl der Vorstand der SUISA als auch das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum (IGE) haben dieser Änderung zugestimmt. Die neuen Verteilungsschlüssel werden ohne Rückwirkung per 1. Januar 2017 in Kraft treten. Das heisst, dass ab 1. Januar 2017 alle neu angemeldeten Werke mit dem neuen Verteilungsschlüssel registriert werden. Bei früher angemeldeten Werken bleibt der aktuelle Verteilungsschlüssel gültig. Diese Werke werden nicht umregistriert.

Der Entscheid des IGE vom 28. Juli 2016 ist publiziert unter: www.suisa.ch/shab

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VR-Aenderung-VK1CD2CD_v2Revision der Verteilungsklassen 1C/1D und 2C/2D Die Regeln für die Verteilung der Urheberrechtsvergütungen für gesendete Musik in Fernseh-Sendeprogrammen der SRG und von TV-Privatsendern werden teilweise geändert. Die Anpassungen im Verteilungsreglement der SUISA betreffen die Verteilungsklassen 1C, 1D, 2C und 2D. Weiterlesen
VerlagsvertragDer Verlagsvertrag: Welche Punkte gilt es zu beachten? Der Verlagsvertrag ist in der Schweiz im Obligationenrecht geregelt. Die gesetzlichen Regelungen dazu sind jedoch nicht sehr ausführlich. Speziell beim Musikverlagsvertrag kann man sich nicht einfach auf das Gesetz verlassen. Zudem können die Parteien auch eigene Vereinbarungen im Vertrag festhalten. Worauf gilt es also beim Verlagsvertrag zu achten? Weiterlesen
Abrechnungstermine_2016_DEAbrechnungstermine 2016: Mitglieder erhalten ihre Vergütungen rascher Ab 2016 rechnet die SUISA anstatt nur zweimal zukünftig viermal pro Jahr ab. Die Mitglieder erhalten dadurch rascher ihre Vergütungen. Dank der Integration verschiedener Abrechnungssparten in eine Abrechnung kann die SUISA zudem ihre Verarbeitungsprozesse vereinfachen und damit die Kosteneffizienz steigern. Weiterlesen
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Der Verteilungsschlüssel der SUISA im Aufführungs- und Senderecht wird per 1. Januar 2017 geändert. Neu beträgt bei originalverlegten Werken der Anteil des Urhebers 66,67% und jener des Verlegers 33,33%. Mit dieser Änderung wird das Verteilungsreglement an den international gebräuchlichen CISAC-Schlüssel angepasst. Text von Irène Philipp Ziebold

Neuer Verteilungsschlüssel im Aufführungs- und Senderecht

8/12 für Urheber, 4/12 für Verleger: Die SUISA passt ihren Verteilungsschlüssel im Aufführungs- und Senderecht wieder an den in Europa gebräuchlichen Standard an. (Bild: Manu leuenberger)

Die meisten europäischen Schwestergesellschaften der SUISA wenden bei originalverlegten Werken im Aufführungs- und Senderecht den sogenannten «CISAC-Schlüssel» an. Die CISAC ist der internationale Dachverband der Verwertungsgesellschaften (Confédération Internationale des Sociétés d’Auteurs et Compositeurs). Die Anteile im vom Dachverband empfohlenen Verteilungsschlüssel bei Aufführungen und Sendungen betragen 66,67% für Urheber und 33,33% für Verleger.

Verteilungsschlüssel der SUISA

Der Verteilungsschlüssel der SUISA wich in diesem Punkt…Weiterlesen

Der Verlagsvertrag: Welche Punkte gilt es zu beachten?

Der Verlagsvertrag ist in der Schweiz im Obligationenrecht geregelt. Die gesetzlichen Regelungen dazu sind jedoch nicht sehr ausführlich. Speziell beim Musikverlagsvertrag kann man sich nicht einfach auf das Gesetz verlassen. Zudem können die Parteien auch eigene Vereinbarungen im Vertrag festhalten. Worauf gilt es also beim Verlagsvertrag zu achten? Text von Nicolas Pont

Verlagsvertrag

Verlagsverträge werden zwischen allen an einem Werk beteiligten Urhebern (Komponisten, Texter, Bearbeiter) und einem Verleger abgeschlossen. (Foto: Alexskopje / Shutterstock.com)

Der Verlagsvertrag ist gesetzlich verankert (Art. 380 ff. OR). Allerdings sind die rechtlichen Bestimmungen nicht zwingend, und die Parteien haben für die Verhandlungen vor der Vertragsunterzeichnung einen grossen Handlungsspielraum. Im Zweifelsfall kann es nützlich sein, sich auf die kommentierte Fassung des Mustervertrags der SUISA zu berufen.

Der Verleger kann als «Manager des Werks» bezeichnet werden – als das Unternehmen oder die Person, deren Aufgabe die Promotion des Werks ist. Sie bemüht sich um eine grösstmögliche Nutzung, beispielsweise in Form von Radiosendungen, Synchronisation mit audiovisuellen Werken und Verkauf von Partituren. Im Gegenzug für diese Promotionsarbeit profitiert ein Verleger, der Mitglied einer Verwertungsgesellschaft ist, von einem Teil der Ausschüttungen für die Nutzung der Werke. Der Verleger ist deshalb in der Werkanmeldung als Beteiligter mitaufgeführt und erhält einen Prozentsatz des Werkertrags.

Vertragsabschluss und Vertragsparteien

Als Vertragsgrundlage kann der Mustervertrag der SUISA beigezogen und nach Bedarf angepasst werden, obwohl in der Regel jeder Verlag seinen eigenen Vertrag hat. Die SUISA-Mitglieder haben als Urheber oder als Verleger die Möglichkeit, ihren Vertrag vor der Unterzeichnung vom Rechtsdienst kostenlos überprüfen zu lassen. Dieser kann etwaige nachteilige Bestimmungen korrigieren und ausserdem Angaben zur Professionalität des Verlegers machen.

Das Gesetz geht davon aus, dass der Urheber die natürliche Person ist, die das Werk geschaffen hat. Das bedeutet, dass eine Gruppe nicht als Urheber betrachtet werden kann. Nur die einzelnen Mitglieder der Gruppe können Vertragspartei sein und den Vertrag unterschreiben. Damit die Werke vollumfänglich Gegenstand des Verlagsvertrags werden, müssen somit alle, die bei der Komposition schöpferisch mitgewirkt haben, den Verlagsvertrag unterschreiben.

Zu beachten ist auch, dass Bearbeitungen von bereits verlegten Werken nicht automatisch bei demselben Verlag verlegt sind. Da Bearbeitungen von Gesetzes wegen als selbstständiges Werk geschützt sind, muss der Verlag die Rechte daran in einem separaten Vertrag mit dem Bearbeiter erwerben.

Vertragsdauer

Der Vertrag kann von 3 (von der SUISA genehmigte Mindestdauer) bis zu 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers (gesetzlich vorgesehene Schutzdauer für ein Werk) dauern. Im Allgemeinen liegt es im Interesse des Verlags, einen möglichst langjährigen Vertrag zu unterzeichnen, während der Urheber die Abtretung seiner Rechte eher zeitlich limitieren möchte. Selbstverständlich ist es möglich, einen dreijährigen Vertrag vorzusehen, der – ohne Kündigung – Jahr um Jahr verlängert wird. Diese Option erfordert keine zusätzlichen Schritte.

Bei der Festlegung der Vertragsdauer sollte der Investition des Verlegers Rechnung getragen werden, beispielsweise, wenn eine Partitur herausgegeben wird. In jedem Fall sollten sich die Parteien bewusst sein, wie lange sie sich vertraglich binden. Und man sollte sich vergegenwärtigen, dass es schwierig sein kann, einen Vertrag vorzeitig aufzulösen, wenn die Parteien in Konflikt geraten. Bei Vertragsablauf müssen die Rechteinhaber die SUISA unbedingt informieren, damit sie ihre Dokumentation anpassen kann.

Vergütung für den Verleger

Der Prozentsatz für den Verleger wird von den Parteien gemeinsam festgelegt. Es gibt nur eine zwingende Bestimmung: Gemäss Verteilungsreglement der SUISA kann der Verleger höchstens 35% der Vergütungen aus den Aufführungs- und Senderechten (beispielsweise Konzerte und Radiosendungen) erhalten. Unter diesem Vorbehalt können die Parteien über den Prozentsatz frei entscheiden. Fehlen die Angaben zu den Prozentzahlen, so gelten jene des Verteilungsreglements.

Oft enthalten die Verträge keine ausdrücklichen Prozentzahlen, sondern verweisen auf die Anwendbarkeit des Verteilungsplans der zuständigen Verwertungsgesellschaft. Bei Verträgen mit ausländischen Verlegern, welche ihren Katalog bei der Gesellschaft in ihrem Land anmelden, führt das somit zur Anwendung der ausländischen Verteilungsregeln: So bekommt ein Verlag in Deutschland im Bereich der Aufführungs- und Senderechte 33,33% (GEMA), in England 50% (PRS).

Der internationale Dachverband der Verwertungsgesellschaften CISAC hat für den Verteilungsschlüssel zwischen Urheber und Verleger die Richtlinie vorgegeben, dass die Verleger bei Aufführungen und Sendungen nicht mehr als 33,33% erhalten. Es steht den 230 angeschlossenen Gesellschaften aus 120 Ländern frei, diesen Schlüssel zu übernehmen.

Viele Gesellschaften wie unter anderen auch die GEMA oder die SACEM wenden diese empfohlene Verteilung bereits an. Die SUISA will ihre diesbezüglichen Regeln ebenfalls der Richtlinie der CISAC angleichen. Ein entsprechender Antrag für eine Änderung des Verteilungsreglements wurde Anfang 2016 beim Institut für Geistiges Eigentum (IGE) eingegeben. Die Genehmigung ist noch ausstehend und wird frühestens ab 2017 gültig werden.

Ein «administrativer» Verleger, der sich damit begnügt, die Verbindung zur Verwertungsgesellschaft herzustellen (Werkmeldungen ausfüllen, die Abrechnungen überprüfen und gegebenenfalls anfechten usw.) sollte logischerweise einen kleineren Prozentsatz erhalten als ein Verleger, der sich zusätzlich um die Promotion eines Werks und um die Suche nach einem Produzenten kümmert.

Man sollte nicht vergessen, auch die Verteilung jener Gelder festzulegen, die nicht von den Verwertungsgesellschaften ausbezahlt werden (beispielsweise für das Synchronisationsrecht). Im Allgemeinen werden diese Vergütungen zwischen dem Verleger und dem Urheber hälftig aufgeteilt. Und schliesslich erhält der Urheber beim Verkauf von Partituren eine Beteiligung von gewöhnlich 10% am Verkaufserlös.

Informationsseite zum Verlagsvertrag (mit Mustervertrag der SUISA)

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