Tagarchiv: Interpret

«Man schreibt viel mehr Songs, als es für ein Album braucht» | mit Video

Bei einem Besuch in seinem Studio im Januar 2018 hat das langjährige SUISA-Mitglied Marc Sway einen Einblick in sein Schaffen und sein Berufsleben als Musiker gegeben. Mitte Oktober 2018 erschien mit der Single «Beat Of My Heart» der erste Vorbote seines nächsten Albums, dessen Entstehungsprozess im Videointerview ein Hauptthema war. Text und Video von Sibylle Roth

Marc Sway ist Mitglied bei der SUISA seit dem Jahr 2003. Nachdem er zuletzt sehr viel live auftreten durfte, freut er sich derzeit umso mehr auf sein nächstes Album. Der letzte Longplayer, «Black & White», erschien 2014.

Die Songs für das kommende Album sind in den vergangenen drei Jahren entstanden, gemeinsam mit seinen langjährigen Textpartnern und Musikern. «Wenn man zusammen Musik macht, ist man so oft und so nahe zusammen, dass man das nur mit richtig guten Freunden machen möchte», sagt Marc Sway. «Deshalb arbeite ich seit Jahren mit denselben Songwriting-Partnern zusammen.»

Im Gespräch erzählt der 39-Jährige, dass das Songwriting einen enorm grossen Einfluss darauf hat, wie ein Album tönen wird, denn mit den Kompositionen legt er die ersten Pfeiler. Er habe gerne ein Ziel und ein Konzept vor Augen, erklärt Marc Sway und ist überzeugt: «Jedes Album ist eine Chance, sich neu zu erfinden.»

Die Single «Beat Of My Heart» ist Mitte Oktober 2018 erschienen, das neue Album «Way Back Home» wird im Frühling 2019 erscheinen.

www.marcsway.ch, Webseite von Marc Sway

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Yannick Nanette: «Im Blues spiegelt sich die Seele»«Im Blues spiegelt sich die Seele» Yannick Nanette ist 2015 neu der SUISA beigetreten. Der Sänger, Gitarrist und Mundharmonikaspieler aus Mauritius lebt in Lausanne und bildet zusammen mit Thierry Jaccard die Blues-Band The Two, die schon am Zermatt Unplugged und am Montreux Jazz Festival aufgetreten ist. In den USA erreichte das Duo den Halbfinal der International Blues Challenge in Memphis. Weiterlesen
Warum Mitglieder der SUISA auch einen Beitritt zu SWISSPERFORM in Betracht ziehen solltenWarum Mitglieder der SUISA auch einen Beitritt zu SWISSPERFORM in Betracht ziehen sollten Komponisten und Texter mit einer Mitgliedschaft bei der SUISA, die auch als Interpreten und/oder Produzenten aktiv sind und deren Darbietungen von Schweizer oder ausländischen Radio- und TV-Stationen ausgestrahlt werden, haben ein Recht auf Lizenzgebühren von SWISSPERFORM. Für all diese Urheber-Komponisten-Interpreten/Produzenten ist eine Mitgliedschaft bei SWISSPERFORM deshalb eine notwendige Ergänzung zu derjenigen bei der SUISA, um ihre Rechte und die volle Vergütung, die ihnen zusteht, zu sichern. Weiterlesen
Lars the music guy Christen: «Es war ein grosser Gewinn, am Songwriting Camp teilzunehmen» | mit Video«Es war ein grosser Gewinn, am Songwriting Camp teilzunehmen» | mit Video «Compass» ist einer der sechs Schweizer Finalsongs für den Eurovision Song Contest 2018. Interpretiert wird das Stück von Alejandro Reyes, der den Song zusammen mit der Kanadierin Laurell Barker und dem Schweizer Komponisten und Produzenten Lars Christen komponiert hat. Im Interview mit der SUISA schildert Lars Christen den Songwriting-Prozess. Zudem erzählt er, weshalb das Songwriting Camp für ihn eine wertvolle Erfahrung war. Weiterlesen
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Bei einem Besuch in seinem Studio im Januar 2018 hat das langjährige SUISA-Mitglied Marc Sway einen Einblick in sein Schaffen und sein Berufsleben als Musiker gegeben. Mitte Oktober 2018 erschien mit der Single «Beat Of My Heart» der erste Vorbote seines nächsten Albums, dessen Entstehungsprozess im Videointerview ein Hauptthema war. Text und Video von Sibylle Roth

Marc Sway ist Mitglied bei der SUISA seit dem Jahr 2003. Nachdem er zuletzt sehr viel live auftreten durfte, freut er sich derzeit umso mehr auf sein nächstes Album. Der letzte Longplayer, «Black & White», erschien 2014.

Die Songs für das kommende Album sind in den vergangenen drei Jahren entstanden, gemeinsam mit seinen langjährigen Textpartnern und Musikern. «Wenn man zusammen Musik macht, ist man so oft und so nahe zusammen, dass man das nur mit richtig guten…Weiterlesen

«Das Cello spricht wie ein Mensch»

Neben seiner Tätigkeit als Kinderarzt war Dr. Beat Richner zeit seines Lebens als Musiker aktiv. Ab 1972 trat er unter dem Künstlernamen «Beatocello» auf. Für seine poetisch-kabarettistischen Musikprogramme schrieb er Musik und Texte von mehreren Werken selbst. In der Nacht auf Sonntag, 9. September 2018, ist das langjährige SUISA-Mitglied im Alter von 71 Jahren gestorben. Text von Manu Leuenberger

Beat Richner: «Das Cello spricht wie ein Mensch»

Der musizierende Kinderarzt Dr. Beat Richner – hier in einem Szenenbild aus dem Film «LʼOmbrello di Beatocello» von Georges Gachot – war seit 1978 SUISA-Mitglied. (Foto: Gachot Films / www.lombrellodibeatocello.com)

Beat Richner wurde am 13. März 1947 geboren und wuchs in Zürich auf. Nach der Matura widmete er sich ein Jahr lang der Musik. Der 19-Jährige trat mit einem Programm namens «Träumerei eines Nachtwächters» öffentlich auf. Während seines anschliessenden Medizinstudiums entwickelte er die Figur des Musikclowns «Beatocello». Unter diesem Künstlernamen wurde Beat Richner in der Schweizer Kleinkunstszene bekannt. Im Zusammenhang mit seinem humanitären Engagement in Kambodscha fand der musizierende Kinderarzt auch im Ausland Beachtung.

1978 wurde Beat Richner Mitglied bei der SUISA. Er war Komponist und Textautor von Liedern, die er hauptsächlich für die Beatocello-Musikprogramme schrieb. Seine Kompositionen tragen Titel wie «Chatz und Muus», «SʼTröpfli», «Zirkus», «Doctor PC», «De Sprinti und de Läbi» oder «Dong und Deng» und sind auf verschiedenen CD-Aufnahmen verewigt. Auf anderen Aufnahmen ist der Cellist auch als Interpret von Werken von Bach, Vivaldi und Bruch zu hören.

Das Cello war für Dr. Beat Richner ein treuer Begleiter. Er spiele darauf täglich 30 bis 40 Minuten, erzählte er einmal in einem Interview mit der «Schweizer Illustrierten», damit bleibe er fit für die Konzerte, die er jeden Samstag in Siem Reap für Besucher aus aller Welt spielte, um dabei über die von ihm gegründeten Spitäler zu informieren und dafür Spenden aufzubringen. «Das Cello spricht da wie ein Mensch», sagte Beat Richner im Interview. «Eine einfache, eine warme menschliche Sprache, die tröstet.»

www.beat-richner.ch

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  1. Dodo Leo sagt:

    An Beatocello erinnere ich mich oft, immer wieder gerne und, als wenn es gestern gewesen wäre, dass ich seine Lieder gehört habe.
    Das trifft es aber eigentlich nicht ganz, viel mehr war Hr. Richners Figur eine ständige und haltgebende Begleitung meiner Kindheit. Der Umstand, warum ich seiner Musik und Geschichten als Kind begegnete, kommt daher, dass ein erheblicher Teil dieser Kindheit – vor allem in der früheren Phase – im Kinderspital stattfand. Ich hatte ein kleines, silbergraues Kassettengerät, mit dem man nur vorwärt spulen konnte, und das ein bisschen schepperte. Das machte mir nichts aus, denn was ich hörte, war viel mehr als Musik. Es waren Gefühle des Trostes, Linderung der Angst.
    Wenn Hr. Richner in dem Interview mit der »Schweizer Illustrierten« davon sprach, das Cello würde „sprechen wie ein Mensch“, dann kann ich das nur bestätigen. Für mich war es ganz genau so, ich erinnere mich gut. Einmal, so meine ich mich jedenfalls ebenfalls erinnern zu können, war er sogar bei uns auf der Station. Aber, vielleicht ist das auch Wunschdenken eines Erwachsenen, der sich wünscht, es wäre damals so gewesen. Irgendwie war er sowieso immer da.
    Ich halte inne und senke mein Haupt, verbeuge mich in tiefer Annerkennung und Dankbarkeit an einen selbstlosen Mann, der mir und vielen anderen im Leben so viel gegeben hat und sage; Danke Hr. Richner.
    Dodo Leo

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Neben seiner Tätigkeit als Kinderarzt war Dr. Beat Richner zeit seines Lebens als Musiker aktiv. Ab 1972 trat er unter dem Künstlernamen «Beatocello» auf. Für seine poetisch-kabarettistischen Musikprogramme schrieb er Musik und Texte von mehreren Werken selbst. In der Nacht auf Sonntag, 9. September 2018, ist das langjährige SUISA-Mitglied im Alter von 71 Jahren gestorben. Text von Manu Leuenberger

Beat Richner: «Das Cello spricht wie ein Mensch»

Der musizierende Kinderarzt Dr. Beat Richner – hier in einem Szenenbild aus dem Film «LʼOmbrello di Beatocello» von Georges Gachot – war seit 1978 SUISA-Mitglied. (Foto: Gachot Films / www.lombrellodibeatocello.com)

Beat Richner wurde am 13. März 1947 geboren und wuchs in Zürich auf. Nach der Matura widmete er sich ein Jahr lang der Musik. Der 19-Jährige trat mit einem Programm namens «Träumerei eines Nachtwächters» öffentlich auf. Während seines anschliessenden Medizinstudiums entwickelte er die Figur…Weiterlesen

Warum Mitglieder der SUISA auch einen Beitritt zu SWISSPERFORM in Betracht ziehen sollten

Komponisten und Texter mit einer Mitgliedschaft bei der SUISA, die auch als Interpreten und/oder Produzenten aktiv sind und deren Darbietungen von Schweizer oder ausländischen Radio- und TV-Stationen ausgestrahlt werden, haben ein Recht auf Lizenzgebühren von SWISSPERFORM. Für all diese Urheber-Komponisten-Interpreten/Produzenten ist eine Mitgliedschaft bei SWISSPERFORM deshalb eine notwendige Ergänzung zu derjenigen bei der SUISA, um ihre Rechte und die volle Vergütung, die ihnen zusteht, zu sichern. Gastbeitrag von David Johnson, SWISSPERFORM/SIG antenne romande

Warum Mitglieder der SUISA auch einen Beitritt zu SWISSPERFORM in Betracht ziehen sollten

Für SUISA-Autoren wie Seven (im Bild), die gleichzeitig auch Interpreten sind und deren Darbietungen im Radio und TV gesendet werden, empfiehlt sich eine Mitgliedschaft bei SWISSPERFORM. (Foto: Tabea Hüberli)

Sind Sie Musiker/in und wirken an Aufnahmen mit, die kommerziell genutzt oder in Musikvideos verwendet werden? Interpretieren Sie Ihre eigenen musikalischen Kompositionen oder solche anderer Komponisten im Radio oder im TV? Sind Sie ausführender Produzent bei Aufnahmen? Interpretieren Sie Musik, die in Filmen, Werbespots oder als Titelmelodien von Sendungen verwendet wird?

Dann besitzen Sie verwandte Schutzrechte und das Recht auf Vergütung für die Übertragung Ihrer Darbietungen. Um diese Lizenzgebühren zu erhalten, müssen Sie Mitglied bei SWISSPERFORM sein.

Die verwandten Schutzrechte

Man spricht von verwandten Schutzrechten, da diese in nächster Nachbarschaft zum Urheberrecht angesiedelt sind. Durch die verwandten Schutzrechte wird nicht das Werk selbst, sondern die Ausführung eines Werks geschützt.

Ein Interpret, ob Musiker, Sänger oder Dirigent, kann auch gleichzeitig Komponist, Texter und/oder Bearbeiter des Werks sein, das er interpretiert. Die Ausführung seines Werks ist deshalb unabhängig vom Werk, das er interpretiert, geschützt.

Finanziert der Interpret seine eigenen Aufnahmen, ist er auch wirtschaftlicher Produzent und verfügt somit über zwei unterschiedliche verwandte Schutzrechte, deren Inhaber für die Nutzungen von SWISSPERFORM in gesonderten Verteilungen entschädigt werden und den Abschluss einer zweiten Mitgliedschaft (Produzent) aufdrängen. Die Schutzfrist an der aufgezeichneten Darbietung beträgt 50 Jahre. Für die Berechnung des Ablaufs der Schutzfrist ist die Erstveröffentlichung ausschlaggebend, insofern die Aufnahme innert 50 Jahren zum ersten Mal veröffentlicht wird. Ist dies nicht der Fall, ist das Aufzeichnungsdatum für die Berechnung des Ablaufs der Schutzfrist massgebend.

SWISSPERFORM

Die Schweiz verfügt als weltweit einziges Land über eine Verwertungsgesellschaft, die alle Berechtigten im Bereich der verwandten Schutzrechte unter einem Dach vereint; neben den Interpreten und Produzenten aus Musik und Film sind auch die Sendeanstalten Berechtigte bei SWISSPERFORM. Ein Mitglied kann verschiedene Aktivitäten verfolgen und deshalb mehreren Kategorien von Anspruchsberechtigten angehören, so zum Beispiel ein Musiker, dessen selbst produzierte Aufnahmen von seiner Band gespielt und im Radio ausgestrahlt werden.

Die Aktivitäten von SWISSPERFORM sind denjenigen der SUISA ähnlich. Die Musiker und Produzenten treten ihre Rechte zur Verwaltung an die Gesellschaft ab. SWISSPERFORM kassiert dann die Lizenzgebühren auf Basis der gesetzlichen Tarife bei den Nutzern ein und zahlt sie den Anspruchsberechtigten gemäss dem Verteilreglement aus, das vom Institut für Geistiges Eigentum (Aufsichtsbehörde) bewilligt wurde.

SWISSPERFORM arbeitet bei der Erhebung der Lizenzgebühren mit der SUISA zusammen. Diese werden meist gemäss Gemeinsamen Tarifen erhoben, die für jede Nutzungsart festgelegt werden, wenn Nutzungen die Tätigkeitsbereiche von mehr als einer Gesellschaft betreffen und gleichzeitig Urheberrechte und verwandte Schutzrechte berühren.

Die SUISA kassiert für SWISSPERFORM unter anderem die Vergütungen der privaten Radio- und TV-Stationen sowie die Vergütung auf Leerträger und in Geräte integrierte Speichermedien ein.

Zehn Prozent der gesamten Tarifeinnahmen von SWISSPERFORM werden zur Unterstützung diverser rechtlich eigenständiger soziokultureller Institutionen eingesetzt. Mit einem Teil dieser Mittel wird die Schweizerische Interpretenstiftung SIS mitfinanziert, die unter anderem professionelle Musiker unterstützt, indem sie Mittel für Konzerte und Tourneen in der Schweiz und im Ausland zur Verfügung stellt.

Die Verteilung bei Radio- und TV-Nutzungen

Man unterscheidet bei den Phonointerpreten (Musiker, Sänger, Dirigenten usw.), deren Darbietungen im Radio und im TV ausgestrahlt werden, zwischen mehreren Verteilmodellen.

SWISSPERFORM verteilt die Lizenzgebühren aus der Nutzung von Handelstonträgern (auf dem Markt erhältlicher Tonaufnahmen) und aus im Radio/TV verwendeten Videoclips direkt weiter. Die Einnahmen werden proportional zur effektiven Nutzung der Aufnahmen verteilt. Die Hauptkriterien der Verteilung sind die Dauer der Sendung einer Aufnahme sowie der Wert der Rollen der Interpreten, die an der Sendung mitwirken.

Die folgenden Verteilungen werden von der Schweizerischen Interpretengenossenschaft SIG unter dem Mandat von SWISSPERFORM ausgeführt. Es handelt sich dabei um die Verteilung von Lizenzgebühren aus:

  • der direkten Nutzung von Darbietungen und aus der Nutzung von Nichthandelstonträgern (Tonaufnahmen, die nicht kommerziell erhältlich sind). Diese nicht automatische Verteilung funktioniert nach einem Deklarationssystem und berücksichtigt Übertragungen von Konzerten im Radio/TV, selbst produzierte Aufnahmen der Radio-/TV-Anstalten, musikalische Darbietungen in Hörspielen, Werbespots, Jingles, Signaltöne, Titelmelodien usw.;
  • der Nutzung von Musik in Filmen: Diese Verteilung funktioniert gleichzeitig nach einem Deklarationssystem und nach einem automatischen System (abhängig von der Sendung im TV) und berücksichtigt die Musik auf Tonspuren von Filmen (Score Music), die Musik aus kommerziellen Tonträgern auf Tonspuren von Filmen, die Musik aus nicht kommerziellen Tonträgern (Library Music) auf Tonspuren von Filmen, die Musik in TV-Spots sowie Jingles u.Ä.;
  • der Nutzung anderer audiovisueller Darbietungen. Diese Verteilung funktioniert nach einem Deklarationssystem und berücksichtigt unter anderem Übertragungen von Konzerten und künstlerische Darbietungen in TV-Shows.

Vorsicht: Wenn Sie Ihre Beteiligung an Tonaufnahmen oder die Übertragung Ihrer künstlerischen Darbietungen nicht bei SWISSPERFORM und der SIG deklarieren, um ihre Lizenzgebühren zu erhalten, verfallen die nicht eingeforderten Beträge nach einer Verjährungsfrist von fünf Jahren und werden neu verteilt.

So werden Sie Mitglied bei SWISSPERFORM

Die Mitgliedschaft bei SWISSPERFORM ist gratis. Sie können den Mitgliedschaftsvertrag online bestellen:
www.swissperform.ch/de/service/bestellung-vertrag.html

Wie deklariere ich meine Beteiligung an kommerziell erhältlichen Aufnahmen?
www.swissperform.ch/uploads/media/Diskografie_D_2018.xlsx
www.swissperform.ch/uploads/media/Erlaeuterungen_zum_Diskografieformular_D_2018.pdf

Wie deklariere ich direkte Darbietungen, nicht kommerziell erhältliche Tonaufnahmen, die Nutzung von Musik in Filmen und die anderen audiovisuellen Ausführungen?
www.interpreten.ch/de/verteilung-ab-2017/info/

Ergänzende Informationen:
www.swissperform.ch, Website von SWISSPERFORM
www.interpreten.ch, Website der Schweizerischen Interpretengenossenschaft SIG

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Warum Mitglieder der SUISA auch einen Beitritt zu SWISSPERFORM in Betracht ziehen sollten

Für SUISA-Autoren wie Seven (im Bild), die gleichzeitig auch Interpreten sind und deren Darbietungen im Radio und TV gesendet werden, empfiehlt sich eine Mitgliedschaft bei SWISSPERFORM. (Foto: Tabea Hüberli)

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Beruf und Berufung | mit Video

Wie gründe und betreibe ich ein Ensemble für zeitgenössische Musik? Von wem erhalte ich Fördergelder für meine Musikprojekte? Wozu ist die SUISA und die Swissperform da? Wie vertreibe ich meine Werke im Internet? Impressionen vom erstmals durchgeführten «Journée d’orientation professionnelle» am Festival Archipel 2017. Text, Foto und Video von Manu Leuenberger

Am Samstag, 1. April 2017, war am Festival Archipel in Genf zu erleben, weshalb Musik zugleich Beruf und Berufung ist. Tagsüber fand ein Informationstag für junge Musikschaffende statt. In 12 Inputreferaten gaben Fachspezialisten aus ihrem Erfahrungsschatz viele Tipps für den Einstieg in das Berufsleben als Musiker oder Musikerin preis.

Die Impressionen im Video zeigen nur einen kleinen Ausschnitt aus dem umfangreichen Themenkatalog, der besprochen wurde. Weitere Referate an diesem erstmals durchgeführten «Journée d’orientation professionnelle», der mit der Unterstützung der SUISA stattfand, waren zu hören von: Johannes Knapp – Direktor des STV/ASM, Damien Pousset – Gründer des Labels Aeon, François Passard (Direktor) und Alain Renaud (Leiter des Produktionsstudios) von L’Abri, Lucas Fagin – Komponist und Ko-Direktor von Babelscores, Bruno Serrou – Musikkritiker und Marie-Christine Papillon – Direktorin des Verlagshauses Papillon.

Beruf und Berufung | mit Video

Inspiration und Profession kamen auch bei der Gesprächsrunde mit Komponisten am 1. April 2017 beim Festival Archipel vor dem Abendkonzert im Alhambra zur Sprache. Auf dem Podium ganz rechts: Xavier Dayer, Vorstandspräsident der SUISA.

Am Abend fand vor dem Konzert im Alhambra ein öffentliche Gesprächsrunde mit Komponisten statt. Mit dabei auf dem Podium war Xavier Dayer, Vorstandspräsident der SUISA. Das Publikum im gut gefüllten Saal erfuhr, weshalb die Vergütungen für Urheberrechte gerade für Komponisten, die keine Konzertgagen erhalten, von grosser Bedeutung sind. Dank dem Entgelt für die Arbeit können Komponisten wie Hanspeter Kyburz, William Blank oder Tristan Murail Werke schaffen, wie sie im Anschluss an die Gesprächsrunde gespielt vom Lemanic Modern Ensemble im Konzert zu hören waren.

www.archipel.org, Website des Festivals

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Der Verlagsvertrag: Welche Punkte gilt es zu beachten?Der Verlagsvertrag: Welche Punkte gilt es zu beachten? Der Verlagsvertrag ist in der Schweiz im Obligationenrecht geregelt. Die gesetzlichen Regelungen dazu sind jedoch nicht sehr ausführlich. Speziell beim Musikverlagsvertrag kann man sich nicht einfach auf das Gesetz verlassen. Zudem können die Parteien auch eigene Vereinbarungen im Vertrag festhalten. Worauf gilt es also beim Verlagsvertrag zu achten? Weiterlesen
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Zwischen Melodie, Harmonie und Rhythmus vermitteln

Die FONDATION SUISA zeichnet Heiri Känzig mit ihrem Jazzpreis 2016 aus. Der Zürcher Musiker gilt als einer der herausragenden Kontrabassisten Europas. Weniger bekannt ist er als profilierter Komponist. Gastbeitrag von Markus Ganz

Heiri Kaenzig Jazzpreis 2016 FONDATION SUISA

«Sein Variantenreichtum und seine Fingerfertigkeit machen ihn zu einem Virtuosen auf seinem Instrument», schreibt die FONDATION SUISA in der Medienmitteilung zur Vergabe des Jazzpreises über den diesjährigen Gewinner Heiri Känzig. (Foto: Pablo Faccinetto)

In der internationalen Jazzszene ist Heiri Känzig wohl bekannter als in der Schweizer Öffentlichkeit. Der Kontrabassist hat eben nie die Aufmerksamkeit der breiten Masse gesucht, sondern immer mit schlichter Musikalität überzeugt. Der 1957 geborene Zürcher ging zudem der Musik wegen schon in jungen Jahren ins Ausland und lebte lange in Städten wie Wien, München und Paris. Schmunzelnd erinnert sich Heiri Känzig im Gespräch daran, dass ihn Mathias Rüegg dazu ermuntert hatte, das Gymnasium in Schiers abzubrechen und in Graz an der Musikhochschule zu studieren. Später folgte er dem Mitgründer des Vienna Art Orchestras nach Wien, das auch für ihn zum Sprungbrett in die internationale Jazzszene werden sollte.

Wien als Ausgangspunkt

Von 1977 an war Heiri Känzig 15 Jahre lang Mitglied des Vienna Art Orchestras und spielte schon auf deren Debüt, der Single (!) «Jessas na» (1978): «eine verrückte Platte». So wurde er Teil einer innovativen Szene und machte sich offensichtlich schnell eine guten Namen als Kontrabassist. Denn schon 1978 wurde er Begleitmusiker des Bebop-Trompeters Art Farmer. Seither hat Heiri Känzig mit zahlreichen Grössen des Jazz wie Art Lande, Kenny Wheeler, Lauren Newton, Billy Cobham und Ralph Towner gespielt; besonders nah stand ihm Charlie Mariano. Ungewöhnlich ist auch, dass er 1991 als erster Nicht-Franzose Mitglied des französischen «Orchestre National de Jazz» wurde.

Heiri Känzig betont aber, dass er sich nicht einfach als Jazzmusiker fühle: «Mir gefällt es, unterschiedliche Arten von Musik zu spielen». Dies zeigte er etwa mit dem «Tien Shan Schweiz Express» (mit Musikern aus Kirgistan, Chakassien, der Mongolei, der Schweiz und Österreich) oder einem Projekt mit dem algerischen Oud-Spieler Chaouk Smahi. Er hat zudem im Studio auch für Nena und Andreas Vollenweider gespielt. Tatsächlich erstaunt, dass Heiri Känzig, den man vor allem als Live-Musiker kennt, gemäss seiner Biografie auf rund 130 Alben gespielt hat. Mittlerweile seien es wohl deutlich mehr, meint er abwinkend, aber dazu zählten alleine rund dreissig mit dem Vienna Art Orchestra.

Unterschätzter Komponist

Als Konstante von Heiri Känzigs Karriere erweist sich die Zusammenarbeit mit Thierry Lang, die schon vor dessen Vertrag mit dem legendären Label Blue Note begonnen habe. Seit etwa 25 Jahren spiele er mit dem Westschweizer Pianisten zusammen, meistens im Trio, manchmal auch mit Gastmusikern, aktuell sogar mit einem Streichquartett. Und er trage zunehmend auch Kompositionen bei. Als Co-Leader wirkt Heiri Känzig zurzeit vor allem mit dem Jazz-Urgestein Chico Freeman im Duo und im «4-tet», mit dem «Cholet Kaenzig Papaux Trio» und mit Depart, dem 1985 mit Harry Sokal gegründeten Trio, in dem nun Martin Valihora Schlagzeug spielt.

Auf dem spannungsgeladenen letzten Depart-Album «Refire» (2014) stammen die meisten Stück von Heiri Känzig. Trotzdem wird er oft lediglich als «versierter Begleiter» oder ähnlich beschrieben. «Als Bassist ist man nun mal nicht der Frontman, wie es bei einem Trompeter oder Pianist eher der Fall ist», meint er gelassen. «Der Bass ist primär ein Begleitinstrument, ein tiefes zudem, das man auch rein akustisch weniger leicht wahrnimmt als andere Instrumente.» Heiri Känzig bestätigt auch, dass der Bass die Funktion hat, die verschiedenen Arten von Instrumenten zu verbinden. Und er fügt lachend an: «Wir Bassisten sind gewissermassen die Diplomaten unter den Musikern, die zwischen Melodie, Harmonie und Rhythmus vermitteln; deshalb sind wir wohl so konziliante Menschen …».

Virtuosität und Klang

Beim Komponieren mache er sich aber keine Gedanken über die Funktion des Basses, sondern spiele einfach, häufig zudem am Klavier. «Am Anfang einer Komposition stehen entweder Basslinien, die ich mir förmlich erspiele und die mich inspirieren. Dies sind aber eher rhythmische Ansätze, wogegen ich beim Klavier eher den harmonischen Aspekt auslote.» Das sind zwei grundsätzlich verschiedene Vorgehensweisen, und doch gibt es bei der weiteren Entwicklung der Stücke eine Gemeinsamkeit. «Das Komponieren ist ein sehr spannender Vorgang, weil man nicht weiss, wohin es einen führt. Man hat keinen Schimmer, und doch sagt einem immer etwas, wo man durchgehen muss.»

In Medienberichten wird immer wieder die Virtuosität von Heiri Känzig hervorgehoben. «Und natürlich kann man sich sagen», meint er achselzuckend, «dass dies beim Bass gar keinen Sinn macht, da die tiefen Töne ohnehin oft nicht recht zu hören sind. Aber ich füge der Musik damit Farbe hinzu, manchmal schon fast ein Klanggewitter.» Dies trägt stark dazu bei, dass sein Spiel sehr individuell, einzigartig wirkt. Heiri Känzig kann sich dies allerdings nicht recht erklären. «Vielleicht hat es etwas damit zu tun, dass ich ganz selten kopiert habe.»

Heiri Känzig wurde 1957 geboren und wuchs in Zürich und Weiningen auf. In Graz, Wien und Zürich studierte er Musik. Seit 1990 lebt er in Meilen und ist seit 2002 Professor für Kontrabass an der Hochschule für Musik in Luzern. Die Singer-Songwriterin Anna Känzig ist seine Nichte; ein gemeinsamer Auftritt ist im Mai 2017 geplant. ‒ Der mit 15 000 Franken dotierte Jazzpreis 2016 ((2)) wird Heiri Känzig im Rahmen eines besonderen Matinée-Konzertes am Sonntag, 4. Dezember 2016 um 11 Uhr im Moods Zürich ((3)) verliehen. Heiri Känzig wird zusammen mit Chico Freeman und Thierry Lang auftreten, zuerst je im Duo, danach im Trio.
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Jazzpreis-2014-hilaria-kramer-liveTrompeterin Hilaria Kramer erhält den Jazzpreis 2014 der FONDATION SUISA Der Jazzpreis der FONDATION SUISA wird für innovatives und kreatives Schaffen im Schweizer Jazz verliehen. 2014 geht der mit 15 000 Schweizer Franken dotierte Preis an die Trompeterin und Komponistin Hilaria Kramer. Weiterlesen
Fondation-Jubiläum-Klangturm25 Jahre FONDATION SUISA – eine Erfolgsgeschichte Die FONDATION SUISA, die gemeinnützige Musikförderstiftung der SUISA, feiert dieses Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Seit ihrer Gründung 1989 hat sie das Schweizer Musikschaffen im In- und Ausland mit über 36 Millionen Franken unterstützt. Gründungsmitglied Roy Oppenheim wirft im SUISAblog einen persönlichen Blick zurück. Weiterlesen

 

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Lionel-Friedli

Ein «Sideman», der «jedem Projekt, in dem er mitspielt, einen Mehrwert verleiht», sagt die Jury des Jazzpreises der FONDATION SUISA über den diesjährigen Gewinner Lionel Friedli. (Foto: Fabrice Nobs)

Trotz unzähliger Konzerte ist Lionel Friedli in einer breiteren Öffentlichkeit noch wenig bekannt. Der 40-jährige Bieler hat eben keine eigene Band. Und in den vielen Gruppen, in denen der gefragte Musiker spielt, drängt er sich nicht in den Vordergrund. Er versteht sich bescheiden als begleitender «Sideman» ‒ und bewirkt mit seinem wuchtigen und doch vielfältigen Spiel doch viel mehr, weil er Impulse an seine Mitmusiker zu geben versteht. Lionel Friedli ist auch deshalb schwer zu fassen, weil er nicht ein reiner Jazz-Schlagzeuger ist. Er gehört zu einer neuen Generation von Jazzmusikern, die einen breiten stilistischen Hintergrund haben und diesen in ihr Spiel einfliessen lassen.

Frühe Prägung

«Jazz war der Soundtrack meiner Kindheit, weil meine Eltern Jazz-Fans waren und deshalb oft solche Musik zuhause lief», erklärt Lionel Friedli. «Diese klangliche Umgebung hat mich aber eher unbewusst beeinflusst, denn ich war schon früh ein Fan von Madonna und Michael Jackson, später kamen James Brown und Rockmusiker hinzu.» Im Alter von 15 bis 18 habe er Jazz schliesslich altmodisch gefunden. Durch ein Album von John Pattitucci fand er zurück zum Jazz, insbesondere zur Fusion, war fasziniert von der Virtuosität. «Dadurch wurde ich angestachelt, die Vinylsammlung meiner Eltern neu zu entdecken. Ich hörte mir die Musik nun mit neuen Ohren an ‒ bewusst.» Und Lionel Friedli begeisterte sich bald für wegweisende Jazzer wie John Coltrane, Charlie Parker und Miles Davis. Dann kam eine Phase, in der er vom Free Jazz angezogen wurde.

Der Jazz war auch wichtig für Lionel Friedlis musikalische Ausbildung. «Da ich schon als Primarschüler von Schlagzeugern fasziniert war und ständig auf Karton trommelte, suchte meine Mutter nach einem passenden Lehrer am Konservatorium Biel.» Sie stiess auf Norbert Pfammatter, der den damals Elfjährigen zu unterrichten begann ‒ und etliche Jahre später auch zu seinen Dozenten an der Musikhochschule Luzern gehörte. Der bekannte Jazzmusiker brachte ihm schon zu Beginn nicht nur Jazz-Rhythmen bei. «Ich lernte die Grundlagen, und dazu gehörten etwa auch afro-kubanische Rhythmen, die ich selbst selten einsetze. Aber sie waren als Koordinationsübungen für das unabhängige Spiel der Glieder sehr wichtig.»

Dichte und Dynamik

Aus der oft zu hörenden Wucht von Lionel Friedlis Spiel spricht deutlich der Rock. «Ich mag das Binäre dieses Genres», bestätigt der Bieler, «aber ich will damit improvisieren können.» Es kann denn auch nicht überraschen, dass er von ähnlich orientierten Schlagzeugern wie Jim Black und Joey Baron schwärmt. Und wie bei diesen ist nicht die reine Wucht das Ziel, sondern die Dynamik, die er damit in die Musik bringen kann. Dazu gehört, dass er die Dichte seines Spiels variiert, «um die Textur der Musik zu verändern». Weniger offensichtlich ist der Einfluss des Hip-Hop. «Ich habe ihn erst spät entdeckt», gesteht Lionel Friedli. «Aber mir wurde klar, dass auch er Wurzeln im Jazz hat und heute einen ähnlichen Spirit der Alternative bietet, eine andere Perspektive auf die Politik etwa.» Dass Lionel Friedli auch einen musikalischen Bezug zu diesem Genre hat, zeigt sich in einer begeisterten Aufzählung von den Beastie Boys über Dr. Dre («diese Beats!») bis zu D’Angelo mit Questlove («grandios»). «Bis heute gefällt mir einiges, aber die Attitüde nervt mich oft.»

Lionel Friedli spielt in unüberschaubar vielen Bands. «Wenn sich ein Zeitfenster öffnet und eine interessante Anfrage kommt, mache ich mit», erklärt er schmunzelnd. «Deshalb kann ich ‒ abgesehen von gelegentlichen Vertretungen im Musikunterricht ‒ allein vom Musizieren leben.» Schwierigkeiten bei der menschlichen und musikalischen Integration kenne er trotz der vielen Projekte nicht, da es meist um eine langfristige Zusammenarbeit gehe. «Ich bin nicht ein Session-Dummer. Passend zur Musik der jeweiligen Gruppe versuche ich verschiedene Aspekte meines Spiels einzusetzen. Es ist ein Prozess, der vor allem in den Proben geschieht.» Wenn mit Partituren gearbeitet wird, versucht er seinen Part baldmöglichst auswendig zu lernen. «Ich fühle mich danach freier und kann mich darauf konzentrieren, was rund um mich geschieht, und darauf reagieren.»

Mehr Abenteuer

Ein eigenes Projekt hat Lionel Friedli nach wie vor nicht, obwohl er sich eines wünsche. «Ich will es nicht erzwingen. Es muss sich von alleine ergeben aus der Lust und der Dringlichkeit.» Und eigentlich, meint er augenzwinkernd, komme das Duo Qoniak mit Vincent Membrez einem Soloprojekt schon recht nahe. Was er sich denn sonst noch wünsche? «Noch mehr Abenteuer mit noch mehr Musikern», antwortet er, ohne zu zögern, «denn der Austausch ist mir sehr wichtig». Vor zu vielen Konzerten fürchtet er sich nicht. Zurzeit seien es so 120 bis 130 pro Jahr, es seien auch schon 150 gewesen, aber Cracks wie Jim Black spielten bis zu 230. «Toll fände ich vor allem, wenn ich noch mehr international auftreten könnte. Ich habe schon in Südamerika und in China gespielt, was ich inspirierend fand.»

Lionel Friedli wurde 1975 in Moutier geboren, seit Anfang der 1980er Jahre lebt er in Biel. Mit elf Jahren erhielt er erstmals Schlagzeugunterricht, 2005 schloss er seine Ausbildung an der Musikhochschule Luzern im Bereich Jazz ab. Bereits seit 1998 spielt er im Trio seines Mitstudenten Lucien Dubuis, mit dem er schon sieben Alben eingespielt und auch international viele Konzerte gegeben hat. Lionel Friedli ist schon mit Musikern wie Heiri Känzig, Vera Kappeler, Marc Ribot und Colin Vallon aufgetreten. Zurzeit gehört er u.a. folgenden Formationen an: Sarah Buechi Shadow Garden, Christy Doran’s New Bag, Elgar (mit Hans Koch und Flo Stoffner), Max Frankl Quartet, OZMO (mit Vincent Membrez und Pedro Lenz), Merz feat. Sartorius Drum Ensemble und Whisperings (mit Fred Frith). Am 25. November 2015 wurde ihm von der FONDATION SUISA der mit 15 000 Franken dotierte Jazzpreis verliehen. Damit wird innovatives und kreatives Schaffen im Schweizer Jazz honoriert.

Videoportrait über Lionel Friedli auf Art-tv.ch

 

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  1. JM Tschanz sagt:

    Fait vraiment plaisir de voir ce super batteur récompensé !

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Die FONDATION SUISA hat Lionel Friedli mit dem diesjährigen Jazzpreis ausgezeichnet. Der Bieler Schlagzeuger kombiniert in seinem dynamischen Spiel die Wucht des Rock mit den Freiheiten des Jazz. Damit prägt er die Musik vieler unterschiedlicher Gruppen. Gastbeitrag von Markus Ganz

Lionel-Friedli

Ein «Sideman», der «jedem Projekt, in dem er mitspielt, einen Mehrwert verleiht», sagt die Jury des Jazzpreises der FONDATION SUISA über den diesjährigen Gewinner Lionel Friedli. (Foto: Fabrice Nobs)

Trotz unzähliger Konzerte ist Lionel Friedli in einer breiteren Öffentlichkeit noch wenig bekannt. Der 40-jährige Bieler hat eben keine eigene Band. Und in den vielen Gruppen, in denen der gefragte Musiker spielt, drängt er sich nicht in den Vordergrund. Er versteht sich bescheiden als begleitender «Sideman» ‒ und bewirkt mit seinem wuchtigen und doch vielfältigen Spiel doch viel mehr, weil er Impulse an seine…Weiterlesen

Die Evergreens von Beny Rehmann leben weiter

Beny Rehmann, der beliebte Schweizer Trompeter, Bandleader und Komponist, ist im vergangenen Dezember im Alter von 78 Jahren gestorben. Evergreens wie die «Schiffsfeger-Polka», «Oh Katharina», «Morgenmuffel» oder «Jeden Tag geht die Sonne auf» leben weiter und bleiben der Nachwelt als sein musikalisches Vermächtnis erhalten. Nachruf von Gastautor Hans «Housi» Bracher

Beny-Rehmann-Trompete

Der im Dezember 2014 verstorbene Beny Rehmann war seit 1967 Mitglied bei der SUISA. (Foto: StudioArt.ch)

Beny Rehmann wurde am 11. September 1936 in Kaisten AG als 12. von 13 Kindern geboren. Mit 16 Jahren erhielt er von seinem Bruder eine Trompete geschenkt. Er absolvierte die Rekrutenschule als Trompeter, wurde von Georges Hofer als Solotalent entdeckt und in die Musikgesellschaft Strengelbach (MGS) aufgenommen.

Am Silvester 1962/63 hatte er mit einem Quartett, «Die lustigen Tiroler Musikanten», seinen ersten Auftritt. Der Auftritt mit Stücken wie «Tanz beim Dorfwirt» oder «Die Dorfschöne» von Slavko Avsenik war ein Riesenerfolg. Beny hatte im Radio ein Live-Konzert mit den «Original-Oberkrainern» gehört und war davon so begeistert, dass er sich mit mir zusammentat, um diese wunderbare Art Musik zu spielen. Nur wenige kannten damals in der Schweiz den mitreissenden Oberkrainer-Sound. Eine Musik, die ihren Ursprung in der slowenischen Folklore hat.

Erfolgreich mit eigenen Kompositionen

Ermutigt durch den Erfolg am Silvester 1962/63 begann Beny Rehmann mit eigenen Kompositionen. Bewusst betonte er dabei seinen eigenen Stil, indem er zu Akkordfolgen griff, die in der slowenischen Volksmusik nicht vorkommen.

Beny-Rehmann-Tiroler-Musikanten

Eines der ersten Fotos des Quartetts «Die lustigen Tiroler Musikanten», mit Trompeter Beny Rehmann links, Ueli Aebi mitte, Albert König rechts und Housi Bracher vorne, aufgenommen im Jahr 1963 (Foto: zVg / Privatarchiv Hans Bracher)

1965 nahm er mit seinen «lustigen Tiroler Musikanten» am damals bekannten Blick-Festival teil und belegte am Final im Kursaal Bern hinter Paola del Medico und dem Eugster-Quartett den dritten Platz. Erste Schallplattenaufnahmen waren die Folge.

Beny nannte seine Formation neu «Beny Rehmann Quintett», erweiterte das Ensemble auf ein Sextett, baute die Musikstilrichtungen aus und trat sich schliesslich unter dem Namen «Beny Rehmann Showorchester» auf.

Rund 4000 Live-Konzerte gespielt

Mit rund 4000 Live-Konzerten, Radio-und Fernsehauftritten bei SRF, ORF, ZDF, ARD, beispielsweise acht mal Musikantenstadel mit Karl Moik, war er aus der damaligen Showszene nicht mehr wegzudenken.

Beny Rehmann war ein Pionier in der Szene. So wagte er sich anfangs der 80er-Jahre trotz negativer Voraussagen von diversen Schweizer Konzertagenten auf eine Herbsttournee mit zwanzig Auftritten in bekannten Schweizer Konzertsälen. Das Fazit: Ausverkaufte Konzerte!

Hits von Beny Rehman wurden zu Evergreens

Seine Aufnahmen wurden 16 Mal mit Gold, 7 Mal mit Platin und 1 Mal mit Doppelplatin ausgezeichnet. 1984 erhielt er den Prix Walo als bester Schweizer Showstar. 2012 wurde er nochmals mit einem Prix Walo ausgezeichnet, dieses Mal mit dem Ehrenpreis.

Evergreens wie die «Schiffsfeger-Polka», «Dreamland», «Morgenmuffel», «Jeden Tag geht die Sonne auf» oder «Oh Katharina» leben weiter und bleiben der Nachwelt als sein musikalisches Vermächtnis erhalten.

Mit der goldenen Trompete Menschen glücklich gemacht

Beny Rehmann war ein offener, ehrlicher, bescheidener, aber auch ehrgeiziger und pedantischer Musiker. Er erhielt grosse Unterstützung von seiner Familie, die ihm alles bedeutete. Seine ganze Seele und sein ganzes Herz legte er in die Kompositionen. Benys brillantes, gefühlvolles Spiel mit der goldenen Trompete war unverkennbar.

Seit dem 19.12.2014 ist Beny Rehmann nicht mehr unter uns. Gesundheitliche Probleme haben ihm seit Jahren zu schaffen gemacht.

Danke Beny, dass ich dich über viele Jahrzehnte als Musikerkollege begleiten und Zehntausende von Menschen mit deiner Musik glücklich machen konnte.

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Beny Rehmann, der beliebte Schweizer Trompeter, Bandleader und Komponist, ist im vergangenen Dezember im Alter von 78 Jahren gestorben. Evergreens wie die «Schiffsfeger-Polka», «Oh Katharina», «Morgenmuffel» oder «Jeden Tag geht die Sonne auf» leben weiter und bleiben der Nachwelt als sein musikalisches Vermächtnis erhalten. Nachruf von Gastautor Hans «Housi» Bracher

Beny-Rehmann-Trompete

Der im Dezember 2014 verstorbene Beny Rehmann war seit 1967 Mitglied bei der SUISA. (Foto: StudioArt.ch)

Beny Rehmann wurde am 11. September 1936 in Kaisten AG als 12. von 13 Kindern geboren. Mit 16 Jahren erhielt er von seinem Bruder eine Trompete geschenkt. Er absolvierte die Rekrutenschule als Trompeter, wurde von Georges Hofer als Solotalent entdeckt und in die Musikgesellschaft Strengelbach (MGS) aufgenommen.

Am Silvester 1962/63 hatte er mit einem Quartett, «Die lustigen Tiroler Musikanten», seinen ersten Auftritt. Der Auftritt mit Stücken wie «Tanz…Weiterlesen