Artikel von: Giorgio Tebaldi

Die Generalversammlung 2016 der Genossenschaft SUISA im Zentrum Paul Klee

217 Komponisten, Textautoren und Verleger von Musik haben an der SUISA-Generalversammlung am 24. Juni 2016 in Bern ihr Mitbestimmungsrecht über ihre Genossenschaft wahrgenommen. Neben dem Gastreferat des SRG-Generaldirektors Roger de Weck, der Verleihung des Stiftungspreises und des Werkjahres der FONDATION SUISA war die Revision des Fürsorgereglements das zentrale Thema.

GV2016-Auditorium

Im Auditorium des Zentrums Paul Klee in Bern versammelten sich insgesamt rund 280 Mitglieder und Gäste zur Generalversammlung 2016 der SUISA. (Foto: Manu Leuenberger)

So geht Mitbestimmung: Die Stimmzettel im Auditorium des Zentrums Paul Klee in Bern waren schon gezählt, als ein SUISA-Mitglied eine Wiederholung der Abstimmung forderte. Vielen Personen im Saal sei nicht klar gewesen, ob nun bezüglich des revidierten Fürsorgereglements die Ja- oder die Nein-Stimmen gezählt würden. Die Abstimmung wurde also kurzerhand wiederholt.

Die Mitglieder bestimmen über ihre Genossenschaft

So geht Genossenschaft: Die SUISA, die Genossenschaft der Urheber und Verleger von Musik, gehört ihren Mitgliedern. Und sie bestimmen an der Generalversammlung, ob der Jahresbericht des vergangenen Geschäftsjahrs genehmigt wird, welche Revisionsstelle die SUISA prüft, ob dem SUISA-Vorstand die Decharge erteilt wird – oder eben: ob die überarbeitete Fassung des Fürsorgereglements genehmigt wird.

Neues Fürsorgereglement ab 2017

Die stimmberechtigten Mitglieder haben schliesslich die revidierte Fassung des Reglements gutgeheissen. Das neue Fürsorgereglement ist zeitgemässer und wurde an die heutige Gesetzgebung angepasst. Die wohl wichtigste Änderung betrifft zukünftige Reglementsänderungen. Hierfür ist neu der Stiftungsrat, also der Vorstand der SUISA, zuständig.

Gastreferat und Preise der FONDATION SUISA

In seinem Gastreferat erzählte Roger de Weck, Generaldirektor der SRG, den anwesenden SUISA-Mitgliedern und Gästen unter anderem, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen der SRG, der SUISA und den Künstlern für die Förderung des Musikschaffens in der Schweiz sei.

Zur Musikförderung in der Schweiz gehört auch die Arbeit der FONDATION SUISA, der Musikförderstiftung der SUISA. In seiner Ansprache ehrte Urs Schnell, der Direktor der Stiftung, den Preisträger des diesjährigen Stiftungspreises, Franz «Fränggi» Gehrig. Der mit 25 000 Franken dotierte Preis wurde dieses Jahr in der Kategorie «neue, aktuelle Schweizer Volksmusik» vergeben. Da Fränggi Gehrig nicht an der Generalversammlung teilnehmen konnte, findet die offizielle Preisübergabe im August an der «Stubete am See», dem Zürcher Festival für neue Schweizer Volksmusik, statt.

Von der FONDATION SUISA geehrt wurde auch der Basler Popmusiker James Gruntz. Er erhielt das Werkjahr der Stiftung. Dieses ist mit 80 000 Franken dotiert und ermöglicht dem jungen Künstler, ungestört und finanziell unabhängig an seiner Musik zu arbeiten.

Die Generalversammlung 2017 der SUISA findet statt am Freitag, 23. Juni 2017, 11.00 Uhr, im Kaufleuten in Zürich.
Eingabeschluss für Anträge zuhanden der Generalversammlung: Gemäss Ziff. 9.2.4 der Statuten können SUISA-Mitglieder bis zum 20. Januar schriftlich Verhandlungsgegenstände und Anträge für die ordentliche Generalversammlung des gleichen Jahres einreichen. Ein solches Begehren muss von mindestens 50 Mitgliedern unterstützt und schriftlich eingereicht werden sowie einen Vertreter angeben, der befugt ist, das Begehren zurückzuziehen oder abzuändern.
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Nachhaltiges Wachstum für die Mitglieder Genossenschaften zeichnen sich durch solides Wirtschaften aus. Dies gilt auch für die SUISA. Die Genossenschaft der Komponisten, Textautoren und Verleger von Musik hat 2015 ihre Einnahmen leicht gesteigert. Von diesem Geld verteilt die SUISA rund 88% an die Rechteinhaber. Insgesamt sind es 125 Millionen Franken. Die Genossenschaft leistet damit einen substanziellen Beitrag an das finanzielle Auskommen ihrer Mitglieder. Nachfolgend eine Analyse des Jahresergebnisses. Weiterlesen
Neue Mitglieder im Vorstand der SUISA An der Generalversammlung der SUISA vom 19. Juni 2015 in Freiburg sind Marie Louise Werth und Zeno Gabaglio in den Vorstand der SUISA gewählt worden. Sie ersetzen Monika Kaelin und Massimiliano Pani, die aus dem Vorstand ausgeschieden sind und an der Versammlung mit Dank für ihre Mitarbeit im obersten Leitungsgremium der SUISA verabschiedet wurden. Wer sind die neuen Vorstandsmitglieder? Eine Vorstellung der Neugewählten im Interview und in Kurzbiografien. Weiterlesen
Die SUISA arbeitet kostenbewusst Letztes Jahr haben die SUISA und die anderen Schweizer Verwertungsgesellschaften Zeit und Geld in eine vom Bund geforderte Kostenanalyse investiert. Nun liegen die Ergebnisse der Studie vor. Wenig überraschend zeigt die Studie auf, dass die Schweizer Verwertungsgesellschaften wirtschaftlich arbeiten und ihre Kosten im Griff haben. Dennoch fordert der Bundesrat in seinem Vorschlag zur Urheberrechtsrevision eine stärkere Kontrolle der Verwertungsgesellschaften. Dies ist nicht nur unnötig sondern sogar abwegig, wie eine eingehende Betrachtung der Studienergebnisse zeigt. Weiterlesen
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217 Komponisten, Textautoren und Verleger von Musik haben an der SUISA-Generalversammlung am 24. Juni 2016 in Bern ihr Mitbestimmungsrecht über ihre Genossenschaft wahrgenommen. Neben dem Gastreferat des SRG-Generaldirektors Roger de Weck, der Verleihung des Stiftungspreises und des Werkjahres der FONDATION SUISA war die Revision des Fürsorgereglements das zentrale Thema.

GV2016-Auditorium

Im Auditorium des Zentrums Paul Klee in Bern versammelten sich insgesamt rund 280 Mitglieder und Gäste zur Generalversammlung 2016 der SUISA. (Foto: Manu Leuenberger)

So geht Mitbestimmung: Die Stimmzettel im Auditorium des Zentrums Paul Klee in Bern waren schon gezählt, als ein SUISA-Mitglied eine Wiederholung der Abstimmung forderte. Vielen Personen im Saal sei nicht klar gewesen, ob nun bezüglich des revidierten Fürsorgereglements die Ja- oder die Nein-Stimmen gezählt würden. Die Abstimmung wurde also kurzerhand wiederholt.

Die Mitglieder bestimmen über ihre Genossenschaft

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Bestimmen Sie bei der Verteilung mit

Rund 125 Millionen Franken kann die SUISA aus den Einnahmen von 2015 an Urheber und Verleger verteilen. Für die SUISA-Mitglieder und Auftraggeber ist die Verteilung essentiell: Wer erhält aus welcher Nutzung seiner Werke letztlich wieviel Geld? Wie die Verteilung erfolgt, wird von der Verteilungs- und Werkkommission (VWK) der SUISA vorgeschlagen und vom Vorstand beschlossen. Nächstes Jahr hat nun ein SUISA-Mitglied aus der Musiksparte Werbe-und Filmmusik die Möglichkeit, eine aktive Rolle einzunehmen und für die VWK zu kandidieren. Interessierte Mitglieder können sich bis zum 31. Oktober 2016 für die Wahl vorschlagen.

GV2016-Voting-Cards

2017 wird ein neues Mitglied in die Verteilungs- und Werkkommission gewählt. (Foto: Manuel Leuenberger)

«Mittendrin statt nur dabei» – SUISA-Urheber und Verleger können bei Änderungen im Verteilungsreglement direkt mitbestimmen. Bei der nächsten SUISA-Generalversammlung am 23. Juni 2017 in Zürich wird ein neues Mitglied in die Verteilungs- und Werkkommission (VWK) gewählt. Der Grund dafür ist der Rücktritt eines bisherigen VWK-Mitglieds.

Die Interessen aller Urheber und Verleger vertreten
Was aber macht ein geeignetes VWK-Mitglied aus? In erster Linie braucht es natürlich eine hohe Affinität zur Musik. Dies ergibt sich allerdings ohnehin mit der Grundvoraussetzung  für eine Kandidatur: Es können nur stimm- und wahlberechtigte SUISA-Mitglieder in die Kommission gewählt werden. (Zukünftige) VWK-Mitglieder müssen zudem die Wirkung heutiger Entscheidungen für die Zukunft verstehen. Die Mitglieder der VWK dürfen sich nicht nur auf die eigenen Geschäftsfelder konzentrieren, sondern die Interessen aller Urheber und Verleger vertreten. Und es braucht Zeit: Die Sitzungen der VWK finden zwei Mal im Jahr in Bern statt und dauern – mit Anreise und gemeinsamem Mittagessen – jeweils einen Tag. Die Sitzungen brauchen eine gute Vorbereitung seitens der Mitglieder; hierzu gehört vor allem, dass die umfangreichen Dossiers gelesen werden.

Musiksparte: Werbe- und Filmmusik
Dieses Mal suchen wir ein Mitglied aus der Musiksparte Werbe-und Filmmusik. Damit wird eine ausgeglichene Zusammensetzung der VWK sichergestellt. In der Kommission sind verschiedene Musikrichtungen und alle Sprachregionen der Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein vertreten. Zudem setzt sich die VWK sowohl aus Komponisten, Musikverlegern wie auch Textautoren zusammen. Und letztlich ist auch eine bestmögliche Durchmischung hinsichtlich Alter und Geschlecht wichtig.

Aufgaben der Verteilungs- und Werkkommission
Die Verteilungs- und Werkkommission beschäftigt sich primär mit Verteilungsänderungen, die im Verteilungsreglement geregelt werden. Sie erfüllt folgende Aufgaben:

  • prüft die Bestimmungen des Verteilungsreglements und ihre Auswirkungen auf die Verteilungsergebnisse;
  • stellt dem Vorstand Anträge betreffend Änderung des Verteilungsreglements;
  • behandelt in erster Instanz Rekurse gegen Entscheide der Geschäftsleitung über die Einstufung von Sendeprogrammen und über die Schutzfähigkeit von Werken und Bearbeitungen freier Werke;
  • hat beratende Funktion hinsichtlich der Beurteilung von nicht autorisierten Umarbeitungen geschützter Werke und von Plagiaten.

Die VWK ist eine Kommission der SUISA-Generalversammlung; diese kann der Kommission weitere Aufgaben zuweisen. Jedes Kommissionsmitglied hat eine Stimme, abwesende Mitglieder können nicht durch andere Kommissionsmitglieder vertreten werden.

Interessierte Kandidaten schicken ihre Bewerbung bitte bis 31. Oktober 2016 an folgende Adresse:
SUISA
Christian Poffet
Bellariastrasse 82
CH-8038 Zürich
E-Mail: vwk(at)suisa(dot)ch

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2017 wird ein neues Mitglied in die Verteilungs- und Werkkommission gewählt. (Foto: Manuel Leuenberger)

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SUISA gründet mit SESAC das Joint Venture Mint Digital Licensing

Die SUISA gründet zusammen mit der US-amerikanischen Gesellschaft für Musikrechte SESAC ein Joint Venture mit dem Namen Mint Digital Licensing. Das neue Unternehmen  wird ab Januar 2017 europaweit die Online-Nutzungen der Werke von SUISA- und SESAC-Mitgliedern lizenzieren. Das Dienstleistungsangebot des Joint Ventures steht auch anderen Marktteilnehmern wie zum Beispiel (Major-) Verlagen oder ausländischen Verwertungsgesellschaften offen. Ein Interview mit SUISA-Generaldirektor Andreas Wegelin über die Vorteile und die Bedeutung dieser Zusammenarbeit.

SUISA gründet mit SESAC das Joint Venture Mint Digital Licensing

Wichtiger Schritt bei der Online-Lizenzierung: Die SUISA und SESAC gründen das Joint Venture Mint Digital Licensing (Foto: Rawpixel.com/Shutterstock)

Die SUISA gibt Anfang August 2016 die Zusammenarbeit mit der US-amerikanischen Verwertungsgesellschaft SESAC bekannt. Was sind die Pläne der beiden Gesellschaften?
Andreas Wegelin: Die SUISA und unsere US-Amerikanische Schwestergesellschaft SESAC wollen im Online-Musikgeschäft zusammenarbeiten. Konkret geht es um die internationale Online-Lizenzierung von Musik. Zu diesem Zweck gründen wir das Joint Venture Mint Digital Licensing. Das neue Unternehmen wird für das Repertoire der SUISA und SESAC gesamteuropäisch Lizenzen an Anbieter von Musik-Streaming- oder Downloadservices vergeben. Das Joint Venture wird seine Dienstleistungen auch Dritten anbieten; zum Beispiel an grosse Verlage, die über die Vergabe der Online-Rechte in Europa selbst verfügen können, oder anderen Verwertungsgesellschaften, die selber nicht international lizenzieren.

Die SUISA und SESAC werden im Rahmen des Joint Venture gemeinsam mit den Online-Dienstanbietern verhandeln. Hierbei wird nicht nur mit denjenigen Anbietern verhandelt, mit denen die SUISA bereits Verträge hat. Es werden auch Verträge mit weiteren Anbietern verhandelt.

Wie ist es zur Zusammenarbeit von SUISA und SESAC gekommen?
SESAC suchte einen verlässlichen Partner für die Märkte ausserhalb der USA, um ihr Repertoire in diesen Gebieten erfolgreich lizenzieren zu können. In diesem Zusammenhang ist die US-amerikanische Schwestergesellschaft auf die SUISA zugetreten und hat für diese Zusammenarbeit angefragt.

Welche Vorteile hat das Joint Venture für die beiden Gesellschaften?
Beide Verwertungsgesellschaften wollen, dass ihre Mitglieder finanziell von der Online-Nutzung ihrer Werke profitieren. Das Joint Venture vertritt ein Repertoire von mehr als 11,5 Millionen  Werken von SESAC und 4,5 Millionen Werken von SUISA von insgesamt mehr als 110 000 Komponisten, Textautoren und Verlegern. Dank der Grösse und der Relevanz des vereinten Repertoires stärken beide Unternehmen ihre Verhandlungsposition gegenüber den Online-Dienstanbietern. Insofern ist der wichtigste Nutzen des Joint Ventures, die Interessen der SUISA- und SESAC-Mitglieder in den Verhandlungen mit Spotify, Apple, Youtube und Weiteren mit mehr Gewicht vertreten zu können. Die faire Vergütung von Urhebern und Verlegern für Online-Musiknutzungen ist also das Hauptanliegen.

Speziell für die SUISA ist zusätzlich ein weiterer Aspekt wichtig: Wir haben in den vergangenen Jahren einiges in die Modernisierung unserer IT-Infrastruktur investiert. Unter anderem, um uns eine gute Ausgangslage für das Online-Musikgeschäft zu verschaffen. Unsere IT-Dienstleistungen können wir nun gegen Entgelt auch anderen Gesellschaften und Verlagen anbieten und unsere Systeme besser auslasten. Zudem werden wir dadurch höhere Nebeneinnahmen erzielen. Zum Beispiel geht die Hälfte des Gewinns von Mint Digital Licensing an die SUISA. Höhere Nebeneinnahmen führen dazu, dass wir den Kostenabzug bei den Abrechnungen an die SUISA-Mitglieder tief halten können. Unter Berücksichtigung der Zusatzverteilung betrug bei uns der Abzug im Jahr 2015 durchschnittlich 6,76%.

Ein tiefer Verwaltungskostensatz wird auch in Zukunft ein wichtiges Anliegen sein. Es ist durchaus möglich, dass sich in einigen Jahren bei der Wahrnehmung von Senderechten eine Konkurrenzsituation ergibt, wie sie heute bei den Online-Rechten schon vorhanden ist. Im schlechtesten Fall könnte ein Teil der Einnahmen aus der Verwertung von Senderechten wegfallen. Damit hätten wir weniger Einnahmen bei fast gleich bleibenden Aufwänden. Die Folge wären höhere Kostenabzüge bei den Abrechnungen an die Mitglieder.

Dank der Zusammenarbeit mit SESAC im Joint Venture kann die SUISA also nicht nur ihre Marktposition im Online-Geschäft stärken sondern gleichzeitig auch Nebeneinnahmen generieren, die für einen tiefen Kostenabzug hilfreich sind – das kommt alles den SUISA-Mitgliedern zugut.

Die SUISA-Mitglieder erhalten durch das Joint Venture in Zukunft zudem einfachen Zugang für die Kontrolle und Verwaltung ihrer Kataloge, Lizenzen und Tantiemenabrechnungen.

Was ändert sich für SUISA-Mitglieder wegen dem Joint Venture?
Die Zusammenarbeit mit der SUISA bleibt für die Mitglieder gleich wie bis anhin, sowohl was das Dienstleistungsangebot als auch die Wahrnehmung der Rechte betrifft. Es gibt im Zusammenhang mit dem Joint Venture weder einen neuen Wahrnehmungsvertrag noch Änderungen im Verteilungsreglement. Die Betreuung erfolgt nach wie vor durch die Mitgliederabteilung der SUISA – die Ansprechpartner werden sich also nicht ändern. Dass die Lizenzierung neu vom Joint Venture gemacht wird, führt für die Mitglieder auch nicht zu einem doppelten Verwaltungsaufwand; der Kostenabzug erfolgt wie bis anhin nur einmal. Die wesentliche Änderung wird nur auf der Seite der Online-Dienstanbieter spürbar sein: Die Lizenzierung des SUISA-Repertoires an die Online-Musikservices wird durch das Joint Venture erfolgen.

Wie viele Mitarbeitende werden für das Joint Venture tätig sein und wo liegt der Firmensitz?
Die genaue Struktur des Joint Ventures sowie die Wahl des Firmensitzes wird derzeit noch definiert. Wir werden die Organisation von Mint Digital Licensing so schlank wie möglich halten. Sowohl die SUISA als auch SESAC haben das Ziel, effizient zu arbeiten und die Verwaltungskosten tief zu halten.

Wie sind die Besitzverhältnisse des Joint Ventures? Wird ein Teil der SUISA verkauft?
Nein. Die SUISA bleibt zu 100% eigenständig. Sie bringt ihre Dienstleistungen in das Joint Venture ein. Zudem beteiligen sich beide Unternehmen mit je einem tiefen sechsstelligen Betrag, um die Initialaufwände des Gemeinschaftsunternehmens zu decken. Mint Digital Licensing gehört zu je 50 Prozent der SESAC und der SUISA. Das bedeutet auch, dass beide Unternehmen beim Joint Venture gleichberechtigte Partner sind.

Was bedeutet das Joint Venture für die SUISA-Mitarbeitenden? Wird es eine Reorganisation oder einen Stellenabbau geben?
Aufgrund des Joint Ventures werden bei der SUISA keine Stellen abgebaut. Was die Betriebsorganisation anbelangt, werden einige Mitarbeitende, die bereits heute im Bereich Online-Lizenzierung tätig sind, ihre bisherige Arbeit neu im Namen von Mint Digital Licensing weiterführen. Eine Reorganisation wegen des Joint Ventures wird es bei der SUISA nicht geben.

Für das Unternehmen SUISA ist das Joint Venture eine bedeutende Weiterentwicklung: Wie schon erwähnt besteht im Online-Musikmarkt in Europa bei der Rechtevergabe eine grenzüberschreitende Konkurrenzsituation. Die SUISA kann die Online-Rechte für ihre Mitglieder in ganz Europa direkt wahrnehmen. Umgekehrt geht das aber auch für ausländischen Schwestergesellschaften. Somit steht die SUISA im Online-Geschäft in direkter Konkurrenz zu Gesellschaften wie SACEM, GEMA, PRS oder der schwedischen STIM. Dieser Wettbewerb im Online-Bereich ist eine neue Erfahrung für die SUISA. Mit unserem Angebot an präzisen Dienstleistungen sind wir dafür gerüstet. Es liegt eine spannende Zeit vor uns.

(Foto: isler-fotografie.ch)

Christian Fighera, Co-Gründer von Two Gentlemen und Vorstandsmitglied der SUISA, über das Joint Venture:

«Ich freue mich sehr über den Schritt der SUISA, dieses Joint Venture mit SESAC einzugehen. In einer Welt, in der der Online-Vertrieb vollständig liberalisiert ist, ist es von Vorteil, dass unsere Mitglieder gleichgestellt sind mit bekannten internationalen Urhebern. Dank des Joint Ventures können wir ein umfassendes und attraktives Repertoire weltweit lizenzieren. Gleichzeitig können wir dabei unsere Kompetenzen und unsere Beziehungen zu neuen Partnern festigen. Sowohl neu aufkommende Urheber wie auch etablierte Künstler werden von diesem Joint Venture profitieren können. Es beweist zudem, dass die SUISA sich weiterentwickeln und dabei mitglieder- und kundennahe sowie qualitativ hochwertige Dienstleistungen bieten kann.»

Wer ist SESAC?
SESAC ist eine der drei grossen US-amerikanischen Verwertungsgesellschaften für Aufführungsrechte. Das Unternehmen wurde 1930 gegründet und ist privatrechtlich organisiert. Seit zwei Jahren CEO und Chairman der SESAC ist John Josephson. Er verfolgt mit seinem Unternehmen eine Innovationsstrategie, um den raschen strukturellen und technologischen Wandel im Musikgeschäft aufzufangen und die SESAC zur ganzheitlichen Musikrechte-Organisation – zum one stop shop – weiterzuentwickeln.
So investierte er in zeitgemässe Informatiksysteme und brachte diese auf den aktuellen Stand der Technologie. Sie sind vergleichbar mit den Systemen der SUISA. 2014 hat die SESAC Rumblefish, ein auf Mikro-Lizenzierung spezialisiertes Unternehmen, gekauft und integriert. Im vergangenen Jahr erwarb SESAC die Harry Fox Agency (HFA), eine der grossen Organisationen für Mechanische Rechte. HFA repräsentiert ca. 48’000 US-amerikanische Musikverlage.
Die SESAC betreut Musikschaffende wie Bob Dylan, Neil Diamond, Beyoncé, Green Day, Mariah Carey und zahlreiche weitere weltweit erfolgreiche Künstler. Zu den von der SESAC betreuten Filmkomponisten gehören Christophe Beck, Jeff Beal, Danny Lux, Jon Ehrlich, Dennis C. Brown oder Bruce Miller Zudem repräsentiert SESAC TV-Shows wie Grey’s Anatomy, How I Met Your Mother, Parenthood, Dateline NBC, Dr. Phil, Seinfeld oder The Doctors.Zu Harry Fox Agency:
HFA betreut seit 1927 die Vervielfältigungsrechte von Musikverlagen in den USA. Über die Jahre hat sich HFA zu einem der grössten Lizenzgeber von Vervielfältigungsrechten entwickelt, repräsentiert heute ca. 48’000 Musikverlage und damit ein Repertoire von über 6.7 Millionen Kompositionen. Nach der Übernahme durch SESAC wurden die Repertoires zusammengeführt und werden durch die SESAC Systeme betreut.​
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Streamripping – Kassettenrekorder im Internet Streamripping-Software zeichnet Audio- und Videostreams auf. Dadurch kann eine Kopie des vollständigen Streams als Datei abgespeichert werden. Im Schweizer Urheberrechtsgesetz ist eine Vergütung für die Privatkopie festgelegt, die auf Aufnahme- und Speichermedien anwendbar ist. Die Streamrip-Apps werden von der gesetzlichen Vergütungspflicht nicht erfasst – wie zuvor die Kassettenrekorder. Weiterlesen
Doppelmitgliedschaften: SUISA, and else? Die SUISA nimmt die Rechte für ihre Mitglieder weltweit wahr. Den Aufwand und Ertrag einer Mitgliedschaft bei mehreren Urheberrechtsgesellschaften gilt es sorgfältig zu überprüfen und abzuwägen. Die SUISA hat mit über 100 Schwestergesellschaften weltweit Verträge abgeschlossen. Diese Verträge bieten den SUISA-Mitgliedern einen grossen Vorteil: Sie können ausserhalb der Schweiz musikalisch tätig sein – die Abrechnung der eingespielten Urheberrechtsvergütungen erfolgt in gewohnter Weise durch ihre vertraute Gesellschaft SUISA. Weiterlesen
Weshalb Mitglieder der SUISA nicht melden müssen, wenn ihre Werke auf Youtube sind Wie, wo und wann kann man der SUISA seine Werke auf Youtube melden, haben Mitglieder so oder ähnlich in letzter Zeit oft gefragt. Weshalb Urheber der SUISA keine Meldungen über ihre Werke auf der Videoplattform zuzuschicken brauchen, erklären wir in der nachfolgenden Antwort auf eine Mitgliederanfrage. Weiterlesen
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Nachhaltiges Wachstum für die Mitglieder

Genossenschaften zeichnen sich durch solides Wirtschaften aus. Dies gilt auch für die SUISA. Die Genossenschaft der Komponisten, Textautoren und Verleger von Musik hat 2015 ihre Einnahmen leicht gesteigert. Von diesem Geld verteilt die SUISA rund 88% an die Rechteinhaber. Insgesamt sind es 125 Millionen Franken. Die Genossenschaft leistet damit einen substanziellen Beitrag an das finanzielle Auskommen ihrer Mitglieder. Nachfolgend eine Analyse des Jahresergebnisses. Text von Andreas Wegelin, Generaldirektor

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Nicht immer stehen Komponisten und Textautoren auch auf der Bühne. Umso wichtiger sind für sie die Urheberrechtsvergütungen ihrer Genossenschaft. (Foto: Dreadek / Shutterstock.com)

Die SUISA hat ihr Jahresergebnis 2015 veröffentlicht, und die Zahlen sind erfreulich: Die Genossenschaft der Urheber und Verleger von Musik konnte im letzten Jahr eine Steigerung der Einnahmen aus der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein verzeichnen. Dank der weiterhin sehr grossen Nachfrage nach Musik hierzulande nahm die SUISA aus diesen Gebieten 132,7 Millionen Franken ein. Zusammen mit den Einnahmen aus der Nutzung des SUISA-Repertoires im Ausland konnte aus der Verwertung von Urheberrechten ein Nettoerlös von insgesamt 142,7 Millionen Franken erzielt werden.

Wichtiges Einkommen für Komponisten, Textautoren und Verleger

Rund 88% von diesen Einnahmen verteilt die SUISA an die Rechteinhaber. Insgesamt gehen somit 125 Millionen Franken an die Musikschaffenden. Gerade für Komponisten, Textautoren und Verleger sind diese Einnahmen wichtig. Viele Urheber stehen zum Beispiel nicht auf der Bühne und erhalten somit weder Gagen noch Anteile von Merchandising-Einnahmen. Die Vergütungen aus der Kollektivverwertung für die Nutzung der von ihnen geschriebenen Werke oder Songtexte sind ein Bestandteil ihres Einkommens.

Genossenschaften wirtschaften nachhaltig im Interesse der Mitglieder

In der Schweiz und Liechtenstein ist dies die Aufgabe ihrer Genossenschaft, der SUISA. Genossenschaften sind in erster Linie Selbsthilfeorganisation der Mitglieder. Sie wirtschaften nicht spekulativ oder im Hinblick auf möglichst hohe Aktionärsgewinne, sondern nachhaltig im Interesse ihrer Genossenschafter. Im Fall der SUISA sind dies die Musikurheber und -verleger. Wie das Jahresergebnis 2015 zeigt, ist die SUISA in dieser Hinsicht auf gutem Weg: Die Einnahmen der Genossenschaft stiegen in den letzten drei Jahren kontinuierlich. Die Haupttreiber dieser positiven Entwicklung sind insbesondere die Konzerte und das digitale Fernsehen.

Florierender Konzertmarkt

Der grösste Zuwachs im 2015 ist dem weiterhin florierenden Konzert- und Festivalmarkt in der Schweiz zu verdanken. Rund 20,3 Millionen Franken hat die SUISA an Urheberrechtseinnahmen aus den Konzerttarifen GT Ka und GT Kb im letzten Jahr erzielt; 2014 waren es 18,7 Millionen Franken. Damit machen diese beiden Konzerttarife beinahe die Hälfte der totalen Einnahmen aus Aufführungsrechten aus. Insgesamt wurden aus Aufführungsrechten vergangenes Jahr 46 Millionen Franken eingenommen (gegenüber 44,1 Millionen Franken im Vorjahr). Massgebend für die Mehreinnahmen im letzten Jahr waren auch einige Streitfälle, die gelöst werden konnten und zu einem rückwirkenden Inkasso geführt haben.

Digitales Fernsehen weiterhin im Vormarsch

Die Einnahmen aus Senderechten stiegen im vergangenen Jahr von 64 auf 64,6 Millionen Franken leicht an. Diese Zunahme stammt einerseits aus höheren Einnahmen bei den Werbefenstern der SRG-Sender. Andererseits wirkt sich die wachsende Beliebtheit des digitalen Fernsehens positiv für die Urheber und Verleger aus: Sowohl die Verbreitung von Sendungen über das Kabelnetz wie auch die Vermietung von Settop-Boxen und das damit mögliche zeitversetzte Fernsehen führten 2015 zu höheren Einnahmen.

Online flop, Tonträger top?

Das Jahresergebnis 2015 der SUISA in den Bereichen Onlineund Tonträger entspricht nicht der gängigen Entwicklung. Der Trend im Markt zeigt klar: Es wird immer mehr Musik über das Internet und insbesondere via Streaming genutzt, während das Publikum seit Jahren immer weniger Tonträger kauft. Dennoch nahmen die SUISA-Einnahmen bei den Tonträgern im letzten Jahr leicht zu, während das Ergebnis im Online-Bereich rückläufig war. Sonderfall Schweiz? Nein.

Bei den Tonträgern war die Grossproduktion eines einzelnen Kunden wesentlich verantwortlich für das Plus gegenüber dem Vorjahr. Der Rückgang 2015 bei den Online-Einnahmen hängt mit den Rechnungsprozessen zusammen. Aufgrund der rasant wachsenden Datenmenge, welche die SUISA beim Streaming verarbeitet, mussten Abrechnungsprozesse bei den Online-Einnahmen neu aufgebaut werden.

Dies führte dazu, dass Einnahmen aus dem vergangenen Jahr einigen Streaminganbietern erst im Januar 2016 in Rechnung gestellt werden konnten. Unabhängig von dieser saisonalen Verschiebung in der Rechnungsstellung muss im Zusammenhang mit den Online-Einnahmen gesagt werden, dass es hier weitere Anstrengungen braucht, um für die Urheber angemessene Vergütungen bei der Verbreitung ihrer Musik im Internet auszuhandeln.

«Im negativen Sinn besonders hervorzuheben sind die Entschädigungen durch den meistgenutzten Gratiskanal Youtube, die für die Urheber zu tief sind.»

Mit der 2. Quartalsabrechnung im Juni 2016 wird die SUISA unter anderem auch Einnahmen aus dem Online-Geschäft an die Rechteinhaber verteilen. Allerdings wird diese Verteilsumme wie bereits letztes Jahr auf einem tiefen Niveau bleiben. Ein Grund dafür sind illegale Angebote und kostenlose Dienste, die sich mit Werbung finanzieren. Diese konkurrenzieren die legalen Bezahlangebote z. B. von Spotify, Apple Music, Google Play und weiteren.

Im negativen Sinn besonders hervorzuheben sind die Entschädigungen durch den meistgenutzten Gratiskanal Youtube, die für die Urheber zu tief sind. Die Vergütungen durch Online-Anbieter wird für die SUISA auch 2016 ein wichtiges Thema bleiben: Die Komponisten, Texter und Verleger von Musik müssen für die Nutzung ihrer Werke durch Download und vor allem Streaming gerechter vergütet werden.

Verwaltungskosten tief halten

Ein anderes wichtiges (Dauer-)Thema sind die Kosten. Hier ist die SUISA gut unterwegs: Die Verwaltungskosten waren 2015 mit 27,4 Millionen Franken 2,5% tiefer als im Vorjahr (28,1 Millionen Franken). Damit bestätigt die SUISA die Ergebnisse der Kostenanalyse, die 2015 im Auftrag des Eidgenössischen Instituts für Geistiges Eigentum (IGE) bei den fünf Schweizer Verwertungsgesellschaften durchgeführt worden war. Das Resultat der Analyse zeigte: Die Schweizer Verwertungsgesellschaften arbeiten wirtschaftlich, und ihre Kosten sind angemessen.

Für die Mitglieder der SUISA heisst dies: Sie können auch in Zukunft darauf zählen, dass ihre Genossenschaft durch solides Wirtschaften einen substanziellen Beitrag zu ihrem Auskommen leisten wird.

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Die SUISA arbeitet kostenbewusst Letztes Jahr haben die SUISA und die anderen Schweizer Verwertungsgesellschaften Zeit und Geld in eine vom Bund geforderte Kostenanalyse investiert. Nun liegen die Ergebnisse der Studie vor. Wenig überraschend zeigt die Studie auf, dass die Schweizer Verwertungsgesellschaften wirtschaftlich arbeiten und ihre Kosten im Griff haben. Dennoch fordert der Bundesrat in seinem Vorschlag zur Urheberrechtsrevision eine stärkere Kontrolle der Verwertungsgesellschaften. Dies ist nicht nur unnötig sondern sogar abwegig, wie eine eingehende Betrachtung der Studienergebnisse zeigt. Weiterlesen
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Genossenschaften zeichnen sich durch solides Wirtschaften aus. Dies gilt auch für die SUISA. Die Genossenschaft der Komponisten, Textautoren und Verleger von Musik hat 2015 ihre Einnahmen leicht gesteigert. Von diesem Geld verteilt die SUISA rund 88% an die Rechteinhaber. Insgesamt sind es 125 Millionen Franken. Die Genossenschaft leistet damit einen substanziellen Beitrag an das finanzielle Auskommen ihrer Mitglieder. Nachfolgend eine Analyse des Jahresergebnisses. Text von Andreas Wegelin, Generaldirektor

Edito-AW-Jun-2016-Drums-backstage

Nicht immer stehen Komponisten und Textautoren auch auf der Bühne. Umso wichtiger sind für sie die Urheberrechtsvergütungen ihrer Genossenschaft. (Foto: Dreadek / Shutterstock.com)

Die SUISA hat ihr Jahresergebnis 2015 veröffentlicht, und die Zahlen sind erfreulich: Die Genossenschaft der Urheber und Verleger von Musik konnte im letzten Jahr eine Steigerung der Einnahmen aus der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein verzeichnen. Dank der weiterhin sehr grossen Nachfrage…Weiterlesen

«La SUISA a Lugano – un punto di riferimento per la scena musicale nella Svizzera italiana»

Con sedi a Zurigo, Losanna e Lugano la SUISA è rappresentata nelle tre regioni linguistiche della Svizzera. La succursale di Lugano, che conta con la collaborazione di quattro persone, si occupa delle richieste formulate dai soci italofoni e di tutti i clienti della Svizzera italiana. Il nuovo responsabile della succursale ticinese, Stefano Keller, è nel frattempo in carica da circa 100 giorni. Nell’intervista ci illustrerà tra l’altro, perché presso la sede di Lugano sono richieste delle particolari competenze da Allrounder, come la SUISA contribuisce alla promozione della vita culturale in  Ticino e quali obbiettivi persegue quale nuovo responsabile della sede ticinese. Testo/intervista: Michael Welti – Den deutschen Text finden Sie weiter unten.

Stefano-Keller

Da 100 giorni in carica: Stefano Keller, il nuovo responsabile della succursale di Lugano della SUISA. (Fotografia: Francesco Fumagalli)

Perché la SUISA ha una sede a Lugano? Le sedi di Zurigo o Losanna non potrebbero occuparsi dei soci e dei clienti italofoni?
Stefano Keller: per i nostri soci e per la nostra clientela è estremamente importante che la SUISA sia presente nelle tre regioni linguistiche e che quindi ci possa essere un rapporto di prossimità. La presenza di SUISA Lugano rende possibile a tutti gli agenti italofoni che si occupano di musica di poter formulare le proprie richieste e di ricevere una consulenza nella loro lingua madre. Inoltre, ritengo importante che in Svizzera vi sia uno scambio costante tra le diverse regioni linguistiche. Per queste ragioni la SUISA ha deciso di istituire nel 2002 una succursale a Lugano. Nel frattempo, grazie alla competenza e alla disponibilità dei suoi collaboratori, la sede di Lugano è diventata un punto di riferimento importante per la scena musicale della Svizzera italiana.

Qual è la sfera di competenza dei collaboratori di SUISA Lugano?
I nostri compiti spaziano tra tutte le richieste e domande formulate dai nostri soci italofoni (nuove iscrizioni, autoproduzioni, deposito di opere, notifiche di ingaggi, conteggi indennità, rendite, …) al licenziare le più disparate forme di utilizzi musicali, dalla musica di sottofondo fino ai concerti e alla diffusione su radio e TV. Presso la sede SUISA di Lugano lavorano quattro persone; essendo un piccolo team è quindi di fondamentale importanza essere degli Allrounder e poter avere una prospettiva multidisciplinare sulla SUISA, questo particolare aspetto può senz’altro fornire un interessante arricchimento della nostra cultura aziendale.

Come contribuisce la SUISA alla vita culturale in Ticino?
Oltre al fatto di essere divenuti un importante punto di riferimento per la scena musicale nella Svizzera italiana, SUISA Lugano è presente a diversi eventi pubblici quali: il Film Festival di Locarno e MusicNet.  Organizza e promuove con regolarità cene e aperitivi d’incontro per i nostri soci ed editori, creando così dei momenti privilegiati di scambio e di messa in rete di esperienze estremamente eterogenee. A partire da questi incontri sono già nate delle interessanti collaborazioni per delle produzioni artistiche.

Cosa fa la SUISA di Lugano per la promozione dei musicisti in Ticino?
La sede di Lugano sostiene attivamente i musicisti in Ticino fornendo loro una consulenza attiva che permette di coprire tutto lo spettro dei servizi offerti dalla SUISA. Detto in altre parole, quando un musicista italofono si rivolge alla SUISA di Lugano attraverso i canali classici (e-mail, telefono, lettera) o recandosi personalmente presso il nostro sportello di accoglienza riceve una consulenza a 360 gradi sulla sua attività.

Lei è in carica quale nuovo responsabile della sede di Lugano da circa 100 giorni, quali sono i suoi obbiettivi?
Personalmente vorrei sottolineare ancora una volta quanto sia importante, per la forma e la tipologia del lavoro svolto a Lugano, poter contare su un team affiatato e competente in grado di essere il più efficace possibile. Ogni collaboratore deve essere in grado di lavorare in forma indipendente e allo stesso tempo complementare con l’altro. Uno degli obiettivi per il breve-medio periodo è sicuramente quello di fornire ai nostri principali clienti così come ai nostri soci più importanti un servizio personalizzato e di qualità ineccepibile, valorizzandone così l’operato.

Veniamo quindi a una domanda personale, quali generi musicali o bands dal Ticino può consigliarci in questo momento?
La scena musicale ticinese ha vissuto in questi anni, dal 2002 ad oggi, diversi avvicendamenti tra generi musicali molto diversi tra loro. Se agli inizi di SUISA Lugano la maggior parte delle bands venivano dalla scena Hard Rock e Metal, attorno al 2005 la scena ticinese si focalizzava molto sull’Hip Hop e sul Rap. In questi anni sembra invece andare per la maggiore il New Folk (Sebalter/Make Plain), l’Indie Rock (On The Camper Records/Francesca Lago) o il «classico» Pop Rock (Sinplus/Charlie Roe).


«Die SUISA in Lugano ist ein Bezugspunkt für die Musikszene in der italienischen Schweiz»

Mit Niederlassungen in Zürich, Lausanne und Lugano ist die SUISA in drei Sprachregionen der Schweiz vertreten. In Lugano kümmern sich vier Mitarbeitende um die italienischsprachigen Mitglieder und Kunden im Tessin. Der neue Leiter der Tessiner Niederlassung, Stefano Keller, ist mittlerweile seit 100 Tagen im Amt. Im Interview schildert er unter anderem, weshalb in der Geschäftsstelle Lugano Allround-Talent gefragt ist, wie die SUISA zur Förderung des Kulturschaffens im Tessin beiträgt und welche Ziele er als Leiter der Tessiner Zweigstelle verfolgt. Text/Interview: Michael Welti

Stefano-Keller

Seit 100 Tagen im Amt: Stefano Keller, der neue Leiter der SUISA-Niederlassung in Lugano. (Foto: Francesco Fumagalli)

Wieso hat die SUISA eine Geschäftsstelle in Lugano? Könnten die Tessiner Mitglieder und Kunden nicht von Zürich oder Lausanne aus betreut werden?
Stefano Keller: Für unsere Mitglieder und auch für unsere Kunden ist es wichtig, dass die SUISA in den drei Sprachregionen vertreten und somit nahe bei ihnen ist. Die Anwesenheit der SUISA in Lugano macht es möglich, dass die italienischsprachigen Akteure der Musikbranche ihre Anfragen in ihrer Muttersprache stellen und auch beraten werden können. Zudem ist es auch wichtig, dass ein Austausch zwischen den verschiedenen Sprachregionen der Schweiz stattfindet. Aus diesem Grund hatte die SUISA 2002 entschieden, die Niederlassung in Lugano zu gründen. Mittlerweile ist die Geschäftsstelle Lugano dank der Kompetenz und der Einsatzbereitschaft ihrer Mitarbeitenden zu einem wesentlichen Bezugspunkt für die Musikszene in der italienischen Schweiz geworden.

Welche Aufgabenbereiche übernehmen die Mitarbeitenden der Geschäftsstelle in Lugano?
Unsere Aufgaben umfassen einerseits fast alle Dienstleistungen für unsere Mitglieder; von Neuanmeldungen, Eigenproduktionen, über Werkanmeldungen bis zu Vergütungen und Renten. Auch bei unseren Kunden decken wir fast das ganze Spektrum der Lizenzierung ab; also Hintergrundmusik, Konzerte sowie auch die Ausstrahlung im Radio und TV. In der Tessiner Niederlassung arbeiten vier SUISA-Mitarbeitende: In einem kleinen Team müssen wir Allrounder sein und eine multidisziplinäre Perspektive der SUISA einnehmen. Diese Besonderheit ist sicherlich eine Bereicherung für die Unternehmenskultur der SUISA.

Was kann die SUISA im Tessin zum Kulturleben beitragen?
Neben der Rolle als wichtiger Bezugspunkt für die Tessiner Musikbranche ist die SUISA an verschiedenen öffentlichen Veranstaltungen wie z. B. am Filmfestival in Locarno oder am MusicNet in Lugano präsent. Zudem organisieren wir Networking-Anlässe für Urheber und Verleger und bieten ihnen damit die Möglichkeit, sich auszutauschen. Durch solche Events sind bereits interessante Projekte zwischen Künstlern, die sich vorher kaum gekannt hatten, entstanden.

Was leistet die SUISA in Lugano für die Förderung von Musikschaffenden im Tessin?
Die Geschäftsstelle Lugano unterstützt die Musiker im Tessin vor allem durch ihre Beratung. Diese deckt die gesamte Palette der SUISA-Dienstleistungen ab. In anderen Worten: Wenn sich ein italienischsprechender Musiker via E-Mail, Telefon oder mit einem Brief an die SUISA in Lugano wendet oder sogar persönlich in unser Büro kommt, erhält er eine 360-Grad-Beratung zu seiner Tätigkeit.

Sie sind seit 100 Tagen Geschäftsleiter des SUISA-Sitzes in Lugano. Was sind Ihre Ziele?
Die SUISA Lugano soll ein gut eingespieltes und kompetentes Team von Allrounder sein, das die Aufgaben so effektiv wie möglich ausführen kann. Jeder Mitarbeiter muss unabhängig arbeiten und gleichzeitig die Kollegen unterstützen können. Unter anderem ist es mein Ziel, unseren grösseren Kunden sowie unseren wichtigsten Mitgliedern einen persönlicheren und qualitativ tadellosen Service anbieten zu können.

Und nun noch eine persönliche Frage: Welche Musiker oder Bands aus dem Tessin können Sie momentan empfehlen?
Die Tessiner Musikszene hat sich in den letzten zehn bis zwanzig Jahren stark entwickelt und bietet viel Abwechslung in den unterschiedlichen Stilrichtungen. In den Anfangszeiten der SUISA in Lugano kamen die meisten Bands von der Hard-Rock- und Metal-Szene. Ab 2005 entwickelte sich eine Hip-Hop- und Rap-Szene, und in den letzten Jahren kamen weitere Künstler aus anderen Stilrichtungen auf. Im New Folk gibt es zum Beispiel Sebalter oder Make Plain und im Indie Rock die Künstler des Tessiner Labels On The Camper Records oder Francesca Lago. Zudem gibt es Musiker aus dem klassischen Pop/Rock wie Sinplus oder Charlie Roe.

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Con sedi a Zurigo, Losanna e Lugano la SUISA è rappresentata nelle tre regioni linguistiche della Svizzera. La succursale di Lugano, che conta con la collaborazione di quattro persone, si occupa delle richieste formulate dai soci italofoni e di tutti i clienti della Svizzera italiana. Il nuovo responsabile della succursale ticinese, Stefano Keller, è nel frattempo in carica da circa 100 giorni. Nell’intervista ci illustrerà tra l’altro, perché presso la sede di Lugano sono richieste delle particolari competenze da Allrounder, come la SUISA contribuisce alla promozione della vita culturale in  Ticino e quali obbiettivi persegue quale nuovo responsabile della sede ticinese. Testo/intervista: Michael Welti – Den deutschen Text finden Sie weiter unten.

Stefano-Keller

Da 100 giorni in carica: Stefano Keller, il nuovo responsabile della succursale di Lugano della SUISA. (Fotografia: Francesco Fumagalli)

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Die SUISA ist am Electron Festival in Genf dabei

Die SUISA ist bei der 13. Ausgabe des Electron Festivals zum ersten Mal als Partner dabei und veranstaltet zusammen mit den Festivalmachern ein Panel zum Thema: «Wieso bezahlen Veranstalter auch die SUISA – und wer bekommt das Geld?» Das Festival für elektronische Kultur findet vom 24. bis 27. März 2016 in Genf statt und bietet neben Liveacts und DJs auch Installationen, Workshops und Konferenzen.

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Das Electron Festival in Genf findet dieses Jahr zum 13. Mal statt. Zum ersten Mal als Partner dabei ist die SUISA. (Bild: Electron)

Am Osterwochenende vom 24. bis 26. März 2016 wird in Genf die elektronische Kultur zelebriert. Die 13. Ausgabe des Electron Festivals bietet DJs, Liveacts, Installationen, Workshops und Panels. Die SUISA unterstützt das Festival 2016 als Partner und ist Mitveranstalter eines Panels zum Thema Urheberrechtsentschädigungen für Veranstaltungen in Clubs.

An diesem Panel diskutieren Künstler, Veranstalter und SUISA-Vertreter darüber, weshalb Clubs neben der Gage für den DJ auch eine Vergütung zugunsten der Komponisten und Textautoren an die SUISA bezahlen müssen. Und das unabhängig davon, ob eine Veranstaltung rentiert oder nicht. Wie viel von diesem Geld sehen letztlich die Urheber und Verleger? Von Interesse ist auch die Frage, ob durch das System der Hitboxen das Geld wirklich an die richtigen Komponisten und Textautoren der gespielten Songs geht.

Die Diskussionsrunde richtet sich an Künstler, Veranstalter und andere Professionals aus dem Bereich der elektronischen Musik und der Clubszene. Das Panel findet statt am Karfreitag, dem 25. März 2016, von 18.30 bis 20 Uhr in der Salle de conférence du rez im Bâtiment d’Art Contemporain, 28, rue des Bains in Genf.

Am Panel diskutieren:

  • Manuel Oberholzer (Feldermelder), Komponist und DJ
  • Philippe Pellaud, Programmleiter des Genfer «Festival de la Bâtie»
  • Nicolas Pont, Rechtsdienst SUISA Lausanne

Moderiert wird die Diskussion vom Journalisten Rocco Zacheo.

Interessierte können sich bis Donnerstag, 24. März 2016, anmelden unter: emmanuelle(at)headfun(dot)ch. Die Platzzahl ist beschränkt.

Nach dem Panel laden die SUISA und die Festivalveranstalter die Panel-Besucher von 20.00 bis 21.15 Uhr zu einem Apéro ein. Der Apéro findet am gleichen Ort wie das Panel statt.

Das vollständige Programm des Electron Festivals findet sich unter: www.electronfestival.ch

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Die SUISA ist bei der 13. Ausgabe des Electron Festivals zum ersten Mal als Partner dabei und veranstaltet zusammen mit den Festivalmachern ein Panel zum Thema: «Wieso bezahlen Veranstalter auch die SUISA – und wer bekommt das Geld?» Das Festival für elektronische Kultur findet vom 24. bis 27. März 2016 in Genf statt und bietet neben Liveacts und DJs auch Installationen, Workshops und Konferenzen.

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Das Electron Festival in Genf findet dieses Jahr zum 13. Mal statt. Zum ersten Mal als Partner dabei ist die SUISA. (Bild: Electron)

Am Osterwochenende vom 24. bis 26. März 2016 wird in Genf die elektronische Kultur zelebriert. Die 13. Ausgabe des Electron Festivals bietet DJs, Liveacts, Installationen, Workshops und Panels. Die SUISA unterstützt das Festival 2016 als Partner und ist Mitveranstalter eines Panels zum Thema Urheberrechtsentschädigungen für Veranstaltungen…Weiterlesen

Jazzahead! 2016: Der Schweizer Jazz im Fokus

Grosse Ehre für die eidgenössische Jazzszene: Die Schweiz ist das offizielle Gastland an der Jazz-Fachmesse Jazzahead! vom 21. bis 24. April und dem dazugehörigen Festival vom 7. bis 24. April 2016 in Bremen. Der Schweizer Schwerpunkt wird von der FONDATION SUISA und Pro Helvetia in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Musik Syndikat organisiert. Der Projektverantwortliche der FONDATION SUISA, Marcel Kaufmann, erklärt im Gespräch, weshalb die Jazzahead! für den Schweizer Jazz wichtig ist.

Jazzahead-Aushang-Eingang

Über 3000 Teilnehmer aus 55 Ländern besuchten 2015 die Fachmesse Jazzahead! in Bremen. (Foto: Marcel Kaufmann)

Marcel Kaufmann, der Schweizer Jazz erhält dieses Jahr an der Jazzahead! eine grossartige Plattform. Was machen die FONDATION SUISA und ihre Partner, um die hiesige Jazzszene an diesem internationalen Festival zu promoten?
Marcel Kaufmann: Zunächst organisieren wir einen gemeinschaftlichen Schweizer Auftritt im Rahmen der Jazzahead! und geben der Schweiz und allen Schweizer Messeteilnehmern damit an einem zentralen Ort an der Messe ein Gesicht. Als Hauptplattform zum Finden und Gefunden werden steht der Schweizer Gemeinschaftsstand auch dieses Jahr kostenlos zur Verfügung. Über die Website der FONDATION SUISA kann man sich noch bis zu Beginn der Messe anmelden.
Zusätzlich werden dieses Jahr noch diverse andere Spots und Events den Schweizer Jazz und dessen Vertreter ins Zentrum rücken. Allen voran die «Swiss Night», die Eröffnungsnacht des Showcase-Festivals am 21. April. Hier präsentieren sich acht Schweizer Jazz-Acts dem internationalen Fachpublikum.
Als Gastland steht die Schweiz im Fokus und wird deshalb vom internationalen Messepublikum noch stärker wahrgenommen werden als in den vergangenen Jahren. Wir besitzen eine starke und ungewöhnlich vielschichtige Jazzszene. Unser Ziel ist es, unsere Qualitäten und unsere Vielseitigkeit unter dem Motto «schweizsuissesvizzerasvizra» den Menschen so zu präsentieren, dass der Nachklang unseres Auftrittes weit über das Ende der Messe anhalten wird.

Die FONDATION SUISA, Pro Helvetia und das Schweizer Musik Syndikat haben im Zusammenhang mit der Jazzahead! 2016 die Website www.switzerland-jazzahead.com ins Leben gerufen. Was ist das Ziel dieser Website?
Die Website ist ein Kompass und Info-Tool zur Schweizer Partnerland-Präsenz an der jazzahead! 2016. Hier kann man sich vor und während der Messe jederzeit einen Überblick über das Schweizer Programm verschaffen und sich seine persönlichen Highlights herauspicken. Dazu beleuchtet die Website die Künstlerinnen und Künstler, gibt Auskunft zur Schweizer Teilnehmerschaft in Bremen und enthält auch allgemeine Informationen rund um das Thema Jazz in und aus der Schweiz. Und natürlich gibt es auf der Website auch Musik zu hören.

Die Freude war gross, als letztes Jahr die Schweiz als Gastland der Jazzahead! 2016 bekanntgegeben wurde. Wie ist es dazu gekommen, dass der Schweiz diese Ehre zuteil wurde?
Das Partnerland wird durch die Messeleitung bestimmt. Dabei legt die Jazzahead! grossen Wert darauf, dass die Wahl aufgrund von künstlerischen, und nicht etwa finanziellen Kriterien erfolgt. Die Schweiz hat sich in Bremen in den vergangenen Jahren als starke Jazz-Nation bemerkbar gemacht. So gab es kaum ein anderes Land, von dem es mehr Showcase-Acts ins offizielle Programm schafften: In fünf Jahren waren es 14 Bands, hinzu kommen acht dieses Jahr. Mit Hildegard lernt fliegen schaffte 2012 eine Band dank einem Jazzahead!-Showcase den internationalen Durchbruch.
Ausserdem ist die Fachteilnehmerzahl aus der Schweiz seit 2011 Jahr für Jahr gestiegen. Und schliesslich dürfte auch das jahrelange Engagement der FONDATION SUISA und Pro Helvetia mit der Schweizer Gemeinschaftspräsenz seinen Teil dazu beigesteuert haben.
Alles in allem hat sich die Schweiz für diese Ehre wohl auf gut schweizerische Art empfohlen: mit Qualität und Kontinuität.

Weshalb sollte man als Schweizer Jazzmusiker oder Veranstalter von Jazz-Konzerten an der Jazzahead! anwesend sein?
Für Musiker ist es besonders interessant, einen der heissbegehrten Showcase-Plätze zu erwischen. Diese werden jeweils zwischen September und November ausgeschrieben und anschliessend von einer unabhängigen Jury bestimmt. Das Fachpublikum ist hochkarätig bestückt mit Veranstaltern von renommierten internationalen Festivals und Clubs. Aber auch Label-Chefs und Jazzjournalisten sind jeweils in grosser Zahl vor Ort. Zudem gibt es im Gegensatz zu anderen Showcase-Festivals nur wenige Bühnen, so dass sich das Publikum nicht allzu sehr verteilt.
Konnte man für sich keinen Showcase ergattern, so lohnt es sich dennoch, die Messe zu besuchen, denn das oben erwähnte Fachpublikum ist auch tagsüber da. Man trifft sich, man begegnet sich auf dem Gang oder am Stand. Die grosse Kunst besteht darin, Kontakte zu knüpfen. Hier versuchen wir, eine gewisse Hilfestellung zu bieten.
Für Veranstalter mit internationaler Ausrichtung ist das Showcase-Festival ein Must. Es gibt keinen zweiten Ort, an dem man als Jazz-Veranstalter mit so vielen Vertretern derselben Berufsgattung aus den unterschiedlichsten Nationen in Kontakt kommt. Aber natürlich auch mit vielversprechenden Künstlerinnen und Künstlern und deren Entourage. Diese Beziehungen werden geknüpft und gepflegt.
Ein langjähriger Jazzahead!-Teilnehmer hatte es mir gegenüber einmal so beschrieben: «Nirgends lässt sich der Puls des internationalen Jazz besser fühlen als an der Jazzahead!.»

Wie kann sich ein Besucher vorbereiten, damit er den grösstmöglichen Nutzen vom Messebesuch erzielen kann?
Die Antwort steckt eigentlich schon in der Frage drin: Das A und O ist die Vorbereitung. Wer an die Jazzahead! mit leerem Terminkalender reist, der hat es schwer. Die Agenden sind meist schon vor der Messe gefüllt. Deshalb ist es unbedingt zu empfehlen, die Teilnehmerdatenbank frühzeitig durchzugehen und Termine zu vereinbaren. Gleichzeitig sollte man das Messe- und Festivalprogramm genau studieren. Zum einen, um sich interessante Konzerte und Konferenzen zu merken. Zum anderen aber auch, um abschätzen zu können, wo man vielleicht auch noch «zufällig» auf jemanden stossen könnte, den man im Vorfeld nicht erreicht hat. Mein Tipp: Die Cocktail-Empfänge der Länderstände sind dafür bestens geeignet.
Zudem gilt die Regel: An der Jazzahead! wartet niemand auf dich! Das heisst: Wenn ich meine Musik oder meine Dienstleistung an den Mann oder die Frau bringen will, dann muss ich etwas vorzuweisen haben: Promo-Material, Aufnahmen und Videos gehören ins Gepäck. Und ebenso wichtig: Ich muss eine Geschichte zu erzählen haben. Ansonsten wird es schwierig. Die Konkurrenz schläft bekanntlich nicht.
Der Schweizer Gemeinschaftsstand bietet die Möglichkeit zur Präsentation von Promo- und Info-Material, aber auch Sitzgelegenheiten für Meetings mit künftigen Geschäftspartnern. Und dies kostenlos. Das Standpersonal ist gerne behilflich beim Knüpfen von Kontakten und Weiterreichen von Informationen.

Die FONDATION SUISA ist mittlerweile zum neunten Mal an der Jazzahead! dabei. Welche Erfahrungen habt Ihr in den vergangenen Jahren mit Eurer Präsenz an dieser Musikfachmesse gemacht? Wieviele Besucher nutzen die Infrastruktur, welche die FONDATION SUISA an der Jazzahead! anbietet?
In erster Linie gelang es uns der Welt zu zeigen, dass eine grossartige und international konkurrenzfähige Schweizer Jazzszene existiert. Als Gastland wollen wir diese Einsicht beim internationalen Publikum nachhaltig zementieren.
Die Jazzahead! ist längst zu einer der wichtigsten Drehscheiben des internationalen Jazz-Business geworden und erlebt als Messe einen eigentlichen Boom. So hat sich die Gesamtzahl der Fachteilnehmer innerhalb der letzten sechs Jahren von 1500 auf 3000 Personen verdoppelt – Tendenz steigend. Wir haben diesen Trend frühzeitig erkannt und uns entsprechend gut positioniert. Der Gemeinschaftsstand ist zum «Schweizer Domizil» geworden, zur ersten Anlaufstation für die internationalen Fachteilnehmer, wenn es um Kontakte oder Informationen geht. Wir stellen deshalb mit Zufriedenheit fest, dass wir mit unseren Fördermassnahmen auf dem richtigen Weg sind. Das bestätigen uns auch Jahr für Jahr die Schweizer Teilnehmer. Für dieses Jahr haben wir bereits über 60 Anmeldungen für unseren Stand. Allerdings ruhen wir uns auf diesen Erfolgszahlen nicht aus. Wir bleiben wachsam, was die Veränderungen in der Jazzszene angeht, und wir nehmen auch konstruktive Kritik unserer Mitaussteller ernst. Das Ziel ist und bleibt es, den Schweizer Jazz auf diesem internationalen Parkett bestmöglichst zu repräsentieren.

Was sind für Dich die Highlights der diesjährigen Jazzahead! – abgesehen vom Schweizer Schwerpunkt?
Ich freue mich sehr auf die Swiss Night vom 21. April. Die Schweizer Showcase-Acts werden ein starkes Zeichen setzen für das Partnerland Schweiz, da bin ich überzeugt. Aber auch das Gala-Konzert in der Bremer Glocke mit Nik Bärtsch’s Ronin und Hildegard lernt fliegen wird zweifellos ein Highlight.

Weiterführende Informationen:
www.switzerland-jazzahead.com
Informationsseite der FONDATION SUISA zur Jazzahead!
www.jazzahead.de (offizielle Website der Musikmesse)

Jazzahead-2015-Schweizer-StandRückblick und Ausblick auf die jazzahead! Die 10. jazzahead! vom 23. bis 26. April 2015 in Bremen bescherte einige Neuigkeiten: eine neue Location, einen neuen Teilnehmerrekord und einen neuen Schweizer Gemeinschaftsstand. Ganz zum Schluss folgte dann auch noch die Bekanntgabe des Partnerlands der nächsten jazzahead!: An der Messe 2016 wird die Jazzszene der Schweiz im Mittelpunkt stehen. Weiterlesen
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Grosse Ehre für die eidgenössische Jazzszene: Die Schweiz ist das offizielle Gastland an der Jazz-Fachmesse Jazzahead! vom 21. bis 24. April und dem dazugehörigen Festival vom 7. bis 24. April 2016 in Bremen. Der Schweizer Schwerpunkt wird von der FONDATION SUISA und Pro Helvetia in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Musik Syndikat organisiert. Der Projektverantwortliche der FONDATION SUISA, Marcel Kaufmann, erklärt im Gespräch, weshalb die Jazzahead! für den Schweizer Jazz wichtig ist.

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Über 3000 Teilnehmer aus 55 Ländern besuchten 2015 die Fachmesse Jazzahead! in Bremen. (Foto: Marcel Kaufmann)

Marcel Kaufmann, der Schweizer Jazz erhält dieses Jahr an der Jazzahead! eine grossartige Plattform. Was machen die FONDATION SUISA und ihre Partner, um die hiesige Jazzszene an diesem internationalen Festival zu promoten?
Marcel Kaufmann: Zunächst organisieren wir einen gemeinschaftlichen Schweizer Auftritt im Rahmen der Jazzahead! und geben…Weiterlesen

Die Arbeit der Komponisten an Hits aus dem Schweizer Pop-Musikjahr 2015

Die Swiss Music Awards warten dieses Jahr mit einer Neuerung auf: Zum ersten Mal werden auch Songwriter geehrt. Am 12. Februar 2016 erhalten im Zürcher Hallenstadion die Komponisten und Textautoren des «Best Hit» im Namen der SUISA eine Auszeichnung. Nominiert sind «Waiting» von Nickless, «La Bambele» von Müslüm und «Hippie-Bus» von Dodo. Insgesamt 10 Komponisten und Textautoren haben zur Entstehung dieser Songs beigetragen. Text/Interviews von Erika Weibel und Giorgio Tebaldi

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Dodo, Müslüm und Nickless (v.l.n.r.) sind zusammen mit den Komponisten und Textautoren ihrer Songs «Hippie-Bus», «La Bambele» und «Waiting» für den Best Hit an den Swiss Music Awards 2016 nominiert. (Fotos: Nadége Sanz – Dodo; Roger Reist – Müslüm; Christoph Koestlin – Nickless)

Nickless, Müslüm und Dodo dürften vielen Menschen hierzulande bekannt sein. Ihre Hits «Waiting», «La Bambele» und «Hippie-Bus» haben das Pop-Musikjahr 2015 in der Schweiz mitgeprägt. In der Öffentlichkeit weniger bekannt sind die Musiker, die ihre Songs mitkomponiert und –getextet haben. So stehen hinter «La Bambele» neben Müslüm auch Raphael Jakob und Benjamin Mühlethaler. Nickless hat beim Songwriting von «Waiting» Unterstützung erhalten von Thomas Fessler. Und bei «Hippie-Bus» waren Dodo und vier Mitkomponisten am Werk: Dominik Baumgartner, Michele Bochicchio, Marco Jeger und Florian Reichle.

Am 12. Februar werden an den Swiss Music Awards 2016 im Zürcher Hallenstadion sämtliche Komponisten und Textautoren ausgezeichnet, die den Schweizer Hit 2015 mitgeschrieben haben. Im Rahmen des «Best Hit»-Awards erhalten also die Songwriter des Siegersongs im Namen der SUISA eine der begehrten Auszeichnungen. Damit wird auch die Arbeit derjenigen Künstler, die im Hintergrund tätig sind, gewürdigt.

Wie entsteht ein Hit überhaupt? Und was braucht es für einen guten Song? Dies haben wir die drei Interpreten der nominierten Songs gefragt.

Müslüm – «La Bambele»

Musik und Text von Raphael Jakob, Benjamin Mühlethaler und Müslüm.

Wie ist dieser Song entstanden?
Müslüm: So wie die Liebe im Allgemeinen entsteht, ohne Erwartungen. Zuerst war es ein ganz einfaches Wortspiel. Dann wurden die Gedanken immer konkreter. Spielerisch verdichtete sich das Ganze zu einem Muster, wo Melodie und Inhalt eins wurden mit allem. Die Musik zu «La Bambele» komponierte ich gemeinsam mit dem Gitarristen Raphael Jakob. Benjamin Mühlethaler produzierte den Song und gab ihm den nötigen Feinschliff.«Uressenzielles», nämlich das Atmen in ein zeitgemässes Muster zu verpacken, war dabei die grösste Herausforderung.

Was braucht es deiner Meinung nach, um einen wirklich guten Song zu schreiben?
Ich denke, es gibt eine Art «universellen Intellekt», in dem der Mensch in einem Augenblick eins ist mit allem und gewisse Dinge als selbstverständlich erfährt. Ein «Hit» entsteht genau aus diesem selbstverständlichen Gefühl heraus. Das ist das Schwierige an schwerer Arbeit: Dass sie leicht erscheint.

Dodo – «Hippie-Bus»

Musik von Dominik Baumgartner, Michele Bochicchio, Dodo, Marco Jeger und Florian Reichle, Text von Dodo.

Wie ist dieser Song entstanden?
Dodo: Die Melodie zu «Hippie-Bus» hab ich in Brasilien komponiert. Ich habe in einem «Bush bungalow» in Itakare, einem Surferparadies im Norden Brasiliens, ein kleines Studio eingerichtet, wo ich alleine aber auch mit lokalen Musikern jammte. Den Text dazu schrieb ich dann aber wirklich in einem Hippie-Bus. Ich machte mit Freunden einen Ausflug ans Mittelmeer, und auf der Heimreise lag ich hinten im Bus und schrieb den Text während der Fahrt!

Was braucht es deiner Meinung nach, um einen wirklich guten Song zu schreiben?
Ein guter Song muss berühren. Glücklich machen oder traurig. Oder beides gleichzeitig. Ein solcher Song kann meiner Meinung nach nur entstehen, wenn die eigenen Gefühle während dem Schreiben echt sind.

Nickless – «Waiting»

Musik und Text von Thomas Fessler und Nickless.

Wie ist dieser Song entstanden?
Nickless: Die erste Version von «Waiting» habe ich 2012, als ich 17 Jahre alt war, in meinem Zimmer geschrieben und den Song Thomas Fessler geschickt. Er ist mein Musik-Mentor seit ich 14 war, und mit 15 habe ich ein zweijähriges Praktikum in seinem Tonstudio begonnen.
Thomas erkannte bereits damals das Potential des Stücks. Danach ging ich allerdings für eine Weile nach London, und erst anfangs 2014 arbeiteten Thomas und ich wieder am Song weiter. Zusammen mit zwei weiteren Liedern wählten wir ihn für meine erste Demo-CD aus, die bei Phonag Records landete und mir einen Plattenvertrag einbrachte. Für uns alle war klar, dass «Waiting» meine erste Single sein würde: Er war der reifste Song und wir wussten, dass er als Single funktionieren könnte.
Anfangs 2015 arbeiteten wir noch ein letztes Mal an «Waiting». Wir änderten ein paar Kleinigkeiten, und so wurde der Song dann im dritten Anlauf fertig gestellt. Ich denke, dass jedes Stück einen gewissen Abstand und Reifeprozess benötigt; so war das auch bei «Waiting».
Thomas war bei diesem Prozess enorm wichtig – er ist quasi die zweite Hälfte der Band. Die Ursprungsidee mit Text und Melodie kam zwar von mir, aber das ist nur die eine Hälfte des Kuchens. Thomas macht den Kuchen erst schmackhaft.

Was braucht es Deiner Meinung nach, um einen wirklich guten Song zu schreiben?
Ich glaube, es gibt kein wirkliches Rezept, um einen guten Song zu schreiben. Es spielen viele Faktoren zusammen: Was für eine Person den Song schreibt, welches Gefühl das Lied vermittelt, was es in einem selber auslöst usw. Jeder Song braucht eine gewisse Authentizität.
Klar, manchmal ist ein Song auch einfach super witzig und trifft den aktuellen Zeitgeist. Aber selbst solche Songs vermitteln ein Gefühl, das in diesem Fall gute Laune ist. Die Inspiration von «Waiting» kam aus meinem Herzen. Ich finde, man sollte beim Songwriting keine Angst haben. Einfach darauf los schreiben, was man gerade auf dem Herzen hat oder im Kopf vorgeht – löschen kann man im Nachhinein immer.
Es gibt Musiker, die Songs für sich selber schreiben und sich von niemandem reinschwatzen lassen. Das verstehe ich natürlich. Für mich sind Feedbacks und Kritik aber enorm wichtig. Nur so kommt man weiter. Und wer weiss – man kann ja noch überrascht werden, was alles entstehen kann.

«SUISA und Swiss Music Awards zeichnen erstmals auch Songwriter aus», SUISAnews
Swiss Music Awards, Website

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Dodo, Müslüm und Nickless (v.l.n.r.) sind zusammen mit den Komponisten und Textautoren ihrer Songs «Hippie-Bus», «La Bambele» und «Waiting» für den Best Hit an den Swiss Music Awards 2016 nominiert. (Fotos: Nadége Sanz – Dodo; Roger Reist – Müslüm; Christoph Koestlin – Nickless)

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Die SUISA arbeitet kostenbewusst

Letztes Jahr haben die SUISA und die anderen Schweizer Verwertungsgesellschaften Zeit und Geld in eine vom Bund geforderte Kostenanalyse investiert. Nun liegen die Ergebnisse der Studie vor. Wenig überraschend zeigt die Studie auf, dass die Schweizer Verwertungsgesellschaften wirtschaftlich arbeiten und ihre Kosten im Griff haben. Dennoch fordert der Bundesrat in seinem Vorschlag zur Urheberrechtsrevision eine stärkere Kontrolle der Verwertungsgesellschaften. Dies ist nicht nur unnötig sondern sogar abwegig, wie eine eingehende Betrachtung der Studienergebnisse zeigt. Text: Andreas Wegelin, Generaldirektor

Eine Studie des IGE bestätigt, dass die SUISA und die anderen Schweizer Verwertungsgesellschaften ihre Kosten im Griff haben. (Foto: Giorgio Tebaldi)

Worum geht es bei dieser Studie?
Die Aufsichtsbehörde der Schweizer Verwertungsgesellschaften, das Institut für Geistiges Eigentum (IGE), hat Anfang 2015 auf Empfehlung der Eidgenössischen Finanzkontrolle EFK eine eingehende Studie in Auftrag gegeben mit dem Ziel zu untersuchen, ob die Kosten der Verwertungsgesellschaften angemessen sind. Die Studie wurde zwischen Februar und Dezember 2015 von Experten der Fernfachhochschule Schweiz (FFHS), des Beratungsunternehmens SERVUS GmbH und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) durchgeführt.

Die Studie hat die Verwaltungskosten der fünf Schweizer Verwertungsgesellschaften ProLitteris, SSA, SUISA, Suissimage und Swissperform mit nicht gewinnorientierten Organisationen (NPOs), Versicherungen und den ausländischen Verwertungsgesellschaften verglichen. Ausserdem wurden die Löhne der Verwertungsgesellschaften mit denjenigen der öffentlichen Verwaltung, Versicherungsbranche und von Banken verglichen.

Grundlage der Studie waren zum einen öffentlich zugängliche Informationen aus den Geschäfts- und Jahresberichten der Gesellschaften. Zum anderen wurden detaillierte Finanz- und Betriebsdaten untersucht, die von Verwertungsgesellschaften zur Verfügung gestellt oder durch Befragungen bei- den Gesellschaften erhoben wurden. Analysiert wurde Zahlenmaterial aus den Jahren 2008, 2012 und 2014. Die Kosten für diese umfangreiche Studie haben die Verwertungsgesellschaften getragen.

Zu welchem Schluss kommt die Studie über die Verwaltungskosten?
Die eingehende Analyse bestätigt, dass die Verwaltungskosten der Verwertungsgesellschaften insgesamt angemessen und im Bereich von vergleichbaren Branchen liegen. Ein ähnliches Bild ergibt sich auch bei den Löhnen: Diese liegen im vergleichbaren Bereich oder sogar tiefer als bei der öffentlichen Verwaltung und der Versicherungsbranche. Fazit der Studie ist: «Gestützt auf die Untersuchungen besteht kein Anlass zur Annahme, dass im Kostenmanagement der Verwertungsgesellschaften wesentliche Defizite vorliegen.»

Die Studie zeigt auch die teils grossen Unterschiede zwischen den Gesellschaften bei den Verwaltungskosten und Löhnen und erklärt diese. Gründe hierfür sind zum Beispiel, dass die Geschäftstätigkeit und der gesetzliche Auftrag von Gesellschaft zu Gesellschaft variiert. Zudem unterscheiden sich die Verwertungsgesellschaften hinsichtlich verwertetem Werkrepertoire, Bewilligungen und Tarifgrundlagen.

Nicht zuletzt bietet die Studie den Verwertungsgesellschaften wertvolle Hinweise auf mögliche Verbesserungen. Zum Beispiel besteht Sparpotenzial, indem nach Möglichkeit neu verhandelte Tarife einfacher ausgestaltet werden und damit Abläufe automatisiert werden können. Dazu braucht es aber auch die Hilfe der Verhandlungspartner, kommen doch Tarife jeweils durch Verhandlungen mit den massgebenden Nutzerverbänden zustande. Zudem empfiehlt die Studie, mögliche Synergien einer engeren Zusammenarbeit zu eruieren. Die Verwertungsgesellschaften werden diese Empfehlungen prüfen und entsprechende Massnahmen daraus ableiten.

Hinsichtlich Verwaltungskosten und Löhne steht die SUISA gut da. Besteht also kein Handlungsbedarf?
Verbesserungsbedarf gibt es immer – dies ist bei jedem Unternehmen der Fall. Auch die SUISA ist laufend bestrebt, ihre Kosten tief zu halten, die Effizienz zu verbessern und damit ihren Mitgliedern – den Komponisten, Textautoren und Verlegern von Musik – möglichst viel auszahlen zu können. Entsprechend sind die Kostenkontrolle und Effizienzsteigerung Kernpunkte der SUISA-Strategie. Die SUISA überprüft fortlaufend ihre Geschäftsprozesse und verschlankt sie. Ein wichtiger Aspekt bildet die Informatik: Mit Online-Anmelde- und Informationsplattformen können Prozesse vereinfacht und entsprechend Kosten eingespart werden. Für die SUISA-Mitglieder wurde mit der grundlegenden Überarbeitung des Online-Portals letztes Jahr ein erster wichtiger Schritt getan, und das Portal wird weiter ausgebaut. Ähnliche Arbeiten laufen auch im Kundenbereich.

Einsparpotenzial besteht auch bei den Tarifen. Einerseits strebt die SUISA an, die Tarife so weit wie möglich zu vereinheitlichen. Dies kann die SUISA allerdings nur beschränkt selber umsetzen, da die Tarife nicht einseitig durch sie ausgearbeitet sondern mit Nutzerverbänden verhandelt werden. Bei denjenigen Tarifen, wo es möglich ist, strebt die SUISA eine Vereinfachung an.

Die Studie bestätigt, dass die fünf Verwertungsgesellschaften ProLitteris, SSA, SUISA, Suissimage und Swissperform gesamthaft gesehen gut arbeiten. Ist die vom Bundesrat geforderte strengere Kontrolle der Gesellschaften demnach überhaupt angebracht?
Nein, die geforderte strengere Kontrolle ist aus drei Gründen unnötig und unverständlich. Erstens zeigt die Verwaltungskostenanalyse, dass die Verwertungsgesellschaften hinsichtlich Kosten und Löhne gut dastehen. Eine verschärfte Regulierung wäre höchstens dann angebracht, wenn die Gesellschaften schlecht und zu Ungunsten ihrer Mitglieder und Kunden wirtschafteten.

Zweitens sind die Schweizer Verwertungsgesellschaften privatrechtliche Genossenschaften resp. im Fall von Swissperform ein privatrechtlicher Verein. Sie gehören ihren Mitgliedern. Diese entscheiden und stimmen an der General- resp. Delegiertenversammlung – den jeweiligen obersten Organen – darüber ab, ob die Gesellschaften ihre Arbeit richtig und gut machen. Wie die Kostenanalyse zeigt, können die Mitglieder ihre Selbstbestimmung sehr gut selber wahrnehmen. Die Pläne des Bundesrates stellen eine Bevormundung der Mitglieder – das sind die Schweizer Kulturschaffenden – und eine grobe Missachtung ihrer Autonomie dar.

Bereits die Arbeitsgruppe zum Urheberrecht (AGUR12) – und das ist der dritte Grund – kam zum Schluss, dass es keine verschärfte Aufsicht über die Verwertungsgesellschaften braucht. In dieser Arbeitsgruppe waren neben Vertretern der Kulturschaffenden auch Konsumenten- Produzenten- und Nutzerverbände vertreten. Die Vorschläge des Bundesrates zur Urheberrechtsrevision basieren zu einem grossen Teil auf dem Schlussbericht dieser Arbeitsgruppe. Dennoch hat der Bundesrat hinsichtlich Aufsicht der Verwertungsgesellschaften die Empfehlungen der AGUR12 ignoriert und entschieden, dass es eine strengere Kontrolle braucht. Gerade im Hinblick auf die Ergebnisse der Studie ist dieser Entscheid nicht nur schwer nachvollziehbar sondern schlicht falsch.

Wie geht es nun weiter bei der Urheberrechtsrevision?
Die Verwertungsgesellschaften und andere haben bis Ende März Zeit, zu den Vorschlägen des Bundesrates Stellung zu nehmen. Dies betrifft nicht nur die Pläne zu einer stärkeren Aufsicht sondern auch weitere Vorschläge zum Beispiel zur Bekämpfung der Internetpiraterie oder zu Vergütungsmodellen für die Privatkopie. Wir werden innerhalb dieser Frist Stellung nehmen und diesbezüglich zu gegebener Zeit informieren.

Wichtig für die SUISA und die anderen Verwertungsgesellschaften ist, dass nach dem Vorliegen dieser Studie Ruhe einkehrt in die Diskussion um die Kontrolle und Aufsicht über die Verwertungsgesellschaften. Bereits die AGUR12 hatte in ihren Empfehlungen dargelegt, dass eine Regulierung der Verwertungsgesellschaften, die über die heutige gesetzliche Regelung hinausgeht, nicht nötig ist. Stattdessen muss nun unserer Ansicht nach die Diskussion in der anstehenden Urheberrechtsrevision versachlicht werden. In den kommenden Monaten muss der Fokus wieder auf Lösungen gelegt werden, welche den Urhebern für die Nutzung ihrer Werke vor allem im Bereich der digitalen Verbreitungswege eine angemessene Entschädigung sichern.

«IGE-Studie bestätigt Kostenbewusstsein der Schweizer Verwertungsgesellschaften»(Medienmitteilung)

Management Summary: «Analyse zur Angemessenheit der Verwaltungskosten der Verwertungsgesellschaften»

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  1. Luka Pitschen sagt:

    Hier ist Lukas Pitschen
    sehr geehrte Muskschaffende
    Ein Inländer Vorrang ist das A und O
    Cover Freaks sollen verboten werden
    Wenn der Staat fungiert wird alles verfälscht
    Wir brauchen Arbeitgeber sodass CH Kompo
    nisten überhaupt existieren können…
    Musik komponieren und produzieren ist eine
    Wissenschaft und verdient höchsten Respekt
    Neider sind Gift und sind zu ignorieren.
    Es lebe das 12 Ton System !!
    Den Komponisten wünsche ich genug Umsicht und genug Zeit für unsere Sicherheit.
    Liebe Grüsse aus der Ostschweiz von
    Lukas Pitschen ( Musik Eigenproduzent )

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Letztes Jahr haben die SUISA und die anderen Schweizer Verwertungsgesellschaften Zeit und Geld in eine vom Bund geforderte Kostenanalyse investiert. Nun liegen die Ergebnisse der Studie vor. Wenig überraschend zeigt die Studie auf, dass die Schweizer Verwertungsgesellschaften wirtschaftlich arbeiten und ihre Kosten im Griff haben. Dennoch fordert der Bundesrat in seinem Vorschlag zur Urheberrechtsrevision eine stärkere Kontrolle der Verwertungsgesellschaften. Dies ist nicht nur unnötig sondern sogar abwegig, wie eine eingehende Betrachtung der Studienergebnisse zeigt. Text: Andreas Wegelin, Generaldirektor

Eine Studie des IGE bestätigt, dass die SUISA und die anderen Schweizer Verwertungsgesellschaften ihre Kosten im Griff haben. (Foto: Giorgio Tebaldi)

Worum geht es bei dieser Studie?
Die Aufsichtsbehörde der Schweizer Verwertungsgesellschaften, das Institut für Geistiges Eigentum (IGE), hat Anfang 2015 auf Empfehlung der Eidgenössischen Finanzkontrolle EFK eine eingehende Studie in Auftrag gegeben mit dem Ziel…Weiterlesen

«Was mache ich als Verleger mit all diesen Werken?»

Anfang Dezember 2015 hat die SUISA zum ersten Mal einen Workshop für Verleger durchgeführt. 45 Verlegerinnen und Verleger liessen sich am SUISA-Sitz in Zürich über die Vertragsverhältnisse im Verlagswesen, die Zusammenarbeit mit der SUISA und das Urheberrecht generell informieren. Das Fazit einiger Teilnehmenden: «Mehr davon!»

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Interessierte Teilnehmerrunde am voll besetzten ersten Verleger-Workshop der SUISA vom 2. Dezember 2015 während dem Referat von Claudia Kempf, Abteilungsleiterin Mitglieder, und Sebastian Spring, Gruppenchef Verleger, beide von der SUISA. (Foto: Christian Poffet)

Der Aufenthaltsraum am Sitz der SUISA in Zürich war zum Bersten voll. 45 Verlegerinnen und Verleger waren der Einladung zum ersten Verleger-Workshop gefolgt. Aus Platzgründen musste einige weitere Interessierte auf nächste Workshops vertröstet werden. Am informativen Austausch nahmen nicht nur Neulinge sondern auch gestandene Vertreter aus der Verlagsbranche teil. Für alle gab es Neues und Interessantes zu erfahren.

Neben den Referaten wurde von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor allem auch der direkte Kontakt mit den Ansprechpersonen der SUISA und die Gelegenheit zum Networking mit anderen Verlegern geschätzt. Aufgrund der erfolgreichen ersten Durchführung werden die Verantwortlichen der SUISA weitere Verleger-Workshops anbieten, auch in der französischen Schweiz.

Hier einige Statements von den Teilnehmenden:

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Andreas Ryser (Foto: Christian Poffet)

Andreas Ryser, Mouthwatering Records GmbH:

«Ich fand den Anlass sehr gut. Ich habe auch bei jüngeren Verlegern rumgefragt, und für sie war es sehr informativ. Der erste Teil am Morgen über das Urheberrecht war sehr sinnvoll – auch für mich, und ich bin schon ewig lange dabei. In der Musikindustrie erarbeitet man sich viel Wissen selber; und dann ist es gut, wenn man dies auch einmal von einer anderen Seite hört. Genauso wichtig sind auch die zwei Stunden, in denen man mit anderen Verlegern netzwerken und über gewisse Themen diskutieren kann. Dies muss man unbedingt öfters machen. Es ist auch wichtig, dass diese Verleger die SUISA-Mitarbeitenden sehen und sich mit ihnen austauschen. Wenn man sich persönlich kennt, macht es dies auch angenehmer und einfacher, wenn man einmal am Telefon miteinander zu tun hat. Solche Anlässe muss man unbedingt auch für Verleger in der französischen Schweiz anbieten. Eventuell könnte man in Zukunft an solchen Workshops auch spezifische Themen vertiefen. Dies würde letztlich auch der SUISA dienen, da weniger Leute wegen spezifischen Fragen anrufen.»

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Andy Prinz (Foto: Christian Poffet)

Andy Prinz, Andy Prinz Pro Audio:

«Vor allem das Networking mit den anderen Verlegern hat mir sehr gut gefallen. Es war schön zu sehen, wer die anderen sind und mit wem sie zusammenarbeiten. Man hat einen guten Einblick gehabt in generelle Dinge des Urheberrechts. Auch wenn ich selber vieles schon wusste, war es sehr spannend. Ich habe einige Dinge aus anderen Blickwinkeln gesehen. Spannend fand ich auch zu sehen, was beim neuen SUISA-Mitgliederportal noch kommen wird. Und ich fand es gut, dass man hier Inputs geben konnte. Vor allem für die Leute, die sich etwas weniger gut auskennen, wären bei dieser Fülle an Informationen etwas mehr Pausen gut gewesen. Aber es war hammermässig – gerne wieder.»

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Marianne Froelicher Beck (Foto: Christian Poffet)

Marianne Froelicher Beck, Musikverlag Hans Schori:

«Es hat mir unheimlich viel gebracht. Für mich war die SUISA bis anhin ein Administrativgebilde. Ab heute habe ich eine ganz andere Meinung und ein ganz anderes Bild von der SUISA. Ich habe gesehen, was hier in vielseitigen Bereichen alles geleistet wird. Ich bin neu ins Verlagswesen gekommen. Der Verlag wurde von meinem Grossvater und meinem Paten gegründet, und ich habe jetzt den Verlag von meiner Mutter übernommen. Für mich stand die Frage im Mittelpunkt: Was mache ich mit all diesen Werken und wie kann ich dieses Kulturgut erhalten? Ich habe mich mit Begeisterung in die Verlagswelt hineingegeben und bin sehr dankbar, dass es die SUISA gibt.»

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Rolf Schnyder (Foto: Christian Poffet)

Rolf Schnyder, Liva Music GmbH:

«Der ganze Workshop war sehr informativ, und ich konnte viel profitieren. Er hat Fragen, die ich schon lange hatte, beantwortet. Es waren sehr viele Informationen in kurzer Zeit, und ich muss diese Informationen zuerst noch vertiefen. Aber zum Beispiel die Gesamtheit dieser komplexen Verträge machen jetzt für mich mehr Sinn. Ein Highlight war der Referent Dr. Christian Baierle von Roba Music Publishing. Man merkte, dass er seit Jahren in diesem Business tätig ist, und er brachte die Inhalte sehr gut rüber. Das war sehr eindrücklich.»

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Hans-Georg Rutz (l.) im Gespräch mit Giorgio Tebaldi (Abteilungsleiter Kommunikation SUISA). (Foto: Christian Poffet)

Hans-Georg Rutz, Zürcher Chorliederverlag:

«Ich fand die Übersicht über das Urheberrecht und den Vortrag von Martin Korrodi sehr gut und sehr klar. Ohne diese Einleitung am Morgen hätte ich dem Referat am Nachmittag über die verschiedenen Vertragsmodelle kaum folgen können. Ich schätze es auch sehr, dass wir Verleger uns untereinander austauschen können und haben, um miteinander zu sprechen. Es ist auch unglaublich spannend zu sehen, dass so viele junge Verleger hier sind, die neu in diesem Business angefangen haben. Verbessern könnte man allenfalls die Platzverhältnisse; vielleicht könnte man das nächste Mal anstatt 45 Leute nur 30 einladen oder den Workshop zweimal durchführen. Dies würde auch eine Kontinuität gewährleisten.»

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Dominic Stämpfli (Foto: Christian Poffet)

Dominic Stämpfli, Radicalis Music Management:

«Für mich als angehender Verleger war es spannend, am Morgen einen Überblick über das Urheberrecht zu erhalten und am Nachmittag mehr über die Verlagsarbeit zu erfahren. Es waren zwar sehr viele Informationen, man hat es aber sehr gut verstanden. Und mir ist jetzt klar, was für mich die nächsten Schritte sind, was ich machen muss und wen ich kontaktieren kann – das ist gut zu wissen, bevor ich mich in den Dschungel begebe.»

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Anfang Dezember 2015 hat die SUISA zum ersten Mal einen Workshop für Verleger durchgeführt. 45 Verlegerinnen und Verleger liessen sich am SUISA-Sitz in Zürich über die Vertragsverhältnisse im Verlagswesen, die Zusammenarbeit mit der SUISA und das Urheberrecht generell informieren. Das Fazit einiger Teilnehmenden: «Mehr davon!»

Verleger-Workshop1-Totale

Interessierte Teilnehmerrunde am voll besetzten ersten Verleger-Workshop der SUISA vom 2. Dezember 2015 während dem Referat von Claudia Kempf, Abteilungsleiterin Mitglieder, und Sebastian Spring, Gruppenchef Verleger, beide von der SUISA. (Foto: Christian Poffet)

Der Aufenthaltsraum am Sitz der SUISA in Zürich war zum Bersten voll. 45 Verlegerinnen und Verleger waren der Einladung zum ersten Verleger-Workshop gefolgt. Aus Platzgründen musste einige weitere Interessierte auf nächste Workshops vertröstet werden. Am informativen Austausch nahmen nicht nur Neulinge sondern auch gestandene Vertreter aus der Verlagsbranche teil. Für alle gab es Neues und…Weiterlesen