«Ich schätze die Unterstützung der SUISA für die Künstler sehr»

Montreux Jazz Festival, Rock Oz’Arènes, Jazz Parade – Amadou Diolo war in den letzten Jahren an namhaften Schweizer Festivals vertreten. Seit diesem Jahr ist er Mitglied bei der SUISA. In der aktuellen Ausgabe des Mitgliedermagazins SUISAinfo haben wir den Künstler porträtiert. Lesen Sie hier das ganze Interview.

Amadou_Diolo

Mit seinem Stil hat er sich einen Platz in der Schweizer Musiklandschaft erobert: Amadou Diolo (Foto: www.studio.41.ch)

Sie stammen aus dem Senegal. Wie sind Sie in die Schweiz gekommen?
Ich lebe nun seit zehn Jahren in der Schweiz. Ich bin wegen meiner jetzigen Frau, die Schweizerin ist, hierhin gezogen.

Woher stammt Ihre Begeisterung für die Musik?
Ich stamme aus einer Familie von Griots, also von westafrikanischen Sängern. Mein Vater ist ein grosser Musiker und Kora-Spieler (Kora ist eine traditionelle westafrikanische Stegharfe, Anmerkung des Verfassers). Und dann hatte ich natürlich musikalische Vorbilder: Beeinflusst haben mich vor allem Bob Marley sowie die afrikanischen Künstler Mory Kanté und Alpha Blondy. Diese Einflüsse vermische ich mit meinen kulturellen Wurzeln, indem ich für meine Musik die Kora einsetze. Das Resultat ist meine eigene Version des Afro-Reggaes, der in den Grundzügen eine Mischung von Reggae und afrikanischen Rhythmen ist.

Sie haben bereits an vielen namhaften Schweizer Festivals gespielt. Ihre Musik stösst hierzuland auf grossen Anklang.
Das stimmt. Mit meinem Stil habe ich mir einen Platz in der Schweizer Musiklandschaft erobert. Viele grosse Festivals wie das Montreuz Jazz Festival, Rock Oz‘Arènes oder Jazz Parade haben mich mit offenen Armen empfangen. Es ist schön, dass meine Musik gut ankommt. Es steckt aber auch harte Arbeit dahinter – Tag für Tag.

Wie wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass Sie Mitglied bei der SUISA sind?
Ich schätze die Unterstützung der SUISA für die Künstler sehr. Es ist für mich wichtig, dass sich die SUISA für die Rechte und die Arbeit der Musiker einsetzt. Ich alleine könnte mich nicht um all das kümmern, was die SUISA für mich macht. Es ist gut zu wissen, dass es bei der SUISA Leute gibt, die für uns Künstler und unsere Arbeit da sind.

Sie selber setzen sich im Rahmen der Organsiation «Soutien Senegal» auch für andere ein. Welche Rolle spielt Ihre Musik bei Ihrem humanitären Engagement?
Dank meiner Musik kann ich mich für die Bevölkerung im Senegal einsetzen, vor allem für die Armen. Ich kann über die Dinge im Senegal singen, die mich bewegen. Im April nächstes Jahr werde ich mit meiner Band in den Senegal reisen und vor allem auch in Schulen auftreten.

Was sind Ihre nächsten Pläne?
Im Moment sind wir dabei, eine Tournee durch Belgien zu organisieren. Hauptsächlich bin ich im Moment aber damit beschäftigt, mit meiner Band mein zweites Album aufzunehmen, das am 2. Mai erscheint und im Azimut in Estavayer-le-Lac vorgestellt wird. Zusammen mit meiner Band bin ich daran, neue Songs zu komponieren und einzustudieren. Im Februar möchten wir mit den Aufnahmen fertig sein. Vom 3. bis 20. April 2015 werden wir ausserdem einige Konzerte im Senegal und in Gambia geben. Das Ziel dieser Tournee ist der musikalische Austausch zwischen der Schweiz und diesen afrikanischen Ländern.

Herzlichen Dank für das Gespräch und viel Erfolg mit Ihren Projekten.

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