Tagarchiv: Komponistengespräch

Offen für Neues am Festival Murten Classics

Am Samstag, 25. August 2018, lädt das Festival Murten Classics zusammen mit der SUISA ein, einen Tag lang in die Welt der zeitgenössischen Musik einzutauchen. Es werden drei Konzerte mit Werken von 13 Komponistinnen und Komponisten unterschiedlicher Generation, Herkunft und Ästhetik, gespielt. Das Rahmenprogramm des Tages gibt dem Publikum die Möglichkeit, mehr über das Unterwegssein im heutigen musikalischen Umfeld zu erfahren oder über die neuen Kompositionen zu diskutieren. Text von Erika Weibel und Manu Leuenberger

Offen für Neues am Festival Murten Classics

Die Komponistin Cécile Marti war für ihre musikalischen Studien unterwegs in Zürich, Luzern und Basel und erarbeitete in London ihre Dissertation. Ihr Streichquartett «Trapez» ist eines von 13 Werken, das am 25.8.2018 in der Konzertreihe «Offen für Neues» am Festival Murten Classics zu hören sein wird. (Foto: Suzie Maeder)

Das Festival Murten Classics feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen. Die Jubiläumsausgabe findet vom 12. August bis am 2. September 2018 statt. Das diesjährige Festivalprogramm unter dem Motto «unterwegs – en chemin» will eine musikalische Zeitreise durch fünf Jahrhunderte ermöglichen und stellt dabei die negativ behafteten Begriffe Flucht, Migration und Emigration bewusst an die Seite inspirierender Wanderungen und Reisen von Komponisten und Künstlern.

Seit Langem pflegt das Festival Murten Classics in seinem Programm mit der Konzertreihe «Offen für Neues» das Repertoire der zeitgenössischen Musik. «Diese Konzerte appellieren an die Neugierde des Publikums, und das Publikum wird meistens nicht enttäuscht», erklärte der künstlerische Leiter des Festivals, Kaspar Zehnder, in einem Interview mit den «Freiburger Nachrichten».

In Zusammenarbeit mit der SUISA offeriert das Festivalprogramm dieses Jahr gleich einen ganzen Tag der Begegnungen: Im Rahmen der Konzertreihe «Offen für Neues» werden am Samstag, 25. August 2018, im Kulturzentrum im Beaulieupark in Murten vom Vormittag bis am späteren Nachmittag drei Konzerte mit Werken von 13 verschiedenen zeitgenössischen Komponistinnen und Komponisten zu hören sein.

In einem Rahmenprogramm inklusive der Möglichkeit zum Mittagessen kann das Publikum von Fachpersonen und Künstlern mehr über das heutige Dasein als Musikschaffender und das aktuelle Musikschaffen erfahren oder darüber diskutieren. Neben einer Einführung zum Auftakt am Morgen finden tagsüber zu den Konzerten moderierte Gesprächsrunden mit den anwesenden Komponisten statt, bei denen das Publikum auch Fragen zu Entstehung und Werdegang der Werke stellen kann.

Getreu dem diesjährigen Festivalmotto «unterwegs – en chemin» stammen die an diesem Tag aufgeführten Werke von Urhebern, die mit der Schweiz verbunden «unterwegs» sind. Diese Komponistinnen und Komponisten sind aus der Schweiz ausgewandert, in die Schweiz eingewandert, stets an einem anderen Ort oder von Ort zu Ort geflüchtet.

Welche Klangwelten sich durch diese Lebenswege und -erfahrungen entfalten, können Zuhörer an diesem Tag der musikalischen Begegnungen erleben und erfahren. Tageskarten für diese Veranstaltung vom 25. August 2018 in der Konzertreihe «Offen für Neues» sind inklusive oder exklusive Mittagessen erhältlich auf der Website des Festivals.


Programm: «Offen für Neues», ein Tag der Begegnungen am Murten Classics

Samstag, 25. August 2018

Veranstaltungsort
Das Kleintheater KiB (Kultur im Beaulieu)

Motto: Unterwegs – en chemin.
Verschiedene Lesarten eines Festivalthemas
Aus der Schweiz emigriert
In die Schweiz immigriert
Stets unterwegs
Auf der Flucht

10 Uhr – EINFÜHRUNG
Dr. Irène Minder-Jeanneret
Moderation: Dr. Roman Brotbeck

Konzert 1 (ca. 11–12 Uhr)
WAVES FROM ANOTHER WORLD

Giorgio Tedde (*1958): Atlas (2005) für Flöte und Streichtrio
Katrin Frauchiger (*1967): Mare nostrum (2015) für Flöte und Streichtrio
Aram Hovhannisyan (*1984): Litanies I-IV (2008/09) für Klavier
Jean-Luc Darbellay (*1946): Waves (2011) für Flöte und Altflöte
Fritz Voegelin (*1943): Dual (2009/10) für Altflöte und Streichtrio

Ana Ioana Oltean, Flöte
Gilles Grimaître, Klavier
Ensemble mit vier: Kaspar Zehnder, Flöte/Altflöte; Charlotte Zehnder, Violine; Dorothee Schmid,Viola; Urs Fischer, Violoncello

Konzert 2 (ca. 13.30 – 14.30 Uhr)
IMMIGRATION – EMIGRATION

Maria Niederberger (*1949): Mountain visions (2009/10) für Violine solo
Maria Niederberger (*1949): Hommage à Frédéric Chopin (2008/09) für Klavier solo
Thomas Fortmann (*1951): Burleske «Elena e Greta»für zwei Flöten und Klavier
Jan Beran (*1959): «Strange words the wind tossed» für Violine und Klavier
Jan Beran (*1959): «Leis wie eine Märchenweise» für Klavier solo
Wael Sami Elkholy (*1976): «Skies’ Calls» (2011) für Stimme und Tonband

René Kubelik, Violine
Patrizio Mazzola, Klavier
Ana Ioana Oltean, Flöte
Kaspar Zehnder, Flöte
Wael Sami Elkholy, Stimme

Konzert 3 (ca. 16–17 Uhr)
ROOTS AND GREAT PLACES

Daniel Schnyder (*1961): 4. Streichquartett «Great places» – Shanghai 1928, Havana 1952, Paris 1901, Casablanca 1933, New York City 1964
Cécile Marti (*1973): Trapez (2012)
Iris Szeghy (*1956): Aria (2007/16)
Marco Antonio Perez-Ramirez (*1964): Primitive Dream (2009)

Belenus Quartett: Seraina Pfenninger, Violine; Anne Battegay, Violine; Esther Fritzsche, Viola; Jonas Vischi, Violoncello

www.murtenclassics.ch

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Schweizer Kompositionen am Festival Archipel

Die zeitgenössischen Schweizer Komponistinnen und Komponisten haben viel zu bieten. Der Beweis dafür war am Festival Archipel am 21. März 2018 anlässlich eines Konzerts zu Ehren von vier einheimischen Komponisten zu hören. Gastbeitrag von Sébastien Cayet

Schweizer Kompositionen am Festival Archipel

Die in Zürich geborene und in den USA arbeitende Schweizer Komponistin Katharina Rosenberger und Festivaldirektor Marc Texier beim Einführungsgespräch zum «Schweizer Konzertabend» am Festival Archipel am 21. März 2018 in Genf. (Foto: Manu Leuenberger)

Das Festival Archipel lud – unterstützt von der SUISA, der Schweizer Genossenschaft der Urheber und Verleger von Musik – zu einem zweiteiligen Abend ein. Vor dem Konzert empfing der Festivalleiter Marc Texier die Komponistin Katharina Rosenberger und den Komponisten Michael Pelzel zu einem Gespräch. Eine willkommene Gelegenheit, mehr über ihren Arbeitsalltag, die verschiedenen Einflüsse, ihre Kompositionsmethoden und Projekte zu erfahren.

Als Erstes fiel auf, wie gegensätzlich die Einflüsse sind: Katharina Rosenbergers musikalische Referenzen gehen auf die Renaissance, insbesondere auf Willaert und De Rore zurück, während Michael Pelzel für sein Stück aus indischen und afrikanischen Quellen schöpft und dadurch einen Kontrast zwischen westlicher und aussereuropäischer Musik und zwischen Traditionellem und Neuem herstellt. Die Aktivitäten der beiden beschränken sich allerdings nicht auf die Komposition: Sie unterrichtet in den USA, er ist als Organist tätig.

Somit müssen sie ihren Lebensunterhalt nicht ausschliesslich mit Komponieren verdienen, zumal beide bestätigen, dass die Ausbreitung des Streamings auf Kosten der CD und der Live-Darbietung geht und ihnen eine Einkommensquelle raubt oder zumindest stark verkleinert. Glücklicherweise kümmert sich die SUISA um die Urheberrechte, zu denen auch die Vergütungen für Konzerte gehören, in denen ihre Werke gespielt werden.

Schweizer Premieren und Welturaufführungen

Nach dem Gespräch begann das Konzert. Auf dem Programm standen vier Kompositionen: die Schweizer Premieren von Katharina Rosenbergers «Tempi agitati» und Oscar Bianchis «Ante Litteram» sowie die Welturaufführungen des «Etüdenbuchs zu Diabelli» von Michael Pelzel und des «Präludien-Buchs 1-4» von Mischa Käser.

Die Neuen Vocalsolisten Stuttgart, ein Vokalensemble aus Deutschland, interpretierten ein massgeschneidertes Repertoire, war es doch für sie komponiert worden. 2012 führten sie Oscar Bianchis und 2016 Katharina Rosenbergers Werk erstmals auf.

In «Tempi agitati» – an diesem Abend war ein Werkausschnitt zu hören – schafft Katharina Rosenberger kontrastreiche Stimmungen dank wechselnder Ästhetiken und einer der Akustik und der Architektur des Saals angepassten Inszenierung. Zu Beginn herrscht Dunkelheit. Die Solisten sitzen im Publikum. Dann gibt jemand den Auftakt zu einem lautmalerischen Dialog. Die Neuen Vocalsolisten antworten sich, lösen sich ab und unterbrechen sich mit höchster Präzision. Anschliessend begeben sie sich auf die Bühne und stimmen einen polyphonen Gesang im Renaissance-Stil an mit Bezugnahme auf Adrian Willaert und Cipriano de Rore.

Mit ihren Anspielungen auf die Renaissancemusik wollte die Komponistin die «Natürlichkeit der Stimme» wiederfinden. Die Stimmen der Solistinnen und Solisten sind rein, gradlinig und ungekünstelt, jedoch nicht emotionslos. Der Beginn von «Tempi agitati» ist charakteristisch für das Stück; die Sänger bewegen sich im Saal, lösen sich ab oder verbinden die Ästhetiken, Tempi und Charaktere und enden so, wie sie begonnen haben: im Dunkeln, ausserhalb der Bühne und fürs Publikum unsichtbar.

Jeder musikalische Effekt hat Bedeutung

Für «Ante Litteram» liess sich Oscar Bianchi von David Foster Wallaces «Infinite Jest» und von Nietzsches «Der Antichrist» inspirieren, wo er «dieselbe Empathie und Klarsicht in der Erkundung dessen wiederfinde, was den Menschen am Erkennen/Bewusstsein seiner selbst hindere». Drei Themen durchwirken das Stück: das Schlechte, die Moral und das Heil, wobei jeder musikalische Effekt seine Bedeutung hat.

Nach einem homorhythmisch gesprochenen Beginn verschieben sich die Stimmen nach und nach, die Rhythmen und die Gesangsarten ändern. Wie ein klarer und zusammenhängender Gedanke, der sich in mäandernden Reflexionen verliert. Die Dissonanzen zwischen den Soprani evozieren den Schmerz, die Imitationen von Lachen scheinen die Absurdität des Gedankens zu spiegeln, während die Variationen der Tempi den Variationen unserer eigenen inneren Erregung entsprechen.

Das Diabelli in Michael Pelzels Werk spielt weder auf den Komponisten Anton Diabelli noch auf die «Variations Diabelli» von Beethoven an. Das «Etüdenbuch zu Diabelli pour six voix a cappella» basiert auf einer Erzählung von Hermann Burger. Ein Zauberer möchte sein Leben als Künstler beenden. Die Etüden, die in einer beliebigen Reihenfolge gesungen werden können, spielen mit den Rhythmen, die durch die synchronen und asynchronen Stimmen entstehen. Ausserdem bewirken die Frauen- und Männerstimmen mit unterschiedlicher Pulsierung eine Überlagerung der Tempi und stellen so die verschiedenen Stimmen in Opposition zueinander.

Neue Vocalsolisten Stuttgart erfüllten Erwartungen vollends

Die Uraufführung des «Präludien Buchs 1-4» von Mischa Käser rundete den Abend mit einer Fülle von musikalischen Effekten ab: Überlagerung von Elementen – Sprache, Lyrik, Rhythmus –, die die Stimmen voneinander abgrenzen, Dramatisierung mit perfekt synchronisierten Seufzern, Atmungen und Überraschungsmomenten. Der Komponist wollte exotische Gesangstechniken mit bekannten und dadurch verwirrenden Klängen verbinden. Überraschung und Originalität sowie die Dichotomie zwischen der westlichen Form des Präludiums und den «exotischen Techniken» kennzeichnen das Werk.

Die Neuen Vocalsolisten Stuttgart erfüllten die Erwartungen vollends und interpretierten das anspruchsvolle Repertoire mit bewunderswerter Leichtigkeit. Sie bewiesen ihre Vielseitigkeit und meisterten die Werke, Effekte und auch die Formensprache souverän. Ihre Darbietung vermittelte den Eindruck von tiefem Verständnis und perfektem Zusammenwirken zwischen den verschiedenen Ensemblemitgliedern, sodass sie diese facettenreichen Werke in allen Details erfassen und sie in ihrer Interpretation transzendieren konnten.

www.archipel.org

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Komposition in Zeit und Raum

Im Rahmen der Basler Biennale Zeiträume, welche neue Musik und Architektur vereint, diskutieren am Samstag, 23. September 2017, eine Komponistin und drei Komponisten in einem Publikumsgespräch, wie ihre Werke entstehen. Text von Erika Weibel

Komposition in Zeit und Raum

An der Basler Biennale für neue Musik und Architektur findet am 23. September 2017 um 15:00 Uhr unter dem Titel «Zeiträume schaffen» ein Komponistengespräch statt. (Foto: Anna Katharina Scheidegger)

Vom 16. bis zum 24. September 2017 öffnet Basel seine Tore für ein spannendes Hörerlebnis: Neue Musik erschallt in den ungewöhnlichsten Ecken und Gassen. Gross und Klein sind eingeladen, sich auf musikalische Abenteuer einzulassen. So erklingt zum Beispiel im Hallenbad ein «Wasserspiel» (Kompositionen und Improvisationen für wechselnde Besetzungen im Hallenbad Spiegelfeld Binningen), oder man kann ein Alphornkonzert auf dem Basler Münsterplatz erleben. Auch Museen, Türme, sogar Friedhöfe öffnen ihre Tore der neuen Musik und geben dem Publikum so die Gelegenheit, Raum und Zeit ganz neu wahrzunehmen.

Das Festival Zeiträume zeichnet sich damit aus, dass es Komponistinnen und Komponisten beauftragt, für vorbestimmte Räumlichkeiten Werke zu komponieren, die am Festival uraufgeführt werden. Der aufmerksame Zuhörer kommt so nicht nur in den Genuss von verschiedenen Uraufführungen, sondern er kann erleben, welchen Eindruck, welche Einwirkung der Raum auf die Arbeit der Komponistin oder des Komponisten gehabt hat.

Komponistengespräch

Eine Komponistin und drei Komponisten, deren Werke an der diesjährigen Biennale uraufgeführt werden, tauschen sich beim Publikumsgespräch «Zeiträume schaffen» vom 23. September 2017 aus. Wie sehr hat sie die Räumlichkeit bei der Komposition ihres Werks inspiriert? Wie entstehen Werke und für wen werden sie geschrieben? Die Komponistin und die Komponisten erzählen von ihrer Arbeit und geben Auskunft über ihre neuen Werke, die sie für das Festival geschaffen haben.

Eintritt frei – Reservierung erforderlich

Nehmen auch Sie die Gelegenheit wahr, um dem Gedankenaustausch unter Komponierenden zuzuhöhren und um Fragen zu stellen. Herzlich sind Sie auch zum anschliessenden Aperitif eingeladen, bei dem gerne weiter rund um das Thema Komposition in Zeit und Raum philosophiert werden kann.

Werkraum Warteck PP / Restaurant Don Camillo, Burgweg 7, 4058 Basel
23. September, 15:00 Uhr
Gesprächsteilnehmende: Beat Gysin, Junghae Lee, Mario Pagliarani, Balthasar Streiff
Moderation: Bernhard Günther

Weitere Informationen und Programm des Festivals Zeiträume finden Sie unter: www.zeitraeumebasel.com

Das Komponistengespräch wird unterstützt von der SUISA.

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