Generalversammlung 2021: Ständerätin Johanna Gapany in den Vorstand der SUISA gewählt

Zum zweiten Mal in Folge fand die Generalversammlung der SUISA aufgrund der Covid-19-Pandemie in schriftlicher Form statt. Insgesamt haben 1’486 Komponisten, Textautoren, Musikverleger und Erben per Brief oder E-Mail abgestimmt und gewählt. Text von Giorgio Tebaldi

Generalversammlung 2021: Ständerätin Johanna Gapany in den Vorstand der SUISA gewählt

Die Generalversammlung der SUISA hat Ständerätin Johanna Gapany (im Bild), FDP Freiburg, als neues Vorstandsmitglied gewählt. (Foto: Luan Bardi)

Nach 2020 musste die SUISA auch dieses Jahr aufgrund der aktuellen Covid-19-Situation auf eine physische Generalversammlung verzichten. Stattdessen wurde die Generalversammlung erneut in schriftlicher Form durchgeführt. Die SUISA-Mitglieder konnten auch dieses Jahr wieder per Brief oder E-Mail abstimmen und wählen.

Wie üblich stimmten die SUISA-Mitglieder über die statutarischen Geschäfte ihrer Genossenschaft sowie der SUISA Gruppe ab. Sie genehmigten unter anderem die Jahresrechnung und erteilten die Décharge an den SUISA-Vorstand und die Revisionsfirma BDO.

Ständerätin Johanna Gapany neu im Vorstand der SUISA

Die Generalversammlung wählte als Nachfolgerin für die zurückgetretene Géraldine Savary. Ständerätin Johanna Gapany, FDP Freiburg, für die Periode bis 2023 in den Vorstand der SUISA.

Johanna Gapany wuchs in Gruyère auf und begann ihre politische Karriere bereits in jungen Jahren. Unter anderem besetzte sie während mehreren Jahren das Präsidium der Jungfreisinnigen des Kantons Freiburg und amtete anschliessend als Vizepräsidentin der Jungfreisinnigen Schweiz. 2019 wurde Johanna Gapany als erste Frau aus dem Kanton Freiburg in den Ständerat gewählt. Sie ist Vizepräsidentin der Finanzkommission, Mitglied der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK), der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) und der Delegation bei der Interparlamentarischen Union.

In ihrer Videobotschaft an die Generalversammlung gibt sie als Grund für ihre Kandidatur in den SUISA-Vorstand an, dass «Musik einen besonderen Wert hat, für mich persönlich wie auch für unsere Kultur und unser Land.» Mit Johanna Gapany hat die SUISA eine engagierte Politikerin im Vorstand, die sich für die Anliegen der Musikschaffenden einsetzen will. An die Musikerinnen und Musiker gerichtet, sagt sie im Video: «Ich möchte Sie dabei unterstützen, dass Ihre Arbeit anerkannt wird. Eine Laufbahn als Musikschaffende sollte nicht als Laune, Kindertraum oder Berufung angesehen werden, sondern als echter Beruf.»

Gapany folgt auf Alt Ständerätin Géraldine Savary (SP, VD), die sich während zehn Jahren als Mitglied des SUISA-Vorstands stark für die Interessen der Musikschaffenden eingesetzt hat. Savarys Postulat mit dem Titel «Braucht die Schweiz ein Gesetz gegen das illegale Herunterladen von Musik?» gab den Anstoss dafür, dass 2010 die Urheberrechtsrevision eingeleitet worden war und das Gesetz in der Schweiz ans digitale Zeitalter angepasst wurde.

Géraldine Savary möchte sich in Zukunft vollumfänglich ihrer neuen Rolle als Chefredakteurin der Westschweizer Frauenzeitschrift «Femina» widmen und entschied deshalb, aus dem SUISA-Vorstand auszutreten.

Das Anlagereglement der SUISA berücksichtigt neu auch die Nachhaltigkeit

Ein weiteres Traktandum war das allgemeine Anlagereglement der SUISA. Der Vorstand der SUISA beantragte der Generalversammlung, bei Anlageentscheiden zusätzlich zu den beiden Kriterien «Sicherheit» und «Liquidität» neu auch das Kriterium «Nachhaltigkeit» zu berücksichtigen. Die nachhaltigen Anlagen werden nach ESG-Kriterien eingeteilt: Environment (Umwelt), Social (Sozial) und Governance (verantwortungsvolle Unternehmensführung). Diese Kriterien werden bei der SUISA bei jedem neuen Anlageentscheid mitberücksichtigt.

Insgesamt haben 1’486 Komponisten, Textautoren, Musikverleger und Erben schriftlich abgestimmt und gewählt. Eine Übersicht der Ergebnisse der SUISA-Generalversammlung 2021 ist zu finden unter: www.suisa.ch/generalversammlung

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