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Aus dem Geschäftsbericht 2025

Starkes Jahresergebnis in einem Jahr der Veränderungen

Starkes Jahresergebnis in einem Jahr der Veränderungen
Der Geschäftsbericht 2025 ist auf der Website der SUISA einsehbar.
Foto: SUISA
Text von Andreas Wegelin
Die SUISA kann für das vergangene Geschäftsjahr erfreulicherweise erneut ein Bestergebnis ausweisen: Höhere Einnahmen, tiefere Kosten und eine gesteigerte Verteilung an die Musikerinnen und Musiker unterstreichen die erfolgreiche Entwicklung. Gleichzeitig prägten kulturpolitische Debatten, der Umgang mit KI in der Musik und die Weichenstellung für den Generationenwechsel in der Geschäftsleitung das Berichtsjahr.

Die betrieblichen Einnahmen des SUISA Konzerns belaufen sich auf insgesamt CHF 232 Mio., 5,5 % höher als im Vorjahr. Davon stammen CHF 161 Mio. (+ 5,8 %) aus dem Kerngeschäft im Inland, der Lizenzierung von Urheberrechten für Nutzungen in der Schweiz und in Liechtenstein. Weitere CHF 13 Mio. (+ 2,1 %) konnten aus der Nutzung des SUISA-Repertoires im Ausland eingenommen werden. Die Einnahmen aus der weltweiten Lizenzierung des von uns vertretenen Repertoires im Bereich Audio on Demand (AoD) erreichen CHF 42 Mio. (- 7,6 % im Vergleich zum Vorjahr); CHF 13 Mio. davon stammen aus der Nutzung von Werken von Urheber/innen, die von der SUISA Genossenschaft vertreten werden. Insgesamt erzielt der SUISA Konzern damit Lizenzeinnahmen aus Urheberrechten von CHF 216 Mio., ein Anstieg von 2,7 % gegenüber dem Jahr 2024. Die betrieblichen Nebeneinnahmen belaufen sich auf CHF 16 Mio. Diese sind 67,1 % höher als im Vorjahr, insbesondere aufgrund der Auflösung von Delkredere-Rückstellungen.

Die wichtigsten Säulen des Gesamtertrags aus dem Kerngeschäft bilden die Aufführungsrechte, die 30 % der Lizenzeinnahmen aus Urheberrechten ausmachen und damit erstmals die Senderechte (28 %) überholt haben. Darauf folgt mit 19 % der Bereich AoD mit dem weltweiten Inkasso.

Tiefere Kosten

Der ordentliche Aufwand (ohne Buchverluste auf dem Wertschriftenportfolio) von CHF 38 Mio. ist trotz steigendem Arbeitsvolumen dank wirksamen Automatisierungsschritten weiterhin sinkend (– 7 % gegenüber dem Vorjahr). Damit erreichen wir ein Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag von 16,4 % (Vorjahr 18,2 %). Dieses gute Verhältnis ist unter anderem auch der Auflösung von Wertberichtigungen in Zusammenhang mit den Investitionen in das Joint Venture Mint zu verdanken. Mit diesem Ertragsergebnis konnte auch die Verteilsumme an die Bezugsberechtigten im In- und Ausland erneut gesteigert werden. Diese erreicht nun einen weiteren Rekordstand von CHF 192 Mio. (+2,4 % im Vergleich zum Vorjahr).

Entscheidung zur Finanzierung der SRG – mehr Musik in den Sendeprogrammen

Im Berichtsjahr haben uns das Volksbegehren zur Halbierung der Haushaltsabgabe für die SRG und die vorgesehene Befreiung der Unternehmen von dieser Abgabe beschäftigt. Nach einem für die Kulturschaffenden herausfordernden Abstimmungskampf hat das Schweizer Stimmvolk mit 62 % der Stimmen klar «Nein» gesagt zu einer weiteren Aushöhlung der finanziellen Grundlagen für den medialen Service public. Die staatliche Finanzierung der SRG wird in den nächsten Jahren trotzdem sinken. Das sieht die Verordnungsänderung des Bundesrates zum Radio-/TV-Gesetz bereits vor. Umso entscheidender wird es in den nächsten Monaten sein, mehr über die Inhalte des Service public und weniger über das Geld zu reden. Der Bundesrat muss die Konzession der SRG erneuern. Die Kulturschaffenden werden darauf achten, dass die Vermittlung von Kultur und damit auch der Schweizer Musik im Programmschaffen der SRG einen prominenten Platz einnimmt.

KI in der Musik und in der SUISA

Die rasante Entwicklung der generativen künstlichen Intelligenz (KI) fordert die Gesellschaft, aber auch unsere Arbeit als Verwertungsgesellschaft heraus. In der täglichen Lizenzierungs- und Verteilungsarbeit können immer mehr Anwendungen durch den Einsatz von KI automatisiert und damit beschleunigt und verbessert werden, was sich positiv auf die Kosten auswirkt. Vermehrt entsteht jedoch auch Musik unter dem Einsatz von KI. Dazu werden vorbestehend geschützte Musikwerke zum Training von KI-Modellen verwendet. Als Resultat entstehen neue Musikerzeugnisse. Wie damit umzugehen ist, darüber streiten sich weltweit die Experten, urteilen die Gerichte und beschäftigen sich die Gesetzgeber mit Regulierungen. Die Kreativbranche befürchtet eine unlautere Konkurrenz der unter reiner Anwendung von KI geschaffenen Musik zu den von Urheberinnen und Urhebern geschaffenen Musikwerken. Auf der anderen Seite stehen die Interessen der Technologiekonzerne, einen möglichst einfachen, vorzugsweise lizenzfreien Zugang zu den Musikwerken zu bekommen. Die SUISA ist aktiv in dieser Frage und wird sich dafür einsetzen, dass die berechtigten Interessen der Urheber/innen, Verleger/innen und weiterer Rechteinhaber/innen bei einer künftigen Regulierung beachtet und fair vergütet werden.

Generationenwechsel in der Geschäftsleitung

Der SUISA-Vorstand beschäftigte sich im Berichtsjahr intensiv mit dem Prozess zur Ablösung der heutigen dreiköpfigen Geschäftsleitung, die gestaffelt Ende 2026 (Irène Philipp Ziebold), Mitte 2027 (Andreas Wegelin) und im Frühjahr 2028 (Vincent Salvadé) in Pension geht. Erste Entscheidungen konnten mit der Wahl von Claudia Kempf und Toni Falzetta als Departementsleiter/innen Mitgliederdienste bzw. Kundendienste bereits getroffen werden. Mit ihrem Amtsantritt per 1. Januar 2027 wird eine neue Organisationsstruktur in Kraft treten. Die Suche nach der Nachfolgerin oder dem Nachfolger von Andreas Wegelin wird im Jahre 2026 eine wichtige Aufgabe des Vorstands sein, um die künftigen Weichen für die Zukunft der SUISA richtig zu stellen.

Aufführungsrechte erstmals höher als Senderechte

Die SUISA konnte das Ergebnis im Geschäftsjahr 2025 erneut verbessern. Die betrieblichen Einnahmen des SUISA Konzerns stiegen gegenüber dem Vorjahr um 5,5 % auf 231,7 Millionen Franken. Massgeblich dazu beigetragen haben die Aufführungsrechte, deren Erträge um 6,8 % auf 64,5 Millionen Franken zunahmen. Damit lagen sie 2025 erstmals über den Senderechten, die mit 60,8 Millionen Franken nahezu stabil blieben (2024: 60,7 Millionen Franken).

Positiv entwickelten sich auch die Vergütungsansprüche, die um 10,6 % auf 16,4 Millionen Franken anstiegen. Bei den Online-Rechten zeigte sich ein differenziertes Bild: Während die Online-Einnahmen in der Schweiz und in Liechtenstein um 20,5 % auf 15,8 Millionen Franken zunahmen, gingen die weltweit verwalteten Rechte für die Online-Nutzung von Musik um 7,6 % auf 41,6 Millionen Franken zurück. Die Einnahmen aus den Vervielfältigungsrechten erhöhten sich um 10,5 % auf 3,7 Millionen Franken. Ungeachtet dieses Anstiegs setzt sich der langfristige Rückgang bei physischen Tonträgern infolge der fortschreitenden Digitalisierung fort. Die Einnahmen aus dem Ausland stiegen leicht um 2,1 % auf 12,8 Millionen Franken.

Dal Rapporto di gestione 2025

Solido risultato annuale in un anno di cambiamenti

Starkes Jahresergebnis in einem Jahr der Veränderungen
Il Rapporto di gestione 2025 è disponibile sul sito web della SUISA.
Foto: SUISA
Testo di Andreas Wegelin
L’elettorato svizzero dovrà probabilmente votare nuovamente sul futuro della SSR nel 2026, otto anni dopo che l’iniziativa «No Billag» è stata respinta a grande maggioranza. Sia l’iniziativa popolare «SSR: 200 franchi bastano!» che la proposta del Consiglio federale di ridurre il canone avrebbero conseguenze negative di vasta portata per i professionisti della cultura svizzeri.

Le entrate operative del Gruppo SUISA ammontano complessivamente a CHF 232 milioni, il 5,5% in più rispetto all’anno precedente. Di queste, CHF 161 milioni (+5,8%) provengono dall’attività principale in Svizzera e nel Liechtenstein, ossia dalla concessione di licenze per i diritti d’autore. Ulteriori CHF 13 milioni (+2,1%) sono stati incassati per l’utilizzo del repertorio SUISA all’estero. I proventi derivanti dalla concessione di licenze a livello mondiale per il repertorio da noi rappresentato nel settore Audio on Demand (AoD) raggiungono CHF 42 milioni (-7,6% rispetto all’anno precedente); di questi, CHF 13 milioni provengono dall’utilizzo di opere di autrici e autori rappresentati dalla Cooperativa SUISA. Nel complesso, il Gruppo SUISA realizza così proventi da licenze per diritti d’autore pari a CHF 216 milioni, con un aumento del 2,7% rispetto al 2024. Le entrate accessorie operative ammontano a CHF 16 milioni, il 67,1% in più rispetto all’anno precedente, in particolare a seguito dello scioglimento di accantonamenti per perdite su crediti.

I principali pilastri del ricavo complessivo derivante dall’attività principale sono i diritti di esecuzione, che rappresentano il 30% dei proventi da licenze per diritti d’autore e che, per la prima volta, hanno superato i diritti d’emissione (28%). Seguono, con il 19%, il settore AoD con l’incasso a livello mondiale.

Costi più contenuti

L’onere ordinario, escluse le perdite contabili sul portafoglio titoli (CHF 38 milioni), continua a diminuire nonostante l’aumento del volume di lavoro, grazie a efficaci misure di automazione (-7% rispetto all’anno precedente). Raggiungiamo così un rapporto tra costi e ricavi pari al 16,4% (anno precedente: 18,2%). Questo buon rapporto è dovuto, tra l’altro, anche allo scioglimento di rettifiche di valore legate agli investimenti nella joint venture Mint.

Grazie a questo risultato in termini di ricavi, è stato possibile aumentare nuovamente anche la somma ripartita agli aventi diritto in Svizzera e all’estero. Essa raggiunge ora un nuovo livello record di CHF 192 milioni (+2,4% rispetto all’anno precedente).

Decisione sul finanziamento della SSR – più musica nei programmi radiotelevisivi

Nel periodo in esame siamo stati confrontati con l’iniziativa popolare volta a dimezzare il canone radiotelevisivo per la SSR e con la prevista esenzione delle imprese da tale canone. Dopo una campagna di votazione impegnativa per gli operatori culturali, il popolo svizzero ha respinto chiaramente, con il 62% dei voti, un’ulteriore erosione delle basi finanziarie del servizio pubblico mediatico. Il finanziamento pubblico della SSR diminuirà comunque nei prossimi anni. È quanto prevede già la modifica d’ordinanza del Consiglio federale relativa alla legge sulla radiotelevisione. Nei prossimi mesi sarà quindi ancora più decisivo parlare maggiormente dei contenuti del servizio pubblico e meno del denaro. Il Consiglio federale deve rinnovare la concessione della SSR. Gli operatori culturali vigileranno affinché la promozione della cultura e, con essa, anche della musica svizzera occupino un posto di rilievo nella programmazione della SSR.

L’IA nella musica e nella SUISA

Il rapido sviluppo dell’intelligenza artificiale generativa (IA) pone sfide alla società, ma anche al nostro lavoro in qualità di società di gestione collettiva. Nell’attività quotidiana di concessione delle licenze e di ripartizione, un numero sempre maggiore di applicazioni può essere automatizzato grazie all’impiego dell’IA, accelerando e migliorando così i processi, con effetti positivi sui costi. Tuttavia, sempre più spesso viene creata anche musica con l’impiego dell’IA. A tale scopo, opere musicali preesistenti e protette vengono utilizzate per addestrare modelli di IA. Il risultato è la creazione di nuovi prodotti musicali. Su come gestire questa realtà si confrontano esperti in tutto il mondo, si pronunciano i tribunali e i legislatori si occupano di regolamentazioni. Il settore creativo teme una concorrenza sleale da parte della musica creata esclusivamente mediante l’uso dell’IA rispetto alle opere musicali create da autrici e autori. Dall’altra parte vi sono gli interessi dei gruppi tecnologici, che mirano a ottenere un accesso il più semplice possibile, preferibilmente senza licenza, alle opere musicali. La SUISA è attiva su questo tema e si adopererà affinché, in una futura regolamentazione, gli interessi legittimi di autrici, editori e altri titolari dei diritti siano tenuti in considerazione e adeguatamente remunerati.

Ricambio generazionale nella Direzione

Nel periodo in esame, il Consiglio della SUISA si è occupato intensamente del processo di avvicendamento dell’attuale Direzione composta da tre persone, che andranno in pensione in modo scaglionato: Irène Philipp alla fine del 2026, Andreas Wegelin a metà del 2027 e Vincent Salvadé nella primavera del 2028. Le prime decisioni sono già state prese con la nomina di Claudia Kempf e Toni Falzetta quali responsabili dei dipartimenti Servizi ai membri e Servizi alla clientela. Con la loro entrata in carica il 1° gennaio 2027 entrerà in vigore una nuova struttura organizzativa. La ricerca della persona che succederà ad Andreas Wegelin sarà un compito importante del Consiglio nel 2026, al fine di orientare correttamente il futuro della SUISA.

Diritti d’esecuzione per la prima volta superiori ai diritti d’emissione

La SUISA ha nuovamente migliorato il proprio risultato nell’esercizio 2025. Le entrate operative del Gruppo SUISA sono aumentate del 5,5% rispetto all’anno precedente, raggiungendo 231,7 milioni di franchi. Un contributo determinante è giunto dai diritti d’esecuzione, i cui proventi sono cresciuti del 6,8% attestandosi a 64,5 milioni di franchi. Nel 2025 essi hanno così superato per la prima volta i diritti d’emissione, rimasti pressoché stabili a 60,8 milioni di franchi (2024: 60,4 milioni di franchi).

Anche le indennità hanno registrato un andamento positivo, con un aumento del 10,6% a 16,4 milioni di franchi. Per quanto riguarda i diritti online, il quadro si presenta differenziato: mentre i proventi derivanti dal Video on Demand (VoD) in Svizzera e nel Liechtenstein sono aumentati del 20,5% a 15,8 milioni di franchi, i diritti gestiti a livello mondiale per l’utilizzo online della musica sono diminuiti del 7,6% a 41,6 milioni di franchi. I proventi derivanti dai diritti di riproduzione sono aumentati del 10,5% a 3,7 milioni di franchi. Nonostante questo incremento, prosegue il calo di lungo periodo dei supporti sonori fisici a seguito della progressiva digitalizzazione. Le entrate dall’estero sono aumentate leggermente, del 2,1%, raggiungendo 12,8 milioni di franchi.

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