Die Schweiz tritt mit Luca Hänni und einem Song aus dem SUISA Songwriting Camp am Eurovision Song Contest an | mit Video

Zum zweiten Mal in Folge stammt der Schweizer Beitrag für den Eurovision Song Contest aus dem SUISA Songwriting Camp. Der Song «She Got Me» wurde im letzten Juni in den Powerplay Studios vom SUISA-Mitglied Luca Hänni zusammen mit den kanadischen Songwritern Laurell Barker und Frazer Mac sowie dem schwedischen Produzenten Jon Hällgren komponiert. Text und Video von Sibylle Roth

Der Song «She Got Me», der während der Entstehung den Arbeitstitel «Dirty Dancing» trug, wurde im SUISA Songwriting Camp im Juni 2018 von einem Team bestehend aus vier Personen geschrieben. Nachdem Deutschland mit dem Song «Sister» bereits mit einer Komposition aus dem SUISA Songwriting Camp 2018 am Eurovision Song Contest (ESC) in Tel Aviv antreten wird, ist dies ein weiterer grosser Erfolg für das Songwriting Camp, das von der SUISA in Zusammenarbeit mit Pele Loriano Productions organisiert wurde.

«Es ist eine riesige Freude», sagt Luca Hänni , der seit 2015 SUISA-Mitglied ist. Der Berner wurde dank dem Auftritt in einer deutschen Castingshow im Jahr 2012 in einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Seitdem hat er vier Alben und diverse Singles veröffentlicht, zuletzt stand er mit Helene Fischer auf der Bühne. Der ESC ist das nächste grosse Abenteuer in seiner Karriere: Er sei aufgeregt, sagt Hänni, «und ich möchte einfach die beste Show abliefern, die es gibt.»

Luca Hänni nahm letztes Jahr zum ersten Mal am SUISA Songwriting Camp teil. Die kanadischen Songwriter Laurell Barker und Frazer Mac waren bereits zum zweiten Mal mit dabei. Für Laurell Barker ist das Schweizer Camp eine Erfolgsgeschichte: Sie war schon am letztjährigen ESC-Beitrag der Schweiz beteiligt. Den Song «Stones» hat sie zusammen mit ZiBBZ, bestehend aus den SUISA-Mitgliedern Corinne und Stefan Gfeller, geschrieben. Jon Hällgren, der schwedische Produzent, ist der vierte Komponist im Bunde. In Zusammenarbeit mit seinem Sohn Lukas Hällgren hat er im Nachgang zum Camp den Song «She Got Me» für den ESC 2019 ausproduziert.

Das Schweizer Radio und Fernsehen hat den Beitrag für den ESC in Tel Aviv von 20 internationalen Fachjuroren und einem 100-köpfigen Zuschauer-Panel in einem mehrstufigen Verfahren auswählen lassen. Eingereicht wurden über 420 Songs.

Die Schweiz kämpft am 16. Mai 2019 (SRF zwei um 21.00 Uhr) am Eurovision Song Contest in Tel Aviv um den Finaleinzug. Die ESC-Finalshow findet am 18. Mai 2019 (SRF 1 um 20.00 Uhr) statt.

Das SUISA Songwriting Camp fand im Juni 2018 zum zweiten Mal statt. Insgesamt nahmen 36 Musikerinnen und Musiker aus 8 Ländern an der 3-tägigen Veranstaltung in den Powerplay Studios in Maur teil. Entstanden sind 19 Pop-Songs von unterschiedlicher stilistischer Ausprägung. Das Camp wurde von Pele Loriano Productions und der SUISA organisiert.

www.lucamusic.ch

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M4music: Hit the World – so arbeiteten internationale Hit-Komponistinnen

Haben Sie sich schon gefragt, wie Hits entstehen? Wie es zu einem Song kommt, der generationenübergreifend die Füsse zum Wippen bringt? Die SUISA geht diesen Fragen nach und organisiert dazu am M4music 2019 ein Panel. Text von Erika Weibel

M4music: Hit the World – so arbeiteten internationale Hit-Komponistinnen

Beim SUISA-Panel «Hit the World» am M4music Festival 2019 tauschen sich KT Gorique und Valeska Steiner (oben v.l.n.r.) mit Laurell Barker und Shelly Peiken (unten, v.l.n.r.) über Songwriting aus. (Fotos: Jeremie Carron, Christoph Köstlin, Phantasm, Aerin Moreno)

Es gibt Songwriterinnen und Songwriter, die ihre Songs alleine schreiben, andere wiederum schreiben in Teams. Manchmal schreiben sie für sich selber, manchmal für Interpreten aus ganz unterschiedlichen Musikrichtungen. Wie gehen sie dabei vor? Haben die Komponistinnen und Komponisten ein Gespür, ob etwas ein Hit wird? Kann man vom Songwriting leben?

SUISA-Panel Hit the World – vier Songwriterinnen erzählen

Die SUISA organisiert am Freitag, 15. März 2019, am M4music Festival eine Expertinnenrunde, die genau auf diese Fragen eingehen wird. Dazu hat die SUISA vier Songwriterinnen eingeladen, die bereits international und national Erfolge im Pop- und Urban-Bereich gefeiert haben.

Eine Teilnehmerin schreibt Hits unter anderem für Miley Cyrus, Céline Dion, Selena Gomez, Meredith Brooks oder Christina Aguilera. Eine Zweite hat schon bei mehreren hundert Songs mitgewirkt und reist über Kontinente hinweg von einer Songwriting Session zur nächsten. Die Dritte ist eine erfolgreiche Schweizer Singer-Songwriterin, die im In- und Ausland eine grosse und treue Fangemeinde hat. Die Vierte in der Runde schreibt aktuell Schweizer Hip-Hop-Geschichte: 2012 gewann die damals 21-Jährige als erste Frau die Freestyle-Rap-WM in New York. Sie schreibt sowohl Lyrics als auch Beats selber und tourt seit Jahren erfolgreich durch Europa und Übersee.

Die vier Songwriterinnen Valeska Steiner, KT Gorique, Laurell Barker und Shelly Peiken gehen während einer Stunde auf Fragen rund um das Schreiben von erfolgreichen Songs ein und tauschen sich aus, wie sie beim Komponieren ihrer Songs vorgehen. Auf was es ihrer Meinung nach ankommt. Wie sie die damit verbundenen Herausforderungen meistern.

SUISA-Panel am M4music: Hit the World – vier Songwriterinnen erzählen
Freitag, 15. März 2019, 15:00 – 16:15 Uhr, Matchbox

Referentinnen:
Valeska Steiner, Musikerin, BOY, Zürich
KT Gorique, Musikerin, Sion
Laurell Barker, Musikerin, Vancouver/Zürich
Shelly Peiken, Musikerin, Los Angeles

Moderation:
Nina Havel, Zürich

www.m4music.ch

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Es gibt Songwriterinnen und Songwriter, die ihre Songs alleine schreiben, andere wiederum schreiben in Teams. Manchmal schreiben sie für sich selber, manchmal für Interpreten aus ganz unterschiedlichen Musikrichtungen. Wie gehen sie dabei vor? Haben die Komponistinnen und Komponisten ein Gespür, ob etwas ein Hit wird? Kann man vom Songwriting leben?

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Festival Archip-elles – Frauenpower

Das Genfer Festival für zeitgenössisches Musikschaffen hat sich für die Ausgabe 2019 der Musik aus der Feder von Frauen verschrieben. Archip-elles bietet Werke von Komponistinnen unterschiedlicher Generationen, Herkunft und Ästhetik. Am Freitag, 5. April 2019, sind SUISA-Mitglieder zu einem Besuch am Festival eingeladen. Text von Erika Weibel

Festival Archip-elles – Frauenpower

Beim Festival Archip-elles 2019 steht die Musik von zeitgenössischen Komponistinnen im Fokus. (Bild: Festival Archipel)

«In einem Artikel aus der Zeitung ‹Guardian›, ‹Female composers largely ignored by concert line-ups›, veröffentlicht am 13. Juni 2018, wurden 1445 klassische Konzerte betrachtet, die rund um den Globus in der Saison 2018-2019 geplant sind, und dabei festgestellt, dass nur in 76 Veranstaltungen ein Werk von einer Frau aufgeführt wird», schreibt Festivaldirektor Marc Texier im Editorial des diesjährigen Festivalführers. Das Genfer Festival für zeitgenössisches Musikschaffen hält diesem geschlechtlichen Ungleichgewicht im Konzertbetrieb entgegen und verschafft bei der Ausgabe 2019 der Musik von Komponistinnen Gehör.

Das Konzertprogramm des diesjährigen Festivals Archip-elles wird ergänzt mit Installationen, Round Tables und Workshops. Am Freitag, 5. April 2019, organisiert das Festival in Zusammenarbeit mit der SUISA am Morgen einen Workshop zum Thema Urheberrecht für die Studenten von der «Haute école de musique Genève», des «Conservatoire populaire de musique» und der Teilnehmer der beiden Akademien «Académie Archipel» und «Composer’s Next Generation» (Ensemble Vortex).

Einladung für SUISA-Mitglieder

Weiter laden das Festival Archipel und die SUISA die Mitglieder der SUISA herzlich ein, am 5. April 2019 den Abend am Festival zu verbringen. Die Teilnahme ist für angemeldete SUISA-Mitglieder kostenlos. Gerne nehmen wir Anmeldungen bis spätestens am 31. März 2019 per E-Mail an diese Adresse entgegen: kommunikation (at) suisa (dot) ch

Das detaillerte Abendprogramm, zu dem die SUISA-Mitglieder eingeladen sind, ist nachfolgend aufgeführt. Ein besonderer Programmpunkt an diesem Abend ist die Gesprächsrunde zum Thema «Komponistin sein in der Schweiz».

Gesprächsrunde: Komponistin sein in der Schweiz

Wie erleben es Komponistinnen, sich in einer von Männer dominierten Welt zu behaupten? Weshalb ist es schwieriger für eine Komponistin, dass ihre Werke aufgeführt werden? Warum entscheiden sich nicht mehr Frauen für eine Karriere als Komponistin?

Marc Texier, Direktor des Festivals, geht eben diesen Fragen nach in einem Gespräch mit den beiden Schweizer Komponistinnen Katharina Rosenberger und Annette Schmucki sowie mit Frau Dr. Irene Minder-Jeanneret, Wissenschaftlerin mit Forschungsschwerpunkt Gender und Musik.

Nach dem gesprochenen Wort steht die Bühne frei für den musikalischen Teil des Abends: In einem Konzert mit dem Ensemble Vortex wird unter anderem die Uraufführung eines Werks der Schweizer Komponistin Barblina Meierhans zu hören sein. Im Anschluss gibt Ella Soto noch ein DJ Set zum besten.

Detailprogramm, zu dem SUISA-Mitglieder am Freitag, 5. April 2019, beim Festival Archip-elles in Genf eingeladen sind:

17:00 Uhr, Maison communale de Plainpalais
Besuch der Installationen von Marianthi Papalexandri und Pe Lang

18:00 Uhr, Maison communale de Plainpalais
Umtrunk und Gesprächspanel: Komponistin sein in der Schweiz
Dr. Irene Minder-Jeanneret, Musikwissenschafterin
Katharina Rosenberger, Komponistin
Annette Schmucki, Komponistin
Moderation: Marc Texier

20:00 Uhr, Théâtre Pitoëff
Konzert
Das Ensemble Vortex spielt Werke von Barblina Meierhans, Olga Kokcharova, Eva Reiter, Ann Cleare, Clara Iannotta und Jessie Marino.

22:00 – 1:00 Uhr , Maison communale de Plainpalais
Ella Soto – DJ Set, Carte blanche à La VostokE
La Vostoke ist der erste 100% weibliche Radiosender der Schweiz

www.archipel.org, Website des Festivals

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Das Genfer Festival für zeitgenössisches Musikschaffen hat sich für die Ausgabe 2019 der Musik aus der Feder von Frauen verschrieben. Archip-elles bietet Werke von Komponistinnen unterschiedlicher Generationen, Herkunft und Ästhetik. Am Freitag, 5. April 2019, sind SUISA-Mitglieder zu einem Besuch am Festival eingeladen. Text von Erika Weibel

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Beim Festival Archip-elles 2019 steht die Musik von zeitgenössischen Komponistinnen im Fokus. (Bild: Festival Archipel)

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Eurovision Song Contest: Song aus dem SUISA Songwriting Camp in der deutschen Vorausscheidung | mit Video

Erfolg für das SUISA Songwriting Camp: Der Song «Sister» aus dem letztjährigen Camp steht heute im deutschen ESC-Vorfinal. Das Stück wurde von einem internationalen Songwriting-Team bestehend aus Marine Kaltenbacher, Laurell Barker, Tom Oehler und Thomas Stengaard komponiert und produziert. Der deutsche Vorentscheid «Unser Lied für Israel» geht heute, Freitag, 22. Februar 2019, über die Bühne. Text von Giorgio Tebaldi, Video von Manu Leuenberger

Heute Abend fällt der Entscheid: Welches Lied vertritt Deutschland am Eurovision Song Contest (ESC) im Mai 2019 in Tel Aviv? Unter den sieben Final-Songs ist auch «Sister», der am SUISA Songwriting Camp im Juni 2018 entstand. Der Song wurde von den SUISA-Mitgliedern Marine Kaltenbacher und Tom Oehler zusammen mit der Kanadierin Laurell Barker geschrieben. Im Nachgang wurde für den Feinschliff zusätzlich der dänische Produzent Thomas Steengard ins Boot geholt.

Mit «Sister» schafft ein Song aus dem SUISA Songwriting Camp den Sprung aus der Schweiz und über die Grenzen hinweg. «Dank des ESCs und des deutschen Vorfinals erhält die positive Message, die wir mit ‹Sister› ausdrücken wollten, eine viel grössere Verbreitung», sagt die Lausanner Singer-Songwriterin Marine Kaltenbacher, die unter dem Namen Submaryne auftritt. Auch für den Berner Songwriter und Produzent Tom Oehler bedeutet die Teilnahme des Songs am deutschen Vorfinale ein grosser Schritt: «Unter Umständen kann ein Song am ESC einen grossen Karriereschritt für einen Songwriter oder Producer bedeuten.»

Laurell Barker: Mehrere Erfolge am ESC

Während Tom Oehler und Marine Kaltenbacher zum ersten Mal an einem SUISA Songwriting Camp teilgenommen haben, hat Laurell Barker schon einige ESC-Erfahrungen und nahm zum zweiten Mal am Camp der SUISA teil. Mit Erfolg: Am ersten SUISA Songwriting Camp war sie als Komponistin an «Stones» von ZiBBZ beteiligt; der Song vertrat die Schweiz am ESC 2018 in Lissabon. Laurell Barker steht bereits jetzt schon als Finalteilnehmerin am diesjährigen ESC fest: Sie ist eine der Komponistinnen des britischen Beitrags «Bigger Than Us», der von Michael Rice gesungen wird. Der Song ist direkt fürs ESC-Finale qualifiziert, da die UK zusammen mit Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien zu den «Big-Five»-Ländern gehört. «Ich wäre sehr glücklich, wenn ich mehr als ein Land in Tel Aviv vertreten würde – das wäre der Wahnsinn», sagt Laurell Barker im Video.

«Unser Lied für Israel» heute um 20:15 Uhr auf ARD

Gesungen wird der Song von Sisters, einem Duo bestehend aus den beiden Sängerinnen Carlotta Truman und Laurita Spinelli. Die Finalshow «Unser Lied für Israel» wird heute Abend ab 20:15 live auf ARD ausgestrahlt. Am 18. Mai 2019 findet die ESC-Finalshow in Tel Aviv statt. Deutschland ist als «Big-Five»-Land ebenfalls direkt fürs Finale qualifiziert. Die anderen Länder – unter anderem die Schweiz – kämpfen am 14. und 16. Mai um den Finaleinzug.

Das SUISA Songwriting Camp fand im Juni 2018 zum zweiten Mal statt. Insgesamt nahmen 36 Musikerinnen und Musiker aus 8 Ländern an der 3-tägigen Veranstaltung in den Powerplay Studios in Maur teil. Entstanden sind 19 Pop-Songs von unterschiedlicher stilistischer Ausprägung. Das Camp wurde von Pele Loriano Productions und der SUISA organisiert.

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  1. Erika Keller sagt:

    Es wundert mich, dass nicht mehr Leute für Sisters angerufen haben zumindesten aus dem „Lager“ wo daran gearbeitet wurde in der Schweiz. Ich habe auch für Deutschland angerufen. Trotzdem gab es beim puplic voting für Sisters null Punkte.
    Es wird wohl am System der Punktevergabe liegen, welches ich nicht kenne und ich wäre für eine Erklärung dankbar.

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Erfolg für das SUISA Songwriting Camp: Der Song «Sister» aus dem letztjährigen Camp steht heute im deutschen ESC-Vorfinal. Das Stück wurde von einem internationalen Songwriting-Team bestehend aus Marine Kaltenbacher, Laurell Barker, Tom Oehler und Thomas Stengaard komponiert und produziert. Der deutsche Vorentscheid «Unser Lied für Israel» geht heute, Freitag, 22. Februar 2019, über die Bühne. Text von Giorgio Tebaldi, Video von Manu Leuenberger

Heute Abend fällt der Entscheid: Welches Lied vertritt Deutschland am Eurovision Song Contest (ESC) im Mai 2019 in Tel Aviv? Unter den sieben Final-Songs ist auch «Sister», der am SUISA Songwriting Camp im Juni 2018 entstand. Der Song wurde von den SUISA-Mitgliedern Marine Kaltenbacher und Tom Oehler zusammen mit der Kanadierin Laurell Barker geschrieben. Im Nachgang wurde für den Feinschliff zusätzlich der dänische Produzent Thomas Steengard ins Boot geholt.

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«Adiós»: Sommerhit nach karibischem Muster mit Cembalo | mit Video

An den «Swiss Music Awards» 2019 kann Loco Escrito zusammen mit vier Mitkomponisten auf die begehrten Betonklötze in der Kategorie «Best Hit» für den Song «Adiós» hoffen. Worin die Stärke des Songs liegt, erzählt der Musiker und Musikhochschuldozent Hans Feigenwinter in seiner Song-Analyse im Video. Text von Giorgio Tebaldi; Video von Sibylle Roth

Nicolas Herzig – wie Loco Escrito bürgerlich heisst – scheint die Erfolgsformel für Sommerhits gefunden zu haben. Nachdem er 2017 mit «Sin Ti» in den Schweizer Charts war, setzte er letztes Jahr noch einen obendrauf: Die Single «Adiós» hielt sich 29 Wochen in den Schweizer Charts und kletterte bis auf Platz 4. Damit gehörte der Song 2018 zu den drei erfolgreichsten Schweizer Tracks und ist dieses Jahr für die Auszeichnung als «Best Hit» an den Swiss Music Awards nominiert.

Abwechslungsreich und spannende Dramaturgie

Interessant am Song sei die Instrumentierung der Strophen, meint Hans Feigenwinter. Er ist selber Musiker und unterrichtet an den Musikhochschulen in Basel und Luzern Musikwissenschaften. Im Video analysiert er den Song ausführlich.

Für Nicolas Herzig und den Mitkomponisten und Produzenten Henrik Amschler war es wichtig, dass «Adiós» abwechslungsreich bleibt und eine spannende Dramaturgie hat. Im schriftlichen Interview sagt Amschler: «Da der Song zum Beispiel keine klassische Bridge mit einem Akkordwechsel nach dem zweiten Chorus hat sondern drei Parts, war es uns wichtig, dass jeder Part auf seine Weise speziell ist.» Die verschiedenen Songparts haben entsprechend auch andere Stimmungen, wie Amschler hinzufügt: «Der erste Teil des zweiten Parts ist rhythmisch und animiert zum Tanzen. Der erste Teil des dritten Parts hingegen ist sphärisch und sehr emotional.»

(Internationales) Teamwork beim Songwriting

Neben Amschler und Herzig waren noch drei weitere Musiker am Songwriting von «Adiós» beteiligt. Der Bündner Komponist Sandro Dietrich und der ebenfalls aus Graubünden stammende Latin-Rapper, Sänger, Perkussionist und Musikproduzent Lou Geniuz alias Lou Zarra legten die musikalische Grundlage, die schon sehr weit ausgearbeitet war, wie Amschler sagt. Für die Lyrics wurde Nicolas Herzig vom kolumbianischen Musiker Jonathan Ruiz Mejia unterstützt. «Danach lag es an Loco und mir, es weiter zu führen, den Song anzupassen und fertig zu machen», schreibt Amschler.

Die Songwriter und der Produzent haben bewusst darauf verzichtet, zu viele Instrumente zu verwenden. « Wir hatten eigentlich noch mehr Instrumente vorgesehen, beispielsweise im Chorus», erklärt Henrik Amschler. «Im Endeffekt entschieden wir uns dann aber zu reduzieren, um der Stimme mit diversen Harmonien noch mehr Platz zu geben.» Dennoch überrascht «Adiós» mit interessanten Klängen, wie beispielsweise einem Cembalo-ähnlichen Sound – was für Pop-Musik eher unüblich sei, meint Hans Feigenwinter.

«Swiss Music Awards»: SUISA ehrt die Songwriter des «Best Hit»

«Adiós» gehört zu den drei nominierten Songs für den «Best Hit» bei den nächsten «Swiss Music Awards», die am Samstag, 16. Februar 2019, im Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL) verliehen werden. Die SUISA ist «Supporting Partner» der Veranstaltung. Bereits zum vierten Mal werden im Namen der SUISA beim «Best Hit»-Award auch die Komponisten und Textautoren des Siegersongs geehrt. Nominiert sind:

  • «079» von Lo & Leduc (Songwriter: Lorenz Häberli, Maurice Könz, Luc Oggier)
  • «Adiós» von Loco Escrito (Songwriter: Henrik Amschler, Sandro Dietrich, Nicolas Herzig, Jonathan Ruiz Mejia, Luigi Zarra)
  • «Us Mänsch» von Bligg feat. Marc Sway (Songwriter: Marco Bliggensdorfer, Fred Herrmann, Marc Sway)

www.locoescrito.com
www.henrik-hsa-amschler.ch

Hans Feigenwinter stammt aus Basel. In jungen Jahren spielte er in Pop- und Indierockbands. Später studierte er Klavier an der Swiss Jazz School in Bern und war seither als Pianist und Komponist in diversen Formation aktiv. Aktuell ist er neben Solo-Konzerten vor allem in den Trios Hans Feigenwinter ZINC und Feigenwinter Oester Pfammatter zu hören. Er ist Dozent an den Musikhochschulen in Basel und Luzern. www.hansfeigenwinter.ch
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Auszeichnung für Songwriter bei den Swiss Music Awards | mit VideoAuszeichnung für Songwriter bei den Swiss Music Awards | mit Video Der Newcomer Nickless und der renommierte Produzent Thomas Fessler gewannen den ersten Preis für Songwriter bei den Swiss Music Awards 2016. Der gemeinsam komponierte Siegersong «Waiting» ist nicht vom Himmel gefallen sondern bedeutete viel Arbeit im Teamwork. Auch bei den Swiss Music Awards 2017 zeichnet die SUISA die Leistung der Komponisten und Textautoren mit einer Auszeichnung aus. Weiterlesen
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An den «Swiss Music Awards» 2019 kann Loco Escrito zusammen mit vier Mitkomponisten auf die begehrten Betonklötze in der Kategorie «Best Hit» für den Song «Adiós» hoffen. Worin die Stärke des Songs liegt, erzählt der Musiker und Musikhochschuldozent Hans Feigenwinter in seiner Song-Analyse im Video. Text von Giorgio Tebaldi; Video von Sibylle Roth

Nicolas Herzig – wie Loco Escrito bürgerlich heisst – scheint die Erfolgsformel für Sommerhits gefunden zu haben. Nachdem er 2017 mit «Sin Ti» in den Schweizer Charts war, setzte er letztes Jahr noch einen obendrauf: Die Single «Adiós» hielt sich 29 Wochen in den Schweizer Charts und kletterte bis auf Platz 4. Damit gehörte der Song 2018 zu den drei erfolgreichsten Schweizer Tracks und ist dieses Jahr für die Auszeichnung als «Best Hit» an den Swiss Music Awards nominiert.

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«Us Mänsch»: Last Minute-Hit mit sehr viel Energie | mit Video

«Us Mänsch» von Bligg und Marc Sway gehörte letztes Jahr zu den erfolgreichsten Schweizer Songs. Dabei rutschte der Song erst in letzter Minute aufs Bligg-Album «KombiNation». Nun ist der Song für die «Best Hit»-Auszeichnung an den «Swiss Music Awards» 2019 nominiert. Der Musiker und Musikhochschuldozent Hans Feigenwinter hat die Komposition von «Us Mänsch» analysiert. Text von Giorgio Tebaldi; Video von Manu Leuenberger

Bligg und Marc Sway haben zusammen schon ein paar Songs geschrieben. Bei der Single «Us Mänsch» standen sie erstmals gemeinsam am Mikrofon. Mit Erfolg: Die Single wurde 2018 mit Platin ausgezeichnet.

Weshalb ist der Song für die Zuhörer so attraktiv? Hans Feigenwinter, der an den Musikhochschulen in Basel und Luzern Musikwissenschaften unterrichtet und selber Pianist und Komponist ist, meint: «Es ist sehr viel Energie da, es ist ein sehr leidenschaftlicher Sprechgesang.» In seiner Song-Analyse, die im Video zu sehen ist, hört er im Stück etwas Feierliches: «Ich musste an eine Predigt denken.»

Last Minute-Hit

Neben Bligg und Marc Sway war auch der langjährige Produzent und Co-Komponist von Bligg, Fred Herrmann, am Songwriting von «Us Mänsch» beteiligt. Im schriftlichen Interview schilderte Fred Herrmann, wie der Song entstand:

«‹Us Mänsch› war ein typischer Last-Minute-Hit! Es war der allerletzte Song, den wir für das Album ‹KombiNation› geschrieben und produziert haben. Bligg meinte, er habe noch eine coole Text-Idee auf Lager mit dem Wortspiel ‹Us Mänsch›, den er unbedingt noch umsetzen wolle. Da wir schon ziemlich hinter dem Zeitplan lagen, haben wir parallel gearbeitet. Während ich an der Komposition und Produktion gearbeitet habe, hat Bligg bei sich zu Hause am Text gefeilt und seine Vocals aufgenommen. Er hat mir immer wieder neue Vocal-Spuren von sich geschickt, die ich entweder gleich einbaute oder wieder in Frage stellte und nach Anpassung verlangte. Es war eine richtige Ping-Pong-Party! Irgendwann hatten wir den Song zusammen, aber wir fanden, dass der Refrain unbedingt von einer männlichen Hammer-Stimme eingesungen werden muss. Uns kam ziemlich schnell Marc Sway in den Sinn, den wir beide schon sehr lange und gut kennen! Mister Sway kam zweimal für je zwei Stunden ins Studio und fertig war der Refrain! Das Schöne am Komponieren ist, dass immer wieder unvorhersehbar ein solcher Song entsteht, bei dem alles passt.»

«Swiss Music Awards»: SUISA ehrt die Songwriter des «Best Hit»

«Us Mänsch» gehört zu den drei nominierten Songs für den «Best Hit» bei den nächsten «Swiss Music Awards», die am Samstag, 16. Februar 2019, im Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL) verliehen werden. Die SUISA ist «Supporting Partner» der Veranstaltung. Bereits zum vierten Mal werden im Namen der SUISA beim «Best Hit»-Award auch die Komponisten und Textautoren des Siegersongs geehrt. Nominiert sind:

  • «079» von Lo & Leduc (Songwriter: Lorenz Häberli, Maurice Könz, Luc Oggier)
  • «Adiós» von Loco Escrito (Songwriter: Henrik Amschler, Sandro Dietrich, Nicolas Herzig, Jonathan Ruiz Mejia, Luigi Zarra)
  • «Us Mänsch» von Bligg feat. Marc Sway (Songwriter: Marco Bliggensdorfer, Fred Herrmann, Marc Sway)

www.bligg.ch
www.marcsway.ch

Hans Feigenwinter stammt aus Basel. In jungen Jahren spielte er in Pop- und Indierockbands. Später studierte er Klavier an der Swiss Jazz School in Bern und war seither als Pianist und Komponist in diversen Formation aktiv. Aktuell ist er neben Solo-Konzerten vor allem in den Trios Hans Feigenwinter ZINC und Feigenwinter Oester Pfammatter zu hören. Er ist Dozent an den Musikhochschulen in Basel und Luzern. www.hansfeigenwinter.ch
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Marc Sway: «Man schreibt viel mehr Songs, als es für ein Album braucht» | mit Video«Man schreibt viel mehr Songs, als es für ein Album braucht» | mit Video Bei einem Besuch in seinem Studio im Januar 2018 hat das langjährige SUISA-Mitglied Marc Sway einen Einblick in sein Schaffen und sein Berufsleben als Musiker gegeben. Mitte Oktober 2018 erschien mit der Single «Beat Of My Heart» der erste Vorbote seines nächsten Albums, dessen Entstehungsprozess im Videointerview ein Hauptthema war. Weiterlesen
Kreatives Teamwork am SUISA Songwriting Camp 2018 | mit VideoKreatives Teamwork am SUISA Songwriting Camp 2018 | mit Video Zum zweiten Mal führte die SUISA in Zusammenarbeit mit Pele Loriano Productions ein Songwriting Camp durch. Austragungsort waren wie bei der Premiere vergangenes Jahr die Powerplay Studios in Maur. Insgesamt nahmen 36 Musikerinnen und Musiker aus 8 Ländern an der 3-tägigen Veranstaltung im Juni 2018 teil. Entstanden sind 19 Pop-Songs von unterschiedlicher stilistischer Ausprägung. Weiterlesen
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«Us Mänsch» von Bligg und Marc Sway gehörte letztes Jahr zu den erfolgreichsten Schweizer Songs. Dabei rutschte der Song erst in letzter Minute aufs Bligg-Album «KombiNation». Nun ist der Song für die «Best Hit»-Auszeichnung an den «Swiss Music Awards» 2019 nominiert. Der Musiker und Musikhochschuldozent Hans Feigenwinter hat die Komposition von «Us Mänsch» analysiert. Text von Giorgio Tebaldi; Video von Manu Leuenberger

Bligg und Marc Sway haben zusammen schon ein paar Songs geschrieben. Bei der Single «Us Mänsch» standen sie erstmals gemeinsam am Mikrofon. Mit Erfolg: Die Single wurde 2018 mit Platin ausgezeichnet.

Weshalb ist der Song für die Zuhörer so attraktiv? Hans Feigenwinter, der an den Musikhochschulen in Basel und Luzern Musikwissenschaften unterrichtet und selber Pianist und Komponist ist, meint: «Es ist sehr viel Energie da, es ist ein sehr leidenschaftlicher Sprechgesang.»…Weiterlesen

«079»: Eine tragikomische Hit-Geschichte | mit Video

Mit «079» haben Lo & Leduc und ihr Mitkomponist Maurice «Dr. Mo» Könz Geschichte geschrieben: Im letzten Jahr hielt sich der Song ganze 21 Wochen an der Spitze der hiesigen Hitparade – und erzielte damit einen Schweizer Rekord. «079» ist einer der drei nominierten Songs für die «Best Hit»-Auszeichnung an den «Swiss Music Awards» 2019. Der Musiker und Dozent für Musikwissenschaften Hans Feigenwinter hat die Hit-Komposition analysiert. Text von Giorgio Tebaldi; Video von Sibylle Roth

Wie «079» den Weg in die Schweizer Charts fand, ist bereits eine bemerkenswerte Geschichte. Lo & Leduc boten den Song und das dazugehörige Album «Update 4.0» im Februar 2018 kostenlos zum Streamen und Herunterladen auf ihrer Website an – «aus Freude», wie sie damals in einem Interview sagten. Dem Publikum gefiel der Song so gut, dass er immer zahlreicher gekauft und eifrig gestreamt wurde. Damit schaffte es «079» auf Platz 1 der Schweizer Single-Hitparade und behielt dort 21 Wochen lang die Spitzenposition inne.

Geschrieben wurde der Song von Lorenz Häberli (Lo), Luc Oggier (Leduc) und dem Berner Komponisten, DJ und Performer Maurice Könz, besser bekannt als Dr. Mo. Letzterer schrieb die Melodie, zu der Lo & Leduc den Text beisteuerten. «Der Text und die Musik entstanden unabhängig voneinander», erzählt Dr. Mo über die Entstehung des Stücks im schriftlichen Interview. Beide Elemente seien schon fast fertig gewesen, als sie schliesslich kombiniert wurden. «Wir hatten versucht, den Text mit einem anderen Beat zu kombinieren, beziehungsweise einen anderen Text über den Beat zu machen», schreibt Dr. Mo. «Aber diese Ideen wurden schnell verworfen. Als wir dann den Text mit dem Beat kombinierten, wussten wir sofort, dass alles passt.»

Originell, rührig, etwas absurd

Zum Erfolg beigetragen hat nicht zuletzt die Geschichte, die im Song erzählt wird. «Es ist eine tragikomische Geschichte. Sie ist originell, sie ist nachvollziehbar, sie ist rührig; das Ganze hat etwas Absurdes», sagt der Pianist und Komponist Hans Feigenwinter, der an den Musikhochschulen in Basel und Luzern Musikwissenschaften unterrichtet. Seine Analyse des Songs ist im Video zu sehen.

Dass die Suche nach den passenden Wörtern bisweilen sehr zeitintensiv ist, erläutert Dr. Mo an einem konkreten Beispiel: «Am längsten dauerte die Suche nach dem passenden Personalpronomen. Wir waren unsicher, ob man die Geschichte versteht, wenn zwei verschiedene Sänger aus der Ich-Perspektive singen, aber dieselbe Person darstellen. Wir überlegten uns also auch von ‹ihm› zu erzählen, was die personelle Verwirrung auflösen würde. Dies verursachte jedoch Probleme bei Konjugationen, Reimen und emotionaler Zugänglichkeit. Schliesslich haben wir uns zu Recht dafür entschieden, dem Hörer die Ich-Perspektive zuzumuten.»

«Swiss Music Awards»: SUISA ehrt die Songwriter des «Best Hit»

«079» gehört zu den drei nominierten Songs für den «Best Hit» bei den nächsten «Swiss Music Awards», die am Samstag, 16. Februar 2019, im Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL) verliehen werden. Die SUISA ist «Supporting Partner» der Veranstaltung. Bereits zum vierten Mal werden im Namen der SUISA beim «Best Hit»-Award auch die Komponisten und Textautoren des Siegersongs geehrt. Nominiert sind:

  • «079» von Lo & Leduc (Songwriter: Lorenz Häberli, Maurice Könz, Luc Oggier)
  • «Adiós» von Loco Escrito (Songwriter: Henrik Amschler, Sandro Dietrich, Nicolas Herzig, Jonathan Ruiz Mejia, Luigi Zarra)
  • «Us Mänsch» von Bligg feat. Marc Sway (Songwriter: Marco Bliggensdorfer, Fred Herrmann, Marc Sway)

www.lo-leduc.ch
www.drmo.ch

Hans Feigenwinter stammt aus Basel. In jungen Jahren spielte er in Pop- und Indierockbands. Später studierte er Klavier an der Swiss Jazz School in Bern und war seither als Pianist und Komponist in diversen Formationen aktiv. Aktuell ist er neben Solo-Konzerten vor allem in den Trios Hans Feigenwinter ZINC und Feigenwinter Oester Pfammatter zu hören. Er ist Dozent an den Musikhochschulen in Basel und Luzern. www.hansfeigenwinter.ch
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Auszeichnung für Songwriter bei den Swiss Music Awards | mit VideoAuszeichnung für Songwriter bei den Swiss Music Awards | mit Video Der Newcomer Nickless und der renommierte Produzent Thomas Fessler gewannen den ersten Preis für Songwriter bei den Swiss Music Awards 2016. Der gemeinsam komponierte Siegersong «Waiting» ist nicht vom Himmel gefallen sondern bedeutete viel Arbeit im Teamwork. Auch bei den Swiss Music Awards 2017 zeichnet die SUISA die Leistung der Komponisten und Textautoren mit einer Auszeichnung aus. Weiterlesen
Marc Sway: «Man schreibt viel mehr Songs, als es für ein Album braucht» | mit Video«Man schreibt viel mehr Songs, als es für ein Album braucht» | mit Video Bei einem Besuch in seinem Studio im Januar 2018 hat das langjährige SUISA-Mitglied Marc Sway einen Einblick in sein Schaffen und sein Berufsleben als Musiker gegeben. Mitte Oktober 2018 erschien mit der Single «Beat Of My Heart» der erste Vorbote seines nächsten Albums, dessen Entstehungsprozess im Videointerview ein Hauptthema war. Weiterlesen
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Mit «079» haben Lo & Leduc und ihr Mitkomponist Maurice «Dr. Mo» Könz Geschichte geschrieben: Im letzten Jahr hielt sich der Song ganze 21 Wochen an der Spitze der hiesigen Hitparade – und erzielte damit einen Schweizer Rekord. «079» ist einer der drei nominierten Songs für die «Best Hit»-Auszeichnung an den «Swiss Music Awards» 2019. Der Musiker und Dozent für Musikwissenschaften Hans Feigenwinter hat die Hit-Komposition analysiert. Text von Giorgio Tebaldi; Video von Sibylle Roth

Wie «079» den Weg in die Schweizer Charts fand, ist bereits eine bemerkenswerte Geschichte. Lo & Leduc boten den Song und das dazugehörige Album «Update 4.0» im Februar 2018 kostenlos zum Streamen und Herunterladen auf ihrer Website an – «aus Freude», wie sie damals in einem Interview sagten. Dem Publikum gefiel der Song so gut, dass er…Weiterlesen

Die ganze Vielfalt der Schweizer Musik am Label Suisse

Vom 14. bis 16. September 2018 hat zum achten Mal das Festival Label Suisse in Lausanne stattgefunden. Das Festival ist dem Schweizer Musikschaffen gewidmet und bietet dem Publikum alle zwei Jahre einen breitgefächerten Panoramablick auf die aktuelle Musiklandschaft der Schweiz. Text/Interviews von Erika Weibel

Die ganze Vielfalt der Schweizer Musik am Label Suisse

Die Hauptbühne des Festivals Label Suisse auf dem «Place Centrale» in Lausanne während des Auftritts des Genfer Hip-Hop-Kollektivs Superwak Clique am Samstag, 15. September 2018. (Foto: Anne Bichsel)

Bei der achten Ausgabe des Festivals Label Suisse konnten 90 000 Besucher bei über 60 Konzerten an 10 Standorten im Stadtzentrum von Lausanne Darbietungen mannigfaltiger Musikrichtungen lauschen. Die Zuhörerinnen und Zuhörer durften sich freuen über elektronische Musik, Pop-Rock, zeitgenössische und klassische Musik, Jazz, neue Volksmusik – die ganze Vielfalt der Schweizer Musik an einem Festival!

Die Programmverantwortlichen des Festivals legen grossen Wert darauf, dass sowohl erfahrenen als auch aufstrebenden Schweizer Künstlern eine Bühne geboten wird. Sämtliche Konzerte sind für das Publikum kostenlos zugänglich, da die Aufwände von den Sponsoren des Festivals getragen werden. Die SUISA unterstützt Label Suisse seit 2006 finanziell und war auch 2018 einer der Hauptpartner des Festivals.

Die mehreren Programmverantwortlichen von Label Suisse widmen sich jeweils einem spezifischen musikalischen Genre. Nach dem Festival haben wir schriftlich bei ihnen nachgefragt, wie sie bei der Künstlerauswahl vorgegangen sind, was sie am Festival besonders reizt und welche Trends und Tendenzen sie in den Genres beobachten. Ausserdem wollten wir vom Festivalpräsidenten Julien Gross wissen, was ihn bei der Ausgabe 2018 besonders bewegt hat.

Label Suisse: Julien Gross

Julien Gross (Foto: Anne Bichsel)

Julien Gross, Präsident des Vereins Label Suisse

Du bist Präsident des Vereins Label Suisse und sorgst seit Jahren für den reibungslosen Ablauf des Festivals. Was macht deiner Meinung nach Label Suisse besonders attraktiv?
Julien Gross: Label Suisse bietet ein einzigartiges künstlerisches Angebot aus einem breiten Spektrum verschiedener Musikstile, die sich in unserem Programm widerspiegeln. Unser Festival vereint während drei Tagen Menschen aller Generationen und Herkunft.
Künstlerinnen und Künstler aus allen vier Sprachregionen treten vor einem neugierigen, treuen und sehr aufmerksamen Publikum auf. Das Radio spielt während dieser drei Tage eine äusserst wichtige Rolle, denn es überträgt das Festival in die ganze Schweiz.

Dies war die 8. Ausgabe von Label Suisse. Das Festival fand 2004 zum ersten Mal und seither alle zwei Jahre statt. Welche Veränderungen hat Label Suisse im Lauf dieser vierzehn Jahre erlebt?
Es ist vor allem die Schweizer Musik, die sich stark entwickelt hat. Auf kreative, innovative und originelle Art und Weise bildet Label Suisse eine Momentaufnahme aller Musikszenen ab.
Wir lösen in gewisser Weise den Wunsch aus, zu entdecken, sich auf ein musikalisches Abenteuer einzulassen. Ausserdem fördern wir die Präsenz bestimmter Musikstile oder präsentieren Neuschöpfungen.

Zahlreiche Musikerinnen und Musiker aus verschiedenen Genres aus der ganzen Schweiz machen bei Label Suisse mit. Welche Auftritte haben dich ganz persönlich am meisten begeistert?
Es hat mir grosses Vergnügen bereitet, über das Festivalgelände zu schlendern, alles zu entdecken und Musik zu hören, die nicht Teil meines Alltagslebens ist. Das ist es, was mich am meisten begeistert.

Label Suisse: Laurence Vinclair

Laurence Vinclair (Foto: Mehdi Benkler)

Laurence Vinclair, Programmgestaltung aktuelle Musik

Welchen Reiz hat es, an einem Festival, das so zahlreiche Genres vereint, für das Programm eines bestimmten Genres verantwortlich zu sein?
Laurence Vinclair: Das Besondere daran ist ganz einfach, dass ich die Ehre habe, während drei Tagen Künstlerinnen und Künstler präsentieren zu dürfen, die Aufmerksamkeit verdienen und deren Entwicklung ich zum Teil bereits über Jahre verfolgt habe. Und natürlich kann ich so einem vielfältigen Publikum Musikstile näherbringen, die es sonst nicht unbedingt hören würde.

Welches waren die Kriterien, die bei der Auswahl der verschiedenen Gruppen/Bands zum Zug gekommen sind?
Die Kriterien sind Qualität, Aktualität, Motivation der Künstlerinnen und Künstler und ihr Entwicklungspotenzial.

Was sind die aktuellen Trends und Tendenzen im von Ihnen programmierten Genre? Welche Auswirkungen haben diese Entwicklungen auf die Vertreter der Schweizer Musikszene?
Der deutlichste Trend liegt beim Hip-Hop oder der urbanen Musik. Dieses Genre hat die Führung übernommen, wie man seit zwei Jahren an der Programmgestaltung von Klubs und Festivals beobachten kann.

Label Suisse: Stefano Saccon

Stefano Saccon (Foto: Claude Berthelier)

Stefano Saccon, Programmgestaltung Jazz

Welchen Reiz hat es, an einem Festival, das so zahlreiche Genres vereint, für das Programm eines bestimmten Genres verantwortlich zu sein?
Stefano Saccon: Die Klugheit und Stärke dieses Festivals besteht darin, dass für jeden Bereich kompetente Fachleute beigezogen und so die repräsentativsten Musikerinnen und Musiker gezielt ausgewählt werden. Teil eines Fachkomitees zu sein, ist eine Herausforderung und regt dazu an, ein sinnvolles, ausgewogenes Programm zu gestalten.

Welches waren die Kriterien, die bei der Auswahl der verschiedenen Gruppen/Bands zum Zug gekommen sind?
Die Vielfältigkeit des Jazz verlangt einen breiten Blick und Kriterien, die sich dem künstlerischen Prozess anpassen. Ein Projekt muss in jedem Fall originell sein und dem Programm einen Mehrwert geben. Es soll in seine Zeit passen und trotzdem spürbar in der Tradition verankert sein, und es muss eine gewisse Reife, aber auch Entwicklungspotenzial zeigen.

Was sind die aktuellen Trends und Tendenzen im von Ihnen programmierten Genre? Welche Auswirkungen haben diese Entwicklungen auf die Vertreter der Schweizer Musikszene?
Es gibt meiner Meinung nach drei Arten von Trends:
a) die Verbindung von akustischer und elektronischer Musik, die Neugier der DJs auf der ganzen Welt und die Schöpfung neuer Klangtexturen;
b) den Minimalismus, der in einem traditionelleren Ansatz die Gruppe zulasten der Solisten ins Zentrum stellt;
c) den Willen, Kompositionen auf komplexen rhythmischen Strukturen aufzubauen.
Heutzutage sind die Musikerinnen und Musiker, die dem Jazz zugeordnet werden, Meister ihrer Instrumente und besitzen eine enorme Neugier, die zu grenzenloser Kreativität anregt. Angesichts des wachsenden Angebots und der daraus entstehenden zunehmenden Konkurrenz erhalten sich die Musikerinnen und Musiker eine bemerkenswerte Bescheidenheit und beispielhaften gegenseitigen Respekt.

Label Suisse: Johannes Rühl

Johannes Rühl (Foto: Roland Zemp)

Johannes Rühl, Programmgestaltung neue Volksmusik

Welchen Reiz hat es, an einem Festival, das so zahlreiche Genres vereint, für das Programm eines bestimmten Genres verantwortlich zu sein?
Johannes Rühl: Es gibt nur wenige Festivals, die stilistisch so breit aufgestellt sind wie Label Suisse. Das ist grundsätzlich schon einmal eine grosse Leistung. Für die Programmauswahl heisst das, dass jede Musik neben den anderen Angeboten bestehen muss. Zudem ist zu erwarten, dass ganz unterschiedliches Publikum zu den Konzerten kommt. Solch ein Festival ist für neugierige Menschen wirklich einzigartig. Es ist das beste Publikum, das man sich wünschen kann.

Welches waren die Kriterien, die bei der Auswahl der verschiedenen Gruppen/Bands zum Zug gekommen sind?
Die neue Volksmusik ist ja im Wesentlichen eine Musik der deutschsprachigen Schweiz. Zuhörern aus anderen Landesteilen muss man diese Musik schmackhaft machen, zumal sie manchmal auch gewöhnungsbedürftig ist. Deshalb sollen Gruppen nach Lausanne kommen, die eine gewisse stilistische Offenheit mitbringen. Vor allem darauf haben wir geachtet, neben der Qualität natürlich.

Was sind die aktuellen Trends und Tendenzen im von Ihnen programmierten Genre? Wie werden diese Entwicklungen im Schweizer Musikschaffen gelebt?
Die neue Volksmusik der Schweiz ist letztlich ein Erbe des Folk des vergangenen Jahrhunderts. Damals war die Musik Protest; heute haben die Musikerinnen und Musiker eine grosse Zuneigung zur Tradition. Sie beleben das Material ohne Scheuklappen und schaffen so etwas ganz Neues, Ungehörtes. Wichtig für das Genre ist die Hochschule Luzern – Musik, die seit ein paar Jahren herausragende Talente hervorbringt. Die Entwicklung ist noch lange nicht zu Ende und ich glaube, wir haben von dort noch sehr viel Gutes zu erwarten.

Label Suisse: Claire Brawand

Claire Brawand (Foto: Nathalie Langlois)

Claire Brawand, Programmgestaltung klassische und zeitgenössische Musik

Welchen Reiz hat es, an einem Festival, das so zahlreiche Genres vereint, für das Programm eines bestimmten Genres verantwortlich zu sein?
Claire Brawand: Die Programmgestaltung findet immer in einem spezifischen Kontext statt, der berücksichtigt werden muss. Im Fall von Label Suisse (stilistische Vielfalt mit Schwergewicht auf «Musique Actuelle», nationale Dimension, örtliche Vielfalt, freier Eintritt, sehr grosses Publikum, darunter viele junge Menschen) weicht der Kontext stark vom gewohnten Rahmen der klassischen Musik (vom Barock bis heute) ab, die für gewöhnlich von erfahrenen Musikliebhabern gehört wird. Ich sehe darin ein sehr fruchtbares Experimentierfeld, was meine Aufgabe der Programmgestaltung noch stimulierender macht. Eines der Hauptziele ist dabei, die Besucherinnen und Besucher des Festivals dazu anzuregen, das Universum der klassischen Musik durch eine bestimmte Persönlichkeit, durch die vorherrschende Energie oder durch ein spezielles Konzertformat zu entdecken. Die grosse Freiheit am Festival Label Suisse, entweder sich von Konzert zu Konzert zu bewegen oder aber im gleichen Saal nacheinander die verschiedensten Musikstile zu geniessen, machen dies möglich.

Welches waren die Kriterien, die bei der Auswahl der verschiedenen Gruppen/Bands zum Zug gekommen sind?
Für die Programmgestaltung in der klassischen Musik habe ich starken, einzigartigen Musikerinnen und Musikern – Interpretinnen und Interpreten ebenso wie Komponistinnen und Komponisten – den Vorzug gegeben, deren Vorgehen gut zur Identität des Festivals passt. Sie sollten zeitgenössisch, also aktuell, und experimentierfreudig sein. Eine solche Veranlagung auf Seiten der klassischen Künstlerinnen und Künstler ist für den speziellen Kontext von Label Suisse notwendig. Aus diesen Gründen haben wir uns auf das Repertoire des 20. und 21. Jahrhunderts konzentriert (darunter auch Neuschöpfungen) und den Schwerpunkt bei Schweizer Komponistinnen und Komponisten aus allen Generation gesetzt.

Was sind die aktuellen Trends und Tendenzen im von Ihnen programmierten Genre? Welche Auswirkungen haben diese Entwicklungen auf die Vertreter der Schweizer Musikszene?
Die Verknüpfung zwischen den Künsten (visuell, akustisch, kompositorisch) und den Ästhetiken nimmt zu. In der Art wie die jüngere Generation führender Musiker ihre Konzertprogramme gestaltet, findet eine grosse Erneuerung statt. Sie arbeiten heute an einer «klassischen» Musik, die keine Grenzen kennt, wie es sie in früheren Generationen oft noch gab.

www.labelsuisse.ch

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Vom 14. bis 16. September 2018 hat zum achten Mal das Festival Label Suisse in Lausanne stattgefunden. Das Festival ist dem Schweizer Musikschaffen gewidmet und bietet dem Publikum alle zwei Jahre einen breitgefächerten Panoramablick auf die aktuelle Musiklandschaft der Schweiz. Text/Interviews von Erika Weibel

Die ganze Vielfalt der Schweizer Musik am Label Suisse

Die Hauptbühne des Festivals Label Suisse auf dem «Place Centrale» in Lausanne während des Auftritts des Genfer Hip-Hop-Kollektivs Superwak Clique am Samstag, 15. September 2018. (Foto: Anne Bichsel)

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Schallschutzgesetzgebung wird nur rudimentär angepasst

Im Februar 2018 wurde die Verordnung zum Bundesgesetz über den Schutz vor Gefährdung durch nichtionisierende Strahlung und Schall in die Vernehmlassung geschickt. Im Verordnungsentwurf waren strengere Auflagen für Veranstaltungen mit elektrisch verstärktem Schall sowie neu auch Auflagen für nicht verstärkte Veranstaltungen vorgesehen. Anfang Oktober wurde bekannt, dass das Bundesamt für Gesundheit auf die meisten Verschärfungen verzichten möchte. Text von Sarah Coopman

V-NISSG: Schallschutzgesetzgebung wird nur rudimentär angepasst

Viel Lärm um (fast) nichts: Nach vehementem Widerstand von betroffenen Branchenvertretern will das Bundesamt für Gesundheit von grossen Änderungen in der Schallschutzgesetzgebung (auch für Grosskonzerte wie im Bild) absehen. (Foto: Marcel Grubenmann)

Wer sich heute darüber informieren möchte, welche Grenzwerte und Auflagen für Schall bei Veranstaltungen gelten, schaut in der Schall- und Laserverordnung («SLV») nach. Dort ist zunächst einmal festgehalten, dass Veranstaltungen mit einem Beschallungspegel von weniger als 93 dB(A) keiner Auflage unterliegen. Massgebend für die Grenzwerte ist der durchschnittliche Schallpegel während einer Stunde. Auflagen für die Veranstalter gemäss aktueller SLV gelten erst ab 93 dB(A) pro Stunde bei Veranstaltungen mit elektrisch verstärktem Schall.

Regeln der aktuellen Schall- und Laserverordnung

Die erforderlichen Schallschutzmassnahmen unterscheiden sich je nach durchschnittlichem Beschallungspegel und lassen sich in drei Kategorien unterscheiden: Die erste Kategorie von Veranstaltungen sind solche mit einem durchschnittlichen Stundenpegel zwischen 93 dB(A) und 96 dB(A). Diese Events müssen vom Veranstalter vierzehn Tage im Voraus bei der Vollzugsbehörde gemeldet werden. An der Veranstaltung selbst ist das Publikum sodann über die mögliche Gefährdung des Gehörs mittels eines Plakats zu informieren und es müssen gratis Gehörschutze abgeben werden. Schliesslich schreibt die SLV vor, dass der Schallpegel während der Veranstaltung mit einem Messgerät überwacht werden muss. Solche Messgeräte müssen keine besonderen Anforderungen erfüllen.

Der durchschnittliche Stundenpegel an einer Veranstaltung mit elektrisch verstärktem Schall darf 100 dB(A) nicht übersteigen. Für Veranstaltungen mit einem Pegel zwischen 96 dB(A) und 100 dB(A) gelten dieselben Anforderungen wie für Veranstaltungen der ersten Kategorie, vorausgesetzt, die Beschallung dauert insgesamt nicht länger als drei Stunden. Auch hier gelten für die Veranstalter folgende Verpflichtungen: Meldepflicht für die Veranstaltung, Pflicht zur Information des Publikums und Abgabe von Ohrenstöpseln sowie eine Überwachungspflicht während der ganzen Veranstaltung.

Bisher keine Auflagen für unverstärkten Schall

Übersteigt die Beschallungsdauer jedoch drei Stunden, gelten strengere Auflagen. In diesem Fall muss der Veranstalter zusätzlich den Schallpegel aufzeichnen und eine Ausgleichszone schaffen. In dieser Ausgleichszone darf der mittlere Schallpegel die 85-Dezibelgrenze nicht überschreiten.

Der maximale Schallpegel, also die lauteste punktuell gemessene Schallbelastung, darf 125 dB(A) zu keinem Zeitpunkt überschreiten. Unverstärkter Schall unterliegt bisher keinen Auflagen. Sowohl ein Sinfonieorchester als auch eine Opernsängerin oder eine Guggenmusik müssen sich somit an keine der genannten Grenzwerte und die damit verbundenen Auflagen halten. So lauten die Regelungen für Veranstaltungen mit elektrisch verstärktem Schall gemäss der aktuell geltenden Schallverordnung.

Widerstand gegen Verordnungsentwurf V-NISSG

Im Entwurf der neuen Verordnung zum Bundesgesetz über den Schutz vor Gefährdung durch nichtionisierende Strahlung und Schall, genannt «V-NISSG», waren diese Regelungen grösstenteils übernommen und punktuell angepasst worden. Zum einen sah der Verordnungsentwurf neu auch Auflagen für Veranstaltungen ohne verstärkten Schall vor. Zum anderen wäre die Pflicht zur Aufnahme des Schallpegels auf alle Veranstaltungen mit einem durchschnittlichen Pegel von über 93 dB(A) ausgedehnt worden. Der Bund wollte zudem höhere Anforderungen an die Aufnahmegeräte stellen.

Im Laufe der Vernehmlassung zeigten die Branchenvertreter vehementen Widerstand gegen die beabsichtigten Änderungen. Nach den Gesprächen mit den Branchenvertretern, die Ende September stattfanden, lässt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) nun von diesen Änderungen ab und wird dem Bundesrat die Streichung der ausgedehnten Aufnahmepflicht beantragen. Damit bleibt in Bezug auf die Aufnahmepflicht alles beim Alten und die Aufnahmepflicht besteht nur für Veranstaltungen mit einem Durchschnittspegel von über 96 dB(A) bei einer Beschallung von mehr als drei Stunden.

BAG will von Verschärfungen grösstenteils absehen

Als Auflage für Veranstaltungen mit unverstärktem Schall über 93 dB(A) wird vom BAG nur noch eine Pflicht zur Information des Publikums sowie die Pflicht zur Abgabe von kostenlosen Gehörschutzen beantragt, die vorgängige Meldepflicht soll ebenfalls gestrichen werden. Für Orchesterauftritte, klassische Konzerte oder ähnliche Veranstaltungen werden in Zukunft voraussichtlich minime Auflagen gelten, vorausgesetzt, der Grenzwert von 93 dB(A) ist erreicht.

Die verschärften Anforderungen an die Messgeräte werden voraussichtlich ebenfalls nicht umgesetzt. Vielmehr sollen die Anforderungen an die Messgeräte sowie das Messverfahren an sich anhand einer Branchenempfehlung definiert werden.

Grosse Änderungen in der Schallschutzgesetzgebung sind somit aufgrund der neusten Entwicklungen nicht zu erwarten. Insbesondere die geltenden Grenzwerte bleiben unverändert. Diese sind nach Angaben des BAG von den Branchenvertretern akzeptiert und wurden im Laufe der Vernehmlassung nicht in Frage gestellt. Inwiefern doch noch Änderungen in die neue Verordnung integriert werden, ist zum momentanen Zeitpunkt nicht restlos klar. Der Bundesrat entscheidet Anfang 2019 endgültig über die Umsetzung und die Inkraftsetzung des Verordnungsentwurfs.

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Revision des Urheberrechts: Die Arbeit der parlamentarischen Kommissionen hat begonnenRevision des Urheberrechts: Die Arbeit der parlamentarischen Kommissionen hat begonnen Am 22. November 2017 verabschiedete der Bundesrat (BR) seine Botschaft zur Revision des Urheberrechtsgesetzes und überwies sie zusammen mit dem Gesetzesentwurf (E-URG) an die beiden eidgenössischen Kammern. Der Entwurf beruht auf einem Kompromiss der AGUR 12 II von Anfang März 2017. Die parlamentarische Arbeit zu diesem Entwurf hat begonnen, und die SUISA wurde eingeladen, an der von den Kommissionen für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats organisierten Anhörung vom 12. April 2018 ihren Standpunkt darzulegen. Ausserdem hatte sie die Gelegenheit, sich vor den Kommissionen für Rechtsfragen des Nationalrats schriftlich und am 18. Mai 2018 auch mündlich zu äussern. Weiterlesen
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Alle Kommentare werden moderiert. Bis zur Freischaltung kann es etwas dauern. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung eines verfassten Kommentars. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, die den Nutzungsbedingungen widersprechen, nicht zu veröffentlichen.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Im Februar 2018 wurde die Verordnung zum Bundesgesetz über den Schutz vor Gefährdung durch nichtionisierende Strahlung und Schall in die Vernehmlassung geschickt. Im Verordnungsentwurf waren strengere Auflagen für Veranstaltungen mit elektrisch verstärktem Schall sowie neu auch Auflagen für nicht verstärkte Veranstaltungen vorgesehen. Anfang Oktober wurde bekannt, dass das Bundesamt für Gesundheit auf die meisten Verschärfungen verzichten möchte. Text von Sarah Coopman

V-NISSG: Schallschutzgesetzgebung wird nur rudimentär angepasst

Viel Lärm um (fast) nichts: Nach vehementem Widerstand von betroffenen Branchenvertretern will das Bundesamt für Gesundheit von grossen Änderungen in der Schallschutzgesetzgebung (auch für Grosskonzerte wie im Bild) absehen. (Foto: Marcel Grubenmann)

Wer sich heute darüber informieren möchte, welche Grenzwerte und Auflagen für Schall bei Veranstaltungen gelten, schaut in der Schall- und Laserverordnung («SLV») nach. Dort ist zunächst einmal festgehalten, dass Veranstaltungen mit einem Beschallungspegel von weniger als 93 dB(A) keiner Auflage…Weiterlesen

Positives Echo auf den «SUISA-Tag» am Festival Murten Classics

Ein ganzer Tag lang zeitgenössische Musik stand am 25. August 2018 auf dem Programm des Festivals Murten Classics in der Konzertreihe «Offen für Neues». Der von der SUISA unterstützte Konzerttag wurde von Radio SRF 2 Kultur aufgezeichnet und stiess rundum auf positive Resonanz. Text von Manu Leuenberger

Belenus Quartett: Positives Echo auf den «SUISA-Tag» am Festival Murten Classics

Das Belenus Quartett interpretierte im dritten und letzten Konzert des «Offen für Neues»-Tages am 25. August 2018 am Festival Murten Classics Werke von Daniel Schnyder, Cécile Marti, Iris Szeghy und Marco Antonio Perez-Ramirez. (Foto: Willi Piller)

Das Programm an diesem aussergewöhnlichen Konzerttag am Festival Murten Classic begann früh: Bereits vor 10 Uhr morgens, rechtzeitig zum Eröffnungsreferat der Musikwissenschafterin Dr. Irène Minder-Jeanneret, trafen die Gäste zahlreich im Konzertsaal des KiB – Kultur im Beaulieu in Murten ein. Die Serie von drei Konzerten mit Werken von 13 zeitgenössischen Komponistinnen und Komponisten habe über die Grenzen der Region hinaus Interesse geweckt, konstatierten die «Freiburger Nachrichten» in einer zwei Tage später erschienenen Besprechnung des Anlasses: «Die Stühle im Kulturzentrum waren fast bis auf den letzten Platz besetzt.»

Der Festivalführer hatte den von der SUISA unterstützten Konzerttag in der Reihe «Offen für Neues» als «einen Tag der Begegnungen» angekündigt. Das Versprechen erfüllte sich an diesem Samstag, 25. August 2018, in mehrerer Hinsicht: Das Publikum konnte in der grossen Palette der aufgeführten Werke die klangliche Vielfalt der zeitgenössischen Kompositionen entdecken. Viele der Komponistinnen und Komponisten, deren Stücke gespielt wurden, waren persönlich nach Murten gereist und gaben in kurzen Einführungsgesprächen einen Einblick in ihre musikalische Gedanken- welt. Unter den anwesenden Musikschaffenden ergab sich in den Pausen zwischen den drei Konzerten ebenfalls ein reger Austausch.

Gut programmiert, interpretiert und integriert

Eine Idee des Tages sei gewesen, erklärte Roman Brotbeck, der als Moderator durch das Programm führte, «nicht mit Uraufführungen zu bluffen, sondern ein breites musikalisches Spektrum zu zeigen». Dieses Vorhaben hielt Andreas Zurbriggen in seinem Rückblick in der «Schweizer Musikzeitung» (Ausgabe September/Oktober 2018) für erfreulich – denn von Uraufführungen gäbe es anderweitig genug, was von Zweit- und Drittaufführungen zeitgenössischer Werke nicht gesagt werden könne – und ausserdem für gelungen, denn der künstlerische Leiter, Kaspar Zehnder, habe beim Zusammenstellen des Programms ein glückliches Händchen bewiesen und «unterschiedliche Welten aufeinander prallen lassen». «Und: Die Interpretationen, etwa des Belenus-Quartetts, des Pianisten Gilles Grimaître und des ‹Ensembles mit vier›, erreichten ein sehr hohes Niveau», schrieb der Rezensent an gleicher Stelle.

Es sei schön, «dass solche Experimente neben den populären Konzerten Platz im Festivalprogramm finden», lautete das abschliessende Fazit in der Besprechung des Konzerttages in den «Freiburger Nachrichten». Das ambitionierte «Offen für Neues»-Tagesprojekt des Festivals Murten Classics und der SUISA stiess rundum auf positive Resonanz, wie auch aus den nachfolgenden Stimmen von Beteiligten hervorgeht.

Das Radio SRF 2 Kultur spielt Ausschnitte aus den drei Konzerten vom 25.8.2018 in der Sendung «Neue Musik im Konzert» am Mittwoch, 7. November 2018, ab 21 Uhr.

Katrin Frauchiger

Die Berner Komponistin Katrin Frauchiger erläuterte im Einführungsgespräch ihr Werk «Mare nostrum» für Flöte und Streichtrio, das in der Folge im Konzert gespielt wurde. (Foto: Willi Piller)

Katrin Frauchiger, Komponistin und Sängerin, Dozentin HSLU:

«Als Komponistin weiss ich das gemeinsame Engagement von Murten Classics und der SUISA in der Ausrichtung eines ganzen Tages der zeitgenössischen Musik sehr zu schätzen. Der Mut des Veranstalters hier einen bedeutenden Akzent innerhalb des Murten Festivals zu setzen, hat sich in jeder Beziehung ausgezahlt: das Publikum erschien zahlreich, war höchst interessiert und ‹offen für Neues›.
Präsentiert wurden drei frische, sorgfältig kuratierte, durch Vortrag und Einführung vermittelte Konzerte, welche jeweils unter einem für den Hörer inspirierenden Motto standen: Waves from another world / Immigration-Emigration / Roots and great places. Im spontanen Gespräch mit Roman Brotbeck hatte ich – sowie die anderen anwesenden Komponisten – die Gelegenheit mein Werk ‹Mare Nostrum› persönlich einzuführen und so der schönen Aufführung meiner Musik die Tür zu öffnen. Ebenso wertvoll war während des Tages der Austausch unter den anwesenden, teils von weit her angereisten KomponistInnen und dem Publikum.»

Irene Minder-Jeanneret

«Ein Architekt kann von seiner Komposition leben, eine Komponistin oder ein Komponist kaum», sagte die Musikwissenschafterin Dr. Irène Minder-Jeanneret im Eingangsreferat und führte aus, weshalb das Schweizer Musikschaffen mehr Wertschätzung verdient habe. (Foto: Willi Piller)

Dr. Irène Minder-Jeanneret, Musikwissenschaftlerin, Mitglied Steuerungsgruppe Musiklexikon der Schweiz:

«Der SUISA-Tag bot eine wertvolle, seltene tour d’horizon sowohl zum Musikschaffen als auch zum kulturpolitischen Stellenwert der Musik in der Schweiz. Er veranschaulichte bestens den Graben zwischen der lebendigen, qualitätsvollen musikalischen Realität in unserem Land und der mangelnden politischen Wertschätzung. Ein Drittel der Bevölkerung macht aktiv Musik; trotzdem wird die Schweiz nicht als musikalisches Land wahrgenommen. Musik schaffen, machen, unterrichten, verbreiten und dokumentieren stellen gleichwertige Facetten einer wichtigen Kultursparte dar, die es verdienen, auf allen politischen Ebenen anerkannt, gefördert und bekanntgemacht zu werden. Wie im Filmsektor gibt es auch im Bereich der Musik Tätigkeiten, die nicht allein von den Kantonen getragen werden können.
Für mich von der Steuerungsgruppe des Musiklexikons der Schweiz war der SUISA-Tag eine einzigartige Gelegenheit, mit Akteurinnen und Akteure aller Musikbereiche ins Gespräch zu kommen. Bestimmt hat der Anlass auch zur Stärkung der einzelnen Anliegen beigetragen.»

Kaspar Zehnder

Der künstlerische Leiter des Festivals Murten Classics, Kaspar Zehnder, war am «SUISA-Tages» auch als Flötist zu hören. (Foto: Willi Piller)

Kaspar Zehnder, Künstlerischer Leiter Murten Classics und Kurator des ersten «SUISA-Tages» vom 25.8.2018:

«In der Heterogenität und Vielfalt lag die Würze und die Spannung dieses Programms, bei dem sich unterschiedlichste Aesthetiken die Hand reichten, Publikum, Komponist/innen, Moderator/innen und Ausführende in angeregte Gespräche vertieft waren oder gemeinsam wortlos andächtig den Murtener Nidle-Kuchen oder ein Glas Roten vom Vully genossen.
Der SUISA-Tag muss unbedingt zur mindestens biennalen Tradition der Murten Classics werden.»

www.murtenclassics.ch

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