Tagarchiv: Womex

Hetzen, hadern und hoffen an der Womex

Die FONDATION SUISA stellt in Zusammenarbeit mit Pro Helvetia seit 2006 an der Musikmesse Womex einen Schweizer Stand. Doch was bringt die Teilnahme an einer solchen Messe überhaupt? Ane Hebeisen von der Berner Gruppe Da Cruz hat den Selbstversuch gemacht. Ein ungeschönter Erfahrungsbericht aus Budapest. Text von Gastautor Ane Hebeisen

Womex-2015-Gruppenfoto

Mitten im Geschehen an der Womex 2015 in Budapest (v.l.n.r.): Gastautor Ane Hebeisen und Mariana Da Cruz (beide von der Band Da Cruz), Arnaud di Clemente (Bee-Flat im Progr), Mauro Abbühl (Artlink). (Foto: Eric van Nieuwland)

Der Schweizer Stand an der Musikmesse Womex in Budapest ist heillos überlaufen. Man hat – zusammen mit den Österreichern – zum Apéro geladen und damit eine Menge Publikum angelockt. Es gibt Käse, Trockenfleisch, Wein, und es werden Kleingespräche geführt. Beliebteste Themen: Der Zustand des helvetischen Konzertmarktes und die Fantasie-Preise Budapester Taxichauffeure. Am Rande des Menschenauflaufs verhandelt die Bookerin des Zürcher Clubs Moods mit einer französischen Konzertagentur, unweit davon wieseln die Berner Veranstalter von Bee-Flat durch die Menge, und der Manager von Sophie Hunger trifft Leute, die irgendwie wichtig aussehen. Kurz setzt eine österreichische Kapelle zu einem Ständchen an, wird aber vom Sicherheitsdienst der Kongresshalle schnell zum Schweigen gebracht. Am Tage soll dem Business gefrönt werden, Musik gibts dann am Abend.

Das Dilemma ist bekannt. Als Musiker bietet es sich an, heutzutage nicht mehr nur Tonkunst-Kreateur, sondern empfehlenswerterweise auch noch Booker, Manager, Öffentlichkeitsarbeiter und Labelmanager zu sein. Und weil das so ist, macht es sich nicht schlecht, ab und zu eine solche Messe zu besuchen. Also auf in den Kampf. Ziel: die Sommersaison 2016 mit einigen Festival-Engagements aufzumöbeln.

Die gute Nachricht hier an der Womex: Open Airs wie das Glastonbury, Sziget oder Roskilde haben Abgesandte nach Budapest geschickt, die auf der Suche nach neuen Bands sind. Die schlechte Nachricht: Sie ziehen es vor, inkognito durch die Messe zu schleichen. Wenn sie mal stehen bleiben, haben sie trotzdem jählings einen Pulk «flüchtiger Bekannter» um sich, die ihnen CDs und Kataloge zustecken wollen. Das muss anstrengend sein. Man lässt sie besser in Ruhe.

Weltmusik ein Marketing-Begriff für musikalisch Exotisches

Von den diversen Musikmessen und Showcase-Festivals gehört die Womex zu den älteren, und wegen der Nische, die sie bedient, vielleicht nicht zu den hippsten. Doch die Womex wird unterschätzt. Sie findet jedes Jahr in abwechselnden Städten statt und ist die weltgrösste Messe für die so genannte World Music. Ein Begriff, der vor fast 30 Jahren von Marketing-Verantwortlichen englischer Plattenfirmen kreiert wurde und jene Musik schubladisieren sollte, die nicht ins gemeine angloamerikanische Pop-Rock-Schema passte.

Ein Begriff auch, dem noch immer das ungute Nimbus-Konglomerat aus Jute-Romantik, Drittwelt-Exotismus und kulturellem Neo-Kolonialismus anhaftet. Doch die Weltmusik ist längst zu einem Dach geworden, unter welchem sich vom Global-Pop eines Manu Chao, zu den elektro-ethnologischen Studien einer Björk bis zum brasilianischen Favela-Funk oder dem mongolischen Zitherspieler alles tummelt. Weltmusik ist, was in den Ohren des Westlers exotisch klingt.

Wer also in irgendeiner Weise etwas musikalisch Exotisches zu bieten hat, ist hier richtig. Treffen wird man bestimmt jemanden, der einen weiterbringen kann. Die Womex-Gemeinde ist zu einer verschworenen Familie zusammengewachsen, Radioredaktoren suchen hier nach neuer Musik, Veranstalter, die keine Lust haben, ihr Konzertprogramm bloss nach den Newsletter der diversen Agenturen zusammenzustellen, sind hier anwesend. Und weil die britische Hype-Maschinerie in den letzten Jahren etwas ins Stottern geraten ist, kommen mittlerweile auch die wichtigsten Major-Festivals nicht mehr umhin, die Welt etwas breiter nach Trouvaillen abzutasten.

Seriöse Vorbereitung auf Musikmesse ein Muss

Wenn es eine Spezies gibt, die an Musikmessen sehr ungünstige Popularitätswerte aufweist, dann sind das die Bandvertreter, die jedem Dahergelaufenen ungefragt Tonträger entgegenstrecken und dazu Auszüge aus der Band-Bio rezitieren. Es gilt sich vorzubereiten. Es gilt, bereits Wochen vor der Messe in aufwändigen Recherchearbeiten herauszufinden, welche der anwesenden Konzertveranstalter, Agenturen oder Festival-Booker auf der gleichen Wellenlänge liegen, und dann gilt es, mit diesen ein kurzes Treffen zu arrangieren.

Die Womex hat dafür eine Internetplattform eingerichtet, auf welcher stöbern darf, wer sich akkreditiert hat. Hier ist jeder Teilnehmer aufgeführt, meist mitsamt direktem Mailkontakt, manchmal auch mit Foto. Wer kein Meeting will, den trifft man bestimmt bei einer Zigarettenpause oder am Abend an den Konzerten, wo die hippsten Afro-Beat-Bands der Welt neben kambodschanischen Mickey-Mouse-M.I.A.s, brasilianischen Hip-Hop-Emporkömmlingen oder chinesischen Metal-Bands um die Wette spielen.

Geschäftstreffen an der Womex von verheissungsvoll bis vage

Zurück zur Messe. Die Stimme ist wund, der Kopf brummt. Die Meetings sind bisher ganz prima verlaufen. Der Herr von einem grossen Open Air in Luxemburg hat sich die zugesandten Links brav im Vorfeld angehört und optioniert ein Datum im Juli. Bloss sein Geschäftspartner könnte die Sache noch zum Kippen bringen. Er erzählt aufgebracht, dass er während der Globus-Krawalle in Zürich inhaftiert worden ist und seither die Schweiz meidet wie der Teufel das Weihwasser. Ich gebe mich betroffen und hoffe, auf späte Milde.

Auch ein Festival in Amsterdam und ein grosses Stadtfest in Hannover reservieren ein Datum im Sommer. Letzteres soll jedes Jahr etwa 15 000 Menschen anziehen. Auch ein Veranstalter aus Helsinki ist vom Gehörten derart angetan, dass er die Band für ein Festival im Mai engagieren möchte. Und die Gesandtschaft eines türkischen Grossveranstalters, der die grössten Open Airs des Landes organisiert, bringt gleich noch zwei Festivalveranstalter aus Israel ans Meeting mit. Man habe über die Band gesprochen und gleich entschlossen, gemeinsam etwas in die Wege zu leiten.

Anderes bleibt vage. Zum Beispiel die Franzosen. Das Festival Jazz à Vienne zeigt Interesse, man melde sich dann aber bei Bedarf selber. Ebenso das Festival Les Suds à Arles. Und Roskilde? Aneinander vorbeigeschwirrt und gegrüsst. Mehr nicht. Glastonbury? Der Herr wurde nicht gesichtet. Sziget? Ein Gespräch mit einem Booker hat ergeben, dass die World-Bühne des Festivals eher konservativ programmiert werde; schwierig für eine Band mit einem Laptop im Instrumentarium.

Aufwand für Messebesuch und Hartnäckigkeit bei der Nachbetreuung kann sich lohnen

Es ist wie immer wenn man von einer Musikmesse heimkehrt: Die unzähligen Visitenkärtchen werden sorgfältig verstaut, die diversen Meetings Revue passiert, und man wähnt sich in der behaglichen Gewissheit, dass die Weltkarriere wohl in Griffnähe scheint. Drei Wochen später wird man feststellen, dass die neugeknüpften Freundschaften und Geschäftsbeziehungen doch nicht ganz so stabil sind wie gedacht, dass das Nachhaken weit harziger ist als angenommen. Das wird auch dieses Jahr so sein.

Doch vergangene Jahre haben gezeigt, dass sich der Aufwand und eine gewisse Hartnäckigkeit lohnen. Konzerte am Montréal Jazz Festival, am Fernwärme Open Air in Wien, am Festival Fiest’A Sète, am World Village in Helsinki oder am Festival d’éte de Quebec, sind durch die Präsenz an der Womex zustande gekommen. Auch unsere Agenturen in Frankreich und Italien sind hier auf uns aufmerksam geworden, nachdem wir 2009 in Kopenhagen ein Showcase gespielt haben.

Eine Woche nach der Messe haben sich die Türken gemeldet. Alles sei auf guten Wegen. Man habe die zugesteckte CD schon oft angehört und möge sie. Und ein spanisches Festival hat ebenfalls angeklopft. Mit der Frage, ob die Band irgendwoher finanzielle Unterstützung bekomme. Wenn ja, sei man interessiert. Ja, die Krise. Sie hat auch vor der Weltmusik nicht Halt gemacht. Das Verhandeln kann beginnen.

www.womex.com

Der Autor Ane Hebeisen spielt bei der Berner Gruppe Da Cruz und ist Journalist bei der Tageszeitung «Der Bund».

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Womex-2015-Gruppenfoto

Mitten im Geschehen an der Womex 2015 in Budapest (v.l.n.r.): Gastautor Ane Hebeisen und Mariana Da Cruz (beide von der Band Da Cruz), Arnaud di Clemente (Bee-Flat im Progr), Mauro Abbühl (Artlink). (Foto: Eric van Nieuwland)

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Schweizer Gemeinschaftsstand an der Womex 2015 in Budapest

Die Womex findet dieses Jahr vom 21. bis 25 Oktober in Budapest statt. An der weltweit grössten Musikmesse für Folk und World Music versammeln sich seit mehr als 20 Jahren Musiker, Booker, Manager und Vertreter von Labels oder Verlagen aus der ganzen Welt. Sie können beim Geschäftstreffen der Folk- und World-Music-Szene mit dabei sein: Für Teilnehmende aus der Schweiz bieten die FONDATION SUISA und Pro Helvetia den Schweizer Gemeinschaftsstand an.

Womex-2014-Showcase-Audience

Tagsüber ein Geschäftstreffen, am Abend ein Musikfest der Folk- und World Music: Begeistertes Publikum an einem der vielen abwechslungsreichen Showcase-Konzerte an der Womex 2014. (Foto: Jacob Crawfurd / Womex.com)

Allen Schweizer Vertreterinnen und Vertretern der traditionellen und ethnischen Musik bieten die FONDATION SUISA und Pro Helvetia den Schweizer Gemeinschaftsstand an der Womex 2015 in Budapest an. Als Mitaussteller am Gemeinschaftsstand können Sie von folgenden Vorteilen profitieren:

  • Vergünstigte Akkreditierung: Sie können sich zum ermässigten Preis für die weltweit grösste Musikmesse für Folk und World Music akkreditieren.
  • Büro an der Womex: Die Infrastruktur des Schweizer Gemeinschaftsstands steht Ihnen zur freien Benutzung zur Verfügung.
  • Schweizer Apéro: Nutzen Sie den Schweizer Stand-Apéro für Networking mit Ihren Geschäftspartnern.
  • Persönlicher Service: Sie werden von einem erfahrenen und engagierten Stand-Team unterstützt.

Business am Tag …

Tagsüber findet in den Messehallen der Womex jeweils das grosse jährliche Geschäftstreffen der Folk- und World-Music-Szene statt. Im informellen Ambiente werden Visitenkarten, CDs und Weblinks ausgetauscht. Konzertbooker, Verleger und Labels sind auf der Suche nach herausragenden Acts. Musikerinnen und Musiker aus verschiedenen Kontinenten und Stilrichtungen treffen aufeinander und gründen gemeinsame Projekte.

Die Atmosphäre ist trotz dem geschäftigen Treiben entspannt: Bei Bier, Pisco Sour, Vodka, Wein oder arabischem Kaffee werden Angebote unterbreitet und begutachtet, Deals abgeschlossen oder persönliche Gedanken über Musik und Geschäft erörtert.

… Musikfest am Abend

Jeden Abend wird die Womex zu einem Musikfest: Bands mit in unseren Breitengraden selten gehörten Instrumenten aus Asien, Formationen mit 15 Bläsern aus Mittelamerika oder Folk aus Skandinavien wechseln sich ab mit Fado, Afrobeat und unterschiedlichsten Crossover-Variationen.

Die Konzerte sind immer rege besucht. Die Vertreter von Labels, Verlagen und Festivals lassen sich von den Acts inspirieren. Musikjournalisten verfolgen gespannt die Trends. Interessierte und Musikbegeisterte können sich von den nicht alltäglichen, abwechslungsreichen Darbietungen fesseln lassen. Auch Erika Stucky und die Berner Band Da Cruz haben an der Womex bereits das Publikum begeistert. Als Schweizer World- oder Folkmusiker ist es unbedingt einen Versuch wert, sich um einen Auftritt im Showcase-Programm zu bewerben.

Praktische Tipps für den Besuch der Musikfachmesse

Sie sind im World- oder Folkmusik-Genre tätig und haben einen Besuch an der Womex ins Auge gefasst? Hier haben wir ein paar Ratschläge für einen erfolgreichen Messebesuch zusammengefasst:

Wenn Sie Musik verkaufen …

  • Beachten Sie, dass Sie ein «pfannenfertiges» Produkt anbieten und präsentieren können. «Pfannenfertig» heisst zum Beispiel: eine Band, die tourneebereit ist, und über eine Website, Promomaterial und professionell aufgenommenen Songs verfügt.
  • Loggen Sie sich auf der virtualWOMEX-Website ein. Über diese Website können Sie vorab Meetings mit den für Sie interessanten Businesspartnern vereinbaren. Vereinbaren Sie die Geschäftstermine rechtzeitig, das heisst: spätestens 2 Wochen vor der Messe.
  • Versuchen Sie frühzeitig, Ihre Band bei einem Womex-Showcase zu platzieren.

Wenn Sie Musik einkaufen …

  • Benutzen Sie auch als «Einkäufer» die virtualWOMEX-Plattform zur rechtzeitigen Vereinbarung Ihrer Geschäftstermine.
  • Viele Showcase-Konzerte überlappen sich. Es empfiehlt, das Programm schon vorher gründlich zu studieren, damit man weiss, was man sich auf gar keinen Fall entgehen lassen will.

Warum sollte ich an die Womex?

Die wichtigsten Kennzahlen von der Womex 2014 sind überzeugende Argumente:

  • 2400 Delegierte und 1470 Firmen aus über 90 Ländern
  • 950 Konzert- und Festivalbooker und Tour-Promoter
  • 450 Label, Verleger und Distributoren
  • 500 Booking agents, 400 Manager and 250 Produzenten
  • 200 internationale Musikjournalisten
  • mehr als 60 Showcase Acts mit 320 Künstlern auf 7 Bühnen
  • virtualWOMEX – your online gateway to the global music community

Kommen Sie nach Budapest und profitieren auch Sie von der nächsten Womex, der weltweit grössten und wichtigsten Messe für alle Arten von Weltmusik, darunter Ethno, Traditional oder Folk.

Die Kosten des Schweizer Gemeinschaftsstands werden getragen von der FONDATION SUISA, in Zusammenarbeit mit Pro Helvetia und der SUISA.

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Die Womex findet dieses Jahr vom 21. bis 25 Oktober in Budapest statt. An der weltweit grössten Musikmesse für Folk und World Music versammeln sich seit mehr als 20 Jahren Musiker, Booker, Manager und Vertreter von Labels oder Verlagen aus der ganzen Welt. Sie können beim Geschäftstreffen der Folk- und World-Music-Szene mit dabei sein: Für Teilnehmende aus der Schweiz bieten die FONDATION SUISA und Pro Helvetia den Schweizer Gemeinschaftsstand an.

Womex-2014-Showcase-Audience

Tagsüber ein Geschäftstreffen, am Abend ein Musikfest der Folk- und World Music: Begeistertes Publikum an einem der vielen abwechslungsreichen Showcase-Konzerte an der Womex 2014. (Foto: Jacob Crawfurd / Womex.com)

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Womex: Die Messe für das aussergewöhnliche Musik-Repertoire

Wo treffen sich Musikschaffende, die weder im Jazz, Pop, Rock, Klassik oder im anglo- amerikanischen Repertoire zuhause sind? Klare Antwort: Sie geben sich seit 1994 einmal pro Jahr ein Stelldichein an der Womex.

Womex 2013 Da Cruz Artlink

Kulturdelegation aus Bern an der Womex in Wales: Sängerin Mariana Da Cruz umrahmt von Mauro Abbühl (l.) und Roberto Haçaturyan (r.) vom Büro für Kulturkooperation artlink. (Foto: Erika Weibel)

Die Womex ist die Musikmesse des «Nicht-Mainstreams» und der Entdeckungen. Wer sich mit spannenden Instrumenten, mutigen Cross-over-Arrangements, schrägen Showcases mit erstklassigen Musikern vertraut machen will, sollte unbedingt einen Besuch an der Womex ins Auge fassen.

Neben aller musikalischen Vielfalt kommt auch das Geschäft nicht zu kurz. Das ganze Womex-Ambiente wirkt äusserst entspannt, dies obwohl eine grosse Anzahl von wichtigen Festivalverantwortlichen, Radiostationen und Booker die Womex nutzen, für ihre Programme den richtigen Touch Ethno- oder Worldmusik zu finden. So begegnen sich Programmverantwortliche und Musiker konzentriert an einigen Messetagen und nutzen die Ruhe der oft recht abgelegenen Örtlichkeiten, an denen die Womex jeweils stattfindet, um sich untereinander zu vernetzen.

Womex 2013 Messestand Schweiz

Schweizer Messepräsenz, organisiert von FONDATION SUISA und ProHelvetia, an der Womex 2013. (Foto: Marcel Kaufmann)

Auch am Schweizer Stand waren verschiedene grosse Konzertveranstalter der Schweiz vertreten, die zum wiederholten Mal die von der FONDATION SUISA und der ProHelvetia zur Verfügung gestellte Infrastruktur nutzten.

Wo bleibt die Schweizer Folk- und Worldmusik an den Womex-Showcases?

Der einzige Wehmutstropfen aus meiner persönlichen Sicht war das Fehlen von Schweizer Beiträgen im diesjährigen Showcase-Programm. Tatsächlich ist es sehr schwierig, sich einen Platz an einem der Showcases zu ergattern, denn die Jury verlangt ein hohes Niveau an musikalischem Können und spannende Gesamtkonzepte. Das sind jedoch Kriterien, die wir in der Schweiz im Folk- und Worldmusikbereich seit Jahren durchaus erfüllen. Deshalb hoffe ich, dass ein paar Schweizer Bands bei der Womex für die Messe 2014 vorstellig werden, damit ich mich nächstes Jahr in Santiago de Compostela auch an ein paar interessanten eidgenössischen Beiträgen laben kann.

Womex 2013 Messehalle

Entspanntes Ambiente trotz geschäftigem Treiben an der World Music Expo in Cardiff. (Foto: Erika Weibel)

 Womex 13 auf einen Blick

•    2,250 Musikprofessionals von 1260 Firmen aus 90 Nationen.
•    800 Konzert- und Festivalbooker, Tour Promoter und Konzertsaalbetreiber
•    560 Labels, Verleger und Vertriebe
•    680 Booking Agents, 560 Manager und 270 Produzenten
•    300 Journalisten
•    590 Firmenaussteller aus 50 Nationen an 250 Messeständen
•    Mehr als 60 Showcase-Acts mit mehr als 300 Künstler aus über 40 Nationen auf 7 Bühnen.

Die Womex 2014 findet in Santiago de Compostela / Galizien, Spanien, vom Mittwoch 22. bis Sonntag 26. Oktober 2014, statt.

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Womex 2013 Da Cruz Artlink

Kulturdelegation aus Bern an der Womex in Wales: Sängerin Mariana Da Cruz umrahmt von Mauro Abbühl (l.) und Roberto Haçaturyan (r.) vom Büro für Kulturkooperation artlink. (Foto: Erika Weibel)

Die Womex ist die Musikmesse des «Nicht-Mainstreams» und der Entdeckungen. Wer sich mit spannenden Instrumenten, mutigen Cross-over-Arrangements, schrägen Showcases mit erstklassigen Musikern vertraut machen will, sollte unbedingt einen Besuch an der Womex ins Auge fassen.

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