Tagarchiv: Volksmusik

Der Adler ist los: Die SUISA am Eidgenössischen Volksmusikfest in Aarau

Seit Donnerstag steht Aarau ganz im Zeichen von Ländler, Blaskapellen und Co. In der Aargauer Kantonshauptstadt findet dieses Jahr das Eidgenössische Volksmusikfest statt. Auch die SUISA engagiert sich bei diesem Grossanlass der Volksmusik. Text: Giorgio Tebaldi

SUISA

Volksmusik, so weit das Ohr reicht. Unterstützt wird der Grossanlass auch von der SUISA und der FONDATION SUISA (Foto: Giorgio Tebaldi)

Ausgelassene Stimmung: Bei schönem Wetter finden sich Jung und Alt in der Aarauer Altstadt ein und lauschen den Volksmusikklängen. Vorgetragen werden die Lieder von über 1‘500 Musikern. Mit dabei ist auch die SUISA, die den Volksmusikanlass zusammen mit ihrer Musikförderstiftung, der FONDATION SUISA, finanziell unterstützt. Und wir freuen uns auf den Festakt, den Umzug und die Hymne des Volksmusikfestes morgen Sonntag.

Mer send do, wo nöi löpfigi Musig entstoht…

Über 1‘500 Musiker spielen am Eidgenössischen Volksmusikfest. Hier einige Impressionen (Fotos: Giorgio Tebaldi):

Formation

Alphorn

Artikel einklappen

Schreibe einen Kommentar

Alle Kommentare werden moderiert. Bis zur Freischaltung kann es etwas dauern. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung eines verfassten Kommentars. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, die den Nutzungsbedingungen widersprechen, nicht zu veröffentlichen.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Seit Donnerstag steht Aarau ganz im Zeichen von Ländler, Blaskapellen und Co. In der Aargauer Kantonshauptstadt findet dieses Jahr das Eidgenössische Volksmusikfest statt. Auch die SUISA engagiert sich bei diesem Grossanlass der Volksmusik. Text: Giorgio Tebaldi

SUISA

Volksmusik, so weit das Ohr reicht. Unterstützt wird der Grossanlass auch von der SUISA und der FONDATION SUISA (Foto: Giorgio Tebaldi)

Ausgelassene Stimmung: Bei schönem Wetter finden sich Jung und Alt in der Aarauer Altstadt ein und lauschen den Volksmusikklängen. Vorgetragen werden die Lieder von über 1‘500 Musikern. Mit dabei ist auch die SUISA, die den Volksmusikanlass zusammen mit ihrer Musikförderstiftung, der FONDATION SUISA, finanziell unterstützt. Und wir freuen uns auf den Festakt, den Umzug und die Hymne des Volksmusikfestes morgen Sonntag.

Mer send do, wo nöi löpfigi Musig entstoht…

Über 1‘500 Musiker spielen am Eidgenössischen Volksmusikfest. Hier einige…Weiterlesen

Wie die Hymne für das Eidgenössische Volksmusikfest 2015 in Aarau entstand

Das Eidgenössische Volksmusikfest 2015 in Aarau hat eine eigene Hymne bekommen: den Schottisch «Z’Aarau esch de Adler los». Der Kompositionsauftrag für das neue Werk wurde vom Fest-Organisationskomitee an Hanspeter Zehnder vergeben. Bei einem Treffen an seinem Wohnort in Sins (AG) erzählte der Komponist über die Entstehung der Festhymne und seine musikalische Tätigkeit. Text/Interview: Manu Leuenberger

Hanspeter Zehnder am Piano im Musikzimmer

Hanspeter Zehnder hat im Soussol seines Wohnhauses ein Musikzimmer eingerichtet. Dort kann der zweifache Familienvater komponieren und musizieren, «sobald die Kinder im Bett sind». (Foto: Manu Leuenberger)

Hanspeter, wie hast du dich gefühlt, als du Mitte Mai von der Vergabe des Kompositionsauftrags erfahren hast?
Ich habe mich gefreut und geehrt gefühlt, dass das Organisationskomitee mich ausgewählt hatte. Ich bin hier im Aargau zuhause – da macht es mich natürlich auch stolz, dass ich die Hymne für den grossen Festanlass in der Kantonshauptstadt komponieren darf.

Welche Anforderungen wurden an das Stück gestellt?
Vom Organisationskomitee sind nur zwei Auflagen gemacht worden. Diese waren aber nicht einfach umzusetzen: Die Festhymne sollte für möglichst alle spielbar sein, egal ob beispielsweise auf dem Klavier, der Trompete, Klarinette oder von einer Schwyzerörgeli-Formation. Zweitens sollte die Komposition eingängig und rasch verständlich sein, damit man sie mitpfeifen oder mitsummen kann, und nach Möglichkeit einen Wiedererkennungswert haben.

Die Aufgabe war also, eine Ohrwurm-Melodie für jedermann zu schaffen. Wie bist du dabei vorgegangen?
Bei dieser besonderen Komposition hat die Ideenfindung einige Zeit in Anspruch genommen. Lange habe ich auf den Autofahrten zur Arbeit Melodien gesummt, die gefälligsten davon aufgenommen, und mir beim Wiederanhören am Abend gesagt: «Das isch fertige Seich, unbruchbar!» Tolle Melodien kann man nicht erzwingen und kommen einem leider nicht jeden Tag in den Sinn. Jedenfalls ist das bei mir so. Die besten Einfälle habe ich meistens, wenn ich in meinem Musikzimmer Klarinette übe, sobald die Kinder im Bett sind. Die Melodie schreibe ich dann auf und lasse sie für eine Weile liegen. Wenn sie mir ein paar Tage später immer noch gefällt, arbeite ich an der Idee weiter, indem ich die Melodie ausbaue, variiere oder weitere Teile ergänze. Nach der Melodie erfolgt das Arrangement der Stimmen der anderen Instrumente. Für Akkorde, Harmonien und Arrangement benutze ich beim Komponieren gerne das Klavier.

Die Festhymne soll von möglichst allen Interpreten in den verschiedensten Besetzungen gespielt werden können. Wie gestaltet man in so einem Fall die Partitur?
Bei einem Volksmusikstück gibt es vorweg einen ganz wichtigen Punkt: Es muss auf dem Schwyzerörgeli spielbar sein. Das Schwyzerörgeli gestattet nur ein eingeschränktes harmonisches Spektrum, auch von den Tonarten her. Wenn eine Komposition mit dem Schwyzerörgeli gespielt werden kann, dann ist sie mit den meisten anderen Instrumenten ebenfalls spielbar. Die Notation eines Stücks erfolgt in der Ländlermusik meistens nach folgendem Schema: Man schreibt die erste Stimme, die Melodiestimme, auf. Dazu werden die Harmonien für die Begleitung inklusive Bass notiert. Manchmal wird zusätzlich noch eine zweite Stimme in Noten festgehalten. Häufig wird die zweite Stimme aber individuell von den aufführenden Musikern ergänzt. Die Partituren bestehen in der Regel aus einer bis vielleicht zwei Seiten. Das wird bei der Hymne nicht anders sein.

Wieviel Zeit wird es in Anspruch nehmen, bis die Komposition vom Auftrag bis zur Aufführung gelangt ist?
Uff, eine schwierige Frage! Angefangen bei der Ideenfindung bis zum Proben mit meiner Formation geschieht vieles bei der Entstehung der Komposition nicht am Stück sondern kontinuierlich. Konkreter kann ich sagen, dass ich zusammengerechnet vielleicht etwa zwei Tage für die Ausarbeitung des Arrangements inklusive Erstellung der Partitur gebraucht habe. Das war aber erst möglich, nachdem ich die Hauptmelodie erarbeitet und klar definiert hatte. Vor der Uraufführung wird das Stück von uns vier Mitgliedern der Ländler-Wurlitzer einzeln sowie gemeinsam geprobt und auch noch für eine CD aufgenommen. Danach folgen die Uraufführung und der Auftritt am 13. September beim Festakt des Eidgenössichen Volksmusikfests selber … Der genaue zeitliche Aufwand ist schwierig einzuschätzen.

Du betreibst deine musikalische Tätigkeit neben einem Hauptberuf, bei dem du zu einem 100 % Pensum angestellt bist. Wie kann man als Volksmusiker vom Musikberuf leben?
In der Schweiz nur vom Einkommen als Ländlermusik-Komponist und -Interpret seinen Lebenunterhalt bestreiten? – Ich sage: Das geht nicht, keine Chance. Selbst etablierte Grössen leben nicht von Ländlermusik allein. Auch die Gagen für Auftritte sind in Ländlerkreisen äusserst bescheiden; nicht selten spielt man bei der Stubete für Bier und Cordon bleu als Entgelt. Kommt hinzu, dass in den letzten Jahren einige Ländlermusiklokale, wo grössere oder renommiertere Kapellen auftreten konnten, ihren Konzertbetrieb stark reduziert oder gar eingestellt haben.

Apropos Vergütungen für Musik: Du bist seit 1997 Mitglied bei der SUISA. Weshalb hast du dich bei der Genossenschaft der Urheber und Verleger von Musik angemeldet?
Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich in den Jahren 1996 und 1997 meine ersten eigenen Stücke komponiert. Ich glaube, ältere Kollegen haben mich in der Folge darauf aufmerksam gemacht, dass ich mich bei der SUISA anmelden und dort meine Stücke angeben soll. Ich finde, die SUISA ist für Urheber eine wichtige Organisation. Als Komponist erhalte ich durch die SUISA eine Vergütung, wenn meine Stücke aufgeführt werden. Meine aktuelle Formation Ländler-Wurlitzer spielt an rund 40 bis 50 Konzerten jährlich meistens ein Stammrepertoire. Die Auftritte melde ich regelmässig. Und wer weiss, vielleicht reicht es ja, dass ich in fortgeschrittenem Alter von der SUISA sogar ein paar Franken Rentengeld ausbezahlt kriege.

Neben den vielen Konzerten haben die Ländler-Wurlitzer 2008 und 2011 auch zwei CDs aufgenommen. Wann erscheint die nächste Veröffentlichung?
Wir haben bereits neue Aufnahmen eingespielt. Ursprünglich hätten wir die CD diesen Sommer herausbringen wollen. Wegen dem Kompositionsauftrag haben wir den Plan geändert: Natürlich wollten wir, dass die Festhymne auch auf der neuen CD enthalten ist. Deshalb werden wir zuerst noch die Festkomposition aufnehmen, damit wir sie als zusätzlichen Titel auf der Neuveröffentlichung integrieren können. Erscheinen wird die CD mit voraussichtlich sieben Stücken rund um das Eidgenössische Volksmusikfest im September.

Welche Hoffnungen und Erwartungen hat ein Komponist für sein Werk, das die Hymne eines grossen Musikfestes wird?
Im besten Fall kommt das Stück bei Zuhörern wie Musikern gut an und wird sowohl am Fest als auch später häufig aufgeführt. Den schlechtesten Fall mag ich mir gar nicht ausmalen. Es lastet aufgrund der besonderen Umstände ein gewisser Druck auf der Komposition, das ist klar. Ich kenne jedoch meine musikalischen Fähigkeiten und weiss, dass ich gefällige Melodien schreiben kann. Mit dieser Überzeugung im Kopf und im Herzen habe ich ein gutes Gefühl für die Festhymne.

Porträt Hanspeter Zehnder mit Klarinette

Neben dem Hauptinstrument Klarinette spielt der 37-jährige Hanspeter Zehnder auch Saxofon, Kontrabass, Klavier und Schlagzeug. (Foto: Manu Leuenberger)

Der am 27. Mai 1978 geborene Hanspeter Zehnder unternahm seine ersten musikalischen Schritte in der Musikgesellschaft Bennau. Später musizierte er unter anderem in der Swiss Army Concert Band unter Christoph Walter. Als Klarinettist ist er auf Dutzenden Ländlermusik-CDs zu hören. Neben dem Hauptinstrument spielt er auch Saxofon, Kontrabass, Klavier und Schlagzeug. Noch vor seinem 20. Geburtstag entstanden seine ersten eigenen Kompositionen. Seit 2005 ist er mit seiner eigenen Formation Länder-Wurlitzer aktiv, in der er zusammen mit seiner Ehefrau Cornelia Zehnder spielt. Zusammen mit seiner Familie lebt Hanspeter Zehnder in Sins (AG).

Das 12. Eidgenössische Volksmusikfest findet vom 10. bis 13. September 2015 in Aarau statt. An den 4 Festtagen werden auf 15 Konzertplätzen, 3 Konzertbühnen und in 5 Wettlokalen rund 300 Formationen und insgesamt 1500 Musikantinnen und Musikanten aus der ganzen Schweiz Volksmusik zum Besten geben. Das Organisationskomitee erwartet über 100 000 Besucherinnen und Besucher am Festanlass.

Die von Hanspeter Zehnder komponierte Festhymne «Z’Aarau esch de Adler los» wurde am 27. August 2015 anlässlich einer Medienkonferenz uraufgeführt. Am Sonntag, 13. September 2015, wird das Stück anlässlich des Festbanketts in der Markthalle in Aarau von den Ländler-Wurlitzer nochmals aufgeführt. Zudem ist die Komposition am Freitag, 11.9.2015, in der Sendung «Zoogä-n-am Boogä» auf Radio SRF Musikwelle und am Samstag, 12.9.2015, im Fernsehen auf SRF 1 in der Sendung «Potzmusig» zu hören.

Der Kompositionsauftrag für die Hymne für das 12. Eidgenössische Volksmusikfest in Aarau wurde unterstützt von der FONDATION SUISA, der Musikförderstiftung der SUISA.

Artikel einklappen

Schreibe einen Kommentar

Alle Kommentare werden moderiert. Bis zur Freischaltung kann es etwas dauern. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung eines verfassten Kommentars. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, die den Nutzungsbedingungen widersprechen, nicht zu veröffentlichen.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das Eidgenössische Volksmusikfest 2015 in Aarau hat eine eigene Hymne bekommen: den Schottisch «Z’Aarau esch de Adler los». Der Kompositionsauftrag für das neue Werk wurde vom Fest-Organisationskomitee an Hanspeter Zehnder vergeben. Bei einem Treffen an seinem Wohnort in Sins (AG) erzählte der Komponist über die Entstehung der Festhymne und seine musikalische Tätigkeit. Text/Interview: Manu Leuenberger

Hanspeter Zehnder am Piano im Musikzimmer

Hanspeter Zehnder hat im Soussol seines Wohnhauses ein Musikzimmer eingerichtet. Dort kann der zweifache Familienvater komponieren und musizieren, «sobald die Kinder im Bett sind». (Foto: Manu Leuenberger)

Hanspeter, wie hast du dich gefühlt, als du Mitte Mai von der Vergabe des Kompositionsauftrags erfahren hast?
Ich habe mich gefreut und geehrt gefühlt, dass das Organisationskomitee mich ausgewählt hatte. Ich bin hier im Aargau zuhause – da macht es mich natürlich auch stolz, dass ich die Hymne für den grossen Festanlass…Weiterlesen

Marcel Oetiker: «Beim Reisen werde ich oft inspiriert» | mit Video

Beim Zürcher Bahnhof Hardbrücke brausen Züge vorbei, kreischen in den Kurven, ächzen beim Anfahren und beim Bremsen. Doch Marcel Oetiker hat diesen Ort nicht als Treffpunkt gewählt, weil solche Geräusche manche Künstler zu kreativen Höhenflügen anregen. Text von Gastautor Markus Ganz; Video von Manu Leuenberger

«Ich bin beruflich meist mit dem ÖV unterwegs und fahre oft über Zürich», erklärt der 1979 geborene Komponist und Schwyzerörgeli-Virtuose aus Altendorf. «Und Reisen kann sehr inspirierend sein. Ich halte meine Ideen dann nach Möglichkeit auf dem Laptop oder einem Blatt Papier fest».

Marcel Oetiker glaubt auch nicht, dass Einflüsse wie solche Geräusche die neue Schweizer Volksmusik geprägt haben, zu der er gezählt wird. Wichtiger ist seiner Meinung nach, dass man Musik studiert und das Gelernte bewusst beim Komponieren anwendet ‒ «dies vermag auch diesem Genre eine neue Perspektive zu öffnen».

Von Volksmusik zum Jazz-Studium

Marcel Oetiker ist ein gutes Beispiel dafür. Der Autodidakt spielte bereits in sehr jungen Jahren traditionelle Ländlermusik und stieg in dieser Szene rasch auf. So kam er in einen Bereich, wo man sich mehr an der Musik selbst als am Unterhaltungswert orientiert.

«Aus einem Status Quo ein spürbares Maximum herauszuholen, das den vielen Wiederholungen so lange wie möglich standhält – das war und ist die Ebene der Volksmusik, die mich faszinierte.» Diesen Ansatz hat er bis heute beibehalten.

Er lernte neue Möglichkeiten kennen durch das Jazz-Studium an der Berner Hochschule der Künste, das er mit einem Master in Komposition und Theorie abschloss. «Der Jazz bietet eine viel differenziertere Harmonik und insbesondere ein Theoriemodell, um die verschiedenen harmonischen Wirkungen der Musik kontrollieren und niederschreiben zu können.» Sogar eine gewisse Nähe zur Neuen Musik ist manchmal herauszuhören, denn er möchte das ganze Spektrum der kompositorischen Möglichkeiten ausnützen können.

Von Notation zu akustischen Partituren

Marcel-Oetiker-Video_VorschauDies hat auch die Kompositionsweise von Marcel Oetiker verändert. Er geht nur noch selten von einem klassischen Motiv aus, weil er nicht in diesem spezifischen Kompositionsstil verbleiben möchte. So kommt er auch zunehmend von der üblichen Notation weg und versucht vermehrt, «ganz auf der akustischen Ebene zu verbleiben». Er liefert den ausführenden Musikern als Annäherung beispielsweise eine akustische Partitur, die er mit Instrumenten oder Geräuschen schafft.

Marcel Oetiker entwickelt auch Werke für mehrere Musiker. «Es ist nicht wie bei einer typischen Band, wo man zusammen an einem Stück tüftelt. Die Kompositionen entstehen aus spezifischen Begebenheiten heraus und sind nicht immer durchgängig notiert, sondern bestehen beispielsweise auch aus Anweisungen.» Trotzdem betont Marcel Oetiker, dass die Stücke meistens sehr durchdacht sind und wenig Freiheiten lassen.

Zuoberst die Musik, erst dann das Geld

Marcel Oetiker ist Berufsmusiker. Neben seiner kompositorischen Tätigkeit leitet er verschiedene Ensembles und unterrichtet an verschiedensten Bildungsstätten. «Wollte ich schnell reich werden, dürfte ich nicht in solch ungewöhnlichen Musikgebieten tätig sein. Ich hatte nie vor, von der Musik zu leben – sondern für die Musik.»

Umso mehr schätzt er, dass er die Wahrung seiner Urheberrechte der SUISA überlassen kann. «Sie nimmt mir sehr viele administrative Belange ab. Das ist, was ich brauche, um mich noch mehr auf die Musik konzentrieren zu können.». Beeindruckt hat ihn vor allem die Beratung. «Ich habe immer eine hilfreiche Antwort erhalten, wenn ich mit einer Frage an sie gelangt bin. Und ich habe dafür nie eine Rechnung erhalten ‒ wo gibt es das noch?»

www.marceloetiker.com

Wo-neue-Musik-entsteht_Cover«Wo neue Musik entsteht»

Der Wert der Ideen der Musikschaffenden ist das Herzstück der Arbeit der SUISA. Für die Broschüre «Wo neue Musik entsteht» gaben fünf Persönlichkeiten und Gruppen aus verschiedenen Musikgenres und Sprachregionen der Schweiz Einblick in ihren kreativen Schaffensprozess und ihre musikalische Tätigkeit. Neben Marcel Oetiker werden Camilla Sparksss, Oliver Waespi, Eriah und Carrousel auf dem SUISAblog.ch und in der 2015 erstmals erschienenen Broschüre (PDF, 8.17 MB) vorgestellt.

Artikel zum Thema
International musizieren, zu Hause mit der SUISA kommunizierenInternational musizieren, zu Hause mit der SUISA kommunizieren Wie komme ich zu meinen Urheberrechtsvergütungen für meine Konzerte im Ausland? Was muss ich bei der Werkanmeldung beachten, wenn der Co-Autor meines Songs Mitglied bei einer ausländischen Verwertungsgesellschaft ist? Wichtige und häufige Fragen rund um die internationale musikalische Tätigkeit werden hier beantwortet. Weiterlesen
«Der Preis der FONDATION SUISA 2015 gibt uns einen Schub für die Zukunft!»«Der Preis der FONDATION SUISA 2015 gibt uns einen Schub für die Zukunft!» Das Duo Aliose erhält den diesjährigen Preis der FONDATION SUISA für seine herausragenden Leistungen im musikalischen Genre «Musique de variété». Seit dem Erscheinen ihres Debütalbums 2009 haben Aliose mehr als 250 Konzerte, davon ein Drittel ausserhalb der Schweiz, gespielt. Begegnet sind sich Alizé Oswald und Xavier Michel vor über 10 Jahren bei einem Workshop für Autoren, Komponisten und Interpreten. Die Preisträgerin und der Preisträger haben uns schriftlich Auskunft über ihre Musik, das Komponieren, den Preisgewinn und ihr nächstes Album gegeben. Weiterlesen
4 Tipps, wie du zu deinen Konzert-Tantiemen kommst4 Tipps, wie du zu deinen Konzert-Tantiemen kommst Der Open-Air-Sommer läuft auf Hochtouren. Unmittelbar danach steht das Winterhalbjahr mit vielen Indoor-Konzerten vor den Club-Türen. Auch deine selber geschriebenen Songs werden live an Konzerten gespielt? Hier sind 4 Tipps, wie du zu deinen Tantiemen kommst. Weiterlesen
Artikel einklappen
  1. Julien Gilliand sagt:

    Finde das Gespräch interessant und spannend, leider finde ich die Bilder nicht optimal, wie z.B. Bildausschnitte, Kameraführung und Farben sind zu wenig ausgearbeitet und ausgesucht… Zum Teil auch sehr sehr wackelige Bilder, dass mehr Verwirrung stiftet als was anderes…
    Bei der Mikrophonierung hätte ich Anstecker gewählt, die weniger Nebengeräusche aufnehmen. Wenn keine Vorhanden waren, dann hätte ich die Richt-Mikrophone nicht auf die Gleise gerichtet, da sobald ein Zug kommt, man ihn kaum mehr versteht, Zudem finde ich, gehören sie nicht ins Bild (es ist ja keine PK…) Vielleicht hätte es ein geeigneter Interview-Platz auch nicht schlecht getan…

Schreibe einen Kommentar

Alle Kommentare werden moderiert. Bis zur Freischaltung kann es etwas dauern. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung eines verfassten Kommentars. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, die den Nutzungsbedingungen widersprechen, nicht zu veröffentlichen.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beim Zürcher Bahnhof Hardbrücke brausen Züge vorbei, kreischen in den Kurven, ächzen beim Anfahren und beim Bremsen. Doch Marcel Oetiker hat diesen Ort nicht als Treffpunkt gewählt, weil solche Geräusche manche Künstler zu kreativen Höhenflügen anregen. Text von Gastautor Markus Ganz; Video von Manu Leuenberger

«Ich bin beruflich meist mit dem ÖV unterwegs und fahre oft über Zürich», erklärt der 1979 geborene Komponist und Schwyzerörgeli-Virtuose aus Altendorf. «Und Reisen kann sehr inspirierend sein. Ich halte meine Ideen dann nach Möglichkeit auf dem Laptop oder einem Blatt Papier fest».

Marcel Oetiker glaubt auch nicht, dass Einflüsse wie solche Geräusche die neue Schweizer Volksmusik geprägt haben, zu der er gezählt wird. Wichtiger ist seiner Meinung nach, dass man Musik studiert und das Gelernte bewusst beim Komponieren anwendet ‒ «dies vermag auch diesem Genre eine neue…Weiterlesen

Die Evergreens von Beny Rehmann leben weiter

Beny Rehmann, der beliebte Schweizer Trompeter, Bandleader und Komponist, ist im vergangenen Dezember im Alter von 78 Jahren gestorben. Evergreens wie die «Schiffsfeger-Polka», «Oh Katharina», «Morgenmuffel» oder «Jeden Tag geht die Sonne auf» leben weiter und bleiben der Nachwelt als sein musikalisches Vermächtnis erhalten. Nachruf von Gastautor Hans «Housi» Bracher

Beny-Rehmann-Trompete

Der im Dezember 2014 verstorbene Beny Rehmann war seit 1967 Mitglied bei der SUISA. (Foto: StudioArt.ch)

Beny Rehmann wurde am 11. September 1936 in Kaisten AG als 12. von 13 Kindern geboren. Mit 16 Jahren erhielt er von seinem Bruder eine Trompete geschenkt. Er absolvierte die Rekrutenschule als Trompeter, wurde von Georges Hofer als Solotalent entdeckt und in die Musikgesellschaft Strengelbach (MGS) aufgenommen.

Am Silvester 1962/63 hatte er mit einem Quartett, «Die lustigen Tiroler Musikanten», seinen ersten Auftritt. Der Auftritt mit Stücken wie «Tanz beim Dorfwirt» oder «Die Dorfschöne» von Slavko Avsenik war ein Riesenerfolg. Beny hatte im Radio ein Live-Konzert mit den «Original-Oberkrainern» gehört und war davon so begeistert, dass er sich mit mir zusammentat, um diese wunderbare Art Musik zu spielen. Nur wenige kannten damals in der Schweiz den mitreissenden Oberkrainer-Sound. Eine Musik, die ihren Ursprung in der slowenischen Folklore hat.

Erfolgreich mit eigenen Kompositionen

Ermutigt durch den Erfolg am Silvester 1962/63 begann Beny Rehmann mit eigenen Kompositionen. Bewusst betonte er dabei seinen eigenen Stil, indem er zu Akkordfolgen griff, die in der slowenischen Volksmusik nicht vorkommen.

Beny-Rehmann-Tiroler-Musikanten

Eines der ersten Fotos des Quartetts «Die lustigen Tiroler Musikanten», mit Trompeter Beny Rehmann links, Ueli Aebi mitte, Albert König rechts und Housi Bracher vorne, aufgenommen im Jahr 1963 (Foto: zVg / Privatarchiv Hans Bracher)

1965 nahm er mit seinen «lustigen Tiroler Musikanten» am damals bekannten Blick-Festival teil und belegte am Final im Kursaal Bern hinter Paola del Medico und dem Eugster-Quartett den dritten Platz. Erste Schallplattenaufnahmen waren die Folge.

Beny nannte seine Formation neu «Beny Rehmann Quintett», erweiterte das Ensemble auf ein Sextett, baute die Musikstilrichtungen aus und trat sich schliesslich unter dem Namen «Beny Rehmann Showorchester» auf.

Rund 4000 Live-Konzerte gespielt

Mit rund 4000 Live-Konzerten, Radio-und Fernsehauftritten bei SRF, ORF, ZDF, ARD, beispielsweise acht mal Musikantenstadel mit Karl Moik, war er aus der damaligen Showszene nicht mehr wegzudenken.

Beny Rehmann war ein Pionier in der Szene. So wagte er sich anfangs der 80er-Jahre trotz negativer Voraussagen von diversen Schweizer Konzertagenten auf eine Herbsttournee mit zwanzig Auftritten in bekannten Schweizer Konzertsälen. Das Fazit: Ausverkaufte Konzerte!

Hits von Beny Rehman wurden zu Evergreens

Seine Aufnahmen wurden 16 Mal mit Gold, 7 Mal mit Platin und 1 Mal mit Doppelplatin ausgezeichnet. 1984 erhielt er den Prix Walo als bester Schweizer Showstar. 2012 wurde er nochmals mit einem Prix Walo ausgezeichnet, dieses Mal mit dem Ehrenpreis.

Evergreens wie die «Schiffsfeger-Polka», «Dreamland», «Morgenmuffel», «Jeden Tag geht die Sonne auf» oder «Oh Katharina» leben weiter und bleiben der Nachwelt als sein musikalisches Vermächtnis erhalten.

Mit der goldenen Trompete Menschen glücklich gemacht

Beny Rehmann war ein offener, ehrlicher, bescheidener, aber auch ehrgeiziger und pedantischer Musiker. Er erhielt grosse Unterstützung von seiner Familie, die ihm alles bedeutete. Seine ganze Seele und sein ganzes Herz legte er in die Kompositionen. Benys brillantes, gefühlvolles Spiel mit der goldenen Trompete war unverkennbar.

Seit dem 19.12.2014 ist Beny Rehmann nicht mehr unter uns. Gesundheitliche Probleme haben ihm seit Jahren zu schaffen gemacht.

Danke Beny, dass ich dich über viele Jahrzehnte als Musikerkollege begleiten und Zehntausende von Menschen mit deiner Musik glücklich machen konnte.

Artikel einklappen

Schreibe einen Kommentar

Alle Kommentare werden moderiert. Bis zur Freischaltung kann es etwas dauern. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung eines verfassten Kommentars. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, die den Nutzungsbedingungen widersprechen, nicht zu veröffentlichen.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beny Rehmann, der beliebte Schweizer Trompeter, Bandleader und Komponist, ist im vergangenen Dezember im Alter von 78 Jahren gestorben. Evergreens wie die «Schiffsfeger-Polka», «Oh Katharina», «Morgenmuffel» oder «Jeden Tag geht die Sonne auf» leben weiter und bleiben der Nachwelt als sein musikalisches Vermächtnis erhalten. Nachruf von Gastautor Hans «Housi» Bracher

Beny-Rehmann-Trompete

Der im Dezember 2014 verstorbene Beny Rehmann war seit 1967 Mitglied bei der SUISA. (Foto: StudioArt.ch)

Beny Rehmann wurde am 11. September 1936 in Kaisten AG als 12. von 13 Kindern geboren. Mit 16 Jahren erhielt er von seinem Bruder eine Trompete geschenkt. Er absolvierte die Rekrutenschule als Trompeter, wurde von Georges Hofer als Solotalent entdeckt und in die Musikgesellschaft Strengelbach (MGS) aufgenommen.

Am Silvester 1962/63 hatte er mit einem Quartett, «Die lustigen Tiroler Musikanten», seinen ersten Auftritt. Der Auftritt mit Stücken wie «Tanz…Weiterlesen

In Gedenken an Erwin Ernst Kunz

Musiker, Dirigent, Komponist, Arrangeur, Musiktheoretiker – Erwin Ernst Kunz, oft nur Ernst Kunz genannt, war ein musikalischer Tausendsassa und hat mit seinem vielseitigen Talent und Können in den unterschiedlichsten Bereichen des Schweizer Musikschaffens seine Spuren hinterlassen. Am 11. Juli 2014 ist das langjährige SUISA-Mitglied im Alter von 97 Jahren gestorben.

Erwin-Ernst-Kunz

Erwin Ernst Kunz am Kontrabass bei Musikaufnahmen im Oktober 1988. (Foto: Rolf W. Kunz)

Erwin Ernst Kunz, geboren am 24. März 1917, ist zusammen mit den Brüdern Jakob und Willy im damals ländlichen Uster / ZH aufgewachsen. Als 10-Jähriger erhielt er von der Mutter sein erstes Instrument geschenkt: eine alte, defekte Handorgel. Ein Ustermer Musiklehrer stellte ihm ein bespielbares Instrument zur Verfügung und erteilte dem Knaben Unterricht. Die ärmlichen Verhältnisse in der Arbeiterfamilie boten für musische Betätigungen wenig Spielraum. Ein weitsichtiger Vormund ermöglichte ihm, die Aufnahmeprüfung an das Zürcher Konservatorium zu absolvieren, die er als 17-Jähriger erfolgreich bestand.

Im Rekordtempo zum Berufsmusiker gereift

Gesegnet mit der Gabe des absoluten Musikgehörs erlernte Ernst Kunz das Rüstzeug für den Sprung in ein Sinfonieorchester im Rekordtempo. Mit 20 Jahren wurde er in das Tonhalle-Orchester aufgenommen, dem er als Tubist und Kontrabassist von 1937 bis zur Pensionierung im Jahr 1982 treu blieb. Mit vitalem Interesse studierte er als junger Musiker die Kompositionstechniken der grossen Meister wie Wagner, Brahms oder Bruckner und bildete sich in musiktheoretischen Fächern weiter. Internationale Berufssinfonieorchester von Wien, Mailand, Berlin, über Peking bis Buenos Aires engagierten den Tubisten gerne als Zuzüger. Unter Musikerkollegen war er umgangssprachlich als «Tuba-Kuenz» bekannt.

Neben seiner Tätigkeit als Orchestermusiker engagierte und wirkte der vielseitige Musiker in den unterschiedlichsten Bereichen des Schweizer Musikschaffens. Er dirigierte diverse Berufsmusik- und Amateurformationen wie auch Chöre und amtete als Korrepetitor für Opernsänger und -sängerinnen. Ebenso war er als musikalischer Aufnahmeleiter für Musikstudios tätig: Unter anderem war er verantwortlich für die Produktion einer CD-Reihe mit Schweizer Liedern und Märschen, die anlässlich der 700-Jahre-Feier der Schweizerischen Eidgenossenschaft entstand («Kantons-Märsche aus der ganzen Schweiz» Vol. 1 + Vol. 2, «Schweizer-Lieder aus allen Kantonen» Vol. 1 + Vol. 2, alle erschienen bei K-Tel, 1991).

Vielseitig engagiert: Von Volksmusik über Gefangenenchor bis zu Kinderliedern

Über viele Jahre hinweg war Ernst Kunz sonntäglicher Organist und Chorleiter in der Strafanstalt Regensdorf. Unter seinem Dirigat nahm der Chor zusammen mit dem Bläserkorps der Heilsarmee und Solisten anfangs der 1970er-Jahre eine Sammlung an Weihnachtsliedern auf, die mit beachtlichem Erfolg auf dem Tonträger «Der Gefangenenchor der Strafanstalt Regensdorf singt Weihnachtslieder» (Ex-Libris-Verlag) vertrieben wurde.

Regelmässig und zu seinem persönlichen Vergnügen trat er mit Volksmusik-Formationen auf und spielte Tuba oder Kontrabass unter anderem bei der Länderkapelle Edi Bär, der Freudenberger Dorfmusik von Otto Würsch oder der Seldwyler Dorfmusik von Jakob Farner. Nach seiner Pensionierung beim Tonhalle-Orchester unterrichtete er als Lehrer für Tuba am Konservatorium Luzern.

Zeit seines Lebens war E. Ernst Kunz auch als Komponist, Arrangeur und Texter aktiv. Seit 1964 war er Mitglied bei der SUISA. Er komponierte Märsche, Orchester- und Chor-Stücke, Singspiele und schrieb unzählige Orchestrierungen, Arrangements und Bearbeitungen. Eine besondere Vorliebe hatte er für Kinderlieder: Die vielen Lieder, die er geschrieben und vertont hat, wurden im Buch «Kinderlieder: wenn die Kinder singen, lacht der Himmel froh, alle Engel singen laut ein Jubilo» (erschienen im Jahr 2000) verewigt.

Mit «Heavenly Club» und Les Sauterelles Teil der Schweizer Popmusik-Geschichte

Nicht zu letzt war der musikalische Tausendsassa auch an einem veritablen Stück Schweizer Popmusik-Geschichte mitbeteiligt: Für das Album «View To Heaven» von Les Sauterelles verfasste Ernst Kunz die Streicher-Arrangements und dirigierte ein 16-köpfiges Streichorchester bei den Aufnahmen im Tonstudio Bauer in Ludwigsburg. Zu den von Ernst Kunz orchestrierten Songs gehört auch die Single «Heavenly Club», die es 1968 auf Platz Nr. 1 der Schweizer Hitparade schaffte. Die Single gilt als erste Schweizer Produktion, die in den offiziellen Schweizer Charts den Spitzenplatz erreichte. Dank dem Album mitsamt der Hitsingle gelang den Sauterelles der internationale Durchbruch.

Das erfüllte Leben für die Musik hat im hohen Alter von 97 Jahren ein Ende genommen: Am 11. Juli 2014 ist Erwin Ernst Kunz gestorben.

Wir danken Rolf W. Kunz, dem Neffen des Verstorbenen, für die umfangreichen biographischen Angaben zum Leben und Schaffen von Erwin Ernst Kunz.

 

Artikel einklappen

Schreibe einen Kommentar

Alle Kommentare werden moderiert. Bis zur Freischaltung kann es etwas dauern. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung eines verfassten Kommentars. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, die den Nutzungsbedingungen widersprechen, nicht zu veröffentlichen.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Musiker, Dirigent, Komponist, Arrangeur, Musiktheoretiker – Erwin Ernst Kunz, oft nur Ernst Kunz genannt, war ein musikalischer Tausendsassa und hat mit seinem vielseitigen Talent und Können in den unterschiedlichsten Bereichen des Schweizer Musikschaffens seine Spuren hinterlassen. Am 11. Juli 2014 ist das langjährige SUISA-Mitglied im Alter von 97 Jahren gestorben.

Erwin-Ernst-Kunz

Erwin Ernst Kunz am Kontrabass bei Musikaufnahmen im Oktober 1988. (Foto: Rolf W. Kunz)

Erwin Ernst Kunz, geboren am 24. März 1917, ist zusammen mit den Brüdern Jakob und Willy im damals ländlichen Uster / ZH aufgewachsen. Als 10-Jähriger erhielt er von der Mutter sein erstes Instrument geschenkt: eine alte, defekte Handorgel. Ein Ustermer Musiklehrer stellte ihm ein bespielbares Instrument zur Verfügung und erteilte dem Knaben Unterricht. Die ärmlichen Verhältnisse in der Arbeiterfamilie boten für musische Betätigungen wenig Spielraum. Ein weitsichtiger Vormund ermöglichte…Weiterlesen