Tagarchiv: Verteilungs- und Werkkommission

SUISA-Generalversammlung: Hilfsfonds für Urheber und Verleger genehmigt

Die Generalversammlung der SUISA hat den Hilfsfonds für Komponisten, Textautoren und Verleger von Musik in der Höhe von 1,5 Millionen Franken genehmigt. Ausserdem wurde die Schweizer Jodlerin, Sängerin, Komponistin und Verlegerin Melanie Oesch in den SUISA-Vorstand gewählt. Dieses Jahr fand die Generalversammlung zum ersten Mal in der Geschichte der SUISA aufgrund der Covid-19-Pandemie in schriftlicher Form statt. Text von Giorgio Tebaldi; Interview mit Melanie Oesch von Erika Weibel; Video von Nina Müller

Die SUISA-Generalversammlung hätte dieses Jahr am 26. Juni im Bierhübeli in Bern stattfinden sollen. Aufgrund der Covid-19-Pandemie und des im März verhängten Veranstaltungsverbots hatte der SUISA-Vorstand im April entschieden, die Generalversammlung in schriftlicher Form durchzuführen. So konnten die SUISA-Mitglieder zum ersten Mal in der Geschichte der Genossenschaft per Brief und im Fall von einigen Mitgliedern aus dem Ausland per Mail abstimmen und wählen.

Covid-19: Hilfsfonds für Urheber und Verleger

Neben den statutarischen Geschäften wie die Genehmigung der Jahresrechnung oder die Erteilung der Décharge an den SUISA-Vorstand und die Revisionsfirma BDO war der Hilfsfonds für Urheber und Verleger einer der wichtigsten Abstimmungspunkte der diesjährigen Generalversammlung. Aufgrund der aktuell prekären Lage für Musikschaffende hatte der SUISA-Vorstand am 6. April 2020 beschlossen, dass die SUISA zusätzliche Gelder zur Verfügung stellen soll für Ausfälle bei den Urheberrechtsvergütungen, die den SUISA-Mitgliedern wegen der behördlich angeordneten Absage von Veranstaltungen und der Schliessung von Betrieben entstehen. Der Fonds in der Höhe von Fr. 1,5 Mio. soll Komponisten, Textautoren und Verlegern von Musik, die wegen der Corona-Krise in Not geraten, nachweislich entgangene SUISA-Einnahmen ersetzen. Die Generalversammlung hat dem Hilfsfonds mit grosser Mehrheit zugestimmt.

Michael Hug in die Verteilungs- und Werkkommission gewählt

An der diesjährigen Generalversammlung fanden ausserdem zwei Ersatzwahlen statt. Als Ersatz für den im letzten Jahr in den SUISA-Vorstand gewählten Grégoire Liechti wurde der Musikverleger Michael Hug für die laufende Amtsdauer bis 2023 in die Verteilungs- und Werkkommission (VWK) gewählt.

Michael Hug ist Geschäftsführer des 1910 gegründeten Verlags Ruh Musik AG. Der Verlag ist national und international bekannt für die Herausgabe von Blasmusik; der Katalog umfasst jedoch auch zahlreiche Werke der Klassik und Chormusik. Michael Hug hat das Unternehmen 2009 zusammen mit seiner Frau von seinem Vater übernommen. Er hat schon früh die Zeichen der Zeit erkannt und seinen ganzen Katalog digitalisiert. Für seine digitale Vertriebsplattform für Musiknoten wurde er 2012 von der Musikförderstiftung der SUISA, der FONDATION SUISA, ausgezeichnet; von der Jury besonders hervorgehoben wurden damals sein Innovationsgeist und sein nachhaltiges Konzept. Michael Hug ist 55 Jahre alt und – wie alle seine Vorgänger im Verlag – auch selber musikalisch aktiv.

Melanie Oesch neu im Vorstand der SUISA

Auch für den SUISA-Vorstand war eine Ersatzwahl notwendig, nachdem Reto Parolari, Dirigent, Komponist und langjähriges Vorstandsmitglied, im Dezember 2019 unerwartet verstorben ist. Neu wurde für die laufende Amtsperiode bis 2023 die Schweizer Jodlerin, Sängerin, Komponistin und Verlegerin Melanie Oesch (Oesch’s die Dritten) in den Vorstand der SUISA gewählt.

Melanie Oesch gehört mit Oesch’s die Dritten zu den erfolgreichsten Vertretern des volkstümlichen Schlagers. Melanie Oesch ist 33 Jahre alt und seit 2006 SUISA-Mitglied.

Im Videointerview erzählt sie, was die SUISA für sie bedeute: «Die Arbeit der SUISA ist sehr wichtig für mich. Ich hätte nie die Zeit, das Geld welches mir zusteht, überall selbst einzufordern und auch das Wissen darüber fehlt mir.» Sie schätzt insbesondere auch das Fachwissen der SUISA: «Ich bin froh, hat die SUISA so viele Fachpersonen, die sich seit Jahren mit dieser Thematik beschäftigen und sich dafür einsetzen», sagt Melanie Oesch.

Die Anfrage, ob Melanie Oesch Vorstandsmitglied werden möchte, habe sie sehr gefreut und geehrt. Ihre Erfahrung als Volksmusikerin möchte sie in den Vorstand miteinbringen: «In der Volksmusik gibt es viele Stücke, die schon sehr alt sind. Oft ist nicht klar, ob die Komponistinnen noch Leben und wo [die Stücke] verlegt sind.» Auch die Art der Stücke in der Volksmusik sei speziell. «Zum Beispiel ein Jodel hat keinen klassischen Text und trotzdem hat er eine Art von Text», erklärt die gebürtige Bernerin.

Als Vorstandsmitglied will Melanie Oesch gerne etwas an den Unstimmigkeiten zwischen Veranstalterinnen und Künstlerinnen ändern. Ihrer Einschätzung nach fühlen sich gewisse Veranstalter benachteiligt, weil sie klein sind und das Gefühl haben, trotzdem viel zahlen zu müssen. Da möchte sie gerne für eine bessere Vermittlung zwischen der SUISA und den Veranstalterinnen und Veranstaltern sorgen.

Insgesamt haben 1’576 Komponisten, Textautoren, Musikverleger und Erben schriftlich abgestimmt und gewählt. Eine Übersicht der Ergebnisse der SUISA-Generalversammlung 2020 ist zu finden unter: www.suisa.ch/generalversammlung

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Die Generalversammlung der SUISA hat den Hilfsfonds für Komponisten, Textautoren und Verleger von Musik in der Höhe von 1,5 Millionen Franken genehmigt. Ausserdem wurde die Schweizer Jodlerin, Sängerin, Komponistin und Verlegerin Melanie Oesch in den SUISA-Vorstand gewählt. Dieses Jahr fand die Generalversammlung zum ersten Mal in der Geschichte der SUISA aufgrund der Covid-19-Pandemie in schriftlicher Form statt. Text von Giorgio Tebaldi; Interview mit Melanie Oesch von Erika Weibel; Video von Nina Müller

Die SUISA-Generalversammlung hätte dieses Jahr am 26. Juni im Bierhübeli in Bern stattfinden sollen. Aufgrund der Covid-19-Pandemie und des im März verhängten Veranstaltungsverbots hatte der SUISA-Vorstand im April entschieden, die Generalversammlung in schriftlicher Form durchzuführen. So konnten die SUISA-Mitglieder zum ersten Mal in der Geschichte der Genossenschaft per Brief und im Fall von einigen Mitgliedern aus dem Ausland per Mail…Weiterlesen

Keine Generalversammlung 2020 – dafür briefliche Abstimmung

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie kann die Generalversammlung in diesem Jahr nicht in der gewohnten Form stattfinden. Über die Geschicke ihrer Genossenschaft SUISA können die stimmberechtigten Mitglieder dennoch mitbestimmen, indem sie ihre Stimme per Brief abgeben. Text von Andreas Wegelin

Keine Generalversammlung 2020 – dafür briefliche Abstimmung

Die Generalversammlung 2020 der SUISA wird ausnahmsweise auf brieflichem Weg durchgeführt: Zur Teilnahme an der Abstimmung retournieren die stimmberechtigten Mitglieder per Post ihren ausgefüllten Stimmbogen, der bis zum 26. Juni 2020 bei der SUISA einzutreffen hat. (Foto: Juerg Isler, isler-fotografie.ch)

Die Generalversammlung, der alljährliche Höhepunkt des gesellschaftlichen Lebens bei der Genossenschaft SUISA, hätte dieses Jahr am Freitag, 26. Juni 2020, um 11 Uhr im Bierhübeli in Bern stattfinden sollen. Allerdings ist das wegen der Corona-Pandemie nicht möglich, selbst wenn man heute noch nicht genau weiss, wann das Versammlungsverbot für welche Grösse von Veranstaltungen wieder gelockert wird. Denn die Organisation einer GV benötigt in jedem Fall eine Vorbereitungszeit von etwa zwei Monaten.

Der Vorstand hat deshalb am 29. April 2020 entschieden, dass diesjährige Generalversammlung ausnahmsweise nur auf brieflichem Weg durchgeführt werden kann. Dieser Entscheid ist konform mit den Vorgaben des Bundes in der Covid-19-Verordnung 2. Diese lässt im Sinne von Notrecht ausnahmsweise eine solche Art der Durchführung der GV zu, obwohl die Meinungsbildung durch das Wegfallen der Diskussion an der GV eingeschränkt wird.

1. Organisatorische Abwicklung

Alle stimmberechtigten Mitglieder erhalten ab 27. Mai 2020 per Post die Einladung zur Teilnahme an der brieflichen Abstimmung über die Beschlüsse der GV. Die stimmberechtigten Mitglieder haben ab Erhalt der Einladung die Möglichkeit, den ausgefüllten personalisierten Stimmbogen zurückzusenden. Der Brief mit dem Stimmbogen hat bis zum 26. Juni 2020 bei der SUISA einzutreffen.

Die Auszählung der Resultate der Stimmabgaben wird anschliessend vom Wahlbüro unter der Leitung von Dr. Bernhard Wittweiler (Leiter SUISA-Rechtsdienst) vorgenommen.

Am 30. Juni 2020 wird das Abstimmungs- und Wahlergebnis vom Präsidenten, der Protokollführerin, dem CEO und dem Leiter Rechtsdienst anhand der Auszählung formell festgestellt und gleichentags auf der SUISA-Website veröffentlicht.

Die eingereichten Abstimmungsunterlagen sind vertraulich und werden bis zum Ablauf der Anfechtungsfrist (zwei Monate nach Beschlussfassung, 31. August 2020) aufbewahrt und anschliessend vernichtet.

2. Traktanden der brieflichen Abstimmung anstelle der GV 2020

Neben den üblichen statutarischen Geschäften – Abnahme des Protokolls, Beschlüsse über die Jahresrechnung, den Lagebericht und den Geschäftsbericht der Genossenschaft SUISA und der SUISA-Gruppe – sind auch zwei Sitze in Gremien neu zu besetzen.

2.1 Nachwahl in den Vorstand
Unser langjähriges Vorstandsmitglied Reto Parolari ist am 15. Dezember 2019 plötzlich und völlig unerwartet verstorben. Der Vorstand beantragt, als Nachfolgerin Melanie Oesch in den Vorstand zu wählen.

Melanie Oesch wuchs in der Nähe von Thun im Kanton Bern auf und besuchte in Thun das Musikgymnasium. Bereits mit fünf Jahren stand sie zum ersten Mal auf der Bühne und begeisterte das Publikum mit ihrem einzigartigen Zungenschlag. Mit ihren vielen Ideen und Plänen ist Melanie bei Oesch’s die Dritten in vielen Bereichen der kreative Kopf.

Oesch’s die Dritten sind eine Schweizer Volksmusikgruppe aus dem Berner Oberland, die aus Hansueli und Annemarie Oesch, ihren Kindern Melanie, Kevin und Mike sowie dem Akkordeonisten Urs Meier besteht. Ihr Durchbruch im deutschsprachigen Raum kam 2007: Oesch’s die Dritten gewannen den Nachwuchswettbewerb des «Musikantenstadls» und sind seitdem regelmässig zu Gast in verschiedenen Volksmusiksendungen im Fernsehen und bei grossen Volksmusikveranstaltungen. Im Oktober 2008 gewannen sie mit dem Ku-Ku-Jodel in der SRF-1-Sendung «Die grössten Schweizer Hits». Melanie Oesch revolutioniert eine gewisse Form des Jodelns und trägt durch ihre musikalische Tätigkeit zur Verbreitung der Volksmusik bei. Unter anderem war sie als Ausnahmejodlerin in Stefan Raabs «TV total» zu Gast. Auch das Duett mit Helene Fischer, in deren Weihnachtsshow 2016, überzeugte Fans und Nichtfans. Als Autorin hat sie gemeinsam mit der Illustratorin Christina Wald zwei Kinderbücher veröffentlicht.

Melanie Oesch ist seit 2006 Mitglied der SUISA als Urheberin. Der Oesch Music Verlag, den sie leitet, ist ebenfalls Mitglied der SUISA. Zudem ist sie Mitglied der Fachgruppe «Ausübende Phono» der Swissperform.

2.2 Nachwahl in die Verteilungs- und Werkkommission
An der letzten Generalversammlung wurde Grégoire Liechti in den Vorstand der SUISA gewählt. Er ist deshalb aus der Verteilungs- und Werkkommission zurückgetreten. Als Ersatz schlägt der Vorstand aus dem Bereich der Verleger Michael Hug vor. Er ist Geschäftsführer der Ruh Musik AG und führt das 1910 gegründete Familienunternehmen in der 4. Generation. Ruh Musik ist national und international bekannt für die Herausgabe von Blasmusik; der Katalog umfasst jedoch auch zahlreiche Werke der Klassik und Chormusik. Ruh Musik ist als Subverlag für mehrere renommierte Blasmusikverlage tätig und hat zudem in den letzten Jahren seinen Katalog um Verlage wie Edition Cron Luzern oder Belgano erweitert.

Michael Hug hat das Unternehmen 2009 zusammen mit seiner Frau von seinem Vater übernommen. Er hat schon früh die Zeichen der Zeit erkannt und seinen ganzen Katalog digitalisiert. 2012 wurde er für seine digitale Vertriebsplattform für Musiknoten von der FONDATION SUISA als Verleger ausgezeichnet; von der Jury besonders hervorgehoben wurden damals sein Innovationsgeist und sein nachhaltiges Konzept.
Michael Hug ist 55 Jahre alt und – wie all seine Vorgänger im Verlag – auch selber musikalisch aktiv.

Selbst in der Krise ist die Gestaltung der Zukunft der SUISA wichtig. Für einmal können auch diejenigen Mitglieder an der schriftlichen Abstimmung teilnehmen, welche sonst am Besuch der Generalversammlung verhindert wären. Wir hoffen auf eine zahlreiche Teilnahme. Informationen zur Generalversammlung sowie Dokumente und Unterlagen finden sich unter: www.suisa.ch/generalversammlung

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Aufgrund der Coronavirus-Pandemie kann die Generalversammlung in diesem Jahr nicht in der gewohnten Form stattfinden. Über die Geschicke ihrer Genossenschaft SUISA können die stimmberechtigten Mitglieder dennoch mitbestimmen, indem sie ihre Stimme per Brief abgeben. Text von Andreas Wegelin

Keine Generalversammlung 2020 – dafür briefliche Abstimmung

Die Generalversammlung 2020 der SUISA wird ausnahmsweise auf brieflichem Weg durchgeführt: Zur Teilnahme an der Abstimmung retournieren die stimmberechtigten Mitglieder per Post ihren ausgefüllten Stimmbogen, der bis zum 26. Juni 2020 bei der SUISA einzutreffen hat. (Foto: Juerg Isler, isler-fotografie.ch)

Die Generalversammlung, der alljährliche Höhepunkt des gesellschaftlichen Lebens bei der Genossenschaft SUISA, hätte dieses Jahr am Freitag, 26. Juni 2020, um 11 Uhr im Bierhübeli in Bern stattfinden sollen. Allerdings ist das wegen der Corona-Pandemie nicht möglich, selbst wenn man heute noch nicht genau weiss, wann das Versammlungsverbot für welche Grösse von Veranstaltungen wieder gelockert…Weiterlesen

Ausblick und Einblick

Der Vorstand hat sich in seinen Sitzungen vom 10. und 11. Dezember 2019 schwerpunktmässig mit dem Budget für das Jahr 2020 und der Strategie der SUISA für die nächsten fünf Jahre beschäftigt. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Bericht aus dem Vorstand: Ausblick und Einblick

Die Werbeumsätze verschieben sich vom TV- in den Online-Bereich. Die Verlagerung macht sich bei den Einnahmen aus Urheberrechten negativ bemerkbar. (Foto: Olivier Le Moal / Shutterstock.com)

Das Budget für das Jahr 2020 war bereits am 27. November 2019 in der Sitzung der Vorstandskommission für Finanzen und Kontrolle vorbesprochen worden. Die Kommission wie der Vorstand mussten feststellen, dass der Investitions- und der Personalbedarf nach wie vor hoch ist, weil die SUISA neue Aufgaben übernommen hat.

Bei den neuen Aufgabenfeldern, die höheren Personalbedarf mit sich bringen, handelt es sich insbesondere um das Inkasso der Vergütungen für Hintergrundmusik und Empfang von Sendungen in Betrieben ausserhalb der Privatsphäre. Dieses Inkasso war bis Ende 2018 an das Inkasso der BILLAG für die gewerbliche Empfangsbewilligung gekoppelt. Seit 2019 führt es die SUISA selbst durch. Ebenfalls in zusätzliche personelle Ressourcen investiert werden muss bei der Informatik, weil die Selfservices für Kunden und Mitglieder auf der SUISA-Webplattform «Mein Konto» stark erweitert werden sollen. Auch der weitere Ausbau der Aktivitäten bei der weltweiten Lizenzierung des Online-Musikvertriebs durch die Tochtergesellschaft SUISA Digital Licensing AG und das Joint Venture Dienstleistungsunternehmen mit SESAC zieht einen höheren Personalaufwand nach sich.

Budget genehmigt, Zukunft besprochen

Auf Seite der Einnahmen macht sich die Verlagerung der Werbeumsätze vom TV- in den Online-Bereich bemerkbar. Die Einnahmen aus den Senderechten stagnieren, während jene im Bereich Online-Nutzungen nicht im selben Masse ansteigen. Der Vorstand hat deswegen für das Jahr 2020 ein Budget mit einem leicht schlechteren Verhältnis von Kosten zu Einnahmen genehmigt. Die Geschäftsleitung wurde zudem angehalten, für 2021 Massnahmen zu planen, damit das Verhältnis Kosten zu Einnahmen wieder sinkt.

Die strategische Ausrichtung des Unternehmens wurde anhand des in der Oktober-Sitzung neu definierten Stategiepapiers weiter diskutiert. Die strategischen Schwerpunkte der nächsten Jahre sind mit den Stichworten Services, Verhältnis Ertrag/Kosten, Wettbewerb und Innovation umschrieben. Der Vorstand hat dazu in der Dezember-Sitzung eine Roadmap für das Jahr 2020 festgelegt.

Der Vorstand liess sich im weiteren über die personellen Veränderungen bei der Führung der Tochtergesellschaft SUISA Digital Licensing AG und bei Mint Digital Services, dem Joint Venture mit SESAC, informieren und hat die weiteren Ausbauschritte im Bereich der territorial nicht mehr beschränkten Lizenzierung von Musik in Online-Services besprochen.

Verteilungsreglement und Ersatzwahl

Die Kommission für Tarife und Verteilung und anschliessend der gesamte Vorstand haben zwei Änderungen des Verteilungsreglements beschlossen, nämlich eine Anpassung der Gewichtung der Musik bei Verkaufssendungen in Werbefenstern ausländischer Fernsehsender und die Aufhebung der Verteilungsklasse 4A. Diese Beschlüsse unterliegen der Genehmigung durch das IGE, unserer Aufsichtsbehörde. Weiter hat der Vorstand die Kostenabzüge auf den Abrechnungen 2020 beschlossen. Diese sollen gleich bleiben wie im Jahre 2019.

Nach der Wahl von Grégoire Liechti in den SUISA-Vorstand durch die GV 2019 ist ein Sitz in der Verteilungs- und Werkkommission neu zu besetzen. Gesucht wurde ein Musikverleger. Der Vorstand will der Generalversammlung 2020 dafür Michael Hug, Inhaber der Verlagsfirma Ruh Musik AG, vorschlagen.

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Der Vorstand hat sich in seinen Sitzungen vom 10. und 11. Dezember 2019 schwerpunktmässig mit dem Budget für das Jahr 2020 und der Strategie der SUISA für die nächsten fünf Jahre beschäftigt. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Bericht aus dem Vorstand: Ausblick und Einblick

Die Werbeumsätze verschieben sich vom TV- in den Online-Bereich. Die Verlagerung macht sich bei den Einnahmen aus Urheberrechten negativ bemerkbar. (Foto: Olivier Le Moal / Shutterstock.com)

Das Budget für das Jahr 2020 war bereits am 27. November 2019 in der Sitzung der Vorstandskommission für Finanzen und Kontrolle vorbesprochen worden. Die Kommission wie der Vorstand mussten feststellen, dass der Investitions- und der Personalbedarf nach wie vor hoch ist, weil die SUISA neue Aufgaben übernommen hat.

Bei den neuen Aufgabenfeldern, die höheren Personalbedarf mit sich bringen, handelt es sich insbesondere um das Inkasso der Vergütungen für Hintergrundmusik…Weiterlesen

Gesucht: neues Mitglied für die Verteilungs- und Werkkommission

Wie werden die Einnahmen an Urheber und Verleger verteilt? Wer soll wie viel aus welcher Nutzung seiner Werke erhalten? Diese Fragen stehen zentral im Pflichtenheft der Verteilungs- und Werkkommission der SUISA. In diesem Gremium werden Vorschläge erarbeitet, welche unter anderem die Verteilung der Einnahmen beeinflussen. Sind Sie interessiert, die Geschäfte mitzubestimmen und in der Kommission Einsitz zu nehmen? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung bis zum 30. November 2019. Text von Regula Greuter

Gesucht: neues Mitglied für die Verteilungs- und Werkkommission

Die Mitglieder der Verteilungs- und Werkkommission der SUISA werden von der Generalversammlung gewählt. (Foto: Sibylle Roth)

Aufgrund eines Rücktritts in den Reihen der Verteilungs- und Werkkommission (VWK) wird an der nächsten Generalversammlung der SUISA vom 26. Juni 2020 im Bierhübeli in Bern ein neues Mitglied in diese Kommission gewählt.

Damit die Gewichtung der verschiedenen Sparten gewährleistet ist, soll die interessierte Kandidatin oder der interessierte Kandidat aus den Reihen der Verleger kommen.

Sind Sie interessiert, die Geschicke bei der SUISA mitzubestimmen? Möchten Sie die Möglichkeit erhalten, selber Einfluss auf die Geschäftstätigkeiten der SUISA zu nehmen und das Geschäft mitzulenken? Dann bewerben Sie sich für die vakante Position!

Anforderungen an die Kandidatin oder den Kandidaten

Als stimm- und wahlberechtigtes SUISA-Mitglied erfüllen Sie eine der Voraussetzungen für eine Kandidatur. Sie sollten die Wirkung heutiger Entscheidungen für die Zukunft verstehen und nicht nur für die eigenen Interessen sondern auch für jene der anderen Urheber und Verleger einstehen. Die VWK-Sitzungen finden zweimal jährlich in Bern statt, das heisst, es ist pro Sitzung ein Tag einzuplanen (mit An- und Abreise und einem gemeinsamen Mittagessen). Die Vorbereitungszeit für diese Sitzungen besteht aus dem eingehenden Studium der elektronisch verfügbaren Sitzungsunterlagen.

Wer ist die Verteilung- und Werkkommssion?

Die VWK ist eine Kommission der SUISA-Generalversammlung und setzt sich aus 22 Mitgliedern zusammen, welche alle Musiksparten, Regionen und Sprachen der Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein vertreten. Einsitz nehmen Komponisten, Musikverleger und Textautoren. Letztendlich ist auch eine ausgewogene Durchmischung hinsichtlich Alter und Geschlecht von Bedeutung.

Die aktuellen Mitglieder der Kommission sind auf der SUISA-Website aufgeführt.

Aufgaben der VWK

Die Verteilungs- und Werkkommission beschäftigt sich primär mit Fragen zur Verteilung, die im Verteilungsreglement geregelt ist. Sie erfüllt folgende Aufgaben:

  • prüft die Bestimmungen des Verteilungsreglements und ihre Auswirkungen auf die Verteilungsergebnisse;
  • stellt dem Vorstand Anträge betreffend Änderung des Verteilungsreglements;
  • behandelt in erster Instanz Rekurse gegen Entscheide der Geschäftsleitung über die Einstufung von Sendeprogrammen und über die Schutzfähigkeit von Werken und Bearbeitungen freier Werke;
  • hat beratende Funktion hinsichtlich der Beurteilung von nicht autorisierten Umarbeitungen geschützter Werke und von Plagiaten.

Sind Sie an einer Kandidatur interessiert? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung bis zum 30. November 2019 an:

SUISA, Mercedes Molina, Bellariastrasse 82, CH-8038 Zürich
E-Mail: mercedes.molina (at) suisa (dot) ch

Für Auskünfte steht Ihnen Frau Irène Philipp Ziebold, COO, gerne zur Verfügung: 044 485 68 00

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Wie werden die Einnahmen an Urheber und Verleger verteilt? Wer soll wie viel aus welcher Nutzung seiner Werke erhalten? Diese Fragen stehen zentral im Pflichtenheft der Verteilungs- und Werkkommission der SUISA. In diesem Gremium werden Vorschläge erarbeitet, welche unter anderem die Verteilung der Einnahmen beeinflussen. Sind Sie interessiert, die Geschäfte mitzubestimmen und in der Kommission Einsitz zu nehmen? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung bis zum 30. November 2019. Text von Regula Greuter

Gesucht: neues Mitglied für die Verteilungs- und Werkkommission

Die Mitglieder der Verteilungs- und Werkkommission der SUISA werden von der Generalversammlung gewählt. (Foto: Sibylle Roth)

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Rückschau auf die SUISA-Generalversammlung 2019

Die SUISA-Mitglieder bei der Wahl des Vorstands für die Amtsperiode 2019 –2023 an der SUISA-Generalversammlung 2019 vom 21. Juni 2019 im Konzertsaal des Kongresszentrums in Biel. (Foto: Sibylle Roth)

«Sphärisch, aber kantiger als Trip-Hop, emotionsgeladener als Popmusik und so organisch wie Folk», beschrieb der scheidende SUISA-Vize-Präsident Marco Zanotta in seiner Ansage die Zürcher Musikerin Annakin, die die SUISA-Generalversammlung eröffnete. Zusammen mit dem Gitarristen Simon Rupp, Philipp Kuhn an den Keyboards und dem Beatboxer Marzel (alias Marcel Zysset) spielte Annakin – bürgerlich: Ann Kathrin Lüthi – Songs aus ihrem neusten Album «The End of Eternity» sowie «Sting Of Love» vom 2014 erschienenen Werk «Stand Your Ground».

Während der Umbaupause nach dem Kurzkonzert konnten die anwesenden SUISA-Mitglieder, Gäste und SUISA-Mitarbeitenden in einer Videoeinspielung sehen, wie «She Got Me», der von Luca Hänni gesungene Schweizer Beitrag für den diesjährigen Eurovision Song Contest entstanden ist. Das Stück wurde im Juni 2018 am SUISA Songwriting Camp vom SUISA-Mitglied Luca Hänni, den kanadischen Songwritern Laurell Barker und Frazer Mac sowie dem schwedischen Produzenten Jon Hällgren komponiert. «She Got Me» erreichte am Grand Final des ESC den hervorragenden 4. Platz, wurde mehr als 30 Millionen mal gestreamt und war Nummer 1 der Schweizer Single Charts.

Mehr Frauen in die Musik

In seiner Begrüssung nahm der SUISA-Präsident Xavier Dayer den schweizweiten Frauenstreiktag, der eine Woche zuvor stattgefunden hatte, zum Anlass, um über den Frauenanteil in der Musik zu sprechen. Dieser macht bei den SUISA-Mitgliedern gerade mal etwas mehr als 16% aus – es besteht noch grosses Steigerungspotential. Dies ist einer der Gründe dafür, dass die SUISA seit 2019 eine Partnerschaft mit Helvetiarockt, der Koordinations- und Vernetzungsstelle für Musikerinnen aus Jazz, Pop und Rock, eingegangen ist und sie dazu eingeladen hatte, mit einem Informationsstand an der Generalversammlung präsent zu sein.

Danach galt es, die Jahresrechnung und den Lagebericht zu genehmigen. Da die SUISA für das Jahr 2018 aufgrund der beiden Tochtergesellschaften SUISA Digital Licensing AG und Mint Digital Services zum ersten Mal auch eine Konzernrechnung erstellt hatte, galt es auch diese zu genehmigen. Die Generalversammlung erteilte zudem dem Vorstand, der Geschäftsleitung und der Revisionsstelle Décharge für das vergangene Jahr und bestätigte das Mandat der Revisionsstelle BDO für 2019.

Sylvie Reinhard und Grégoire Liechti in den Vorstand gewählt

Für die langjährigen Vorstandsmitglieder Bertrand Liechti und Marco Zanotta war dies die letzte Generalversammlung – sie traten nach 20 Jahren im obersten Leitungsgremium der SUISA aufgrund der Amtszeitbeschränkung aus. Als Ersatz wählten die anwesenden SUISA-Mitglieder die Unternehmerin und Verwaltungsratspräsidentin des Digital-Magazins «Republik» Sylvie Reinhard und den Genfer Musikverleger Grégoire Liechti neu in den Vorstand. Die restlichen 12 Vorstandsmitglieder sowie die Mitglieder der Verteilungs- und Werkkommission wurden ohne Gegenstimmen in ihren Ämtern bestätigt. Weiter wählte die Generalversammlung Marco Zanotta in die 2018 geschaffene Beschwerdekommission und folgte damit dem Vorschlag des SUISA-Vorstandes.

Aufgrund der 2018 revidierten SUISA-Statuten und der damit verbundenen erweiterten Zuständigkeiten der Generalversammlung stimmten die anwesenden Mitglieder neu über das Entschädigungsreglement für die Mitglieder des Vorstands und seiner Kommissionen sowie über die allgemeine Anlagepolitik der SUISA ab.

Resolution für ein faires Urheberrechtsgesetz

In ihrem Gastreferat sprach Géraldine Savary, Ständerätin und Mitglied des SUISA-Vorstands, über die laufende Revision des Urheberrechtsgesetzes (URG). Dabei kam sie insbesondere auf zwei für die Musikschaffenden kritische Punkte zu sprechen: Zum einen sollen – wenn es nach dem Nationalrat geht – Hoteliers, Besitzer von Ferienwohnungen sowie Spitäler und Gefängnisse keine Urheberrechtsvergütungen mehr bezahlen müssen, wenn ihre Gäste, Patienten und Insassen auf den zur Verfügung gestellten Radio-/TV-Geräten Musik hören oder Filme anschauen. Zum anderen ist im URG eine neue Vergütung für Video on Demand (VoD) vorgesehen, die zwar den Filmschaffenden eine Verbesserung bringt, für die Musikschaffenden hingegen kontraproduktiv ist – Letztere haben bereits vertragliche Lösungen mit den VoD-Plattformen ausgehandelt. Entsprechend muss die Musiknutzung aus dieser neuen VoD-Regelung ausgenommen werden. Um den Nationalrat in der kommenden Herbstsession auf die Wichtigkeit dieser beiden Punkte hinzuweisen, wurde an der Generalversammlung eine entsprechende Resolution verabschiedet.

Es folgten Informationen über das laufende Geschäftsjahr von Vincent Salvadé, Irène Philipp Ziebold und Andreas Wegelin. Urs Schnell, Direktor der FONDATION SUISA, berichtete anschliessend über das Geschäftsjahr der Musikförderstiftung der SUISA.

Gegen 14 Uhr schloss Xavier Dayer die Generalversammlung und verwies auf die nächste Generalversammlung, die am Freitag, 26. Juni 2020, im Bierhübeli in Bern stattfinden wird.

Danach nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Stehlunch die Gelegenheit, um im Foyer des Kongresszentrums angeregt mit SUISA-Mitarbeitenden, Gästen oder Kolleginnen und Kollegen zu diskutieren, die Resolution zu unterzeichnen, sich am Stand von Helvetiarockt über deren Projekte zu informieren oder sogar um neue Musikprojekte zu starten.

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Rund 150 stimmberechtigte SUISA-Mitglieder kamen am 21. Juni 2019 an die ordentliche Generalversammlung ins Bieler Kongresszentrum und bestimmten die Geschicke ihrer Genossenschaft mit. Unter anderem wählten sie Sylvie Reinhard und Grégoire Liechti neu in den Vorstand. Im Zusammenhang mit der Urheberrechtsrevision verabschiedeten die SUISA-Mitglieder zudem eine Resolution für faire Bedingungen für Musikschaffende. Text von Giorgio Tebaldi

Rückschau auf die SUISA-Generalversammlung 2019

Die SUISA-Mitglieder bei der Wahl des Vorstands für die Amtsperiode 2019 –2023 an der SUISA-Generalversammlung 2019 vom 21. Juni 2019 im Konzertsaal des Kongresszentrums in Biel. (Foto: Sibylle Roth)

«Sphärisch, aber kantiger als Trip-Hop, emotionsgeladener als Popmusik und so organisch wie Folk», beschrieb der scheidende SUISA-Vize-Präsident Marco Zanotta in seiner Ansage die Zürcher Musikerin Annakin, die die SUISA-Generalversammlung eröffnete. Zusammen mit dem Gitarristen Simon Rupp, Philipp Kuhn an den Keyboards und dem Beatboxer Marzel (alias Marcel Zysset)…Weiterlesen

SUISA-Generalversammlung: Die Meinung der Mitglieder zählt

Die Generalversammlung der SUISA findet am Freitag, 21. Juni 2019, im Kongresszentrum Biel (Konzertsaal) statt. Zum ersten Mal werden der Generalversammlung zwei Rechnungen präsentiert; ein Novum in der SUISA-Geschichte. Weiter stehen Wahlgeschäfte an: Es geht um die Gesamterneuerung des Vorstands sowie der Verteilungs- und Werkkommission sowie die Ersatzwahl in die Beschwerdekommission. Text von Dora Zeller

SUISA-Generalversammlung 2019: Die Meinung der Mitglieder zählt

Nachdem sich die stimmberechtigten Mitglieder und Gäste letztes Jahr im Bierhübeli Bern getroffen hatten (im Bild), findet die nächste Generalversammlung der SUISA am Freitag, 21. Juni 2019, im Konzertsaal des Kongresszentrums Biel statt. (Foto: Manu Leuenberger)

An der SUISA-Generalversammlung 2019 wird den stimmberechtigten Mitgliedern unter dem Traktandum Geschäftsbericht neben der gewohnten Jahresrechnung der Genossenschaft für das Jahr 2018 erstmals auch der Abschluss einer Konzernrechnung für die SUISA-Gruppe zur Genehmigung vorgelegt. Die Konzernrechnung enthält die Jahresabschlüsse der Gesellschaften, die direkt oder indirekt von der SUISA kontrolliert werden. Dazu gehört die Tochtergesellschaft SUISA Digital Licensing AG mit Sitz in Vaduz (FL) sowie das Joint Venture Mint Digital Services AG, an dem die SUISA eine Beteiligung von 50% hält. Beide Abschlüsse wurden von der Revisionsstelle BDO geprüft und zur Genehmigung empfohlen.

Wahl des Vorstands

Von den 15 aktuellen Mitgliedern des Vorstands der SUISA stellen sich 13 zur Wiederwahl für eine weitere Amtsdauer zur Verfügung. Zwei Bisherige werden den Vorstand aufgrund der Amtszeitbeschränkung verlassen: Marco Zanotta (Vizepräsident) und Bertrand Liechti (Präsident der Vorstandskommission Finanzen und Kontrolle) haben während zwanzig Jahren die Geschicke der SUISA mitgestaltet. Vor ihrer offiziellen Verabschiedung werden sie auf ihre Amtszeit zurückblicken und ihre Erinnerungen und Highlights mit den Anwesenden teilen.

Mit den vorgeschlagenen zwei neuen Mitgliedern soll der Vorstand verjüngt werden. Der Genfer Grégoire Liechti, Jahrgang 1981, soll Bertrand Liechti ersetzen; die Unternehmerin Sylvie Reinhard, Jahrgang 1980, Marco Zanotta. Während Grégoire Liechti langjährige nationale wie internationale Erfahrungen im Verlegergeschäft mitbringt, ergänzt Sylvie Reinhard das Vorstandswissen im Bereich digitale Innovation und Kultur.

Weitere Wahlgeschäfte

Die Verteilungs- und Werkkommission setzt sich aus höchstens 22 Mitgliedern zusammen; 21 stellen sich zur Wiederwahl. Grégoire Liechti, Mitglied seit 2015, ist zurückgetreten und kandidiert für den Vorstand. Für den frei werdenden Sitz wird der Nominierungsausschuss rechtzeitig in den üblichen Publikationskanälen auf die Ersatzwahl anlässlich der GV 2020 hinweisen und die relevanten Musikurheber und –verleger-Verbände um eine Vorauswahl bitten.

An der GV 2018 blieb der für die zweite fachkundige Person reservierte Sitz in der neu geschaffenen Beschwerdekommission vakant. Der Vorstand beantragt jetzt der Generalversammlung, Marco Zanotta als externes Mitglied in die Beschwerdekommission zu wählen. Er ist weder Auftraggeber noch Mitglied der SUISA.

Vergütungen und Anlagepolitik

Die an der letzten Generalversammlung revidierten Statuten, in Kraft seit dem 1. Januar 2019, weisen der Generalversammlung neue Kompetenzen zu. Sie ist zuständig für die Vergütungen und die sonstigen Leistungen an den Präsidenten oder die Präsidentin und an die Mitglieder des Vorstands und für die allgemeine Anlagepolitik. Der Vorstand legt dazu das seit 2009 geltende Entschädigungsreglement vor und hat die allgemeinen Grundsätze zur Anlagepolitik ausgearbeitet und beantragt dessen Genehmigung.

Zu guter Letzt bietet die SUISA-GV einmal mehr Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit anderen Mitgliedern und mit Gästen aus Politik, Kultur, Verbänden etc. sowie mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der SUISA ins Gespräch zu kommen. Nutzen Sie diese Möglichkeiten zur Mitbestimmung und zum Austausch und kommen Sie möglichst zahlreich am Freitag, 21. Juni 2019, nach Biel.

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Die Generalversammlung der SUISA findet am Freitag, 21. Juni 2019, im Kongresszentrum Biel (Konzertsaal) statt. Zum ersten Mal werden der Generalversammlung zwei Rechnungen präsentiert; ein Novum in der SUISA-Geschichte. Weiter stehen Wahlgeschäfte an: Es geht um die Gesamterneuerung des Vorstands sowie der Verteilungs- und Werkkommission sowie die Ersatzwahl in die Beschwerdekommission. Text von Dora Zeller

SUISA-Generalversammlung 2019: Die Meinung der Mitglieder zählt

Nachdem sich die stimmberechtigten Mitglieder und Gäste letztes Jahr im Bierhübeli Bern getroffen hatten (im Bild), findet die nächste Generalversammlung der SUISA am Freitag, 21. Juni 2019, im Konzertsaal des Kongresszentrums Biel statt. (Foto: Manu Leuenberger)

An der SUISA-Generalversammlung 2019 wird den stimmberechtigten Mitgliedern unter dem Traktandum Geschäftsbericht neben der gewohnten Jahresrechnung der Genossenschaft für das Jahr 2018 erstmals auch der Abschluss einer Konzernrechnung für die SUISA-Gruppe zur Genehmigung vorgelegt. Die Konzernrechnung enthält die Jahresabschlüsse der Gesellschaften, die…Weiterlesen

Rückschau auf die SUISA-Generalversammlung 2018

Am 22. Juni 2018 strömten 208 stimmberechtigte SUISA-Mitglieder ins Bierhübeli in Bern. Sie wollten die Geschicke ihrer Genossenschaft mitbestimmen sowie vom Networking- und Informationstreffen profitieren. Zusammen mit Mitgliedern des Vorstands, der Geschäftsleitung, Gästen aus Kultur und Politik plus Mitarbeitenden der SUISA nahmen sie an der ordentlichen Generalversammlung 2018 teil. Text von Dora Zeller

Rückschau auf die SUISA-Generalversammlung 2018

Der vollbesetzte Saal im Bierhübeli in Bern während einer Abstimmung an der SUISA-Generalversammlung vom 22. Juni 2018. (Foto: Manu Leuenberger)

Die Ad-hoc-Formation Swiss Ländlermix, zusammengesetzt aus Bruno Brodt, Jost Ribary, Dani Häusler, René Wicky, Robin Mark, Jacqueline Wachter, Kurt Albert und Stefan Schwarz, eröffnete die Generalversammlung mit einer volksmusikalischen Überraschung. Der Querschnitt durch die traditionelle wie zeitgenössische helvetische Volksmusikszene versetzte das Publikum in Schwung für die anschliessende Versammlung.

Swiss Laendlermix

Zum Auftakt der GV spielte die Ad-hoc-Formation Swiss Ländlermix einen musikalischen Streifzug durch die Schweizer Volksmusik. (Foto: Sibylle Roth)

Vor den statutarischen Geschäften wurde mit einem Film auf den anfangs Jahr eingeführten Social-Media-Auftritt aufmerksam gemacht. Neben dem SUISAblog gibt es nun auch SUISA Music Stories auf Instagram, Facebook und Youtube.

Danach galt es, Jahresbericht, Lagebericht, Bilanz, Erfolgsrechnung, Geldflussrechnung, Anhang 2017 und den Bericht der Revisionsstelle zu genehmigen; dem Vorstand und der Revisionsstelle Décharge für das vergangene Jahr zu erteilen und das Mandat der Revisionsstelle für 2018 zu bestätigen.

Statutenrevision und Wahl der Beschwerdekommission

Hauptpunkt der Versammlung war die Statutenänderung. Andreas Wegelin erläuterte, warum die Statuten an das liechtensteinische Verwertungsgesellschaftengesetz und die Richtlinie der Europäischen Union zur kollektiven Wahrnehmung von Urheberrechten (CRM-Richtlinie) angepasst werden sollen. Er erwähnte die wichtigsten Revisionspunkte, nämlich das Diskriminierungsverbot, die zusätzliche Kompetenzen der Generalversammlung und die stärkere Einflussnahme der Mitglieder. Nach verschiedenen Anregungen aus dem Publikum als auch Klärungsfragen genehmigte die Generalversammlung die beantragten Änderungen ohne Gegenstimme.

Die Generalversammlung war auch einverstanden mit der Kandidatin und den Kandidaten für die neu zu schaffende Beschwerdekommission. Mit grossen Mehr gewählt wurden die Vorstandsmitglieder Marco Neeser und Christian Fighera sowie als externe Vertreterin Danièle Wüthrich-Meyer (Vize-Präsidentin der Wettbewerbskommission). Das gleiche galt für die Ersatzmitglieder Roman Camenzind und Zeno Gabaglio (beide SUISA-Vorstand) wie für die Externen Daniel Alder und Gregor Wild (beide Rechtsanwälte und Mitglieder der Eidgenössischen Schiedskommission). Den Vorsitz der Kommission übernimmt der Leiter des SUISA-Rechtsdienstes, Bernhard Wittweiler. Er ist von Amtes wegen Mitglied, musste daher nicht von der Generalversammlung gewählt werden.

Natalie Riede

Mit der Verlegerin Natalie Riede (im Bild) wurde eine Vertreterin aus der Schweizer Elektromusikszene in die Verteilungs- und Werkkommission gewählt. (Foto: Manu Leuenberger)

Weiter wurde Natalie Riede als neues Mitglied in die Verteilungs- und Werkkommission gewählt, in der sie Guido Röösli ersetzt. Natalie Riede ist seit 2014 mit ihrem Verlag Black Music Management SUISA-Mitglied, verwaltet hauptsächlich Werke aus dem Bereich Electronica und vertritt die Schweizer Elektroszene.

In ihrem Gastreferat stellte Danièle Wüthrich-Meyer, Präsidentin Swissperform, die Arbeit der fünf Verwertungsgesellschaften vor mit Blick auf den formalen, gesetzlichen Aspekt, den konsensualen aufgrund von Verträgen und Statuten sowie den faktischen Bereich.

Podium

Die Geschäftsleitung der SUISA informierte über das aktuelle Geschäftsjahr. Auf dem Podium von links nach rechts: Irène Philipp Ziebold, Vincent Salvadé, Präsident Xavier Dayer, Vize-Präsident Marco Zanotta sowie Andreas Wegelin am Rednerpult. (Foto: Sibylle Roth)

Es folgten Informationen über das laufende Geschäftsjahr von Vincent Salvadé und Irène Philipp. Andreas Wegelin berichtete über das Joint Venture Mint Digital Services und erörterte aktuelle politischen Entwicklungen, die einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der Genossenschaft haben. Urs Schnell, Direktor der FONDATION SUISA, berichtete anschliessend über das Geschäftsjahr der Musikförderstiftung der SUISA.

Gegen 14 Uhr schloss der Präsident der SUISA, Xavier Dayer, die ebenso inhaltsreiche wie spannende Generalversammlung. Er verwies auf die nächste Generalversammlung, die am Freitag, 21. Juni 2019, in Biel stattfinden wird.

Nach dem Sitzungsende diskutierten die Versammlungsteilnehmer beim offerierten Stehlunch im Garten des Bierhübeli angeregt weiter und nutzten die Gelegenheit für Gespräche mit SUISA-Mitarbeitenden oder Kollegen und Kolleginnen.

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Am 22. Juni 2018 strömten 208 stimmberechtigte SUISA-Mitglieder ins Bierhübeli in Bern. Sie wollten die Geschicke ihrer Genossenschaft mitbestimmen sowie vom Networking- und Informationstreffen profitieren. Zusammen mit Mitgliedern des Vorstands, der Geschäftsleitung, Gästen aus Kultur und Politik plus Mitarbeitenden der SUISA nahmen sie an der ordentlichen Generalversammlung 2018 teil. Text von Dora Zeller

Rückschau auf die SUISA-Generalversammlung 2018

Der vollbesetzte Saal im Bierhübeli in Bern während einer Abstimmung an der SUISA-Generalversammlung vom 22. Juni 2018. (Foto: Manu Leuenberger)

Die Ad-hoc-Formation Swiss Ländlermix, zusammengesetzt aus Bruno Brodt, Jost Ribary, Dani Häusler, René Wicky, Robin Mark, Jacqueline Wachter, Kurt Albert und Stefan Schwarz, eröffnete die Generalversammlung mit einer volksmusikalischen Überraschung. Der Querschnitt durch die traditionelle wie zeitgenössische helvetische Volksmusikszene versetzte das Publikum in Schwung für die anschliessende Versammlung.

Swiss Laendlermix

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131,4 Millionen Franken für Komponisten, Textautoren und Verleger

Mit Genugtuung haben die Vorstandsmitglieder an ihrer Sitzung Ende März 2017 das Ergebnis des vergangenen Jahres genehmigt. Der Gesamtumsatz lag 3,2% über dem Vorjahr. Insgesamt können 131,4 Millionen Franken an die Bezugsberechtigten verteilt werden. Zudem hat der Vorstand eine Zusatzverteilung von 7% auf allen regulären Abrechnungen im Jahr 2018 beschlossen. Bericht aus dem Vorstand von Dora Zeller

131,4 Millionen Franken für Komponisten, Textautoren und Verleger

Die SUISA erzielte 2017 inklusive Nebeneinnahmen einen Gesamtumsatz von 159,2 Millionen Franken. Dank dem erfreulichen Resultat erhalten die Komponisten, Textautoren und Verleger für ihre musikalische Tätigkeit insgesamt 2,5 Millionen Franken mehr vergütet als im Vorjahr. (Foto: Tabea Hüberli)

Neben dem erfreulichen Geschäftsergebnis wurde der Vorstand an den Sitzungen im März auch über die Verteilung der Einnahmen im letzten Jahr informiert. So gingen Fr. 21 Mio. an die Urheber und Fr. 38,7 Mio. an die Verleger. Den Schwestergesellschaften wurden Fr. 53 Mio. überwiesen.

Weitere Verteilungsthemen standen auf der Tagesordnung: Zum einen beschloss der Vorstand eine Zusatzverteilung von 7% auf allen regulären Abrechnungen im Jahr 2018. Zum anderen setzte das Gremium den Mindestbetrag für die Verteilung der Einnahmen aus Nutzungen von Sendeunternehmen fest. Gemäss Verteilungsreglement wird pro Privatsender im Verhältnis zur Vergütung, die diese Sender bezahlen, verteilt. Voraussetzung ist, dass die vom Sender eingenommene Entschädigung höher ist als der jährlich vom Vorstand festgesetzte Betrag. Zudem müssen die Programme in elektronischer Form geliefert werden. Letztes Jahr senkte der Vorstand den Mindestbetrag von 15 000 auf 5000 Franken. Nun wurde entschieden, diese Limite beizubehalten.

Generalversammlung der SUISA am 22. Juni 2018 in Bern

Viel Zeit widmeten die Vorstandsmitglieder der Vorbereitung der Generalversammlung. Sie findet am Freitag, 22. Juni 2018, in Bern statt. Neben den statutarischen Geschäften steht die Revision der Statuten auf der GV-Traktandenliste. Die Statuten sollen an die Vorschriften der EU-Richtlinie, die in Liechtenstein in das nationale Recht überführt wurden, angepasst werden. Zudem ist die Anpassung wichtig, damit die SUISA weiterhin Online-Nutzungen in der Europäischen Union grenzüberschreitend lizenzieren kann.

Eine synoptische Darstellung der Statutenänderungen erhalten die stimmberechtigten Mitglieder zusammen mit der GV-Einladung. In den Erläuterungen der Einladung sind weitere Informationen zu finden, weshalb die Bestimmungen geändert werden sollen. Ein wichtiger Punkt ist die Verpflichtung, den Mitgliedern ein Beschwerdeverfahren zur Verfügung zu stellen. Die SUISA will dazu eine Beschwerdekommission schaffen. Der Vorstand schlägt der Generalversammlung die dafür vorgesehenen Personen zur Wahl vor.

Wahlen stehen ebenfalls in der Verteilungs- und Werkkommission an. Guido Röösli tritt zurück und der Vorstand hat Natalie Riede für den freiwerdenden Sitz nominiert. Die junge Verlegerin vertritt die Schweizer Elektro-Szene.

Das Joint-Venture Mint Digital Services

Auf die internationale Bühne wechselte der Vorstand beim Thema: Mint Digital Services. Ein Vertreter der US-amerikanischen Partnerin SESAC führte gegenüber den Vorstandsmitgliedern aus, was es seiner Meinung nach brauche, um in einem kompetitiven Umfeld erfolgreich sein zu können: Hartnäckigkeit und Verhandlungsgeschick, gepaart mit intelligenter IT-Software und hoher Datenqualität sind aus seiner Sicht die nötigen Werkzeuge. Und diese Qualitäten vereinige das im vergangenen Jahr gegründete Joint-Venture Mint.

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Mit Genugtuung haben die Vorstandsmitglieder an ihrer Sitzung Ende März 2017 das Ergebnis des vergangenen Jahres genehmigt. Der Gesamtumsatz lag 3,2% über dem Vorjahr. Insgesamt können 131,4 Millionen Franken an die Bezugsberechtigten verteilt werden. Zudem hat der Vorstand eine Zusatzverteilung von 7% auf allen regulären Abrechnungen im Jahr 2018 beschlossen. Bericht aus dem Vorstand von Dora Zeller

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SUISA-Generalversammlung 2018: Ihre Meinung zählt!

Stimmberechtigte Mitglieder können sich bis am 19. Juni für die Generalversammlung der SUISA am 22. Juni 2018 im Bierhübeli in Bern anmelden. (Foto: Manu Leuenberger)

Die Generalversammlung 2018 der SUISA steht im Zeichen der Revision der Statuten. Die musikalische Geschäftswelt wandelt sich: mehr Konkurrenz, neue Technologien, internationale Vernetzung, strengere Vorschriften. Die SUISA will und muss mit der Entwicklung Schritt halten und die Basis schaffen für die erfolgreiche Weiterentwicklung der Genossenschaft.

Der Generalversammlung wird deshalb eine Statutenänderung vorgeschlagen. Mit den vorgeschlagenen Änderungen werden die Statuten der SUISA an das Ende März 2018 verabschiedete liechtensteinische Verwertungsgesellschaftengesetz und damit an die europäische Richtlinie zur kollektiven Wahrnehmung von Urheberrechten angepasst.

Stärkung der Mitgliederrechte und des Online-Geschäfts

Die EU-Richtlinie, die in Liechtenstein nun in nationales Recht umgesetzt wurde, enthält Vorgaben, die eine Stärkung der Mitgliederrechte mit sich bringen. Neben Regeln zur Transparenz sowie zur Beaufsichtigung der Verwertungsgesellschaften ist ein wesentlicher Punkt, den Mitgliedern ein Beschwerdeverfahren zur Verfügung zu stellen. Die SUISA will dafür eine Beschwerdekommission bilden mit erfahrenen Personen aus dem Musikbereich und juristisch versierten Fachleuten. Sie schlägt entsprechende Kommissionsmitglieder zur Wahl vor.

Daneben ist die Anpassung der Statuten an die EU-Richtlinie nötig, um Online-Nutzungen weiterhin in der Europäischen Union grenzüberschreitend lizenzieren zu können. Die SUISA lizenziert im Online-Bereich seit 2013 die Musik der SUISA-Mitglieder europaweit, teilweise sogar über die Grenzen von Europa hinaus.

Gemäss der EU-Richtlinie müssen Gesellschaften gewisse Standards erfüllen, damit sie grenzüberschreitend lizenzieren dürfen. Mit der Revision der Statuten sind die Voraussetzungen gegeben, dass die SUISA direkt mit Online-Anbietern wie z. B. iTunes oder Spotify auch Nutzungen ausserhalb der Schweiz und Liechtenstein verhandeln und abrechnen kann. Das Online-Geschäft ist ein Schwerpunkt in der SUISA-Strategie für die unmittelbare Zukunft. Zu diesem Zweck wurde zusammen mit SESAC (USA) das Unternehmen Mint Digital Services gegründet.

Statutarische Geschäfte

Sie stehen jedes Jahr auf der Traktandenliste: die statutarischen Geschäfte. Der Generalversammlung werden Jahresbericht, Lagebericht, Bilanz, Erfolgsrechnung, Geldflussrechnung, der Anhang zur Jahresrechnung sowie der Bericht der Revisionsstelle zur Genehmigung vorgeschlagen. Danach folgt die Entlastung des Vorstands und der Revisionsstelle sowie die Wahl der Revissionsstelle für das laufende Geschäftsjahr.

Wie gewohnt wird es einen Zwischenbericht über das laufende Geschäftsjahr geben. Die Geschäftsleitung zeigt, wie sich die Finanzzahlen im ersten halben Jahr entwickelt haben. Weiter werden auch an der diesjährigen GV die Verantwortlichen der FONDATION SUISA einen Überblick über die Aktivitäten der Stiftung im 2017 geben.

Wahlen und Gäste

Der Generalversammlung wird Natalie Riede als Ersatz für den zurücktretenden Guido Röösli zur Wahl in die Verteilungs- und Werkkommission vorgeschlagen. Sie vertritt den Bereich Electronica, führt ihren eigenen Verlag und ist in der Clubszene gut verankert.

An der GV besteht die Möglichkeit, mit vielen eingeladenen Gästen, z. B. Vertretern von Musiknutzerverbänden, Behörden oder Urheberrechtsexperten, ins Gespräch zu kommen. Als Gastreferentin konnte Danièle Wüthrich- Meyer gewonnen werden. Die Gastrednerin ist die Präsidentin der Swissperfom, der Verwertungsgesellschaft für Leistungsschutzrechte in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein.

Anreise und Verpflegung

Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird empfohlen, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ins Bierhübeli zu reisen. Der Bus ab Bahnhof Bern hält direkt vor dem Veranstaltungsort. Es stehen keine Parkplätze zur Verfügung. Das Parkhaus Park & Ride Neufeld ist 10 Minuten Fussmarsch vom Bierhübeli entfernt. Vor der Generalversammlung stehen Kaffee & Gipfeli bereit. Nach der Versammlung wird ein Stehlunch serviert.

SUISA Jahresbericht 2017Am 24. Mai 2018 ist der Jahresbericht 2017 der SUISA veröffentlicht worden. Er steht online zur Verfügung oder kann als gedruckte Ausgabe bestellt werden unter: www.suisa.ch/jahresbericht
Die im Jahr 2017 erzielten Umsätze sind erfreulich. Das Ergebnis von insgesamt Fr. 139,2 Mio. aus der Rechteverwaltung in der Schweiz liegt 2 % über dem Resultat von 2016. Somit kann die SUISA einen Rekordbetrag an die Bezugsberechtigten verteilen. Weiterlesen in der Medienmitteilung (PDF)
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Neues Mitglied für die Verteilungs- und Werkkommission gesucht

Infolge eines vorzeitigen Rücktritts ist ein Platz in der Verteilungs- und Werkkommission der SUISA neu zu besetzen. Gesucht wird ein SUISA-Mitglied, das als Verlegerin oder als Verleger in den Sparten Rock, Pop, Jazz und/oder Electronica tätig ist und aus der Deutschschweiz kommt. Text von Irène Philipp Ziebold

Neues Mitglied für die Verteilungs- und Werkkommission gesucht

Mittendrin statt nur dabei – die SUISA sucht ein stimm- und wahlberechtigtes Mitglied, das in der Verteilungs- und Werkkommission die Verteilung der Einnahmen mitgestaltet. (Foto: Manu Leuenberger)

SUISA-Urheber und -Verleger haben als Mitglied der Verteilungs- und Werkkommission (VWK) die Möglichkeit, die Verteilung der Einnahmen aus Werknutzungen direkt mitzugestalten. Wer letztlich wie viel Geld für welche Nutzung seiner Werke erhält, wird im Verteilungsreglement festgehalten. Das Verteilungsreglement steht dann auch im Mittelpunkt der zwei Mal jährlich stattfindenden Sitzungen der VWK, an welchen den VWK-Mitgliedern anstehende Änderungen im Reglement zur Diskussion und Mitbestimmung vorgelegt werden. Den abschliessenden Beschluss über die jeweilige Änderung fällt der Vorstand.

Musiksparten, Regionen, Urheber und Verleger – der Mix macht’s aus

Mit den erwähnten Kriterien zur Nachfolgesuche für das zurückgetretene Mitglied soll auch zukünftig eine möglichst ausgeglichene Zusammensetzung der VWK sichergestellt gestellt werden, die für deren Arbeit zentral ist. In der Kommission haben somit viele verschiedene Musikrichtungen und auch alle Sprachregionen der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein vertreten zu sein. Zudem muss sich die VWK sowohl aus Komponisten, Musikverlegern wie auch Textautoren zusammensetzen. Und letztlich sollte die Kommission auch eine bestmögliche Durchmischung hinsichtlich Alter und Geschlecht aufweisen.

Weitere Voraussetzung zur Einsitznahme in die VWK

Es können nur stimm- und wahlberechtigte SUISA-Mitglieder in die Kommission gewählt werden. Das (zukünftige) VWK-Mitglied muss – neben dem direkten Bezug zur Musik – die Wirkung heutiger Entscheidungen für die Zukunft verstehen. Die Mitglieder der VWK dürfen sich zudem nicht nur auf die eigenen Geschäftsfelder konzentrieren, sondern die Interessen aller Urheber und Verleger vertreten. Und die Mitarbeit braucht Zeit: Die Sitzungen der VWK dauern – mit Anreise und gemeinsamem Mittagessen – jeweils einen Tag (2x pro Jahr). Zu den Sitzungen gehört auch eine gute Vorbereitung seitens der Mitglieder; diese beinhaltet vor allem das Lesen der umfangreichen Dossiers, die vorgängig zur Sitzung abgegeben werden.

Aufgaben der Verteilungs- und Werkkommission

Insgesamt besteht die VWK aus maximal 22 Mitgliedern, die für die Amtsdauer von vier Jahren von der Generalversammlung gewählt werden. Die Auswahl der zur Wahl vorgeschlagenen Kandidatinnen und Kandidaten erfolgt durch den Vorstand. Die Wiederwahl ist auf drei Amtszeiten beschränkt.

Die VWK erfüllt gemäss Statuten der SUISA folgende Aufgaben:

  • Sie prüft die Bestimmungen des Verteilungsreglements und ihre Auswirkungen auf die Verteilungsergebnisse;
  • stellt dem Vorstand Anträge betreffend Änderung des Verteilungsreglements;
  • behandelt in erster Instanz Rekurse gegen Entscheide der Geschäftsleitung über die Einstufung von Sendeprogrammen und über die Schutzfähigkeit von Werken und Bearbeitungen freier Werke;
  • hat beratende Funktion hinsichtlich der Beurteilung von nicht autorisierten Umarbeitungen geschützter Werke und von Plagiaten.

Die VWK ist eine Kommission der SUISA-Generalversammlung, das heisst: Die Generalversammlung kann der Kommission weitere Aufgaben zuweisen.

Eingabe von Kandidaturen

Da die Ersatzwahl an der SUISA-Generalversammlung vom 22. Juni 2018 erfolgt und der Vorbereitungsprozess einige Zeit in Anspruch nimmt, bitten wir interessierte Kandidatinnen und Kandidaten ihre Bewerbung bis spätestens Montag, 26. März 2018, an folgende Adresse zu senden:

SUISA, Stephanie Fikatas, Bellariastrasse 82, 8038 Zürich
E-Mail: stephanie.fikatas (at) suisa (dot) ch

Für Auskünfte steht Ihnen Frau Irène Philipp Ziebold, Direktorin Mitgliederdienste und Verteilung (Tel. 044 485 68 00) gerne zur Verfügung.

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