Tagarchiv: Swiss Pop

Bewerbungen für das SUISA Songwriting Camp 2022 | mit Video

Zum fünften Mal organisiert die SUISA in Zusammenarbeit mit Pele Loriano Productions ein Songwriting Camp. Es findet vom 4. bis 6. Juli 2022 in den Powerplay Studios in Maur bei Zürich statt. SUISA-Mitglieder können sich für eine Teilnahme bewerben. Text von Manu Leuenberger; Video von Mike Korner

Am SUISA Songwriting Camp werden in Teams von jeweils drei bis fünf Personen Popsongs komponiert. Die Teams werden vom künstlerischen Leiter des Camps zusammengestellt. Am Morgen wird bei null begonnen, bis am Abend des gleichen Tages muss ein vollständiger Demotrack fertig und aufgenommen sein.

Der musikalische Stil der Songs kann alle Ausprägungen des zeitgemässen Pop umfassen, der auch in der Hitparade, auf Streamingplattformen oder in Radio/TV erfolgreich sein könnte. Die Songs sollen einerseits für den Eurovision Song Contest verwendbar sein und andererseits auch Verlagen und Interpreten angeboten werden können.

Um diese anspruchsvolle Aufgabe im Team mit Profi-Songwriter/innen und -Produzenten/innen aus dem In- und Ausland erfüllen zu können, muss man über gefestigte musikalische Kenntnisse verfügen, unter Zeitdruck eine kreative Leistung von hohem Niveau abliefern können und für Kritik und Austausch mit den Mitkomponistinnen und Mitkomponisten offen sein.

Das fünfte SUISA Songwriting Camp findet statt vom 4. bis 6. Juli 2022 in den Powerplay Studios in Maur bei Zürich. Organisiert wird die Veranstaltung von der SUISA in Zusammenarbeit mit Pele Loriano Productions. Pele Loriano Productions ist im Auftrag der SUISA für die künstlerische Leitung des Songwriting Camps zuständig.

Bewerbungen für das SUISA Songwriting Camp 2022

SUISA-Mitglieder können sich für eine Teilnahme am SUISA Songwriting Camp 2022 bewerben. Du bist Produzentin oder Produzent, Songwriterin oder Songwriter (Topliner), Textautorin oder Textautorin und du glaubst, die Anforderungen in Bezug auf musikalisches Handwerk und Fähigkeiten zu erfüllen? Dann schicke uns deine Bewerbung, die Folgendes enthalten sollte:

  • eine Kurzbiographie;
  • aussagekräftige Referenzsongs (mp3-Dateien oder Internet-Links);
  • Kontaktangaben.

Die Bewerbungen sind per Mail zu schicken an die Adresse: songwritingcamp (at) suisa (dot) ch
Einsendeschluss für Bewerbungen ist am: Sonntag, 8. Mai 2022

Wichtig: Über dieses Bewerbungsverfahren werden ausschliesslich Teilnahmeplätze an SUISA-Mitglieder vergeben. Wer sich bewirbt, sollte gewährleisten können, dass er an einem oder mehreren der Veranstaltungstage (4. – 6. Juli 2022) für eine Teilnahme zur Verfügung steht. Vorderhand ist die Durchführung des Camps mit physischer Teilnahme aller Beteiligten vor Ort in den Powerplay Studios geplant. Über nötige Schutzmassnahmen oder eine allfällige hybride Durchführung werden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer rechtzeitig informiert.

Termine und Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Die Auswahl aller Künstlerinnen und Künstler, die zum Camp eingeladen werden, erfolgt durch die künstlerische Leitung. Eine geeignete Zusammensetzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist für den kreativen Erfolg der «Songwriting sessions» von entscheidender Bedeutung.

Zusagen respektive Einladungen und weitere Informationen zur Teilnahme am SUISA Songwriting Camp 2022 werden bis am 26. Juni 2022 persönlich durch den künstlerischen Leiter mitgeteilt.

Es werden keine Absagen verschickt. Wer bis zum 26. Juni 2022 keine Zusage erhalten hat, konnte für die Teilnahme am Songwriting Camp 2022 nicht berücksichtigt werden.

Erfahrungsgemäss wird die Anzahl der Bewerbungen die Zahl der zur Verfügung stehenden Teilnahmeplätze übersteigen. Zu beachten ist, dass durch die Bewerbung zu keiner Zeit ein Anspruch auf eine Teilnahme entsteht. Über die Platzvergabe wird ausserdem keine Korrespondenz geführt. Zur Durchführung von weiteren von der SUISA unterstützten Songwriting Camps können derzeit noch keine Angaben gemacht werden.

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  1. Argyle Singh Koncon sagt:

    Argyle here!

    Would love to join again this year!

    Cheers
    A.

    • Manu Leuenberger sagt:

      Dear Argyle
      We are pleased that you enjoyed your last participation in our camp. The best thing is to send us your dossier with your application so that we can forward it to the artistic director for the selection.
      Kind regards, SUISA Communication Department

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SUISA-Panel am M4music: Welchen Einfluss hat Streaming aufs Songwriting? │ mit Video

Musik wird heute häufig über Streaming-Plattformen konsumiert. Bei Millionen von verfügbaren Songs gehen einzelne Stücke rasch einmal unter. Und oft müssen Songs die Hörerin oder den Hörer in den ersten Sekunden packen – der nächste Song ist nur einen Klick entfernt. Beeinflusst der Streaming-Vertriebskanal das Songwriting? Diese Frage wird am SUISA-Panel am M4music Festival 2022 diskutiert. Text von Giorgio Tebaldi; Video von Lisa Burth

Vorbei sind die Zeiten, in denen die Musikkonsumentinnen und -konsumenten ein Album vom ersten bis zum letzten Song durchhörten. 2021 machten laut dem Branchenverband Ifpi CDs und Schallplatten in der Schweiz etwas mehr als 10% der Musikverkäufe aus, die restlichen 90% fallen auf den Online-Bereich, davon über 80% auf Streaming.

Die Verlagerung von Tonträgern zu Streaming ist für die Künstler/innen in mehrerer Hinsicht relevant. Bei den CDs und LPs erfolgt die Entlohnung für die Vervielfältigung und den Verkauf von physischen Einheiten in kompletter Form. Heute werden die Urheber/innen, Interpreten/innen und Produzenten/innen für einzelne Streams bezahlt; und diese zählen nur, wenn ein Stück für mindestens 30 Sekunden angehört wird. Die Krux dabei ist: Für die Musikkonsumentinnen und -konsumenten ist das nächste Stück nur einen Klick entfernt. Für die Songwriter/innen und Interpreten/innen bedeutet dies, dass sie die Hörer/innen schon in den ersten Sekunden eines Songs überzeugen müssen weiterzuhören.

Einen ersten Einblick wie Komponistinnen und Komponisten mit dem heutigen Verhalten der Hörer/innen umgehen, gibt die Zürcher Musikerin Evelinn Trouble im Videointerview.

SUISA-Panel am M4music: «How Streaming is Changing Songwriting»

Welchen Einfluss das geänderte Musik-Konsumverhalten für Songwriter/innen und Labels hat, wird am SUISA-Panel am diesjährigen M4music Festival diskutiert. Unter dem Titel «How Streaming ist Changing Songwriting» diskutieren Komponistinnen, Komponisten, Produzenten und Label-Verantwortliche darüber, welchen Einfluss Streaming hat auf die Art und Weise, wie Songs geschrieben, produziert und veröffentlicht werden.

Die Panelteilnehmer/innen sind:

  • Evelinn Trouble, Songwriterin, Sängerin, Produzentin und Visual Artist aus Zürich
  • Julie Born, Managing Director von Sony Music Schweiz
  • Henrik Amschler aka HSA, Songwriter und Produzent aus Zürich
  • Loris Cimino, Produzent und Songwriter aus Frankfurt/Zürich

Moderiert wird das Panel von Nina Havel.

Das SUISA-Panel findet am Freitag, 25. März 2022 um 16:00 Uhr in der Matchbox im Zürcher Schiffbau statt. Das Panel ist kostenlos und frei zugänglich.

Das M4music Festival 2022

Nachdem das Festival aufgrund der Corona-Pandemie 2020 abgesagt werden musste und 2021 in verkleinert Form durchgeführt wurde, findet das Popmusikfestival des Migros-Kulturprozent dieses Jahr wieder in gewohnter Form am Freitag und Samstag, 25.und 26. März 2022, im Schiffbau in Zürich statt. Neben Podiumsdiskussionen, Workshops und Panels zu aktuellen Themen des Musikbusiness treten am Festival auch zahlreiche Schweizer und internationale Künstler/innen auf.

www.m4music.ch

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«Musicians in Conversation»: Podcast von Helvetiarockt

Unter dem Titel «Musicians in Conversation» lancierte Helvetiarockt, die Schweizer Koordinationsstelle und Vernetzungsplattform für Musikerinnen im Jazz, Pop und Rock, im Dezember 2020 eine Podcast-Reihe. Ab Freitag, 7. Januar 2022, läuft die zweite Staffel. Im Zentrum steht das Sichtbarmachen von Vorbildern sowie die Vernetzung innerhalb der Schweizer Musikszene. Die SUISA ist Partnerin der neuen Podcast-Reihe. Text von Giorgio Tebaldi

«Musicians in Conversation»: Podcast von Helvetiarockt

In der ersten Episode des Helvetiarockt-Podcasts spricht die Musikerin und Tontechnikerin Anna Murphy über den kreativen Prozess beim Songwriting und ihren Weg zur Tontechnikerin – und ermuntert andere Frauen dazu, ebenfalls einen Weg in die Musikproduktion einzuschlagen. (Foto: Valentina Mahler)

Anna Murphy, La Nefera, Jessiquoi und Jasmin Albash – dies sind einige der weiblichen, non-binären, trans oder intersex Musiker/innen und DJs, die in der zweiten Staffel des Podcasts «Musicians in Conversation» von Helvetiarockt zu Wort kommen. Im Podcast wird über Musik im Allgemeinen, kreative Prozesse und Erfahrungen im Musikbusiness gesprochen. Mit diesem Angebot will Helvetiarockt für Musiker/innen eine Vielzahl an Vorbildern schaffen.

Die Podcast-Gäste und ihre Geschichten haben Vorbildcharakter und machen Mut. Sie zeigen auf, dass es verschiedene Wege und Möglichkeiten gibt, sich in der Musikwelt professionell zu bewegen, und dass niemand allein ist, der diesen Schritt wagen will. Der Podcast richtet sich allerdings nicht nur an aufstrebende Musiker/innen, sondern will grundsätzlich inspirieren und erlaubt allen – auch Nicht-Musiker/innen – einen Blick hinter die Kulissen des Musikbusiness.

Die Interviews führt die in Genf ansässige Londoner Musikerin, DJ und Journalistin Natalia Anderson. «Wir versuchen zu entmystifizieren und aufzuzeigen, wie unterschiedlich man sich in der Musik involvieren kann», wird Natalia Anderson in der Medienmitteilung von Helvetiarockt zitiert. «Mit dem Podcast machen wir unterrepräsentierte Gruppen in der Schweizer Musikszene sichtbar – in all ihren Facetten.»

Frauen in der Musikbranche

In der Schweizer Musikszene sind Frauen gegenüber den männlichen Kollegen in der Minderheit: Der Anteil Musikerinnen auf Schweizer Bühnen beträgt laut Helvetiarockt gerade mal 11%, in der Musikproduktion sind es mit 2% sogar noch weniger.

Dies widerspiegelt sich auch beim Anteil weiblicher SUISA-Mitglieder: Dieser beträgt aktuell 19 Prozent. Auch wenn die Tendenz leicht steigend ist – in den letzten Jahren lag der Frauenanteil bei den Neumitgliedern der SUISA jeweils bei 21% (2018, 2019) respektive 23% (2020) und zuletzt im 2021 bei 26% Prozent –, so gibt es in der Schweizer Musikbranche verglichen zum weiblichen Bevölkerungsanteil von über 50 Prozent aber nach wie vor ein Ungleichgewicht.

Der Podcast von Helvetiarockt will diesen (noch) kleineren Teil der Musikschaffenden sichtbar machen und aufstrebende Musiker/innen auf ihrem Weg ins Musikbusiness unterstützen und stärken.

Die SUISA ist Partnerin von Helvetiarockt

Die SUISA ist Partnerin für die zweite Staffel von «Musicians in Conversation». Sie unterstützt Helvetiarockt seit 2019 im Rahmen eines Sponsoring-Engagements finanziell und hinsichtlich Visibilität.

Die zweite Staffel des Podcasts läuft ab Freitag, 7. Januar 2022 und erscheint zweiwöchentlich. In der ersten Episode des Helvetiarockt-Podcasts spricht die Musikerin und Tontechnikerin Anna Murphy über den kreativen Prozess beim Songwriting und ihren Weg zur Tontechnikerin – und ermuntert andere Frauen dazu, ebenfalls einen Weg in die Musikproduktion einzuschlagen.

Die Podcasts «Musicians in Conversation» von Helvetiarockt findet ihr hier:
www.helvetiarockt.ch/podcasts

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Unter dem Titel «Musicians in Conversation» lancierte Helvetiarockt, die Schweizer Koordinationsstelle und Vernetzungsplattform für Musikerinnen im Jazz, Pop und Rock, im Dezember 2020 eine Podcast-Reihe. Ab Freitag, 7. Januar 2022, läuft die zweite Staffel. Im Zentrum steht das Sichtbarmachen von Vorbildern sowie die Vernetzung innerhalb der Schweizer Musikszene. Die SUISA ist Partnerin der neuen Podcast-Reihe. Text von Giorgio Tebaldi

«Musicians in Conversation»: Podcast von Helvetiarockt

In der ersten Episode des Helvetiarockt-Podcasts spricht die Musikerin und Tontechnikerin Anna Murphy über den kreativen Prozess beim Songwriting und ihren Weg zur Tontechnikerin – und ermuntert andere Frauen dazu, ebenfalls einen Weg in die Musikproduktion einzuschlagen. (Foto: Valentina Mahler)

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Ghost Festival: Die grosse Stille

Am kommenden Wochenende findet mit dem Ghost Festival die grösste Konzertveranstaltung der Schweiz statt. Rund 300 Bands, Künstlerinnen und Künstler stehen auf dem Line-up. Bloss: Es gibt weder Auftritte noch Musik oder Lichtshow. Konzipiert als Solidaritätsaktion für die Schweizer Musikszene, steht das Ghost Festival sinnbildlich für die desaströse Lage der Kulturschaffenden in der Corona-Krise. Die SUISA unterstützt das Festival als Sponsor. Und hat mit Baldy Minder, Mitorganisator des Festivals, ein Videointerview über die Hintergründe des Nicht-Festivals geführt. Text von Giorgio Tebaldi; Video von Nina Müller

Das Line-up des Ghost Festivals lässt das Herz eines jeden Liebhabers Schweizer Pop- und Rockmusik höher schlagen: Etablierte Grössen wie Stephan Eicher, Patent Ochsner oder Dodo stehen neben «jungen Wilden» wie Crème Solaire, Annie Taylor oder KT Gorique. Doch leider bleibt es grösstenteils nur bei den Namen. Musik wird man an diesem Anlass vermissen, genauso wie fulminante Live-Shows oder ganz einfach das normale Festival-Feeling mit Zelten, Catering-Ständen und Anstehen vor den mobilen Toiletten.

Das Ghost Festival ist «das Festival, das nicht stattfindet». Nicht stattfinden wird es am Wochenende vom 27. und 28. Februar 2021.

Geisterspiele im Fussball standen Pate für das Ghost Festival

Ins Leben gerufen von einigen Berner Musikbegeisterten – dem Ghost Club –, ist das Ghost Festival ein Solidaritätsakt für Schweizer Musikschaffende. Ein Mitglied des Ghost Clubs ist Baldy Minder, Booker und Manager von Acts wie dem Berner Hip-Hop-Kollektiv Chlyklass oder der Rapperin 11Ä. Im Videointerview erzählt er uns im Backstage-Bereich des Zürcher Konzertlokals Exil, was die Grundidee des Ghost Festivals ist: «Im Fussball gibt es Geisterspiele. Und als solidarischer Fussballfan erneuerst Du heutzutage dein Saison-Abo trotzdem, obwohl die Zukunft ungewiss ist. Und so entstand die Idee für das Ghost Festival.»

Konkret können Musikfans Tickets kaufen für das Festival: Einen 1-Tagespass für 20 Franken, einen 2-Tagespass für 50 Franken oder ein VIP-Ticket für 100 Franken. Und weil es ja nicht stattfindet, sind die Tickets nie ausverkauft. Zudem gibt es von T-Shirts über Mützen bis zu Hoodies und Jacken eine breite Palette an Ghost-Festival-Merchandising zu kaufen. Die Einnahmen fliessen an die Künstlerinnen und Künstler sowie ihre Booker, Licht- und Tontechniker und andere. Dieses Geld für die Kulturschaffenden ist mehr als nur ein netter Zustupf: In der aktuellen Lage fällt für die meisten Musikschaffenden – im weitesten Sinne – die wichtigste Einnahmequelle weg: die Konzerte. Und diese Situation dauert – mit einigen kurzen Lockerungen im Sommer 2020 – nun genau ein Jahr an. Eine Besserung ist noch nicht in Sicht.

Ein Loch von über 50 000 Franken in den Kassen der Urheber und Verleger von Musik

Dies widerspiegelt sich bei der SUISA auch in den Einnahmen aus den Aufführungsrechten, zu denen unter anderem Konzerte und Festivals gehören. Am Beispiel des Ghost Festivals lässt sich dies gut aufzeigen: Rund 15 000 Tickets wurden bis anhin für das Festival verkauft. Würde es sich um einen normalen Anlass handeln, an welchem die Künstlerinnen und Künstler ihre Songs spielen, erhielten die Komponisten, Textautoren und Verleger der aufgeführten Stücke über 50 000 Franken an Urheberrechtseinnahmen. Da aber keine Musik gespielt wird, fallen diese Einnahmen weg.

Rund 400 Festivals finden in der Regel jedes Jahr in der Schweiz – dem Land mit der weltweit grössten Festivaldichte – statt. Die meisten dieser Festivals mussten letztes Jahr wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Entsprechend sind bei der SUISA 2020 die Urheberrechtseinnahmen aus Konzerten um über 50% tiefer ausgefallen als im Jahr zuvor. In absoluten Zahlen sind dies im Vergleich zu 2019 rund 12 Millionen Franken weniger, die den Musikschaffenden aus den Konzerteinnahmen 2020 verteilt werden. Und diese Misere wird auch 2021 und voraussichtlich 2022 andauern.

Eine Solidaritätsaktion auch für Booker, Tontechniker, Roadies und weitere

Und dies sind nur die Einnahmen für diejenigen, die Musikstücke komponiert oder getextet haben oder als Verleger tätig sind. Für die Musiker kommen noch Gagenausfälle hinzu, die in der Regel um einiges höher sind als die Urheberrechtsvergütungen. Die Konzert- und Festivalausfälle machen allerdings nicht nur den Musikerinnen und Musikern zu schaffen: Unter der mittlerweile seit rund einem Jahr dauernden Krise leiden auch diejenigen Personen, die ein solches Festival und Konzerte allgemein möglich machen: Booker, Ton- und Lichttechniker, Roadies, Tour-Manager, Merchandise-Verkäufer, Sicherheitspersonal oder natürlich auch die Konzertveranstalter selber.

«Die Idee ist, dass nicht nur die Bands profitieren, sondern dass es eine ganzheitliche Förderung oder Unterstützung gibt von Leuten, die in dieser Szene arbeiten», sagt Baldy Minder. «Wenn Bands unterwegs sind, dann haben sie noch einen Tour-Manager, Licht-Engineering oder einen Tontechniker; Bands, die mit Instrumenten unterwegs sind, haben Stage-Hands, die helfen, Sachen zu tragen. Es sind ganz viele Leute involviert, die momentan viel weniger zu tun haben und viel weniger Einnahmen haben.»

100% der Ticketeinnahmen gehen an die Musikschaffenden

Deshalb konnten die Künstlerinnen, Künstler und Bands zusätzlich noch zwei Personen aus ihrer Entourage angeben, die ebenfalls von den Einnahmen des Ghost Festivals profitieren. Insgesamt sind dies rund 1300 Personen. «Das eingenommene Geld wird auf Köpfe verteilt und nicht auf Bands», erklärt Baldy Minder. Während die Einnahmen aus Ticket- und Merchandisingverkäufen zu 100% an die Musikschaffenden fliessen, wird ein Teil der Sponsorengelder aufgewendet, um die Arbeit der Organisatoren zu bezahlen. «Die Partnerschaften ermöglichen, dass wir unseren Lohn bezahlen können», sagt Baldy Minder. Und fügt an: «Was von den Sponsoringgeldern übrigbleibt, wird an die Künstlerinnen und Künstler verteilt.»

Eine der grössten Herausforderungen für die Organisatoren war das Zeitmanagement: Die Idee entstand Ende November 2020. Es blieben drei Monate, um das grösste Festival der Schweiz auf die Beine zu stellen. Und auch wenn letztlich keine Auftritte stattfinden werden, gibt es einige Parallelen zwischen der Organisation eines Geister-Festivals und eines richtigen Festivals, wie Baldy Minder erzählt: «Ein grosser Teil ist sehr ähnlich wie bei einem richtigen Festival. Du machst ein Booking, du gleist die ganze Promotion-, Social-Media- und Pressekampagne auf. Du hast sehr viel Kontakt mit den Bands. Was wegfällt ist die ganze Infrastruktur. Du musst keinen Zaun aufbauen, keine Bühne aufbauen, wir müssen keine PA-Firma organisieren. Es braucht keine Security. Wir müssen keine SUISA-Abgaben bezahlen, da urheberrechtlich nichts passieren wird – es wird schlussendlich kein Pieps zu hören sein.»

Höchstens Geistertöne

Die Veranstalter haben auch bewusst darauf verzichtet, für das Wochenende Streaming-Konzerte zu organisieren, wie Baldy Minder sagt: «Es fragen viele Leute nach den Streams – aber Nein, es gibt jetzt einfach mal nichts, keine Musik. Jetzt ist einfach mal der Zeitpunkt, an dem man sich zurücklehnen kann und etwas zurückgeben kann.»

Für die Zuschauer des Ghost Festivals, die keine Stille wollen und die Musik vermissen, gibt es dennoch etwas zu hören – auch wenn es keine Musik ist: «Wir werden ein Album rausbringen. Es wird keine Compilation sein, sondern ein Album als «The Ghost Orchestra», lässt Baldy Minder verlauten. Es wird am 26.2. herauskommen, also einen Tag vor dem Festival.» Veröffentlicht wird es als CD – auch hier mit einer klaren Idee dahinter, wie Baldy Minder erzählt: «Die CD ist ja völlig antizyklisch – also auch so etwas wie ein Ghost, der langsam verschwindet.» Auf der mysteriösen CD werden die meisten der Bands auf dem Line-up vertreten sein. Und dies sind Künstlerinnen und Künstler aus allen Sprachregionen der Schweiz. Schliesslich betrifft die Covid-19-Pandemie Musikschaffende in der ganzen Schweiz.

Die SUISA ist Partnerin des Ghost Festivals
Die Covid-19-Krise betrifft die Mitglieder der SUISA in starkem Masse. Aus diesem Grund engagiert sich die SUISA als Sponsoringpartnerin des Ghost Festivals – nicht nur die Genossenschaft selber, sondern auch deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Jedes Ticket, das von der SUISA-Belegschaft gekauft wird, wird von der Firma vergoldet: Jedes 1-Tagesticket wird zu einem 2-Tagesticket upgegradet, jedes 2-Tagesticket zu einem VIP-Ticket, und für jedes verkaufte VIP-Ticket erhalten die Mitarbeitenden ein zweites VIP dazu.Darüber hinaus wird die SUISA am Festivalwochenende eine Festivalberichterstattung machen und mit einigen Künstlerinnen, Künstlern und auch Veranstaltern sprechen. Mehr Infos werden in den kommenden Tagen auf www.instagram.com/suisamusicstories veröffentlicht.

 

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Jessiquoi: Von der Freiheit, sich selber zu erfinden

Die Identitätssuche ist ihre treibende kreative Kraft. Damit kreiert Jessica Plattner alias Jessiquoi ein audiovisuelles Gesamtkunstwerk. Sie sei «proppenvoll» mit Ideen, sagt die 31-jährige Bernerin. Dank dem Get Going!-Beitrag steht der Verfolgung ihrer Ziele nichts mehr im Wege. Gastbeitrag von Rudolf Amstutz

Jessiquoi: Von der Freiheit, sich selber zu erfinden

Jessiquoi (Foto: Manuel Lopez)

«Wenn ich einmal gross bin, dann möchte ich einen Konzertflügel auf der Bühne haben», sagt Jessica Plattner und lacht ob dem gewählten Ausdruck. Natürlich ist die 31-Jährige längst erwachsen, doch die Aussage deutet eben auch darauf hin, dass sie sich als Künstlerin auf einem Pfad der Weiterentwicklung sieht, der noch längst nicht abgeschlossen ist. Und dies obwohl sie mit ihrem Alter Ego Jessiquoi zu den beeindruckendsten Schweizer Acts gehört. Sie komponiert und produziert sich selber. Sie ist zuständig für das Visuelle und kreiert laufend phantastische Welten, in denen sich Jessiquoi mit Hilfe von mal brachialen, mal zärtlichen Electro-Klangwelten stets neu erfindet, neu definiert.

«Für mich ist Identität etwas Flüssiges», sagt Jessica und zitiert Drag Queen Ru Paul: «You’re born naked. The rest is drag.» Und fügt dann an: «Ich denke, jeder Mensch hat die Freiheit, sich neu zu erfinden. Es bedarf auch keiner Rechtfertigung, wenn ein Mensch sein Leben in eine völlig neue Richtung lenkt. Es ist wie in einem Video Game, wo jede und jeder für sich seinen eigenen Avatar bestimmen kann.»

Die Identitätssuche als treibende kreative Kraft: Bei Jessica liegt dies auch in ihrer aussergewöhnlichen Biographie begründet. Sie wurde in Bern geboren. Kurz darauf wanderte die Familie nach Australien aus. Als sie im Teenager-Alter war, wurde ihrem Vater ein Job am Konservatorium in Bern angeboten und die Familie zog zurück in die Schweiz. Damit wurde auch der noch junge Lebenslauf in andere Bahnen gelenkt. Jessica wollte professionelle Tänzerin werden und besuchte dafür in Sidney bereits die notwendige Ausbildung. Zudem sprachen die Plattners zuhause ausschliesslich Englisch. «Wenn ich meine tänzerische Karriere hätte fortsetzen wollen, dann hätte ich nach Rotterdam oder Berlin gehen müssen. Aber ich wollte bei meiner Familie sein», sagt sie. «Ich hatte in Bern anfänglich das Gefühl Ausländerin zu sein und fühlte mich ausgegrenzt. Erst als ich Berndeutsch zu sprechen begann, waren plötzlich alle nett.» Die Sprache fiel ihr leicht, ihr Deutschlehrer gab ihr gar den Übernamen «Tape Recorder», «weil ich alles so perfekt wiedergeben konnte», lacht sie.

Alternative Existenz

Die Suche nach der eigenen Identität in dieser fremden Heimat mündete dann – dem Tanz beraubt – in der Musik. «Wir hatten immer schon ein Klavier zuhause, aber das hatte ich früher nie angerührt. Ich hatte zwar mal kurz Unterricht, aber ich fand dies furchtbar. Doch plötzlich begann ich jeden Tag an eigenen Songs zu basteln», schildert sie ihre musikalischen Anfänge.

Aber als wäre der Verlust der gewohnten Umgebung nicht bitter genug, erlitt Jessica vor sieben Jahren den wohl schmerzlichsten Schicksalsschlag, den man sich vorstellen kann. Ihr um zwei Jahre jüngerer Bruder starb. «Wir teilten uns alles und wurden von aussen oft gar als Zwillinge wahrgenommen», sagt sie und erzählt dann, wie der Bruder es war, der sie für die Welt der Video Games und Filmsoundtracks begeistern konnte.

Und genau dort, in jenen Welten, wo sich jeder neu erfinden kann, fand Jessica als Jessiquoi ihre neue Heimat. «Man könnte sagen, dass Jessiquoi eine Kunstfigur ist, aber in Wahrheit ist sie eigentlich eine andere Version von mir», sagt sie und ergänzt: «Die Figur kann auch Angst machen, weil Jessiquoi sich nicht in unserem fixen System der klaren Geschlechterrollen und nationalen Identitäten bewegt.»

Jetzt erzählt sie auf ihren Alben von eben diesen fremden Welten, in denen die Täler verseucht sind und die Menschen sich auf die Gipfel der Berge flüchten und wo Piloten in der Lage sind, Richtung einer besseren Existenz zu fliegen. Auf der Bühne setzt sie diese alternative Existenz ganz alleine um. Auf einem Holzwagen hat sie die elektronischen Instrumente und die Kommandozentrale für die visuellen Effekte und so betanzt und bespielt Jessiquoi als Alleinherrscherin die Bühne, die ein Ort der Selbstbestimmung und der ständigen Neupositionierung ist. Jessiqoui erschafft ein in seiner Kompromisslosigkeit beeindruckendes Gesamtkunstwerk, mit dem sie auch schon in Sevilla oder New York für Begeisterung sorgte.

Der Holzwagen – oder wie sie ihn nennt – das «Wägeli» ist wie auch die chinesische Harfe, die sie live spielt, eine Reminiszenz an die chinesische Kultur, zu der sie eine grosse Affinität besitzt. «In der Sprachschule konnte mich eine chinesische Freundin für ihre Kultur begeistern. Und einmal als ich in China war – es war drei Uhr morgens in Shanghai – wollte ich noch was essen und da war diese alte Frau mit ihrem Holzwagen, die darauf das Essen kochte. Dieser alte Wagen inmitten dieser Metropole: Das war ein Bild, das mich nie mehr los liess. Ich wollte diese Frau sein», erzählt sie und schmunzelt.

Neue Songs basteln

Selbstbestimmung ohne Wenn und Aber und die Freiheit, das eigene Ich im flüssigen Zustand zu erhalten, sieht Jessica als Notwendigkeit für ihre Kunst an. «Für mich ist die Hauptaufgabe von Künstlerinnen und Künstlern, die Zukunft unserer Zivilisation neu zu träumen oder sichtbar zu machen, weil diese die Welt und die Menschen um sich herum aufnehmen, analysieren, kritisieren und neu formulieren.»

Dank dem Get Going!-Beitrag steht dieser spannenden Entwicklung nichts im Wege. «Ich habe mich über Konzerte finanzieren müssen, darunter litt die Zeit, um an neuen Songs zu basteln. Jetzt habe ich auf einen Schlag mein Jahresbudget zur Verfügung», strahlt sie. Wohin die Reise sie letztlich führen wird, ist völlig offen: «Ich weiss nicht, was ich morgen für Musik machen werde. Sie kommt einfach. Aber ich werde mir aus marktstrategischen Gründen nie vorschreiben lassen, wie ich zu klingen habe. Ich arbeite an meiner Identität. Ich. Nur ich allein.»

www.jessiquoi.com

Seit 2018 hat die FONDATION SUISA mit der Vergabe von neuen Werkbeiträgen begonnen. Unter dem Titel Get Going! werden kreative und künstlerische Prozesse finanziell angestossen, die sich ausserhalb der gängigen Kategorien befinden. In einer Porträtserie stellen wir jedes Jahr die Empfängerinnen und Empfänger dieser Get Going!-Beiträge vor. Die Ausschreibung für 2020 dauert noch bis Ende August.

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Die Identitätssuche ist ihre treibende kreative Kraft. Damit kreiert Jessica Plattner alias Jessiquoi ein audiovisuelles Gesamtkunstwerk. Sie sei «proppenvoll» mit Ideen, sagt die 31-jährige Bernerin. Dank dem Get Going!-Beitrag steht der Verfolgung ihrer Ziele nichts mehr im Wege. Gastbeitrag von Rudolf Amstutz

Jessiquoi: Von der Freiheit, sich selber zu erfinden

Jessiquoi (Foto: Manuel Lopez)

«Wenn ich einmal gross bin, dann möchte ich einen Konzertflügel auf der Bühne haben», sagt Jessica Plattner und lacht ob dem gewählten Ausdruck. Natürlich ist die 31-Jährige längst erwachsen, doch die Aussage deutet eben auch darauf hin, dass sie sich als Künstlerin auf einem Pfad der Weiterentwicklung sieht, der noch längst nicht abgeschlossen ist. Und dies obwohl sie mit ihrem Alter Ego Jessiquoi zu den beeindruckendsten Schweizer Acts gehört. Sie komponiert und produziert sich selber. Sie ist zuständig für das Visuelle und kreiert laufend phantastische Welten, in…Weiterlesen

Anna Gosteli: «Ich weiss nie, wo mich was hinführt»

Trotz herausragender Ausbildung und kommerziellen Erfolgen in zahlreichen Bands: Zu oft brillierte Anna Gosteli im Hintergrund. Nun emanzipiert sich die 35-jährige Solothurnerin und findet in der Summe ihrer zahlreichen Erfahrungen zu lang ersehnter musikalischer Identität. Der Get Going!-Beitrag 2019 sorgt dabei für die nötige finanzielle Unabhängigkeit. Gastbeitrag von Rudolf Amstutz

Anna Gosteli: «Ich weiss nie, wo mich was hinführt»

Anna Gosteli (Foto: Manuel Vescoli)

Puzzleteile wie Mosaiksteine – lose verteilt schimmern sie in allen möglichen Farben und doch: Ein Gesamtbild fehlt. Für die Identität des fertigen Bildes fehlt die richtige Anordnung, der richtige Verlauf. «Von allem etwas und nichts richtig», umschreibt Anna Gosteli diesen Zustand, in dem sie sich Jahre befand. Und dies, obwohl sich diese einzelnen Puzzleteile sehen respektive hören lassen können: Mit sieben Jahren Klavierunterricht, danach Klarinette, später Schulchor. Zuhause im österreichischen Vorarlberg auch eine gitarrenspielende Mutter und ein Saxophon spielender Vater. «Ich kam schon als Kind mit allen möglichen Stilen in Kontakt, mit Evergreens und mit Schlager und immer war bei uns ein Instrument zur Hand, um zu musizieren.»

Mit 14 dann der Wechsel in die Schweiz. Wieder ein neuer Mosaikstein, auf den in regelmässigen Abständen immer neue Teile folgen. Mit 21 wird sie Mitglied des Basler ArtPop-Kollektivs The bianca Story. Einer steilen Karriere scheint nichts im Wege. Auftritte an der Deutschen Oper Berlin, Aufnahmen in den Abbey Road Studios in London, und doch: «Ich war zu Beginn das Mäuschen in der Band», sagt die 35jährige heute und fügt rasch an: «Dieses Empfinden hatte ich ganz persönlich, das lag nicht an meinen männlichen Kollegen. Die behandelten mich stets als gleichwertiges Mitglied.» Als äusserst talentierte Sängerin war Gosteli trotz internationalem Erfolg stets die zweite Stimme. Kombiniert mit ihrer zurückhaltenden Art hinterliess dieser Zustand in ihr ein Gefühl, dass da eigentlich mehr sein könnte.

Mit dem Besuch der Jazzschule in Basel begann die Emanzipation. Komposition bei Hans Feigenwinter, Gesang bei Lisette Spinnler und Harmonielehre bei Lester Menezes. Heute kann sie darüber lachen, aber «damals habe ich geweint, wenn Lester mich wieder genervt darauf aufmerksam gemacht hat, dass das, was ich mache, langweilig sei. Ich würde zu schön singen.» Letztlich entpuppte sich diese Hassliebe als wichtiger Motor, um aus den zugeordneten Rollen auszubrechen und auf die innere Stimme zu hören. Langsam aber sicher schienen sich die über Jahre gesammelten Puzzleteile zu ergänzen. Es wuchs die Gewissheit, dass sich dahinter womöglich ein grosses, in sich stimmiges Bild verbirgt.

Mit Fabian Chiquet von The bianca Story gründete sie Chiqanne. Gemeinsam kreieren sie wunderbare Popsongs mit Tiefgang. «Plötzlich schrieb ich Texte in deutscher Sprache und stand auf der Bühne ganz vorne.» Doch der entscheidende Schritt beim Zusammensetzen des Puzzles sollte sich erst mit «Dr Schnuu und sini Tierli» ergeben, mit einer Sammlung von Liedern für Kinder – und wichtig – auch für deren Eltern. Geplant war dies nicht, wie so Vieles in der abwechslungsreichen Karriere. «Ich weiss nie, wo mich was hinführt. Aber das ist ja auch irgendwie ein Konzept», lacht sie.

Es war an Weihnachten, als die Mutter eines heute sechsjährigen Sohnes, noch ein Geschenk für die Kinder ihrer Freunde brauchte. «Und weil ich damals arg in Geldnot war, habe ich halt ein Lied geschrieben und jedem Kind eine Strophe geschenkt.» Auf den Song übers «Federvieh» folgte der «Biber», den sie als Dank für den Berliner Wohnungsaufenthalt dem Filmkomponisten Biber Gullatz schenkte, mit dem sie für die Vertonung von Fernsehfilmen oft zusammenarbeitet. «Erst da kam mir der Gedanke, eine Sammlung von Kinderliedern zu schreiben.»

Es sind genau diese Lieder, hinter denen sich schon fast die Summe aller musikalischen Erfahrungen verbirgt, die Gosteli in ihrer Karriere gesammelt hat, und die darauf hindeuten, dass sich das Puzzle zu einem schillernden Werk fügen wird. Mit viel Schalk, aber auch mit ungemein psychologischem Tiefgang, zeigen diese Lieder Gostelis textliches Talent, während sich in der Musik – die sie gemeinsam mit Gitarristin Martina Stutz auf die Bühne bringt – die stilistische Reise vom Evergreen über den Schlager zum Popsong bis hin zum Jazz widerspiegelt.

«Ich sprudle zurzeit von Ideen», sagt Gosteli, die am Guggenheim in Liestal Gesang unterrichtet und für «Helvetiarockt» den «Female Bandworkshop» in Co-Leitung mit Evelinn Trouble führt. Und last but not least nimmt sie in der neu gegründeten Formation Kid Empress nun Anlauf, das Puzzle ganz nah an dessen Vervollständigung zu bringen. «Endlich», sagt Gosteli, «habe ich drei musikalisch Gleichgesinnte. Wir treffen die Entscheidungen gemeinsam, und dies, ohne dabei Kompromisse eingehen zu müssen.»

Der «Schnuu» und der stilübergreifende Sound von Kid Empress deuten bereits eindrücklich an, dass sich das anfängliche «Von allem etwas und nichts richtig» zu einer eigenständigen Identität verdichtet. «Der Get Going!-Beitrag gibt mir gerade zur richtigen Zeit die nötige finanzielle Luft, um mich in eben diese neuen kreativen Abenteuer stürzen zu können.» Und dann strahlt sie noch einmal über das ganze Gesicht.

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«Es wäre schön, wenn durch diese Krise eine Art Sensibilisierung stattfinden würde»

Während der Corona-Krise bietet die SUISA einigen Mitgliedern im Rahmen des Projekts «Music for Tomorrow» eine Plattform, auf der sie über ihr Schaffen und ihre Herausforderungen in dieser Zeit berichten. Dieses Mal erzählt die Zürcher Musikerin und Songwriterin Anna Känzig, wie es sich anfühlt, wenn eine Konzertabsage nach der anderen reinflattert und wieso sie trotzdem den Mut nicht verloren hat. Für «Music for Tomorrow» performte sie exklusiv ihren Song «House of Cards», welcher die momentanen Umstände schön umschreiben. Text von Nina Müller; Video von Anna Känzig, ergänzt von Nina Müller

Bereits in jungen Jahren war Anna Känzig (35) schon sehr musikalisch. Im Alter von fünf Jahren lernte sie, Gitarre zu spielen. Später folgten der Bass und das Klavier und auch ihre schulische Ausbildung fand im musikalischen Bereich statt. An der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) machte sie ihren Bachelor in der Jazz-Abteilung und seit 2009 ist Känzig aus der Schweizer Musikszene nicht mehr weg zu denken. Mit ihrer klaren Stimme begeisterte die Zürcherin bereits Zuschauer am Montreux Jazz Festival, Gurten Festival, Energy Air und am Finale des Elite Model Look 2016.

Seit 2014 ist sie bei Sony Music Switzerland unter Vertrag und hat bereits drei Alben produziert, ersteres noch beim Label Nation Music. Das Album «Sound and Fury», auf dem auch auf «House of Cards» drauf ist, hat sie zusammen mit dem Musikproduzenten Georg Schlunegger von Hitmill produziert, und Lars Norgren, der auch mit der schwedischen Popmusikerin Tove Lo zusammenarbeitet, hat das Album gemischt.

2016 war ihr Song «Lion’s Heart» die Hymne der Spendenaktion «Jeder Rappen zählt». Anna Känzig ist die erste Frau, die den offiziellen Song für die Spendenaktion von SRF und der Glückskette beisteuerte.

«House of Cards»

Für «Music for Tomorrow» hat Anna Känzig den Song «House of Cards» performt und aufgenommen. Zum Stück sagt sie: «Der Song beschreibt die momentane Situation eigentlich sehr schön. Es geht darum, dass sich Situationen von einem Tag auf den anderen ändern können und trotz minutiöser Planung plötzlich alles anders sein kann. Der Song ist vor ein paar Jahren entstanden und ist seither fester Bestandteil meines Live Programms.

Anna Känzig, wie sieht dein Arbeitsalltag als Komponistin und Textautorin während der Corona-Pandemie aus?
Ich versuche, die entstandene Zwangspause so kreativ wie möglich zu nutzen. Zu Beginn der Corona-Krise fiel mir das extrem schwer, da mich die ganze Situation lähmte. Täglich flatterten neue Konzertabsagen rein, und der geplante Single-Release schien auch plötzlich nicht mehr so viel Sinn zu machen. Irgendwann konnte ich mich dann von dieser Lethargie befreien und fand den kreativen Flow wieder. Ich kramte viele bis anhin brach gelegene Song-Ideen hervor und verschanzte mich damit in meinen Bandraum. Mittlerweile sind viele neue Songs entstanden, im besten Fall Material für ein neues Album!

Was bedeutet diese Krise für dich persönlich?
Durch die Krise musste ich mich plötzlich wieder viel intensiver mit mir und meinem Schaffen auseinandersetzen. Die kollektive Abschottung löste in mir einen kreativen Schub aus. Da keine Live-Konzerte mehr gespielt werden durften, brach der persönliche Kontakt zum Publikum abrupt ab. Viele Konzerte wurden ins Internet verlagert, was mir persönlich jedoch nicht wirklich zugesagt hat. Ich verstehe, dass alternative Formen gefunden werden müssen, doch gerade bei Streaming-Konzerten geht für mich ein wesentlicher Teil des Kulturgenusses verloren. Mittlerweile sind kleinere Konzerte wieder erlaubt, und ich merke mehr als je zuvor, dass dieser Energieaustausch zwischen Musiker und Publikum einfach nicht zu ersetzen ist.

Wie kann dich das Publikum im Moment unterstützen?
Ganz klassisch: Alben und Songs kaufen hilft immer. Das muss natürlich nicht immer bei großen Plattformen passieren. Am meisten hilft es uns, wenn die Musik direkt bei uns gekauft wird, via Webshop, oder persönlicher Anfrage. Streaming geht auch, aber hier sind die Einnahmen pro Stream halt sehr niedrig. Die sozialen Medien spielen sicher auch eine Rolle, wenn es darum geht, den Künstler zu unterstützen. Ein Like ist keine Bezahlung, aber die Aufmerksamkeit und das Teilen von Beiträgen in den sozialen Medien hilft uns, unsere Reichweite zu vergrössern und im besten Fall neue Fans zu gewinnen.

Hilft es dir, wenn Leute auf Spotify und Co deine Musik mehr streamen?
Streaming hilft zu einem kleinen Teil sicher. Viel besser wäre es jedoch, wenn die Leute die Musik auf Plattformen konsumieren würden, wo sie die einzelnen Tracks kaufen können. Es wäre schön, wenn durch diese Krise eine Art Sensibilisierung stattfinden würde und die Leute wieder mehr bereit sind, für den Kulturkonsum zu bezahlen.

Was könnte deiner Meinung nach die momentane Situation an Positives mit sich bringen?
Ich hoffe, das Manko an kulturellen Erfahrungen und Erlebnissen, das durch die Corona-Krise ausgelöst wurde, bei den Leuten neuen Hunger nach Live-Begegnungen erzeugen wird und somit so etwas wie ein Konzertbesuch wieder viel mehr wertgeschätzt wird.

Was möchtest du deinen Fans mit auf den Weg geben?
Ich freue mich, meine Fans schon bald wieder bei einem Live-Konzert begrüssen zu dürfen!

www.annakaenzig.com

«Music for Tomorrow»
Die Covid19-Krise trifft die Mitglieder der SUISA besonders hart. Die Haupteinnahmequelle vieler Komponistinnen, Komponisten, Verlegerinnen und Verleger fällt komplett weg: Auftritte jeglicher Art sind bis auf Weiteres vom Bund verboten worden. In den nächsten Wochen porträtieren wir auf dem SUISAblog einige unserer Mitglieder. Sie erzählen uns, was sie während der Covid19-Krise bewegt, was ihre Herausforderungen sind und wie ihr Arbeitsalltag derzeit aussieht. Die Musikerinnen und Musiker haben zudem für den SUISAblog zu Hause oder in ihrem Studio eine Eigenkomposition performt und gefilmt. Die SUISA bezahlt den Musikerinnen und Musikern für diese Aktion eine Gage.
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  1. Guten Tag Nina,
    danke für deinen Beitrag! Ein sehr wichtiges Thema was du da ansprichst. Es war und ist auch immer noch für uns alle eine schwere und ungewohnte Zeit.

    Liebe Grüße
    Christoph

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«Dunkel wie mein britischer Humor, aber mit einem Hauch frischer Bergluft», so beschreibt Tanya Barany ihren «Dark Pop». Geboren und aufgewachsen im Oberwallis, hat Tanja Zimmermann, wie sie bürgerlich heisst, schon früh zur Musik gefunden: «Ich singe, tanze und performe schon mein Leben lang. Die Bühnen sind einfach mit der Zeit etwas grösser geworden», sagt sie im schriftlichen Interview. «Was zu Beginn mein Bett war, ist zu einer Open-Air-Gampel-Bühne mutiert.» Ihre musikalische Karriere begann mit ihrem ersten Solo-Auftritt mit Gitarre an einer Kinderhitparade im Alter von 11 Jahren. Mit 14 gründete sie das Girl-Power-Trio Labyrinthzero, mit dem sie ihre erste EP mit Eigenkompositionen herausbrachte und über 150 Konzerte im In- und Ausland spielte.

Das musikalische Zuhause gefunden

Massgebend für ihre musikalische Karriere war die Begegnung mit Jonas Ruppen, der als Keyboarder in ihrer Band spielt und die Videos erstellt: «Er hat mir die Welt von Radiohead, James Blake usw. gezeigt – und plötzlich hatte ich mein musikalisches Zuhause gefunden!» Die beiden spielen seit nunmehr zehn Jahren zusammen Musik und und arbeiten gemeinsam am Gesamtkonzept von «Tanya Barany» – Tanya als Songwriterin und Jonas als Videoproduzent.

Ihre musikalische Ausbildung begann sie 2014 mit dem Musikstudium an der Zürcher Hochschule der Künste, wo sie von tollen Dozentinnen und Dozenten habe profitieren können. «Gleichzeitig erlernte ich auch den Umgang mit dem Aufnahmeprogramm LogicX, was mein Songwriting in eine ganz andere Richtung lenkte – mein ‹Dark Pop› erblickte das Licht der Welt!»

Das Debütalbum «Lights Disappear»

2019 erschien Tanya Baranys Debütalbum «Lights Disappear». Es folgten mehrere Auftritte auf Bühnen im In- und Ausland, z. B. Gampel Openair, Zermatt Unplugged, Swiss Live Talents oder am Blue Balls Festival.

Nebst ihrem Projekt Tanya Barany ist sie hauptberuflich als Studiosängerin und -musikerin, Songwriterin, Texterin und Vocal Coach tätig.

«Cotton Clouds»

Für «Music for Tomorrow» hat Tanya Barany den Song «Cotton Clouds» performt und aufgenommen. Zum Stück sagt sie: «‹Cotton Clouds› beschreibt das Gefühl des Eintauchens in Wasser, wo plötzlich alles herum stumm wird; wo plötzlich eine andere Welt zum Vorschein kommt. Die Wasserwände sind einerseits bedrückend (schon fast erdrückend), andererseits erinnern sie an die Geborgenheit einer Umarmung. ‹Cotton Clouds› ist mein unveröffentlichter ‹Hidden Track›. Wie meine Songs des Albums ‹Lights Disappear› ist ‹Cotton Clouds› aus meiner dunklen Herzensecke herausgewachsen, jedoch fand der Track keinen Platz auf dem Album. Ich hatte ‹Cotton Clouds› damals am Piano komponiert; Klavier spiele ich eigentlich am liebsten alleine für mich, ohne dass mir jemand zuhört. ‹Cotton Clouds› habe ich für ‹Music for Tomorrow› ausgewählt, weil ich die Zuhörer somit in meine kleine Stube einladen und euch auf eine kleine, persönliche Reise mitnehmen möchte … :-)»

Tanya Barany, wie sieht dein Arbeitsalltag als Komponistin und Textautorin während der Corona-Pandemie aus?
Tanya Barany: Momentan habe ich mehr Zeit, meine Liederideen zu fertigen Songs umzuwandeln. Deshalb versuche ich, so viel Output wie möglich zu generieren – nicht nur für mich als Tanya Barany, sondern auch als Ghostwriterin für andere Künstlerinnen und Künstler. Mein Partner, David Friedli – auch Musiker und Komponist –, und ich schreiben oft zusammen. Dabei bewegen wir uns in allen möglichen Stilrichtungen – von Folk zu Rock zu Schlager zu Electro Pop zu Soul usw. – das macht echt Spass!

Was bedeutet diese Krise für dich persönlich?
Die Krise fühlt sich für mich ein wenig wie ein Aufenthalt in einer Entzugsklinik an. Ich will eigentlich gar nicht dort sein – ich vermisse das Live-Performen, das Kulturleben und sogar das Vorausplanen – wer hätte das gedacht – und kann es kaum erwarten, wenn wieder Normalität eingekehrt.
Andererseits bringt diese Krise auch etwas Wertvolles mit sich: Zeit! Die Welt scheint sich einfach etwas langsamer zu drehen. Dabei darf ich mich plötzlich auf irgendwelche Dinge konzentrieren, die nicht unbedingt auf meiner Must-to-do-Liste sind sondern auf der Nice-to-do-Liste – das tut unglaublich gut! Diese geschenkte Zeit hat «Reboot» ermöglicht, nun fühle ich mich viel energievoller und kreativer als vor der Krise.

Wie kann dich das Publikum im Moment unterstützen?
Mein Publikum kann mich am besten unterstützen, indem es allen Freunden und Verwandten von meiner Musik erzählt und ihnen sagt, dass sie uuuunbedingt die «Lights Disappear»-CD kaufen sollen! :-) Dunkle Songs helfen durch dunkle Zeiten … :-)

Hilft es dir, wenn Leute auf Spotify und Co deine Musik mehr streamen?
Bei der Auswahl von Live-Acts schauen die Veranstalterinnen und Veranstalter u. a. auf die Anzahl «Listens» auf Spotify, Youtube usw. Deshalb ist es sicher von Vorteil, wenn meine Musik auf diesen Plattformen regelmässig gestreamt wird. Es ist auch schön zu sehen, dass meine Songs sogar am anderen Ende der Welt gehört werden! Um mich als Künstlerin aber direkt zu unterstützen, bin ich immer sehr dankbar um gekaufte Musik auf iTunes usw. oder direkt an Konzerten.

Was könnte deiner Meinung nach die momentane Situation an Positives mit sich bringen?
Ich hoffe sehr, dass das Bewusstsein der Menschen etwas geschärft wird – und zwar auf allen Ebenen! Ein bisschen mehr Fürsorge, Wertschätzung, Solidarität, Reflexion – das würde uns allen gut tun!

Was möchtest du deinen Fans mit auf den Weg geben?
Liebe Fans, zwar scheint es momentan ruhiger um Tanya Barany zu sein, jedoch arbeite ich fleissig im Hintergrund an einem neuen Konzept, damit es danach umso mehr kracht – also geniesst die Ruhe vor dem Sturm! :-) Ich freue mich jetzt schon, euch neue Songs präsentieren zu können! Danke für eure bisherige Unterstützung! Take care <3

www.tanyabarany.ch

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Noch immer sind Frauen in der Musik, auf Bühnen und als Produzentinnen untervertreten. Aus diesem Grund setzt sich der Verein Helvetiarockt seit zehn Jahren für Frauen im Pop, Jazz und Rock in der Schweiz ein. Seit 2019 unterstützt die SUISA Helvetiarockt als Partnerin und war letzten August am «Female* Songwriting Camp» im Freiburger Fri-Son dabei. Text von Giorgio Tebaldi; Video von Sibylle Roth

Der Anteil weiblicher SUISA-Mitglieder beträgt heute etwas mehr als 15 Prozent. Zwar ist die Tendenz leicht steigend – in den letzten Jahren lag der Frauenanteil bei den Neumitgliedern jeweils bei 20 respektive 21 Prozent – verglichen mit dem Bevölkerungsanteil von über 50 Prozent sind Frauen im Schweizer Musikbusiness aber nach wie vor untervertreten. Eigentlich erstaunlich, denn nichts spricht dafür, dass Berufe im Musikbereich vornehmlich Männersache sind.

Um diesem Ungleichgewicht entgegenzuwirken und den Anliegen der Musikerinnen Gehör zu verschaffen, wurde 2009 der Verein Helvetiarockt gegründet. Helvetiarockt unterstützt Musikerinnen seit zehn Jahren dabei, im Musikbusiness Fuss zu fassen und sich zu vernetzen. Hierfür organisiert der Verein eine breite Palette an Workshops für (zukünftige) Interpretinnen, Produzentinnen und Komponistinnen. Zudem bietet sie Vernetzungsmöglichkeiten für Musikerinnen und leistet wichtige Aufklärungsarbeit, um die Gleichstellung im Musikbusiness voranzutreiben. Helvetiarockt sensibilisiert Veranstalterinnen und Veranstalter und vermittelt auch mal Musikerinnen, DJanes und Bands ans Festivals, Clubs und Corporate Events.

Die SUISA ist Partnerin von Helvetiarockt

Die SUISA ist seit 2019 Partnerin von Helvetiarockt und unterstützt den Verein im Rahmen eines Sponsoring-Engagements finanziell und in puncto Visibilität. Als Genossenschaft der Komponistinnen, Textautorinnen und Verlegerinnen von Musik liegt der Fokus dieser Zusammenarbeit für die SUISA vor allem bei den «Female* Songwriting Camps». In diesem Jahr arbeiten Helvetiarockt und die SUISA zudem beim Cully Jazz Festival (27. März bis 4. April 2020) zusammen.

Helvetiarockt führt die «Female* Songwriting Camps» seit 2015 durch; mittlerweile finden sie zwei Mal im Jahr jeweils im August statt, im Kulturzentrum Galvanik in Zug und im Fri-Son in Freiburg. An den fünftägigen Camps unterstützen erfahrene Songwriterinnen die Teilnehmerinnen in Gruppenworkshops, Einzelcoachings und im Selbststudium beim Komponieren, Texten und Arrangieren. Wichtiger als dass am Ende der Camps fertige Songs entstehen, ist, dass die Teilnehmerinnen ihre Songwriting-Fähigkeiten aus- und ein Netzwerk mit anderen Musikerinnen aufbauen können.

Bislang haben 42 Musikerinnen die «Female* Songwriting Camps» von Helvetiarockt besucht, viele von ihnen wie beispielsweise Kimbo, Sasa oder Anna Mae sind sehr aktiv. «Wir konnten schon einige Songwriterinnen ‹empowern›, was wunderschön ist», sagt Muriel Rhyner, die bei Helvetiarockt unter anderem für die «Female* Songwriting Camps» und die «Female* Producing Circles» verantwortlich ist. Sie war es denn auch, die die Songwriting Camps vor fünf Jahren ins Leben gerufen hat und sie seither leitet – seit 2019 zusammen mit Élodie Romain alias Billie Bird.

Die SUISA war im «Female* Songwriting Camp» im Fri-Son dabei und hat die Coaches sowie die acht Teilnehmerinnen während zwei Tagen begleitet. Das Songwriting Camp kam bei den Musikerinnen gut an: «An dem Punkt, an dem ich mich befand, war es für mich echt wichtig, dass ich andere Leute treffen konnte, die dasselbe machen wie ich, und dass Profis da waren, die Ratschläge erteilen konnten oder sich ansahen, was ich gerade machte», sagte beispielsweise Ines Martenet. Eine weitere Teilnehmerin, Emelyne Pannatier, kam mit konkreten Fragen zum Ablauf rund ums Aufnehmen von Songs ans Camp, da sie «hauptsächlich Probleme mit der Struktur von ein paar Songs» hatte.

Zwei «Female* Songwriting Camps» im August 2020 geplant

Auch 2020 hat Helvetiarockt zwei «Female* Songwriting Camps» geplant: vom 3. bis 7. August im Kulturzentrum Galvanik in Zug und vom 17. bis 21. August im Fri-Son in Freiburg. Anmelden kann man sich auf der Website von Helvetiarockt: www.helvetiarockt.ch/songwritingcamp

Wie Ines Martenet im Video sagt: «Du musst einfach vorbeikommen!»

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Swiss Music Awards: Songwriter werden mit dem «Best Hit»-Award ausgezeichnet

Die Swiss Music Awards zeichnen auch dieses Jahr wieder den Schweizer «Best Hit» des Vorjahres aus. Der Award geht aber nicht nur an die Interpretinnen und Interpreten des besten Hits: Dank der SUISA werden zum fünften Mal auch die Songwriterinnen und Songwriter des Siegersongs ausgezeichnet. In Interviews erzählten die Interpreten und Songwriter über die Entstehung der Songs. Text von Giorgio Tebaldi

Swiss Music Awards: Songwriter werden mit dem «Best Hit»-Award ausgezeichnet

Die Nominierten in der Kategorie «Best Hit» an den Swiss Music Awards: «Punto» von Loco Escrito, «She Got Me» von Luca Hänni und «Für immer uf Di» von Patent Ochsner. Im Namen der SUISA werden auch die Komponistinnen und Komponisten geehrt. (Fotos: Nina Müller)

«She Got Me» von Luca Hänni, «Punto» von Loco Escrito und «Für immer uf Di» von Patent Ochsner waren letztes Jahr die erfolgreichsten Songs in der Schweizer Hitparade und sind damit an den Swiss Music Awards 2020 in der Kategorie «Best Hit» nominiert. Doch ohne Songwriterinnen und Songwriter keine Hits: Im Namen der SUISA werden an der Award-Show am 28. Februar 2020 im Luzerner KKL auch die Komponistinnen und Komponisten des «Best Hit» geehrt.

Mit dieser Auszeichnung soll auch die Arbeit der Songwriterinnen und Songwriter hinter den grossen Hits gezeigt und gewürdigt werden. Für Luca Hänni ist dies eine wichtige Sache, wie er im Videointerview sagt: «Ich finde es megawichtig, dass auch die Songwriter mit im Boot sind. Das ist das A und O. Mit diesen Leuten hast du das Feeling im Studio, schreibst Sachen und bringst die Emotionen in den Computer rein.»

Drei Songs, neun Songwriter

Neben Luca Hänni sind für «She Got Me» fünf weitere Songwriterinnen und Songwriter für den «Best Hit»-Award nominiert: Der Song wurde am SUISA Songwriting Camp 2018 von Luca Hänni, Laurell Barker (CAN), Jon Hällgren (SWE) und Frazer Mac (CAN) an nur einem Tag komponiert. Bis zur fertigen Version, die für die Schweiz am Eurovision Song Contest letztes Jahr den hervorragenden vierten Platz erreichte, wurde zusammen mit Lukas Hällgren (SWE) und Jenson Vaughn (CAN) weiter am Song gefeilt.

Auch Büne Huber, Sänger von Patent Ochsner, freut sich darüber, dass beim «Best Hit»-Award das Songwriting ausgezeichnet wird: «In vielen Fällen in der Musikgeschichte sind die Leute, die wichtige Inputs zu Songs geben, gar nicht erwähnt», sagt Huber im Videointerview. Als einziger der drei nominierten Songs wurde «Für immer uf Di» von einer einzelnen Person geschrieben: von Büne Huber selber. Die erste Songskizze entstand bereits 1994; erst nach dem Tod seiner Mutter 24 Jahre später schrieb er den Song innert kürzester Zeit zu Ende.

Auf einen Betonklotz für «Punto» kann nicht nur Loco Escrito hoffen sondern auch der Co-Songwriter und Produzent Henrik Amschler. Die beiden schreiben seit Jahren gemeinsam die Songs von Loco Escrito und wurden bereits 2019 für den Song «Adiòs» mit dem «Best Hit»-Award geehrt. Dass sie den Award auch dieses Jahr wieder gewinnen könnten, freut Henrik Amschler: «Es ist eine Riesenbestätigung, dass wir zum zweiten Mal nominiert wurden», sagt er im Gespräch mit der SUISA. Der Song, der vom Ende einer Beziehung handelt, entstand in einer spontanen Session zwischen Amschler und Loco Escrito – was für das eingespielte Team typisch ist.

Der Siegersong wird vom Publikum per Telefonvoting während der Sendung erkoren.

  • «She Got Me»: Luca Hänni
    Songwriter: Laurell Barker, Luca Hänni, Jon Hällgren, Lukas Hällgren, Frazer Mac, Jenson Vaughn
  • «Punto»: Loco Escrito
    Songwriter: Henrik Amschler, Loco Escrito
  • «Für immer uf Di»: Patent Ochsner
    Songwriter: Büne Huber

Videointerviews mit Nominierten

In Interviews haben uns Loco Escrito, Henrik Amschler, Büne Huber und Luca Hänni erzählt, wie ihre Hits entstanden sind und welche Geschichten hinter den Songs stecken. Die Videos von den Gesprächen gibt es auf dem SUISA Music Stories-Kanal auf Youtube zu sehen:

Büne Huber von Patent Ochsner über den Song «Für immer uf di»
Loco Escrito und Henrik Amschler im Interview über «Punto»
Luca Hänni über «She Got Me»

www.swissmusicawards.ch

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