Tagarchiv: SUISA-Mitglied

«Wir Komponisten sind wie Chirurgen an den Seelen der Menschen»

Der rumänische Komponist Sebastian Androne-Nakanishi hat schon in jungen Jahren internationales Aufsehen erregt. 2019 zog er in die Schweiz und ist vor Kurzem der SUISA beigetreten. Text von Gastautor Markus Ganz

Sebastian Androne-Nakanishi: «Wir Komponisten sind wie Chirurgen an den Seelen der Menschen»

Neu bei der SUISA: Sebastian Androne-Nakanishi. (Foto: Markus Ganz)

Die Musik von Sebastian Androne-Nakanishi ist schwer fassbar: Der 1989 geborene Rumäne komponiert sowohl Orchesterwerke, Kammermusik und Chorwerke wie auch Soundtracks für Film, Theater und Games. Er sei «ein wahres Talent, das Kreativität und Vielseitigkeit vereint», steht in der Begründung zur Auszeichnung als «Composer Of The Year 2022» der International Classical Music Awards. Zu seinen vielen Preisen gehört auch das «Golden Eye» des Internationalen Filmmusikwettbewerbs für den Soundtrack zum Animations-Kurzfilm «Happiness» – 304 Komponistinnen und Komponisten aus 44 Ländern hatten sich beworben.

Und doch gibt sich Sebastian Androne-Nakanishi im Interview bescheiden, ja demütig. «Manchmal fühle ich mich richtig klein mit all den Giganten von Komponisten hinter mir, deren Werke wir in der Ausbildung ja auch analysieren. Eingeschüchtert fühle er sich manchmal auch an Festivals für zeitgenössische Musik, aber nur zu Beginn. «Da präsentieren mir unbekannte Komponisten derart schlaue Theorien und Algorithmen, dass ich es kaum erwarten kann, diese selbst anzuwenden. Doch dann höre ich ihre Musik und denke mir, dass sie alles vermeiden, was mit Begriffen wie ‹Seele›, ‹Inspiration› oder ‹Gefühle› zu tun hat. Deshalb entsteht oft keine Kommunikation. Und darum sollte es in der Musik doch eigentlich gehen.»

Suche nach Authentizität

Dazu passt das Credo von Sebastian Androne-Nakanishi, wonach er nicht auf einer Reise der Originalität, sondern auf einer der Authentizität sei. «Es ist keine Suche nach klanglicher Neuartigkeit, sondern eine nach der aufrichtigsten, eloquentesten und aussagekräftigsten musikalischen Manifestation.» Strawinsky habe einmal bezüglich musikalischer Poesie gesagt, dass komplette Originalität ein Monster sei. Für Sebastian Androne-Nakanishi hat Originalität etwas Unredliches an sich, da sie immer nur ein Mittel zum Zweck sei, ein Werkzeug, um Erfolg zu haben. «Authentizität hingegen beinhaltet Ehrlichkeit, Ehrlichkeit im Sinne einer Reise der Selbstentdeckung, die Fragen aufwirft. Wer bin ich? Wer bin ich in der Beziehung zu anderen Menschen. Warum komponiere ich Musik, während andere Leute Leben retten?»

Es sind solche Fragen, die Sebastian Androne-Nakanishi erklärtermassen die ganze Zeit durch den Kopf gehen, seit er im ersten Jahr seines Studiums in Rumänien war. «Einer meiner Lehrer, Dan Voiculescu, sagte,wir Komponisten seien wie Chirurgen an den Herzen der Menschen, an den Seelen der Menschen. Das war mir zwar ein bisschen zu poetisch. Aber es gibt es immer wieder Leute, die nach einer Aufführung eines meiner Werke zu mir kommen und gestehen, die Musik habe sie bewegt, manche mit Tränen in den Augen. Diese Art von Reaktion ist für mich einer der Hauptgründe, weshalb ich weiterhin Musik schreibe, und vielleicht ist es genau das, was Authentizität ausmacht.» Er verhehlt aber nicht, dass das Komponieren für ihn auch eine hedonistische Seite habe. «Natürlich liebe ich den Nervenkitzel des Entdeckens, für mich ist Komponieren wie das Schreiben einer Geschichte Komponieren ist für mich wie das Schreiben einer Geschichte, die sich für mich entfaltet.»

Lohn für Komposition

Komponieren ist für Sebastian Androne-Nakanishi auch ein Kampf, «einen Sinn in etwas zu finden, das sich finanziell nicht lohnt. Der Bohème-Ansatz hat nur funktioniert, bis ich geheiratet habe, Vater eines Kinds wurde – und in das teuerste Land der Welt zog.» Umso wichtiger war ihm, eine solide Lösung für die Urheberrechte zu finden. «Als Komponist sind die Einkünfte aus Tantiemen, die man durch die Aufführung seiner Musik erhält, unverzichtbar. Nach mehreren Projekten in der Schweiz und Gesprächen mit Kollegen, die Mitglied bei der SUISA sind, wurde mir klar, dass auch ich der SUISA beitreten will.»

Angesichts der hohen Lebenskosten in der Schweiz sei aber auch der Druck gross, Auftragskompositionen anzunehmen, erklärt der Rumäne in seinem kleinen Studio, in das manchmal die durchdringenden Geräusche der darunterliegenden Zahnklinik dringen. «Manchmal arbeite ich wie jetzt an fünf oder sechs Projekten gleichzeitig – das ist der Wahnsinn.» Zudem bestehe dann die Gefahr, dass die Authentizität darunter leide, was er hasse. «Umso wichtiger ist es mir, eine Verbindung zu der Person aufzubauen, mit der ich zusammenarbeite. Wenn es sich um einen Film-Soundtrack oder Musik für ein Theaterstück handelt, ergibt sich daraus eine Art von Pingpong mit dem Regisseur. Wenn es ein reines Konzertstück ist, dann ist es ein bisschen schwieriger, weil ich mit mir selbst Pingpong spielen muss.»

Ein Albtraum für Sebastian Androne-Nakanishi ist erklärtermassen, mit seiner Musik zu langweilen oder mit kompositorischen Effekten etwas zu kompensieren, das nicht da ist. «Nach so viel Ausbildung beherrsche ich so viele Kompositionstechniken, dass es für mich einfach ist, etwas komplex klingen zu lassen.» Tatsächlich hat er nicht nur in Rumänien, Grossbritannien und Frankreich Komposition studiert, sondern schliesst zurzeit an der Zürcher Hochschule der Künste einen zweiten Master («Komposition für Film, Theater und Medien») ab und hat unzählige Masterclasses bekannter Komponisten besucht. «Die grösste Freude aber habe ich, Komplexität mit Einfachheit zu kombinieren, ohne einer Simplifizierung zu verfallen. Wenn man also die Kraft der Einfachheit mit dem kombiniert, was wir in einem Jahrhundert zeitgenössischer Musik angesammelt haben.»

Vielfalt der zeitgenössischen Musik

Grundlegend bleibt für Sebastian Androne-Nakanishi, mit seiner Musik eine Reaktion der Zuhörerinnen und Zuhörer zu erreichen, dass sie nicht gleichgültig bleiben. «Es ist unter bestimmten Umständen auch in Ordnung, wenn sie ein bisschen wütend werden. Aber wütend, weil sie etwas fühlen, etwas, das sie im Innersten ihres Wesens berührt.» Der Rumäne ist bestimmt kein radikaler Neutöner, aber er hat in seinem Orchesterstück «Tektonum» den Sound einer Kettensäge eingesetzt. «Ich habe das nicht gemacht, um die Leute zu verblüffen oder zu provozieren. Nein, in dem betreffenden Moment ging es mir um die musikalische Darstellung des Weltuntergangs, das ganze Stück ist von den Vorstellungen zur Entstehung und der Entwicklung der Welt inspiriert. Und schliesslich musste ich die menschliche Natur darstellen. Da fand ich in meiner Instrumentenbibliothek zufälligerweise diesen Sound einer Kettensäge. Da dachte ich mir: ja, das ist ein gutes Symbol für das, was wir tun.»

Sebastian Androne-Nakanishi scheint die vielen Ausdrucksmöglichkeiten zeitgenössischer Musik geradezu aufgesogen zu haben. Bei all der Vielfalt fragt sich, was typisch an seinen Kompositionen ist, ob es charakteristische Merkmale, etwas Unverwechselbares gibt. Der Komponist zögert kurz und meint dann: «Sie fragen nach meinem Stil. Dies war für mich schon in Rumänien ein beängstigendes Wort, denn ich spürte daraus einen akademischen Druck, ‹meine eigene Stimme› zu finden. Ich hasste den Ausdruck schon damals, weil er mir auferlegte, in eine Schublade gesteckt werden zu können, meiner Musik ein Etikett umzuhängen, etwa sie sei ‹post-strukturalistisch›, ‹von Boulez beeinflusst› oder was auch immer. Ich bekam das Gefühl, dass ich etwas auswählen und mich damit einschränken sollte. Das aber ist nicht mein Ding. Ich möchte alles machen können, frei sein. Wenn die Verwendung mehrerer Stile automatisch dazu führt, dass man als ‹eklektisch› oder ‹unbeständig› wahrgenommen wird, dann wird nur die Zeit zeigen, ob der abwertende Charakter dieser Bezeichnungen berechtigt war.»

Die Musik von Sebastian Androne-Nakanishi sei wie eine Achterbahn, soll ihm sein Dozent Joe Cutler einmal gesagt haben. «Das hat bis vor etwa zwei Jahren gestimmt. Bei meinem Masterprojekt in Zürich brachten mich aber einige Dozenten dazu, vieles zu hinterfragen, was ich machte. Eine sagte mir: ‹Sebastian, einige deiner Musikstücke sind beeindruckend. Aber sie bewegen mich nicht.› Das war schockierend und hat mich dazu gebracht, vieles zu hinterfragen.» Er habe realisiert, dass er manchmal einfach seine Dozenten habe zufriedenstellen wollen. «Stephan Teuwissen, der mich in Zürich in Musikdramaturgie unterrichtete, hat mir gesagt: ‹Hör auf, Papas zu suchen. Ich will keine Jünger, ich will einen Widerpart.› Ich muss also auf meine Art meine eigene Musik suchen und die Freiheit finden, mich immer wieder neu zu erfinden. Wenn das bedeutet, sich von einem Stil zum anderen zu entwickeln, dann soll es so sein. Aber wenn mich jemand fragt, was mein Stil ist, dann ist meine Antwort, dass es für jedes Stück das ist, was dieses erfordert.»

www.sebastianandrone.com, offizielle Website von Sebastian Androne-Nakanishi

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Endo Anaconda forever!

Am 1. Februar 2022 verstarb der Poet, Komponist und Musiker Endo Anaconda. Der Sänger der Berner Mundart-Band Stiller Has war SUISA-Mitglied seit 1990. Nachruf von Gastautor Jürg Halter

Endo Anaconda forever!

Der Schriftsteller, Lyriker und Spoken Word Artist Jürg Halter gedenkt im Gastbeitrag seinem Freund Endo Anaconda. (Foto: Nina Rieben)

Da Endo gestorben, aber längst nicht tot ist, kann ich vom grössten Schweizer Mundartpoeten nur in Gegenwartsform schreiben – Endo Anaconda bleibt für immer so jung wie alterswild. Das Leben gestaltet sich zuweilen als Geisterbahn und Endo wirkt als beeindruckender Geisterwellenreiter – ebenso swingt er als hasenselig singender Dandy, Zigarette im Mundwinkel, unterwegs in seinem roten Cabriolet auf Never-Ending-Tour irgendwo zwischen Bern, Trub, Venedig, den Alabama Hills, Olten, Wien und Wallisellen.

Endo wirkt als tröstender Herzensalpinist wider das widrige Leben und das böse Alter. Er ist ein tänzelnder Störenfried, Endo stört den Betrieb leidenschaftlich, er rockt die Szene als genuin postpubertäre Betriebsstörung auf Stelzen. Endo ist ein höchst sensibler und aufmerksamer Mensch, der sich klug einmischt. Er merkt nicht nur, dass in unserer Gesellschaft vieles nicht stimmt, er kann es in Songtexten, Kolumnen und Gesprächen auch eigensinnig präzise und schmerzlich wahr benennen und poetisieren. Aber nie mit herablassenden, selbstherrlichen Gesten, denn er weiss, dass er, wie wir alle, Teil des Problems Menschheit ist. Endo hat ein historisches Bewusstsein für unsere Abgründe. Endo glänzt als Unangepasster inmitten von Angepassten. Er ist als Künstler unvergleichlich. Tom Waits, Jim Morrison, Neil Young, Bob Dylan, Biggie oder Leonard Cohen würden ihn um manch einen Songtext beneiden. Aber die Mundart ist auch ein Gefängnis – Bern ist überall? – Nein, danke.

Endos Poesie ist welthaltig reich, er lebt sie und sie lebt ihn. Bis zum Letzten. Seine Kunst, seine Poesie ist existenziell, im schönsten wie im selbstzerstörerischsten Sinne. Endos schwarzer Humor leuchtet in der Dunkelheit auf. Wie die Aare im Mondschein. Siehe da! Erzengel Endo, Erzendo. Immer zu wenig oder zu viel, aber nie genug.

Endo ist masslos. Liebend. Liebesbedürftig. Er liebt seine drei Kinder, er liebt die Frauen, er liebt die Menschen. Endo ist eine grosszügige, zärtliche, herzliche Umarmung. Hemmungslos. Endo lässt Verletzung zu, zeigt seine Wunden, ungefragt – schön verdorben. Endo ist ein humaner Einzelgänger. Ein Gewerkschafter. Ein crazy spottendes Chicken im Wolfsfell. Ein Widerspruch. Ein grantiger Kater. Ein Pfadfinder auf heissen Kohlen sitzend. Ein Landjäger. Ein lonely Cowboy gegen die Sonne reitend. Flüchtig wie ein Schmetterling. Flüchtig wie das Leben … bitte nicht!
Vielleicht würde Endo an dieser Stelle rufen: «Lacht doch mal! Lacht doch endlich! Ich will euch endlich lachen sehen!» Dann würde er höchstselbst in sein herzhaftes, rauchiges, fein ratterndes Lachen ausbrechen.

Ja! Seien wir dankbar verstört, poetisch beseelt, dass wir ihn unter uns wussten und wissen. Und weil einer wie Endo mehr als Applaus und Gedenkminuten verdient, sollten wir jetzt für ihn lachen, über uns lachen, für uns. Dem Tod zum Trotz, für das Leben lachen. Möge Endo nun irgendwo da draussen federleicht, neue und alte Melodien pfeifend, durchs Weltall fliegen. Das Weltall, indem wir Lebenden und Toten uns alle befinden und Suchende bleiben. Es gibt keinen Ausweg, weil das verdammte All ist überall. Mein Herz blutet – Endo Anaconda forever!

Der Poet, Komponist und Musiker Endo Anaconda wurde 1955 in Burgdorf als Andreas Flückiger geboren. Bekanntheit erlangte er vor allem als Sänger der Berner Band Stiller Has – nicht nur in der Schweiz sondern auch im nahen Ausland. Er wurde im Laufe seiner Karriere mit verschiedenen Schweizer und internationalen Auszeichnungen geehrt, wie dem Salzburger Stier (1995), dem Deutschen Kleinkunstpreis (1995) und dem Schweizer Musikpreis (2017).
Endo Anaconda hat zwölf Studio- und drei Live-Alben veröffentlicht und über 250 000 Tonträger verkauft.
Jürg Halter, geboren 1980 in Bern, Schriftsteller, Lyriker und Spoken Word Artist. Regelmäßig Auftritte in ganz Europa, in den U.S.A., in Afrika, Russland, Südamerika und Japan. Zahlreiche Buch- und CD-Veröffentlichungen. Zuletzt erschien der Gedichtband «Gemeinsame Sprache» (Dörlemann, 2021), indem auch das Endo Anaconda gewidmete Gedicht «Schwarze Tauben fliegen auf» zu finden ist.
www.juerghalter.com
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  1. Renate sagt:

    Ach Jürg… Du fehlst – mir – die Schweiz ist so leer ohne Dich.

  2. mark sagt:

    ach ist das schön, diesen nachruf zu lesen. so richtig wortgewandte sprachkünstler, die mit ihren volltreffern das herz des schreibgegenstandes wie auch das des lesenden frei legen, als sei es das einfachste der welt, sind leider selten heute. danke jürg halter.

  3. Daniel Blatter sagt:

    Dieses eigenartige Gefühl, wenn sich Lachen und Weinen hin und her wechseln, kurz innehalten, und nicht wissen, ob man erfreut oder traurig ist; Dieses endlich sich wieder spüren, widerfährt mir, beim Lesen dieses Textes, bei Auftritten von Jürg Halter und bei Liedern von Stiller Has. Zum Beispiel bei „Merci“ wo zu diesem beschriebenen Gefühl, noch Ekel und Wut auf den schweizerischen Zeitgeist hinzukommt. Danke den Poeten für die (liebevolle) Treffsicherheit auf unsere Herzen.

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Am 1. Februar 2022 verstarb der Poet, Komponist und Musiker Endo Anaconda. Der Sänger der Berner Mundart-Band Stiller Has war SUISA-Mitglied seit 1990. Nachruf von Gastautor Jürg Halter

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Neuerungen bei den Mitgliederdiensten der SUISA

Die SUISA baut seit Jahren ihr Online-Angebot insbesondere für Urheber/innen und Verleger/innen von Musik aus. Der Schlüsselbegriff ist Selfservices: Mitglieder sollen einfach und bequem alle Dienstleistungen der SUISA online abrufen können. Dies spart nicht nur Zeit für die Mitglieder: Die SUISA kann somit auch ihre Effizienz steigern und folglich mehr Geld an die Bezugsberechtigten verteilen. Im 2022 werden auch die Bedingungen für die Mitgliedschaft angepasst. Text von Irène Philipp Ziebold und Claudia Kempf

Neuerungen bei den Mitgliederdiensten der SUISA

Die SUISA baut laufend ihre Online-Dienstleistungen für Mitglieder wie Kunden/innen in Richtung Selfservices aus. (Foto: PopTika / Shutterstock.com)

Im Juni 2021 hat die SUISA einen Meilenstein für ihre Mitglieder gesetzt: Mit der Lancierung des Royalty Reports erhalten die Urheber/innen und Verleger/innen von Musik dank leicht verständlichen Grafiken einen raschen Überblick über die Entwicklung der Urheberrechtseinnahmen der letzten fünf Jahre. Zudem ermöglicht das Tool per Mausklick individuelle Auswertungen.

Selfservices: Online-Dienstleistungen werden laufend ausgebaut

Mit dieser Neuerung hat die SUISA einen grossen Schritt in Richtung Selfservices gemacht: Mitglieder wie Kundinnen und Kunden sollen möglichst einfach via Internet alle für sie relevanten Informationen und Dienstleistungen der SUISA erhalten. Seit einigen Jahren baut die SUISA zu diesem Zweck ihre Online-Dienstleistungen laufend aus. Zukünftig werden die Urheber/innen, Verleger/innen sowie auch die Nutzer/innen von Musik immer mehr Dienstleistungen einfach und bequem über Webportale nutzen können. Die SUISA wird zeitnah auf ihren Kanälen über neue Dienstleistungen informieren.

Davon profitieren zum einen die Mitglieder: Statt mit zeit- und kostenaufwändigen Anfragen über Telefon, Brief oder E-Mail können im persönlichen Zugang zum Mitgliederportal «Mein Konto» sämtliche Daten über das Auftragsverhältnis mit der SUISA online abgerufen werden. Zum anderen profitiert auch die SUISA davon, in dem sie Zeit und Kosten für Beratung via Telefon, E-Mail oder Post spart. Was wiederum den Urhebern/innen und Verlegern/innen Vorteile bringt, da die SUISA dank der Kosteneinsparungen mehr Geld an die Bezugsberechtigten verteilen kann.

Neue Kriterien für stimmberechtigte Mitglieder

Der SUISA-Vorstand hat im Dezember 2020 beschlossen, die Kriterien für stimmberechtigte Mitglieder anzupassen. Urheber/innen und Verleger/innen werden als stimmberechtigte Mitglieder aufgenommen, wenn sie mindestens ein Jahr bei der SUISA Auftraggeber/innen waren und seit ihrer Anmeldung mindestens 3000 Franken ausbezahlt bekommen haben; bislang waren es 2000 Franken. Diese Änderung ist 2021 in Kraft getreten.

Zudem wird das Mitgliedschaftsverhältnis wieder in ein Auftragsverhältnis umgewandelt, wenn ein Mitglied während der letzten zehn Jahre für seine Werke weniger als gesamthaft 3000 Franken Verteilbetrag erhalten hat. Diese Anpassung erfolgt gemäss Ziff. 5.5.4 der SUISA-Statuten:

5.5 Die Mitgliedschaft erlischt:
[…]
5.5.4 durch die Umwandlung der Mitgliedschaft in ein Auftragsverhältnis, wenn die an das Mitglied ausbezahlten Entschädigungen während zehn Jahren den vom Vorstand der SUISA festgesetzten Mindestbetrag nicht erreichen; […]

Auftraggeber/innen sind den stimmberechtigten Mitgliedern in Bezug auf das Finanzielle gleichgestellt. Sie haben – wie die Mitglieder – den gleichen Anspruch auf Lizenzierung und Verteilung der Einnahmen auf die Werke, die gesendet, aufgeführt, vervielfältigt oder online genutzt werden. Hingegen haben sie kein Stimmrecht an der Generalversammlung der Genossenschaft.

Veränderte Mitgliederstruktur der SUISA

Grund für diese Anpassung ist die heutige Mitgliederstruktur der SUISA: Ende 2020 zählte die SUISA über 12 000 stimmberechtigte Mitglieder und fast 28 000 Auftraggeber/innen. Von diesen über 40 000 Bezugsberechtigten generieren lediglich knapp 60% Einnahmen aus der Nutzung ihrer Werke. Mehr als ein Drittel der Auftraggeber/innen und Mitglieder erhält gar nie eine Abrechnung, weil deren Werke weder aufgeführt, aufgenommen, gesendet noch online genutzt werden. Auch von den über 12 000 stimmberechtigten Mitgliedern hat fast die Hälfte in den letzten Jahren kaum Urheberechtseinnahmen generiert.

Obwohl die SUISA für diese Mitglieder hinsichtlich Einkommen kaum von Bedeutung ist, konnten auch sie an der SUISA-Generalversammlung über die Geschicke der Genossenschaft entscheiden. In Zukunft sollen ausschliesslich diejenigen Mitglieder, für welche die SUISA eine wesentliche Einnahmequelle darstellt, über die an der Generalversammlung vorgelegten Themen der SUISA beschliessen können.

Diejenigen Mitglieder, welche die genannten Bedingungen nicht erreichen, werden wieder zu Auftraggeber/innen ohne Stimmrecht an der Generalversammlung. Die Betroffenen erhalten im Januar 2022 einen Brief, in dem sie persönlich darüber informiert werden.

Registrieren Sie sich jetzt für «Mein Konto»

Profitieren Sie von den Online-Dienstleistungen der SUISA und registrieren Sie sich jetzt auf dem Mitgliederportal «Mein Konto»: www.suisa.ch/mein-konto. Hier erhalten alle Bezugsberechtigen, Mitglieder wie Auftraggeber jederzeit (7 x 24 Stunden) Auskunft über ihre Abrechnungen und können Werke anmelden oder Nachforschungen anstossen.

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  1. LINDE HANS-MARTIN sagt:

    Die sicherlich gutgeplanten Neuerungen sind viel zu umständlich und nichts für ein normales SUISA-Mitglied.

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Die SUISA baut laufend ihre Online-Dienstleistungen für Mitglieder wie Kunden/innen in Richtung Selfservices aus. (Foto: PopTika / Shutterstock.com)

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Cla Nett: Leidenschaftlicher Bluesmusiker, engagierter Jurist

Nach langer, schwerer Krankheit verstarb am 27. September 2021 Cla Felice Nett, Jurist, Musiker und SUISA-Mitglied seit 1981. Nachruf von Gastautor Marco Piazzalonga

Cla Nett: Leidenschaftlicher Bluesmusiker, engagierter Jurist

Cla Nett war regelmässiger Besucher der SUISA-Generalversammlung; im Bild an der 90. GV der Genossenschaft im Jahr 2013 im Hotel Schweizerhof in Luzern. (Foto: Beat Felber)

Seine ersten Lebensjahre verbrachte Cla im Engadin. Kurz vor seiner Schulzeit zog seine Familie nach Basel, wo der Vater eine Stelle als Lehrer antrat. Cla durchlief nach der Primarschule zuerst das Humanistische Gymnasium, welches er mit der Matura Typ A beendete, anschliessend absolvierte er ein Jurastudium an der Universität Basel, das er mit dem Lizenziat «cum laude» abschloss.

Schon als Teenager begeisterte sich Cla für den Blues, brachte sich grösstenteils autodidaktisch das Gitarrenspiel bei und trat mit ersten Bands auf. 1975 gründete er mit ein paar Gleichgesinnten die Lazy Poker Blues Band, welche vor allem in den 1980er und 1990er Jahren im In- und Ausland Erfolge feiern konnte.

Cla und seine Formation standen als Schweizer Vertreter beim «Concert for Europe» im Berliner Olympiastadion vor 45 000 Zuschauerinnen und Zuschauern auf der Bühne, begleiteten Joe Cocker als Support für einen Monat durch Deutschland, tourten in der damaligen DDR, nahmen Platten in Chicago auf, bespielten Clubs und Open Airs quer durch unser Land.

Cla Nett gelang es, die Musik mit seiner juristischen Ausbildung zu verknüpfen. Im Vorstandsausschuss und als Präsident der Fachgruppe Phonoausübende bei der Swissperform sowie als Managing Director bei der Schweizerischen Interpretengenossenschaft SIG konnte er sein Wissen und seine Erfahrung einbringen. Zudem arbeitete Cla als nebenamtlicher Richter beim Appellationsgericht Basel.

Aus gesundheitlichen Gründen musste Cla seit einigen Jahren musikalisch und beruflich kürzertreten. Noch diesen Juli kämpfte er sich praktisch aus dem Spitalbett auf die Bühne des Magic Blues Festivals im Valle Maggia, um ein letztes Mal mit seiner Lazy Poker Blues Band aufzutreten. Cla Nett hinterlässt seine Frau, zwei erwachsene Kinder und einen Enkel.

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Cla Nett war regelmässiger Besucher der SUISA-Generalversammlung; im Bild an der 90. GV der Genossenschaft im Jahr 2013 im Hotel Schweizerhof in Luzern. (Foto: Beat Felber)

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Neues Login-Verfahren für das Mitgliederportal «Mein Konto»

Die SUISA führt am 7. September 2021 mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung ein neues Login-Verfahren für das Mitgliederportal «Mein Konto» ein. Beim Einloggen müssen Sie künftig neben dem Passwort noch einen jeweils individuell generierten Code eingeben. Dank diesem Verfahren sind Ihre persönlichen Daten noch besser geschützt und Sie können neu Ihr Konto selber verwalten. Dieser Artikel gibt Auskunft, was Sie tun müssen, damit Sie weiterhin Zugriff auf Ihre SUISA-Daten haben. Text von Claudia Kempf

Neues Login-Verfahren für das Mitgliederportal «Mein Konto»

Am 7. September 2021 wird das neue Login-Verfahren für das Mitgliederportal «Mein Konto» aktiviert. (Foto: ArthurStock / Shutterstock.com, Bearbeitung: Nina Müller)

Sicherheit ist uns wichtig. Damit Ihre Daten noch besser geschützt sind, führen wir in «Mein Konto» die Zwei-Faktor-Authentifizierung ein. Bei diesem Login-Verfahren sind für den eindeutigen Identitätsnachweis neben dem Passwort zusätzlich eine zweite Sicherheitsangabe zu erfassen, damit der Zugriff auf das persönliche Konto möglich ist.

Künftig benötigen Sie neben der Eingabe von Benutzernamen und Passwort einen Code, der bei jeder Anmeldung neu generiert wird. Diese Art des Anmeldens mit zwei Sicherheits-Angaben – Passwort und Code – heisst Zwei-Faktor-Authentifizierung. Bei sensiblen Daten lohnt es sich, neben einem sicheren Passwort eine zusätzliche Sicherheitsstufe gegen den unbefugten Zugriff durch Dritte einzubauen.

Welche Möglichkeiten bietet das neue Login-Verfahren?

Dank dem erhöhten Sicherheitsstandard wird Ihnen in Zukunft der Umgang mit «Mein Konto» erleichtert. Neu können Sie den Benutzernamen frei wählen und müssen sich nicht mehr über die von der SUISA zugeteilte «M-Nummer» (Ihre bisherige fixe Login-Nummer) einloggen.

Sie können zudem Ihr Benutzerkonto selber verwalten und Dritten, zum Beispiel für Ihren Manager oder Ihre Managerin, einen eigenen Zugang erstellen. Es ist auch möglich, die Berechtigungen nach Services freizugeben oder einzuschränken. Sie entscheiden, ob die Drittperson beispielsweise nur Ihre Werke, aber nicht Ihre Abrechnungen sehen kann oder ob die Person für Sie Werke anmelden darf.

Wie läuft die Umstellung auf das neue Login-Verfahren ab?

Am 7. September 2021 wird das neue Login-Verfahren aktiviert. Bestehende Logins sind ab diesem Zeitpunkt nicht mehr gültig. Damit Sie «Mein Konto» danach nutzen können, müssen Sie sich ab dem 7. September 2021 auf www.suisa.ch/mein-konto neu registrieren. Alle bisherigen «Mein Konto»-Benutzer/-innen erhalten die für die Umstellung erforderlichen Registrierungsangaben Mitte August per Post zugestellt. Diese Registrierungsangaben sind ab dem 7. September 2021 für 30 Tage gültig und können nur einmalig verwendet werden.

Wie funktioniert das erstmalige Login?

Als Erstes müssen Sie ein neues Benutzerkonto für sich eröffnen und hierfür einen Benutzernamen und ein Passwort bestimmen. In einem zweiten Schritt können sie mittels Eingabe der per Post erhaltenen Registrierungsangaben Ihr persönliches «Mein Konto»-Profil freischalten. Danach können Sie als Administrator für weitere Personen ein Benutzerkonto erstellen und diesen Zugriff auf Ihre Daten geben.

Es wird ausschliesslich das Login-Verfahren erneuert. Alle Ihre bisherigen Angaben – wie Entwürfe für Werkanmeldungen oder bereits gesendete Werkanmeldungen – sind von der Umstellung nicht betroffen und bleiben in Ihrem «Mein Konto» abrufbar.

Dank der Zwei-Faktor-Authentifizierung ist der Zugriff auf Ihre Daten für Sie flexibler gestaltbar. Zugleich erhöhen wir damit die Sicherheit von «Mein Konto» und können dadurch in Zukunft das Angebot der Online-Dienstleistungen für unsere Mitglieder ausbauen.

Bei Fragen zur Registrierung und Anmeldung helfen folgende Funktionen unter www.suisa.ch/mein-konto weiter:

  • Eine Bedienungsanleitung (PDF) führt Sie Schritt für Schritt durchs Login-Verfahren.
  • In unserem Hilfebereich finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen.
Noch kein Zugang zu «Mein Konto»?
Bestellen Sie Ihre Registrierungsangaben unter: www.suisa.ch/mein-konto
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Bericht aus dem Vorstand: Mit voller Kraft vorausMit voller Kraft voraus Die Corona-Pandemie bestimmt weiterhin den Geschäftsgang der SUISA. Dies war auch in der Vorstandssitzung im April spürbar. Umso wichtiger war es deshalb, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Weiterlesen
Die Praxis der Online-Lizenzierung verlangt frühzeitiges Anmelden der WerkeDie Praxis der Online-Lizenzierung verlangt frühzeitiges Anmelden der Werke Der Online-Musikvertrieb eröffnet aus verkäuferischer Sicht enorme Möglichkeiten. Mit wenig Aufwand kann Musik innert Kürze einem weltweiten Publikum zugänglich gemacht werden. Dagegen ist die Abrechnung der Urheberrechtsvergütungen für Online-Nutzungen komplex, auch weil die Prozesse anders sind als bei Aufführungs- oder Senderechten. Der wichtigste Ratschlag lautet: Zuerst das Werk möglichst frühzeitig bei der SUISA anmelden, erst dann online veröffentlichen. Weiterlesen
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  1. Belinda Winiger sagt:

    Guten Tag

    Ich wollte eigentlich noch im alten Jahr die Lieder unseres Chores singspiration erfassen und bin jetzt böse überrascht worden. Wir haben nie per Post Informationen erhalten und ich kann mich nicht mehr anmelden. Jetzt habe ich versucht mich neu zu registrieren aber ich muss eine IPI Nummer eingeben, die ich nicht habe. Wie gehe ich jetzt am besten vor? Vielen Dank für Ihre Hilfe.

    Freundliche Grüsse
    Belinda Winiger (singspiration)

    • Guten Tag Frau Winiger

      Danke für Ihren Kommentar.
      Wegen der Umstellung des Login-Verfahrens muss sich jedes SUISA-Mitglied neu auf dem Mitgliederportal registrieren. Auch wenn man zuvor schon ein Login für «Mein Konto» besass, muss man trotzdem ein neues Benutzer/innenkonto für sich eröffnen. Auf der Website https://www.suisa.ch/mein-konto finden Sie Informationen und Links für den Zugriff auf das Mitgliederportal. Eine Bedienungsanleitung, die auch im obigen Blogbeitrag verlinkt ist, führt Sie Schritt für Schritt durch das Login-Verfahren. Während dem Anmeldeprozess kann man seine persönlichen Registrierungsangaben anfordern. «Mein Konto» ist ein Portal nur für die Mitglieder der SUISA. Jedes SUISA-Mitglied verfügt über eine persönliche IPI-Nummer. Sollten Sie diese Nummer vergessen haben oder Antworten auf andere Fragen zum Mitgliederportal auch nicht in den weiteren Hilfedokumenten finden, können Sie uns über die in der Bedienungsleitung ganz am Schluss aufgeführte E-Mail-Adresse eine Nachricht schicken.
      Freundliche Grüsse
      Manu Leuenberger, SUISA Kommunikation

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Die SUISA führt am 7. September 2021 mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung ein neues Login-Verfahren für das Mitgliederportal «Mein Konto» ein. Beim Einloggen müssen Sie künftig neben dem Passwort noch einen jeweils individuell generierten Code eingeben. Dank diesem Verfahren sind Ihre persönlichen Daten noch besser geschützt und Sie können neu Ihr Konto selber verwalten. Dieser Artikel gibt Auskunft, was Sie tun müssen, damit Sie weiterhin Zugriff auf Ihre SUISA-Daten haben. Text von Claudia Kempf

Neues Login-Verfahren für das Mitgliederportal «Mein Konto»

Am 7. September 2021 wird das neue Login-Verfahren für das Mitgliederportal «Mein Konto» aktiviert. (Foto: ArthurStock / Shutterstock.com, Bearbeitung: Nina Müller)

Sicherheit ist uns wichtig. Damit Ihre Daten noch besser geschützt sind, führen wir in «Mein Konto» die Zwei-Faktor-Authentifizierung ein. Bei diesem Login-Verfahren sind für den eindeutigen Identitätsnachweis neben dem Passwort zusätzlich eine zweite Sicherheitsangabe zu erfassen, damit der Zugriff auf…Weiterlesen

«Amen»: Wieder ein ESC-Song aus dem Songwriting Camp der SUISA

Der Eurovision Song Contest wird nach der Absage 2020 nun wieder durchgeführt. In Rotterdam wird ein Song zu hören sein, der am Songwriting Camp der SUISA in den Powerplay Studios in Maur entstanden ist. Wir haben mit dem Zürcher SUISA-Mitglied Tobias Carshey gesprochen, der «Amen» zusammen mit Jonas Thander und Ashley Hicklin geschrieben hat. Gesungen wird der Song jedoch vom Wiener Vincent Bueno – für Österreich. Interview von Gastautor Markus Ganz

«Amen»: Wieder ein ESC-Song aus dem Songwriting Camp der SUISA

Tobias Carshey singt am SUISA Songwriting Camp die Gesangsspur für die Demoaufnahme von «Amen» ein. (Foto: Tabea Hüberli)

Tobias Carshey, wie entstehen deine Songs normalerweise?
Tobias Carshey: Ich schreibe aus meinem Leben heraus – und entsprechend unterschiedlich kommt es heraus. Tendenziell setze ich mich hin und schreibe; manchmal kommt die Melodie zuerst, seltener der Text, meistens gehe ich von der Musik aus.

Bist du meistens alleiniger Autor deiner Songs?
Beim Schreiben ja, beim Arrangieren nicht.

Auf deiner Website schreibst du: «Writing songs is and was always a very personal process to me». War es schwierig, am Songwriting Camp mit dir unbekannten Songwritern zusammenzuarbeiten?
Zu Beginn sehr. Ich ziehe mich sonst gerne an einen stillen Ort zurück, wo ich vor mich hinarbeiten kann. Am Songwriting Camp war ich exponiert und musste in einem Team zusammenarbeiten. Ich habe das zwar schon mal gemacht, aber …

… hier war der Druck wohl grösser, weil du erstmals mit dem schwedischen Producer Jonas Thander und dem schottischen Topliner Ashley Hicklin zusammengearbeitet hast?
Genau, es ist einfach eine neue Situation: Da gibt es neue Dynamiken, die man zuerst verstehen muss. Ich hatte das Glück, dass Ashley Hicklin am Anfang mit einer konkreten Idee das Zepter in die Hand nahm.

Wie lief das ab, hast du Songideen mitgebracht?
Ich würde es heute anders machen, aber damals bin ich einfach hingegangen. Es war mein erstes Mal an einem Songwriting Camp, und ich wollte da völlig unvoreingenommen sein. Bevor wir zu schreiben begannen, haben wir uns aber noch Stücke von mir angehört, damit Jonas Thander und Ashley Hicklin hörten, woher ich musikalisch komme.

War dies wichtig, damit die Beiden erkennen konnten, wo deine Stärken liegen?
Genau, diesbezüglich war mein Song «Almond Eyes» der Ausgangspunkt.

An einem Songwriting Camp gibt es eine gewisse Spezialisierung mit Producer und Topliner. Was war deine Rolle, warst du eher Sänger im Sinn eines Interpreten oder warst du als Songwriter involviert?
Ich war durchaus auch als Songwriter involviert: Meine zwei Partner haben mich für voll genommen.

Jonas Thander Ashley Hicklin

Der schwedische Produzent Jonas Thander (l.) und der in Edinburgh beheimatete Songwriter Ashley Hicklin bei der konzentrierten Arbeit an der Komposition im Studio A der Powerplay Studios in Maur. (Foto: Tabea Hüberli)

Hat für dich diese Arbeitsteilung Sinn ergeben?
Sehr, weil jeder entsprechende Erfahrungen hat und wir von dieser Rollenverteilung ausgingen. Denn es kann leicht zu Reibungen kommen, wenn drei Songwriter zusammenarbeiten, die sich nicht kennen. So kann man sich auf seine Kompetenzen zurückziehen, wenn man sich nicht einig ist, und kommt doch voran mit dem Song.

Wie weit ging die Spezialisierung?
Es war klar, wer welche Funktion hat. Aber es galt jeder als kompetent genug, um überall mitreden zu können, ob im Songwriting oder im Text, auch in der Produktion.

Wie hat sich deiner Meinung nach ausgewirkt, dass ihr noch nie miteinander einen Song geschrieben oder musiziert habt, kein eingespieltes Team wart?
Ash und Jonas haben sich schon gekannt, aber das spielte keine Rolle, weil es erfahrene Musiker sind, die die Dynamiken eines Songwriting Teams kennen. Deshalb konnte ich gut als Neuling reinkommen und gewissermassen mitfliessen. Wenn alles Neulinge gewesen wären, dann wäre es wohl eine Lotterie gewesen.

Habt ihr auch gejammt oder habt ihr etwas beschlossen und dann hat jeder separat für sich seinen Job erledigt?
Es gab keinen Moment, wo jemand für sich selbst getüftelt hat – das war für mich neu. Ich bin eher der Typ, der sich zurückzieht, um eine Idee weiterzuentwickeln und sie dann im Plenum vorzustellen. Am Songwriting Camp kam Ashley Hicklin gleich zu Beginn mit einem Refrain. Das war dann der Ausgangspunkt für unsere Arbeit, was auch zum Ziel passte, einen ESC-Song zu schreiben. Und dann war die Bahn frei für alle.

Thander Carshey Hicklin SUISA Songwriting Camp

Die Miturheber von «Amen» beim gemeinsamen Tüfteln (v.l.n.r.): Jonas Thander, SUISA-Mitglied Tobias Carshey und Ashley Hicklin. (Foto: Tabea Hüberli)

Der Refrain war zuerst da: Wie dominant war das Ziel, einen ESC-Song – also einen potentiellen Hit – zu schreiben, also eingängig zu bleiben?
Das war uns schon bewusst, hatte aber keinen Einfluss auf das Feeling des Songs. Wir achteten zudem darauf, dass wir den Song in drei Minuten auf den Punkt brachten.

Spielte auch der Faktor eine Rolle, dass man sich trotz des Hit-Charakters auch abheben muss mit etwas Speziellem?
Bei uns nicht besonders. Aber unser Song stach im Vergleich zu anderen Songs des Songwriting Camps heraus, weil wir ihn sehr ruhig gehalten haben – nur Klavier, Gitarre und meine Stimme, wir haben auch keine Effekte wie Auto-Tuning eingesetzt. Das war meiner Meinung nach auch die Stärke des Songs: Der funktioniert auch allein mit einer Gitarre, was untypisch zu sein schien.

Wie unterscheidet sich der Song «Amen» vom Ende des Camp-Tages von demjenigen, der jetzt am ESC zu hören ist?
Er ist pompöser geworden. Das Original ist sehr reduziert: eine Bassdrum, mein Gesang, eine akustische Gitarre und ein Piano. Jetzt sind auch Streicher und Backing Vocals zu hören.

Wie ist es, dass nun jemand anders diesen Song – der immerhin zu einem Drittel von dir stammt – interpretiert?
Ich habe schon früher Songs für andere geschrieben, und einmal hat eine Interpretation auch weh getan, weil es ein persönlicher Song war. Ich finde es aber mega-spannend und auch mega-schön, dass Vincent Bueno den Song «Amen» mit seiner eigenen Geschichte interpretiert, ihm eine eigene Bedeutung verleiht. No regrets!

Wie hat das Songwriting Camp dein Vorgehen beim persönlichen Songwriting verändert?
Mich hat vor allem die lockere, auch freie Herangehensweise beeinflusst. Ich bin sonst wahrscheinlich zu streng mit mir, zu verbissen, um einfach draufloszuschreiben und auszuprobieren.

Machte dir das Tempo zu schaffen, dass man am Songwriting Camp in einem Tag den Song fertig haben muss?
Ja, das machte mir schon Mühe. Weil wirklich krasse, richtig gute, zeitlose Songs brauchen meiner Meinung mehr Zeit für die Entwicklung. Ich bin mich aber gewohnt, dass ich bei solchen Dogmen oft eines Besseren belehrt werde.

www.tobiascarshey.com

Eurovision Song Contest 2021: Im zweiten Semifinale des ESC wird am 20. Mai 2021 sowohl Vincent Bueno mit «Amen» für Österreich wie auch Gjon’s Tears mit «Tout l’univers» für die Schweiz antreten. Das Finale folgt am 22. Mai.

Songwriting Camp: Das von der SUISA in Zusammenarbeit mit Pele Loriano Productions organisierte Songwriting Camp hat bereits mehrere international erfolgreiche Popsongs hervorgebracht. «Amen» ist der fünfte Song aus dem SUISA Songwriting Camp, der es bis ins Halbfinal oder Final des Eurovision Song Contests schaffte. Das von Luca Hänni mitkomponierte und gesungene Stück «She Got Me» erreichte am ESC 2019 den vierten Platz. Ebenfalls qualifiziert waren «Répondez-moi» (Gjon’s Tears, für die schlussendlich abgesagte Veranstaltung im Jahr 2020), «Stones» (2018, Zibbz) und «Sister» (2019 für Deutschland, Sisters).

Die Credits von «Amen»:
Lyrics/Music by: Tobias Carshey (CH), Ashley Hicklin (UK), Jonas Thander (SE). Produced by: Jonas Thander (SE), Mikolaj Trybulec(PL), Pele Loriano (CH). Recorded by: Pele Loriano, Jonas Thander, Mikolaj Trybulec, Mixed by: David Hofmann. Published by: Schneeblind Publishing, ORF Musikverlag. Label: Unified Songs.

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Der Eurovision Song Contest wird nach der Absage 2020 nun wieder durchgeführt. In Rotterdam wird ein Song zu hören sein, der am Songwriting Camp der SUISA in den Powerplay Studios in Maur entstanden ist. Wir haben mit dem Zürcher SUISA-Mitglied Tobias Carshey gesprochen, der «Amen» zusammen mit Jonas Thander und Ashley Hicklin geschrieben hat. Gesungen wird der Song jedoch vom Wiener Vincent Bueno – für Österreich. Interview von Gastautor Markus Ganz

«Amen»: Wieder ein ESC-Song aus dem Songwriting Camp der SUISA

Tobias Carshey singt am SUISA Songwriting Camp die Gesangsspur für die Demoaufnahme von «Amen» ein. (Foto: Tabea Hüberli)

Tobias Carshey, wie entstehen deine Songs normalerweise?
Tobias Carshey: Ich schreibe aus meinem Leben heraus – und entsprechend unterschiedlich kommt es heraus. Tendenziell setze ich mich hin und schreibe; manchmal kommt die Melodie zuerst, seltener der Text, meistens gehe ich von der Musik aus.

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«Komponistinnen und Komponisten sind eigentlich immer wieder Anfänger» | mit Video

Christian Henking bezieht sich in seiner Komposition für das Projekt «Schweizer Beethoven-Reflexionen» auf die Melodie des von Beethoven verwendeten Schweizer Liedes. In seinen sechs Variationen setzt er jeweils unterschiedliche Prinzipien ein. Text von Gastautor Markus Ganz; Video von Manu Leuenberger

Christian Henking hat durchaus Respekt vor Ludwig van Beethoven, «diesem Monument, diesem Granitfels in der Musikgeschichte». «Er ist mir immer wieder ein Lehrmeister, unabhängig von der Ästhetik; fantastisch, was er formal geleistet hat.» Umso mehr haben ihn Beethovens «Variationen über ein Schweizerlied» irritiert, wie er im Gespräch von Ende Januar 2020 erklärt. «Ich begreife sie ehrlich gesagt nicht, dachte, sie könnten nicht von Beethoven sein.»

Da der Komponist aus Biel und Bern keinen Zugang zu diesen Variationen fand, befasste er sich genauer mit dem ursprünglichen Lied, «Es hätt e Bur es Töchterli». Aber auch das sei an sich merkwürdig, er finde die Melodie komisch für ein Volkslied, es fehle ihm auch die Eleganz des «Guggisbergliedes». «Zugleich hat es aber die unglaubliche Spannung des grossen tonalen Umfangs. Auch das Geradlinige, Pulsartige ist interessant; es gibt nicht wirklich einen Rhythmus, nur diese Viertel, die ‹herumhängen›. Das Lied hat deshalb eine gewisse Leere und bietet damit auch eine Offenheit.» Deshalb entschloss sich Christian Henking dazu, sich für seine Komposition auf die Melodie des Volksliedes zu beziehen. Dann hat er «wie Beethoven, aber eher zufällig» ebenfalls sechs Variationen geschrieben.

Christian Henking erklärt, dass er diese Melodie zunächst analysiert und dann in einzelne Abschnitte zerschnitten habe. «In meinen ersten vier Variationen betrachte ich gewissermassen einzelne Abschnitte des Lieds. Die letzten zwei beziehen sich auf das ganze Lied.» Er sei also ganz beim Material – oder ganz nicht beim Material geblieben: «In der zweiten Variation vermeide ich bei der Suche nach dieser Variation gerade alle Töne, die im Originalstück vorkommen.»

Der Grundansatz war, bei jeder Variation eine andere Arbeitsweise beziehungsweise unterschiedliche Prinzipien anzuwenden. Das Konzept hat sich mit dem Komponieren konkretisiert und weiterentwickelt. «Ich wusste, dass ich Miniaturen komponieren will, kurze Variationen-Sätze. Zuerst habe ich die 5. Variation geschrieben. Dann wurde mir klar, dass ich nicht so maschinell anfangen will, also machte ich vorher etwas sehr Freies als Gegenstück. So hat sich das eine auf das andere ausgewirkt. Und aus solchen Bedingtheiten haben sich viele Zusammenhänge ergeben.»

Christian Henking arbeitet sehr häufig am Schreibtisch, komponiert im Kopf. Um die Phantasie anzuregen, spielt er aber oft Klavier oder Cello. «Übers Improvisieren kommen mir oft Ideen, ganz naiv. Das ist meine altmodische Ader; ich bin beim Komponieren wirklich weit weg vom Computer, ich schreibe ja von Hand ins Notenblatt.» Dazu gehört auch, dass er sämtliche Instrumente seiner Partituren auch einmal selbst spielt. «Ich mag es, wenn ich das Instrument in den Fingern habe. Nicht um es zu hören – ich bin ja Pianist, nicht Streicher –, sondern um als Laie die Griffe, Klänge und Bogenstellungen selber zu spielen. Das Haptische hilft mir komischerweise beim Komponieren, auch wenn es nicht nötig wäre; es gibt mir eine Art von Boden.»

Die Kombination von Streichtrio mit Flöte wählte Christian Henking zum einen, weil er eine kleine Besetzung wollte, damit nicht jemand dirigieren müsse. Vor allem findet er aber diese Besetzung faszinierend. «Ich habe einen nahen Bezug zum Streichtrio an sich. Und dann kommt noch die Flöte als eine Art Aussenseiterin, die sich mit dem Klang des Trios verschmelzt.»

Man darf nicht eine «typische Henking-Komposition» erwarten. Er versteht es als «die Aufgabe von Komponistinnen und Komponisten, dass wir jedes Stück als neu betrachten, wir sind eigentlich immer wieder Anfänger». Christian Henking hat sogar bei jeder seiner Variationen innerhalb des Stücks bei null angefangen und bewusst mit unterschiedlichen Ansätzen und Techniken gearbeitet: «Das macht die Vielfalt des Komponierens aus». Bei null anzufangen, bedeute aber auch, vor einem Berg mit Möglichkeiten zu stehen. Angesichts der vielen Freiheiten müsse man reflektieren. Er sieht denn auch die Gefahr, dass man ein Mittel oder eine Methode zu schnell einsetzt, weil es an einer Stelle funktioniert und sich sonst schon bewährt hat. «Die Routine ist eine Gefahr, und dagegen kämpfe ich bei jeder Note an.»

Beim Gespräch von Ende Januar 2020 war der Kompositionsprozess weitgehend abgeschlossen. «Alles liegt nun da», erklärt Christian Henking und zeigt auf unzählige Notenblätter. «Ich denke nun nochmals über alles nach, so dass es noch zu Korrekturen und anderen Veränderungen kommen kann.» Dann aber steht die Komposition bis ins Detail fest. Im Unterschied zu anderen Werken gewährt Christian Henking den Interpreten hier keine Freiheiten.

Christian Henking wurde 1961 in Basel geboren. Am Konservatorium Bern studierte er Musiktheorie bei Theo Hirsbrunner und liess sich von Ewald Körner zum Kapellmeister ausbilden. Danach studierte er Komposition bei Cristobal Halffter und Edison Denisov, in Meisterkursen bei Wolfgang Rihm und Heinz Holliger. Diverse Auszeichnungen, u.a. Kulturpreis der Bürgi-Willert-Stiftung (2000), Anerkennungspreis des Kantons Bern (2002) und Musikpreis des Kantons Bern (2016). Er ist Dozent an der Hochschule der Künste Bern für Komposition, theoretische Fächer und Kammermusik. www.christianhenking.ch
Schweizer Beethoven-Reflexionen: Ein Projekt von Murten Classics und der SUISA zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven

Ludwig van Beethoven hatte nur wenig mit der Schweiz zu tun. Aber er hat «Sechs Variationen über ein Schweizerlied» geschrieben, bei dem es sich um das Volkslied «Es hätt e Bur es Töchterli» handelt. Dies ist der Ausgangspunkt für Kompositionsaufträge, die die Sommerfestspiele Murten Classics zusammen mit der SUISA an acht Schweizer Komponistinnen und Komponisten verschiedener Generationen, Ästhetik und Herkunft vergeben haben.

Oscar Bianchi, Xavier Dayer, Fortunat Frölich, Aglaja Graf, Christian Henking, Alfred Schweizer, Marina Sobyanina und Katharina Weber konnten sich auf die Variationen, auf das von Beethoven verwendete Volkslied selbst oder auf Beethoven im Allgemeinen beziehen. Die Kompositionen wurden für das Ensemble Paul Klee geschrieben, das folgende Maximalbesetzung erlaubt: Flöte (auch Piccolo, G- oder Bassflöte), Klarinette (in B oder A), Violine, Viola, Cello, Kontrabass und Klavier.

Initiant dieses 2019 begonnenen Projekts ist Kaspar Zehnder, der während 22 Jahren künstlerischer Leiter von Murten Classics war. Wegen der Corona-Krise und den von den Behörden verordneten Massnahmen war die Durchführung sowohl der 32. Ausgabe im August 2020 als auch des vorgesehenen Ersatzfestivals in den anschliessenden Wintermonaten nicht möglich. Der «SUISA-Tag» mit den acht Kompositionen dieses Projekts wurde – ohne Publikum – am 28. Januar 2021 im KiB Murten dennoch aufgeführt und aufgezeichnet. Die Aufnahmen sind bei Radio SRF 2 Kultur in der Sendung «Neue Musik im Konzert» (5. Mai 2021, 21 Uhr) zu hören und werden auf der Plattform Neo.mx3 erscheinen. Im SUISAblog und auf den Social Media-Kanälen der SUISA wird das Projekt mit multimedialen Beiträge online dokumentiert.

www.murtenclassics.ch

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Cécile Marti: Unterwegs im eigenen UniversumUnterwegs im eigenen Universum Cécile Marti gehört zu den herausragendsten Protagonistinnen zeitgenössischer Musik in der Schweiz. In ihren Werken versucht die Komponistin und Bildhauerin verschiedene Ausdrucksformen zu einem grossen Ganzen zu vereinen. Zum Dialog zwischen Klang und Skulptur soll sich in naher Zukunft auch das Ballett gesellen. Die FONDATION SUISA unterstützt die künstlerische Vision der Zürcherin mit einer Carte Blanche in der Höhe von 80 000 Schweizer Franken. Weiterlesen
Positives Echo auf den «SUISA-Tag» am Festival Murten ClassicsPositives Echo auf den «SUISA-Tag» am Festival Murten Classics Ein ganzer Tag lang zeitgenössische Musik stand am 25. August 2018 auf dem Programm des Festivals Murten Classics in der Konzertreihe «Offen für Neues». Der von der SUISA unterstützte Konzerttag wurde von Radio SRF 2 Kultur aufgezeichnet und stiess rundum auf positive Resonanz. Weiterlesen
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Christian Henking bezieht sich in seiner Komposition für das Projekt «Schweizer Beethoven-Reflexionen» auf die Melodie des von Beethoven verwendeten Schweizer Liedes. In seinen sechs Variationen setzt er jeweils unterschiedliche Prinzipien ein. Text von Gastautor Markus Ganz; Video von Manu Leuenberger

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Julien-François Zbinden: eine aussergewöhnliche Persönlichkeit

Am 8. März 2021 verstarb der Schweizer Komponist und Jazzpianist Julien-François Zbinden im Alter von 103 Jahren. Julien-François Zbinden war von 1987 bis 1991 Präsident der SUISA. Nachruf von Xavier Dayer, Präsident der SUISA

Nachruf Julien-François Zbinden: eine aussergewöhnliche Persönlichkeit

Julien-François Zbinden in einer Aufnahme aus dem Jahr 2000. (Foto: Jean-Pierre Mathez)

Mit grosser Trauer haben wir vom Tod von Julien-François Zbinden erfahren. Unser Ehrenmitglied und ehemaliger Präsident (von 1987 bis 1991) hat uns im Alter von 103 Jahren verlassen. Wir alle werden seine funkelnden Blicke nie vergessen. Und auch sein 100. Geburtstag, den er mit seinen nächsten Freunden oberhalb von Lausanne feierte, ist noch in frischer Erinnerung. Welche Energie, welch aussergewöhnliche Persönlichkeit. Vor allen Gästen erhob er sich und hielt eine immer noch sehr präsidiale und geistreiche Rede.

Ja, Julien-François Zbinden hat die Schweizer Musik über viele Jahre mit Charme und grosser Überzeugung geprägt. Seine stilistische Offenheit zwischen Klassik und Jazz, die er so wunderbar verkörperte, und die intensive Schaffenskraft dieses Mannes, der ganz für die Musik lebte, sind legendär. Er kam mit vielen Grössen in Kontakt, unter anderem mit Francis Poulenc, Igor Strawinsky, Clara Haskil, Django Reinhardt & Stéphane Grappelli, Fernandel und Juliette Gréco.

Seine Präsidentschaft und seine Verlässlichkeit prägten die SUISA positiv. Wann immer er konnte, nahm er an unseren Generalversammlungen teil, und wenn er aus gesundheitlichen Gründen verhindert war, schrieb er uns eine Notiz voller Wertschätzung und Anerkennung. Denn er stammte aus einer Zeit, in der die Umgangsformen anderen Codes folgten als heute. Eine Zeit, die weit entfernt ist vom permanenten Informationsfluss und den multiplen Anforderungen, wie wir sie heute kennen.

Sich mit Julien-François Zbinden zu unterhalten bedeutete, das Rad der Zeit zurückzudrehen und in eine verlorene Dimension einzutauchen. Doch nie hörte man aus seinen Worten Nostalgie oder Verbitterung, ganz im Gegenteil: Der Flieger (mit Mitte fünfzig hatte er die Pilotenlizenz erworben!) liebte das Neue: neue Entdeckungen und neue Erfahrungen. Sein beispielloses Interesse faszinierte auch seine Gesprächspartner. So verstand er es, während seiner langen und glanzvollen Karriere bei Radio RSR, den Hörerinnen und Hörern die verschiedensten Musikgenres näherzubringen. Denn jegliche Abschottung lag ihm fern.

Diese Offenheit und seine Fähigkeit, Dialoge zu führen und Brücken zu schlagen ermöglichten es ihm, seine verschiedenen Präsidentschaften mit Bravour zu erfüllen (neben der SUISA war er von 1973 bis 1979 Präsident des Schweizerischen Tonkünstlervereins). Heute gibt es zahllose Hommagen an ihn, die höchst berechtigt sind, denn seine Präsenz, die ihm eigene Aufmerksamkeit und seine stimulierende Lebendigkeit werden der Schweizer Musiklandschaft fehlen.

Dank der Erinnerungen an den bereichernden Austausch mit ihm wird unser Ehrenmitglied uns noch lange erhalten bleiben.

Xavier Dayer

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  1. greg sagt:

    henry hubert accordeoniste et moi meme greg lewis pianiste rendont hommage a monsieur Zbinden en faisant aujourd hui notre adhesion a la suisa sincere amitiés a sa famille

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Julien-François Zbinden in einer Aufnahme aus dem Jahr 2000. (Foto: Jean-Pierre Mathez)

Mit grosser Trauer haben wir vom Tod von Julien-François Zbinden erfahren. Unser Ehrenmitglied und ehemaliger Präsident (von 1987 bis 1991) hat uns im Alter von 103 Jahren verlassen. Wir alle werden seine funkelnden Blicke nie vergessen. Und auch sein 100. Geburtstag, den er mit seinen nächsten Freunden oberhalb von Lausanne feierte, ist noch in frischer Erinnerung. Welche Energie, welch aussergewöhnliche Persönlichkeit. Vor allen Gästen erhob er sich und hielt eine immer noch sehr präsidiale und geistreiche Rede.

Ja, Julien-François Zbinden hat die Schweizer Musik über viele Jahre mit…Weiterlesen

«Es wäre schön, wenn durch diese Krise eine Art Sensibilisierung stattfinden würde»

Während der Corona-Krise bietet die SUISA einigen Mitgliedern im Rahmen des Projekts «Music for Tomorrow» eine Plattform, auf der sie über ihr Schaffen und ihre Herausforderungen in dieser Zeit berichten. Dieses Mal erzählt die Zürcher Musikerin und Songwriterin Anna Känzig, wie es sich anfühlt, wenn eine Konzertabsage nach der anderen reinflattert und wieso sie trotzdem den Mut nicht verloren hat. Für «Music for Tomorrow» performte sie exklusiv ihren Song «House of Cards», welcher die momentanen Umstände schön umschreiben. Text von Nina Müller; Video von Anna Känzig, ergänzt von Nina Müller

Bereits in jungen Jahren war Anna Känzig (35) schon sehr musikalisch. Im Alter von fünf Jahren lernte sie, Gitarre zu spielen. Später folgten der Bass und das Klavier und auch ihre schulische Ausbildung fand im musikalischen Bereich statt. An der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) machte sie ihren Bachelor in der Jazz-Abteilung und seit 2009 ist Känzig aus der Schweizer Musikszene nicht mehr weg zu denken. Mit ihrer klaren Stimme begeisterte die Zürcherin bereits Zuschauer am Montreux Jazz Festival, Gurten Festival, Energy Air und am Finale des Elite Model Look 2016.

Seit 2014 ist sie bei Sony Music Switzerland unter Vertrag und hat bereits drei Alben produziert, ersteres noch beim Label Nation Music. Das Album «Sound and Fury», auf dem auch auf «House of Cards» drauf ist, hat sie zusammen mit dem Musikproduzenten Georg Schlunegger von Hitmill produziert, und Lars Norgren, der auch mit der schwedischen Popmusikerin Tove Lo zusammenarbeitet, hat das Album gemischt.

2016 war ihr Song «Lion’s Heart» die Hymne der Spendenaktion «Jeder Rappen zählt». Anna Känzig ist die erste Frau, die den offiziellen Song für die Spendenaktion von SRF und der Glückskette beisteuerte.

«House of Cards»

Für «Music for Tomorrow» hat Anna Känzig den Song «House of Cards» performt und aufgenommen. Zum Stück sagt sie: «Der Song beschreibt die momentane Situation eigentlich sehr schön. Es geht darum, dass sich Situationen von einem Tag auf den anderen ändern können und trotz minutiöser Planung plötzlich alles anders sein kann. Der Song ist vor ein paar Jahren entstanden und ist seither fester Bestandteil meines Live Programms.

Anna Känzig, wie sieht dein Arbeitsalltag als Komponistin und Textautorin während der Corona-Pandemie aus?
Ich versuche, die entstandene Zwangspause so kreativ wie möglich zu nutzen. Zu Beginn der Corona-Krise fiel mir das extrem schwer, da mich die ganze Situation lähmte. Täglich flatterten neue Konzertabsagen rein, und der geplante Single-Release schien auch plötzlich nicht mehr so viel Sinn zu machen. Irgendwann konnte ich mich dann von dieser Lethargie befreien und fand den kreativen Flow wieder. Ich kramte viele bis anhin brach gelegene Song-Ideen hervor und verschanzte mich damit in meinen Bandraum. Mittlerweile sind viele neue Songs entstanden, im besten Fall Material für ein neues Album!

Was bedeutet diese Krise für dich persönlich?
Durch die Krise musste ich mich plötzlich wieder viel intensiver mit mir und meinem Schaffen auseinandersetzen. Die kollektive Abschottung löste in mir einen kreativen Schub aus. Da keine Live-Konzerte mehr gespielt werden durften, brach der persönliche Kontakt zum Publikum abrupt ab. Viele Konzerte wurden ins Internet verlagert, was mir persönlich jedoch nicht wirklich zugesagt hat. Ich verstehe, dass alternative Formen gefunden werden müssen, doch gerade bei Streaming-Konzerten geht für mich ein wesentlicher Teil des Kulturgenusses verloren. Mittlerweile sind kleinere Konzerte wieder erlaubt, und ich merke mehr als je zuvor, dass dieser Energieaustausch zwischen Musiker und Publikum einfach nicht zu ersetzen ist.

Wie kann dich das Publikum im Moment unterstützen?
Ganz klassisch: Alben und Songs kaufen hilft immer. Das muss natürlich nicht immer bei großen Plattformen passieren. Am meisten hilft es uns, wenn die Musik direkt bei uns gekauft wird, via Webshop, oder persönlicher Anfrage. Streaming geht auch, aber hier sind die Einnahmen pro Stream halt sehr niedrig. Die sozialen Medien spielen sicher auch eine Rolle, wenn es darum geht, den Künstler zu unterstützen. Ein Like ist keine Bezahlung, aber die Aufmerksamkeit und das Teilen von Beiträgen in den sozialen Medien hilft uns, unsere Reichweite zu vergrössern und im besten Fall neue Fans zu gewinnen.

Hilft es dir, wenn Leute auf Spotify und Co deine Musik mehr streamen?
Streaming hilft zu einem kleinen Teil sicher. Viel besser wäre es jedoch, wenn die Leute die Musik auf Plattformen konsumieren würden, wo sie die einzelnen Tracks kaufen können. Es wäre schön, wenn durch diese Krise eine Art Sensibilisierung stattfinden würde und die Leute wieder mehr bereit sind, für den Kulturkonsum zu bezahlen.

Was könnte deiner Meinung nach die momentane Situation an Positives mit sich bringen?
Ich hoffe, das Manko an kulturellen Erfahrungen und Erlebnissen, das durch die Corona-Krise ausgelöst wurde, bei den Leuten neuen Hunger nach Live-Begegnungen erzeugen wird und somit so etwas wie ein Konzertbesuch wieder viel mehr wertgeschätzt wird.

Was möchtest du deinen Fans mit auf den Weg geben?
Ich freue mich, meine Fans schon bald wieder bei einem Live-Konzert begrüssen zu dürfen!

www.annakaenzig.com

«Music for Tomorrow»
Die Covid19-Krise trifft die Mitglieder der SUISA besonders hart. Die Haupteinnahmequelle vieler Komponistinnen, Komponisten, Verlegerinnen und Verleger fällt komplett weg: Auftritte jeglicher Art sind bis auf Weiteres vom Bund verboten worden. In den nächsten Wochen porträtieren wir auf dem SUISAblog einige unserer Mitglieder. Sie erzählen uns, was sie während der Covid19-Krise bewegt, was ihre Herausforderungen sind und wie ihr Arbeitsalltag derzeit aussieht. Die Musikerinnen und Musiker haben zudem für den SUISAblog zu Hause oder in ihrem Studio eine Eigenkomposition performt und gefilmt. Die SUISA bezahlt den Musikerinnen und Musikern für diese Aktion eine Gage.
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Informationen zu Livestreams für SUISA-MitgliederInformationen zu Livestreams für SUISA-Mitglieder Die Corona-Massnahmen führten für die Musikschaffenden zu einem Ausfall von Auftritts- und Verdienstmöglichkeiten und für die Musikkonsumenten zu einem schmerzvollen Verlust von Live-Musik. Livestreaming erfreut sich deshalb gerade in diesen Zeiten grosser Beliebtheit und übernimmt eine relevante Rolle im Kulturbetrieb. Weiterlesen
Kety Fusco: «Diese Situation wird alle – Musiker, Techniker, Insider – auf die Probe stellen»«Diese Situation wird alle – Musiker, Techniker, Insider – auf die Probe stellen» Mit dem Projekt «Music for Tomorrow» möchte die SUISA ihre Mitglieder in dieser schwierigen Zeit unterstützen. Wir bieten den Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform, auf der sie über ihre aktuelle Situation im Lockdown erzählen und eines ihrer Werke vorstellen dürfen. Den Auftakt macht die Tessiner Komponistin und Harfenistin Kety Fusco. Im schriftlichen Interview spricht sie über ihren Alltag im Lockdown und warum sich bei ihr eigentlich gar nicht so viel geändert hat. Weiterlesen
Warum Mitglieder der SUISA auch einen Beitritt zu SWISSPERFORM in Betracht ziehen solltenWarum Mitglieder der SUISA auch einen Beitritt zu SWISSPERFORM in Betracht ziehen sollten Komponisten und Texter mit einer Mitgliedschaft bei der SUISA, die auch als Interpreten und/oder Produzenten aktiv sind und deren Darbietungen von Schweizer oder ausländischen Radio- und TV-Stationen ausgestrahlt werden, haben ein Recht auf Lizenzgebühren von SWISSPERFORM. Für all diese Urheber-Komponisten-Interpreten/Produzenten ist eine Mitgliedschaft bei SWISSPERFORM deshalb eine notwendige Ergänzung zu derjenigen bei der SUISA, um ihre Rechte und die volle Vergütung, die ihnen zusteht, zu sichern. Weiterlesen
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  1. Guten Tag Nina,
    danke für deinen Beitrag! Ein sehr wichtiges Thema was du da ansprichst. Es war und ist auch immer noch für uns alle eine schwere und ungewohnte Zeit.

    Liebe Grüße
    Christoph

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Während der Corona-Krise bietet die SUISA einigen Mitgliedern im Rahmen des Projekts «Music for Tomorrow» eine Plattform, auf der sie über ihr Schaffen und ihre Herausforderungen in dieser Zeit berichten. Dieses Mal erzählt die Zürcher Musikerin und Songwriterin Anna Känzig, wie es sich anfühlt, wenn eine Konzertabsage nach der anderen reinflattert und wieso sie trotzdem den Mut nicht verloren hat. Für «Music for Tomorrow» performte sie exklusiv ihren Song «House of Cards», welcher die momentanen Umstände schön umschreiben. Text von Nina Müller; Video von Anna Känzig, ergänzt von Nina Müller

Bereits in jungen Jahren war Anna Känzig (35) schon sehr musikalisch. Im Alter von fünf Jahren lernte sie, Gitarre zu spielen. Später folgten der Bass und das Klavier und auch ihre schulische Ausbildung fand im musikalischen Bereich statt. An der Zürcher Hochschule…Weiterlesen

SUISA-Generalversammlung: Hilfsfonds für Urheber und Verleger genehmigt

Die Generalversammlung der SUISA hat den Hilfsfonds für Komponisten, Textautoren und Verleger von Musik in der Höhe von 1,5 Millionen Franken genehmigt. Ausserdem wurde die Schweizer Jodlerin, Sängerin, Komponistin und Verlegerin Melanie Oesch in den SUISA-Vorstand gewählt. Dieses Jahr fand die Generalversammlung zum ersten Mal in der Geschichte der SUISA aufgrund der Covid-19-Pandemie in schriftlicher Form statt. Text von Giorgio Tebaldi; Interview mit Melanie Oesch von Erika Weibel; Video von Nina Müller

Die SUISA-Generalversammlung hätte dieses Jahr am 26. Juni im Bierhübeli in Bern stattfinden sollen. Aufgrund der Covid-19-Pandemie und des im März verhängten Veranstaltungsverbots hatte der SUISA-Vorstand im April entschieden, die Generalversammlung in schriftlicher Form durchzuführen. So konnten die SUISA-Mitglieder zum ersten Mal in der Geschichte der Genossenschaft per Brief und im Fall von einigen Mitgliedern aus dem Ausland per Mail abstimmen und wählen.

Covid-19: Hilfsfonds für Urheber und Verleger

Neben den statutarischen Geschäften wie die Genehmigung der Jahresrechnung oder die Erteilung der Décharge an den SUISA-Vorstand und die Revisionsfirma BDO war der Hilfsfonds für Urheber und Verleger einer der wichtigsten Abstimmungspunkte der diesjährigen Generalversammlung. Aufgrund der aktuell prekären Lage für Musikschaffende hatte der SUISA-Vorstand am 6. April 2020 beschlossen, dass die SUISA zusätzliche Gelder zur Verfügung stellen soll für Ausfälle bei den Urheberrechtsvergütungen, die den SUISA-Mitgliedern wegen der behördlich angeordneten Absage von Veranstaltungen und der Schliessung von Betrieben entstehen. Der Fonds in der Höhe von Fr. 1,5 Mio. soll Komponisten, Textautoren und Verlegern von Musik, die wegen der Corona-Krise in Not geraten, nachweislich entgangene SUISA-Einnahmen ersetzen. Die Generalversammlung hat dem Hilfsfonds mit grosser Mehrheit zugestimmt.

Michael Hug in die Verteilungs- und Werkkommission gewählt

An der diesjährigen Generalversammlung fanden ausserdem zwei Ersatzwahlen statt. Als Ersatz für den im letzten Jahr in den SUISA-Vorstand gewählten Grégoire Liechti wurde der Musikverleger Michael Hug für die laufende Amtsdauer bis 2023 in die Verteilungs- und Werkkommission (VWK) gewählt.

Michael Hug ist Geschäftsführer des 1910 gegründeten Verlags Ruh Musik AG. Der Verlag ist national und international bekannt für die Herausgabe von Blasmusik; der Katalog umfasst jedoch auch zahlreiche Werke der Klassik und Chormusik. Michael Hug hat das Unternehmen 2009 zusammen mit seiner Frau von seinem Vater übernommen. Er hat schon früh die Zeichen der Zeit erkannt und seinen ganzen Katalog digitalisiert. Für seine digitale Vertriebsplattform für Musiknoten wurde er 2012 von der Musikförderstiftung der SUISA, der FONDATION SUISA, ausgezeichnet; von der Jury besonders hervorgehoben wurden damals sein Innovationsgeist und sein nachhaltiges Konzept. Michael Hug ist 55 Jahre alt und – wie alle seine Vorgänger im Verlag – auch selber musikalisch aktiv.

Melanie Oesch neu im Vorstand der SUISA

Auch für den SUISA-Vorstand war eine Ersatzwahl notwendig, nachdem Reto Parolari, Dirigent, Komponist und langjähriges Vorstandsmitglied, im Dezember 2019 unerwartet verstorben ist. Neu wurde für die laufende Amtsperiode bis 2023 die Schweizer Jodlerin, Sängerin, Komponistin und Verlegerin Melanie Oesch (Oesch’s die Dritten) in den Vorstand der SUISA gewählt.

Melanie Oesch gehört mit Oesch’s die Dritten zu den erfolgreichsten Vertretern des volkstümlichen Schlagers. Melanie Oesch ist 33 Jahre alt und seit 2006 SUISA-Mitglied.

Im Videointerview erzählt sie, was die SUISA für sie bedeute: «Die Arbeit der SUISA ist sehr wichtig für mich. Ich hätte nie die Zeit, das Geld welches mir zusteht, überall selbst einzufordern und auch das Wissen darüber fehlt mir.» Sie schätzt insbesondere auch das Fachwissen der SUISA: «Ich bin froh, hat die SUISA so viele Fachpersonen, die sich seit Jahren mit dieser Thematik beschäftigen und sich dafür einsetzen», sagt Melanie Oesch.

Die Anfrage, ob Melanie Oesch Vorstandsmitglied werden möchte, habe sie sehr gefreut und geehrt. Ihre Erfahrung als Volksmusikerin möchte sie in den Vorstand miteinbringen: «In der Volksmusik gibt es viele Stücke, die schon sehr alt sind. Oft ist nicht klar, ob die Komponistinnen noch Leben und wo [die Stücke] verlegt sind.» Auch die Art der Stücke in der Volksmusik sei speziell. «Zum Beispiel ein Jodel hat keinen klassischen Text und trotzdem hat er eine Art von Text», erklärt die gebürtige Bernerin.

Als Vorstandsmitglied will Melanie Oesch gerne etwas an den Unstimmigkeiten zwischen Veranstalterinnen und Künstlerinnen ändern. Ihrer Einschätzung nach fühlen sich gewisse Veranstalter benachteiligt, weil sie klein sind und das Gefühl haben, trotzdem viel zahlen zu müssen. Da möchte sie gerne für eine bessere Vermittlung zwischen der SUISA und den Veranstalterinnen und Veranstaltern sorgen.

Insgesamt haben 1’576 Komponisten, Textautoren, Musikverleger und Erben schriftlich abgestimmt und gewählt. Eine Übersicht der Ergebnisse der SUISA-Generalversammlung 2020 ist zu finden unter: www.suisa.ch/generalversammlung

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  1. Martin LUTHER-OWUSU sagt:

    Bravo! Thanks for looking after authors and publishers during this period of Covid-19. The devastation of the pandemic is enormous and I pray that we would get rid of it sooner than later. And now a question:
    As a member living in Ghana, is there a chance to apply for a little bit from the fund to sustain me?
    Thank you very much.

    • The fund approved by the General Meeting is intended to compensate members, principals and clients in need and in distress due to the COVID-19 crisis, for SUISA income they demonstrably missed out on. They have the possibility to submit an online application on the member portal „My Account“. The application must prove that the affected person has suffered losses due to a lack of copyright income and that there is a state of need. Thus, the only decisive factor is SUISA membership and not residence or nationality. Claudia Kempf, SUISA Members Department

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Die Generalversammlung der SUISA hat den Hilfsfonds für Komponisten, Textautoren und Verleger von Musik in der Höhe von 1,5 Millionen Franken genehmigt. Ausserdem wurde die Schweizer Jodlerin, Sängerin, Komponistin und Verlegerin Melanie Oesch in den SUISA-Vorstand gewählt. Dieses Jahr fand die Generalversammlung zum ersten Mal in der Geschichte der SUISA aufgrund der Covid-19-Pandemie in schriftlicher Form statt. Text von Giorgio Tebaldi; Interview mit Melanie Oesch von Erika Weibel; Video von Nina Müller

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