Tagarchiv: Stiftungsrat

Herbstsitzung des SUISA-Vorstands

Der Vorstand und seine Kommissionen für Tarife und Verteilung sowie für Organisation und Kommunikation haben sich am 29.und 30. September 2021 in Lausanne zu den Herbstsitzungen getroffen. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Herbstsitzung des SUISA-Vorstands

Der SUISA-Vorstand hat an seiner Herbstsitzung Francine Jordi (im Bild) neu in den Stiftungsrat der FONDATION SUISA gewählt. (Foto: Thomas Buchwalder)

Glücklicherweise erlaubte es die epidemiologische Situation, dass sich die Mitglieder des SUISA-Vorstands und die Geschäftsleitung wieder physisch treffen konnten. Ausgerechnet das an der Generalversammlung 2021 neu in den Vorstand gewählte Mitglied, Ständerätin Johanna Gapany, konnte jedoch wegen ihrer Teilnahme an der Session der Eidgenössischen Räte in Bern nur per Video und nur an der Sitzung der Kommission für Organisation und Kommunikation (O+K) teilnehmen. Der Sitzungskalender 2022 wird auf die Sessionstermine Rücksicht nehmen.

Kostenträgerrechnung

Der Vorstand beschäftigte sich wie jedes Jahr in der Herbstsitzung mit dem Ergebnis der Kostenträgerrechnung 2020. Anhand der Kostenträgerrechnung kann festgestellt werden, wie hoch der Aufwand für Inkasso und Verteilung bei jedem Tarif im Einzelnen ist.

Bekanntlich wird den Bezugsberechtigten bei den Abrechnungen ein fixer Prozentsatz als Kostenbeitrag für den Aufwand der SUISA beim Inkasso und bei der Verteilung abgezogen. Dieser Prozentsatz, er beträgt bei den Aufführungs- und Senderechten 15%, ist eine Mischrechnung in Bezug auf die effektiven Kosten. So ist beispielsweise das Inkasso im Bereich von Musiknutzungen im Gastgewerbe (GT H) oder zu Tanz- und Unterhaltung (GT Hb) aufwändiger als das Inkasso bei den Radiosendern (Tarif A und GT S).

Mittels der Kostenträgerrechnung werden diese Unterschiede sichtbar, und es kann auch in der zeitlichen Dimension aufgezeigt werden, ob sich die Kosten für einen bestimmen Tarif dank Spar- und Rationalisierungsmassnahmen nach unten entwickeln. Das Ergebnis der Kostenträgerrechnung 2020 war etwas getrübt von der schwierigen Einnahmensituation wegen der Pandemie; weniger Einnahmen aber trotzdem Kosten, welche nicht im selben Masse reduziert werden konnten.

Strategie

Alljährlich in der Herbstsitzung befasst sich der Vorstand mit der Strategie der SUISA. Das entsprechende Grundlagenpapier wurde 2019 erstellt. Es ging nun darum zu überprüfen, ob die festgelegten strategischen Ziele immer noch gleich zu gewichten sind und sinnvoll erreicht werden können.

Aufgrund der Pandemie wurden leichte Anpassungen vorgenommen; die grundsätzliche strategische Haltung «Behauptung im zunehmenden Wettbewerb durch hohe Erträge bei hohem Kostenbewusstsein und bester Servicequalität» bleibt aber gleich.

Sondersitzung zum Thema Online-Nutzungen

In Bezug auf die Strategie des Unternehmens wird sich der Vorstand Ende November in einer Sondersitzung mit dem Thema Online-Nutzungen beschäftigen. Anlass ist unter anderem auch das fünfjährige Bestehen von Mint Digital Services, dem Joint Venture mit der US-amerikanischen Gesellschaft SESAC.

Für diese Sondersitzung hat der Vorstand eine Tagesordnung genehmigt und die Schwerpunkte festgelegt. Ziel ist es, die Bedürfnisse und Erwartungen der SUISA-Mitglieder zu definieren und durch geeignete Massnahmen bei Mint Digital Services und der SUISA-Gruppe zu erfüllen.

Verteilung «Residuals»

Änderungen im Verteilungsreglement müssen im Normalfall vom Institut für Geistiges Eigentum (in der Schweiz) und dem Amt für Volkswirtschaft (in Liechtenstein) genehmigt werden. Bei den Regeln für die Verteilung der Einnahmen aus der Online-Lizenzierung ist die Zuständigkeit anders: Die Verwertung der Online-Rechte steht nicht unter Bundesaufsicht. Deswegen fallen entsprechende Verteilungsreglementsänderungen ausschliesslich in den Kompetenzbereich der Verteilungs- und Werkkommission und des Vorstands der SUISA.

Im Rahmen dieser Kompetenz hat der Vorstand in seiner Sitzung vom 30. September 2021 eine Änderung resp. Revision der Ziffer 5.6.1 des Verteilungsreglements hinsichtlich der Verteilung der von Online-Plattformen bezahlten «Residuals» beschlossen. Bei «Residuals» handelt es sich um von Online-Musikplattformen bezahlte Beträge für Werke oder Werkteile, deren Bezugsberechtigte nicht gefunden werden konnten und deswegen keine Verwertungsgesellschaft Ansprüche geltend gemacht hat.

Solche Schwierigkeiten ergeben sich vor allem dann, wenn Musikwerke nicht rechtzeitig angemeldet wurden. Für diese Fälle zahlen die Online-Provider nach 18 Monaten «Residuals» an die Verwertungsgesellschaft jenes Landes aus, in dem die Werke genutzt wurden.

Mit den Onlinemusik-Provider wurde ein sogenanntes «Multistage invoicing» vereinbart: Die Nutzungsdaten eines Abrechnungszeitraums werden nach 90 und nach 180 Tagen nochmals gegen die Werkdatenbank gematcht. In dieser Zeit sind Nachmeldungen von Werken möglich und führen dann zu einer Verteilung auf das nachgemeldete Werk.

Der Vorstand hat beschlossen, dass nach 180 Tagen die Zahlungen für nicht identifizierte Werke (die «Residuals») den anderen genutzten Werken in der entsprechenden Abrechnungsperiode zugeschlagen werden. Die Alternative, dass bis zu fünf Jahre nach der Nutzung noch unidentifizierte Werke gemeldet werden können und auf diese verteilt wird, hat der Vorstand aus Kostengründen verworfen. Es ist also wichtig, dass neue Titel möglichst rasch angemeldet werden, damit Online-Nutzungen auch möglichst genau verteilt werden können.

Francine Jordi in den Stiftungsrat der FONDATION SUISA gewählt

Der Vorstand der SUISA ist das Wahlgremium des Stiftungsrates der FONDATION SUISA, der Musikförderstiftung der SUISA. In der Herbstsitzung hat der Vorstand Francine Jordi neu in den Stiftungsrat gewählt.

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Die Praxis der Online-Lizenzierung verlangt frühzeitiges Anmelden der WerkeDie Praxis der Online-Lizenzierung verlangt frühzeitiges Anmelden der Werke Der Online-Musikvertrieb eröffnet aus verkäuferischer Sicht enorme Möglichkeiten. Mit wenig Aufwand kann Musik innert Kürze einem weltweiten Publikum zugänglich gemacht werden. Dagegen ist die Abrechnung der Urheberrechtsvergütungen für Online-Nutzungen komplex, auch weil die Prozesse anders sind als bei Aufführungs- oder Senderechten. Der wichtigste Ratschlag lautet: Zuerst das Werk möglichst frühzeitig bei der SUISA anmelden, erst dann online veröffentlichen. Weiterlesen
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Erstmals seit 15 Monaten wieder physisches VorstandstreffenErstmals seit 15 Monaten wieder physisches Vorstandstreffen Während die Generalversammlung wegen der Vorsichtsmassnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zum zweiten Mal nur mittels brieflicher Abstimmung stattfinden konnte, beschloss der Vorstand, sich am 24. und 25. Juni 2021 unter Einhaltung der gegebenen Schutzmassnahmen erstmals seit 15 Monaten wieder in physischer Form vor Ort in Muri bei Bern zu treffen. Weiterlesen
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Der Vorstand und seine Kommissionen für Tarife und Verteilung sowie für Organisation und Kommunikation haben sich am 29.und 30. September 2021 in Lausanne zu den Herbstsitzungen getroffen. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Herbstsitzung des SUISA-Vorstands

Der SUISA-Vorstand hat an seiner Herbstsitzung Francine Jordi (im Bild) neu in den Stiftungsrat der FONDATION SUISA gewählt. (Foto: Thomas Buchwalder)

Glücklicherweise erlaubte es die epidemiologische Situation, dass sich die Mitglieder des SUISA-Vorstands und die Geschäftsleitung wieder physisch treffen konnten. Ausgerechnet das an der Generalversammlung 2021 neu in den Vorstand gewählte Mitglied, Ständerätin Johanna Gapany, konnte jedoch wegen ihrer Teilnahme an der Session der Eidgenössischen Räte in Bern nur per Video und nur an der Sitzung der Kommission für Organisation und Kommunikation (O+K) teilnehmen. Der Sitzungskalender 2022 wird auf die Sessionstermine Rücksicht nehmen.

Kostenträgerrechnung

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Erika Hug: Engagiert und kämpferisch

SUISA und FONDATION SUISA trauern um Erika Hug. Die Verlegerin und Unternehmerin prägte mehr als drei Jahrzehnte lang die Förderung des Schweizer Musikschaffens mit – im SUISA-Vorstand, als Mitbegründerin der FONDATION SUISA und 10 Jahre als deren Stiftungsratspräsidentin. Am 14. Juli 2021 ist sie im Alter von 76 Jahren unerwartet verstorben. Nachruf von Andreas Wegelin und Urs Schnell

Erika Hug: Engagiert und kämpferisch

Erika Hug (1945-2021). (Foto: FONDATION SUISA / Musik Hug)

Die Schweizer Musikszene hat den Tod von Erika Hug, der Verlegerin und Eigentümerin des traditionsreichen Musikhauses, zu beklagen. Ganz unerwartet ist sie am 14. Juli 2021 verstorben.

Erika Hug hatte schon in jungen Jahren in 6. Generation die Führung des renommierten Zürcher Musikhauses übernommen. Neben dem traditionellen Verlags- und Notengeschäft wuchs die Firma in den 1980er Jahren kräftig und stieg früh in den damals neuen Handel mit der CD ein. Mit ihrem Ehepartner, dem deutschen Musikunternehmer Eckard Harke, entwickelte sich auch der Verkauf von Musikinstrumenten stark. Eine Spezialität waren die beiden Steinway Piano Galleries in Lausanne und Zürich.

Die umwälzenden Veränderungen in der Musikbranche im Zuge der Entwicklung des Internets liess die Nachfrage nach Noten, Tonträgern oder Instrumenten ab der Jahrtausendwende immer mehr schrumpfen. Das schweizweite Filialnetz wurde Anfang der 2000er Jahre stark verkleinert und die Firma schliesslich 2017 verkauft.

Mitwirkung bei SUISA und FONDATION SUISA

Der Genossenschaft SUISA und der FONDATION SUISA schenkte Erika Hug lange Jahre ihr Wissen und ihre Erfahrung als Unternehmerin durch die Mitwirkung im SUISA-Vorstand und im Stiftungsrat der FONDATION SUISA. Von 1985 bis 1995 war Erika Hug Vorstandsmitglied der Genossenschaft SUISA und Präsidentin von deren Kommission für Auslandsbeziehungen.

Erika Hug war 1989 Gründungsmitglied der SUISA-Stiftung für Musik (heute FONDATION SUISA). Während 27 Jahren bis Ende 2015 war sie Mitglied des Stiftungsrates. Ab 1990 präsidierte Erika Hug zuerst die Finanzkommission der Stiftung, war ab 1996 Vizepräsidentin und führte ab 2005 die Stiftung während 10 Jahren als Präsidentin des Stiftungsrates.

Erika Hug hat die letzten 30 Jahre der Genossenschaft und der Stiftung als Verlegerin und Expertin im Bereich des Musikgeschäfts wesentlich mitgeprägt. Sie engagierte sich für den Zugang zur Musik und zum Musizieren vor allem auch der jungen Generation und weniger bemittelter Gesellschaftsschichten. Das Projekt Klassenmusizieren der FONDATION SUISA ist davon ein Zeugnis. Erika Hug war auch eine Kämpferin für mehr Frauen in der Musik und im Geschäftsleben.

Wir trauern um eine grosse Schweizer Persönlichkeit im Bereich der Vermittlung von Musik, sind ihr dankbar für ihr Engagement in den leitenden Gremien unserer Genossenschaft und Stiftung und drücken gegenüber ihrer Familie unser herzlichstes Beileid aus.

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  1. Ho avuto il piacere di lavorare con Erika Hug per 14 anni nel Consiglio di fondazione della Fondazione Suisa per la musica e, di questa donna, ho sempre apprezzato la chiarezza d’intenti nel promuovere la musica „Made in Switzerland“, la tenacia e le brillanti idee.
    Un’altra sua qualità che ho sempre apprezzato in lei era la capacità di saper mettere a proprio agio le persone, di saperle ascoltare e, se le idee che venivano proposte le sembravano buone, di impegnarsi nella realizzazione senza mai risparmiarsi.
    Di lei serberò sicuramente un buon ricordo.
    R.I.P. Erika

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SUISA und FONDATION SUISA trauern um Erika Hug. Die Verlegerin und Unternehmerin prägte mehr als drei Jahrzehnte lang die Förderung des Schweizer Musikschaffens mit – im SUISA-Vorstand, als Mitbegründerin der FONDATION SUISA und 10 Jahre als deren Stiftungsratspräsidentin. Am 14. Juli 2021 ist sie im Alter von 76 Jahren unerwartet verstorben. Nachruf von Andreas Wegelin und Urs Schnell

Erika Hug: Engagiert und kämpferisch

Erika Hug (1945-2021). (Foto: FONDATION SUISA / Musik Hug)

Die Schweizer Musikszene hat den Tod von Erika Hug, der Verlegerin und Eigentümerin des traditionsreichen Musikhauses, zu beklagen. Ganz unerwartet ist sie am 14. Juli 2021 verstorben.

Erika Hug hatte schon in jungen Jahren in 6. Generation die Führung des renommierten Zürcher Musikhauses übernommen. Neben dem traditionellen Verlags- und Notengeschäft wuchs die Firma in den 1980er Jahren kräftig und stieg früh in den damals neuen Handel mit…Weiterlesen

«Get Going!» geht in die dritte Runde

«Get Going!» ermöglicht neue Perspektiven: Dem Gedanken von «Get Going!» liegt die Philosophie des «Möglichmachens» zugrunde. Bei «Get Going!» handelt es sich um eine Anstossfinanzierung. Es werden vier solcher Beiträge à 25 000 Franken pro Jahr ausgeschrieben. Text von FONDATION SUISA

«Get Going!» geht in die dritte Runde

Die Empfängerinnen und Empfänger der «Get Going»-Beiträge 2019 (von oben links nach unten rechts): Anna Gosteli, Michel Barengo, Jessiquoi, Félix Bergeron (Iynnu) und Jérémie Zwahlen. (Fotos: zVg)

«Get Going!» soll für möglichst viele musikalisch-kreative Menschen zugänglich sein. Die Musikschaffenden sollten in ihren kreativen Vorstellungen möglichst wenig eingeengt werden.

«Get Going!» 2020: Ausschreibung

Anmeldeschluss: 31.08.2020

Die Ausschreibung ist bewusst offen gehalten und verzichtet auf gängige Genre-, Alters- oder Projektkategorien.

Bewerben können sich Urheberinnen und Urheber, Autorinnen und Autoren sowie Musikerinnen und Musiker, die einen deutlichen Bezug zum aktuellen schweizerischen oder liechtensteinischen Musikschaffen nachweisen können.

Bitte beachten Sie:

  • Wir nehmen keine zusätzlichen Dokumente, weder elektronisch noch in anderer Form, entgegen.
  • Über das Auswahlverfahren können wir keine Korrespondenz führen oder telefonische Auskünfte geben.
  • Bei Bedarf kann die Jury Rückfragen stellen.
  • Die Jury, bestehend aus vier Personen des Stiftungsrates, beurteilt die Bewerbungen und trifft die Wahl. Ein entscheidendes Auswahlkriterium ist dabei die Substanz und Originalität der eingereichten Begründung.

Zur Bewerbung:

Für eine gültige Bewerbung füllen Sie bitte das folgende Online-Formular bis zum 31.08.2020 vollständig aus:

«Get Going!» 2020 Online-Formular

Im Verlauf des Herbstes 2020 wird sich die Jury mit den eingereichten Dossiers auseinandersetzen. Sie erhalten dann eine Rückmeldung zu Ihrer Bewerbung.

www.fondation-suisa.ch/de/werkbeitraege

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«Get Going!» ermöglicht neue Perspektiven: Dem Gedanken von «Get Going!» liegt die Philosophie des «Möglichmachens» zugrunde. Bei «Get Going!» handelt es sich um eine Anstossfinanzierung. Es werden vier solcher Beiträge à 25 000 Franken pro Jahr ausgeschrieben. Text von FONDATION SUISA

«Get Going!» geht in die dritte Runde

Die Empfängerinnen und Empfänger der «Get Going»-Beiträge 2019 (von oben links nach unten rechts): Anna Gosteli, Michel Barengo, Jessiquoi, Félix Bergeron (Iynnu) und Jérémie Zwahlen. (Fotos: zVg)

«Get Going!» soll für möglichst viele musikalisch-kreative Menschen zugänglich sein. Die Musikschaffenden sollten in ihren kreativen Vorstellungen möglichst wenig eingeengt werden.

«Get Going!» 2020: Ausschreibung

Anmeldeschluss: 31.08.2020

Die Ausschreibung ist bewusst offen gehalten und verzichtet auf gängige Genre-, Alters- oder Projektkategorien.

Bewerben können sich Urheberinnen und Urheber, Autorinnen und Autoren sowie Musikerinnen und Musiker, die einen deutlichen Bezug zum aktuellen schweizerischen oder liechtensteinischen Musikschaffen nachweisen können.

Bitte beachten Sie:

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Neue Förderungsstrategie: «Wir wollen den Blick nach vorne richten»

Die FONDATION SUISA verstärkt ihr Engagement in der Förderung von Musik in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein: Jährlich sollen unter dem Titel «Get Going!» vier musikalische Projekte angestossen und mit «Carte Blanche» alle zwei Jahre ein grösserer Werkbeitrag gesprochen werden. Text von FONDATION SUISA

FONDATION SUISA - Neue Förderungsstrategie: «Wir wollen den Blick nach vorne richten»

Mit ihrer revidierten Förderpolitik will die FONDATION SUISA neue kreative Orte ausmachen und Projekte anstossen, bei denen die Musikschaffenden in ihren kreativen Vorstellungen möglichst wenig eingeengt werden. (Foto: Alberto Andrei Rosu / Shutterstock.com)

Der Stiftungsrat der FONDATION SUISA hat beschlossen, einen Teil seiner Förderungspolitik neu aufzugleisen und neue Perspektiven einfliessen zu lassen. Damit will die Stiftung den zeitgemässen Ansprüchen an das Schweizer Musikschaffen mehr Rechnung tragen. In Zukunft wird weniger in den Rückspiegel geschaut, dafür vermehrt nach vorne. Vier Anstossbeiträge sowie ein Werkbeitrag treten an die Stelle der bisherigen Preispolitik.

«Statt einem Künstler, einer Künstlerin im Nachhinein mit Hilfe eines Preises auf die Schulter zu klopfen, investieren wir nun das uns zur Verfügung stehende Geld stärker in die Zukunft», sagt Urs Schnell, Direktor der FONDATION SUISA, und fügt an: «Wir wollen fördern statt urteilen und so den Blick verstärkt nach vorne richten.»

«Get Going!» ermöglicht neue Projekte

Beim sogenannten «Get Going!» handelt es sich um eine Anstossfinanzierung. Es werden vier «Get going!»-Beiträge à 25 000 Franken pro Jahr ausgeschrieben. Erstmals können sich Musikschaffende ab Ende Juni 2018 für einen «Get Going!»-Beitrag bewerben. Wichtig ist, dass «Get Going!» die anderen Förderangebote der FONDATION SUISA, insbesondere das geltende Gesuchswesen, die bestehenden Partnerschaften, die Messen und Events im Ausland sowie das Klassenmusizieren, weder konkurriert noch tangiert.

«Im Gegenteil», erläutert Schnell, «als gewichtige Starthilfe dienen sie als Ergänzung zur bisherigen Förderung. Wir wollen neue kreative Orte ausmachen. Dies vor allem auch ausserhalb der gängigen Schubladen, die sich in der Förderpolitik in Vergangenheit etabliert haben. Zwar haben sich diese durchaus als nützlich erwiesen, gleichzeitig tragen sie aber dazu bei, dass gewisse Projekte zwischen Stuhl und Bank fallen.»

Finanzielle Unabhängigkeit dank der «Carte Blanche»

Nicht ausgeschrieben, sondern alle zwei Jahre direkt von einer Fachjury vergeben, wird die «Carte Blanche» in der Höhe von 80 000 Franken. Die «Carte Blanche» soll es den Begünstigten ermöglichen, sich während eines längeren Zeitraumes vollständig auf ihr musikalisches Schaffen zu konzentrieren. «Die Förderung sowie die künstlerische Entwicklung stehen im Fokus einer ‹Carte Blanche› und weniger das Ergebnis der Arbeit an einem bestimmten Werk», umreisst Schnell den Rahmen dieses substanziellen Förderbeitrages.

Mit beiden Förderprojekten will die FONDATION SUISA auf die sich rasch wandelnden Musikszenen reagieren, in denen immer wieder innovative Kreativansätze scheitern, weil sie nicht in das vorhandene Reglementarium passen. Daher verzichtet die FONDATION SUISA bewusst auf gängige Genre-, Alters- oder Projektkategorien. «Get Going!» und «Carte Blanche» sollen für möglichst viele musikalisch-kreative Menschen zugänglich sein. «Die Musikschaffenden sollten in ihren kreativen Vorstellungen möglichst wenig eingeengt werden», sagt Schnell. «Im Dazwischen, wo herkömmliche Genredefinierungen scheitern, weil sie durch das Raster fallen, wollen wir in Zukunft als konstruktiver Förderer auftreten.»

Die neue Förderpolitik der FONDATION SUISA gilt ab sofort. Die ersten vier «Get Going!»-Beiträge zu je 25 000 Franken werden Ende Juni 2018 ausgeschrieben. Die Informationen rund um die Bewerbung sind ab dann auf der Webseite der Stiftung aufgeschaltet.

www.fondation-suisa.ch

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FONDATION SUISA - Neue Förderungsstrategie: «Wir wollen den Blick nach vorne richten»

Mit ihrer revidierten Förderpolitik will die FONDATION SUISA neue kreative Orte ausmachen und Projekte anstossen, bei denen die Musikschaffenden in ihren kreativen Vorstellungen möglichst wenig eingeengt werden. (Foto: Alberto Andrei Rosu / Shutterstock.com)

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Neues Fürsorgereglement gültig ab 1. Januar 2017

An der ordentlichen Generalversammlung der SUISA vom 24. Juni 2016 in Bern wurde die Revision des Fürsorgereglements von den SUISA-Mitgliedern genehmigt. Die Änderungen traten per 1. Januar 2017 in Kraft. Was bedeutet das neue Reglement für unsere Mitglieder? Text von Irène Philipp Ziebold

Neues Fürsorgereglement gültig ab 1. Januar 2017

Das aktuell gültige Reglement der Stiftung Urheber- und Verlegerfürsorge der SUISA ist in den Sprachen Italienisch, Französisch und Deutsch auf der Website der SUISA abrufbar. (Bild: Manu Leuenberger)

Verschiedene Gründe veranlassten die SUISA, eine Revision des Fürsorgereglements vorzulegen: Das alte Reglement führte immer wieder zu Diskussionen, die Praxis sei nicht vollständig abgebildet und teilweise seien die Formulierungen nicht treffend genug. Dies konnte mit der Revision beseitigt werden. Zudem musste das Reglement an die heutige Gesetzgebung (BVG/Stiftungsrecht) angepasst werden. Mit diesen Änderungen liegt ein aktuelles und gerechtes Fürsorgereglement vor.

So sieht heute das System für unsere Mitglieder aus:

Urheber

Die Stiftung Urheber- und Verlegerfürsorge (UVF) sorgt für eine Unterstützung der Altersvorsorge unserer Mitglieder und Auftraggeber. Nach Erreichen des Pensionsalters ist die Ausschüttung der SUISA an Urheber und ihre Hinterbliebenen unter bestimmten Voraussetzungen und bis zu einer bestimmten Höhe in bisherigem Masse gesichert. Die UVF bezahlt dieses gesicherte Einkommen als Rentenleistung dann, wenn aus der laufenden Verteilung der SUISA weniger oder nichts mehr kommt. Im Gegensatz zu einer Vorsorge der 2. Säule finanziert die Stiftung UFV nur den Anteil, den der Urheber nicht aus den weiter laufenden Verteilungen der SUISA erhält.

Die Stiftung UVF garantiert dem Urheber ein Einkommen von der SUISA im Pensionsalter. Dieses berechnet sich nach dem jährlichen Durchschnitt seiner bisherigen Bezüge aus den Verteilungen von der SUISA (dem sogenannten massgebenden Einkommen), ist von der Dauer seiner Mitgliedschaft abhängig und wird zudem mit einem vom Stiftungsrat festgelegten Faktor multipliziert.

Die effektive Rentenzahlung entspricht der Differenz zwischen dem massgebenden Einkommen und den SUISA-Vergütungen im Rentenjahr. Die Höhe des gesicherten Einkommens ist auf maximal Fr. 38 500.- jährlich festgelegt. Wer aus den Verteilungen der SUISA für Aufführungen und Sendungen auch im Rentenalter noch mehr als Fr. 38 500.- einnimmt, erhält von der UVF nichts.

Die Stiftung wird gespiesen aus den Abzügen, welche die SUISA bei allen Verteilungen der Einnahmen aus Aufführungen, Sendungen und Vergütungsansprüchen in der Schweiz und Liechtenstein vornimmt (7,5%).

Verleger

Auch den Verlegern wird ein Abzug zugunsten der UVF gemacht. Die UVF sieht deshalb ebenfalls eine Fürsorgeleistung an die Verleger vor, sofern sie die Bedingungen betreffend Verlagstätigkeit in der Schweiz erfüllen. Verlagsfirmen können allerdings nicht pensioniert werden. Deshalb erhalten sie aus der UVF bereits nach der Aufnahme als Auftraggeber bzw. Mitglied bei der SUISA Fürsorgeleistungen aus der Stiftung, dies in Form von Beiträgen an ihre eigene Vorsorgeeinrichtung der zweiten Säule. Wichtig ist, dass die Verlagsfirmen dafür der SUISA ihre Vorsorgeeinrichtung melden und eine entsprechende Zahlungsadresse dazu bekanntgeben.

Revidiertes Fürsorgereglement

Am System der Fürsorgeleistungen der SUISA wurde grundsätzlich nichts geändert. Die wichtigsten Änderungen sind neben einigen Präzisierungen und Formulierungen:

  1. Verschiedene Anpassungen an das Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG).
  2. Voraussetzungen der Lebenspartner/innenrente neu gemäss BVG definiert, das heisst: Für eingetragene sowie überlebende Partnerinnen und Partner gilt die gleiche Regelung wie für überlebende Ehegatten.
  3. Neue Zuständigkeit des Stiftungsrats (Vorstand der SUISA) für Reglementsänderungen.

Auf der SUISA-Website findet sich unter www.suisa.ch/fuersorgereglement sowohl das neue Reglement als auch eine synoptische Darstellung, die das alte und das aktuell gültige Reglement mit den Anpassungen und entsprechenden Kommentaren aufzeigt.

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Die Generalversammlung 2016 der Genossenschaft SUISA im Zentrum Paul Klee 217 Komponisten, Textautoren und Verleger von Musik haben an der SUISA-Generalversammlung am 24. Juni 2016 in Bern ihr Mitbestimmungsrecht über ihre Genossenschaft wahrgenommen. Neben dem Gastreferat des SRG-Generaldirektors Roger de Weck, der Verleihung des Stiftungspreises und des Werkjahres der FONDATION SUISA war die Revision des Fürsorgereglements das zentrale Thema. Weiterlesen
Mittendrin und voll dabei, die Dienstleistungen für Mitglieder zu verbessern Ein Blick auf das Dienstleistungsangebot der SUISA für ihre Mitglieder zeigt: Während den letzten Jahren gab es Neuerungen, die mehr Effizienz und Qualität gebracht haben. Dazu gehören die detaillierteren Abrechnungen, das Webportal «Mein Konto» und auch die Digitalisierung der Mitgliederdossiers. Mit den Verbesserungen steckt die SUISA mittendrin in einem kontinuierlichen Prozess – und ist voll dabei, wie der Blick nach vorne zeigt: Neu gibt es Quartalsabrechnungen. «Mein Konto» wird weiterentwickelt. Die Werkdatenbank wird technologisch modernisiert. Zudem werden die Mitgliederservices der SUISA grundsätzlich überdacht. Weiterlesen
Der Verlagsvertrag: Welche Punkte gilt es zu beachten? Der Verlagsvertrag ist in der Schweiz im Obligationenrecht geregelt. Die gesetzlichen Regelungen dazu sind jedoch nicht sehr ausführlich. Speziell beim Musikverlagsvertrag kann man sich nicht einfach auf das Gesetz verlassen. Zudem können die Parteien auch eigene Vereinbarungen im Vertrag festhalten. Worauf gilt es also beim Verlagsvertrag zu achten? Weiterlesen

 

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An der ordentlichen Generalversammlung der SUISA vom 24. Juni 2016 in Bern wurde die Revision des Fürsorgereglements von den SUISA-Mitgliedern genehmigt. Die Änderungen traten per 1. Januar 2017 in Kraft. Was bedeutet das neue Reglement für unsere Mitglieder? Text von Irène Philipp Ziebold

Neues Fürsorgereglement gültig ab 1. Januar 2017

Das aktuell gültige Reglement der Stiftung Urheber- und Verlegerfürsorge der SUISA ist in den Sprachen Italienisch, Französisch und Deutsch auf der Website der SUISA abrufbar. (Bild: Manu Leuenberger)

Verschiedene Gründe veranlassten die SUISA, eine Revision des Fürsorgereglements vorzulegen: Das alte Reglement führte immer wieder zu Diskussionen, die Praxis sei nicht vollständig abgebildet und teilweise seien die Formulierungen nicht treffend genug. Dies konnte mit der Revision beseitigt werden. Zudem musste das Reglement an die heutige Gesetzgebung (BVG/Stiftungsrecht) angepasst werden. Mit diesen Änderungen liegt ein aktuelles und gerechtes Fürsorgereglement vor.

So sieht heute…Weiterlesen

Bernard Cintas neu im Stiftungsrat der FONDATION SUISA

Der Vorstand der SUISA hat Bernard Cintas neu in den Stiftungsrat der FONDATION SUISA gewählt. Jean-Pierre Mathez, der seit 1997 mit grossem Engagement im Stiftungsrat tätig war, wofür ihm an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt sei, ist per Ende Dezember 2014 von seinem Amt zurückgetreten. Der neu gewählte Bernard Cintas, geboren 1961, wohnt in der französischsprachigen Schweiz. Wir haben dem neuen Stiftungsratsmitglied ein paar Fragen gestellt.

Bernard-Cintas-Portrait

Bernard Cintas ist Gründungsmitglied und Präsident der Association romande des Musiques Populaires, Organisator des Festival des Musiques Populaires de Moudon und neu seit Januar 2015 Mitglied im Stiftungsrat der FONDATION SUISA. (Foto: zVg)

Bernard Cintas, welche musikalischen, beruflichen und sonstigen Erfahrungen werden Sie als neues Mitglied in den Stiftungsrat der FONDATION SUISA einbringen?
Mein musikalischer Werdegang begann als Schlagzeuger und Perkussionist in Laien-Akkordeonensembles sowie in Rock- und Bluesbands. Parallel dazu war ich in mehreren kantonalen und regionalen Akkordeonverbänden aktiv und präsidierte die Association Romande des Musiques populaires. Der Verband umfasst die Westschweizer Blaskapellen, Chöre und Akkordeonorchester und organisiert seit 2006 das Festival des Musiques Populaires de Moudon. All diese Aktivitäten erlaubten mir, die unterschiedlichen Volksmusiken der Westschweiz sowie die damit zusammenhängenden Probleme und Schwierigkeiten kennenzulernen. Ausserdem hatte ich die Gelegenheit, Akteurinnen und Akteure der Volksmusik aus der Deutschschweiz zu treffen und mich mit den kulturellen und strukturellen Unterschieden im Bereich der Volksmusik beidseits der Saane zu befassen.

Was halten Sie ganz allgemein von der Kultur- und Musikförderung in der Schweiz?
Meines Erachtens ist die Musikförderung für Berufsmusiker gut strukturiert. Was die Laienverbände betrifft, so ist die Förderung etwas diffus und weniger sichtbar, abgesehen von Institutionen wie der Loterie Romande.

Was kann eine private Institution, beispielsweise die FONDATION SUISA, zur Förderung des Schweizer Musikschaffens beitragen?
Sie kann die Komposition von Musikstücken und die Verwirklichung ganzer Musikprojekte fördern. Sie kann aber auch die Ausbildungsstätten unterstützen, da nicht alle öffentlich subventioniert werden.

Was wünschen Sie der Schweizer Musikbranche für die Zukunft?
Dass sie ihren kulturellen Reichtum und ihre Vielfalt erhalten möge, indem sie die regionalen Besonderheiten pflegt und aus dem Kulturerbe schöpfen kann, das glücklicherweise noch sehr präsent ist. Bei all dem soll sie sich aber auch emanzipieren und nach vorn ausrichten.

Welche Musik hat Sie in letzter Zeit besonders berührt oder beeindruckt?
Es war ein Stück für Blasmusik und Akkordeonorchester eines jungen Genfer Komponisten. Es heisst «Super Novae» und bewegt sich mit eleganter Stimmführung durch die Musikstile, wobei es mit verschiedensten Timbres und Farben spielt. Ein schönes Beispiel für das Überwinden von Festgefahrenem und von Vorurteilen, die das Musikschaffen allzu oft behindern.


Der Stiftungsrat der FONDATION SUISA ab 1.1.2015

Präsidium: Erika Hug, Vizepräsidium: Thomas Pfiffner
Mitglieder: Susanne Abbuehl, René Baiker, Bernard Cintas, Andri Hardmeier, David Johnson, Laurent Mettraux, Marco Neeser, Marc Savary, Peter Schmidlin, Andreas Wegelin

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Der Vorstand der SUISA hat Bernard Cintas neu in den Stiftungsrat der FONDATION SUISA gewählt. Jean-Pierre Mathez, der seit 1997 mit grossem Engagement im Stiftungsrat tätig war, wofür ihm an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt sei, ist per Ende Dezember 2014 von seinem Amt zurückgetreten. Der neu gewählte Bernard Cintas, geboren 1961, wohnt in der französischsprachigen Schweiz. Wir haben dem neuen Stiftungsratsmitglied ein paar Fragen gestellt.

Bernard-Cintas-Portrait

Bernard Cintas ist Gründungsmitglied und Präsident der Association romande des Musiques Populaires, Organisator des Festival des Musiques Populaires de Moudon und neu seit Januar 2015 Mitglied im Stiftungsrat der FONDATION SUISA. (Foto: zVg)

Bernard Cintas, welche musikalischen, beruflichen und sonstigen Erfahrungen werden Sie als neues Mitglied in den Stiftungsrat der FONDATION SUISA einbringen?
Mein musikalischer Werdegang begann als Schlagzeuger und Perkussionist in Laien-Akkordeonensembles sowie in Rock- und Bluesbands.…Weiterlesen

SUISA budgetiert für 2015 leicht steigende Einnahmen bei etwas höheren Ausgaben

Der SUISA-Vorstand hat im Dezember 2014 die Weichen für das Geschäftsjahr 2015 gestellt. Die Vorstandsmitglieder haben sich sich mit Budget, Kostensätzen, Stellenplan sowie dem Organigramm 2015 auseinandergesetzt und mit den Vorbereitungsarbeiten für die Generalversammlung (GV) 2015 begonnen. Bericht aus dem Vorstand von Dora Zeller und Manu Leuenberger

Bericht-aus-dem-Vorstand-Mischpult

Das Steuerungs- und Prüfungsorgan der Genossenschaft SUISA, der 15-köpfige Vorstand, genehmigte in der Dezember-Sitzung unter anderem das Budget für das neue Geschäftsjahr, für das ein Einnahmenplus von 3,59 % erwartet wird. (Foto: Pat Cotillo, Jr / Shutterstock.com)

Das vom Vorstand genehmigte Budget für 2015 sieht gegenüber dem Vorjahr leicht steigende Einnahmen vor (+3,59 %). Dazu beitragen sollen die Senderechte, die Vervielfältigungsrechte (Tarif VN – Tonbildträger mit Werbespots) sowie die Vergütungsansprüche (GT 4e – Smartphones). Bei den Online-Rechten wird von stabil bleibenden Einnahmen ausgegangen, jedoch mit einer Verschiebung von Download zu Streaming.

Auf der Aufwandseite wird mit etwas höheren Ausgaben (+1,2 %) gerechnet. Für die Umsetzung der geplanten Informatik-Grossprojekte, zu diesen gehört unter anderem eine neue Ziel-Architektur mit webbasierten Java-Applikationen, braucht es zusätzliche Ressourcen. Das Engagement für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden der SUISA wird erhöht. Zudem wird mit höheren Kosten für Öffentlichkeitsarbeit gerechnet, insbesondere zur Begleitung der politischen Debatte bezüglich Revision des Urheberrechtsgesetzes.

Dem Budget liegen Wechselkursannahmen mit Stand vom Dezember 2014 zugrunde. Welche Auswirkungen die im Januar geänderte Mindestkursstrategie der Schweizerischen Nationalbank (SNB) auf die Erreichung der budgetierten Ziele haben wird, kann im Moment noch nicht eingeschätzt werden.

Anträge für Änderungen im Verteilungsreglement

Dem Vorstand lagen Anträge für Änderungen im Verteilungsreglement vor. Die Änderungen betrafen die Verteilung der Einnahmen aus den Tarifen GT 1 und GT 2a/2b, die Verteilungsklassen (VK) 1C/1D und 2C/2D (TV-Sendungen der SRG, bzw. der Privatsender) sowie die VK 9 (Filmvorführungen).

Die beantragten Änderungen wurden vom Vorstand diskutiert und genehmigt. Wie immer stützte sich der Vorstand bei seinem Entscheid auf die Vorarbeiten der Verteilungs- und Werkkommission sowie der Vorstandskommission für Tarife und Verteilung.

Wichtig zu wissen: Vom SUISA-Vorstand beschlossene Verteilungsreglementsänderungen müssen zuerst vom Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum genehmigt werden, bevor sie in Kraft treten können. Weitere Informationen über die Details der Anpassungen folgen.

Wahlen an der Generalversammlung am 19. Juni 2015 in Fribourg

An der Generalversammlung im Juni treten die Vorstandmitglieder Monika Kälin und Massimliano Pani zurück. Eine Findungskommission hat zwei Kandidaten für den Ersatz der zurücktretenden Vorstandsmitglieder vorgeschlagen. Der Vorstand war mit den Vorschlägen der Findungskommission einverstanden und wird die Kandidaten zur Wahl an der GV vorschlagen.

Auch für die Verteilungs- und Werkkommisson (VWK) stehen an der diesjährigen GV in Fribourg Ersatzwahlen an. Aufgrund der letztes Jahr beschlossenen Amtszeitbeschränkung und freiwilligen Rücktritten verbleiben 7 Mitglieder in der Kommission. Das heisst: Es werden 15 neue Mitglieder gesucht. Dem Vorstand wurde ein Zwischenbericht vom Nominationskomitee für die VWK-Ersatzwahlen vorgelegt.

Werkdokumentation in Europa und weitere Themen

Der Vorstand liess sich von den SUISA-internen Fachspezialisten über die neuen Entwicklungen in Bezug auf die Werkdokumentation im internationalen Geschäft, insbesondere im europäischen Raum (Stichtworte: ICE, CIS-Next), orientieren. Weiter nahm der Vorstand die Berichte der Geschäftsleitung über ausserordentliche, «konflikthafte Mitgliederbeziehungen» und den «digitalen Wandel» zur Kenntnis. Beide Berichte hatte der Vorstand nach seiner Retraite vergangenes Jahr von der Geschäftsleitung der SUISA erbeten. Über die Fortsetzung der Vorstandsretraiten entscheiden die Vorstandsmitglieder in der Frühlingssitzung.

Bernard Cintas neu in den Stiftungsrat der FONDATION SUISA gewählt

Als Ersatz für Jean-Pierre Mathez wählte der SUISA-Vorstand Bernard Cintas neu in den Stiftungsrat der FONDATION SUISA. Bernard Cintas (geboren 1961) wohnt in der französischsprachigen Schweiz. Er ist Gründungsmitglied und Präsident der Association romande des Musiques Populaires und Organisator des Festival des Musiques Populaires de Moudon. Ein Interview mit dem neuen Stiftungsratmitglied folgt in Kürze auf dem SUISAblog.

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Der SUISA-Vorstand hat im Dezember 2014 die Weichen für das Geschäftsjahr 2015 gestellt. Die Vorstandsmitglieder haben sich sich mit Budget, Kostensätzen, Stellenplan sowie dem Organigramm 2015 auseinandergesetzt und mit den Vorbereitungsarbeiten für die Generalversammlung (GV) 2015 begonnen. Bericht aus dem Vorstand von Dora Zeller und Manu Leuenberger

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Das Steuerungs- und Prüfungsorgan der Genossenschaft SUISA, der 15-köpfige Vorstand, genehmigte in der Dezember-Sitzung unter anderem das Budget für das neue Geschäftsjahr, für das ein Einnahmenplus von 3,59 % erwartet wird. (Foto: Pat Cotillo, Jr / Shutterstock.com)

Das vom Vorstand genehmigte Budget für 2015 sieht gegenüber dem Vorjahr leicht steigende Einnahmen vor (+3,59 %). Dazu beitragen sollen die Senderechte, die Vervielfältigungsrechte (Tarif VN – Tonbildträger mit Werbespots) sowie die Vergütungsansprüche (GT 4e – Smartphones). Bei den Online-Rechten wird von stabil bleibenden Einnahmen ausgegangen, jedoch mit einer…Weiterlesen