Tagarchiv: Soziale Netzwerke

Anpassung des Urheberrechts an die digitale Verwendung von Werken

Nach monatelangem Protest auf der Strasse und in der Internet-Community hat am 26. März 2019 das EU-Parlament den Vorschlag zur neuen Richtlinie der EU über das Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt genehmigt. Die Revisionen des Urheberrechts in der Schweiz und in der EU: Was sind die Gemeinsamkeiten und Unterschiede? Text von Andreas Wegelin

Anpassung des Urheberrechts an die digitale Verwendung von Werken

In den EU-Staaten hat die Reform des Urheberrechts hohe Wellen geworfen und zu Protesten von vor allem jungen Internetnutzern im Netz und auf der Strasse geführt. Angefeuert von Social Media-Plattformen wird behauptet, wegen des neuen Urheberrechts sei die Meinungsäusserungsfreiheit ernsthaft in Gefahr. (Foto: Emmanuele Contini / NurPhoto via Getty Images)

Einige Tage vor dem Entscheid des EU-Parlaments hat der Ständerat am 12. März 2019 die Vorlage zur Revision des Urheberrechts in der Schweiz an seine vorberatende Kommission Wissenschaft Bildung Kultur WBK zurückgewiesen. Der Rat hat dazu seiner Kommission den Auftrag gegeben, die aktuellen Entwicklungen in der EU zu berücksichtigen.

Trotz des von Bundesrätin Sommaruga, der damaligen Justizministerin, sorgfältig austarierten AGUR-Kompromisses drohen der Revision des Urheberrechts noch einmal Verzögerungen und damit auch die Gefahr, dass einzelne Partikularinteressen, welche bisher wegen des geschlossenen Kompromisses in der vorberatenden Arbeitsgruppe Urheberrecht (AGUR) hintangestellt wurden, erneut aufkommen.

Die wichtigsten Revisionspunkte in der europäischen Regelung

In der europäischen Regelung besonders umstritten sind zwei grundsätzliche Verbesserungen des Schutzes für die Urheber:

Die Verantwortlichkeit der Plattformbetreiber für das Teilen von Inhalten, welche von Konsumenten hochgeladen werden
Diese Vorschrift betrifft vor allem die grossen Social Media-Plattformen (Google, Apple, Facebook und Amazon, kurz: GAFA). Gemäss dem geltenden EU-Recht konnten sich deren Betreiber auf den Standpunkt stellen, sie wären lediglich technischer Dienstleister und nicht verantwortlich für den Inhalt, der auf ihren Plattformen zur Verfügung gestellt wird. Diese Haltung geht auf die E-Commerce-Richtlinie der EU aus dem Jahre 2000 zurück, in welcher – zur Ankurbelung der digitalen Wirtschaft – die Haftung der technischen Dienstleister beschränkt wurde (das sogenannte «Safe Harbour»-Prinzip).

Mittlerweile wurde zu Recht anerkannt, dass durch den Upload von geschützten Inhalten durch Private Urheberrechte verletzt werden. Selbst Anbieter wie Google suchten wegen Youtube den Kontakt zu den grossen Rechteinhabern und Verwertungsgesellschaften, allerdings immer um auf «freiwilliger» vertraglicher Basis eine finanzielle Abgeltung zu leisten. Plattformen wie Youtube sind deshalb so beliebt, weil mittlerweile dort praktisch sämtliche Inhalte verfügbar sind und von Musik- oder Filmbegeisterten immer weiter geteilt werden.

Gemäss Art. 17 der neuen Richtlinie (im Entwurf war es noch Art. 13) wird jetzt definiert, dass die Mitgliedstaaten der EU Regeln vorsehen müssen, dass Dienstanbieter urheberrechtlich verantwortlich sind für Inhalte, welche auf ihren Plattformen geteilt (hochgeladen) werden.

Das wird die GAFAs dazu zwingen, entweder mit sämtlichen Rechteinhabern Lizenzverträge auszuhandeln oder aber durch technische Massnahmen (sogenannte Uploadfilter) zu verhindern, dass geschützte Inhalte überhaupt noch hochgeladen werden können. Die Aussicht auf letztere Massnahme hat die Internet-Community aufgewühlt und zu Demonstrationen vor dem EU-Parlament geführt, da sie eine einschneidende Beschränkung der Meinungsäusserungs- und der Kunstfreiheit befürchten.

Schutz der Presseverlage vor Veröffentlichung ihrer Artikel auf Internet-Plattformen
Auch der Artikel 15 (vormals 11) der neuen Richtlinie war in der Debatte sehr umstritten. Das sogenannte Leistungsschutzrecht für Verleger sollte diesen eine Beteiligung an der Weiterverbreitung ihrer Inhalte, z.B. auf Google News bringen. Interessanterweise kann aber gerade der Hinweis auf Google News die Reichweite für den Presseverlag steigern, und eine blosse Neuigkeit an sich ist urheberrechtlich gar nicht schützbar. Ähnliche Regelungen in einzelnen EU-Ländern erwiesen sich als unwirksam, insbesondere weil die grossen Presseverlage doch lieber von der Gratiswerbung auf Google News profitierten als wegen des drohenden Lizenzanspruchs von Google- News nicht mehr berücksichtigt zu werden.

Die wichtigsten Revisionspunkte der Schweizer Revisionsvorlage

Unterschiedliche Rechtslage zur EU
Das Schweizer Gesetz (URG) und die Rechtslage in der Schweiz kennen einige wesentliche Unterschiede zum EU-Recht und zu den urheberrechtlichen Gesetzesbestimmungen der einzelnen EU-Länder. So gilt die EU-Richtlinie von 2000 zum Binnenmarkt in der Schweiz nicht. GAFAs können sich nicht auf das «Safe Harbour»-Prinzip berufen. Grundsätzlich wäre die Haftung der Plattformbetreiber für die von ihren Benutzern geteilten Inhalten bereits gegeben, allerdings prozessual nur aufwendig und risikoreich durchsetzbar. Das Schweizer URG kennt zudem den Grundsatz, dass der Konsument aufgrund der Bestimmungen zur Privatkopie auch Inhalte aus dem Internet nutzen darf, ungeachtet dessen, ob die Quelle lizenziert ist oder nicht. Das entspricht einer liberalen Haltung und widerspiegelt vor allem die Einsicht, dass der massenhafte Konsum von Inhalten aus dem Internet urheberrechtlich mit vernünftigem Aufwand nur beim Anbieter, aber sicher nicht beim Konsumenten lizenziert werden kann.

Der AGUR-Kompromiss
Im Rahmen dieser erwähnten schweizerischen Grundsätze wurde auch der AGUR-Kompromiss vom März 2017 beschlossen. Darauf aufbauend, allerdings mit einigen Unschärfen zulasten der Urheber, hat der Bundesrat dem Parlament eine Revisionsvorlage vorgelegt. Zur Verschärfung der Haftung der Provider ist eine sogenannte «Stay-Down»-Verpflichtung vorgesehen. Plattformen müssen einmal als rechtswidrig erkannte Inhalte dauerhaft von ihren Plattformen fernhalten. Die URG-Vorlage des Bundesrates enthält neben weiteren wichtigen Verbesserungen für die Urheber, über welche wir bereits verschiedentlich berichtet haben auch Anpassungen an die Digitalisierung, wie beispielsweise eine sogenannte Wissenschaftsschranke für das Text- und Data-Mining, oder die vereinfachte Lizenzvergabe über eine erweiterte Kollektivlizenz. Die letzten beiden Vorschläge sind auch in der eben beschlossenen EU-Richtlinie (Art. 4 bzw. Art. 12) vorgesehen.

Vergütung für Journalisten und Leistungsschutzrecht für Verleger
Die Kommission des Ständerates hat am 12. Februar 2019 nun vorgeschlagen, auch in der Schweiz einen Vergütungsanspruch für Journalisten und einen Leistungsschutz für Verleger einzuführen, wenn ihre Erzeugnisse auf Internet-Plattformen weiterverwendet werden. Zu begrüssen ist sicherlich die Verankerung eines Vergütungsanspruchs für Journalisten, möglicherweise könnte ein solcher auch genügen, wenn die Journalisten als die ursprünglich kreativ tätigen Personen die Verleger an den Ansprüchen beteiligen würden. Es bräuchte dann kein umstrittenes Leistungsschutzrecht mit der oben geschilderten zweifelhaften Wirkung.

Ausnahme für Bibliotheken
In letzter Minute hat die Ständeratskommission zudem eine Gesetzesbestimmung vorgeschlagen, wonach das Vermieten von Werken in öffentlichen Bibliotheken von der seit 1993 geltenden Vergütungspflicht für das Vermieten ausgenommen sein soll. Dahinter steckt ein starkes Lobbying der Bibliotheken, welche gemäss dem bisher geltenden Tarif für das Vermieten von Werken nichts zahlen mussten, wenn das Entgelt als Jahresgebühr, nicht aber als einzelne Gebühr beim Bezug des Werkes bezahlt wurde. Tatsache ist jedoch in all diesen Fällen, dass Bibliotheken ihren Benützern gegen ein geringes Entgelt Bücher, DVDs, CDs oder Musikstreaming zu Verfügung stellen und damit die entsprechenden Märkte konkurrenzieren.

Ausnahme für Weiterleitung in Gästezimmer
Wie schon bei den Bibliotheken weicht auch die Ausnahme für Gästezimmer vom AGUR-Kompromiss zulasten der Urheber ab. Dem intensiven Lobbying der Gastgewerbeverbände ist es zu verdanken, dass der Nationalrat bereits im Dezember 2018 eine Ausnahme für den Empfang von Sendungen in Hotelzimmern und Ferienwohnungen vorgesehen hat. Die Ausnahme wurde zudem ausgedehnt auf Zimmer in Heimen und Gefängniszellen. Auch diese Forderung geht auf einen Tarifstreit mit den Verwertungsgesellschaften zurück. 2017 hat das Bundesgericht klargestellt, dass es sich bei der Nutzung in diesen Räumlichkeiten nicht um eine private Nutzung handelt, wenn der Hotelier oder Vermieter den Empfang ermöglicht und die entsprechenden Geräte zur Verfügung stellt. Beide handeln in diesem Fall mit Gewinnabsicht, das heisst: Die Bereitstellung der Empfangsmöglichkeit von geschützten Inhalten ist ein Verkaufsargument für die Vermieter und beeinflusst deren Umsatz. Es kann nicht sein, dass die Künstler mittels dieser Ausnahme das Gastgewerbe subventionieren und sich ihre Situation im Vergleich zum heutigen Urheberrecht dadurch wesentlich verschlechtert.

Die Schweiz braucht ein erneuertes Urheberrecht jetzt – ohne zusätzliche Ausnahmen!

Seit 2010 wird in der Schweiz um eine Modernisierung des Urheberrechts gerungen. Mit dem AGUR-Kompromiss konnte einiges hinsichtlich einer Anpassung an die zeitgemässen Gegebenheiten erreicht werden. In der parlamentarischen Debatte tauchen wie zuvor erwähnt Einzelinteressen auf, welche dieser Modernisierung zuwiderlaufen und sogar eine Verschlechterung des geltenden Rechts darstellen. Das darf nicht sein. Etwas anders verhält es sich mit dem Anspruch der Journalisten: Die Problematik der Weiterverwendung von Presseerzeugnissen im Internet ist bei einer Modernisierung des Gesetzes ernsthaft zu prüfen. Vielleicht ist aber die Zeit noch nicht reif dafür. Das hat auch die Ständeratskommission an ihrer zweiten Beratung zum Urheberrecht am 29. April erkannt und den Bundesrat auf dem Weg des Postulats aufgefordert, die weitere Entwicklung des Urheberrechts in Europa zu prüfen.

Das Parlament wäre also gut beraten, jetzt in der Sommersession 2019 die Revision des Gesetzes im Rahmen des AGUR-Kompromisses und ohne zusätzliche Ausnahmen für Bibliotheken oder das Gastgewerbe zu beschliessen.

Behutsame Übernahme und Anpassung der EU-Richtlinie an die Schweizer Verhältnisse in naher Zukunft

Die neue EU-Richtlinie könnte künftig trotzdem Vorbild sein für weitere Anpassungen des Schweizer Gesetzes. Die WBK des Ständerates verlangt vom Bundesrat wie erwähnt bereits einen Bericht zur Situation, insbesondere der Journalisten und Zeitungsverleger, in dem die Verantwortlichkeit der Plattformbetreiber genauer untersucht werden soll. Weiter ist das Teilen bzw. der Upload geschützter Inhalte im Internet noch weniger kontrollierbar als die Privatkopie. Die EU-Richtlinie hat deshalb zu Recht eine Verantwortlichkeit der GAFAs festgestellt, weil diese ja das Teilen erst ermöglichen und attraktiv machen. Es dürfte allerdings für die GAFAs schwierig sein, die Nutzung eines jeden hochgeladenen Beitrags bei den betroffenen Rechteinhabern zu lizenzieren.

Eine Möglichkeit wäre eine Verpflichtung der Plattformen, die Rechteinhaber pauschal für das Teilen von Inhalten auf den Plattformen zu entschädigen. Was man nur mit unsinnigem technischem Aufwand kontrollieren kann, wäre besser generell zu erlauben, gleichzeitig aber die Plattformen als Anbieter von Uploadmöglichkeiten zu verpflichten, die Urheber und weiteren Rechteinhabern in einer gesetzlichen Lizenz ähnlich wie bei der Privatkopie über die Verwertungsgesellschaften zu entschädigen. Der Schweizer Gesetzgeber wird sich in den kommenden Jahren mit diesen Fragen – und mit Blick über die Grenzen auf die Umsetzung der EU-Richtlinie – nochmals neu und eingehend befassen müssen.

Nach der Revision ist vor der Revision

Das Urheberrechtsgesetz wird somit voraussichtlich für längere Zeit eine Baustelle bleiben. Durch die Digitalisierung, die Möglichkeit des einfachen weltweiten Austausches von geschützten Werken im Internet und neu aufkommender technologischer Entwicklungen wie künstliche Intelligenz oder maschinellen Lernens, werden die rechtlichen Normen erneut zu überprüfen sein. Somit ist die hoffentlich im Juni 2019 im Sinne des AGUR-Kompromisses abzuschliessende Revision des Schweizer Urheberrechts kaum die letzte, sondern bereits der Auftakt zu einer nächsten.

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Anpassung des Urheberrechts an die digitale Verwendung von Werken

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Urheberrechtsrevision: Die Urheber und Verleger müssen von der Online-Nutzung ihrer Werke besser profitieren

Letzte Woche hat der Bundesrat die Botschaft zum neuen Urheberrechtsgesetz verabschiedet. Die SUISA ist mit der vorliegenden Fassung des Gesetzes grundsätzlich zufrieden. Die in der Arbeitsgruppe zum Urheberrecht (AGUR12 II) erarbeiteten Lösungen wurden übernommen. Damit auch die Urheber, Interpreten, Verleger und Produzenten von der Digitalisierung profitieren, braucht es aber dringend wichtige Ergänzungen. Zum Beispiel ist der Wertetransfer («Transfer of Value») für die Kulturschaffenden höchst unbefriedigend: Von der Online-Nutzung von Musik und Filmen profitieren nach wie vor nur die Plattformen der  Internetgiganten. Die Kulturschaffenden – und damit die Inhaltslieferanten – gehen dagegen fast leer aus. Text von Andreas Wegelin, Generaldirektor

Beim Urheberrechtsgesetz braucht es dringend Regelungen für die Online-Nutzung von urheberrechtlich geschützten Werken. Die Wertschöpfung geht heute völlig an den Kulturschaffenden – und damit den Inhaltsproduzenten – vorbei. Vor allem eine mächtige Internetindustrie profitiert stark dank Erträgen aus Werbung und Nutzungsdaten. (Grafik: yaichatchai / Shutterstock.com)

Viele Kulturschaffende, Nutzerverbände und andere Anspruchsgruppen werden die vorliegende Fassung des Urheberrechtsgesetzes mit Erleichterung aufgenommen haben: Der Gesetzestext ist ein Riesenschritt gegenüber dem unausgegorenen Entwurf, den der Bundesrat Ende 2015 präsentiert hatte, und der bei fast allen Interessensgruppen für Kopfschütteln gesorgt hatte. Das Ergebnis war eine Rekordzahl von über 1200 Stellungnahmen bis März 2016 und die Reaktivierung der Arbeitsgruppe zum Urheberrecht AGUR12 II. Hierzu haben wir bereits im März dieses Jahres auf dem SUISAblog informiert.

Parlament soll den Weg für ein modernes Urheberrechtsgesetz bahnen

Die Arbeitsgruppe bestehend aus Kulturschaffenden, Produzenten, Nutzern, Konsumenten, Internet Service Providern, dem Bundesamt für Justiz sowie weiteren Vertretern der Verwaltung hat offensichtlich gute Arbeit geleistet: In der jetzt vorliegenden Fassung wurden die Vorschläge der Arbeitsgruppe weitgehend übernommen. Nun liegt es am Parlament, den Weg für die modernisierte Fassung des Urheberrechtsgesetzes zu bahnen. Die SUISA sowie die anderen Schweizer Verwertungsgesellschaften unterstützen den Kompromiss.

Das bedeutet allerdings nicht, dass es keine Verbesserungen braucht. Im Gegenteil – das grösste Probleme der Digitalisierung für die Kulturschaffenden bleibt nach wie vor ungelöst: Noch nie wurden geschützte Werke in Videos, Texten, Bildern und Musikdateien so stark genutzt wie heute über das Internet. Profiteure dieser Nutzung sind einige wenige grosse Internetfirmen, während die Wertschöpfung fast vollständig an den Kulturschaffenden – und damit den Inhaltsproduzenten – vorbeigeht.

Internet sei Dank: Musikliebhaber können heute fast überall und zu jeder Zeit auf eine enorme Anzahl Filme, Musikstücke, Bücher und Newsartikel zugreifen. Es braucht hierfür kein physisches Werkexemplar und somit auch keine Kopie mehr. Es genügt die Verfügbarkeit in der Cloud oder ein Abruf mittels Streaming. Neben Online-Verbreitern wie Apple, Spotify, Netflix oder Amazon werden heute Musik und Filme vor allem auf Social-Media-Plattformen wie Youtube oder Facebook geteilt.

Viele Internetanbieter kümmern sich kaum um Urheberrechte

Die Online-Verbreiter kümmern sich in der Regel um die Urheberrechte und schliessen Lizenzverträge mit Produzenten und Verwertungsgesellschaften ab. Dadurch erhalten auch Musiker, Produzenten und andere Kulturschaffende eine Vergütung für ihre Arbeit. Anders ist die Situation bei Vermittlern wie z.B. den Social-Media-Plattformen und bei Aggregatoren wie Tunein. Die von ihnen bereitgestellten technischen Dienstleistungen erlauben es auch den Usern, urheberrechtlich geschützte Werke zu verbreiten. In solchen Modellen, bei denen geschützte Inhalte geteilt werden, kümmern sich die Anbieter jedoch kaum um die Urheberrechte. Im Gegenteil: Sie schieben die Verantwortung für deren Abgeltung regelmässig auf die User ab, welche die Inhalte hochladen.

Hinzu kommt, dass die Social-Media-Plattformen und Aggregatoren eine Konkurrenz zu Online-Verbreitern wie iTunes oder Spotify darstellen und hohe Gewinne erzielen, ohne die Urheber angemessen zu beteiligen. Eine europäische Studie zeigt auf, dass die Wertschöpfung für die Betreiber solcher Plattformen dank urheberrechtlich geschützter Werke wie Musik und Filme sehr hoch ist. Google z.B. macht 18% der Einnahmen dank geschützten Werken z.B. auf gesponserten Links. Würden die geschützten Werke wegfallen, sinkt die Klickrate und damit die Attraktivität der Suchseite. Noch höher ist die Wertschöpfung auf Plattformen wie Youtube, die zwei Drittel ihres Umsatzes mit urheberrechtlich geschützten Inhalten erwirtschaften – vor allem mit Werbung, aber auch mit dem Verkauf von Profildaten. Die Regelung der Urheberrechte schieben sie jedoch auf die Uploader ab, die dazu aber gar nicht in der Lage sind.

Diskussion um Transfer of Value muss auch in der Schweiz stattfinden

Die Urheber als die eigentlichen Schöpfer der Werke werden also bei solchen Plattformen nicht oder kaum vergütet. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. In der EU wird schon länger über den Wertetransfer – den «Transfer of Value» – im Internet diskutiert. Es ist höchste Zeit, dass diese Diskussion auch in der Schweiz stattfindet. Es braucht hierzulande dringend Massnahmen, die der Verschiebung der Wertschöpfung weg von den Urheberinnen und Urhebern Einhalt gebietet – und damit auch die schleichende Enteignung der Kulturschaffenden. Social-Media-Plattformen, Aggregatoren und Suchmaschinen müssen zur einer Abgeltung der über ihre technische Plattform genutzten Werke verpflichtet werden.

Die SUISA und die anderen Schweizer Verwertungsgesellschaften werden deshalb diese wichtigen Ergänzungen im Gesetzgebungsprozess einbringen. Die Kunstschaffenden müssen an der Wertschöpfung auf Online-Plattformen besser beteiligt werden.

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  1. sam sagt:

    danke für ihren einsatz

  2. Stevens sagt:

    They stole our revolution and now they steal our music.

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Erste Verteilung von Einnahmen aus dem Vertrag mit Youtube

Mit der Online-Abrechnung vom Juni 2015 verteilt die SUISA erstmals Einnahmen aus dem Vertrag mit Youtube. Abgerechnet werden die Einnahmen aus 5 Quartalen. Die Verteilsumme beträgt rund CHF 300 000.-. Verteilt werden soll nicht nur auf die Titel mit Werbeumsätzen sondern auf alle genutzten und identifizierbaren Werke, abhängig von der Klickrate. Text von Andreas Wegelin, Generaldirektor

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Den Nutzungsmeldungen von Youtube zufolge wird auf der Videoplattform die Musik von SUISA-Mitgliedern ausserhalb der Schweiz am häufigsten in den Ländern Deutschland, Frankreich, Polen, Italien sowie Grossbritannien angehört. (Foto: Manu Leuenberger)

Der Vertrag zwischen SUISA und Youtube läuft gegenwärtig in seinem zweiten Jahr. Im Vertrag sind Nutzungen in 43 Ländern direkt lizenziert. Dazu gehören natürlich die Nutzungen in der Schweiz. Für das Repertoire der SUISA-Mitglieder werden die Nutzungen aus weiteren 42 Ländern lizenziert. Das im Vertrag eingeschlossene Gebiet umfasst neben ganz Europa auch Länder in Asien und Afrika.

Mit der Online-Abrechnung vom Juni 2015 verteilt die SUISA nun erstmals Einnahmen aus dem Vertrag mit Youtube. Abgerechnet werden die Einnahmen und Nutzungen seit Vertragsbeginn im Herbst 2013 bis Ende 2014. Aus diesen 5 Quartalen steht eine totale Verteilsumme von rund CHF 300 000.- zur Ausschüttung zur Verfügung.

Ausarbeitung des Meldesystems aufwändig

Über die Youtube-Plattform sind sowohl Videos mit musikalischen Inhalt als auch mit Musik unterlegte, meist von Usern selbst hergestellte Filme zugänglich («User generated content»). Die Ausarbeitung eines geeigneten Meldesystems mit dem neuen Vertragspartner hat sich als aufwändig erwiesen. Das Grundprinzip des bei Youtube angewandten Reporting-Verfahrens ist auf dem SUISAblog im Artikel «Weshalb Mitglieder der SUISA nicht melden müssen, wenn ihre Werke auf Youtube sind» beschrieben.

Die Herausforderung bei der Verarbeitung der Nutzungsmeldungen von Youtube besteht nicht nur aus der enormen Datenmenge sondern auch in der Datenqualität vor allem des «User generated contents». Videos von privaten Benutzern enthalten kaum Angaben zum verwendeten Material. Dieser von Youtube als «Non-Music» bezeichnete Bereich konnte mangels genauer Daten nicht identifiziert werden. Darauf wird kein Geld verteilt.

Anders beim sogenannten «Music»-Bereich: Für die Abrechnungsperiode von 15 Monaten hat die SUISA Nutzungsmeldungen von Youtube verarbeitet mit rund 3,2 Mio unterschiedlichen Videos, die gesamthaft 1,7 Milliarden Mal angeklickt wurden. Davon betreffen 590,2 Mio. Views das Repertoire, das von der SUISA abgerechnet wird.

Verteilung der Einnahmen von Youtube

Wo Werbeeinnahmen direkt einem Video mit identifizierter Musik zugewiesen werden konnten, wurden die Einnahmen auf dieses Video respektive auf die darin enthaltene Musik verteilt. Das bedeutet: Ein Musikvideo hat durch Werbung Einnahmen generiert. Das Video enthält ein einzelnes Werk, das durch die Nutzungsmeldung von Youtube identifiziert werden konnte und in der SUISA-Werkdatenbank vollständig registriert ist. Die Einnahmen, die das Video generiert hat, werden den Rechteinhabern des einzelnen Werks ausbezahlt.

Weitere Werke in Videos aus dem «Music»-Bereich, die identifiziert werden konnten, erhalten einen Anteil der restlichen Einnahmen aus dem Youtube-Vertrag gemäss ihrer Klickrate. Der Verteilungsbetrag pro Klick für die abgerechnete Periode beträgt CHF 0.0008. Im Vergleich dazu kann die SUISA bei der ebenfalls jetzt stattfindenden zweiten Verteilung von Spotify-Einnahmen einen Betrag von durchschnittlich CHF 0.0018 pro Stream ausschütten, also mehr als doppelt so viel.

Wie die Verträge mit anderen Online-Musikanbietern wird auch der Vertrag mit Youtube periodisch überprüft. Die kommenden Verhandlungen zur Vertragserneuerung werden die Gelegenheit geben, Gespräche über die Meldung der Daten zur Identifikation der Musikinhalte unseres Repertoires und natürlich über auch die finanziellen Bedingungen der Lizenz für Youtube zu führen. Damit die Urheber für die Nutzungen ihrer Werke auf der weltweit grössten Video-Plattform gerecht vergütet werden.

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Alle Kommentare werden moderiert. Bis zur Freischaltung kann es etwas dauern. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung eines verfassten Kommentars. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, die den Nutzungsbedingungen widersprechen, nicht zu veröffentlichen.

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Mit der Online-Abrechnung vom Juni 2015 verteilt die SUISA erstmals Einnahmen aus dem Vertrag mit Youtube. Abgerechnet werden die Einnahmen aus 5 Quartalen. Die Verteilsumme beträgt rund CHF 300 000.-. Verteilt werden soll nicht nur auf die Titel mit Werbeumsätzen sondern auf alle genutzten und identifizierbaren Werke, abhängig von der Klickrate. Text von Andreas Wegelin, Generaldirektor

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Den Nutzungsmeldungen von Youtube zufolge wird auf der Videoplattform die Musik von SUISA-Mitgliedern ausserhalb der Schweiz am häufigsten in den Ländern Deutschland, Frankreich, Polen, Italien sowie Grossbritannien angehört. (Foto: Manu Leuenberger)

Der Vertrag zwischen SUISA und Youtube läuft gegenwärtig in seinem zweiten Jahr. Im Vertrag sind Nutzungen in 43 Ländern direkt lizenziert. Dazu gehören natürlich die Nutzungen in der Schweiz. Für das Repertoire der SUISA-Mitglieder werden die Nutzungen aus weiteren 42 Ländern lizenziert. Das im Vertrag eingeschlossene…Weiterlesen

Weshalb Mitglieder der SUISA nicht melden müssen, wenn ihre Werke auf Youtube sind

Wie, wo und wann kann man der SUISA seine Werke auf Youtube melden, haben Mitglieder so oder ähnlich in letzter Zeit oft gefragt. Weshalb Urheber der SUISA keine Meldungen über ihre Werke auf der Videoplattform zuzuschicken brauchen, erklären wir in der nachfolgenden Antwort auf eine Mitgliederanfrage. Text von Manu Leuenberger

Youtube Werke Meldung

Mein Werk auf Youtube: Keine spezifische Meldung an die SUISA nötig. (Bild: Manu Leuenberger)

«Für die SUISA wird es wohl schwierig sein, alle Videos von Schweizer Künstlern [auf Youtube] zu verfolgen. Deshalb gehe ich nicht davon aus, dass dies automatisch geschehen wird. Ist es darum notwendig, ein Video, bei dem man selber Urheber ist und deshalb die Abgaben darauf erhalten möchte, der SUISA zu melden?»

Automatisches Reporting zwischen SUISA und Youtube

Urheber brauchen der SUISA keine Meldungen über ihre Werke auf Youtube zuzuschicken. Zwischen Youtube und der SUISA findet ein automatisches Reporting statt. Dieses Reporting erfolgt in zwei Schritten und funktioniert vereinfacht dargestellt nach folgendem Prinzip:

Youtube stellt der SUISA in regelmässigen Abständen und in elektronischer Form Nutzungsstammdaten zu. Englisch heisst diese Liste: «Masterlist». Diese Liste enthält Angaben zu den Videos, die auf Youtube abgespielt wurden. Zur verwendeten Musik im jeweiligen Video sind weitere Informationen aufgeführt, sofern diese Youtube bekannt sind. Diese mitgelieferten Information bestehen aus Werk-/Songtitel, Künstlernamen, Albumtitel plus optionale weitere Angaben wie Label, ISRC/ISWC-Nr. oder UPC-Code.

Anhand dieser Angaben definiert die SUISA das von ihr vertretene Repertoire. Sprich: Die «Masterlist» wird sozusagen mit der SUISA-Werkdatenbank verglichen. Werke, deren Rechte die SUISA vertritt, werden auf der Liste gekennzeichnet. Danach meldet die SUISA an Youtube, für welche Werke auf der «Masterlist» die SUISA bezugsberechtigt ist.

Aufgrund dieser Angaben weiss Youtube, dass die Urheberrechte für die gekennzeichneten Videos an die SUISA zu bezahlen sind. Erst jetzt kann der zweite Schritt im Reporting-Prozess erfolgen: Youtube erstellt Nutzungsmeldungen, die neben den Klickzahlen auch Angaben zu den Einnahmen enthalten. Die von Youtube ausbezahlte Vergütung besteht aus einem Anteil der Einnahmen, die durch Werbung erzielt wurde. Das Geld überweist Youtube an die SUISA. Die Verteilung an die Rechteinhaber erfolgt danach aufgrund der in der SUISA-Werkdatenbank gespeicherten Informationen.

Ähnliches Meldeprinzip bei Radio und TV

Vom Grundprinzip her ist das bei Youtube angewandte Verfahren vergleichbar mit den Sendemeldungen von Radio- und TV-Stationen. Die meisten Sender arbeiten heute mit digitalen Systemen. Aus diesen erstellen sie Meldelisten in Dateiform und übermitteln sie auf elektronischem Weg an die SUISA. Bei der SUISA findet der Abgleich mit der Werkdatenbank statt und die Tantiemen werden den bezugsberechtigten Urhebern und Verlegern zugeordnet.

Auch im Fall von Radio- und TV-Stationen brauchen Mitglieder der SUISA prinzipiell nicht zu melden, wenn ihr Lied gespielt wird. Es reicht, wenn ein Werk einmal korrekt bei der SUISA angemeldet wird und in der Folge in der Werkdatenbank registriert ist. Das Reporting zwischen den Nutzern, in diesem Beispiel also den Sendeunternehmen, und der SUISA findet danach über (häufig automatisierte) Nutzungsmeldungen statt.

Sonderfall Youtube: Datenmenge und Datenqualität

Gegenüber dem gut etablierten System der Sendemeldungen von Radio-/TV-Stationen gilt es bei der Ausarbeitung des Meldesystems mit Youtube, der derzeit grössten Videoplattform der Welt, einige neue und schwierige Fragen zu klären.

Ein wesentlicher Unterschied zum Reporting mit Kunden wie eben zum Beispiel Radio-/TV-Sendern ist die Datenqualität: Bei Radio und Fernsehen werden die Musik-Datenbanken oft von Musikredaktoren gepflegt. Je genauer die Datenbanken gepflegt sind, desto korrekter sind die Angaben zu den gespielten Songtiteln auf den Meldelisten. Auf Youtube werden die Inhalte mehrheitlich von privaten Benutzern hochgeladen. Bei solchem «User generated content» wird in der Regel wenig Sorgfalt in Bezug auf Angaben zu verwendetem Material an den Tag gelegt. Entsprechend tief ist teilweise die Qualität der zur Verfügung stehenden Daten von den Nutzungen auf Youtube.

Ein weitere Herausforderung ist die enorme Datenmenge: Verglichen zu Radio-/TV-Stationen ist das auf Youtube genutzte Repertoire um ein Vielfaches grösser. Youtube gibt an, dass aktuell 100 Stunden Videomaterial pro Minute auf Youtube hochgeladen werden. Gemäss der gleichen Statistik sollen monatlich durchschnittlich 1 Milliarde einzelner Benutzer insgesamt mehr als 6 Milliarden Stunden Videos auf Youtube konsumieren. Dabei gilt: 1 Benutzer schaut 1 Video = 1 Nutzung, die prinzipiell gemeldet werden muss. Im Fall der SUISA gilt das für Benutzer, die Videos von Computern mit Schweizer IP-Adressen aus anschauen.

Reporting vom Kunden entscheidend für korrekte Verteilung

Angesichts der riesigen Masse an Videos ist die SUISA auf ein automatisches Reporting von Youtube angewiesen. Die SUISA verfügt nicht über die Ressourcen, um einzelne Videos von Schweizer Künstlern auf der Plattform zu verfolgen. Hingegen bemüht sich die SUISA wie bei allen Kunden in Zusammenarbeit mit dem lizenzierenden Unternehmen ein möglichst korrektes und umfassendes Reporting aufzubauen, soweit dies in Bezug auf den Verwaltungsaufwand noch als sinnvoll erscheint. Nur so kann die SUISA den Rechteinhabern auszahlen, was ihnen an Vergütungen auch zusteht.

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Wie die SUISA Vergütungen für Privatkopien verteiltWie die SUISA Vergütungen für Privatkopien verteilt Im Jahr 2014 hat die SUISA aus den Gemeinsamen Tarifen für Vergütungen von Privatkopien einen Anteil von rund 13 Mio. Schweizer Franken eingenommen, von denen rund 6,5 Mio. Schweizer Franken auf die Mitglieder der SUISA entfallen. Bei der Verteilung dieser Einnahmen handelt es sich um eine Pauschalverteilung ohne Programmunterlagen. Ein Überblick zeigt auf, wie die SUISA die Vergütungen für Privatkopien verteilt. Weiterlesen
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  1. Marco sagt:

    I have a key question after reading this article, about the sentence:
    „In the case of SUISA this applies for users who watch videos from computers with a Swiss IP address.“
    This means that I can retrieve money only from the cliks that come from Switzerland? What happens with the clicks coming from the rest of the world?
    Thank you in advance for clarifying

    • Manu Leuenberger sagt:

      The agreement with YouTube covers the repertoire of SUISA members for the exploitation via the video platform in many countries. In particular, the agreement governs user access from Swiss IP addresses as well as access from the EU region, EFTA, EEA and other countries outside of Switzerland. For exploitations in these territories included in the contractual arrangements, remuneration is paid by YouTube to SUISA and we pass this remuneration on to the rights holders.
      Manu Leuenberger / SUISA communication department

  2. Linus Walter sagt:

    Verstehe ich das richtig, für unsere YouTube-Inhalte, die ausserhalb der Schweiz abgespielt werden, erhalten wir nichts?
    Oder habe ich das falsch verstanden?

    • Manu Leuenberger sagt:

      Lieber Linus
      Zuerst einmal bitten wir für unsere verspätete Antwort um Entschuldigung.
      Zu Deiner Frage: Durch den Vertrag mit Youtube ist das Repertoire der SUISA-Mitglieder für die Nutzung auf der Video-Plattform in einer Vielzahl von Ländern lizenziert (siehe dazu auch unsere Medienmitteilung zum Vertragsabschluss vom 25.9.2013 http://www.suisa.ch/de/news/news-archiv/news/article/2013/09/25/suisa-und-youtube-einigen-sich-auf-lizenzvertrag/). Konkret gilt der Vertrag neben Nutzer-Zugriffen von Schweizer IP-Adressen auch für Zugriffe u.a. aus dem Gebiet der EU, EFTA, EWR und weiteren Ländern ausserhalb der Schweiz. Für Nutzungen in diesen vertraglich vereinbarten Ländern werden allfällige Vergütungen von Youtube direkt an die SUISA ausbezahlt und von uns an die Rechteinhaber weitergeleitet.
      Nochmals sorry für die späte Antwort und viele Grüsse
      Manu Leuenberger / Kommunikation SUISA

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Wie, wo und wann kann man der SUISA seine Werke auf Youtube melden, haben Mitglieder so oder ähnlich in letzter Zeit oft gefragt. Weshalb Urheber der SUISA keine Meldungen über ihre Werke auf der Videoplattform zuzuschicken brauchen, erklären wir in der nachfolgenden Antwort auf eine Mitgliederanfrage. Text von Manu Leuenberger

Youtube Werke Meldung

Mein Werk auf Youtube: Keine spezifische Meldung an die SUISA nötig. (Bild: Manu Leuenberger)

«Für die SUISA wird es wohl schwierig sein, alle Videos von Schweizer Künstlern [auf Youtube] zu verfolgen. Deshalb gehe ich nicht davon aus, dass dies automatisch geschehen wird. Ist es darum notwendig, ein Video, bei dem man selber Urheber ist und deshalb die Abgaben darauf erhalten möchte, der SUISA zu melden?»

Automatisches Reporting zwischen SUISA und Youtube

Urheber brauchen der SUISA keine Meldungen über ihre Werke auf Youtube zuzuschicken. Zwischen Youtube…Weiterlesen

Fragen und Antworten zum Lizenzvertrag zwischen SUISA und YouTube

Am 25. September 2013 haben SUISA und YouTube die Unterzeichnung eines Lizenzvertrags bekanntgeben. Zum SUISA-YouTube-Deal gibt’s hier ein paar Fragen und Antworten.

SUISA YouTube Lizenzvertrag

SUISA-YouTube-Deal: Vergütung für die kreative Arbeit von Schweizer Musik-Urhebern auf der weltweit grössten Online-Video-Plattform. (Bild: Manu Leuenberger)

Wieso haben die SUISA und YouTube einen Lizenzvertrag abgeschlossen?
Die SUISA vertritt die Urheberrechte von vielen Musik-Komponisten und-Textautoren aus der ganzen Welt. Im Auftrag dieser Komponisten und Autoren kümmert sich die SUISA darum, dass eine Vergütung bezahlt wird, wenn ihre Musik in der Schweiz und Liechtenstein gespielt, gesendet oder aufgeführt wird. Das Aufführen, Senden oder Vervielfältigen von Musik wird auch als Nutzung von Musik bezeichnet.

Die meisten Videos auf YouTube können über Internet alle interessierten Personen zu jeder Zeit und von jedem Ort aus anschauen. Anders gesagt: YouTube macht die Videos zur Nutzung ausserhalb der Privatsphäre zugänglich. Für das zeit- und ortsunabhängige Zugänglichmachen braucht der Betreiber der Website, also YouTube, eine Erlaubnis von den Urhebern.

Nun ist es so, dass viele Videos auf YouTube Musik enthalten oder sogar Musikvideos sind. Für die Nutzung der Musik ausserhalb der Privatsphäre steht den Urhebern der Musik vom Website-Betreiber eine Vergütung zu. Zumal YouTube durch die Video-Plattform Geld verdient, zum Beispiel mit Einnahmen für Werbeanzeigen. Je häufiger die YouTube-Website aufgerufen wird, desto mehr kann YouTube durch Werbung verdienen.

Damit man oft und lange auf YouTube Videos anschaut, braucht es spannende Inhalte auf der Website. Ein Teil des Inhalts ist die Musik in den Videos. Viele Musik in den Videos auf YouTube stammt von Komponisten und Textautoren, für die in der Schweiz die SUISA die Urheberrechte wahrnimmt.

Der Vertrag zwischen der SUISA und YouTube regelt nun hauptsächlich, dass die von der SUISA vertretenen Urheber eine Vergütung für die Nutzung ihrer Musik auf YouTube.ch erhalten. Im Gegenzug erhält YouTube die Erlaubnis, sprich: die Lizenz, deren in den Videos enhaltene Musik zugänglich zu machen.

Wie ist es zum Vertragsabschluss mit YouTube gekommen?
Die SUISA freut sich, nach längeren Verhandlungen im Interesse ihrer Mitglieder jetzt zu einer Einigung mit YouTube gekommen zu sein. Neben der SUISA hat YouTube in Europa bislang Verträge mit grossen Verwertungsgesellschaften wie PRS for Music (Grossbritannien), SACEM (Frankreich), SGAE (Spanien) und SIAE (Italien) abgeschlossen.

Wie viel Geld zahlt YouTube der SUISA pro geklicktem Video?
Über den Betrag der Vergütung können aus mehreren Gründen keine Angaben gemacht werden. Zum einen ist die SUISA an eine vertraglich festgelegte Geheimhaltsvereinbarung gebunden. Zum anderen – soviel darf gesagt werden – ist die Totalsumme der ausbezahlten Vergütungen teilweise abhängig vom Umsatzerfolg von YouTube. Die Umsätze auf der Video-Plattform werden hauptsächlich mit Werbung erzielt.

Weiter tritt der Vertrag wie in der Medienmitteilung angegeben ab 1. September 2013 in Kraft. Er gilt somit nur für Videoklicks, die ab diesem Datum gemacht werden. YouTube wird der SUISA zukünftig in regelmässigen Abständen Statistiken über die Videonutzungen zur Verfügung stellen. Die Nutzungsstatistiken zeigen, welche Musikwerke tatsächlich genutzt wurden und wie oft sie genutzt wurden. Anhand dieser Angaben wird der Vergütungsanteil pro einzelnem Werk berechnet.

Sobald die ersten Statistiken von YouTube eingetroffen sind, kann diese Berechnung erstmals vorgenommen werden. Danach leitet die SUISA das Geld von YouTube an die Urheber der jeweiligen Werke weiter. Die SUISA sieht vor, dass die Verteilung der Vergütungen halbjährlich stattfindet.

Welchen Einfluss hat der Vertrag auf die Verfügbarkeit von Videos auf YouTube in der Schweiz?
Die SUISA kann mit dem Vertrag nur jene Nutzungsrechte erteilen, für deren Wahrnehmung sie tatsächlich beauftragt ist. Die SUISA vertritt nicht sämtliche Urheberrechte von jedem Urheber der Welt. Rechte, die von der SUISA nicht wahrgenommen werden, sind mit dem nun abgeschlossenen Vertrag nicht abgedeckt. Die SUISA hat keinen Einfluss darauf, wie die nicht durch den Vertrag abgedeckten Urheberrechte auf YouTube wahrgenommen werden.

Wenden Sie sich bei Fragen an youtube(at)suisa(dot)ch

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  1. Angelis Z. sagt:

    Guten Tag
    Eine Frage zu den Gebühren. Wir betreiben ein Studio Gymastik (Pilates, Zumba usw… und lassen dabei Musik laufen. Wie sieht die Rechtslage aus, wenn wir einen Spotify Account oder einen Youtube Pro accout besitzen (monatliche Gebühren), müssen wir trotzdem Suisa bezahlen? Vielen Dank für eure Antworten und Klarstellung.
    Lieben Gruss
    Angelis

    • Lieber Angelis
      Ja, auch beim Abspielen von Musik mittels Streaming muss eine Vergütung für die Urheberrechte bezahlt werden. Mit dem Betrag, welcher Ihnen von Spotify oder Youtube Pro in Rechnung gestellt wird, bezahlen Sie die Dienstleistung des Streaming-Anbieters, welcher Ihnen die Musik zum Abspielen zur Verfügung stellt – was Sie früher für den Kauf einer CD bezahlt haben, zahlen Sie heute im Rahmen Ihres Streaming-Abos. Da Sie die Musik in Ihrem Gymnastik-Studio und somit ausserhalb der Privatsphäre verwenden, benötigen Sie zusätzlich eine Erlaubnis für die öffentliche Wiedergabe der gestreamten Musik. Deshalb stellt Ihnen die SUISA eine Vergütung für die Urheberrechte in Rechnung und leitet das Geld an die Künstlerinnen und Künstler weiter.
      Freundliche Grüsse
      Martin Korrodi, SUISA, Abteilungsleiter Lizenzierung Aufführung

  2. Meltzer sagt:

    Liebe Suisa,

    darf man Filme von Youtube, die im Handel nicht erhältlich sind, auch in einer Schule für den Unterricht verwenden)
    Filme (DVDs und CDs) dürfen ja auschnittsweise vervielfältigt und auf einer Schulinternen Plattform zur Verfügung gestellt werden.

    Wie sieht es jedoch mit Filmen von Youtube aus?

    Herzlichen Dank
    Freundliche Grüsse

    Pascal

    • Manu Leuenberger sagt:

      Lieber Pascal

      Im Rahmen des gesetzlich erlaubten Schulgebrauchs ist grundsätzlich jede auszugsweise Werkverwendung – und somit auch das Bereitstellen von Auszügen von Youtube-Videos auf einer schulinternen Plattform – erlaubt (vgl. Art. 19 Abs. 1 lit. b & Abs. 3 lit a). Ausschlaggebend ist dabei, dass die schulinterne Plattform ausschliesslich von der Schüler- und Lehrerschaft benutzt werden kann und dass die Schule eine Vergütung gemäss dem Gemeinsamen Tarif 7 an die Pro Litteris bezahlt.

      Viele Grüsse
      Manu Leuenberger / SUISA Kommunikation

  3. Daniel sagt:

    Vielleicht eine dumme Frage:
    Aus nicht Musikersicht heisst das wenn ich zB eine kleine Bar betreibe und Musik ausschliesslich von Youtube abspiele müsste ich keine separaten SUISA-Beiträge bezahlen.
    Bei einem DJ wäre dies anders. Ist dies so richtig ?

    • Nein, dem ist nicht so. Jede Verwendung von Musik zur Unterhaltung der Gäste in einer öffentlich zugänglichen Bar ist vergütungspflichtig, egal aus welcher Quelle die Musik stammt. Denn YouTube erwirbt im Vertrag mit der SUISA nur das Recht, Werke aus dem Repertoire der SUISA auf der Videoplattform zugänglich zu machen. Weitere urheberrechtlich relevante Nutzungen, wie etwa das öffentliche Abspielen von Videos, werden von diesem Vertrag nicht erfasst. Wenn also YouTube-Videos in einer Bar als Quelle für Hintergrundmusik verwendet werden, hat der Betreiber der Bar eine entsprechende Erlaubnis bei der SUISA einzuholen. In diesem Fall richtet sich die Urheberechtsentschädigung für die Hintergrundmusik nach dem gemeinsamen Tarif 3a (GT 3a). Somit sind sowohl das öffentliche Abspielen von YouTube-Videos wie auch die Musiknutzung an einem DJ-Event durch die SUISA zu lizenzieren. Der Unterschied liegt darin, dass beim DJ-Event ein anderer Tarif zur Anwendung kommt, da es sich hier nicht um Hintergrundmusik handelt, sondern um Musik zu Tanz und Unterhaltung (GT H).
      Martin Korrodi, Abteilungsleiter Aufführungsrechte, SUISA

  4. Daniel sagt:

    Also, verstehe ich das richtig:

    Wenn ich als Musiker z.B. für mein Portfolio ein Video mit einem Cover eines Songs (von mir gespielt/gesungen) auf Youtube hochlade, muss ich mich nur noch um die Synchronisationsrechte kümmern? Die Urheberrechte, welche über die SUISA abgerechnet werden, sind somit per Pauschalvertrag bereits geregelt?

    Vielen Dank für eine kurze Rückmeldung.

    • Manu Leuenberger sagt:

      Durch den Vertrag zwischen SUISA und Youtube wird grundsätzlich das Zugänglichmachen auf der Plattform Youtube für die Urheber abgegolten. Darin nicht eingeschlossen sind jedoch die nötigen Vervielfältigungsrechte am musikalischen Werk für die Herstellung des Films, welche gemäss Tarif VN der SUISA lizenziert werden. Die Synchronisationsrechte müssen separat bei den jeweiligen Rechteinhabern (Urheber/Verlag) bezogen werden. Zudem stellt sich bei Coversongs die Frage, ob es sich tatsächlich um ein Cover oder um eine Bearbeitung handelt. Diesbezüglich sollte Folgendes beachtet werden: Das blosse Spielen von akkustischen Akkorden mit Verzierungen zur originalen Gesangslinie stellt noch keine Bearbeitung dar, sondern gilt in der Regel als «Cover». Sobald Sie aber die Gesangslinie und Akkordprogressionen abändern, befinden Sie sich im Bereich der «Bearbeitung». Damit eine Bearbeitung überhaupt veröffentlicht bzw. öffentlich genutzt werden darf, muss immer zuerst eine Bearbeitungserlaubnis beim Verlag oder, wenn das Originalstück nicht verlegt ist, beim Urheber eingeholt werden. Bearbeitungen sind urheberrechtlich selbstständig geschützt, wenn eine Bearbeitungserlaubnis vorliegt.
      Manu Leuenberger / SUISA Kommunikation

  5. Christian Pastor sagt:

    Liebes Suisa Team,

    was muss ich denn tun, wenn jemand meine Texte ohne mein Wissen nutzt und auf You Tube veröffentlicht?

  6. Christian sagt:

    Ich nehme ein Beispiel, um Fragen zu stellen:
    Mein Chor bringt einen CD heraus. Teile dieses CD ist in einem Video gebraucht und dieses Video geht auf Internet:
    – Wie ist meine Musik bei Youtube erkannt, wenn niemand sagt, dass meine Musik gebraucht wurde (Audio Vergleich ?)
    – Wenn ich das Video lege, wie kann ich machen (z.B. Musik ID geben), dass die Musik meines Video bei Youtube richtig erkannt wird?
    – Wer bekommt dann die Gebühren : Der Komponist ? Der Chor ? Editor/CD Hersteller ?

    • Manu Leuenberger sagt:

      Lieber Christian

      Vielen Dank für Deine Fragen. Zu Deinem geschilderten Beispiel können wir Folgendes sagen:

      – Grundsätzlich hat bei einer Nutzung sowohl der Urheber (Komponist) als auch der Chor (Interpret) und der Produzent (CD-Herausgeber, Plattenfirma) eine Vergütung zugut. Die SUISA ist nur für die Vergütung der Urheber, also der Komponisten und Textautoren zuständig. Die Leistungsschutzrechte, also die Rechte der Interpreten und Produzenten, werden nicht über die SUISA abgegolten.
      – YouTube verfügt über eine Fingerprint-Software, die Musik in Videos automatisch erkennen soll. Dieses System heisst bei YouTube «Content-ID». Du findest darüber Informationen auf den Hilfeseiten von YouTube.
      – Nur die Rechteinhaber der Aufnahme können eine Audio-Referenzdatei in das Content-ID-System hochladen. Den Zugang zum Content-ID-System vergibt YouTube selektiv. Das heisst: Zum Beispiel haben viele Plattenfirmen Berechtigung, etwas hochzuladen, weil sie eben in der Regel die Rechte an den Aufnahmen besitzen. Ansonsten habe auch einige Digitale Musik-Distributoren Zugang zum Content-ID-System. Solche Distributoren findest Du im Internet, indem Du z.B. nach den Stichworten «online music distribution» (oder ähnlich) suchst.
      – Wenn die Aufnahme vom Content-ID-System von YouTube richtig identifiziert werden konnte und YouTube mit dem Video, in dem die Musik enthalten ist, (Werbe-)Umsatz erzielt, zahlt YouTube einen Anteil des Umsatzes als Vergütung aus sowohl an die Urheber (über die SUISA) als auch an die Interpreten und die Produzenten (nicht über die SUISA).

      Wir hoffen, Dir mit diesen Infos etwas weitergeholfen zu haben, und wünschen Dir viel Erfolg mit Deinem Chor.

      Viele Grüsse
      Manu Leuenberger / Kommunikation SUISA

  7. Linus sagt:

    Guten Tag
    Verstehe ich das richtig, für unsere Inhalte, die ausserhalb der Schweiz abgespielt werden, erhalten wir nichts?
    Oder habe ich das falsch verstanden?
    Freundliche Grüsse
    Linus

    • Manu Leuenberger sagt:

      Lieber Linus
      Zuerst einmal bitten wir für unsere verspätete Antwort um Entschuldigung.
      Zu Deiner Frage: Durch den Vertrag mit Youtube ist das Repertoire der SUISA-Mitglieder für die Nutzung auf der Video-Plattform in einer Vielzahl von Ländern lizenziert (siehe dazu auch unsere Medienmitteilung zum Vertragsabschluss vom 25.9.2013: http://www.suisa.ch/de/news/news-archiv/news/article/2013/09/25/suisa-und-youtube-einigen-sich-auf-lizenzvertrag/). Konkret gilt der Vertrag neben Nutzer-Zugriffen von Schweizer IP-Adressen auch für Zugriffe u.a. aus dem Gebiet der EU, EFTA, EWR und weiteren Ländern ausserhalb der Schweiz. Für Nutzungen in diesen vertraglich vereinbarten Ländern werden allfällige Vergütungen von Youtube direkt an die SUISA ausbezahlt und von uns an die Rechteinhaber weitergeleitet.
      Nochmals sorry für die späte Antwort und viele Grüsse
      Manu Leuenberger / Kommunikation SUISA

  8. Marc sagt:

    Grundsätzlich ist der Vertragsabschluss mit YouTube positiv… aber leider auch sehr intransparent.

    Mich würde interessieren, wie die SUISA den Datenabgleich vornimmt. Wie erkennt die SUISA dass eines der Werke der SUISA Mitglieder z.B. in einem DJ Set Standbild Video vorkommt?

    Vermutlich gar nicht, da YouTube keine Daten über den Inhalt erfassen lässt. Somit kann auch nicht abgerechnet werden. Bei den Werken welche selber hochgeladen werden kann auch keine Mitglieder Nr. hinterlegt werden.

    Wo ist die Magie, welche aus dem YouTube Video Namen den Link zu uns Mitglieder herstellt?

    • Manu Leuenberger sagt:

      Lieber Marc

      Danke für deinen Kommentar.

      Zu deiner Frage zum Datenabgleich: YouTube stellt uns Nutzungsmeldungen zu. Anhand dieser Nutzungsmeldungen identifizieren wir das von der SUISA vertretene Repertoire. Die Meldungen enthalten Werk-/Songtitel, Künstlernamen, Albumtitel plus optionale weitere Angaben wie Labels, ISRC/ISWC-Nr., UPC-Code, sofern diese bekannt sind.

      Nach den ersten Erkenntnissen bestehen die Daten der Nutzungsmeldungen aus Informationen, die YouTube über das Partnerprogramm erhält. Dazu gehört das YouTube-eigene Content-ID-System, das hauptsächlich durch Informationen von Labels gespiesen wird. Bekannt ist auch, dass YouTube über eine Inhaltserkennungsoftware verfügt, die Video- und Audiospuren analysieren kann.

      Die Qualität der Daten von Nutzungsmeldungen ist immer stark vom Kunden abhängig. Es ist auch bei anderen Kunden ein mehr oder weniger langer und ständiger Prozess, die Meldungen so weit wie möglich auf unsere Bedürfnisse hin zu optimieren. Im Fall von YouTube kommt hinzu, dass der Vertrag neu ist. Das Prozedere für das Reporting wird im Moment abgeklärt und befindet sich bis zur ersten Abrechnung (voraussichtlich 2014) in Entwicklung.

      Freundliche Grüsse
      Manu Leuenberger / Kommunikation SUISA

      • Marc sagt:

        Hallo und danke für den Feedback

        Das mit dem YouTube Partnerprogramm und der ContentID ist so ne Sache. Für eine ContentID darf man sich bewerben (meine ist noch unbeantwortet). Eine ContentID zu erhalten ist – so schreibt das YouTube – keine Garantie.

        Wurde von der SUISA sichergestellt dass wir Mitglieder eine ContentID erhalten?

        Falls dem nicht so ist, bitte ich um eine offizielle Information, dass der Vertrag mit YouTube nur von einem selektiven SUISA Mitgliederkreis genutzt werden kann, der gemäss Vertrag natürlich auch geheim ist.

        Gruss
        -Marc

        • Erika Weibel sagt:

          Lieber Marc
          Selbstverständlich nützt die Vereinbarung mit YouTube nicht nur einem selektiven Kreis von SUISA Mitgliedern, sondern es wird für all unsere Mitglieder lizenziert.
          Zurzeit arbeiten wir an einem YouTube-Ratgeber für unsere Mitglieder. Dort werden wir pragmatisch erläutern, wie sie vorgehen müssen, damit ihre Werke auf YouTube getagged werden können. So können Sie sicherstellen, dass Google uns die kompleten Daten für eine korrekte Abrechnung liefern kann. Den Ratgeber werden wir hier auf dem SUISAblog veröffentlichen. Bis wir alle Erkenntnisse dafür verarbeitet haben, bitten wir um etwas Geduld.
          Freundliche Grüsse
          Erika Weibel / Kommunikation SUISA

  9. Bonjour,
    Une deuxième question pratique se pose. Si nous avons bien compris, SUISA licencie en faveur de YouTube les oeuvres de son répertoire. Cela ne vaut-il que pour le site YouTube.com/ch ou pour YouTube.com en général ?

    Si cela ne vaut que pour YouTube.com/ch, SUISA pourrait-elle renseigner ses membres sur les situations ayant cours à l’étranger et le cas échéant communiquer les éventuelles instructions pour les cas où les membres SUISA doivent prendre des disposition ?

    Mille mercis d’avance et cordiales salutations.

    • Manu Leuenberger sagt:

      Cher Eric

      Un point au préalable: le contrat entre SUISA et YouTube est nouveau. Pour le moment, certains points de ce contrat doivent encore être éclaircis. Ces points concernent notamment le reporting. Jusqu’à la prochaine répartition (vraisemblablement en 2014), le procédé est en développement.

      Sous cette réserve, nous pouvons à ce stade donner les renseignements suivants:

      – Concernant votre première question: les listes d’oeuvres de YouTube contiennent le titre de l’oeuvre/de la chanson, de l’artiste, le titre de l’album et des indications optionnelles comme le label, les nos ISRC/ISWC, l’UPC-Code, pour autant que ces données soient connues. Les données proviennent du propre système Content-ID de youtube, principalement alimenté par les informations des labels.

      – Concernant votre deuxième question: le contrat vaut pour les accès à partir d’adresses IP suisses, ainsi que pour les accès à partir notamment du territoire de l’Union européenne, de l’AELE et de la CEE entre autres; les accès à partir des régions de l’Extrême-Orient et de l’Amrérique du Nord et du Sud ne sont pas couverts par le contrat. On peut ainsi dire que le contrat ne s’applique pas de manière générale pour YouTube. Dans le contrat, les utilisations sont réglées d’après le territoire de provenance des accès.

      Meilleures salutations
      Manu Leuenberger / Communication SUISA

    • Manu Leuenberger sagt:

      Cher Eric
      Merci pour vos deux questions, auxquelles nous allons répondre ces prochains jours.
      En vous remerciant de votre compréhension.
      Manu Leuenberger / Communication SUISA

  10. Bonjour,

    Pouvez-vous nous donner des précisions sur la manière dont les oeuvres seront déclarées par YouTube ? On sait que beaucoup d’internautes postent des vidéos avec du contenu musical mais sans forcément les déclarer. Ainsi YouTube ne devrait pas en avoir connaissance.

    Devrons-nous fournir des indications concernant des utilisations dont nous avons connaissance pour assurer le traitement par SUISA ?

    Mille mercis d’avance et cordiales salutations.

    Eric Mermod – myMusicRights Sàrl

    Extrait de votre article :
    Comme indiqué dans le communiqué de presse le contrat entre en vigueur au 1er septembre 2013. Il ne vaut donc que pour les «clics» effectués à partir de cette date. Désormais, YouTube fournira périodiquement à SUISA des statistiques sur l’utilisation des vidéos. Les statistiques d’utilisation indiquent quelles œuvres ont effectivement été utilisées et combien de fois elles l’ont été. Sur la base de ces indications, on calculera la part de redevances par œuvre.

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Am 25. September 2013 haben SUISA und YouTube die Unterzeichnung eines Lizenzvertrags bekanntgeben. Zum SUISA-YouTube-Deal gibt’s hier ein paar Fragen und Antworten.

SUISA YouTube Lizenzvertrag

SUISA-YouTube-Deal: Vergütung für die kreative Arbeit von Schweizer Musik-Urhebern auf der weltweit grössten Online-Video-Plattform. (Bild: Manu Leuenberger)

Wieso haben die SUISA und YouTube einen Lizenzvertrag abgeschlossen?
Die SUISA vertritt die Urheberrechte von vielen Musik-Komponisten und-Textautoren aus der ganzen Welt. Im Auftrag dieser Komponisten und Autoren kümmert sich die SUISA darum, dass eine Vergütung bezahlt wird, wenn ihre Musik in der Schweiz und Liechtenstein gespielt, gesendet oder aufgeführt wird. Das Aufführen, Senden oder Vervielfältigen von Musik wird auch als Nutzung von Musik bezeichnet.

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