Tagarchiv: Musikpreis

Lionel Friedli, ein vielseitiger Impulsgeber

Die FONDATION SUISA hat Lionel Friedli mit dem diesjährigen Jazzpreis ausgezeichnet. Der Bieler Schlagzeuger kombiniert in seinem dynamischen Spiel die Wucht des Rock mit den Freiheiten des Jazz. Damit prägt er die Musik vieler unterschiedlicher Gruppen. Gastbeitrag von Markus Ganz

Lionel-Friedli

Ein «Sideman», der «jedem Projekt, in dem er mitspielt, einen Mehrwert verleiht», sagt die Jury des Jazzpreises der FONDATION SUISA über den diesjährigen Gewinner Lionel Friedli. (Foto: Fabrice Nobs)

Trotz unzähliger Konzerte ist Lionel Friedli in einer breiteren Öffentlichkeit noch wenig bekannt. Der 40-jährige Bieler hat eben keine eigene Band. Und in den vielen Gruppen, in denen der gefragte Musiker spielt, drängt er sich nicht in den Vordergrund. Er versteht sich bescheiden als begleitender «Sideman» ‒ und bewirkt mit seinem wuchtigen und doch vielfältigen Spiel doch viel mehr, weil er Impulse an seine Mitmusiker zu geben versteht. Lionel Friedli ist auch deshalb schwer zu fassen, weil er nicht ein reiner Jazz-Schlagzeuger ist. Er gehört zu einer neuen Generation von Jazzmusikern, die einen breiten stilistischen Hintergrund haben und diesen in ihr Spiel einfliessen lassen.

Frühe Prägung

«Jazz war der Soundtrack meiner Kindheit, weil meine Eltern Jazz-Fans waren und deshalb oft solche Musik zuhause lief», erklärt Lionel Friedli. «Diese klangliche Umgebung hat mich aber eher unbewusst beeinflusst, denn ich war schon früh ein Fan von Madonna und Michael Jackson, später kamen James Brown und Rockmusiker hinzu.» Im Alter von 15 bis 18 habe er Jazz schliesslich altmodisch gefunden. Durch ein Album von John Pattitucci fand er zurück zum Jazz, insbesondere zur Fusion, war fasziniert von der Virtuosität. «Dadurch wurde ich angestachelt, die Vinylsammlung meiner Eltern neu zu entdecken. Ich hörte mir die Musik nun mit neuen Ohren an ‒ bewusst.» Und Lionel Friedli begeisterte sich bald für wegweisende Jazzer wie John Coltrane, Charlie Parker und Miles Davis. Dann kam eine Phase, in der er vom Free Jazz angezogen wurde.

Der Jazz war auch wichtig für Lionel Friedlis musikalische Ausbildung. «Da ich schon als Primarschüler von Schlagzeugern fasziniert war und ständig auf Karton trommelte, suchte meine Mutter nach einem passenden Lehrer am Konservatorium Biel.» Sie stiess auf Norbert Pfammatter, der den damals Elfjährigen zu unterrichten begann ‒ und etliche Jahre später auch zu seinen Dozenten an der Musikhochschule Luzern gehörte. Der bekannte Jazzmusiker brachte ihm schon zu Beginn nicht nur Jazz-Rhythmen bei. «Ich lernte die Grundlagen, und dazu gehörten etwa auch afro-kubanische Rhythmen, die ich selbst selten einsetze. Aber sie waren als Koordinationsübungen für das unabhängige Spiel der Glieder sehr wichtig.»

Dichte und Dynamik

Aus der oft zu hörenden Wucht von Lionel Friedlis Spiel spricht deutlich der Rock. «Ich mag das Binäre dieses Genres», bestätigt der Bieler, «aber ich will damit improvisieren können.» Es kann denn auch nicht überraschen, dass er von ähnlich orientierten Schlagzeugern wie Jim Black und Joey Baron schwärmt. Und wie bei diesen ist nicht die reine Wucht das Ziel, sondern die Dynamik, die er damit in die Musik bringen kann. Dazu gehört, dass er die Dichte seines Spiels variiert, «um die Textur der Musik zu verändern». Weniger offensichtlich ist der Einfluss des Hip-Hop. «Ich habe ihn erst spät entdeckt», gesteht Lionel Friedli. «Aber mir wurde klar, dass auch er Wurzeln im Jazz hat und heute einen ähnlichen Spirit der Alternative bietet, eine andere Perspektive auf die Politik etwa.» Dass Lionel Friedli auch einen musikalischen Bezug zu diesem Genre hat, zeigt sich in einer begeisterten Aufzählung von den Beastie Boys über Dr. Dre («diese Beats!») bis zu D’Angelo mit Questlove («grandios»). «Bis heute gefällt mir einiges, aber die Attitüde nervt mich oft.»

Lionel Friedli spielt in unüberschaubar vielen Bands. «Wenn sich ein Zeitfenster öffnet und eine interessante Anfrage kommt, mache ich mit», erklärt er schmunzelnd. «Deshalb kann ich ‒ abgesehen von gelegentlichen Vertretungen im Musikunterricht ‒ allein vom Musizieren leben.» Schwierigkeiten bei der menschlichen und musikalischen Integration kenne er trotz der vielen Projekte nicht, da es meist um eine langfristige Zusammenarbeit gehe. «Ich bin nicht ein Session-Dummer. Passend zur Musik der jeweiligen Gruppe versuche ich verschiedene Aspekte meines Spiels einzusetzen. Es ist ein Prozess, der vor allem in den Proben geschieht.» Wenn mit Partituren gearbeitet wird, versucht er seinen Part baldmöglichst auswendig zu lernen. «Ich fühle mich danach freier und kann mich darauf konzentrieren, was rund um mich geschieht, und darauf reagieren.»

Mehr Abenteuer

Ein eigenes Projekt hat Lionel Friedli nach wie vor nicht, obwohl er sich eines wünsche. «Ich will es nicht erzwingen. Es muss sich von alleine ergeben aus der Lust und der Dringlichkeit.» Und eigentlich, meint er augenzwinkernd, komme das Duo Qoniak mit Vincent Membrez einem Soloprojekt schon recht nahe. Was er sich denn sonst noch wünsche? «Noch mehr Abenteuer mit noch mehr Musikern», antwortet er, ohne zu zögern, «denn der Austausch ist mir sehr wichtig». Vor zu vielen Konzerten fürchtet er sich nicht. Zurzeit seien es so 120 bis 130 pro Jahr, es seien auch schon 150 gewesen, aber Cracks wie Jim Black spielten bis zu 230. «Toll fände ich vor allem, wenn ich noch mehr international auftreten könnte. Ich habe schon in Südamerika und in China gespielt, was ich inspirierend fand.»

Lionel Friedli wurde 1975 in Moutier geboren, seit Anfang der 1980er Jahre lebt er in Biel. Mit elf Jahren erhielt er erstmals Schlagzeugunterricht, 2005 schloss er seine Ausbildung an der Musikhochschule Luzern im Bereich Jazz ab. Bereits seit 1998 spielt er im Trio seines Mitstudenten Lucien Dubuis, mit dem er schon sieben Alben eingespielt und auch international viele Konzerte gegeben hat. Lionel Friedli ist schon mit Musikern wie Heiri Känzig, Vera Kappeler, Marc Ribot und Colin Vallon aufgetreten. Zurzeit gehört er u.a. folgenden Formationen an: Sarah Buechi Shadow Garden, Christy Doran’s New Bag, Elgar (mit Hans Koch und Flo Stoffner), Max Frankl Quartet, OZMO (mit Vincent Membrez und Pedro Lenz), Merz feat. Sartorius Drum Ensemble und Whisperings (mit Fred Frith). Am 25. November 2015 wurde ihm von der FONDATION SUISA der mit 15 000 Franken dotierte Jazzpreis verliehen. Damit wird innovatives und kreatives Schaffen im Schweizer Jazz honoriert.

Videoportrait über Lionel Friedli auf Art-tv.ch

 

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  1. JM Tschanz sagt:

    Fait vraiment plaisir de voir ce super batteur récompensé !

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Die FONDATION SUISA hat Lionel Friedli mit dem diesjährigen Jazzpreis ausgezeichnet. Der Bieler Schlagzeuger kombiniert in seinem dynamischen Spiel die Wucht des Rock mit den Freiheiten des Jazz. Damit prägt er die Musik vieler unterschiedlicher Gruppen. Gastbeitrag von Markus Ganz

Lionel-Friedli

Ein «Sideman», der «jedem Projekt, in dem er mitspielt, einen Mehrwert verleiht», sagt die Jury des Jazzpreises der FONDATION SUISA über den diesjährigen Gewinner Lionel Friedli. (Foto: Fabrice Nobs)

Trotz unzähliger Konzerte ist Lionel Friedli in einer breiteren Öffentlichkeit noch wenig bekannt. Der 40-jährige Bieler hat eben keine eigene Band. Und in den vielen Gruppen, in denen der gefragte Musiker spielt, drängt er sich nicht in den Vordergrund. Er versteht sich bescheiden als begleitender «Sideman» ‒ und bewirkt mit seinem wuchtigen und doch vielfältigen Spiel doch viel mehr, weil er Impulse an seine…Weiterlesen

«Der Preis der FONDATION SUISA 2015 gibt uns einen Schub für die Zukunft!»

Das Duo Aliose erhält den diesjährigen Preis der FONDATION SUISA für seine herausragenden Leistungen im musikalischen Genre «Musique de variété». Seit dem Erscheinen ihres Debütalbums 2009 haben Aliose mehr als 250 Konzerte, davon ein Drittel ausserhalb der Schweiz, gespielt. Begegnet sind sich Alizé Oswald und Xavier Michel vor über 10 Jahren bei einem Workshop für Autoren, Komponisten und Interpreten. Die Preisträgerin und der Preisträger haben uns schriftlich Auskunft über ihre Musik, das Komponieren, den Preisgewinn und ihr nächstes Album gegeben. Text/Interview von Marcel Kaufmann, FONDATION SUISA, und Manu Leuenberger

Aliose

«Seit drei Jahren ist die Musik, vor allem dank Aliose, unsere wichtigste Einnahmequelle. Die Urheberrechte sind ein wesentlicher Teil davon.» Alizé Oswald und Xavier Michel, Gewinner des Preises der FONDATION SUISA 2015, sind seit 2005 respektive 2006 bei der SUISA angemeldet. (Foto: Amélie Blanc)

Alizé, Xavier, ihr seid sowohl Komponisten als auch Interpreten eurer eigenen Musik. Mit dem Preis der FONDATION SUISA werdet ihr für eure Leistungen als Komponisten und Textautoren geehrt. Welchen Stellenwert nimmt das Komponieren bei Aliose ein?
Alizé & Xavier: Die Komposition und die Texte sind uns sehr wichtig. Auch wenn manche Titel das Ergebnis einer Zusammenarbeit sind (mit Fabien Bœuf, Patrice Genet, Stéphane Gonnu), schreiben wir doch den grössten Teil des Repertoires von Aliose selber. Der kreative Prozess ist uns ein grosses Anliegen. Wir texten in unserer Muttersprache Französisch – der Sprache unseres Herzens. Sie ist facettenreich und anspruchsvoll, vor allem wenn es darum geht, sie musikalisch umzusetzen. Es ist die Sprache, in der wir unsere Botschaften und Gefühle ehrlich ausdrücken können, auch wenn das Publikum vielleicht kein Französisch versteht. Unsere Erfahrungen im Ausland, insbesondere in Asien und in Südamerika, waren überraschend gut und motivierend: Die Leute verstehen nicht unbedingt, was wir singen, aber sie lassen sich berühren und fühlen die Emotionen, die wir über die Musik vermitteln möchten. Deshalb sind uns die Melodien wichtig, wogegen sie in gewissen Strömungen der heutigen «chanson française» keine vorrangige Rolle mehr spielen. Für uns bleiben Musik und Text im Vordergrund. Wir freuen uns immer wieder riesig aufs gemeinsame Schreiben und Komponieren, obwohl das nicht einfach ist – aber spannend!

Ihr arbeitet im Duo. Wie funktioniert eure Zusammenarbeit beim Komponieren?
Alizé & Xavier: Wir schreiben beide gern, und wir komponieren beide gern. Im Gegensatz zu vielen anderen Duos, die methodisch vorgehen und die Rollen klar definieren, gibt es bei uns keine Regeln. Alle Möglichkeiten sind offen: Manchmal schreibt einer den Text, der andere die Musik, oft ist es umgekehrt. Es kommt auch vor, dass wir nur für den Text oder nur für die Musik zusammenarbeiten. Hin und wieder schreiben wir alles, Text und Musik, gemeinsam. Und genau das ist vermutlich unser Plus, weil wir jeweils beim anderen nichts durchgehen lassen und keine Schwächen akzeptieren. Die Ansprüche sind bestimmt höher, als wenn man allein arbeitet. Bei Xavier ist die literarische, bei Alizé die musikalische Ader etwas stärker ausgeprägt. Wir ergänzen uns bestens, das ist schön. Wir arbeiten aber auch oft allein oder mit anderen Autoren und Komponisten.

Ihr schreibt auch regelmässig Musik für andere Künstler. Wie kam es dazu?
Xavier: Ehrlich gesagt, was mich betrifft, so schrieb ich früher lieber für andere Künstler. Ich sah mich mehr als Textautor (und später als Komponist) denn als Interpret. Dann begann ich, auf der Bühne meine eigenen Chansons zu interpretieren. Doch das Meiste, das ich schreibe oder komponiere, ist für andere Künstler bestimmt (Maria Mettral (und Thierry Romanens), Au hasard des faubourgs, Terre des hommes Valais, Mélanie René usw.), auch wenn die Projekte nicht immer zustande kommen … Ich mag es auch, ein Lied für Aliose zu schreiben, das Alizé dann allein singt.
Alizé: Ich hatte mir früher nie vorgestellt, dass ich eines Tages für andere Künstler schreiben würde. Ich begann sehr zaghaft damit, nur für einige wenige Personen. Dann aber freute ich mich sehr, für das Album von Maria Mettral schreiben zu dürfen. Ich finde das wunderbar, in eine andere Haut zu schlüpfen und zu versuchen, für den Künstler, der uns diese Arbeit anvertraut, die passenden Worte zu finden. Neben Aliose arbeite ich am liebsten mit Arthur Le Forestier (Sohn von Maxime Le Forestier). Wir befassen uns von Anfang an gemeinsam mit den Texten und der Musik, bis die Chansons fertig sind. Das finde ich extrem bereichernd und interessant.

Was unterscheidet die Musik, die ihr selber spielt, von jener, die ihr für andere Musikerinnen und Musiker komponiert?
Xavier: Meine Möglichkeiten als Interpret sind ziemlich beschränkt. Ich schreibe gerne Stücke, die ich aber nicht singen kann, weil deren unterschiedliche Stile nicht zu mir passen. Wie zum Beispiel die Musikkomödie «Au hasard des faubourgs», die seit Oktober 2014 läuft. Das wäre nichts für mich. Ich schreibe zudem gern für «grosse Stimmen». Ich selbst mag zwar eine charakteristische Stimme haben, doch sie ist begrenzt. In der Komposition gibt es keine Grenzen! Wichtig ist, der jeweiligen Person die Musik «auf den Leib» zu schreiben. Das ist schwierig, aber faszinierend. Dasselbe gilt für die Texte: Jedes Wort sollte zum Interpreten passen. Für andere können wir Texte schreiben, die wir selbst nie singen könnten. Das ist eine grosse Freiheit. Dennoch braucht es die HandschriftAliose von Aliose – häufig erkennen die Leute unseren Stil, auch wenn wir für andere schreiben.
Alizé: Wenn ich für jemand anderen schreibe, komme ich mir wie eine Stylistin vor, die ein schönes Mannequin kleiden muss. Keine Stylistin wird dieselben Kleider tragen, die sie für ihr Mannequin entworfen hat. Natürlich habe ich eine eigene Handschrift, vor allem bei den Melodien. So erkennt man meinen «Stempel» wie man jenen von Coco Chanel oder von Jean-Paul Gaultier erkennt – auf einem anderen Niveau, natürlich!

Als Komponisten seid Ihr auch Mitglied bei der SUISA. Welchen Nutzen hat die Mitgliedschaft für Euch?
Alizé & Xavier: Seit drei Jahren ist die Musik, vor allem dank Aliose, unsere wichtigste Einnahmequelle. Die Urheberrechte sind ein wesentlicher Teil davon. Viele unserer Stücke werden regelmässig genutzt. Es wäre uns kaum möglich, alle Vergütungen aus Radio- und Fernsehsendungen, Konzerten, Reproduktionen in der Schweiz und im Ausland selber einzutreiben. Geht man professionell vor, dann kommen noch die Aspekte rund um die Sozialleistungen, Vorsorgebeiträge usw. ins Spiel, die ja auch wichtig sind.

Was bedeutet es Euch, dass Ihr mit dem Preis der FONDATION SUISA ausgezeichnet werdet?
Alizé & Xavier: Das ist eine grosse Ehre für uns, und wir freuen uns über die Auszeichnung, die ja gleichzeitig eine Ermunterung ist. Unser Beruf ist spannend, und wir sind uns bewusst, dass wir Glück haben, von unserer Musik leben zu können. Allerdings bedeutet das enorm viel Arbeit, ein unsicheres Einkommen, ein komplexes Management und ein leider wenig anerkannter Status. Das ist manchmal entmutigend. Der Preis sagt uns: «Bleibt dran, eure Arbeit wird geschätzt, ihr arbeitet nicht für die Katz‘, ihr leistet einen Beitrag zur Schweizer Kultur.» Das ist uns sehr wichtig. Seit einigen Jahren sind wir in der Westschweiz sehr aktiv und der Preis gibt uns den nötigen Auftrieb, um weiterzumachen, unsere Bemühungen zu verstärken und auch die Deutschschweiz und vielleicht auch das Tessin anzusprechen. Wir bedauern, dass es zwischen den Sprachregionen kulturelle Barrieren gibt, und freuen uns im Gegenzug über alle Begegnungen und alle Arten der Zusammenarbeit, von Zedrus, über Bastian Baker und die Rambling Wheels, bis hin zu Greis, wobei wir uns hier mal nur auf die Schweizer beschränken. Wenn wir da einige Brücken bauen können, sind wir froh. In diesem Sinne bedeutet uns der Preis der FONDATION SUISA 2015 viel und gibt uns einen Schub für die Zukunft!

Im April habt Ihr in Paris an eurem neuen Album gearbeitet. Könnt ihr uns schon etwas dazu verraten?
Alizé & Xavier: Ein Duo mit Paul McCartney! Nein, Spass beiseite: Wir arbeiten seit einiger Zeit am dritten Album von Aliose, das grösstenteils in einem Pariser Studio aufgenommen wird. Leider ist es grad noch ein klein bisschen zu früh, um irgendwelche Scoops vermelden zu können, da einiges noch unklar ist. Das Einzige, was wir jetzt schon sagen können: Bis jetzt haben wir alles selber über unsere Produktionsfirma Biinôme gemacht. Das könnte nun ändern. Vielleicht finden wir für dieses Album einflussreiche Partner, damit es hoffentlich nicht nur in der Schweiz, sondern auch jenseits unserer Landesgrenzen veröffentlicht werden kann.

www.fondation-suisa.ch/preis-der-stiftung
www.aliose.ch

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  1. Musy Jean-François sagt:

    Félicitations les jeunes !
    Nous allons sortir les massues pour fêter ça !!!
    Croc Magnon
    Nax City

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Das Duo Aliose erhält den diesjährigen Preis der FONDATION SUISA für seine herausragenden Leistungen im musikalischen Genre «Musique de variété». Seit dem Erscheinen ihres Debütalbums 2009 haben Aliose mehr als 250 Konzerte, davon ein Drittel ausserhalb der Schweiz, gespielt. Begegnet sind sich Alizé Oswald und Xavier Michel vor über 10 Jahren bei einem Workshop für Autoren, Komponisten und Interpreten. Die Preisträgerin und der Preisträger haben uns schriftlich Auskunft über ihre Musik, das Komponieren, den Preisgewinn und ihr nächstes Album gegeben. Text/Interview von Marcel Kaufmann, FONDATION SUISA, und Manu Leuenberger

Aliose

«Seit drei Jahren ist die Musik, vor allem dank Aliose, unsere wichtigste Einnahmequelle. Die Urheberrechte sind ein wesentlicher Teil davon.» Alizé Oswald und Xavier Michel, Gewinner des Preises der FONDATION SUISA 2015, sind seit 2005 respektive 2006 bei der SUISA angemeldet. (Foto: Amélie…Weiterlesen

Mit der SUISA an die Swiss Music Awards: 3x 2 VIP-Tickets zu gewinnen

Ihr wolltet schon immer mal mit den Stars über den roten Teppich laufen? An einer Afterparty mit Euren Lieblingen aus der Schweizer Showszene anstossen? Die SUISA macht es möglich. Drei einfache Fragen richtig beantworten und schon nehmt Ihr an der Verlosung von 3x 2 VIP-Tickets für die Swiss Music Awards am 27.2.2015 im Zürcher Hallenstadion teil.

Mit Suisa zu SMA

An den Swiss Music Awards wird das Schaffen der erfolgreichsten Musiker geehrt. Gleichzeitig soll Newcomern eine Plattform gegeben werden, um ihre Musik einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. (Foto: Marcel Grubenmann)

Carlos Leal, Stefanie Heinzmann und Die Fantastischen Vier sind nur einige der Showacts, die an den Swiss Music Awards am 27.2.2015 im Zürcher Hallenstadion auftreten. Dazu gesellen sich viele weitere Persönlichkeiten aus der Schweizer Showszene. Und nach der Show steigt die Afterparty mit den Stars im «Kaufleuten» in Zürich-City.

Wettbewerb mit drei einfachen Fragen zur SUISA

Und so seid Ihr an den Swiss Music Awards mit dabei: Geht auf die Seite www.suisa.ch/sma und beantwortet drei einfache Fragen zur SUISA richtig. Mit etwas Glück gehört Ihr zu den drei Gewinnern, die zusammen mit einer Begleitperson als VIP an diesem Event dabei sein dürfen! Um am Wettbewerb teilnehmen zu können, müsst Ihr mindestens 18 Jahre alt sein.

SUISA ist Supporting Partner der Swiss Music Awards

Die Swiss Music Awards gehören zu den bekanntesten Musikpreisen der Schweiz. Die SUISA ist Supporting Partner und unterstützt den Anlass zusammen mit ihrer Stiftung, der FONDATION SUISA.

Hier geht’s zum Wettbewerb: www.suisa.ch/sma

Weitere Informationen zu den Swiss Music Awards: www.swissmusicawards.ch

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  1. Giorgio Tebaldi sagt:

    Guten Tag Afrodita

    Danke für die Teilnahme am Wettbewerb. Die Gewinner wurden letzte Woche ausgelost und benachrichtigt. Leider haben Sie nicht gewonnen. Vielleicht klappt es beim nächsten Mal.

    Freundliche Grüsse

    Giorgio Tebaldi / Kommunikation SUISA

  2. Afrodita sagt:

    Ich hoffe ich könnte den Preis gewinnen ich habe immer mit gemacht aber habet leider nie gewonnen

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Mit Suisa zu SMA

An den Swiss Music Awards wird das Schaffen der erfolgreichsten Musiker geehrt. Gleichzeitig soll Newcomern eine Plattform gegeben werden, um ihre Musik einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. (Foto: Marcel Grubenmann)

Carlos Leal, Stefanie Heinzmann und Die Fantastischen Vier sind nur einige der Showacts, die an den Swiss Music Awards am 27.2.2015 im Zürcher Hallenstadion auftreten. Dazu gesellen sich viele weitere Persönlichkeiten aus der Schweizer Showszene. Und nach der Show steigt die Afterparty mit den Stars im…Weiterlesen

Trompeterin Hilaria Kramer erhält den Jazzpreis 2014 der FONDATION SUISA

Der Jazzpreis der FONDATION SUISA wird für innovatives und kreatives Schaffen im Schweizer Jazz verliehen. 2014 geht der mit 15 000 Schweizer Franken dotierte Preis an die Trompeterin und Komponistin Hilaria Kramer.

Hilaria Kramer live

Hilaria Kramer, die Gewinnerin des Jazzpreises 2014 der FONDATION SUISA, ist live zurzeit vor allem mit der Gruppe La Suite und dem Trio Sopa da Pedra zu hören. (Foto: Stefan Postius)

Hilaria Kramer gilt seit Jahren als eine der bedeutendsten Vertreterinnen der frei improvisierten Musik. Sowohl als Komponistin wie auch als Interpretin hat sich die Ostschweizerin mit ihrer kreativen und mutigen Musik über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Abseits vom Rampenlicht hat sich die Preisträgerin auch in Künstler- und Berufsverbänden für die Entwicklung der Schweizer Jazz-Szene engagiert. Mit dem Jazzpreis 2014 der FONDATION SUISA wird Hilaria Kramer für ihre Leistungen als Musikerin, Komponistin und Bandleaderin wie auch für ihre Verdienste für den Schweizer Jazz auf institutioneller Ebene ausgezeichnet.

Professionelle Jazz-Musikerin seit 30 Jahren

«Seit bald 30 Jahren spiele ich Konzerte und veröffentliche CDs auf dem Musikmarkt», schreibt die 1967 in Frauenfeld geborene Musikerin auf ihrer Website. «Jeder Tag meines Lebens als professionelle Jazz-Musikerin ist eine Herausforderung für mich, mit dem Produzieren und Anpreisen meiner Bands und Projekte weiterzumachen.»

Dabei hat die Absolventin der Jazzschule St. Gallen bereits eine erlebnisreiche Musikerlaufbahn durch ganz Europa absolviert. Sie spielte und spielt unter anderem mit Musikern wie Chet Baker, Steve Lacy, Gianluigi Trovesi, Sal Nisitico, Luca Flores, David Murray und Daniel Humair. Ihre Diskografie umfasst 18 Alben, eingespielt in verschiedenen Besetzungen und mit verschiedenen Formationen. Seit 1987 ist Hilaria Kramer Mitglied bei der SUISA.

Engagement für die Schweizer Jazz-Szene

In ihrem zeitweiligen Wohnkanton Tessin gründete die Trompeterin zusammen mit weiteren Personen den regionalen Künstlerverband AMIT (Associazione Musica Improvvisata Ticino) und blieb bis 2014 dessen Präsidentin. Von 2005 bis 2010 war sie Vorstandsmitglied des Schweizer Musik Syndikats SMS, des Berufsverbands der Jazz- und Improvisationsszene der Schweiz.

Nach Vera Kappeler (Preisträgerin im Jahr 2011) ist Hilaria Kramer die zweite Frau, die den Jazzpreis der FONDATION SUISA erhält. Der Jazzpreis wurde zum 7. Mal vergeben. Die weiteren bisherigen Preisträger sind: Andy Scherrer (2008), Colin Vallon (2009), Danilo Moccia (2010), Ohad Talmor (2012) und Stephan Kurmann (2013).

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Der Jazzpreis der FONDATION SUISA wird für innovatives und kreatives Schaffen im Schweizer Jazz verliehen. 2014 geht der mit 15 000 Schweizer Franken dotierte Preis an die Trompeterin und Komponistin Hilaria Kramer.

Hilaria Kramer live

Hilaria Kramer, die Gewinnerin des Jazzpreises 2014 der FONDATION SUISA, ist live zurzeit vor allem mit der Gruppe La Suite und dem Trio Sopa da Pedra zu hören. (Foto: Stefan Postius)

Hilaria Kramer gilt seit Jahren als eine der bedeutendsten Vertreterinnen der frei improvisierten Musik. Sowohl als Komponistin wie auch als Interpretin hat sich die Ostschweizerin mit ihrer kreativen und mutigen Musik über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Abseits vom Rampenlicht hat sich die Preisträgerin auch in Künstler- und Berufsverbänden für die Entwicklung der Schweizer Jazz-Szene engagiert. Mit dem Jazzpreis 2014 der FONDATION SUISA wird Hilaria Kramer für ihre Leistungen…Weiterlesen

Swiss Track 2014: Kontroverse Hymne und elektronische Perle aus dem Karton

Pixie_Paris

Räumten den Preis für «The Electronic Music Track 2014» ab: Pixie Paris (Foto: Nina Stiller)

Letzten Mittwoch fand im Zürcher Mascotte die Preisverleihung des Kompositionswettbewerbs Swiss Track statt. Der Förderwettbewerb für elektronische Musik wird seit sechs Jahren von der FONDATION SUISA gemeinsam mit dem Verein Street Parade durchgeführt. Gesucht wurden eine eingängige offizielle Street-Parade-Hymne sowie ein innovativer «Electronic Music Track». Kaum bekanntgegeben, sorgte die Sieger-Hymne für emotionale Diskussionen auf Social Media. Unbestritten kreativ ist der andere Sieger-Song vom Duo Pixie Paris, die den Preis für «The Electronic Music Track» abräumten. Wir haben uns mit der einen Hälfte des Duos, der belgischen Wahlhamburgerin Cindy, kurz unterhalten.

Man kann die offizielle Street Parade-Hymne 2014 vom Zuger DJ Schuhmacher mögen oder nicht, die Hauptsache ist: In Newsportalen und auf Social Media wird über die Street Parade diskutiert. Und zwar über Musik. Dabei hat der Sieger-Song in der Kategorie «Electronic Music Track 2014» mindestens ebenso viel Aufmerksamkeit verdient wie die Hymne. Innovative Kompositionsperlen der elektronischen Musik sind in dieser Kategorie gesucht. Die Wahl der Jury fiel auf den Song: «Es rappelt im Karton» von Pixie Paris.

Das Gewinner-Duo bezeichnet sich selber als ein «weiteres erfolgreiches Produkt der europäischen Völkerverständigung». Er lebt in Winterthur, sie in Hamburg, und so entstehen ihre Songs nicht zuletzt dank der Unterstützung von Skype. An der Preisverleihung konnten die beiden Musiker leider nicht teilnehmen. Am Tag darauf stand Sängerin Cindy für ein kurzes Interview zur Verfügung. Natürlich via Skype.

Hallo Cindy. Zuerst einmal herzlichen Glückwunsch zum «Electronic Music Track 2014». Ihr führt ja quasi eine musikalische Fernbeziehung mit Hilfe moderner elektronischer Kommunikationsmittel. Heisst das, ihr jammt virtuell, also quasi in der Cloud zwischen Winterthur und Hamburg?
Ich muss zuerst mal ein bisschen ausholen: Matete und ich kennen uns schon seit 2003. Wir waren beide im Popkurs, Matete als Schlagzeuger, ich als Bassistin. Wir haben eigentlich bereits von Anfang an unsere Musik virtuell geschrieben. Selbst als wir beide zusammen in Hamburg in der gleichen Wohnung wohnten, haben wir uns in erster Linie via E-Mail ausgetauscht. Wir haben da begonnen, uns Ideen und Soundfiles zuzuschicken. Nicht nur übers Internet; manchmal schickte er mir eine Minidisc mit Songs. Heute können wir dies einfacher zum Beispiel via WeTransfer machen. Manchmal schicke ich ihm eine nackte Soundidee, er mir einen fertigen Text. So entstehen die Songs.

Glaubst du, Pixie Paris würde anders klingen, wenn ihr eure Musik gemeinsam im gleichen Raum machen würdet?
Ich glaube, wenn wir im gleichen Raum Musik machen würden, gäbe es Pixie Paris so gar nicht. Wir brauchen beide unseren Freiraum und würden uns bedrängt fühlen, wenn wir zum Beispiel zusammen in einem Übungsraum wären. Natürlich gibt es auch Zeiten, wo wir zusammen unterwegs sind, aber dann schreiben wir keine Songs.

Bereitet ihr euch wenigstens gemeinsam auf Konzerte vor?
Kaum. Auch hier ist die gemeinsame Zeit spärlich gesäht. In der Regel folgen unsere Songs live einem klaren Ablauf und lassen dadurch nicht viel Freiraum.

Der «Electronic Music Track» hiess früher «Best Innovative Track». Wie wichtig ist euch Innovation in eurer Musik? Zumindest eure Art, virtuell zusammenzuarbeiten, ist recht innovativ.
Wir gehen nicht an Songs heran mit dem Gedanken, etwas Innovatives zu schaffen. Die Innovation in unserer Musik ergibt sich eher durch uns beide und unsere jeweiligen musikalischen Hintergründe. Ich komme aus einer Familie, die viel Schlager gehört hat, und habe dadurch Schlager im Blut. Matete kommt aus einer völlig anderen Stilrichtung, aus dem Punk. Am ehesten ergibt sich die Innovation aus dieser Mischung.

Ihr wurdet von Majors umgarnt, seid aber unabhängig geblieben und habt euer eigenes Label. Wie wichtig ist es für euch, unabhängig zu bleiben? Wär’s nicht einfacher, ein Major-Label imRücken zu haben?
Es gab Anfragen von Major-Labels, und wir waren mit ihnen im Gespräch. Im Lauf dieser Gespräche kam es aber bei ihnen ständig zu Wechseln. Dies zeigte mir auf, wie schnelllebig das Musikbusiness ist. Zudem befürchteten wir, dass wir durch einen Wechsel auf ein Major-Label auf der anderen Seite ständig neue Personen haben, die für uns zuständig sind. Wir haben nichts gegen finanzielle Unterstützung, aber es geht auch anders als mit Majors. Unsere letzte Platte haben wir zum Beispiel durch Wemakeit.ch [Anm. des Verfassers: Crowdfunding-Plattform] finanzieren können.

Crowdfunding, elektronische Kommunikation – das Internet spielt für Pixie Paris eine wichtige Rolle. Wie steht ihr zu den Schattenseiten des Internets, konkret im Hinblick auf Urheberrecht?
Ganz klar: Das Internet ist wichtig für uns. Ohne Internet gäbe es uns nicht in dieser Form. Ich bin mir aber bewusst, dass das Internet Musiker und Branche vor Herausforderungen stellt. Es ist schwer, Musik im Internetzeitalter zu schützen.Aber wie gesagt: Für uns als Band und wie wir arbeiten ist das Internet vor allem ein Segen.

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Pixie_Paris

Räumten den Preis für «The Electronic Music Track 2014» ab: Pixie Paris (Foto: Nina Stiller)

Letzten Mittwoch fand im Zürcher Mascotte die Preisverleihung des Kompositionswettbewerbs Swiss Track statt. Der Förderwettbewerb für elektronische Musik wird seit sechs Jahren von der FONDATION SUISA gemeinsam mit dem Verein Street Parade durchgeführt. Gesucht wurden eine eingängige offizielle Street-Parade-Hymne sowie ein innovativer «Electronic Music Track». Kaum bekanntgegeben, sorgte die Sieger-Hymne für emotionale Diskussionen auf Social Media. Unbestritten kreativ ist der andere Sieger-Song vom Duo Pixie Paris, die den Preis für «The Electronic Music Track» abräumten. Wir haben uns mit der einen Hälfte des Duos, der belgischen Wahlhamburgerin Cindy, kurz unterhalten.

Man kann die offizielle Street Parade-Hymne 2014 vom Zuger DJ Schuhmacher mögen oder nicht, die Hauptsache ist: In Newsportalen und auf Social Media wird über die Street Parade diskutiert. Und…Weiterlesen

Swiss Track: Ansporn für kreative Köpfe wie die Maximizerz

Maximizerz Preisverleihung Swiss Track

Die Mitglieder der Berner Formation Maximizerz an der Swiss Track-Preisverleihung im Zürcher Mascotte. (Foto: Rommel Felder / amiadogroup.com)

Auf den letzten Drücker vor dem Abgabetermin hat die Formation Maximizerz ihren Song beim diesjährigen Kompositionswettbewerb für elektronische Musik eingereicht. Zum Glück, denn die Swiss-Track-Jury kürte ihren Titel «Kissing In Paradise» zum «Best innovative Track 2013». Die Berner Musiker finden die Auszeichnung «fantastisch». «Visionäre Songs mit eigenständiger Handschrift gesucht», so lautete die Vorgabe in der Kategorie «Best innovative Track». Mit ihrem Song Kissing In Paradise sicherten sich Merlin Cornu, Matthias Inderbitzin, Nina Kern und Janos Heidekker das von der FONDATION SUISA gestiftete Sieger-Preisgeld von 5000 Franken. Unter dem Namen Maximizerz produzieren die vier Berner Musiker ein kreatives Soundgemisch aus Soul, Hip-Hop, Minimal, House und Trance ergänzt mit organischen Instrumenten. Wir haben den Gewinnern ein paar Fragen über ihre Teilnahme, ihren Song, die Auszeichnung und den Förderwettbewerb Swiss Track gestellt. Was bedeutet euch diese Auszeichnung? So ein Feedback ist natürlich fantastisch. Wir freuen uns riesig, dass unser Sound bei einer Jury Anklang gefunden hat, deren Mitglieder einen doch sehr unterschiedlichen musikalischen Hintergrund haben. Was war eure Motivation mitzumachen? Wir wollten bereits letztes Jahr mitmachen und hatten leider die Anmeldefrist verpasst. Umso grösser war dieses Jahr unsere Motivation, neue Tracks zu produzieren. Trotzdem entstand der nominierte Track «Kissing In Paradise» sehr spontan und wieder auf den letzten Drücker vor dem Abgabetermin … Wie ist der Track entstanden und was hat euch inspiriert? Wir haben angefangene Tracks durchgehört. Bei einem dachten wir: «Hier würde eine Violine gut passen.» Zum Glück haben wir im Kollegenkreis Leute, die noch «echte» Instrumente spielen können. Da reichte ein Telefon plus eine flüssige Belohnung und die Aufnahmen für Violine und Vocals waren im Kasten. Die anschliessende Editier- und Arrangement-Arbeit nahm wesentlich mehr Zeit in Anspruch. Findet ihr Förderwettbewerbe wie den Swiss Track wichtig? Warum? Die Wertschätzung und Förderung musikalischer Projekte ist enorm wichtig und gibt vielen kreativen Köpfen den Ansporn, sich musikalisch weiterzuentwickeln. Wir bedanken uns herzlich bei allen involvierten Stellen, die uns das ermöglichen.

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Maximizerz Preisverleihung Swiss Track

Die Mitglieder der Berner Formation Maximizerz an der Swiss Track-Preisverleihung im Zürcher Mascotte. (Foto: Rommel Felder / amiadogroup.com)

Auf den letzten Drücker vor dem Abgabetermin hat die Formation Maximizerz ihren Song beim diesjährigen Kompositionswettbewerb für elektronische Musik eingereicht. Zum Glück, denn die Swiss-Track-Jury kürte ihren Titel «Kissing In Paradise» zum «Best innovative Track 2013». Die Berner Musiker finden die Auszeichnung «fantastisch». «Visionäre Songs mit eigenständiger Handschrift gesucht», so lautete die Vorgabe in der Kategorie «Best innovative Track». Mit ihrem Song Kissing In Paradise sicherten sich Merlin Cornu, Matthias Inderbitzin, Nina Kern und Janos Heidekker das von der FONDATION SUISA gestiftete Sieger-Preisgeld von 5000 Franken. Unter dem Namen Maximizerz produzieren die vier Berner Musiker ein kreatives Soundgemisch aus Soul, Hip-Hop, Minimal, House und Trance ergänzt mit organischen Instrumenten. Wir haben den Gewinnern ein paar Fragen über…Weiterlesen

Sieg, Song und Swiss Track: Gewinner Maury über seine Street Parade-Hymne

Swiss Track-Gewinner Maury

Maury alias Maurizio Pozzi ist SUISA-Mitglied seit 1999. (Foto: Christian Dancker / amiadogroup.com)

Meistens agiert er als Songschreiber und Produzent im Hintergrund, nun steht er selber im Rampenlicht: Maury alias Maurizio Pozzi gewinnt beim Kompositionswettbewerb Swiss Track in der neu eingeführten Kategorie «Street Parade Hymne». Sein Song «Dance For Freedom» wird das musikalische Aushängeschild der Street Parade 2013. Am Tag nach der Preisverleihung gab uns Maury Auskunft über Sieg, Song und Swiss Track. Was bedeutet dir diese Auszeichnung? Sehr viel. Es ist ein tolles Gefühl, wenn man mit einem Song-Vorschlag für ein derart grosses Event zugleich Jury und Partner überzeugen kann. Zudem war dieses Jahr die Konkurrenz durch die öffentliche Ausschreibung der Hymne ziemlich gross – da freut es mich umso mehr. Was war deine Motivation, mitzumachen? Als Songwriter liebe ich die Herausforderung, ein vorgegebenes Motto oder Konzept mit einem Song respektive dessen Melodie zu vereinen. Handelt es sich dabei noch um das elektronische Musik-Festival schlechthin, ist der Reiz umso grösser. Als der Slogan «Dance for Freedom» bekanntgegeben wurde, eilte ich in mein kleines Studio und machte mich an die Arbeit. Wie lange hast du an deinem Track gearbeitet und was hat dich inspiriert? Da sind schon einige Tage – und wohl auch Nächte – vergangen, bis mir «Dance for Freedom» präsentierfähig erschien. Vielleicht auch deswegen, weil ich den Song in zwei verschiedenen Versionen anbieten wollte: als Pop/Dance-lastige Radio-Version und als Clubtrack, um noch etwas näher bei den DJs zu stehen. Die Inspiration liegt unter anderem in all diesen Bildern und Emotionen, die man von der Street Parade im Kopf und Bauch hat. Ich kann für mich sagen, dass ich Freiheit beim Erschaffen von Musik fast mehr durch die elektronische Musik als durch die Pop-Musik kennengelernt habe. Findest du Förderwettbewerbe wie den Swiss Track wichtig? Warum? Oh ja! Unbedingt. Wir haben in der Schweiz so viele talentierte MusikerInnen – insbesondere auch junge Leute, die mich immer wieder umhauen, wenn ich sehe, wie gut und gekonnt sie an ihrer Musik arbeiten. Gerade für sie können solche Song-Contests, verbunden mit einer tollen Plattform, sehr wichtig und ein Sprungbrett für die eigene Karriere sein. Wie feierst du deinen Sieg? Es wird eifrig weitergearbeitet … Aber natürlich feiere ich etwas mit meiner Familie und meinen Freunden. Spätestens am 10. August 2013 ist dann an der Street Parade sowieso die ganz grosse Party angesagt. We gonna dance for freedom!

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Maury alias Maurizio Pozzi ist SUISA-Mitglied seit 1999. (Foto: Christian Dancker / amiadogroup.com)

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