Tagarchiv: Musikexport Schweiz

Ein Jahr IndieSuisse: Verbandspräsident Andreas Ryser zieht Bilanz

Während dem m4music-Festival 2014 präsentierte sich der Verband IndieSuisse erstmals in der Öffentlichkeit. Ein Jahr später zieht sein Präsident Andreas Ryser eine erste Zwischenbilanz. Und die lässt sich sehen, die unabhängigen Labels wissen, wo sie etwas bewegen können und wollen. Gastbeitrag von Silvano Cerutti

IndieSuissse Andreas Ryser Porträt

«In der Bilanz dürfen wir zufrieden sein.» Andreas Ryser, Musiker, Labelchef und Präsident von IndieSuisse, über das erste Jahr des Verbands der unabhängigen Musiklabels und -produzenten. (Foto: Brigitte Lustenberger)

Aufbauarbeit ist ein Knochenjob. Meist muss man weite Wege für kleine Erfolge gehen, viele Klinken putzen, bevor sich eine Tür öffnet, und Investitionen tätigen, ohne zu wissen, ob sie sich mittelfristig auszahlen. Aber wenn einer in seinen Anfangstagen auch als Velokurier unterwegs war und Tag für Tag seine Kilometer abspulte, kann es gut kommen. Diesen Eindruck bekommt man jedenfalls bei einem Treffen mit IndieSuisse-Präsident Andreas Ryser. Der hat im letzten Jahr über 450 Stunden Gratisarbeit in den Verband gesteckt («wir haben überall Hallo und unseren Namen gesagt») und wirkt trotzdem ungebrochen motiviert.

Für den spritzigen Auftritt gibt es aber auch gute Gründe jenseits küchenpsychologischer Spekulation. Der heutige Labelchef Ryser (Mouthwatering Records) hat gleich zum Start viel Lob erhalten und die Aufmerksamkeit auch seitens der Medien ist IndieSuisse treu geblieben. Von anderen Branchenorganisationen wie der IFPI, SWISSPERFORM und Swiss Music Export wurde die Gründung begrüsst. «Inzwischen sind wir bei der IFPI und bei Swiss Music Export bereits in Projekte und Diskussionen eingebunden. Durch verschiedene Vorstandsmitglieder sind wir zudem indirekt in einigen Kommissionen der SUISA vertreten.»

Vernetzung auf internationaler Ebene

Mindestens ebenso wichtig ist aber, dass IndieSuisse stellvertretend für seine bereits 45 Mitglieder Impala beigetreten ist (Independent Music Publishers and Labels Association, Hauptsitz in Brüssel). Ab Herbst wird man sogar im Board des Verbands der europäischen Indie-Labels vertreten sein. «Ausser dem Musikvertrieb war noch nie eine Schweizer Organisation Mitglied von Impala», wundert sich Ryser, «das ist eigentlich absurd.»

Unterschätzte Wirtschaftskraft von Indie-Labels

Aber auch bei Impala wartet – Aufbauarbeit. IndieSuisse trägt Material zu einer Studie bei, in der Impala für die EU eine Erhebung der Wirtschaftskraft seiner mehr als 4000 Mitglieder anstrebt. IndieSuisse wird die Daten aus der Schweiz auch selbst brauchen können, bislang existieren weder eine Dokumentation der Arbeit von Indies noch Statistiken mit aussagekräftigen Zahlen.

Solches Zahlenmaterial wäre aus zwei Gründen wichtig. Die Angaben der IFPI beziehen sich nur auf die Verkäufe von Tonträgern und Downloads. «Die fallen für uns Indies kaum ins Gewicht», erklärt Ryser. Die unabhängigen Labels würden meist mit 360-Grad-Verträgen arbeiten, ihr Geld also mit der Rundumbetreuung der Künstler generieren: von PR über Publishing bis Management und Booking. Rein auf den Umsatz der Verkäufe bezogen, würden die Indies unter Wert geschlagen. «Ich behaupte jedenfalls, dass wir zusammengerechnet einen Viertel des Schweizer Musikmarktes abdecken», sagt Ryser.

Aufbauarbeit und Lobbying für Schweizer Musikschaffen

Solche Zahlen muss man zum anderen auch vorweisen können, wenn man mit dem Bundesamt für Kultur oder demjenigen für Wirtschaft über Strukturförderung verhandeln will. Die Subvention von kleinen Labels, die den Knochenjob der Aufbauarbeit für neue Bands leisten, ist ein erklärtes Ziel von Ryser. Was er betont und was sein Vizepräsident Christian Fighera (Two Gentlemen in Lausanne, u.a. Sophie Hunger) noch unterstreichen würde: Die Indies tun mehr für den Aufbau von Schweizer Künstlerinnen und Künstlern ausserhalb des Heimmarkts als die Majors. Nur schon für die Bündelung der Kräfte in diesem Bereich habe sich die Gründung von IndieSuisse übrigens gelohnt, wirft Ryser ein.

Die Exportorientierung der Indies liegt auf der Hand. Viele Künstler auf unabhängigen Labels bedienen Nischenmärkte, deren Potential sie nur grenzüberschreitend ausschöpfen können. Gerade die innovativen Tüftler im helvetischen Musikschaffen (von denen gibt es aktuell grad einige) haben die Chance, international auf Resonanz zu stossen. Und nebenbei Ehre für die Schweiz einzulegen. Von Zuständen wie in Skandinavien, deren Berner Botschafter sich auch mal für eine durchreisende Punkband ins Zeug legen, ist man hierzuland aber weit entfernt. «Wir müssen vermehrt Lobbying betreiben», erklärt Ryser, «damit die Politiker im Bundeshaus endlich begreifen, dass Musik nicht nur ein Hobby sondern auch Teil der Wirtschaft dieses Landes ist.»

Dass Ryser für diese Aufgabe seinen eigenen Verband favorisiert, hat weniger persönliche als vielmehr taktische Gründe. «Man kann nicht einerseits Künstler mit dicken Autos propagieren, wie das die Majors tun, und auf der anderen Seite bei der Kulturförderung um Batzeli bitten.» Jetzt überzieht ein breites Schmunzeln sein Gesicht.

Zukunftspläne von IndieSuisse

Die Indies werden ihre Coolness aber nur ausspielen können, wenn sie einen professionellen Job machen, das ist sich Ryser bewusst. Weil sich die kleinen, unabhängigen Plattenfirmen keine Spezialisten leisten können, müssen sie als Generalisten von allen Bereichen des Geschäfts eine Ahnung haben. Dieses Know-how zu vermitteln und neue Labels innert kurzer Frist auf ein professionelles Niveau zu coachen, auch das ist eine Aufgabe, die Ryser mit IndieSuisse weiter ausbauen möchte. Für sich selbst habe er durch den regelmässigen Austausch im Vorstand schon einiges gelernt.

Dass die umtriebigen Indies noch weitere Projekte bearbeiten, die momentan nicht spruchreif sind, das erstaunt wenig. Rysers Antwort auf die Frage, welche Unterstützung er sich noch wünschen würde, die verblüfft allerdings: «Wir müssen einfach unsere Arbeit gut machen. Wenn wir die Leute damit überzeugen können, werden wir auch ihre Unterstützung erhalten.» Wie gesagt: für Knochenjobs wie diesen scheint Ryser der richtige Mann zu sein.

Andreas Ryser ist Mitglied des Berner Bandprojekts Filewile und als Urheber seit 15 Jahren bei der SUISA angemeldet. Mouthwatering Records übernimmt auch verlegerische Aufgaben und ist als Verlag bei der SUISA Mitglied. Für die Wahrnehmung der Leistungsschutzrechte von Plattenfirmen ist nicht die SUISA sondern die Schwestergesellschaft SWISSPERFORM zuständig.

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Während dem m4music-Festival 2014 präsentierte sich der Verband IndieSuisse erstmals in der Öffentlichkeit. Ein Jahr später zieht sein Präsident Andreas Ryser eine erste Zwischenbilanz. Und die lässt sich sehen, die unabhängigen Labels wissen, wo sie etwas bewegen können und wollen. Gastbeitrag von Silvano Cerutti

IndieSuissse Andreas Ryser Porträt

«In der Bilanz dürfen wir zufrieden sein.» Andreas Ryser, Musiker, Labelchef und Präsident von IndieSuisse, über das erste Jahr des Verbands der unabhängigen Musiklabels und -produzenten. (Foto: Brigitte Lustenberger)

Aufbauarbeit ist ein Knochenjob. Meist muss man weite Wege für kleine Erfolge gehen, viele Klinken putzen, bevor sich eine Tür öffnet, und Investitionen tätigen, ohne zu wissen, ob sie sich mittelfristig auszahlen. Aber wenn einer in seinen Anfangstagen auch als Velokurier unterwegs war und Tag für Tag seine Kilometer abspulte, kann es gut kommen. Diesen Eindruck bekommt man jedenfalls bei…Weiterlesen

Musik, ein internationales Geschäft! Auch für SUISA-Mitglieder?

In der Schweiz wird viel mehr ausländische Musik gespielt als Musik unserer Mitglieder im Ausland. Die höchsten Einnahmen aus dem Ausland fliessen aus den direkten Nachbarländern in die Schweiz. Die SUISA setzt sich auch für die Rechte ihrer Mitglieder im Ausland ein. Das ist nicht immer einfach. Text von Irène Philipp Ziebold, Direktorin

Ausland-Zahlungsverkehr-DE

Die SUISA vertritt in der Schweiz und Liechtenstein aufgrund von Gegenseitigkeitsverträgen mit rund 100 Schwestergesellschaften das Musikrepertoire von Urhebern aus der ganzen Welt. Hierzuland wird viel mehr ausländische Musik gespielt als Musik unserer Mitglieder im Ausland. (Grafik: Crafft Kommunikation AG)

Bei jährlichen Einnahmen der SUISA von CHF 125 Mio. aus der Verwertung von Urheberrechten in der Schweiz und Liechtenstein fliessen aus dem Ausland rund CHF 11 Mio. in die Schweiz. Dabei wird der Inlandumsatz nicht nur durch die Musik von SUISA-Mitgliedern erzielt: Die SUISA hat mit rund 100 Schwestergesellschaften auf der ganzen Welt Gegenseitigkeitsverträge abgeschlossen. Aufgrund dieser Verträge vertritt die SUISA in der Schweiz und Liechtenstein auch das Musikrepertoire von Mitgliedern der ausländischen Schwestergesellschaften.

Tatsache ist: Bei uns wird viel mehr ausländische Musik gespielt als Musik unserer Mitglieder im Ausland. Im Vergleich zum Inlandumsatz sind die rund CHF 11 Mio. Einnahmen zu Gunsten der SUISA-Mitglieder aus dem Ausland wesentlich geringer. Die höchsten Beträge aus dem Ausland flossen in den letzten Jahren aus den direkten Nachbarländern Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich in die Schweiz und nach Liechtenstein.

Aber sind CHF 11 Mio. aus dem Ausland wirklich genug? Werden die Rechte unserer Mitglieder mit dem gleichen Nachdruck und der gleichen Sorgfalt wahrgenommen wie wir das in der Schweiz für die ausländischen Rechteinhaber tun? Wie setzt sich die SUISA für die Rechte ihrer Mitglieder im Ausland ein?

Wahrnehmung der Rechte von SUISA-Mitgliedern im Ausland

In den Gegenseitigkeitsverträgen mit über 100 ausländischen Schwestergesellschaften werden die entsprechenden Rechte übertragen und deren Wahrnehmung garantiert. Dieser Verpflichtung muss nachgekommen werden, andernfalls liegt eine Vertragsverletzung vor.

In der Praxis werden alle Nutzungsmeldungen an unsere Schwestergesellschaften in einer Datenbank erfasst. Dieses Datenbanksystem namens „CaseManagement“ generiert automatische Reminder an die Schwestergesellschaften, wenn diese nicht innerhalb einer gesetzten Frist antworten. Je nach Fall schreibt die SUISA zusätzlich die Schwestergesellschaften separat an oder kontaktiert die zuständigen Mitarbeitenden der Gesellschaften telefonisch.

Zusammenarbeit mit ausländischen Schwestergesellschaften

Zwischen den Schwestergesellschaften werden Tausende von Nutzungsmeldungen ausgetauscht. Diese zu bearbeiten, benötigt viel Zeit. Manchmal können daraus langwierige Abklärungen entstehen, wenn zum Beispiel die Musiknutzung der Gesellschaft im Ausland noch gar nicht bekannt war, der Veranstalter die für eine Lizenzierung notwendigen Angaben noch nicht geliefert hat oder die gestellte Rechnung nicht bezahlt worden ist. Gerne würden wir unseren Mitgliedern schnellere Antworten beziehungsweise Nachverrechnungen liefern, doch die einzelnen Gesellschaften (wie auch wir selber) brauchen zuweilen Monate für diese Untersuchungen.

In vielen Fällen ist es auch mangels Kenntnissen der Tarife und Verteilungsreglemente der Schwestergesellschaften schwierig zu erkennen, ob diese das Inkasso und die Verteilung richtig und angemessen erledigt haben. Durch persönliche Gespräche, Besuche vor Ort und Einsicht in die entsprechenden Tarife und Reglemente, sofern sie dann auch veröffentlicht sind, können wir die Abrechnungen unserer ausländischen Schwestergesellschaften auf deren Korrektheit prüfen.

Applikation für internationale Nutzungsmeldungen unter CISAC-Mitgliedern

Da alle Verwertungsgesellschaften mehr oder weniger mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben, sucht man auf internationaler Ebene nach Lösungen und Verbesserungen. Eine neue Applikation namens «Live Performance Notification», entwickelt von der Firma «FastTrack, the Digital Copyright Network», soll CISAC-Mitgliedern den Austausch von internationalen Nutzungsmeldungen erleichtern. CISAC (Confédération Internationale des Sociétés d´Auteurs et Compositeurs) ist der internationale Dachverband der Verwertungsgesellschaften. Über das neue Tool können sich die Gesellschaften innerhalb des bereits existierenden Systems («CIS-Net Powered by FastTrack», Common Information System der CISAC) gegenseitig informieren, wenn Werke ihrer Mitglieder in den jeweiligen Gebieten der Gesellschaften genutzt werden.

Mittels dieser Applikation können Nutzungsdaten (Zeit, Ort etc.) sowie die aufgeführten Werke (Repertoire-Liste) erfasst und der entsprechenden Gesellschaft übermittelt werden. Ein integriertes Trackingsystem ermöglicht eine Übersicht über den Status der übermittelten Anfragen. Zusätzlich generiert das System automatische Mahnungen, falls Anfragen nicht in der vorgesehenen Zeit beantwortet werden.

Das neue System ist eine zusätzliche Hilfe bei den weiterhin grossen Anstrengungen, die von der SUISA unternommen werden, um die Wahrnehmung der Rechte ihrer Mitglieder auch im Ausland zu gewährleisten. Und natürlich freuen wir uns auch, wenn die Musik unserer Mitglieder international noch mehr Anerkennung und Gehör findet. Damit aus den rund CHF 11 Mio. Einnahmen aus dem Ausland bald mehr wird.

Die SUISA hält neben anderen ausländischen Verwertungsgesellschaften eine Minderheitsbeteiligung an der technischen Dienstleistungsfirma FastTrack, the Digital Copyright Network.

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In der Schweiz wird viel mehr ausländische Musik gespielt als Musik unserer Mitglieder im Ausland. Die höchsten Einnahmen aus dem Ausland fliessen aus den direkten Nachbarländern in die Schweiz. Die SUISA setzt sich auch für die Rechte ihrer Mitglieder im Ausland ein. Das ist nicht immer einfach. Text von Irène Philipp Ziebold, Direktorin

Ausland-Zahlungsverkehr-DE

Die SUISA vertritt in der Schweiz und Liechtenstein aufgrund von Gegenseitigkeitsverträgen mit rund 100 Schwestergesellschaften das Musikrepertoire von Urhebern aus der ganzen Welt. Hierzuland wird viel mehr ausländische Musik gespielt als Musik unserer Mitglieder im Ausland. (Grafik: Crafft Kommunikation AG)

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Mit Rabatt an die Klassik-Fachmesse Classical:NEXT 2015 in Rotterdam

Classical:NEXT ist das internationale Fachforum für klassische und zeitgenössische Musik. Die nächste Ausgabe der Messe findet vom 20. – 23. Mai 2015 im «De Doelen International Congress Centre» in Rotterdam, Holland, statt. Jetzt kann man sich für den Schweizer Gemeinschaftsstand «music made in switzerland» anmelden. Text von Marcel Kaufmann, FONDATION SUISA, und Manu Leuenberger

Classical-Next-Takenouchi-Showcase

Neben der Stand-Messe und dem Konferenzprogramm sind Showcase-Konzerte der dritte Schwerpunktbereich der Fachmesse Classical:NEXT. Im Bild: Der japanische Pianist Hiroaki Takenouchi beim Showcase an der Messe 2014 in Wien. (Foto: Eric van Nieuwland)

Die Organisatoren der Fachmesse Classical:NEXT haben sich zum Ziel gesetzt, die Vertreter aus allen Bereichen der klassischen und zeitgenössischen Musikwelt zu einem jährlichen Treffen für Begegnungen und Entdeckungen zusammenzuführen. Seit der ersten Austragung der Messe 2012 verzeichnen die Veranstalter kontinuierlich steigende Besucherzahlen. Letztes Jahr in Wien haben 900 Fachbesucher aus über 40 Ländern an der Messe teilgenommen. Insgesamt waren 550 Firmen der Klassikbranche vertreten.

2015 findet Classical:NEXT zum vierten Mal statt. Vom 20. – 23. Mai 2015 treffen sich die Branchenfachleute der klassischen und zeitgenössischen Musikwelt im «De Doelen International Congress Centre» in Rotterdam, Holland. Die FONDATION SUISA, Pro Helvetia und die Schweizerische Interpretengenossenschaft SIG stellen den Schweizer Teilnehmenden an der Classical:NEXT den Gemeinschaftsstand «music made in switzerland» und den Schweizer Rabatt-Code für die Registrierung zur Verfügung. Schweizer Mitausstellende profitieren mit dem Rabatt-Code von einem Preisnachlass von EUR 50.- pro Akkreditierung.

Alle Informationen und den Link zur Anmeldung finden Sie unter:
www.fondation-suisa.ch/classicalnext

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Classical:NEXT ist das internationale Fachforum für klassische und zeitgenössische Musik. Die nächste Ausgabe der Messe findet vom 20. – 23. Mai 2015 im «De Doelen International Congress Centre» in Rotterdam, Holland, statt. Jetzt kann man sich für den Schweizer Gemeinschaftsstand «music made in switzerland» anmelden. Text von Marcel Kaufmann, FONDATION SUISA, und Manu Leuenberger

Classical-Next-Takenouchi-Showcase

Neben der Stand-Messe und dem Konferenzprogramm sind Showcase-Konzerte der dritte Schwerpunktbereich der Fachmesse Classical:NEXT. Im Bild: Der japanische Pianist Hiroaki Takenouchi beim Showcase an der Messe 2014 in Wien. (Foto: Eric van Nieuwland)

Die Organisatoren der Fachmesse Classical:NEXT haben sich zum Ziel gesetzt, die Vertreter aus allen Bereichen der klassischen und zeitgenössischen Musikwelt zu einem jährlichen Treffen für Begegnungen und Entdeckungen zusammenzuführen. Seit der ersten Austragung der Messe 2012 verzeichnen die Veranstalter kontinuierlich steigende Besucherzahlen. Letztes Jahr in Wien…Weiterlesen

Swiss Business Mixer: «Für Bands sehr wichtige und nützliche Events»

Die Schweizer Bands From Kid und Stevans sind am letztjährigen MaMA in Paris im Rahmen des offiziellen Festivalprogramms aufgetreten. Zudem spielten sie Showcases am Swiss Business Mixer. Der Networking-Anlass, organisiert von der FONDATION SUISA und Swiss Music Export, will Schweizer Musikschaffenden die Türen ins Ausland öffnen. Im Interview sagen From Kid und Stevans: «Solche Anlässe sind sehr nützlich und wichtig.»

Stevans live

Stevans waren am MaMA Festival 2014 sowohl bei einem Showcase am Swiss Business Mixer als auch bei einem Konzert im offiziellen Festivalprogramm zu hören. (Foto: Effigie Studio)

 3 Fragen an Yvan Franel, Sänger, Gitarrist und Pianist bei Stevans

Ihr habt 2014 am MaMA teilgenommen und konntet sogar im offiziellen Festivalprogramm auftreten. Wie kam es dazu?
Wir haben in Frankreich einen Vertrag mit einem ganz neuen Label, R17, unterzeichnet, das letzten Sommer einen Vertreter der Booking-Agentur Bobun Production zu unserem Konzert am Montreux Jazz Festival eingeladen hat. Die Agentur war von unserer Darbietung begeistert und hat sich dafür eingesetzt, dass wir am MaMa-Festival auftreten können. Ziel ist es, dass uns so viele Leute wie möglich aus der französischen und internationalen Musikszene kennen, damit wir 2015 zahlreiche Konzert-Engagements bekommen.

Die FONDATION SUISA und der SME hat auch letztes Jahr einen Swiss Business Mixer am MaMA organisiert, an dem ihr zusätzlich ein Showcase gespielt habt. Was meint ihr: Sind solche Business Mixer nützlich? Würdet ihr andern Musikern raten, diese Anlässe zu besuchen?
Der MaMA-Business-Mixer ist mehr als nützlich, er ist sogar wegweisend! Schweizer Künstler brauchen finanzielle Unterstützung, um auch im Ausland bekannt zu werden und zu zeigen, wie viele unglaubliche Talente es in unserem kleinen Land gibt. Auch wenn man es ins Radio geschafft hat und schon recht präsent ist, braucht es zum Weiterkommen stetig weitere Unterstützung. Wir sind ein bisschen wie ein kleines Start-up-Unternehmen, das Hilfe von aussen braucht, bevor es richtig rentabel wird. Der MaMA-Business-Mixer hilft auch, Kontakte zu knüpfen, was ebenfalls sehr wichtig ist.

Was sind eure nächsten Projekte und Konzerte?
Unsere Ziele für 2015 sind Frankreich, Deutschland und andere Länder, in denen man beginnt, sich für uns zu interessieren. Aber solange noch nichts bestätigt ist, sollte man auch noch nicht darüber sprechen. Ich glaube, dass Stevans eine sehr gute Zukunft bevorsteht, und das freut mich!

FromKid live Les Trois Baudets Paris 2014

Die Schweizer Band From Kid bei ihrem Auftritt am MaMA Festival 2014 im Club «Les Trois Baudets» in Paris. (Foto: Damian Caduff)

3 Fragen an Andrin und Gian Reto von From Kid

Ihr habt letztes Jahr am MaMA teilgenommen und konntet sogar im offiziellen Festivalprogramm auftreten. Wie kam es dazu?
Wir haben uns dafür einfach beworben und wurden daraufhin in das wunderschöne «Les Trois Baudets» in Paris eingeladen. Was uns sehr gefreut hat.

Die FONDATION SUISA und der SME hat auch 2014 einen Swiss Business Mixer am MaMA organisiert, an dem ihr zusätzlich ein Showcase gespielt habt. Was meint ihr: Sind solche Business Mixer nützlich? Würdet ihr andern Musikern raten, diese Anlässe zu besuchen?
Wir finden, dass solche Anlässe für Bands sehr wichtig sind, wenn man im Ausland Fuss fassen möchte. Einerseits ist es eine spannende Erfahrung in anderen Ländern zu spielen. Andererseits sind solche Anlässe natürlich auch nützlich, um neue Kontakte zu knüpfen und sich einem breiten Publikum zu präsentieren. Daher können wir auch anderen Musikern empfehlen, solche Anlässe zu besuchen.

Was sind eure nächsten Projekte und Konzerte?
Am 30. Januar werden wir unser Debutalbum releasen. Damit verbunden ist eine Tour durch Deutschland und Österreich im kommenden April. Zusätzlich stehen natürlich auch noch viele Konzerte in der Schweiz an. Unser Wunsch ist es auch, für jeden Song auf dem Album einen Videoclip zu produzieren. Auch dieses Projekt wird uns für die kommenden Monaten beschäftigen.

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Die Schweizer Bands From Kid und Stevans sind am letztjährigen MaMA in Paris im Rahmen des offiziellen Festivalprogramms aufgetreten. Zudem spielten sie Showcases am Swiss Business Mixer. Der Networking-Anlass, organisiert von der FONDATION SUISA und Swiss Music Export, will Schweizer Musikschaffenden die Türen ins Ausland öffnen. Im Interview sagen From Kid und Stevans: «Solche Anlässe sind sehr nützlich und wichtig.»

Stevans live

Stevans waren am MaMA Festival 2014 sowohl bei einem Showcase am Swiss Business Mixer als auch bei einem Konzert im offiziellen Festivalprogramm zu hören. (Foto: Effigie Studio)

 3 Fragen an Yvan Franel, Sänger, Gitarrist und Pianist bei Stevans

Ihr habt 2014 am MaMA teilgenommen und konntet sogar im offiziellen Festivalprogramm auftreten. Wie kam es dazu?
Wir haben in Frankreich einen Vertrag mit einem ganz neuen Label, R17, unterzeichnet, das letzten Sommer einen Vertreter der Booking-Agentur Bobun…Weiterlesen

Musikfestival MaMA: Sprungbrett für SUISA-Mitglieder

Das Musikfestival MaMA in Paris ist eine ideale Plattform für Schweizer Musiker, sich international Gehör zu verschaffen. Auch dieses Jahr hat die FONDATION SUISA in Zusammenarbeit mit Swiss Music Export einen «Swiss Business Mixer» am MaMA organisiert.

MaMA-2014_Swiss-Business-Mixer_Plakat

Der Swiss Business Mixer am MaMA in Paris bot neben schweizerischen Leckerbissen für Gaumen und Ohren die Gelegenheit für Networking mit Vertretern der internationalen Musikbranche. (Foto: Marcel Kaufmann)

Zurzeit tourt SUISA-Mitglied Bastian Baker durch Österreich, Belgien und Japan. Bei seiner Erfolgsgeschichte hat ein improvisierter Auftritt während einem Swiss Business Mixer beim Musikfestival MaMA in Paris keine unerhebliche Rolle gespielt. Bastian ist jedoch kein Einzelfall: Weitere Schweizer Künstler haben auf der Pigalle ihre Chance genutzt und internationale Kontakte geknüpft, die ihnen im Ausland Türen geöffnet haben.

Dies kommt nicht von ungefähr, denn das MaMA ist inzwischen in der internationalen Festival-Landschaft nicht mehr wegzudenken. Zum fünften Jubiläum sind ganze 4372 Brancheninsider aus 67 verschiedenen Ländern dem Ruf des MaMAs gefolgt. Die angereisten Vertreter aus dem internationalen Musikbusiness haben sich bei 17 Networkinganlässen und 48 Konferenzen, Workshops und Podiumsgesprächen rege ausgetauscht. Ihre anschliessenden informellen Gespräche, zu denen es bei den rund hundert Konzertveranstaltungen genügend Möglichkeiten gab, werden sicherlich das Musikgeschehen 2015 mitprägen.

FONDATION SUISA und Swiss Music Export organisieren Swiss Business Mixer

Ein Ziel der FONDATION SUISA ist, die Schweizer Musikschaffenden zu unterstützen, indem sie sich kostengünstig im Ausland präsentieren können. Deshalb hat die FONDATION SUISA auch dieses Jahr in Zusammenarbeit mit Swiss Music Export einen Swiss-Business-Mixer-Anlass am MaMA organisiert. Das Who is who der frankophonen Musikwelt hat es sich nicht nehmen lassen, sich von den Schweizern verwöhnen zu lassen: Für den Gaumen gab’s eidgenössischen Wein, Käse und Aufschnitt. Als Ohremschmaus konnten Veranstalter, Agenturen und Künstler die Showcases von den Bands From Kid und Stevans geniessen.

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Das Musikfestival MaMA in Paris ist eine ideale Plattform für Schweizer Musiker, sich international Gehör zu verschaffen. Auch dieses Jahr hat die FONDATION SUISA in Zusammenarbeit mit Swiss Music Export einen «Swiss Business Mixer» am MaMA organisiert.

MaMA-2014_Swiss-Business-Mixer_Plakat

Der Swiss Business Mixer am MaMA in Paris bot neben schweizerischen Leckerbissen für Gaumen und Ohren die Gelegenheit für Networking mit Vertretern der internationalen Musikbranche. (Foto: Marcel Kaufmann)

Zurzeit tourt SUISA-Mitglied Bastian Baker durch Österreich, Belgien und Japan. Bei seiner Erfolgsgeschichte hat ein improvisierter Auftritt während einem Swiss Business Mixer beim Musikfestival MaMA in Paris keine unerhebliche Rolle gespielt. Bastian ist jedoch kein Einzelfall: Weitere Schweizer Künstler haben auf der Pigalle ihre Chance genutzt und internationale Kontakte geknüpft, die ihnen im Ausland Türen geöffnet haben.

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Etabliertes Schweizer Stelldichein am Reeperbahn Festival in Hamburg

Raclette und Weisswein am Freitagnachmittag, mittlerweile eine Tradition am Reeperbahn Festival in Hamburg, haben dieses Jahr erneut zahlreiche internationale Musikinsider an die Schweizer Showcases gelockt.

Reeperbahn-2014_Keynote_Grönemeyer

Wichtigen Vertreter aus dem internationalen Musikgeschäft kamen ans Reeperbahn Festival 2014: Herbert Grönemeyer gab in Hamburg ein Keynote-Interview. (Foto: Nina Zimmermann/Reeperbahn Festival)

Die Repräsentanten aus dem internationelen Musikgeschäft konnten beim Swiss Business Mixer mit 60 wichtigen Vertretern des schweizerischen Musikbusiness‘ netzwerken. Tatsächlich war 2014 die eidgenössische Delegation eine der drei grössten anwesenden Länder-Vertretungen. Das wird wohl auch in Zukunft so bleiben, denn die Rückmeldungen der Schweizer Festivalbesucher sind sehr positiv.

Melchior Quitt (Bitch Queens, Lux.-Noise), der das Reeperbahn Festival zum ersten Mal besucht hat, beschreibt seine Eindrücke wie folgt: «Das Highlight am Reeperbahn Festival war für mich das unkonventionelle Booking: Es bietet vielen frischen und coolen Bands aus der ganzen Welt die Möglichkeit, vor einem internationalen Fachpublikum zu performen. Vom Networking hatte ich mir etwas mehr erhofft. Man trifft sich vor allem unter Bekannten. Dort den Anschluss zu finden, war für Neulinge nicht ganz einfach. Auch die organisierten Matchmakings und Businessmeetings waren für mich nicht sehr ergiebig. Die wirklich interessanten Kontakte habe ich erst nach Mitternacht geknüpft, an den Tresen bei den Konzerten. Weiss man schon im Vorfeld, was man erreichen will, kann man auch im Voraus Treffen vereinbaren und gezielt auf zahlreiche wichtige Musikbusiness-Player zugehen. Ein Besuch des Festivals ist auf jeden Fall empfehlenswert.»

Das Reeperbahn Festival in Zahlen

3423 Fachbesucher kamen zur 9. Ausgabe des Reeperbahn Festivals – 15,7 % mehr als im Vorjahr. Zu den Fachbesuchern gehörten 450 akkreditierte Journalisten. Die Fachbesucher stammten aus rund 40 Nationen. 170 Veranstaltungen, darunter 100 Panels sowie Talks, Workshops und Networking-Events haben auch dieses Jahr die Delegierten auf Trab gehalten. Über 600 Konzerte in etwa 70 Spielstätten rundeten das Festivalprogramm ab.

Das 10. Reeperbahn Festivals in Hamburg wird vom 23. bis zum 26. September 2015 stattfinden. Zum zehnjährigen Jubiläum planen die Veranstalter erstmals einen thematischen Länderschwerpunkt einzuführen. Vorgesehen ist das Thema: «Aus Finnland.»

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Raclette und Weisswein am Freitagnachmittag, mittlerweile eine Tradition am Reeperbahn Festival in Hamburg, haben dieses Jahr erneut zahlreiche internationale Musikinsider an die Schweizer Showcases gelockt.

Reeperbahn-2014_Keynote_Grönemeyer

Wichtigen Vertreter aus dem internationalen Musikgeschäft kamen ans Reeperbahn Festival 2014: Herbert Grönemeyer gab in Hamburg ein Keynote-Interview. (Foto: Nina Zimmermann/Reeperbahn Festival)

Die Repräsentanten aus dem internationelen Musikgeschäft konnten beim Swiss Business Mixer mit 60 wichtigen Vertretern des schweizerischen Musikbusiness‘ netzwerken. Tatsächlich war 2014 die eidgenössische Delegation eine der drei grössten anwesenden Länder-Vertretungen. Das wird wohl auch in Zukunft so bleiben, denn die Rückmeldungen der Schweizer Festivalbesucher sind sehr positiv.

Melchior Quitt (Bitch Queens, Lux.-Noise), der das Reeperbahn Festival zum ersten Mal besucht hat, beschreibt seine Eindrücke wie folgt: «Das Highlight am Reeperbahn Festival war für mich das unkonventionelle Booking: Es bietet vielen frischen und coolen Bands aus der ganzen…Weiterlesen

Womex: Die Messe für das aussergewöhnliche Musik-Repertoire

Wo treffen sich Musikschaffende, die weder im Jazz, Pop, Rock, Klassik oder im anglo- amerikanischen Repertoire zuhause sind? Klare Antwort: Sie geben sich seit 1994 einmal pro Jahr ein Stelldichein an der Womex.

Womex 2013 Da Cruz Artlink

Kulturdelegation aus Bern an der Womex in Wales: Sängerin Mariana Da Cruz umrahmt von Mauro Abbühl (l.) und Roberto Haçaturyan (r.) vom Büro für Kulturkooperation artlink. (Foto: Erika Weibel)

Die Womex ist die Musikmesse des «Nicht-Mainstreams» und der Entdeckungen. Wer sich mit spannenden Instrumenten, mutigen Cross-over-Arrangements, schrägen Showcases mit erstklassigen Musikern vertraut machen will, sollte unbedingt einen Besuch an der Womex ins Auge fassen.

Neben aller musikalischen Vielfalt kommt auch das Geschäft nicht zu kurz. Das ganze Womex-Ambiente wirkt äusserst entspannt, dies obwohl eine grosse Anzahl von wichtigen Festivalverantwortlichen, Radiostationen und Booker die Womex nutzen, für ihre Programme den richtigen Touch Ethno- oder Worldmusik zu finden. So begegnen sich Programmverantwortliche und Musiker konzentriert an einigen Messetagen und nutzen die Ruhe der oft recht abgelegenen Örtlichkeiten, an denen die Womex jeweils stattfindet, um sich untereinander zu vernetzen.

Womex 2013 Messestand Schweiz

Schweizer Messepräsenz, organisiert von FONDATION SUISA und ProHelvetia, an der Womex 2013. (Foto: Marcel Kaufmann)

Auch am Schweizer Stand waren verschiedene grosse Konzertveranstalter der Schweiz vertreten, die zum wiederholten Mal die von der FONDATION SUISA und der ProHelvetia zur Verfügung gestellte Infrastruktur nutzten.

Wo bleibt die Schweizer Folk- und Worldmusik an den Womex-Showcases?

Der einzige Wehmutstropfen aus meiner persönlichen Sicht war das Fehlen von Schweizer Beiträgen im diesjährigen Showcase-Programm. Tatsächlich ist es sehr schwierig, sich einen Platz an einem der Showcases zu ergattern, denn die Jury verlangt ein hohes Niveau an musikalischem Können und spannende Gesamtkonzepte. Das sind jedoch Kriterien, die wir in der Schweiz im Folk- und Worldmusikbereich seit Jahren durchaus erfüllen. Deshalb hoffe ich, dass ein paar Schweizer Bands bei der Womex für die Messe 2014 vorstellig werden, damit ich mich nächstes Jahr in Santiago de Compostela auch an ein paar interessanten eidgenössischen Beiträgen laben kann.

Womex 2013 Messehalle

Entspanntes Ambiente trotz geschäftigem Treiben an der World Music Expo in Cardiff. (Foto: Erika Weibel)

Womex 13 auf einen Blick

•    2,250 Musikprofessionals von 1260 Firmen aus 90 Nationen.
•    800 Konzert- und Festivalbooker, Tour Promoter und Konzertsaalbetreiber
•    560 Labels, Verleger und Vertriebe
•    680 Booking Agents, 560 Manager und 270 Produzenten
•    300 Journalisten
•    590 Firmenaussteller aus 50 Nationen an 250 Messeständen
•    Mehr als 60 Showcase-Acts mit mehr als 300 Künstler aus über 40 Nationen auf 7 Bühnen.

Die Womex 2014 findet in Santiago de Compostela / Galizien, Spanien, vom Mittwoch 22. bis Sonntag 26. Oktober 2014, statt.

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Womex 2013 Da Cruz Artlink

Kulturdelegation aus Bern an der Womex in Wales: Sängerin Mariana Da Cruz umrahmt von Mauro Abbühl (l.) und Roberto Haçaturyan (r.) vom Büro für Kulturkooperation artlink. (Foto: Erika Weibel)

Die Womex ist die Musikmesse des «Nicht-Mainstreams» und der Entdeckungen. Wer sich mit spannenden Instrumenten, mutigen Cross-over-Arrangements, schrägen Showcases mit erstklassigen Musikern vertraut machen will, sollte unbedingt einen Besuch an der Womex ins Auge fassen.

Neben aller musikalischen Vielfalt kommt auch das Geschäft nicht zu kurz. Das ganze Womex-Ambiente wirkt äusserst entspannt, dies obwohl eine grosse Anzahl von wichtigen Festivalverantwortlichen, Radiostationen und Booker die Womex nutzen, für ihre Programme den richtigen Touch…Weiterlesen

Plattform für die Schweizer Pop- und Rockszene an der französischen Musikmesse MaMA

Weit über 80 Vertreter von Schweizer Labels, Agenturen, Festivals, sowie Komponisten und Interpreten sind zum MaMA nach Paris gereist. Beim von der FONDATION SUISA und Swiss Music Export organisierten «Swiss Business Mixer» bot sich ihnen die Gelegenheit zum Netzwerken mit Branchenleuten des französischen und internationalen Musikmarkts.

Mama 2013 The Animen Showcase

The Animen, hier beim Showcase, traten später auch im Rahmen des offiziellen MaMA Festivalprogramms im Club «Le Dandy» auf. (Foto: Erika Weibel)

Erster «Swiss Business Mixer» am MaMA Musikfestival in Paris

Die FONDATION SUISA und Swiss Music Export haben zum ersten Mal am MaMA zum «Swiss Business Mixer» eingeladen. Am Donnerstagmittag, 17. Oktober 2013, gab es deshalb ein grosses Gipfeltreffen in Paris: Rund 80 Vertreter der Schweizer Pop und Rockszene mit Ambitionen im Musikbusiness der Grande Nation haben der Einladung Folge geleistet. Selbstverständlich waren auch Branchenvertreter des französischen und internationalen Musikmarkts zugegen. Bei Wein und Apéro riche wurden eifrig neue Beziehungen geknüpft und bestehende gepflegt.

Mama 2013 The Weyers

Adi und Luke Weyermann (The Weyers) zu Gast beim «Swiss Business Mixer». (Foto: Erika Weibel)

Schweizer Musik in Paris

Das geschäftige Treiben am «Swiss Business Mixer» wurde ergänzt von den 20-minütigen Live-Auftritten von Oy und The Animen. Die Schweizer Bands Oy, The Animen und Mama Rosin haben es auch in das offizielle MaMA-Konzertprogramm geschafft. Ihre Showcases konnten nicht nur mit der internationalen Konkurrenz mithalten, sondern haben diese durchaus auch in den Schatten gestellt.

Koordinaten der Musikmesse MaMA

Die Pariser Messe MaMA konzentriert sich auf den französischen Musikmarkt mit Schwerpunkt Pop und Rock. MaMA existiert seit 2009. Zu Beginn fand die Messe in Bourges statt. Seit 2010 ist sie im Pariser Viertel Pigalle angesiedelt. Mit Konzerten, Workshops, Diskussionsforen und Messeständen soll der Austausch zwischen der französischsprachigen und internationalen Musikindustrie gefördert werden. Die FONDATION SUISA – gemeinsam mit dem Swiss Music Export – ist seit 2012 an der MaMA präsent.

Das MaMA 2013 (16. – 18. Oktober 2013) in Zahlen:

  • 1’578 Unternehmen (+8% gegenüber 2012)
  • 3’800 Fachteilnehmer (+18% gegenüber 2012, davon 30% aus dem Ausland)
  • 400 Medienschaffende (+60% gegenüber 2012)
  • 9’090 Festivalbesucher (+40% gegenüber 2012)
Mama 2013 Festivalzentrum Eingang

Eingang zum MaMA-Festivalzenturm im Pariser Viertel Pigalle. (Foto: Erika Weibel)

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Weit über 80 Vertreter von Schweizer Labels, Agenturen, Festivals, sowie Komponisten und Interpreten sind zum MaMA nach Paris gereist. Beim von der FONDATION SUISA und Swiss Music Export organisierten «Swiss Business Mixer» bot sich ihnen die Gelegenheit zum Netzwerken mit Branchenleuten des französischen und internationalen Musikmarkts.

Mama 2013 The Animen Showcase

The Animen, hier beim Showcase, traten später auch im Rahmen des offiziellen MaMA Festivalprogramms im Club «Le Dandy» auf. (Foto: Erika Weibel)

Erster «Swiss Business Mixer» am MaMA Musikfestival in Paris

Die FONDATION SUISA und Swiss Music Export haben zum ersten Mal am MaMA zum «Swiss Business Mixer» eingeladen. Am Donnerstagmittag, 17. Oktober 2013, gab es deshalb ein grosses Gipfeltreffen in Paris: Rund 80 Vertreter der Schweizer Pop und Rockszene mit Ambitionen im Musikbusiness der Grande Nation haben der Einladung Folge geleistet. Selbstverständlich waren auch Branchenvertreter des französischen und internationalen…Weiterlesen

Swiss Day am Reeperbahn Festival 2013

Die FONDATION SUISA und Swiss Music Export boten der Schweizer Musik am Reeperbahn Festival 2013 eine Bühne für Geschäfte, Kontakte und Showcases. Am Swiss Day stand das eidgenössisches Musikschaffen am internationalen Musikfestival in Hamburg im Rampenlicht. Die geballte Ladung Schweiz hinterliess einen starken Eindruck.

Reeperbahn Festival 2013

Reeperbahn Festival Hamburg: Im internationalen Musikgeschäft fest verankert. (Foto: Marcel Kaufmann)

Das Reeperbahn Festival entwickelt sich auch mit der diesjährigen Ausgabe zu einer bedeutenden Plattform für das internationale Musikgeschehen weiter. Zeitgemässe Themen bei den Konferenzen, spannende Panelteilnehmer, zahlreiche Einladungen zu internationalen Get-together von wichtigen Playern des europäischen Musikgeschäfts und vorallem sehr viel gute Musik scheinen ein ausgezeichnetes Erfolgsrezept für ein internationales Musikfestival zu sein.

Reeperbahn 2013 Herz von St. Pauli

Am Puls der Schweizer Popmusik im Herz von St. Pauli. (Foto: Marcel Kaufmann)

Freitag, der 27. September 2013, stand ganz im Zeichen der Eidgenossen: Mit einer geballten Ladung Schweiz wurden alle 5 Sinne der anwesenden Musikbusiness-Vertreter in Beschlag genommen. Ab 10.00 Uhr morgens trafen Schweizer Musik-Professionals ihre internationalen Geschäftspartner zu Gesprächen bei Kaffee und Croissants im Herz von Sankt Pauli, einer ruhigen, eher noch verschlafenen Bar mitten auf der Reeperbahn. Handshakes und Visitenkarten wurden ausgetauscht, über das Geschäft gefachsimpelt und die Ruhe vor dem Sturm genossen.

Mit der Ruhe war es dann am Nachmittag definitiv vorbei. Guter Sound, Raclette und Wein lockten weit über 400 Besucher zum «Swiss Business Mixer». Auch hier wurden eifrig Businesskontakte gepflegt und geknüpft. Dabei haben nicht nur Schweizer Wein und Käse den Geschmack der Gäste getroffen: Die Schweizer Acts We Invented Paris, Oy, Dagobert und Pegasus haben mit ihren Live-Kostproben das Publikum begeistert.

Reeperbahn 2013 Pegasus Showcase

Die Bieler Band Pegasus beim Showcase in Hamburg. (Foto: Erika Weibel)

Zahlreiche Festivalbesucher hörten die Showcases vor der Tür auf der Strasse mit, da es im proppenvollen Lokal keine freien Plätze mehr gab. Die Gigs kamen sowohl beim Publikum als auch bei den Fachleuten aus dem Musikgeschäft ausgezeichnet an. Das tolle Feedback unterstreicht die zunehmende Bedeutung der Schweizer Musik in unserem nördlichen Nachbarland.

Über die Schweizer Teilnahme am Reeperbahn Festival 2014 können sich Musikschaffende bei Swiss Music Export oder bei der FONDATION SUISA informieren.

Siehe auch: «Schweizer Pop rockt Hamburg», Artikel auf Musikmarkt.de

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Die FONDATION SUISA und Swiss Music Export boten der Schweizer Musik am Reeperbahn Festival 2013 eine Bühne für Geschäfte, Kontakte und Showcases. Am Swiss Day stand das eidgenössisches Musikschaffen am internationalen Musikfestival in Hamburg im Rampenlicht. Die geballte Ladung Schweiz hinterliess einen starken Eindruck.

Reeperbahn Festival 2013

Reeperbahn Festival Hamburg: Im internationalen Musikgeschäft fest verankert. (Foto: Marcel Kaufmann)

Das Reeperbahn Festival entwickelt sich auch mit der diesjährigen Ausgabe zu einer bedeutenden Plattform für das internationale Musikgeschehen weiter. Zeitgemässe Themen bei den Konferenzen, spannende Panelteilnehmer, zahlreiche Einladungen zu internationalen Get-together von wichtigen Playern des europäischen Musikgeschäfts und vorallem sehr viel gute Musik scheinen ein ausgezeichnetes Erfolgsrezept für ein internationales Musikfestival zu sein.

Reeperbahn 2013 Herz von St. Pauli

Am Puls der Schweizer Popmusik im Herz von St. Pauli. (Foto: Marcel Kaufmann)

Freitag, der 27. September 2013, stand ganz im Zeichen der Eidgenossen: Mit einer geballten Ladung…Weiterlesen