Tagarchiv: Fachmesse

Die Midem setzt auf Sommernähe

Die Musikfachmesse Midem findet neu im Juni statt. Sie können mit von der Partie sein, wenn sich von 5. – 8. Juni 2015 die Musikindustrie-Vertreter aus der ganzen Welt in Cannes treffen. Als Schweizer Teilnehmerin oder Teilnehmer haben Sie die Möglichkeit, sich über die FONDATION SUISA vergünstigt für die Midem zu akkreditieren.

Midem-2014-Panel

Quo vadis, Midem? Der Weg durch Terminverschiebung in Richtung Sommernähe ist die wesentlichste Veränderung: Die Musikfachmasse in Cannes findet dieses Mal von 5. – 8. Juni 2015 statt. (Foto: Valentin Desjardins / Midem.com)

Seit knapp einem halben Jahrhundert hat  in Cannes jeweils Ende Januar einer der wichtigsten Events der internationalen Musikbranche stattgefunden: Die Musikmesse Midem. Mit einem couragierten Entscheid haben die Messeveranstalter den gewohnten Winter-Termin verschoben und neu auf Anfang Juni angesetzt.

Vom Geschäftstreffen zur Erfolgsfeier und wieder zurück

Am Anfang war die Midem vor allem ein Geschäftstreffen von bedeutenden Musikverlegern. In den Boom-Jahren der Musikindustrie wandelte sich der Anlass zu einer riesigen Musikmesse. Die Midem war der Glamour-Anlass des internationalen Musikbusiness schlechthin. Das Musikgeschäft wurde zelebriert, gefeiert und feierte sich selbst, inklusive ausgiebigen Partys.

Nach dem finanziellen Einbruch in der Tonträgerindustrie wurde in Cannes die Ausstellerfläche immer kleiner. Der Geschäftsgedanke gewann wieder klar Oberhand gegenüber dem Partyspirit.

Schweizer Überzeugungstäter mittendrin

Seit 26 Jahren organisiert die SUISA in Zusammenarbeit mit der FONDATION SUISA und der Stiftung Phonoproduzierende Schweiz den Schweizer Länderstand an der Midem. Über uns können sich Schweizer Musikschaffende vergünstigt akkreditieren und von der Infrastruktur des Gemeinschaftsstands profitieren.

Die Anzahl der eidgenössischen Teilnehmer ist seit 10 Jahren konstant, beziehungsweise zeigt einen leichten Aufwärtstrend. Auch das Feedback der Schweizer Messeteilnehmer war bislang stets vorwiegend positiv. Nach den Aussagen von Messebesuchern werden an der Midem nach wie vor viele internationale Musikgeschäfte abgewickelt. Ausserdem sei die Fachmesse ein ausgezeichnetes Tor zum amerikanischen und asiatischen Musikmarkt.

Diese Meinung scheint jedoch nicht von allen geteilt zu werden, denn viele vor allem europäische Gemeinschaftsstände verbuchen seit Jahren einen Rücklauf bei den Anmeldungen.

Konkurrenz für die Midem gewachsen

Die aktuelle Situation der Midem sieht so aus: Eine augenscheinliche Reduktion der vermieteten Standfläche, immer weniger europäische Messeteilnehmer, immer mehr Publikum aus Asien und Amerika, währenddem zur selben Zeit Festivals wie zum Beispiel Eurosonic, das Reeperbahn Festival oder das MaMA in Europa herausragende Erfolge mit internationalen Fachteilnehmern verzeichnen.

Die Midem reagiert mit verschiedenen Massnahmen. So haben zum Beispiel die neuen Technologien ein wichtiges Fenster an der Messe erhalten. Spannende Panels, Workshops, Meetings und Gesprächsrunden werden angeboten. Ausserdem wurde das Live-Segment mit einem grossen Musikfestival aufgewertet.

Diese Angebote finden sich jedoch praktisch an jedem Festival für Musik-Fachbesucher. Was 2015 wirklich neu sein wird, ist die Verschiebung des Messetermins in den Juni. Gemäss Aussagen von Midem-Mitarbeitenden verspricht man sich davon einen weiteren Zuwachs von asiatischen und amerikanischen Besuchern. Der neue Veranstaltungstermin im Juni macht die Midem zum einzigen europäischen Musikanlass, der zeitlich nahe bei den Sommerfestivals stattfindet. Bei den anderen Messen, die im Frühjahr oder Herbst durchgeführt werden, ist das nicht der Fall.

Ob die Midem mit dem mutigen Entscheid ihre Position als eine der wichtigsten Musikmessen weltweit stärken kann, wird sich zeigen. Das Feedback bei unseren Stand-Habitués lässt aus Schweizer Sicht noch keine definitive Vorschau zu. Die bisherigen Reaktionen reichen von «eine ausgezeichnete Idee, bin gerne im Juni in Cannes» bis zu «sehr schwierig in der Festivalsaison».

Midem vom 5. bis 8. Juni: Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung!

Mit einer Akkreditierung über die FONDATION SUISA können auch Sie vergünstigt an der Midem teilnehmen und von den Vorteilen des Gemeinschaftsstands profitieren. Das heisst konkret: Gratis zur Verfügung stehende Meeting-Tische, Werbung am Stand, offerierter Standcocktail, Schliessfächer, Infodesk und die Möglichkeit, dass Mitteilungen für Sie in Empfang genommen werden, während Sie vielleicht gerade wegen einem Verhandlungsgespräch abwesend sind.

Kommen auch Sie an den Schweizer Stand und knüpfen und pflegen Sie Ihre Geschäftskontakte zu den Vertretern der internationalen Musikindustrie.

Akkreditierungskosten Midem:
395 Euros + MWST pro Person
295 Euros + MWST pro Person, mit Künstler- oder Studentenrabatt

Alle Informationen und den Anmeldelink finden Sie hier: www.fondation-suisa.ch/midem

Artikel einklappen

Schreibe einen Kommentar

Alle Kommentare werden moderiert. Bis zur Freischaltung kann es etwas dauern. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung eines verfassten Kommentars. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, die den Nutzungsbedingungen widersprechen, nicht zu veröffentlichen.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Die Musikfachmesse Midem findet neu im Juni statt. Sie können mit von der Partie sein, wenn sich von 5. – 8. Juni 2015 die Musikindustrie-Vertreter aus der ganzen Welt in Cannes treffen. Als Schweizer Teilnehmerin oder Teilnehmer haben Sie die Möglichkeit, sich über die FONDATION SUISA vergünstigt für die Midem zu akkreditieren.

Midem-2014-Panel

Quo vadis, Midem? Der Weg durch Terminverschiebung in Richtung Sommernähe ist die wesentlichste Veränderung: Die Musikfachmasse in Cannes findet dieses Mal von 5. – 8. Juni 2015 statt. (Foto: Valentin Desjardins / Midem.com)

Seit knapp einem halben Jahrhundert hat  in Cannes jeweils Ende Januar einer der wichtigsten Events der internationalen Musikbranche stattgefunden: Die Musikmesse Midem. Mit einem couragierten Entscheid haben die Messeveranstalter den gewohnten Winter-Termin verschoben und neu auf Anfang Juni angesetzt.

Vom Geschäftstreffen zur Erfolgsfeier und wieder zurück

Am Anfang war die…Weiterlesen

Die Midem 2014 – back to growth?

Just in dem Jahr, in dem Che Guevara erschossen wurde, der Sechs-Tage-Krieg über die Schwarz-Weiss-Mattscheiben flimmerte, der Zeichentrickfilm «Das Dschungelbuch» die Kinderherzen eroberte und die Beatles ihr legendäres, drogengeschwängertes «Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band»-Album veröffentlichten, anno 1967, setzte sich die aufstrebende Musikindustrie an der sonnenverwöhnten Côte d’Azur in Südfrankreich selbst ein Denkmal in Form einer Musikfachmesse – die Midem war geboren. Gastbeitrag von Andy Prinz

Midem 2014 Teilnehmer

Man trifft sich in Cannes (v.l.n.r.): Cla Nett (Schweizerische Interpretengenossenschaft), Gastautor Andy Prinz, Sergio Fertitta, Devijo alias Giancarlo Martinuzzi. (Foto: Andy Prinz)

Die geballte Ladung Musikindustrie

Jahr für Jahr pilgern Tausende von Verlegern, Labels, Musikern, Produzenten, Managern und Journalisten nach Cannes in das 3-tägige Mekka der Musikindustrie, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, Musik zu lizenzieren, Verträge abzuschliessen oder Beziehungen mit bestehenden Geschäftspartnern aus aller Welt bei einem gemeinsamen Essen zu pflegen.

Die Atmosphäre an der französischen Riviera lädt dazu förmlich ein, und das beschauliche Cannes strahlt auch in der Krisenzeit des Musikbusiness noch eine gehörige Portion Glamour aus; dabei trotzen die teils horrenden Preise in den Grand Hotels, wo sich die einflussreichen A&Rs und Musikmanager die Klinke reichen, der stürmischen See mit stolzer Brust. Überteuerte Drinks und 10-Euro-Cappuccinos schmecken zwar nicht besser, aber sie beruhigen das Gemüt.

Dank der Möglichkeit am Schweizer Gemeinschaftsstand zu stark reduzierten Tarifen als Aussteller teilnehmen zu können, sind die Eintrittspreise an die Fachmesse im Palais glücklicherweise bezahlbar geworden. Die global grösste und beständigste Musikfachmesse leidet zwar ebenfalls an jährlich schwindenden Besucherzahlen und auch die aufstrebenden, inhaltshungrigen Technologieunternehmen vermögen die fehlende Präsenz der Musiklabels nicht zu kompensieren. Es wird jedoch trotzdem viel geboten.

Zum einen besteht die Midem aus der Fachmesse, die leider stark an Bedeutung verliert, und zum anderen aus den Konferenzen und dem Festival. Insgesamt tummeln sich über 6400 Teilnehmer aus aller Welt – umgeben von der salzigen Mittelmeerluft – im temporären Schmelztiegel der Musikindustrie. The show must go on!

Midem 2014 Panel

Illustre Gäste und grosse Themenbandbreite an den Panels der Musikfachmesse. (Foto: Andy Prinz)

An den Panels im Palais erzählen illustre Gäste wie Rita Ora oder Boris Blank von ihren Erfahrungen in der Musikindustrie und ihrem Umgang mit neuen Formen der Vermarktung. Die Bandbreite an Themen ist gross, doch oft reicht die Zeit nicht aus, da die Meetings Vorrang haben und man die meisten Panels auch bequem von zuhause aus im Netz anschauen kann. Ein Highlight in diesem Jahr war definitiv die Keynote mit der A&R-Legende und dem Gründer von Sire Records (Warner), Seymour Stein.

Carlton, Majestic und Co.

Obschon die Major-Companies und meisten Labels zum Leidwesen der Messeveranstalter im grosszügig angelegten Palais durch Absenz brillieren, sind sie dennoch in Cannes vorzufinden, jedoch in den strandnahen Grand Hotels wie dem Majestic oder Carlton.

Dort findet das eigentliche Business statt, fernab von der Messe. Zutritt wird den Hotelgästen und Besitzern eines Fachmesseausweises gewährt – und genau deshalb ist es von Vorteil, solch einen Pass zu besitzen, auch wenn man auf die Messe praktisch verzichten möchte.

Zahlreiche Meetings werden in den Hotel-Lobbies abgehalten und wichtige (zukünftige) Partnerschaften bei einem Nachtessen in den umliegenden Restaurants besiegelt. Dabei bietet die gesundgeschrumpfte Musikindustrie auch seine Vorteile, denn die Teilnehmerzahl ist überschaubarer geworden, und in der fast schon familiär scheinenden Umgebung läuft man sich eher mal über den Weg.

Networking ist nach wie vor das A und O – und je mehr Leute man kennt, desto leichter fällt es, neue Bekanntschaften zu machen und seine eigenen Visitenkarten in alle Welt zu streuen.

Empfehlenswert ist es, sich die frühen Morgenstunden frei zu halten, am Nachmittag Start-Ups und interessante News an der Messe zu erspähen und spätnachmittags und abends in den Lobbies zu verweilen, nach Speis und Trank beim Süd-Franzosen, der seine eigene Küche – ehrlich gesagt – meist überschätzt.

To be or not to be

Ja, Cannes ist ein teures Pflaster und ja, Spotify-Abrechnungen schmerzen. Und wer zu den Ewiggestrigen gehört, der mag sich im Musikbusiness 2.0 verloren fühlen. Unsere Welt ist globalisierter und vernetzter denn je; der persönliche Kontakt mit bestehenden und neuen Partnern in der Sonnenstube des winterlichen Europas ist aber nach wie vor Gold wert und zahlt sich aus.

Gerade in der heutigen, medial reizüberfluteten Zeit mit Hang zum Kommunikations-Overkill, geprägt von überflüssigen Status-Updates, geniessen persönliche Beziehungen und Erfahrungen wieder einen höheren Stellenwert. Und der MIDEM gelingt es nach wie vor, Persönlichkeiten der globalen Musikindustrie aus den verschiedensten Genres für wenige Tage an einem Ort zu vereinen.

Alte Freunde treffen sich und schwelgen in schönen Erinnerungen – die Selbstbeweihräucherung der Musikindustrie weist heilende Kräfte auf. Und wer noch nicht genug davon hat, der liest wiedermal das Kapitel «Midem» im Klassiker «Kill your friends» von John Niven

Midem 2014 Schweizer Gemeinschaftsstand

Networking am Schweizer Gemeinschaftsstand an der Midem 2014. (Foto: Andy Prinz)

Am Schweizer Gemeinschaftsstand im Palais kann man übrigens auch hervorragend mit Landsleuten networken oder die eine oder andere Frage mit den Verwertungs- oder Interpretengesellschaften klären. Ausserdem bietet der Stand auch wertvolle Tools (z.B. WiFi und Schliessfach) und Meeting-Infrastruktur.

Verleger und Lizenzen

Ein ehemaliger Schweizer Boss eines Major-Unternehmens bemerkte einmal augenzwinkernd, die Midem sei nur für Penner und Verleger. Das ist stark übertrieben, doch lässt sich nicht bestreiten, dass die Midem sehr verlagsorientiert ist und die mangelnde Präsenz an Labels zusehends viele davon abhält, nach Cannes zu fahren, da es offensichtlich an Möglichkeiten zur Weiterlizenzierung des eigenen Katalogs fehlt.

Die Technologieunternehmen oder Grosskonzerne wie Google füllen diese Lücke nur mangelhaft aus; obwohl das Thema der Stunde „YouTube-Monetarisierung“ heisst. Umso erfolgreicher werden genrespezifische Messen wie beispielsweise die ADE in Amsterdam oder Get-Togethers à la SXSW in den USA.

Business ist in der global vernetzen Welt von heute 365 Tage im Jahr realisierbar. Es braucht aber auch Plattformen, sowohl national wie international. Künstler träumen auch heute noch von Plattenverträgen, A&Rs von erfolgreichen Signings, Verleger von spannenden neuen Synch-Deals und IT-Firmen von neuen Rekord-Nutzerzahlen. Vielleicht ist gerade jetzt die Teilnahme an einer Fachmesse wie der Midem wichtiger denn je!

Artikel einklappen

Schreibe einen Kommentar

Alle Kommentare werden moderiert. Bis zur Freischaltung kann es etwas dauern. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung eines verfassten Kommentars. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, die den Nutzungsbedingungen widersprechen, nicht zu veröffentlichen.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Just in dem Jahr, in dem Che Guevara erschossen wurde, der Sechs-Tage-Krieg über die Schwarz-Weiss-Mattscheiben flimmerte, der Zeichentrickfilm «Das Dschungelbuch» die Kinderherzen eroberte und die Beatles ihr legendäres, drogengeschwängertes «Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band»-Album veröffentlichten, anno 1967, setzte sich die aufstrebende Musikindustrie an der sonnenverwöhnten Côte d’Azur in Südfrankreich selbst ein Denkmal in Form einer Musikfachmesse – die Midem war geboren. Gastbeitrag von Andy Prinz

Midem 2014 Teilnehmer

Man trifft sich in Cannes (v.l.n.r.): Cla Nett (Schweizerische Interpretengenossenschaft), Gastautor Andy Prinz, Sergio Fertitta, Devijo alias Giancarlo Martinuzzi. (Foto: Andy Prinz)

Die geballte Ladung Musikindustrie

Jahr für Jahr pilgern Tausende von Verlegern, Labels, Musikern, Produzenten, Managern und Journalisten nach Cannes in das 3-tägige Mekka der Musikindustrie, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, Musik zu lizenzieren, Verträge abzuschliessen oder Beziehungen mit bestehenden Geschäftspartnern aus aller Welt bei einem gemeinsamen…Weiterlesen

Womex: Die Messe für das aussergewöhnliche Musik-Repertoire

Wo treffen sich Musikschaffende, die weder im Jazz, Pop, Rock, Klassik oder im anglo- amerikanischen Repertoire zuhause sind? Klare Antwort: Sie geben sich seit 1994 einmal pro Jahr ein Stelldichein an der Womex.

Womex 2013 Da Cruz Artlink

Kulturdelegation aus Bern an der Womex in Wales: Sängerin Mariana Da Cruz umrahmt von Mauro Abbühl (l.) und Roberto Haçaturyan (r.) vom Büro für Kulturkooperation artlink. (Foto: Erika Weibel)

Die Womex ist die Musikmesse des «Nicht-Mainstreams» und der Entdeckungen. Wer sich mit spannenden Instrumenten, mutigen Cross-over-Arrangements, schrägen Showcases mit erstklassigen Musikern vertraut machen will, sollte unbedingt einen Besuch an der Womex ins Auge fassen.

Neben aller musikalischen Vielfalt kommt auch das Geschäft nicht zu kurz. Das ganze Womex-Ambiente wirkt äusserst entspannt, dies obwohl eine grosse Anzahl von wichtigen Festivalverantwortlichen, Radiostationen und Booker die Womex nutzen, für ihre Programme den richtigen Touch Ethno- oder Worldmusik zu finden. So begegnen sich Programmverantwortliche und Musiker konzentriert an einigen Messetagen und nutzen die Ruhe der oft recht abgelegenen Örtlichkeiten, an denen die Womex jeweils stattfindet, um sich untereinander zu vernetzen.

Womex 2013 Messestand Schweiz

Schweizer Messepräsenz, organisiert von FONDATION SUISA und ProHelvetia, an der Womex 2013. (Foto: Marcel Kaufmann)

Auch am Schweizer Stand waren verschiedene grosse Konzertveranstalter der Schweiz vertreten, die zum wiederholten Mal die von der FONDATION SUISA und der ProHelvetia zur Verfügung gestellte Infrastruktur nutzten.

Wo bleibt die Schweizer Folk- und Worldmusik an den Womex-Showcases?

Der einzige Wehmutstropfen aus meiner persönlichen Sicht war das Fehlen von Schweizer Beiträgen im diesjährigen Showcase-Programm. Tatsächlich ist es sehr schwierig, sich einen Platz an einem der Showcases zu ergattern, denn die Jury verlangt ein hohes Niveau an musikalischem Können und spannende Gesamtkonzepte. Das sind jedoch Kriterien, die wir in der Schweiz im Folk- und Worldmusikbereich seit Jahren durchaus erfüllen. Deshalb hoffe ich, dass ein paar Schweizer Bands bei der Womex für die Messe 2014 vorstellig werden, damit ich mich nächstes Jahr in Santiago de Compostela auch an ein paar interessanten eidgenössischen Beiträgen laben kann.

Womex 2013 Messehalle

Entspanntes Ambiente trotz geschäftigem Treiben an der World Music Expo in Cardiff. (Foto: Erika Weibel)

Womex 13 auf einen Blick

•    2,250 Musikprofessionals von 1260 Firmen aus 90 Nationen.
•    800 Konzert- und Festivalbooker, Tour Promoter und Konzertsaalbetreiber
•    560 Labels, Verleger und Vertriebe
•    680 Booking Agents, 560 Manager und 270 Produzenten
•    300 Journalisten
•    590 Firmenaussteller aus 50 Nationen an 250 Messeständen
•    Mehr als 60 Showcase-Acts mit mehr als 300 Künstler aus über 40 Nationen auf 7 Bühnen.

Die Womex 2014 findet in Santiago de Compostela / Galizien, Spanien, vom Mittwoch 22. bis Sonntag 26. Oktober 2014, statt.

Artikel einklappen

Schreibe einen Kommentar

Alle Kommentare werden moderiert. Bis zur Freischaltung kann es etwas dauern. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung eines verfassten Kommentars. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, die den Nutzungsbedingungen widersprechen, nicht zu veröffentlichen.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Wo treffen sich Musikschaffende, die weder im Jazz, Pop, Rock, Klassik oder im anglo- amerikanischen Repertoire zuhause sind? Klare Antwort: Sie geben sich seit 1994 einmal pro Jahr ein Stelldichein an der Womex.

Womex 2013 Da Cruz Artlink

Kulturdelegation aus Bern an der Womex in Wales: Sängerin Mariana Da Cruz umrahmt von Mauro Abbühl (l.) und Roberto Haçaturyan (r.) vom Büro für Kulturkooperation artlink. (Foto: Erika Weibel)

Die Womex ist die Musikmesse des «Nicht-Mainstreams» und der Entdeckungen. Wer sich mit spannenden Instrumenten, mutigen Cross-over-Arrangements, schrägen Showcases mit erstklassigen Musikern vertraut machen will, sollte unbedingt einen Besuch an der Womex ins Auge fassen.

Neben aller musikalischen Vielfalt kommt auch das Geschäft nicht zu kurz. Das ganze Womex-Ambiente wirkt äusserst entspannt, dies obwohl eine grosse Anzahl von wichtigen Festivalverantwortlichen, Radiostationen und Booker die Womex nutzen, für ihre Programme den richtigen Touch…Weiterlesen