Tagarchiv: Contact Corner

SUISA am m4music: Streitgespräch zum Urheberrecht, Geld & Musik online und neue Bands

Braucht es die SUISA im Online-Zeitalter überhaupt noch? Um diese Frage dreht sich das Urheberrechtsstreitgespräch am 27. März 2015 beim m4music-Festival in Zürich. Das Streitgespräch findet zum ersten Mal statt und wird von der SUISA präsentiert. Zudem ist die SUISA am m4music dort, wo neue Musik entsteht: Sie ist einer der Partner der Showcase-Stage, auf der aufstrebende Bands ihr Können zeigen. Das Popmusikfestival m4music findet am 26. März 2015 in Lausanne und vom 27. bis 28. März 2015 in Zürich statt.

m4music-Schiffbau-Zurich

An den zwei Zürcher Festivaltagen von m4music wird der Schiffbau zur zentralen Begegnungsstätte des Popmusikfestivals vom Migros-Kulturprozent. (Foto: Migros Kulturprozent)

«Die SUISA hat die Online-Entwicklung völlig verpennt!» Oder: «Die Verwertungsgesellschaften gehören abgeschafft!». Mit solchen oder ähnlichen Vorwürfen werden die SUISA und andere Verwertungsgesellschaften immer wieder konfrontiert. Sind solche Vorwürfe berechtigt? Darüber diskutieren am 27. März 2015 im Zürcher Moods in einem Urheberrechtsstreitgespräch der FDP-Nationalrat Ruedi Noser, der Singer/Songwriter Marc Sway, der Internet-Publizist Tim Cole, Andreas Ryser vom Verband unabhängiger Musiklabels und -produzenten IndieSuisse, Michel Rudin vom Konsumentenforum sowie der SUISA-Generaldirektor Andreas Wegelin. Das Streitgespräch findet am diesjährigen m4music-Festival zum ersten Mal statt und wird vom SRF-Kulturredaktor und Labelbesitzer Eric Facon moderiert.

Dauerbrenner-Thema: Umsatz mit Musik im Internet

Eine ebenso interessante Frage wird am Vortag in der EJMA in Lausanne besprochen: «Wie erzielt man Umsatz mit Musik im Internet?» Über dieses Dauerbrenner-Thema diskutieren Nicolas Pont, Leiter des Rechtsdienstes der SUISA in Lausanne, Didier Gosset vom Verband europäischer Independent-Labels und -Vertriebsorganisationen, IMPALA, sowie Jean Christophe Mercier von Believe Digital, einem der führenden Digitalvertriebe für Künstler und Labels in Europa. Moderator dieser Diskussion ist Stéphane Laurenceau von Couleur 3. Wer das Thema nach der Diskussion weiter vertiefen möchte, kann dies bei der anschliessenden SUISA-Kaffeerunde machen.

Showcase-Stage: Die SUISA ist dort, wo neue Musik entsteht

Zum ersten Mal ist die SUISA dieses Jahr einer der Partner der Showcase-Stage. Auf der Bühne vor dem Zürcher Club «Exil» spielen aufstrebende Schweizer Bands und Künstler wie die Zuger Indie-Rocker Rival Kings, die Waadtländer Elektro-Musikerin Verveine oder der Walliser Yellow Teeth mit seinen Folk-/Blues-Songs. Gut möglich, dass der eine oder andere Künstler nächstes Jahr den Sprung auf eine der grösseren Bühnen des m4music-Festivals schafft. Dort spielen dieses Jahr neben internationalen Bands auch Schweizer Musiker wie die Tessinerin Camilla Sparksss oder die Zürcher-Berner Formation True.

SUISA und SWISSPERFORM laden zum jährlichen Apéro

Und natürlich findet auch dieses Jahr wieder am Freitagabend der etablierte Apéro der SUISA und der SWISSPERFORM statt. Der Anlass in der Halle im Schiffbau bietet den Künstlern, Professionals, Politikern und Journalisten stets eine gute Gelegenheit zum Netzwerken.

Der FONDATION-SUISA-Award an der Demotape Clinic

Am Samstagabend um 19 Uhr vergibt zudem die FONDATION SUISA im Rahmen der Demotape Clinic wieder ihre Awards an vier hoffnungsvolle Künstler aus den Sparten Rock, Pop, Urban und Electronic. Die Verleihung der mit jeweils 5000 Franken dotierten Preise findet in der Box im Schiffbau statt.

Mehr Informationen und das vollständige Programm des m4music-Festivals findet man unter: www.m4music.ch

Die SUISA und die FONDATION SUISA am m4music 2015 in Lausanne und Zürich

Panel «Comment générer des revenus sur internet?» Auditorium EJMA, Lausanne Donnerstag, 26.3.
von 14 bis 15 Uhr
SUISA-Kaffee Cafétéria EJMA, Lausanne Donnerstag, 26.3.
von 15 bis 16 Uhr
Urheberrechtsstreitgespräch: «Verwertungsgesellschaften: Dinosaurier im Online-Zeitalter?» Moods, Zürich Freitag, 27.3.
von 12 bis 13 Uhr
Networking-Apéro der SUISA und SWISSPERFORM Halle/Schiffbau, Zürich Freitag, 27.3.
von 19 bis 20 Uhr
Showcase-Stage Vor dem «Exil», Zürich Freitag, 27.3., und Samstag, 28.3.
jeweils ab 14.15 Uhr
Demotape Clinic Award Show Box/Schiffbau, Zürich Samstag, 28.3.
von 19 bis 20 Uhr
SUISA Contact Corner Foyer/Schiffbau, Zürich Freitag, 27.3., und Samstag, 28.3.
jeweils 13 – 17 Uhr
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Braucht es die SUISA im Online-Zeitalter überhaupt noch? Um diese Frage dreht sich das Urheberrechtsstreitgespräch am 27. März 2015 beim m4music-Festival in Zürich. Das Streitgespräch findet zum ersten Mal statt und wird von der SUISA präsentiert. Zudem ist die SUISA am m4music dort, wo neue Musik entsteht: Sie ist einer der Partner der Showcase-Stage, auf der aufstrebende Bands ihr Können zeigen. Das Popmusikfestival m4music findet am 26. März 2015 in Lausanne und vom 27. bis 28. März 2015 in Zürich statt.

m4music-Schiffbau-Zurich

An den zwei Zürcher Festivaltagen von m4music wird der Schiffbau zur zentralen Begegnungsstätte des Popmusikfestivals vom Migros-Kulturprozent. (Foto: Migros Kulturprozent)

«Die SUISA hat die Online-Entwicklung völlig verpennt!» Oder: «Die Verwertungsgesellschaften gehören abgeschafft!». Mit solchen oder ähnlichen Vorwürfen werden die SUISA und andere Verwertungsgesellschaften immer wieder konfrontiert. Sind solche Vorwürfe berechtigt? Darüber diskutieren…Weiterlesen

Schweizer Musik als Erlebnisreise am Festival Label Suisse

86 Veranstaltungen, 7 Konzertsäle, eine Open-Air-Bühne, der «Marché de la Musique» plus die Verleihung des ersten Schweizer Musikpreises durch das Bundesamt für Kultur (BAK). Das reichhaltige Angebot am Label Suisse 2014 erforderte einen handfesten Plan für die persönliche Entdeckungs- und Genussreise durch das Festivalprogramm. Alles mitkriegen und nichts verpassen war unmöglich. Mein Plan für die 3 Tage in Lausanne: mich durch die Vielfalt des Schweizer Musikschaffens treiben lassen.

Label-Suisse_Intro

Label Suisse 2014: Schweizer Musik im Rampenlicht. (Foto: Manu Leuenberger)

Im Zug nach Lausanne halte ich in Gedanken meine Wünsche für den Besuch am diesjährigen Label Suisse fest. Ich will Neues für mich entdecken, die Bekanntschaft zu bereits Liebgewonnenem auffrischen, mir die unterschiedlichsten Stilrichtungen anhören, kurz: für 3 Tage in das Schweizer Musikschaffen eintauchen. Mein Plan dazu: Ich lasse mich spontan durch das reichhaltige Angebot des Festivalprogramms treiben. Dabei werde ich das Gefühl, etwas verpasst zu haben, schlichtweg verdrängen.

Im Hotel angekommen verkleide ich mich für den einzigen fixen Programmpunkt meiner Entdeckungs- und Genussreise. Wer zusammen mit Bundesrat Alain Berset die Vergabe des ersten Schweizer Musikpreises miterleben darf, sollte sich vielleicht etwas Schickes anziehen, sagt mir mein Taktgefühl. Elegant herausgeputzt begebe ich mich zum ersten und letzten Mal an diesem Wochenende zu Fuss auf den Aufstieg vom Stadtteil «Sous-Gare» den Hang hinauf.

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Das Berner Elektro-Duo We Love Machines, Gewinner des «Best Composition Award» der FONDATION SUISA beim Swiss Live Talents Final 2013, trat am Eröffnungstag des Label Suisse 2014 im D! Club auf. (Foto: Manuela Haltiner)

Ein Ticket für die Lausanner Métro ist beim Label Suisse ebenso Gold wert wie ein handfester Plan für die Konzertbesuche, denke ich. Übrigens meine ich damit auch einen brauchbaren Stadtplan, denn als Nichteinheimischer kann man sich in den verzweigten Gässchen zu Berg und Tal prächtig und wiederholt verlaufen. Zumal die Wege zu den verschiedenen Festival-Lokalitäten mit eindeutiger Beschilderung bestimmt kenntlicher gemacht werden können, als es dieses Jahr der Fall war.

In der Opéra de Lausanne freue ich mich am Ende der aufwändig inszenierten und mehrheitlich kurzweiligen Show mit und für den Preisträger des ersten Grand Prix Musik, Franz Treichler. Mit dem Entscheid für den «ewigmorgigen» Sänger und Chefdenker der Young Gods sei der «richtige Gewinner zur richtigen Zeit» ausgewählt worden, schreibt «Der Bund» in der Folge: «Es geht [beim Schweizer Musikpreis] um Innovation und um Strahlkraft im In- und Ausland. Der Preis geht an einen Mann, der die Zukunft der Rockmusik vorweggenommen hat.»

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Franz Treichler (Bildmitte) stand nicht nur beim Konzert von The Young Gods im Scheinwerferlicht: Der Freiburger Musiker wurde am Freitag des Festivalwochenendes mit dem erstmals verliehenen Schweizer Musikpreis vom Bundesamt für Kultur ausgezeichnet. (Foto: Giorgio Tebaldi)

Bleibt zu erwähnen: Alle Nominierten wären für mein Empfinden würdige Preisträger des erstmals vom Bundesamt für Kultur (BAK) verliehenen Schweizer Musikpreises gewesen. Angesichts der Qual der Wahl hätte ich mit niemandem aus der 7-köpfigen Jury rund um die Schwyzer Dirigentin Graziella Contratto als Präsidentin an der Spitze tauschen wollen.

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«Domi Chansorn – ganz grosses Kino», meinte das Schweizer Fernsehen einmal. Am Label Suisse entwarf der Emmentaler seine Klangleinwand im Club Le Romandie. (Foto: Manuela Haltiner)

Apropos Qual der Wahl: Ein flüchtiger Blick auf das Label-Suisse-Programm ruft mir in Erinnerung, dass das Festival inzwischen in vollem Gang ist. Die Kollegen haben bereits We Love Machines und Domi Chansorn gehört. Soeben haben Anna Aaron und Polar gespielt. Jetzt steht die Legende Dieter Meier auf der Bühne. Zu Wolfman und Camilla Sparksss wurde mir geraten. Der Jazzer Tobias Preisig sei ein Geheimtipp …

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Rockig, rotzig, unbekümmert: erfrischender Auftritt des Genfer Frauenduos The Chikitas zu später Stunde am ersten Festivaltag. (Foto: Giorgio Tebaldi)

Vom Apéro riche nach der Preisverleihung mache ich mich auf den Weg zur Place de l’Europe. Dort ist mit Verpflegungsständen und Open-Air-Bühne gleich nebenan so eine Art Zentrum des Festivals. Die Zeit reicht noch für den erfrischend unbekümmerten Auftritt des Genfer Frauenrockduos The Chikitas im Club Le Romandie. Die letzten Takte von Stress, der auf der Open-Air-Bühne auf der Place Centrale gefeiert wird, nehme ich mit auf den Rückweg zur Nachtruhe im Hotel.

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Die Bieler Band Pegasus begeisterte mit ihrem Auftritt am Samstagnachmittag das Publikum auf der Place Centrale. (Foto: Manu Leuenberger)

Am Samstag stehen insgesamt 33 Veranstaltungen auf dem Programm. Bereits um 11 Uhr startet der musikalische Reigen mit dem Kiosque à Musiques, bei dem unter anderem die Landstreichmusik, die Klezmer-Jazz-Formation Yanac und das Orchester Les Délices de Suzy mit Chansonnière Yvette Théraulaz zu hören sind.

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Im Atrium der EJMA gab es schmissige Folk-Pop-Volkslieder mit rätoromanischen Texten von Corin Curschellas und ihren Mitmusikern zu hören. (Foto: Manu Leuenberger)

In der warmen Nachmittagssonne bringt die Bieler Popband Pegasus das Publikum von Jung bis Alt auf der Place Centrale zum Mitsingen und Mitklatschen. Auf zufällig mitgehörten Rat von neben mir stehenden Besuchern begebe ich mich in die EJMA, die «École de Jazz et de Musique Actuelle». Dort entdecke ich die schmissigen Folk-Pop-Volkslieder von Corin Curschellas und ihren Mitmusikern und bin davon begeistert.

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Die Big Band de Suisse Romande spielte mit dem Gast-Solisten Erik Truffaz am Samstag auf der Open-Air-Bühne. (Foto: Manu Leuenberger)

Mir fällt ein, wie zuvor jemand witzelte: «Blasmusik klingt für mich immer nach Guggenmusik.» Das Gegenteil beweist am Frühabend die Big Band de Suisse Romande mit ihrem Gast-Solisten Erik Truffaz. Ich pilgere weiter in die Kirche St-François, wo das Vokal-Ensemble La Sestina aus Neuchâtel Choralstücke des spanischen Renaissance-Komponisten Francisco Guerrero durch die gotischen Bögen des einstigen Franziskanerklosters schweben lässt.

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Das Ensemble La Sestina liess mit seinem Choral-Gesang in der Kirche St-François die Musik der Renaissance aufleben. (Foto: Manu Leuenberger)

Nach einem Happen zu essen von einem der vielen Verpflegungsstände rund ums Festivalzentrum kann ich mir The Young Gods auf der Open-Air-Bühne nicht entgehen lassen. Danach stehen unzählige Menschen vor dem D! Club für The Animen Schlange. Soll ich jetzt noch mit dem Shuttle-Bus ins Les Docks fahren und mir Rootwords anhören? Einen Fussmarsch ins ehemalige Kino Le Bourg zum Konzert vom Imperial Tiger Orchestra unternehmen? Oder doch lieber auf den Auftritt von Kadebostany auf der Open-Air-Bühne warten? Es hat leicht zu regnen begonnen. Ich bin erschöpft. Deshalb entscheide ich mich für die Rückkehr ins Hotel. Morgen ist ein weiterer Festivaltag …

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Der Sonntagmorgen am Label Suisse: Das Orchestre de Chambre de Lausanne, Franz Treichler und Erik Truffaz bringen «Avant l’aube», ein symphonisches Gedicht für Orchester, Trompete und Elektronik zur Aufführung. (Foto: Manu Leuenberger)

Auf dem Weg zum SUISA Contact Corner im etwas abgelegenen «Marché de la Musique» (Bourg-Plage) umfliessen mich am Sonntagmorgen die Klänge von «Avant l’aube», dem Klassik-Jazz-Elektro-Projekt von Erik Truffaz mit Franz Treichler und dem Orchestre de Chambre de Lausanne.

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Mitarbeiter der SUISA standen am Contact Corner für Fragen und Auskünfte zur Verfügung. (Foto: Manu Leuenberger)

Im «Marché de la Musique» ist der Betrieb das ganze Wochenende über leider nicht sehr gross. Am Contact Corner der SUISA ergeben sich dennoch einige interessante Gespräche. Vereinzelt sieht man auch ein paar bekannte Gesichter aus der Schweizer Musikszene in angeregte Diskussionen vertieft.

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Im «Marché de la Musique» angetroffen: Der Berner Singer/Songwriter und Präsident des Vereins Musikschaffende Schweiz Christoph Trummer (l.) im Gespräch mit SUISA-Vorstandsmitglied und Irascible-Music-CEO Christian Wicky (r.). (Foto: Manu Leuenberger)

Gerade als ich mich vom charmanten Bourg-Plage und von den Business-Themen verabschiedet habe, um wieder in die Welt der Musik einzutauchen, erreicht mich wie von einem anderen Stern eine unerwartete Nachricht von zu Hause. Aus privaten Gründen muss ich viel zu früh die Heimreise antreten.

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Er brachte massenweise Familien vor die Open-Air-Bühne auf der Place Centrale und zauberte ein Strahlen auf die Gesichter von Klein bis Gross: Kinderlieder-Star Henri Dès. (Foto: Giorgio Tebaldi)

Vom Kollegen kriege ich tags darauf berichtet, wie der welsche Kinderlieder-Star Henri Dès bei seinem Auftritt die Massen mobilisiert und für strahlende Kinder- wie Elterngesichter sorgt. Hin und her kreisen auf der Rückfahrt die Gedanken, wohin mich meine Entdeckungs- und Genussreise noch geführt hätte. Zu den Jazzrebellen Lukas Niggli und Andreas Schaerer? Zum wiedergeborenen Metal-Trio Coroner? Zum Klang- und Rhythmustüftler Julian Sartorius? Keltischer Pop von den Walliser Anach Cuan? Das Heimspiel von Bastien Baker? Energiegeladener Rock von den Hathors aus Winterthur? …

A la prochaine, Label Suisse!

Die SUISA und die FONDATION SUISA haben das Festival Label Suisse 2014 finanziell unterstützt.

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86 Veranstaltungen, 7 Konzertsäle, eine Open-Air-Bühne, der «Marché de la Musique» plus die Verleihung des ersten Schweizer Musikpreises durch das Bundesamt für Kultur (BAK). Das reichhaltige Angebot am Label Suisse 2014 erforderte einen handfesten Plan für die persönliche Entdeckungs- und Genussreise durch das Festivalprogramm. Alles mitkriegen und nichts verpassen war unmöglich. Mein Plan für die 3 Tage in Lausanne: mich durch die Vielfalt des Schweizer Musikschaffens treiben lassen.

Label-Suisse_Intro

Label Suisse 2014: Schweizer Musik im Rampenlicht. (Foto: Manu Leuenberger)

Im Zug nach Lausanne halte ich in Gedanken meine Wünsche für den Besuch am diesjährigen Label Suisse fest. Ich will Neues für mich entdecken, die Bekanntschaft zu bereits Liebgewonnenem auffrischen, mir die unterschiedlichsten Stilrichtungen anhören, kurz: für 3 Tage in das Schweizer Musikschaffen eintauchen. Mein Plan dazu: Ich lasse mich spontan durch das reichhaltige Angebot…Weiterlesen

Triff die SUISA am Contact Corner am Festival Label Suisse

Der Countdown läuft: Noch 3 Tage bis am 19.9. der Startschuss zum 6. Label Suisse in Lausanne fällt und die Stadt drei Tage lang ganz im Zeichen der Schweizer Musik steht. Du kannst die SUISA am Label Suisse persönlich treffen: Am Samstag- und Sonntagnachmittag des Festivalwochenendes werden Mitarbeiter der SUISA am Contact Corner für Fragen und Auskünfte zur Verfügung stehen. Du findest den SUISA Contact Corner im «Marché de la Musique» unter dem Viaduktbogen östlich der Bessières-Brücke.

Label-Suisse-Auskunft-Information

(Foto: Manu Leuenberger)

Du bist Musikschaffende/r und fragst dich…

  • was die SUISA für dich als Komponist/in tun kann?
  • wie du zu deinem Geld kommst, wenn deine Songs am Radio gespielt werden?
  • was genau auf deinen SUISA-Abrechnungen steht?
  • ob sich eine Mitgliedschaft als DJ lohnt?

Du bist Musiknutzer und fragst dich…

  • was du tun musst, um ein Konzert zu veranstalten zu dürfen?
  • ob du der SUISA melden musst, wenn am Weihnachtsessen deiner Firma eine Band spielt?
  • ob du eine Erlaubnis der SUISA brauchst, um eine CD herstellen zu lassen?
  • was du beachten musst, wenn du ein Werbevideo mit geschützter Musik vertonen willst?

Solche Fragen und alles was du sonst zum Thema SUISA wissen möchtest, beantworten wir dir am 20.9. und 21.9. am SUISA Contact Corner am Label Suisse.

Wir freuen uns auf deinen Besuch!

SUISA Contact Corner am Festival Label Suisse in Lausanne
Samstag und Sonntag, 20./21.9.2014
von 12 – 17 Uhr, Bourg-Plage

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Der Countdown läuft: Noch 3 Tage bis am 19.9. der Startschuss zum 6. Label Suisse in Lausanne fällt und die Stadt drei Tage lang ganz im Zeichen der Schweizer Musik steht. Du kannst die SUISA am Label Suisse persönlich treffen: Am Samstag- und Sonntagnachmittag des Festivalwochenendes werden Mitarbeiter der SUISA am Contact Corner für Fragen und Auskünfte zur Verfügung stehen. Du findest den SUISA Contact Corner im «Marché de la Musique» unter dem Viaduktbogen östlich der Bessières-Brücke.

Label-Suisse-Auskunft-Information

(Foto: Manu Leuenberger)

Du bist Musikschaffende/r und fragst dich…

  • was die SUISA für dich als Komponist/in tun kann?
  • wie du zu deinem Geld kommst, wenn deine Songs am Radio gespielt werden?
  • was genau auf deinen SUISA-Abrechnungen steht?
  • ob sich eine Mitgliedschaft als DJ lohnt?

Du bist Musiknutzer und fragst dich…

  • was du tun musst, um ein Konzert zu veranstalten zu dürfen?
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Festival Label Suisse: Am Pulsschlag der Schweizer Musik im Herzen von Lausanne

Vom 19. bis 21. September 2014 findet in Lausanne zum 6. Mal das Musikfestival Label Suisse statt. Auf 8 Bühnen in 7 Lokalitäten im Zentrum der olympischen Hauptstadt präsentiert das Festival an drei Tagen eine breite Palette schweizerisches Musikschaffens. Der Eintritt zu den Konzerten ist frei. Im schriftlichen Interview gibt Julien Gross, Präsident des organisierenden Vereins von Label Suisse, Auskunft über das aussergewöhnliche Festival.

Label-Suisse-2008-The-Invinczible-Show

Ein Blick von der Open-Air-Bühne im Zentrum von Lausanne, aufgenommen während dem Konzert von DJ Vincz Lee und Gästen («The Invinczible Show») am Label-Suisse-Festival 2008. (Foto: Jérôme Genet)

Julien Gross, was motiviert dich und dein Team, ein Festival zu veranstalten, dass voll und ganz der Schweizer Musik gewidmet ist?
Für die Weiterentwicklung der Schweizer Musik ist es essentiell, dass die Öffentlichkeit eine starke Verbindung zur Schweizer Musikszene hat. Wir wollen die Fülle der Schweizer Musik und die Kreativität unserer Künstler hervorheben. Zudem soll die Vielfältigkeit des Programms einen Austausch über geografischen Grenzen und Sprachbarrieren hinweg ermöglichen.
Seit einem Jahrzehnt erhält die Schweizer Musik immer mehr Anerkennung. Die Vergabe des ersten Schweizer Musikpreises durch das Bundesamt für Kultur (BAK) dieses Jahr ist ein weiterer Beweis. Das sieht man aber auch an den Festivals, bei denen immer mehr Schweizer Künstler auf dem Programm stehen. Natürlich hoffen wir, dass Label Suisse ebenfalls zu dieser Entwicklung beiträgt.

Wie kommt es, dass der Eintritt zu allen Konzerten kostenlos ist?
Das Gratis-Konzept ist seit der ersten Ausgabe eines der Grundprinzipien des Festivals. Wir sind fest davon überzeugt, dass dies zum Entdecken anregt und ein breiteres Publikum für die zahlreichen Stilrichtungen anzieht, die Label Suisse anbietet. Ausserdem soll der kostenlose Eintritt den Familien ermöglichen, dass ihre Kinder Konzerte erleben können, die sie sich zum Standardpreis finanziell vielleicht nicht hätten leisten können.

Du arbeitest auch für das Paléo Festival Nyon. Was ist anders, wenn man ein Festival nur mit Schweizer Künstlern organisiert?
Der grösste Unterschied besteht in der Anzahl verschiedener Stilrichtungen, die wir im Programm haben. Für eine effiziente Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Programmgestaltern und den Veranstaltungsorten, an denen das Festival drei Tage lang über die Bühne geht, mussten wir einen Modus Operandi festsetzen. Ganz wichtig für uns ist, dass wir mit Profis zusammenenarbeiten können, die das ganze Jahr über in diesem Bereich tätig sind.

Inwiefern ist es für euch wichtig, dass die Veranstaltung von der SUISA und der FONDATION SUISA unterstützt wird?
Die Anerkennung der Schweizer Musikszene wird auch dadurch erreicht, dass die Öffentlichkeit ein besseres Verständnis davon hat, welche grundlegende Rolle die SUISA in der Schaffenskette und punkto Anerkennung der Arbeit der Schweizer Künstler spielt. Die Zusammenarbeit zwischen Label Suisse und der SUISA macht es möglich, diese Arbeit in den Vordergrund zu stellen.

Weshalb hat Radio Télévision Suisse die Festivalorganisation letztes Jahr an die Verein «Label Suisse pour la mise en valeur des musiques suisses» übergeben?
Radio Télévision Suisse wollte seine Investitionen wieder mehr auf sein Kerngeschäft, die Gestaltung des Sendeprogramms, konzentrieren. Das Organisieren eines Musikfestivals ist ein anderes Paar Schuhe. Dennoch besteht weiterhin eine sehr intensive Zusammenarbeit mit RTS wie auch mit der Stadt Lausanne, die beide das Festival stark unterstützen. Dank der wertvollen Hilfe von RTS und den Sendern der SRG SSR werden wir dieses Jahr von Lausanne aus erstmals mehrere Dutzend Stunden Schweizer Musik ins ganze Land übertragen: Parallel zu RTS werden auch RSI, SRF und RTR die Sendungen übertragen.

Was für Zukunftspläne gibt es für das Festival?
Label Suisse muss jetzt seine Strukturen festigen und an seiner Bekanntheit in der Deutschschweiz arbeiten. Wenn das Festival seine Mission, die Schweizer Musikszene sichtbarer zu machen, erfolgreich erfüllen will, braucht es eine stärkere Präsenz auf der anderen Seite des Röstigrabens.

Welche Konzerte im diesjährigen Programm möchtest du persönlich unbedingt miterleben?
Auf keinen Fall verpassen möchte ich Dieter Meier, den Pionier der elektronischen Musik, das Mondrian Ensemble, eine Formation aus Basel, die seit fast 15 Jahren den Brückenschlag zwischen zeitgenössischer und klassischer Musik vollführt, und weiter Plaistow, ein Genfer Trio, das Jazz, Rock und Elektro verschmelzen lässt.

Zum Festivalprogramm Label Suisse 2014

SUISA Contact Corner am Label Suisse 2014

Die SUISA und die FONDATION SUISA unterstützen das Festival, das sich voll und ganz der Schweizer Musik verschrieben hat. Am Samstag- und Sonntagnachmittag des Festivalwochenendes stehen Mitarbeiter der SUISA am Contact Corner im Rahmen des «Marché de la musique» unter dem Viaduktbogen östlich der Bessières-Brücke (Bourg-Plage) für Fragen und Auskünfte zu Dienstleistungen und Tätigkeit der SUISA zur Verfügung. Nutze die Gelegenheit und triff uns am Label Suisse!

SUISA Contact Corner am Festival Label Suisse in Lausanne
Samstag und Sonntag, 20./21.9.2014
von 12 – 17 Uhr, Bourg-Plage

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Vom 19. bis 21. September 2014 findet in Lausanne zum 6. Mal das Musikfestival Label Suisse statt. Auf 8 Bühnen in 7 Lokalitäten im Zentrum der olympischen Hauptstadt präsentiert das Festival an drei Tagen eine breite Palette schweizerisches Musikschaffens. Der Eintritt zu den Konzerten ist frei. Im schriftlichen Interview gibt Julien Gross, Präsident des organisierenden Vereins von Label Suisse, Auskunft über das aussergewöhnliche Festival.

Label-Suisse-2008-The-Invinczible-Show

Ein Blick von der Open-Air-Bühne im Zentrum von Lausanne, aufgenommen während dem Konzert von DJ Vincz Lee und Gästen («The Invinczible Show») am Label-Suisse-Festival 2008. (Foto: Jérôme Genet)

Julien Gross, was motiviert dich und dein Team, ein Festival zu veranstalten, dass voll und ganz der Schweizer Musik gewidmet ist?
Für die Weiterentwicklung der Schweizer Musik ist es essentiell, dass die Öffentlichkeit eine starke Verbindung zur Schweizer Musikszene hat. Wir wollen…Weiterlesen