Tagarchiv: Big Band

An der SUISA-Generalversammlung 2017 teilnehmen und mitbestimmen

Die ordentliche Generalversammlung der SUISA findet am Freitag, 23. Juni 2017, im Kaufleuten Festsaal in Zürich statt. Wie war das Geschäftsjahr 2016? Wer wird neu in die Verteilungs- und Werkkommission gewählt? Wie weiter mit dem Service public bei der SRG? Welche Ziele werden mit dem kürzlich gegründeten Unternehmen Mint Digital Services verfolgt? Text von Dora Zeller

An der SUISA-Generalversammlung 2017 teilnehmen und mitbestimmen

Stimmberechtigte SUISA-Mitglieder können sich bis am 20. Juni 2017 für die Teilnahme an der Generalversammlung anmelden. (Foto: Juerg Isler, isler-fotografie.ch)

Das Geschäftsjahr 2016 ist abgeschlossen. Der Generalversammlung werden Lagebericht, Bilanz, Erfolgsrechnung, Geldflussrechnung sowie Anhang und Bericht der Revisionsstelle zur Genehmigung vorgeschlagen. Weiter berichtet die Geschäftsleitung über die Entwicklung des laufenden Geschäftsjahres und gibt einen Ausblick auf die folgenden Monate.

Ein Schwerpunkt beim Blick nach vorn stellt Mint Digital Services dar. Das Joint Venture mit der US-amerikanischen Gesellschaft für Musikrechte SESAC übernimmt die Abrechnung und Administration des Online-Lizenzierungsgeschäfts von SESAC und SUISA. Das kürzlich gegründete Unternehmen bietet seine Dienstleistungen auch anderen Marktteilnehmern wie z. B. (Major)-Verlagen oder ausländischen Verwertungsgesellschaften an.

Ersatzwahl, Politik und Förderung

Alex Kirschner tritt aus der Verteilungs- und Werkkommission der SUISA zurück. Als Ersatz wird Jonas Zellweger zur Wahl vorgeschlagen. Jonas Zellweger komponiert und orchestriert Film- und Werbemusik und tritt live als Theatermusiker auf. Er ist SUISA-Mitglied seit 2009.

Géraldine Savary, Ständerätin und Vorstandsmitglied der SUISA, kommentiert die laufenden politischen Debatten rund um die Finanzierung der SRG mit Gebührengeldern und den Service public. Unter anderem geht es dabei um die «No-Billag»-Initiative und die Streichung der Spartensender der SRG. Beide Diskussionsthemen sind für Schweizer Musikschaffende relevant. Sie können Einfluss haben auf die Einnahmen der SUISA und damit auf die Vergütungen, die den Bezugsberechtigten verteilt werden können.

Als besonderer Gast ist Jürg Stahl, Nationalratspräsident, an die SUISA-GV eingeladen. Der aktuell höchste Schweizer zeichnet sich durch Vielseitigkeit aus: sportlich integriert, politisch vernetzt, wirtschaftlich kompetent. Ob und welche Beziehungen er zur Schweizer Kultur- und Musikszene hat, wird er in seiner Grussbotschaft verraten.

Zudem informiert die FONDATION SUISA, die Musikförderstiftung der SUISA, über ihre Aktivitäten des vergangenen Jahres und verleiht den diesjährigen Stiftungspreis, der mit 25 000 Franken dotiert ist.

Zivilschutz-Big-Band Winterthur

Eröffnet wird die SUISA-GV 2017 von der Zivilschutz-Big-Band Winterthur, erweitert mit Marie Louise Werth (Gesang), Rainer Bischof (Euphonium) und Urs Schnell (Querflöte), unter der Leitung von Reto Parolari. (Foto: ZS-Bildarchiv)

Anreise und Verpflegung

Den Teilnehmenden wird empfohlen, für die Anreise an die Generalversammlung die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Es stehen keine reservierten Parkplätze zur Verfügung. Die Parkhäuser Talgarten und Gessnerallee sind 3 – 15 Min. Fussmarsch beim Festsaal Kaufleuten entfernt. Vor der Generalversammlung stehen Kaffee und «Gipfeli» bereit. Nach der Versammlung wird ein Stehlunch serviert.

Weitere Informationen:
www.suisa.ch/generalversammlung

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Zum Tod von Jazz-Musiker und Big-Band-Ikone Roby Seidel

Am 3. Januar 2014 ist das langjährige SUISA-Mitglied Roby Seidel verstorben. Der 71-jährige Komponist, Arrangeur und Multi-Instrumentalist aus Genf galt als Urgestein des Big-Band-Sounds. Gastbeitrag von Michael Gasser

Roby Seidel

Polyvalenter Musiker, facettenreicher Mensch: Roby Seidel (Foto: Eagle’s Variety Big Band)

In der Deutschschweiz liess der Name Roby Seidel meist nur Jazzkenner aufhorchen. Eigentlich unverständlich, denn: Wer sich etwa seiner der Tochter gewidmeten Komposition «Zelda» annähert, bekommt – zumindest in der Fassung der Big Band Lausanne – ein ebenso zärtliches wie elegantes und klar strukturiertes Jazzstück zu hören. Etwas vom Feinsten.

In der Romandie wurde Seidel, der seit 1970 Mitglied der SUISA war, gerne als das Urgestein der Big-Band-Szene bezeichnet – zu Recht. Der in eine Musikerfamilie hineingeborene Genfer, der zunächst Bratsche, dann Kornett erlernte und später auf das Saxophon umstieg und am Conservatoire de Genève studierte, schuf sich insbesondere als Arrangeur einen exzellenten Namen.

Lange Jahre schrieb er für die Groupe instrumental romand (GIR), natürlich für seine eigene Roby Seidel Big Band und viele weitere Big Bands, insbesondere aus der Westschweiz. Nicht zuletzt hat er auch mehrere hundert Arrangements transkribiert. Erst im vergangenen Herbst erschien noch zu Ehren seiner 10-jährigen Tätigkeit als Leiter der Eagle’s Variety Big Band deren neue CD «Contrepèterie» mit Arrangements von Roby Seidel.

Nun ist der Westschweizer am 3. Januar dieses Jahres im Alter von 71 Jahren verstorben. «Er war ein ebenso polyvalenter wie eklektischer Musiker», rühmte ihn der Schweizer Pianist Alain Morisod. «Vor allem aber war Roby Seidel einer der letzten Mohikaner. Sein Musikwissen war kaum zu übertreffen.»

Auf Radio RTS wurde das Wirken des Künstlers nach seinem Hinschied mit einer rund 80-minütigen Sendung geehrt. Musikalische Weggefährten wie Trompeter Philippe Demierre sowie der Radiomoderator und -produzent Pascal Bernheim äusserten ihre riesige Wertschätzung nicht nur für den Musiker, sondern auch für die Person Roby Seidel.

Dieser sei stets über alle Erwartungen hinausgewachsen und habe immer intensive Arbeit abgeliefert, erinnerte sich Bernheim. «Roby Seidel war ein aussergewöhlicher Mensch mit unglaublich vielen Facetten.» Beschäftigte er sich mit Musik, dann habe der saubere Rhythmus und die Perfektion zu seinen Zielen gehört. Bei aller Professionalität war es ihm jedoch immer auch ein Anliegen, viel Humor an den Tag zu legen.

Roby Seidel hinterlässt eine grosse Lücke – in der Schweizer Musikszene und in seinem Umfeld.

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