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Sind Urheberrechtsentschädigungen AHV-pflichtig?
Sparen für die Altersvorsorge: Bei der Frage, ob Urheberrechtsentschädigungen AHV-pflichtig sind, sind sich die Schweizer Ausgleichskassen uneinig.
Foto: Nattapol Sritongcom / Shutterstock.com
Text von Michelle Moser und Michael Baum
Gelten Einkünfte aus Urheberrechtsentschädigungen als Erwerbseinkommen? Diese Frage beantworten die Schweizer Ausgleichskassen unterschiedlich.

Viele Musikerinnen und Musiker leben von verschiedenen Einnahmequellen wie beispielsweise Konzertgagen, Lohn aus der Anstellung an einer Musikschule, Honorare für Auftragskompositionen oder die Urheberrechtsentschädigungen, welche die SUISA für sie einzieht.

Die Frage, ob solche Urheberrechtsentschädigungen der SUISA als selbstständiges Erwerbseinkommen gelten – und somit AHV-pflichtig wären – wird von den kantonalen Ausgleichskassen unterschiedlich beantwortet.

AHV – obligatorische Versicherung für alle

Bei der Alters- und Hinterlassenenversicherung sind alle Personen, die in der Schweiz wohnen oder hierzulande erwerbstätig sind, obligatorisch versichert. Alle Versicherten (mit Ausnahme von Kindern) sind entsprechend verpflichtet, AHV-Beiträge einzuzahlen. Dabei bildet in der Regel das erzielte Erwerbseinkommen die Berechnungsgrundlage.

Bei selbstständiger Erwerbstätigkeit werden die Beiträge auf jenem Einkommen geschuldet, das durch eine selbst organisierte unternehmerische, betriebliche oder geschäftliche Tätigkeit erzielt wird.

Grundsätzlich kann man von folgender Richtlinie ausgehen: AHV-Beiträge müssen auf jenen Betrag bezahlt werden, den man in der Steuererklärung als Einkommen aus einer Erwerbstätigkeit deklariert. Anders ist die Situation bei Einnahmen wie etwa Erträgen aus Kapitalanlagen oder Immobilien, die zwar steuerrechtlich als Einkommen, nicht aber als AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen gelten.

Urheberrechtsentschädigung: Erwerbseinkommen oder Kapitalanlage?

Die Sozialversicherungsanstalt Zürich (SVA Zürich) folgt dem Standpunkt, dass Urheberrechtsentschädigungen grundsätzlich als selbstständiges Erwerbseinkommen gelten und auch so deklariert werden müssen. Die Urheberinnen und Urheber müssen sich demnach als Selbständigerwerbende anmelden.

Die SVA Zürich unterscheidet zwischen aktiver und passiver Verwertung, hat aber ihre bisherige Praxis im Jahr 2025 leicht geändert. Die Auslegung der aktiven Verwertung wurde ausgedehnt und die passive Verwertung eingeschränkt. Neuerdings fallen sämtliche Einkünfte aus Tantiemen von Urheberinnen und Urhebern unter die aktive Verwertung. Dazu zählt auch die kollektive Verwertung durch die SUISA. Der Erlös aus einer solchen Erwerbstätigkeit ist AHV-pflichtig.

Es können sich nur noch Drittpersonen wie Erben, die keinen eigenen Beitrag zum Werk geleistet haben, auf die passive Verwertung und somit auf die Qualifizierung dieser Einkünfte als Kapitalertrag berufen. Urheberinnen und Urhebern der Werke steht diese Möglichkeit nicht zu. Die SVA Zürich bezieht sich dabei auf ein Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 29. August 2024.

Von Kanton zu Kanton verschieden

Die Frage, ob auf die Vergütungen der Verwertungsgesellschaften AHV-Abgaben zu zahlen sind, wird von den Ausgleichskassen je nach Person und Vergütung unterschiedlich beantwortet.

Die Ausgleichskasse des Kantons Waadt zum Beispiel deklariert, anders als die SVA Zürich, die Urheberrechtsentschädigungen für das Werkschaffen an sich als AHV-pflichtig und Entschädigungen aus späteren Nutzungen der Verwertungsgesellschaften als nicht AHV-pflichtigen Kapitalgewinn. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass nicht alle von den Verwertungsgesellschaften ausgeschütteten Urheberrechtsentschädigungen AHV-pflichtig sind.

Die kantonal unterschiedliche Behandlung der AHV-Pflicht von Urheberrechtsentschädigungen bietet keine Sicherheit und ist unbefriedigend. Die Beurteilung dieser sozialversicherungsrechtlichen Frage liegt letztlich nicht bei den Verwertungsgesellschaften, sondern in der Verantwortung der Ausgleichskassen. Aus diesem Grund empfehlen die schweizerischen Verwertungsgesellschaften ihren Mitgliedern eine Abklärung der AHV-Pflicht bei ihrer Ausgleichskasse oder die Konsultation einer Steuerberatung. Die SUISA kann in diesem Bereich keine weiteren Beratungsleistungen erbringen.

Artikel updated im Juli 2025.

Assicurazioni sociali

Le indennità per i diritti d’autore sono soggette ai contributi AVS?

Sind Urheberrechtsentschädigungen AHV-pflichtig?
Risparmiare per la vecchiaia: Le casse di compensazione svizzere non sono d’accordo sulla questione se le indennità per diritti d’autore siano soggette ai contributi AVS.
Foto: Nattapol Sritongcom / Shutterstock.com
Testo di Michelle Moser e Michael Baum
Il reddito da diritti d’autore è considerato un reddito da lavoro? Le casse di compensazione svizzere rispondono a questa domanda in modo diverso.

Molti musicisti vivono grazie a diverse fonti di reddito, come i compensi per i concerti, i salari per l’impiego in una scuola di musica, i compensi per le composizioni su commissione o le indennità per i diritti d’autore che la SUISA riscuote per loro.

Le casse di compensazione cantonali rispondono in modo diverso alla domanda se le indennità per i diritti d’autore versate dalla SUISA siano considerate come reddito da lavoro indipendente e quindi soggette ai contributi AVS.

AVS – assicurazione obbligatoria per tutti

Tutte le persone che vivono in Svizzera o che vi esercitano un’attività lucrativa sono obbligatoriamente assicurate nell’ambito dell’assicurazione per la vecchiaia e i superstiti. Di conseguenza, tutte le persone assicurate (ad eccezione dei bambini) sono tenute a versare i contributi AVS. Di norma, il reddito da lavoro costituisce la base per il calcolo.

Nel caso di attività lucrativa indipendente, i contributi sono dovuti sul reddito generato da attività imprenditoriali, operative o commerciali autogestite.

In linea di principio, si può fare riferimento alla seguente direttiva: i contributi AVS devono essere versati sull’importo dichiarato come reddito da attività lucrativa nella dichiarazione d’imposta. Diversa è la situazione per entrate come i redditi da investimenti in capitale o da immobili, che, pur essendo considerati reddito ai fini fiscali, non rientrano tra i redditi da attività lucrativa soggetti all’AVS.

Indennità per i diritti d’autore: Reddito da lavoro o investimento in capitale?

L’Istituto cantonale delle assicurazioni sociali di Zurigo SVA (Sozialversicherungsanstalt Zürich) ritiene che le indennità per i diritti d’autore debbano essere considerate, in linea di principio, come reddito da attività lucrativa indipendente e, pertanto, debbano essere dichiarate come tali. Di conseguenza, le autrici e gli autori devono registrarsi come lavoratori indipendenti.

La SVA di Zurigo distingue tra gestione attiva e gestione passiva, ma ha leggermente modificato la sua prassi nel 2025. L’interpretazione della gestione attiva è stata ampliata, mentre quella della gestione passiva è stata limitata. D’ora in avanti, tutti i redditi derivanti da diritti d’autore percepiti dalle autrici o dagli autori rientrano nella gestione attiva. Questo include anche la gestione collettiva tramite la SUISA. Il ricavato da tale attività lucrativa è soggetto all’AVS.

Solo terze persone, come gli eredi che non hanno contribuito personalmente alla creazione dell’opera, possono invocare la gestione passiva e quindi qualificare tali entrate come redditi di capitale. Alle autrici e agli autori delle opere questa possibilità non è concessa. La SVA Zurigo si basa in questo su una sentenza del Tribunale delle assicurazioni sociali del Canton Zurigo del 29 agosto 2024.

Varia da cantone a cantone

La questione se i compensi delle società di gestione siano soggetti ai contributi AVS viene valutata in modo diverso dalle casse di compensazione, a seconda della persona e del tipo di compenso.

La cassa di compensazione del Canton Vaud, ad esempio, a differenza della SVA Zurigo, considera soggette all’AVS le indennità per i diritti d’autore legate alla creazione dell’opera in sé, mentre considera i compensi derivanti dallo sfruttamento successivo da parte delle società di gestione come redditi da capitale non soggetti all’AVS. Da ciò si può dedurre che non tutte le indennità per diritti d’autore versate dalle società di gestione sono soggette all’AVS.

Il diverso trattamento cantonale dell’obbligo AVS delle indennità per i diritti d’autore non offre alcuna sicurezza e non è soddisfacente. La valutazione di questa questione di sicurezza sociale non spetta in ultima analisi alle società di gestione, ma alle casse di compensazione. Per questo motivo, le società di gestione svizzere raccomandano ai loro membri di chiarire l’obbligo AVS con la propria cassa di compensazione o di rivolgersi a un consulente fiscale. La SUISA non può fornire ulteriori consigli in questo ambito.

Articolo aggiornato a luglio 2025.

1 Antwort zu “Sind Urheberrechtsentschädigungen AHV-pflichtig?

  1. Ich bin erstaunt bezüglich unterschiedlicher Handhabung von Ausgleichskassen von Urheberrechten/-entschädigungen. Jede AHV-Ausgleichskasse hat die gesetzlichen Grundlagen anzuwenden und wenn etwas unklar ist, ist dies durch das BSV klarzustellen. Der unterschiedlichen Handhabung wären u.a. auch Autoren (mit oder ohne Vorlesung) ausgesetzt. Dies meine Ansicht als Eidg. Dipl. Sozialversicherungsexperte.

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