Offener Brief an den Nationalrat! Schweizer Künstler für die Leerträgervergütung – Video

Gemeinsam setzen sich rund 3200 Schweizer Kunstschaffende in einem offenen Brief an den Nationalrat für den Erhalt der Leerträgervergütung ein. Stellvertretend für die Mitunterzeichnenden aus allen Kunstgattungen und Landesteilen sagen einige Künstler im Video, weshalb die Leerträgervergütung sowohl für Konsumenten wie auch für das Schweizer Kunstschaffen wichtig ist. Bei den Unterschriften finden sich auch so gewichtige Namen wie Tina Turner über Xavier Koller bis zu Milena Moser, Anatole Taubman und Bastian Baker.

Die Leerträgervergütung ist ein freiheitliches und seit 1992 bewährtes System. Dank der Vergütung sind Privatkopien von CDs, MP3-Dateien, Filmen, Büchern oder Fotos möglich. Die Urheber und Rechteinhaber werden dank der Leerträgervergütung für die angefertigten Kopien entschädigt.

Die Einnahmen aus der Leerträgervergütung kommen zu 90 % den Rechteinhabern zugut. Also rund 9 von 10 eingenommen Franken erhalten die Künstler. Diese Einnahmen sind ein wichtiger Bestandteil des Einkommens für die einheimischen Kunstschaffenden. Zudem wird mit einem Teil des Geldes (jährlich rund CHF 1,3 Millionen) die Sozialvorsorge für Künstler unterstützt sowie die Schweizer Kultur gefördert.

Von der Leerträgervergütung können auch im digitalen Zeitalter sowohl die Künstler wie auch die Konsumenten profitieren. Bezahlen müssen die Entschädigung die Technologiefirmen. Also jene Hersteller, die ihr Geld verdienen mit dem Verkauf von Geräten oder Speichermedien, mit denen das Abspeichern und Abspielen von urheberrechtlich geschützten Werken möglich ist.

«Der Grundsatz, dass wir Musiker mitverdienen, wenn jemand anders verdient mit unserer Musik, darf nicht in Frage gestellt werden», sagt Christoph Trummer im Video. Sein Credo gilt nicht nur für die Musik sondern für alle künstlerischen Leistungen. Der Grundsatz gilt für Buch, Film, Video, Schauspiel, Tanz, Malerei, Fotografie, Kabarett, Theater, Oper und die weitere Vielfalt der Schweizer Kunst, die von den rund 3200 Unterzeichnenden des offenen Briefes geschaffen wird.

Weiterführende Informationen:

zurück
  1. Wenn es Menschen gibt, die ohne Kunst, leben können, na gut, aber ich denke die Mehrheit kann es erwiesener Massen nicht! Unsere Gesellschaft war und ist seit jeher auf die Kunst angewiesen um sich ihr Seelenwohl zu bewahren. Deshalb muss den KünstlerInnen ein kreativer Freiraum garantiert sein, indem sie angemessen leben können. Die Leerträgervergütung hilft ganz entscheidend mit, uns die vielleicht wichtigste und völkerverbindendste Errungenschaft der Menschheit zu erhalten!

Schreibe einen Kommentar zu Thomas Keller Antworten abbrechen

Alle Kommentare werden moderiert. Bis zur Freischaltung kann es etwas dauern. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung eines verfassten Kommentars. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, die den Nutzungsbedingungen widersprechen, nicht zu veröffentlichen.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.