Neue Perspektiven für Schweizer Musikschaffende dank IKF-Präsenz

Unter der Affiche «Swiss Music» präsentierten die FONDATION SUISA und Pro Helvetia erstmals einen Gemeinschaftsstand an der 31. Internationalen Kulturbörse in Freiburg im Breisgau. Die Bilanz fällt positiv aus. Text von Urs Schnell, FONDATION SUISA

FONDATION SUISA: Neue Perspektiven für Schweizer Musikschaffende dank IKF-Präsenz

Mich Gerber bei seinem Auftritt an der Internationalen Kulturbörse Freiburg 2019. (Foto: Marcel Kaufmann)

Letztes Jahr feierte die Internationale Kulturbörse Freiburg IKF ihr 30-Jahr-Jubiläum mit einem Schweizer Schwerpunkt. Die FONDATION SUISA war damals als Beobachter vor Ort, um zu prüfen, ob sich die wichtigste Fachmesse für Bühnenproduktionen, Musik und Events im deutschsprachigen Raum für eine Präsenz für Schweizer Musikschaffende eignen würde. Aus der Musikszene wurde immer wieder Stimmen laut, dass sich dadurch neue Auftrittsmöglichkeiten auf deutschen Bühnen und Kleintheatern ergeben könnten.

Die FONDATION SUISA engagiert sich seit Jahren an ausländischen Musikshowcases-Festivals und Musikmessen, um die Vernetzung des heimischen Musikschaffens mit internationalen Organisatoren und Agenturen zu fördern. Deshalb war es nach eingehender Prüfung des Potentials der IKF einleuchtend, das erfolgreiche Konzept eines Schweizer Gemeinschaftstandes dieses Jahr vom 20. bis 23. Januar erstmals auch in Freiburg anzuwenden.

Der Stand «Swiss Music» – in Zusammenarbeit mit Pro Helvetia – ermöglichte nun während den drei Tagen Künstlerinnen und Künstlern oder deren Agenturen Anschluss an die reichhaltige Veranstalterszene zu finden und da vor allem mit jenen Veranstaltern, die ausserhalb des gängigen Musiknetzwerks operieren: Gerade Kleintheater, die auf ein abwechslungsreiches Kleinkunstprogramm setzen, eröffnet der musikalische Austausch mit der Schweizer Musikszene neue Perspektiven.

Dank unseres Gemeinschaftstandes war es Musikschaffenden und Agenturen möglich, sich einem breiten Publikum zu präsentieren, ohne einen eigenen mit hohen Kosten verbundenen Stand zu mieten und so die IKF als Austauschplattform, Marktplatz und Ort der Weiterentwicklung optimal zu nutzen. Gerade die Tatsache, dass die IKF keine reine Musikmesse ist, wurde von vielen positiv als potentielles Neuland gewertet. Dass der «Swiss Music»-Stand direkt am Verbindungseingang zur Halle mit den darstellenden Künsten und Strassentheater platziert war, trug viel zur Visibilität bei.

Mit Showcases von Mich Gerber, Gina Été, dem Postharmonic Orchestra, Moes Anthill, Bruno Bieri und Park Stickney zeigte sich das breite Spektrum an aussergewöhnlichen Protagonisten auch live auf der Bühne.

Die ersten Feedbacks auf die erstmalige Schweizer Präsenz in Freiburg fallen durchwegs positiv aus. Die IKF als wichtigster Treffpunkt für kleinere und mittlere Bühnenproduktionen im deutschsprachigen Raum wird in Zukunft auch Schweizer Musikerinnen und Musikern neue Möglichkeiten eröffnen.

Weitere Infos unter:
ikf.swissmusic.ch sowie www.fondation-suisa.ch/ikf

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