Artikel von: Giorgio Tebaldi

Swiss Live Talents 2015: Live-Talente aus der Schweiz im Rampenlicht | mit Video

Am 14. November 2015 werden im Berner Bierhübeli zum zweiten Mal die Swiss Live Talent- Awards vergeben. Dieser Förderwettbewerb zeichnet Schweizer Künstler aus, die auf der Bühne Herausragendes leisten. Neben 7 Awards in verschiedenen Sparten sowie einem Publikumspreis ehrt auch dieses Jahr wieder die FONDATION SUISA die beste Komposition. Text von Giorgio Tebaldi; Video von Alain Margot

Livemusik in der Schweiz boomt. Letztes Jahr fanden über 1 600 Konzertveranstaltungen mit rund 3 000 Künstlern und Bands statt. Mehr als ein Drittel der auftretenden Künstler kamen aus der Schweiz (Zahlen: SMPA-Index 2014). Den Schweizer Live-Talenten widmet sich der nationale Förderwettbewerb Swiss Live Talents. Nach der ersten Durchführung 2013 werden die Awards des zweijährlichen Wettbewerbs am 14. November 2015 im Berner Bierhübeli erneut vergeben.

Am Swiss-Live-Talents-Wettbewerb werden insgesamt neun Auszeichnungen vergeben. In den Sparten «Urban/Hip-Hop/Groove/Reggae», «Electro/Dance», «Rock/Metal», «Pop/Indie/Folk/Songwriting» und «National Language», «Best Emerging Talents» sowie «Best Live Acts» wird eine internationale & nationale Jury aus Fachleuten jeweils aus fünf Nominierten einen Sieger pro Kategorie bekanntgeben. Das Publikum hat zudem die Möglichkeit, den Publikumspreis «Artist Of The Year» zu wählen.

Ausserdem würdigt die FONDATION SUISA, die Musikförderstiftung der SUISA, mit dem «FONDATION SUISA Award» die beste Komposition und damit das kreative Schaffen der Komponisten und Textautoren.

Öffentliche Award Show mit Live-Bands

Insgesamt haben über 650 Künstler und Bands an den diesjährigen Swiss Live Talents teilgenommen. Wer mit einem Award ausgezeichnet wird, entscheidet sich am 14. November 2015 an der Award Show im Bierhübeli in Bern. Neben der Vergabe der Awards wird es auch Live-Auftritte der Bands und Künstler Klischée, Kummerbuben, From Kid, Serafyn, Flex Fab, Emilie Zoë und Pigeons on the Gate geben.

Der Anlass steht nicht nur Künstlern und Professionals aus dem Musikbereich sondern auch Freunden guter Livemusik offen. Fantickets für die Award-Show sind für CHF 10.- bei Starticket erhältlich. Die SUISA, die Genossenschaft der Komponisten und Verleger von Musik, ist auch dieses Jahr wieder Partner von Swiss Live Talents.

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Am 14. November 2015 werden im Berner Bierhübeli zum zweiten Mal die Swiss Live Talent- Awards vergeben. Dieser Förderwettbewerb zeichnet Schweizer Künstler aus, die auf der Bühne Herausragendes leisten. Neben 7 Awards in verschiedenen Sparten sowie einem Publikumspreis ehrt auch dieses Jahr wieder die FONDATION SUISA die beste Komposition. Text von Giorgio Tebaldi; Video von Alain Margot

Livemusik in der Schweiz boomt. Letztes Jahr fanden über 1 600 Konzertveranstaltungen mit rund 3 000 Künstlern und Bands statt. Mehr als ein Drittel der auftretenden Künstler kamen aus der Schweiz (Zahlen: SMPA-Index 2014). Den Schweizer Live-Talenten widmet sich der nationale Förderwettbewerb Swiss Live Talents. Nach der ersten Durchführung 2013 werden die Awards des zweijährlichen Wettbewerbs am 14. November 2015 im Berner Bierhübeli erneut vergeben.

Am Swiss-Live-Talents-Wettbewerb werden insgesamt neun Auszeichnungen vergeben. In den Sparten «Urban/Hip-Hop/Groove/Reggae», «Electro/Dance», «Rock/Metal»,…Weiterlesen

«Die schwierigste Frage ist, welcher Klang zum Film passt»

Anlässlich des Festival del film Locarno im August ist der Schweizer Komponist Peter Scherer mit dem Filmmusikpreis 2015 der FONDATION SUISA ausgezeichnet worden. Er erhielt den mit 25 000 Schweizer Franken dotierten Preis für seine Musik zum Film «Dark Star – HR Gigers Welt» von Regisseurin Belinda Sallin. Im Gespräch im Vorfeld der Preisverleihung erzählte das SUISA-Mitglied Peter Scherer unter anderem von den Herausforderungen beim Komponieren von Filmmusik.

Filmmusikpreis-2015

Über die Vergabe des Filmmusikpreises der FONDATION SUISA freuten sich am Tag der Preisverleihung am 7. August 2015 im Rahmen des Internationalen Filmfestivals in Locarno (v.l.n.r): Zeno Gabaglio (Jury-Mitglied Filmmusikpreis 2015 und SUISA-Vorstand), Marco Blaser (Festival del film Locarno), Preisträger Peter Scherer und Urs Schnell (Direktor FONDATION SUISA). (Foto: Giorgio Tebaldi)

Herzlichen Glückwunsch zum Gewinn des Filmmusikpreises 2015 der FONDATION SUISA. Nach 2007 ist dies bereits das zweite Mal, dass du diesen Preis gewinnst. Was bedeutet dir diese Auszeichnung?
Es ist natürlich grossartig, anerkannt zu werden, ganz  besonders auch weil dieser Preis von einer Jury von sehr kompetenten Leuten verliehen wird.

Du hast den Filmmusikpreis für den Soundtrack zum Dokumentarfilm «Dark Star – HR Gigers Welt» erhalten. HR Giger war bekannt für seine düsteren, apokalyptischen Bilder und war eine starke Persönlichkeit, die polarisiert hat. Wie bist du beim Komponieren der Musik zu diesem Dokumentarfilm vorgegangen?
Zuerst einmal habe ich sehr ausführlich mit der Regisseurin, Belinda Sallin, gesprochen, um herauszufinden, wie der Protagonist dargestellt wird und was der Film zeigen will. Es könnten unzählige Filme über HR Giger gedreht werden, aber für mich als Musiker war nicht die Frage im Vordergrund, wie ich zu HR Giger oder seinen Bildern stehe, sondern eher: Was ist der Gesichtspunkt des Filmes? Um was geht es in diesem Film und was will er wirklich zeigen?
Dann versuche ich, mir anhand eines Rohschnitts vorzustellen, welcher Klang zu diesem Film passen könnte. Das ist die schwierigste Frage, sowie zu wissen, wo die Musik ansetzen kann. Das ist meistens ein langer Prozess des Suchens, Skizzierens und Auswählens.

HR Giger hat oftmals auch ein spezielles Publikum angesprochen, das sich für düstere Filme oder harte Rockmusik interessiert. Inwiefern hat man beim Komponieren das Publikum im Kopf, das sich den Film anschauen wird?
Natürlich hat man immer einen Betrachter im Kopf, wenn man einen Film macht. Ob beim Drehbuch, beim Schnitt, bei den Schauspielern oder beim Konzept – man stellt sich immer auch einen Rezipienten vor. Man überlegt sich, wie der Film wirkt, was rüberkommt und was nicht. In dieser Hinsicht ist der Zuschauer natürlich wichtig. Aber ob jetzt eine bestimmte Zielgruppe auf ihre Rechnung kommt, spielt weder bei der Entstehung des Films noch beim Komponieren der Filmmusik eine Rolle.

Hast du HR Giger gekannt?
Ich kannte ihn nicht persönlich. Wie wahrscheinlich die meisten Leute kannte ich seine Bilder oder besser: seine exponiertesten und vielleicht auch offensichtlichsten Bilder. Während der Auseinandersetzung mit seiner Person bei der Entstehung des Films habe ich gelernt, dass er neben seiner Kunst ganz viele andere Sachen gemacht hat. Es war eine Absicht der Regisseurin, den Menschen HR Giger zu zeigen, dass er ein faszinierender Mensch war, der ein reiches Leben hatte. Es ging ihr auch darum, gewisse Vorurteile zu neutralisieren und neue Seiten von Giger zu zeigen.

Gab es seitens HR Giger Anforderungen an den Film oder die Filmmusik, oder hat er dir und der Regisseurin freie Hand gelassen?
Er war leider schon gestorben, als ich mit dem Komponieren der Filmmusik begann. Aber ich weiss von der Regisseurin, dass er eine positive Einstellung zum Film hatte.

Neben der Filmmusik komponierst und spielst du auch minimalistische elektronische Musik. Du kennst also verschiedene Facetten des Musikschaffens. Wie empfindest du den Wandel im Musikbusiness, der in den letzten Jahren vor allem bei den Tonträgern stattgefunden hat? Tangiert dieser Wandel einen Filmmusikkomponisten überhaupt?
Es gibt verschiedene Szenen und Realitäten. Zum Beispiel gibt es viele Bands, die vor allem von ihren Konzerten leben. Vom Rückgang im Tonträgermarkt ist man im Filmmusiksektor nicht so direkt betroffen. Tonträger sind nur ein sehr kleiner Teil von dem, was ich mache.

Welche Projekte stehen bei dir als nächstes an?
Ich freue mich darauf, mit Markus Imhof ein Projekt zu realisieren. Er dreht derzeit einen neuen Film zum Thema Migration, ein sehr aktuelles Thema, das mich auch sehr interessiert. Er ist ein grossartiger Regisseur. Zudem schreibe ich die Musik zu einem Dokumentarfilm von Heidi Specogna über ein politisches Thema, das die Republik Zentralafrika betrifft. Über weitere anstehende Projekte darf ich noch keine Angaben machen.

Viel Erfolg und herzlichen Dank für das Gespräch.

Peter Scherer ist Komponist, Pianist und Gitarrist. Er wurde 1953 in Zürich geboren. Sein Klavierdiplom machte er 1977 am Konservatorium Basel und studierte im Anschluss Theorie und Komposition an der Hamburger Hochschule für Musik und darstellende Kunst. 1980 zog er nach New York, wo er sich insbesondere mit elektronischer Musik beschäftigte und das Noise-Pop-Duo Ambitious Lovers gründete. Als Studiomusiker, Produzent oder Arrangeur arbeitete Peter Scherer mit Künstlern zusammen wie Laurie Anderson, Arto Lindsay, Caetano Veloso, John Zorn und Bill Frisell. Ab Ende der Achtzigerjahre schrieb er regelmässig Musik für Tanz- und Multimediaprojekte. Seit 2010 lebt Peter Scherer wieder in seiner Heimatstadt Zürich und konzentriert sich heute vor allem auf die Filmmusik. Für seine Kompositionen zum Spielfilm «Marmorera» (Regie: Markus Fischer) erhielt er 2007 erstmals den Filmmusikpreis der FONDATION SUISA. Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählt die Musik zu Markus Imhofs «More Than Honey», für den Peter Scherer 2013 den Schweizer Filmpreis für die beste Musik erhielt. (Text: FONDATION SUISA)
Der Filmmusikpreis der FONDATION SUISA ist mit CHF 25 000.- dotiert. Er honoriert ausserordentliche Leistungen im Bereich der Filmmusikkomposition und hat zum Ziel, die Preisträgerinnen und Preisträger zu unterstützen sowie im In- und Ausland bekannt zu machen. Der Preis wird jährlich anlässlich des Festival del film in Locarno alternierend in den Kategorien Spielfilm und Dokumentarfilm vergeben.

Die Jury des Filmmusikpreises 2015:
Jürg von Allmen (Digiton Tonstudio Zürich)
André Bellmont (Zürcher Hochschule der Künste, Zürich)
Mario Beretta (Bühnen- und Filmmusikkomponist, Zürich)
Zeno Gabaglio (Komponist und Interpret, Vacallo)
Corinne Rossi (Praesens Film, Zürich)
Yvonne Söhner (ehem. Schweizer Radio und Fernsehen SRF, Ehrendingen)

Beitrag zu Peter Scherer und seiner Filmmusik für «Dark Star – HR Gigers Welt» auf art-tv

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Anlässlich des Festival del film Locarno im August ist der Schweizer Komponist Peter Scherer mit dem Filmmusikpreis 2015 der FONDATION SUISA ausgezeichnet worden. Er erhielt den mit 25 000 Schweizer Franken dotierten Preis für seine Musik zum Film «Dark Star – HR Gigers Welt» von Regisseurin Belinda Sallin. Im Gespräch im Vorfeld der Preisverleihung erzählte das SUISA-Mitglied Peter Scherer unter anderem von den Herausforderungen beim Komponieren von Filmmusik.

Filmmusikpreis-2015

Über die Vergabe des Filmmusikpreises der FONDATION SUISA freuten sich am Tag der Preisverleihung am 7. August 2015 im Rahmen des Internationalen Filmfestivals in Locarno (v.l.n.r): Zeno Gabaglio (Jury-Mitglied Filmmusikpreis 2015 und SUISA-Vorstand), Marco Blaser (Festival del film Locarno), Preisträger Peter Scherer und Urs Schnell (Direktor FONDATION SUISA). (Foto: Giorgio Tebaldi)

Herzlichen Glückwunsch zum Gewinn des Filmmusikpreises 2015 der FONDATION SUISA. Nach 2007 ist dies…Weiterlesen

Eidg. Volksmusikfest 2015: Ein Festakt, ein Bundesrat und eine Hymne

Rund 100‘000 Besucher, über 1‘500 Musiker, ein Bundesrat und viel (Polit-)Prominenz – nach drei Tagen im Zeichen der Volksmusik geht heute das Eidg. Volksmusikfest 2015 in Aarau zu Ende. Musikalischer Höhepunkt war die Vorführung der Hymne «z Aarau esch de Adler los», die mit finanzieller Unterstützung der FONDATION SUISA eigens für diesen Anlass komponiert wurde. Text: Giorgio Tebaldi

EVF_Komposition_Gruppenbild

Am Festakt wurde die Hymne «z Aarau esch de Adler los» des Komponisten Hanspeter Zehnder (2.v.r.) aufgeführt: Erika Weibel, Kommunikation SUISA, Andreas Wegelin, Generaldirektor SUISA, Christine Egerszegi, OK-Präsidentin des Eidg. Volksmusikfestes 2015, Hanspeter Zehnder, Urs Schnell, Direktor FONDATION SUISA (Foto: Giorgio Tebaldi)

Heute geht das Eidgenössische Volksmusikfest 2015 in Aarau zu Ende. Auf dem Programm standen neben dem Umzug durch Aarau auch der Festakt mit einer Rede unseres Kulturministers Alain Berset. Musikalischer Höhepunkt war die Aufführung der Hymne «z Aarau esch de Adler los» der «Ländler-Wurlitzer», die eigens für diesen Anlass vom Aargauer Komponisten Hanspeter Zehnder geschrieben wurde. Finanziell unterstützt wurde die Komposition durch die FONDATION SUISA, der Musikförderstiftung der SUISA.

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Rund 100‘000 Besucher, über 1‘500 Musiker, ein Bundesrat und viel (Polit-)Prominenz – nach drei Tagen im Zeichen der Volksmusik geht heute das Eidg. Volksmusikfest 2015 in Aarau zu Ende. Musikalischer Höhepunkt war die Vorführung der Hymne «z Aarau esch de Adler los», die mit finanzieller Unterstützung der FONDATION SUISA eigens für diesen Anlass komponiert wurde. Text: Giorgio Tebaldi

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Am Festakt wurde die Hymne «z Aarau esch de Adler los» des Komponisten Hanspeter Zehnder (2.v.r.) aufgeführt: Erika Weibel, Kommunikation SUISA, Andreas Wegelin, Generaldirektor SUISA, Christine Egerszegi, OK-Präsidentin des Eidg. Volksmusikfestes 2015, Hanspeter Zehnder, Urs Schnell, Direktor FONDATION SUISA (Foto: Giorgio Tebaldi)

Heute geht das Eidgenössische Volksmusikfest 2015 in Aarau zu Ende. Auf dem Programm standen neben dem Umzug durch Aarau auch der Festakt mit einer Rede unseres Kulturministers Alain Berset. Musikalischer Höhepunkt war die…Weiterlesen

Der Adler ist los: Die SUISA am Eidgenössischen Volksmusikfest in Aarau

Seit Donnerstag steht Aarau ganz im Zeichen von Ländler, Blaskapellen und Co. In der Aargauer Kantonshauptstadt findet dieses Jahr das Eidgenössische Volksmusikfest statt. Auch die SUISA engagiert sich bei diesem Grossanlass der Volksmusik. Text: Giorgio Tebaldi

SUISA

Volksmusik, so weit das Ohr reicht. Unterstützt wird der Grossanlass auch von der SUISA und der FONDATION SUISA (Foto: Giorgio Tebaldi)

Ausgelassene Stimmung: Bei schönem Wetter finden sich Jung und Alt in der Aarauer Altstadt ein und lauschen den Volksmusikklängen. Vorgetragen werden die Lieder von über 1‘500 Musikern. Mit dabei ist auch die SUISA, die den Volksmusikanlass zusammen mit ihrer Musikförderstiftung, der FONDATION SUISA, finanziell unterstützt. Und wir freuen uns auf den Festakt, den Umzug und die Hymne des Volksmusikfestes morgen Sonntag.

Mer send do, wo nöi löpfigi Musig entstoht…

Über 1‘500 Musiker spielen am Eidgenössischen Volksmusikfest. Hier einige Impressionen (Fotos: Giorgio Tebaldi):

Formation

Alphorn

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Seit Donnerstag steht Aarau ganz im Zeichen von Ländler, Blaskapellen und Co. In der Aargauer Kantonshauptstadt findet dieses Jahr das Eidgenössische Volksmusikfest statt. Auch die SUISA engagiert sich bei diesem Grossanlass der Volksmusik. Text: Giorgio Tebaldi

SUISA

Volksmusik, so weit das Ohr reicht. Unterstützt wird der Grossanlass auch von der SUISA und der FONDATION SUISA (Foto: Giorgio Tebaldi)

Ausgelassene Stimmung: Bei schönem Wetter finden sich Jung und Alt in der Aarauer Altstadt ein und lauschen den Volksmusikklängen. Vorgetragen werden die Lieder von über 1‘500 Musikern. Mit dabei ist auch die SUISA, die den Volksmusikanlass zusammen mit ihrer Musikförderstiftung, der FONDATION SUISA, finanziell unterstützt. Und wir freuen uns auf den Festakt, den Umzug und die Hymne des Volksmusikfestes morgen Sonntag.

Mer send do, wo nöi löpfigi Musig entstoht…

Über 1‘500 Musiker spielen am Eidgenössischen Volksmusikfest. Hier einige…Weiterlesen

Verteilungs- und Werkkommission: Der SUISA-Vorstand schlägt 15 Kandidaten und Kandidatinnen vor

An der SUISA-Generalversammlung vom 19. Juni 2015 in Freiburg werden 15 neue Vertreter in die Verteilungs- und Werkkommission der SUISA gewählt. Seit der Ausschreibung im September 2014 haben sich über 120 Komponisten, Textautoren und Verleger beworben oder wurden der SUISA vorgeschlagen. Nach einem mehrmonatigen Auswahlverfahren schlägt nun der SUISA-Vorstand der Generalversammlung 15 Kandidatinnen und Kandidaten vor.

VWK-Kandidaten-Ersatzwahl

Die Mitglieder der Verteilungs- und Werkkommission werden von der SUISA-Generalversammlung gewählt. An der GV am 19. Juni 2015 in Freiburg stehen 15 Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl. (Bild: Manu Leuenberger, mit Illustrationen von: Marylia / Shutterstock.com)

Die Auswahl war alles andere als einfach: Nach der Ausschreibung im letzten September standen über 120 Persönlichkeiten aus der Schweizer Musikszene – Komponisten, Textautoren und Verleger – für die Nachfolge der 15 abtretenden Mitglieder der Verteilungs- und Werkkommission (VWK) der SUISA zur Auswahl. Kandidaturen aus allen Musiksparten und Landesteilen der Schweiz sowie aus Liechtenstein lagen vor.

Auswahl durch SUISA-Komitee und -Vorstand

Ab Dezember 2014 begann das VWK-Nominationskomitee bestehend aus Vertretern des SUISA-Vorstands und der Geschäftsleitung sowie Verantwortlichen der Mitgliederabteilung damit, die eingegangenen Dossiers zu sichten. Bei der Auswahl wurde darauf geachtet, dass durch die zukünftige Zusammensetzung der VWK möglichst viele Musikrichtungen und alle Sprachregionen der Schweiz sowie das Fürstentum Liechtenstein vertreten sein werden. Ausserdem soll die Kommission mit Komponisten, Textautoren sowie auch Musikverleger besetzt sein. Wichtig ist auch eine möglichst gute Durchmischung hinsichtlich Alter und Geschlecht.

In mehreren Sitzungen und nach persönlichen Gesprächen mit einigen der Kandidaten erstellte das Nominationskomitee eine Liste möglicher Nachfolger. Diese wurde dem SUISA-Vorstand vorgelegt, der sich schliesslich in seiner Sitzung vom 9. April 2015 auf 15 Personen geeinigt hat.

Die 15 Kandidatinnen und Kandidaten für die Ersatzwahl

Der Vorstand wird an der SUISA-Generalversammlung am 19. Juni 2015 folgende Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl vorschlagen:

Nik Bärtsch – Pianist, Komponist und Musikproduzent (Zürich/ZH)
Walter Boss – Blasmusikkomponist und –dirigent (Vaduz/FL)
Bruno Brodt – Ländler- und Blasmusikern (Zizers/GR)
Pascal Brunko – Tontechniker, Komponist, Produzent und Verleger (Valangin/NE)
Ursina Giger – Singer-Songwriterin (Zürich/ZH)
Stephan Kohler – DJ und Produzent von elektronischer Musik (Lausanne/VD)
Grégoire Liechti – Verleger (Genf/GE)
Ann Kathrin Lüthi – Komponistin und Sängerin (Zürich/ZH)
Xavier Samuel Michel – Autor, Komponist und Verleger (Genf/GE)
Guido Röösli – Urheber und Verleger (Luzern/LU)
Marco Santilli – Klarinettist, Komponist und Sänger (Niederhasli/ZH)
Jörg Schneider – Komponist (Lengnau/BE)
Philipp Schweidler – Musikproduzent, Komponist und Verleger (Zürich/ZH)
Mathias Spohr – E-Komponist und Musikwissenschaftler (Zürich/ZH)
Thomas Zbornik – Komponist und Verleger (Arth/SZ)

Ausführliche Porträts der Kandidaten finden Sie in der brieflichen Einladung zur SUISA-Generalversammlung oder hier (PDF, 0.25 MB).

Es steht anderen SUISA-Mitgliedern frei, sich an der Generalversammlung im Juni für die Verteilungs- und Werkkommission zur Wahl aufzustellen.

So werden die Mitglieder der VWK gewählt

Steht die Wahl neuer VWK-Mitglieder an, veröffentlicht dies die SUISA über ihre Publikationsorgane, schreibt Verbände an und wendet sich direkt an potentielle Kandidaten. Die eingegangen Dossiers werden vom VWK-Nominationskomitee gesichtet. Das Komitee besteht aus

  • dem Vorsitzenden der Verteilungs- und Werkkommission,
  • dem Vize-Präsidenten des SUISA-Vorstandes,
  • dem Präsidenten der SUISA-Vorstandskommission «Tarife und Verteilung» sowie
  • der SUISA-Direktorin  zuständig für das Departement «Mitgliederdienste & Verteilung».

Das Komitee schlägt dem SUISA-Vorstand eine Auswahl geeigneter Kandidaten vor. Anschliessend entscheidet der Vorstand, welche Kandidatinnen und Kandidaten der Generalversammlung zur Wahl vorgeschlagen  werden.

Aufgaben der Verteilungs- und Werkkommission

Die VWK beschäftigt sich primär mit Verteilungsfragen, die im Verteilungsreglement geregelt werden. Die Kommission

  • prüft die Bestimmungen des Verteilungsreglements und ihre Auswirkungen auf die Verteilungsergebnisse;
  • stellt dem Vorstand Anträge betreffend Änderung des Verteilungsreglements;
  • behandelt in erster Instanz Rekurse gegen Entscheide der Geschäftsleitung über die Einstufung von Sendeprogrammen und über die Schutzfähigkeit von Werken und Bearbeitungen freier Werke;
  • hat beratende Funktion hinsichtlich der Beurteilung von nicht autorisierten Umarbeitungen geschützter Werke und von Plagiaten.

Die VWK wird durch die Mitglieder an der Generalversammlung gewählt. Sie kann gemäss den Regelungen in den Statuten Ziff. 9.4 auch mit weiteren Aufgaben betraut werden. Jedes Kommissionsmitglied hat eine Stimme, abwesende Mitglieder können nicht durch andere Kommissionsmitglieder vertreten werden.

Gemäss den Statuten der SUISA setzt sich die VWK aus höchstens 22 Mitgliedern zusammen. Sie zählt sowohl Urheber als auch Verleger zu ihren Mitgliedern und wird von der Generalversammlung alle vier Jahre neu gewählt. Die Amtsdauer beträgt vier Jahre. Die Mitglieder können höchstens drei Mal wiedergewählt werden.

Die aktuellen Mitglieder der VWK finden Sie hier.

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An der SUISA-Generalversammlung vom 19. Juni 2015 in Freiburg werden 15 neue Vertreter in die Verteilungs- und Werkkommission der SUISA gewählt. Seit der Ausschreibung im September 2014 haben sich über 120 Komponisten, Textautoren und Verleger beworben oder wurden der SUISA vorgeschlagen. Nach einem mehrmonatigen Auswahlverfahren schlägt nun der SUISA-Vorstand der Generalversammlung 15 Kandidatinnen und Kandidaten vor.

VWK-Kandidaten-Ersatzwahl

Die Mitglieder der Verteilungs- und Werkkommission werden von der SUISA-Generalversammlung gewählt. An der GV am 19. Juni 2015 in Freiburg stehen 15 Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl. (Bild: Manu Leuenberger, mit Illustrationen von: Marylia / Shutterstock.com)

Die Auswahl war alles andere als einfach: Nach der Ausschreibung im letzten September standen über 120 Persönlichkeiten aus der Schweizer Musikszene – Komponisten, Textautoren und Verleger – für die Nachfolge der 15 abtretenden Mitglieder der Verteilungs- und Werkkommission (VWK) der SUISA zur…Weiterlesen

Die SUISA ist da, wo neue Musik entsteht

Mehr als 80 neue Werke melden die Mitglieder durchschnittlich jeden Tag bei der SUISA an. Mit ihrer Dienstleistung verschafft die SUISA den Komponisten und Textautoren Freiraum, um neue Musik zu schaffen. Als Bindeglied zwischen den Urhebern und jenen, die Musik ausserhalb des privaten Rahmens nutzen, ermöglicht sie, dass Musik öffentlich aufgeführt, gesendet oder online angeboten und dadurch vom Publikum entdeckt werden kann. Diesen Gedanken will die SUISA in ihrer Kommunikation verstärkt hervorheben.

Wo-neue-Musik-entsteht-Cover

Dieses Jahr erscheint der SUISA-Jahresbericht zum ersten Mal zusammen mit der Broschüre «Wo neue Musik entsteht». In dieser Publikation haben wir Komponistinnen und Komponisten aus verschiedenen Musikgenres und Sprachregionen der Schweiz porträtiert. (Bild: Titelseite Broschüre «Wo neue Musik entsteht», Foto: Robert Huber; Gestaltung: Crafft Kommunikation AG)

Hinter allen Musikstücken stehen Komponisten, hinter allen Liedtexten finden sich Autoren. Sie erschaffen mit ihren Liebesliedern, Protestsongs, Symphonien und Volksweisen den Soundtrack unseres Lebens. Paare heiraten zum «Hochzeitsmarsch» von Felix Mendelssohn Bartholdy, Fussballteams werden mit «Seven Nation Army» von The White Stripes gefeiert, und kürzlich sagte der Scorpions-Sänger Klaus Meine in einem Interview, dass zu ihrer Ballade «Still Loving You» schon Kinder gezeugt wurden.

Fast so, wie die Musik uns ab den ersten Gute-Nacht-Liedern umgibt, begleitet die SUISA die Komponisten und Textautoren bei ihrem Musikschaffen – oftmals von den ersten musikalischen Schritten an.

Wo neue Musik entsteht …

Neue Musik entsteht dank schöpferischen Urhebern. Zu Hause, in Proberäumen, Studios, Büros, in der Natur oder während Zugfahrten entstehen Ideen für Musik, werden Liedtexte geschrieben, wird komponiert oder bestehende Musik neu arrangiert. Pro Jahr werden bei der SUISA rund 30‘000 neue Werke angemeldet. Es sind also die Mitglieder der SUISA und ihrer Schwestergesellschaften im Ausland, die den Soundtrack unseres Lebens beständig erweitern.

Neue, talentierte Künstler sorgen dafür, dass die Quellen der Musik auch für zukünftige Generationen nicht versiegen. Sie bereichern die Musikszene, beliefern Radios mit neuen Inhalten und das Publikum mit neuen CDs, LPs oder digitalen Formaten. Sie begeistern Zuschauer und Zuhörer an Konzerten, und manchmal kreieren sie sogar neue Musikgenres oder Trends.

… ist auch die SUISA

Wo diese neue Musik entsteht, ist meistens auch die SUISA. Aktive Komponisten und Textautoren jeden Alters werden Mitglieder bei der SUISA. Sie melden ihre Werke bei der SUISA an, damit diese die Urheberrechte für die Mitglied wahrnimmt. Sie stellt sicher, dass diese Urheber für die Nutzung ihrer Werke bezahlt werden. Für viele Komponisten, Textautoren und Verleger sind diese Vergütungen ein substantieller Teil ihres Lebensunterhalts. Mit ihrer Dienstleistung nimmt die SUISA den Urhebern Zeit und Aufwand für administrative Arbeiten ab. Dadurch erhalten die kreativ Tätigen Lohn und Freiraum, der ihnen ermöglicht, neue Musik zu schaffen.

Die SUISA ist dabei nicht nur ein Dienstleister für ihre Mitglieder sondern vor allem auch ein Bindeglied zwischen den Urhebern und denen, die Musik ausserhalb des privaten Rahmens nutzen. Sie erteilt Lizenzen, damit Musik öffentlich aufgeführt, gesendet oder online angeboten werden kann. So ermöglicht die SUISA, dass neue Musik und Künstler vom Publikum auf Bühnen, im Radio oder auf Internetplattformen entdeckt werden kann, während die Urheber dafür bezahlt werden.

Zudem hat die SUISA vor 25 Jahren ihre Stiftung für Musik, die FONDATION SUISA, ins Leben gerufen. Mit mehr als 36 Mio. Franken hat die Stiftung seit der Gründung durch Beiträge an Werke und deren Aufführungen sowie Förderpreise die Schweizer Musik im In- und Ausland unterstützt und so die Entstehung und Verbreitung von neuer Schweizer Musik ermöglicht.

Neue Musik in Sponsoringaktivitäten und Jahresbericht der SUISA

Die SUISA ist also dort, wo neue Musik entsteht. Diesen Grundgedanken will die SUISA im Rahmen verschiedenen Aktivitäten stärker ins Bewusstsein rufen. Zum Beispiel beim Sponsoring, wo sich die SUISA auf Projekte und Anlässe fokussieren will, bei welchen das kompositorische Schaffen oder neue Künstler ein wichtiger Bestandteil sind. Oder beim Jahresbericht, der in diesem Jahr neu begleitet von einer Imagebroschüre erscheint.

In dieser Broschüre erzählen 5 Künstler und Gruppen in kurzen, spannenden Beiträgen, wo und wie ihre Musik entsteht. Zusätzlich zu diesen Kurzporträts in der Imagebroschüre werden auf dem SUISAblog im Verlauf der nächsten Monate die Interviews mit diesen Künstlern in ausführlicher Form und als Videos veröffentlicht werden.

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Mehr als 80 neue Werke melden die Mitglieder durchschnittlich jeden Tag bei der SUISA an. Mit ihrer Dienstleistung verschafft die SUISA den Komponisten und Textautoren Freiraum, um neue Musik zu schaffen. Als Bindeglied zwischen den Urhebern und jenen, die Musik ausserhalb des privaten Rahmens nutzen, ermöglicht sie, dass Musik öffentlich aufgeführt, gesendet oder online angeboten und dadurch vom Publikum entdeckt werden kann. Diesen Gedanken will die SUISA in ihrer Kommunikation verstärkt hervorheben.

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Dieses Jahr erscheint der SUISA-Jahresbericht zum ersten Mal zusammen mit der Broschüre «Wo neue Musik entsteht». In dieser Publikation haben wir Komponistinnen und Komponisten aus verschiedenen Musikgenres und Sprachregionen der Schweiz porträtiert. (Bild: Titelseite Broschüre «Wo neue Musik entsteht», Foto: Robert Huber; Gestaltung: Crafft Kommunikation AG)

Hinter allen Musikstücken stehen Komponisten, hinter allen Liedtexten finden sich Autoren. Sie erschaffen mit ihren…Weiterlesen

SUISA am m4music: Streitgespräch zum Urheberrecht, Geld & Musik online und neue Bands

Braucht es die SUISA im Online-Zeitalter überhaupt noch? Um diese Frage dreht sich das Urheberrechtsstreitgespräch am 27. März 2015 beim m4music-Festival in Zürich. Das Streitgespräch findet zum ersten Mal statt und wird von der SUISA präsentiert. Zudem ist die SUISA am m4music dort, wo neue Musik entsteht: Sie ist einer der Partner der Showcase-Stage, auf der aufstrebende Bands ihr Können zeigen. Das Popmusikfestival m4music findet am 26. März 2015 in Lausanne und vom 27. bis 28. März 2015 in Zürich statt.

m4music-Schiffbau-Zurich

An den zwei Zürcher Festivaltagen von m4music wird der Schiffbau zur zentralen Begegnungsstätte des Popmusikfestivals vom Migros-Kulturprozent. (Foto: Migros Kulturprozent)

«Die SUISA hat die Online-Entwicklung völlig verpennt!» Oder: «Die Verwertungsgesellschaften gehören abgeschafft!». Mit solchen oder ähnlichen Vorwürfen werden die SUISA und andere Verwertungsgesellschaften immer wieder konfrontiert. Sind solche Vorwürfe berechtigt? Darüber diskutieren am 27. März 2015 im Zürcher Moods in einem Urheberrechtsstreitgespräch der FDP-Nationalrat Ruedi Noser, der Singer/Songwriter Marc Sway, der Internet-Publizist Tim Cole, Andreas Ryser vom Verband unabhängiger Musiklabels und -produzenten IndieSuisse, Michel Rudin vom Konsumentenforum sowie der SUISA-Generaldirektor Andreas Wegelin. Das Streitgespräch findet am diesjährigen m4music-Festival zum ersten Mal statt und wird vom SRF-Kulturredaktor und Labelbesitzer Eric Facon moderiert.

Dauerbrenner-Thema: Umsatz mit Musik im Internet

Eine ebenso interessante Frage wird am Vortag in der EJMA in Lausanne besprochen: «Wie erzielt man Umsatz mit Musik im Internet?» Über dieses Dauerbrenner-Thema diskutieren Nicolas Pont, Leiter des Rechtsdienstes der SUISA in Lausanne, Didier Gosset vom Verband europäischer Independent-Labels und -Vertriebsorganisationen, IMPALA, sowie Jean Christophe Mercier von Believe Digital, einem der führenden Digitalvertriebe für Künstler und Labels in Europa. Moderator dieser Diskussion ist Stéphane Laurenceau von Couleur 3. Wer das Thema nach der Diskussion weiter vertiefen möchte, kann dies bei der anschliessenden SUISA-Kaffeerunde machen.

Showcase-Stage: Die SUISA ist dort, wo neue Musik entsteht

Zum ersten Mal ist die SUISA dieses Jahr einer der Partner der Showcase-Stage. Auf der Bühne vor dem Zürcher Club «Exil» spielen aufstrebende Schweizer Bands und Künstler wie die Zuger Indie-Rocker Rival Kings, die Waadtländer Elektro-Musikerin Verveine oder der Walliser Yellow Teeth mit seinen Folk-/Blues-Songs. Gut möglich, dass der eine oder andere Künstler nächstes Jahr den Sprung auf eine der grösseren Bühnen des m4music-Festivals schafft. Dort spielen dieses Jahr neben internationalen Bands auch Schweizer Musiker wie die Tessinerin Camilla Sparksss oder die Zürcher-Berner Formation True.

SUISA und SWISSPERFORM laden zum jährlichen Apéro

Und natürlich findet auch dieses Jahr wieder am Freitagabend der etablierte Apéro der SUISA und der SWISSPERFORM statt. Der Anlass in der Halle im Schiffbau bietet den Künstlern, Professionals, Politikern und Journalisten stets eine gute Gelegenheit zum Netzwerken.

Der FONDATION-SUISA-Award an der Demotape Clinic

Am Samstagabend um 19 Uhr vergibt zudem die FONDATION SUISA im Rahmen der Demotape Clinic wieder ihre Awards an vier hoffnungsvolle Künstler aus den Sparten Rock, Pop, Urban und Electronic. Die Verleihung der mit jeweils 5000 Franken dotierten Preise findet in der Box im Schiffbau statt.

Mehr Informationen und das vollständige Programm des m4music-Festivals findet man unter: www.m4music.ch

Die SUISA und die FONDATION SUISA am m4music 2015 in Lausanne und Zürich

Panel «Comment générer des revenus sur internet?» Auditorium EJMA, Lausanne Donnerstag, 26.3.
von 14 bis 15 Uhr
SUISA-Kaffee Cafétéria EJMA, Lausanne Donnerstag, 26.3.
von 15 bis 16 Uhr
Urheberrechtsstreitgespräch: «Verwertungsgesellschaften: Dinosaurier im Online-Zeitalter?» Moods, Zürich Freitag, 27.3.
von 12 bis 13 Uhr
Networking-Apéro der SUISA und SWISSPERFORM Halle/Schiffbau, Zürich Freitag, 27.3.
von 19 bis 20 Uhr
Showcase-Stage Vor dem «Exil», Zürich Freitag, 27.3., und Samstag, 28.3.
jeweils ab 14.15 Uhr
Demotape Clinic Award Show Box/Schiffbau, Zürich Samstag, 28.3.
von 19 bis 20 Uhr
SUISA Contact Corner Foyer/Schiffbau, Zürich Freitag, 27.3., und Samstag, 28.3.
jeweils 13 – 17 Uhr
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Braucht es die SUISA im Online-Zeitalter überhaupt noch? Um diese Frage dreht sich das Urheberrechtsstreitgespräch am 27. März 2015 beim m4music-Festival in Zürich. Das Streitgespräch findet zum ersten Mal statt und wird von der SUISA präsentiert. Zudem ist die SUISA am m4music dort, wo neue Musik entsteht: Sie ist einer der Partner der Showcase-Stage, auf der aufstrebende Bands ihr Können zeigen. Das Popmusikfestival m4music findet am 26. März 2015 in Lausanne und vom 27. bis 28. März 2015 in Zürich statt.

m4music-Schiffbau-Zurich

An den zwei Zürcher Festivaltagen von m4music wird der Schiffbau zur zentralen Begegnungsstätte des Popmusikfestivals vom Migros-Kulturprozent. (Foto: Migros Kulturprozent)

«Die SUISA hat die Online-Entwicklung völlig verpennt!» Oder: «Die Verwertungsgesellschaften gehören abgeschafft!». Mit solchen oder ähnlichen Vorwürfen werden die SUISA und andere Verwertungsgesellschaften immer wieder konfrontiert. Sind solche Vorwürfe berechtigt? Darüber diskutieren…Weiterlesen

Mit der SUISA an die Swiss Music Awards: 3x 2 VIP-Tickets zu gewinnen

Ihr wolltet schon immer mal mit den Stars über den roten Teppich laufen? An einer Afterparty mit Euren Lieblingen aus der Schweizer Showszene anstossen? Die SUISA macht es möglich. Drei einfache Fragen richtig beantworten und schon nehmt Ihr an der Verlosung von 3x 2 VIP-Tickets für die Swiss Music Awards am 27.2.2015 im Zürcher Hallenstadion teil.

Mit Suisa zu SMA

An den Swiss Music Awards wird das Schaffen der erfolgreichsten Musiker geehrt. Gleichzeitig soll Newcomern eine Plattform gegeben werden, um ihre Musik einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. (Foto: Marcel Grubenmann)

Carlos Leal, Stefanie Heinzmann und Die Fantastischen Vier sind nur einige der Showacts, die an den Swiss Music Awards am 27.2.2015 im Zürcher Hallenstadion auftreten. Dazu gesellen sich viele weitere Persönlichkeiten aus der Schweizer Showszene. Und nach der Show steigt die Afterparty mit den Stars im «Kaufleuten» in Zürich-City.

Wettbewerb mit drei einfachen Fragen zur SUISA

Und so seid Ihr an den Swiss Music Awards mit dabei: Geht auf die Seite www.suisa.ch/sma und beantwortet drei einfache Fragen zur SUISA richtig. Mit etwas Glück gehört Ihr zu den drei Gewinnern, die zusammen mit einer Begleitperson als VIP an diesem Event dabei sein dürfen! Um am Wettbewerb teilnehmen zu können, müsst Ihr mindestens 18 Jahre alt sein.

SUISA ist Supporting Partner der Swiss Music Awards

Die Swiss Music Awards gehören zu den bekanntesten Musikpreisen der Schweiz. Die SUISA ist Supporting Partner und unterstützt den Anlass zusammen mit ihrer Stiftung, der FONDATION SUISA.

Hier geht’s zum Wettbewerb: www.suisa.ch/sma

Weitere Informationen zu den Swiss Music Awards: www.swissmusicawards.ch

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  1. Giorgio Tebaldi sagt:

    Guten Tag Afrodita

    Danke für die Teilnahme am Wettbewerb. Die Gewinner wurden letzte Woche ausgelost und benachrichtigt. Leider haben Sie nicht gewonnen. Vielleicht klappt es beim nächsten Mal.

    Freundliche Grüsse

    Giorgio Tebaldi / Kommunikation SUISA

  2. Afrodita sagt:

    Ich hoffe ich könnte den Preis gewinnen ich habe immer mit gemacht aber habet leider nie gewonnen

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Ihr wolltet schon immer mal mit den Stars über den roten Teppich laufen? An einer Afterparty mit Euren Lieblingen aus der Schweizer Showszene anstossen? Die SUISA macht es möglich. Drei einfache Fragen richtig beantworten und schon nehmt Ihr an der Verlosung von 3x 2 VIP-Tickets für die Swiss Music Awards am 27.2.2015 im Zürcher Hallenstadion teil.

Mit Suisa zu SMA

An den Swiss Music Awards wird das Schaffen der erfolgreichsten Musiker geehrt. Gleichzeitig soll Newcomern eine Plattform gegeben werden, um ihre Musik einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. (Foto: Marcel Grubenmann)

Carlos Leal, Stefanie Heinzmann und Die Fantastischen Vier sind nur einige der Showacts, die an den Swiss Music Awards am 27.2.2015 im Zürcher Hallenstadion auftreten. Dazu gesellen sich viele weitere Persönlichkeiten aus der Schweizer Showszene. Und nach der Show steigt die Afterparty mit den Stars im…Weiterlesen

«Ich schätze die Unterstützung der SUISA für die Künstler sehr»

Montreux Jazz Festival, Rock Oz’Arènes, Jazz Parade – Amadou Diolo war in den letzten Jahren an namhaften Schweizer Festivals vertreten. Seit diesem Jahr ist er Mitglied bei der SUISA. In der aktuellen Ausgabe des Mitgliedermagazins SUISAinfo haben wir den Künstler porträtiert. Lesen Sie hier das ganze Interview.

Amadou_Diolo

Mit seinem Stil hat er sich einen Platz in der Schweizer Musiklandschaft erobert: Amadou Diolo (Foto: www.studio.41.ch)

Sie stammen aus dem Senegal. Wie sind Sie in die Schweiz gekommen?
Ich lebe nun seit zehn Jahren in der Schweiz. Ich bin wegen meiner jetzigen Frau, die Schweizerin ist, hierhin gezogen.

Woher stammt Ihre Begeisterung für die Musik?
Ich stamme aus einer Familie von Griots, also von westafrikanischen Sängern. Mein Vater ist ein grosser Musiker und Kora-Spieler (Kora ist eine traditionelle westafrikanische Stegharfe, Anmerkung des Verfassers). Und dann hatte ich natürlich musikalische Vorbilder: Beeinflusst haben mich vor allem Bob Marley sowie die afrikanischen Künstler Mory Kanté und Alpha Blondy. Diese Einflüsse vermische ich mit meinen kulturellen Wurzeln, indem ich für meine Musik die Kora einsetze. Das Resultat ist meine eigene Version des Afro-Reggaes, der in den Grundzügen eine Mischung von Reggae und afrikanischen Rhythmen ist.

Sie haben bereits an vielen namhaften Schweizer Festivals gespielt. Ihre Musik stösst hierzuland auf grossen Anklang.
Das stimmt. Mit meinem Stil habe ich mir einen Platz in der Schweizer Musiklandschaft erobert. Viele grosse Festivals wie das Montreuz Jazz Festival, Rock Oz‘Arènes oder Jazz Parade haben mich mit offenen Armen empfangen. Es ist schön, dass meine Musik gut ankommt. Es steckt aber auch harte Arbeit dahinter – Tag für Tag.

Wie wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass Sie Mitglied bei der SUISA sind?
Ich schätze die Unterstützung der SUISA für die Künstler sehr. Es ist für mich wichtig, dass sich die SUISA für die Rechte und die Arbeit der Musiker einsetzt. Ich alleine könnte mich nicht um all das kümmern, was die SUISA für mich macht. Es ist gut zu wissen, dass es bei der SUISA Leute gibt, die für uns Künstler und unsere Arbeit da sind.

Sie selber setzen sich im Rahmen der Organsiation «Soutien Senegal» auch für andere ein. Welche Rolle spielt Ihre Musik bei Ihrem humanitären Engagement?
Dank meiner Musik kann ich mich für die Bevölkerung im Senegal einsetzen, vor allem für die Armen. Ich kann über die Dinge im Senegal singen, die mich bewegen. Im April nächstes Jahr werde ich mit meiner Band in den Senegal reisen und vor allem auch in Schulen auftreten.

Was sind Ihre nächsten Pläne?
Im Moment sind wir dabei, eine Tournee durch Belgien zu organisieren. Hauptsächlich bin ich im Moment aber damit beschäftigt, mit meiner Band mein zweites Album aufzunehmen, das am 2. Mai erscheint und im Azimut in Estavayer-le-Lac vorgestellt wird. Zusammen mit meiner Band bin ich daran, neue Songs zu komponieren und einzustudieren. Im Februar möchten wir mit den Aufnahmen fertig sein. Vom 3. bis 20. April 2015 werden wir ausserdem einige Konzerte im Senegal und in Gambia geben. Das Ziel dieser Tournee ist der musikalische Austausch zwischen der Schweiz und diesen afrikanischen Ländern.

Herzlichen Dank für das Gespräch und viel Erfolg mit Ihren Projekten.

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Montreux Jazz Festival, Rock Oz’Arènes, Jazz Parade – Amadou Diolo war in den letzten Jahren an namhaften Schweizer Festivals vertreten. Seit diesem Jahr ist er Mitglied bei der SUISA. In der aktuellen Ausgabe des Mitgliedermagazins SUISAinfo haben wir den Künstler porträtiert. Lesen Sie hier das ganze Interview.

Amadou_Diolo

Mit seinem Stil hat er sich einen Platz in der Schweizer Musiklandschaft erobert: Amadou Diolo (Foto: www.studio.41.ch)

Sie stammen aus dem Senegal. Wie sind Sie in die Schweiz gekommen?
Ich lebe nun seit zehn Jahren in der Schweiz. Ich bin wegen meiner jetzigen Frau, die Schweizerin ist, hierhin gezogen.

Woher stammt Ihre Begeisterung für die Musik?
Ich stamme aus einer Familie von Griots, also von westafrikanischen Sängern. Mein Vater ist ein grosser Musiker und Kora-Spieler (Kora ist eine traditionelle westafrikanische Stegharfe, Anmerkung des Verfassers). Und dann hatte ich natürlich musikalische…Weiterlesen

«Die europäischen Komponisten stehen auf einer Ebene mit den weltbesten Filmkomponisten»

Derzeit sind alle Augen der Filmmusiker gegen Hollywood gerichtet. Am 4. November werden in der Filmmetropole die «Hollywood Music in Media Awards» vergeben. Mit dabei ist das SUISA-Mitglied Josué Vergara. Der in Spanien lebende Komponist, der gleich mit drei Songs nomininiert ist, spricht im Interview darüber, wie schwierig es ist, für nichtamerikanische Komponisten im US-Markt Fuss zu fassen, was die Downloads aus illegalen Quellen für Filmmusikkomponisten bedeuten und weshalb er SUISA-Mitglied ist, obwohl er in Spanien lebt.

Josueé_Vergara

Josué Vergara (Foto: Alicia Jorge)

Herzlichen Glückwunsch! Sie sind dieses Jahr gleich mit drei Kompositionen für die «Hollywood Music in Media Awards» (HMMA) nominiert. Damit gehören Sie zu den wenigen Europäern, die es auf die Liste der Nominierten schafften. Wie erklären Sie sich diesen Erfolg?
Vielen Dank. Diese drei Nominierungen sind das Resultat harter Arbeit und grosser Anstrengungen über die ganzen letzten Jahre. Es stimmt, dass nur wenige Europäer nominiert werden. Die «Hollywood Music in Media Awards» werden in Los Angeles vergeben. Deshalb denke ich, dass diese Auszeichnungen in den USA eine viel wichtigere Rolle spielen als in Europa. Ich leite daraus ebenfalls ab, dass sich ein Grossteil des Geschehens in der Filmindustrie in den Vereinigten Staaten, genauer gesagt in Hollywood abspielt. Da ist es nur logisch, dass die meisten Nominierten nicht aus Europas kommen. Eine spanische Nominierung ist deshalb sehr willkommen und ermutigt mich, meinen Weg weiterzugehen. Warum dieser Erfolg? Diese Frage kann ich Ihnen nicht beantworten. Vielleicht, weil die Amerikaner etwas anderes suchen, ein Musikgenre ganz anderer Couleur, wer weiss… Auf jeden Fall bin ich aber sehr zufrieden mit dem Resultat und dem Vertrauen, welches die Verantwortlichen bei den HMMA durch die drei Nominierungen in meine Musik gesetzt haben.

Wenn ein Europäer einen Academy Award, also einen Oscar, gewinnt, verleiht das seiner Karriere im Film-Business meist deutlichen Auftrieb. Haben die HMMA in der Filmmusikszene eine ähnlich grosse Bedeutung?
Während ein Oscar die Karriere eines Schauspielers oder Regisseurs tatsächlich deutlich beflügeln kann, muss man zugeben, dass die Auszeichnungen in der Filmmusikbranche nicht dieselbe Medienwirksamkeit haben. Beispielsweise kennt fast jeder noch James Cameron, den Regisseur von «Titanic», während sich die breite Masse kaum an den Komponisten James Horner erinnert, obwohl beide einen Oscar gewonnen haben. Die HMMA sind im Bereich der Filmmusik sicher die bedeutendsten Preise unserer Zeit, und die Nominierungen helfen den Komponisten zweifellos. Ich denke aber, dass das Medienecho darauf momentan noch weit von dem eines Oscars entfernt ist. Gleichzeitig muss ich einräumen, dass meine Musik seit den Nominierungen schon mehr Bekanntheit erlangt hat.

Hollywood ist der Dreh- und Angelpunkt der internationalen Filmindustrie, welche auch die Filmmusik einschliesst. Ist es schwierig für einen europäischen Filmmusikkomponisten, sich auf dem amerikanischen Markt zu etablieren?
Ja. Wenn sich ein europäischer Komponist auf dem amerikanischen Markt etabliert, dann steht er auf einer Ebene mit den besten Filmmusikkomponisten der Welt. Die Konkurrenz ist gross und sehr talentiert, was es schwieriger macht, erfolgreich zu sein. Andererseits ist Hollywood auch der gemeinsame Nenner der Filmbranche, weshalb dort viel mehr Projekte laufen als an anderen Orten. Dieser letzte Aspekt ist sehr positiv und interessant.

Die Musik- und Filmemacher leiden unter den kostenlosen Download-Angeboten im Internet. Welche Rolle spielen diese illegalen Plattformen bei Ihrer Tätigkeit als Komponist konkret?
Die kostenlosen Downloads von illegalen Internet-Plattformen sind bedauernswert und stellen für die Komponisten und die Musikbranche allgemein ein schwerwiegendes Problem dar. Allerdings denke ich, dass Filmmusik momentan weniger häufig illegal heruntergeladen wird. Diesem Missbrauch fällt vor allem die Pop-Musik zum Opfer. Die Regierungen müssen ernsthafte Gegenmassnahmen ergreifen, damit dies nicht ewig so weitergeht.

Sie leben in Spanien, sind aber Mitglied der SUISA. Haben Sie nie darüber nachgedacht, sich der spanischen Verwertungsgesellschaft SGAE anzuschliessen?
Ich bin seit mehr als 20 Jahren SUISA-Mitglied. Ich bin jetzt 36 Jahre alt und war sehr jung, als die SUISA begann, meine Rechte zu verwerten. Auch wenn ich in Spanien leben, habe ich nie daran gedacht, Mitglied der SGAE zu werden. Ich bin mit der SUISA sehr zufrieden, die Kommunikation ist einfach und praktisch. Für mich ist die SUISA zudem eine sehr verlässliche Gesellschaft, die meine Rechte perfekt verwertet. Ausserdem musste die SGAE aufgrund ihrer internen Probleme in den letzten Jahren viel durchmachen. Aber auch wenn ich jetzt in Spanien, in Valencia, lebe, habe ich doch mehr als 15 Jahre, meine ganze Jugend, in Genf verbracht. Ich habe viele gute Erinnerungen daran und viele Freunde in der Schweiz. Und ich habe von der Schweiz viel gelernt. Ich bin für meine Ausbildung, die Hilfe und die Werte, die ich in der Schweiz erfahren habe, sehr dankbar. Das ist einer der Gründe, warum ich der SUISA treu bleibe.

Welche Bedeutung haben Ihrer Meinung nach die Urheberrechtsvergütungen, also die Vergütungen von der SUISA, für Ihr Einkommen als Filmmusikkomponist?
Für mich als Filmmusikkomponisten sind die Urheberrechtsvergütungen ein wichtiges Thema. Auch wenn es stimmt, dass ich dieses Jahr dreifach in Hollywood nominiert wurde, stehe ich immer noch am Anfang meiner Karriere. Ich komponiere schon seit Langem Musik, aber das Komponieren von Filmmusik ist für mich etwas Neues. Ich muss noch viel lernen, und ich muss bekennen, dass ich bezüglich der Verwertung audiovisueller Rechte nicht ganz auf dem Laufenden bin. Deshalb habe ich kürzlich die SUISA kontaktiert, um diesbezüglich alle wichtigen Informationen einzuholen.

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Derzeit sind alle Augen der Filmmusiker gegen Hollywood gerichtet. Am 4. November werden in der Filmmetropole die «Hollywood Music in Media Awards» vergeben. Mit dabei ist das SUISA-Mitglied Josué Vergara. Der in Spanien lebende Komponist, der gleich mit drei Songs nomininiert ist, spricht im Interview darüber, wie schwierig es ist, für nichtamerikanische Komponisten im US-Markt Fuss zu fassen, was die Downloads aus illegalen Quellen für Filmmusikkomponisten bedeuten und weshalb er SUISA-Mitglied ist, obwohl er in Spanien lebt.

Josueé_Vergara

Josué Vergara (Foto: Alicia Jorge)

Herzlichen Glückwunsch! Sie sind dieses Jahr gleich mit drei Kompositionen für die «Hollywood Music in Media Awards» (HMMA) nominiert. Damit gehören Sie zu den wenigen Europäern, die es auf die Liste der Nominierten schafften. Wie erklären Sie sich diesen Erfolg?
Vielen Dank. Diese drei Nominierungen sind das Resultat harter Arbeit und grosser…Weiterlesen