Artikel von: Manu Leuenberger

Gesucht: neues Mitglied für die Verteilungs- und Werkkommission

Wie werden die Einnahmen an Urheber und Verleger verteilt? Wer soll wie viel aus welcher Nutzung seiner Werke erhalten? Diese Fragen stehen zentral im Pflichtenheft der Verteilungs- und Werkkommission der SUISA. In diesem Gremium werden Vorschläge erarbeitet, welche unter anderem die Verteilung der Einnahmen beeinflussen. Sind Sie interessiert, die Geschäfte mitzubestimmen und in der Kommission Einsitz zu nehmen? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung bis zum 30. November 2019. Text von Regula Greuter

Gesucht: neues Mitglied für die Verteilungs- und Werkkommission

Die Mitglieder der Verteilungs- und Werkkommission der SUISA werden von der Generalversammlung gewählt. (Foto: Sibylle Roth)

Aufgrund eines Rücktritts in den Reihen der Verteilungs- und Werkkommission (VWK) wird an der nächsten Generalversammlung der SUISA vom 26. Juni 2020 im Bierhübeli in Bern ein neues Mitglied in diese Kommission gewählt.

Damit die Gewichtung der verschiedenen Sparten gewährleistet ist, soll die interessierte Kandidatin oder der interessierte Kandidat aus den Reihen der Verleger kommen.

Sind Sie interessiert, die Geschicke bei der SUISA mitzubestimmen? Möchten Sie die Möglichkeit erhalten, selber Einfluss auf die Geschäftstätigkeiten der SUISA zu nehmen und das Geschäft mitzulenken? Dann bewerben Sie sich für die vakante Position!

Anforderungen an die Kandidatin oder den Kandidaten

Als stimm- und wahlberechtigtes SUISA-Mitglied erfüllen Sie eine der Voraussetzungen für eine Kandidatur. Sie sollten die Wirkung heutiger Entscheidungen für die Zukunft verstehen und nicht nur für die eigenen Interessen sondern auch für jene der anderen Urheber und Verleger einstehen. Die VWK-Sitzungen finden zweimal jährlich in Bern statt, das heisst, es ist pro Sitzung ein Tag einzuplanen (mit An- und Abreise und einem gemeinsamen Mittagessen). Die Vorbereitungszeit für diese Sitzungen besteht aus dem eingehenden Studium der elektronisch verfügbaren Sitzungsunterlagen.

Wer ist die Verteilung- und Werkkommssion?

Die VWK ist eine Kommission der SUISA-Generalversammlung und setzt sich aus 22 Mitgliedern zusammen, welche alle Musiksparten, Regionen und Sprachen der Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein vertreten. Einsitz nehmen Komponisten, Musikverleger und Textautoren. Letztendlich ist auch eine ausgewogene Durchmischung hinsichtlich Alter und Geschlecht von Bedeutung.

Die aktuellen Mitglieder der Kommission sind auf der SUISA-Website aufgeführt.

Aufgaben der VWK

Die Verteilungs- und Werkkommission beschäftigt sich primär mit Fragen zur Verteilung, die im Verteilungsreglement geregelt ist. Sie erfüllt folgende Aufgaben:

  • prüft die Bestimmungen des Verteilungsreglements und ihre Auswirkungen auf die Verteilungsergebnisse;
  • stellt dem Vorstand Anträge betreffend Änderung des Verteilungsreglements;
  • behandelt in erster Instanz Rekurse gegen Entscheide der Geschäftsleitung über die Einstufung von Sendeprogrammen und über die Schutzfähigkeit von Werken und Bearbeitungen freier Werke;
  • hat beratende Funktion hinsichtlich der Beurteilung von nicht autorisierten Umarbeitungen geschützter Werke und von Plagiaten.

Sind Sie an einer Kandidatur interessiert? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung bis zum 30. November 2019 an:

SUISA, Mercedes Molina, Bellariastrasse 82, CH-8038 Zürich
E-Mail: mercedes.molina (at) suisa (dot) ch

Für Auskünfte steht Ihnen Frau Irène Philipp Ziebold, COO, gerne zur Verfügung: 044 485 68 00

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Wie werden die Einnahmen an Urheber und Verleger verteilt? Wer soll wie viel aus welcher Nutzung seiner Werke erhalten? Diese Fragen stehen zentral im Pflichtenheft der Verteilungs- und Werkkommission der SUISA. In diesem Gremium werden Vorschläge erarbeitet, welche unter anderem die Verteilung der Einnahmen beeinflussen. Sind Sie interessiert, die Geschäfte mitzubestimmen und in der Kommission Einsitz zu nehmen? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung bis zum 30. November 2019. Text von Regula Greuter

Gesucht: neues Mitglied für die Verteilungs- und Werkkommission

Die Mitglieder der Verteilungs- und Werkkommission der SUISA werden von der Generalversammlung gewählt. (Foto: Sibylle Roth)

Aufgrund eines Rücktritts in den Reihen der Verteilungs- und Werkkommission (VWK) wird an der nächsten Generalversammlung der SUISA vom 26. Juni 2020 im Bierhübeli in Bern ein neues Mitglied in diese Kommission gewählt.

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Wo keine Liebe ist, ist alles vergeblich

Am 26. Juni 2019 ist der Zürcher Komponist und Musikjournalist Rolf Urs Ringger im Alter von 84 Jahren gestorben. Nachruf von Gastautor Thomas Meyer

Rolf Urs Ringger: Wo keine Liebe ist, ist alles vergeblich

Rolf Urs Ringger war SUISA-Mitglied seit 1960. (Foto: Keystone / Gaëtan Bally)

In jungen Jahren habe er einen Roman mit dem Titel «Der Dandy» schreiben wollen: Die Hauptfigur nimmt ein Taxi und fährt zu Oper. Von dieser kurzen und doch ausgedehnten Fahrt sollte das Buch handeln – und dabei wohl ein wenig auch von ihm selber. Egal, ob das nun erfunden war, oder ob sich im Nachlass tatsächlich ein Romanfragment finden wird: Rolf Urs Ringger wusste natürlich, was für ein Futter er mit einer solchen Anekdote dem Journalisten gegenüber gab. Schelmisch stellte er sich vor, wie das Bild des Dandys Ringger entstand, und freute sich, denn das war er ja auch: der Dandy unter den Schweizer Komponisten, unverstellt eitel, aber auch mit dieser Eitelkeit lustvoll spielend. Als Adrian Marthaler sein Orchesterwerk «Breaks and Takes» fürs Fernsehen visualisierte, spielte Ringger persönlich einen Delius-ähnlichen, melancholischen Komponisten an einem Swimming Pool.

«Ich liebe das Kokettieren. Das gibt ja doch auch meiner Produktion das leichte und spielerische Moment. Und es kommt ja beim Publikum auch sehr gut an. Und ich habe Freude daran.» Sagte er mal im Gespräch. «Das Moment des Narzisstischen, jetzt wertfrei verstanden, ist doch sehr stark bei mir spürbar.» Ich mochte ihn für diese Selbstironie, die bei ihm ganz natürlich war. Er brachte eine ganz eigene und auffallende Farbe in die zur Bescheidenheit neigende Zürcher Musikszene, er war mondän, vielgewandt, urban, wenn er den Sommer auch immer auf Capri verbrachte, wo einige sinnliche Klangbilder entstanden. Zu diesem Image hat der Komponist selber reichlich beigetragen.

Ton- und Wortkünstler

Ringger war aber auch ein Zürcher. Hier wurde er am 6. April 1935 geboren, hier wuchs er auf, lebte und arbeitete hier, ein Wort- und Tonkünstler. In Küsnacht besuchte er das Seminar, bei Kurt von Fischer am Musikwissenschaftlichen Seminar Zürich dissertierte er über Weberns Klavierlieder. Als rur. gehörte er über Jahrzehnte zum Kritikerstab der «Neuen Zürcher Zeitung», lieferte pointierte und elegante, zuweilen bewusst nachlässige Texte, porträtierte aber auch schon früh jene Komponisten, die später erst weithin Beachtung erhielten wie zum Beispiel Edgard Varèse oder Charles Ives, Erik Satie und Othmar Schoeck. Neben den grossen Figuren finden sich da die Einzelgänger, und gern hat er der Nostalgiker gedacht, zu denen er sich selber wohl auch zählte. In Publikationen wie der Aufsatzsammlung «Von Debussy bis Henze» hat er diese Porträts gebündelt.

Kompositionsunterricht erhielt Ringger ganz früh privat bei Hermann Haller. Bei den Darmstädter Ferienkursen 1956 studierte er bei Theodor W. Adorno und Ernst Krenek, kurz darauf noch für ein halbes Jahr bei Hans Werner Henze in Rom. Es waren ästhetische Antipoden, denn da schon hatte sich Henze aus der Avantgardeszene zurückgezogen. Obwohl Ringger später mit einem süffisant erwartungsvollen Lächeln erzählte, mit Adorno habe er sich eigentlich besser verstanden als mit Henze, folgte er doch dessen Abwendung von den streng seriellen Techniken und der Hinwendung zu einer sinnlichen Klangsprache. Das hört man schon seinen Titeln an: «… vagheggi il mar e l’arenoso lido …» für Orchester (1978), «Souvenirs de Capri» für Sopran, Horn und Streichsextett (1976–77), «Ode ans Südlicht» für Chor und Orchester (1981) oder «Addio!» für Streicher und Röhrenglocken. Mit «Der Narziss» (1980), «Ikarus» (1991), und «Ippòlito» (1995) schuf er drei Ballettmusiken. Den grossen musikdramatischen Formen freilich hat er sich offenbar nie zu nähern versucht.

Sinnliche Klangsprache

Ringger war einer der ersten, der sich in den 70er-Jahren, in Henzes Gefolge, aber durchaus frühzeitig im Trend, wieder neotonaler Elemente bediente. Derlei vermerkte ich damals in einer Kritik entsprechend bissig. Natürlich reagierte er bei aller Selbstironie entsprechend beleidigt. Und doch kam er ein paar Jahre später genussvoll darauf zurück und verkündete stolz, ich habe ihn damals als den ersten Neotonalen hierzulande bezeichnet. Die postmoderne Wende hatte ihm recht gegeben.

So spielte seine Musik gern mit Zitaten (von Debussy etwa), schwelgte in impressionistischen Farben oder in hochromantischen Gesten, blieb aber dabei durchsichtig und leicht. Am höchsten freilich schätze ich ihn als urbanen Flaneur. Nicht dort, wo er Zeitungsausschnitte auf etwas kindische Weise zu einer Collage («Chari-Vari-Etudes», «Vermischtes») für Kammersprechchor montierte, sondern in seinen musikalischen Promenaden. Im «Manhattan Song Book» (2002) für Sopran, drei Sprechstimmen und fünf Instrumente ist er in New York unterwegs, beobachtet, notiert, kommentiert in elf Songs, frech, unbeschwert, auch da in koketter Selbstbespiegelung. Als ihn eine nicht sehr freundlich als «crazy witch» bezeichnete Dame fragt, ob er der «famous composer» sei, antwortet er kurz: «No, it’s my cousin.»

Nun ist er gestorben. «Licht!» steht zuoberst in der Todesanzeige, darunter die Sätze: «Er liebte die Sonne des Mittelmeers, die Musik und die Jugend. Er dankt allen, die ihm im Leben Gutes erwiesen und seine Musik gefördert haben.» Capri wird ihn vermissen. Sein «Notizario caprese» (2004) endet mit den Worten «(sehr ruhig, fast ohne Pathos) Se non c’è Amore, tutto è sprecato. (sehr nüchtern) Wo keine Liebe ist, ist alles vergeblich. Ein Grabspruch in Capri; ungefähr 2020.»

Der Nachruf von Thomas Meyer ist zuerst in der «Schweizer Musikzeitung», Nr. 9/10 vom September/Oktober 2019 erschienen.

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Am 26. Juni 2019 ist der Zürcher Komponist und Musikjournalist Rolf Urs Ringger im Alter von 84 Jahren gestorben. Nachruf von Gastautor Thomas Meyer

Rolf Urs Ringger: Wo keine Liebe ist, ist alles vergeblich

Rolf Urs Ringger war SUISA-Mitglied seit 1960. (Foto: Keystone / Gaëtan Bally)

In jungen Jahren habe er einen Roman mit dem Titel «Der Dandy» schreiben wollen: Die Hauptfigur nimmt ein Taxi und fährt zu Oper. Von dieser kurzen und doch ausgedehnten Fahrt sollte das Buch handeln – und dabei wohl ein wenig auch von ihm selber. Egal, ob das nun erfunden war, oder ob sich im Nachlass tatsächlich ein Romanfragment finden wird: Rolf Urs Ringger wusste natürlich, was für ein Futter er mit einer solchen Anekdote dem Journalisten gegenüber gab. Schelmisch stellte er sich vor, wie das Bild des Dandys Ringger entstand, und freute sich, denn das war er…Weiterlesen

Änderungen bei der Verteilung der Einnahmen der Gemeinsamen Tarife K und Z

Die 20-Franken-Grenze bei der Verteilung der Einnahmen aus den Gemeinsamen Tarifen K (Konzerte) und Z (Zirkus) wird aufgehoben. Damit verbunden werden die Zuweisungen, die bis anhin in die Verteilungsklasse 4C geflossen sind, neu geregelt. Die beschlossenen Anpassungen betreffen die Ziffern 4.1, 4.2, 5.4 und 5.5 des SUISA-Verteilungsreglements. Text von Irène Philipp Ziebold

Änderungen bei der Verteilung der Einnahmen der Gemeinsamen Tarife K und Z

Die SUISA hat die Verteilungsregeln für die Vergütungen aus Live-Aufführungen optimiert. (Foto: Tabea Hüberli)

Die Einnahmen aus dem GT K und dem GT Z wurden bis anhin zwei unterschiedlichen Verteilungsklassen (VK) zugewiesen. Erträge von mehr als Fr. 20.— pro Werk wurden der VK 4B «Konzerte und andere Aufführungen mit Erträgen von durchschnittlich über 20 Franken pro Werk» zugeordnet. In dieser Verteilungsklasse erfolgte die Verteilung pro Dossier. Dagegen flossen Einnahmen aus einer Aufführung bis Fr. 20.— pro Werk in die VK 4C «Konzerte mit Erträgen von durchschnittlich bis 20 Franken pro Werk» und es kam eine Pauschalverteilung zur Anwendung.

Diese Handhabung führte nicht immer zu zufriedenstellenden Ergebnissen, was in der Natur der Sache einer «pauschalen» Regelung liegt, die sich den tatsächlichen Umständen höchstens bestmöglich annähern kann. Im Fall der Verteilungsklasse 4C kam jeweils ein pauschaler Punktwert zur Anwendung, der berechnet wurde aufgrund der Einnahmen und Programmmeldungen von sämtlichen Veranstaltungen, die dieser Verteilungsklasse zugewiesen wurden.

Verteilung nach tatsächlicher Werk-Nutzung von Vorteil

Der pauschal berechnete Punktwert konnte tiefer oder höher als der tatsächliche Punktwert einer einzelnen Veranstaltung liegen. Deshalb konnte es vorkommen, dass zum Beispiel für eine Veranstaltung, für die bloss die Mindestentschädigung des Tarifs K bezahlt worden war, die Bezugsberechtigten eine höhere Vergütung ausbezahlt erhielten, als der Veranstalter tatsächlich bezahlt hatte. Natürlich war auch der umgekehrte Fall möglich. Die potentielle Benachteiligung oder Bevorteilung für die Bezugsberechtigten der Verteilungsklasse 4C wird durch die nun eingeführten Anpassungen im Verteilungsreglement bereinigt.

Konkret werden mit den Änderungen die 20-Franken-Grenze aufgehoben und die Verteilungsklasse 4C aufgelöst. Neu werden alle Einnahmen aus den Tarifen GT K und GT Z – unabhängig von der Betragshöhe pro Werk respektive Punktwert in der Verteilungsklasse 4B verteilt. Die Regeln der VK 4B selbst bleiben unverändert, einzig die Überschrift dieser Verteilungsklasse wurde angepasst. Sie heisst neu: «Konzerte und konzertähnliche Darbietungen.»

Die bisherigen Zuweisungen an die aufgelöste VK 4C fliessen ebenfalls in die Verteilungsklasse 4B. Im Detail bestehen diese Zuweisungen aus den Einnahmen ohne Programmeingang aus den Tarifen Hb, L, Ma, 3a, 7, 8, K und Z sowie die Einnahmen der Orchestervereine (mit Programmeingang) aus dem Tarif B.

Übersicht über die Anpassungen im Verteilungsreglement

Ein zusammenfassender Überblick über die Vorteile der geänderten Verteilungsregeln:

  • Auch kleinere Beträge werden nun zielgerichtet pro Dossier verteilt, sofern eine Programmmeldung vorhanden ist. Dies entspricht einer Verteilung nach Werk-Nutzung, bei welcher der Inkassobetrag eines Anlasses direkt an die Berechtigten verteilt wird.
  • Bis anhin haben nur die Bezugsberechtigten der VK 4C von den oben aufgelisteten Zuweisungen profitiert. Da es sich aber bei beiden Verteilungsklassen (4B und 4C) um konzertantes Repertoire handelte, gab es keine stichhaltigen Gründe, nicht auch die Werke der VK 4B bei der Verteilung der Zuweisungen zu berücksichtigen. Aufgrund der beschlossenen Anpassung geschieht dies nun.
  • Mit der Einführung einer Pro-Dossier-Verteilung für alle Aufführungen des Tarifs K und Z erhöht sich die Transparenz der Abrechnung. Für das Mitglied ist aus der Abrechnung nun klarer ersichtlich, wie sich seine Einnahmen aus diesen Tarifen, also die Vergütungen aus seinen Live-Aufführungen, zusammensetzen.

Diese Änderungen im Verteilungsreglement kommen erstmals bei der Verteilung im September 2019 zur Anwendung.

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Die 20-Franken-Grenze bei der Verteilung der Einnahmen aus den Gemeinsamen Tarifen K (Konzerte) und Z (Zirkus) wird aufgehoben. Damit verbunden werden die Zuweisungen, die bis anhin in die Verteilungsklasse 4C geflossen sind, neu geregelt. Die beschlossenen Anpassungen betreffen die Ziffern 4.1, 4.2, 5.4 und 5.5 des SUISA-Verteilungsreglements. Text von Irène Philipp Ziebold

Änderungen bei der Verteilung der Einnahmen der Gemeinsamen Tarife K und Z

Die SUISA hat die Verteilungsregeln für die Vergütungen aus Live-Aufführungen optimiert. (Foto: Tabea Hüberli)

Die Einnahmen aus dem GT K und dem GT Z wurden bis anhin zwei unterschiedlichen Verteilungsklassen (VK) zugewiesen. Erträge von mehr als Fr. 20.— pro Werk wurden der VK 4B «Konzerte und andere Aufführungen mit Erträgen von durchschnittlich über 20 Franken pro Werk» zugeordnet. In dieser Verteilungsklasse erfolgte die Verteilung pro Dossier. Dagegen flossen Einnahmen aus einer Aufführung bis Fr. 20.— pro Werk in die VK 4C…Weiterlesen

Hommage an Claudio Taddei

Am 9. August 2019 ist Claudio Taddei, Singer-Songwriter und Maler, im Alter von 52 Jahren gestorben. Nachruf von Rossana Taddei und Sara Ravarelli

Hommage an Claudio Taddei

Rossana und Claudio Taddei. (Foto: Alejandro Persichetti)

In Uruguay als Sohn einer Tessiner Familie geboren, war Claudios Kindheit geprägt von beiden Kulturen. Seine Musikkarriere beginnt in Südamerika, wo er alsbald die Höhen der südamerikanischen Charts erklimmt. 2002, in Uruguay als grosser Star gefeiert, zwingen ihn schwere gesundheitliche Probleme zur Rückkehr in die Schweiz. Phasen intensiver medizinischer Behandlungen und künstlerischer Aktivitäten und Musikabende wechseln sich hier ab, denn auch im Tessin schätzt man Claudio schon nach wenigen Jahren als eine bedeutende Persönlichkeit der Kunstszene – ein bekannter Musiker und beliebter Maler.

Gemeinsam mit seiner Schwester Rossana entdeckt und pflegt Claudio Taddei seine Passion bereits in der Kindheit. Auch Rossana Taddei blickt auf eine erfolgreiche Musikkarriere in Uruguay zurück. Bei der SUISA seit vielen Jahren als Mitglied angemeldet, möchte Rossana mit uns nun ihre liebevolle und persönliche Erinnerung an Claudio teilen: Claudio, als Bruder wie auch als unvergesslichen Künstler. (Sara Ravarelli)

Liebster Bruder, Freund und Gefährte auf dieser abenteuerlichen, traumhaften Reise

Wie die Sonne, ein gigantischer Stern voller Licht.
Dein Weg führte stets entlang der schicksalhaften Pfade der Sonne, und nun kehrst Du zu ihr zurück.
Einen Abschied von Dir kann es nicht geben, denn Du lebst in all Deinen Liedern, in jedem Deiner Pinselstriche, in Deinen Farben, in unseren Gedanken und unseren Herzen weiter.
Liebster Bruder, Freund und Gefährte auf dieser abenteuerlichen, traumhaften Reise – einem Zwillingsbruder gleich, ewiger Kompagnon.
Deine lebhaften, lachenden und neugierigen Augen widerspiegeln Dein freimütiges Herz und sind mir Kompass auf meinem Weg. In Deinen Liedern erzählst Du aus Deinem Leben und singst von Freude, Traurigkeit und Güte.
Dass Deine Hand uns nun auf unseren Wegen leitet, wir, die Dich lieben und nun wieder selber zu gehen bereit sind, um den Schmerz und die Leere, die Du hinterlässt, zu überwinden.
Du wirst mir fehlen, Du wirst uns allen fehlen. Ich werde den Kosmos mit unserer Geschichte erfüllen, unserem Sein als Bruder und Schwester.
Unser Werk rettet uns und hat uns immer wieder gerettet.
Unser Werk bringt uns zusammen und hat uns immer wieder zusammengebracht.
Es war unser roter Faden, der uns immer vereint hat und uns immer vereinen wird.
Jedes Bild, das meine Erinnerungen an Dich mir schenken, beginnt und endet mit einem Lächeln.

Sagenhaft ruhig
Lebhaft intensiv
Beschaulich geräuschvoll
Chaotisch geordnet
Leidenschaftlich ruhig
Leise emotional
Hartnäckig schüchtern
Ehrfürchtig überschwänglich
Mein liebster Bruder, mir vertraut wie meine eigene Hand und doch unbekannt in den Tiefen Deiner Unendlichkeit, in der Du gewesen bist und immer sein wirst.

Danke, dass Du ein Maestro warst; denn das Leben ist ein Geschenk: Man muss es nur zu leben verstehen, dann wird das Geschenk zum Licht.

«Te toca la pena, también la alegría y el amor. No dejes que nada espere, la vida hace siempre lo que quiere, más vale echarle picante y hacer que las cosas se vivan bien pa’delante.»

Rossana Taddei

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Sommersitzung des SUISA-Vorstands

Die Sommersitzung des SUISA-Vorstands fand, wie in den vergangenen Jahren üblich, am Vortag der Generalversammlung, also am Donnerstag, 20. Juni 2019, in Biel statt. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Sommersitzung des SUISA-Vorstands

Der Vorstand der SUISA traf sich zur Sommersitzung vor der Generalversammlung, die tags darauf wie im Bild gezeigt im Kongresszentrum in Biel über die Bühne ging. (Foto: Natalie Schlumpf)

Neben den üblichen letzten Vorbereitungen zur Generalversammlung hat der Vorstand Kenntnis genommen vom umfassenden Bericht der Revisionsstelle zum Geschäftsjahr 2018. Grundsätzlich stellt die Revision der Unternehmensleitung ein gutes Zeugnis aus. Sie schlägt aber auch einige Verbesserungen vor. Die Geschäftsleitung wurde nun vom Vorstand beauftragt, die vorgeschlagenen Verbesserungsmassnahmen in die Wege zu leiten.

Ein wichtiges Thema an der Vorstandssitzung waren die Aussichten für das Joint Venture Mint, dessen zweites Betriebsjahr Ende März 2019 abgeschlossen wurde. Der Vorstand hat beschlossen, dass die Genossenschaft SUISA als Mutterhaus von Mint, gleich wie der amerikanische Partner SESAC zugunsten der gemeinsamen Joint Venture-Firma Mint vorläufig auf das Geltendmachen der Forderungen für geleistete Arbeit und Informatikdienstleistungen verzichtet.

Der Vorstand hat sich auch mit der Frage beschäftigt, ob die SUISA künftig Dienstleistungen im Ausland anbieten könnte für den Fall, dass dort die örtliche Verwertungsgesellschaft nur unbefriedigend funktioniert. Er wird darüber anhand konkreter Fälle detailliert entscheiden.

Das erste Jahr der SUISA Digital Licensing AGDas erste Jahr der SUISA Digital Licensing AG
Vor etwas mehr als eineinhalb Jahren gründete die SUISA ihre Tochtergesellschaft, die SUISA Digital Licensing AG. Die Tochtergesellschaft hat nun ihr erstes vollständiges Geschäftsjahr hinter sich. Ein Jahr, das vollumfänglich im Zeichen des Aufbaus stand und eine Vielzahl neuer Erkenntnisse brachte. Es ist Zeit für einen Rückblick und ein erstes Zwischenfazit. Weiterlesen

Der Vorstand konnte zudem Kenntnis nehmen von erneut erfreulichen Verteilungsergebnissen. Im Juni 2019 wurden Fr. 43,7 Mio. an die Bezugsberechtigten im In- und Ausland ausbezahlt.

Schliesslich beschloss der Vorstand Änderungen des Verteilungsreglements und mehrere Anpassungen in den allgemeinen Bedingungen des Wahrnehmungsvertrags, nötig geworden durch das liechtensteinische Verwertungsgesellschaftengesetz und die Richtlinie der EU zu den Verwertungsgesellschaften. Die angepassten Wahrnehmungsbedingungen werden allen Mitgliedern demnächst zugestellt. Die Änderungen des Verteilungsreglements werden nach der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde auf den Publikationskanälen der SUISA vorgestellt.

Nach den Sitzungen traf sich der Vorstand mit den Abteilungsleitern und der Geschäftsleitung im Rahmen eines Nachtessen zu einem Austausch und zum Kennenlernen einiger neuer Kadermitarbeiterinnen und -mitarbeiter.

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Mint Digital Services: Antworten zu den wichtigsten FragenMint Digital Services: Antworten zu den wichtigsten Fragen Die SUISA hat zusammen mit der US-amerikanischen Gesellschaft SESAC das Joint Venture Mint Digital Services gegründet. Das Unternehmen übernimmt die Abrechnung und Administration des Online-Lizenzierungsgeschäfts von SESAC und SUISA und bietet seine Dienstleistungen auch Verlagen und Verwertungsgesellschaften an. Mit Warner/Chappel Music bezieht bereits ein Major-Verlag Dienstleistungen von Mint Digital Services. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten. Weiterlesen
Gesamthaft erfreuliches Geschäftsjahr 2018Gesamthaft erfreuliches Geschäftsjahr 2018 Der SUISA-Vorstand und seine Kommissionen für Tarife und Verteilung sowie für Organisation und Kommunikation trafen sich zu den ordentlichen Frühjahrssitzungen am 9. und 10. April 2019 am SUISA-Hauptsitz in Zürich. Weiterlesen
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Die Sommersitzung des SUISA-Vorstands fand, wie in den vergangenen Jahren üblich, am Vortag der Generalversammlung, also am Donnerstag, 20. Juni 2019, in Biel statt. Bericht aus dem Vorstand von Andreas Wegelin

Sommersitzung des SUISA-Vorstands

Der Vorstand der SUISA traf sich zur Sommersitzung vor der Generalversammlung, die tags darauf wie im Bild gezeigt im Kongresszentrum in Biel über die Bühne ging. (Foto: Natalie Schlumpf)

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Von der unendlichen Lust am Experiment

Das Duo Eclecta, der in Zürich und Winterthur ansässigen Andrina Bollinger und Marena Whitcher, experimentiert mit Klängen jenseits gängiger Definitionen und sucht den interdisziplinären Austausch mit anderen Künsten. Die FONDATION SUISA unterstützt dieses Vorhaben finanziell mit einem Get Going!-Beitrag. Gastbeitrag von Rudolf Amstutz

Eclecta: Von der unendlichen Lust am Experiment

Das Duo Eclecta. (Foto: Andrea Ebener)

Dort, wo die verbalen Definitionen der verschiedenen Künste implodieren; wo stilistische Schubladen nur noch als Relikt vergangener Zeiten existieren; dort, wo sich alles frei fliegend entfalten kann und sich laufend in immer neuen Mustern fortbewegt: Genau dort fühlen sich Eclecta zuhause. Eclecta, das sind Andrina Bollinger und Marena Whitcher – beide Solokünstlerinnen, Multiinstrumentalistinnen, Sängerinnen. Und beide sind – wie sie sich unisono beschreiben – «einfach neugierig». Das ist eine bescheidene Umschreibung. Es ist die pure Lust am Experiment, die die beiden antreibt. Obwohl Ende Zwanzig haben beide das jugendliche Staunen nicht verlernt, paaren dieses aber mit reifer Reflektion und schaffen es immer wieder, zusätzliche Elemente so in ihre Kunst einzubauen, dass das Resultat stets homogen bleibt.

Kennengelernt haben sich Andrina Bollinger und Marena Whitcher auf der Jazzschule, doch das war eigentlich bereits das zweite Aufeinandertreffen. «Wir waren uns schon als Kinder im Circolino Pipistrello begegnet», sagt Bollinger. Whitcher lacht und fügt hinzu: «Das haben wir aber erst später herausgefunden, dass das so war.» Dem Schicksal ist nicht zu entkommen und so kam es, wie es kommen musste: «Als Marena angefragt wurde für ein Solokonzert, hatte sie zu wenig Material, um den Auftritt alleine bestreiten zu können. So fragte sie mich an. Wir legten dann unsere Songs zusammen, damit hat alles begonnen», erzählt Bollinger.

«A Symmetry» hiess 2016 ihr erstes Album und das Wortspiel, das sich im Titel verbirgt, ist mehr als nur Programm, sind doch die beiden Frauen in ihrer Art und in ihrer Kunst eigentlich überzeugte Individualistinnen, die in zahlreichen Kollaborationen und Soloauftritten ihren eigenen Weg gehen. «Wir haben von Anfang an mit den zwei Figuren gespielt, die völlig anders sind. Eclecta lebt von dieser Dualität, dieser Asymmetrie, aber gleichzeitig haben wir eben auch die Möglichkeit uns ineinander zu verschmelzen», erklärt Whitcher und Bollinger ergänzt: «Wir können uns stimmlich angleichen, so dass man uns kaum auseinanderhalten kann. Der Albumtitel beschreibt dieses fortlaufende Spiel zwischen Symmetrie und Asymmetrie.»

Die 15 Songs, die wie erwähnt, jegliche Schubladisierung ignorieren und bewusst die zum Experiment ladenden stilistischen Zwischenräume kartographieren, sind in ihrer Summe ein schillerndes Kaleidoskop von Euphorie und Melancholie, von Lust und Nachdenklichkeit. Und so verblüffend «A Symmetry» auf den Hörer auch drei Jahre nach Erscheinen noch wirkt und immer neue Details an den Tag zu bringen vermag: Für die Protagonistinnen steht die Platte heute nur noch für eine Momentaufnahme in ihrem künstlerischen Prozess. «Auf unserem kommenden Album, das voraussichtlich Anfang 2020 erscheinen wird, wollen wir dieses Spiel noch weiter treiben, so dass sich das Ganze immer weiter verzahnt und verschachtelt.»

«Der Get Going!-Beitrag schenkt uns etwas Kostbares, nämlich Zeit. Für die ungemein lange Zeit, die man investiert, um sich mit Themen zu befassen, zu recherchieren und Songs zu schreiben, wird man ansonsten nie bezahlt.»

Wie dies dann klingen wird, «das bleibt zu diesem Zeitpunkt noch ein Geheimnis», meinen die beiden augenzwinkernd. Wenn sie von ihren Einflüssen erzählen, so reichen diese von gesellschaftlichen Themen bis hin zu Malerei, vom Theater bis zur Performance-Kunst, von Literatur bis zur Philosophie. Whitcher, die väterlicherseits amerikanische Wurzeln hat, ist von den Surrealisten begeistert und geht in ihren Auftritten Fragen nach wie «Was sind Monster heutzutage und weshalb brauchen wir sie?» oder «Luxusprobleme haben und Kunst machen – geht das zusammen?». Auch Bollinger ist es wichtig, politische und gesellschaftliche Aktualität in ihr Schaffen zu integrieren. So schreibt sie über Themen wie den Klimawandel, über Meinungsfreiheit oder die Digitalisierung und sucht nach Orten, wo uns Zahlen und Codes nicht beherrschen. Sie wiederum pendelt zwischen Zürich, Berlin und ihrer Engadiner Heimat und versucht mit einem Zoom-Recorder die Klänge dieser unterschiedlichen Räume einzufangen, weil – wie sie sagt – «es entscheidend ist, wo man sich befindet, wenn man kreativ tätig ist.»

Einer dieser kreativen Spielplätze ist auch die Bühne. Mit selbstgebastelten Instrumenten und Kostümen verwandeln sie einen Auftritt in eine Art Gesamtkunstwerk. Deshalb wollen sie in Zukunft auch verstärkt das Medium Video nutzen, um ihre Musik zu visualisieren. Aber dies ist nur eine von gefühlten tausend Ideen, mit der sich beide beschäftigen. Am Ende soll Eclecta auch ein Statement gegen den Zeitgeist sein: «In unserer individualisierten Gesellschaft ist jeder nur noch auf sich bezogen und der Blick nach aussen fällt völlig weg. Dafür ist doch Gemeinschaft ein Urbedürfnis des Menschen», meint Whitcher und Bollinger fügt an: «Ich sehe das schon auch als eine unserer Aufgaben an, mit unserer Kunst die Welt zu reflektieren und eine andere Denkweise anzuregen.»

Den Get Going!-Beitrag der FONDATION SUISA betrachten sie auf jeden Fall als eine extreme Befreiung. «Er schenkt uns etwas Kostbares, nämlich Zeit», sagt Bollinger. «Genau», unterstreicht Whitcher, «für die ungemein lange Zeit, die man investiert, um sich mit Themen zu befassen, zu recherchieren und Songs zu schreiben, wird man ansonsten nie bezahlt.» So gesehen ist Eclecta für diese Art von Förderung geradezu ein Paradebeispiel, weil sich die beiden jungen Frauen auf noch nicht gepflügten Äckern bewegen und mit ihrer Experimentierlust nun nicht mehr Gefahr laufen, zwischen Stuhl und Bank zu fallen.

www.eclecta.ch

2018 hat die FONDATION SUISA mit der Vergabe von neuen Werkbeiträgen begonnen. Unter dem Titel Get Going! werden kreative und künstlerische Prozesse finanziell angestossen, die sich ausserhalb der gängigen Kategorien befinden. In einer Porträtserie stellen wir die Empfängerinnen und Empfänger dieser Get Going!-Beiträge vor.

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Das Duo Eclecta, der in Zürich und Winterthur ansässigen Andrina Bollinger und Marena Whitcher, experimentiert mit Klängen jenseits gängiger Definitionen und sucht den interdisziplinären Austausch mit anderen Künsten. Die FONDATION SUISA unterstützt dieses Vorhaben finanziell mit einem Get Going!-Beitrag. Gastbeitrag von Rudolf Amstutz

Eclecta: Von der unendlichen Lust am Experiment

Das Duo Eclecta. (Foto: Andrea Ebener)

Dort, wo die verbalen Definitionen der verschiedenen Künste implodieren; wo stilistische Schubladen nur noch als Relikt vergangener Zeiten existieren; dort, wo sich alles frei fliegend entfalten kann und sich laufend in immer neuen Mustern fortbewegt: Genau dort fühlen sich Eclecta zuhause. Eclecta, das sind Andrina Bollinger und Marena Whitcher – beide Solokünstlerinnen, Multiinstrumentalistinnen, Sängerinnen. Und beide sind – wie sie sich unisono beschreiben – «einfach neugierig». Das ist eine bescheidene Umschreibung. Es ist die pure Lust am Experiment, die die beiden antreibt. Obwohl Ende…Weiterlesen

Unterwegs im und mit dem Raum

Ort, Zeit und Raum spielen in den Arbeiten des Komponisten Beat Gysin eine zentrale Rolle. In seiner sechsteiligen «Leichtbautenreihe» konzipiert er dafür speziell Räume, um das Publikum mit wechselnden Klang- und Raumerfahrungen zu konfrontieren. Ab 2021 soll der zweite Teil des aufwändigen Projekt realisiert werden. Die FONDATION SUISA unterstützt dieses Vorhaben finanziell mit einem Get Going!-Beitrag. Gastbeitrag von Rudolf Amstutz

Beat Gysin: Unterwegs im und mit dem Raum

Der Basler Komponist Beat Gysin in einer Aufnahme aus dem Jahr 2010. (Foto: Anna Katharina Scheidegger)

Chemie und Musik: Geht das zusammen? Was anfänglich wie ein Widerspruch erscheint, macht in der Biografie von Beat Gysin durchaus Sinn. Aufgewachsen in einer Musikerfamilie, hat sich Gysin dafür entschieden, neben Komposition und Musiktheorie auch noch Chemie zu studieren. Der wissenschaftliche Ansatz und das empirische Auswerten eines experimentellen Ansatzes sind für ihn genauso wichtig wie das musische Element. «Ich wollte mit meiner Musik nie berühmt werden. Ich wollte mit und in der Musik immer Antworten finden», erklärt der heute 50jährige Basler.

Sein Werkverzeichnis ist beeindruckend. Noch beeindruckender allerdings ist die Art und Weise, wie er seine Kompositionen zur Aufführung bringt. Gysin bewegt sich konsequent jenseits der Vervielfältigung und von Tonkonserven. Ort, Zeit und vor allem der Raum sind zwingende Elemente seiner Aufführungspraxis. In dieser Hinsicht ist Gysin weitaus mehr als «nur» Komponist und Musiker. Man muss schon Umschreibungen wie Forscher, Architekt, Vermittler und Philosoph bemühen, um letztlich das Gysinsche Universum zu begreifen.

«Mein Kern ist tatsächlich ein philosophischer», meint er dazu. «Es geht um die Wahrnehmung und ich stelle fest, dass die Musik in ihrer ganzen Rezeption aus dem Raum gefallen ist.» Man betrachte die Musik heute losgelöst von ihrer Aufführung, fügt er an und verweist damit auf einen zentralen Punkt seiner Arbeit: Das konsequente Zusammenspiel von Raum und Klang. «Wenn man ein Stück von mir aus dem Raum herausnimmt, dann ist dies etwa so, als würde man von einem Orchesterwerk eine Klavierpartitur anfertigen. Man kennt zwar dann die Töne, aber man hört das Orchester nicht.»

Mit bemerkenswerter Konsequenz, Akribie und Lust am Experiment lotet Gysin in seinen zahlreichen Projekten immer wieder aufs Neue das komplexe Zusammenspiel von Raum, Klang und der sich daraus ergebenden Wahrnehmung von Musik aus. Der Aufführungsraum wird Teil des Kunstwerks, das letztlich dem Publikum nicht nur eine völlig neue sinnliche Erfahrung bietet, sondern Gysin immer wieder neue Erkenntnisse liefert, um in der Folge wiederum einen neuen Ansatz und ein nächstes Projekt zu gestalten. «Ich will Dinge finden. Und erfinden», umschreibt er fast lakonisch seinen künstlerischen Antrieb. Dabei steht er als Komponist nicht zwingend im Mittelpunkt, sondern oft auch «nur» als konzeptioneller Leiter. Um den Austausch zu fördern, hat er in Basel den Verein Studio-Klangraum sowie das Festival ZeitRäume Basel gegründet.

«Wenn man ein Stück von mir aus dem Raum herausnimmt, dann ist dies etwa so, als würde man von einem Orchesterwerk eine Klavierpartitur anfertigen. Man kennt zwar dann die Töne, aber man hört das Orchester nicht.»

Ob in Kirchen mit ihren unterschiedlichen Klangeigenschaften, in leeren Wasserwerken mit einem bis zu 30 Sekunden dauernden Echo oder in stillgelegten Bergwerken, in denen eine fast perfekte Stille herrscht: Gysin entdeckt immer wieder neue Räume, die sich klanglich kartographieren lassen. Und wo der natürliche Raum für ein Weiterkommen nicht vorhanden ist, werden sie architektonisch konzipiert. Die sechsteilige «Leichtbautenreihe» ist nicht nur des verbundenen Aufwands wegen eines der zentralen Werke in Gysins Schaffen. Es repräsentiert auch den logischen nächsten Schritt: Räume zu schaffen, die sich transportieren lassen. Es handelt sich um sechs abstrakte Raumkonzepte, umgesetzt als pavillonartige Architekturen, die ungewohnte Hörsituationen und damit eine neue Wahrnehmung von Musik ermöglichen. «Chronos» bestand aus einer Karussell-artigen Drehbühne, bei «Gitter» wurden die Musiker «sphärisch» rund um das Publikum angeordnet, bei «Haus» in bestehenden Häusern Klangraumwanderungen möglich gemacht und in «Rohre», das kurz vor der Umsetzung steht (Uraufführung im Rahmen von ZeitRäume Basel im September 2019 im Innenhof des Kunstmuseums Basel), treffen das Publikum und die Musiker im wahrsten Sinne des Wortes in begehbaren Rohren aufeinander.

«In den abschliessenden zwei Teilen ab 2023», so Gysin, «möchte ich der Frage mobiler Anordnungen und ihrem Einfluss auf das Hören nachgehen. Beim einen Projekt sitzen Musiker und Publikum auf sich ständig bewegenden Wägelchen. Alles bleibt in Bewegung und der Raum wird ständig neu definiert. Und beim letzten Teil handelt es sich um einen aufgehängten Raum, der einem Ballon ähnlich immer wieder implodiert und sich wieder aufblasen lässt.» Solch aufwendige Projekte sind für einen Künstler nicht leicht zu finanzieren. «Man ist schon bei der Konzeption auf Hilfe angewiesen, und die kostet», weiss er und fügt gleich an: «Der Get Going!-Beitrag der FONDATION SUISA ist die perfekte Antwort auf diese Herausforderung. Es handelt sich um eine Art Finanzierung von Vorprojekten. Das existierte bislang in dieser Form nicht.»

In Zeiten der Eventisierung der Kultur, in der die Marketing-Experten dem Formalen mehr Beachtung schenken als dem Inhaltlichen, symbolisiert die «Leichtbautenreihe» auch eine Form der künstlerischen Gegenbewegung. «Der Vorteil ist, dass ich als Künstler das Event als Ganzes konzipiere», sagt Gysin und ergänzt: «Als Musiker ist man heute verpflichtet, sich in einer Welt der Reizüberflutung wieder selbst darum zu kümmern, die Musik zu verorten, weil sie ausserhalb ihres Kontextes nicht mehr verstanden werden kann.»

www.beatgysin.ch

2018 hat die FONDATION SUISA mit der Vergabe von neuen Werkbeiträgen begonnen. Unter dem Titel Get Going! werden kreative und künstlerische Prozesse finanziell angestossen, die sich ausserhalb der gängigen Kategorien befinden. In einer Porträtserie stellen wir die Empfängerinnen und Empfänger dieser Get Going!-Beiträge vor.

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Beruf und Berufung | mit VideoBeruf und Berufung | mit Video Wie gründe und betreibe ich ein Ensemble für zeitgenössische Musik? Von wem erhalte ich Fördergelder für meine Musikprojekte? Wozu ist die SUISA und die Swissperform da? Wie vertreibe ich meine Werke im Internet? Impressionen vom erstmals durchgeführten «Journée d’orientation professionnelle» am Festival Archipel 2017. Weiterlesen
Bertrand Denzler: Klangraumvermesser und RaumklangforscherKlangraumvermesser und Raumklangforscher Der Saxophonist Bertrand Denzler arbeitet im Spannungsfeld zwischen Improvisation und Komposition an immer neuen Ausdrucksmöglichkeiten. Nun beabsichtigt der 55-jährige Genfer mit Wohnsitz Paris anhand einer «wandernden Residenz» die Grenzen seines künstlerischen Dialogs mit anderen weiter auszudehnen. Die FONDATION SUISA unterstützt dieses Vorhaben finanziell mit einem Get Going!-Beitrag. Weiterlesen
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Beat Gysin: Unterwegs im und mit dem Raum

Der Basler Komponist Beat Gysin in einer Aufnahme aus dem Jahr 2010. (Foto: Anna Katharina Scheidegger)

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Gemeinsamer Tarif 3a: Hunderttausend neue SUISA-Firmenkunden | mit Video

Seit dem 1. Januar 2019 betreut die SUISA sämtliche Kunden für den Gemeinsamen Tarif 3a (GT 3a) wieder selber. Dazu wurden die Daten von rund 100 000 Kunden, welche die 3a-Rechnungen in den vergangenen Jahren von der Billag erhielten, in die Systeme der SUISA migriert. Ein neues Team mit 16 Mitarbeitenden ist für sämtliche Kunden dieses Tarifs verantwortlich und betreibt den Kundendienst in vier Sprachen. Mittlerweile haben etwas mehr als 58 000 Rechnungen das Haus verlassen – es ist Zeit für eine erste Zwischenbilanz. Text von Martin Korrodi; Video von Sibylle Roth

Am 15. Februar 2019 hat die SUISA die ersten 1000 GT-3a-Rechnungen für die Nutzungsperiode 2019 an Kunden wie Verkaufsgeschäfte, Einkaufszentren, Gastronomiebetriebe oder auch Vermieter von Gästezimmern verschickt. Vor dem ersten Versand wurden die migrierten Billag-Daten analysiert und manuell bereinigt, um eine korrekte Erstellung der Rechnungen sicherzustellen. Auch wurde die Menge für diesen Versand bewusst klein gehalten, um allfällige technische oder organisatorische Probleme schnell erkennen und beheben zu können.

Mit zunehmender Erfahrung konnte die Versandmenge schrittweise gesteigert werden – dadurch haben nach fünf Monaten (Februar bis Juni) bereits mehr als die Hälfte der 3a-Kunden eine Rechnung erhalten. Bis Mitte Juni wurden gut 58 000 Rechnungen mit einem fakturierten Gesamtbetrag von fast 17 Millionen Franken verschickt. Ab April kamen zusätzlich zu den Rechnungen die 1. Mahnungen dazu, ab Mai die 2. Mahnungen, sodass bis zu 20 000 Sendungen pro Monat das Haus verlassen.

Der Kundendienst GT 3a in Zahlen

Entsprechend der grossen Zahl an Rechnungen und Mahnungen hat der Kundendienst viele Rückmeldungen und Fragen zu verarbeiten. So wurden im Mai über 2000 Telefongespräche mit Kunden geführt und rund 600 elektronische Nachrichten (Kontaktformular und E-Mails) bearbeitet. Dazu kommen circa 160 Sendungen pro Monat, welche uns auf dem herkömmlichen Postweg erreichen.

Erfreulich ist, dass viele Kunden unsere Webseite www.suisa.ch/3a besuchen und für ihre Fragen und Anliegen das Onlineportal verwenden. Seit Anfang Jahr haben sich 504 neue Kunden online angemeldet und eine Lizenz gemäss dem GT 3a erworben, und 1419 Kunden haben ihre Fragen zur Rechnung via Onlineportal gestellt. Der Tarif sieht für jene Kunden, welche für die Abwicklung der GT-3a-Geschäfte mit der SUISA das Onlineportal verwenden, einen Rabatt von 5% vor.

Für die Betreuung der 3a-Kunden ist unter der Leitung von Nevio Tebaldi ein Team von 16 Personen im Einsatz, welches sich total 1200 Stellenprozente teilt. Während der Aufbauphase stehen temporär zusätzlich drei Personen zur Verfügung, welche das Team unterstützen und Aufgaben im Bereich der Datenbereinigung übernehmen.

Häufige Fragen

Die mit Abstand häufigsten Fragen der Kunden betreffen die neuen Zuständigkeiten für die Rechnungstellung ab 2019. Der Systemwechsel bei der Radio- und TV-Abgabe und die Schliessung der Billag AG stiften anscheinend Verwirrung, sodass die Kunden nicht immer verstehen, warum sie eine Rechnung von der SUISA erhalten und wofür die Vergütung geschuldet ist.

Die Vermischung der Urheberrechtsvergütung mit der Radio- und TV-Abgabe ist wohl dem Umstand geschuldet, dass die Billag bis Ende 2018 beide Rechnungen verschickt hatte – die eine im Auftrag des Bundesamts für Kommunikation (Bakom), die andere im Auftrag der SUISA. Im gewerblichen Bereich war diese Kooperation durchaus sinnvoll, da Betriebe, welche in ihren Geschäftsräumlichkeiten ein Radio- oder TV-Gerät betreiben, nicht nur die Abgabe ans Bakom bezahlen müssen, sondern – im Gegensatz zu Privaten – zusätzlich eine Lizenz für die Urheberrechte gemäss GT 3a benötigen.

Ab 2019 hat sich die Ausgangslage für die Radio- und TV-Abgabe grundlegend geändert: An die Stelle der geräteabhängigen Empfangsgebühr tritt eine allgemeine Abgabe, welche flächendeckend von allen Haushalten und Unternehmen erhoben wird. Bei den Unternehmen ist die Abgabepflicht sowie die Höhe der Abgabe zudem vom Umsatz abhängig: Unternehmen mit einem Umsatz unter Fr. 500 000 sind von der Abgabe befreit – für höhere Umsätze stellt die Eidgenössische Steuerverwaltung automatisch die Abgabe in Rechnung, abgestuft in sechs Tarifkategorien.

Dagegen gibt es in Bezug auf die Urheberrechtsvergütung gemäss GT 3a keine grundlegenden Änderungen: Der Tarif basiert weiterhin auf dem tatsächlichen Nutzungsumfang und stellt dazu insbesondere auf die berieselte Fläche ab. Eine Umsatzgrenze gibt es keine – auch Unternehmen mit weniger als Fr. 500 000 Umsatz haben die Vergütung für die Urheberrechte zu bezahlen. Die einzige «Änderung» betrifft den Absender der Rechnungen, welche nicht mehr von der Billag, sondern der SUISA verschickt werden.

Keine Rolle für die gewerblichen Kunden spielt die «Nachfolgerin» der Billag, die Serafe AG – diese stellt im Auftrag des Bakom die Radio- und TV-Abgabe ausschliesslich bei Privathaushalten in Rechnung und hat mit dem Gewerbe nichts zu tun.

Neue Ansprechpartner für die Unternehmen ab 2019. (Grafik: Sibylle Roth)

Durch den GT 3a erfasste Nutzungssituationen
Relevant für den GT 3a sind sämtliche Nutzungen an Orten ausserhalb der Privatsphäre, wie z. B. in Verkaufsgeschäften, Einkaufszentren, Restaurants, Aufenthaltsräumen, Büroräumen, Arbeitsräumen, Lagerräumen, Firmenfahrzeugen (Autoradio), Skiliftstationen, Sitzungszimmern, Seminarräumen, Gästezimmern (als solche gelten Gäste- und Patientenzimmer sowie Ferienwohnungen), Museen, Ausstellungen etc.
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SUISA macht Musik möglichSUISA macht Musik möglich Ein neues Leitbild, ein neues Organigramm! Fairness, Engagement und Leidenschaft – diese drei Begriffe umreissen das neue Leitbild der SUISA. Im Zentrum steht das Statement «SUISA macht Musik möglich». Auf dem gleichen Grundsatz basiert auch das neue Organigramm der SUISA. Weiterlesen
Fremder Inhalt auf der eigenen Website muss nach Schweizer Recht entschädigt werdenFremder Inhalt auf der eigenen Website muss nach Schweizer Recht entschädigt werden Wer eine Website betreibt, kann nicht ohne Bewilligung über die Urheberrechte am Inhalt Dritter verfügen. Wenn fremde Inhalte auf der eigenen Website genutzt werden, ist dazu nach geltendem Schweizer Recht unabhängig von der Art der technischen Integration eine Erlaubnis vom Urheber nötig. Die SUISA erteilt Lizenzen für die Online-Nutzungen von Musik, dazu gehört auch in Videos enthaltene Musik, und verhandelt diese von Fall zu Fall. Weiterlesen
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«Orchestral Spaces» oder wenn Musik beim Hören räumlich fassbar wird

Der Komponist Michael Künstle setzt sich in seinem Werk mit dem Wechselspiel zwischen klanglicher Dramaturgie und dramaturgischen Klängen auseinander. Nun möchte der 27-jährige Basler in seiner Forschung noch einen Schritt weiter gehen und den Klang eines Orchesters für den Hörer räumlich erfahrbar werden lassen. Die FONDATION SUISA unterstützt dieses Vorhaben finanziell mit einem «Get Going!»-Beitrag. Gastbeitrag von Rudolf Amstutz

Michael Kuenstle: «Orchestral Spaces» oder wenn Musik beim Hören räumlich fassbar wird

Der Basler Komponist Michael Künstle (links) bei der Arbeit im Tonstudio. (Foto: Oliver Hochstrasser)

Als Michael Künstle 2012 den 1. Internationalen Filmmusikwettbewerb des Zurich Film Festivals gewann, kam dies für den damals erst 21-Jährigen völlig überraschend. «Ich stand damals erst am Anfang meines Studiums», sagt er heute und fügt gleich hinzu: «Ich begreife erst jetzt die Bedeutung dieses Preises. Er war eine Art Initialzündung, auch weil er bis heute eine Kompetenzauszeichnung ist, die einem niemand wegnehmen kann.»

Künstle setzte sich damals gegen 144 Mitbewerberinnen und -bewerber aus 27 Ländern durch, die alle die exakt selbe Aufgabe erfüllen mussten: die Vertonung des Kurztrickfilms «Evermore» von Philip Hofmänner. Wer sich den Film heute ansieht, kann erahnen, was die Jury damals beeindruckt haben mag: Künstle verblüffte mit subtilen Klängen, die sich ganz in den Dienst der filmischen Erzählung stellten.

«Das Tolle an Filmmusik ist, dass sie das Resultat eines engen Austausches mit anderen ist. Ein Film ist ein Zusammenspiel von unzähligen Leuten und es gilt, sämtliche Aspekte zu berücksichtigen: Kameraführung, Farbsetzung oder Ausstattung», erklärt Künstle seine Faszination für das Genre. «Die grösste Herausforderung ist im Film, mit der Musik die Dinge zu sagen, die durch das Visuelle oder das Gesprochene noch nicht gesagt wurden, aber massgeblich wichtig sind, um die Geschichte richtig zu Ende zu erzählen.»

Ob in Gabriel Baurs «Glow», «Sohn meines Vaters» von Jeshua Dreyfus oder «Cadavre Exquis» von Viola von Scarpatetti: Die Liste der Filme, in denen Künstle für den Soundtrack verantwortlich zeichnet wird immer länger. Die Begeisterung mit der Künstle sein Fachwissen und seinen Wissensdurst vermittelt, wirkt im Gespräch ansteckend. Auch wenn er von den Grossen des Fachs erzählt: Über das kompositorische Wissen eines Bernard Herrmanns etwa oder von der einzigartigen Fähigkeit von John Williams, «dessen Werke ohne Film klar wie Orchesterwerke klingen, und dennoch sind sie perfekt auf den Film abgestimmt. Das ist unglaublich schwierig zu bewerkstelligen, weil die symphonische Musik traditionellerweise dichtere Erzählstrukturen erlaubt als ein Film.»

«In der zeitgenössischen Musik setzt man den Raum oft gleich mit anderen kompositorischen Elementen wie Motiv oder Rhythmus, nur geht dieser wesentliche Aspekt in der Aufnahme häufig verloren.»

Obwohl er in seiner eigenen Arbeit zwischen Konzertmusik und Filmscore klar unterscheidet, gibt er zu, «dass man das eine, wenn man das andere macht, nie gänzlich abstellen kann.» Elemente, die er in Zusammenarbeit mit der Regisseurin Gabriel Baur für den Film «Glow» erarbeitet hatte, flossen ein in das Stück «Résonance», das 2016 vom Trio Eclipse aufgeführt wurde. «Aber in meiner Konzertmusik geht es hauptsächlich um kompositorische Formen und strukturelle Ideen, die sich im Film nicht umsetzen lassen.»

Aus einem anderen wichtigen Aspekt in Künstles Schaffen ist letztlich auch die Idee für das Projekt entstanden, das nun von der FONDATION SUISA im Rahmen von «Get Going!» mitfinanziert wird. Künstle verfolgt – wie er betont – eine Philosophie des «Echten» und dazu gehört auch eine möglichst genaue Abbildung einer Aufführung durch modernste Aufnahmemöglichkeiten. Gemeinsam mit seinem Arbeitspartner Daniel Dettwiler, der in Basel das «Idee und Klang»-Studio besitzt und seit Jahren an neuen Aufnahmemöglichkeiten forscht, möchte Künstle versuchen, eine Raum-Komposition zu schaffen, und zwar so, dass sie auf eine noch nie dagewesene Weise auditiv erlebbar wird.

«In der zeitgenössischen Musik setzt man den Raum oft gleich mit anderen kompositorischen Elementen wie Motiv oder Rhythmus, nur geht dieser wesentliche Aspekt in der Aufnahme häufig verloren», erläutert er den Ausgangspunkt. «Ich will erreichen, dass man den dreidimensionalen Raum, der vom Orchester während der Aufnahme ausgefüllt wurde, sich unter Kopfhörer so anhört, als könne man die Musik förmlich anfassen.» Lange Jahre war diese Erforschung und in gewisser Weise auch die Eroberung dieser «Orchestral Spaces» für Künstle nur eine Idee, weil – wie er betont – «man dies nur umsetzen kann in einem Studio mit dem bestmöglichen Klang und mit den besten Mikrophonen, die es gibt».

Dank «Get Going!» wird nun dieser nächste Schritt in dieser audiophilen Revolution Realität, und zwar in den altehrwürdigen Abbey Road Studios in London mit einem 80-köpfigen Orchester. Dafür wird Künstle eine Komposition schreiben, in dem der Raum, in dem aufgenommen wird, eine zentrale Rolle spielt. «Ich möchte den Kompositionsprozess umdrehen», unterstreicht er das Anliegen seines Projektes. Das sei wie bei der Filmmusik, fügt er noch an. Auch dort gehe man zuallererst vom Gehörten aus. Womit der Kreis wieder geschlossen wäre.

www.michaelkuenstle.ch

2018 hat die FONDATION SUISA mit der Vergabe von neuen Werkbeiträgen begonnen. Unter dem Titel Get Going! werden kreative und künstlerische Prozesse finanziell angestossen, die sich ausserhalb der gängigen Kategorien befinden. In einer Porträtserie stellen wir die Empfängerinnen und Empfänger dieser Get Going!-Beiträge vor.

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Die Bearbeitung geschützter WerkeDie Bearbeitung geschützter Werke Musikalische Werke, die urheberrechtlich frei sind, können ohne Weiteres bearbeitet werden. Wenn ein Werk jedoch noch geschützt ist, das heisst, dessen Urheber noch nicht mehr als 70 Jahre tot sind, muss der Rechteinhaber die Bearbeitung bewilligen. Doch wie erhält man eine solche Bearbeitungserlaubnis und welche Punkte müssen darin geregelt sein, damit eine Bearbeitung bei der SUISA angemeldet werden kann? Weiterlesen
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Kommen Sie zahlreich an unsere Generalversammlung in Biel

Liebe Mitglieder, am Freitag 21. Juni, ist es wieder so weit. Sie werden an unserer Generalversammlung die Gelegenheit haben, mit den Führungsverantwortlichen Ihrer Genossenschaft SUISA in Kontakt zu treten und über die Geschicke Ihrer Verwertungsgesellschaft mitzubestimmen. An diesem Tag sollten Sie möglichst zahlreich nach Biel kommen. Von Andreas Wegelin, CEO

Kommen Sie zahlreich an unsere Generalversammlung in Biel

Bestimmen Sie mit über die Geschicke Ihrer Verwertungsgesellschaft und erfahren Sie Neuigkeiten von Ihrer Genossenschaft aus erster Hand bei Ihrer Teilnahme an der SUISA-Generalversammlung. (Foto: Sibylle Roth)

An der bevorstehenden Generalversammlung gilt es, zwei neue Vorstandsmitglieder zu wählen und – zum ersten Mal in der Geschichte der SUISA – eine Konzernrechnung zu genehmigen. Die SUISA hat sich für das digitale Zeitalter, in welchem das Hören von Musikaufnahmen über das Internet zusehends wichtiger wird, neue Strukturen gegeben: Einerseits beteiligt sich das Mutterhaus an einem Joint Venture mit der amerikanischen SESAC, andrerseits werden die Online-Lizenzen neu europa- oder sogar weltweit von einer Tochtergesellschaft namens SUISA Digital Licensing mit Sitz in Liechtenstein vergeben.

Lassen Sie sich weiter aus erster Hand informieren über die neuesten Entwicklungen bei der Urheberrechtsgesetzgebung. Sowohl auf europäischer Ebene wie auch in der Schweiz ist hier einiges in Bewegung. Die europäische Gesetzesvorlage hat vor allem junge Internetnutzer zu Protesten im Netz und auf die Strasse getrieben. Angefeuert von den Social Media Plattformen wird behauptet, wegen dem neuen Urheberrecht sei die Meinungsäusserungsfreiheit ernsthaft in Gefahr.

Wie es wirklich um den Schutz der Urheber und ihrer Werke beim Austausch auf dem weltweiten Internet-Marktplatz steht, lesen Sie hier auf dem SUISAblog und erfahren sie aus erster Hand, unter anderem von Ständerätin Géraldine Savary an unserer GV.

Auch bei unserer FONDATION SUISA, der Förderstiftung für Schweizer Musik, geht man neue Wege: Anstatt Preise an bereits bekannte Musikerinnen auszurichten, sollen durch Anstossfinanzierungen neue Musikprojekte vermehrt ins Blickfeld kommen. Ich wünsche Ihnen eine bereichernde Lektüre auf unserem SUISAblog] und würde mich sehr freuen, Sie am Freitag, 21. Juni 2019, an unserer Generalversammlung in Biel persönlich begrüssen zu können.

Hier geht’s zur Anmeldung und zu den Unterlagen für die Generalversammlung.

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Bericht aus dem Vorstand: Gesamthaft erfreuliches Geschäftsjahr 2018Gesamthaft erfreuliches Geschäftsjahr 2018 Der SUISA-Vorstand und seine Kommissionen für Tarife und Verteilung sowie für Organisation und Kommunikation trafen sich zu den ordentlichen Frühjahrssitzungen am 9. und 10. April 2019 am SUISA-Hauptsitz in Zürich. Das wichtigste Thema an der Frühjahrsitzung sind traditionellerweise die Beschlüsse über die Jahresrechnung des vergangenen Jahres zuhanden der Generalversammlung. Die SUISA erstellt ab diesem Jahr zwei Rechnungen nach dem Standard Swiss GAAP FER. Weiterlesen
SUISA-Generalversammlung: Die Meinung der Mitglieder zähltSUISA-Generalversammlung: Die Meinung der Mitglieder zählt Die Generalversammlung der SUISA findet am Freitag, 21. Juni 2019, im Kongresszentrum Biel (Konzertsaal) statt. Zum ersten Mal werden der Generalversammlung zwei Rechnungen präsentiert; ein Novum in der SUISA-Geschichte. Weiter stehen Wahlgeschäfte an: Es geht um die Gesamterneuerung des Vorstands sowie der Verteilungs- und Werkkommission sowie die Ersatzwahl in die Beschwerdekommission. Weiterlesen
Wenn die SUISA Politik machtWenn die SUISA Politik macht Die SUISA und die anderen Schweizer Verwertungsgesellschaften haben sich politisch noch nie so stark engagiert wie im Jahr 2018. Doch ist ein politisches Engagement der SUISA gerechtfertigt? Das politische Engagement der SUISA hat natürlich mit der Urheberrechtsrevision zu tun. Doch die Verwertungsgesellschaften haben auch zu vielen anderen Themen Stellung genommen: zur «No Billag»-Initiative, zum Geldspielgesetz, zur Revision des Fernmeldegesetzes, zu verschiedenen parlamentarischen Motionen, Initiativen usw. Weiterlesen
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  1. Gerhard Hählen sagt:

    Wie kommt man zu einem Anmeldeformular für die GV und mit Programm der GV? Seit ich die digitale Version der Kommunikation angemeldet habe, kriege ich kein Anmeldeformular für die GV mehr?!?

  2. E.Rick Sommer sagt:

    Liebe SUISA am 21. Juni ist die GV in Biel könnten Sie vielleicht die Uhrzeit angeben wann beginnt die GV
    mit Freundlichen Gruss Rick

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Liebe Mitglieder, am Freitag 21. Juni, ist es wieder so weit. Sie werden an unserer Generalversammlung die Gelegenheit haben, mit den Führungsverantwortlichen Ihrer Genossenschaft SUISA in Kontakt zu treten und über die Geschicke Ihrer Verwertungsgesellschaft mitzubestimmen. An diesem Tag sollten Sie möglichst zahlreich nach Biel kommen. Von Andreas Wegelin, CEO

Kommen Sie zahlreich an unsere Generalversammlung in Biel

Bestimmen Sie mit über die Geschicke Ihrer Verwertungsgesellschaft und erfahren Sie Neuigkeiten von Ihrer Genossenschaft aus erster Hand bei Ihrer Teilnahme an der SUISA-Generalversammlung. (Foto: Sibylle Roth)

An der bevorstehenden Generalversammlung gilt es, zwei neue Vorstandsmitglieder zu wählen und – zum ersten Mal in der Geschichte der SUISA – eine Konzernrechnung zu genehmigen. Die SUISA hat sich für das digitale Zeitalter, in welchem das Hören von Musikaufnahmen über das Internet zusehends wichtiger wird, neue Strukturen gegeben: Einerseits beteiligt sich das Mutterhaus an einem Joint…Weiterlesen