Tagarchiv: Verteilung

Zwischenbilanz der Hitboxen, drei Jahre nach deren Einführung

Nach einer zweijährigen Testphase dient das Hitboxen-Monitoring seit Januar 2014 als Basis für die Verteilung der Vergütungen für Tonträger-Musik. Nun kann eine erste Bilanz dieses neuen Systems gezogen werden, sowohl im Hinblick auf die gesammelten Daten wie auch auf die Reaktionen der Mitglieder und der Inhaber der betroffenen Clubs. Text von Nicolas Pont

Zwischenbilanz der Hitboxen, drei Jahre nach deren Einführung

Aufgrund des Hitboxen-Monitorings festgestellt: «Jung verdammt» von Lo & Leduc wurde 2015 in den Schweizer Clubs mehr aufgelegt als «Crazy In Love» von Beyoncé. (Foto: Luca Monachesi)

Das Ziel der Revision der Verteilungsklasse 12, die von den Hitboxen betroffen ist, sowie die Funktionsweise dieser Geräte wurden im SUISAinfo 3.13 (PDF, 730 KB) erklärt. Dennoch sei ergänzt, dass die Hitboxen vorwiegend für die Verteilung der Urheberrechtsvergütungen für Tanz- und Unterhaltungsveranstaltungen im (Diskotheken) und ausserhalb des Gastgewerbes (Messen, Strassenfeste) eingesetzt werden, also an Anlässen, an denen die Musik zwar wichtig ist, aber nicht als einziger Grund für einen Besuch angeführt wird.

Tritt ein DJ in einem Konzert auf, erfolgt die Verteilung hingegen wie bisher auf der Grundlage der Programme, die die Künstler einreichen und von den Organisatoren an die SUISA weitergeleitet werden. Das gilt auch für die Festivals mit elektronischer Musik wie beispielsweise das Electron Festival in Genf. Insgesamt werden für unterhaltende Anlässe mit Live- und Tonträgermusik pro Jahr rund sechs Millionen Franken verteilt, die aus 13 verschiedenen Tarifen stammen. Die Verteilung für Tonträgermusik wird gemäss einer Datenanalyse von Yacast, dem französischen Systembetreiber durchgeführt.

Ziel der Hitboxen ist die gerechte Verteilung an Urheber und Verleger

Für eine repräsentative Auswahl von Clubs, die den verschiedenen Musiksparten und Sprachregionen Rechnung trägt, wurden Statistiker der Universität Zürich beigezogen. Am Anfang gab es bei der Installation seitens der Clubbesitzer einige Vorbehalte gegenüber den Hitboxen. Inzwischen sind diese Vorbehalte weniger geworden. Zuweilen treten technische Probleme bei der Installation oder der Instandhaltung auf. Zum Beispiel können Kabel, die nicht mehr funktionieren oder versehentlich entfernt werden, der Grund für Problemfälle sein.

Andere anfängliche Befürchtungen haben sich widerlegt oder abgeschwächt: Mitunter wurde zu Beginn vermutet, dass das Gerät auch private Gespräche aufzeichnen oder so manipuliert werden könnte, dass es beispielsweise die Musik eines Smartphones anstelle der tatsächlich in der Diskothek gespielten Musik aufnimmt. Die Prüfung einer Probeaufnahme zeigte jedoch, dass private Gespräche nicht hörbar sind. Ausserdem dient ein externes Raummikrofon an der Hitbox als Beweis für die Übereinstimmung zwischen der aufgenommenen Musik und der im Club tatsächlich gespielten Musik.

Die Offenheit der Clubbesitzer gegenüber den Hitboxen ist zu begrüssen. Gerade Betriebe, die Nischenmusik spielen, ermöglichen durch eine Installation, lokale Künstler zu fördern und damit jene Lügen zu strafen, die dem Monitoring-System vorwerfen, es begünstige die Majors und die so genannte Mainstream-Musik. Das Ziel, die Vergütungen möglichst gerecht an die Urheber der gespielten Musik zu verteilen, wird erreicht durch eine möglichst repräsentative Auswahl an Clubs, in denen ein Monitoring stattfindet.

Erkennungsrate über 95%

Die Firma Yacast hat sich vertraglich verpflichtet, eine bestimmte Erkennungsrate zu garantieren. Auch dieser Aspekt wurde während der Testphase genau geprüft. Seit der Einführung der Hitboxen vor zwei Jahren stieg die Erkennungsrate auf 96% im Jahr 2014 und auf 97% im Jahr 2015. Ausserdem wurde ein System eingerichtet, das den Mitgliedern, die die Erkennung ihrer Werke anzweifeln, den direkten Zugang zur Datenbank von Yacast ermöglicht, damit sie ihre Audio-Datei hochladen können. Dazu muss man sich anmelden.

Mehrere Mitglieder und Nutzer wollten die Kriterien kennen, nach denen die Betriebe ausgewählt wurden, in denen eine Hitbox platziert wurde. Zudem baten sie um die Liste dieser Betriebe. Diesem Wunsch konnte nicht nachgekommen werden. Die SUISA muss garantieren können, dass das Monitoring-System nicht manipuliert werden kann. Wenn die Orte bekannt würden, an denen Hitboxen installiert sind, bestünde die Möglichkeit, Auftrittsorte gezielt aufgrund dieser Angaben zu wählen. Dadurch würde die Repräsentativität der Daten und damit die Verteilung der Einnahmen beeinflusst. Es geht also nicht darum, Transparenz zu verhindern oder die Daten zu verschleiern, sondern darum, eine Vertraulichkeit zu gewährleisten, die für ein gutes Funktionieren des Systems unerlässlich ist.

Im Gegenzug können folgende Angaben geliefert werden: 2014 und 2015 wurden 43 beziehungsweise 45 der rund 500 in der Schweiz existierenden Clubs und Diskotheken mit einer Hitbox ausgerüstet. Die Aufnahmen erfolgen nicht kontinuierlich, sondern zu abwechselnden Zeitpunkten, die anhand der Installation im Club für niemanden erkenntlich sind. Die variierenden Aufnahmezeiten sind eine weitere Massnahme, die gewährleiset, dass das System nicht beeinflusst werden kann. Durchschnittlich wurden jährlich rund 6000 Stunden Musik aufgenommen, die nahezu 30 000 Werken zugeordnet werden konnte.

Lo & Leduc vor Beyoncé!

Die Schweiz ist ein Musik-Importland, und die SUISA verteilt jedes Jahr knapp die Hälfte der Einnahmen ins Ausland. Als die SUISA beschloss, eine Verteilung auf der Basis von Hitboxen vorzunehmen, war sie sich vollkommen bewusst, dass sich diese Tendenz bestätigen könnte. Dies war auch der Fall, allerdings weniger klar als befürchtet und mit einigen Überraschungen. Als Beispiel sei der Titel «Jung verdammt» der ausschliesslich aus SUISA-Mitgliedern bestehenden Berner Gruppe Lo & Leduc angeführt. Dieser Titel figurierte im Jahr 2015 unter den zehn meistaufgelegten Titeln und lag weit vor Beyoncés «Crazy in love».

Einer der Gründe für den Einsatz der Hitboxen ist, dass das alte, auf den Programmmeldungen basierende System zu Missbräuchen führte und zudem lückenhaft war. Häufig wurden Meldungen eingereicht, die Musikanlässe in Clubs betrafen, die schon mehrere Monate zuvor ihren Betrieb eingestellt hatten. So floss ein wesentlicher Teil der Einnahmen in die Taschen von Rechteinhabern, die zwar SUISA-Mitglieder, aber nur auf dem Papier Autoren waren – dies zum Nachteil jener Künstler, auch aus der Schweiz, deren Werke tatsächlich aufgelegt wurden.

Die Hitboxen können aus Kostengründen nicht flächendeckend in allen Clubs installiert werden und es  kann  vorkommen, dass Aufführungen nicht erfasst werden. Jedoch liegen dank dem heutigen System viel mehr Informationen vor, als dies früher mit den manuellen Meldungen von DJ-Programmen der Fall war. Dadurch können die Vergütungen gerechter verteilt werden. Zusätzlich werden die bis anhin hohen Kosten für die «manuelle» Bearbeitung der Daten reduziert.

Heute, da jeder Kunde mit seinem Smartphone die Titel und die Interpreten der in einem Club gespielten Werke erkennen kann, ist es nicht mehr zeitgemäss und glaubwürdig, sich für die Verteilung der Urheberrechtsentschädigungen auf Papiermeldungen zu stützen. Umso mehr, als die Verwertungsgesellschaften explizit die Entwicklung elektronischer Bearbeitungssysteme fordern, insbesondere im Zusammenhang mit der Revision des Urheberrechts.

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Nach einer zweijährigen Testphase dient das Hitboxen-Monitoring seit Januar 2014 als Basis für die Verteilung der Vergütungen für Tonträger-Musik. Nun kann eine erste Bilanz dieses neuen Systems gezogen werden, sowohl im Hinblick auf die gesammelten Daten wie auch auf die Reaktionen der Mitglieder und der Inhaber der betroffenen Clubs. Text von Nicolas Pont

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Aufgrund des Hitboxen-Monitorings festgestellt: «Jung verdammt» von Lo & Leduc wurde 2015 in den Schweizer Clubs mehr aufgelegt als «Crazy In Love» von Beyoncé. (Foto: Luca Monachesi)

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Neuer Verteilungsschlüssel im Aufführungs- und Senderecht

Der Verteilungsschlüssel der SUISA im Aufführungs- und Senderecht wird per 1. Januar 2017 geändert. Neu beträgt bei originalverlegten Werken der Anteil des Urhebers 66,67% und jener des Verlegers 33,33%. Mit dieser Änderung wird das Verteilungsreglement an den international gebräuchlichen CISAC-Schlüssel angepasst. Text von Irène Philipp Ziebold

Neuer Verteilungsschlüssel im Aufführungs- und Senderecht

8/12 für Urheber, 4/12 für Verleger: Die SUISA passt ihren Verteilungsschlüssel im Aufführungs- und Senderecht wieder an den in Europa gebräuchlichen Standard an. (Bild: Manu leuenberger)

Die meisten europäischen Schwestergesellschaften der SUISA wenden bei originalverlegten Werken im Aufführungs- und Senderecht den sogenannten «CISAC-Schlüssel» an. Die CISAC ist der internationale Dachverband der Verwertungsgesellschaften (Confédération Internationale des Sociétés d’Auteurs et Compositeurs). Die Anteile im vom Dachverband empfohlenen Verteilungsschlüssel bei Aufführungen und Sendungen betragen 66,67% für Urheber und 33,33% für Verleger.

Verteilungsschlüssel der SUISA

Der Verteilungsschlüssel der SUISA wich in diesem Punkt bislang vom international etablierten CISAC-Standard ab. Bisher waren im Verteilungsreglement der SUISA bei originalverlegten Werken im Aufführungs- und Senderechte Anteile von 65% für Urheber und maximal 35% für Verleger festgehalten. Bei der Herstellung von Ton- und Tonbildträgern wird der Komponist mit 60% und der Verleger mit 40% beteiligt.

Bei subverlegten Werken stehen dem Urheber gemäss Verteilungsreglement für Aufführungen und Sendungen 50% und dem Verleger und Subverleger zusammen die restlichen 50% zu. Bei der Herstellung von Ton- und Tonbildträgern erhalten der Urheber 40% und der Verleger und Subverleger zusammen 60%. Wobei zu erwähnen ist, dass die SUISA bei subverlegten Werken grundsätzlich die vertraglich vereinbarte Aufteilung zwischen Verleger und Subverleger übernimmt. Nur wenn diese fehlen, werden die reglementarischen Schlüssel berücksichtigt.

Anpassung an den europäischen Standard von CISAC

Der Verteilungsschlüssel der SUISA wird nun bei originalverlegten Werken im Aufführungs- und Senderecht an den europäischen Standard angepasst. Die Schlüssel betreffend Herstellung von Ton- und Tonbildträgern (mechanisches Recht) bleiben im Verteilungsreglement unverändert. Genau genommen ist die Anwendung des CISAC-Schlüssels von 66,67% für Urheber und 33,33% für Verleger keine Neuerung sondern eine Wiedereinführung.

Der europaweit gebräuchliche Schlüssel entspricht eigentlich den Bruchzahlen 8/12 (Anteil Urheber) respektive 4/12 (Anteil Verleger). Als die SUISA 1962 mit Informatiksystemen zu arbeiten begann, wollte man Dezimalstellen hinter dem Komma vermeiden. Deshalb änderte die SUISA den Schlüssel und rundete die Zahlen auf 65% respektive 35%. Die meisten anderen europäischen Gesellschaften behielten die Bruchwerte von 66,67% und 33,33% bei.

Auswirkungen der geänderten Verteilungsregeln

Dank der Anpassung des Verteilungsschlüssels erhalten die Urheber von der SUISA die Anteile vergütet, die im europäischen Raum als Standard gelten. Damit einhergehend wird für die Verleger der Anteil zwar um 1,67% geschmälert. Jedoch profitieren sowohl Verleger als auch Urheber von positiven Auswirkungen, die ihnen durch die Änderung zugut kommen.

Denn neben der Harmonisierung mit den anderen europäischen Gesellschaften ergeben sich bei der (Wieder-)Einführung des CISAC-Schlüssels für originalverlegte Werke weitere bedeutende Vorteile:

  • Bedeutende Effizienzsteigerung bei der Werkregistrierung: Die Verarbeitung der SUISA-Werke mit internationaler Beteiligung wird einfacher. Mühsame Umrechnungen bei Gemeinschaftsproduktionen mit ausländischen Urhebern entfallen.
  • Wesentliche Vereinfachung der Verarbeitung von Abrechnungen der Schwestergesellschaften: Die übereinstimmenden Verteilungsschlüssel erleichtern die Verarbeitung der Abrechnungen von ausländischen Schwestergesellschaften wesentlich.

Gültigkeit der Änderung im Verteilungsreglement

Sowohl der Vorstand der SUISA als auch das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum (IGE) haben dieser Änderung zugestimmt. Die neuen Verteilungsschlüssel werden ohne Rückwirkung per 1. Januar 2017 in Kraft treten. Das heisst, dass ab 1. Januar 2017 alle neu angemeldeten Werke mit dem neuen Verteilungsschlüssel registriert werden. Bei früher angemeldeten Werken bleibt der aktuelle Verteilungsschlüssel gültig. Diese Werke werden nicht umregistriert.

Der Entscheid des IGE vom 28. Juli 2016 ist publiziert unter: www.suisa.ch/shab

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Der Verteilungsschlüssel der SUISA im Aufführungs- und Senderecht wird per 1. Januar 2017 geändert. Neu beträgt bei originalverlegten Werken der Anteil des Urhebers 66,67% und jener des Verlegers 33,33%. Mit dieser Änderung wird das Verteilungsreglement an den international gebräuchlichen CISAC-Schlüssel angepasst. Text von Irène Philipp Ziebold

Neuer Verteilungsschlüssel im Aufführungs- und Senderecht

8/12 für Urheber, 4/12 für Verleger: Die SUISA passt ihren Verteilungsschlüssel im Aufführungs- und Senderecht wieder an den in Europa gebräuchlichen Standard an. (Bild: Manu leuenberger)

Die meisten europäischen Schwestergesellschaften der SUISA wenden bei originalverlegten Werken im Aufführungs- und Senderecht den sogenannten «CISAC-Schlüssel» an. Die CISAC ist der internationale Dachverband der Verwertungsgesellschaften (Confédération Internationale des Sociétés d’Auteurs et Compositeurs). Die Anteile im vom Dachverband empfohlenen Verteilungsschlüssel bei Aufführungen und Sendungen betragen 66,67% für Urheber und 33,33% für Verleger.

Verteilungsschlüssel der SUISA

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Bestimmen Sie bei der Verteilung mit

Rund 125 Millionen Franken kann die SUISA aus den Einnahmen von 2015 an Urheber und Verleger verteilen. Für die SUISA-Mitglieder und Auftraggeber ist die Verteilung essentiell: Wer erhält aus welcher Nutzung seiner Werke letztlich wieviel Geld? Wie die Verteilung erfolgt, wird von der Verteilungs- und Werkkommission (VWK) der SUISA vorgeschlagen und vom Vorstand beschlossen. Nächstes Jahr hat nun ein SUISA-Mitglied aus der Musiksparte Werbe-und Filmmusik die Möglichkeit, eine aktive Rolle einzunehmen und für die VWK zu kandidieren. Interessierte Mitglieder können sich bis zum 31. Oktober 2016 für die Wahl vorschlagen.

GV2016-Voting-Cards

2017 wird ein neues Mitglied in die Verteilungs- und Werkkommission gewählt. (Foto: Manuel Leuenberger)

«Mittendrin statt nur dabei» – SUISA-Urheber und Verleger können bei Änderungen im Verteilungsreglement direkt mitbestimmen. Bei der nächsten SUISA-Generalversammlung am 23. Juni 2017 in Zürich wird ein neues Mitglied in die Verteilungs- und Werkkommission (VWK) gewählt. Der Grund dafür ist der Rücktritt eines bisherigen VWK-Mitglieds.

Die Interessen aller Urheber und Verleger vertreten
Was aber macht ein geeignetes VWK-Mitglied aus? In erster Linie braucht es natürlich eine hohe Affinität zur Musik. Dies ergibt sich allerdings ohnehin mit der Grundvoraussetzung  für eine Kandidatur: Es können nur stimm- und wahlberechtigte SUISA-Mitglieder in die Kommission gewählt werden. (Zukünftige) VWK-Mitglieder müssen zudem die Wirkung heutiger Entscheidungen für die Zukunft verstehen. Die Mitglieder der VWK dürfen sich nicht nur auf die eigenen Geschäftsfelder konzentrieren, sondern die Interessen aller Urheber und Verleger vertreten. Und es braucht Zeit: Die Sitzungen der VWK finden zwei Mal im Jahr in Bern statt und dauern – mit Anreise und gemeinsamem Mittagessen – jeweils einen Tag. Die Sitzungen brauchen eine gute Vorbereitung seitens der Mitglieder; hierzu gehört vor allem, dass die umfangreichen Dossiers gelesen werden.

Musiksparte: Werbe- und Filmmusik
Dieses Mal suchen wir ein Mitglied aus der Musiksparte Werbe-und Filmmusik. Damit wird eine ausgeglichene Zusammensetzung der VWK sichergestellt. In der Kommission sind verschiedene Musikrichtungen und alle Sprachregionen der Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein vertreten. Zudem setzt sich die VWK sowohl aus Komponisten, Musikverlegern wie auch Textautoren zusammen. Und letztlich ist auch eine bestmögliche Durchmischung hinsichtlich Alter und Geschlecht wichtig.

Aufgaben der Verteilungs- und Werkkommission
Die Verteilungs- und Werkkommission beschäftigt sich primär mit Verteilungsänderungen, die im Verteilungsreglement geregelt werden. Sie erfüllt folgende Aufgaben:

  • prüft die Bestimmungen des Verteilungsreglements und ihre Auswirkungen auf die Verteilungsergebnisse;
  • stellt dem Vorstand Anträge betreffend Änderung des Verteilungsreglements;
  • behandelt in erster Instanz Rekurse gegen Entscheide der Geschäftsleitung über die Einstufung von Sendeprogrammen und über die Schutzfähigkeit von Werken und Bearbeitungen freier Werke;
  • hat beratende Funktion hinsichtlich der Beurteilung von nicht autorisierten Umarbeitungen geschützter Werke und von Plagiaten.

Die VWK ist eine Kommission der SUISA-Generalversammlung; diese kann der Kommission weitere Aufgaben zuweisen. Jedes Kommissionsmitglied hat eine Stimme, abwesende Mitglieder können nicht durch andere Kommissionsmitglieder vertreten werden.

Interessierte Kandidaten schicken ihre Bewerbung bitte bis 31. Oktober 2016 an folgende Adresse:
SUISA
Christian Poffet
Bellariastrasse 82
CH-8038 Zürich
E-Mail: vwk(at)suisa(dot)ch

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Rund 125 Millionen Franken kann die SUISA aus den Einnahmen von 2015 an Urheber und Verleger verteilen. Für die SUISA-Mitglieder und Auftraggeber ist die Verteilung essentiell: Wer erhält aus welcher Nutzung seiner Werke letztlich wieviel Geld? Wie die Verteilung erfolgt, wird von der Verteilungs- und Werkkommission (VWK) der SUISA vorgeschlagen und vom Vorstand beschlossen. Nächstes Jahr hat nun ein SUISA-Mitglied aus der Musiksparte Werbe-und Filmmusik die Möglichkeit, eine aktive Rolle einzunehmen und für die VWK zu kandidieren. Interessierte Mitglieder können sich bis zum 31. Oktober 2016 für die Wahl vorschlagen.

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2017 wird ein neues Mitglied in die Verteilungs- und Werkkommission gewählt. (Foto: Manuel Leuenberger)

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Nachhaltiges Wachstum für die Mitglieder

Genossenschaften zeichnen sich durch solides Wirtschaften aus. Dies gilt auch für die SUISA. Die Genossenschaft der Komponisten, Textautoren und Verleger von Musik hat 2015 ihre Einnahmen leicht gesteigert. Von diesem Geld verteilt die SUISA rund 88% an die Rechteinhaber. Insgesamt sind es 125 Millionen Franken. Die Genossenschaft leistet damit einen substanziellen Beitrag an das finanzielle Auskommen ihrer Mitglieder. Nachfolgend eine Analyse des Jahresergebnisses. Text von Andreas Wegelin, Generaldirektor

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Nicht immer stehen Komponisten und Textautoren auch auf der Bühne. Umso wichtiger sind für sie die Urheberrechtsvergütungen ihrer Genossenschaft. (Foto: Dreadek / Shutterstock.com)

Die SUISA hat ihr Jahresergebnis 2015 veröffentlicht, und die Zahlen sind erfreulich: Die Genossenschaft der Urheber und Verleger von Musik konnte im letzten Jahr eine Steigerung der Einnahmen aus der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein verzeichnen. Dank der weiterhin sehr grossen Nachfrage nach Musik hierzulande nahm die SUISA aus diesen Gebieten 132,7 Millionen Franken ein. Zusammen mit den Einnahmen aus der Nutzung des SUISA-Repertoires im Ausland konnte aus der Verwertung von Urheberrechten ein Nettoerlös von insgesamt 142,7 Millionen Franken erzielt werden.

Wichtiges Einkommen für Komponisten, Textautoren und Verleger

Rund 88% von diesen Einnahmen verteilt die SUISA an die Rechteinhaber. Insgesamt gehen somit 125 Millionen Franken an die Musikschaffenden. Gerade für Komponisten, Textautoren und Verleger sind diese Einnahmen wichtig. Viele Urheber stehen zum Beispiel nicht auf der Bühne und erhalten somit weder Gagen noch Anteile von Merchandising-Einnahmen. Die Vergütungen aus der Kollektivverwertung für die Nutzung der von ihnen geschriebenen Werke oder Songtexte sind ein Bestandteil ihres Einkommens.

Genossenschaften wirtschaften nachhaltig im Interesse der Mitglieder

In der Schweiz und Liechtenstein ist dies die Aufgabe ihrer Genossenschaft, der SUISA. Genossenschaften sind in erster Linie Selbsthilfeorganisation der Mitglieder. Sie wirtschaften nicht spekulativ oder im Hinblick auf möglichst hohe Aktionärsgewinne, sondern nachhaltig im Interesse ihrer Genossenschafter. Im Fall der SUISA sind dies die Musikurheber und -verleger. Wie das Jahresergebnis 2015 zeigt, ist die SUISA in dieser Hinsicht auf gutem Weg: Die Einnahmen der Genossenschaft stiegen in den letzten drei Jahren kontinuierlich. Die Haupttreiber dieser positiven Entwicklung sind insbesondere die Konzerte und das digitale Fernsehen.

Florierender Konzertmarkt

Der grösste Zuwachs im 2015 ist dem weiterhin florierenden Konzert- und Festivalmarkt in der Schweiz zu verdanken. Rund 20,3 Millionen Franken hat die SUISA an Urheberrechtseinnahmen aus den Konzerttarifen GT Ka und GT Kb im letzten Jahr erzielt; 2014 waren es 18,7 Millionen Franken. Damit machen diese beiden Konzerttarife beinahe die Hälfte der totalen Einnahmen aus Aufführungsrechten aus. Insgesamt wurden aus Aufführungsrechten vergangenes Jahr 46 Millionen Franken eingenommen (gegenüber 44,1 Millionen Franken im Vorjahr). Massgebend für die Mehreinnahmen im letzten Jahr waren auch einige Streitfälle, die gelöst werden konnten und zu einem rückwirkenden Inkasso geführt haben.

Digitales Fernsehen weiterhin im Vormarsch

Die Einnahmen aus Senderechten stiegen im vergangenen Jahr von 64 auf 64,6 Millionen Franken leicht an. Diese Zunahme stammt einerseits aus höheren Einnahmen bei den Werbefenstern der SRG-Sender. Andererseits wirkt sich die wachsende Beliebtheit des digitalen Fernsehens positiv für die Urheber und Verleger aus: Sowohl die Verbreitung von Sendungen über das Kabelnetz wie auch die Vermietung von Settop-Boxen und das damit mögliche zeitversetzte Fernsehen führten 2015 zu höheren Einnahmen.

Online flop, Tonträger top?

Das Jahresergebnis 2015 der SUISA in den Bereichen Onlineund Tonträger entspricht nicht der gängigen Entwicklung. Der Trend im Markt zeigt klar: Es wird immer mehr Musik über das Internet und insbesondere via Streaming genutzt, während das Publikum seit Jahren immer weniger Tonträger kauft. Dennoch nahmen die SUISA-Einnahmen bei den Tonträgern im letzten Jahr leicht zu, während das Ergebnis im Online-Bereich rückläufig war. Sonderfall Schweiz? Nein.

Bei den Tonträgern war die Grossproduktion eines einzelnen Kunden wesentlich verantwortlich für das Plus gegenüber dem Vorjahr. Der Rückgang 2015 bei den Online-Einnahmen hängt mit den Rechnungsprozessen zusammen. Aufgrund der rasant wachsenden Datenmenge, welche die SUISA beim Streaming verarbeitet, mussten Abrechnungsprozesse bei den Online-Einnahmen neu aufgebaut werden.

Dies führte dazu, dass Einnahmen aus dem vergangenen Jahr einigen Streaminganbietern erst im Januar 2016 in Rechnung gestellt werden konnten. Unabhängig von dieser saisonalen Verschiebung in der Rechnungsstellung muss im Zusammenhang mit den Online-Einnahmen gesagt werden, dass es hier weitere Anstrengungen braucht, um für die Urheber angemessene Vergütungen bei der Verbreitung ihrer Musik im Internet auszuhandeln.

«Im negativen Sinn besonders hervorzuheben sind die Entschädigungen durch den meistgenutzten Gratiskanal Youtube, die für die Urheber zu tief sind.»

Mit der 2. Quartalsabrechnung im Juni 2016 wird die SUISA unter anderem auch Einnahmen aus dem Online-Geschäft an die Rechteinhaber verteilen. Allerdings wird diese Verteilsumme wie bereits letztes Jahr auf einem tiefen Niveau bleiben. Ein Grund dafür sind illegale Angebote und kostenlose Dienste, die sich mit Werbung finanzieren. Diese konkurrenzieren die legalen Bezahlangebote z. B. von Spotify, Apple Music, Google Play und weiteren.

Im negativen Sinn besonders hervorzuheben sind die Entschädigungen durch den meistgenutzten Gratiskanal Youtube, die für die Urheber zu tief sind. Die Vergütungen durch Online-Anbieter wird für die SUISA auch 2016 ein wichtiges Thema bleiben: Die Komponisten, Texter und Verleger von Musik müssen für die Nutzung ihrer Werke durch Download und vor allem Streaming gerechter vergütet werden.

Verwaltungskosten tief halten

Ein anderes wichtiges (Dauer-)Thema sind die Kosten. Hier ist die SUISA gut unterwegs: Die Verwaltungskosten waren 2015 mit 27,4 Millionen Franken 2,5% tiefer als im Vorjahr (28,1 Millionen Franken). Damit bestätigt die SUISA die Ergebnisse der Kostenanalyse, die 2015 im Auftrag des Eidgenössischen Instituts für Geistiges Eigentum (IGE) bei den fünf Schweizer Verwertungsgesellschaften durchgeführt worden war. Das Resultat der Analyse zeigte: Die Schweizer Verwertungsgesellschaften arbeiten wirtschaftlich, und ihre Kosten sind angemessen.

Für die Mitglieder der SUISA heisst dies: Sie können auch in Zukunft darauf zählen, dass ihre Genossenschaft durch solides Wirtschaften einen substanziellen Beitrag zu ihrem Auskommen leisten wird.

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Vincent-Salvadé-PortraitDie Freiheit der SUISA-Mitglieder steht auf dem Spiel Liebe Mitglieder, wussten Sie, dass Ihre Verwertungsgesellschaft im Sommer 2015 Zeit und Geld in eine vom Bund geforderte Kostenanalyse investiert hat? Weshalb, fragen Sie? Dann lesen Sie weiter. Weiterlesen
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Revision der Verteilungsklassen 1C/1D und 2C/2D

Die Regeln für die Verteilung der Urheberrechtsvergütungen für gesendete Musik in Fernseh-Sendeprogrammen der SRG und von TV-Privatsendern werden teilweise geändert. Die Anpassungen im Verteilungsreglement der SUISA betreffen die Verteilungsklassen 1C, 1D, 2C und 2D.

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Die Casting-Show-Gewinnerin Tiziana präsentiert in einer TV-Sendung den Song «Hold Me». Begleitet wird sie von SUISA-Mitglied Marc Sway (r.), der das Stück zusammen mit Sekou Neblett komponiert hat. Über die SUISA erhalten die beiden Songschreiber für die Sendung ihrer Musik im Fernsehen eine Urheberrechtsvergütung. (Foto: Manu Leuenberger)

Wenn auf Schweizer Fernsehsendern Musik gespielt wird, erhalten die Komponisten und Textautoren der gesendeten Musik dafür später Geld von der SUISA. Wieviel die Sender bezahlen, damit sie die Musik spielen können, ist in den Tarifen A für die Sendungen der SRG und GT S für die übrigen (Privat-)Sender geregelt. Es gibt auch Regeln darüber, wie das Geld verteilt wird: Sie stehen im Verteilungsreglement der SUISA.

Eine wichtige Regel für die Verteilung der Einnahmen aus TV-Sendeprogrammen ist unter Ziffer 3.3 im SUISA-Verteilungsreglement festgehalten. Dieser Punkt beschäftigt sich mit der «Einstufung der Sendeprogramme der SRG (ohne Werbung) und der Privatsender (ohne Werbung)». Um die Fernsehsendungen und die dafür relevanten Verteilungsklassen 1C, 1D, 2C und 2D geht es speziell im zweiten Abschnitt von Ziffer 3.3.

Ziele der Verteilungsreglementsänderung

Diese Verteilungsklassen, mit denen die Verteilung der Einnahmen aus den TV-Sendungen der SRG und von Privatfernsehsendern geregelt sind, wurden nun revidiert. Die wesentlichen Ziele dieser Änderung waren:

  • Bei der Vergütung für Musik in Filmen spielt neu nur die Dauer der Musik selbst und nicht wie vorher auch die Dauer des Films eine Rolle.
  • Die Vergütungen für Musik, die der Erkennung von Sendern, Sendeketten oder Sendungen – kurz zusammengefasst: Jingles – bzw. der Untermalung oder Umrahmung dient, sollen durch einen einheitlichen Faktor bestimmt werden. Neu fallen unter diese Verteilung auch die Einleitungs- und Schlussmusik zu Sendereihen oder Serien und Logos.

Musikdauer anstatt Filmdauer

Mit der Reglementsänderung wird die Bedeutung von Musik in Filmen unabhängig von der Dauer eines Films eingestuft. Es gibt keine Unterscheidung mehr nach Filmdauer, wie das zuvor der Fall war (länger oder kürzer als 60 Minuten). Da es um die Berechnung der Urheberrechtsentschädigung für Musik geht, soll einzig die Dauer der Musik ausschlaggebend sein. Mit der Berücksichtigung der Musikdauer erhält ein Film mit mehr Musik automatisch mehr Geld als derjenige mit weniger Musik.

Ein Vergleich mit ausländischen Schwestergesellschaften hat gezeigt, dass auch diese Gesellschaften grundsätzlich die Musik- und nicht die Filmdauer als Anknüpfungspunkt bei der Verteilung verwenden. Der Wegfall der 60-Minuten-Limite stellt eine Vereinfachung des Verteilungsprozesses dar und führt – da unabhängig von der Filmdauer – zu einer neutralen Gewichtung von Filmmusik.

Einheitlicher Faktor für Musik mit repetitivem Charakter

Unter dem Begriff «Jingle» ist nach dem Verteilungsreglement der SUISA Folgendes zu verstehen: Es handelt sich um Musik, die der Erkennung von Sendern, Sendeketten und Sendungen oder der Untermalung oder der Umrahmung dient. Dazu gehören Tonsignete, Loops, Trailers, Billboards usw., Hintergrundmusik, z.B. zu Informations-, Sport-und Quizsendungen, Musik zu Test-, Text- und Standbildern, und neu auch Einleitungs-und Schlussmusik zu Sendereihen oder Serien und Logos.

Solche «Jingles» dienen oft der Zuschauerbindung und werden sehr häufig in den TV-Übertragungen wiederholt. Dem repetitiven Charakter der Jingles wird in Bezug auf die Verteilung Rechnung getragen, indem die Bedeutung dieser Musik in Sendeprogrammen separat eingestuft wird.

Die Gewichtung der Jingles für die Verteilung erfolgt neu nach einem einheitlichen Faktor von 0,25. Im Gegensatz zur vorherigen Regelung wird der Faktor nicht tiefer, je öfter der Jingle gesendet wird. Der neue einheitliche Faktor entspricht dem früheren Ansatz für die 13. – 52. Sendung. Verglichen mit dem alten Stufenmodell ist der neue Faktor tiefer als zuvor für die 1. bis zur 12. Sendung. Dafür ist er zukünftig höher für alle Wiederholungen ab der 53. Sendung. Durch die Reglementsänderung wird die vielfache Nutzung von Musik wie z.B. im Fall von Tonsigneten täglich ausgestrahlter Nachrichtensendungen stärker gewichtet.

Einfluss auf Verteilung und Abrechnung

Diese Änderungen im Verteilungsreglement können bei den Auszahlungen an die Komponisten und Verleger Verschiebungen zur Folge haben. Stufenmodelle, wie sie zuvor mit ändernden Faktoren je nach Anzahl der Sendungen oder je nach Dauer in Minuten von Filmen angewandt wurden, unterliegen stets einer gewissen Willkür und müssen unter Umständen ständig angepasst werden. Die nun eingeführten Neugewichtungen mit einheitlichen Gewichtungssätzen erlauben eine lineare Entwicklung der Vergütung und bringen damit ein insgesamt gerechteres Verteilungsergebnis.

Die Änderung von von Ziffer 3.3 Abs. 2 des Verteilungsreglements wurde vom IGE mit den Entscheiden vom 19. November 2015 (PDF, 2 MB) sowie vom 15. Dezember 2015 (PDF, 962 KB) genehmigt. Sie gilt für die Einnahmen ab 2016 und wird in der Verteilung erstmals in den Abrechnungen vom 15.12.2016 einen Einfluss haben.

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Die Regeln für die Verteilung der Urheberrechtsvergütungen für gesendete Musik in Fernseh-Sendeprogrammen der SRG und von TV-Privatsendern werden teilweise geändert. Die Anpassungen im Verteilungsreglement der SUISA betreffen die Verteilungsklassen 1C, 1D, 2C und 2D.

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Die Casting-Show-Gewinnerin Tiziana präsentiert in einer TV-Sendung den Song «Hold Me». Begleitet wird sie von SUISA-Mitglied Marc Sway (r.), der das Stück zusammen mit Sekou Neblett komponiert hat. Über die SUISA erhalten die beiden Songschreiber für die Sendung ihrer Musik im Fernsehen eine Urheberrechtsvergütung. (Foto: Manu Leuenberger)

Wenn auf Schweizer Fernsehsendern Musik gespielt wird, erhalten die Komponisten und Textautoren der gesendeten Musik dafür später Geld von der SUISA. Wieviel die Sender bezahlen, damit sie die Musik spielen können, ist in den Tarifen A für die Sendungen der SRG und GT S für die übrigen (Privat-)Sender geregelt. Es gibt auch…Weiterlesen

Abrechnungstermine 2016: Mitglieder erhalten ihre Vergütungen rascher

Ab 2016 rechnet die SUISA anstatt nur zweimal zukünftig viermal pro Jahr ab. Die Mitglieder erhalten dadurch rascher ihre Vergütungen. Dank der Integration verschiedener Abrechnungssparten in eine Abrechnung kann die SUISA zudem ihre Verarbeitungsprozesse vereinfachen und damit die Kosteneffizienz steigern. Text von Wolfgang Rudigier und Teresa Goepel

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SUISA-Mitglieder kommen schneller zu ihrem Geld. Ab 2016 rechnet die SUISA viermal pro Jahr ab. (Foto: Teresa Goepel)

Ein zentrales Ziel der SUISA-Verteilungsabteilung wurde erreicht: Nach einem erfolgreichen Testlauf Ende 2015 rechnet die SUISA ab 2016 zukünftig vierteljährlich ab. Abgerechnet wird jeweils im März, Juni, September und Dezember.  Durch die neu eingeführten Termine verteilt die SUISA die eingenommenen Urheberrechtsvergütungen rascher an die Mitglieder. Zudem sind diverse Abrechnungssparten zusammengefasst, was die Übersichtlichkeit der Abrechnungen für die Mitglieder und die Kosteneffizienz der SUISA erhöht. Die stetige Verbesserung der Dienstleistungen sowie die Vereinfachung  der Verarbeitungsprozesse und damit die Steigerung der Kosteneffizienz sind wichtige Ziele der SUISA.

Abrechnungstermine 2016

Abrechnungen
Termin
Quartalsabrechnung 2016-1
15.03.2016
Aufführungsrechte Schweiz, Tarife: D, K (3. Quartal 2015)
Senderechte Schweiz, Tarif: A (SRG Radio 3. Quartal 2015)
Vervielfältigungsrechte, Tarife: PA, PI, PN, VI, VN (3. Quartal 2015)
Vervielfältigungsrechte, Online (Downloads & Streaming)
Zusatzabrechnungen
Nachverrechnung 2016, 1. Abrechnung Ende März
Abrechnungen aus dem Ausland: Aufführungs-, Sende- und Vervielfältigungsrechte 2016,
1.  Abr.
Ende Mai
Quartalsabrechnung 2016-2 15.06.2016
Aufführungsrechte Schweiz, Tarife: B, C, E, H, Hb, HV, Z (2015)
Aufführungsrechte Schweiz, Tarife: D, K (4. Quartal 2015)
Senderechte Schweiz, Tarif: A (SRG Radio 4. Quartal 2015)
Senderechte Schweiz, Tarif: A (SRG TV 2. Halbjahr 2015)
Senderechte Schweiz, Tarif: A (SRG Werbespots 2015)
Senderechte Schweiz, Tarife: S, Y (2015)
Vervielfältigungsrechte, Tarife: PA, PI, PN, VI, VN (4. Quartal 2015)
Vervielfältigungsrechte, Zentrale Lizenzierung (2. Halbjahr 2015)
Vervielfältigungsrechte, Online (Downloads & Streaming)
Zusatzabrechnungen
Verleger-Fürsorge Anfang Juli
Renten-Urheberfürsorge Mitte Juli
Quartalsabrechnung 2016-3 15.09.2016
Aufführungsrechte Schweiz, Tarife: D, K (1. Quartal 2016)
Senderechte Schweiz, Tarif: A (SRG Radio 1. Quartal 2016)
Vervielfältigungsrechte, Tarife: PA, PI, PN, VI, VN (1. Quartal 2016)
Vervielfältigungsrechte, Online (Downloads & Streaming)
Leerträgervergütung (GT4), Abrechnung 2016
Subverleger-Anteile Kabelnetze, Abrechnung 2016
Zusatzabrechnungen
Werbefenster (2014) Ende September
Nachverrechnung 2016, 2. Abrechnung Ende September
Abrechnung Überspielrechte, 2016 Ende Oktober
Abrechnungen aus dem Ausland: Aufführungs-, Sende- und Vervielfältigungsrechte 2016,
2. Abr.
Ende November
Quartalsabrechnung 2016-4 15.12.2016
Aufführungsrechte Schweiz, Tarife: D, K (2. Quartal 2016)
Senderechte Schweiz, Tarif: A (SRG Radio 2. Quartal 2016)
Senderechte Schweiz, Tarif: A (SRG TV 1. Halbjahr 2016)
Vervielfältigungsrechte, Tarife: PA, PI, PN, VI, VN (2. Quartal 2016)
Vervielfältigungsrechte, Zentrale Lizenzierung (1. Halbjahr 2016)
Vervielfältigungsrechte, Online (Downloads & Streaming)
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Ab 2016 rechnet die SUISA anstatt nur zweimal zukünftig viermal pro Jahr ab. Die Mitglieder erhalten dadurch rascher ihre Vergütungen. Dank der Integration verschiedener Abrechnungssparten in eine Abrechnung kann die SUISA zudem ihre Verarbeitungsprozesse vereinfachen und damit die Kosteneffizienz steigern. Text von Wolfgang Rudigier und Teresa Goepel

Abrechnungstermine_2016_DE

SUISA-Mitglieder kommen schneller zu ihrem Geld. Ab 2016 rechnet die SUISA viermal pro Jahr ab. (Foto: Teresa Goepel)

Ein zentrales Ziel der SUISA-Verteilungsabteilung wurde erreicht: Nach einem erfolgreichen Testlauf Ende 2015 rechnet die SUISA ab 2016 zukünftig vierteljährlich ab. Abgerechnet wird jeweils im März, Juni, September und Dezember.  Durch die neu eingeführten Termine verteilt die SUISA die eingenommenen Urheberrechtsvergütungen rascher an die Mitglieder. Zudem sind diverse Abrechnungssparten zusammengefasst, was die Übersichtlichkeit der Abrechnungen für die Mitglieder und die Kosteneffizienz der SUISA erhöht. Die stetige Verbesserung der Dienstleistungen…Weiterlesen

Wie die SUISA Vergütungen für Privatkopien verteilt

Im Jahr 2014 hat die SUISA aus den Gemeinsamen Tarifen für Vergütungen von Privatkopien einen Anteil von rund 13 Mio. Schweizer Franken eingenommen, von denen rund 6,5 Mio. Schweizer Franken auf die Mitglieder der SUISA entfallen. Bei der Verteilung dieser Einnahmen handelt es sich um eine Pauschalverteilung ohne Programmunterlagen. Ein Überblick zeigt auf, wie die SUISA die Vergütungen für Privatkopien verteilt. Text von Irène Philipp

GT4-Verteilung

Mobiltelefone und Tablets ermöglichen eine Vervielfältigung von Musik zu privaten Zwecken. Die Hersteller und Importeure der Geräte zahlen deshalb eine Vergütung, die von der SUISA an Komponisten, Textautoren und Verleger verteilt wird. (Bild: Manu Leuenberger)

Die Vergütungen für Privatkopien werden von den fünf Schweizer Verwertungsgesellschaften ProLitteris, SSA, SUISA, Suissimage und Swissperform gemeinsam erhoben. Die Vergütung wird von den Herstellern oder den Importeuren von Aufnahme- und Speichermedien bezahlt. Geregelt sind diese Vergütungen in den Gemeinsamen Tarifen 4, 4d, 4e und 4f.

Welche Tarife gelten?

Seit 1994 gibt es einen Tarif für Audio- und Videokassetten, der die Vergütungen für Leerkassetten regelt. Im Zuge der technologischen Entwicklungen kamen während der folgenden Jahre weitere Vergütungen hinzu. Neben dem GT 4a für Leerkassetten entstanden weitere Tarife für CD- und DVD-Rohlinge (GT 4b und GT 4c) sowie für digitale Datenträger in MP3-Playern, HD-Rekordern etc. (GT 4d). Der verallgemeinernde Begriff «Leerträgervergütung» wurde eingeführt.

Die Marktrelevanz von Kassetten, CDs und DVDs hat in den letzten Jahren abgenommen. Deshalb wurden die Untertarife GT 4a, 4b und 4c zusammengefasst. Für diese Medien gilt seit 2014 der Tarif mit der Bezeichnung GT 4 (Leerträgervergütung). Der Tarif GT 4d (digitaler Datenträger) wurde beibehalten. Neu sind zudem die Tarife für digitalen Speicher in Mobiltelefonen (GT 4e) und in Tablets GT 4f in Kraft getreten.

Die Leerträgertarife werden regelmässig verhandelt, dabei wird die Höhe der Vergütungen aufgrund aktueller Daten und Preise festgelegt. Wenn neue Aufnahme- und Speichermedien auf den Markt kommen, die eine Vervielfältigung von Musik, Videos etc. zu privaten Zwecken ermöglichen, werden neue Tarife geprüft und ausgehandelt.

Die Vergütungen für Privatkopien beruhen auf dem Urheberrechtsgesetz. Die rechtlichen Grundlagen sind im Kasten am Ende des Artikels ausgeführt. Gemäss Gesetz darf man in der Schweiz als Konsument für sich, enge Freunde und Verwandte alles kopieren, egal aus welcher Quelle die Vorlage stammt. Für diese Freiheit des Kopierens wird von Herstellern und Importeuren von zum Beispiel Smartphones oder Tablets eine Vergütung gefordert. Auf diesen Geräten können Kopien von Musikstücken gespeichert werden. Das macht die Geräte attraktiver. Davon wiederum profitieren die Hersteller und Importeure, die mit dem Verkauf solcher Produkte Umsatz machen. Von diesem Umsatz sollen auch jene profitieren, die den Grund für das Kopieren liefern: die Urheber und Interpreten von Musik, die Filmemacher, Schriftsteller etc.

Wie verteilt die SUISA ihre Einnahmen?

Grundsätzlich kennt die SUISA zwei unterschiedliche Möglichkeiten der Verteilung: Zum einen gibt es die direkte Verteilung und zum anderen die Pauschalverteilung, wobei die Pauschalverteilung mit oder ohne Programmunterlagen erfolgen kann.

Bei der direkten Verteilung können die Urheberrechtsentschädigungen direkt auf die zur Verfügung stehenden Programmunterlagen (Werklisten) verteilt werden. Dies ist zum Beispiel bei einem Konzert möglich: Wenn am Konzert die Songs von fünf Rechteinhabern gespielt werden, erhalten diese fünf Berechtigten die Einnahmen, die bei diesem Konzert erzielt worden sind.

Bei der Pauschalverteilung mit Programmunterlagen wird die Vergütung an die Rechteinhaber mittels eines Punktwerts pro Minute berechnet. Für die Sendungen der SRG zum Beispiel erhält die SUISA einerseits eine pauschale Entschädigung und andererseits detaillierte Sendemeldungen. Aufgrund der Sendemeldungen ist bekannt, wie viele Minuten Musik insgesamt gespielt wurden und wie lange davon welches Werk genau. Aus den Angaben wird ein Punktwert pro Minute ermittelt und die Vergütung entsprechend an die Rechteinhaber der gespielten Werke verteilt.

Eine Pauschalverteilung ohne Programmunterlagen findet bei Einnahmen aus Tarifen statt, bei denen die Angaben zu den tatsächlich genutzten Werken nicht zur Verfügung stehen respektive nicht ermittelbar sind. Die Verteilung dieser Einnahmen erfolgt aufgrund von vorhandenen Programmunterlagen aus mehreren Quellen. Die exakte Zuweisung der Gelder ist im Verteilungsreglement der SUISA detailliert geregelt.

Die Verteilung der Vergütungen für Privatkopien

Der Anteil der SUISA an den Vergütungen für Privatkopien betrug im Jahr 2014 rund 6,5 Mio. Schweizer Franken. Diese Einnahmen werden nach dem System der Pauschalverteilung ohne Programmunterlagen verteilt. Für Privatkopien sind keine Werklisten verfügbar; neben einem unerwünschten Eingriff in die Privatsphäre der Konsumenten wäre auch der Aufwand für eine solche Erhebung untragbar. Deshalb werden die Einnahmen sogenannten Verteilungsklassen zugewiesen, bei denen Programmunterlagen vorhanden sind.

Konkret werden die Gelder folgenden Verteilungsklassen zugewiesen:

  • 1A (Radio-Sendungen der SRG, ohne Werbung)
  • 2A (Radio-Sendungen der Privatsender, ohne Werbung)
  • 1C (TV-Sendungen der SRG, ohne Werbung)
  • 21A (Tonträger für den Handel, inkl. Online-Verkäufen)
  • 22A (Tonbildträger für den Handel, inkl. Online-Verkäufen)

Im Rahmen der Verhandlungen für Leerträgertarife wurden verschiedene Studien und Umfragen erstellt, die das private Kopierverhalten der Nutzer erfassen. Diese Informationen hatten und haben Einfluss sowohl auf die Ausgestaltung des Tarifs als auch auf die Regeln der Verteilung.

Bei den neu in Kraft getretenen Tarifen GT 4e (Speicher in Mobiltelefonen) und GT 4f (Speicher in Tablets) wird die Vergütung abhängig von der Speicherkapazität der Geräte berechnet. Beim Inkasso für diese Tarife kann nicht nach Audio und Video unterschieden werden, da die in den Geräten enthaltenen Speicher sowohl für die Speicherung von Audiowerken als auch von audiovisuellen Werken verwendet werden können. Bei den Tarifen GT 4 und GT 4d ist diese Unterscheidung hingegen möglich.

Bevor die Einnahmen aus den neuen Tarifen für Mobiltelefone und Tablets verteilt werden können, ist eine Ergänzung des Verteilungsreglements der SUISA nötig. Die Reglementsänderung wurde vom Vorstand der SUISA genehmigt und befindet sich im Genehmigungsverfahren bei der Aufsichtsbehörde, dem Institut für Geistiges Eigentum. Im Moment gilt es, dessen Entscheid abzuwarten.

Vergütungen für Privatkopien: Die Grundlagen

Das Urheberrechtsgesetz (URG) erlaubt das Kopieren von urheberrechtlich geschützten Werken im privaten Kreis. Privat heisst nach dem Gesetz (Art. 19 Abs. 1 lit. a URG), dass die Kopien durch Privatpersonen zur Verwendung «im persönlichen Bereich und im Kreis von Verwandten oder Freunden» hergestellt werden.

Wer also Kopien zum Beispiel von der gekauften CD oder von der Musikdatei aus dem Internet-Downloadshop machen will, kann das im privaten Rahmen ohne Einschränkung tun. Das Gesetz sieht dafür jedoch eine Vergütung auf den Aufnahme- und Speichermedien (CD, DVD, MP3-Player, Mobiltelefone, Tablets) vor, die den Rechteinhabern der kopierten Werke zusteht.

Die Vergütung wird von den Herstellern und Importeuren der Aufnahme- und Speichermedien bezahlt. Es steht den Herstellern und Importeuren frei, den Vergütungsbetrag wie jegliche andere Kosten, die bei der Herstellung der Geräte anfallen, in die Verkaufspreise miteinzurechnen. Die Mehrwertsteuer oder Währungswechselkurse zum Beispiel fallen bei der Kalkulation der Geräteverkaufspreise jedoch weit mehr ins Gewicht als die Vergütungen für Privatkopien.

Die Vergütungspflicht entsteht für den Importeur beim Import in die Schweiz oder dem Fürstentum Liechtenstein und für den Hersteller mit der Auslieferung aus seinem Werk oder aus seinen eigenen Lagern.

Als Hersteller gilt, wer Leerträger in der Schweiz oder im Fürstentum Liechtenstein herstellt und in ihrer handelsüblichen Form dem Handel oder direkt den Konsumenten anbietet. Als Importeur gilt, wer Leerdatenträger aus dem Ausland in die Schweiz oder ins Fürstentum Liechtenstein importiert, unabhängig davon, ob er sie selbst verwendet, dem Handel oder direkt den Konsumenten anbietet. Als Importeur gilt auch ein im Ausland ansässiger Anbieter, der Leerträger im Versandhandel Konsumenten in der Schweiz oder im Fürstentum Liechtenstein anbietet und die Konsumenten dabei so stellt, als ob diese die Leerträger von einem inländischen Anbieter erwerben.

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Im Jahr 2014 hat die SUISA aus den Gemeinsamen Tarifen für Vergütungen von Privatkopien einen Anteil von rund 13 Mio. Schweizer Franken eingenommen, von denen rund 6,5 Mio. Schweizer Franken auf die Mitglieder der SUISA entfallen. Bei der Verteilung dieser Einnahmen handelt es sich um eine Pauschalverteilung ohne Programmunterlagen. Ein Überblick zeigt auf, wie die SUISA die Vergütungen für Privatkopien verteilt. Text von Irène Philipp

GT4-Verteilung

Mobiltelefone und Tablets ermöglichen eine Vervielfältigung von Musik zu privaten Zwecken. Die Hersteller und Importeure der Geräte zahlen deshalb eine Vergütung, die von der SUISA an Komponisten, Textautoren und Verleger verteilt wird. (Bild: Manu Leuenberger)

Die Vergütungen für Privatkopien werden von den fünf Schweizer Verwertungsgesellschaften ProLitteris, SSA, SUISA, Suissimage und Swissperform gemeinsam erhoben. Die Vergütung wird von den Herstellern oder den Importeuren von Aufnahme- und Speichermedien bezahlt. Geregelt…Weiterlesen

Erste Verteilung von Einnahmen aus dem Vertrag mit Youtube

Mit der Online-Abrechnung vom Juni 2015 verteilt die SUISA erstmals Einnahmen aus dem Vertrag mit Youtube. Abgerechnet werden die Einnahmen aus 5 Quartalen. Die Verteilsumme beträgt rund CHF 300 000.-. Verteilt werden soll nicht nur auf die Titel mit Werbeumsätzen sondern auf alle genutzten und identifizierbaren Werke, abhängig von der Klickrate. Text von Andreas Wegelin, Generaldirektor

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Den Nutzungsmeldungen von Youtube zufolge wird auf der Videoplattform die Musik von SUISA-Mitgliedern ausserhalb der Schweiz am häufigsten in den Ländern Deutschland, Frankreich, Polen, Italien sowie Grossbritannien angehört. (Foto: Manu Leuenberger)

Der Vertrag zwischen SUISA und Youtube läuft gegenwärtig in seinem zweiten Jahr. Im Vertrag sind Nutzungen in 43 Ländern direkt lizenziert. Dazu gehören natürlich die Nutzungen in der Schweiz. Für das Repertoire der SUISA-Mitglieder werden die Nutzungen aus weiteren 42 Ländern lizenziert. Das im Vertrag eingeschlossene Gebiet umfasst neben ganz Europa auch Länder in Asien und Afrika.

Mit der Online-Abrechnung vom Juni 2015 verteilt die SUISA nun erstmals Einnahmen aus dem Vertrag mit Youtube. Abgerechnet werden die Einnahmen und Nutzungen seit Vertragsbeginn im Herbst 2013 bis Ende 2014. Aus diesen 5 Quartalen steht eine totale Verteilsumme von rund CHF 300 000.- zur Ausschüttung zur Verfügung.

Ausarbeitung des Meldesystems aufwändig

Über die Youtube-Plattform sind sowohl Videos mit musikalischen Inhalt als auch mit Musik unterlegte, meist von Usern selbst hergestellte Filme zugänglich («User generated content»). Die Ausarbeitung eines geeigneten Meldesystems mit dem neuen Vertragspartner hat sich als aufwändig erwiesen. Das Grundprinzip des bei Youtube angewandten Reporting-Verfahrens ist auf dem SUISAblog im Artikel «Weshalb Mitglieder der SUISA nicht melden müssen, wenn ihre Werke auf Youtube sind» beschrieben.

Die Herausforderung bei der Verarbeitung der Nutzungsmeldungen von Youtube besteht nicht nur aus der enormen Datenmenge sondern auch in der Datenqualität vor allem des «User generated contents». Videos von privaten Benutzern enthalten kaum Angaben zum verwendeten Material. Dieser von Youtube als «Non-Music» bezeichnete Bereich konnte mangels genauer Daten nicht identifiziert werden. Darauf wird kein Geld verteilt.

Anders beim sogenannten «Music»-Bereich: Für die Abrechnungsperiode von 15 Monaten hat die SUISA Nutzungsmeldungen von Youtube verarbeitet mit rund 3,2 Mio unterschiedlichen Videos, die gesamthaft 1,7 Milliarden Mal angeklickt wurden. Davon betreffen 590,2 Mio. Views das Repertoire, das von der SUISA abgerechnet wird.

Verteilung der Einnahmen von Youtube

Wo Werbeeinnahmen direkt einem Video mit identifizierter Musik zugewiesen werden konnten, wurden die Einnahmen auf dieses Video respektive auf die darin enthaltene Musik verteilt. Das bedeutet: Ein Musikvideo hat durch Werbung Einnahmen generiert. Das Video enthält ein einzelnes Werk, das durch die Nutzungsmeldung von Youtube identifiziert werden konnte und in der SUISA-Werkdatenbank vollständig registriert ist. Die Einnahmen, die das Video generiert hat, werden den Rechteinhabern des einzelnen Werks ausbezahlt.

Weitere Werke in Videos aus dem «Music»-Bereich, die identifiziert werden konnten, erhalten einen Anteil der restlichen Einnahmen aus dem Youtube-Vertrag gemäss ihrer Klickrate. Der Verteilungsbetrag pro Klick für die abgerechnete Periode beträgt CHF 0.0008. Im Vergleich dazu kann die SUISA bei der ebenfalls jetzt stattfindenden zweiten Verteilung von Spotify-Einnahmen einen Betrag von durchschnittlich CHF 0.0018 pro Stream ausschütten, also mehr als doppelt so viel.

Wie die Verträge mit anderen Online-Musikanbietern wird auch der Vertrag mit Youtube periodisch überprüft. Die kommenden Verhandlungen zur Vertragserneuerung werden die Gelegenheit geben, Gespräche über die Meldung der Daten zur Identifikation der Musikinhalte unseres Repertoires und natürlich über auch die finanziellen Bedingungen der Lizenz für Youtube zu führen. Damit die Urheber für die Nutzungen ihrer Werke auf der weltweit grössten Video-Plattform gerecht vergütet werden.

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Mit der Online-Abrechnung vom Juni 2015 verteilt die SUISA erstmals Einnahmen aus dem Vertrag mit Youtube. Abgerechnet werden die Einnahmen aus 5 Quartalen. Die Verteilsumme beträgt rund CHF 300 000.-. Verteilt werden soll nicht nur auf die Titel mit Werbeumsätzen sondern auf alle genutzten und identifizierbaren Werke, abhängig von der Klickrate. Text von Andreas Wegelin, Generaldirektor

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Den Nutzungsmeldungen von Youtube zufolge wird auf der Videoplattform die Musik von SUISA-Mitgliedern ausserhalb der Schweiz am häufigsten in den Ländern Deutschland, Frankreich, Polen, Italien sowie Grossbritannien angehört. (Foto: Manu Leuenberger)

Der Vertrag zwischen SUISA und Youtube läuft gegenwärtig in seinem zweiten Jahr. Im Vertrag sind Nutzungen in 43 Ländern direkt lizenziert. Dazu gehören natürlich die Nutzungen in der Schweiz. Für das Repertoire der SUISA-Mitglieder werden die Nutzungen aus weiteren 42 Ländern lizenziert. Das im Vertrag eingeschlossene…Weiterlesen

Verteilungs- und Werkkommission: Der SUISA-Vorstand schlägt 15 Kandidaten und Kandidatinnen vor

An der SUISA-Generalversammlung vom 19. Juni 2015 in Freiburg werden 15 neue Vertreter in die Verteilungs- und Werkkommission der SUISA gewählt. Seit der Ausschreibung im September 2014 haben sich über 120 Komponisten, Textautoren und Verleger beworben oder wurden der SUISA vorgeschlagen. Nach einem mehrmonatigen Auswahlverfahren schlägt nun der SUISA-Vorstand der Generalversammlung 15 Kandidatinnen und Kandidaten vor.

VWK-Kandidaten-Ersatzwahl

Die Mitglieder der Verteilungs- und Werkkommission werden von der SUISA-Generalversammlung gewählt. An der GV am 19. Juni 2015 in Freiburg stehen 15 Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl. (Bild: Manu Leuenberger, mit Illustrationen von: Marylia / Shutterstock.com)

Die Auswahl war alles andere als einfach: Nach der Ausschreibung im letzten September standen über 120 Persönlichkeiten aus der Schweizer Musikszene – Komponisten, Textautoren und Verleger – für die Nachfolge der 15 abtretenden Mitglieder der Verteilungs- und Werkkommission (VWK) der SUISA zur Auswahl. Kandidaturen aus allen Musiksparten und Landesteilen der Schweiz sowie aus Liechtenstein lagen vor.

Auswahl durch SUISA-Komitee und -Vorstand

Ab Dezember 2014 begann das VWK-Nominationskomitee bestehend aus Vertretern des SUISA-Vorstands und der Geschäftsleitung sowie Verantwortlichen der Mitgliederabteilung damit, die eingegangenen Dossiers zu sichten. Bei der Auswahl wurde darauf geachtet, dass durch die zukünftige Zusammensetzung der VWK möglichst viele Musikrichtungen und alle Sprachregionen der Schweiz sowie das Fürstentum Liechtenstein vertreten sein werden. Ausserdem soll die Kommission mit Komponisten, Textautoren sowie auch Musikverleger besetzt sein. Wichtig ist auch eine möglichst gute Durchmischung hinsichtlich Alter und Geschlecht.

In mehreren Sitzungen und nach persönlichen Gesprächen mit einigen der Kandidaten erstellte das Nominationskomitee eine Liste möglicher Nachfolger. Diese wurde dem SUISA-Vorstand vorgelegt, der sich schliesslich in seiner Sitzung vom 9. April 2015 auf 15 Personen geeinigt hat.

Die 15 Kandidatinnen und Kandidaten für die Ersatzwahl

Der Vorstand wird an der SUISA-Generalversammlung am 19. Juni 2015 folgende Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl vorschlagen:

Nik Bärtsch – Pianist, Komponist und Musikproduzent (Zürich/ZH)
Walter Boss – Blasmusikkomponist und –dirigent (Vaduz/FL)
Bruno Brodt – Ländler- und Blasmusikern (Zizers/GR)
Pascal Brunko – Tontechniker, Komponist, Produzent und Verleger (Valangin/NE)
Ursina Giger – Singer-Songwriterin (Zürich/ZH)
Stephan Kohler – DJ und Produzent von elektronischer Musik (Lausanne/VD)
Grégoire Liechti – Verleger (Genf/GE)
Ann Kathrin Lüthi – Komponistin und Sängerin (Zürich/ZH)
Xavier Samuel Michel – Autor, Komponist und Verleger (Genf/GE)
Guido Röösli – Urheber und Verleger (Luzern/LU)
Marco Santilli – Klarinettist, Komponist und Sänger (Niederhasli/ZH)
Jörg Schneider – Komponist (Lengnau/BE)
Philipp Schweidler – Musikproduzent, Komponist und Verleger (Zürich/ZH)
Mathias Spohr – E-Komponist und Musikwissenschaftler (Zürich/ZH)
Thomas Zbornik – Komponist und Verleger (Arth/SZ)

Ausführliche Porträts der Kandidaten finden Sie in der brieflichen Einladung zur SUISA-Generalversammlung oder hier (PDF, 0.25 MB).

Es steht anderen SUISA-Mitgliedern frei, sich an der Generalversammlung im Juni für die Verteilungs- und Werkkommission zur Wahl aufzustellen.

So werden die Mitglieder der VWK gewählt

Steht die Wahl neuer VWK-Mitglieder an, veröffentlicht dies die SUISA über ihre Publikationsorgane, schreibt Verbände an und wendet sich direkt an potentielle Kandidaten. Die eingegangen Dossiers werden vom VWK-Nominationskomitee gesichtet. Das Komitee besteht aus

  • dem Vorsitzenden der Verteilungs- und Werkkommission,
  • dem Vize-Präsidenten des SUISA-Vorstandes,
  • dem Präsidenten der SUISA-Vorstandskommission «Tarife und Verteilung» sowie
  • der SUISA-Direktorin  zuständig für das Departement «Mitgliederdienste & Verteilung».

Das Komitee schlägt dem SUISA-Vorstand eine Auswahl geeigneter Kandidaten vor. Anschliessend entscheidet der Vorstand, welche Kandidatinnen und Kandidaten der Generalversammlung zur Wahl vorgeschlagen  werden.

Aufgaben der Verteilungs- und Werkkommission

Die VWK beschäftigt sich primär mit Verteilungsfragen, die im Verteilungsreglement geregelt werden. Die Kommission

  • prüft die Bestimmungen des Verteilungsreglements und ihre Auswirkungen auf die Verteilungsergebnisse;
  • stellt dem Vorstand Anträge betreffend Änderung des Verteilungsreglements;
  • behandelt in erster Instanz Rekurse gegen Entscheide der Geschäftsleitung über die Einstufung von Sendeprogrammen und über die Schutzfähigkeit von Werken und Bearbeitungen freier Werke;
  • hat beratende Funktion hinsichtlich der Beurteilung von nicht autorisierten Umarbeitungen geschützter Werke und von Plagiaten.

Die VWK wird durch die Mitglieder an der Generalversammlung gewählt. Sie kann gemäss den Regelungen in den Statuten Ziff. 9.4 auch mit weiteren Aufgaben betraut werden. Jedes Kommissionsmitglied hat eine Stimme, abwesende Mitglieder können nicht durch andere Kommissionsmitglieder vertreten werden.

Gemäss den Statuten der SUISA setzt sich die VWK aus höchstens 22 Mitgliedern zusammen. Sie zählt sowohl Urheber als auch Verleger zu ihren Mitgliedern und wird von der Generalversammlung alle vier Jahre neu gewählt. Die Amtsdauer beträgt vier Jahre. Die Mitglieder können höchstens drei Mal wiedergewählt werden.

Die aktuellen Mitglieder der VWK finden Sie hier.

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An der SUISA-Generalversammlung vom 19. Juni 2015 in Freiburg werden 15 neue Vertreter in die Verteilungs- und Werkkommission der SUISA gewählt. Seit der Ausschreibung im September 2014 haben sich über 120 Komponisten, Textautoren und Verleger beworben oder wurden der SUISA vorgeschlagen. Nach einem mehrmonatigen Auswahlverfahren schlägt nun der SUISA-Vorstand der Generalversammlung 15 Kandidatinnen und Kandidaten vor.

VWK-Kandidaten-Ersatzwahl

Die Mitglieder der Verteilungs- und Werkkommission werden von der SUISA-Generalversammlung gewählt. An der GV am 19. Juni 2015 in Freiburg stehen 15 Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl. (Bild: Manu Leuenberger, mit Illustrationen von: Marylia / Shutterstock.com)

Die Auswahl war alles andere als einfach: Nach der Ausschreibung im letzten September standen über 120 Persönlichkeiten aus der Schweizer Musikszene – Komponisten, Textautoren und Verleger – für die Nachfolge der 15 abtretenden Mitglieder der Verteilungs- und Werkkommission (VWK) der SUISA zur…Weiterlesen

Abrechnungstermine 2015 mit zusätzlichen Daten im 2. Halbjahr

Die Abrechnungstermine der SUISA für das Jahr 2015 enthalten Neuerungen: Neben den gewohnten Terminen sind für das 2. Halbjahr zwei zusätzliche Abrechnungen vorgesehen. Die Verkürzung der Abrechnungsintervalle ist ein wichtiges Ziel der SUISA. Text von Wolfgang Rudigier und Manu Leuenberger

Abrechnungstermine-2015

Die SUISA will das eingenommene Geld so rasch als möglich in die Sparbüchsen ihrer Mitglieder bringen. (Foto: HomeStudio / Shutterstock.com)

Dank der Optimierung der Abrechnungsprozesse sollen die eingenommenen Urheberrechtsvergütungen schneller an die Mitglieder verteilt werden. Die zusätzlichen Termine Mitte September und Mitte Dezember sind nach der verbesserten Darstellung ein neues Resultat der Weiterentwicklungen im Bereich der Abrechnungen. Das angestrebte Ziel ist, an vier Verteilungsterminen pro Jahr alle Gelder verteilen zu können.

Abrechnungstermine 2015

Abrechnung Datum
Nachverrechnungen, 1. Abrechnung Ende April
Vervielfältigungsrechte und Online-Nutzungen, 1. Abrechnung Mitte Mai
Abrechnungen aus dem Ausland:
Aufführungs- und Senderechte, 1. Abrechnung
Vervielfältigungsrechte, 1. Abrechnung
Ende Mai
Hauptabrechnung:
Aufführungsrechte Schweiz, 1. Abrechnung
Senderechte Schweiz (SRG, 1. Abrechnung)
Mitte Juni
Zentrale Lizenzierung, 1. Abrechnung Ende Juni
Verleger-Fürsorge Anfang Juli
Renten-Urheberfürsorge Mitte Juli
Vervielfältigungsrechte und Online-Nutzungen, 2. Abrechnung
Aufführungsrechte Schweiz, 2. Abrechnung
Mitte September*
Nachverrechnungen, 2. Abrechnung Ende September
Leerträgervergütung (GT 4) Ende Oktober
Subverleger-Anteile Kabelnetze Ende Oktober
Überspielrechte Ende Oktober
Werbefenster Mitte November
Abrechnungen aus dem Ausland:
Aufführungs- und Senderechte, 2. Abrechnung
Vervielfältigungsrechte, 2. Abrechnung
Ende November
Zentrale Lizenzierung, 2. Abrechnung Ende November
Vervielfältigungsrechte und Online-Nutzungen, 3. Abrechnung
Aufführungsrechte Schweiz, 3. Abrechnung
Senderechte Schweiz SRG, 2. Abrechnung
Mitte Dezember*

Die neu eingeführten Abrechnungstermine sind in der Tabelle mit einem «*» beim Datum gekennzeichnet.

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Die Abrechnungstermine der SUISA für das Jahr 2015 enthalten Neuerungen: Neben den gewohnten Terminen sind für das 2. Halbjahr zwei zusätzliche Abrechnungen vorgesehen. Die Verkürzung der Abrechnungsintervalle ist ein wichtiges Ziel der SUISA. Text von Wolfgang Rudigier und Manu Leuenberger

Abrechnungstermine-2015

Die SUISA will das eingenommene Geld so rasch als möglich in die Sparbüchsen ihrer Mitglieder bringen. (Foto: HomeStudio / Shutterstock.com)

Dank der Optimierung der Abrechnungsprozesse sollen die eingenommenen Urheberrechtsvergütungen schneller an die Mitglieder verteilt werden. Die zusätzlichen Termine Mitte September und Mitte Dezember sind nach der verbesserten Darstellung ein neues Resultat der Weiterentwicklungen im Bereich der Abrechnungen. Das angestrebte Ziel ist, an vier Verteilungsterminen pro Jahr alle Gelder verteilen zu können.

Abrechnungstermine 2015

Abrechnung Datum
Nachverrechnungen, 1. Abrechnung Ende April
Vervielfältigungsrechte und Online-Nutzungen, 1. Abrechnung Mitte Mai
Abrechnungen aus dem Ausland:
Aufführungs- und Senderechte, 1. Abrechnung
Vervielfältigungsrechte, 1. Abrechnung
Ende Mai
Hauptabrechnung:
Aufführungsrechte Schweiz, 1. Abrechnung
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