Tagarchiv: Unternehmensstrategie

SUISA-Vorstand blickt der Zukunft entgegen

Auf Initiative des Tessiner Vorstandmitglieds Zeno Gabaglio tagte der Vorstand der SUISA diesen Herbst in Lugano. Die Traktandenlisten für die Sitzungen vom 3. und 4. Oktober 2017 waren umfangreich. Eine Auswahl der besprochenen Themen findet sich im Bericht aus dem Vorstand von Dora Zeller.

SUISA-Vorstand blickt der Zukunft entgegen

Der amtierende Vorstand der SUISA in einer Aufnahme vom Frühling 2017. (Foto: Marc Latzel)

Ein wichtiger Traktandenpunkt war die Genehmigung der Unternehmensstrategie. Mit dieser Strategie blickt die Unternehmensleitung der Zukunft entgegen und definiert, welche Ziele sie in einer bestimmten Periode erreichen will. Die SUISA-Strategie umfasst jeweils vier Jahre, aktuell 2016 – 2020. Aufgrund der Geschäftsereignisse und –pläne wird sie einmal jährlich überarbeitet. Sie ist in vier Schwerpunkte gegliedert:

  • Kosten & Wachstum (Kundenbeziehungen pflegen, Mitgliedererlöse maximieren, Mitarbeitende fördern und fordern)
  • Vertrauen (Mitglieder sind «Shareholder»)
  • Urheberrecht weiterentwickeln
  • Geschäft auf neue Bedürfnisse ausrichten (Online und Offline)

Für jeden Schwerpunktbereich werden Fakten festgehalten und anschliessend die Massnahmen aufgeführt, mit denen die strategischen Ziele erreicht werden sollen. Am Beispiel «Mitglieder sind unsere Shareholder» bedeutet das: Dienstleistungen überdenken und diversifizieren, Dokumentation und Werkanmeldung standardisieren, Transparenz und Kommunikation pflegen, Wahrnehmung der Rechte der Mitglieder im In- und Ausland garantieren, Qualität durch Automatisierung und Prozessoptimierung sichern.

Vermehrte Konkurrenz im Lizenzgeschäft erfordert Massnahmen

Beim Schwerpunkt «Geschäft auf neue Bedürfnisse ausrichten» wurde neu das Offline-Geschäft hinzugefügt. Im Laufe der letzten Jahre ist auf dem Markt für Musiklizenzen Konkurrenz entstanden und es sind neue Anbieter aufgetaucht. Diese Anbieter sind keine Genossenschaften und gehören nicht Urhebern, wie das bei den meisten Verwertungsgesellschaften in Europa der Fall ist. Es sind gewinnorientierte Privatunternehmen.

Neue Entwicklungen gibt es beim «Direct Licensing» bei Grosskonzerten sowie beim Inkasso für Musik zur Berieselung. Es gilt, sich mit den neuen Lizenzierungsangeboten auseinanderzusetzen, die eigenen Angebote (Tarife) konkurrenzfähig zu gestalten, Zusammenarbeiten zu suchen und die rechtlichen Rahmenbedingungen zu fördern.

Auf der Basis der genehmigten Strategie erarbeitet die Geschäftsleitung nun die Roadmap. Sie dient dazu, die Massnahmen in einzelne, konkrete Schritte aufzuteilen, versehen mit Termin und Verantwortung.

Verteilung: 8126 Mitglieder haben 11 093 520 Franken erhalten

Die SUISA rechnet die meisten Tarife mittlerweile vierteljährlich ab. Im September wurden Einnahmen für Aufführungen (Tarife D, K; 1. Quartal 2017), Sendungen SRG (Tarif A; 1. Quartal 2017), Werbefenster (2015) und Vervielfältigungen (Tarife PA, PI, PN, VI, VN; 1. Quartal 2017) verteilt.

Die Vergütungen wurden an SUISA-Mitglieder (Fr. 5 729 852.–) und Schwestergesellschaften (Fr. 5 363 669.–) ausgezahlt. Zurückgestellt wurden 1 229 425 Franken wegen fehlender Angaben, mangelnder Dokumentation, etc. Die zurückgestellten Gelder werden in Nachverrechnungen vergütet, sobald die notwendigen Daten für die korrekte Abrechnung komplettiert worden sind.

ProLitteris, SSA, SUISA, Suissimage und Swissperform arbeiten zusammen

1993 schlossen die fünf Schweizer Verwertungsgesellschaften den ersten schriftlichen Zusammenarbeitsvertrag ab. Grund war damals die Ausdehnung des Urheberrechtsgesetzes auf die verwandten Schutzrechte. Vorher hatten sie sich informell ausgetauscht und gemeinsame Tarifverhandlungen koordiniert.

Im Koordinationsausschuss (KOAU) der Gesellschaften ist der Vertrag kürzlich überarbeitet worden. Er soll die heutige Situation abbilden und die Zusammenarbeit auch in schwierigen Punkten vereinfachen. Neu geregelt wurden das Prozedere der Beschlussfassung sowie die Inkasso-Grundsätze im Auftrag der anderen Gesellschaften. Der Vorstand der SUISA hat dem revidierten Zusammenarbeitsvertrag zugestimmt.

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Die SUISA, eine attraktive ArbeitgeberinDie SUISA, eine attraktive Arbeitgeberin Am Tag vor der Generalversammlung 2017 haben sowohl die Kommissionen für Tarife und Verteilung sowie Organisation und Kommunikation als auch der Gesamtvorstand der SUISA Sitzungen abgehalten. Gesprächsthemen waren neben anderen die Berichte der Revisionsstelle, ein neues Personalstatut für die Mitarbeitenden der SUISA und eine Resolution für einen starken Service public. Weiterlesen
Die über 90-jährige Erfolgsgeschichte wird fortgeführtDie über 90-jährige Erfolgsgeschichte wird fortgeführt Am Freitag, 23. Juni 2017, findet in Zürich die Generalversammlung unserer Genossenschaft statt. An der Generalversammlung haben die Mitglieder die Möglichkeit, über die Geschicke ihrer Gesellschaft mitzubestimmen. Neben der erfreulichen Jahresrechnung 2016 der SUISA wird auch über das zusammen mit SESAC gegründete Joint Venture Mint Digital Services, die Entwicklungen bei der Revision des Urheberrechts und die Debatte um den Service public berichtet. Weiterlesen
«Die SUISA in Lugano ist ein Bezugspunkt für die Musikszene in der italienischen Schweiz»«Die SUISA in Lugano ist ein Bezugspunkt für die Musikszene in der italienischen Schweiz» Mit Niederlassungen in Zürich, Lausanne und Lugano ist die SUISA in drei Sprachregionen der Schweiz vertreten. In Lugano kümmern sich vier Mitarbeitende um die italienischsprachigen Mitglieder und Kunden im Tessin. Der neue Leiter der Tessiner Niederlassung, Stefano Keller, ist mittlerweile seit 100 Tagen im Amt. Im Interview schildert er unter anderem, weshalb in der Geschäftsstelle Lugano Allround-Talent gefragt ist, wie die SUISA zur Förderung des Kulturschaffens im Tessin beiträgt und welche Ziele er als Leiter der Tessiner Zweigstelle verfolgt. Weiterlesen
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Auf Initiative des Tessiner Vorstandmitglieds Zeno Gabaglio tagte der Vorstand der SUISA diesen Herbst in Lugano. Die Traktandenlisten für die Sitzungen vom 3. und 4. Oktober 2017 waren umfangreich. Eine Auswahl der besprochenen Themen findet sich im Bericht aus dem Vorstand von Dora Zeller.

SUISA-Vorstand blickt der Zukunft entgegen

Der amtierende Vorstand der SUISA in einer Aufnahme vom Frühling 2017. (Foto: Marc Latzel)

Ein wichtiger Traktandenpunkt war die Genehmigung der Unternehmensstrategie. Mit dieser Strategie blickt die Unternehmensleitung der Zukunft entgegen und definiert, welche Ziele sie in einer bestimmten Periode erreichen will. Die SUISA-Strategie umfasst jeweils vier Jahre, aktuell 2016 – 2020. Aufgrund der Geschäftsereignisse und –pläne wird sie einmal jährlich überarbeitet. Sie ist in vier Schwerpunkte gegliedert:

  • Kosten & Wachstum (Kundenbeziehungen pflegen, Mitgliedererlöse maximieren, Mitarbeitende fördern und fordern)
  • Vertrauen (Mitglieder sind «Shareholder»)
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SUISA rechnet 2017 mit markantem Anstieg bei den Streaming-Einnahmen

Zuoberst auf der Traktandenliste der Sitzung des SUISA-Vorstands vom Dezember 2016 stand das Budget für das nächste Geschäftsjahr. Der Vorstand stellte mit Genugtuung fest, dass sich die positive Entwicklung aus den letzten Jahren in Bezug auf die Einnahmen fortsetzt (+3,2%). Der Aufwand bleibt stabil und die Verteilsumme erhöht sich leicht (+2,91%). Bericht aus dem Vorstand von Dora Zeller

SUISA rechnet 2017 mit markantem Anstieg bei den Streaming-Einnahmen

Der Topf mit Vergütungen für Streaming-Nutzungen soll sich für Urheber und Verleger mehr auffüllen: Die SUISA rechnet im Budget für das Geschäftsjahr 2017 im Online-Bereich mit einem Einnahmenzuwachs von +13,4% gegenüber dem Vorjahr. (Foto: Manu Leuenberger)

Im Budget für das Geschäftsjahr 2017 sind höhere Einnahmen aus Sende- und Aufführungsrechten sowie aus Vergütungsansprüchen vorgesehen. Dank den Tarifen GT 4i (Smartphones) und GT 12 (Vermietung Settop-Boxen) wird bei den Vergütungsansprüchen mit einer Zunahme von knapp 11% gerechnet. Eine markante Steigerung wird auch im Online-Bereich, vor allem beim Streaming erwartet (13,4%). Sinken werden voraussichtlich die Vervielfältigungsrechte (-3,8%); eine Folge der Marktentwicklung. Für die Auslandeinnahmen werden ebenfalls tiefere Erträge (-4,5%) budgetiert.

Der Vorstand und die Geschäftsleitung der SUISA planen auch die längerfristige Zukunft: Neben der Roadmap 2017 wurden der Finanzplan und die Strategie bis ins Jahr 2020 besprochen. Der Vorstand hat die von der Geschäftsleitung präsentierten Entwürfe diskutiert und genehmigt.

Kostenabzüge bleiben gleich

Ein weiteres Traktandum jeweils am Jahresende sind die Kostenabzüge. Der Vorstand beschliesst, mit welchen Abzügen die Einnahmen aus dem laufenden Jahr im Folgejahr verteilt werden. Für die Schweiz und den Online-Bereich bewegen sich die Prozentsätze wie im Vorjahr zwischen 10 und 15%. Eine Ausnahme bilden im Bereich Vervielfältigungsrechte die Tarife PI und VI, für die das Cannes-Agreement gilt (7,025% und 9,025%).

Weiter wurde der Prozentsatz überprüft, der aufgrund der Gegenseitigkeitsverträge in den letzten Jahren auf den Auslandeinnahmen abgezogen worden war. Nachdem verschiedene Schwestergesellschaften höhere Abzüge anwenden, wurden Pro und Contra einer Erhöhung sorgfältig abgewogen. Die Vorstandsmitglieder entschieden sich den Abzug von 4% beizubehalten.

Benvenuti a Lugano

Für die Herbst-Sitzungen 2017 reisen die Mitglieder des Vorstands der SUISA nicht wie bis anhin nach Lausanne sondern nach Lugano. Und warum nicht auch eine Generalversammlung in der italienischsprachigen Schweiz? Gemäss Planung könnte es 2021 soweit sein.

Ersatzwahl in die Verteilungs- und Werkkommission

Alex Kirschner, Werbe- und Filmmusik-Komponist, tritt im Sommer 2017 aus der Verteilungs- und Werkkommission (VWK) zurück. Um den frei werdenden Sitz bewirbt sich der aus der gleichen Musiksparte stammende Jonas Zellweger – SUISA-Mitglied seit 2009. Der Vorstand schlägt ihn einstimmig der Generalversammlung zur Wahl vor.

Artikel zum Thema
Sitzung des SUISA-Vorstands: Einnahmen, Budget und Klassik-Sponsoring Viermal pro Jahr treffen sich die Mitglieder des Vorstands der SUISA zu Sitzungen in Kommissionen und im Plenum. Ein Teil der Traktanden steht wiederkehrend zu einem vorgegebenen Zeitpunkt im Jahr an: Im Frühling ist die Jahresrechnung des vergangenen Geschäftsjahres ein wichtiger Punkt. Im Dezember wird das Budget für das Folgejahr definiert. Weiterlesen
Streamripping – Kassettenrekorder im Internet Streamripping-Software zeichnet Audio- und Videostreams auf. Dadurch kann eine Kopie des vollständigen Streams als Datei abgespeichert werden. Im Schweizer Urheberrechtsgesetz ist eine Vergütung für die Privatkopie festgelegt, die auf Aufnahme- und Speichermedien anwendbar ist. Die Streamrip-Apps werden von der gesetzlichen Vergütungspflicht nicht erfasst – wie zuvor die Kassettenrekorder. Weiterlesen
Die Generalversammlung 2016 der Genossenschaft SUISA im Zentrum Paul Klee 217 Komponisten, Textautoren und Verleger von Musik haben an der SUISA-Generalversammlung am 24. Juni 2016 in Bern ihr Mitbestimmungsrecht über ihre Genossenschaft wahrgenommen. Neben dem Gastreferat des SRG-Generaldirektors Roger de Weck, der Verleihung des Stiftungspreises und des Werkjahres der FONDATION SUISA war die Revision des Fürsorgereglements das zentrale Thema. Weiterlesen
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Zuoberst auf der Traktandenliste der Sitzung des SUISA-Vorstands vom Dezember 2016 stand das Budget für das nächste Geschäftsjahr. Der Vorstand stellte mit Genugtuung fest, dass sich die positive Entwicklung aus den letzten Jahren in Bezug auf die Einnahmen fortsetzt (+3,2%). Der Aufwand bleibt stabil und die Verteilsumme erhöht sich leicht (+2,91%). Bericht aus dem Vorstand von Dora Zeller

SUISA rechnet 2017 mit markantem Anstieg bei den Streaming-Einnahmen

Der Topf mit Vergütungen für Streaming-Nutzungen soll sich für Urheber und Verleger mehr auffüllen: Die SUISA rechnet im Budget für das Geschäftsjahr 2017 im Online-Bereich mit einem Einnahmenzuwachs von +13,4% gegenüber dem Vorjahr. (Foto: Manu Leuenberger)

Im Budget für das Geschäftsjahr 2017 sind höhere Einnahmen aus Sende- und Aufführungsrechten sowie aus Vergütungsansprüchen vorgesehen. Dank den Tarifen GT 4i (Smartphones) und GT 12 (Vermietung Settop-Boxen) wird bei den Vergütungsansprüchen mit einer Zunahme von knapp 11% gerechnet.…Weiterlesen

Erste Sitzung des neu konstituierten SUISA-Vorstands

Die Sitzungen des SUISA-Vorstands vom September 2015 im Überblick: neu besetzte Vorstandskommissionen, Überarbeitung der Unternehmensstrategie, Personalvorsorgestiftung der SUISA, Terminkalender 2016 und weitere personelle und administrative Themen. Bericht aus dem Vorstand von Dora Zeller und Manu Leuenberger

Vorstandsbericht-Sep2015-Portrait-Xavier-Dayer

Neben seiner Tätigkeit als Vorstandspräsident der SUISA arbeitet Xavier Dayer als Komponist sowie als Dozent an der Hochschule der Künste Bern. (Foto: Juerg Isler, isler-fotografie.ch)

Der Vorstand der SUISA hat sich nach den Ersatzwahlen bei der Generalversammlung 2015 in neuer Besetzung erstmals am 29./30. September 2015 zu ordentlichen Sitzungen getroffen. Marco Zanotta wurde als Vizepräsident für die neue Amtsperiode wiedergewählt. In den Vorstandskommissionen gab es neben den Neuzugängen von Marie Louise Werth und Zeno Gabaglio kleine personelle Rochaden.

Vorstandskommissionen neu besetzt

Die drei Vorstandskommissionen sind die Arbeitsgruppen des 15-köpfigen Gesamtvorstands und zuständig für die Vorbereitung und Durchführung der ihnen zugeordneten Geschäfte. Sie rapportieren an den Gesamtvorstand. Alle Vorstandsmitglieder ausser dem Vorstandspräsidenten, Xavier Dayer, und dem Vizepräsidenten, Marco Zanotta, sind in einer der drei Vorstandskommissionen tätig.

Neu sind die Vorstandskommissionen wie folgt besetzt:

Vorstandskommission für Finanzen und Kontrolle
Bertrand Liechti, Präsident
Marco Neeser
Philipp Schnyder
Christian Siegenthaler

Vorstandskommission für Organisation und Kommunikation
Géraldine Savary, Präsidentin
Zeno Gabaglio
Irene Kunzelmann
Christian Wicky

Vorstandskommission für Tarife und Verteilung
Reto Parolari, Präsident
Rainer Bischof
Roman Camenzind
Christian Fighera
Marie Louise Werth

Überarbeitung der Unternehmensstrategie der SUISA

Bereits am Tag vor den Vorstandssitzungen hatten sich Vorstandsmitglieder zu einem gesonderten Strategie-Seminar getroffen. Anlässlich der ordentlichen Sitzungen wurde die Diskussion über die Unternehmensstrategie und die Zukunftsperspektiven der Genossenschaft im Gesamtvorstand weitergeführt. Die laufenden Überlegungen werden in eine Überarbeitung der bestehenden Unternehmensstrategie münden, was für 2016 vorgesehen ist.

Weitere Traktanden

Neben einigen weiteren personellen und administrativen Themen wurden die neuen Vorstandsmitglieder Marie Louise Werth und Zeno Gabaglio in den Stiftungsrat der Stiftung Urheber- und Verlegerfürsorge (UVF) gewählt.

Zudem beschäftigte sich der Vorstand unter anderem mit der Personalvorsorgestiftung der SUISA (PV): Der Stiftungsrat setzt sich aus Arbeitnehmer- und Arbeitgeber-Vertreterinnen und -vertretern zusammen. Wahlen sowie Reglements-Änderungen werden in der Regel vom Stiftungsrat vorbereitet, durch den Vorstand genehmigt und anschliessend den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Genehmigung vorgelegt. Der Vorstand stimmte den beantragten Änderungen (Fristverkürzung bei Kapitalbezug, Regelungen der Teilpensionierung und Kompetenzen) zu. Die Änderungen tragen zur flexibleren Gestaltung der bisherigen Bestimmungen bei.

Zuguterletzt wurde auch ein Kalender für die Vorstandstermine 2016 genehmigt. Das klingt einfach, ist aber manchmal gar nicht so unkompliziert: Hauptberuflich arbeiten die Vorstandsmitglieder als Komponisten, Songwriter, Texter, Verleger, Produzenten, Dozenten, Berater, Politikerin etc. Mit logistischem Geschick werden rund um berufliche Verpflichtungen, Musikmessen, Sessionen und Schulferienpläne passende Sitzungspläne erarbeitet.

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Die Sitzungen des SUISA-Vorstands vom September 2015 im Überblick: neu besetzte Vorstandskommissionen, Überarbeitung der Unternehmensstrategie, Personalvorsorgestiftung der SUISA, Terminkalender 2016 und weitere personelle und administrative Themen. Bericht aus dem Vorstand von Dora Zeller und Manu Leuenberger

Vorstandsbericht-Sep2015-Portrait-Xavier-Dayer

Neben seiner Tätigkeit als Vorstandspräsident der SUISA arbeitet Xavier Dayer als Komponist sowie als Dozent an der Hochschule der Künste Bern. (Foto: Juerg Isler, isler-fotografie.ch)

Der Vorstand der SUISA hat sich nach den Ersatzwahlen bei der Generalversammlung 2015 in neuer Besetzung erstmals am 29./30. September 2015 zu ordentlichen Sitzungen getroffen. Marco Zanotta wurde als Vizepräsident für die neue Amtsperiode wiedergewählt. In den Vorstandskommissionen gab es neben den Neuzugängen von Marie Louise Werth und Zeno Gabaglio kleine personelle Rochaden.

Vorstandskommissionen neu besetzt

Die drei Vorstandskommissionen sind die Arbeitsgruppen des 15-köpfigen Gesamtvorstands und zuständig für die Vorbereitung und Durchführung der ihnen zugeordneten…Weiterlesen

Einblick in die Unternehmensstrategie der SUISA

Die Unternehmensstrategie der SUISA wird vom obersten Leitungsgremium, dem SUISA-Vorstand, beschlossen. 2011 ist die Strategie neu formuliert und 2014 teilweise angepasst und ergänzt worden. Die 6 Kernpunkte der aktuellen Strategie der SUISA umfassen Zielvorgaben in den Bereichen: Urheberrecht, Wachstum, Kosten, Online, Zusammenarbeit und Vertrauen. Text von Andreas Wegelin

Mein-Konto-Abrechnungen-Screenshot_DE

Ein Kernziel der Unternehmensstrategie der SUISA ist Kosteneffizienz, zu der informatikgestützte Anmelde- und Informationsplattformen wesentlich beitragen sollen. Die überarbeitete Plattform «Mein Konto» (im Bild ein Screenshot) bietet den Mitgliedern und Auftraggebern seit Frühsommer 2015 erweiterte Möglichkeiten in den Bereichen Werkverwaltung und Abrechnungen. (Bild: Screenshot «Mein Konto», www.suisa.ch)

Die Unternehmensstrategie der SUISA macht Vorgaben in einem hohen Abstraktionsgrad. Die Vorgaben sollten in der Regel über mehrere Jahre hinweg umgesetzt werden können. Abgeleitet aus der Strategie erstellt die Geschäftsleitung jedes Jahr eine Roadmap. In den jährlichen Roadmaps werden die strategischen Ziele konkreter gefasst. Ebenso sind die Massnahmen, die zur Erreichung eines strategischen Ziels führen, konkreter aufgelistet.

Die Strategie dient als Grundlage für die Formulierung der Unternehmensziele, aus denen wiederum die Ziele für die Mitarbeitenden hervorgehen. Die Strategie leitet auch die Investitions- und Projektentscheidungen der SUISA. Anträge für Projekte oder Investitionen, wie zum Beispiel ein Ausbau von IT-Dienstleistungen oder -Hardware, müssen Angaben enthalten, inwiefern die Projekte zur Umsetzung der SUISA-Strategie beitragen. Ist der Beitrag gering, sind auch die Chancen auf eine Realisierung des Projekts gering.

Bei der SUISA wird die Strategie vom obersten Leitungsgremium, dem SUISA-Vorstand, beschlossen. 2011 ist die Unternehmensstrategie der SUISA neu formuliert und 2014 teilweise angepasst und ergänzt worden. Für 2016 ist erneut eine grundlegende Überarbeitung der Strategie vorgesehen.

Die aktuelle Strategie der SUISA kann in 6 Kernpunkten zusammengefasst werden:

Urheberrecht
Ohne Urheberrecht keine SUISA. Das Urheberrechtsgesetz, insbesondere auch die Vorschriften über die kollektive Verwertung sind die Grundlage für die Arbeit der SUISA. Es gilt, die bestehenden Urheberrechte zu sichern und das Gesetz weiterzuentwickeln. Die SUISA setzt sich deshalb in der Öffentlichkeit, in der Politik und bei der Aufsichtsbehörde für ein starkes Urheberrecht ein, das mit den aktuellen technischen Entwicklungen Schritt hält.

Wachstum
Die SUISA darf zwar für sich selbst keinen Gewinn erwirtschaften, sie arbeitet aber für ihre Genossenschafter, die Urheber und Verleger von Musik, möglichst gewinnorientiert. Ziel muss es sein, die Einnahmen der Mitglieder und Schwestergesellschaften zu steigern. Insbesondere dort, wo neue Nutzungsformen aufkommen (Stichworte: IPTV oder Internet-Cloud) sorgt die SUISA dafür, dass auch die Urheber und Verleger an den Umsätzen beteiligt werden.

Kosten
Je günstiger die SUISA arbeitet, desto mehr Geld fliesst an die Rechteinhaber. Ziel ist es deshalb, die Kosten weiterhin unter Kontrolle zu haben. Das soll durch Überprüfung und Verschlankung der Geschäftsprozesse und Ausbau von infomatikgestützten Anmelde- und Informationsplattformen geschehen.

Online
Die Vertriebswege über das Internet haben die Form des Musikkonsums grundlegend verändert. Der Wegfall territorialer Grenzen verändert auch die Struktur der Wahrnehmung von Urheberrechten. Bei Internet-Nutzungen herrscht Konkurrenz unter den Verwertungsgesellschaften um die Rechteinhaber. Ziel ist es auch hier, den Urhebern und Verlegern interessante Konditionen anzubieten, damit der SUISA die Mandate zur Rechtewahrnehmung übertragen werden.

Zusammenarbeit
Zur Erreichung der Ziele ist Zusammenarbeit wichtig. Es gilt, die seit Jahren etablierte weltweite Zusammenarbeit unter den Urheberrechtsgesellschaften weiter zu pflegen und zu festigen. In Bezug auf die Schweiz wollen die fünf Verwertungsgesellschaften ProLitteris, SSA, SUISA, SUISSIMAGE und SWISSPERFORM noch enger zusammenarbeiten und gemeinsam mit vereinten Kräften auftreten. Auf der Website www.swisscopyright.ch haben die Gesellschaften bereits einen gemeinsamen Auftritt lanciert.

Vertrauen
Unsere Genossenschafter und Genossenschafterinnen sind die Shareholder des Unternehmens. Sie müssen überzeugt sein von den Leistungen ihrer Genossenschaft. Ihr Vertrauen ist stets neu zu bestätigen durch die Dienstleistungen, welche ihnen die SUISA anbietet.

Vorstand, Geschäftsleitung, Kader und Mitarbeitende verfolgen alle auf ihren Stufen und in ihren Bereichen die 6 Kernpunkte der SUISA-Strategie. Die Strategie und die Zielerreichung wird jährlich im Herbst überprüft. Neue Erkenntnisse fliessen in die Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie. Dieses Jahr ist zusätzlich geplant, dass sich der Vorstand im Herbst in einer Sondersitzung mit einer Vision «SUISA 2020» beschäftigt.

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Die Unternehmensstrategie der SUISA wird vom obersten Leitungsgremium, dem SUISA-Vorstand, beschlossen. 2011 ist die Strategie neu formuliert und 2014 teilweise angepasst und ergänzt worden. Die 6 Kernpunkte der aktuellen Strategie der SUISA umfassen Zielvorgaben in den Bereichen: Urheberrecht, Wachstum, Kosten, Online, Zusammenarbeit und Vertrauen. Text von Andreas Wegelin

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Ein Kernziel der Unternehmensstrategie der SUISA ist Kosteneffizienz, zu der informatikgestützte Anmelde- und Informationsplattformen wesentlich beitragen sollen. Die überarbeitete Plattform «Mein Konto» (im Bild ein Screenshot) bietet den Mitgliedern und Auftraggebern seit Frühsommer 2015 erweiterte Möglichkeiten in den Bereichen Werkverwaltung und Abrechnungen. (Bild: Screenshot «Mein Konto», www.suisa.ch)

Die Unternehmensstrategie der SUISA macht Vorgaben in einem hohen Abstraktionsgrad. Die Vorgaben sollten in der Regel über mehrere Jahre hinweg umgesetzt werden können. Abgeleitet aus der Strategie erstellt die Geschäftsleitung jedes Jahr eine Roadmap. In den jährlichen Roadmaps…Weiterlesen