Tagarchiv: Musikmesse

Schweizer Jazz an der Jazzahead! 2016 allseits präsent

Die Schweiz war Gastland an der Jazzahead! 2016 in Bremen. Der Schweizer Jazz präsentierte sich den 2750 Fachteilnehmern und 15 000 Festivalbesuchern stilistisch breit gefächert. Ganz nach dem Motto «Schweizsuissesvizzerasvizra». Dieses stand für vier unterschiedliche Arten Schweiz, die doch Schnittmengen aufweisen und zusammengenommen ein bisweilen eigenwilliges, aber sicher nie einseitiges Ganzes ergeben. Text von Urs Schnell, FONDATION SUISA

Jazzahead-2016-Pilgrim-in-concert

Der Zürcher Saxophonist Christoph Irniger trat mit seiner Formation Pilgrim anlässlich der Swiss Night am 21. April 2016 an der Jazzahead! auf. (Foto: Ingo Wagner)

«Schweizsuissesvizzerasvizra» lautete das Motto, unter welchem das Gastland Schweiz seine vielfältige Jazzszene in Bremen präsentiert hat: Vier unterschiedliche Arten Schweiz, die doch Schnittmengen aufweisen und zusammengenommen ein bisweilen eigenwilliges, aber sicher nie einseitiges Ganzes ergeben.

Die kulturelle Durchmischung spiegelten im Vorgang der Messe zwei Wochen Jazzahead! Festival wieder. Quer gedacht konnte diese Vielfalt daher kommen – wie in der Figurentheaterproduktion von Dürrenmatts «Die Physiker» – oder auch mal aufsässig, wenn für die Ausstellung «Stimmvolk – Volksstimme» zur Veranschaulichung von Schweizer Abstimmungskämpfen ein Plakat mit von Schmeissfliegen befallenem Nuggi aus den Archiven hervorgeholt wurde, mit dessen Hilfe dereinst das Heimchen aus der Wahlkabine zurück an den Herd komplementiert werden sollte.

Schweizer Jazz live

Ihre helvetische Showcase-Selektion präsentierte die Jazzahead!-Jury am 21. April im Anschluss an den ersten der vier Messetage an der Swiss Night. Stilistisch breit gefächert war diese: vom umtriebigen Klangforscher Julian Sartorius, der mit seinem «Beat Diary»-Soloprogramm und als Mitglied des Colin Vallon Trios vertreten war, bis zu den Klangflächen perforierenden Beats der Formation Plaistow.

Auch aus vorigen Jahrgängen bekannte Gesichter wie Weird Beard oder das Elina Duni Quartet waren dort zu hören, und beim Galakonzert in der Glocke liessen sich Nick Bärtsch’s Ronin und Hildegard lernt fliegen mit Standing Ovations feiern.

«Für uns ging es nach dem Showcase bei der Jazzahead! 2012 so richtig los», berichtet Matthias Wenger, der Saxophonist von Hildegard lernt fliegen. Und obgleich ein Messeauftritt nicht für alle Musiker einen ähnlich kometenhaften Aufstieg bedeutet wie den der sechsköpfigen Formation um Stimmakrobat Andreas Schaerer, füllen sich doch bei vielen die Tourkalender im Anschluss merklich.

Geschäftskontakte knüpfen und pflegen

Wer als Musiker ohne Showcase an die Messe kommt, muss sich jedoch mit anderen Mitteln bemerkbar machen. Violinist Simon Heggendorn war mit dem Kaleidoscope String Quartet bereits an der Messe Classical:Next als Showcase vertreten. «Das hat schon ein paar Kontakte mit sich gebracht, aber dort steht eher die Fachtagung im Vordergrund», so Heggendorn. «Ausserdem sind wir viel mehr eine Band als ein klassisches Streichquartett und passen darum besser hierher. Ich habe mich darum für das Matchmaking registriert.»

Mit dem «Matchmaking» ist eine Art Speed-Dating gemeint, bei dem die Bedürfnisse der Teilnehmer abgefragt werden, um sie nachher mit den richtigen Konterparts zusammenführen zu können. Einen anderen Weg wählt Kulturmanagerin Nicole Mayer: «Ich informiere mich so früh wie möglich, wer bei der Messe präsent ist und versuche, im Vorlauf Termine zu machen mit den Leuten, die für mich interessant sind, oder sie zu erkennen, wenn sie mir zufällig über den Weg laufen. Am Messestand selbst bin ich eigentlich nur, wenn ich hier einen Termin vereinbart habe.»

Gastlandauftritt auf Langzeitwirkung ausgelegt

Weniger strukturiert geht es beim alljährlichen Alpine Cocktail zu: dem Apéro, der bei Schweizer Käse und österreichischem Wein Gelegenheit zum informelleren Kennenlernen gibt. Wer eher Schweizerische Gewächse bevorzugt und dazu lieber ein Stück dunkle Schoggi nimmt, konnte in diesem Jahr zudem in der Swiss Lounge Repräsentanten der Schweizer Musikszene von Label-Mitarbeitern bis zu Stiftungsvertretern zur Gesprächsreihe «Ein Glas Wein mit …» antreffen.

969 Ausstellern (Tendenz steigend), 2750 Fachteilnehmern und 15 000 Festivalbesuchern konnte sich die Schweiz in diesem Jahr an der Jazzahead! präsentieren und war dabei mit ihrer leuchtend roten Messegrafik und dem überlebensgrossen Nik-Bärtsch-Porträt, das als erster Blickfang über dem Geschehen in der Messehalle prangte, auch visuell allseits präsent.

Eine abschliessende Bilanz lässt sich noch nicht ziehen. Der «unternehmerische Erfolg» einer Messepräsenz manifestiert sich in den seltensten Fällen während oder unmittelbar nach einer Musikmesse. «Der Gastlandstatus ist vor allem auf Langzeitwirkung ausgelegt», sagt Marcel Kaufmann, Projektmanager bei der FONDATION SUISA, die gemeinsam mit Pro Helvetia und dem Schweizer Musik Syndikat SMS die Schweizer Messepräsenz organisiert. «Der Jazz aus der Schweiz geniesst international einen ausserordentlich guten Ruf. Unser Ziel war es, den Schweizer Jazz in der weltweiten Wahrnehmung noch präsenter zu machen.»

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Die Schweiz war Gastland an der Jazzahead! 2016 in Bremen. Der Schweizer Jazz präsentierte sich den 2750 Fachteilnehmern und 15 000 Festivalbesuchern stilistisch breit gefächert. Ganz nach dem Motto «Schweizsuissesvizzerasvizra». Dieses stand für vier unterschiedliche Arten Schweiz, die doch Schnittmengen aufweisen und zusammengenommen ein bisweilen eigenwilliges, aber sicher nie einseitiges Ganzes ergeben. Text von Urs Schnell, FONDATION SUISA

Jazzahead-2016-Pilgrim-in-concert

Der Zürcher Saxophonist Christoph Irniger trat mit seiner Formation Pilgrim anlässlich der Swiss Night am 21. April 2016 an der Jazzahead! auf. (Foto: Ingo Wagner)

«Schweizsuissesvizzerasvizra» lautete das Motto, unter welchem das Gastland Schweiz seine vielfältige Jazzszene in Bremen präsentiert hat: Vier unterschiedliche Arten Schweiz, die doch Schnittmengen aufweisen und zusammengenommen ein bisweilen eigenwilliges, aber sicher nie einseitiges Ganzes ergeben.

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Präsentation ist Innovation: die vierte Ausgabe der Classical:NEXT

Es war schon ein mutiger Schritt von Veranstalter Piranha Arts, die Classical:NEXT nach zwei Ausgaben vom altehrwürdigen Wiener Parkett an einen neuen Ort zu verlegen. Der Umzug in die Rotterdamer Konzerthalle de Doelen könnte sich aber auch als cleverer Schachzug herausstellen. Denn im Geist der niederländischen Hafenstadt mit ihrer wagemutigen, bunten und modernen Architektur spiegelt sich das Ziel des Musiktreffens anschaulich wieder: die Präsentation aktueller und innovativer Strömungen und Unternehmungen der internationalen Klassik-Szene. Gastbeitrag von Lisa Nolte

Classical-Next-2015-Kaleidoscope-String-Quartet

Beim Showcase des Schweizer Kaleidoscope String Quartets an der Classical:NEXT 2015 blieb unerwartet ein Stuhl leer. Für die kurzfristig zum Streichtrio-Programm umarrangierte Performance gab es begeisterten Applaus. (Foto: Eric van Nieuwland)

Vom 20. bis 23. Mai 2015 hat in Rotterdam die vierte Ausgabe der Musikmesse Classical:NEXT stattgefunden. Seit nun drei Jahren dabei gewesen ist die Schweiz mit ihrem von der FONDATION SUISA mitgetragenen Gemeinschaftsstand. Und wie die gesamte Classical:NEXT mit ihren rund 1000 Teilnehmern, kann auch «Music made in Switzerland» 2015 einen kleinen Rekord verzeichnen: Insgesamt 20 Ensembles, Labels, Veranstalter, Verbände und Stiftungen aus unterschiedlichsten Landesteilen haben den Weg ins De Doelen gefunden – vom Lucerne Festival über die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen und die Basler Madrigalisten bis hin zu DC Audio Engineering.

Viel Betrieb am Schweizer Gemeinschaftsstand

Dass sich der etwas weitere Weg bis in die Niederlande immer noch auszahlt, beweisen die Standteilnehmer, die zum wiederholten Mal zur Messe anreisen und die «Pop-up-Büros», die sie sich im Arcadis Zaal im ersten Stock eingerichtet haben, rege für Meetings nutzen. Dass Gastland Kanada seine Zelte gleich neben dem Schweizer Stand aufgeschlagen hat, trägt sicher zu dem gleichmässigen Strom von Laufkundschaft an diesem etwas abgelegen Standort bei. Richtig voll wird es aber erst zum Tradition gewordenen Apéro «Alpine cocktail» von Schweiz und Österreich, der sogar Jasper Renema, den Kulturreferenten der Schweizer Botschaft, ins De Doelen lockt.

Von den Erfahrungen der alteingesessenen C:N-Teilnehmer können indes die Neuzuwächse profitieren. So beschreibt Felix Heri, Co-Geschäftsleiter der Basel Sinfonietta, seine erste Erfahrung hier: «Die Atmosphäre ist sehr speziell. Es ist wahnsinnig viel los und man kann praktisch pausenlos unterwegs sein zwischen Konferenz und Ständen. Für das Netzwerk ist es super, einen Insider wie Etienne Abelin zur Seite zu haben, der als Türöffner helfen kann, Kontakte zu knüpfen.»

Der Violinist Etienne Abelin fügt sich als Mitglied der Showcase-Jury dieses Jahr in die Reihe der Schweizer Aushängeschilder bei der C:N. Er hält die Umlegung der Messe nach Rotterdam für einen guten Schritt: «Klassik wird hier ganz anders gedacht, als das oft in den deutschsprachigen Ländern der Fall ist. Es wird grosser Wert auf eine organische Verbindung von Inhalt, Präsentation und Kommunikation gelegt. Vermittlung ist in gewisser Weise mitgedacht und nicht vom Inhalt getrennt.»

Showcase-Konzerte und Innovation Awards

Dass die Präsentation bei der C:N eine vorrangige Rolle spielt, wird eindrücklich sichtbar in den Showcase-Konzerten: Videokunst, atmosphärisches Bühnenlicht oder Kehlkopfgesag, begleitet von expressiver Bewegungswut kurz vorm Ausdruckstanz bieten dabei nur einige der zahlreichen Reize fürs Auge.

Fast traditionell wirkt zwischen diesen inszenierten Konzerten der Auftritt des Schweizer Kaleidoscope String Quartet – wäre da nicht der Kunstgriff, mit dem die Formation überrascht. Denn in Ermangelung der zweiten Geige musste das Quartett kurzfristig seine Stücke zum Streichtrio-Programm umarrangieren. Dass die drei verbliebenen Musiker es in ihrer Performance dennoch in keinem Moment an Engagement fehlen lassen, wird dafür am Ende mit besonders begeistertem Applaus und Jubelrufen belohnt.

Zu einem letzten Höhepunkt der Schweizer Präsenz 2015 in Rotterdam bei der Abschlussgala wird die Verleihung des ersten Innovation Awards. Dessen Träger kürt die «Classical:NEXT-Community» (wie die Veranstalter gern das Gesamt aller Akkreditierten seit der ersten Messeausgabe nennen) per Online-Abstimmung. Ein erster Platz ging an das Ark Nova-Projekt des Lucerne Festival, das mit einer aufblasbaren Konzerthalle Musik ins erdbeben- und tsunamigeschüttelte Tohoku-Gebiet in Japan brachte. «Innovation kann in jedem Moment und überall entstehen», so Lucerne Festival-Intendant Michael Haefliger, «sie findet statt an den Schnittstellen von Kunst, Gemeinschaft und Zweck.»

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Es war schon ein mutiger Schritt von Veranstalter Piranha Arts, die Classical:NEXT nach zwei Ausgaben vom altehrwürdigen Wiener Parkett an einen neuen Ort zu verlegen. Der Umzug in die Rotterdamer Konzerthalle de Doelen könnte sich aber auch als cleverer Schachzug herausstellen. Denn im Geist der niederländischen Hafenstadt mit ihrer wagemutigen, bunten und modernen Architektur spiegelt sich das Ziel des Musiktreffens anschaulich wieder: die Präsentation aktueller und innovativer Strömungen und Unternehmungen der internationalen Klassik-Szene. Gastbeitrag von Lisa Nolte

Classical-Next-2015-Kaleidoscope-String-Quartet

Beim Showcase des Schweizer Kaleidoscope String Quartets an der Classical:NEXT 2015 blieb unerwartet ein Stuhl leer. Für die kurzfristig zum Streichtrio-Programm umarrangierte Performance gab es begeisterten Applaus. (Foto: Eric van Nieuwland)

Vom 20. bis 23. Mai 2015 hat in Rotterdam die vierte Ausgabe der Musikmesse Classical:NEXT stattgefunden. Seit nun drei Jahren dabei gewesen ist die Schweiz…Weiterlesen

Schweizer Gemeinschaftsstand an der Womex 2015 in Budapest

Die Womex findet dieses Jahr vom 21. bis 25 Oktober in Budapest statt. An der weltweit grössten Musikmesse für Folk und World Music versammeln sich seit mehr als 20 Jahren Musiker, Booker, Manager und Vertreter von Labels oder Verlagen aus der ganzen Welt. Sie können beim Geschäftstreffen der Folk- und World-Music-Szene mit dabei sein: Für Teilnehmende aus der Schweiz bieten die FONDATION SUISA und Pro Helvetia den Schweizer Gemeinschaftsstand an.

Womex-2014-Showcase-Audience

Tagsüber ein Geschäftstreffen, am Abend ein Musikfest der Folk- und World Music: Begeistertes Publikum an einem der vielen abwechslungsreichen Showcase-Konzerte an der Womex 2014. (Foto: Jacob Crawfurd / Womex.com)

Allen Schweizer Vertreterinnen und Vertretern der traditionellen und ethnischen Musik bieten die FONDATION SUISA und Pro Helvetia den Schweizer Gemeinschaftsstand an der Womex 2015 in Budapest an. Als Mitaussteller am Gemeinschaftsstand können Sie von folgenden Vorteilen profitieren:

  • Vergünstigte Akkreditierung: Sie können sich zum ermässigten Preis für die weltweit grösste Musikmesse für Folk und World Music akkreditieren.
  • Büro an der Womex: Die Infrastruktur des Schweizer Gemeinschaftsstands steht Ihnen zur freien Benutzung zur Verfügung.
  • Schweizer Apéro: Nutzen Sie den Schweizer Stand-Apéro für Networking mit Ihren Geschäftspartnern.
  • Persönlicher Service: Sie werden von einem erfahrenen und engagierten Stand-Team unterstützt.

Business am Tag …

Tagsüber findet in den Messehallen der Womex jeweils das grosse jährliche Geschäftstreffen der Folk- und World-Music-Szene statt. Im informellen Ambiente werden Visitenkarten, CDs und Weblinks ausgetauscht. Konzertbooker, Verleger und Labels sind auf der Suche nach herausragenden Acts. Musikerinnen und Musiker aus verschiedenen Kontinenten und Stilrichtungen treffen aufeinander und gründen gemeinsame Projekte.

Die Atmosphäre ist trotz dem geschäftigen Treiben entspannt: Bei Bier, Pisco Sour, Vodka, Wein oder arabischem Kaffee werden Angebote unterbreitet und begutachtet, Deals abgeschlossen oder persönliche Gedanken über Musik und Geschäft erörtert.

… Musikfest am Abend

Jeden Abend wird die Womex zu einem Musikfest: Bands mit in unseren Breitengraden selten gehörten Instrumenten aus Asien, Formationen mit 15 Bläsern aus Mittelamerika oder Folk aus Skandinavien wechseln sich ab mit Fado, Afrobeat und unterschiedlichsten Crossover-Variationen.

Die Konzerte sind immer rege besucht. Die Vertreter von Labels, Verlagen und Festivals lassen sich von den Acts inspirieren. Musikjournalisten verfolgen gespannt die Trends. Interessierte und Musikbegeisterte können sich von den nicht alltäglichen, abwechslungsreichen Darbietungen fesseln lassen. Auch Erika Stucky und die Berner Band Da Cruz haben an der Womex bereits das Publikum begeistert. Als Schweizer World- oder Folkmusiker ist es unbedingt einen Versuch wert, sich um einen Auftritt im Showcase-Programm zu bewerben.

Praktische Tipps für den Besuch der Musikfachmesse

Sie sind im World- oder Folkmusik-Genre tätig und haben einen Besuch an der Womex ins Auge gefasst? Hier haben wir ein paar Ratschläge für einen erfolgreichen Messebesuch zusammengefasst:

Wenn Sie Musik verkaufen …

  • Beachten Sie, dass Sie ein «pfannenfertiges» Produkt anbieten und präsentieren können. «Pfannenfertig» heisst zum Beispiel: eine Band, die tourneebereit ist, und über eine Website, Promomaterial und professionell aufgenommenen Songs verfügt.
  • Loggen Sie sich auf der virtualWOMEX-Website ein. Über diese Website können Sie vorab Meetings mit den für Sie interessanten Businesspartnern vereinbaren. Vereinbaren Sie die Geschäftstermine rechtzeitig, das heisst: spätestens 2 Wochen vor der Messe.
  • Versuchen Sie frühzeitig, Ihre Band bei einem Womex-Showcase zu platzieren.

Wenn Sie Musik einkaufen …

  • Benutzen Sie auch als «Einkäufer» die virtualWOMEX-Plattform zur rechtzeitigen Vereinbarung Ihrer Geschäftstermine.
  • Viele Showcase-Konzerte überlappen sich. Es empfiehlt, das Programm schon vorher gründlich zu studieren, damit man weiss, was man sich auf gar keinen Fall entgehen lassen will.

Warum sollte ich an die Womex?

Die wichtigsten Kennzahlen von der Womex 2014 sind überzeugende Argumente:

  • 2400 Delegierte und 1470 Firmen aus über 90 Ländern
  • 950 Konzert- und Festivalbooker und Tour-Promoter
  • 450 Label, Verleger und Distributoren
  • 500 Booking agents, 400 Manager and 250 Produzenten
  • 200 internationale Musikjournalisten
  • mehr als 60 Showcase Acts mit 320 Künstlern auf 7 Bühnen
  • virtualWOMEX – your online gateway to the global music community

Kommen Sie nach Budapest und profitieren auch Sie von der nächsten Womex, der weltweit grössten und wichtigsten Messe für alle Arten von Weltmusik, darunter Ethno, Traditional oder Folk.

Die Kosten des Schweizer Gemeinschaftsstands werden getragen von der FONDATION SUISA, in Zusammenarbeit mit Pro Helvetia und der SUISA.

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Die Womex findet dieses Jahr vom 21. bis 25 Oktober in Budapest statt. An der weltweit grössten Musikmesse für Folk und World Music versammeln sich seit mehr als 20 Jahren Musiker, Booker, Manager und Vertreter von Labels oder Verlagen aus der ganzen Welt. Sie können beim Geschäftstreffen der Folk- und World-Music-Szene mit dabei sein: Für Teilnehmende aus der Schweiz bieten die FONDATION SUISA und Pro Helvetia den Schweizer Gemeinschaftsstand an.

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Tagsüber ein Geschäftstreffen, am Abend ein Musikfest der Folk- und World Music: Begeistertes Publikum an einem der vielen abwechslungsreichen Showcase-Konzerte an der Womex 2014. (Foto: Jacob Crawfurd / Womex.com)

Allen Schweizer Vertreterinnen und Vertretern der traditionellen und ethnischen Musik bieten die FONDATION SUISA und Pro Helvetia den Schweizer Gemeinschaftsstand an der Womex 2015 in Budapest an. Als Mitaussteller am Gemeinschaftsstand können Sie von folgenden…Weiterlesen

Mit Rabatt an die Klassik-Fachmesse Classical:NEXT 2015 in Rotterdam

Classical:NEXT ist das internationale Fachforum für klassische und zeitgenössische Musik. Die nächste Ausgabe der Messe findet vom 20. – 23. Mai 2015 im «De Doelen International Congress Centre» in Rotterdam, Holland, statt. Jetzt kann man sich für den Schweizer Gemeinschaftsstand «music made in switzerland» anmelden. Text von Marcel Kaufmann, FONDATION SUISA, und Manu Leuenberger

Classical-Next-Takenouchi-Showcase

Neben der Stand-Messe und dem Konferenzprogramm sind Showcase-Konzerte der dritte Schwerpunktbereich der Fachmesse Classical:NEXT. Im Bild: Der japanische Pianist Hiroaki Takenouchi beim Showcase an der Messe 2014 in Wien. (Foto: Eric van Nieuwland)

Die Organisatoren der Fachmesse Classical:NEXT haben sich zum Ziel gesetzt, die Vertreter aus allen Bereichen der klassischen und zeitgenössischen Musikwelt zu einem jährlichen Treffen für Begegnungen und Entdeckungen zusammenzuführen. Seit der ersten Austragung der Messe 2012 verzeichnen die Veranstalter kontinuierlich steigende Besucherzahlen. Letztes Jahr in Wien haben 900 Fachbesucher aus über 40 Ländern an der Messe teilgenommen. Insgesamt waren 550 Firmen der Klassikbranche vertreten.

2015 findet Classical:NEXT zum vierten Mal statt. Vom 20. – 23. Mai 2015 treffen sich die Branchenfachleute der klassischen und zeitgenössischen Musikwelt im «De Doelen International Congress Centre» in Rotterdam, Holland. Die FONDATION SUISA, Pro Helvetia und die Schweizerische Interpretengenossenschaft SIG stellen den Schweizer Teilnehmenden an der Classical:NEXT den Gemeinschaftsstand «music made in switzerland» und den Schweizer Rabatt-Code für die Registrierung zur Verfügung. Schweizer Mitausstellende profitieren mit dem Rabatt-Code von einem Preisnachlass von EUR 50.- pro Akkreditierung.

Alle Informationen und den Link zur Anmeldung finden Sie unter:
www.fondation-suisa.ch/classicalnext

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Classical:NEXT ist das internationale Fachforum für klassische und zeitgenössische Musik. Die nächste Ausgabe der Messe findet vom 20. – 23. Mai 2015 im «De Doelen International Congress Centre» in Rotterdam, Holland, statt. Jetzt kann man sich für den Schweizer Gemeinschaftsstand «music made in switzerland» anmelden. Text von Marcel Kaufmann, FONDATION SUISA, und Manu Leuenberger

Classical-Next-Takenouchi-Showcase

Neben der Stand-Messe und dem Konferenzprogramm sind Showcase-Konzerte der dritte Schwerpunktbereich der Fachmesse Classical:NEXT. Im Bild: Der japanische Pianist Hiroaki Takenouchi beim Showcase an der Messe 2014 in Wien. (Foto: Eric van Nieuwland)

Die Organisatoren der Fachmesse Classical:NEXT haben sich zum Ziel gesetzt, die Vertreter aus allen Bereichen der klassischen und zeitgenössischen Musikwelt zu einem jährlichen Treffen für Begegnungen und Entdeckungen zusammenzuführen. Seit der ersten Austragung der Messe 2012 verzeichnen die Veranstalter kontinuierlich steigende Besucherzahlen. Letztes Jahr in Wien…Weiterlesen

MusicNet 2015 in Lugano: Ein 360°-Event der Musik

Vom 16. bis 18. Januar 2015 hat in Lugano die 6. Ausgabe von MusicNet stattgefunden. Die einzige Musikmesse der italienischsprachigen Schweiz widmete sich wie immer drei Tage lang der Musik in allen Facetten. Veranstaltet und beworben wurde der Event von der «Area del turismo ed eventi della città di Lugano». Die Organisatoren verzeichneten beim diesjährigen Anlass 18 000 Besucher.

MusicNet-2015-Charlie-Roe-live

«Die SUISA unterstützt unabhängige Künstler und Künstlerinnen wie mich dabei, sich in der komplizierten Welt der Urheberrechte zurechtzufinden», sagt die Tessiner Singer/Songwriterin Charlie Roe, die zusammen mit ihrer Band beim SUISA-Apéro am Eröffnungsabend der MusicNet auftrat. (Foto: Erika Weibel)

MusicNet besteht seit jeher aus drei Bereichen: Musikmesse, Tanzbereich mit Tanzschulen und Bewegungs-Workshops sowie Live-Konzerten an den Abenden. Bei der diesjährigen Ausgabe konnten sowohl der Tanzbereich als auch die Live-Konzerte einen grossen Erfolg verbuchen. Bei den Tanz-Workshops wurde eifrig mitgetanzt und die Konzerte am Abend wurden rege besucht.

Die Messeaussteller an der MusicNet bestehen traditionell aus einem bunten Mix von Instrumenten-Verkäufern, den wichtigsten im Tessin ansässigen Radiostationen, Musikverlegern aus Italien und der Schweiz, lokalen Bands, die sich selbst promoten, und Firmen, die in anderen Bereichen des Musikbusiness tätig sind. Auch die SUISA ist seit drei Jahren mit einem Stand an der einzigen Musikmesse in der italienischsprachigen Schweiz präsent. Leider war bei der diesjährigen 6. Ausgabe ein erheblicher Rückgang bei der Anzahl der Messestände festzustellen.

Networking mit der SUISA an der MusicNet

Zum zweiten Mal hat die SUISA am Eröffnungsabend der Messe in Zusammenarbeit mit der «Area del turismo ed eventi della città di Lugano» Musikschaffende, Politiker und Konzertveranstalter zu einem informellen Umtrunk eingeladen. Der Apéro hat den zahlreichen Besuchern die Möglichkeit gegeben, bestehende Kontakte zu pflegen und neue zu knüpfen. Musikalisch abgerundet wurde der Anlass mit einem Auftritt vom SUISA-Mitglied Charlie Roe.

Vielseitiges Tessiner Musikschaffen beim Bandwettbewerb

Neben verschiedenen Konzerten von gestandenen Musikern aus der Schweiz und Italien wurden die Darbietungen von 33 Tessiner Newcomerbands, die sich im Bandwettbewerb «Palco ai giovani» die Bühne streitig machten, neugierig bestaunt und leidenschaftlich bejubelt. Der Bandwettbewerb «Palco ai giovani» findet seit 1994 statt und dient jungen Tessiner Musikern als Sprungbrett. Die grosse Anzahl und Vielseitigkeit der Bands, die in den letzten zwanzig Jahren bei diesem Wettbewerb aufgetreten sind, zeigt auf, wie ergiebig das Tessiner Musikschaffen ist.

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Vom 16. bis 18. Januar 2015 hat in Lugano die 6. Ausgabe von MusicNet stattgefunden. Die einzige Musikmesse der italienischsprachigen Schweiz widmete sich wie immer drei Tage lang der Musik in allen Facetten. Veranstaltet und beworben wurde der Event von der «Area del turismo ed eventi della città di Lugano». Die Organisatoren verzeichneten beim diesjährigen Anlass 18 000 Besucher.

MusicNet-2015-Charlie-Roe-live

«Die SUISA unterstützt unabhängige Künstler und Künstlerinnen wie mich dabei, sich in der komplizierten Welt der Urheberrechte zurechtzufinden», sagt die Tessiner Singer/Songwriterin Charlie Roe, die zusammen mit ihrer Band beim SUISA-Apéro am Eröffnungsabend der MusicNet auftrat. (Foto: Erika Weibel)

MusicNet besteht seit jeher aus drei Bereichen: Musikmesse, Tanzbereich mit Tanzschulen und Bewegungs-Workshops sowie Live-Konzerten an den Abenden. Bei der diesjährigen Ausgabe konnten sowohl der Tanzbereich als auch die Live-Konzerte einen grossen Erfolg verbuchen. Bei…Weiterlesen