Tagarchiv: Musikförderung

Beruf und Berufung | mit Video

Wie gründe und betreibe ich ein Ensemble für zeitgenössische Musik? Von wem erhalte ich Fördergelder für meine Musikprojekte? Wozu ist die SUISA und die Swissperform da? Wie vertreibe ich meine Werke im Internet? Impressionen vom erstmals durchgeführten «Journée d’orientation professionnelle» am Festival Archipel 2017. Text, Foto und Video von Manu Leuenberger

Am Samstag, 1. April 2017, war am Festival Archipel in Genf zu erleben, weshalb Musik zugleich Beruf und Berufung ist. Tagsüber fand ein Informationstag für junge Musikschaffende statt. In 12 Inputreferaten gaben Fachspezialisten aus ihrem Erfahrungsschatz viele Tipps für den Einstieg in das Berufsleben als Musiker oder Musikerin preis.

Die Impressionen im Video zeigen nur einen kleinen Ausschnitt aus dem umfangreichen Themenkatalog, der besprochen wurde. Weitere Referate an diesem erstmals durchgeführten «Journée d’orientation professionnelle», der mit der Unterstützung der SUISA stattfand, waren zu hören von: Johannes Knapp – Direktor des STV/ASM, Damien Pousset – Gründer des Labels Aeon, François Passard (Direktor) und Alain Renaud (Leiter des Produktionsstudios) von L’Abri, Lucas Fagin – Komponist und Ko-Direktor von Babelscores, Bruno Serrou – Musikkritiker und Marie-Christine Papillon – Direktorin des Verlagshauses Papillon.

Beruf und Berufung | mit Video

Inspiration und Profession kamen auch bei der Gesprächsrunde mit Komponisten am 1. April 2017 beim Festival Archipel vor dem Abendkonzert im Alhambra zur Sprache. Auf dem Podium ganz rechts: Xavier Dayer, Vorstandspräsident der SUISA.

Am Abend fand vor dem Konzert im Alhambra ein öffentliche Gesprächsrunde mit Komponisten statt. Mit dabei auf dem Podium war Xavier Dayer, Vorstandspräsident der SUISA. Das Publikum im gut gefüllten Saal erfuhr, weshalb die Vergütungen für Urheberrechte gerade für Komponisten, die keine Konzertgagen erhalten, von grosser Bedeutung sind. Dank dem Entgelt für die Arbeit können Komponisten wie Hanspeter Kyburz, William Blank oder Tristan Murail Werke schaffen, wie sie im Anschluss an die Gesprächsrunde gespielt vom Lemanic Modern Ensemble im Konzert zu hören waren.

www.archipel.org, Website des Festivals

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Festival Archipel: Rendez-vous mit der zeitgenössischen MusikFestival Archipel: Rendez-vous mit der zeitgenössischen Musik Bereits zum 26. Mal lädt das Festival Archipel vom 24. März bis 2. April 2017 nach Genf zum Rendez-vous mit dem zeitgenössischen Musikschaffen ein. Erstmals engagiert sich dieses Jahr die SUISA beim Festival Archipel. Mit Unterstützung der SUISA findet am 1. April 2017 ein Informationstag für junge Musikschaffende sowie eine öffentliche Gesprächsrunde mit Komponisten statt. Mehr im schriftlich geführten Interview mit dem Festivaldirektor Marc Texier. Weiterlesen
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Wie gründe und betreibe ich ein Ensemble für zeitgenössische Musik? Von wem erhalte ich Fördergelder für meine Musikprojekte? Wozu ist die SUISA und die Swissperform da? Wie vertreibe ich meine Werke im Internet? Impressionen vom erstmals durchgeführten «Journée d’orientation professionnelle» am Festival Archipel 2017. Text, Foto und Video von Manu Leuenberger

Am Samstag, 1. April 2017, war am Festival Archipel in Genf zu erleben, weshalb Musik zugleich Beruf und Berufung ist. Tagsüber fand ein Informationstag für junge Musikschaffende statt. In 12 Inputreferaten gaben Fachspezialisten aus ihrem Erfahrungsschatz viele Tipps für den Einstieg in das Berufsleben als Musiker oder Musikerin preis.

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Auf den Spartensendern der SRG lebt die Schweizer Musik

Sechs Spartensender der SRG sollen abgeschafft werden. Dies verlangt eine Motion der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrats. Für die Schweizer Musikschaffenden hätte dies verheerende Folgen. Gerade von diesen Sendern wird hiesige Musik viel gespielt und gefördert. Unterzeichnen Sie die Online-Petition «Hände weg von den Spartenradios» jetzt! Text von Giorgio Tebaldi und Manu Leuenberger

Auf den Spartensendern der SRG lebt die Schweizer Musik

Von den Berner Strassen auf die Bühne der Kulturfabrik in Lyss: Die Mundart-Band Troubas Kater trat im November 2015 bei der 14. Ausgabe von «8×15.» auf. An diesen Konzertabenden von SRF Virus können jeweils 8 Schweizer Bands während 15 Minuten ihr Können präsentieren und vom Publikum entdeckt werden. (Foto: SRF)

Im Februar 2017 wurden das Zürcher Duo Dabu Fantastic sowie ihr Mitkomponist Gianluca Giger an den Swiss Music Awards für den besten Hit und die beste Komposition ausgezeichnet. Die Zürcher Band gehört momentan zu den erfolgreichsten Schweizer Pop-Acts. Zu verdanken haben sie ihre Popularität zu grossen Teilen den Radiosendern der SRG, wie ihr Sänger Dabu Bucher in einem Interview mit der SRG sagte. Vor über 10 Jahren hat SRF Virus ihre Songs zum ersten Mal gespielt und damit ihre Karriere massgeblich vorangetrieben.

Auch für andere Schweizer Künstler ist der Jugendsender der SRG wichtig. Er fungiert als Sprungbrett für junge und (noch) unbekannte Musiker. Mit ihrer Konzertreihe «8×15.» beispielsweise bietet der Sender Newcomern eine wichtige Plattform. Das Musikprogramm von SRF Virus besteht zu 50% aus Schweizer Musik. Einen höheren Anteil an hiesiger Musik gibt es kaum auf einem anderen Sender zu hören.

Damit soll aber bald Schluss sein – zumindest wenn es nach der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrats (KVF-N) geht. In der Motion 17.3010 «Reduktion bei den Spartensendern im Radiobereich» fordert die KVF-N die Streichung von sechs SRG-Sendern: SRF Virus, SRF Musikwelle, Radio Swiss Classic, Radio Swiss Jazz, Radio Swiss Pop sowie der Westschweizer Sender Option Musique sollen verstummen. Gemäss Initiativtext sind das Sender, die «keinen wirklichen Service-public-Auftrag wahrnehmen».

Service public heisst auch Förderung des Schweizer Kulturschaffens

Was unter Service public im Radio- und Fernsehbereich zu verstehen ist, hat der Bundesrat in seinem «Bericht zur Überprüfung der Definition und der Leistungen des Service public der SRG unter Berücksichtigung der privaten elektronischen Medien» untersucht. Im Bericht hält der Bundesrat fest, dass die SRG auch «eine Vielzahl von unrentablen Leistungen im Dienst der Gesellschaft» erbringt. Hierzu gehört auch die Förderung des Schweizer Films, der Schweizer Musik und der Schweizer Literatur. Ohne Gebührengelder wäre diese Förderung kaum möglich.

Gerade die Spartensender fördern die Schweizer Musik in hohem Mass – nicht nur im Pop- und Rockbereich auf SRF Virus, sondern auch im Jazz, in der klassischen und vor allem der Volksmusik mit SRF Musikwelle. Wie auf der SUISA-Website zu lesen ist, kommen die sechs Spartensender auf einen Anteil von rund 22% gespielter Schweizer Musik. Gesamthaft gesehen sind es bei allen SRG-Sendern insgesamt 20%. Zum Vergleich: Die Schweizer Privatsender kommen im Schnitt auf einen Anteil von unter 10% Schweizer Musik.

Spartensender entdecken und fördern Schweizer Musik

Die Spartensender spielen also eine zentrale Rolle, damit Schweizer Musik entdeckt und gefördert wird. Mit ihrer Berichterstattung über die aktuelle Schweizer Musikszene sind sie unersetzlich. Es ist schwer vorstellbar, dass die privaten Radiosender in die Bresche springen, wenn die Spartensender wegfallen. Die Privatradios sind kommerziell ausgerichtet und werden überwiegend durch Werbeeinnahmen finanziert. Entsprechend müssen die meisten von ihnen ihr Programm auf ein Publikum ausrichten, das vorwiegend Hits hören will. Dies bekommen auch Schweizer Musiker immer wieder zu hören, mit Aussagen wie: «Wir machen keine Hits, wir spielen sie», erzählte der Singer/Songwriter und Präsident des Vereins Musikschaffende Schweiz, Christoph Trummer, in einem Interview mit der Musikzeitschrift Musikmarkt.

Die Abschaffung der Spartensender würde die Schweizer Musikschaffenden auch finanziell treffen. Die sechs Radiosender spielten 2015 rund 550 000 Minuten Musik von Schweizer Urhebern. Laut Jahresbericht 2015 der SUISA betragen die Urheberrechtsvergütungen pro gespielter Minute auf den SRG-Sendern durchschnittlich rund Fr. 2.70. Die Urheberrechtseinnahmen für die Ausstrahlung der Werke von Schweizer Komponisten, Textautoren und Verleger auf den sechs Spartensendern beliefen sich also auf insgesamt rund 1,5 Millionen Franken. Dieses Geld erhalten nicht nur die etablierten Stars, sondern auch unbekannte Schweizer Künstler.

Fruchtbare Rahmenbedingungen für Schweizer Kultur

Würde die Motion der KVF-N angenommen, hätte dies also schwerwiegende Folgen für die Schweizer Musikszene. Es würden nicht nur wichtige Plattformen wegfallen, die ein breites Schweizer Musikschaffen präsentieren. Eine Streichung der Spartensender würde die Künstler auch finanziell treffen.

Zudem steht die grundsätzliche Frage im Raum: Ist es Aufgabe des Parlaments, über Radioinhalte zu bestimmen? Oder sollte der Gesetzgeber sich nicht vielmehr darauf beschränken, den Rahmen für die Radio- und TV-Sender vorzugeben? Mit dieser Motion würde über einzelne Sendeprogramme der SRG entschieden. Das ist weit mehr als die Vorgabe von Rahmenbedingungen. Und fruchtbare Rahmenbedingungen im heimischen Land haben die Schweizer Kulturschaffenden mehr als verdient.

Die SRG betreibt seit 2006 die Internet-Musikplattform mx3, «The Swiss Music Portal». Auf dem Portal www.mx3.ch können Musiker nicht nur ihre Musik der Öffentlichkeit vorstellen, sondern die Plattform wird auch von Sendern der SRG für die Programmgestaltung genutzt. SRF 3, SRF Virus, Couleur 3, Rete Tre und Radio Rumantsch lassen Songs, die von den Künstlern auf mx3 hochgeladen werden, in ihr Programm einfliessen. 2015 waren auf mx3 rund 22 900 Bands vertreten, die ihre Musik auf das Musikportal hochgeladen haben.

Petition «Hände weg von den Spartenradios!»

Mit einer Petition sollen die zuständigen Gremien im Bundeshaus gebeten werden, von einer Schliessung der Spartensender der SRG abzusehen.

Die Petition «Hände weg von den Spartenradios!» online unterschreiben auf www.petitionen24.com

Sie können die Petition auch auf dem Unterschriftenbogen unterzeichnen (PDF).

Die Petition wird von einer breiten Interessensgemeinschaft aus der Schweizer Musikszene mitgetragen. Für den Erhalt der Spartensender setzen sich unter anderem ein: Schweizer Musikrat, Musikschaffende Schweiz, Schweizer Musiksyndikat, Schweizer Tonkünstlerverein, Schweizerischer Musikerverband SMV, Helvetia Rockt, IndieSuisse, IFPI, Schweizer Interpretengenossenschaft SIG, Orchester.ch, Eidgenössischer Jodlerverband EJV, Schweizerischer Blasmusikverband SBV, Schweizerische Chorvereinigung SCV, Verband Schweizer Volksmusik VSV.

Die Unterschrift jeder einzelnen Person zählt und ist wichtig, damit es möglich bleibt, dass Schweizer Musik auf Sendern wie Radio Swiss Pop, Radio Swiss Classic, Radio Swiss Jazz, Radio SRF Virus, Radio SRF Musikwelle und Radio RTS Option Musique ausgestrahlt und entdeckt werden kann. Weitere Informationen auf der Website der Initianten der Online-Petition: www.prospartenradio.ch

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Sechs Spartensender der SRG sollen abgeschafft werden. Dies verlangt eine Motion der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrats. Für die Schweizer Musikschaffenden hätte dies verheerende Folgen. Gerade von diesen Sendern wird hiesige Musik viel gespielt und gefördert. Unterzeichnen Sie die Online-Petition «Hände weg von den Spartenradios» jetzt! Text von Giorgio Tebaldi und Manu Leuenberger

Auf den Spartensendern der SRG lebt die Schweizer Musik

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«Respekt vor jenen, die sich im Musikberuf ihren Weg gebahnt haben»

Über Musik als festen Bestandteil unseres Lebens, Künstler-Entdeckungen dank den Möglichkeiten des Online-Geschäfts, magische Konzertmomente und Förderung von Schweizer Musik und Musikern ab den ersten Karriereschritten. Carte Blanche von Hedy Graber, Leiterin Direktion Kultur und Soziales, Migros-Genossenschafts-Bund

Hedy-Graber-Porträt

Hedy Graber, geboren 1961, hat an der Universität Genf Kunstgeschichte und Germanistik und an der Ecole d’Arts Visuels Fotografie studiert. Die «Kulturchefin der Migros» geniesst die magischen Momente von Konzerten: «Meiner Meinung nach geht nichts über das musikalische Erlebnis auf der Bühne.» (Foto: Nathalie Bissig)

Letzthin las ich im TGV auf der Fahrt in die Ferien nach Südfrankreich endlich wieder einmal ausgiebig Zeitungen. Dabei stiess ich auf eine lobende Besprechung des neuen Albums «Taziri» von zwei Musikern – Titi Robin und Mehdi Nassouli –, die mir bislang nicht bekannt waren. Neugierig lud ich besagtes Album bei Spotify herunter und stellte fest, dass mir die Musik sehr gefällt. Noch vor ein paar Jahren hätte ich zwar den Namen der Band aufgeschrieben, aber bis ich dann im Laden die CD gekauft hätte (falls diese überhaupt erhältlich gewesen wäre), wären wohl Wochen vergangen. Zunehmend profitiere ich von den Möglichkeiten des Online-Geschäfts. Und dies immer in der sicheren Annahme, dass die Künstler auch zu ihrem Recht beziehungsweise zu ihren Tantiemen kommen. Viel Musik und viele Entdeckungen – wie oben erwähntes Album – hätte ich wohl verpasst, existierte nicht die Möglichkeit des sofortigen Downloads.

Mit dem Musiklabel Musiques Suisses betreibt das Migros-Kulturprozent seit 1987 ein eigenes CD-Label für Schweizer Klassik, Schweizer Jazz und Neue Volksmusik mit dem Ziel, der Schweizer Musik lebendiges Archiv zu sein. Zwar gehen auch bei Musiques Suisses die CD-Verkäufe stetig zurück, doch der Download ist auch hier ein beliebtes Mittel, sich die Musik im Hier und Jetzt zu sichern. Wir stellen fest, dass unsere Musik vor allem in Japan und anderen fernen Ländern  von einem stetigen und wachsenden Kreis von Liebhabern gehört wird. So steigert sich erfreulicherweise der Bekanntheitsgrad der bei Musiques Suisses vertretenen Musikerinnen und Musiker.

Musik gehört zu unserem Leben – von der Berieselung in telefonischen Warteschlaufen über die Background-Musik in Warenhäusern und Restaurants bis hin zum Strassenmusiker in der Fussgängerpassage – oft ungewollt lauschen wir diesen Klängen. Musik wird so zur unmittelbarsten der Künste als fester Bestandteil unserer unmittelbaren Umgebung. Gerade deshalb ist es wichtig, zu differenzieren und gezielt hinzuhören. Wo gelingt dies besser als in einem Konzert? Meiner Meinung nach geht nichts über das musikalische Erlebnis auf der Bühne: Interpretation, Nuancen, Zusammenspiel, Talent, Tagesform und Publikum, dies sind die Ingredienzien für höchste Authentizität und magische Momente: beim italienischen Dirigenten Claudio Abbado die Töne im Raum schwebend oder etwa bei der nigerianischen Hip-Hop/Soul-Sängerin Nneka die Rhythmen und Lyrics spannungsgeladen.

Dem Migros-Kulturprozent ist es ein Anliegen, junge Musikerinnen und Musiker bei ihren ersten Schritten auf der Bühne zu begleiten. Unsere Talentförderung wird ergänzt durch die Demotape Clinic unseres Popmusikfestivals m4music. Denn erst wenn die Künstler die Chance bekommen, aufzutreten, können sie nachhaltige Erfahrungen sammeln.

Musik begleitet mich glücklicherweise seit Kindesbeinen, und ich habe grossen Respekt vor all jenen, die sich im Musikberuf ihren Weg gebahnt haben.

Hedy Graber leitet seit 2004 die Direktion Kultur und Soziales beim Migros-Genossenschafts-Bund in Zürich und verantwortet damit die nationale Ausrichtung der kulturellen und sozialen Projekte des Migros-Kulturprozent. Ihre Funktion beinhaltet auch den Aufbau und die Entwicklung des 2012 ins Leben gerufenen Förderfonds Engagement Migros.

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Über Musik als festen Bestandteil unseres Lebens, Künstler-Entdeckungen dank den Möglichkeiten des Online-Geschäfts, magische Konzertmomente und Förderung von Schweizer Musik und Musikern ab den ersten Karriereschritten. Carte Blanche von Hedy Graber, Leiterin Direktion Kultur und Soziales, Migros-Genossenschafts-Bund

Hedy-Graber-Porträt

Hedy Graber, geboren 1961, hat an der Universität Genf Kunstgeschichte und Germanistik und an der Ecole d’Arts Visuels Fotografie studiert. Die «Kulturchefin der Migros» geniesst die magischen Momente von Konzerten: «Meiner Meinung nach geht nichts über das musikalische Erlebnis auf der Bühne.» (Foto: Nathalie Bissig)

Letzthin las ich im TGV auf der Fahrt in die Ferien nach Südfrankreich endlich wieder einmal ausgiebig Zeitungen. Dabei stiess ich auf eine lobende Besprechung des neuen Albums «Taziri» von zwei Musikern – Titi Robin und Mehdi Nassouli –, die mir bislang nicht bekannt waren. Neugierig lud ich besagtes Album bei…Weiterlesen

Bernard Cintas neu im Stiftungsrat der FONDATION SUISA

Der Vorstand der SUISA hat Bernard Cintas neu in den Stiftungsrat der FONDATION SUISA gewählt. Jean-Pierre Mathez, der seit 1997 mit grossem Engagement im Stiftungsrat tätig war, wofür ihm an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt sei, ist per Ende Dezember 2014 von seinem Amt zurückgetreten. Der neu gewählte Bernard Cintas, geboren 1961, wohnt in der französischsprachigen Schweiz. Wir haben dem neuen Stiftungsratsmitglied ein paar Fragen gestellt.

Bernard-Cintas-Portrait

Bernard Cintas ist Gründungsmitglied und Präsident der Association romande des Musiques Populaires, Organisator des Festival des Musiques Populaires de Moudon und neu seit Januar 2015 Mitglied im Stiftungsrat der FONDATION SUISA. (Foto: zVg)

Bernard Cintas, welche musikalischen, beruflichen und sonstigen Erfahrungen werden Sie als neues Mitglied in den Stiftungsrat der FONDATION SUISA einbringen?
Mein musikalischer Werdegang begann als Schlagzeuger und Perkussionist in Laien-Akkordeonensembles sowie in Rock- und Bluesbands. Parallel dazu war ich in mehreren kantonalen und regionalen Akkordeonverbänden aktiv und präsidierte die Association Romande des Musiques populaires. Der Verband umfasst die Westschweizer Blaskapellen, Chöre und Akkordeonorchester und organisiert seit 2006 das Festival des Musiques Populaires de Moudon. All diese Aktivitäten erlaubten mir, die unterschiedlichen Volksmusiken der Westschweiz sowie die damit zusammenhängenden Probleme und Schwierigkeiten kennenzulernen. Ausserdem hatte ich die Gelegenheit, Akteurinnen und Akteure der Volksmusik aus der Deutschschweiz zu treffen und mich mit den kulturellen und strukturellen Unterschieden im Bereich der Volksmusik beidseits der Saane zu befassen.

Was halten Sie ganz allgemein von der Kultur- und Musikförderung in der Schweiz?
Meines Erachtens ist die Musikförderung für Berufsmusiker gut strukturiert. Was die Laienverbände betrifft, so ist die Förderung etwas diffus und weniger sichtbar, abgesehen von Institutionen wie der Loterie Romande.

Was kann eine private Institution, beispielsweise die FONDATION SUISA, zur Förderung des Schweizer Musikschaffens beitragen?
Sie kann die Komposition von Musikstücken und die Verwirklichung ganzer Musikprojekte fördern. Sie kann aber auch die Ausbildungsstätten unterstützen, da nicht alle öffentlich subventioniert werden.

Was wünschen Sie der Schweizer Musikbranche für die Zukunft?
Dass sie ihren kulturellen Reichtum und ihre Vielfalt erhalten möge, indem sie die regionalen Besonderheiten pflegt und aus dem Kulturerbe schöpfen kann, das glücklicherweise noch sehr präsent ist. Bei all dem soll sie sich aber auch emanzipieren und nach vorn ausrichten.

Welche Musik hat Sie in letzter Zeit besonders berührt oder beeindruckt?
Es war ein Stück für Blasmusik und Akkordeonorchester eines jungen Genfer Komponisten. Es heisst «Super Novae» und bewegt sich mit eleganter Stimmführung durch die Musikstile, wobei es mit verschiedensten Timbres und Farben spielt. Ein schönes Beispiel für das Überwinden von Festgefahrenem und von Vorurteilen, die das Musikschaffen allzu oft behindern.


Der Stiftungsrat der FONDATION SUISA ab 1.1.2015

Präsidium: Erika Hug, Vizepräsidium: Thomas Pfiffner
Mitglieder: Susanne Abbuehl, René Baiker, Bernard Cintas, Andri Hardmeier, David Johnson, Laurent Mettraux, Marco Neeser, Marc Savary, Peter Schmidlin, Andreas Wegelin

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Der Vorstand der SUISA hat Bernard Cintas neu in den Stiftungsrat der FONDATION SUISA gewählt. Jean-Pierre Mathez, der seit 1997 mit grossem Engagement im Stiftungsrat tätig war, wofür ihm an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt sei, ist per Ende Dezember 2014 von seinem Amt zurückgetreten. Der neu gewählte Bernard Cintas, geboren 1961, wohnt in der französischsprachigen Schweiz. Wir haben dem neuen Stiftungsratsmitglied ein paar Fragen gestellt.

Bernard-Cintas-Portrait

Bernard Cintas ist Gründungsmitglied und Präsident der Association romande des Musiques Populaires, Organisator des Festival des Musiques Populaires de Moudon und neu seit Januar 2015 Mitglied im Stiftungsrat der FONDATION SUISA. (Foto: zVg)

Bernard Cintas, welche musikalischen, beruflichen und sonstigen Erfahrungen werden Sie als neues Mitglied in den Stiftungsrat der FONDATION SUISA einbringen?
Mein musikalischer Werdegang begann als Schlagzeuger und Perkussionist in Laien-Akkordeonensembles sowie in Rock- und Bluesbands.…Weiterlesen

25 Jahre FONDATION SUISA – eine Erfolgsgeschichte

Die FONDATION SUISA, die gemeinnützige Musikförderstiftung der SUISA, feiert dieses Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Seit ihrer Gründung 1989 hat sie das Schweizer Musikschaffen im In- und Ausland mit über 36 Millionen Franken unterstützt. Gründungsmitglied Roy Oppenheim wirft im SUISAblog einen persönlichen Blick zurück.

Klangturm Expo.02

Der Klangturm auf der Arteplage Biel war das klingende Wahrzeichen der Landesausstellung Expo.02 und wurde von der FONDATION SUISA und der SUISA finanziert. (Foto: Felix Eidenbenz)

Es war Ulrich Uchtenhagen (1926 – 2003), der damalige SUISA-Generaldirektor, der mich im Sommer 1988 anrief und mich fragte, ob ich ihm bei der Gründung einer neuen Kulturstiftung beistehen möchte. Da er noch im selben Jahr aus Altersgründen zurücktrat, führte sein Nachfolger, Patrick Liechti (1950 – 1997) die Aufgabe weiter, so dass 1989 die SUISA-Stiftung für Musik ins Leben gerufen werden konnte.

Schweizer Musik in der Welt bekannt machen

Damals war ich als Direktor von Schweizer Radio International tätig und war aufgrund der Umwälzungen in Europa (Fall der Berliner Mauer 1989) zusammen mit Urs Frauchiger, damals Leiter der Pro Helvetia, bestrebt, Schweizer Musik in der Welt bekannt zu machen. Wir wollten das Erbe von Lance Tschannen, dem unermüdlichen Inspirator des Schweizer Musiklebens, weiterführen. Tschannen war Initiator und Produzent der schweizerischen Musik-Anthologie «Musica Helvetica», die von SRG und SUISA unterstützt wurde.

Im Kreise des noch jungen Stiftungsrates der neu gegründeten SUISA-Stiftung für Musik lernte ich wichtige Protagonisten des Urheberrechts, aber auch der Musik kennen wie Hans Ulrich Lehmann, Carlo Florindo Semini, Julien-François Zbinden, Bruno Spoerri, Jacques Wildberger. – Zusammen mit dem ersten Direktor, dem Musiker Claude Delley, versuchten wir bald einmal, die damals ungenügende Information über das Schweizer Musikschaffen zu verbessern. Nach scheinbar unüberwindlichen Schwierigkeiten gelang es uns, eine regelmässige Zeitschrift zu entwickeln, die wir nach dem Aufkommen des Internets Anfang der 90er-Jahre auch elektronisch produzierten.

Präsenz am Filmfestival von Locarno

Stolz bin ich, dass es uns 1999 gelang, den ehemaligen Regionaldirektor von RTSI, Marco Blaser als Jurypräsidenten des von der Stiftung initiierten Schweizer Filmmusikpreises zu gewinnen. Damit erhielt die SUISA-Stiftung eine regelmässige publizistische Präsenz am Filmfestival von Locarno.

Filmmusikpreis 2005 Filmfestival Locarno

Marco Blaser, Jurypräsident des Schweizer Filmmusikpreises der FONDATION SUISA, führt 2005 am Filmfestival von Locarno durch die Preisverleihung. (Foto: Claudia Kempf)

Expo.02: Klangturm auf der Arteplage Biel

Ein anderes Grossereignis, an dem die Stiftung massgeblich beteiligt war, stand Anfang 2000 vor der Türe: die Expo.02. Wir – Claude Delley, Alfred Meyer, Erika Hug und ich – kämpften damals gemeinsam für die Realisierung des Klangturms auf der Arteplage Biel. Dies gelang schliesslich mit Unterstützung der SUISA und der SUISA-Stiftung. Es war ein Projekt nach einer Idee von Andres Bosshard, Musiker und Klangarchitekt. Sein Instrument war ein monumentaler Klangturm, seine Partitur war auf Computerbildschirmen lesbar.

Wer sich dem markanten Klangturm näherte, hörte schon von fern die realen Umweltgeräusche von See und Arteplage, die sich in neue Tonfolgen verwandelten und beim Näherkommen zusehends zu elektronischem Murmeln und Rauschen mutierten. Die Klänge wurden über 32 Lautsprecher, über eine Höhe von 40 Metern auf sieben verschiedenen Niveaus angeordnet, teils an Riesenballons im Raum schwebend, teils als Tieftöner in den Besucherbänken versteckt, übertragen.

Die Zuhörer sassen auf dem Boden und auf Stühlen und lauschten, einige nur kurz und neugierig, andere stundenlang. Es war ein unvergessliches wohltuendes und friedliches Bild, das sich dem Betrachter an dieser Ecke der Arteplage Biel darbot. Das Expo-Publikum, das den Klangturm besuchte, dürfte die Millionengrenze überschritten haben. Es war eine einmalige Chance, eine breitere Schicht für die Belange der Musik zu begeistern.

Schweizer Kulturgeschichte geschrieben

George Gruntz und Nico Cadsky

Zwei Grössen der Schweizer Kunstszene: Der Jazz-Musiker George Gruntz (links) und der Karikaturist Nico Cadsky waren Gäste der SUISA und der SUISA-Stiftung an der Midem 2002 in Cannes. (Foto: Roy Oppenheim)

Ja, die Musikstiftung hat – neben den Tausenden von Unterstützungen musikalischer Projekte – Schweizer Kulturgeschichte geschrieben, nicht nur dank ihrer Finanzmittel, sondern auch dank vieler neuer Ideen. Dazu gehörte auch die stets originelle Präsenz an internationalen Musikmessen wie der Musikmesse Frankfurt, der Popkomm Berlin oder der Midem in Cannes. An dieser, der weltweit grössten Musikmesse, veranstaltete der Jazzmusiker und Verleger Peter Schmidlin ab 2000 im Auftrag der Stiftung während fünf Jahren den «Swiss Jazz Club», ein international erfolgreiches Event, an dem alle grossen Schweizer Jazzmusiker auftraten wie George Gruntz, Franco Ambrosetti, Kurt Weil, Erika Stucky u.a. Mutig und erfolgreich war auch das Engagement der Stiftung für die erfolgreiche Initiative jugend+musik, die 2012 zur Verankerung der «Musikalischen Bildung» in der Bundesverfassung führte.

Neue Wege sucht die Stiftung auch heute, um Schweizer Komponisten und Interpreten zu fördern. Dazu gehört die von Urs Schnell, dem heutigen Stiftungsdirektor entwickelte Kooperation mit der audiovisuellen Plattform art-tv.ch. Die FONDATION SUISA ist in unserem Land unverzichtbar geworden. Ihr sei herzlich gedankt.

Weiterführende Informationen:

  • Medienmitteilung vom 11.12.2014: «FONDATION SUISA fördert Schweizer Musik mit 36 Millionen Franken in 25 Jahren»
  • SUISAinfo Mitgliederzeitschrift Ausgabe 2.14 (E-Paper, PDF), Schwerpunktthema: «Die SUISA und ihre Stiftungen»

Dieser Gastbeitrag stammt aus der Feder von Roy Oppenheim, Gründungsmitglied der FONDATION SUISA. Nach einem Studium von Kunstgeschichte, Geschichte und Publizistik hat Roy Oppenheim zahlreiche Bücher geschrieben und als Autor und Produzent in unzähligen Fernsehsendungen mitgewirkt. Roy Oppenheim leitete ausserdem 13 Jahre das Ressort Kultur SF DRS, war Direktor von Schweiz International und der 4. Fernsehkette, 10 Jahre lang Kommunikationschef der SUISA und leitete 7 Jahre das neue Skulpturenmuseum Rehmann. Heute präsidiert er das Forum Helveticum und die Multimediaplattform www.art-tv.ch sowie verschiedene Kulturstiftungen.

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Traditionelle Volksmusik als Basis für komplexere Kompositionen Der Komponist und Akkordeonist Franz «Fränggi» Gehrig erhält den Preis der FONDATION SUISA 2016. Der jährlich verliehene Anerkennungspreis der Musikförderstiftung der SUISA wird 2016 in der Kategorie «neue, aktuelle Schweizer Volksmusik» vergeben. Ein Interview mit dem 30-jährigen Urner Preisträger über die Auszeichnung, sein musikalisches Schaffen und den Reiz von alter wie neuer Volksmusik. Weiterlesen
«Schweizer Filmmusik zeigt eine grosse Vielfalt und hohe Qualität» Die von der FONDATION SUISA herausgegebene Box «Swiss Film Music» bietet mit drei CDs, einer DVD und einem Buch einen faszinierenden Einblick in die Geschichte der Schweizer Filmmusik von 1923 bis 2012. Ein Gespräch mit dem Musik- und Medienwissenschaftler Mathias Spohr, der als künstlerischer Leiter wirkte. Weiterlesen
Lionel Friedli, ein vielseitiger Impulsgeber Die FONDATION SUISA hat Lionel Friedli mit dem Jazzpreis 2015 ausgezeichnet. Der Bieler Schlagzeuger kombiniert in seinem dynamischen Spiel die Wucht des Rock mit den Freiheiten des Jazz. Damit prägt er die Musik vieler unterschiedlicher Gruppen. Weiterlesen
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Die FONDATION SUISA, die gemeinnützige Musikförderstiftung der SUISA, feiert dieses Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Seit ihrer Gründung 1989 hat sie das Schweizer Musikschaffen im In- und Ausland mit über 36 Millionen Franken unterstützt. Gründungsmitglied Roy Oppenheim wirft im SUISAblog einen persönlichen Blick zurück.

Klangturm Expo.02

Der Klangturm auf der Arteplage Biel war das klingende Wahrzeichen der Landesausstellung Expo.02 und wurde von der FONDATION SUISA und der SUISA finanziert. (Foto: Felix Eidenbenz)

Es war Ulrich Uchtenhagen (1926 – 2003), der damalige SUISA-Generaldirektor, der mich im Sommer 1988 anrief und mich fragte, ob ich ihm bei der Gründung einer neuen Kulturstiftung beistehen möchte. Da er noch im selben Jahr aus Altersgründen zurücktrat, führte sein Nachfolger, Patrick Liechti (1950 – 1997) die Aufgabe weiter, so dass 1989 die SUISA-Stiftung für Musik ins Leben gerufen werden konnte.

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