Tagarchiv: Mitgliedschaft

«Nichts und gar nichts schlägt den gut geschriebenen Song»

Der internationale Erfolg mit Bonaparte ist der vorläufige Höhepunkt der bereits lange andauernden Songschreiberkarriere von Tobias Jundt. Aus seiner Feder stammen mehrere hundert Titel, in grosser stilistischer Vielfalt geschrieben auch für oder zusammen mit anderen Künstlern. Sein Wissen und seine Erfahrungen als Komponist gibt der in Berlin lebende Berner als Gastdozent an der Zürcher Hochschule der Künste im Fach «Songwriting» weiter. Ein Interview mit dem SUISA-Mitglied, das 2016 für den Grand Prix Musik nominiert ist und am Festival Label Suisse in Lausanne mit seiner neuen Formation Mule & Man auftritt.

Tobias Jundt Bonaparte Interview

Mit seinem neuen Projekt Mule & Man ist Tobias Jundt (liegend) zusammen mit Kid Simius (stehend) am Samstag, 17. September 2016, im Les Docks am Festival Label Suisse live zu erleben. (Foto: Melissa Jundt)

Was bedeutet Ihnen die Nomination für den Musikpreis des Bundesamtes für Kultur?
Tobias Jundt: Es ehrt mich natürlich, dass meine Kunst auch als solche erkannt und gewürdigt wird. Gerade wenn man etwas kreiert, was normalerweise eher zwischen Stuhl und Bank fällt und nicht klar eingeordnet werden kann, braucht es auch seine gute Zeit, um überhaupt als Künstler mit einer eigenen Sprache wahrgenommen zu werden. Es ist ja eigentlich unmöglich, bei der dargebotenen Vielfalt das Schaffen der einen mit dem Œuvre der anderen zu vergleichen oder zu gewichten. Aber ich bin nach 30 Jahren als Songschreiber durchaus geschmeichelt, die kulturelle Sprache meines Landes als eine mögliche musikalische Stimme mitvertreten zu dürfen.

Den Musikpreis vergibt das BAK 2016 im Vorfeld des Festivals Label Suisse. Das Festival in Lausanne bringt an 3 Tagen hauptsächlich Schweizer Musik aus verschiedenen Genres auf die Bühnen. Die Konzerte können kostenlos besucht werden. Weshalb braucht die Schweizer Musik einen Musikpreis vom BAK und ein Festival wie das Label Suisse?
Ich denke, wir können uns einfach dankbar schätzen, einem Staat angehörig zu sein, der sich die Zeit nimmt, Kunst zu würdigen, und glücklicherweise auch noch das Kleingeld in der Tasche sitzen hat, den geehrten Künstlern durch diesen Preis ihr Schaffen temporär ein gutes Stück zu vereinfachen. Alle der hier Nominierten würden auch ohne Preisverleihung unerbittlich das tun, was sie tun, und dem Wellengang des Lebens trotzen. Dass das BAK uns dabei unterstützt und ein wenig silbernen Wind in die Segel bläst, darf man dankend annehmen.
Festivals sind Orte, wo man etwas entdeckt. Zuhörer entdecken Musikkapellen, Künstler entdecken andere Künstler, Kollaborationen entstehen und der Schwyzerörgeli-Fan verliebt sich am Rande in den Stockhausen-Liebhaber. Festivals ersetzen nie das abendfüllende Konzerterlebnis eines Künstlers, aber als Disziplin des Austausches und des Aufeinanderprallens von Ausdruck sind sie sehr wichtig. Sich für eine breite und weltoffene Kultur stark machen ist immer der richtige Weg.

«Es braucht einen sehr langen Atem, einen unermüdlichen Angriffswillen und stoische Hartnäckigkeit, was das Ausleben des künstlerischen Dranges angeht.»

Gegenüber der NZZ haben sie einmal gesagt, dass man in der Schweiz nur mit Mainstream-Pop-Musik oder in stark subventionierten Genres wie Jazz oder Klassik überleben könne. Was muss sich ändern, dass das vielfältige Schweizer Musikschaffen sowohl in der Heimat als auch im Ausland vermehrt gehört wird?
Ein Problem ist, dass eine nur auf die Schweiz bezogene musikalische Nische halt wirklich klein ist, sodass sie nicht als Hauptberuf sondern eher ergänzend ausgeübt werden kann. Man muss also entweder in einem absatzstarken Genre oder einem subventionierten Umfeld tätig sein, oder sich eben geografisch ein grösseres Territorium vorknöpfen. Letzteres braucht einen sehr langen Atem, einen unermüdlichen Angriffswillen und stoische Hartnäckigkeit, was das Ausleben des künstlerischen Dranges angeht. Ausser die Motiviation für diesen künstlerischen Wahnsinn kommt von ganz tief drin, gibt es leider für die meisten Schweizer keinen dringlichen Grund hierfür, die bereits vorherrschende Lebensqualität aufs Spiel zu setzen. Man muss ja schon auch ein wenig verrückt sein, darauf zumindest temporär verzichten zu wollen, um da draussen einen harten musikalischen Acker zu bestellen. Ich treffe auf meinen Reisen immer wieder sehr aktive Auslandschweizer. Es mangelt sicher viel weniger am Talent als an der Einstellung.

Seit 2006 leben und arbeiten Sie in Berlin und haben sich dort etabliert. Wie kann man als Schweizer Songschreiber im Ausland bestehen und wie wird die Schweizer Musik Ihres Erachtens im Ausland wahrgenommen?
Die meisten Menschen dieses Sonnensystems lieben die Schweiz und das, was sie verköpert. Das vergisst man manchmal, wenn man zu lange auf dem Berg sitzt. Wenn ich für andere Künstler in Berlin oder New York Musik schreibe, fragt schlichtweg niemand danach, wo ich aufgewachsen bin. Es geht immer genau nur um eines: für die entsprechende Phase eines Künstlers das richtige Werk zu schreiben. Und da kann es um kommerziellen Erfolg oder um künstlerische Erneuerung gehen. Und wenn ich als Solokünstler Bonaparte von Beijing bis Wellington meine Songs singe, fragt auch niemand nach meiner Herkunft – obwohl ich ehrlich gesagt sehr gerne anfüge, dass ich Schweizer bin – weil es mich gerade von den meisten da draussen unterscheidet und wichtiger Teil meines Wesens ist. Um bestehen zu können, muss man einen wachsamen Geist haben und die verschiedenen Parameter der Kulturen aufsaugen und einsetzen. Jeder kann das, egal wo er herkommt.

«Ich behaupte, dass die Schweiz eine der besten Urheberrechtsgesellschaften der Welt hat. Die SUISA ist, wo ich als Komponist hingehöre.»

Sie wohnen in Deutschland, sind aber bei der Schweizer SUISA Mitglied. Weshalb?
Ich behaupte, – und diesen Standpunkt teilen auch einige ausländische Autoren – dass die Schweiz eine der besten Urheberrechtsgesellschaften der Welt hat. Dies sage ich mit gutem Gewissen und aus eigener Überzeugung. Ich war in der Vergangenheit in den USA auch Mitglied der BMI und betreibe einen Verlag bei der GEMA. Alles gut und recht, aber die SUISA ist, wo ich als Komponist hingehöre. Ich mochte die Zeit unter Poto Wegener sehr und hatte durch seine Unterstützung damals auch begonnen, mich intensiver mit dem Urheberrecht zu befassen. Die guten Beziehungen zum Hause SUISA sind geblieben und ich schätze den gegenseitigen Austausch und Respekt sehr.

An der Zürcher Hochschule der Künste unterrichten Sie im Fach «Songwriting». Kann man lernen, einen Hit zu schreiben? Welche Ratschläge geben Sie den Studenten für das Komponieren mit auf den Weg?
Meistens rate ich ihnen vor allem, alles zu vergessen, was sie zu wissen glauben. Ich äussere gerne meinen Wunsch, dass sie als Menschen und nicht als Musiker Songs schreiben sollen. Natürlich helfen uns analytisches oder theoretisches Wissen und praktische Techniken, um aus musikalischen Sackgassen schneller herauszufinden. Aber im Kern der Ideenfindung unterscheidet uns nicht sehr viel von Herrn und Frau Hugentobler, welche morgens in der Dusche eine Melodie pfeifen. Man kann sich natürlich wie bei allem im Leben – sei dies die Schlägerhaltung des Golfspielers oder das Kamasutra für den Liebhaber – eine Technik aneignen, mit der man es an jedem grauen Tag der Woche schafft, gute Songs zu schreiben. Aber gute Songs gibt es eben auch viele und genug – man muss vielmehr versuchen, diese Songs mit dem gewissen Etwas zu schreiben; die Songs, welche auch nach dem Lebenswerk von Lennon-McCartney und Udo Jürgens und Igor Strawinsky und Daft Punk trotzdem in ihrem Genre noch eine Berechtigung haben, auf die Menschheit losgelassen zu werden. Das gelingt nicht immer, aber dafür muss der Songwriter morgens aufstehen – für den Versuch, einen Song zu schreiben, der diese Welt auf seine Art noch bereichert.

«Das Allerwichtigste, was es überhaupt gibt, noch immer und heute erst recht, ist die musikalische Idee.»

Der Musiker auf der Konzertbühne ist nicht zwingend der Songschreiber, der neben dem Star im Rampenlicht häufig in Vergessenheit gerät. Wie können Komponisten in der öffentlichen Wahrnehmung aus dem Schatten der Interpreten treten?
Die Frage ist, ob er dies muss. Ich singe nur die Songs, die ich keinem anderen Interpreten zutrauen kann. Der psychologische Druck, der auf einen Frontmann und Interpreten zu fallen kommt, kann auf Dauer auch ganz schön anstrengend sein. Ein Songwriter kann jedoch im Hintergrund agieren, irgendwo unbemerkt an sein Klavier sitzen, um sich nur auf den Kern der Musik zu konzentrieren. Und glauben sie mir, das Allerwichtigste, was es überhaupt gibt, noch immer und heute erst recht, ist die musikalische Idee. Nichts und gar nichts schlägt den wirklich gut geschriebenen Song, der das Handwerk geschickt mit dem Orginellen verbindet. Es besteht also durchaus Hoffnung für alle, die den Teufel an die Wand gemalt glaubten. Ich bin sehr froh damit, bei der SUISA ein Dutzend Pseudonyme zu bedienen – songwriterische Rollen, in die ich je nach Stilrichtung oder Stimmung schlüpfen kann und die nicht einmal meine engsten Freunde beim Namen kennen. Ich mag es, dass das professionelle Songschreiben manchmal auch einfach ein Gehemnis zwischen mir und einem Blatt Papier bleibt. Wenn der Musiker auf der Bühne irgendwas Seltsames tut, spricht am Tag darauf jeder darüber. Wenn der Komponist nackt ein kleines Streichquartettchen komponiert und dazu zwei Gläser Erdnussbutter löffelt, interessiert es keinen. Ich finde das gut so. Wichtig ist, dass wir Komponisten uns austauschen und dass unsere Rechte im Wandel der Zeit vertreten werden.

Musik für Dritte komponieren oder wie mit Mule & Man auf der Bühne performen – was macht für Sie den Reiz der beiden Tätigkeiten aus?
Ich hatte durchaus auch elitäre Phasen in meinem Leben, in denen ich nur diese eine Art von Free Jazz oder jene Spielart von Soul als hörenswürdig empfand. Aber am Ende des Tages bin ich leider einfach ein musikalisch gequälter Polyamorist, welcher alle Arten von Musik innigst liebt und eben auch miterfinden muss. Ich finde Befriedigung genauso beim Komponieren von Streicher- oder Bläser-Arrangements, Protestsongs, Punk-Chansons, Filmmusik, elektronischer Musik, experimentellen Geräuschfrickeleien oder Countrymusik für Gehörlose. Ich mag es, dass es zwischen dem Komponisten und dem Zuhörer diese endlose Fülle an kombinatorischen Möglichkeiten auszuschöpfen gibt.

Links
Bonaparte, offizielle Website
Mule & Man, offizielle Facebook-Fanseite
Label Suisse, Website des Festivals
Schweizer Musikpreis, Informationsseite des Bundesamtes für Kultur

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Der internationale Erfolg mit Bonaparte ist der vorläufige Höhepunkt der bereits lange andauernden Songschreiberkarriere von Tobias Jundt. Aus seiner Feder stammen mehrere hundert Titel, in grosser stilistischer Vielfalt geschrieben auch für oder zusammen mit anderen Künstlern. Sein Wissen und seine Erfahrungen als Komponist gibt der in Berlin lebende Berner als Gastdozent an der Zürcher Hochschule der Künste im Fach «Songwriting» weiter. Ein Interview mit dem SUISA-Mitglied, das 2016 für den Grand Prix Musik nominiert ist und am Festival Label Suisse in Lausanne mit seiner neuen Formation Mule & Man auftritt.

Tobias Jundt Bonaparte Interview

Mit seinem neuen Projekt Mule & Man ist Tobias Jundt (liegend) zusammen mit Kid Simius (stehend) am Samstag, 17. September 2016, im Les Docks am Festival Label Suisse live zu erleben. (Foto: Melissa Jundt)

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«Im Blues spiegelt sich die Seele»

Yannick Nanette ist 2015 neu der SUISA beigetreten. Der Sänger, Gitarrist und Mundharmonikaspieler aus Mauritius lebt in Lausanne und bildet zusammen mit Thierry Jaccard die Blues-Band The Two, die schon am Zermatt Unplugged und am Montreux Jazz Festival aufgetreten ist. In den USA erreichte das Duo den Halbfinal der International Blues Challenge in Memphis. Text von Michael Welti

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Neu bei der SUISA: der in Lausanne lebende Yannick Nanette. (Foto: Y. Nanette)

«Mein Vater spielte Gitarre und sang – der Apfel fällt nicht weit vom Stamm», schreibt Yannick Nanette. Er ist die eine Hälfte von The Two; einer Band, die sich dem Blues verschrieben hat. «Im Blues, in seiner ganzen Tiefe und befreiten Wahrheit, spiegelt sich die Seele», schreibt er weiter. In der Musik und da, wo sie ihn hinführt, findet er zu sich selbst.

Yannick Nanette wuchs im Inselstaat Mauritius auf. «Mein Onkel hörte oft Louis Armstrong, Fats Domino und Big Bill Broonzy. Ich verstand nicht viel von dem, was gesagt wurde, ich war noch klein. Aber ich liebte den Rhythmus, die Bewegung, die Ausdruckskraft», erinnert sich der Künstler. «Doch neben diesen Bezügen zu den USA entdeckte ich ein ähnliches Timbre in der traditionellen mauritischen Musik, dem Sega, mit der Stimme von ‹Ti-Frère› oder – neuer – bei Eric Triton: dieselbe wilde Stärke, eine fröhliche Ernsthaftigkeit und der Wunsch nach Unabhängigkeit. Das ist auch völlig verständlich, denn der Sega geht ebenfalls auf die Zeit der Sklaverei zurück.

«Der Blues ist heute noch sehr präsent», schreibt Yannick Nanette. «Man muss nur den Fernseher einschalten und sich die Bilder der Menschen anschauen, die sich im Namen von Komfort und Individualismus gegenseitig auffressen. Die Sklaverei der 1800er-Jahre ist vorbei. Die von Billie Holiday besungenen ‹strange fruits› hängen nicht mehr, doch über uns schwebt die im Mensch schlummernde Monstruosität in ihrer ganzen Bandbreite. Die moderne Knechtschaft ist farbenblind. Es geht nicht um schwarz oder weiss; die Baumwolle von heute heisst Geld, und der Mensch krümmt sich, um ihm zu dienen.»

Sweet Dirty Blues

Mit 13 Jahren begann Yannick Nanette Gitarre zu spielen und zu singen. Vier Jahre später entdeckte er die Mundharmonika im Bus Richtung Port-Louis. Hinter ihm sass regelmässig ein Mundharmonikaspieler namens Ignace. «Während der einstündigen Fahrt wirbelten und swingten die Töne auf der Hinterbank. Das war unglaublich!» Yannick war fasziniert und fragte den Musiker, ob er ihm das Mundharmonikaspiel beibringen könnte. Der Mann sagte zu.

Heute lebt der 33-jährige Yannick in Lausanne. Die zusammen mit seinem Freund Thierry Jaccard gegründete Band The Two veröffentlichte 2014 ihr erstes Album, «Sweet Dirty Blues». Inzwischen haben die beiden über 130 Konzerte gespielt, unter anderem an Festivals in Kroatien, Dänemark, Italien und Frankreich.

SUISA-Mitgliedschaft

Im Moment finanziert Yannick Nanette einen Teil seiner Lebenskosten mit Musik. «Ich bin zurzeit am Studieren und arbeite nebenbei wenige Prozente als Lehrkraft. Die beiden Standbeine bringen just so viel ein, dass ich mich ernähren und meine Versicherungen usw. bezahlen kann. Philosophisch betrachtet verdiene ich mein Leben und lebe dank der Musik», fügt Nanette bei.

Die SUISA-Mitgliedschaft hat für Yannick Nanette einen grossen Vorteil: «Ich kann die Rechtewahrnehmung delegieren im Wissen, dass sich eine kompetente und langjährige Organisation wie die SUISA darum kümmert. Das ist eine Erleichterung und entlastet mich zeitlich. Die eingesparte Zeit kann ich ins Musikschaffen investieren. Ich bin zufrieden und hoffe, dass die SUISA weiterhin so gute Arbeit leisten wird. Ausserdem erwarte ich von der SUISA Transparenz, denn gegenseitiges Vertrauen ist für die Kontinuität wichtig.»

www.the-two.ch, offizielle Website von The Two

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Yannick Nanette ist 2015 neu der SUISA beigetreten. Der Sänger, Gitarrist und Mundharmonikaspieler aus Mauritius lebt in Lausanne und bildet zusammen mit Thierry Jaccard die Blues-Band The Two, die schon am Zermatt Unplugged und am Montreux Jazz Festival aufgetreten ist. In den USA erreichte das Duo den Halbfinal der International Blues Challenge in Memphis. Text von Michael Welti

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Neu bei der SUISA: der in Lausanne lebende Yannick Nanette. (Foto: Y. Nanette)

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Mittendrin und voll dabei, die Dienstleistungen für Mitglieder zu verbessern

Ein Blick auf das Dienstleistungsangebot der SUISA für ihre Mitglieder zeigt: Während den letzten Jahren gab es Neuerungen, die mehr Effizienz und Qualität gebracht haben. Dazu gehören die detaillierteren Abrechnungen, das Webportal «Mein Konto» und auch die Digitalisierung der Mitgliederdossiers. Mit den Verbesserungen steckt die SUISA mittendrin in einem kontinuierlichen Prozess – und ist voll dabei, wie der Blick nach vorne zeigt: Neu gibt es Quartalsabrechnungen. «Mein Konto» wird weiterentwickelt. Die Werkdatenbank wird technologisch modernisiert. Zudem werden die Mitgliederservices der SUISA grundsätzlich überdacht. Text von Irène Philipp Ziebold, Direktorin

I-Philipp-2014

Irène Philipp Ziebold leitet das Departement «Mitgliederdienste und Verteilung» seit Juli 2010 als Direktorin. (Foto: Juerg Isler, isler-fotografie.ch)

Ab 2016 rechnet die SUISA einen grossen Teil der Einnahmen vierteljährlich ab. Mit diesen neuen Quartalsabrechnungen im März, Juni, September und Dezember verteilt die SUISA die Urheberrechtsvergütungen rascher an die Mitglieder. Zusätzlich wird die Übersichtlichkeit der Abrechnungen gesteigert. Dank der Zusammenfassung diverser Abrechnungssparten können ausserdem die Kosten reduziert werden.

Online-Dienstleistungen für Mitglieder

Unsere Strategie bezüglich Online-Dienstleistungen für Mitglieder beruht auf drei Pfeilern: Zum einen gibt es grundsätzlich unsere Websites (www.suisa.ch und www.suisablog.ch), auf denen wir vielfältige Informationen veröffentlichen. Zum anderen entwickeln wir Online-Formulare für einen effizienten Meldeprozess. Drittens bieten wir den Mitgliedern mit «Mein Konto» einen elektronischen Zugang/Einblick in ihre Daten und Abrechnungen.

Das Webportal «Mein Konto» wird in den nächsten Jahren laufend weiterentwickelt. So soll es unter anderem möglich werden, dass Stammdaten vom Mitglied selber aktualisiert, Nutzungsanfragen online gestellt, Kontoauszüge jederzeit generiert und zusätzliche Abrechnungsfunktionalitäten angeboten werden können.

Im Zuge der neuen IT-Strategie wird auch die Werkdatenbank der SUISA in eine moderne Technologie überführt. Damit erhalten wir eine bessere Performance, vermeiden verschiedene Medienbrüche und erreichen die vollständige Integration in die EDV-Zielarchitektur. Das alles trägt wesentlich zur Effizienzsteigerung bei.

Mitgliederservices auf dem Prüfstand

Zuguterletzt überdenken wir unsere Mitgliederservices. Bei all unseren Bemühungen, unsere Dienstleistungen zu optimieren, handelt es sich um einen Balanceakt zwischen Quantität und Qualität. Fast eine Verdoppelung der Mitgliederzahlen in zehn Jahren, fünfmal mehr Werkanmeldungen in derselben Zeit, ohne dass die Einnahmen im gleichen Verhältnis wachsen – diese Tatsache stellt die SUISA in Bezug auf die Mitgliederservices immer wieder vor neue Herausforderungen.

Die Qualität muss stimmen und die Kosten müssen unter Kontrolle sein! Für 2016 haben wir ein Projekt gestartet, das zum Ziel hat, einen Dienstleistungskatalog zu erstellen, aus dem hervorgeht, zu welchen Bedingungen wir künftig welche Dienstleistungen unseren Mitgliedern anbieten wollen.

Mittendrin und voll dabei: Gewisse Meilensteine liegen hinter uns, die anderen packen wir an. Herzlichen Dank für Ihr Vertrauen!

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Ein Blick auf das Dienstleistungsangebot der SUISA für ihre Mitglieder zeigt: Während den letzten Jahren gab es Neuerungen, die mehr Effizienz und Qualität gebracht haben. Dazu gehören die detaillierteren Abrechnungen, das Webportal «Mein Konto» und auch die Digitalisierung der Mitgliederdossiers. Mit den Verbesserungen steckt die SUISA mittendrin in einem kontinuierlichen Prozess – und ist voll dabei, wie der Blick nach vorne zeigt: Neu gibt es Quartalsabrechnungen. «Mein Konto» wird weiterentwickelt. Die Werkdatenbank wird technologisch modernisiert. Zudem werden die Mitgliederservices der SUISA grundsätzlich überdacht. Text von Irène Philipp Ziebold, Direktorin

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Ab 2016 rechnet die SUISA einen grossen Teil der Einnahmen vierteljährlich ab. Mit diesen neuen Quartalsabrechnungen im März, Juni, September und Dezember verteilt die SUISA die...Weiterlesen

Doppelmitgliedschaften: SUISA, and else?

Die SUISA nimmt die Rechte für ihre Mitglieder weltweit wahr. Den Aufwand und Ertrag einer Mitgliedschaft bei mehreren Urheberrechtsgesellschaften gilt es sorgfältig zu überprüfen und abzuwägen. Text von Claudia Kempf und Manu Leuenberger

Boy-SiriusXM-Studio-NYC-2013

Für die Rechtewahrnehmung ist es kein Problem, wenn Mitglieder von verschiedenen Verwertungsgesellschaften in der gleichen Band zusammen spielen. Ein Beispiel ist das schweizerisch-deutsche Pop-Duo Boy, im Bild bei einer Live-Performance in den Studios von SiriusXM in New York City am 3. April 2013 zu sehen. Valeska Steiner (r.) ist Mitglied bei der SUISA, Sonja Glass (l.) ist bei einer ausländischen Schwestergesellschaft angemeldet. (Foto: Rob Kim / Getty Images)

Die SUISA hat mit über 100 Schwestergesellschaften weltweit Verträge abgeschlossen. Diese Verträge bieten den SUISA-Mitgliedern einen grossen Vorteil: Sie können ausserhalb der Schweiz musikalisch tätig sein – die Abrechnung der eingespielten Urheberrechtsvergütungen erfolgt in gewohnter Weise durch ihre vertraute Gesellschaft SUISA.

Auch wer ausserhalb der Schweiz oder des Fürstentums Liechtenstein wohnt, kann Mitglied bei der SUISA sein. Ebenso ist es möglich, zusätzlich zur Mitgliedschaft bei der SUISA bei anderen Verwertungsgesellschaften Mitglied zu sein. Was es bei sogenannten Doppelmitgliedschaften zu beachten gibt, kann man in den folgenden Fragen und Antworten erfahren.

Was sollte ich mir im Vorfeld einer Doppelmitgliedschaft überlegen?
Wer zusätzlich zur Mitgliedschaft bei der SUISA noch bei einer ausländischen Schwestergesellschaft Mitglied wird, muss grundsätzlich mit einem administrativen Mehraufwand rechnen. Bei Doppelmitgliedschaften muss man sich mit den Reglementen und Formalitäten mehrerer Gesellschaften auseinandersetzen.
Zudem gilt es auch den finanziellen Mehraufwand zu berücksichtigen: Einige Gesellschaften verlangen Eintrittsgebühren respektive Jahresgebühren. Weiter können bei Schwestergesellschaften manche Dienstleistungen kostenpflichtig sein, während diese bei der SUISA durch den allgemeinen Kostenabzug auf den Abrechnungen gedeckt sind. Es empfiehlt sich, die einmaligen und regelmässig wiederkehrenden Kosten der Mitgliedschaft bei einer anderen Gesellschaft genau zu analysieren.
Weiter sollte man die möglichen Auswirkungen auf die Rentenzahlungen von der SUISA bedenken: Bei Doppelmitgliedschaften erhält man Entschädigungen direkt von anderen Gesellschaften ausbezahlt. Dadurch werden die über die SUISA abgerechneten Einnahmen geschmälert. Dies kann einen Einfluss auf die Berechnung des massgebenden Einkommens für den Rentenanspruch haben, den Sie als SUISA-Mitglied ab dem 63. Lebensjahr haben. Mehr Informationen zum SUISA-Rentensystem finden Sie unter: www.suisa.ch/fuersorge

Was bringt mir eine Doppelmitgliedschaft überhaupt?
Bei einer Doppelmitgliedschaft werden die Vergütungen für Nutzungen aus einem einzelnen Territorium nicht über die SUISA, sondern von der ausländischen Gesellschaft direkt abgerechnet. Zum Beispiel könnte ein Urheber, dessen Werke in Argentinien sehr häufig aufgeführt und vom Radio gesendet werden, bei der argentinischen Gesellschaft (Sadaic) direkt Mitglied werden. Aufgrund der Direktmitgliedschaft bei der Sadaic werden ihm die Vergütungen schneller nach der Aufführung respektive Sendung ausgeschüttet, da die Sadaic die Vergütungen nicht zuerst an die SUISA sondern direkt an den Urheber überweist. Die SUISA hat jedoch vor einer Weile die Abrechnungsdaten für Auslandabrechnungen neu festgelegt und besser mit den Terminen der Schwestergesellschaften abgestimmt, damit die Vergütungen schneller ausbezahlt werden.
Bei einer Direktmitgliedschaft müssen allfällige Rückfragen zu den Abrechnungen, Auszahlungen und Formalitäten vom Mitglied direkt mit der ausländischen Gesellschaft geklärt werden. Die Höhe der Vergütungen unterscheidet sich jedoch lediglich dadurch, dass die SUISA bei der Verteilung von Auslandeinnahmen einen Kostenabzug von 4% macht. Bei der Wahrnehmung der Rechte im Ausland kommen immer die im jeweiligen Land geltenden Tarife und Verteilungsregeln zur Anwendung. Der Kostenabzug von 4% entfällt bei der Direktmitgliedschaft bei einer zweiten Gesellschaft, aber lediglich für deren «Heimatgebiet», im Fallbeispiel Sadaic also für Argentinien. Für alle anderen Territorien wird die ausländische Gesellschaft jedoch ebenfalls wie die SUISA einen Kostenabzug vornehmen.
Es ist ratsam, den Aufwand und Ertrag einer Doppelmitgliedschaft sorgfältig abzuwägen. Zumal sich im Online-Bereich die Gebietsbeschränkungen auflösen und die SUISA die Online-Rechte für ihre Mitglieder in ganz Europa (und weiteren Ländern) direkt, also ohne Zwischenschritt über eine Schwestergesellschaft, wahrnehmen kann. Siehe dazu auch die nächste Frage und Antwort.

Wie sinnvoll ist es, die Online-Rechte mehreren Gesellschaften zu übertragen?
Seit August 2013 lizenziert die SUISA die Online-Rechte paneuropäisch. Das heisst: Die SUISA rechnet zum Beispiel mit iTunes das Repertoire ihrer Mitglieder für ganz Europa direkt ab. Für die SUISA-Mitglieder bedeutet das, dass sie ihre Einnahmen aus dem Online-Bereich direkt (ohne Zwischenschritt über die Schwestergesellschaften) und somit schneller erhalten. Eine Doppelmitgliedschaft für die Online-Rechte macht in diesem Fall keinen Sinn.

Muss ich die Gesellschaft wechseln, wenn ich in ein anderes Land umziehe?
Wenn im Wahrnehmungsvertrag mit der SUISA keine Territorien ausgenommen wurden, nimmt die SUISA die Rechte ihrer Mitglieder unabhängig von ihrem Wohnort weltweit wahr. Man kann also Mitglied bei der SUISA sein, egal wo man lebt oder hinzieht.

Was ist bei einem Gesellschaftswechsel zu beachten?
Empfehlenswert ist, vorab die Aufnahmebedingungen der neuen Gesellschaft zu prüfen. Sämtliche Angaben und Unterlagen für die Mitgliedschaft bei der SUISA sind auf der SUISA-Website zu finden, sowohl für Urheber als auch für Verleger. Erst wenn man sicher ist, dass die Neuaufnahme klappt, sollte man die Kündigung bei der vorherigen Gesellschaft durchführen. Das gleiche Vorgehen sollte man auch wählen, wenn man bloss für ein einzelnes Gebiet bei einer zweiten Gesellschaft Mitglied werden möchte.
Ebenfalls zu beachten: die Kündigungsfristen. Bei der SUISA sind Kündigungen für einzelne Territorien mit einer Kündigungsfrist von 6 Monaten jeweils per 31.12. eines Jahres möglich. Weiter ist wichtig zu wissen, dass gewisse Gesellschaften im Ausland nur die Aufführungs- und Senderechte oder nur die Vervielfältigungsrechte wahrnehmen. Bevor einer Gesellschaft die Rechte entzogen werden, sollte man unbedingt prüfen, ob die neue Gesellschaft alle Rechte auch tatsächlich wahrnimmt – was bei der SUISA der Fall ist.

Wie verhält es sich mit der Doppelbesteuerung bei Doppelmitgliedschaften?
Auch steuerliche Fragen sind bei Doppelmitgliedschaften genau abzuklären. Die detaillierten Ausführungen zum Thema Doppelbesteuerung würden den Rahmen dieses Artikels sprengen. Möglicherweise ist es ratsam, diesbezüglich einen Steuerberater zu konsultieren. Die SUISA hat Informationen auf dem Merkblatt «Erklärungen Doppelbesteuerung» zusammengestellt, dass unter www.suisa.ch/urheberdokumente abrufbar ist.

Was passiert bei einem Gesellschaftswechsel mit meiner IPI-Nummer?
Die IPI-Nummer ist die internationale Identifikationsnummer eines Urhebers oder eines Verlags. Diese Nummer ist einmalig und bleibt unverändert, unabhängig davon, bei welcher Gesellschaft man Mitglied ist. Weitere Informationen zur IPI-Nummer sind auf der SUISA-Website im Bereich Recht & Rat oder in der Mitgliederzeitschrift SUISAinfo Ausgabe 2.12 (PDF, 3.2 MB) zu finden.

Macht eine SUISA-Mitgliedschaft Sinn, wenn meine Werke ausschliesslich in einem ausländischen Territorium genutzt werden?
Wenn das gesamte Repertoire eines Urhebers ausschliesslich in einem einzigen Land ausserhalb der Schweiz und Liechtenstein genutzt wird, kann es unter Umständen mehr Sinn machen, wenn eine Mitgliedschaft bei der entsprechenden Gesellschaft dieses Landes beantragt wird. Dies ist aber sehr situationsabhängig. Eine gute Beratung lohnt sich nicht nur in diesem Fall: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SUISA-Mitgliederabteilung stehen für Auskünfte rund um (Doppel-)Mitgliedschaften und Gesellschaftswechsel gerne zur Verfügung:

Urheber
d/e: authors(at)suisa(dot)ch
f: authorsF(at)suisa(dot)ch
i: autori(at)suisa(dot)ch

Verleger
alle Sprachen: publishers(at)suisa(dot)ch

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Die SUISA nimmt die Rechte für ihre Mitglieder weltweit wahr. Den Aufwand und Ertrag einer Mitgliedschaft bei mehreren Urheberrechtsgesellschaften gilt es sorgfältig zu überprüfen und abzuwägen. Text von Claudia Kempf und Manu Leuenberger

Boy-SiriusXM-Studio-NYC-2013

Für die Rechtewahrnehmung ist es kein Problem, wenn Mitglieder von verschiedenen Verwertungsgesellschaften in der gleichen Band zusammen spielen. Ein Beispiel ist das schweizerisch-deutsche Pop-Duo Boy, im Bild bei einer Live-Performance in den Studios von SiriusXM in New York City am 3. April 2013 zu sehen. Valeska Steiner (r.) ist Mitglied bei der SUISA, Sonja Glass (l.) ist bei einer ausländischen Schwestergesellschaft angemeldet. (Foto: Rob Kim / Getty Images)

Die SUISA hat mit über 100 Schwestergesellschaften weltweit Verträge abgeschlossen. Diese Verträge bieten den SUISA-Mitgliedern einen grossen Vorteil: Sie können ausserhalb der Schweiz musikalisch tätig sein – die Abrechnung der eingespielten Urheberrechtsvergütungen...Weiterlesen

Neue Online-Services in «Mein Konto» für SUISA-Mitglieder

Seit Juni 2015 stehen den Mitgliedern der SUISA über das persönliche Online-Benutzerkonto neue Services zur Verfügung: «Mein Konto» bietet neu Abrechnungen im PDF-Format, Einsicht in persönliche Daten und eine verbesserte Werksuche. Text von Claudia Kempf

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Das Mitgliederportal «Mein Konto» wurde mobil- und zukunftstauglich gemacht. Das persönliche Online-Benutzerkonto bietet SUISA-Mitgliedern Schritt für Schritt neue Funktionen. (Bild: Manu Leuenberger)

Die SUISA baut schrittweise das Angebot der Online-Dienstleistungen für ihre Mitglieder aus. Der passwortgeschützte Mitgliederbereich «Mein Konto» wurde von Grund auf neu entwickelt. Die überarbeitete Plattform ermöglicht in Zukunft Funktionen, die einen fliessenden Austausch mit Backoffice und anderen IT-Systemen der SUISA voraussetzen.

Abrechnungen als PDF und Einsicht in persönliche Daten

Die erste Version des neu programmierten Online-Portals bietet den SUISA-Mitgliedern in einigen Bereichen erweiterte Möglichkeiten:

Neu können Mitglieder alle ihre Abrechnungen der letzten fünf Jahre online einsehen. Die Abrechnungen werden im PDF-Format zum Download zur Verfügung gestellt.

Persönlichen Daten wie beispielsweise die Postanschriften und Zahlungsadressen sind ersichtlich. Auch die registrierten Pseudonyme und dazugehörige IPI-Nummern sind im Bereich «Profil» aufgelistet.

Für Verlagsmitglieder mit Untereditionen oder mehreren Hauptverlagen wurden alle Informationen zusammengefasst. Die zusammengeführten Daten sind übersichtlich über ein Login abrufbar.

Optimierte Funktionen

Zusätzlich wurden Funktionen der früheren Version überarbeitet und optimiert. Die Suche in der Werkdatenbank verfügt über erweiterte Möglichkeiten. Es kann jetzt gezielt nach provisorischen registrierten Werken gesucht werden. Ein Werk gilt als provisorisch registriert, wenn die SUISA aufgrund einer Nutzungsmeldung davon Kenntnis hat, das Werk aber vom Urheber oder Verleger entweder gar nicht oder unter einem anderen Titel bei der SUISA angemeldet worden ist.

Weiter werden neu auch die Subverleger in der Werkdatenbank angezeigt. Zudem ist die Online-Werkanmeldung angepasst und mit weiterführenden Eingabefeldern ergänzt worden.

Mobil- und zukunftstauglich

Selbstverständlich ist die «Mein-Konto»-Plattform kompatibel mit mobilen Endgeräten wie Tablets oder Smartphones. Das Dienstleistungsangebot im Online-Benutzerkonto soll im Verlauf der nächsten 4 Jahre kontinuierlich ausgebaut und mit weiteren Funktionalitäten und Services bereichert werden. Über die Neuerungen wird regelmässig auf dem SUISAblog.ch, auf suisa.ch oder im SUISAinfo informiert werden.

Der Zugang zu «Mein Konto» steht jedem Mitglied der SUISA offen. Das Login zum persönlichen Online-Benutzerkonto kann bestellt werden unter:

d: www.suisa.ch/mein-konto
f: www.suisa.ch/mon-compte
i: www.suisa.ch/il-mio-conto
e: www.suisa.ch/my-account

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Seit Juni 2015 stehen den Mitgliedern der SUISA über das persönliche Online-Benutzerkonto neue Services zur Verfügung: «Mein Konto» bietet neu Abrechnungen im PDF-Format, Einsicht in persönliche Daten und eine verbesserte Werksuche. Text von Claudia Kempf

Mein-Konto-Illustration

Das Mitgliederportal «Mein Konto» wurde mobil- und zukunftstauglich gemacht. Das persönliche Online-Benutzerkonto bietet SUISA-Mitgliedern Schritt für Schritt neue Funktionen. (Bild: Manu Leuenberger)

Die SUISA baut schrittweise das Angebot der Online-Dienstleistungen für ihre Mitglieder aus. Der passwortgeschützte Mitgliederbereich «Mein Konto» wurde von Grund auf neu entwickelt. Die überarbeitete Plattform ermöglicht in Zukunft Funktionen, die einen fliessenden Austausch mit Backoffice und anderen IT-Systemen der SUISA voraussetzen.

Abrechnungen als PDF und Einsicht in persönliche Daten

Die erste Version des neu programmierten Online-Portals bietet den SUISA-Mitgliedern in einigen Bereichen erweiterte Möglichkeiten:

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Ein weltweites Netz für die Rechte der SUISA-Mitglieder

Musik kennt keine Grenzen. Auch im örtlichem Sinn: Ist der Sprung ins Ausland einmal geschafft, kann ein gut funktionierendes Netzwerk von lokalen Helfern von grossem Nutzen sein. Das gilt insbesondere für die administrativen Arbeiten und dabei vor allem auch für Urheberrechte, die nicht bar vor Ort in die Hände ausbezahlt werden können. Die SUISA ist weltweit vernetzt und setzt sich in Zusammenarbeit mit ihren ausländischen Schwestergesellschaften dafür ein, die Rechte der SUISA-Mitglieder möglichst umfassend wahrzunehmen. Text von Irène Philipp Ziebold

Bastian-Baker-live-HardRockCafe-Santiago

Der Lausanner Singer/Songwriter Bastian Baker, seit 2011 bei der SUISA, spielte anlässlich seiner Lateinamerika-Tournee im Frühling 2015 im Hard Rock Café in Santiago, Chile. Durch eine Mitgliedschaft bei der SUISA können Urheber ihre Rechte durch ein Netzwerk bestehend aus über 100 ausländischen Schwestergesellschaften weltweit wahrnehmen lassen. (Foto: Lorena Weber)

Die SUISA hat mit über 100 ausländischen Schwestergesellschaften Gegenseitigkeitsverträge abgeschlossen. Dadurch vertritt sie in der Schweiz und in Liechtenstein das Repertoire von rund 2 Millionen Urhebern und Verlegern aus der ganzen Welt. Gleichzeitig tragen diese Verträge dazu bei, dass im Ausland eingespielte Urheberrechtsvergütungen den SUISA-Mitgliedern zukommen.

Zusammenarbeit der Verwertungsgesellschaften

Das Grundprinzip der internationalen Zusammenarbeit zwischen den Verwertungsgesellschaften funktioniert nach diesem Beispiel: Für ein Konzert in der Schweiz oder Liechtenstein zieht die SUISA beim Veranstalter das Geld für die Urheberrechte der aufgeführten Werke ein. Wenn die Komponisten der Werke bei einer ausländischen Gesellschaft Mitglied sind, leitet die SUISA das Geld an jene Gesellschaften weiter. Diese wiederum zahlen die Vergütungen gemäss ihren Verteilungsreglementen an ihre Mitglieder aus, die am Werk beteiligt sind.

Dank den Gegenseitigkeitsverträgen findet der Geldfluss auch umgekehrt statt: Für das Konzert im Ausland, bei dem Werke von SUISA-Mitgliedern aufgeführt werden, zieht die lokale Gesellschaft des jeweiligen Landes das Geld ein, leitet es an die SUISA weiter, welche es hier an die berechtigten SUISA-Mitglieder verteilt.

Wo immer auch die musikalische Tätigkeit oder Nutzung stattfindet: Durch dieses weltumspannende Netz kann die SUISA die Rechte für ihre Mitglieder fast überall wahrnehmen. Alles, was es dazu braucht, ist ein Wahrnehmungsvertrag mit der SUISA. Mit dem Wahrnehmungsvertrag übertragen Urheber ihre Rechte der SUISA grundsätzlich für die ganze Welt.

Wahrnehmungsvertrag mit der SUISA

Der Wahrnehmungsvertrag in Verbindung mit den allgemeinen Wahrnehmungsbedingungen/AWB) ist das wichtigste Bindeglied zwischen der SUISA und ihren Mitgliedern. Mit dem Abschluss dieses Vertrages wird die SUISA beauftragt, wichtige vermögensrechtliche Urheberrechte in der Schweiz und im Ausland (über die Schwestergesellschaften) treuhänderisch zu verwalten.

Man kann die Abtretung seiner Rechte an die SUISA gebietsmässig beschränken. Man kann auch mehreren Gesellschaften beitreten, zum Beispiel um von einer anderen Gesellschaft ein bestimmtes geographisches Gebiet wahrnehmen zu lassen. Beides ist aber mit Nachteilen verbunden: Bei der Ausnahme von Gebieten muss sich der Urheber in den ausgenommenen Ländern selbst um die Geltendmachung seiner Rechte kümmern oder eben die Wahrnehmung einer anderen Gesellschaft anvertrauen. Bei Doppelmitgliedschaften muss man die Formalitäten verschiedener Gesellschaften – vor allem bezüglich Werkanmeldungen – erfüllen und sich mit den Fragen der Doppelbesteuerung und den verschiedenen Verteilungsreglementen, Statuten, etc. befassen.

Die SUISA empfiehlt, in der Regel keine Ausnahmen vorzunehmen, es sei denn man sei in einem ausländischen Territorium längerfristig besonders erfolgreich. (Weitere Informationen hierzu im Artikel «International musizieren, zu Hause mit der SUISA kommunizieren» aus der Rubrik «Gut zu wissen».) Der Vorteil für das Mitglied ist, dass es nur einen Ansprechpartner hat und sich auch nicht mit verschiedenen Konditionen und Regelungen auseinandersetzen muss. Zudem werden dank dem einmaligen Abschluss eines Wahrnehmungsvertrags mit der SUISA die Rechte weltweit bereits so umfassend wie möglich wahrgenommen.

Rechtewahrnehmung im Ausland

Bei den Urheberrechtsvergütungen aus internationaler musikalischer Tätigkeit ist die SUISA wesentlich auf die Zusammenarbeit mit den ausländischen Schwestergesellschaften angewiesen. Dabei ist zu beachten, dass Inkasso und Verteilung der Entschädigungen in jedem Land unterschiedlich gehandhabt werden und anders geregelt sind.

Die Rechtewahrnehmung im Ausland durch Schwestergesellschaften erfolgt zwangsläufig nach den im jeweiligen Land geltenden Vorschriften, Tarifen, Verteilungsregeln und Verträgen. Jede Schwestergesellschaft legt ihre Arbeitsweise autonom fest. Deshalb kann die SUISA die lückenlose Wahrnehmung der Rechte nicht gewährleisten und für die Tätigkeit der Schwestergesellschaften im Ausland keine Haftung übernehmen. Die SUISA ist nicht verpflichtet, im Ausland selbst tätig zu werden. Sind in einem Land mehrere Schwestergesellschaften aktiv, so schliesst die SUISA einen oder mehrere Gegenseitigkeitsverträge mit der Schwestergesellschaft oder den Schwestergesellschaften ihrer Wahl ab.

Die SUISA kann ihren Mitgliedern jene Entschädigungen überweisen, die ihr von den Schwestergesellschaften effektiv ausbezahlt worden sind. Bekannte Nutzungen im Ausland werden der zuständigen Gesellschaft gemeldet. Wir empfehlen darum, die SUISA zu informieren, wenn man musikalisch im Ausland aktiv wird. Es lohnt sich, vom weltweiten Netz für die Rechte der SUISA-Mitglieder Gebrauch zu machen.

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Musik kennt keine Grenzen. Auch im örtlichem Sinn: Ist der Sprung ins Ausland einmal geschafft, kann ein gut funktionierendes Netzwerk von lokalen Helfern von grossem Nutzen sein. Das gilt insbesondere für die administrativen Arbeiten und dabei vor allem auch für Urheberrechte, die nicht bar vor Ort in die Hände ausbezahlt werden können. Die SUISA ist weltweit vernetzt und setzt sich in Zusammenarbeit mit ihren ausländischen Schwestergesellschaften dafür ein, die Rechte der SUISA-Mitglieder möglichst umfassend wahrzunehmen. Text von Irène Philipp Ziebold

Bastian-Baker-live-HardRockCafe-Santiago

Der Lausanner Singer/Songwriter Bastian Baker, seit 2011 bei der SUISA, spielte anlässlich seiner Lateinamerika-Tournee im Frühling 2015 im Hard Rock Café in Santiago, Chile. Durch eine Mitgliedschaft bei der SUISA können Urheber ihre Rechte durch ein Netzwerk bestehend aus über 100 ausländischen Schwestergesellschaften weltweit wahrnehmen lassen. (Foto: Lorena Weber)

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«Ich schätze die Unterstützung der SUISA für die Künstler sehr»

Montreux Jazz Festival, Rock Oz’Arènes, Jazz Parade – Amadou Diolo war in den letzten Jahren an namhaften Schweizer Festivals vertreten. Seit diesem Jahr ist er Mitglied bei der SUISA. In der aktuellen Ausgabe des Mitgliedermagazins SUISAinfo haben wir den Künstler porträtiert. Lesen Sie hier das ganze Interview.

Amadou_Diolo

Mit seinem Stil hat er sich einen Platz in der Schweizer Musiklandschaft erobert: Amadou Diolo (Foto: www.studio.41.ch)

Sie stammen aus dem Senegal. Wie sind Sie in die Schweiz gekommen?
Ich lebe nun seit zehn Jahren in der Schweiz. Ich bin wegen meiner jetzigen Frau, die Schweizerin ist, hierhin gezogen.

Woher stammt Ihre Begeisterung für die Musik?
Ich stamme aus einer Familie von Griots, also von westafrikanischen Sängern. Mein Vater ist ein grosser Musiker und Kora-Spieler (Kora ist eine traditionelle westafrikanische Stegharfe, Anmerkung des Verfassers). Und dann hatte ich natürlich musikalische Vorbilder: Beeinflusst haben mich vor allem Bob Marley sowie die afrikanischen Künstler Mory Kanté und Alpha Blondy. Diese Einflüsse vermische ich mit meinen kulturellen Wurzeln, indem ich für meine Musik die Kora einsetze. Das Resultat ist meine eigene Version des Afro-Reggaes, der in den Grundzügen eine Mischung von Reggae und afrikanischen Rhythmen ist.

Sie haben bereits an vielen namhaften Schweizer Festivals gespielt. Ihre Musik stösst hierzuland auf grossen Anklang.
Das stimmt. Mit meinem Stil habe ich mir einen Platz in der Schweizer Musiklandschaft erobert. Viele grosse Festivals wie das Montreuz Jazz Festival, Rock Oz‘Arènes oder Jazz Parade haben mich mit offenen Armen empfangen. Es ist schön, dass meine Musik gut ankommt. Es steckt aber auch harte Arbeit dahinter – Tag für Tag.

Wie wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass Sie Mitglied bei der SUISA sind?
Ich schätze die Unterstützung der SUISA für die Künstler sehr. Es ist für mich wichtig, dass sich die SUISA für die Rechte und die Arbeit der Musiker einsetzt. Ich alleine könnte mich nicht um all das kümmern, was die SUISA für mich macht. Es ist gut zu wissen, dass es bei der SUISA Leute gibt, die für uns Künstler und unsere Arbeit da sind.

Sie selber setzen sich im Rahmen der Organsiation «Soutien Senegal» auch für andere ein. Welche Rolle spielt Ihre Musik bei Ihrem humanitären Engagement?
Dank meiner Musik kann ich mich für die Bevölkerung im Senegal einsetzen, vor allem für die Armen. Ich kann über die Dinge im Senegal singen, die mich bewegen. Im April nächstes Jahr werde ich mit meiner Band in den Senegal reisen und vor allem auch in Schulen auftreten.

Was sind Ihre nächsten Pläne?
Im Moment sind wir dabei, eine Tournee durch Belgien zu organisieren. Hauptsächlich bin ich im Moment aber damit beschäftigt, mit meiner Band mein zweites Album aufzunehmen, das am 2. Mai erscheint und im Azimut in Estavayer-le-Lac vorgestellt wird. Zusammen mit meiner Band bin ich daran, neue Songs zu komponieren und einzustudieren. Im Februar möchten wir mit den Aufnahmen fertig sein. Vom 3. bis 20. April 2015 werden wir ausserdem einige Konzerte im Senegal und in Gambia geben. Das Ziel dieser Tournee ist der musikalische Austausch zwischen der Schweiz und diesen afrikanischen Ländern.

Herzlichen Dank für das Gespräch und viel Erfolg mit Ihren Projekten.

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Amadou_Diolo

Mit seinem Stil hat er sich einen Platz in der Schweizer Musiklandschaft erobert: Amadou Diolo (Foto: www.studio.41.ch)

Sie stammen aus dem Senegal. Wie sind Sie in die Schweiz gekommen?
Ich lebe nun seit zehn Jahren in der Schweiz. Ich bin wegen meiner jetzigen Frau, die Schweizerin ist, hierhin gezogen.

Woher stammt Ihre Begeisterung für die Musik?
Ich stamme aus einer Familie von Griots, also von westafrikanischen Sängern. Mein Vater ist ein grosser Musiker und Kora-Spieler (Kora ist eine traditionelle westafrikanische Stegharfe, Anmerkung des Verfassers). Und dann hatte ich natürlich musikalische...Weiterlesen

4 Tipps, wie du zu deinen Konzert-Tantiemen kommst

Open Air Bühne

(Foto: Marcel Grubenmann)

Der Open-Air-Sommer läuft auf Hochtouren. Unmittelbar danach steht das Winterhalbjahr mit vielen Indoor-Konzerten vor den Club-Türen. Auch deine selber geschriebenen Songs werden live an Konzerten gespielt? Hier sind 4 Tipps, wie du zu deinen Tantiemen kommst.

Ein Konzert mit deiner Musik ist etwas wert! Die Konzert-Gage ist der Lohn dafür, dass du live spielst. Für das Komponieren der Songs hast du ebenfalls etwas verdient: Das sind deine Tantiemen. Die SUISA kann für dich das Einziehen der Tantiemen übernehmen. Wenn du das möchtest, solltest du diese 4 Tipps beachten:

  1. Werde Mitglied bei der SUISA
    Eine Band als Ganzes kann nicht Mitglied sein. Nur die einzelnen Bandmitglieder können Mitglied werden. Voraussetzung ist, dass ihr die Musik oder die Texte selber schreibt. Am besten werden alle mitbeteiligten Songkomponisten Mitglieder bei der SUISA. Wenn die Band gemeinsam einen Song komponiert, aber noch nicht alle beteiligten Bandmitglieder SUISA-Mitglieder sind, ziehen wir für den Song die Tantiemen ein und stellen das Geld für die Nicht-Mitglieder während fünf Jahren zurück. Wenn ein Bandmitglied innerhalb dieser fünf Jahre der SUISA beitritt, erhält er dieses Geld ausbezahlt.
     
  2. Melde deine Werke bei uns an
    Alle Werke, die ihr aufführt, auf einen Tonträger aufnehmt oder im Internet anbietet, solltet ihr mit Angabe aller Beteiligten sofort anmelden. Nur wenn die Werke korrekt angemeldet sind, können wir die euch zustehenden Einnahmen verteilen.
     
  3. Informiere uns, wenn du umgezogen bist oder deine Adresse geändert hat
    Teile uns jede Adressänderung und/oder Änderungen der Zahlungsadresse umgehend mit. Liegt der SUISA keine gültige Adresse vor, werden keine Tantiemen mehr ausbezahlt, bis die neue Adresse vorliegt. Nach fünf Jahren ohne gültige Kontaktangaben verfällt die Mitgliedschaft bei der SUISA.
     
  4. Kontaktiere uns, wenn du Fragen zu deiner Abrechnung hast
    Wenn du eine Frage zu einer Abrechnung von uns hast, dann kontaktiere unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abrechnungsauskunft.

Weiterführende Informationen:
Werkanmeldung leicht gemacht: Mit diesem Ratgeber aus unserer Mitgliederzeitschrift SUISAinfo registrierst du deine Werke ohne Mühe und einwandrei.

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Open Air Bühne

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Der Open-Air-Sommer läuft auf Hochtouren. Unmittelbar danach steht das Winterhalbjahr mit vielen Indoor-Konzerten vor den Club-Türen. Auch deine selber geschriebenen Songs werden live an Konzerten gespielt? Hier sind 4 Tipps, wie du zu deinen Tantiemen kommst.

Ein Konzert mit deiner Musik ist etwas wert! Die Konzert-Gage ist der Lohn dafür, dass du live spielst. Für das Komponieren der Songs hast du ebenfalls etwas verdient: Das sind deine Tantiemen. Die SUISA kann für dich das Einziehen der Tantiemen übernehmen. Wenn du das möchtest, solltest du diese 4 Tipps beachten:

  1. Werde Mitglied bei der SUISA
    Eine Band als Ganzes kann nicht Mitglied sein. Nur die einzelnen Bandmitglieder können Mitglied werden. Voraussetzung ist, dass ihr die Musik oder die Texte selber schreibt. Am besten werden alle mitbeteiligten Songkomponisten Mitglieder bei der SUISA. Wenn die Band gemeinsam...Weiterlesen