Tagarchiv: Kompositionswettbewerb

«Die Ideen für Songs entstehen oft aus einem einzelnen Wort» | mit Video

Der Lausanner Alejandro Reyes ist als Komponist und Textautor gleich mit zwei Songs im Schweizer Finale für den Eurovision Song Contest 2018: «Kiss Me» und «Compass». Bei Letzterem ist er zugleich Interpret. Entstanden sind die Lieder im Songwriting Camp von Pele Loriano Productions und der SUISA. Für Alejandro Reyes war das Schreiben im Team ein Novum – und eine persönliche Bereicherung. Im Interview verrät der junge Songwriter zudem mehr über die Entstehung seiner beiden ESC-Songs. Text von Giorgio Tebaldi; Video von Manu Leuenberger

«Ich häte nie erwartet, gleich zwei Songs im Schweizer Finale für den Eurovision zu haben», sagt Alejandro Reyes im Videointerview. Kein Wunder: Der 25-jährige Reyes macht erst seit rund sieben Jahren Musik. Für ihn war sowohl der Eurovision Song Contest (ESC) wie auch das Songwriting Camp eine völlig neue Erfahrung. Es war auch das erste Mal, dass er zusammen mit anderen Komponisten und Textautoren Songs geschrieben hat. Umso mehr freut es ihn, dass seine Arbeit so erfolgreich war: «Bevor ich ins Camp kam, dachte ich nicht, dass ich so viel zu den Kompositionen beitragen kann.»

Der junge Songwriter war von der Erfahrung begeistert: «Ich konnte meine Arbeitsweise und meine Sicht der Dinge teilen», erzählt er. «Gleichzeitig habe ich auch sehr viel zurückerhalten. Positive Kritiken und auch weniger positive, die mich aber als Songwriter weiterbringen.» Das Besondere am Komponieren im Songwriting Camp sieht Alejandro Reyes darin, dass man für einen einzigen Tag mit anderen Songwritern, die man oft zum ersten Mal trifft, zusammenarbeitet: «Aus dieser Zusammensetzung entsteht etwas Einzigartiges, Authentisches – eine Momentaufnahme.»

Alejandro Reyes konnte als Interpret zwischen den zwei Songs wählen, die er mitkomponiert hat: «Compass» oder «Kiss Me». Er entschied sich für «Compass», weil ihn die Geschichte des Songs stärker berührt hat und weil es «ein Lied ist, das sehr tief geht», erzählt Alejandro Reyes. «Bereits bei den ersten Zeilen ist man schon in einer sehr tiefgründigen Stimmung, die einen berührt. Der Song hat eine Message.»

Für «Compass» arbeitete er mit dem Schweizer Komponisten und Produzenten Lars Christen und der kanadischen Songwriterin Laurell Barker zusammen. «Zuerst entstand die Grundstimmung des Songs und die Idee für die Geschichte», schildert Alejandro Reyes den Entstehungsprozess. Das Grundgerüst für den Song entstand in relativ kurzer Zeit.

Auf die Frage zur Entstehung seiner Lieder antwortet Alejandro Reyes: «Die Ideen für Songs entstehen oft aus einem einzelnen Wort.» Bei «Compass» sei es die Vorstellung gewesen, dass jemand die Richtung wieder finden müsse – eben mit einem Kompass. Wo Alejandro Reyes‘ Kompass hinzeigt, ist klar: Er hofft, mit seinem Song die Schweiz im Finale des ESC 2018 zu vertreten.

www.alejandro-reyes.com

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Von den sechs Finalisten und Finalistinnen hat Chiara Dubey als Interpretin die grösste ESC-Erfahrung vorzuweisen. Zum dritten Mal steht die Tessinerin in der letzten Runde derjenigen Künstler, die um den Einzug ins Finale des Eurovision Song Contests (ESC) kämpfen. Ihren aktuellen Song «Secrets And Lies» schrieb sie zusammen mit dem belgischen Songwriter und Produzenten Jeroen Swinnen und der Britin Janie Price am Songwriting Camp von Pele Loriano Productions und der SUISA.

«Jeroen hat auf dem Klavier eine Harmoniefolge gespielt und ich habe aus dem Bauch heraus eine Melodie dazu improvisiert», erklärt Chiara Dubey den Entstehungsprozess ihres Songs. Und ergänzt: «Nach und nach haben wir dann wie bei einem Puzzle weitere Elemente hinzugefügt und angepasst bis wir eine Anfangsstruktur hatten, die uns allen gefiel.» Der Songtext stammt von Janie Price, die mit einigen Texten im Gepäck ins Camp gereist war. «Wir haben ihren Text an die neue Struktur und Melodie angepasst», sagt Chiara Dubey. «Der Text wurde von Janie geschrieben, und ich gebe ihm seine persönliche Note.»

Für Chiara Dubey war das Komponieren in diesem Rahmen eine ungewöhnliche Erfahrung: «Für mich war es neu, nicht alles unter Kontrolle zu haben.» In der Regel will die Musikerin die Übersicht haben über die Komposition, den Text, das Arrangement und die Instrumentierung ihrer Musik. Beim Songwriting Camp war dies anders: «Man muss die Kontrolle abgeben und etwas schaffen, das allen Beteiligten entspricht», sagt sie zum Komponieren im Team.

Letztlich gilt es das bestmögliche Ergebnis zu haben, denn – wie Chiara Dubey sagt – hat man am ESC lediglich «drei Minuten, um ganz Europa zu beeindrucken.»

www.chiaradubey.com

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Die Tessiner Musikerin Chiara Dubey hat mit ihrem Song «Secrets And Lies» gute Aussichten darauf, die Schweiz am 12. Mai 2018 am Eurovision Song Contest in Lissabon zu vertreten. Geschrieben wurde die Pop-Ballade im August 2017 am Songwriting Camp von Pele Loriano Productions und der SUISA. Im Interview spricht Chiara Dubey unter anderem über die Zusammenarbeit mit ihren beiden Mitkomponisten, dem Belgier Jeroen Swinnen und der Britin Janie Price. Text von Giorgio Tebaldi; Video von Manu Leuenberger

Von den sechs Finalisten und Finalistinnen hat Chiara Dubey als Interpretin die grösste ESC-Erfahrung vorzuweisen. Zum dritten Mal steht die Tessinerin in der letzten Runde derjenigen Künstler, die um den Einzug ins Finale des Eurovision Song Contests (ESC) kämpfen. Ihren aktuellen Song «Secrets And Lies» schrieb sie zusammen mit dem belgischen Songwriter und Produzenten Jeroen…Weiterlesen

«Wir wollten einen Song schreiben, der zu uns passt» | mit Video

Mit ihrem Song «Stones» stehen die SUISA-Mitglieder Co und Stee Gfeller, bekannt als ZiBBZ, im Wettbewerb um den Einzug ins Finale des Eurovision Song Contest. Geschrieben haben sie das Stück zusammen mit der kanadischen Songwriterin Laurell Barker am Songwriting Camp von Pele Loriano Productions und der SUISA im August 2017. Im Videobeitrag erzählen die Geschwister mehr über die Entstehung des Songs und weshalb solche Songwriting Camps wichtig sind. Text von Giorgio Tebaldi; Video von Manu Leuenberger

Co und Stee Gfeller von ZiBBZ pendeln zwischen Los Angeles und der Schweiz. In ihrem musikalischen Labor in L. A. finden oft Songwriting Sessions mit verschiedenen Musikern statt; in der Schweiz fehlte ihnen dieser kreative Austausch bislang: «Es ist megaschön, dass es nun zum ersten Mal auch in der Schweiz ein Songwriting Camp gab», sagt Co Gfeller im Interview.

Bei ihrer Teilnahme am Songwriting Camp in den Powerplay Studios im August 2017 haben die Geschwister an zwei Tagen zwei Songs geschrieben. Mit dem Song «Stones» stehen sie am 4. Februar 2018 an der SRF-Entscheidungsshow im Wettbewerb um den Einzug ins Finale des ESC in Lissabon.

Komponiert haben die Gfellers den Song gemeinsam mit der kanadischen Songwriterin Laurell Barker. Die Zusammenarbeit im Trio erwies sich als äusserst fruchtbar: In nur 30 Minuten sei das Grundgerüst zum Song fertig gewesen, erklären ZiBBZ im Interview. Fast schon «magically» sei es gewesen, wie das Stück an diesem Tag entstanden sei.

www.zibbz.com

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Co und Stee Gfeller von ZiBBZ pendeln zwischen Los Angeles und der Schweiz. In ihrem musikalischen Labor in L. A. finden oft Songwriting Sessions mit verschiedenen Musikern statt; in der Schweiz fehlte ihnen dieser kreative Austausch bislang: «Es ist megaschön, dass es nun zum ersten Mal auch in der Schweiz ein Songwriting Camp gab», sagt Co…Weiterlesen

«Du willst immer den bestmöglichen Song schreiben» | mit Video

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Hinter jedem guten Song steckt ein guter Songwriter. Im Fall von «Kiss Me» sind es gleich vier. Interpretiert wird der Song, der in der Schweizer Endauswahl für den Eurovision Song Contest 2018 steht, von Naeman. Komponiert wurde er vom Lausanner Alejandro Reyes, dem Schweden Ken Berglund, dem US-Amerikaner Eric Lumière und Kate Northrop.

Die in der Schweiz wohnhafte US-Amerikanerin hat den Songtext beigesteuert. Die Geschichte, von der das Lied handelt, wurde im Teamwork erarbeitet: «Wir haben uns zuerst gegenseitig die Geschichte des Songs erzählt», erzählt die Songwriterin im Interview. «Dann haben wir versucht, das alles mit Musik, Wort und vor allem Emotionen zu beschreiben.»

Kate Northrop hat schon zuvor mit verschiedenen Co-Autoren Songs geschrieben. Das Setting am Songwriting Camp war für sie allerdings eine völlig neue Erfahrung. Hier musste sie mit Leuten, die sie noch nie zuvor getroffen hatte, innerhalb von 12 Stunden einen fertigen Song schreiben. Kate Northrop war von dieser Art, Songs zu schreiben, begeistert. «Es war unglaublich inspirierend, mit diesen Künstlern zusammenzuarbeiten», sagt sie. «Du musst dich öffnen und dich auf ihre Kreativität einlassen, damit etwas entsteht.»

Dass am Songwriting Camp gezielt Lieder für den ESC geschrieben werden sollen, hatte keinen Einfluss auf Kate Northrops Arbeit: «Ich glaube nicht, dass es anders ist, für den Eurovision zu schreiben oder irgend ein Lied. Du willst immer den bestmöglichen Song schreiben.»

www.songwave.ch, Website von Kate Northrop

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Die Songwriterin Kate Northrop ist hauptsächlich Textautorin und somit eine kreative Schafferin, die gewöhnlich nicht im Rampenlicht steht. Zusammen mit drei weiteren Miturhebern hat das SUISA-Mitglied den Song «Kiss Me», Naemans Beitrag für den Eurovision Song Contest, komponiert. Im Video-Interview erzählt Kate Northrop, wie der Songtext entstanden ist und wieso das Songwriting Camp der SUISA und von Pele Loriano Productions für sie inspirierend war. Text von Giorgio Tebaldi; Video von Manu Leuenberger

Hinter jedem guten Song steckt ein guter Songwriter. Im Fall von «Kiss Me» sind es gleich vier. Interpretiert wird der Song, der in der Schweizer Endauswahl für den Eurovision Song Contest 2018 steht, von Naeman. Komponiert wurde er vom Lausanner Alejandro Reyes, dem Schweden Ken Berglund, dem US-Amerikaner Eric Lumière und Kate Northrop.

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«Es war ein grosser Gewinn, am Songwriting Camp teilzunehmen» | mit Video

«Compass» ist einer der sechs Schweizer Finalsongs für den Eurovision Song Contest 2018. Interpretiert wird das Stück von Alejandro Reyes, der den Song zusammen mit der Kanadierin Laurell Barker und dem Schweizer Komponisten und Produzenten Lars Christen komponiert hat. Im Interview mit der SUISA schildert Lars Christen den Songwriting-Prozess. Zudem erzählt er, weshalb das Songwriting Camp für ihn eine wertvolle Erfahrung war. Text von Giorgio Tebaldi; Video von Manu Leuenberger

Lars Christen ist ein gefragter Produzent und Songwriter. Er arbeitet mit Künstlern wie Bastian Baker, James Gruntz, Damian Lynn oder aktuell Marc Sway zusammen. Mit dem Songwriting Camp, das von Pele Loriano Productions und der SUISA organisiert worden war und im August 2017 in den Powerplay Studios in Maur stattfand, betrat das SUISA-Mitglied Neuland. Und es hat sich gelohnt: Zusammen mit dem Lausanner Musiker Alejandro Reyes und der Kanadierin Laurell Barker schrieb er «Compass», einen der sechs Songs, der für den Schweizer Beitrag am ESC in den Startlöchern steht.

Interpretiert wird der Song vom Mitkomponisten Alejandro Reyes. «Wir haben mit Alejandro diskutiert, was ihn beschäftigt und worüber er singen möchte», sagt Lars Christen im Video zum Entstehungsprozess des Songs. Beim Songwriting Camp hat «Lars the music guy» den Austausch mit den unterschiedlichen Musikerinnen und Musiker aus dem In- und Ausland geschätzt: «Für mich war es auch hinsichtlich Netzwerk ein grosser Gewinn, an diesem Camp teilzunehmen.»

Ob das Songwriting-Team mit «Compass» die Schweiz im Mai am ESC in Lissabon vertreten wird, zeigt sich am 4. Februar 2018 an der SRF-Entscheidungsshow. «Ich hoffe, dass andere Leute auch so Freude haben werden wie wir, als wir den Song geschrieben haben», sagt Lars Christen.

www.larsthemusicguy.com

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«Compass» ist einer der sechs Schweizer Finalsongs für den Eurovision Song Contest 2018. Interpretiert wird das Stück von Alejandro Reyes, der den Song zusammen mit der Kanadierin Laurell Barker und dem Schweizer Komponisten und Produzenten Lars Christen komponiert hat. Im Interview mit der SUISA schildert Lars Christen den Songwriting-Prozess. Zudem erzählt er, weshalb das Songwriting Camp für ihn eine wertvolle Erfahrung war. Text von Giorgio Tebaldi; Video von Manu Leuenberger

Lars Christen ist ein gefragter Produzent und Songwriter. Er arbeitet mit Künstlern wie Bastian Baker, James Gruntz, Damian Lynn oder aktuell Marc Sway zusammen. Mit dem Songwriting Camp, das von Pele Loriano Productions und der SUISA organisiert worden war und im August 2017 in den Powerplay Studios in Maur stattfand, betrat das SUISA-Mitglied Neuland. Und es hat sich gelohnt: Zusammen mit dem…Weiterlesen

Eurovision Song Contest: Erfolgreiches Schweizer Songwriting Camp von Pele Loriano Productions und der SUISA

Das Schweizer Fernsehen SRF hat heute die sechs Songs für das Rennen um den Schweizer Beitrag am Eurovision Song Contest (ESC) 2018 bekannt gegeben. Von den sechs Beiträgen sind vier im Schweizer Songwriting Camp entstanden, das im August 2017 von Pele Loriano Productions und der SUISA in den Powerplay Studios in Maur durchgeführt wurde. Text von Erika Weibel und Giorgio Tebaldi

Eurovision Song Contest: Schweizer Songwriting Camp von Pele Loriano Productions und der SUISA

Chiara Dubey (rechts), die Engländerin Janie Price (Mitte) und der belgische Songwriter und Produzent Jeroen Swinnen im August 2017 in den Powerplay Studios in Maur. (Fotos: Manu Leuenberger)

«Secrets and Lies» von Chiara Dubey, «Compass» von Alejandro Reyes, «Stones» von ZiBBZ und «Kiss Me» gesungen von Naeman: Gleich vier der sechs Finalsongs für den Schweizer Beitrag am ESC 2018 stammen aus dem Songwriting Camp, das vom 23. bis 25. August 2017 in den Powerplay Studios in Maur bei Zürich stattfand. Das Camp wurde von Pele Loriano Productions in Zusammenarbeit mit der SUISA organisiert. Pele Loriano ist Komponist, Produzent sowie Musical Director und SUISA-Mitglied seit 1996.

Im dreitägigen Songwriting Camp haben 25 Künstlerinnen und Künstler in Teams von drei bis fünf Personen 18 Tracks komponiert. Neben 13 SUISA-Mitgliedern – Komponisten, Producern und Textautoren aus der Schweiz – waren 12 Künstler aus Belgien, Finnland, Kanada, Holland, Israel, Schweden, Grossbritannien und den USA vertreten. Es war das erste Mal, dass in der Schweiz ein Songwriting Camp für den ESC in dieser Form durchgeführt wurde.

ESC: Schweizer Songwriting Camp von Pele Loriano Productions und der SUISA

Die am dritten und letzten Tag des Songwriting Camps anwesenden Komponisten, Textautoren und Produzenten im Aufnahmeraum von Studio A.

Sechs SUISA-Mitglieder an vier Finalsongs beteiligt

An den vier Finalsongs aus dem Songwriting Camp waren sechs SUISA-Mitglieder beteiligt. Bei drei Liedern interpretieren die SUISA-Miturheber ihre Songs selbst. Hinter den vier Songs stehen folgende Künstlerinnen und Künstler:

«Secrets And Lies»
Musik/Text von: Chiara Dubey (CH/SUISA), Janie Price (UK) und Jeroen Swinnen (BE);
interpretiert von: Chiara Dubey

«Stones»
Musik/Text von: Co und Stee Gfeller aka ZiBBZ (CH/SUISA) sowie Laurell Barker (CAN);
interpretiert von: ZiBBZ

«Kiss Me»
Musik/Text von: Kate Northrop (USA/SUISA), Alejandro Reyes (CH/SUISA), Eric Lumiere (USA) und Ken Berglund (SE); interpretiert von: Naeman

«Compass»
Musik/Text von: Alejandro Reyes (CH/SUISA), Lars Christen (CH/SUISA) und Laurell Barker (CAN);
interpretiert von: Alejandro Reyes

Eurovision Song Contest: Songwriting Camp von Pele Loriano Productions und der SUISA

Die SUISA-Mitglieder Alejandro Reyes (links) und Lars Christen (rechts) bei der Arbeit an ihrem Song «Compass», den sie gemeinsam mit der Kanadierin Laurell Barker komponierten.

Insgesamt 670 Beiträge eingereicht

Die vier Songs aus dem Songwriting Camp wurden aus insgesamt 670 eingereichten Bewerbungen für den Schweizer ESC-Beitrag ausgewählt. Die Songs für die Schweizer Entscheidungsshow wurden von einer 20-köpfigen unabhängigen Jury, bestehend aus Musik- und Medienschaffenden, ESC-Fans und Fernsehzuschauern, auserkoren.

Entscheidung am 4. Februar 2018

Welcher der sechs Finalsongs die Schweiz am ESC 2018 vertreten wird, entscheidet sich in der SRF-Entscheidungsshow am 4. Februar 2018.

Medienmitteilung (PDF, 27 KB)

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Das Schweizer Fernsehen SRF hat heute die sechs Songs für das Rennen um den Schweizer Beitrag am Eurovision Song Contest (ESC) 2018 bekannt gegeben. Von den sechs Beiträgen sind vier im Schweizer Songwriting Camp entstanden, das im August 2017 von Pele Loriano Productions und der SUISA in den Powerplay Studios in Maur durchgeführt wurde. Text von Erika Weibel und Giorgio Tebaldi

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Chiara Dubey (rechts), die Engländerin Janie Price (Mitte) und der belgische Songwriter und Produzent Jeroen Swinnen im August 2017 in den Powerplay Studios in Maur. (Fotos: Manu Leuenberger)

«Secrets and Lies» von Chiara Dubey, «Compass» von Alejandro Reyes, «Stones» von ZiBBZ und «Kiss Me» gesungen von Naeman: Gleich vier der sechs Finalsongs für den Schweizer Beitrag am ESC 2018 stammen aus dem Songwriting Camp, das vom 23. bis 25. August 2017 in…Weiterlesen

Swiss Track 2014: Kontroverse Hymne und elektronische Perle aus dem Karton

Pixie_Paris

Räumten den Preis für «The Electronic Music Track 2014» ab: Pixie Paris (Foto: Nina Stiller)


Letzten Mittwoch fand im Zürcher Mascotte die Preisverleihung des Kompositionswettbewerbs Swiss Track statt. Der Förderwettbewerb für elektronische Musik wird seit sechs Jahren von der FONDATION SUISA gemeinsam mit dem Verein Street Parade durchgeführt. Gesucht wurden eine eingängige offizielle Street-Parade-Hymne sowie ein innovativer «Electronic Music Track». Kaum bekanntgegeben, sorgte die Sieger-Hymne für emotionale Diskussionen auf Social Media. Unbestritten kreativ ist der andere Sieger-Song vom Duo Pixie Paris, die den Preis für «The Electronic Music Track» abräumten. Wir haben uns mit der einen Hälfte des Duos, der belgischen Wahlhamburgerin Cindy, kurz unterhalten.

Man kann die offizielle Street Parade-Hymne 2014 vom Zuger DJ Schuhmacher mögen oder nicht, die Hauptsache ist: In Newsportalen und auf Social Media wird über die Street Parade diskutiert. Und zwar über Musik. Dabei hat der Sieger-Song in der Kategorie «Electronic Music Track 2014» mindestens ebenso viel Aufmerksamkeit verdient wie die Hymne. Innovative Kompositionsperlen der elektronischen Musik sind in dieser Kategorie gesucht. Die Wahl der Jury fiel auf den Song: «Es rappelt im Karton» von Pixie Paris.

Das Gewinner-Duo bezeichnet sich selber als ein «weiteres erfolgreiches Produkt der europäischen Völkerverständigung». Er lebt in Winterthur, sie in Hamburg, und so entstehen ihre Songs nicht zuletzt dank der Unterstützung von Skype. An der Preisverleihung konnten die beiden Musiker leider nicht teilnehmen. Am Tag darauf stand Sängerin Cindy für ein kurzes Interview zur Verfügung. Natürlich via Skype.

Hallo Cindy. Zuerst einmal herzlichen Glückwunsch zum «Electronic Music Track 2014». Ihr führt ja quasi eine musikalische Fernbeziehung mit Hilfe moderner elektronischer Kommunikationsmittel. Heisst das, ihr jammt virtuell, also quasi in der Cloud zwischen Winterthur und Hamburg?
Ich muss zuerst mal ein bisschen ausholen: Matete und ich kennen uns schon seit 2003. Wir waren beide im Popkurs, Matete als Schlagzeuger, ich als Bassistin. Wir haben eigentlich bereits von Anfang an unsere Musik virtuell geschrieben. Selbst als wir beide zusammen in Hamburg in der gleichen Wohnung wohnten, haben wir uns in erster Linie via E-Mail ausgetauscht. Wir haben da begonnen, uns Ideen und Soundfiles zuzuschicken. Nicht nur übers Internet; manchmal schickte er mir eine Minidisc mit Songs. Heute können wir dies einfacher zum Beispiel via WeTransfer machen. Manchmal schicke ich ihm eine nackte Soundidee, er mir einen fertigen Text. So entstehen die Songs.

Glaubst du, Pixie Paris würde anders klingen, wenn ihr eure Musik gemeinsam im gleichen Raum machen würdet?
Ich glaube, wenn wir im gleichen Raum Musik machen würden, gäbe es Pixie Paris so gar nicht. Wir brauchen beide unseren Freiraum und würden uns bedrängt fühlen, wenn wir zum Beispiel zusammen in einem Übungsraum wären. Natürlich gibt es auch Zeiten, wo wir zusammen unterwegs sind, aber dann schreiben wir keine Songs.

Bereitet ihr euch wenigstens gemeinsam auf Konzerte vor?
Kaum. Auch hier ist die gemeinsame Zeit spärlich gesäht. In der Regel folgen unsere Songs live einem klaren Ablauf und lassen dadurch nicht viel Freiraum.

Der «Electronic Music Track» hiess früher «Best Innovative Track». Wie wichtig ist euch Innovation in eurer Musik? Zumindest eure Art, virtuell zusammenzuarbeiten, ist recht innovativ.
Wir gehen nicht an Songs heran mit dem Gedanken, etwas Innovatives zu schaffen. Die Innovation in unserer Musik ergibt sich eher durch uns beide und unsere jeweiligen musikalischen Hintergründe. Ich komme aus einer Familie, die viel Schlager gehört hat, und habe dadurch Schlager im Blut. Matete kommt aus einer völlig anderen Stilrichtung, aus dem Punk. Am ehesten ergibt sich die Innovation aus dieser Mischung.

Ihr wurdet von Majors umgarnt, seid aber unabhängig geblieben und habt euer eigenes Label. Wie wichtig ist es für euch, unabhängig zu bleiben? Wär’s nicht einfacher, ein Major-Label imRücken zu haben?
Es gab Anfragen von Major-Labels, und wir waren mit ihnen im Gespräch. Im Lauf dieser Gespräche kam es aber bei ihnen ständig zu Wechseln. Dies zeigte mir auf, wie schnelllebig das Musikbusiness ist. Zudem befürchteten wir, dass wir durch einen Wechsel auf ein Major-Label auf der anderen Seite ständig neue Personen haben, die für uns zuständig sind. Wir haben nichts gegen finanzielle Unterstützung, aber es geht auch anders als mit Majors. Unsere letzte Platte haben wir zum Beispiel durch Wemakeit.ch [Anm. des Verfassers: Crowdfunding-Plattform] finanzieren können.

Crowdfunding, elektronische Kommunikation – das Internet spielt für Pixie Paris eine wichtige Rolle. Wie steht ihr zu den Schattenseiten des Internets, konkret im Hinblick auf Urheberrecht?
Ganz klar: Das Internet ist wichtig für uns. Ohne Internet gäbe es uns nicht in dieser Form. Ich bin mir aber bewusst, dass das Internet Musiker und Branche vor Herausforderungen stellt. Es ist schwer, Musik im Internetzeitalter zu schützen.Aber wie gesagt: Für uns als Band und wie wir arbeiten ist das Internet vor allem ein Segen.

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Pixie_Paris

Räumten den Preis für «The Electronic Music Track 2014» ab: Pixie Paris (Foto: Nina Stiller)


Letzten Mittwoch fand im Zürcher Mascotte die Preisverleihung des Kompositionswettbewerbs Swiss Track statt. Der Förderwettbewerb für elektronische Musik wird seit sechs Jahren von der FONDATION SUISA gemeinsam mit dem Verein Street Parade durchgeführt. Gesucht wurden eine eingängige offizielle Street-Parade-Hymne sowie ein innovativer «Electronic Music Track». Kaum bekanntgegeben, sorgte die Sieger-Hymne für emotionale Diskussionen auf Social Media. Unbestritten kreativ ist der andere Sieger-Song vom Duo Pixie Paris, die den Preis für «The Electronic Music Track» abräumten. Wir haben uns mit der einen Hälfte des Duos, der belgischen Wahlhamburgerin Cindy, kurz unterhalten.

Man kann die offizielle Street Parade-Hymne 2014 vom Zuger DJ Schuhmacher mögen oder nicht, die Hauptsache ist: In Newsportalen und auf Social Media wird über die Street Parade diskutiert. Und…Weiterlesen

Swiss Track: Ansporn für kreative Köpfe wie die Maximizerz

Maximizerz Preisverleihung Swiss Track

Die Mitglieder der Berner Formation Maximizerz an der Swiss Track-Preisverleihung im Zürcher Mascotte. (Foto: Rommel Felder / amiadogroup.com)

Auf den letzten Drücker vor dem Abgabetermin hat die Formation Maximizerz ihren Song beim diesjährigen Kompositionswettbewerb für elektronische Musik eingereicht. Zum Glück, denn die Swiss-Track-Jury kürte ihren Titel «Kissing In Paradise» zum «Best innovative Track 2013». Die Berner Musiker finden die Auszeichnung «fantastisch». «Visionäre Songs mit eigenständiger Handschrift gesucht», so lautete die Vorgabe in der Kategorie «Best innovative Track». Mit ihrem Song Kissing In Paradise sicherten sich Merlin Cornu, Matthias Inderbitzin, Nina Kern und Janos Heidekker das von der FONDATION SUISA gestiftete Sieger-Preisgeld von 5000 Franken. Unter dem Namen Maximizerz produzieren die vier Berner Musiker ein kreatives Soundgemisch aus Soul, Hip-Hop, Minimal, House und Trance ergänzt mit organischen Instrumenten. Wir haben den Gewinnern ein paar Fragen über ihre Teilnahme, ihren Song, die Auszeichnung und den Förderwettbewerb Swiss Track gestellt. Was bedeutet euch diese Auszeichnung? So ein Feedback ist natürlich fantastisch. Wir freuen uns riesig, dass unser Sound bei einer Jury Anklang gefunden hat, deren Mitglieder einen doch sehr unterschiedlichen musikalischen Hintergrund haben. Was war eure Motivation mitzumachen? Wir wollten bereits letztes Jahr mitmachen und hatten leider die Anmeldefrist verpasst. Umso grösser war dieses Jahr unsere Motivation, neue Tracks zu produzieren. Trotzdem entstand der nominierte Track «Kissing In Paradise» sehr spontan und wieder auf den letzten Drücker vor dem Abgabetermin … Wie ist der Track entstanden und was hat euch inspiriert? Wir haben angefangene Tracks durchgehört. Bei einem dachten wir: «Hier würde eine Violine gut passen.» Zum Glück haben wir im Kollegenkreis Leute, die noch «echte» Instrumente spielen können. Da reichte ein Telefon plus eine flüssige Belohnung und die Aufnahmen für Violine und Vocals waren im Kasten. Die anschliessende Editier- und Arrangement-Arbeit nahm wesentlich mehr Zeit in Anspruch. Findet ihr Förderwettbewerbe wie den Swiss Track wichtig? Warum? Die Wertschätzung und Förderung musikalischer Projekte ist enorm wichtig und gibt vielen kreativen Köpfen den Ansporn, sich musikalisch weiterzuentwickeln. Wir bedanken uns herzlich bei allen involvierten Stellen, die uns das ermöglichen.

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Maximizerz Preisverleihung Swiss Track

Die Mitglieder der Berner Formation Maximizerz an der Swiss Track-Preisverleihung im Zürcher Mascotte. (Foto: Rommel Felder / amiadogroup.com)

Auf den letzten Drücker vor dem Abgabetermin hat die Formation Maximizerz ihren Song beim diesjährigen Kompositionswettbewerb für elektronische Musik eingereicht. Zum Glück, denn die Swiss-Track-Jury kürte ihren Titel «Kissing In Paradise» zum «Best innovative Track 2013». Die Berner Musiker finden die Auszeichnung «fantastisch». «Visionäre Songs mit eigenständiger Handschrift gesucht», so lautete die Vorgabe in der Kategorie «Best innovative Track». Mit ihrem Song Kissing In Paradise sicherten sich Merlin Cornu, Matthias Inderbitzin, Nina Kern und Janos Heidekker das von der FONDATION SUISA gestiftete Sieger-Preisgeld von 5000 Franken. Unter dem Namen Maximizerz produzieren die vier Berner Musiker ein kreatives Soundgemisch aus Soul, Hip-Hop, Minimal, House und Trance ergänzt mit organischen Instrumenten. Wir haben den Gewinnern ein paar Fragen über…Weiterlesen

Sieg, Song und Swiss Track: Gewinner Maury über seine Street Parade-Hymne

Swiss Track-Gewinner Maury

Maury alias Maurizio Pozzi ist SUISA-Mitglied seit 1999. (Foto: Christian Dancker / amiadogroup.com)

Meistens agiert er als Songschreiber und Produzent im Hintergrund, nun steht er selber im Rampenlicht: Maury alias Maurizio Pozzi gewinnt beim Kompositionswettbewerb Swiss Track in der neu eingeführten Kategorie «Street Parade Hymne». Sein Song «Dance For Freedom» wird das musikalische Aushängeschild der Street Parade 2013. Am Tag nach der Preisverleihung gab uns Maury Auskunft über Sieg, Song und Swiss Track. Was bedeutet dir diese Auszeichnung? Sehr viel. Es ist ein tolles Gefühl, wenn man mit einem Song-Vorschlag für ein derart grosses Event zugleich Jury und Partner überzeugen kann. Zudem war dieses Jahr die Konkurrenz durch die öffentliche Ausschreibung der Hymne ziemlich gross – da freut es mich umso mehr. Was war deine Motivation, mitzumachen? Als Songwriter liebe ich die Herausforderung, ein vorgegebenes Motto oder Konzept mit einem Song respektive dessen Melodie zu vereinen. Handelt es sich dabei noch um das elektronische Musik-Festival schlechthin, ist der Reiz umso grösser. Als der Slogan «Dance for Freedom» bekanntgegeben wurde, eilte ich in mein kleines Studio und machte mich an die Arbeit. Wie lange hast du an deinem Track gearbeitet und was hat dich inspiriert? Da sind schon einige Tage – und wohl auch Nächte – vergangen, bis mir «Dance for Freedom» präsentierfähig erschien. Vielleicht auch deswegen, weil ich den Song in zwei verschiedenen Versionen anbieten wollte: als Pop/Dance-lastige Radio-Version und als Clubtrack, um noch etwas näher bei den DJs zu stehen. Die Inspiration liegt unter anderem in all diesen Bildern und Emotionen, die man von der Street Parade im Kopf und Bauch hat. Ich kann für mich sagen, dass ich Freiheit beim Erschaffen von Musik fast mehr durch die elektronische Musik als durch die Pop-Musik kennengelernt habe. Findest du Förderwettbewerbe wie den Swiss Track wichtig? Warum? Oh ja! Unbedingt. Wir haben in der Schweiz so viele talentierte MusikerInnen – insbesondere auch junge Leute, die mich immer wieder umhauen, wenn ich sehe, wie gut und gekonnt sie an ihrer Musik arbeiten. Gerade für sie können solche Song-Contests, verbunden mit einer tollen Plattform, sehr wichtig und ein Sprungbrett für die eigene Karriere sein. Wie feierst du deinen Sieg? Es wird eifrig weitergearbeitet … Aber natürlich feiere ich etwas mit meiner Familie und meinen Freunden. Spätestens am 10. August 2013 ist dann an der Street Parade sowieso die ganz grosse Party angesagt. We gonna dance for freedom!

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Swiss Track-Gewinner Maury

Maury alias Maurizio Pozzi ist SUISA-Mitglied seit 1999. (Foto: Christian Dancker / amiadogroup.com)

Meistens agiert er als Songschreiber und Produzent im Hintergrund, nun steht er selber im Rampenlicht: Maury alias Maurizio Pozzi gewinnt beim Kompositionswettbewerb Swiss Track in der neu eingeführten Kategorie «Street Parade Hymne». Sein Song «Dance For Freedom» wird das musikalische Aushängeschild der Street Parade 2013. Am Tag nach der Preisverleihung gab uns Maury Auskunft über Sieg, Song und Swiss Track. Was bedeutet dir diese Auszeichnung? Sehr viel. Es ist ein tolles Gefühl, wenn man mit einem Song-Vorschlag für ein derart grosses Event zugleich Jury und Partner überzeugen kann. Zudem war dieses Jahr die Konkurrenz durch die öffentliche Ausschreibung der Hymne ziemlich gross – da freut es mich umso mehr. Was war deine Motivation, mitzumachen? Als Songwriter liebe ich die Herausforderung, ein vorgegebenes Motto oder Konzept…Weiterlesen