Tagarchiv: Jahresbericht

Die Generalversammlung 2016 der Genossenschaft SUISA im Zentrum Paul Klee

217 Komponisten, Textautoren und Verleger von Musik haben an der SUISA-Generalversammlung am 24. Juni 2016 in Bern ihr Mitbestimmungsrecht über ihre Genossenschaft wahrgenommen. Neben dem Gastreferat des SRG-Generaldirektors Roger de Weck, der Verleihung des Stiftungspreises und des Werkjahres der FONDATION SUISA war die Revision des Fürsorgereglements das zentrale Thema.

GV2016-Auditorium

Im Auditorium des Zentrums Paul Klee in Bern versammelten sich insgesamt rund 280 Mitglieder und Gäste zur Generalversammlung 2016 der SUISA. (Foto: Manu Leuenberger)

So geht Mitbestimmung: Die Stimmzettel im Auditorium des Zentrums Paul Klee in Bern waren schon gezählt, als ein SUISA-Mitglied eine Wiederholung der Abstimmung forderte. Vielen Personen im Saal sei nicht klar gewesen, ob nun bezüglich des revidierten Fürsorgereglements die Ja- oder die Nein-Stimmen gezählt würden. Die Abstimmung wurde also kurzerhand wiederholt.

Die Mitglieder bestimmen über ihre Genossenschaft

So geht Genossenschaft: Die SUISA, die Genossenschaft der Urheber und Verleger von Musik, gehört ihren Mitgliedern. Und sie bestimmen an der Generalversammlung, ob der Jahresbericht des vergangenen Geschäftsjahrs genehmigt wird, welche Revisionsstelle die SUISA prüft, ob dem SUISA-Vorstand die Decharge erteilt wird – oder eben: ob die überarbeitete Fassung des Fürsorgereglements genehmigt wird.

Neues Fürsorgereglement ab 2017

Die stimmberechtigten Mitglieder haben schliesslich die revidierte Fassung des Reglements gutgeheissen. Das neue Fürsorgereglement ist zeitgemässer und wurde an die heutige Gesetzgebung angepasst. Die wohl wichtigste Änderung betrifft zukünftige Reglementsänderungen. Hierfür ist neu der Stiftungsrat, also der Vorstand der SUISA, zuständig.

Gastreferat und Preise der FONDATION SUISA

In seinem Gastreferat erzählte Roger de Weck, Generaldirektor der SRG, den anwesenden SUISA-Mitgliedern und Gästen unter anderem, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen der SRG, der SUISA und den Künstlern für die Förderung des Musikschaffens in der Schweiz sei.

Zur Musikförderung in der Schweiz gehört auch die Arbeit der FONDATION SUISA, der Musikförderstiftung der SUISA. In seiner Ansprache ehrte Urs Schnell, der Direktor der Stiftung, den Preisträger des diesjährigen Stiftungspreises, Franz «Fränggi» Gehrig. Der mit 25 000 Franken dotierte Preis wurde dieses Jahr in der Kategorie «neue, aktuelle Schweizer Volksmusik» vergeben. Da Fränggi Gehrig nicht an der Generalversammlung teilnehmen konnte, findet die offizielle Preisübergabe im August an der «Stubete am See», dem Zürcher Festival für neue Schweizer Volksmusik, statt.

Von der FONDATION SUISA geehrt wurde auch der Basler Popmusiker James Gruntz. Er erhielt das Werkjahr der Stiftung. Dieses ist mit 80 000 Franken dotiert und ermöglicht dem jungen Künstler, ungestört und finanziell unabhängig an seiner Musik zu arbeiten.

Die Generalversammlung 2017 der SUISA findet statt am Freitag, 23. Juni 2017, 11.00 Uhr, im Kaufleuten in Zürich.
Eingabeschluss für Anträge zuhanden der Generalversammlung: Gemäss Ziff. 9.2.4 der Statuten können SUISA-Mitglieder bis zum 20. Januar schriftlich Verhandlungsgegenstände und Anträge für die ordentliche Generalversammlung des gleichen Jahres einreichen. Ein solches Begehren muss von mindestens 50 Mitgliedern unterstützt und schriftlich eingereicht werden sowie einen Vertreter angeben, der befugt ist, das Begehren zurückzuziehen oder abzuändern.
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Nachhaltiges Wachstum für die Mitglieder Genossenschaften zeichnen sich durch solides Wirtschaften aus. Dies gilt auch für die SUISA. Die Genossenschaft der Komponisten, Textautoren und Verleger von Musik hat 2015 ihre Einnahmen leicht gesteigert. Von diesem Geld verteilt die SUISA rund 88% an die Rechteinhaber. Insgesamt sind es 125 Millionen Franken. Die Genossenschaft leistet damit einen substanziellen Beitrag an das finanzielle Auskommen ihrer Mitglieder. Nachfolgend eine Analyse des Jahresergebnisses. Weiterlesen
Neue Mitglieder im Vorstand der SUISA An der Generalversammlung der SUISA vom 19. Juni 2015 in Freiburg sind Marie Louise Werth und Zeno Gabaglio in den Vorstand der SUISA gewählt worden. Sie ersetzen Monika Kaelin und Massimiliano Pani, die aus dem Vorstand ausgeschieden sind und an der Versammlung mit Dank für ihre Mitarbeit im obersten Leitungsgremium der SUISA verabschiedet wurden. Wer sind die neuen Vorstandsmitglieder? Eine Vorstellung der Neugewählten im Interview und in Kurzbiografien. Weiterlesen
Die SUISA arbeitet kostenbewusst Letztes Jahr haben die SUISA und die anderen Schweizer Verwertungsgesellschaften Zeit und Geld in eine vom Bund geforderte Kostenanalyse investiert. Nun liegen die Ergebnisse der Studie vor. Wenig überraschend zeigt die Studie auf, dass die Schweizer Verwertungsgesellschaften wirtschaftlich arbeiten und ihre Kosten im Griff haben. Dennoch fordert der Bundesrat in seinem Vorschlag zur Urheberrechtsrevision eine stärkere Kontrolle der Verwertungsgesellschaften. Dies ist nicht nur unnötig sondern sogar abwegig, wie eine eingehende Betrachtung der Studienergebnisse zeigt. Weiterlesen
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217 Komponisten, Textautoren und Verleger von Musik haben an der SUISA-Generalversammlung am 24. Juni 2016 in Bern ihr Mitbestimmungsrecht über ihre Genossenschaft wahrgenommen. Neben dem Gastreferat des SRG-Generaldirektors Roger de Weck, der Verleihung des Stiftungspreises und des Werkjahres der FONDATION SUISA war die Revision des Fürsorgereglements das zentrale Thema.

GV2016-Auditorium

Im Auditorium des Zentrums Paul Klee in Bern versammelten sich insgesamt rund 280 Mitglieder und Gäste zur Generalversammlung 2016 der SUISA. (Foto: Manu Leuenberger)

So geht Mitbestimmung: Die Stimmzettel im Auditorium des Zentrums Paul Klee in Bern waren schon gezählt, als ein SUISA-Mitglied eine Wiederholung der Abstimmung forderte. Vielen Personen im Saal sei nicht klar gewesen, ob nun bezüglich des revidierten Fürsorgereglements die Ja- oder die Nein-Stimmen gezählt würden. Die Abstimmung wurde also kurzerhand wiederholt.

Die Mitglieder bestimmen über ihre Genossenschaft

So geht Genossenschaft: Die SUISA,…Weiterlesen

Nachhaltiges Wachstum für die Mitglieder

Genossenschaften zeichnen sich durch solides Wirtschaften aus. Dies gilt auch für die SUISA. Die Genossenschaft der Komponisten, Textautoren und Verleger von Musik hat 2015 ihre Einnahmen leicht gesteigert. Von diesem Geld verteilt die SUISA rund 88% an die Rechteinhaber. Insgesamt sind es 125 Millionen Franken. Die Genossenschaft leistet damit einen substanziellen Beitrag an das finanzielle Auskommen ihrer Mitglieder. Nachfolgend eine Analyse des Jahresergebnisses. Text von Andreas Wegelin, Generaldirektor

Edito-AW-Jun-2016-Drums-backstage

Nicht immer stehen Komponisten und Textautoren auch auf der Bühne. Umso wichtiger sind für sie die Urheberrechtsvergütungen ihrer Genossenschaft. (Foto: Dreadek / Shutterstock.com)

Die SUISA hat ihr Jahresergebnis 2015 veröffentlicht, und die Zahlen sind erfreulich: Die Genossenschaft der Urheber und Verleger von Musik konnte im letzten Jahr eine Steigerung der Einnahmen aus der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein verzeichnen. Dank der weiterhin sehr grossen Nachfrage nach Musik hierzulande nahm die SUISA aus diesen Gebieten 132,7 Millionen Franken ein. Zusammen mit den Einnahmen aus der Nutzung des SUISA-Repertoires im Ausland konnte aus der Verwertung von Urheberrechten ein Nettoerlös von insgesamt 142,7 Millionen Franken erzielt werden.

Wichtiges Einkommen für Komponisten, Textautoren und Verleger

Rund 88% von diesen Einnahmen verteilt die SUISA an die Rechteinhaber. Insgesamt gehen somit 125 Millionen Franken an die Musikschaffenden. Gerade für Komponisten, Textautoren und Verleger sind diese Einnahmen wichtig. Viele Urheber stehen zum Beispiel nicht auf der Bühne und erhalten somit weder Gagen noch Anteile von Merchandising-Einnahmen. Die Vergütungen aus der Kollektivverwertung für die Nutzung der von ihnen geschriebenen Werke oder Songtexte sind ein Bestandteil ihres Einkommens.

Genossenschaften wirtschaften nachhaltig im Interesse der Mitglieder

In der Schweiz und Liechtenstein ist dies die Aufgabe ihrer Genossenschaft, der SUISA. Genossenschaften sind in erster Linie Selbsthilfeorganisation der Mitglieder. Sie wirtschaften nicht spekulativ oder im Hinblick auf möglichst hohe Aktionärsgewinne, sondern nachhaltig im Interesse ihrer Genossenschafter. Im Fall der SUISA sind dies die Musikurheber und -verleger. Wie das Jahresergebnis 2015 zeigt, ist die SUISA in dieser Hinsicht auf gutem Weg: Die Einnahmen der Genossenschaft stiegen in den letzten drei Jahren kontinuierlich. Die Haupttreiber dieser positiven Entwicklung sind insbesondere die Konzerte und das digitale Fernsehen.

Florierender Konzertmarkt

Der grösste Zuwachs im 2015 ist dem weiterhin florierenden Konzert- und Festivalmarkt in der Schweiz zu verdanken. Rund 20,3 Millionen Franken hat die SUISA an Urheberrechtseinnahmen aus den Konzerttarifen GT Ka und GT Kb im letzten Jahr erzielt; 2014 waren es 18,7 Millionen Franken. Damit machen diese beiden Konzerttarife beinahe die Hälfte der totalen Einnahmen aus Aufführungsrechten aus. Insgesamt wurden aus Aufführungsrechten vergangenes Jahr 46 Millionen Franken eingenommen (gegenüber 44,1 Millionen Franken im Vorjahr). Massgebend für die Mehreinnahmen im letzten Jahr waren auch einige Streitfälle, die gelöst werden konnten und zu einem rückwirkenden Inkasso geführt haben.

Digitales Fernsehen weiterhin im Vormarsch

Die Einnahmen aus Senderechten stiegen im vergangenen Jahr von 64 auf 64,6 Millionen Franken leicht an. Diese Zunahme stammt einerseits aus höheren Einnahmen bei den Werbefenstern der SRG-Sender. Andererseits wirkt sich die wachsende Beliebtheit des digitalen Fernsehens positiv für die Urheber und Verleger aus: Sowohl die Verbreitung von Sendungen über das Kabelnetz wie auch die Vermietung von Settop-Boxen und das damit mögliche zeitversetzte Fernsehen führten 2015 zu höheren Einnahmen.

Online flop, Tonträger top?

Das Jahresergebnis 2015 der SUISA in den Bereichen Onlineund Tonträger entspricht nicht der gängigen Entwicklung. Der Trend im Markt zeigt klar: Es wird immer mehr Musik über das Internet und insbesondere via Streaming genutzt, während das Publikum seit Jahren immer weniger Tonträger kauft. Dennoch nahmen die SUISA-Einnahmen bei den Tonträgern im letzten Jahr leicht zu, während das Ergebnis im Online-Bereich rückläufig war. Sonderfall Schweiz? Nein.

Bei den Tonträgern war die Grossproduktion eines einzelnen Kunden wesentlich verantwortlich für das Plus gegenüber dem Vorjahr. Der Rückgang 2015 bei den Online-Einnahmen hängt mit den Rechnungsprozessen zusammen. Aufgrund der rasant wachsenden Datenmenge, welche die SUISA beim Streaming verarbeitet, mussten Abrechnungsprozesse bei den Online-Einnahmen neu aufgebaut werden.

Dies führte dazu, dass Einnahmen aus dem vergangenen Jahr einigen Streaminganbietern erst im Januar 2016 in Rechnung gestellt werden konnten. Unabhängig von dieser saisonalen Verschiebung in der Rechnungsstellung muss im Zusammenhang mit den Online-Einnahmen gesagt werden, dass es hier weitere Anstrengungen braucht, um für die Urheber angemessene Vergütungen bei der Verbreitung ihrer Musik im Internet auszuhandeln.

«Im negativen Sinn besonders hervorzuheben sind die Entschädigungen durch den meistgenutzten Gratiskanal Youtube, die für die Urheber zu tief sind.»

Mit der 2. Quartalsabrechnung im Juni 2016 wird die SUISA unter anderem auch Einnahmen aus dem Online-Geschäft an die Rechteinhaber verteilen. Allerdings wird diese Verteilsumme wie bereits letztes Jahr auf einem tiefen Niveau bleiben. Ein Grund dafür sind illegale Angebote und kostenlose Dienste, die sich mit Werbung finanzieren. Diese konkurrenzieren die legalen Bezahlangebote z. B. von Spotify, Apple Music, Google Play und weiteren.

Im negativen Sinn besonders hervorzuheben sind die Entschädigungen durch den meistgenutzten Gratiskanal Youtube, die für die Urheber zu tief sind. Die Vergütungen durch Online-Anbieter wird für die SUISA auch 2016 ein wichtiges Thema bleiben: Die Komponisten, Texter und Verleger von Musik müssen für die Nutzung ihrer Werke durch Download und vor allem Streaming gerechter vergütet werden.

Verwaltungskosten tief halten

Ein anderes wichtiges (Dauer-)Thema sind die Kosten. Hier ist die SUISA gut unterwegs: Die Verwaltungskosten waren 2015 mit 27,4 Millionen Franken 2,5% tiefer als im Vorjahr (28,1 Millionen Franken). Damit bestätigt die SUISA die Ergebnisse der Kostenanalyse, die 2015 im Auftrag des Eidgenössischen Instituts für Geistiges Eigentum (IGE) bei den fünf Schweizer Verwertungsgesellschaften durchgeführt worden war. Das Resultat der Analyse zeigte: Die Schweizer Verwertungsgesellschaften arbeiten wirtschaftlich, und ihre Kosten sind angemessen.

Für die Mitglieder der SUISA heisst dies: Sie können auch in Zukunft darauf zählen, dass ihre Genossenschaft durch solides Wirtschaften einen substanziellen Beitrag zu ihrem Auskommen leisten wird.

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SUISA-Generalversammlung 2016: Musik trifft Malerei

Die Generalversammlung 2016 der SUISA findet am Freitagmorgen, 24. Juni 2016, im Zentrum Paul Klee in Bern statt. Mit rund 4000 Werken verfügt das Zentrum über die weltweit bedeutendste Sammlung von Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen von Paul Klee. Die Teilnehmer der Generalversammlung erhalten nach der Veranstaltung freien Eintritt ins Museum. Text von Dora Zeller

GV-2016-Boulouris5

Stéphanie Joseph (Violine), Anne Gillot (Bassklarinette), Jocelyne Rudasigwa (Kontrabass), Ignacio Lamas (Gitarre) und Jean-Samuel Racine (Klarinette) von Boulouris 5 werden für die musikalische Ouvertüre der Generalversammlung 2016 der SUISA besorgt sein. (Foto: Mercedes Riedi)

Eröffnet wird die Generalversammlung 2016 von Boulouris 5. Das sind eine Violine, eine Gitarre, eine Klarinette, ein Kontrabass und eine Bassklarinette, gespielt von fünf in Klassik und Jazz ausgebildeten Musikerinnen und Musikern. Sie freuen sich darauf, die anwesenden SUISA-Mitglieder mit ihrer Musik zu verzaubern und für ein paar Minuten in eine emotionsstarke Klangwelt zu entführen.

Statutarische Geschäfte: Blick zurück auf 2015

Nicht nur Bilanz, Erfolgsrechnung, Revisions- und Jahresbericht warten auf die Genehmigung durch die Generalversammlung. Neu wird auch abgestimmt über den Lagebericht, die Geldflussrechnung sowie den Anhang zur Jahresrechnung 2015. Und das wegen den seit diesem Jahr geltenden Rechnungslegungsstandards (Swiss GAAP FER).

Laufendes Geschäftsjahr: Blick nach vorn

Die SUISA konnte im vergangenen Jahr einmal mehr ein erfreuliches finanzielles Ergebnis verbuchen. Bis zur Generalversammlung wird die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2016 bald vorbei sein. In einem Zwischenbericht wird aufgezeigt, wie sich die Zahlen im laufenden Jahr entwickeln.

Stiftung Urheber- und Verlegerfürsorge der SUISA

Der Vorstand empfiehlt eine Überarbeitung des Fürsorgereglements zur Annahme. Das aktuelle Reglement entspricht nicht mehr in allen Belangen der Praxis und einige Formulierungen bedürfen der Präzisierung. Materiell soll jedoch an den Leistungen zugunsten der versicherten Urheber und Verleger nichts geändert werden. Mit der Revision soll ein zeitgemässes, an die heutige Gesetzgebung angepasstes Reglement geschaffen werden.

Gastreferat von Roger de Weck

Roger de Weck ist Generaldirektor der SRG, der grössten Nutzerin von urheberrechtlich relevanten Werken in der Schweiz. Die entsprechenden Rechte erwirbt sie vor allem bei den Verwertungsgesellschaften. Für die SUISA ist sie die finanziell bedeutendste Kundin. Im Rahmen des Service public hat die SRG den Auftrag, die Versorgung der Schweizer Bevölkerung mit Radio- und Fernsehprogrammen sowie die Meinungsvielfalt sicherzustellen. Was das heisst und wo die Herausforderungen liegen, wird Roger de Weck in seinem Referat erläutern.

FONDATION SUISA

Die FONDATION SUISA ist eine gemeinnützige Stiftung und erhält ihre finanziellen Mittel durch eine jährliche Zuweisung von 2,5% der SUISA-Einnahmen aus den Aufführungs- und Senderechten in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein. An der Generalversammlung wird in einem Überblick über die Aktivitäten der Musikförderstiftung der SUISA informiert. Dazu gehört auch die Bekanntgabe, wem der mit 25 000 Franken dotierte Preis der FONDATION SUISA 2016 verliehen wird.

Stimmberechtigte Mitglieder der SUISA können sich online für die Generalversammlung 2016 anmelden unter: www.suisa.ch/generalversammlung

Wir freuen uns, Sie in Bern begrüssen zu dürfen.

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_H6F5451Neue Mitglieder im Vorstand der SUISA An der Generalversammlung der SUISA vom 19. Juni 2015 in Freiburg sind Marie Louise Werth und Zeno Gabaglio in den Vorstand der SUISA gewählt worden. Sie ersetzen Monika Kaelin und Massimiliano Pani, die aus dem Vorstand ausgeschieden sind und an der Versammlung mit Dank für ihre Mitarbeit im obersten Leitungsgremium der SUISA verabschiedet wurden. Wer sind die neuen Vorstandsmitglieder? Eine Vorstellung der Neugewählten im Interview und in Kurzbiografien. Weiterlesen
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Die Generalversammlung 2016 der SUISA findet am Freitagmorgen, 24. Juni 2016, im Zentrum Paul Klee in Bern statt. Mit rund 4000 Werken verfügt das Zentrum über die weltweit bedeutendste Sammlung von Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen von Paul Klee. Die Teilnehmer der Generalversammlung erhalten nach der Veranstaltung freien Eintritt ins Museum. Text von Dora Zeller

GV-2016-Boulouris5

Stéphanie Joseph (Violine), Anne Gillot (Bassklarinette), Jocelyne Rudasigwa (Kontrabass), Ignacio Lamas (Gitarre) und Jean-Samuel Racine (Klarinette) von Boulouris 5 werden für die musikalische Ouvertüre der Generalversammlung 2016 der SUISA besorgt sein. (Foto: Mercedes Riedi)

Eröffnet wird die Generalversammlung 2016 von Boulouris 5. Das sind eine Violine, eine Gitarre, eine Klarinette, ein Kontrabass und eine Bassklarinette, gespielt von fünf in Klassik und Jazz ausgebildeten Musikerinnen und Musikern. Sie freuen sich darauf, die anwesenden SUISA-Mitglieder mit ihrer Musik zu verzaubern und…Weiterlesen

Zusatzverteilung von 7 Prozent im Jahr 2016

Wichtige Themen an der Sitzung des SUISA-Vorstands im April waren der Jahresabschluss, der Jahresbericht und die Vorbereitung der Generalversammlung, die am Freitag, 24. Juni 2016, in Bern stattfinden wird. Bericht aus dem Vorstand von Dora Zeller

Vorstandsbericht-April-2016

Mehr Geld für die Urheber und Verleger von Musik dank einem neuen Rekordstand bei den Inland-Einnahmen im Geschäftsjahr 2015 und der vom Vorstand der SUISA beschlossenen erneuten Zusatzverteilung von 7% auf allen Abrechnungen im Jahr 2016. (Foto: Africa Studio / Shutterstock.com)

Der Vorstand der SUISA hat sich an seiner Sitzung im April vorrangig mit dem Jahresabschluss 2015 beschäftigt. Er wird zum ersten Mal nach neuen Rechnungslegungsstandards (Swiss GAAP FER) dargestellt. Neben Bilanz und Erfolgsrechnung umfasst er den Lagebericht, die Geldflussrechnung und den Anhang zur Jahresrechnung.

Die Vorstandsmitglieder haben alle Dokumente genehmigt und empfehlen den stimmberechtigen Mitgliedern, den Abschluss 2015 an der Generalversammlung vom 24. Juni 2016 in Bern anzunehmen. Diese Empfehlung gilt auch für den Revisionsbericht der BDO und den Jahresbericht.

Rekordeinnahmen aus dem Inland zur Verteilung an Urheber

Die Einnahmen aus der Verwertung von Urheberrechten aus dem Inland erreichten mit Fr. 134,6 Mio. einen neuen Rekordstand (Vorjahr: Fr. 130,3 Mio.). Zusammen mit den weiteren Einkünften aus dem Online-Bereich und aus dem Ausland stiegen die Einnahmen gesamthaft um knapp 1%. Rund 88 von 100 eingenommen Franken kommen den Komponisten, Textautoren und Verlegern zugut, deren Rechte die SUISA wahrnimmt.

Weiter hat der Vorstand erneut eine Zusatzverteilung beschlossen. Sie beträgt wie im Vorjahr 7% auf allen regulären Abrechnungen im Jahr 2016. Davon profitieren die Mitglieder der SUISA wie auch jene der Schwestergesellschaften.

Generalversammlung 2016 und Jahresbericht

Im Zusammenhang mit den Vorbereitungen auf die Generalversammlung am 24. Juni 2016 in Bern hat der Vorstand den schriftlichen Jahresbericht geprüft und genehmigt. Wegen der neuen Darstellung nach dem Standard Swiss GAAP FER wird der Jahresbericht rund 40 Seiten umfassen. Er wird wie gewohnt im Vorfeld der GV veröffentlicht werden und auf der SUISA-Website elektronisch zur Verfügung stehen sowie auf Bestellung als Papierausgabe erhältlich sein.

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Bericht-Vorstand-Dez2015-IllustrationKontinuierliche Verbesserung der Einnahmen  Zahlen und Reglemente prägten die Sitzung des SUISA-Vorstands im Dezember 2015. Die Vorstandsmitglieder setzten sich mit dem Budget 2016 auseinander. Sie revidierten einzelne Ziffern des Verteilungsreglements. Zudem wurde die Erhöhung der Aufnahmegebühr ab 2016 genehmigt und die Revision des Reglements der Stiftung Urheber- und Verlegerfürsorge (UVF) zuhanden der Generalversammlung vorbereitet. Weiterlesen
Vorstandsbericht-Sep2015-DayerErste Sitzung des neu konstituierten SUISA-Vorstands Die Sitzungen des SUISA-Vorstands vom September 2015 im Überblick: neu besetzte Vorstandskommissionen, Überarbeitung der Unternehmensstrategie, Personalvorsorgestiftung der SUISA, Terminkalender 2016 und weitere personelle und administrative Themen. Weiterlesen
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Mehr Geld für die Urheber und Verleger von Musik dank einem neuen Rekordstand bei den Inland-Einnahmen im Geschäftsjahr 2015 und der vom Vorstand der SUISA beschlossenen erneuten Zusatzverteilung von 7% auf allen Abrechnungen im Jahr 2016. (Foto: Africa Studio / Shutterstock.com)

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Die SUISA ist da, wo neue Musik entsteht

Mehr als 80 neue Werke melden die Mitglieder durchschnittlich jeden Tag bei der SUISA an. Mit ihrer Dienstleistung verschafft die SUISA den Komponisten und Textautoren Freiraum, um neue Musik zu schaffen. Als Bindeglied zwischen den Urhebern und jenen, die Musik ausserhalb des privaten Rahmens nutzen, ermöglicht sie, dass Musik öffentlich aufgeführt, gesendet oder online angeboten und dadurch vom Publikum entdeckt werden kann. Diesen Gedanken will die SUISA in ihrer Kommunikation verstärkt hervorheben.

Wo-neue-Musik-entsteht-Cover

Dieses Jahr erscheint der SUISA-Jahresbericht zum ersten Mal zusammen mit der Broschüre «Wo neue Musik entsteht». In dieser Publikation haben wir Komponistinnen und Komponisten aus verschiedenen Musikgenres und Sprachregionen der Schweiz porträtiert. (Bild: Titelseite Broschüre «Wo neue Musik entsteht», Foto: Robert Huber; Gestaltung: Crafft Kommunikation AG)

Hinter allen Musikstücken stehen Komponisten, hinter allen Liedtexten finden sich Autoren. Sie erschaffen mit ihren Liebesliedern, Protestsongs, Symphonien und Volksweisen den Soundtrack unseres Lebens. Paare heiraten zum «Hochzeitsmarsch» von Felix Mendelssohn Bartholdy, Fussballteams werden mit «Seven Nation Army» von The White Stripes gefeiert, und kürzlich sagte der Scorpions-Sänger Klaus Meine in einem Interview, dass zu ihrer Ballade «Still Loving You» schon Kinder gezeugt wurden.

Fast so, wie die Musik uns ab den ersten Gute-Nacht-Liedern umgibt, begleitet die SUISA die Komponisten und Textautoren bei ihrem Musikschaffen – oftmals von den ersten musikalischen Schritten an.

Wo neue Musik entsteht …

Neue Musik entsteht dank schöpferischen Urhebern. Zu Hause, in Proberäumen, Studios, Büros, in der Natur oder während Zugfahrten entstehen Ideen für Musik, werden Liedtexte geschrieben, wird komponiert oder bestehende Musik neu arrangiert. Pro Jahr werden bei der SUISA rund 30‘000 neue Werke angemeldet. Es sind also die Mitglieder der SUISA und ihrer Schwestergesellschaften im Ausland, die den Soundtrack unseres Lebens beständig erweitern.

Neue, talentierte Künstler sorgen dafür, dass die Quellen der Musik auch für zukünftige Generationen nicht versiegen. Sie bereichern die Musikszene, beliefern Radios mit neuen Inhalten und das Publikum mit neuen CDs, LPs oder digitalen Formaten. Sie begeistern Zuschauer und Zuhörer an Konzerten, und manchmal kreieren sie sogar neue Musikgenres oder Trends.

… ist auch die SUISA

Wo diese neue Musik entsteht, ist meistens auch die SUISA. Aktive Komponisten und Textautoren jeden Alters werden Mitglieder bei der SUISA. Sie melden ihre Werke bei der SUISA an, damit diese die Urheberrechte für die Mitglied wahrnimmt. Sie stellt sicher, dass diese Urheber für die Nutzung ihrer Werke bezahlt werden. Für viele Komponisten, Textautoren und Verleger sind diese Vergütungen ein substantieller Teil ihres Lebensunterhalts. Mit ihrer Dienstleistung nimmt die SUISA den Urhebern Zeit und Aufwand für administrative Arbeiten ab. Dadurch erhalten die kreativ Tätigen Lohn und Freiraum, der ihnen ermöglicht, neue Musik zu schaffen.

Die SUISA ist dabei nicht nur ein Dienstleister für ihre Mitglieder sondern vor allem auch ein Bindeglied zwischen den Urhebern und denen, die Musik ausserhalb des privaten Rahmens nutzen. Sie erteilt Lizenzen, damit Musik öffentlich aufgeführt, gesendet oder online angeboten werden kann. So ermöglicht die SUISA, dass neue Musik und Künstler vom Publikum auf Bühnen, im Radio oder auf Internetplattformen entdeckt werden kann, während die Urheber dafür bezahlt werden.

Zudem hat die SUISA vor 25 Jahren ihre Stiftung für Musik, die FONDATION SUISA, ins Leben gerufen. Mit mehr als 36 Mio. Franken hat die Stiftung seit der Gründung durch Beiträge an Werke und deren Aufführungen sowie Förderpreise die Schweizer Musik im In- und Ausland unterstützt und so die Entstehung und Verbreitung von neuer Schweizer Musik ermöglicht.

Neue Musik in Sponsoringaktivitäten und Jahresbericht der SUISA

Die SUISA ist also dort, wo neue Musik entsteht. Diesen Grundgedanken will die SUISA im Rahmen verschiedenen Aktivitäten stärker ins Bewusstsein rufen. Zum Beispiel beim Sponsoring, wo sich die SUISA auf Projekte und Anlässe fokussieren will, bei welchen das kompositorische Schaffen oder neue Künstler ein wichtiger Bestandteil sind. Oder beim Jahresbericht, der in diesem Jahr neu begleitet von einer Imagebroschüre erscheint.

In dieser Broschüre erzählen 5 Künstler und Gruppen in kurzen, spannenden Beiträgen, wo und wie ihre Musik entsteht. Zusätzlich zu diesen Kurzporträts in der Imagebroschüre werden auf dem SUISAblog im Verlauf der nächsten Monate die Interviews mit diesen Künstlern in ausführlicher Form und als Videos veröffentlicht werden.

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Mehr als 80 neue Werke melden die Mitglieder durchschnittlich jeden Tag bei der SUISA an. Mit ihrer Dienstleistung verschafft die SUISA den Komponisten und Textautoren Freiraum, um neue Musik zu schaffen. Als Bindeglied zwischen den Urhebern und jenen, die Musik ausserhalb des privaten Rahmens nutzen, ermöglicht sie, dass Musik öffentlich aufgeführt, gesendet oder online angeboten und dadurch vom Publikum entdeckt werden kann. Diesen Gedanken will die SUISA in ihrer Kommunikation verstärkt hervorheben.

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Dieses Jahr erscheint der SUISA-Jahresbericht zum ersten Mal zusammen mit der Broschüre «Wo neue Musik entsteht». In dieser Publikation haben wir Komponistinnen und Komponisten aus verschiedenen Musikgenres und Sprachregionen der Schweiz porträtiert. (Bild: Titelseite Broschüre «Wo neue Musik entsteht», Foto: Robert Huber; Gestaltung: Crafft Kommunikation AG)

Hinter allen Musikstücken stehen Komponisten, hinter allen Liedtexten finden sich Autoren. Sie erschaffen mit ihren…Weiterlesen

Analyse der Jahresrechnung 2014 der SUISA: Der Markt zwischen Mythos und Realität

Soeben hat die SUISA ihren Jahresbericht 2014 veröffentlicht und wird an ihrer Generalversammlung vom 19. Juni 2015 die Jahresrechnung erläutern. 2014 betrugen die Tarifeinnahmen aus der Schweiz und aus Liechtenstein 130,3 Millionen Franken. Somit liegt der Betrag höher als in den vergangenen Jahren. Liest man die Zahlen oberflächlich, könnten in Bezug auf den Zustand des Schweizer Marktes falsche Schlüsse gezogen werden. Eine Detailanalyse ist sinnvoll, damit wir zwischen Mythos und Realität unterscheiden können. Text von Vincent Salvadé

SUISA-Jahresbericht-2014

Der Jahresbericht 2014 der SUISA ist am 28.5.2015 erschienen. (Bild: Crafft Kommunikation AG)

Während die Musikindustrie die Piraterie und die «Gratis-Mentalität» anprangert, steigen die Einnahmen der SUISA: Wie ist das möglich?
Das gute Ergebnis 2014 ist grundsätzlich auf zwei Faktoren zurückzuführen. Erstens auf die im Juli 2014 getroffene Vereinbarung zur Nutzung privat kopierter Musik auf Smartphones. Diese setzte einem mehrjährigen Konflikt ein Ende und führte zu einer rückwirkenden Entschädigung für die Zeit vom 1. Juli 2010 bis zum 31. Dezember 2014. Diese Vergleichszahlung beläuft sich auf rund 3,6 Millionen Franken, wovon 2,8 Millionen Franken die Jahre vor 2014 betreffen. Zweitens bewirkten mehrere Streitfälle mit Privatradios, dass wir letztes Jahr Vergütungen für frühere Jahre in Rechnung stellen konnten. Dies erklärt – zumindest teilweise – die deutlich höheren Einnahmen aus dem Gemeinsamen Tarif S (11,4 Mio. Franken im Jahr 2014 gegenüber 9,4 Mio. im Vorjahr). Auch hier sollte man den «rückwirkenden Wert» berücksichtigen, bevor man aus der Marktentwicklung 2014 Schlüsse zieht.

Die SUISA nahm 2014 18,7 Mio. Franken aus Konzerten ein, gegenüber 21,9 Mio. Franken im Jahr 2013. Bricht der Konzertmarkt zusammen?
Die Antwort lautet: Nein. 2013 hatte die SUISA einige Anlässe in Rechnung gestellt, die eigentlich im Jahr 2012 hätten bearbeitet werden müssen. Aus verschiedenen Gründen geschah dies aber nicht, sodass der Betrag aus dem Jahr 2013 teilweise auf diese rückwirkenden Zahlungen zurückzuführen ist. Die Konzerteinnahmen entsprachen 2014 unseren Erwartungen. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass sich der Konzertmarkt auf einem hohen Niveau hält.

Wie sieht es mit der Tonträgerindustrie aus?
Auch hier könnten die Angaben für 2014 täuschen: Wir haben 2,5 Mio. Franken aus Ausland-Lizenzierungen eingenommen (für Verkäufe in der Schweiz), gegenüber 2,3 Mio. Franken im Jahr 2013. Das bedeutet nicht, dass die Tonträgerverkäufe zugenommen haben. Es ist vielmehr so, dass unsere Schwestergesellschaften im Ausland uns die Vergütungen für die Schweiz unregelmässig überweisen. Deshalb ist ein Vergleich zwischen den Jahren aufgrund dieser Zahlen kaum möglich. Will man die Situation auf dem Tonträgermarkt genauer erfassen, ist es besser, sich auf die Lizenzen zu beziehen, die die SUISA direkt für die Schweiz abgegeben hat. Und hier verzeichnen wir einen Rückgang von rund 20 % (von ca. 2,5 Mio. Franken im Jahr 2013 auf ca. 2 Mio. Franken im Jahr 2014). Die Verkäufe der physischen Datenträger brechen also weiterhin ein.

Und nun zum Online-Bereich: Überholt das Streaming demnächst den Download?
In Bezug auf die Jahresrechnung 2014: Nein. Wir stellten für den Download 4,6 Mio. Franken (gegenüber 4,3 Mio. Franken ein Jahr zuvor) und für das Streaming 1,5 Mio. Franken (gegenüber 315 000.– Franken im Jahr 2013) in Rechnung. Doch auch diese Zahlen müssen näher betrachtet werden, denn die Angaben zum Download umfassen auch die Einnahmen aus den paneuropäischen Lizenzierungen der SUISA. Früher erteilte die SUISA nur Lizenzen für die Schweiz und für Liechtenstein. Das bedeutet, dass die Zunahme der Einnahmen eher mit der Zunahme der Lizenzierungs-Gebiete zusammenhängt als mit einer erhöhten Nachfrage nach Download-Angeboten. Daneben hat sich das Streaming enorm entwickelt (+ 362 %). Auch wenn der Download in der Schweiz sich heute noch auf einem hohen Niveau bewegt, ist doch damit zu rechnen, dass es früher oder später wie in anderen Ländern vom Streaming überholt wird.

Lassen sich aus der Jahresrechnung 2014 der SUISA weitere Schlüsse ziehen?
Im audiovisuellen Bereich sind die neuen Systeme des digitalen Fernsehens deutlich im Vormarsch. Sie ermöglichen nicht nur die Übertragung von hunderten Programmen, sondern bieten auch die Möglichkeit des «Catch-up TV». Das zeitversetzte Fernsehen ermöglicht dem Zuschauer, innert einer bestimmten Frist sämtliche Programme nachträglich anzuschauen. Die Jahresrechnung 2014 der SUISA zeigt, wie gut das Publikum auf diese neuen Systeme anspricht: Wir verzeichnen eine Steigerung der Einnahmen aus der Verbreitung von Sendungen (GT 1: von 15,9 Mio. Franken im Jahr 2013 auf 16,8 Mio. Franken ein Jahr später) sowie jener aus dem GT 12 einschliesslich des «Catch-up TV» (von 920 000.– Franken im Jahr 2013 auf 1,3 Mio. Franken im Jahr 2014) . Das Gesetz bestimmt, dass die Rechte auf diesem Gebiet von den Verwertungsgesellschaften wahrgenommen werden müssen (was das «Catch-up TV» betrifft, so ist die Frage noch strittig). Das beweist, dass die kollektive Verwertung die Entwicklung neuer legaler und für das Publikum attraktiver Angebote ermöglicht und gleichzeitig eine angemessene Vergütung für die Rechteinhaber gewährleistet.

«Urheber fassen Fuss im Online-Geschäft» (Medienmitteilung)

Jahresbericht-2014-Cover

Jahresbericht 2014

Die Zahlen, Fakten und Erläuterungen zum Ergebnis des abgeschlossenen Geschäftsjahres der Schweizer Genossenschaft der Urheber und Verleger von Musik stehen unter www.suisa.ch/jahresbericht zum Download zur Verfügung.

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Soeben hat die SUISA ihren Jahresbericht 2014 veröffentlicht und wird an ihrer Generalversammlung vom 19. Juni 2015 die Jahresrechnung erläutern. 2014 betrugen die Tarifeinnahmen aus der Schweiz und aus Liechtenstein 130,3 Millionen Franken. Somit liegt der Betrag höher als in den vergangenen Jahren. Liest man die Zahlen oberflächlich, könnten in Bezug auf den Zustand des Schweizer Marktes falsche Schlüsse gezogen werden. Eine Detailanalyse ist sinnvoll, damit wir zwischen Mythos und Realität unterscheiden können. Text von Vincent Salvadé

SUISA-Jahresbericht-2014

Der Jahresbericht 2014 der SUISA ist am 28.5.2015 erschienen. (Bild: Crafft Kommunikation AG)

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