Tagarchiv: Ersatzwahl

An der SUISA-Generalversammlung 2017 teilnehmen und mitbestimmen

Die ordentliche Generalversammlung der SUISA findet am Freitag, 23. Juni 2017, im Kaufleuten Festsaal in Zürich statt. Wie war das Geschäftsjahr 2016? Wer wird neu in die Verteilungs- und Werkkommission gewählt? Wie weiter mit dem Service public bei der SRG? Welche Ziele werden mit dem kürzlich gegründeten Unternehmen Mint Digital Services verfolgt? Text von Dora Zeller

An der SUISA-Generalversammlung 2017 teilnehmen und mitbestimmen

Stimmberechtigte SUISA-Mitglieder können sich bis am 20. Juni 2017 für die Teilnahme an der Generalversammlung anmelden. (Foto: Juerg Isler, isler-fotografie.ch)

Das Geschäftsjahr 2016 ist abgeschlossen. Der Generalversammlung werden Lagebericht, Bilanz, Erfolgsrechnung, Geldflussrechnung sowie Anhang und Bericht der Revisionsstelle zur Genehmigung vorgeschlagen. Weiter berichtet die Geschäftsleitung über die Entwicklung des laufenden Geschäftsjahres und gibt einen Ausblick auf die folgenden Monate.

Ein Schwerpunkt beim Blick nach vorn stellt Mint Digital Services dar. Das Joint Venture mit der US-amerikanischen Gesellschaft für Musikrechte SESAC übernimmt die Abrechnung und Administration des Online-Lizenzierungsgeschäfts von SESAC und SUISA. Das kürzlich gegründete Unternehmen bietet seine Dienstleistungen auch anderen Marktteilnehmern wie z. B. (Major)-Verlagen oder ausländischen Verwertungsgesellschaften an.

Ersatzwahl, Politik und Förderung

Alex Kirschner tritt aus der Verteilungs- und Werkkommission der SUISA zurück. Als Ersatz wird Jonas Zellweger zur Wahl vorgeschlagen. Jonas Zellweger komponiert und orchestriert Film- und Werbemusik und tritt live als Theatermusiker auf. Er ist SUISA-Mitglied seit 2009.

Géraldine Savary, Ständerätin und Vorstandsmitglied der SUISA, kommentiert die laufenden politischen Debatten rund um die Finanzierung der SRG mit Gebührengeldern und den Service public. Unter anderem geht es dabei um die «No-Billag»-Initiative und die Streichung der Spartensender der SRG. Beide Diskussionsthemen sind für Schweizer Musikschaffende relevant. Sie können Einfluss haben auf die Einnahmen der SUISA und damit auf die Vergütungen, die den Bezugsberechtigten verteilt werden können.

Als besonderer Gast ist Jürg Stahl, Nationalratspräsident, an die SUISA-GV eingeladen. Der aktuell höchste Schweizer zeichnet sich durch Vielseitigkeit aus: sportlich integriert, politisch vernetzt, wirtschaftlich kompetent. Ob und welche Beziehungen er zur Schweizer Kultur- und Musikszene hat, wird er in seiner Grussbotschaft verraten.

Zudem informiert die FONDATION SUISA, die Musikförderstiftung der SUISA, über ihre Aktivitäten des vergangenen Jahres und verleiht den diesjährigen Stiftungspreis, der mit 25 000 Franken dotiert ist.

Zivilschutz-Big-Band Winterthur

Eröffnet wird die SUISA-GV 2017 von der Zivilschutz-Big-Band Winterthur, erweitert mit Marie Louise Werth (Gesang), Rainer Bischof (Euphonium) und Urs Schnell (Querflöte), unter der Leitung von Reto Parolari. (Foto: ZS-Bildarchiv)

Anreise und Verpflegung

Den Teilnehmenden wird empfohlen, für die Anreise an die Generalversammlung die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Es stehen keine reservierten Parkplätze zur Verfügung. Die Parkhäuser Talgarten und Gessnerallee sind 3 – 15 Min. Fussmarsch beim Festsaal Kaufleuten entfernt. Vor der Generalversammlung stehen Kaffee und «Gipfeli» bereit. Nach der Versammlung wird ein Stehlunch serviert.

Weitere Informationen:
www.suisa.ch/generalversammlung

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Auf den Spartensendern der SRG lebt die Schweizer MusikAuf den Spartensendern der SRG lebt die Schweizer Musik – Sechs Spartensender der SRG sollen abgeschafft werden. Dies verlangt eine Motion der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrats. Für die Schweizer Musikschaffenden hätte dies verheerende Folgen. Gerade von diesen Sendern wird hiesige Musik viel gespielt und gefördert. Unterzeichnen Sie die Online-Petition «Hände weg von den Spartenradios» jetzt! Weiterlesen
Mint Digital Services: Antworten zu den wichtigsten FragenMint Digital Services: Antworten zu den wichtigsten Fragen Die SUISA hat zusammen mit der US-amerikanischen Gesellschaft SESAC das Joint Venture Mint Digital Services gegründet. Das Unternehmen übernimmt die Abrechnung und Administration des Online-Lizenzierungsgeschäfts von SESAC und SUISA und bietet seine Dienstleistungen auch Verlagen und Verwertungsgesellschaften an. Mit Warner/Chappel Music bezieht bereits ein Major-Verlag Dienstleistungen von Mint Digital Services. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten. Weiterlesen

 

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Die ordentliche Generalversammlung der SUISA findet am Freitag, 23. Juni 2017, im Kaufleuten Festsaal in Zürich statt. Wie war das Geschäftsjahr 2016? Wer wird neu in die Verteilungs- und Werkkommission gewählt? Wie weiter mit dem Service public bei der SRG? Welche Ziele werden mit dem kürzlich gegründeten Unternehmen Mint Digital Services verfolgt? Text von Dora Zeller

An der SUISA-Generalversammlung 2017 teilnehmen und mitbestimmen

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SUISA rechnet 2017 mit markantem Anstieg bei den Streaming-Einnahmen

Zuoberst auf der Traktandenliste der Sitzung des SUISA-Vorstands vom Dezember 2016 stand das Budget für das nächste Geschäftsjahr. Der Vorstand stellte mit Genugtuung fest, dass sich die positive Entwicklung aus den letzten Jahren in Bezug auf die Einnahmen fortsetzt (+3,2%). Der Aufwand bleibt stabil und die Verteilsumme erhöht sich leicht (+2,91%). Bericht aus dem Vorstand von Dora Zeller

SUISA rechnet 2017 mit markantem Anstieg bei den Streaming-Einnahmen

Der Topf mit Vergütungen für Streaming-Nutzungen soll sich für Urheber und Verleger mehr auffüllen: Die SUISA rechnet im Budget für das Geschäftsjahr 2017 im Online-Bereich mit einem Einnahmenzuwachs von +13,4% gegenüber dem Vorjahr. (Foto: Manu Leuenberger)

Im Budget für das Geschäftsjahr 2017 sind höhere Einnahmen aus Sende- und Aufführungsrechten sowie aus Vergütungsansprüchen vorgesehen. Dank den Tarifen GT 4i (Smartphones) und GT 12 (Vermietung Settop-Boxen) wird bei den Vergütungsansprüchen mit einer Zunahme von knapp 11% gerechnet. Eine markante Steigerung wird auch im Online-Bereich, vor allem beim Streaming erwartet (13,4%). Sinken werden voraussichtlich die Vervielfältigungsrechte (-3,8%); eine Folge der Marktentwicklung. Für die Auslandeinnahmen werden ebenfalls tiefere Erträge (-4,5%) budgetiert.

Der Vorstand und die Geschäftsleitung der SUISA planen auch die längerfristige Zukunft: Neben der Roadmap 2017 wurden der Finanzplan und die Strategie bis ins Jahr 2020 besprochen. Der Vorstand hat die von der Geschäftsleitung präsentierten Entwürfe diskutiert und genehmigt.

Kostenabzüge bleiben gleich

Ein weiteres Traktandum jeweils am Jahresende sind die Kostenabzüge. Der Vorstand beschliesst, mit welchen Abzügen die Einnahmen aus dem laufenden Jahr im Folgejahr verteilt werden. Für die Schweiz und den Online-Bereich bewegen sich die Prozentsätze wie im Vorjahr zwischen 10 und 15%. Eine Ausnahme bilden im Bereich Vervielfältigungsrechte die Tarife PI und VI, für die das Cannes-Agreement gilt (7,025% und 9,025%).

Weiter wurde der Prozentsatz überprüft, der aufgrund der Gegenseitigkeitsverträge in den letzten Jahren auf den Auslandeinnahmen abgezogen worden war. Nachdem verschiedene Schwestergesellschaften höhere Abzüge anwenden, wurden Pro und Contra einer Erhöhung sorgfältig abgewogen. Die Vorstandsmitglieder entschieden sich den Abzug von 4% beizubehalten.

Benvenuti a Lugano

Für die Herbst-Sitzungen 2017 reisen die Mitglieder des Vorstands der SUISA nicht wie bis anhin nach Lausanne sondern nach Lugano. Und warum nicht auch eine Generalversammlung in der italienischsprachigen Schweiz? Gemäss Planung könnte es 2021 soweit sein.

Ersatzwahl in die Verteilungs- und Werkkommission

Alex Kirschner, Werbe- und Filmmusik-Komponist, tritt im Sommer 2017 aus der Verteilungs- und Werkkommission (VWK) zurück. Um den frei werdenden Sitz bewirbt sich der aus der gleichen Musiksparte stammende Jonas Zellweger – SUISA-Mitglied seit 2009. Der Vorstand schlägt ihn einstimmig der Generalversammlung zur Wahl vor.

Artikel zum Thema
Sitzung des SUISA-Vorstands: Einnahmen, Budget und Klassik-Sponsoring Viermal pro Jahr treffen sich die Mitglieder des Vorstands der SUISA zu Sitzungen in Kommissionen und im Plenum. Ein Teil der Traktanden steht wiederkehrend zu einem vorgegebenen Zeitpunkt im Jahr an: Im Frühling ist die Jahresrechnung des vergangenen Geschäftsjahres ein wichtiger Punkt. Im Dezember wird das Budget für das Folgejahr definiert. Weiterlesen
Streamripping – Kassettenrekorder im Internet Streamripping-Software zeichnet Audio- und Videostreams auf. Dadurch kann eine Kopie des vollständigen Streams als Datei abgespeichert werden. Im Schweizer Urheberrechtsgesetz ist eine Vergütung für die Privatkopie festgelegt, die auf Aufnahme- und Speichermedien anwendbar ist. Die Streamrip-Apps werden von der gesetzlichen Vergütungspflicht nicht erfasst – wie zuvor die Kassettenrekorder. Weiterlesen
Die Generalversammlung 2016 der Genossenschaft SUISA im Zentrum Paul Klee 217 Komponisten, Textautoren und Verleger von Musik haben an der SUISA-Generalversammlung am 24. Juni 2016 in Bern ihr Mitbestimmungsrecht über ihre Genossenschaft wahrgenommen. Neben dem Gastreferat des SRG-Generaldirektors Roger de Weck, der Verleihung des Stiftungspreises und des Werkjahres der FONDATION SUISA war die Revision des Fürsorgereglements das zentrale Thema. Weiterlesen
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Zuoberst auf der Traktandenliste der Sitzung des SUISA-Vorstands vom Dezember 2016 stand das Budget für das nächste Geschäftsjahr. Der Vorstand stellte mit Genugtuung fest, dass sich die positive Entwicklung aus den letzten Jahren in Bezug auf die Einnahmen fortsetzt (+3,2%). Der Aufwand bleibt stabil und die Verteilsumme erhöht sich leicht (+2,91%). Bericht aus dem Vorstand von Dora Zeller

SUISA rechnet 2017 mit markantem Anstieg bei den Streaming-Einnahmen

Der Topf mit Vergütungen für Streaming-Nutzungen soll sich für Urheber und Verleger mehr auffüllen: Die SUISA rechnet im Budget für das Geschäftsjahr 2017 im Online-Bereich mit einem Einnahmenzuwachs von +13,4% gegenüber dem Vorjahr. (Foto: Manu Leuenberger)

Im Budget für das Geschäftsjahr 2017 sind höhere Einnahmen aus Sende- und Aufführungsrechten sowie aus Vergütungsansprüchen vorgesehen. Dank den Tarifen GT 4i (Smartphones) und GT 12 (Vermietung Settop-Boxen) wird bei den Vergütungsansprüchen mit einer Zunahme von knapp 11% gerechnet.…Weiterlesen

Neue Mitglieder im Vorstand der SUISA

An der Generalversammlung der SUISA vom 19. Juni 2015 in Freiburg sind Marie Louise Werth und Zeno Gabaglio in den Vorstand der SUISA gewählt worden. Sie ersetzen Monika Kaelin und Massimiliano Pani, die aus dem Vorstand ausgeschieden sind und an der Versammlung mit Dank für ihre Mitarbeit im obersten Leitungsgremium der SUISA verabschiedet wurden. Wer sind die neuen Vorstandsmitglieder? Eine Vorstellung der Neugewählten im Interview und in Kurzbiografien.

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Zeno Gabaglio und Marie Louise Werth nach der erfolgreichen Wahl in den Vorstand der SUISA an der Genossenschafts-Generalversammlung 2015 im Hotel «NH Fribourg». (Foto: Robert Huber)

Marie Louise Werth, SUISA-Mitglied seit 1988

Was ist Ihre Motivation, im Vorstand der SUISA mitzuwirken?
Kunst ist die reinste Form der Liebe. Sie ist unsterblich und der Freude gewidmet. Gründe genug, Ihr respektvoll zu begegnen und Ihr mit viel Herzblut gemeinsam zu dienen. In diesem Sinne freue ich mich sehr auf die neuen Herausforderungen- und Aufgaben als Vorstandsmitglied der SUISA.

Welches Wissen und welche Erfahrungen bringen Sie für die Vorstandstätigkeit mit?
Die letzten 20 Jahre Mitgliedschaft in der Verteil- und Werkkommission der SUISA waren für
mich sehr lehrreich und interessant. Auch als Vollblutmusikerin mit über 30 Jahren Bühnenpräsenz konnte ich wertvolle Erfahrungen sammeln, die ich gerne im neuen Amt der SUISA miteinfliessen lassen werde.

Was für Themen werden Ihnen als SUISA-Vorstandsmitglied besonders am Herzen liegen?
Als Kulturschaffende ist mir der Schutz der Urheberrechte wie auch eine gerechte Verteilung der zustehenden Entlöhnung für das der SUISA anvertraute “Geistige Eigentum“ eines jeden Mitglieds das zentrale Anliegen. Kulturelle Förderungsbeiträge im Allgemeinen sowie eine gesunde Transparenz- und positive Volksnähe der SUISA-Gesellschaft gegenüber der Öffentlichkeit liegen mir ebenso am Herzen.

Welches Lied oder Musikstück hätten Sie gerne selber komponiert und warum?
Die geniale Liedkomposition «HAPPY BIRTHDAY TO YOU»/ …«GOOD MORNING TO YOU» der Hill-Schwestern Mildred J. und Petty Smith hätte ich gerne selber zu Papier gebracht – ich denke, es gibt wohl kaum ein Lied, das tagtäglich weltweit unermüdlich abermals erklingt und zelebriert wird wie dieses, und das zugleich die wunderbare Kraft besitzt, Emotionen in Windeseile freizusetzen.

Marie Louise Werth, geboren 1963, ist in Disentis aufgewachsen und seit 1991 im Kanton OW sesshaft. Sie studierte am Konservatorium Zürich Klavier und Orgel. 1987 erwarb sie das Lehrdiplom für Klavier, gefolgt von einer 5-jährigen Gesangsausbildung in Luzern. Parallel dazu feierte sie von 1987 bis 1989 mit der Gruppe «Furbaz» Grosserfolge. Mit der Eigenkomposition «Viver Senza Tei» gewannen sie 1989 den nationalen Concours Eurovision de la Chanson und vertraten – als erster und bis anhin einziger rätoromanischer Beitrag – damit die Schweiz am internationalen Contest.
1992 startete Marie Louise Werth ihre Solokarriere. Mit neuen musikalischen Projekten steht sie mittlerweile seit über 30 Jahren auf der Bühne. Seit dem Comeback der «Furbaz» 2004 bestreitet sie jährlich exklusiv mit ihnen eine Weihnachtstournee der Superlativen. 2014 gewannen sie nach 25 Jahren erneut den PRIX WALO als «Publikumslieblinge für ausserordentliche Leistungen in 2013».
Von 1993 bis 2015 war Marie Louise Werth Mitglied der Verteilungs- und Werkkommission der SUISA.

Zeno Gabaglio, SUISA-Mitglied seit 2003

Was ist Ihre Motivation, im Vorstand der SUISA mitzuwirken?
Für denjenigen, der daran glaubt, dass der Mensch heute und in Zukunft sich selbst – seine Freude, seine Schmerzen, seine Gedanken  –  durch Musik ausdrücken kann, für den ist und bleibt die Rolle der SUISA von fundamentaler Bedeutung: Sie räumt den Urhebern die besten Konditionen und Garantien für ihr Schaffen ein. Vorstandsmitglied der SUISA zu sein, bedeutet, diesen unausweichlichen Grundgedanken stets im Hinterkopf zu behalten und ihn aktiv in alle Herausforderungen – menschlicher, künstlerischer oder technischer Art – einzubeziehen, mit denen wir heutzutage stets auf Neue konfrontiert werden.

Welches Wissen und welche Erfahrungen bringen Sie für die Vorstandstätigkeit mit?
Ich bringe eine vielseitige Erfahrung ein – von der «reinen» Musik bis zur Musik für Filme oder Theaterstücke, von der Livearbeit bis hin zur Studioarbeit. Dies ermöglicht eine präzise Herangehensweise an bestimmte Themen, aber auch einen transversalen Ansatz in Bezug auf die verschiedenen Spezialisierungen. Denn es geht dabei immer um die Musik, und wenn man sich für Musik generell einsetzt, kann man einfach nicht zulassen, dass jemand davon ausgeschlossen wird.

Was für Themen werden Ihnen als SUISA-Vorstandsmitglied besonders am Herzen liegen?
Eine der grössten Herausforderungen besteht darin, die Folgen der Onlinevermarktung von Musik zu erfassen, denn wie man weiss, wird die physisch vorhandene Disk mengenmässig gesehen immer unbedeutender, wohingegen die verschiedenen Onlinedienste zur Verbreitung und zum Verkauf von Musik sich unkontrollierbar verbreiten. Weitere interessante Themen sind das Prinzip der Gegenseitigkeit bei der Auszahlung der Urheberrechte mit den Schwestergesellschaften – hier denke ich insbesondere an die Beziehungen mit der SIAE und Italien – und die etwas unklare Regelung bei Musikproduktionen (für Theater, Oper und Musical), die nicht primär durch die SUISA geschützt werden.

Welches Lied oder Musikstück hätten Sie gerne selber komponiert und warum?
Das ist eine Frage, die man im Lauf des Jahres immer anders beantworten würde. Gegenwärtig – es mag daran liegen, dass der Sommer bevorsteht – höre ich oft und mit grosser Bewunderung das Stück «Índia», das 1973 von der brasilianischen Sängerin Gal Costa herausgebracht wurde: eine sehr ergreifende Melodie und ein unglaublich reiches Arrangement. Abgesehen davon entdeckt man dann, dass vor ihr das Gesangsduo Cascatinha und Inhana bereits in den Fünfzigerjahren damit erfolgreich war und dass – vor ihrer Zeit – der Komponist des Stücks, José Asunción Flores, gar kein Brasilianer war: ein Stück, das in Paraguay entstanden ist, mit einem spanischen Text und einem völlig anderen musikalischen Verlauf!

Zeno Gabaglio, geboren 1979, hat zusätzlich zu einem Studium in Philosophie ein Diplom
in Cello und einen Master in Improvisation abgeschlossen (Lugano, Basel und Florenz). Nach der Ausbildungszeit widmete er sich der Musik unter verschiedenen Gesichtspunkten, bevorzugt hat er aber immer die authentischen und vielleicht die am wenigsten voraussehbaren Formen. Seine drei bisherigen Tonträger-Veröffentlichungen («Niton», Pulver & Asche, 2013; «Gadamer», Altrisuoni, 2009; «Uno», Pulver & Asche, 2007) wurden von internationalen Kritikern mit Enthusiasmus aufgenommen. Aus seiner Feder stammen die Filmmusiken zu rund 20 europäischen Filmen, die bei wichtigen internationalen Festivals ausgezeichnet wurden. Weiter hat er mannigfach Musik fürs Theater geschaffen.
Er ist an Konzerten in unterschiedlichstem musikalischem Umfeld und an bedeutenden Locations in Europa, USA und Asien aufgetreten. Im Verlauf seiner Karriere hat er bereits zusammengearbeitet mit u. a. Bugge Wesseltoft, Michel Godard, Villi Hermann, Frankie Hi NRG, Teho Teardo, Vinko Globokar, Peter Kernel und René Burri.
Zeno Gabaglio ist seit jeher auch als Kritiker und Promoter neuer Musik in der italienischen Schweiz aktiv. Zudem ist er Mitglied in der Jury des Schweizer Musikpreises und der kantonalen Subkommission der Musik.
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An der Generalversammlung der SUISA vom 19. Juni 2015 in Freiburg sind Marie Louise Werth und Zeno Gabaglio in den Vorstand der SUISA gewählt worden. Sie ersetzen Monika Kaelin und Massimiliano Pani, die aus dem Vorstand ausgeschieden sind und an der Versammlung mit Dank für ihre Mitarbeit im obersten Leitungsgremium der SUISA verabschiedet wurden. Wer sind die neuen Vorstandsmitglieder? Eine Vorstellung der Neugewählten im Interview und in Kurzbiografien.

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Zeno Gabaglio und Marie Louise Werth nach der erfolgreichen Wahl in den Vorstand der SUISA an der Genossenschafts-Generalversammlung 2015 im Hotel «NH Fribourg». (Foto: Robert Huber)

Marie Louise Werth, SUISA-Mitglied seit 1988

Was ist Ihre Motivation, im Vorstand der SUISA mitzuwirken?
Kunst ist die reinste Form der Liebe. Sie ist unsterblich und der Freude gewidmet. Gründe genug, Ihr respektvoll zu begegnen und Ihr mit viel Herzblut gemeinsam…Weiterlesen

Verteilungs- und Werkkommission: Der SUISA-Vorstand schlägt 15 Kandidaten und Kandidatinnen vor

An der SUISA-Generalversammlung vom 19. Juni 2015 in Freiburg werden 15 neue Vertreter in die Verteilungs- und Werkkommission der SUISA gewählt. Seit der Ausschreibung im September 2014 haben sich über 120 Komponisten, Textautoren und Verleger beworben oder wurden der SUISA vorgeschlagen. Nach einem mehrmonatigen Auswahlverfahren schlägt nun der SUISA-Vorstand der Generalversammlung 15 Kandidatinnen und Kandidaten vor.

VWK-Kandidaten-Ersatzwahl

Die Mitglieder der Verteilungs- und Werkkommission werden von der SUISA-Generalversammlung gewählt. An der GV am 19. Juni 2015 in Freiburg stehen 15 Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl. (Bild: Manu Leuenberger, mit Illustrationen von: Marylia / Shutterstock.com)

Die Auswahl war alles andere als einfach: Nach der Ausschreibung im letzten September standen über 120 Persönlichkeiten aus der Schweizer Musikszene – Komponisten, Textautoren und Verleger – für die Nachfolge der 15 abtretenden Mitglieder der Verteilungs- und Werkkommission (VWK) der SUISA zur Auswahl. Kandidaturen aus allen Musiksparten und Landesteilen der Schweiz sowie aus Liechtenstein lagen vor.

Auswahl durch SUISA-Komitee und -Vorstand

Ab Dezember 2014 begann das VWK-Nominationskomitee bestehend aus Vertretern des SUISA-Vorstands und der Geschäftsleitung sowie Verantwortlichen der Mitgliederabteilung damit, die eingegangenen Dossiers zu sichten. Bei der Auswahl wurde darauf geachtet, dass durch die zukünftige Zusammensetzung der VWK möglichst viele Musikrichtungen und alle Sprachregionen der Schweiz sowie das Fürstentum Liechtenstein vertreten sein werden. Ausserdem soll die Kommission mit Komponisten, Textautoren sowie auch Musikverleger besetzt sein. Wichtig ist auch eine möglichst gute Durchmischung hinsichtlich Alter und Geschlecht.

In mehreren Sitzungen und nach persönlichen Gesprächen mit einigen der Kandidaten erstellte das Nominationskomitee eine Liste möglicher Nachfolger. Diese wurde dem SUISA-Vorstand vorgelegt, der sich schliesslich in seiner Sitzung vom 9. April 2015 auf 15 Personen geeinigt hat.

Die 15 Kandidatinnen und Kandidaten für die Ersatzwahl

Der Vorstand wird an der SUISA-Generalversammlung am 19. Juni 2015 folgende Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl vorschlagen:

Nik Bärtsch – Pianist, Komponist und Musikproduzent (Zürich/ZH)
Walter Boss – Blasmusikkomponist und –dirigent (Vaduz/FL)
Bruno Brodt – Ländler- und Blasmusikern (Zizers/GR)
Pascal Brunko – Tontechniker, Komponist, Produzent und Verleger (Valangin/NE)
Ursina Giger – Singer-Songwriterin (Zürich/ZH)
Stephan Kohler – DJ und Produzent von elektronischer Musik (Lausanne/VD)
Grégoire Liechti – Verleger (Genf/GE)
Ann Kathrin Lüthi – Komponistin und Sängerin (Zürich/ZH)
Xavier Samuel Michel – Autor, Komponist und Verleger (Genf/GE)
Guido Röösli – Urheber und Verleger (Luzern/LU)
Marco Santilli – Klarinettist, Komponist und Sänger (Niederhasli/ZH)
Jörg Schneider – Komponist (Lengnau/BE)
Philipp Schweidler – Musikproduzent, Komponist und Verleger (Zürich/ZH)
Mathias Spohr – E-Komponist und Musikwissenschaftler (Zürich/ZH)
Thomas Zbornik – Komponist und Verleger (Arth/SZ)

Ausführliche Porträts der Kandidaten finden Sie in der brieflichen Einladung zur SUISA-Generalversammlung oder hier (PDF, 0.25 MB).

Es steht anderen SUISA-Mitgliedern frei, sich an der Generalversammlung im Juni für die Verteilungs- und Werkkommission zur Wahl aufzustellen.

So werden die Mitglieder der VWK gewählt

Steht die Wahl neuer VWK-Mitglieder an, veröffentlicht dies die SUISA über ihre Publikationsorgane, schreibt Verbände an und wendet sich direkt an potentielle Kandidaten. Die eingegangen Dossiers werden vom VWK-Nominationskomitee gesichtet. Das Komitee besteht aus

  • dem Vorsitzenden der Verteilungs- und Werkkommission,
  • dem Vize-Präsidenten des SUISA-Vorstandes,
  • dem Präsidenten der SUISA-Vorstandskommission «Tarife und Verteilung» sowie
  • der SUISA-Direktorin  zuständig für das Departement «Mitgliederdienste & Verteilung».

Das Komitee schlägt dem SUISA-Vorstand eine Auswahl geeigneter Kandidaten vor. Anschliessend entscheidet der Vorstand, welche Kandidatinnen und Kandidaten der Generalversammlung zur Wahl vorgeschlagen  werden.

Aufgaben der Verteilungs- und Werkkommission

Die VWK beschäftigt sich primär mit Verteilungsfragen, die im Verteilungsreglement geregelt werden. Die Kommission

  • prüft die Bestimmungen des Verteilungsreglements und ihre Auswirkungen auf die Verteilungsergebnisse;
  • stellt dem Vorstand Anträge betreffend Änderung des Verteilungsreglements;
  • behandelt in erster Instanz Rekurse gegen Entscheide der Geschäftsleitung über die Einstufung von Sendeprogrammen und über die Schutzfähigkeit von Werken und Bearbeitungen freier Werke;
  • hat beratende Funktion hinsichtlich der Beurteilung von nicht autorisierten Umarbeitungen geschützter Werke und von Plagiaten.

Die VWK wird durch die Mitglieder an der Generalversammlung gewählt. Sie kann gemäss den Regelungen in den Statuten Ziff. 9.4 auch mit weiteren Aufgaben betraut werden. Jedes Kommissionsmitglied hat eine Stimme, abwesende Mitglieder können nicht durch andere Kommissionsmitglieder vertreten werden.

Gemäss den Statuten der SUISA setzt sich die VWK aus höchstens 22 Mitgliedern zusammen. Sie zählt sowohl Urheber als auch Verleger zu ihren Mitgliedern und wird von der Generalversammlung alle vier Jahre neu gewählt. Die Amtsdauer beträgt vier Jahre. Die Mitglieder können höchstens drei Mal wiedergewählt werden.

Die aktuellen Mitglieder der VWK finden Sie hier.

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An der SUISA-Generalversammlung vom 19. Juni 2015 in Freiburg werden 15 neue Vertreter in die Verteilungs- und Werkkommission der SUISA gewählt. Seit der Ausschreibung im September 2014 haben sich über 120 Komponisten, Textautoren und Verleger beworben oder wurden der SUISA vorgeschlagen. Nach einem mehrmonatigen Auswahlverfahren schlägt nun der SUISA-Vorstand der Generalversammlung 15 Kandidatinnen und Kandidaten vor.

VWK-Kandidaten-Ersatzwahl

Die Mitglieder der Verteilungs- und Werkkommission werden von der SUISA-Generalversammlung gewählt. An der GV am 19. Juni 2015 in Freiburg stehen 15 Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl. (Bild: Manu Leuenberger, mit Illustrationen von: Marylia / Shutterstock.com)

Die Auswahl war alles andere als einfach: Nach der Ausschreibung im letzten September standen über 120 Persönlichkeiten aus der Schweizer Musikszene – Komponisten, Textautoren und Verleger – für die Nachfolge der 15 abtretenden Mitglieder der Verteilungs- und Werkkommission (VWK) der SUISA zur…Weiterlesen

Generalversammlung 2015: Meine SUISA, deine SUISA, unsere SUISA!

Die Generalversammlung 2015 der SUISA findet am Freitagmorgen, 19. Juni 2015, im Hotel «NH Fribourg» in Freiburg statt. Zuerst geht es um die statutarischen Geschäfte. Dann werden der Vorstand sowie die Verteilungs- und Werkkommission für die Amtsdauer 2015 – 2019 gewählt. Text von Dora Zeller

GV-2015-Gustav

Ein Heimspiel für den mehrsprachigen Barden, der schon als 16-Jähriger seine eigenen Lieder zu komponieren begann: Gustav wurde in Freiburg geboren, spielte im Fri-Son sein erstes Konzert als Solokünstler und wird die SUISA-Generalversammlung 2015 in der Saanestadt eröffnen. (Foto: Stéphane Schmutz, stemutz.com)

Eröffnet wird die Veranstaltung durch Gustav, den Freiburger Multiinstrumentalisten mit den leidenschaftlichen Liveshows. Seine Lieder singt der vielseitige Musiker in Schweizer Mundart (Senslerdeutsch), auf Französisch und Hochdeutsch.

Zahlen und Wahlen

Jahresbericht, Bilanz, Betriebsrechnung und Revisionsbericht zum abgeschlossenen Geschäftsjahr werden vorgestellt und bedürfen der Zustimmung der stimmberechtigten Mitglieder. Danach stehen Wahlen auf dem Programm: Monika Kaelin und Massimiliano Pani scheiden aus dem Vorstand der SUISA aus. Die Verteilungs- und Werk-kommission (VWK) verliert 15 von ihren 22 Mitgliedern. Das heisst: Sie wählen zwei neue Vorstands- und 15 neue VWK-Mitglieder. Dann gilt es, die beiden Gremien inklusive Vorstandspräsidenten für die nächste Amtsperiode zu bestätigen.

Gastreferat von Pierre Muckly, Präsident DUN

Pierre Muckly ist Präsident des DUN, des Dachverbands der Urheber- und Nachbarrechtsnutzer. In dieser Funktion sitzt er oft als Parteienvertreter mit der SUISA am Verhandlungstisch. In seinem Gastreferat an der Generalversammlung der SUISA hört man mehr über die Herausforderungen bei der Ausarbeitung von tragfähigen Lösungen, wenn sich Verhandlungspartner mit unterschiedlichen Haltungen an einen Tisch setzen.

Zwischenbericht über das laufende Geschäftsjahr

Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage konnte die SUISA für 2014 ein erfreuliches wirtschaftliches Ergebnis verbuchen. Am Tag der Generalversammlung werden die ersten 6 Monate des aktuellen Geschäftsjahres schon bald vorbei sein. In einem Zwischenbericht wird aufgezeigt, wie sich die Zahlen im laufenden Jahr entwickeln.

Preisverleihung der FONDATION SUISA

Sie erleben nicht nur die Verleihung des mit 20‘000 Franken dotierten Preises der FONDATION SUISA, der dieses Jahr für aussergewöhnliche Leistungen im musikalischen Genre Schlager/Musique de variété vergeben wird. Es wird auch eine Hörprobe aus dem Repertoire des Preisträgers serviert.

Bestimmen Sie mit – nehmen Sie teil!

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Die Generalversammlung 2015 der SUISA findet am Freitagmorgen, 19. Juni 2015, im Hotel «NH Fribourg» in Freiburg statt. Zuerst geht es um die statutarischen Geschäfte. Dann werden der Vorstand sowie die Verteilungs- und Werkkommission für die Amtsdauer 2015 – 2019 gewählt. Text von Dora Zeller

GV-2015-Gustav

Ein Heimspiel für den mehrsprachigen Barden, der schon als 16-Jähriger seine eigenen Lieder zu komponieren begann: Gustav wurde in Freiburg geboren, spielte im Fri-Son sein erstes Konzert als Solokünstler und wird die SUISA-Generalversammlung 2015 in der Saanestadt eröffnen. (Foto: Stéphane Schmutz, stemutz.com)

Eröffnet wird die Veranstaltung durch Gustav, den Freiburger Multiinstrumentalisten mit den leidenschaftlichen Liveshows. Seine Lieder singt der vielseitige Musiker in Schweizer Mundart (Senslerdeutsch), auf Französisch und Hochdeutsch.

Zahlen und Wahlen

Jahresbericht, Bilanz, Betriebsrechnung und Revisionsbericht zum abgeschlossenen Geschäftsjahr werden vorgestellt und bedürfen der Zustimmung der stimmberechtigten Mitglieder. Danach…Weiterlesen

Bernard Cintas neu im Stiftungsrat der FONDATION SUISA

Der Vorstand der SUISA hat Bernard Cintas neu in den Stiftungsrat der FONDATION SUISA gewählt. Jean-Pierre Mathez, der seit 1997 mit grossem Engagement im Stiftungsrat tätig war, wofür ihm an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt sei, ist per Ende Dezember 2014 von seinem Amt zurückgetreten. Der neu gewählte Bernard Cintas, geboren 1961, wohnt in der französischsprachigen Schweiz. Wir haben dem neuen Stiftungsratsmitglied ein paar Fragen gestellt.

Bernard-Cintas-Portrait

Bernard Cintas ist Gründungsmitglied und Präsident der Association romande des Musiques Populaires, Organisator des Festival des Musiques Populaires de Moudon und neu seit Januar 2015 Mitglied im Stiftungsrat der FONDATION SUISA. (Foto: zVg)

Bernard Cintas, welche musikalischen, beruflichen und sonstigen Erfahrungen werden Sie als neues Mitglied in den Stiftungsrat der FONDATION SUISA einbringen?
Mein musikalischer Werdegang begann als Schlagzeuger und Perkussionist in Laien-Akkordeonensembles sowie in Rock- und Bluesbands. Parallel dazu war ich in mehreren kantonalen und regionalen Akkordeonverbänden aktiv und präsidierte die Association Romande des Musiques populaires. Der Verband umfasst die Westschweizer Blaskapellen, Chöre und Akkordeonorchester und organisiert seit 2006 das Festival des Musiques Populaires de Moudon. All diese Aktivitäten erlaubten mir, die unterschiedlichen Volksmusiken der Westschweiz sowie die damit zusammenhängenden Probleme und Schwierigkeiten kennenzulernen. Ausserdem hatte ich die Gelegenheit, Akteurinnen und Akteure der Volksmusik aus der Deutschschweiz zu treffen und mich mit den kulturellen und strukturellen Unterschieden im Bereich der Volksmusik beidseits der Saane zu befassen.

Was halten Sie ganz allgemein von der Kultur- und Musikförderung in der Schweiz?
Meines Erachtens ist die Musikförderung für Berufsmusiker gut strukturiert. Was die Laienverbände betrifft, so ist die Förderung etwas diffus und weniger sichtbar, abgesehen von Institutionen wie der Loterie Romande.

Was kann eine private Institution, beispielsweise die FONDATION SUISA, zur Förderung des Schweizer Musikschaffens beitragen?
Sie kann die Komposition von Musikstücken und die Verwirklichung ganzer Musikprojekte fördern. Sie kann aber auch die Ausbildungsstätten unterstützen, da nicht alle öffentlich subventioniert werden.

Was wünschen Sie der Schweizer Musikbranche für die Zukunft?
Dass sie ihren kulturellen Reichtum und ihre Vielfalt erhalten möge, indem sie die regionalen Besonderheiten pflegt und aus dem Kulturerbe schöpfen kann, das glücklicherweise noch sehr präsent ist. Bei all dem soll sie sich aber auch emanzipieren und nach vorn ausrichten.

Welche Musik hat Sie in letzter Zeit besonders berührt oder beeindruckt?
Es war ein Stück für Blasmusik und Akkordeonorchester eines jungen Genfer Komponisten. Es heisst «Super Novae» und bewegt sich mit eleganter Stimmführung durch die Musikstile, wobei es mit verschiedensten Timbres und Farben spielt. Ein schönes Beispiel für das Überwinden von Festgefahrenem und von Vorurteilen, die das Musikschaffen allzu oft behindern.


Der Stiftungsrat der FONDATION SUISA ab 1.1.2015

Präsidium: Erika Hug, Vizepräsidium: Thomas Pfiffner
Mitglieder: Susanne Abbuehl, René Baiker, Bernard Cintas, Andri Hardmeier, David Johnson, Laurent Mettraux, Marco Neeser, Marc Savary, Peter Schmidlin, Andreas Wegelin

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Der Vorstand der SUISA hat Bernard Cintas neu in den Stiftungsrat der FONDATION SUISA gewählt. Jean-Pierre Mathez, der seit 1997 mit grossem Engagement im Stiftungsrat tätig war, wofür ihm an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt sei, ist per Ende Dezember 2014 von seinem Amt zurückgetreten. Der neu gewählte Bernard Cintas, geboren 1961, wohnt in der französischsprachigen Schweiz. Wir haben dem neuen Stiftungsratsmitglied ein paar Fragen gestellt.

Bernard-Cintas-Portrait

Bernard Cintas ist Gründungsmitglied und Präsident der Association romande des Musiques Populaires, Organisator des Festival des Musiques Populaires de Moudon und neu seit Januar 2015 Mitglied im Stiftungsrat der FONDATION SUISA. (Foto: zVg)

Bernard Cintas, welche musikalischen, beruflichen und sonstigen Erfahrungen werden Sie als neues Mitglied in den Stiftungsrat der FONDATION SUISA einbringen?
Mein musikalischer Werdegang begann als Schlagzeuger und Perkussionist in Laien-Akkordeonensembles sowie in Rock- und Bluesbands.…Weiterlesen

Save the date: SUISA-Generalversammlung am Freitag, 19. Juni 2015 in Freiburg

Die Generalversammlung 2015 der SUISA findet am Freitag, 19. Juni 2015 im Hotel «NH Fribourg» in Freiburg statt. Alle stimmberechtigten SUISA-Mitglieder sind eingeladen, sich das Datum vorzumerken.

Generalversammlung 2015 Save the date

An der letztjährigen SUISA-Generalversammlung im Kursaal in Bern haben 184 stimmberechtigte Mitglieder teilgenommen. Zur wichtigsten Versammlung der Genossenschaft werden rund 10 650 stimmberechtigte Urheber und Verleger (Stand per Ende Dezember 2014) eingeladen. (Foto: Jürg Isler, Bearbeitung: Manu Leuenberger)

«Ob Liedermacher oder Rockmusiker. Freiburg hat ein kulturell reiches Leben», schreibt der Verein «Fribourgissima Image Fribourg» auf seiner Kampagnenwebsite zur Förderung der Region. Gemeint sind Gustav und The Young Gods, «zwei Beispiele von Musikgrössen aus Freiburg», die aus der über 850-jährigen Saanestadt aufbrachen, um sich in der Musikwelt einen Namen zu machen.

Freiburg, mit der Bahn nur knapp 40 Minuten von Lausanne und 20 Minuten von Bern entfernt, also mittendrin zwischen «Grüezi» und «Bonjour», hat noch viel mehr Kultur zu bieten. Dazu gehören neben vielen weiteren Attraktionen das neue, 2012 eröffnete Gastspielhaus «Equilibre», das Filmfestival «FIFF», das internationale Festival für geistliche Musik, das Kunstfestival «Belluard Bollwerk», das Zentrum für zeitgenössische Kunst «Fri Art», der «Espace Jean Tinguely – Niki de Saint Phalle» und natürlich der rennomierte Konzertclub «Fri-Son».

Wahlen, Preisverleihung, Networking

In dieses kulturelle Umfeld passt die Generalversammlung der Schweizer Genossenschaft der Urheber und Verleger von Musik ausgezeichnet. Die stimmberechtigten Mitglieder treffen sich dieses Jahr am Freitag, 19. Juni im Hotel «NH Fribourg». Beginn der SUISA-GV ist um 11 Uhr. Die Zeit vor und nach der Hauptversammlung gibt Möglichkeit für Networking mit den Teilnehmenden. SUISA-Mitarbeitende stehen zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung.

Auf dem Programm der Generalversammlung 2015 stehen Ersatzwahlen für den Vorstand sowie die Verteilungs- und Werkkommission der SUISA. Ebenso findet die Verleihung des Preises der FONDATION SUISA, der dieses Jahr für aussergewöhnliche Leistungen im Bereich des Schweizer Schlagers vergeben wird, im Rahmen der Versammlung statt. Weitere Details zum Tagesablauf werden später bekanntgegeben. Das Protokoll der letztjährigen Generalversammlung kann auf der SUISA-Website nachgelesen werden.

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  1. Fournier sagt:

    Bonjour!
    Question:
    Pourquoi organisez-vous chaque année l’assemblée générale de Suisa
    lors du week-end de la fête de la musique?
    Souhaitez-vous qu’il y a ait le moins de musiciens possible qui y participent?
    C’est un des week-ends les plus occupés pour la plupart des musiciens que je connais…!
    C’est aussi mon cas, donc je ne pourrai pas venir..!
    Dommage.
    Salutations!
    sylvain

    • Manu Leuenberger sagt:

      Cher Sylvain

      Merci beaucoup de votre commentaire. Par le passé, l’Assemblée générale de SUISA a eu lieu lors de différents week-ends de juin. Il est difficile d’éviter les dates où se déroulent des événements musicaux. Le mois de juin est très riche en événements culturels. Il n’est pas possible d’organiser l’Assemblée générale plus tôt dans l’année, car les comptes annuels doivent être disponibles et parce que nous avons besoin d’un certain temps de préparation. Après le mois de juin, nous tomberions sur la période des vacances d’été.

      Il est souhaitable qu’un maximum de membres ayant le droit de vote puissent s’exprimer lors de l’Assemblée générale. C’est précisément en raison des nombreuses manifestations musicales ayant lieu le week-end que quelques membres ont souhaité que l’AG ait lieu le vendredi et non le samedi. Dans ces conditions, l’Assemblée générale de cette année aura lieu un vendredi matin, le 19 juin 2015, à 11h.

      Le choix du vendredi doit permettre la participation à l’AG des membres qui se produisent le samedi ou le dimanche. Nous serions donc heureux si, malgré votre engagement dans le cadre de la Fête de la musique, vous parveniez à vous libérer le vendredi matin pour participer à l’AG.

      Avec nos sincères salutations, Manu Leuenberger / Communication SUISA

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Die Generalversammlung 2015 der SUISA findet am Freitag, 19. Juni 2015 im Hotel «NH Fribourg» in Freiburg statt. Alle stimmberechtigten SUISA-Mitglieder sind eingeladen, sich das Datum vorzumerken.

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An der letztjährigen SUISA-Generalversammlung im Kursaal in Bern haben 184 stimmberechtigte Mitglieder teilgenommen. Zur wichtigsten Versammlung der Genossenschaft werden rund 10 650 stimmberechtigte Urheber und Verleger (Stand per Ende Dezember 2014) eingeladen. (Foto: Jürg Isler, Bearbeitung: Manu Leuenberger)

«Ob Liedermacher oder Rockmusiker. Freiburg hat ein kulturell reiches Leben», schreibt der Verein «Fribourgissima Image Fribourg» auf seiner Kampagnenwebsite zur Förderung der Region. Gemeint sind Gustav und The Young Gods, «zwei Beispiele von Musikgrössen aus Freiburg», die aus der über 850-jährigen Saanestadt aufbrachen, um sich in der Musikwelt einen Namen zu machen.

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