Tagarchiv: Diskussion

Komposition in Zeit und Raum

Im Rahmen der Basler Biennale Zeiträume, welche neue Musik und Architektur vereint, diskutieren am Samstag, 23. September 2017, eine Komponistin und drei Komponisten in einem Publikumsgespräch, wie ihre Werke entstehen. Text von Erika Weibel

Komposition in Zeit und Raum

An der Basler Biennale für neue Musik und Architektur findet am 23. September 2017 um 15:00 Uhr unter dem Titel «Zeiträume schaffen» ein Komponistengespräch statt. (Foto: Anna Katharina Scheidegger)

Vom 16. bis zum 24. September 2017 öffnet Basel seine Tore für ein spannendes Hörerlebnis: Neue Musik erschallt in den ungewöhnlichsten Ecken und Gassen. Gross und Klein sind eingeladen, sich auf musikalische Abenteuer einzulassen. So erklingt zum Beispiel im Hallenbad ein «Wasserspiel» (Kompositionen und Improvisationen für wechselnde Besetzungen im Hallenbad Spiegelfeld Binningen), oder man kann ein Alphornkonzert auf dem Basler Münsterplatz erleben. Auch Museen, Türme, sogar Friedhöfe öffnen ihre Tore der neuen Musik und geben dem Publikum so die Gelegenheit, Raum und Zeit ganz neu wahrzunehmen.

Das Festival Zeiträume zeichnet sich damit aus, dass es Komponistinnen und Komponisten beauftragt, für vorbestimmte Räumlichkeiten Werke zu komponieren, die am Festival uraufgeführt werden. Der aufmerksame Zuhörer kommt so nicht nur in den Genuss von verschiedenen Uraufführungen, sondern er kann erleben, welchen Eindruck, welche Einwirkung der Raum auf die Arbeit der Komponistin oder des Komponisten gehabt hat.

Komponistengespräch

Eine Komponistin und drei Komponisten, deren Werke an der diesjährigen Biennale uraufgeführt werden, tauschen sich beim Publikumsgespräch «Zeiträume schaffen» vom 23. September 2017 aus. Wie sehr hat sie die Räumlichkeit bei der Komposition ihres Werks inspiriert? Wie entstehen Werke und für wen werden sie geschrieben? Die Komponistin und die Komponisten erzählen von ihrer Arbeit und geben Auskunft über ihre neuen Werke, die sie für das Festival geschaffen haben.

Eintritt frei – Reservierung erforderlich

Nehmen auch Sie die Gelegenheit wahr, um dem Gedankenaustausch unter Komponierenden zuzuhöhren und um Fragen zu stellen. Herzlich sind Sie auch zum anschliessenden Aperitif eingeladen, bei dem gerne weiter rund um das Thema Komposition in Zeit und Raum philosophiert werden kann.

Werkraum Warteck PP / Restaurant Don Camillo, Burgweg 7, 4058 Basel
23. September, 15:00 Uhr
Gesprächsteilnehmende: Beat Gysin, Junghae Lee, Mario Pagliarani, Balthasar Streiff
Moderation: Bernhard Günther

Weitere Informationen und Programm des Festivals Zeiträume finden Sie unter: www.zeitraeumebasel.com

Das Komponistengespräch wird unterstützt von der SUISA.

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Im Rahmen der Basler Biennale Zeiträume, welche neue Musik und Architektur vereint, diskutieren am Samstag, 23. September 2017, eine Komponistin und drei Komponisten in einem Publikumsgespräch, wie ihre Werke entstehen. Text von Erika Weibel

Komposition in Zeit und Raum

An der Basler Biennale für neue Musik und Architektur findet am 23. September 2017 um 15:00 Uhr unter dem Titel «Zeiträume schaffen» ein Komponistengespräch statt. (Foto: Anna Katharina Scheidegger)

Vom 16. bis zum 24. September 2017 öffnet Basel seine Tore für ein spannendes Hörerlebnis: Neue Musik erschallt in den ungewöhnlichsten Ecken und Gassen. Gross und Klein sind eingeladen, sich auf musikalische Abenteuer einzulassen. So erklingt zum Beispiel im Hallenbad ein «Wasserspiel» (Kompositionen und Improvisationen für wechselnde Besetzungen im Hallenbad Spiegelfeld Binningen), oder man kann ein Alphornkonzert auf dem Basler Münsterplatz erleben. Auch Museen, Türme, sogar Friedhöfe öffnen ihre Tore…Weiterlesen

20 Jahre M4music – und die SUISA mittendrin

Über die letzten 20 Jahre ist das Festival M4music zu einem wichtigen Stelldichein der schweizerischen Pop-Musikbranche geworden. Zum Jubiläum bietet das Festival bei der Ausgabe 2017 zahlreiche Networking-Gelegenheiten, Informationsveranstaltungen, Abendkonzerte sowie eine Showcase Stage für junge Schweizer Talente. Diese Vielfalt an Aktivitäten ermöglichen es dem Publikum, einen fundierten und breit gefächerten Einblick auf das aktuelle Musikgeschehen zu erhaschen. Text von Erika Weibel

20 Jahre M4music – und die SUISA mittendrin

Über 700 Songs wurden für die Demotape Clinic 2016 eingesandt. Veronica Fusaro (Bild) erhielt für den Song «Come To Naught» den Hauptpreis «Demo of the Year» und den «FONDATION SUISA Award» in der Kategorie Pop. (Foto: Alessandro Della Bella)

Die SUISA engagiert sich beim Festival M4music schon seit Jahren. Auch in diesem Jahr können Musikschaffende auf zwei Panels direkt vom Fachwissen von SUISA-Mitarbeitenden profitieren und am alljährlichen Professional-Apéro netzwerken. Zudem unterstützt die SUISA die Showcase Stage, auf der Schweizer Newcomer ihre Musik dem Festivalpublikum präsentieren können.

Die FONDATION SUISA, die Musikförderstiftung der SUISA, ist Hauptpartnerin der etablierten Demotape Clinic, die im Rahmen des Festivals M4music stattfindet. In den Sparten Rock, Pop, Urban und Electronic werden die besten Songs unter den eingesandten Demos mit den «FONDATION SUISA Awards» ausgezeichnet. Zudem wird gemeinsam mit dem Migros-Kulturprozent der Hauptpreis «Demo of the Year» verliehen. Die Award-Show findet am Samstag, 1. April 2017, um 19.00 Uhr in der Box im Schiffbau statt. Im selben Rahmen verleiht die FONDATION SUISA gemeinsam mit den Solothurner Filmtagen und M4music auch die Preise für die Best Swiss Video Clips 2017.

Sämtliche Informationsveranstaltungen und die Darbietungen auf der Showcase Stage sind für das Publikum kostenlos.

Panels am M4music 2017 mit SUISA-Beteiligung

Freitag, 31.3.2017, 14:45 Uhr, Matchbox
Urheberrechtsstreitgespräch: Sampling, Remix, Mashup

Samples und Remixes sind in der Musikbranche weit verbreitet. Dennoch führt gerade dieses Thema oft zu emotionalen Diskussionen und wirft auch bei Profimusikern Fragen auf: Was darf man, was darf man nicht? Wo muss man ab wann bei wem welche Rechte einholen? Fragen, die in Zeiten der Digitalisierung an neuer Schärfe gewinnen. Kann das geltende Urheberrechtsgesetz hier zeitgemässe Antworten liefern? Das Panel wird präsentiert von der SUISA.

Samstag, 1.4.2017, 17:45 Uhr, Matchbox
Blockchain: Mehr als ein Hype?

Blockchain ist die Technologie der Stunde. Kein anderes Thema beflügelt die Phantasien von Gründern, Investoren und IT-Strategen wie das der Digitalwährung Bitcoin entlehnte Konzept. In der Finanzindustrie spricht man der Blockchain das Potenzial zu, ganze Wirtschaftszweige grundlegend zu verändern. Die Blockchain ermöglicht blitzschnelle und fälschungssichere Transaktionen ohne Zwischenhändler. Das sorgt auch für Diskussionen in der Musikindustrie: Einnahmen könnten damit automatisch und sicher unter Rechteinhabern verteilt und die Kräfteverhältnisse auch in der Musikbranche kräftig verändert werden. Doch wie funktioniert die Blockchain genau? Diese Veranstaltung vermittelt Einstiegswissen und diskutiert die Chancen und Herausforderungen für Musiker und Verwertungsgesellschaften. Am Gespräch teilnehmen wird als Referent Andreas Wegelin, Generaldirektor der SUISA.

www.m4music.ch

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«Nichts und gar nichts schlägt den gut geschriebenen Song» Der internationale Erfolg mit Bonaparte ist der vorläufige Höhepunkt der bereits lange andauernden Songschreiberkarriere von Tobias Jundt. Aus seiner Feder stammen mehrere hundert Titel, in grosser stilistischer Vielfalt geschrieben auch für oder zusammen mit anderen Künstlern. Sein Wissen und seine Erfahrungen als Komponist gibt der in Berlin lebende Berner als Gastdozent an der Zürcher Hochschule der Künste im Fach «Songwriting» weiter. Ein Interview mit dem SUISA-Mitglied, das 2016 für den Grand Prix Musik nominiert ist und am Festival Label Suisse in Lausanne mit seiner neuen Formation Mule & Man auftrat. Weiterlesen
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Über 700 Songs wurden für die Demotape Clinic 2016 eingesandt. Veronica Fusaro (Bild) erhielt für den Song «Come To Naught» den Hauptpreis «Demo of the Year» und den «FONDATION SUISA Award» in der Kategorie Pop. (Foto: Alessandro Della Bella)

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Rückschau auf das Festival M4music 2016 aus SUISA-Sicht

Mitte April 2016 fand die 19. Ausgabe des Festivals M4music statt. Die SUISA war auch dieses Jahr als Partner mit von der Partie und präsentierte unter anderem je eine Podiumsdiskussion in Lausanne und Zürich. Zudem konnten Musikschaffende am traditionellen Professionals-Apéro von der SUISA und Swissperform ihre Beziehungen pflegen. Text von Michael Welti

M4music-2016-Schiffbau

Das diesjährige M4music lockte rund 6000 Musikbegeisterte und 850 Professionals nach Zürich und Lausanne. (Foto: Migros Kulturprozent)

Neben zahlreichen Konzerten mit Schweizer und internationalen Acts bot das Festival M4music auch dieses Jahr ein reichhaltiges Rahmenprogramm mit Workshops und Panels. Die SUISA beteiligte sich an der Organisation von zwei Podiumsdiskussionen zu aktuellen Themen im hiesigen Musikgeschäft.

Lausanne: Debatte zu Konzertvergütungen im Le Romandie

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Podiumsdiskussion über das Veranstalten von Konzerten in der Schweiz am M4music-Festival in Lausanne mit (v.l.n.r.): Gil Vassaux, Yvan Jaquemet, Patrick David, Michael Drieberg, Nadia Demont und Stéphane Gobbo (Moderation). (Foto: Erika Weibel)

Am Eröffnungstag des Festivals fand im Lausanner Club Le Romandie ein Panel zum Thema «Konzerte veranstalten in der Schweiz: Ausser Spesen nichts gewesen?» statt. Zu Beginn des Panels verdeutlichte Nadia Demont von der SUISA in Lausanne anhand eines Beispiels, dass mehrere Urheber an einem Titel beteiligt sein können.

Bei 20 Titeln von Johnny Hallyday können insgesamt 49 Bezugsberechtigte beteiligt sein, erklärte Demont. Die Gage für den Auftritt geht an den Interpreten Johnny Hallyday. Durch die Vergütung über die SUISA werden auch die Komponisten und Textautoren für ihre Arbeit bezahlt.

Die Diskussionsteilnehmer am Panel in Lausanne unterhielten sich angeregt über das Tarifsystem der SUISA, in dem einige Verbesserungspotential sahen. So wurde zum Beispiel angemerkt, dass nicht transparent sei, wem wie viel Rabatt auf die geforderten Entschädigungen gewährt werde. Dabei ging vergessen, dass die genauen Tarifkonditionen unter anderem auf der SUISA-Website für alle öffentlich einsehbar sind.

Auch die Höhe der zu bezahlenden Entschädigungen für Urheberrechte wurde von den Konzertveranstaltern kritisiert. Das ganze finanzielle Risiko liege beim Veranstalter und die Gewinnmargen seien tief. Wobei Michael Drieberg (Live Music Production) anmerkte: «Die schönen Zeiten mit U2 und Tina Turner sind vorbei. Heute ist es die Realität, dass man wenig verdient.»

Zürich: Urheberrecht im Online-Zeitalter

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Die Gesprächsrunde an dem von der SUISA präsentierten Panel am M4music in Zürich (v.l.n.r.): Willi Egloff, Martin Steiger, Marina Villa (Moderation), Patrick Dehmer, Fabian Niggemeier. (Foto: Erika Weibel)

Am Nachmittag des zweiten Festivaltags fand im Moods im Zürcher Schiffbau das Podiumsgespräch zur Frage: «Wie viel Urheberrecht braucht’s im Internet?» statt. Welche Rolle spielt das Urheberrecht im Zusammenhang mit den digitalen technologischen Entwicklungen? Hindert es die Kreativität oder macht sie diese erst möglich, da die Urheber für ihre Arbeit Geld bekommen?

Schnell wurde am Panel klar, dass die Diskussion rund um das Urheberrecht komplex ist. Zum einen sollen geschützte Inhalte nutzbar sein, und zum anderen sollen die Urheber für Ihre Arbeit fair entschädigt werden.

Kritik am Verwertungsmodell der Filmindustrie

Die Ursache für Verstösse gegen das Urheberrecht im Internet habe oft mit mangelndem Unrechtsbewusstsein oder Unwissenheit der User zu tun, wurde im Gespräch festgehalten. Auch Verwertungsmodelle mit zeitversetzten Veröffentlichungsterminen wie es die Filmindustrie noch anwende, wurden als mögliche Anregung zu missbräuchlichem Nutzerverhalten genannt.

Willi Egloff vom Schweizerischer Verband der FilmproduzentInnen entgegnete, dass es sich Filmproduzenten finanziell nicht leisten könnten, einen Film weltweit zum gleichen Zeitpunkt in mehreren Sprachen zu veröffentlichen. Die Produktionskosten für einen günstigen Schweizer Film würden etwa 1 Million Schweizer Franken betragen, meinte Egloff. Diese Aufwände seien nur an der Kinokasse und eben durch die Verwertung mit zeitversetzter Veröffentlichung wieder einspielbar.

Gegen das Unrechtsbewusstsein und die Unwissenheit der User könnten Warnhinweise eine nützliche Massnahme sein, meinte Fabian Niggemeier von der SUISA. Zum Beispiel im Fall, wenn die Eltern als Inhaber eines Internet-Anschlusses durch einen Warnhinweis erfahren, dass sich ihre Kinder im Netz widerrechtlich verhalten.

Revision des Urheberrechts nötig

Ob und wie das Blocken von Websites, die gegen das Urheberrecht verstossen, nötig oder machbar ist, war man sich unter den Diskussionsteilnehmern nicht einig. Übereinstimmung hingegen bestand in der Meinung, dass das Urheberrechtsgesetz an die Realitäten des Internets angepasst werden muss.

Das Schweizer Urheberrechtsgesetz sollte jedoch wie bisher technologieneutral sein, mahnte Fabian Niggemeier. Im aktuellen Vorschlag zur Gesetzesrevision ist zum Beispiel die Peer-to-peer- Technologie erwähnt. Das macht keinen Sinn: «In zehn Jahren ist diese Technologie nicht mehr relevant», meinte Fabian Niggemeier. Dafür gäbe es andere, neue Technologien – und jedes Mal müsste danach in einem langwierigen Prozess das Gesetz wieder angepasst werden.

Professional-Apéro, Showcase Stage und Demotape Clinic

Der SUISA-/Swissperform-Professional-Apéro am M4music in Zürich wurde auch dieses Jahr von zahlreichen Musikschaffenden besucht und genutzt, um neue Kontakte zu knüpfen oder bestehende zu pflegen. Zur Netzwerkpflege diente auch der «Coffee and Cake by SUISA» am M4music in Lausanne, der dieses Jahr zum zweiten Mal durchgeführt wurde.

Die SUISA beteiligte sich auch als Partner an der von Swissperform organisierten Showcase Stage. Auf diese Bühne präsentierten sich am Freitag und am Samstag in Zürich Schweizer Bands und Musiker dem interessierten Publikum.

An der diesjährigen Demotape Clinic erhielt Veronica Fusaro & Band aus Thun den Hauptpreis «Demo of the Year 2016» für den Song «Come To Naught». Die «FONDATION SUISA Awards» in den Sparten Rock, Pop, Urban und Electronic gingen an:

  • Kategorie Pop: Veronica Fusaro & Band (BE) für «Come To Naught»
  • Kategorie Electronic: Audio Dope (BS) für «Unconditional (feat. Emilia Anastazja)»
  • Kategorie Rock: John Gailo (ZH) für «Brain»
  • Kategorie Urban: Pink Flamingo (GE) für «She Goes»
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Label-Suisse_IntroSchweizer Musik als Erlebnisreise am Festival Label Suisse 86 Veranstaltungen, 7 Konzertsäle, eine Open-Air-Bühne, der «Marché de la Musique» plus die Verleihung des ersten Schweizer Musikpreises durch das Bundesamt für Kultur (BAK). Das reichhaltige Angebot am Label Suisse 2014 erforderte einen handfesten Plan für die persönliche Entdeckungs- und Genussreise durch das Festivalprogramm. Alles mitkriegen und nichts verpassen war unmöglich. Weiterlesen
MaMA-2015-GruppenfotoZusammenarbeit am MaMA: Ein Erfolg, der sich bestätigt Am Donnerstag, 15. Oktober 2015, hat der dritte Swiss Business Mixer am MaMA Festival in Paris stattgefunden. Anschliessend hat sich Marc Ridet für ein kurzes Interview zur Verfügung gestellt. Marc Ridet ist Direktor des Swiss Music Exports, zuständig vor allem für die Unterstützung von Schweizer Künstlern, die im frankophonen Musikmarkt Fuss fassen wollen. Weiterlesen
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Mitte April 2016 fand die 19. Ausgabe des Festivals M4music statt. Die SUISA war auch dieses Jahr als Partner mit von der Partie und präsentierte unter anderem je eine Podiumsdiskussion in Lausanne und Zürich. Zudem konnten Musikschaffende am traditionellen Professionals-Apéro von der SUISA und Swissperform ihre Beziehungen pflegen. Text von Michael Welti

M4music-2016-Schiffbau

Das diesjährige M4music lockte rund 6000 Musikbegeisterte und 850 Professionals nach Zürich und Lausanne. (Foto: Migros Kulturprozent)

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Lausanne: Debatte zu Konzertvergütungen im Le Romandie

M4music-2016-Panel-Le-Romandie

Podiumsdiskussion über das Veranstalten von Konzerten in der Schweiz am M4music-Festival in Lausanne mit (v.l.n.r.): Gil Vassaux, Yvan Jaquemet, Patrick David,…Weiterlesen

Die SUISA ist am Electron Festival in Genf dabei

Die SUISA ist bei der 13. Ausgabe des Electron Festivals zum ersten Mal als Partner dabei und veranstaltet zusammen mit den Festivalmachern ein Panel zum Thema: «Wieso bezahlen Veranstalter auch die SUISA – und wer bekommt das Geld?» Das Festival für elektronische Kultur findet vom 24. bis 27. März 2016 in Genf statt und bietet neben Liveacts und DJs auch Installationen, Workshops und Konferenzen.

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Das Electron Festival in Genf findet dieses Jahr zum 13. Mal statt. Zum ersten Mal als Partner dabei ist die SUISA. (Bild: Electron)

Am Osterwochenende vom 24. bis 26. März 2016 wird in Genf die elektronische Kultur zelebriert. Die 13. Ausgabe des Electron Festivals bietet DJs, Liveacts, Installationen, Workshops und Panels. Die SUISA unterstützt das Festival 2016 als Partner und ist Mitveranstalter eines Panels zum Thema Urheberrechtsentschädigungen für Veranstaltungen in Clubs.

An diesem Panel diskutieren Künstler, Veranstalter und SUISA-Vertreter darüber, weshalb Clubs neben der Gage für den DJ auch eine Vergütung zugunsten der Komponisten und Textautoren an die SUISA bezahlen müssen. Und das unabhängig davon, ob eine Veranstaltung rentiert oder nicht. Wie viel von diesem Geld sehen letztlich die Urheber und Verleger? Von Interesse ist auch die Frage, ob durch das System der Hitboxen das Geld wirklich an die richtigen Komponisten und Textautoren der gespielten Songs geht.

Die Diskussionsrunde richtet sich an Künstler, Veranstalter und andere Professionals aus dem Bereich der elektronischen Musik und der Clubszene. Das Panel findet statt am Karfreitag, dem 25. März 2016, von 18.30 bis 20 Uhr in der Salle de conférence du rez im Bâtiment d’Art Contemporain, 28, rue des Bains in Genf.

Am Panel diskutieren:

  • Manuel Oberholzer (Feldermelder), Komponist und DJ
  • Philippe Pellaud, Programmleiter des Genfer «Festival de la Bâtie»
  • Nicolas Pont, Rechtsdienst SUISA Lausanne

Moderiert wird die Diskussion vom Journalisten Rocco Zacheo.

Interessierte können sich bis Donnerstag, 24. März 2016, anmelden unter: emmanuelle(at)headfun(dot)ch. Die Platzzahl ist beschränkt.

Nach dem Panel laden die SUISA und die Festivalveranstalter die Panel-Besucher von 20.00 bis 21.15 Uhr zu einem Apéro ein. Der Apéro findet am gleichen Ort wie das Panel statt.

Das vollständige Programm des Electron Festivals findet sich unter: www.electronfestival.ch

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WeLoveMachines-SLT2013-Videostill«Die Songs sind das Wichtigste von allem» | mit Video – We Love Machines aus Bern gewannen mit ihrem Song «Silver Eyes» bei der ersten Austragung des nationalen Musikförderwettbewerbs Swiss Live Talents den «FONDATION SUISA Award» für die beste Komposition. Die Nominierten für den Kompositionspreis bei der diesjährigen Durchführung des Wettbewerbs sind nun bekannt. Weiterlesen
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Die SUISA ist bei der 13. Ausgabe des Electron Festivals zum ersten Mal als Partner dabei und veranstaltet zusammen mit den Festivalmachern ein Panel zum Thema: «Wieso bezahlen Veranstalter auch die SUISA – und wer bekommt das Geld?» Das Festival für elektronische Kultur findet vom 24. bis 27. März 2016 in Genf statt und bietet neben Liveacts und DJs auch Installationen, Workshops und Konferenzen.

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Heisses Eisen Urheberrecht

Wie sieht die Zukunft des Urheberrechts im Zeitalter des digitalen Overloads aus? Diese Frage konnte natürlich auch nicht in einer einstündigen Paneldiskussion am diesjährigen Musiksymposium in Zürich beantwortet werden. Im Gegenteil: Die Diskussionsrunde zu diesem Thema zeigte einmal mehr, wie komplex dieses Thema ist, wie unterschiedlich die Interessen der einzelnen Akteure sind – und letztlich: wie wichtig der Dialog ist.

Musiksymposium-2014-Haas-Wegener

Wohin geht die Zukunft des Urheberrechts? Lorenz Haas von IFPI Schweiz und der Gesprächsleiter Poto Wegener (SWISSPERFORM) an der Paneldiskussion am Musiksymposium 2014 in Zürich. (Foto: Wolfgang Rudigier)

Nein, es wurden keine Köpfe eingeschlagen, keiner verliess die Diskussionsrunde, und die Teilnehmer am Panel schrien sich auch nicht an. Dabei barg das Thema und die Zusammensetzung der Teilnehmer durchaus Eskalations-Potential. Auf der einen Seite sassen Musiker und Vertreter der Musikindustrie, die sich für eine faire Vergütung ihres Schaffens einsetzen. Auf der anderen Seite der Vorstandspräsident des Vereins Digitale Allmend, die einen öffentlichen Zugang zu digitalen Gütern und deren Weiterentwicklung sichern wollen. Hinzu kamen der Leiter Rechtsdienst von Swisscom und der Generaldirektor der SUISA.

Das Panel fand im Rahmen des Musiksymposiums am 9. September im Hallenstadion in Zürich statt. Im Publikum sassen rund 80 Vertreter aus der Musikbranche und deren Umfeld. Ausgangslage der Diskussion waren die Empfehlungen der Arbeitsgruppe zum Urheberrecht (AGUR12), die von Bundesrätin Simonetta Sommaruga im August 2012 einberufen worden war. Nach der Veröffentlichung des Schlussberichts der Arbeitsgruppe im Dezember 2013 hat sich der Bundesrat im Juni 2014 in einer Mitteilung für eine Modernisierung des Urheberrechts ausgesprochen.

Wer bezahlt wofür?

Das Gespräch kam rasch auf die grundlegende Frage, wie die Nutzung von Musik im Internet vergütet werden soll, wer wofür bezahlen soll, was erlaubt ist und was nicht. Bei Letzterem zeigt sich auch schon die Krux der ganzen Diskussion: Der Download, auch aus illegalen Quellen, soll in der Schweiz weiterhin legal bleiben. Dieser Zustand wurde sowohl von Vertretern der Musikindustrie wie auch von Swisscom moniert und bedauert. Allerdings war die Straf-Freiheit für die Konsumenten eine Grundvoraussetzung für die Massnahmen, die von der AGUR12 ausgearbeitet werden sollten.

Ausgehehend von dieser Tatsache diskutierten die Panelteilnehmer mögliche Modelle, die den Urhebern und Musikern eine faire Vergütung für ihr Schaffen zuteil kommen lässt. Die Musikvertreter sahen hier vor allem auch eine Pflicht der Telekommunikationsindustrie: Die zunehmend höheren Bandbreiten würden nicht zuletzt dafür verwendet, um urheberrechtlich geschützte Inhalte hoch- und runterzuladen. Dem widersprachen der Vertreter von Swisscom sowie der Vorstandspräsident der Digitalen Allmend. Treiber für die Breitbandentwicklung seien Telemedizin, das Arbeiten von zu Hause aus und das Fernsehen in hoher Auflösung.

Kondome versus illegal angebotene Musik

Auch bei der Diskussion, wie man den Zugang zu illegalen Quellen erschweren kann, prallten Welten aufeinander. Auf der einen Seite standen Musiker und Vertreter der Musikindustrie, die sich für Massnahmen wie Site-Blocking (das Sperren von illegalen Quellen) oder Warnhinweisen für Nutzer von illegalen Quellen einsetzten. Demgegenüber stand der Vertreter von Swisscom, der weder sein Unternehmen als Privatpolizei oder als verlängerter Arm der Musikindustrie sieht, noch die Kunden verärgern will.

Gegen solche Massnahmen sprach sich auch der Vertreter der Digitalen Allmend aus, der für eine Verhältnismässigkeit der Massnahmen plädierte und einen Kollateralschaden fürchtete. Würden solche Massnahmen erst einmal eingeführt, könnten beispielsweise auch Kirchenvertreter die Sperrung von Seiten mit Kondomwerbung verlangen. (Bloss werden Kondome von den entsprechenden Anbietern legal eingekauft, und die Kondomhersteller entsprechend vergütet. Bei illegalen Downloadportalen sehen die Urheber von Musik, Filmen etc. hingegen keinen roten Rappen.)

Unerwartet kam jedoch der Vorschlag des Vertreters der Digitalen Allmend, statt solcher Kontroll- und Sperrmassnahmen eine Grundvergütung für die Nutzung von Urheberrechten einzuführen. Dies wiederum geht den Rechtsinhabern zu weit, weil das einer pauschalen Belastung ohne jeglichen Bezug zur effektiven Nutzung von urheberrechtlich geschützten Werken gleichkäme.

Das Schlusswort, das aus dem Publikum kam, lieferte in dieser Diskussion einen interessanten Denkanstoss: Im Internet wurde in den letzten Jahren zu einem grossen Teil ein rechtsfreier Raum geschaffen. Eigentlich sei es nur richtig, dass moralische Grundsätze der Gesellschaft hinsichtlich Diebstahl auch fürs Internet gelten würden.

Fazit: Viele offene Fragen und ein langer Weg bis Ende 2015

Aus Zeitgründen konnte auf dieses Votum nicht eingegangen werden. Das einstündige Panel hätte sich durchaus noch verlängern lassen – zu viele Fragen wurden letztlich im Raum stehen gelassen. Allerdings konnte es auch nicht das Ziel dieser Diskussionsrunde gewesen sein, diese grundlegenden Fragen abschliessend zu beantworten.

Vielmehr hat die Diskussion aufgezeigt, welche Herausforderungen in naher Zukunft zu meistern sind. Das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) steht vor der schwierigen Aufgabe, bis Ende 2015 eine Vorlage für eine Anpassung des Urheberrechts für die Vernehmlassung zu erarbeiten. Die Diskussion im Hallenstadion hat vor allem auch klar aufgezeigt, wie wichtig der Dialog zwischen allen Interessensvertretern letztlich ist.

Das Musiksymposium – The Music Meeting Day

Über 80 Personen aus der Musikbranche und deren Umfeld nahmen am 10. Musiksymposium im Zürcher Hallenstadion teil. Der Branchentreff bot neben Panels und Referaten den Anwesenden auch die Gelegenheit, ihr Netzwerk zu erweitern und sich mit wichtigen Akteuren des Musikbusiness auszutauschen. Organisiert wird der Anlass von der Schweizerischen Vereinigung der Musikverleger (www.svmv.ch).

Die Teilnehmer am Panel mit dem Titel «Wie sieht die Zukunft des Urheberrechts im Zeitalter des digitalen Overloads aus? Was geschieht nach dem Entscheid zu den AGUR12-Verhandlungen?» waren:

•    Lorenz Haas, Geschäftsführer IFPI Schweiz
•    Andreas von Gunten, Präsident Digitale Allmend
•    Christoph Trummer, Musiker und Präsident des Vereins «Musikschaffende Schweiz»
•    Andreas Wegelin, Generaldirektor SUISA
•    Patrick Dehmer, General Counsel Swisscom
•    Moderation: Poto Wegener, Direktor SWISSPERFORM

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  1. Hartwig Thomas sagt:

    „Wie wichtig der Dialog ist“: Wir haben die totale Dialogverweigerung der SUISA während 20 Jahren erlebt.
    Hier findet man die anderweitig unterdrückte andere Meinung:
    http://www.enterag.ch/hartwig/AGUR12.pdf
    Und hier eine ausführliche Darstellung, wie und warum das „geistige Eigentum“ in den letzten 20 Jahren ausser Kontrolle geraten ist:
    http://buchundnetz.com/werke/urheberrecht-und-internet/

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Wie sieht die Zukunft des Urheberrechts im Zeitalter des digitalen Overloads aus? Diese Frage konnte natürlich auch nicht in einer einstündigen Paneldiskussion am diesjährigen Musiksymposium in Zürich beantwortet werden. Im Gegenteil: Die Diskussionsrunde zu diesem Thema zeigte einmal mehr, wie komplex dieses Thema ist, wie unterschiedlich die Interessen der einzelnen Akteure sind – und letztlich: wie wichtig der Dialog ist.

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Wohin geht die Zukunft des Urheberrechts? Lorenz Haas von IFPI Schweiz und der Gesprächsleiter Poto Wegener (SWISSPERFORM) an der Paneldiskussion am Musiksymposium 2014 in Zürich. (Foto: Wolfgang Rudigier)

Nein, es wurden keine Köpfe eingeschlagen, keiner verliess die Diskussionsrunde, und die Teilnehmer am Panel schrien sich auch nicht an. Dabei barg das Thema und die Zusammensetzung der Teilnehmer durchaus Eskalations-Potential. Auf der einen Seite sassen Musiker und Vertreter der Musikindustrie, die sich für eine…Weiterlesen